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Kategorie

🎥
Kurzfilme
Transkript
00:00:00Ich liebe dich, ich liebe dich, ich liebe dich, ich liebe dich, ich liebe dich, ich liebe dich, ich liebe
00:00:07dich, ich liebe dich, ich liebe dich, ich liebe dich, ich liebe dich, ich liebe dich.
00:00:25Ich habe die Schlussszene absichtlich nochmals durchlaufen lassen, um mein Anliegen ganz deutlich zu machen.
00:00:33Die Auflösung bislang geltender starrer Gattungseinstellung ist doch jetzt als Faktum erkennbar.
00:00:39Ist sie das? Sehr zweifelhaft.
00:00:41Natürlich, die Auflösung ist wichtig.
00:00:43Sie muss im Zusammenhang mit der Auflösung starren geschlechtlichen Rollenverhalten gesehen werden.
00:00:49Hey, logischer Sachverhalt in einem Teilbereich der Realität.
00:00:51Das ist Fakt.
00:00:53Wechselseitige Determination, das ist nicht etwa der Ausweg aus der Sackgasse, der voraus determinierten Vorgänge.
00:00:59Das ist die neue Dimension.
00:01:02Jawohl, aber warum hier Halt machen? Warum überhaupt Halt machen irgendwo?
00:01:08Der Steuerungsmechanismus der einzelnen Gattungen muss gesprengt werden, in dem Maße, wie körperliche starre und damit starre selbstverständlich spezifisch männlichen
00:01:17oder spezifisch weiblichen Verhalten so unverständlich wird.
00:01:20Neue andere Qualitäten der Differenzierung müssen im Vollzug der Erkenntnis artikulieren.
00:01:26Was denn nun? Neoromantik oder Aktionskunst?
00:01:29Wenn das nicht alles so liberale Scheiße wären, könntest du was mit ihnen anfangen.
00:01:33Aber man muss die Terminologie beherrschen.
00:01:36Und warum wird die komplexe Totalität gesamtgesellschaftlicher Systembezüge der heterogenen Partizipierung maximal nicht evident im Rezeptionsprozess artikuliert?
00:01:46Gehen wir rüber zu an die SDS-Basis?
00:01:53Gehen wir rüber zu an die SDS-Basis?
00:02:29Gehen wir rüber zu an die SDS-Basis?
00:03:12Musik
00:03:13Es widerspricht dem Charakter
00:03:22Der Chef hat mich beauftragt, sie ernsthaft darauf hinzuweisen.
00:03:28Es genügt nicht mehr einfach die Schlagzeile.
00:03:30Und uns genügt auch nicht mehr das einzelne Ereignis.
00:03:34Eine Kette von Ereignissen wäre gut.
00:03:37Man muss wohl aber bedenken, dass die Ereignisse an der Mauer, die was hergeben, im wachsenden Maße ausbleiben.
00:03:42Ein Trend der gewisse Schwierigkeiten mit sich bringt, auch Risiken.
00:03:45Zumindest journalistischer Art.
00:03:47Risiken sind kalkulierbar.
00:03:50Aber das ist nicht so sehr die Aufgabe der Redakteure.
00:03:53Wir haben eine Public Relations Abteilung.
00:03:56Und Public Relations hat die Mittel und die Erfahrung, uns Ereignisse zu schaffen, wann immer und wie wir sie brauchen.
00:04:02Die Redaktion muss diese Möglichkeiten einfach besser nutzen.
00:04:07Systematischer.
00:04:14Die öffentliche Meinung ist eine unsichtbare, unangreifbare Macht, Napoleon.
00:04:20Er hat zwar die Bedeutung der öffentlichen Meinung erkannt, aber nicht die Möglichkeit sie zu steuern.
00:04:25Es gab eben noch kein Public Relations.
00:04:28Wenn wir wollen, dann glauben die Leute, die Krähe sei eine Weihnachtsgänse.
00:04:32Wir haben keine Sorgen mit den Weihnachtsgänse, sondern mit der Mauer.
00:04:36Die Ausländer steigen aus.
00:04:37Unsere Argumente finden selbst im eng befreundeten Ausland nicht mehr das erwartete Echo.
00:04:43Was wir vermeiden müssen, sind emotionale Knicke.
00:04:46Wir, ich wollte sagen Sie, schreiben was von Terrorregime.
00:04:49Und jeden Tag fahren ein paar tausend Engländer, Franzosen und Schweden da hinüber und schauen sich um.
00:04:55Und sie finden gar nichts von Terror.
00:04:57Das Leben drüben ist normal, die Leute sind freundlich.
00:05:00Selbst das Bier hält einen Vergleich stand.
00:05:02Ein Knick.
00:05:05Erfahrung kontra Emotion.
00:05:07Vermeidbar.
00:05:08Der kleine Matz in West-Berlin, der an der Mauer die Faust schüttelt oder etwas in ihr tut.
00:05:13Interessiert also gar nicht.
00:05:15Das Ausland, da müssen wir den Hebel ansetzen.
00:05:19Die öffentliche Meinung dort kann sehr wohl die Haltung der gegenwärtigen Bonner Regierung,
00:05:23beispielsweise in der Ostpolitik, beeinflussen.
00:05:27Und wenn es jenseits der Mauer keine Unsicherheit für Ausländer gibt,
00:05:32dann werden wir sie organisieren.
00:05:33Möglichst bald ein Ereignis, das für ein paar Tage Schlagzeilen macht.
00:05:37Das Ereignis schaffen wir Ihnen.
00:05:39Was Sie daraus machen, ist Ihre Sache.
00:05:42Wir haben ein Dutzend Eisen und Feuer.
00:05:45Sie hören von mir.
00:05:56An diesem Geschäft bin ich nicht mehr interessiert.
00:05:59Lohnt sich nicht.
00:06:02Mein Vorschlag hat mit dem Geschäft im alten Sinn gar nichts zu tun.
00:06:07Tja, aber...
00:06:09Es war Ihnen doch immer lieb, möglichst wenig zu wissen und möglichst viel zu verdienen.
00:06:13Aber Herr Burgdorf...
00:06:15Wir verschenken nichts.
00:06:18Solider Arbeit, solider Honorare.
00:06:21Tja, also worum geht es denn?
00:06:23Was gebraucht wird.
00:06:25Zwei junge Männer mit angenehmer Ausstrahlung, wendig, aufgeweckt, ein bisschen Ost-Berlin-Erfahrung und etwas Zeit.
00:06:32Und die soll ich Ihnen beschaffen?
00:06:33Ihr Fach?
00:06:35Ich las Ihre neue Berufsbezeichnung.
00:06:37Korrigieren Sie mich, wenn ich das nicht ganz richtig behalten haben sollte.
00:06:41Unternehmensberater bei der Beschaffung und Vermittlung von Arbeitskräften. War es so?
00:06:45Es ist so.
00:06:47Passen Sie nur auf, dass Sie nicht den gleichen Ärger kriegen wie einer Ihrer Berufskollegen in München.
00:06:52Da wird ein ziemlicher Staub aufgewirbelt von ein paar Spaniern, wenn ich nicht irre.
00:06:56Spanier laufen bei mir nicht. Oh, da bin ich vorsichtig.
00:07:00Ich wäre das an Ihrer Stelle auch.
00:07:04Tja, also zwei Leute.
00:07:07Wissen Sie, Herr Burgdorf, wenn ich mich darauf einlasse, dann...
00:07:11Sozusagen aus purer Gefälligkeit uns gegenüber.
00:07:15Wir zahlen ebenso gut wie früher.
00:07:18Tja, also zwei Leute. Hm.
00:07:20Was müssen Sie sonst noch können?
00:07:22Gut auftreten.
00:07:24Vertrauenserweckend und verschwiegen.
00:07:27Die Sorte ist teuer.
00:07:30Das war schon immer Ihre Schwäche.
00:07:33Gute Leute bekommt man nur für gutes Geld.
00:07:37Aber...
00:07:38Gute Leute findet man unter unserer Jugend auch dort, wo sich ein gewisser Idealismus eingestellt.
00:07:43Na, na, na.
00:07:44Es gibt die roten Zellen und es gibt das Gegenteil davon.
00:07:48Ja, wenn Sie sowas haben wollen.
00:07:50Ich hatte in einer anderen Sache unlängst mit einer Rechtsgruppe zu tun.
00:07:54Wir haben sehr, sehr angenehm zusammengearbeitet.
00:07:58Brauchen Sie was ganz Hartes?
00:08:00Nein, nein. So hart nun wieder nicht.
00:08:03Aber ein paar von rechts.
00:08:04Keinesfalls von links. Das ist Bedingung.
00:08:06Vier Semester Soziologie an der FU.
00:08:09Clever, aus der Erfahrung gut aussehend, verschwiegen.
00:08:18Ich bleibe aus dem Spiel. Unser Verlag auch.
00:08:22Klar?
00:08:22Wie immer.
00:08:25Diskretion, Ehrensache.
00:08:33Jetzt machen Sie Frühstück in Weidensee.
00:08:37Wenn ich mir das Gesicht von der Praetorius vorstelle.
00:08:41Eva, verstehen Sie doch. Die Hausordnung ist doch nicht zum Spas aufgestellt.
00:08:46Unanständigkeiten mag ich nicht.
00:08:47Stimmt genau. Du kannst es prima nachmachen.
00:08:51Die Hausordnung, die Hausordnung.
00:08:54Na ja, eigentlich hat sie ja recht.
00:08:57Ach Quatsch. Da musste einem doch mal der Kragen platzen.
00:09:00Egal, Erziehung, dieses Rummäkeln.
00:09:02Du warst aber auch ganz schön pampig zu ihr.
00:09:05Das hatte ich mir schon immer gewünscht, die mal so richtig auf die Palme zu bringen.
00:09:08Junge, Junge, die war geschafft.
00:09:11Na ja, eigentlich hat sie mir ja leid getan.
00:09:14Was ist nicht ein bisschen kleiner?
00:09:16Jetzt sind wir hier.
00:09:18Und willst du was erleben oder nicht?
00:09:19Hm.
00:09:22Und dein Großvater?
00:09:25Der kommt bestimmt nicht hierher.
00:09:26Ich sag dir doch, der liegt im Krankenhaus.
00:09:28Der hat Wasser in Wein, das dauert.
00:09:32Besuchst du ihn mal?
00:09:33Wohl eine Meise.
00:09:35Damit er mir genau solche erbauliche Rede hält wie die Praetorius.
00:09:40Und zu deiner Mutter willst du auch nicht?
00:09:44Sie ist doch froh, wenn ich sie nicht störe.
00:09:46Sie ist mit meinem Stiefvater vollauf beschäftigt.
00:09:50Wie du das sagst.
00:09:53Immerhin, du hast ne Mutter.
00:09:55Ich hab nur dich.
00:09:57Punkt eins, die Pässe.
00:09:58Sind klar.
00:10:02Ein Wagen ist abzuholen bei der Autovermittlung Avis. Bekannt?
00:10:06Auf ihren Namen?
00:10:07Ja.
00:10:08Und dann bitte, anständiger Anzug, sauberes Hemd, Schlips und so weiter.
00:10:14Alkohol, wenn nötig ja, aber nur kleine Mengen.
00:10:17Ach, wir trinken beide kaum was.
00:10:19Umso besser.
00:10:20Sie haben sich also entschlossen, es auf diese Jungfilmer-Tour zu machen?
00:10:25Ja, ja. Wir sind da ziemlich fit.
00:10:28Wir waren schon öfter bei den jungen Filmen machen.
00:10:30Gut, gut. Nur, Sie sollten dabei ein paar Unterschiede berücksichtigen.
00:10:33Bei uns hier da sind Film- und Fotomodell, Manneke und Schlagersingen für naive Gemüter zu Synonymen für blitzschnelle Karriere
00:10:40gemacht worden.
00:10:41Die Leute glauben das.
00:10:44Nur drüben landen kann man doch mit der Masche wirklich nur bei Mädchen, die ein bisschen zurück sind.
00:10:51Und das ist die Zielgruppe.
00:10:52Ist klar.
00:10:53Denken Sie an die Ähnlichkeit, meine Herren.
00:10:56Man kann mit Perücken und Schminke zwar eine Menge machen, aber wenn Sie drüben angebahnt haben, dann fängt im Grunde
00:11:02erst die Arbeit an.
00:11:06Dann muss hier gefunden werden.
00:11:08Ja, ja. Wir haben da eine ziemlich gute Auswahl.
00:11:11Unter den Studenten...
00:11:12Kennen wir eine ganze Menge, gerade Ausländerinnen.
00:11:17Würde ich gern wiedersehen. Unbeschädigt.
00:11:23Kennt den Typ. Hab schon mal was damit gemacht.
00:11:25Also, meine Herren, Schnelligkeit ist Nummer eins. Wir haben nicht allzu viel Zeit. Ihre Rolle ist klar.
00:11:29Selbstsicher, voller Pläne und Möglichkeiten.
00:11:32Gentlemen aus einer anderen Welt.
00:11:34Und ich höre von Ihnen?
00:12:00Hast du wohl hier Versteck gehabt?
00:12:04Steht hier prima.
00:12:16Mensch.
00:12:17Man muss eben immer Nüsse für den Winter sammeln.
00:12:26Können die dir passen.
00:12:27Danke.
00:12:30Du bist immer gut zu mir.
00:12:33Hey, das Wasser kocht!
00:12:50Na ja.
00:12:51Viel ist nicht...
00:12:58Wenn es nun hier einer entdeckt.
00:13:02Habt doch nicht solche Angst.
00:13:04Tagsüber kommt hier kaum ein Mensch.
00:13:06Außerdem weiß kein Schwanz, dass wir geturmt sind.
00:13:10Wenn ich bis Herbst ausgehalten hätte, wär's durchgestanden.
00:13:14Mensch, um geht doch nicht dauernd.
00:13:19Noch haben sie uns ja nicht.
00:13:21Außerdem wollen wir ja hier nicht Wurzeln schlagen.
00:13:23Wo wollen wir denn hin?
00:13:26Du machst ein Gesicht, als hätte man dir die Wurst von der Stuhle geklaut.
00:13:30Na, irgendwo hin.
00:13:31Wenn man clever ist, schafft man alles.
00:13:33Du hast Nerven.
00:13:34Klar, raucht man.
00:13:40Oh Gott, oh Gott, oh Gott.
00:13:43Wir müssen erst mal unter Menschen.
00:13:44Leute kennenlernen.
00:13:46Tanzen und so.
00:13:47Bisschen in der Welt umsehen.
00:13:50Von alleine tut sich nichts.
00:14:02Komm, wie er es möchte.
00:14:20Los.
00:14:25Darf ich bitten?
00:14:27Ja, gern.
00:14:37Schönes Lokal.
00:14:38Waren Sie noch nie hier?
00:14:39Mhm.
00:14:45Wissen Sie, dass Sie bezaubernd aussehen?
00:14:46Ach, finden Sie?
00:14:47Na, wenn ich das sage.
00:14:49Na ja, man kann ja nicht immer mit dem Wetter anfangen.
00:14:51Mhm.
00:14:53Sie kommen von drüben?
00:14:54Von wo kommen Sie denn daher?
00:14:57Hamburg.
00:14:59Geschäftliche.
00:15:01Sehe ich aus wie ein Vertreter.
00:15:03Was arbeiten Sie denn dann?
00:15:06Ja, wir sind ein Team, Charlie und ich.
00:15:09Ganze Zeit schon.
00:15:09Da wollen Sie viel was in der DDR machen?
00:15:12Oh, nicht unbedingt.
00:15:14Oh, Filmbranche.
00:15:16Großer Künstler.
00:15:18Junge.
00:15:19Schauspiel.
00:15:20Regisseur.
00:15:21Und Produzent, mein eigener.
00:15:32Danke.
00:15:34Wenn Sie keine Plätze haben.
00:15:36Aber natürlich sehr gern.
00:15:39Eddie Zapp, mein Kameramann.
00:15:42Erdmann, Charlie.
00:15:43Ich heiße Annie Breuer und das ist Gisela Frasch.
00:15:51Da kommen Sie wohl hierher, Motive suchen.
00:15:54Motive sucht man immer.
00:15:56Menschen mit Gesichtern, Situationen, Bilder.
00:16:01Und in Hamburg sind Sie sozusagen zu Hause.
00:16:04Kennen Sie Hamburg?
00:16:05Nein.
00:16:06Naja, das ist ja mit dem Reisen nicht so einfach.
00:16:10Ich komme viel herum.
00:16:11Einer der großen Vorteile beim Film.
00:16:14Machen Sie Spielfilm oder Doc?
00:16:19Oder was?
00:16:22Dokumentarfilm.
00:16:24Aber nein.
00:16:25Spielfilm.
00:16:26Junge Leute gegen das Establishment.
00:16:28Ach du liebe Zeit.
00:16:30Jungfilme.
00:16:31Das sind doch die, wo man nach einer halben Stunde Film immer noch nicht weiß, was Sie eigentlich wollen.
00:16:35Aber nein.
00:16:35Wissen Sie, wir wollen die Kinematographie aus Ihrer stupiden Kommerzialisierung befreien.
00:16:40Hauptsächlich.
00:16:41Na, wenn Sie meinen.
00:16:42Ich weiß nicht.
00:16:43Ich habe neulich so einen Film von einem Jungfilmer gesehen von drunten.
00:16:46Da lagen zwei am Strand.
00:16:48Ganz allein.
00:16:49Waren schon ziemlich handgreiflich.
00:16:50Und immer wenn du dachtest, jetzt küsst er sie.
00:16:53Da verzog er nur das Gesicht und sah, du widerst mich an.
00:16:57Und dann raffte sie sich auf.
00:16:58Sie.
00:16:59Jetzt kommt's.
00:17:00Denkste.
00:17:01Da sagte sie zu ihm, ich finde dich zum Kotzen.
00:17:04Das war alles.
00:17:06Wir sind die Füte dabei eingeschlafen, vom Gehirn gar nicht zu reden.
00:17:10Oder ziehen Sie auch so was?
00:17:12Nun ja.
00:17:13Was wir wollen, ist manchmal gar nicht so leicht zu verstehen.
00:17:16Das finde ich auch.
00:17:17Sie sehen das vielleicht ein bisschen zu einfach.
00:17:20Aber die Dinge liegen doch viel komplizierter.
00:17:22Erst wenn die Nadel über den Differenzierungsgrad ausschlägt,
00:17:26werden die bisher geltenden starren Gattungseinteilungen...
00:17:30Ich meine...
00:17:32Die menschliche Seele ist etwas sehr vielschichtiges, sehen Sie.
00:17:36Und die menschliche Psyche ist so mannigfaltig verästelt, verstrebt.
00:17:41Auf die vielschichtige Seele.
00:17:45Sie sind ein kluges Mädchen.
00:17:49Und Sie haben ein sehr ausdrucksstarkes Gesicht, wissen Sie das?
00:17:53Ich sehe mich ja öfter. Im Spiegel.
00:17:57Wissen Sie, was unser großes Problem ist?
00:17:59Ein Problem? Neulich habe ich irgendwo gelesen, Jungfilme haben zwei große Probleme.
00:18:04Das eine ist der Film und das andere sind sie selbst.
00:18:08Sehr nett. Aber ich wollte eigentlich auf etwas anderes hinaus.
00:18:14Ein echtes Problem drüben.
00:18:17Wenn wir Rollen besetzen müssen.
00:18:19Beispielsweise ein junges Mädchen wie Sie.
00:18:21Wir suchen und suchen und sehen nichts als Gesichter, in denen schon alles steht.
00:18:26Nirgendwo ein sauberes, neues Gesicht.
00:18:29Hier.
00:18:30Gibt es das.
00:18:32Wir sind die Menschen nicht angekränkelt von der Konsumgesellschaft.
00:18:35Nicht verbraucht.
00:18:38Wegen herrliche Gesichter.
00:18:39Das haben Sie aber eben ganz herrlich gesagt.
00:18:42Sie beispielsweise.
00:18:44Ich bin über eine Arbeit, die wird von sich reden machen. International.
00:18:48Wenn ich Ihr Gesicht dafür bekäme.
00:18:50Ehrlich, wenn Sie drüben wären, ich würde Sie sofort engagieren.
00:18:53Für jeden Preis.
00:18:54Ja, ja, das kennen wir. Keine Leute.
00:18:57Nicht wahr, Anni?
00:18:58Da ist was dran.
00:19:00Gerade beim Film.
00:19:01Ach.
00:19:04Sie haben hier Verbindungen zur Filmbranche?
00:19:09Man könnte es so nennen.
00:19:12Wir sind Schnittmeisterin. Beide.
00:19:20Warum staunen Sie da so?
00:19:24Na, wie ist es? Wollen wir noch mal?
00:19:26Ja, natürlich.
00:19:28Ja, für einen Tanz, zwei, zwei, zwei, drei.
00:19:49Für heute habe ich den Krawal bald voll.
00:19:52Stöhnen ist die halbe Arbeit.
00:19:54Aber so schnell geben wir nicht auf. Komm.
00:20:00Wollen wir wirklich da rein?
00:20:01Willst du lieber in die Staatsoper?
00:20:06Jeder gafft uns an.
00:20:08Mensch, wenn uns einer erkennt.
00:20:09Ach Quatsch, ihr kennt uns kein Schwanz.
00:20:12Ach, warum habe ich dich bloß mitgeschleppt?
00:20:23Kommen Sie oder gehen Sie?
00:20:26Wir gehen.
00:20:28Tanzen.
00:20:30Das klappt ja.
00:20:31Ach, da können wir ja zusammen gehen.
00:20:34Hm.
00:20:47Also, das hätte ich nicht gedacht, dass wir heute noch so eine interessante Bekanntschaft machen.
00:20:51Hm.
00:20:52Wissen Sie, Fräulein Eva, dass Sie ein außergewöhnlich ausdrucksstarkes Gesicht haben?
00:20:57Ja?
00:20:58Wirklich.
00:20:59Als wir Sie vorhin sahen, habe ich mir sofort vorgenommen, mit Ihnen muss ich ins Gespräch kommen.
00:21:04Was treiben Sie so?
00:21:05Ich meine, wo sind Sie beschäftigt?
00:21:09Na, wir sind beide eigentlich im Augenblick nicht so gebunden.
00:21:17Das ergab sich so.
00:21:19Das ist ja prima.
00:21:20Da haben Sie viel Zeit.
00:21:22Wir beide sind auch gerade im Augenblick nicht so sehr überlastet.
00:21:27Da sehen wir uns bestimmt nicht zum letzten Mal.
00:21:38Ach, Sie sind beim Film?
00:21:39Ja.
00:21:40Drüben beim Film?
00:21:41Mhm.
00:21:42Na, und da kommen Sie ja her.
00:21:43Ich meine, das ist nicht gerade das feinste Lokal.
00:21:46Ach, wissen Sie, wir sind unterwegs, mein Produzent und ich.
00:21:49Und wenn wir schon mal rüberkommen, da sitzen wir gar nicht so gern unter Fachleuten.
00:21:53Hier sieht man interessante Menschen.
00:21:55Gesichter.
00:21:55Mhm.
00:21:56Sie hätte ich sonst auch nicht kennengelernt.
00:22:02Und da, wo Sie untergebracht sind, ich meine,
00:22:05Sie sind dort einigermaßen sicher.
00:22:08Doch, doch.
00:22:09Ja, ja.
00:22:10Nur allzu lange geht es nicht.
00:22:12Und überhaupt.
00:22:15Wann würden Sie morgen rüberkommen können?
00:22:18Ach, da macht uns keiner Vorschriften.
00:22:21Nur, bis 12 Uhr nachts müssen wir eben wieder durch die Kontrolle sein.
00:22:25Ja, ja.
00:22:30Na, wie wär's? Mit Manhattan.
00:22:32Mit was?
00:22:32Manhattan.
00:22:33Ach, so, ja.
00:22:34Zwei Manhattan, bitte.
00:22:36Wir können morgen wieder rüberkommen.
00:22:39Ich würde wirklich gern mal von Ihnen ein paar Probeaufnahmen machen.
00:22:42Ganz unvermittelt.
00:22:44Vielleicht machen wir einen kleinen Ausflug.
00:22:46Hm, vielleicht.
00:22:47Wenn meine Freundin auch will.
00:22:49Wir Jungfilmer, wir haben unsere ganz spezifischen Interessen.
00:22:52Wir wollen Opas Kino durch etwas Neues ersetzen.
00:22:54Dazu gehört auch, dass wir neue Darsteller entdecken.
00:23:01Und in Hamburg, da machen Sie auch Ihre Filme.
00:23:04Hm, ja, ja.
00:23:06Nur, wir sind auch viel auf Reisen.
00:23:08Darsteller suchen, Motive, alles das.
00:23:14Mich würde mal interessieren, was verdient denn so einer, den Sie als Darsteller in so einen Film bringen?
00:23:20Das ist schwer zu sagen, Frau Landeva.
00:23:23Da kann man auch keine festen Zahlen nennen, aber wenn ein Gesicht erst dann mal in ist, dann kommt vieles
00:23:28hinzu.
00:23:29Werbung, Television, alles das.
00:23:31Ah, naja, da ist ja für uns beide sowieso nichts drin.
00:23:35Wir sind hier und Sie sind drüben.
00:23:37Tja, das ist schwierig.
00:23:43Aber vielleicht konnte man doch darüber reden.
00:23:47Wie meinen Sie das?
00:23:48Würden Sie denn nach drüben wollen?
00:23:51Ist das eine Frage von wollen?
00:23:54Unter gewissen Umständen, ja.
00:23:57Also, Sie dürfen nicht immer an der alten Vorstellung festhalten, Film ist nur eine Chance für professionelle Filmschauspieler und so.
00:24:03Ist passé, für uns jedenfalls.
00:24:05Aber ich habe überhaupt keine Ahnung vom Film.
00:24:08Ich habe noch nie damit zu tun gehabt.
00:24:10Ich war Schneiderin bis...
00:24:11Umso besser.
00:24:15Das ist genau das, was wir suchen.
00:24:20Wenn Sie wissen, wie uns die Profis ankotzen.
00:24:24Verzerrt.
00:24:26Aber dass Sie sich nicht anders sagen.
00:24:28Waren Sie schon mal drüben?
00:24:29Im Westen?
00:24:30Nein.
00:24:32Ich will mal ganz ehrlich.
00:24:33Wollen Sie Ihr ganzes Leben hier verbringen?
00:24:47Tja, ich glaube, wenn wir Sie noch nach Hause bringen wollen, dann müssen wir jetzt.
00:24:58Also, es bleibt dabei. Morgen 15 Uhr. Hier.
00:25:02Bis morgen.
00:25:05Vielen Dank für den netten Abend.
00:25:24Na?
00:25:26Hm, es könnte laufen.
00:25:27Die machen mit.
00:25:30Jetzt erst mal wieder rüber.
00:25:31Und dann?
00:25:36Erinnerst du dich an Silvester?
00:25:39Svensker und Austria, ja.
00:25:40Die beiden.
00:25:40Mensch, das ist die Idee.
00:25:46Wir können wieder unbacher lachen.
00:25:49Der weiße Riese huftet die Revolution des T
00:25:54Franz.
00:25:59Hey, ja!
00:26:00Hey, ja!
00:26:02Hey, ja!
00:26:19Hi.
00:26:20Sag mal, waren Christina und Sylvia heute hier?
00:26:22No, for gestern.
00:26:24Wacht mal, am Montag waren Sie hier.
00:26:26Allein?
00:26:28Ich weiß nicht so genau. Warum?
00:26:30Ich meine, haben Sie was Festes zurzeit?
00:26:32Dann bin ich mir nicht so sicher.
00:26:35Los, so fest.
00:26:37Die sind immer mal hier, tanzen mächtig rum.
00:26:41Aber, die sind ganz ihre Klasse, du.
00:26:44Kommen aus dem guten Stall.
00:26:46Ja, ja.
00:26:49Wenn Sie Montag hier waren,
00:26:51dann sind Sie wahrscheinlich nicht verreist.
00:26:54Trotz Ferien.
00:26:55Salut!
00:26:56Salut!
00:26:57Adioso!
00:26:58Yay!
00:26:59Hey!
00:27:00Yay!
00:27:03Ja!
00:27:04Yay!
00:27:13Ja, morgen, Kalle.
00:27:15Morgen, Herr Bessmann.
00:27:16Na, Ärger mit dem Rücklicht?
00:27:19Liegt was an?
00:27:21Tja,
00:27:22eigentlich bloß eine Kleinigkeit.
00:27:24Ich höre.
00:27:25Du, Kalle,
00:27:27schreibt eigentlich deine Schwester noch ab und zu?
00:27:30Die Gabi, ja. Warum?
00:27:32Hast du in letzter Zeit mal was von ihr gehört?
00:27:34Vor vier Wochen ungefähr.
00:27:37Aber warum?
00:27:38Ich frage aus einem bestimmten Grund.
00:27:40Das habe ich schon gemerkt.
00:27:42Weil es ist nämlich möglich,
00:27:44dass sich die Gabi dieser Tage bei dir meldet.
00:27:48Das müssen Sie mir schon näher erklären, Herr Wessner.
00:27:51Die Gabi ist im Jugendwerkhof, das wissen Sie ja.
00:27:53Ach, Sie meinen, dass sie schreibt, oder was?
00:27:55Nein, nein, nicht schreiben, Kalle.
00:27:56Ich meine, dass sie herkommt.
00:27:57Sie ist nämlich abgängig dort im Jugendwerkhof.
00:28:02Das heißt, getürmt?
00:28:06Der haue ich noch mal den Arsch voll.
00:28:08Ha, meinst du, dass es hilft?
00:28:09Wann war denn das?
00:28:11Ich habe die Meldung gestern bekommen.
00:28:14Ob ich die noch mal großkriege?
00:28:16Tja, das ist bei Geschwistern manchmal so.
00:28:19Der eine wird ohne Eltern groß und wird was,
00:28:21und der andere schafft es nicht.
00:28:23Ich hätte mich vielleicht mehr um sie kümmern sollen,
00:28:24aber was sollte ich denn machen?
00:28:25Ich war ja nie da, dauernd auf Montage.
00:28:28Hast du heute frei?
00:28:30Ein paar Tage, Überstunden abommeln.
00:28:34Im Herbst sollte sie nach Hause kommen.
00:28:37Ja, ja, ich weiß.
00:28:38So ein Blödsinn zu machen.
00:28:41Ich möchte bloß wissen, auf welchem Mist der wieder gewachsen ist.
00:28:44Sie ist zusammen mit einem Mädchen namens Rebus weg.
00:28:47Eva Rebus?
00:28:49Da bin ich im Bilde.
00:28:50Kennst du die?
00:28:51Und ob, die hat doch Gabi angestiftet zu den Kaufhallenklauereien damals.
00:28:56Also, Kalle, falls sie bei dir auftauchen sollte.
00:29:00Ist gut, Genosse Wessner, ich bringe das schon in Ordnung.
00:29:02Ich bin ja immer zu erreichen.
00:29:12Mensch, lass das Zeug doch liegen, das ist doch nichts mehr wert.
00:29:15Warum?
00:29:16Kann man doch noch tragen.
00:29:18Gabi, du bist der Gipfel.
00:29:23Sag mal, ist dir nicht klar, dass wir ein für alle Mal aus dem Schneider sind,
00:29:25wenn das mit Charlie und Eddie klappt?
00:29:30Glaube, die geben ganz schön an.
00:29:33Quatsch!
00:29:34Das sind zwei ganz ungeheuer prima Männer.
00:29:38Da verlasse ich mal auf mein Urteil.
00:29:40Davon verstehst du nämlich nichts.
00:29:44Die beiden wollen doch nur mal mit uns ins Bett.
00:29:46Und hinterher sind sie dann dienstlich verhindert.
00:29:50Also, Ideen hast du.
00:29:52Das hätten die doch gestern ganz bequem haben können, aber keine Spur davon.
00:29:55Nee, nee, die wollen uns eine echte Chance geben drüben.
00:29:58Die sitzen doch mitten im Filmgeschäft, die haben Beziehung.
00:30:02Weißt du,
00:30:05Das ist alles ein ziemlicher Blödsinn, was wir da machen, hm?
00:30:09Also, eines sage ich dir, Aussteigen ist nicht drin.
00:30:12Sind wir bis hierher gekommen, kommen wir auch noch weiter.
00:30:15So,
00:30:17dann gehe ich erst mal los.
00:30:19Bisschen Geld auftreiben.
00:30:21Wir brauchen einigermaßen Garderobe.
00:30:23Bisschen Kosmetik und sowas.
00:30:25Hm, Kosmetik.
00:30:26Zieh lieber zu, dass du was zu essen kriegst.
00:30:28Und häng deine Strümpfe so auf, dass sie keiner von der Strafe sehen kann.
00:30:32Mein Großvater hat keine Neid an uns getragen.
00:31:11Hallo.
00:31:19Kalle, du?
00:31:22Ja, ich.
00:31:24Hast ein scharfes Auge.
00:31:26Sag mal, du bist wohl völlig beschmort.
00:31:29Das hat wohl noch nicht gereicht.
00:31:32Wird's auch noch abhauen.
00:31:36Vor vier Wochen schreibst du noch, dass du im Herbst nach Hause kommst.
00:31:39Ich wetz mir die Sohlen ab, rät mir den Mund, fusselig.
00:31:42Damit deine alte Meisterin dich wieder einstellt als Schneiderin.
00:31:44Und du?
00:31:47Mensch, sag doch was, sonst leg ich dich übers...
00:31:55Gabi, schämst du dich denn überhaupt nicht?
00:31:57Du bist doch nur ein erwachsenes Mädchen.
00:32:00Wer ist denn überhaupt auf die Schnapsidee gekommen mit dem Abhauen?
00:32:03Du?
00:32:07Die Rebus.
00:32:12Das ist doch ein Kreuz mit euch Weibern.
00:32:15Angehenden.
00:32:18Wo ist denn die Rebus überhaupt?
00:32:20Einkaufen?
00:32:20Was zum Anziehen, bisschen Kosmetik.
00:32:22Einkaufen?
00:32:23Ach, wo?
00:32:24Die wollen uns doch um drei abholen und Probeaufnahmen machen.
00:32:29Wer holt euch ab?
00:32:30Na, der Herr Erdmann.
00:32:32Das heißt, die beiden.
00:32:33Er und sein Kameramann, der Eddie.
00:32:35Und die wollen Aufnahmen machen?
00:32:36Von euch?
00:32:38Na, womöglich barfuß bis zum Hals.
00:32:39Von wo sind denn die eigentlich?
00:32:40Vom Film.
00:32:41Ach, du kriegst die Tür nicht zu.
00:32:43Wo habt ihr die aufgegabelt?
00:32:45In der Melodie, gestern.
00:32:47Und dann haben die hier anschließend mit euch übernachtet, stimmt's?
00:32:49Nein.
00:32:50Erzähl doch keine Ammenmärchen, ich bin doch nicht doof.
00:32:53Ach, die waren überhaupt nicht hier drin.
00:32:54Die mussten ja bis Mitternacht wieder rü...
00:32:59Ach, die waren von drüben?
00:33:01Hm?
00:33:02Und die wollten nur Probeaufnahmen machen von euch?
00:33:06Aber wozu denn?
00:33:07Ich denke, die sind von drüben.
00:33:10Naja, die haben gesagt, sie wüssten da Möglichkeiten.
00:33:14Das müssten sie noch mit uns besprechen.
00:33:17Aber ich hab der Eva gleich gesagt, ich hab so das Gefühl, das geht nicht gut.
00:33:20Du hast ja außer Gefühl noch Verstand.
00:33:22Merkst du gar nicht, worauf du dich da eingelassen hast?
00:33:25Die Sache stinkt, Gabi, du musst da raus.
00:33:26Du kommst mit.
00:33:28Wohin?
00:33:28Komm, mach was ich sage.
00:34:10Ich werde nicht los, was ich sage.
00:34:35Hallo.
00:34:36Hallo.
00:34:40Vorsicht, links-liberaler Background.
00:34:43Keine Politik.
00:34:47Seid gegrüßt, ihr Lotusblumen.
00:34:49Gut, schaust aus.
00:34:50Was führt denn euch Tempelhirn mal wieder zu uns?
00:34:53Wir wollten eigentlich schon immer mal kommen, aber ihr wisst ja, wie das ist.
00:34:59Und jetzt wollt ihr einen Kaffee.
00:35:02Was härteres habt ihr wohl nicht? Wie?
00:35:04Doch, original Schwedenpunsch mit echtem Grönlandseis.
00:35:082000 Jahre alt und garantiert smogfrei.
00:35:13Eure Väter müsste man haben.
00:35:17Um Gottes Willen, da werden wir ja Geschwister.
00:35:22Das hat auch seine Nachteile.
00:35:28Ob die mich hier behalten?
00:35:32Die werden dich nicht gleich fressen.
00:35:35Jedenfalls erledigt werden muss das.
00:35:39Die Eva tut mir leid.
00:35:41Die braucht ihr doch nicht leid zu tun.
00:35:43Die hat mir aber auch oft geholfen.
00:35:45Quatsch.
