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  • vor 5 Stunden
Die Rosenheim-Cops (172) Staffel 9 Folge 18 - Um ein Haar
Die Rosenheim-Cops (172) Staffel 9 Folge 18 - Um ein Haar
Die Rosenheim-Cops (172) Staffel 9 Folge 18 - Um ein Haar
Die Rosenheim-Cops (172) Staffel 9 Folge 18 - Um ein Haar
Die Rosenheim-Cops (172) Staffel 9 Folge 18 - Um ein Haar

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Kurzfilme
Transkript
00:00.
00:17Alles gut.
00:19Eine Unterschrift, bitte.
00:32Herr Fels?
00:33Ja?
00:33Das Geld ist gekommen.
00:35Fein.
00:38Danke.
00:42Möchten Sie nicht doch die Polizei informieren?
00:45Auf keinen Fall.
00:46Sie haben ausdrücklich darauf hingewiesen, dass ich alleine komme.
00:51Und jetzt?
00:52Wie mir per SMS mitgeteilt wurde, verlasse ich jetzt Rosenheim auf der B15.
01:14Nachricht empfangen, fahren Sie auf den Sammertag und warten Sie bei der Kirche.
01:32Nachricht empfangen, fahren Sie den Weg links bis zum Waldrand aussteigen und zum Wald gehen, dort findet die Übergabe statt.
01:39Okay.
01:43Kurskamp
01:52Kurskamp
02:11Hallo?
02:32Herr Rehn?
02:33Bin schon da.
02:35Ach, Herr Achtziger.
02:36Herr Brandl, haben Sie einen Augenblick Zeit für mich?
02:38Ja, freilich.
02:39Bitteschön, mögen Sie einen Kaffee?
02:41Nein, nein, dankeschön.
02:42Folgendes.
02:44Frau Altmann hat mir gerade vorgeschlagen, eine dritte Kommissarstelle für die Mordkommission
02:48zu beantragen.
02:49Ja, genug Arbeit für drei Leute, war ja.
02:51Sehen Sie, und da wollte ich Sie fragen, wäre das nicht vielleicht was für Sie?
02:55Ein Fest zu uns zu kommen, nicht immer bloß, aushilfsweise.
02:58Darf ich das jetzt als Kompliment auffassen?
03:00Durchaus, Sie sind ein hervorragender Ermittler.
03:03Danke.
03:03Bissar stur vielleicht, und ein bisschen geschert.
03:06Ja, so genau.
03:07Wollte ich es gar nicht wissen.
03:09Muss mich aber nicht gleich entscheiden.
03:10Nein, nein, nachdem wir ja eh nicht wissen, ob wir die Planstelle überhaupt doch kriegen.
03:13Wollte Ihnen nur sagen, wenn es soweit ist, wir empfangen Sie mit offenen Armen.
03:18Entschuldigung, ich wollte nicht stören.
03:20Nein, nein, kein Problem, bin eh schon fertig.
03:22Es gab aber der Laich.
03:23Ui.
03:23Sehen Sie, wie sehr wir eine dritte Planstelle brauchen?
03:26Tja.
03:27Wo ist denn der Hansen?
03:30Der Hansen ist informiert und auf dem Weg zum Auto.
03:32Aha.
03:33Ja, hopp, hopp.
03:34Ach so, ja.
03:50Herrlich.
03:53Ja, ja.
03:55Geht's gut, Herr Moin?
03:55Geht's gut, Herr Brantl?
03:56Herr Hansen?
03:57Oh, mein Herr Moin.
03:58Na, Sie haben uns noch sicher einiges zu erzählen.
04:00Ja, ich habe mir wirklich was zu erzählen.
04:02Der Tote ist der Eberhard Fels.
04:05Eberhard Fels, verheiratet, 55, keine Kinder.
04:08Das klingt so, als ob wir ihn kennen.
04:09Ja, freilich, der Fels, das ist der von den Fels-Möbelhäusern.
04:13Ja, da sehens, so ist das ja mal.
04:15Wenn ein Hamburger und ein Straubinger in Rosenheim ermitteln,
04:18keine Ahnung von nix.
04:19Mei, da haben Sie wohl recht, Herr Brantl.
04:21Also, gewissermaßen.
04:22Wo Sie recht haben, haben Sie recht, ja.
04:24Wer hat denn den Toten gefunden?
04:26Ja, der Herr Bankhofer-Hausbeck, der Jäger da drüben.
04:29Also, eigentlich hat ihn ja die Lilli entdeckt.
04:32Aha, und die Lilli ist der Hund vom Bankhofer-Hausbeck.
04:35Sehens, Herr Brantl, das haben Sie jetzt richtig gut kombiniert.
04:37Tja, an mir geht's ja, wenn man nicht aus Rosenheim ist, gell.
04:41Sagen Sie mal, der Herr Bankhofer-Hausbeck hat ja noch irgendjemand gesehen,
04:44wo der Auto vorbeifahren hat.
04:45Nein, der hat gar nicht gesehen, den Toten hat er gesehen.
04:48Ja, dann nehmen Sie bitte seine Personalien auf und schicken ihn nach Hause.
04:51Ja, dann schicken wir.
04:52Herr Bankhofer-Hausbeck!
04:59Grüß Gott, Frau Dr. Kern.
05:01Tja.
05:01Hallo, die Herren, soll ich losliegen?
05:03Das wäre recht.
05:04Er ist erschossen worden.
05:06Von relativ kurzer Entfernung.
05:07Zwei Schuss, einer direkt ins Herz und einer knapp daneben.
05:10Er muss sofort tot gewesen sein.
05:11Wann war das?
05:13Vor ungefähr drei Stunden.
05:15Also gegen zehn Uhr.
05:17Was kann er hier gewollt haben?
05:19Das werde ich selbst nach der Obduktion nicht wissen.
05:21Tja.
05:23Dann bis bald.
05:25Tschüss.
05:25Tschüss.
05:27Also, so wie der Rotzunge ist, war der nicht beim Jagen und nicht beim Joggen.
05:30Herr Mohr!
05:31Was ist?
05:32Sie kennen Sie doch in Rosenheim so gut aus.
05:34Sie wissen sicher, wo der Fels gewohnt hat oder seine Frau.
05:36Ja, freilich.
05:37Das weiß ja jeder.
05:39Dann weiß es jetzt auch gleich.
05:49Ja.
05:53Ja.
05:54Hier.
06:00Ja, bitte.
06:07Das ist Gott Brandl Kripper Rosenheim.
06:09Ich würde gerne die Frau Fels gesprochen.
06:11Die Frau Fels ist nicht da.
06:13Das macht nichts.
06:14Wenn Sie uns trotzdem ein bisschen reinlassen.
06:16Ich mache auf.
06:18Danke.
06:27Ist Herrn Fels etwas zugestoßen?
06:29Eins am anderen. Sie sind?
06:31Ferdinand Anschütz. Ich bin die rechte Hand von Herrn Fels.
06:34Ja, ja. Wir würden jetzt aber doch ganz gerne mit Frau Fels sprechen.
06:37Können Sie uns sagen, wo wir Sie finden?
06:40Es tut mir leid, das weiß ich nicht.
06:43Bitte kommen Sie rein.
06:45Ja.
06:51Würden Sie mir jetzt bitte sagen, was geschehen ist?
06:54Wir haben Herrn Fels vor einer Stunde tot aufgefunden.
06:59Mein Gott, das habe ich befürchtet.
07:02Das haben Sie befürchtet? Das müssen Sie uns erklären.
07:07Frau Fels ist vor zwei Tagen entführt worden.
07:10Die Entführer forderten eine Million Euro Lösegeld.
07:13Andernfalls drohten Sie, Frau Fels umzubringen. Bitte.
07:17Herr Fels ist heute Morgen gegen 9.30 Uhr losgefahren, um die geforderte Summe zu übergeben.
07:22Das erklärt einiges.
07:24Aber nicht, warum Sie die Polizei nicht verständigt haben.
07:27Ich habe Herrn Fels dringend dazu geraten, aber er lehnte ab, um das Leben seiner Frau nicht zu gefährden.
07:32Hat Frau Fels sich inzwischen gemeldet?
07:34Nein.
07:36Dann müssen wir auf jeden Fall eine Fahndung rausgeben.
07:37Haben Sie ein aktuelles Foto von ihr?
07:39Ja, natürlich.
07:41Haben Sie einen Verdacht, wer hinter der Entführung stecken könnte?
07:45Tut mir leid, darüber habe ich mir überhaupt keine Gedanken gemacht.
07:50Keine Gedanken gemacht? So ein Schmarrn.
07:54Stimmt.
08:00Grüß Gott, Frau Stockl.
08:02Herr Brandl.
08:03Frau Stockl.
08:04Herr Hansen.
08:06Da schauen Sie her.
08:07Das ist die Frau, von der wir mordeten.
08:09Wenn Sie da bitte so schnell wie möglich eine Fahndung rausgeben würden.
08:12Ist das die Mörderin?
08:13Nein, die ist entführt worden.
08:15Oh, jetzt wird es kompliziert.
08:17Ja, da haben Sie recht.
08:18Von diesem Herrn Fels, wenn Sie mir alles zusammenzuladen würden.
08:21Beruflich und privat.
08:23Wo ist eigentlich der Herr Mörner?
08:24Noch am Tatort.
08:27Kripper Rosenheim, Apparat Stockl.
08:29Grüß Gott.
08:31Ja, das kenne ich.
08:34Gut.
08:34Schauen Sie mal.
08:35Danke, Wiederhören.
08:36Was?
08:37Was meinen Sie?
08:38Ah.
08:40Mit dem Artikel kommen wir da ganz gut weg.
08:41So, meine Herren.
08:45Die Fahndung können wir uns sparen.
08:49Frau Fels, regen Sie sich nicht auf.
08:51Wir sind hier.
09:00Herr Mörner, dass Sie schon da sind.
09:04Der Tatort, wo der Fels erschossen worden ist, der ist da gleich ums Eck.
09:09Jetzt hat mich die Frau Stockl gerade angerufen und gesagt, ich soll geschwind herkommen.
09:13Und das ist die Frau Fels.
09:15Das ist die Frau Fels, aber der geht's nicht gut.
09:17Ist sie verletzt?
09:18Nein, verletzt ist sie nicht.
09:20Aber sie hat sich sehr aufgeregt.
09:21Und der Notarzt hat ihr jetzt eine Spritze gegeben zur Beruhigung.
09:24Aha, das ist so schnell nicht vernimmungsfähig.
09:26Nein.
09:27Ja, dann würde ich vorschlagen, reden wir mal mit dem Baggerfahrer da hinten.
09:31Radlader.
09:32Fahrer.
09:33Ja.
09:34Ja, ist aber nicht mehr notwendig.
09:35Das habe ich schon gemacht.
09:36Das ist der Herr Poppenreit.
09:38Poppenreit.
09:39Ja, Poppenreit.
09:39Aber das war ja so, also der Herr Poppenreit ist gesessen auf seinem Radlader-Fahrersitz
09:44und da ist die Frau Fels gekommen und hat gesagt, so ganz geschwind die Polizei anrufen.
09:48Und dann ist sie ohnmächtig geworden.
09:50Wie spät war es da?
09:52Kurz vor 14 Uhr.
09:54Und dann?
09:55Dann hat der Herr Poppenreit die Polizei anrufen, also quasi uns.
10:00Ja gut, danke Herr Mohr.
10:01Gerne.
10:02Ach, Herr Mohr, haben Sie im Moment was vor?
10:05Ich habe gerade nichts zu tun.
10:06Das ist gut.
10:07Wir machen sich bitte über einen Herrn Anschütz, Ferdinand Anschütz, kundig.
10:10Der war Fels rechte Hand.
10:12Ja, ist recht.
10:13Wo soll ich das machen?
10:14In der Hauptverwaltung der Möbelhäuser vielleicht?
10:17Das kann ich nicht.
10:19Haben Sie die Nummer?
10:20Herr Mohr.
10:23Ja, Herr Reim.
10:25Ah, meine Herren.
10:28Nehmen wir es doch bitte schön Platz.
10:29Ja.
10:30Danke.
10:30Wie geht es da, Frau Fels?
10:33Den Umständen entsprechend.
10:34Es ist jetzt ein Krankenhaus zur Beobachtung.
10:37Haben Sie schon Erkenntnisse?
10:38Sie können sich ja vorstellen, dass der Fall ganz schön staub auffirbelt in Rosenheim.
10:42Der Fels war ja nicht irgendwer.
10:43Also bis jetzt wissen wir nur, dass Frau Fels offensichtlich entführt und Herr Fels bei
10:47der Geldübergabe erschossen wurde.
10:50Vom Täter und vom Geld bisher keine Spur.
10:52Und die näheren Umstände der Entführung?
10:55Da erfahren wir wahrscheinlich mehr, wenn die Frau Fels wieder vernehmungsfähig ist.
10:59Das Mordmotiv könnte sein, dass Herr Fels den oder die Entführer gesehen hat.
11:03Ja, vielleicht hat er auch den einen oder anderen erkannt, weil er ihn gekannt hat.
11:08Also ist der Täter ihm näher dein Umfeld zu suchen?
11:10Wenn er ihn gekannt hat.
11:12Könnte auch sein, dass er seine letzte Minute doch ein bisschen Angst um sein Geld gehabt hat.
11:17Ja, ist das jetzt alles, was Sie haben?
11:21Ja.
11:24Ja, die Frau Hofer.
11:26Hallo.
11:28Einer geht damals auch nie aus, he?
11:30Ja, mei.
11:31Sagen Sie, stimmt das, dass der Fels umgebracht worden ist?
11:35Hat sie das schon wiederum gesprochen?
11:36Sie wissen ja, Rosenheim ist ein Dorf und immerhin ist der Fels nicht irgendwer.
11:42Das habe ich heute schon mal gehört.
11:44Haben Sie den gekannt?
11:46Ich bin immer mal über den Weg gelaufen in meiner Eigenschaft als Stadträtin.
11:50Aha.
11:51Und wie war der so, der Fels?
11:52Gebildet, kultiviert, erfolgreich.
11:57Eine hübsche Frau hat er gehabt.
11:59Fast 20 Jahre jünger.
12:00Oh, in dem Fall liegen Sie falsch, Herr Brandtl.
12:0219.
12:03Nein, ich meine, die Frau Fels ist nicht bloß das hübsche Haserl, das sich der reiche Fels geleistet hat.
12:08Die hat echt was auf dem Kasten.
12:11Die hat sogar ihren Doktor in Betriebswirtschaft.
12:13Für die beiden war das Leben bisher ein einziger Traum.
12:17Sechs, so schnell können Sie mit sich platzen.
12:20Entschuldigung.
12:25Macht nix.
12:30Ah, Frau Ortmann, guten Morgen.
12:32Morgen, