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00:02:04Menschenskindätin, du machst ein Gesicht, dabei sind wir endlich wieder zu Hause.
00:02:09Kopfhörter, Junge, ich weiß, woran du denkst, aber das Leben geht weiter.
00:02:13Du weißt wenigstens, wohin mit dir.
00:02:15Das möchte sein.
00:02:17Wenn du gar nicht weißt, wohin kommst du zu mir.
00:02:20Wäre gelacht, wenn wir nicht ein Dach für dich hätten.
00:02:39Hier, die Heimatadresse.
00:02:43Weiß ja gar nicht, ob ich überhaupt nach Hamburg komme.
00:02:47Dreck am Stecken?
00:02:49Wenn du mich fragst, war meine Pflicht getan.
00:02:54Die würden wir uns wahrscheinlich anders nennen.
00:02:56Dätien, du hast alles Mögliche von dir erzählt. Warum das nicht?
00:03:03Na, der Ivan ahnt jedenfalls nichts, sonst wärst du nicht in diesem Zug.
00:03:07Nein, so war es nicht.
00:03:09Nach 14 Tagen Ostfront bin ich abgeschossen worden.
00:03:12Na, verstehe.
00:03:14Also, Frankreich?
00:03:18Mensch, Dätien, monatelang sitzt man in einem Lager, redet über Gott und die Welt.
00:03:22Aber das Wichtigste, das behältst du für dich.
00:03:26Warum soll ich dich damit belasten?
00:03:28Merk dir mal eins.
00:03:29Wenn alles in Scherbenfeld unsere Kameradschaft bleibt,
00:03:32Mensch, Borne...
00:03:33Lass mich ausreden.
00:03:35Vielleicht hätte ich dir doch noch helfen können.
00:03:36Aber jetzt zu dicht am Ziel?
00:03:38Scheiße.
00:03:38Ich bin ein Scherbenfeld.
00:04:16Musik
00:04:55223 wirft seine Schatten voraus.
00:04:57Die alliierten Schnüffler sind schon da.
00:05:00Der Zug hat schon eine halbe Stunde Verspätung.
00:05:03Und heute in großer Besetzung.
00:05:05Captain Jones für die Briten, Major Green für Amerika und die Franzosen schicken ihren schärfsten Hund.
00:05:10Kapitän Renard.
00:05:18Achtung, Achtung!
00:05:22Die Bundesrepublik Deutschland, heißen Sie herzlich willkommen,
00:05:26damit Sie Ihr Überbrückungsgeld und die benötigten Fahrausreise
00:05:32sowie Ihre vorläufigen Kenntasen entgegennehmen können,
00:05:36wollen Sie sich vor der Baracke auf dem Bahnhoffuhrplatz einbinden.
00:05:42Am Eingang Römisch 1 werden die Buchstaben Adolf bis Konrad,
00:05:48am Eingang Römisch 2 die Buchstaben Ludwig bis Zeppelin abgefertigt.
00:05:55Ich wiederhole, die Bundesrepublik Deutschland...
00:05:59Die Heimat hat uns wieder auf ein neues...
00:06:02Wer sich jetzt beeilt, kommt am schnellsten aus dem Nest raus.
00:06:04Also Kopf hoch, wird zum Schiff gehen.
00:06:06Wir müssen zum gleichen Schalter.
00:06:08Du, ich muss noch mal wohin.
00:06:10Schiffen, halt mir den Platz frei.
00:06:12Beeil dich.
00:06:13Pass auf, bitte.
00:06:14Die Buchstaben, die von der Baracke auf dem Bahnhoffuhrplatz einbinden.
00:06:18Am Eingang Römisch 1 werden die Buchstaben Adolf bis Konrad,
00:06:24am Eingang Römisch 2 die Buchstaben Ludwig bis Zeppelin abgefertigt.
00:06:30In Ihrem eigenen Interesse bitten wir Sie uns die Erledigung der notwendigen Formalitäten
00:06:37durch diszipliniertes Verhalten zu...
00:06:46Ach, gibt's denn jetzt Vergissmein nicht?
00:06:49Das da welkt nie aus der Schießbude, wissen Sie?
00:06:51Ich heiße Born.
00:07:02Ich hab Sinn an mir. Sieht gut aus, was? Überbrückungsgeld.
00:07:04Weiß denn nicht, wo Born geblieben ist?
00:07:06Keine Ahnung, mach's gut.
00:07:07Mach's gut.
00:07:08So lange kann man doch gar nicht.
00:07:11Wir gehen getrennt.
00:07:13Sie gehen über die Fußgängerbrücke.
00:07:15Gleich rechts am Bahnhof steht der P4.
00:07:17Ich geh andersrum.
00:07:29Sie gehen über die Fußgängerbrücke.
00:07:37Sie gehen über die Fußgängerbrücke.
00:08:00Musik
00:08:22Lässt sich das nicht verhindern?
00:08:23Leider nicht ganz.
00:08:25Papiere, Geld und so weiter, alles in Ordnung.
00:08:28Ein Gutes hat es trotz alledem, wenn gelegentlich ein kleiner Fisch von der SS geschnappt wird.
00:08:33Die Presse macht großes Geschrei, die Öffentlichkeit hat ihre Beruhigungspille und wir können Ruhe die Elite in Sicherheit bringen.
00:08:39Ab!
00:08:41Keine Bange, Herr Born.
00:08:43Bis jetzt hat alles geklappt und es ist dafür Sorge getragen, dass Sie auch weiterhin unbehelligt bleiben.
00:08:47Ganz ehrlich, in Russland habe ich mich nicht so beklommen gefühlt wie heute, als ich die alliierten Kettenhunde sah.
00:08:54Deswegen bin ich hier. Ich warte seit vier Wochen auf Sie.
00:08:56Um mich aus dem Lande zu bringen, hoffe ich.
00:08:58Nein.
00:09:01Obersturmbahnführer Fritsch hat angeordnet, dass Sie in der Bundesrepublik bleiben.
00:09:06Wie bitte?
00:09:08Ist er sich darüber klar, dass ich wegen der von mir geleiteten Requirierungen in Christian Sand gesucht werden könnte?
00:09:13Niemand hört Ihnen ein Haar kommen. Dafür bürge ich.
00:09:19Felgenkamp.
00:09:24Und meine Familie?
00:09:25Für Ihre Kinder sind Sie im Osten verschollen. Ihre Frau weiß Bescheid und wird Sie in Grünfels besuchen.
00:09:30Grünfels?
00:09:31Bei Neumünster.
00:09:33Obersturmbahnführer Fritsch will Sie in seiner Nähe haben.
00:09:36So ist das. Das Konto in Zürich.
00:09:39Es muss sofort disponibel sein. Wir warten sehnsüchtig auf Ihre Unterschrift. Sie sind einer der beiden Zeichnungsberechtigten.
00:09:45Verstehe.
00:09:47Da habe ich natürlich einen Fehler gemacht.
00:09:49Fehler?
00:09:50Ja.
00:09:53Wieso?
00:09:55Was?
00:09:56Ich habe eine meiner Adresse gegeben. Die Adresse meiner Frau.
00:10:00Wem?
00:10:01Am Jagdflieger. Oberleutnant. Fürchtete sich vor Überprüfungen.
00:10:05Ich dachte, es könne nicht schaden, wenn ihm meine Frau mit ihren Industrieverbindungen unter die Arme greift.
00:10:10Jetzt natürlich.
00:10:13Was hat er auf dem Kerbholz?
00:10:15Eine ganze Menge. Denn Andeutungen nach.
00:10:18Genaueres?
00:10:18Eben nicht. Er war sehr zurückhaltend. Deshalb glaube ich, dass etwas dran ist.
00:10:23Weiß er, wer Sie wirklich sind?
00:10:25Nein.
00:10:26Hat er sich an Sie herangemacht?
00:10:28Dazu war er zu sehr mit sich selbst beschäftigt.
00:10:32Ich fürchtete schon, man hätte jemand auf Sie angesetzt.
00:10:35Die Russen, Sie geben nicht eher Ruhe, bis Sie den letzten von uns zur Strecke gebracht haben.
00:10:39Quatsch, Staffel, ist er nicht der Typ? Der Oberleutnant ist echt, so war ich Born heiße.
00:10:43Ich verlange von Ihnen, dass seine Spur wiedergefunden wird. Unter allen Umständen haben wir uns verstanden.
00:10:50Absolut. Der Mann muss her.
00:10:53Kommen Sie, Herr Dätjen.
00:10:58Bitte.
00:10:59Danke.
00:10:59Hier ist Ihr Platz.
00:11:02Das ist Ihr erster Abend in der Heimat nach so vielen Jahren. Sie sollen sich wohlfühlen.
00:11:07Ich kann mir vorstellen, wie Ihnen zumute ist.
00:11:09Alles meinetwegen?
00:11:10Ach, was ist das schon? Schließlich sind Sie für uns da draußen gewesen.
00:11:15Viele vergessen das.
00:11:16Auf einmal möchten Sie das alles nicht mehr wahrhaben.
00:11:19Möchten das gestern ablegen wie einen alten Mantel.
00:11:22Oder lieber Bier?
00:11:23Gerne.
00:11:28Unser Vati.
