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00:00:02Dieser Mann ist Werner Bredebusch.
00:00:06Für seine Umwelt jedoch ist er Achim Detjen.
00:00:12Der ehemalige erfolgreiche Jagdflieger,
00:00:17der heutige Major der Bundesluftwaffe.
00:00:20Werner Bredebusch lebt ein zweites Leben als Achim Detjen.
00:00:26Ein zweites Leben, dessen Pole selbstloser Einsatz und ständige Gefahr heißen.
00:00:36Er arbeitet im Auftrage unseres Ministeriums für Staatssicherheit.
00:00:40Er ist Kundschafter für den Frieden.
00:00:44Durch seinen Auftrag, die Spur belasteter Nazis zu verfolgen,
00:00:48gelangt er in die Zentren der geheimen Remilitarisierung Westdeutschlands.
00:00:55Nur zwei Menschen in der BRD kennen Achim Detjens Geheimnis.
00:00:59Der ehemalige Oberleutnant der Wasserschutzpolizei Wendland
00:01:03und die Frankfurter Fotografin Winnie Winkelmann.
00:01:06Sie steht ihm bei der Lösung seiner komplizierten Aufgaben zuverlässig zur Seite.
00:01:13Während in einer Nebelnacht des Jahres 1960 Achim Detjen nach dem Dienst seine Bonner Wohnung betritt,
00:01:20beginnt auf einer Landstraße in Süddeutschland, nahe der Schweizer Grenze, eine merkwürdige Aktion.
00:01:29Diensten
00:01:30Diensten
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00:01:30Diensten
00:01:40Musik
00:02:12Musik
00:02:56Alle Wetterkarte ist an der Reihe, heute mit Frau Doktor Haferkorn.
00:03:00Guten Abend meine Damen und Herren und nun zum Wetter.
00:03:04Ein mitteleuropäisches Tief zieht mit seinen Ausläufern über unser Gebiet in Richtung Südwesten.
00:03:10Die Nacht ist stark bedeckt bis bewölkt im Oberrhein und im Schwarzwaldgebiet.
00:03:16Sogar in der Schweiz ist mit starken Nebelbildungen zu rechnen, die im Laufe der Nacht Sprühregen auslösen können.
00:03:24Die Tagestemperaturen betragen 15 bis 20 Grad und fallen in der Nacht von 8 auf 5 Grad herunter.
00:03:33Die Verkehrspolizei bittet alle Verkehrsteilnehmer sich den veränderten Straßenverhältnissen anzupassen,
00:03:38da besonders im Raum Schwarzwald Sichtweiten unter 50 Metern gemessen wurden.
00:03:43Meine Damen und Herren, das war's vom Wetter. Morgen wird es vorwiegend heiter sein. Guten Abend.
00:03:49Soweit heute unser Wetterbericht im Regional. Guten Abend, G&K Späti ins Zerdädchen selbst.
00:03:53Ja. Ja, Einkauf von heute Vormittag. Drei Hemden, ein Dutzend Taschentücher.
00:03:57Würden Sie bitte mal unterschreiben? Ja. Ja, danke.
00:04:01Also dann schönen Abend und gute Besserung. Ja, danke. Es liegt am Wetter.
00:04:09Drei Hemden und zwölf Taschentücher.
00:04:17Dann muss ich doch noch weg.
00:04:18Drei Musik
00:04:40Das war's.
00:05:09Das war's.
00:06:06Nächster Treff am Donnerstag, Position D4, Gruß, Winnie.
00:06:28Das war's.
00:06:42Hat sich's gelohnt, doch gut nachher.
00:06:48Und hier erneut ein Hinweis für alle Autofahrer, die noch immer unterwegs sind.
00:06:52Die Verkehrspolizei macht darauf aufmerksam, dass in den Ausläufern des Schwarzwaldes und im Oberrheingebiet bis in die Schweiz hinein starke
00:07:00Nebelbildung zunehmend den Verkehr behindert.
00:07:03Die Sichtweite beträgt jetzt stellenweise nicht einmal mehr 30 Meter.
00:07:07Bitte fahren Sie sehr vorsichtig.
00:07:10Denken Sie an die Lieben daheim, die Sie gesund wiedersehen wollen.
00:07:25Die Lieben daheim, die Sie gesund wiedersehen wollen.
00:07:54Die Lieben daheim, die Sie gesund wiedersehen wollen.
00:08:14Vielen Dank.
00:08:39Na, will er nicht mehr?
00:08:41Auf einmal.
00:08:43Starten Sie mal?
00:08:44Ja.
00:08:48Bitte?
00:08:50Stopp.
00:08:55Nochmal?
00:08:58Aus.
00:08:59Ja, junge Frau, da ist nichts zu machen.
00:09:02Aber ich bin kein Autoschlosser.
00:09:05Wissen Sie was? Ich hänge Sie an.
00:09:06Ja, in Hammerstein ist eine gute Werkstatt.
00:09:15Im Schweizer Hof können Sie so lange warten.
00:09:19Eine sehr angenehme Gaststätte.
00:09:23Ich kümmere mich inzwischen um die Werkstatt.
00:09:27Keine Sorge.
00:09:29Es geht schon alles seinen geregelten Gang.
00:09:32Diese Gegend hier kenne ich wie meine Westentasche.
00:09:35Ich vertrete nämlich eine Agentur.
00:09:38Ja, müssen Sie wissen.
00:09:45Oh, Verzeihung.
00:09:47Ich habe mich noch gar nicht vorgestellt.
00:09:49Büchmann.
00:09:50König.
00:09:51Das ist sehr liebenswürdig, Herr Büchmann.
00:10:03Äquator 1 spricht.
00:10:05Bitte kommen.
00:10:05Bitte kommen.
00:10:06Ich höre.
00:10:07Der Nebel lichtet sich.
00:10:08Verstanden?
00:10:09Verstanden.
00:10:10Neuen Posten einnehmen.
00:10:11Ende.
00:10:11Okay.
00:10:21Ach, das ist mir aber sehr unangenehm, Frau Lein König.
00:10:25Der Meister kommt erst morgen früh wieder.
00:10:27Ich habe einen Zettel durchgesteckt.
00:10:34Und wenn Sie mich noch ein Stück in Richtung Staufen schleppen,
00:10:37ich würde Ihnen selbstverständlich gern Ihre Unkusten...
00:10:39Ich bitte Sie.
00:10:40Leider, Frau Lein König.
00:10:42Ich bin schon spät.
00:10:43Werde dringend in Zelle arbeiten.
00:10:44In fünf Minuten ist dein Zimmer hergerichtet, nötiges Frau Lein.
00:10:46Es ist wirklich das Beste bei diesem Nebel.
00:10:50Morgen früh sieht die Welt viel freundlicher aus.
00:10:53Und wenn Sie gefrühstückt haben, ist Ihr Wagen fertig.
00:10:58So, bitte, meine Herrschaften.
00:11:01Hier ist der Tee.
00:11:02Erwarten Sie, nehmen das fort.
00:11:04So, bitteschön.
00:11:07Mögen Sie?
00:11:08Bitte.
00:11:08Hoffentlich sorgt sich niemand um Sie.
00:11:11Wenn man bei diesem Wetter jemanden erwartet und der kommt nicht,
00:11:16dann macht man sich schnell Sorgen.
00:11:19Ja.
00:11:21Ja, Sie haben recht.
00:11:25Bitte, wo ist das Telefon?
00:11:26Da hin, die gnädiges Frau Lein.
00:11:28Entschuldigen Sie.
00:11:30Ja, gleich da.
00:11:32Ja.
00:11:39Ja, Herr König.
00:11:42Christine, du.
00:11:45Wo bist du?
00:11:46Ist was passiert?
00:11:48Ach so.
00:11:51Aber das ist doch vollkommener Unsinn.
00:11:54Du sagst das Zimmer ab, Kind, und ich steig in den Wagen und hole dich.
00:11:58Das kommt überhaupt nicht in Frage, Papa.
00:12:01Nein, nein, nein, bleib zu Hause.
00:12:02Du kannst doch bei diesem Nebel nicht Auto fahren.
00:12:05Mach dir doch keine Sorgen.
00:12:06Na, hör mal.
00:12:07Aber woher denn?
00:12:09Du weißt doch, dass ich dir keine Vorschriften mache.
00:12:13Also gut über Nacht in Hammerstein.
00:12:15Es ist gut, dass du mich verständigt hast.
00:12:19Gute Nacht, mein Kind.
00:12:22Alles in Ordnung, Frau Herrn König?
00:12:24Ja.
00:12:28Dann kann ich beruhigt weiterfahren.
00:12:30Entschuldigen Sie nochmals.
00:12:32Aber ich hab's wirklich eilig.
00:12:37Ich wünsche
00:12:40eine angenehme Nacht.
00:12:49Der Herr ist wohl öfter hier, nicht wahr?
00:12:51Ach, das tut mir leid, nicht, ist, Fräulein.
00:12:52Den Herrn haben die noch nie hier gesehen.
00:13:15Noch fünf Minuten vielleicht.
00:13:18Oder zehn.
00:13:19Hm.
00:13:21Scheiß Wetter.
00:13:26Ich möchte dann schlafen gehen.
00:13:28Ja, gut.
00:13:28Kommen Sie.
00:13:36Ach.
00:13:39Mhm.
00:13:40Sie ist oben.
00:13:42Gut hochzukommen übrigens.
00:13:44Ich hab's mir bei Tag genau angesehen.
00:13:47Eine neue Grippewelle kommt.
00:13:50Ja, ich schläft sie an dem Baby-Tiefschlaf.
00:13:57Los, rauf.
00:14:16Achtung, Äquator 2, bitte kommen.
00:14:18Hier, Äquator 2, ich höre.
00:14:20Ich bin in einer Minute am Ball.
00:14:22Empfang.
00:14:23Okay, Ende.
00:14:26Ende.
00:14:39Zettel
00:15:19Ja, ja, Dr. König.
00:15:21Sind Sie, Herr Dr. König, in Staufen?
00:15:25Mit wem spreche ich?
00:15:27Das ist ganz unwichtig, Herr Doktor.
00:15:29Hören Sie mir bitte genau zu.
00:15:31Ich sage alles nur ein einziges Mal.
00:15:33Ihre Tochter Christine befindet sich in meiner Gewalt.
00:15:37Sie hat vor etwa einer Stunde bei Ihnen angerufen, aus Hammerstein.
00:15:41Sie sollten Ihre Stimme noch einmal hören.
00:15:44Herr Doktor, Sie nehmen jetzt Ihr Scheckbuch und begeben sich in Ihrem Wagen.
00:15:49Auf dem Beifahrersitz liegt ein Sprechfunkgerät.
00:15:53Damit wird man Sie zu einem Platz dirigieren, an dem wir alles Weitere besprechen werden.
00:15:57Und Sie werden sich selbst sagen, keine Polizei, keine dritten Personen, wenn Sie Ihre Tochter wiedersehen wollen.
00:16:11Hallo, hallo, hören Sie noch.
00:16:17Hallo, hallo.
00:16:25Hallo, hallo, hallo, hallo.
00:16:50Ihr Gerät ist auf Empfang geschaltet, Herr Doktor.
00:16:52Da machen Sie nichts, Herr.
00:16:53Fahren Sie nach rechts aus dem Grundstück und biegen Sie nach links ein.
00:16:58Weiter Anweisungen folgen.
00:17:06Sie fahren zu schnell, Doktor.
00:17:09Schalten Sie jetzt auf den zweiten Gang runter.
00:17:15Links kommt gleich eine Forststraße.
00:17:17In die biegen Sie ein.
00:17:39Von stehen bleiben, war keine Rede.
00:17:41Fahren Sie weiter.
00:17:42?
00:18:06No, da aus.
00:18:07Okay.
00:18:38Das war's für heute.
00:19:24Im Hof halten Sie Motor und Scheinwerfer aus. Sie gehen nach links in die Reste der alten Stallungen. Das Gerät
00:19:32lassen Sie im Wagen.
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00:22:17Also, Vorsicht, Glas.
00:22:18Also, Campingausrüstung?
00:22:20Ich hoffe, mein Anruf hat Sie nicht sehr überrascht.
00:22:23Schon, aber meine gute Kinderstube verbietet mir das zuzugehen.
00:22:26Ich hätte mich auch sehr gewundert, wenn Sie sich mal anderthalb Tage vorher angemeldet hätten.
00:22:29Ja, wenn Sie jetzt bitte reingehen... Ach so, Sie gehen ja schon.
00:22:33Erstens, ich habe gut und reichlich Abendbrot gegessen.
00:22:35Das ist schön für Sie.
00:22:37Zweitens, wenn Sie was zu trinken haben, sage ich nicht nein.
00:22:40Ah, mir hat schon immer Ihre bescheidene Art gefallen.
00:22:41Ich weiß.
00:22:42Falls noch ein dritter Wunsch anfällt, da muss ich leider passen.
00:22:44Cognac?
00:22:45Getroffen.
00:22:50Was ist denn das für eine Höllenmaschine?
00:22:52Kleiner Vorgriff auf die Zukunft.
00:22:54Das Fernsehen in der Westentasche.
00:22:57Fragen Sie mich nicht, wie ich zu dem Kasten gekommen bin.
00:23:01Und zu den Bilderchen da drin.
00:23:03Eine Fernsehaufzeichnung.
00:23:05Nie gesendet, aber hochinteressant.
00:23:13Inversion von der Vega.
00:23:15Raumschiff von einem fremden Planeten.
00:23:17Mr. Klein behauptet es besser zu wissen.
00:23:19Mr. Klein, es klingt doch recht unglaubwürdig, dass diese fliegende Untertasse eine Geheimwaffe des Hitlerreichs gewesen sein soll.
00:23:26Was Sie glauben, ist Ihre Sache.
00:23:28Ich kann nur wiederholen, was ich vorhin schon sagte.
00:23:31An der Konstruktion des Flugkörpers waren beteiligt die Herrn Schriever, Professor Miete sowie der italienische Strahltriebwerksingenieur Bellonzo.
00:23:41Das Testmodell ist in Peenemünde montiert worden.
00:23:46Wann war das?
00:23:47Anfang 1945.
00:23:49Ich hatte in Hanswil Gelegenheit, im Zuge von Recherchen mit Mr. von Braun über die deutsche Raketenforschung zu sprechen.
00:23:55Diesen Flugkörper erwähnte er mit keiner Silbe.
00:23:58Weil er nicht von seinem Reichspritt kam.
00:24:01Aber Sie sprachen eben von Peenemünde, Mr. Klein.
00:24:04Dort wurde der Testkörper montiert, weil es in Peenemünde trotz allem die besten technischen Voraussetzungen gab.
00:24:13Aber entworfen wurde das Phantom von Mitgliedern des Loft-Huser-Kreises.
00:24:20Aha, Loft-Huser-Kreis. Der Name sagt mir nichts.
00:24:23Ich habe ihn auch nur einmal gehört, beim Versuchszeit in Stettin.
00:24:27Wann war das?
00:24:2814. Februar 1945.
00:24:32Und hier lügt er.
00:24:34Das Gerücht ist nicht neu.
00:24:35Wir haben ein bisschen nachgegraben.
00:24:37Am 14. Februar 1945 tobte über Stettin ein Schneesturm.
00:24:41Die Sicht betrug weniger als 100 Meter.
00:24:43Außerdem lag Stettin bereits im Feuerbereich der russischen Artillerie.
00:24:45Ist also nichts dran. Warum denn die ganze Vorstellung?
00:24:48Der Loft-Huser-Kreis wurde erwähnt.
00:24:50Was wissen Sie davon, Dätchen?
00:24:52Wieso? Muss ich davon was wissen?
00:24:54Seit wann spielen wir Katze und Maus miteinander?
00:24:56Einer Ihrer alten Kameraden könnte davon gesprochen haben.
00:24:59Mich interessiert alles, was damit zusammenhängt.
00:25:01Moment, Moment. Warten Sie mal.
00:25:02Wenn ich mich recht erinnere, fiel der Name mal am Zusammenhang mit der Firma Wigner und Maus-Raketen.
00:25:08Ja, ja, ja. Das kenne ich. Da bin ich dran.
00:25:09Aber wenn Sie erfahren könnten, ob irgendjemand etwas von anderen Spezialgebieten weiß, die im Loft-Huser-Kreis in waren,
00:25:16lassen Sie es mich wissen.
00:25:18Verstehe immer noch nicht. Worum geht's eigentlich?
00:25:21Halten Sie die Ohren offen, wenn Sie das Stichwort Loft-Hus hören.
00:25:24Die CIA, die NATO interessiert sich dafür.
00:25:27Aber Vorsicht.
00:25:29Die Sache ist heiß.
00:25:31Verdammt heiß.
00:25:47Sie starten sofort. Tun Sie, was Sie für richtig halten. Ich werde laufend informiert. Ende.
00:26:00Ob das richtig ist? Mir wurde ausdrücklich gesagt, keine Polizei, keine dritte Person. Ich hätte abwarten sollen, aber ich kann
00:26:06es nicht.
00:26:06Beruhigen Sie sich, Doktor. Sie haben das einzig Richtige getan.
00:26:09Allerdings, von den Treppenterriern der Polizei hätte ich mir auch keine große Hilfe versprochen.
00:26:14Aber was meinen Sie, warum das Unternehmen ein halbes Vermögen für unseren Sicherheitsdienst aufwendet?
00:26:19Ich bin sicher, dass Sie in Hammerstein die Spur von Fr. Christine finden und nicht eher Ruhe geben, bis Ihre
00:26:25Tochter wieder wohlbehalten bei Ihnen ist.
00:26:27Wenn das alles nur nicht so schrecklich verworren wäre.
00:26:29Erstens bringen Sie Ihr Scheckbuch mit. Ja, das passt ins Bild. Dann lässt man mich in der Ruine warten. Auch
00:26:33das lässt sich noch erklären.
00:26:34Man wollte sehen, ob ich wirklich allein war. Aber schließlich das. Darauf gibt es keinen Reim.
00:26:41Warum das alles, wenn Christine nun ohne Gegenleistung, wenn Sie sie freilassen?
00:26:46Das mag brutal klingen, Doktor, aber Christines wegen mache ich mir gar nicht so viel Sorgen.
00:26:52Ich habe das schlimme Gefühl, dass es um etwas ganz anderes geht.
00:26:56Zigarre?
00:27:00Jetzt nicht.
00:27:02Oberst Krösing wird bald hier sein. Sie kennen ihn nicht.
00:27:07Leiter Haudegen aus dem Verteidigungsministerium.
00:27:09Und für uns aufgrund seiner guten Beziehungen zu den maßgebenden Herren der Luftwaffe unentbehrlich.
00:27:15Ich habe ihn zu mir gebeten, weil er mich in Sicherheitsfragen ständig berät.
00:27:26ECHO-India an Kontrollturm. Fliegen das markierte Gebiet an, Ober.
00:27:30Wer konnte ein Interesse daran haben, Sie aus dem Haus zu locken?
00:27:33Wer blieb dort zurück?
00:27:34Niemand.
00:27:36Meine Haushälterin ist für drei Tage zu Verwandten in den Allgäu gefahren.
00:27:41Wo ist Ihre Tochter gewesen?
00:27:43In Basel, privat. Sie verstehen.
00:27:45Ist es möglich, dass Dritte von dieser Reise wussten?
00:27:48Christine macht diese Fahrt alle 14 Tage.
00:27:51Hm.
00:27:53Sie arbeiten auch zu Hause?
00:27:56Selbstverständlich.
00:27:57Wenn sich jemand für Sie interessierte, bliebe ihm das also nicht verborgen.
00:28:01Hm.
00:28:02Ich mache kein Geheimnis daraus.
00:28:04Wohin wollen Sie mit Ihren Fragen?
00:28:06Einen Augenblick noch.
00:28:07Befinden sich Unterlagen Ihrer neuen Funkmesssonde bei Ihnen zu Hause?
00:28:12Ja, im Tresor.
00:28:14Und wenn sich Unbefugte daran zu schaffen machen, geht hier beim Sicherheitsdienst die Alarmanlage an.
00:28:19Eine Verfügung von Herrn Butzko.
00:28:21Es gab keinen Alarm.
00:28:23Also war niemand am Tresor.
00:28:24Als Sie das Haus verließen, hatten Sie da Ihre Schlüssel bei sich?
00:28:31Diese Schlüssel habe ich immer bei mir.
00:28:33Wer hat außer Ihnen noch Tresorschlüssel?
00:28:35Meine Tochter.
00:28:36Ja, Fräulein König ist wissenschaftliche Mitarbeiterin Ihres Vaters.
00:28:40Die Ihre Schlüssel ebenfalls ständig bei sich führt.
00:28:42Wie ich?
00:28:44Tja, Herr Direktor.
00:28:47Sie fürchten?
00:28:48Ja, eine glänzend eingefädelte Geschichte.
00:28:50Man bemächtigt sich unterwegs des Fräulein Tochter, weil sie im Besitz der Schlüssel ist.
00:28:54Man spekuliert auf die Sorgen des Vaters, lockt ihn aus dem Hause und dann klaut man ganz ungestört die Unterlagen.
00:29:00Das ist es, was ich befürchtet hatte.
00:29:05Herr Direktor?
00:29:07Mein Wagen und die Spuren sicher vom Sicherheitsdienst. Sofort.
00:29:10Habe verstanden.
00:29:11Tja, wir sehen uns das mal an, Doktor.
00:29:13Herr Direktor?
00:29:14Ja, bitte?
00:29:15Ich verbiete zum Helikopter. Bitte sprechen.
00:29:18Helikopter, bitte kommen.
00:29:26Verstehen Sie mich? Wir sind über Hammerstein. Setzen zur Landung an. Ende.
00:29:56Ja, ich komm' ja schon.
00:30:00Entschuldigen Sie bitte, mein Name ist Schmau. Es ist hier.
00:30:01Bei Ihnen wohnt doch ein Fräulein Christine König, nicht wahr?
00:30:04Ja, wieso?
00:30:06Ich möchte Sie in einer dringenden Angelegenheit sprechen.
00:30:12Fräulein König?
00:30:15Fräulein König, sind Sie wach?
00:30:17Fräulein König, aufwache!
00:30:19Hier ist Besuch für Sie.
00:30:22Bitte.
00:30:22Ach so.
00:30:43Fräulein König! Fräulein König!
00:30:49Hallo, aufwachen! Fräulein König!
00:30:58Alles unverändert.
00:31:00Alles liegt so, wie es immer lag.
00:31:05Na, warten wir's ab.
00:31:07Meine Herren,
00:31:09sehen Sie sich bitte diese Akte genau an.
00:31:11Um Sie ging's wahrscheinlich.
00:31:12Alles vollzählig.
00:31:13Das hat nichts zu bedeuten, Doktor.
00:31:16Der Fotoapparat ist schon erfunden.
00:31:18Wenn meine Vermutungen zutreffen, und ich zweifle nicht daran,
00:31:20dann waren hier Profis am Werk.
00:31:22Und die hinterlassen keine Spuren.
00:31:24Herr Schneider, hören Sie!
00:31:25Können Sie sich verlassen, Doktor?
00:31:28Herr Schneider!
00:31:29So war ich, Größe in Geißer.
00:31:30Fräulein König ist gefunden worden.
00:31:32Der Helikopter bringt sich.
00:31:33Nein, nein, nein, nein, nein.
00:31:35Eine solche Sache kann man nicht intern erledigen.
00:31:37Dazu steht zu viel auf dem Spiel.
00:31:39Ich bin unbedingt dafür,
00:31:40das Amt für Sicherheit beim Verteidigungsministerium einzuschalten.
00:31:43Unbedingt.
00:31:44Ja, da bin ich jetzt auch Ihrer Meinung.
00:31:47Von einem Kidnapping ist nicht mehr zu reden.
00:31:50Ihre Tochter ist wohl auf, Herr Doktor.
00:31:52Alles in Ordnung?
00:31:53Der Helikopter unseres Sicherheitsdienstes bringt Sie direkt hierher.
00:32:22Der Helikopter
00:32:25der Helikopter
00:32:36Major Dicchin.
00:32:38Der Herr General erwartet Sie.
00:32:46Major Dicchin meldet Sie zur Stelle.
00:32:50Na, da sind Sie ja.
00:32:56Nach unserem portugiesischen Ausflug damals haben Sie mir mal gesagt,
00:32:59die Arbeit hätte Ihnen Spaß gemacht.
00:33:00Ah, hier reden wir nicht davon.
00:33:01Na, umso besser. Nehmen Sie doch Platz.
00:33:03Danke.
00:33:03Diesmal muss ich Sie nicht einmal von der Luftwaffe ausborgen.
00:33:06Ihre Abteilung hat Sie für den Einsatz vorgeschlagen.
00:33:09Um ehrlich zu sein, Dicchin, Sie müssen einflussreiche Freunde haben.
00:33:12Man hat Sie für diesen Einsatz direkt empfohlen.
00:33:14Das freut mich zu hören, Herr General.
00:33:16Sie sind also bis auf Weiteres mir unterstellt, Sie verstehen.
00:33:19Und nun zur Sache.
00:33:22Sie kennen Wegener und Mosser G.
00:33:23Ja.
00:33:24Konkret geht es um die Arbeit eines dortigen Wissenschaftlers Dr. Martin König.
00:33:28König war während des Krieges mit geheimen Rüstungsprojekten beschäftigt.
00:33:31Seit 45 gleichartige Tätigkeit in den USA.
00:33:35Seit 58 wieder in der Bundesrepublik.
00:33:37König war in einem geheimen Forschungsstab Himmlers tätig.
00:33:41Er ist überzeugter Nationalsozialist, auch heute noch.
00:33:44Bleiben Sie nur sitzen.
00:33:46König hat eine Funkmesssonde entwickelt.
00:33:49ELO PA 59 Schrägstrich 102.
00:33:52Das Beste, was es auf diesem Gebiet gibt.
00:33:54Es wird im gesamten NATO-Bereich eingesetzt werden, nehme ich an.
00:33:58Diese Sonde nimmt in kürzester Zeit ein Maximum gegenrecher Funkinformationen auf,
00:34:03speichert sie und gibt sie an eine Empfangsstation ab.
00:34:06Die Sonde ist so überraschend einsetzbar, dass dem Gegner keine Täuschungsmöglichkeit bleibt.
00:34:10Funkspiel etc.
00:34:12Das Weitere ist die Sonde mit herkömmlichen Funkmessmitteln nicht zu orten.
00:34:16Nach ihrem Einsatz vernichtet sie sich selbst.
00:34:19Das ist ja eine ganze Menge.
00:34:20Die Königssonde kann, entsprechend programmiert,
00:34:23für einige Zeit den gesamten gegnerischen Funkverkehr zum Erliegen bringen.
00:34:28Ich muss Ihnen nicht sagen, was das im Falle eines Präventivschlags bedeutet.
00:34:32Vollkommen klar, Herr General.
00:34:34Wir haben begründeten Verdacht, dass andere auf die Sonde aufmerksam geworden sind.
00:34:37Nicht der Osten, ich glaube vielmehr die Konkurrenz.
00:34:41Aber wer weiß. Und genau das sollen sie herausfinden.
00:34:45Sie haben alle Vollmachten? Haben alle Mittel zur Verfügung?
00:34:50Ja, bitte.
00:34:51Ja, bitte.
00:34:58Was ist denn passiert? Wollten wir uns nicht morgen sowieso treffen, oder?
00:35:01Ich habe deine Nachricht erhalten, besten Dank.
00:35:03Plötzlich veränderte Situation, ich verlasse Bonn in einer Stunde.
00:35:07Hör zu, Hilsen war gestern bei mir. Ich ahnte nicht, dass er hier ist.
00:35:10Es handelt sich um Nazi-Forschungsergebnisse.
00:35:14Stichwort Lufthus.
00:35:15Lufthus, gut.
00:35:16Heute Vormittag wurde ich zu Wieseneck geholt.
00:35:18Ich muss zu Wegner und muss.
00:35:21Projekt Hannibal.
00:35:22Na komm, sitz, schön sitz. Funkmessonde?
00:35:24Ja, die Königssonde.
00:35:25Königstochter ist gekidnappt worden, aber das stellte sich als Legende heraus.
00:35:29Wieseneck befürchtet Konkurrenzspionage.
00:35:31Das stört unser Konzept.
00:35:33Das ist anzunehmen.
00:35:35Auf jeden Fall ist jetzt alles aufgescheucht.
00:35:37Aber ich werde das Gefühl nicht los, dass es um was ganz anderes geht.
00:35:41Gestern Wilsen mit seinen Andeutungen und heute Wieseneck mit dem Kidnapping.
00:35:45Und er deutete höheren Befehl an, was mich betrifft.
00:35:48Ich vermute da einen Zusammenhang zu Wilsen.
00:35:51Kann man nicht vorstellen, dass die CIA es nötig hat, sich auf diese Weise um die Sonde zu kümmern.
00:35:54Komm her, komm.
00:35:56Wenn ein Treff nötig wird, Frankfurt, Mainhafen, West, Kran 4.
00:35:59Kran 4.
00:36:01Mainhafen, West, Kran 4.
00:36:02Wenn alles klar geht, Vorderräder links eingeschlagen, Rückspiegel links gekippt.
00:36:09Vorderräder links, Rückspiegel links.
00:36:19Die Botschaft
00:36:23Hallo, alter Junge.
00:36:25Hallo, alter Junge.
00:36:26Hallo.
00:36:33Wegenon Moss heißen dich herzlich willkommen.
00:36:34Ich natürlich auch.
00:36:37Sei gegrüßt.
00:36:38Ich vergesse, ich soll dich von deinem Schwiegersohn General grüßen.
00:36:41Ich habe ihn das erste Mal als General gesehen.
00:36:43Ja, er hat es weitergebracht als wir alten Freundschweine.
00:36:45Na, ich gönne es ihm von Herzen von Renat, deswegen.
00:36:47Als Schwiegertochter Generalin habe ich leider nicht gesehen.
00:36:49Aber sie ist gut aus.
00:36:50Ich kann nur sagen, auch bei der Industrie unser altes Motto.
00:36:53Der Geistertruppe.
00:36:55So.
00:36:56Na ja, sei denn in diesem Sinne.
00:37:06Sie haben alles ganz genau beobachtet.
00:37:09Büchmann steigt aus seinem Opel.
00:37:13Er geht an den Heckleuchten vorbei.
00:37:16Dem angestrahlten Kennzeichen.
00:37:19FR-M.
00:37:26Ähm, 314.
00:37:28Ja, 314 oder 814.
00:37:33Die 3 könnte auch eine 8 gewesen sein.
00:37:35Oder auch eine 2.
00:37:37Aber auf alle Fälle eine 14.
00:37:39Ja, die war dabei, auf alle Fälle.
00:37:41Ah, die war dabei.
00:37:41Ich bedanke mich bei Ihnen, Gneis Volland.
00:37:43Das dürfte uns ein Stück weiterhelfen.
00:37:47Eine äußerst präzise Arbeit der Spurensicherer.
00:37:51Dennoch behaupte ich im Gegensatz zum Sicherheitsdienst,
00:37:53es ist jemand im Hause gewesen.
00:37:55Dafür spricht.
00:37:56Das Ereignis fand in einer Nacht statt,
00:37:58in der niemand im Hause war außer Ihnen, Herr Doktor.
00:38:01Die Telefonleitung wurde unmittelbar vor der Tür gekappt,
00:38:03damit Sie von hier aus niemanden verständigen können.
00:38:06Man schleuste sie weit aus der Stadt.
00:38:07Das ist das eine.
00:38:09Das andere,
00:38:11der Defekt an Ihrem Wagen ist nicht von selbst entstanden.
00:38:13Er wurde herbeigeführt.
00:38:14Gewissermaßen mit Langzeitwirkung.
00:38:16Äußerst trafiniert, Gneis Volland.
00:38:17Aber wo denn?
00:38:20Seit Basel habe ich den Wagen nicht eine Minute verlassen.
00:38:23Dann ist es eben dort gemacht worden.
00:38:25Man war mit Fräulein Königsschlüsseln im Tresor.
00:38:29Darüber gibt es gar keinen Zweifel.
00:38:31Ich wünschte, Sie könnten das einwandfrei beweisen.
00:38:34Es geht schließlich um meine Arbeit,
00:38:36um ein Stück meines Lebens.
00:38:39Öffnen Sie noch mal den Tresor, Doktor.
00:38:43Wenn Sie sich etwas davon versprechen,
00:38:46bitte.
00:39:02Nein, nein, Sie bitte.
00:39:04Räumen Sie ihn doch mal aus.
00:39:07Wann haben Sie das letzte Mal den Tresor ganz ausgeleert?
00:39:10Da war alles Stück für Stück in der Hand gehabt.
00:39:13Als wir nachsagen, ob etwas fehlt.
00:39:17Davor?
00:39:19Wer macht das?
00:39:21Man räumt hinein und heraus,
00:39:23was man gerade braucht.
00:39:25Mehr nicht.
00:39:29Moment, Moment, entschuldigen Sie mich.
00:39:31Ist sie leer?
00:39:32Nein, aber nichts Wichtiges.
00:39:34Nur persönliche Erinnerungen.
00:39:36Bitte, öffnen Sie.
00:39:49Hier haben Sie eine ganz kleine Christine.
00:39:51Kaum wieder zu erkennen.
00:39:51Das wird ein Mädchen kaum interessieren, Papa.
00:39:53Oh, doch, doch.
00:39:54Darf ich mal sehen?
00:39:57Oh, warte.
00:40:12Vermissen Sie was?
00:40:14Das ist nicht das richtige Wort.
00:40:16Ich dachte nur, ich hätte ihn hier reingesteckt.
00:40:19Was?
00:40:20Na, den Zettel.
00:40:22Das ist doch die alte Brieftasche aus Lofthus.
00:40:25Lofthus?
00:40:26Was ist das?
00:40:28Ein Vorort von Oslo.
00:40:30Dort war während des Krieges eine Forschungsstelle.
00:40:35Die Abreise damals,
00:40:38Hals über Kopf, alles.
00:40:40Mai 1945.
00:40:41Die einzige Möglichkeit, ins Flensburger Gebiet zu kommen,
00:40:44das letzte Fleckchen Deutschlands
00:40:46in den Händen der Regierung Dönitz,
00:40:48war auf einem U-Boot mitfahren.
00:40:51U 3028.
00:40:53Kommandant war ein Kapitänleutnant Christoffersen.
00:40:59Ein wahrscheinlich der Hamburger.
00:41:00Und als Sie in Flensburg ankamen?
00:41:03Wir kamen nie an.
00:41:04Warum?
00:41:05Wir hatten kaum den Oslofjord verlassen.
00:41:08Da gab es eine Havarie an der Elektrik.
00:41:10Durch einen Fehler an der Hydraulik
00:41:12hatten wir einen Wassereinbruch.
00:41:14Das eindringende Wasser löste einen Kurzschluss
00:41:17im elektrischen System aus,
00:41:19der nicht so gleich behoben werden konnte.
00:41:22Eine weitere Fahrt unter Wasser war nicht zu denken.
00:41:26Was blieb uns übrig?
00:41:28Wir mussten auftauchen
00:41:30und über Wasser weiterfahren.
00:41:33Na, keine 20 Minuten.
00:41:35Da hatte uns ein Ami ausgemacht
00:41:36und wir kriegten Feuer aus allen Rohren.
00:41:38Nach ein paar Minuten
00:41:40war von U 3028
00:41:42nichts mehr übrig.
00:41:44Es gab drei Überlebende,
00:41:46zwei Matrosen und mich.
00:41:48Wir wurden von einem Rettungsboot
00:41:49des Ami-Kreuzers an Bord genommen.
00:41:51Ich als letzter.
00:41:54Augenblick, Augenblick.
00:41:55Wir schweifen ab.
00:41:56Sie sprachen von einem Zettel.
00:41:58Ach so, ja.
00:42:00Ja, als wir aufgetaucht waren,
00:42:03rief mich Kapitänleutnant Christoffersen
00:42:04zu einer Tasse Kaffee
00:42:05und eröffnete mir die kritische Situation.
00:42:09Dann gab er mir einen Brief.
00:42:11Geheime Reichssache.
00:42:13Ich als Zivilist hätte bessere Chancen,
00:42:15nach Flensburg durchzukommen
00:42:16und den Brief dem Flottenkommando zu überstellen.
00:42:19Wir hatten nämlich in Lofthus
00:42:21einen Behälter übernommen
00:42:22mit irgendwelchen Unterlagen.
00:42:25Und den sollten wir vor Nordfriesland versenken
00:42:27zur späteren Nutzung oder so.
00:42:29Moment, Moment.
00:42:30Woher wussten Sie von dem Behälter?
00:42:32Ich hatte ihn selbst gesehen
00:42:33und der Kapitänleutnant sprach darüber.
00:42:36Aufgrund der Havarie nun
00:42:38hatte das Flottenkommando
00:42:39den Funkbefehl erteilt,
00:42:40sofort zu versenken.
00:42:42Noch innerhalb der norwegischen Hoheitsgewässer?
00:42:45Unmittelbar davor.
00:42:46Zu versenken,
00:42:47ehe wir Feindberührung bekämen.
00:42:49Diesen Befehl hatte Christoffersen ausgeführt.
00:42:51Gott sei Dank.
00:42:55Und der Brief?
00:42:56Na, wem sollte ich ihn geben?
00:42:58Etwa den Amerikanern,
00:42:59die die beiden Jungs und mich aus dem Wasser fischten
00:43:01und gleich mitnahm er in die Staaten?
00:43:03Den Umschlag habe ich weggeworfen.
00:43:05Er enthielt nichts als einen Zettel.
00:43:07Den habe ich unter das andere Zeug
00:43:09in meine Brieftasche gesteckt
00:43:10und da war er seither immer drin.
00:43:13Tolle Geschichte.
00:43:14Was stand denn drauf?
00:43:15Nur eine Reihe Zahlen.
00:43:17Zahlen?
00:43:19Eine Zahlenkolonne.
00:43:22Ja.
00:43:24Zwei Reihen Zahlen.
00:43:25Was denn für Zahlen?
00:43:29Ja, keine Ahnung.
00:43:35Ist ja wirklich eine tolle Geschichte.
00:43:38Muss eine große Nummer gewesen sein, der Doktor,
00:43:40wenn Sie ihn sogar mit dem U-Boot mitgenommen haben.
00:43:42Ist ein interessanter Mann.
00:43:44Mhm.
00:43:45Und kann spannend erzählen.
00:43:46Ja, aber darin liegt die Gefahr, Günther.
00:43:50Was denn für eine Gefahr?
00:43:51Diese tolle Geschichte,
00:43:52die lenkt uns vom Wesentlichen ab.
00:43:54Wer interessiert sich für so einen Zettel?
00:43:57Das Flottenkommando gibt es nicht mehr
00:43:58und was wurde nach Kriegsende
00:43:59nicht alles ins Wasser gefeuert?
00:44:01Ich sage dir, wenn ich gewusst hätte,
00:44:02was ich da alles raufbeschwöre.
00:44:04Also du meinst,
00:44:05es besteht überhaupt kein Zusammenhang
00:44:06zwischen diesem verfluchten Kidnapping?
00:44:08Ach Blödsinn, es geht um die Sonde,
00:44:09um weiter nichts.
00:44:10Na, dann streng die mal ein bisschen an.
00:44:22Ach, übrigens, Achim,
00:44:24morgen gibt sich unser Public Relation Manager die Ehre.
00:44:26Vielleicht ganz interessant für dich.
00:44:28Da kannst du mal sehen,
00:44:28was bei wegen der Mosso los ist.
00:44:30Also morgen 9.30 Uhr.
00:44:31Einverstanden?
00:44:32Mal sehen.
00:44:32Na komm schon.
00:44:33Hör los.
00:44:54Ja, Winkelmann?
00:44:55Hier spricht dein zweitbester Freund.
00:44:58Ja.
00:44:59Ich habe Sehnsucht nach dir.
00:45:00Möchte ich gerne sprechen.
00:45:02Freitag.
00:45:03Geht's nicht früher?
00:45:04Morgen 5.30 Uhr.
00:45:07Ich wünsche dir eine gute Nacht.
00:45:08Schlaf gut.
00:45:37Äquator 2 für Zentrale, bitte kommen.
00:45:40Hier Zentrale.
00:45:41Der Mann ist gestartet.
00:45:57Äquator 1 für Zentrale, bitte kommen.
00:46:09Ich höre Äquator 1, sprechen Sie.
00:46:12Äquator 2 hat er recht.
00:46:14Der Schnüffler will tatsächlich nach Frankfurt.
00:46:15Er ist gerade gelandet.
00:46:18Wie heißt der Mann?
00:46:19Tut mir leid.
00:46:21Die Flugsicherung interessiert sich nur für das Kennzeichen der Maschine.
00:46:24Der Vogel gehört nach Bundesbehörde.
00:46:26Den Namen des Piloten konnte ich so wenig in Erfahrung bringen wie Äquator 2.
00:46:29Eine unbekannte Größe.
00:46:31Bitte kommen.
00:46:32Bleiben Sie auf Posten.
00:46:33Auf Posten bleiben, okay.
00:46:41Dort steht der Wagen, hier sind die Schlüssel.
00:46:43Danke.
00:46:47In Ordnung, Zentrale.
00:46:49Er fährt gerade ab.
00:46:50Ich bleibe dran.
00:46:59Er fährt gerade ab.
00:47:50Er fährt gerade ab.
00:47:56Er fährt gerade ab.
00:48:38Untertitelung des ZDF, 2020
00:49:20Untertitelung des ZDF, 2020
00:49:24Untertitelung des ZDF, 2020
00:50:19Untertitelung des ZDF, 2020
00:50:24Guten Abend
00:50:27Guten Abend
00:50:28Guten Abend
00:50:3350 Jahre im Dienste der Luftfahrt, ah?
00:50:37Wie ich sehe, findet das große Ereignis der 50-Jahr-Feier erst in 8 Wochen statt
00:50:42Was nutzt das schönste Jubiläum, wenn niemand davon redet?
00:50:45Vorher und hinterher natürlich erst recht
00:50:46Klappern gehört zum Handwerken
00:50:48Na eben
00:50:50Morgen führt Vater den Herrn vom Beschaffungsamt seine Sonde vor
00:50:55Sehen wir uns?
00:50:56Ich glaube kaum
00:50:57Ja, das bedauere ich
00:50:59Ich bedauere auch
00:51:00Schließlich sind Sie für unsere Sicherheit verantwortlich, Herr Dätjen
00:51:03Wieso besteht Verdacht, dass nicht die Sonde entführt wird, sondern die charmante Tochter Ihres Schöpfers?
00:51:08Kaum
00:51:09Schade
00:51:10Ich würde nicht von Ihrer Seite weichen
00:51:12Verehrtes Fräulein König, darf ich Herrn Dätjens Aufmerksamkeit für einen Augenblick in Anspruch nehmen?
00:51:17Ja, es tut mir leid
00:51:17Ich muss ihm gehorchen, er war mal mein Chef
00:51:20Gnädige Frau
00:51:24Darf ich Sie mit Herrn Dätjen bekannt machen?
00:51:26Früher mal ein Ast der Lüfte, dem selbst der Teufel nicht das Wasser reichen könnte
00:51:29Nein, ich trete
00:51:29In meinem Geschwader an den beiden Nacken
00:51:31Aha
00:51:31Das Frau Winkelmann, jedes weitere Wort erübrigt sich
00:51:33Ihre erstklassigen Fotos hast du ja gerade in der Hand
00:51:36Ne Brille
00:51:37Ja, die Augen werden älter, aber das Herz bleibt jung
00:51:40Das sind die besten Industrieaufnahmen, gnädige Frau, die ich je in meinem Leben gesehen habe
00:51:44Freut mich zu hören
00:51:45Dafür gehen Sie leichter in die Luft
00:51:48Sollte ich je in meinem Leben ein Industrieunternehmen gründen
00:51:52Einen Löwenanteil meines Kapitals würde ich anlegen, um Sie für meine Werbung zu gewinnen
00:51:55Na gnädige Frau, wenn ein Dätjen das sagt, haben Sie so gut wie ausgesorgt
00:51:58Na schön, und wie lang geben Sie mir Bedenkzeit?
00:52:01Meine sehr verehrten Damen und Herren
00:52:03Ich habe die Freude, Herrn Direktor Butzko das Wort zu geben
00:52:14Meine Damen und Herren
00:52:16Ich möchte erst einmal Ihre Fantasie auf eine harte Probe stellen
00:52:21Wenn Sie heute hier im Herzen eines Unternehmens stehen, das sich in 50-jähriger, zäher und aufopfungsvoller Arbeit im Dienste
00:52:27der Luftfahrt Weltgeltung erworben hat
00:52:32Dann fällt es natürlich schwer, sich den Anfang der Luftfahrt Weltgeltung vorzustellen
00:53:01Das Einzige, was Sie mitbringen müssten, wäre Zeit
00:53:04Die Maschine wird in unserem argentinischen Zweigwerk erstmal auf Herz und Lern geprüft
00:53:10Warum probieren Sie nicht mal von diesem Hummusalat?
00:53:14Wirklich sehr zu empfehlen
00:53:15Ach, zum Nachtisch, Mr. Wesen
00:53:17Seien Sie überzeugt, ich höre es aufzuessen, wenn mir schlecht ist
00:53:20Ihr Prinzip, ich weiß
00:53:21Ja, es ist gut, Prinzipien zu haben
00:53:23Ich hoffe, wir sehen uns bald
00:53:26Zu einem kleinen Plauderstündchen
00:53:27Bitte
00:53:29Rufen Sie mich mal an
00:53:30Ich komme darauf zurück
00:53:32Nach unserer Erholung, ein Ausflug in die Pampas
00:53:35Bisschen Nachtleben, wo in der Sitzung ist
00:53:37Achim, hör mal auf zu essen
00:53:38Das ist eine Überraschung, was?