00:35:47Die hat dir geholfen Unsinn zu machen.
00:35:48Du glaubst doch dafür musst du ihr noch dankbar sein.
00:35:56Guten Tag.
00:35:57Tag.
00:35:58Major Werner.
00:35:59Tag.
00:35:59Lenz.
00:36:00Bitte, nehmen Sie Platz.
00:36:06Unser ABV hat mir geraten zu Ihnen zu kommen.
00:36:08Ja, ich weiß Bescheid.
00:36:09Er hat mir telefonisch mitgeteilt, worum es geht.
00:36:12Gut, dass Sie gekommen sind.
00:36:14Allerdings, eins müssen wir gleich klarstellen.
00:36:16Für diese Angelegenheit mit dem Jugendwerkhof ist das Ministerium für Staatssicherheit nicht zuständig.
00:36:21Das werden Sie an Ort und Stelle erledigen müssen.
00:36:24Kommen wir also zu der anderen Sache.
00:36:26Aber wir haben ja die Einladung nach Mallorca.
00:36:29Von Silvias Onkel.
00:36:31Junge, hübsche Onkel.
00:36:33Unsinn, ist wirklich mein Onkel.
00:36:35Da hat er doch Hotel.
00:36:36Na dann ist doch die Sache ganz einfach.
00:36:38Ihr nehmt den Spaß in Hamburg noch mit und dann fliegt ihr weiter nach Mallorca.
00:36:45Da denkt man nun, man kann den gelangweilten Töchtern des Establishment mal was Extravagantes bieten.
00:36:50Nichts des.
00:36:52Was ist denn das für eine Truppe, die da filmt?
00:36:56Filmemacher-Syndikat nennen die sich.
00:36:58Sind schon ganz leidlich im Geschäft.
00:37:00Nun, die lassen uns was verdienen.
00:37:01Mit ein paar kleinen Rollen.
00:37:04Naja, und wir können eben dabei sein und den ganzen Zirkus mitmachen.
00:37:08Und die brauchen auch Mädchen.
00:37:10Als Darsteller.
00:37:12Brauchen die.
00:37:13Sie haben zu uns gesagt, wenn ihr welche mitbringt, die nicht gerade zwei Zentner wiegen und so.
00:37:18Ei, ei, ei, ei, ei.
00:37:20Da kommen wir ja gar nicht in Frage.
00:37:21Wir wiegen ja zwei Zentner.
00:37:26Zusammen.
00:37:28Dann werden wir euch eben einzeln anbeten.
00:37:30Dann merkt's vielleicht keiner.
00:37:33Und wo filmen die?
00:37:38Hamburg, Helgoland, so genau liegt das noch nicht fest.
00:37:40Jedenfalls lustig wird's.
00:37:42Naja, und wenn ihr genug habt, dann rauscht ihr eben Richtung Süden ab.
00:37:44Also, so einen Spaß würde ich mein Liebend gerne mal anschauen.
00:37:49Tja, wollen wir?
00:37:50Ah ja, ist doch mal was anderes.
00:37:53Das heißt, ihr macht mit.
00:37:56Klasse.
00:38:01Und was taugt man da?
00:38:03Na, so wie ich Filme machen kenne?
00:38:07Vorwiegen Zornöl.
00:38:14Fräulein Lenz, es besteht kein Grund zum Weinen.
00:38:18Dass Sie vom Jugendwerkhof ausgerissen sind, war eine Dummheit.
00:38:23Aber jetzt waren Sie im Begriff, einen Fehler zu machen, der weit schwerer wiegt.
00:38:28Danken Sie Ihrem Bruder, dass er Sie davor bewahrt hat.
00:38:31Wann wird diese Eva Ribus wieder in der Laube aufkreuzen?
00:38:35Nach halb drei vielleicht.
00:38:37Dann haben wir nicht mehr viel Zeit.
00:38:40Warum?
00:38:41Ich möchte, dass Sie bei der Geschichte weiter mitspielen.
00:38:44Bitte halten Sie uns auf dem Laufenden, was sich daraus entwickelt.
00:38:48Und natürlich auch zu Eva Ribus. Kein Wort.
00:38:51Eva ist meine beste Freundin.
00:38:53Vor ihr habe ich keine Geheimnisse.
00:39:03Verstehen Sie doch bitte, Fräulein Lenz.
00:39:05Diese beiden Herren sind möglicherweise nur zwei charmante Aufschneider, die mit diesem vorgeblichen Filmangebot ihre Chancen bei Ihnen vergrößern wollen.
00:39:16Die Sache kann aber auch sehr viel ernster sein.
00:39:20Wir müssten da erst mehr wissen.
00:39:23Sie können uns dabei helfen.
00:39:25Und damit helfen Sie letzten Endes auch Ihrer Freundin.
00:39:28Wieso denn?
00:39:30Ihre Freundin sieht in Ihrer Abenteuerlust offenbar nicht, auf was Sie sich da eingelassen hat.
00:39:34Wie gefährlich das für Sie werden könnte.
00:39:38Verstehen Sie nun, worum ich Sie bitte?
00:39:41Wenn Sie aber glauben, Sie können das nicht, ich will Sie nicht dazu drängen.
00:39:48Das wäre schon ganz gut, wenn du das machst.
00:39:50Dann wüsst du mal wenigstens, was die beiden Kerle hier eigentlich wollen.
00:39:58Naja, wenn das so ist...
00:40:16Da, Eva!
00:40:18Flick's doch mal! Halt dich gut fest!
00:40:41Hör doch schnell!
00:40:45Weiss!
00:41:28Jawohl, wird erledigt. Alles andere entscheiden wir später. Danke, wiederhören.
00:41:36Genosse Hermann, hier. Was Eiliges. Muss sofort ermittelt werden.
00:41:40Für das Erste haben wir nichts als zwei Namen. Erdmann und Zapf.
00:41:43Vornamen nicht eindeutig bekannt. Zwei junge Männer.
00:41:45Anschrift ebenfalls nicht bekannt. Angeblich gestern von West-Berlin aus zum Tagesaufenthalt bei uns eingereist mit PKW.
00:41:53Bitte feststellen, ob diese Angaben stimmen. Diese Namen sind möglicherweise nicht einmal echt.
00:41:57Bitte Autonummer feststellen, Typ, Besitzer und ausführliche Charakterisierung der beiden.
00:42:03Und bitte sofort Nachricht an mich, wenn die beiden erneut einreisen.
00:42:06Angeblich treffen sie sich gleich um 15 Uhr mit zwei jungen Mädchen in der Laubenkolonie Triftstraße.
00:42:11Die Sache eilt also.
00:42:13Gut, Genosse Major. Wird erledigt.
00:42:15Ja, Beziehung musst du haben. Kannst du überall was abstauben.
00:42:20Hier, danke.
00:42:22Oh, Strumpfhosen.
00:42:25Na, wie steht mir das?
00:42:27Ganz gut.
00:42:28Was? Ganz gut. Das ist das Schärfste, was die hatten.
00:42:32Also, wenn ich deine Rattenschwänze sehe, willst du nun in den Kindergarten oder zum Film?
00:42:37Ja, richt dich ab. Ich mach sie ja schon auf.
00:42:38Ja, und mach dich fertig.
00:42:42Ich hab nicht viel zu essen.
00:42:45Aber die Jungs werden ja sicher irgendwo mit uns hingehen.
00:42:56Bist du fertig?
00:42:57Wir müssen jeden Augenblick kommen.
00:43:08Du, Eva, willst du dir die Sache nicht doch nochmal überlegen?
00:43:14Ich meine, dass wir da ganz schön reinfallen können.
00:43:18Und du, das kann gefährlich werden.
00:43:20Also, was du nur hast.
00:43:22Also, wenn die wirklich ernst machen.
00:43:24Und uns heimlich über die Grenze bringen.
00:43:26Und Kalle hat gesagt.
00:43:30Wieso, Kalle?
00:43:32War der etwa hier?
00:43:36Kalle hat mir mal gesagt, da gibt's ein Gesetz und das ist gar kein Spaß, du.
00:43:40Ach, Quatsch.
00:43:42Gesetz.
00:43:43Willst du zurück nach Weidensee?
00:43:45Ich will was erleben und das zählt.
00:43:46Und für dich doch auch.
00:43:48Und wenn es Hochstapler sind?
00:43:50Wohin wollen wir, Panko?
00:43:51Da ist zu viel los. Schmückwitz ist besser.
00:43:55Bisher wurde Folgendes festgestellt.
00:43:57Opel Caravan, besetzt mit zwei westdeutschen Bürgern, Karl Erdmann und Eduard Zapp,
00:44:02hat um 14.28 Uhr den Grenzkontrollpunkt Heinestraße passiert.
00:44:06Nahm an der Gartenkolonie Driftstraße zwei Bürgerinnen der DDR auf,
00:44:09fährt jetzt schnell Straße Richtung Grünau.
00:44:12Der Caravan hat das polizeiliche Kennzeichen BTC 685
00:44:16und wurde bei der Westberliner Autovermietung Avis auf den Namen Kahlenberg ausgeliehen.
00:44:21Ach nein.
00:44:25Jawohl, Kahlenberg.
00:44:27Unternehmensberater bei der Beschaffung und Vermittlung von Arbeitskräften.
00:44:29Adresse folgt noch.
00:44:30Ich erwarte in einer Stunde weitere Informationen.
00:44:33Kahlenberg.
00:44:35Alter Bekannter.
00:44:37Ehemals Schleusergruppe Meridian.
00:44:40Ist der in ein neues Geschäft eingestiegen?
00:44:42Wie war das?
00:44:43Unternehmensberater?
00:44:44Bei der Beschaffung und Vermittlung von Arbeitskräften.
00:44:48Also Handel mit ausländischen Arbeitnehmern.
00:44:51Mitbürgern.
00:44:53Wenn der die Finger im Spiel hat, ist an der Sache doch mehr dran, als ich zunächst dachte.
00:44:56Was befehlen Sie, Genosse Major?
00:44:58Den Caravan haben wir unter Kontrolle?
00:44:59Jawohl.
00:45:00Gut.
00:45:01Treiben Sie die Ermittlungen über diese jungen Männer voran.
00:45:04Wir brauchen sobald als möglich exakte Angaben über Sie.
00:45:07Und?
00:45:09Ich brauche einen Wagen.
00:45:13Und sehen uns die Mädchen eigentlich ähnlich?
00:45:16Die eine mehr, die andere weniger.
00:45:17Aber das ist nicht so wichtig.
00:45:22Hauptsache die Personenzahl auf dem Laufzettel stimmt.
00:45:24Und das Geschlecht.
00:45:27Das ist sozusagen todsicher.
00:45:31Nur schweigen ist die Hauptsache.
00:45:34Mhm.
00:45:36Nee, nee.
00:45:38So.
00:45:40Hm?
00:45:44Vielleicht ein bisschen mehr eindrehen.
00:45:46Ja, so.
00:45:48Hm?
00:45:50So bleiben.
00:45:53Jetzt.
00:45:56Und was wird denn nun aus den beiden Mädchen?
00:46:00Ich meine, die Sie mitbringen.
00:46:01Da zerbrechen Sie sich mal nicht Ihren hübschen Kopf.
00:46:04Das geht schon klar.
00:46:06Eigentlich wäre die Strecke über Lauenburg näher.
00:46:09Aber es wird für Sie einfacher sein,
00:46:11vom Berliner Ring in Richtung Magdeburg wegzukommen.
00:46:14Autobahn?
00:46:15Na?
00:46:16Na, da kommen wir schon mit.
00:46:18Wir gehen ganz früh los und lassen uns dann an dieser
00:46:21Raststätte Börte absetzen.
00:46:25Wann würden Sie denn dort ankommen?
00:46:28Mittags.
00:46:29Nicht vor zwölf.
00:46:31Warten Sie nicht in der Gaststätte.
00:46:32Bleiben Sie draußen.
00:46:33Auf der Terrasse oder so.
00:46:34Jedenfalls draußen.
00:46:36Und sprechen Sie uns nicht an.
00:46:38Warten Sie, bis wir Ihnen ein Zeichen geben.
00:46:40Natürlich.
00:46:42Also 15 Sekunden.
00:46:53Na, ist das was?
00:46:56Das ist ja toll.
00:46:58Oh ja.
00:47:01Großartig.
00:47:03Gutes Gesicht.
00:47:05Starke Ausstrahlung.
00:47:10Ja, Augen sind gut.
00:47:11Da können wir ganz dicht ranfahren.
00:47:13Prima.
00:47:15Wissen Sie, Gabi, man kann erst nach Probeaufnahmen richtig urteilen.
00:47:18Mit Gesichtern ist das so eine Sache.
00:47:20Jemand kann gut aussehen und kommt trotzdem nicht von der Leinwand runter.
00:47:23Siehste, fotogen muss man sein.
00:47:25Den Kopf mal ein bisschen höher.
00:47:28Ja.
00:47:29Und jetzt mal ins Genick legen.
00:47:31Ja, gut.
00:47:33Na wunderbar.
00:47:34Ist ja großartig.
00:47:39Achtung.
00:47:41Jetzt.
00:47:44Wird das eigentlich ein richtiger Spielfilm?
00:47:47Ja, man muss es wohl so nennen.
00:47:49Obwohl es eigentlich ein Antispielfilm ist.
00:47:51Wir arbeiten vorwiegend realitätsunmittelbar.
00:47:54Cinema Verité.
00:47:56Und meist ohne Berufschauspieler.
00:47:58Und wie soll der Film heißen?
00:48:00Titel steht noch nicht fest.
00:48:02Nur die Liebe ist jung.
00:48:04Oder jedenfalls so ähnlich.
00:48:05Ist nur, ist nur so ein Gedanke.
00:48:08Variabel.
00:48:08Mal sehen.
00:48:09Ach, der handelt von mir?
00:48:10Da fällt eben noch viel bei der Arbeit ein.
00:48:13Ja, nur mal so ungefähr.
00:48:16Was wird man denn da verdienen?
00:48:20Tja, das kommt darauf an.
00:48:23Auf den Erfolg gewissermaßen.
00:48:27Ja, ich frage nur, weil man muss sich ja darauf einrichten.
00:48:30Wir zahlen ein Arbeitshonorat.
00:48:32Das ist reichlich.
00:48:34Greifen Sie erst mal zu.
00:48:35Ganz fast beides.
00:48:41Oh, klasse.
00:48:42Oh, klasse.
00:48:43Mit Nuss.
00:48:43Völlig neues Palinengefühl.
00:49:04Hamburg.
00:49:06Das Tor zur Welt.
00:49:09Abgegriffener Ausdruck.
00:49:10Aber das Geld liegt dort wirklich auf der Straße.
00:49:13Wenn man es sieht.
00:49:17Na, Konzessionen muss man gelegentlich machen.
00:49:19Zwischendurch mal Werbung, Fernsehen, alles das.
00:49:23Also, wenn ich mir vorstelle, wir machen Reklame für Strumpfhosen.
00:49:27Oder für Coca-Cola.
00:49:28Also, ich gehe jetzt erst mal ins Wasser.
00:49:30Los.
00:49:35Ich kann bald nicht mehr.
00:49:37Die glauben das.
00:49:38Du merkst gar nicht, was für ungeheures Schwein wir hatten.
00:49:41Dass wir ausgerechnet an die geraten sind.
00:49:43Und so schnell.
00:49:45Eigentlich nicht zu fassen.
00:49:47Dass ein einigermaßen normaler Mensch den blödsinn Ernst nimmt, den wir da ablassen.
00:49:50Tja, die große, weite Welt.
00:49:53Das zieht bei Leuten mit einem kleinen Horizont.
00:49:58Sowas wie die beiden.
00:50:00Ist ein Glücksfall.
00:50:01Bloß dranbleiben.
00:50:02Sag mal, die beiden Mädchen.
00:50:04Ich meine, Christina und Silvia.
00:50:06Die haben dann aber eine Rechnung mit uns, wenn das gelaufen ist.
00:50:09Ach, denen schadet es überhaupt nichts, wenn sie immer richtig eingeknastet werden.
00:50:13Vielleicht vergeht es ihnen dann, ihre linksliberale Masche weiter zu stricken.
00:50:16Und wenn nicht?
00:50:20Eins können sich beide bestimmt nicht leisten.
00:50:22Aus dem Knast im Osten kommen und danach noch sozialistische Ideen predigen.
00:50:27Da werden die in 24 Stunden zu Panko-Agenten abgestempelt.
00:50:30Das überlegen die sich.
00:50:45Nun?
00:50:50Ich bin einverstanden.
00:50:52Damit können Sie mehr als zufrieden sein.
00:50:54Das sind zwei völlig integer junge Ausländerinnen.
00:50:57Idealfall.
00:50:57Mein Kompliment.
00:50:59Prominente Väter.
00:51:00Der eine Dirigent mit Weltruf Kunst.
00:51:03Das nötigt von vornherein schon Respekt ab.
00:51:06Der andere Schwede.
00:51:07Vielleicht im Augenblick der schwedische Industrie.
00:51:11Ich bin mit Ihrer Arbeit zufrieden, Herr Kahlenberg.
00:51:14Sehr.
00:51:15Gut.
00:51:15Wenn das soweit klar ist, dann können wir die Sache so schnell als möglich hinter uns bringen.
00:51:20Schleusung morgen Nachmittag.
00:51:21Das passt doch in Ihr Konzept.
00:51:22Das passt.
00:51:24Tja, meine Beauftragten hatten großes Glück.
00:51:26Sie fanden drüben beinahe auf Anhieb, was wir brauchen.
00:51:29Und dadurch hat sich die ganze Vorarbeit stark verkürzt.
00:51:33Ähnlichkeit ist ausreichend.
00:51:35Für Projektoren wird gesorgt.
00:51:38Studentinnen?
00:51:39Nein.
00:51:41Die Möglichkeit, dass es sich hier um Lockvögel handeln könnte, das haben Sie bedacht?
00:51:47Scheidet aus, einfach zu erklären.
00:51:49Die beiden sind aus einem sogenannten Jugendwerkhof ausgerückt.
00:51:53Haben selbst das größte Interesse herauszukommen.
00:51:57Ich möchte nicht, dass da kriminelle Geschichten dahin hängen.
00:51:59Keine Sorge, Herr Burgdorf.
00:52:01Wenn da jemand auskneift, da gibt es nicht gleich eine riesige Polizeiaktion.
00:52:05Nein, nein, da ist kein Risiko drin.
00:52:08Hm.
00:52:09Also morgen Nachmittag.
00:52:11Gegen 14 Uhr müsste alles gelaufen sein.
00:52:14Das wäre zuerst für die Abendausgabe.
00:52:16Ja, gut.
00:52:17Zufrieden?
00:52:19Sind Sie es denn?
00:52:34Warum lässt du das Zeug nicht einfach liegen?
00:52:37Das brauchen wir doch sowieso nicht mehr.
00:52:40So was kann man immer brauchen.
00:52:44Gibt es doch in Hamburg in Massen.
00:52:47Hamburg, Hamburg.
00:52:49Als ob da die Bockwürste an den Bäumen wachsen.
00:52:54Da hinten ist noch Brot und Wurst.
00:52:56Mach mir mal was fertig, ich habe Hunger.
00:52:59Die Künstler hätten uns wenigstens Abendessen spendieren können.
00:53:03Die hatten noch keine Zeit mehr.
00:53:05Die müssen sich auf die Reise vorbereiten.
00:53:07Ja, ja, klar.
00:53:08Ich hänge noch mal die Tücher auf.
00:53:16Gleich morgen soll es losgehen.
00:53:18Ganz früh.
00:53:19Richtung Autobahn Magdeburg.
00:53:20Raststätte Börde.
00:53:21Nur.
00:53:22Ja, und?
00:53:23Was ist denn was nicht in Ordnung?
00:53:24Eva, ich habe versucht, dir das Ganze auszureden, aber...
00:53:28Mancher ist eben nicht zu belehren.
00:53:30Und wie soll die Aktion denn nun vor sich gehen?
00:53:47Gabi!
00:53:48Ech!
00:53:54Gabi!
00:54:00Gehen Sie jetzt rein.
00:54:02Und Kopf hoch.
00:54:03Wir passen schon auf Sie auf.
00:54:05Wird schon schief, gehen Gabi.
00:54:07Gabi, wo bleibst du denn?
00:54:08Ja, doch.
00:54:09Mein Gott, das schreit wie ein Kuckuck, der gefüttert werden will.
00:54:16Haben Sie morgen noch frei?
00:54:18Ja, noch ein paar Tage.
00:54:21Bleiben Sie zu Hause.
00:54:22Sie werden sich darum kümmern müssen, dass Ihre Schwester wieder nach Weidensee kommt.
00:54:26Na ja, muss der Bruder wieder herhalten.
00:54:29Was würden Sie denn machen, wenn Sie so eine Schwester hätten?
00:54:32Vermutlich genau dasselbe wie Sie.
00:54:34Und ich hätte genau denselben Rochus dabei.
00:54:37Fest steht, dass Kahlenberg diese Schleusergruppe nicht mehr hat.
00:54:41Die ist dank unserer gütigen Mitwirkung auseinandergeflogen.
00:54:45Sein heutiges Geschäft, Gastarbeiter.
00:54:50Er vermittelt illegal eingereiste Ausländer gegen hohe Provision.
00:54:53Hier ist keine Beziehung zu dieser Sache zu sehen.
00:54:58Was haben Sie denn nun über Erdmann und Zapp ermitteln können?
00:55:00Was sind das für Leute?
00:55:02Studenten, Soziologie.
00:55:04Früher beteiligt an Schleusungsversuchen.
00:55:06Sehen wir an.
00:55:08Politisch ganz rechts.
00:55:10Und?
00:55:13Über Beziehungen zum Film was bekannt?
00:55:15Nein.
00:55:20Danke.
00:55:21Was halten Sie von der Sache?
00:55:23Es fehlt ein Bindeglied.
00:55:26Und zwar zum Sinn der ganzen Aktion.
00:55:29Wir wissen zwar eine Menge Einzelheiten, aber Sie lassen noch keinen eindeutigen Schluss auf das Ziel zu, Genosse Major.
00:55:35Ich habe eine vage Vermutung.
00:55:41Aber das ist reine Spekulation.
00:55:44Ja.
00:55:46Überlegen Sie mal.
00:55:47Diese beiden Burschen kommen mit einer Legende hier herüber.
00:55:50Jungfilmer.
00:55:51Sie greifen sich ausgerechnet diese beiden jungen Mädchen.
00:55:55Und zwar anscheinend ganz zufällig.
00:55:59Es ist dir erwiesen, dass sie früher keinerlei Beziehung zu ihnen hatten.
00:56:04Was ließe sich denn aber mit den beiden da drüben anfangen?
00:56:07Wer steckt dahinter?
00:56:08Wer hat ein Interesse an ihnen?
00:56:09Und wer finanziert das Ganze?
00:56:11Bei den beiden Mädchen ist nichts zu holen.
00:56:15Es sind zwei einfache Mädchen ohne höhere Qualifikation.
00:56:20Ein bisschen aus der Bahn geraten, na ja.
00:56:22Für den westdeutschen Geheimdienst dürften Sie ebenfalls nicht so interessant sein,
00:56:26dass sich ein solcher Schleusungsaufwand lohnen würde.
00:56:30Ich habe den Verdacht, den angeblichen Jungfilmern geht es eigentlich gar nicht um diese beiden Mädchen.
00:56:36Worum geht es Ihnen dann?
00:56:39Tja, hier fängt die Spekulation an.
00:56:43Die beiden wollen die Mädchen über unsere Staatsgrenze bringen.
00:56:46Bei einer Transitfahrt.
00:56:50Die Zahl der Fahrzeuginsassen wird jedoch bei der Ein- und Ausreise an den Kontrollpunkten überprüft.
00:56:55Sie muss übereinstimmen.
00:56:57Das heißt aber, diese Burschen müssten vorher zwei möglichst ähnliche Mädchen mit zu uns hereinbringen
00:57:02und sie hier zurücklassen.
00:57:04Das Ziel der Aktion dürfen wir wahrscheinlich gar nicht bei der Rebus und der Lenz suchen,
00:57:10sondern eher bei den Mädchen, die zu uns hereingebracht werden sollen.
00:57:14Das würde ich aber nicht mehr für Spekulation halten, Genosse Major.
00:57:18Doch, das ist es.
00:57:20So lange, bis wir Näheres über die anderen Mädchen wissen.
00:57:23Und da müssen wir wohl bis morgen früh warten.
00:57:25Ich habe am Kontrollpunkt veranlasst, dass wir bei Einreise der Leute sofort informiert werden.
00:57:29Wir werden erst dann endgültig entscheiden können, wie wir weiter vorgehen.
00:57:33Auf jeden Fall Marienborn verständigen, Raststädte Börder absichern
00:57:37und dann das Wichtigste, sobald uns morgen früh namentlich bekannt ist,
00:57:41wer mit Erdmann und Zapp eingereist ist, müssen wir binnen einer Stunde herausbekommen,
00:57:45was das für Mädchen sind, wo sie herkommen, was sie hier vorhaben könnten
00:57:47und was da sonst noch dran hängt.
00:57:49Bitte bereiten Sie das vor.
00:58:17Wir warten noch, die laufen uns nicht weg.
00:58:59Wir warten noch, die laufen uns nicht weg.
00:59:02In der Maße 15. Beide mit gültigen Pässen.
00:59:05Also zwei Ausländerinnen.
00:59:07Jawohl, Schweden und Österreich.
00:59:11Bitte melden Sie sich, Genosse Major.
00:59:14Ja, ich bin noch da.
00:59:17Genosse Heilmann, beeilen Sie sich. Von jetzt ab zählt jede Minute.
00:59:20Ich erwarte Ihren Ruf innerhalb der nächsten Stunde. Ende.
00:59:24So, wir können.
00:59:25Ja.
00:59:39Auf dem nächsten Parkplatz machen wir erst mal eine 15.
00:59:44Aber nur eine kleine.
00:59:50Übrigens,
00:59:51was kriege ich denn fürs Mitnehmen?
00:59:57Womit haben Sie denn gerechnet?
01:00:00Opa.
01:00:02Na, na.
01:00:03Opa.
01:00:09Ach du Scheiße.
01:00:16Mensch, und wie kein Ausweis.
01:00:34Ihr Papier bitte.
01:00:53Ihre Ladung ragt über die hintere Fahrzeugbegrenzung hinaus und?
01:00:56Paragraf 21. Rote Warnflagge.
01:00:59Und die fehlt?
01:01:01Oh, dann muss ich die verloren haben.
01:01:05Entschuldigung, kommt gleich wieder in Ordnung.
01:01:08Ja, gern.
01:01:09Danke.
01:01:10Bitte?
01:01:11Oh, Frau Baronin haben After 8 nicht vergessen.
01:01:15Apropos vergessen, Charlie, wo ist denn mein Boss?
01:01:18Und meine?
01:01:19Ich bin Ihr Reisemarschall.
01:01:20Sämtliche Obliegenheiten erledige ich.
01:01:27Man müsste sich hier in Ostdeutschland auch mal umsehen.
01:01:31Was willst du denn um Himmels Willen hier schon sehen?
01:01:34Bist du schon hier gewesen?
01:01:37Ach.
01:01:38Wie ich Charlie kenne, hat er genaue Kenntnisse aus der Bild-Zeitung.
01:01:43Nein, ich glaube, er hat andere Quellen.
01:01:47Bild-Zeitung allein entspricht nicht seiner Bildung.
01:01:50Sonst würde er nicht mal wissen, dass es hier eine Straße gibt.
01:01:54Hm, hör dir das an.
01:01:55Da verschafft man den beiden ein Ferienerlebnis und was ist der Dank?
01:01:58Die Stänkern.
01:02:00Aber dass es die Autobahn hier gibt, das weiß die Bild-Zeitung.
01:02:04Hast du nie gelesen, dass hier Leute festgehalten werden?
01:02:07Unberechtigt?
01:02:08Du wirst lachen.
01:02:09Ich habe neulich sogar gelesen,
01:02:11in Hanoi werden amerikanische Piloten festgehalten.
01:02:16Auch unberechtigt.
01:02:18Bloß, weil sie dort Bomben geschmissen haben.
01:02:21Und das ist ganz schäbig von denen, die sie festhalten.
01:02:25Ach, geht das schon wieder los?
01:02:27Könnte ich nicht lieber auf die Ferien freuen?
01:02:34Ach, da sind wir ja schon.
01:02:36Wir setzen uns auf die Terrasse.
01:02:37Da haben wir ein prima Überblick.
01:02:56Es ist noch viel Zeit bis Mittag.
01:02:57Jetzt lassen wir uns erst mal einen Kaffee.
01:03:21Ober, zwei Kaffee bitte.
01:03:22Bitteschön.
01:03:23Wenn uns jetzt die Pretorius sehen würde,
01:03:25der würde vielleicht die Spucke wegbleiben.
01:03:28Riva, wollen wir uns den ganzen Quatsch nicht doch nochmal überlegen?
01:03:31Ach, ist doch alles vorbereitet.
01:03:33So eine einmalige Chance verpassen?
01:03:36Ich glaube, von dem ganzen Film schwindel kein Wort.
01:03:39Ach, hör aber auf.
01:03:40Mach dich doch nicht lächerlich.
01:03:42Hier, Kaffee.
01:03:44Bitteschön.
01:03:46Also beide Töchter berühmter Väter.
01:03:49Jetzt verstehe ich.
01:03:50Die brauchen mal wieder dringend eine Skandalmeldung.
01:03:53DDR-Behörden verhaften auf der Transitautobahn
01:03:55zwei harmlose Ausländerinnen und so weiter und so weiter.
01:03:58Ich wette, die Meldungen liegen schon auf der Druckpresse.
01:04:02Veranlassen Sie alles auf der Dienststelle.
01:04:04Ich erledige das hier und in Marienborn.
01:04:06Ende.
01:04:09Da sind sie!
01:04:10Na siehste!
01:04:18Essen wir erstmal eine Kleinigkeit.
01:04:20Tanken muss ich auch noch.
01:04:21Und dann fahre ich mal rüber zu der Werkstatt.
01:04:23Irgendwas stimmt mit der Zündung nicht.
01:04:24Der tut sich so schwer.
01:04:26Geht schon rein, bestellt euch was.
01:04:27Ich zahle.
01:04:28Oh, schade, als Kavalier.
01:04:29Ja.
01:04:42Bitte hier.
01:04:43Ja, wollen wir denn drinnen sitzen?
01:04:45Nun ja, ich glaube, draußen wird gar kein warmes Essen serviert.
01:04:48Und außerdem der Staub.
01:04:49auch kein weißer Essen.
01:04:50Ja, nicht schade.
01:04:53Das war's.
01:05:26Wiener Schnitze?
01:05:26Das will ich sehen.
01:05:27Oh ja, für mich auch.
01:05:28Na gut, essen wir Schnitze.
01:05:30Bestellt mal schon, ja?
01:05:31Ich gucke mal nach Charlie.
01:06:02Die eine hat doch rote Haare.
01:06:04Na, Wichtigkeit.
01:06:05Auf dem Passfoto sind sie schwarz.
01:06:07Und wenn die beiden Mädchen was merken und rufen an der Grenze an?
01:06:11Bis die gemerkt haben, dass wir sie versetzt haben, sind wir längst in Hamburg.
01:06:14Auf jeden Fall durch die Kontrolle.
01:06:21Nun setzt euch mal die Dinger dort auf.
01:06:24Wenn ihr angesprochen werdet, dumm stellen.
01:06:27Sie, Gabi, als Österreicherin sagen höchstens,
01:06:29Sans Fisch, Gems a Ruh.
01:06:35Sans Fisch, Gems a Ruh.
01:06:39Und siehe, Eva, sie verstehen überhaupt kein Deutsch.
01:06:41Sie sagen nur,
01:06:42Ich nicht spreken Tüsk.
01:06:45Ist das klar?
01:06:46So und das übt ihr jetzt und keine Faxen.
01:06:48Tut mir leid, meine Damen.
01:06:50Sie sind offenbar für einen bösen Schwindel missbraucht worden.
01:06:54Das hätte ich nie vom Eti gedacht.
01:06:56Und wir haben nicht mal unsere Pässe.
01:06:58Wir können überhaupt nicht beweisen, wer wir sind.
01:07:02Keine Sorge, wir wissen, wer Sie sind.
01:07:05Ihre Pässe werden Sie zurück erhalten.
01:07:07Wir sorgen dafür, dass Sie so schnell wie möglich nach Hause kommen.
01:07:11Das würden Sie machen?
01:07:14Darf ich Sie dann bitten?
01:07:16Oder möchten Sie vorher noch was essen?
01:07:23Danke.
01:07:25Wir haben kein Appetit mehr.
01:07:51Wir haben kein Appetit mehr.
01:08:14Bitte schön.
01:08:16Bitte schön.
01:08:43So, Herr Erdmann, Sie fahren jetzt bitte hier links rüber in das Gebäude, da parken Sie.
01:08:47Sie werden erwartet.
01:09:06Herr Erdmann, Sie sind Herr Zapp.
01:09:08Ja, wieso? Warum halten Sie uns auf?
01:09:10Steigen Sie bitte aus.
01:09:11Auch die Damen.
01:09:15Ich nicht sprengen Tüsk.
01:09:19Ach, das ist aber sehr bedauerlich.
01:09:21Ich könnte Ihnen nämlich verraten, dass Ihr Personalausweis sich noch in Weidensee befindet, Fräulein Rebus.
01:09:33Herr Erdmann, Herr Zapp, Sie sind festgenommen.
01:09:36Wegen Vergehens gegen das Passgesetz der DDR.
01:09:40Aber das ist doch alles...
01:09:41Sie sind jetzt hier in das Gebäude, bitte.
01:09:43Sie auch, Fräulein Rebus.
01:09:46Bitte.
01:09:48Sie bleiben bitte noch.
01:09:52So, Fräulein Lenz, ich möchte mich bei Ihnen bedanken.
01:09:56Sie haben uns sehr geholfen.
01:09:59Ich hoffe, Sie haben auch etwas dabei gelernt.
01:10:03Warten Sie hier, es wird Sie jemand abholen und Sie zu Ihrem Bruder bringen.
01:10:06Der fährt Sie morgen nach Weidensee zurück.
01:10:09Muss ich da jetzt länger bleiben?
01:10:11Weil ich doch abgehauen bin.
01:10:13Das schaffen Sie auch noch.
01:10:16Hören Sie ein bisschen auf Ihren Bruder.
01:10:19Alles Gute.
01:10:20Danke.
01:10:23Ah, Herr Burgdorf.
01:10:25Hören Sie zu.
01:10:26Was Sie arrangiert haben, ist schiefgegangen, Kahnberg.
01:10:29Ihre Vertreter haben versagt.
01:10:31Wir werden retten, was zu retten ist.
01:10:33Aber sorgen Sie gefälligst dafür, dass die Mädchen verschwinden,
01:10:35bevor die ausländischen Korrespondenten etc. einsteigen.
01:11:01Na, hör dir das mal an?
01:11:05Neuer Terrorakt auf die Interson-Autobahn.
01:11:09Ostbehörden verschleppen zwei Ausländerinnen.
01:11:12Reisende beobachteten, wie Ostgeheimpolizisten
01:11:15die Tochter des bekannten österreichischen Dirigenten Leitner
01:11:18und die Tochter des schwedischen großindustriellen Sörenson,
01:11:22die sich in einer Raststätte zum Essen niedergelassen hatten, festnahmen.
01:11:25Über ihren Verbleib ist der Westberliner Polizei nichts bekannt.
01:11:28Bericht, Seite 4.
01:11:36So also macht man das.
01:11:39Wer führt da Regie?
01:11:41Das lass ich mir nicht gefallen.
01:11:43Und was willst du dagegen machen?
01:11:45Demonstrieren?
01:11:49Bitte.
01:11:56Guten Abend, meine Damen.
01:12:02Sie wollten nach Mallorca fliegen.
01:12:13Wer ist denn der Spender?
01:12:16Sie sind mit zwei Herren aus Westberlin durch die DDR gefahren.
01:12:19Das Schicksal der beiden Herren ist ungewiss.
01:12:21Sie hingegen hat man sehr höflich sofort nach Haus geschickt.
01:12:28Das ist außerordentlich unüblich.
01:12:31Das wirft Fragen auf, die peinlich für Sie sind.
01:12:37Wieso peinlich für uns?
01:12:39Eine Publicity in dieser Richtung würde Ihren Vätern vermutlich sehr unangenehm sein.
01:12:44Das ist Erpressung.
01:12:45Nennen Sie es, wie Sie wollen.
01:12:47Entweder wir verschwinden, bis Gras über diesen Schwindel gewachsen ist, oder?
01:12:51Sie haben also meinen wohlgemeinten Rat im Prinzip verstanden.
01:13:16Das ist Erpressung.
01:13:46Das ist Erpressung.
01:14:03Das ist Erpressung.
01:14:07Das ist Erpressung.
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01:14:33Das ist Erpressung.
01:14:50Das ist Erpressung.
01:14:56Das ist Erpressung.
01:15:00Das ist Erpressung.
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