00:11:30Wir nehmen immer Heimkehrer auf, wenn Transporte kommen.
00:11:34Ich denke immer, er hätte auch so eines Tages vor einer fremden Tür stehen können.
00:11:39Mit leeren Händen.
00:11:40Vor dem Nichts.
00:11:42Aber trinken wir erst einmal.
00:11:44Auf Ihre Heimkehr.
00:11:45Zum Wohne.
00:11:47Zum Wohne.
00:11:54Mutti hat schon befürchtet, dass der ganze Transport heute abgefertigt wird.
00:11:57Nur ein kleiner Rest, das wird morgen nicht lange dauern.
00:12:01Bitte.
00:12:01Danke.
00:12:01Ihre Angehörigen haben wohl schon lange auf Sie.
00:12:03Ich habe keine Angehörigen.
00:12:06Ich bin aus Hamburg.
00:12:07Meine Eltern sind beim Bombenangriff umgekommen.
00:12:09Mein Mann ist beim Vormarschaff Moskau gefallen.
00:12:13Mit dem Glauben an den Sieg.
00:12:16Wenigstens das heute ist ihm erspart geblieben.
00:12:18Die Russen in Berlin.
00:12:19Die Russen sind ein Teil unseres Vaterlandes unter der Herrschaft der Kommunisten.
00:12:23Und Briten und Amerikaner sind tatenlos zu, statt auf unsere Tradition zu bauen.
00:12:26Mit uns gegen den Osten.
00:12:29Mutti.
00:12:56Mutti.
00:13:10Bist du verrückt geworden?
00:13:13Ich habe dir hundertmal gesagt, dass du nicht hierher kommen sollst.
00:13:16Uns stört keiner mehr.
00:13:17Er ist weg.
00:13:18Was willst du?
00:13:20Erstens.
00:13:21Habt ihr einen Dätchen Achim abgefertigt?
00:13:24Ist aus Hamburg.
00:13:26Dätchen mit Dora?
00:13:27Mhm.
00:13:32Der war noch nicht hier.
00:13:33200 sind übrig geblieben und kommen morgen.
00:13:36Gut.
00:13:36Zweitens.
00:13:37Wo habt ihr ihn untergebracht?
00:13:40Da kann ich dir nicht helfen.
00:13:41Die Quartierliste hat der Herr Genosse mit nach Hause genommen.
00:13:52Mach auf.
00:13:53Bist du wahnsinnig?
00:13:56Du, das kann mich Kopf und Kragen kosten.
00:13:59Schröder, du bist nicht hier, damit du dir den Arsch schwärmst.
00:14:03Aufmachen.
00:14:04Du kennst Lachmann nicht, diesen Sozi.
00:14:07Den müssen wir beim Vergasen übersehen haben.
00:14:10Du hast gesagt, sie lassen die Fahndungslisten manchmal hier,
00:14:12wenn es am nächsten Tag weitergeht.
00:14:15Wenn, dann im Panzerschrank.
00:14:17Mhm.
00:14:23Aber beeil dich, ich flehe dich an.
00:14:26Ist Dätchen einer von uns?
00:14:31Lässt es sich einrichten, dass seine Papiere den alliierten Schnüfflern nicht vorgelegt werden?
00:14:35Unmöglich.
00:14:38Jedenfalls, solange dieser Lachmann da sitzt.
00:14:40Du steckst hier als vorgeschobener Posten des Kameraden.
00:14:42Hilfsachs.
00:14:43Mach dir das.
00:14:54Fehlanzeige.
00:14:55Weiter.
00:15:00Für Ihre Mutter ist der Krieg wohl noch nicht zu Ende.
00:15:03Ach, Sie müssen sie verstehen.
00:15:05Sie ist schon so lange allein und verbittert.
00:15:08Als die Ami-Bomber Nacht für Nacht kamen, hat sie gefleht wie alle.
00:15:13Lieber Trockenbrot bis ans Lebensende, als das noch einmal.
00:15:18Jetzt erscheint hier diese Zeit schön, weil mein Vati noch lebt.
00:15:23Sie denkt daran, wie an etwas Großes.
00:15:27Und Sie?
00:15:29Frau dann Uta.
00:15:31Auf alle Fälle keinen Krieg mehr erleben und dann so allein sein wie Mutti.
00:15:35Ein gutes Abi.
00:15:36Vielleicht studieren, heiraten, Kinder kriegen.
00:15:41So, wie viele?
00:15:43Ein Dutzend.
00:15:50Sie sind müde, ja.
00:15:53Ein bisschen.
00:16:04War es sehr schlimm bei den Russen?
00:16:06Ich habe es überlebt.
00:16:09Sie haben gehungert, ja?
00:16:11Auch.
00:16:12Wie die Russen selbst.
00:16:14Solange gekämpft wurde, haben wir keinen Stein auf dem anderen gelassen.
00:16:17Daran gemessen sind wir anständig behandelt worden.
00:16:24Mussten Sie schwer arbeiten?
00:16:26Ich musste nicht, bin Offizier.
00:16:28Ich habe es freiwillig getan.
00:16:30Bäume gefällt.
00:16:32Waldarbeit.
00:16:39Wussten Sie schon, dass in Hamburg das...
00:16:43Nein, das habe ich nicht geahnt.
00:16:50Ich wünsche Ihnen von ganzem Herzen, dass Sie recht bald wieder ein Zuhause finden
00:16:57und alles vergessen, was hinter Ihnen liegt.
00:17:03Sie können mir uns ja mal schreiben, wenn Sie wollen.
00:17:11Ich will.
00:17:13Uta, Herr Dädchen muss todmüde sein und du schwarzt mich.
00:17:17Ich schwarzt mich.
00:17:17Ich schwarzt mich.
00:17:17Ich komme ja schon.
00:17:18Und gute Nacht.
00:17:20Gute Nacht.
00:17:20Gute Nacht.
00:17:25Uta.
00:17:42Uta.
00:17:43Koch, ja?
00:17:44Berthold.
00:17:45Ja.
00:17:45Siebten, Zehnten, fünfundzwanzig.
00:17:47Düsseldorf.
00:17:48Am Anger, dreieundzwanzig.
00:17:50Zweinzig.
00:17:51Und Ihren Übernachtungsschein bitte, Herr Koch.
00:18:04Haben Sie schon unterschrieben?
00:18:05Ach, bitte würden Sie das auf der Rückseite quittieren.
00:18:07Das ist wegen der Verrechnung.
00:18:12Ja, danke schön.
00:18:13Das ist alles, Herr Koch.
00:18:20Warten Sie bitte im Flur, Herr Koch.
00:18:21Sie werden dann aufgerufen.
00:18:23Der Nächste bitte.
00:18:25Dätchen.
00:18:28Achim.
00:18:31Einundzwanzigster, zweiter, neunzehn.
00:18:35Jawohl.
00:18:36Hamburg.
00:18:37Ja, Gröninger Straße vier.
00:18:41Wenn Sie mir mal den Bleistift geben würden.
00:18:44Dätchen, Achim, kann ich mal sehen?
00:18:46Das ist nicht in Ordnung?
00:18:48Doch, doch.
00:18:53Dätchen, Achim.
00:18:55Ja.
00:19:02Einundzwanzigster, zweiter, neunzehnhundert und neunzehn.
00:19:05Deutscher?
00:19:06Deutscher.
00:19:14Ja, warten Sie dann bitte auf Dorsener Bastigkeit.
00:19:17Sie werden dann auch aufgerufen.
00:19:19Der Nächste, bitte.
00:19:22Der Sichtvermerk von nebenan.
00:19:26Aus Hintertupfing.
00:19:30In der Kreuzerlergasse.
00:19:34Friedemann.
00:19:35Paul.
00:19:48Koch, Berthold.
00:19:50Hier.
00:19:50Bastigkeit, Willi.
00:19:52Ja.
00:19:55Wir sind Bastigkeit.
00:19:57Sie Koch.
00:19:59Ja.
00:20:06Sie Koch.
00:20:12So, ich übergebe Ihnen jetzt Ihre provisorische Kennkarte und das Überbrückungsgeld.
00:20:16Friedemann.
00:20:16Angesinn.
00:20:18Koch.
00:20:21Bastigkeit.
00:20:21Aber nicht gleich in Puff gehen.
00:20:23Päckchen.
00:20:24Wui.
00:20:26Kommando.
00:20:34glücklicher Heimkerker.
00:20:35Augenblick mal, Chef.
00:20:38Ich habe zwischen den beiden gestanden.
00:20:39Der Name ist Dätjen Achim.
00:20:41Wo sind meine Pollen?
00:20:41Sie stehen auf der Liste.
00:20:42Hauen Sie ab so schnell Sie können und rufen Sie an unter der Nummer.
00:20:44Monsieur Schreuder.
00:20:46Augenblick.
00:20:47Ja.
00:20:48Bitte, Monsieur.
00:20:48Rufen Sie auf.
00:20:50Dätjen Achim.
00:20:52Wie war der Name?
00:20:54Ja, Dätjen Achim.
00:20:56Dätjen Achim.
00:21:00Ist hier ein Dätjen Achim?
00:21:32Dätjen Achim.
00:21:35Ihre Dokumente bitte bereithalten.
00:21:37Zur Kontrolle.
00:22:05Hallo?
00:22:06Schröder.
00:22:07Na endlich.
00:22:09Rademacher.
00:22:11Los, los, Bewegung.
00:22:12Wagen anlassen.
00:22:14Rademacher.
00:22:17Kleiststraße 12.
00:22:19Kadir Achim.
00:22:49Märts.
00:22:55Zum HB, verdammt!
00:22:58Los, weiterfahren!
00:23:01Ich habe Ihnen ja gesagt, dass er Dätchen nicht last.
00:23:05Skandalös, da kommt ein Mann nach Haus, der nur seine Pflicht getan hat und dann sowas.
00:23:11Leute, die, wie Sie sagen, nur ihre Pflicht getan haben,
00:23:14stehen nicht auf der Kriegsverbrecherliste, Madame Rademacher.
00:23:28Wir kommen, Kapitän.
00:23:36Wo reste Sie?
00:23:37Und Sie, Madame, muss ich bitten, das Haus vorerst nicht zu verlassen.
00:23:54Erstens, unser Mann ist nicht da.
00:23:56Zweitens, Sie haben ihm eine Falle gestellt.
00:23:58Ein Franzmann ist zurückgeblieben.
00:24:00Und nun?
00:24:03Warten.
00:24:05Gibt es hier in der Stadt noch ein anderes Lyzeum?
00:24:06Nein, nein.
00:24:08Die drei Jungs haben die Lampe kaputt gemacht.
00:24:10Immer sind die Jungs auf das Lyzeum aus.
00:24:14Und wen geht es denn?
00:24:15Uta Rademacher.
00:24:17Sind Sie verwandt?
00:24:18Ich bin nur für ein paar Stunden hier und ich hätte Sie gerne mal gesehen.
00:24:21Ich glaube, Sie muss jetzt in der Oberprima sein.
00:24:24Wo wollen Sie denn hier warten?
00:24:26Ist es da ein Kaffee?
00:24:28Ja, Justus.
00:24:30Ich schicke Ihnen die Uta dann rüber.
00:24:32Es ist sowieso gleich Pause.
00:24:33Aber vergessen Sie es nicht.
00:24:34Äh, näh, ich weiß, wie das ist.
00:24:41Ich weiß, wie das ist.
00:24:44Ich weiß, wie das ist.
00:25:12Er ist hier und nicht hier.
00:25:13Er kann nicht auf die Erde.
00:25:15Nicht auf Passport, nicht auf Nierge, nicht auf Tiersdouble.
00:25:19Aber, kleine Bourgeois, das ist das Problem.
00:25:25Ah, guten Tag.
00:25:26Na, hat es geklappt?
00:25:27Seien Sie mal ganz unauffällig.
00:25:29Die Franzosen sind hinter mir her.
00:25:31Und hinter mir sitzen welche.
00:25:33Hören Sie mal für mich telefonieren?
00:25:35Ja.
00:25:35Ich bin ja hier wie angenagelt.
00:25:36Ja.
00:25:37Rufen Sie die Heimkehrerbarke am Bahnhof an.
00:25:39Verlangen Sie an Schreuder.
00:25:40Haben Sie einen Grosch?
00:25:40Ja, ja, ich habe.
00:25:41Schönen Gruß von mir.
00:25:42Er wollte mir eine Telefonnummer nennen.
00:25:44Schröder?
00:25:45Schröder.
00:25:45Schröder.
00:25:46Schönen Gruß von mir.
00:25:47Vergessen Sie es nicht.
00:25:49Ich bin hier.
00:25:53Ja.
00:25:56Nein, nein.
00:25:56So, da bin ich.
00:25:58Bitte nehmen Sie Platz.
00:26:04Ein alter Freund von mir.
00:26:05Herr Lachmann, einer der wenigen Deutschen, die das Potsdamer Abkommen ernst nehmen.
00:26:12Ich hoffe, diese Geschichte bleibt nicht der einzige Eindruck von unserem Land.
00:26:15Mir völlig unklar, wie dieser Dätchen verschwinden konnte.
00:26:19Man muss ihn gewarnt haben.
00:26:20Ja, Mokka, Monsieur.
00:26:21Merci.
00:26:23Bitte mir auch einen.
00:26:28Es tut mir leid, aber da meldet sich keiner.
00:26:30Ach, ist das eine Scheiße.
00:26:32Ich brauche meine Sachen heute Abend, wenn es dunkel ist.
00:26:35Fragen Sie Ihre Mutter, ob Deutsche da gewesen sind.
00:26:39Irgendwas hinterlassen haben.
00:26:40Sie wünschen?
00:26:41Nein, nein, ich möchte...
00:26:42Nein, doch, bitte bringen Sie einen Tee, ja?
00:26:44Ja.
00:26:45Sie müssen noch hierbleiben.
00:26:46Es würde sonst auffallen.
00:26:47Ach so.
00:26:48Ganz so schwach sehe ich da nicht, Herr Renard.
00:26:49Der Mann hat kein Geld, keine Papiere.
00:26:51Der kommt nicht weit.
00:26:52Dessen bin ich gar nicht sicher.
00:26:53Die alten Kameraden, die alte Baune Pest.
00:26:57Und unsere Ertreuenverbündeten aus Übersee sehen zu.
00:27:00In den Staaten haben Sie keine faschistische Okkupation kennengelernt.
00:27:02Ihre Polizei muss in die Fahndung mit eingeschaltet werden, Monsieur Lachmann.
00:27:06Viel Hoffnung habe ich nicht, aber wir wollen nichts unversucht lassen.
00:27:10Doch nun zu dem, was Monsieur André interessiert.
00:27:13Dem Mocker, der Herr.
00:27:15Danke schön.
00:27:15Na, jetzt ist gut, jetzt kann sie gehen.
00:27:17Und dann beschuldigen Sie diesen Tätchen des Mordes und des Kriegsverbrechens.
00:27:23Des Mordes an einem Wehrlosen.
00:27:25Ich habe mir von unserem Stab die Unterlagen kommen lassen.
00:27:28Nach Kriegsende übergab uns ein Film-Amateur aus Rouen einen 8mm-Streifen.
00:27:32Wir haben von diesem Amateurfilm Fotos gezogen.
00:27:36Bitte.
00:27:38Dieser Mann hatte im Juni 1940 vom Dachfenster seines Hauses aus einen Luftkampf aufgenommen.
00:27:43In diesem Luftkampf wurde einer unserer Jäger abgeschossen.
00:27:47Unser Pilot reitete sich mit dem Fallschirm.
00:27:49Während er niederschwebte, griff ihn der deutsche Jäger an.
00:27:52Eine Art Scheibenschießen.
00:27:54Der Pilot war tot, als er den Boden erreichte.
00:27:56Bitte.
00:27:57Ihr.
00:27:58Ich muss Ihnen nicht sagen, dass das gegen jedes Kriegsrecht verstößt.
00:28:03Und in dieser Maschine saß Nädchen?
00:28:06Ja.
00:28:07Es war nicht einfach, das festzustellen.
00:28:09Aber der Film bot einige Anhaltspunkte.
00:28:12Die Maschine ist eindeutig eine Mäh 109.
00:28:15Ihr taktisches Zeichen, das das Geschwader verrät.
00:28:18Am Leitwerk weiße Balken.
00:28:19Sie geben darüber Auskunft, in wie vielen Luftkämpfen der deutsche Flieger gesiegt hatte.
00:28:23Wir haben Kriegsgefangene befragt und Augenzeugen vernommen.
00:28:27Zur fraglichen Zeit hatte nur der Leutnant Achim Dätchen die angegebene Zahl von Abschüssen.
00:28:34Haben Sie ein Foto von ihm?
00:28:36Leider kein sehr gutes.
00:28:38Eine Ausschnittsvergrößerung aus einer Gruppenaufnahme.
00:28:41Das ist Dätchen?
00:28:48Das ist zehn Jahre her.
00:28:52Er hat zwar vor mir gestanden, aber...
00:28:55Es war für uns sehr überraschend.
00:28:57Das hier hatten wir schon abgelegt.
00:29:00Nach unseren Recherchen galt als sicher, dass Dätchen im Osten gefallen ist.
00:29:04Es ist ein Zufall, dass er überhaupt noch in der Liste steht.
00:29:08Ist das wahr?
00:29:09Nein.
00:29:10Nein, ich habe es nicht getan.
00:29:11Ich kann es nicht erklären.
00:29:13Es war meine Maschine, aber ich saß nicht drin.
00:29:15Ich kann Sie nur bitten, mir zu helfen.
00:29:18Mir zu glauben.
00:29:19Mit Tee, bitte.
00:29:20Dankeschön.
00:29:26Großfahndung.
00:29:27Unsere und Militärpolizei.
00:29:28Hat er Chancen?
00:29:29Komm.
00:29:33Wir müssen den Mann haben, sonst steht alles in Frage.
00:29:36Vielleicht gelingt es uns, ihn rechtzeitig auszuschalten.
00:29:38Kein Aufsehen.
00:29:39Eins ist mit Rüben klar geworden.
00:29:40Mit den alten Methoden erreichen wir nichts mehr.
00:29:42Es täte mir sogar leid.
00:29:44Diese Geschichte in Rouen.
00:29:46Männer wie ihn brauchen wir bald.
00:29:49Mügeber.
00:29:54Das ist mit dem Mannen.
00:29:59Es ist mit dem Mannen.
00:30:01Scheiß.
00:30:07Musik.
00:30:19Musik
00:30:47Musik
00:31:19Musik
00:31:51Keine Bewegung, Vivian. Schönen Ruß von Born. Mitkommen, los.
00:32:07Musik
00:32:10Was haben Sie mit mir vor?
00:32:11Eins nach dem anderen. Weg mit den alten Klamotten. Ziehen Sie das da an.
00:32:16Nun machen Sie schon.
00:32:18Ich mache gar nichts. Ich nicht weiß, was mit mir geschieht.
00:32:21Ich bestimme, was hier geschieht. Und keine Dummheiten. Umziehen.
00:32:35Was soll das?
00:32:36Schnauze. Wenn einer fragt, bin ich es. Sie heißen?
00:32:41Schnauze oder reden. Eins geht nur.
00:32:44Immerhin. Ich habe Sie vor einem handfesten französischen Strick bewahrt.
00:32:48Aha. Und warum?
00:32:51Umziehen.
00:32:54Sie heißen?
00:32:57Tätien. Achim. 21.2.19. Hamburg. Gröninger Straße 4.
00:33:03In welchem Geschwader haben Sie zuletzt gedient?
00:33:06Geschwader Immelmann.
00:33:08Inskart?
00:33:09Oberleutnant.
00:33:11Wann in russische Gefangenschaft geraten?
00:33:14Im 30. Mai 1942 im Mittelabschnitt.
00:33:18Wie ist Ihr letzter Geschwader-Chef?
00:33:20Gröning.
00:33:21Oberst Günther Gröning.
00:33:23Wie ist Ihr Vater?
00:33:24Jens.
00:33:25Wo wurden Sie ausgebildet?
00:33:28Lignitz.
00:33:29Geburtstag der Mutter?
00:33:3317.12.95.
00:33:36Ihr Vorname?
00:33:37Olga.
00:33:41Wie kommt man in Hamburg zur Gröninger Straße?
00:33:43Oh.
00:33:45Das kommt drauf an, von welcher Seite?
00:33:47Von der Staatsbibliothek her.
00:33:50Fischmarkt.
00:33:50Dann kommt eine kleine Brücke.
00:33:53Dann Brandsvitte runter.
00:33:55Erste Querstraße rechts.
00:33:57Gröninger Straße.
00:33:58Alles Altstadt.
00:34:00Wo erhielten Sie Ihre Fliegerausbildung?
00:34:03In Lignitz.
00:34:04Aber das habe ich schon gesagt.
00:34:05Und am Ziegenteich Bier getrunken.
00:34:08Ziegenteich Baude heißt es.
00:34:10Wie hieß denn Ihre Freundin?
00:34:12Sauer.
00:34:13Brigitte Sauer.
00:34:14Aber das geht Sie wirklich in Dreck an.
00:34:18Möchte wissen, was Sie mit mir vorhaben.
00:34:20Sie sind sich klar darüber,
00:34:21dass ich jede Ihrer Angaben nachprüfen werde.
00:34:24Bitte.
00:34:27Sollte sich herausstellen,
00:34:27dass Sie sich hier eingeschlichen haben.
00:34:32Wenn es sowas ist,
00:34:33dann reden Sie lieber gleich.
00:34:34Wollen Sie?
00:34:35Ja.
00:34:36Noch kann ich Sie mit einem blauen Auge laufen lassen.
00:34:40Wovon reden Sie?
00:34:43Erzählen Sie mal etwas von Rouen,
00:34:44Herr Oberleutnant.
00:34:46Wie hieß denn Ihr Mechaniker?
00:34:51Paule.
00:34:52Und der Offizier Paul Lehmann.
00:34:55Die vierte Staffel.
00:34:57Nee.
00:34:58Die zweite.
00:34:59Und den Rouen haben Sie dann diesen Poilu runtergeholt?
00:35:06Das Jagdgeschwader Immelmann war berühmt
00:35:08für seine Härte gegen den Feind.
00:35:10Und selbst wenn Sie ein besonders ausgefuchster Spitze
00:35:12der Franzosen wären,
00:35:12ich bereue nichts.
00:35:14Er hat meine Pflicht getan
00:35:14und würde sie immer wieder tun.
00:35:17Ich als französischer Spitze.
00:35:19Das ist mal neu.
00:35:21Sie dürfen das Zimmer nicht verlassen.
00:35:23Ich gehe Ihre Angaben zu überprüfen.
00:35:25Die Papiere nehme ich mit.
00:35:29Bis auf dieses Briefchen
00:35:30scheint neueren Datums zu sein.
00:35:34Schreiben Sie mir nur,
00:35:35wenn Sie das Gegenteil beweisen können.
00:35:38Uta.
00:35:38Was hat das zu bedeuten?
00:35:40Nichts.
00:35:41Ach, ich verstehe.
00:35:42Herr Oberleutnant hat mein Köpfchen verdreht,
00:35:44dann kamen die Franzosen
00:35:45und erzählten von Herrn Oberleutnants
00:35:46Heldentaten.
00:35:51Übrigens,
00:35:52ehe ich es vergesse,
00:35:53da ist Schreibzeug.
00:35:53Bis ich wiederkomme,
00:35:55können Sie mal zu Papier bringen,
00:35:56wo Sie in Russland waren,
00:35:57welche Eindrücke Sie hatten.
00:35:58Dies Haus hier
00:35:59wird übrigens scharf bewacht.
00:36:01Und bitte
00:36:02keine Druckbuchstaben mehr, Dätjen.
00:36:08Es geht um,
00:36:08also habe ich hier
00:36:10mit dem
00:36:10vegetalischen
00:36:10General
00:36:10Subtit Oz
00:36:10und
00:36:10St degli
00:36:10ALT
00:36:101
00:36:112
00:36:110
00:36:120
00:36:1560
00:36:15Free
00:36:160
00:36:160
00:36:1880
00:36:30Musik
00:36:54München, alles aussteigen.
00:36:56Ich habe schon mal schlechter gesessen, kann mich bloß nicht erinnern, wo.
00:36:59Kommen Sie.
00:37:10Hatten Sie eine angenehme Reise?
00:37:11Ja, so kann man sagen.
00:37:13Holst, dann gehen wir hoch.
00:37:13Den Umständen entsprechen, aber was wird nun?
00:37:16Sobald ich rausgehe, haben Sie mich.
00:37:17Wahrscheinlich stehe ich in jedem Fahndungsblut.
00:37:19Fürs Erste können Sie das Haus freilich nicht verlassen und hier sind Sie sicher.
00:37:22Ah, also von einer Gefangenschaft in die andere.
00:37:25Erst ein bisschen angeschlagen, Herr Lauterbacher, die Jahre im Osten.
00:37:28Hier sind Sie nicht in Gefangenschaft, Herr Detchen, sondern in einem zuverlässigen Versteck.
00:37:32Ich brauche Sie nicht mehr, Herr Kaiser. Gute Heimfahrt.
00:37:35Ich starte morgen früh.
00:37:36Bitte. Ihr Zimmer steht Ihnen zur Verfügung.
00:37:39Na dann, alles Gute und die Ohren steif halten.
00:37:42Und nicht nur das.
00:37:45Da haben Sie ja wirklich enorm gesammelt.
00:37:48Sie erwähnten vorhin, Ihre Eltern wären in Hamburg umgekommen.
00:37:51Die übrigen Stücke der Reise stehen drüben in der Vitrine.
00:37:53Woher wussten Sie aber vom Tod Ihrer Angehörigen?
00:37:56Als Ihre Eltern starben, da waren Sie doch in Gefangenschaft.
00:37:58Ich habe es auch erst im Lager erfahren, Herr Lauterbacher.
00:38:00Wer hat Ihnen geschrieben? Sie waren doch als Gefallen gemeldet.
00:38:03Lieber Freund, nach 45 konnten wir nach Hause schreiben über das Rote Kreuz.
00:38:09Monate später hielt ich Nachricht von unserem Herrn Pfarrer.
00:38:11Die Post hatte ihm meine Karte zugestellt.
00:38:13Die Nachricht muss übrigens bei meinen Papieren liegen.
00:38:15Ach ja, richtig. Entschuldigen Sie, das war mein Freund.
00:38:18Zunächst würde ich gerne nach Hamburg fahren.
00:38:21Das geht nicht.
00:38:22Das geht nicht. Und was geht?
00:38:23Ich kann doch nicht ewig hierher rumsitzen.
00:38:25Wir haben auch nicht die Absicht.
00:38:27Ich störe doch hoffentlich nicht.
00:38:29Aber keineswegs. Das ist Herr Dätjen, unser neuer Gast.
00:38:31Ah, guten Tag.
00:38:32Frau Silke, übrigens auch aus Hamburg.
00:38:34Also aus Hamburg, woher denn?
00:38:37Altona, Lesserstraße.
00:38:38Ach, Lesserstraße, ist das nicht in der Nähe von der von der...
00:38:41Nein, das ist am Stadttheater, stimmt's?
00:38:42Ja, die Querstraße.