00:53:39Erinnerst du dich noch an ihn?
00:53:41Ja, natürlich, Herr Wendland
00:53:42Ja, richtig, das ist ein Ding, was?
00:53:44Ja, Moment mal, das war doch im Wasserschloss
00:53:50Na, Kamerad Dätjen?
00:53:52Ich will mich auch von Ihnen verabschieden
00:53:57Ich soll Ihnen ein größeres Frankfurt bestellen, die Polskirche wird renoviert
00:54:00Götter, das wäre wichtig
00:54:02Haben Sie Feuer?
00:54:03Ja, natürlich
00:54:15Zuge hier, nehmen Sie doch selbst
00:54:20Gute Reise
00:54:22Vielen Dank
00:54:23Und also dann, leben Sie wohl und alles Gute
00:54:26Ebenfalls
00:54:28Ja, natürlich erinnere ich mich, Herr Wendland
00:54:30Immer noch auf dem Wasser?
00:54:33Ich bin inzwischen endgültig an Land gegangen
00:54:35Und dafür mit der Beförderung zum Korvettenkapitän belohnt worden
00:54:38Gratuliere
00:54:40Beschaffungsamt
00:54:41Aber sagen Sie es hier nicht weiter
00:54:42Inmitten der Presse bleibe ich lieber inkognito
00:54:44Wendland ist wegen der Sondenvorführung hier
00:54:46Du hast ja gehört, Beschaffungsamt
00:54:47Das sind die Leute, die das Ding für die Truppe kaufen
00:54:49Oh, was?
00:54:50Ja?
00:54:51Direktor Butzko möchte ich das besprechen
00:54:52Ja, danke
00:54:54Entschuldigung, Butzko kann ohne mich nicht leben
00:54:56Du, ich habe mit Frau Winkelmann gesprochen
00:54:59Die nimmt dich nachher mit dem Wagen mit ins Hotel, ne?
00:55:01Wie habe ich das gemacht?
00:55:04Der hat Einfälle
00:55:08Wie geht es dir?
00:55:10Danke, gut
00:55:12Hoffentlich bringe ich dich nicht in Schwierigkeiten
00:55:14Ich muss das Interesse der Leute auf die Sonde konzentrieren
00:55:18Um sie abzulenken, über das nachzudenken, was hinter dieser mysteriösen Geschichte steckt
00:55:23Das Projekt Hannibal ist für uns erledigt
00:55:26Also lass dich nicht stören
00:55:28Und viel Erfolg
00:55:29Danke, kann es brauchen
00:55:35Sehr liebenswürdig von Ihnen, gnädige Frau, mich mitzunehmen
00:55:38Offenbar haben Sie großen Schlag bei Herrn Grözing
00:55:41Jedenfalls war es eine gute Idee von ihm, uns miteinander bekannt zu machen, oder?
00:55:45Dem kann ich nur beipflichten
00:55:47Er hatte schon immer eine richtige Nase fürs Verkehrte
00:55:51Ich müsste eben mal tanken
00:56:01Ein bisschen die Füße vertreten
00:56:04Ja, das ist schön
00:56:06Besser so, ich habe zwar vorher nachgesehen, aber wer weiß, ob Sie nicht ein Ohr angeklemmt haben
00:56:10Achim, was war los gestern?
00:56:11Ich weiß auch nicht, warum mich der Kerl im Westhafen beschattet hat
00:56:14Der Treff durfte nicht stattfinden
00:56:15Ich konnte nicht eindeutig verstehen, ob der Kerl alleine war
00:56:18Hältst du es für möglich, dass uns die Abwehr auf der Spur ist?
00:56:21So sah es nicht aus
00:56:23Wäre es auch sehr dumm gewesen, zusammen ins Auto zu steigen
00:56:25Egal, wie harmlos das auch aussah
00:56:29Haben wir einen Fehler gemacht?
00:56:30Vielleicht unser letzter Treff?
00:56:32Vor deinem Abflug?
00:56:34Also ich möchte schwören, dass es mit meiner Arbeit in Staufen zusammenhängt
00:56:36Irgendwelchen Leuten gefällt es nicht
00:56:38Wem?
00:56:39Zum Beispiel denselben, die bei König eingestiegen sind, denen es offensichtlich um den versenkten Wälder geht
00:56:43Von dem niemand weiß, was drin ist
00:56:45Aber alles zielt auf Loftus
00:56:47Mache ich schon
00:56:48Volltanken?
00:56:49Volltanken?
00:56:50Ja, ja, voll, danke
00:56:53Also dieser Zettel
00:56:55Fassen wir zusammen
00:56:57Hitlerfaschismus geschlagen, kurz vor der Kapitulation
00:57:00Da zweigt das Flottenkommando noch irgendein U-Boot ab
00:57:03An der norwegischen Küste einen Behälter an Bord zu nehmen
00:57:06Der aus dem Loftuser Kreis stammt
00:57:08Ja, und diesen Behälterzweck späterer Verwendung zu versenken
00:57:12Ein Gewehrsmann darf mitfahren, Dr. König
00:57:14Da tritt etwas Unvorhergesehenes ein, die Elektromotoren fallen aus
00:57:17Die Frage ist, was wäre geschehen, wenn U-3028 nicht hätte auftauchen müssen
00:57:22Oder die Niederschrift der Koordinaten in die vorbestimmten Hände gelangt wäre
00:57:26Und weiter, wo sind die Leute, die um den Inhalt des Behälters wissen
00:57:29Und dessen Versenkung auf dem Meeresboden veranlasst haben
00:57:32Zweifellos hohe Nazis
00:57:33Also wenn ich die Kidnapper habe, weiß ich mehr
00:57:36Die Kidnapper sind eine gute Spur, aber wir müssen sehr vorsichtig sein
00:57:39Bevor wir nicht wissen, wer dich beschadet hat
00:57:41Ich würde sagen, nur noch treff es unter Menschen
00:57:44Wir kennen uns ja jetzt
00:57:45Ja, nee, ich frage
00:57:46Wo fangen wir an?
00:57:49Äh, Frankfurt, Oppenheimer Straße
00:57:51Ich gehe davon aus, dass der Tatwagen nicht aus Freiburg kommt, sondern aus Frankfurt
00:57:54Und man hat bewusst eine Freiburger Nummer genommen, um die Verfolger auf eine falsche Spur zu lenken
00:57:58Denn ausgerechnet, als ich nach Frankfurt flog, beschattet man mich derart intensiv, dass ich es bemerken soll
00:58:04Und weil zwei der recherchierten gelben Opel-Rekord häufig in der Oppenheimer Straße sind
00:58:08Nimmst du an, dass man das Kennzeichen möglicherweise in Frankfurt gefälscht hat
00:58:12Genau
00:58:19Ja, genau
00:58:20Ja, genau
00:58:47KiKA
00:58:47Auch
00:58:47Bevor
00:58:47gå
00:58:47Da
00:58:57Musik
00:59:40Jetzt wird der Mops in der Pfanne verrückt. Das ist ein Lick.
00:59:43Das ist der Besitzer des Wagens.
00:59:44Ja, das ist Herzog. In Portugal war er die rechte Hand meines Freundes Born.
00:59:48Waffengeschäft an Gros, aber nur unter dem Ladentisch.
00:59:50Herzog heißt er auch hier. Im Gewerbeamt ist er als Chef der Rhein-Main-Detigtei registriert.
00:59:54Ob der noch mit Born zusammensteckt?
00:59:56Born und er haben immer die Geschäfte der alten Kameraden besorgt.
00:59:59Guck mal weiter hier.
01:00:01Oh, ich werde verfolgt. Das ist der Mann aus Marven.
01:00:04Also der hat dich verfolgt.
01:00:05Ja, das verstehe ich aber nicht. Warum Herzog mich beschatten ließ?
01:00:10Du mein Zug, ich muss gehen. Nimm das alles hier. Was machst du?
01:00:12Ja, ich werde Herzog auf die Bude rücken. Vermute Born der Nähe.
01:00:16Und morgen, 15 Uhr, Winnie. Da treffen wir uns hier.
01:00:21Guten Abend, Herr Dätjen. Ihr Schlüssel.
01:00:24Danke.
01:00:24Besuch für Sie. Der Herr dort drüben.
01:00:30Herr Reutnant.
01:00:31Herr von Wieseneck hat mich beauftragt, Sie noch heute Abend vom Ergebnis der Ermittlungen in Kenntnis zu setzen, die unsere
01:00:35Dienststelle in den Vereinigten Staaten veranlasste.
01:00:38Ja, bitte kommen Sie.
01:00:39Festzustellen war, ob im Militärhistorischen Archiv des Pentagon-Unterlagen eingesehen wurden, die sich auf maritime Kampfhandlungen im Mai 1945 im
01:00:49Nordseeraum beziehen.
01:00:51Im Detail war zu ermitteln, ob es sich um Angaben über die Versenkung des U-3028 Kommandantkapitänleutnant Christopherson handelte.
01:01:01Aber wie hat er davon erfahren?
01:01:03Das ist ganz einfach. Das Militärhistorische Archiv des Pentagon ist die sicherste Quelle aus ihr. Ist gelöffelt worden.
01:01:08Und wer hat gelöffelt?
01:01:09Ein Admiral Melkin.
01:01:11Melkin?
01:01:12Ja, und er hat einen plausiblen Grund. Er schreibt seine Memoiren und war Kommandant der Flottille, die das U-Boot
01:01:16versenkte.
01:01:17Geschickt.
01:01:19Ja, und jetzt kommt etwas sehr Interessantes.
01:01:21Er macht genau dasselbe wie mein Ex-Geschwader-Chef Krösing.
01:01:25Er gehört zur Lobby einer Rüstungsfirma.
01:01:27Welcher?
01:01:28Der West in Elektronik.
01:01:29Und natürlich stand im Logbuch des amerikanischen Zerstörers, wer nach der Versenkung des U-Bootes aus dem Wasser gefischt wurde.
01:01:35Und der Rüst? Das ist ein Kinderspiel, verstehst du?
01:01:39Und was spielt nun Wilson für eine Rolle dabei?
01:01:41Ja, das will ich dir genau sagen.
01:01:42Oh, guck mal. Wen haben wir denn da?
01:01:45Aha, das ist doch der Vollmund aus dem Hafen.
01:01:48Also doch.
01:01:49Ja.
01:01:50Ja, sag, Wilsens Rolle.
01:01:52Ja, vielleicht weiß ich mehr, wenn ich da drüben guten Tag gesagt habe. Das mache ich gleich.
01:01:55Jetzt?
01:01:57Natürlich, schließlich freue ich mich, einen alten Bekannten wiederzutreffen.
01:02:00Also gut, ich halte hier die Stellung, bis du wieder da bist. Eine Stunde?
01:02:02Drück mir die Daumen, halt mir die Ohren stark.
01:02:04Auch das.
01:02:30Ich halte dir das.
01:02:57Ach, guten Tag, Roloff.
01:03:02Herr Dätchen, sagen Sie, sind wir uns nicht schon mal begegnet?
01:03:06Unmöglich, ich habe ein glänzendes Personengedächtnis.
01:03:08Oh, das freut mich für Sie.
01:03:09Sehr erfreut, Herr Dätchen, die Reimeinde-Dektei bedankt sich für das Vertrauen, das Sie hier entgegenbringen wollen.
01:03:13Zu unserem größten Bedauern ist das Institut wegen ständiger Arbeitsüberlastung im Augenblick leider nicht in der Lage für neue Klienten
01:03:17tätig werden zu können.
01:03:18Wir bitten um die Verständnis. Um Ihnen trotzdem behilflich sein zu können, erlaube ich mir hier die Anschriften einiger anderer
01:03:22Frankfurter Detekteien zu überreichen, an die Sie sich vertrauensvoll wenden können.
01:03:25Wir bedauern außerordentlich, verehrter Herr Dätchen, dass wir Sie im Augenblick leider nicht bedienen können. Äh, dort bitte.
01:03:29Mann, da kriege ich ja Atem und Sie sprechen ja wie ein fliegender Nussknacker.
01:03:37Darf ich jetzt auch mal was fragen?
01:03:39Ja.
01:03:42Erstens habe ich keinen Auftrag für Sie, zweitens brauche ich keine andere Detektei und drittens will ich Herrn Herzog sprechen.
01:03:49Herzog, bitte.
01:03:53Hier dieser.
01:03:56Ich werde mich erkundigen.
01:03:58Ich bitte drum.
01:04:19Ich bitte mir zu folgen, Herr Detek.
01:04:24Hier bitte.
01:04:30Eine echte Überraschung.
01:04:32Keine angenehme für Sie, Herzog.
01:04:34Setzen wir uns doch.
01:04:41Ich bin enttäuscht von Ihnen, Herzog.
01:04:44Ziemlich enttäuscht, so was lässt man doch nicht rumliegen.
01:04:47Was haben Sie sich dabei gedacht?
01:04:49Kidnapping.
01:04:50Wissen Sie eigentlich, wie unpopulär Kidnapping ist?
01:04:52Wenn das rauskommt, das kann Ihnen hier einen guten Laden kosten.
01:04:55Ich weiß nicht, wovon Sie reden.
01:04:58Hm.
01:04:58Wenn ich eine gewisse junge Dame frage, ob sie den Mann und den Wagen auf dem Foto schon mal gesehen
01:05:05hat.
01:05:06Brauchen Sie Geld?
01:05:07Mensch, Herzog, stellen Sie sich doch nicht so blöd an.
01:05:09Wenn ich Sie aufs Kreuz legen wollte, hätte ich doch das Foto nicht so lange für mich behalten.
01:05:12Also was wollen Sie?
01:05:15Hören Sie, ich habe Sie nicht aufgestöbert, weil es mir persönlich Spaß macht, das zum Ersten.
01:05:21Es macht mir auch keinen Spaß, alte Kameraden hochgehen zu lassen, das zum Zweiten.
01:05:26Aber ich bin von Amts wegen mit Erklärung des Sachverhaltes beauftragt.
01:05:29Deswegen brauche ich Resultate, verstehen Sie?
01:05:32Wenn Sie die Karten auf den Tisch legen, kann ich versuchen, sie rauszuhalten.
01:05:35Denken Sie schnell nach.
01:05:37Sie wissen, dass Ihr Born tot ist?
01:05:39Unmöglich.
01:05:41Unmöglich?
01:05:41Ja.
01:05:42Dann holen Sie mal rein.
01:05:45Augenblick mal, Dätjen.
01:05:47Ich werde mein Möglichstes tun.
01:05:50Der will Born sprechen.
01:05:54Bedienen Sie sich?
01:05:55Sehr liebenswürdig, danke.
01:05:59Herzog!
01:06:02Bitte?
01:06:03Ich möchte nicht wie ein rohes Ei behandelt werden.
01:06:06Wie verstehe ich das?
01:06:08In die Pfanne gehauen werden.
01:06:09Aber, Herr Dätjen, wir kennen uns doch lange genug.
01:06:13Eben.
01:06:13Von mir?
01:06:35Überprüfen?
01:06:39Entschuldigung.
01:06:42Ich mache das mit dem hin.
01:06:52Bis zum nächsten Mal.
01:07:26Bis zum nächsten Mal.
01:07:44Bis zum nächsten Mal.
01:08:14Bis zum nächsten Mal.
01:08:44Bis zum nächsten Mal.
01:09:16Bis zum nächsten Mal.
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