00:38:43Wenn man die Königstraße runtergeht, dann kommt man dran vorüber.
00:38:46Genau. Also dann, Hummel, Hummel, Herr Dätjen.
00:38:49Schauen Sie, Herr Dätjen, ganz so fremd sind Sie schon nicht mehr.
00:38:51Sagen Sie mal, Frau Silke.
00:38:53Silke?
00:38:54Waren Sie in der letzten Zeit mal in der Gröningerstraße,
00:38:57in der Nähe vom Fischmarkt?
00:38:58In der Altstadt, oh nein, da bin ich ewig nicht mehr gewesen.
00:39:01Das hätte ja sein können, Schabe.
00:39:02Danke.
00:39:06Tja, wir haben viel mit Ihnen vor, Herr Dätjen.
00:39:09Ich habe Ihre russischen Impressionen da, mit viel Interesse gelesen.
00:39:12Ich stimme Ihnen völlig zu.
00:39:14Wir haben diese Herren aus dem Osten total unterschätzt.
00:39:16Übrigens einer der furchtbarsten und folgenschwersten Fehler
00:39:18des deutschen Generalstabes.
00:39:20Nur nicht, weil wir werden ihn nicht wiederholen.
00:39:23Jedenfalls unsere Rückkehr ist vorbereitet.
00:39:25Bisschen schwer daran zu glauben.
00:39:27Was können Sie tun?
00:39:28Mich verstecken, mehr nicht.
00:39:29Wir haben die Möglichkeit, Menschen, an denen uns liegt, in Sicherheit zu bringen,
00:39:32ihnen die Chance zu geben, nicht nur zu überleben.
00:39:36Die Finanzen sind in Ordnung, die notwendigen Führungskräfte vorhanden,
00:39:39bewährte Alte nun nicht wahr und Nachwuchs.
00:39:40Wir zählen Sie dazu.
00:39:42Doch meine Zeit drängt, wer wir.
00:39:44Ja.
00:39:45Nehmen Sie an, dass wir eine Organisation sind, die sich die Aufgabe gestellt hat,
00:39:48Alte Kameraden zu unterstützen.
00:39:50Deren Treue zu Deutschland von den Siegern schlecht honoriert wird.
00:39:53Diese Männer dem Vaterland zu erhalten, betrachten wir als unsere vornehmste Pflicht.
00:39:57Und wie?
00:39:57Ja.
00:39:58Abwarten, Herr Dätjen, abwarten.
00:40:00Und Tee trinken?
00:40:01Ja.
00:40:07Während der Bombenangriffe war ich nicht in Hamburg.
00:40:09Ich war mit unserem Stab in Skandinavien.
00:40:13Luftwaffenhelfern.
00:40:15Sicherheitsdienst.
00:40:17Das hätte ja sein können.
00:40:19Wir haben alle etwas, womit wir fertig werden müssen.
00:40:22Wir müssen es hinter uns lassen, so oder so.
00:40:24So oder so ist das Leben gesungen.
00:40:27Warum sind Sie nicht zu Hause?
00:40:30Ich warte.
00:40:30Worauf?
00:40:31Auf den Schnee vom vorigen Jahr?
00:40:33Worauf?
00:40:34Es kann nicht alles zu Ende sein, dass es wieder anders wird.
00:40:37Ach.
00:40:39Langen Sie doch mal die Flasche rüber.
00:40:40Cognac ist gut.
00:40:42Für mich ist das alles so schizophren.
00:40:46Erst Gefangenschaft, das ist schön.
00:40:48Aber dann Deutschland geteilt.
00:40:50Ausländische Truppen überall.
00:40:52Aber hacke Deutsche, die gestern verfolgt wurden, heute Verfolger sind.
00:40:55Auge um Auge, Zahn um Zahn.
00:40:59Aber woher nehmen Sie eigentlich Ihre Zuversicht?
00:41:03Den Mut verloren?
00:41:04Wer redet denn von mir?
00:41:07Im Lager drüben wurde viel geredet in den langen Jahren.
00:41:09Zuerst vom Fressen, dann vom Mädchen.
00:41:11Man redet immer von dem, was man nicht hat.
00:41:13Und natürlich von dem, was werden soll.
00:41:14Und wie dachten Sie sich's?
00:41:19Anders, ganz anders.
00:41:21Keiner wollte wieder Krieg.
00:41:22Ums Verrecken nicht.
00:41:24Deshalb liefen Sie zu diesem Nationalkomitee.
00:41:28Oder Antifa-Schulen.
00:41:29Nicht etwa, weil es da besser zu fressen gab,
00:41:31sondern Sie suchten ehrlich einen neuen Weg.
00:41:34Und Sie?
00:41:36Oh, Sie sind doch kein Amateur.
00:41:39Sie wissen doch, was mir anhängt.
00:41:41Durfte nicht auffallen.
00:41:42Hab Schnauze gehalten.
00:41:45Sie haben zu lange nur die andere Seite gehört.
00:41:48Das hat Sie aufgerieben.
00:41:52Hier, das hab ich mir mal ausgemalt.
00:41:56Ein Zimmer.
00:41:56Hübsch eingerichtet wie dieses.
00:41:58Für mich allein.
00:41:59Ein Mädchen.
00:42:01Das haben Sie doch jetzt.
00:42:09Klingt sehr verlockend.
00:42:10Leider unter Hausarrest, gnädigste.
00:42:12Aber der Konjag schmeckt Ihnen trotzdem.
00:42:14Ja.
00:42:15Ja, das schmeckt.
00:42:17Aber hier sitzen zu müssen und nichts zu tun,
00:42:19das bringt mich um.
00:42:21Stellen Sie eine Verbindung mit Rom her.
00:42:23Hinter Ihnen.
00:42:25Ach ja.
00:42:28Wie machen Sie es zu warten?
00:42:30Nicht den Mut zu verlieren.
00:42:32Nicht untätig sein.
00:42:34Vorbereiten.
00:42:35Steinchen an Steinchen setzen.
00:42:37Die Namen Aldera festhalten,
00:42:38die am lautesten nach Demokratie und Antifaschismus schreien.
00:42:41Noch können wir Sie ja nicht hindern.
00:42:43Aber wir ziehen an dem Teppich, auf dem Sie stehen.
00:42:45Und so lange soll ich in Hausarrest bleiben?
00:42:47Oh, das nun gerade nicht,
00:42:48aber wir müssen gewisse Vorsichtsmaßnahmen...
00:42:49Ich kann das Thema nicht mehr hören!
00:42:52Wissen Sie, wie ein Pörtner schläft?
00:42:55Bitte die Türe zu.
00:42:58Bitte die Türe zu.
00:43:00Bitte die Türe zu.
00:43:04War ja nützlich, oder?
00:43:08Tja.
00:43:10Einfach einen Strich machen durch die letzten Jahre.
00:43:12Hör doch endlich auf!
00:43:13Komm her!
00:43:15Ich habe so entsetzlich gehabt.
00:43:19Ja?
00:43:21Stellen Sie jetzt nach Rom durch.
00:43:22Ich bin verrückt.
00:43:22Ach, kommen Sie in dieser Anwaltung.
00:43:25Frau Krüger,
00:43:26ich wünsche einen recht schönen guten Abend.
00:43:29Die Sache ist klar.
00:43:30Ein absolut integrer Mann.
00:43:32Ich habe Silke aus Hamburg kommen lassen.
00:43:36Ich bin dafür, ihn so schnell wie möglich rauszubringen.
00:43:38Er brennt förmlich auf Taten.
00:43:40Und dazu ist es hier noch ein bisschen zu früh, nun nicht wahr.
00:43:43Ja!
00:43:47Es wird langsam hell.
00:43:49Schlürfst du?
00:43:50Mhm.
00:43:51Ja.
00:43:53Schade,
00:43:54dass du heute Abend wieder weg musst.
00:44:01Es hätte sehr schön werden können zwischen uns beiden.
00:44:05Wo werde ich morgen sein?
00:44:07Ich glaube,
00:44:08ich bin der Einzige,
00:44:08der nicht weiß, was mit mir geschieht.
00:44:10Lass dich überraschen.
00:44:12Und du behauptest,
00:44:13es könnte schön werden mit uns.
00:44:14Mhm.
00:44:17Na wo?
00:44:20Ja.
00:44:22Ja.
00:44:23Pssst.
00:44:26Pssst.
00:44:45Uns sind die Hände geboren.
00:44:47Wir befinden uns hier weder in Frankreich
00:44:48noch in der französischen Besatzungszone.
00:44:50Sie erleben doch,
00:44:51wie lax engländerne Amerikaner
00:44:53dieses Thema behandeln.
00:44:55Zwei Rückkehre aus russischer Gefangenschaft
00:44:56sind verschwunden.
00:44:58Na und?
00:44:58Immerhin, die Fahndung läuft.
00:45:00Weil es zum Glück ein paar unbequeme Geister
00:45:02wie diesen Lachmann gibt.
00:45:04Aber an einen Erfolg glaube ich nicht.
00:45:06So was kann ich in meiner Zeitung nicht schreiben.
00:45:08Schon gar nicht,
00:45:09nachdem ich eben über die Sowjetunion
00:45:10berichtet habe.
00:45:11Und dort nimmt man solche Dinge mit Recht.
00:45:12Verdammt ernst.
00:45:13Wie in Ostdeutschland?
00:45:14Sie waren dort?
00:45:15Ja, Militärmission.
00:45:18Würden Sie denn bejahen,
00:45:19dass es gerade in der amerikanischen
00:45:20Besatzungszone Kanäle gibt,
00:45:22in denen belastete Nazis
00:45:23untertauchen und verschwinden können?
00:45:25Ja.
00:45:25Und Sie würden sich verdient machen,
00:45:27wenn Sie ein paar Recherchen
00:45:28hinsichtlich der dunklen Kanäle anstellen.
00:45:31Der Presse sind die Hände
00:45:32weniger gebunden als mir.
00:45:34Unsere Hierarchie,
00:45:36Dienstvorschriften.
00:45:38Ich habe schon daran gedacht, Kapitän.
00:45:40Ein Mann kommt an.
00:45:41Was wird er sehen?
00:45:43Von wem wird er lanciert und wohin?
00:45:45Wenn man diese Fäden hätte,
00:45:47das wäre ein Schritt vorwärts.
00:45:49Der, da hat wen ja so.
00:45:50Er ist froh, dass der Krieg vorbei ist.
00:45:52Alles andere, egal.
00:45:53Dieser Dätchen.
00:45:55Neulich im Café
00:45:56hatten Sie ein Foto von ihm.
00:45:57Ja, aber leider kann ich es Ihnen nicht geben.
00:46:00Aber halten können Sie es doch.
00:46:01Ja, das ist möglich.
00:46:09Danke.
00:46:13Und sollten Sie trotzdem
00:46:15in eine Fahndungskontrolle geraten,
00:46:16nun nicht wahr.
00:46:17Ihr Pass ist so echt,
00:46:18wie ein Passender sein kann.
00:46:19Gute Reise, Herr Roth.
00:46:21Ich danke Ihnen verbindlichst,
00:46:22Herr Lauterbach.
00:46:23Vergessen Sie nur nicht,
00:46:24dass wir Ihnen geholfen haben.
00:46:25Alles Gute.
00:46:25Das verspreche ich Ihnen.
00:46:31Ach, nun komm schon, du Herr Roth.
00:46:33Halt noch mal in einem Zigarettenladen.
00:46:35Ich habe keine Einzige mehr.
00:46:36Ach, in meinem Handschuhfach sind welche.
00:46:38Nimm dir doch.
00:46:38Herr Roth wünscht,
00:46:39seine eigenen Zigaretten zu rauchen.
00:46:42Ein gewisser Achim Dätchen
00:46:43hat mir aber viel besser gefallen
00:46:44als dieser arrogante Herr Roth.
00:46:46Halt mal, da drüben ist ein Tabak dran.
00:46:48Halt doch mal.
00:46:49Ja, bitte.
00:47:12Grüß Gott, was darf es denn sein?
00:47:14Zwei Päckchen Zigaretten.
00:47:15Bitte?
00:47:15Stift benutze ich mal, ja.
00:47:16Bitte sehr.
00:47:17Haben Sie Briefmarken?
00:47:18Ja, freilich.
00:47:19Geben Sie mir eine.
00:47:21Liebe Gerings,
00:47:23Grüße von unserem München-Abstecher.
00:47:24Wetter freundlich.
00:47:26Quartier gut.
00:47:27Die alten Freunde wieder gesehen.
00:47:29Würden zu gerne einen Trip in den Süden machen.
00:47:32Herzlichst,
00:47:34Werner und Bertha.
00:47:38Das macht...
00:47:39So, 250.
00:47:41Sie sind zu Besuch hier.
00:47:44Ja, der Fremdenverkehr läuft wieder.
00:47:47Na, wir können das auch brauchen.
00:47:49Dankeschön.
00:47:55Wiedersehen.
00:47:57Kuskotter, Herr.
00:47:59Kuskotter, Herr.
00:48:22Kuskotter, Herr.
00:48:39Machen wir uns hier.
00:48:41Danke.
00:48:54So, er kommt
00:48:58Er fährt in diesem Abschnitt nur ganz langsam
00:49:00Auf den dritten Wagen hinten
00:49:01Musst du aufspringen
00:49:26Auf den dritten Wagen auf
00:49:27und sofort Kopf runter
00:49:28Gleich geht's über die österreichische Grenze
00:49:36Achtung
00:49:38Hier rauf
00:49:50Ich habe am Stellwerk gewartet, bis der Eisenbahner zurückkam
00:49:53Und?
00:49:55Programmgemäß
00:49:55Dätien ist in Österreich
00:49:57Frau Kufstein hat ihn der Kontaktmann in Empfang genommen
00:49:59Unser Eisenbahner hat das noch gesehen
00:50:02Nach Lager der Dinge
00:50:03müssten Dätien und der Führer jetzt in Matrei sein
00:50:06Wenn es heller wird, geht es dann weiter nach Italien
00:50:14Er ist auf dem römischen Weg
00:50:17Und dann geht's er nach hier mit dem Römer
00:50:19Und dann geht's er nach
00:50:45Der Führer jetzt in Europa
00:50:58Ein Nebel kommt auf.
00:51:00Sollten wir wundern, wenn heute nicht Schwuggler unterwegs werden.
00:51:06Stört uns das?
00:51:07Ja, dann sind halt die italienischen Finanzieheri nicht weit.
00:51:14Jetzt müssen wir Acht geben.
00:51:16Sag mal, hast du schon oft Leute wie mich geführt?
00:51:20Ja, habe ich.
00:51:22Wie oft ungefähr?
00:51:23Ja, mein Gedächtnis ist nicht gerade das Beste.
00:51:27Verstehe.
00:51:35Runter von Weg!
00:51:43Achtung!
00:51:45Achtung!
00:51:45Zurück!
00:51:45Achtung!
00:51:46Prima, Fila a Sinistra!
00:51:47Seconda, Fila a Destra!
00:51:49Prosto, presto!
00:51:51Avanti!
00:51:59Pronto!
00:52:01Mal in den Auto!
00:52:02Mal in den Auto!
00:52:04Mal in den Auto!
00:52:07Na, Gott sei Dank!
00:52:10Wir sind wenigstens zu beschäftigt, um auf uns zu achten.
00:52:14Ja, ja, ja.
00:52:15Mir scheint, das kann jetzt eine Ewigkeit dauern.
00:52:18Warum magst du?
00:52:21Na, das ist gut gegen die Költen.
00:52:27Österreichischer?
00:52:28Na, Italienischer.
00:52:30Wie weit noch?
00:52:32Eine knappe Stunde noch.
00:52:34Dann sei mir bei Luigi.
00:52:36Der hat dann saubere Papiere für dich
00:52:38und du kannst weiterfahren nach Rom.
00:52:40Ganz wie ein feiner Herr.
00:52:41Rom?
00:52:42Was soll ich denn in Rom?
00:52:43Das hast du eh nicht.
00:52:45Der ist ja fast bei Luigi.
00:52:46Aha.
00:52:47Wo verschlagen sie sich denn da?
00:52:51Ja, für Kaffee,
00:52:53Zigaretten,
00:52:55Strickwarnersphären.
00:52:56Ja, die sind sehr begehrt
00:52:57und die Itacker, die Gnollen,
00:52:59dann hohen zuhü drauf.
00:53:01Scheint vorbei zu sein.
00:53:03Na, Ostern weiter.
00:53:05Hobby zu Luigi.
00:53:06Ja.
00:53:28Ministerium für Staatssicherheit.
00:53:31Nachricht von Werner Bredebusch,
00:53:34per Postkarte aus München.
00:53:40Klartext lautet,
00:53:43Genosse Bredebusch hat Kontakt
00:53:46zur vorgesehenen Faschistenorganisation hergestellt.
00:53:57Anschluss an benannten Nazi-Offizier ist erfolgt.
00:54:04Vermutlich weiter Transport nach Italien.
00:54:28Nach HOJE ist erfolgt,
00:54:47Untertitelung des ZDF für funk, 2017
00:55:03Sohya in excelsis Deos, Sohya in excelsis Deos,
00:55:34Willkommen in der ewigen Stadt, Herr Detjen.
00:55:36Mein Name ist Rot. Herr Ladebach hat mich über alles informiert. Machen Sie es sich bequem. Sind es Anno? Ja.
00:55:45In diesen heiligen Mauern sucht Sie niemand. Erholen Sie sich, schlafen Sie sich gut aus. Ich erledige inzwischen alles Notwendige.
00:55:55Wie lange bleibe ich hier? Zwei bis drei Tage werden die Passformalitäten keinen Anspruch nehmen.
00:56:01Senores von der argentinischen Gesangenschaft sind nicht eben von der schnellsten Truppe. Argentinische Gesangenschaft?
00:56:06Gut ab vor Ihren Verbindungen, Ihre Frau. Ich bin amerikanische Staatsbürgerin, Herr Detjen.
00:56:12Und damit wir uns richtig verstehen, ich vertrete eine Vereinigung, die sich die Unterstützung hilfsbedürftiger Deutscher zur Aufgabe gestellt hat.
00:56:19Ganz offiziell. Dazu zählen Sie ja wohl auch.
00:56:25Sonst hätte sich Herr Lauterbacher kaum an mich überwiesen. Also Sie können ganz unbesorgt sein. Auf diesem Stuhl da haben
00:56:30vor Ihnen schon ganz andere Leute gesessen.
00:56:32Und es hat noch nie Pannen gegeben.
00:56:35Ich verstehe Ihre Besorgnis. Genügt es Ihnen, wenn ich Ihnen sage, dass ich diese Position schon seit 44 übernommen habe?
00:56:41Noch bevor die Amerikaner...
00:56:42Kurz danach.
00:56:43Das nenne ich Strategie.
00:56:45Das ist ein zu großes Wort für ein bisschen Vorausschau.
00:56:48Der Fotograf.
00:56:52Er wird die nötigen Passbilder machen.
00:56:58Bitte.
00:57:02Hier sind die nötigen Formulare. Füllen Sie sie aus. Der Fotograf wird Sie dann mitnehmen.
00:57:07Was Sie eintragen müssen, ist auf diesem Blatt hier vorgemerkt. Übertragen Sie das der Handschrift wegen.
00:57:12Bitte nehmen Sie hier Platz.
00:57:14Und hier, damit Sie sich in Ihrer Mönchszelle nicht langweilen, Spanisch im Selbstunterricht...
00:57:18Aufmerksam von Ihnen nehmen wir.
00:57:19In fünf Tagen sind Sie an Bord der Rio Grande del Norte und damit haben Sie Europa hinter sich gelassen.
00:57:39Ohne Variante.
00:57:43Ohne welche.
00:57:44Ja.
00:57:52Ohne welche.
00:57:53Du siehst.
00:57:53Hier ist keine Wäthe.
00:57:53Ich schalte dir die Chlag.
00:57:53Ich schalte dir die Chancen.
00:57:54Wie ist das, wenn du siehst.
00:57:54Du siehst, da gab es nicht.
00:57:56Aber wie ist das eine gute Karte.
00:57:56Ich schalte mich.
00:57:57Warte.
00:57:59Du siehst du mir noch einmal aus.
00:57:59Du siehst du selbst, oder?
00:58:04Du siehst du siehst.
00:58:13Musik
00:58:45Musik
00:59:20Kompliment, Herr Schreiner. Hier in Cordoba lässt sich doch leben.
00:59:26Meine Hochachtung fürs Kameradenhilfswerk zeigt uns ungeheuer.
00:59:30Musik
00:59:43Also, mir gefällt es hier.
00:59:47Kommen Sie, ich habe eine Riesenüberraschung für Sie. Sie werden sich freuen.
00:59:53Applaus
01:00:00Entschuldigen Sie, Herr Schreiner, kenne ich die Herren.
01:00:02Und auch die argentinischen Freikgesinnten häußerlich.
01:00:08Meine Herren, ich habe das Vergnügen, Ihnen einen Neuankömmling zu präsentieren.
01:00:16Boah, Leute, ein Tätchen. Melde mich aus der Gefangenschaft zurück.
01:00:20Entschuldigen Sie, dass ich vorerst meinen Namen nicht nenne.
01:00:23Ein Spielchen, das wir mit jedem machen.
01:00:26Aber nehmen Sie doch Platz.
01:00:30Mal sehen, ob Sie einen von uns erkennen.
01:00:54Ja, meine Herren, ist gar nicht so einfach. Fremduniform, braun gebrannt, wie Sie sind.
01:01:02Sie sehen ja aus wie Sommerfrischler.
01:01:04Tut mir leid.
01:01:06Muss ich passen.
01:01:08Neue Maschinen, neue Montur, aber der Geistertruppe.
01:01:11So.
01:01:13Ja, Obers, wenn Sie es mir so leicht machen, hätte ich Sie sogar mit Gasmaske und Unterhosen erkannt.
01:01:17Sie müssen nämlich wissen, Herr Schreiner, für diese Geste war Oberst Krösing im ganzen Geschwader berühmt.
01:01:22Da könnte ich noch ganz andere.
01:01:23Na, na, na.
01:01:23Da will ich lieber schweigen.
01:01:25Ja, die anderen Herren, tut mir leid.
01:01:27Bitte halten Sie mir zugute, dass ich jahrelang in einem russischen Lager war.
01:01:29Ach, Quatsch.
01:01:31Die können Sie überhaupt nicht kennen.
01:01:33Darf ich bekannt machen?
01:01:34Major Hottenroth, Major Braunbach und Hauptmann Hummer.
01:01:37Krebs.
01:01:39So 280 ist ein Fall.
01:01:41Und Arim Dätchen, nach dem werden Sie schon noch kennenlernen.
01:01:44Quäber, Sekt zum Teufel.
01:01:45Jawohl.
01:01:46Ja, ich muss zu meiner Schande...
01:01:48Willst du den?
01:01:48Ja, bitte.
01:01:49Ich muss zu meiner Schande gestehen, ich hätte Sie nicht wiedererkannt.
01:01:52Menschens Kind haben Sie sich verändert.
01:01:54War schlimm, was?
01:01:58Ja.
01:02:00Herr Oberst.
01:02:02War schlimm.
01:02:03Wann haben Sie sich eigentlich das letzte Mal gesehen?
01:02:05Das war am 29., 29. oder 30.?
01:02:11Nein, ich glaube am 29. Mai 1942.
01:02:13Erinnern Sie, abends.
01:02:15Sie hatten uns zur Lage geblieben.
01:02:17Da wissen Sie, der lange Korf kam natürlich wie immer zu spät.
01:02:20Korf?
01:02:20Ist auch gefallen.
01:02:21Ja.
01:02:22An diesem 29. hatte die Luftaufklärung starke russische Truppenbewegung bei Kaluga gemeldet.
01:02:28Und Sie befahlen uns im ersten Morgengrauen, die Roten mit Bordwaffen anzugreifen.
01:02:32Es sah verdammt nach einem Durchbruch in Richtung Smolensk aus.
01:02:35Sie mussten fürchten, dass zumindest Teile der dritten Panzerarmee abgeschnitten würden.
01:02:38Dann kam der 30.
01:02:41Eigentlich hätte ich Sie im Casino treffen müssen.
01:02:42Tja, ja, mittags.
01:02:43Mittags.
01:02:45Ja, aus irgendeinem Grunde habe ich bei Kaluga rumgetrödelt.
01:02:48Und ehe ich zum Verband aufschließen konnte, kam mir eine Jagd dazwischen.
01:02:51Was? Eine einzige?
01:02:52Ja, ja, was? Eine einzige?
01:02:53Ach, das war furchtbar.
01:02:55Die Mühle flog mir um die Ohren.
01:02:56Pfff.
01:02:56Ich musste aussteigen.
01:02:58Na, jedenfalls bin ich runtergekommen.
01:03:00Unten stand man schon.
01:03:01Wartet auf mich.
01:03:02Rucki, werch.
01:03:04Ja, das war eine scheiße Auferst.
01:03:07Jedenfalls habe ich dann später erfahren, dass man mich zum 30.
01:03:10Für tot erklärt hatte.
01:03:12Ja, da bin ich nun.
01:03:13Tja, wir mussten Sie für tot halten, Dätchen.
01:03:15Adlerie beobachtet hatten die brennende Maschine gesehen, aber keinen Fallschirm.
01:03:19Das ganze Geschwader hat...
01:03:21Darf ich?
01:03:21Ja, bitte.
01:03:22Das ganze Geschwader hat um Sie getrauert.
01:03:24Na, jedenfalls freue ich mich riesig, dass wir wieder zusammen sind.
01:03:28Also, auf ein neues.
01:03:37Schade.
01:03:37Was ist?
01:03:38Dass die Flasche entkorkt war.
01:03:40Ich hätte gerne gewusst, ob Sie immer noch mit dem Sektkorken eine Kerze ausschießen können.
01:03:45Dann packen Sie nicht gleich am ersten Tag meine Schandtaten aus.
01:03:48Herr Horst, liebe Erinnerung, was denken Sie, wie oft ich daran gedacht habe?
01:03:52An sowas kann man sich festhalten.
01:03:53Ja, jetzt wollen wir erst mal trinken.
01:03:55Prost, meine Herren.
01:03:56Prost.
01:03:56Jawohl.
01:04:00Und nun erzählen Sie mal, wie Sie sich Ihre Zukunft vorstellen.
01:04:03Ja, da müssen Sie einen Schreiner fragen.
01:04:05Seit ich Südamerika betreten habe, denkt er für mich.
01:04:08Ich mache Ihnen ein bisschen mit Land und Leuten bekannt, das ist alles.
01:04:11Würde gerne im Luftverkehr unterkommen.
01:04:12Irgendwo als Co-Pilot, Testflug, was weiß ich.
01:04:19Ja, also eigentlich wollte ich im Luftverkehr unterkommen.
01:04:22Co-Pilot.
01:04:23Irgendwo als eine Inlandsquetsche wird doch noch aufzureisen sein.
01:04:25Aber Testflug, was weiß ich.
01:04:26Nee, nee, nee, nee, nee.
01:04:28Das ist Blödsinn.
01:04:29Ass wie Sie, EK1, deutsches Kreuz in Gold, nee, nee, nee.
01:04:32Für Sie haben wir was Besseres im Petto.
01:04:34Da könnte ich mir schon was vorstellen.
01:04:35Das meine ich nicht.
01:04:37Leute wie meine Wenigkeit und die Kameraden hier trimmen den Argentinien ihre Luftwaffen.
01:04:40Und naja, woher sollten die in Lateinamerika auch Männer mit Fronterfahrung nehmen?
01:04:43Nee, nee, nee, nee, mein Lieber, aus Ihrer Zivilfliegerei wird nichts.
01:04:45Ihr Platz ist hier bei mir.
01:04:46Neue Maschinen, neue Montur, aber der Geistertruppe?
01:04:50Na, Sie wissen Bescheid.
01:04:51Spätestens morgen ist die Faulhänzerei vorbei und Sie haben wieder Uniform an.
01:04:54Das garantiere ich Ihnen.
01:04:55Und übermorgen, da zeigen Sie meinen jungen Spunden mal, wie ein Dätchen fliegt.
01:05:00Sie möchte mit Ihnen tanzen.
01:05:01Sie sind neu hier, das ist zu brauchen mir so.
01:05:03Das recht der ersten Nacht wäre auch nicht schlecht.
01:05:05Meine Herren, jetzt geht durch die Einsteigend.
01:05:07Na, das ist Dätchen, wie er leibt und lebt.
01:05:12Eigentlich habe ich keinen Zweifel gehabt.
01:05:14Aber es beruhigt mich trotzdem, dass Sie ihn wiedererkannt haben.
01:05:18Dätchen, wie er leibt und lebt.
01:05:20Obwohl ihn anfangs sein Gesicht nicht sagte.
01:05:23Naja, mit Bart.
01:05:24Mein Gott, wir wären ja alle nicht älter. Jünger.
01:05:28Liebesvollen Schein, und fand ich dich dabei ein, das vergisst du nicht.
01:05:34Wie der Tag beginnt, wenn wir heut zusammen sind, das vergisst du nicht.
01:05:42Ich hab das Gefühl, du bist auch nicht gerade kühl, mich vergisst du nicht.
01:05:49Nächtlich warm und schein, heut bleib ich nicht gern allein, sag nicht nein.
01:05:54Sei ein Mann und denk nur dran, was uns heut noch erwarten kann.
01:06:02Und ich sag's dir ganz ehrlich, das ist nicht ungefährlich.
01:06:09Sei ein Mann, sei ein Mann und dann, halt nicht auf halben Wege an.
01:06:16Keine Angst vor dem Morgen, morgen ist noch soweit.
01:06:25Güsse, die im Wind sowie heiße Tränen sind, die vergisst du nicht.
01:06:33Und mein Wort darauf, Liebe, hält's auf, du nicht auf, die vergisst du nicht.
01:06:40Was mit uns geschieht, ist ein ganz uraltes Lied, das vergisst du nicht.
01:06:47Nettlich warm und schein, heut bleib ich nicht gern allein, sag nicht nein.
01:07:20Güsse, die vergisst du nicht.
01:07:25Dätchen?
01:07:25Hier, Größen Sie.
01:07:26Ahoas, verzeihen Sie an das Senior Coronel, muss ich mich erst noch gewöhnen.
01:07:29Geht's gut?
01:07:30Ja, ich räume gerade ein.
01:07:31Morgen 8 Uhr Kunstflug.
01:07:32Morgen früh 8 Uhr Kunstflug.
01:07:33Ja, morgen früh 8 Uhr starten Sie.
01:07:36Wie?
01:07:37Ich soll?
01:07:38Natürlich Sie.
01:07:39Ja, ich gebe zu bedenken, dass ich heute seit 8 Jahren zum ersten Mal am Knüppel gesessen habe.
01:07:44Ach Quatsch, gelernt ist gelernt.
01:07:48Hallo Dätchen, was ist, sind Sie noch da?
01:07:51Ja, ich bin da.
01:07:52Ja, Sie haben recht, gelernt ist gelernt.
01:07:54Morgen früh 8 Uhr Kunstflug.
01:07:56Senior Orbeister, Senior Coronel.
01:07:59Ende.
01:08:03Sei ein Mann, sei ein Mann und dann
01:08:06Halt nicht auf, halt dem Wege an
01:08:10Ist das auch nicht ganz ehrlich
01:08:14Für dich nicht ungefährlich
01:08:17Sei ein Mann, sei ein Mann und dann
01:08:21Fängst du alles schon richtig an
01:08:24Ja, das geht voll in die Hosen.
01:08:25Ach for the Morgen
01:08:27Morgen ist noch so weit
01:08:57Wer sind Sie?
01:08:59Was podbili?
01:09:00Sind Sie abgeschossen?
01:09:02Transportfliegerfeldwebel Werner Bredebusch
01:09:05Ich bin...
01:09:05Ich bin nicht abgeschossen, ich bin...
01:09:09Bin freiwillig gelandet
01:09:11Aus Gewissensgründen
01:09:15Sattet ihr?
01:09:16Setzen Sie sich
01:09:17Gurite
01:09:18Möchten Sie rauchen?
01:09:22Berichten Sie alles über sich
01:09:24Der Krieg ist verloren. Deutschland kann ihn nur noch hinschleppen um den Preis unmenschlicher Opfer und Entwährungen.
01:09:33Brecht Hitlers verlorenen Krieg ab. Stellt euch organisiert auf die Seite des Nationalkomitees.
01:09:40Hier spricht der Frontbeauftragte des Nationalkomitees. Freies Deutschland.
01:09:46Feldwebel Werner Bredebusch, Transportflieger Staffel 11.
01:09:55Komm rein Werner.
01:09:57Lecker.
01:10:03Hier.
01:10:11Guten Abend Genosse Bredebusch. Schön Sie gesund wiederzusehen. Ich glaube wir sind auf den Tag jetzt fünf Jahre her.
01:10:18Fünf Jahre.
01:10:19Ja ja das war kurz vor dem Sturm auf Breslau.
01:10:21Genau.
01:10:22Fünf Jahre.
01:10:22Ja aber jetzt trinken wir erstmal einen kräftigen Fluch.
01:10:32Danke.
01:10:35Trinken wir auf die schwere Zeit die hinter uns liegt. Auf die Sowjetsoldaten.
01:10:40Auf alle Genossen die bei der Befreiung von Breslau gefallen sind.
01:10:44Und trinken wir auf unser neu gebildetes Ministerium für Staatssicherheit.
01:10:51So wohl.
01:10:53Ja Werner wir haben einen Auftrag für dich. Es ist wie im Krieg. Du sollst ins feindliche Hinterland und wir
01:11:00werden dir dabei nur wenig helfen können.
01:11:03Lassen Sie sich erklären Genosse Bredebusch worum es geht. Genosse Domke wird dann alle Details mit Ihnen besprechen.
01:11:09Einige Wochen werden schon vergehen bis Sie sich auf den Einsatz vorbereitet haben.
01:11:15Ich möchte es kurz so skizzieren.
01:11:17Zahlreiche Kriegsverbrecher haben sich der Verantwortung entzogen.
01:11:21Offensichtlich gibt es eine Organisation die das bewerkstelligt und die damit mehr beabsichtigt als diese Leute der Bestrafung zu entziehen.
01:11:29Nach nicht sehr genauen Informationen werden belastete hohe Nazi-Offiziere in Südamerika zusammengefasst und arbeiten an militärischen Planungen.
01:11:37Neue Wehrmacht?
01:11:38So kann man sagen.
01:11:39Wir müssen wissen wer sind diese Leute, was haben sie vor und in wessen Auftrag arbeiten sie?
01:11:44Die Schuldigen ihre Bestrafung zuzuführen und neue Verbrechen verhindern, das ist auch unsere Verantwortung.
01:11:50Wir können dir ein zweites Leben schaffen, das dich zu einem dieser Leute macht.
01:11:56Aber ob es dir gelingt ihnen zu beweisen, dass du wirklich einer von ihnen bist, Werner?
01:12:03Davon hängt das Gelingen ihrer gesamten Mission ab.
01:12:24Halt so ein Beinbruchtädchen und zeigen Sie den jungen Spunden mal, was eine Hake ist.
01:12:27Ich habe ja mein Testament gemacht.
01:12:39Signores, Sie sehen jetzt die hohe Schule des Kunstfluges.
01:12:48Die Luftsch slaatm uns.
01:12:51Das war's.
01:13:25Wegtreten zum Staunen.
01:14:02Wenn Sie das können, Senores, fließt noch viel Wasser den Rio de la Plata runter.
01:14:09Das war's.
01:14:11Das war's.
01:14:12Das war's.
01:14:12Das war's.
01:14:13Das war's.
01:14:22Das war's.
01:14:23Das war's.
01:14:40Das war's.
01:14:43Das war's.
01:14:44Das war's.
01:14:44Das war's.
01:14:45Das war's.
01:14:45Das war's.
01:14:46Das war's.
01:14:46Das war's.
01:14:47Das war's.
01:14:48Das war's.
01:14:48Das war's.
01:14:50Das war's.
01:15:28Das war's.
01:15:38Das war's.
01:15:49Das war's.
01:15:52Das war's.
01:16:06Das war's.
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01:16:37Das war's.
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01:16:56Das war's.
01:17:01Das war's.
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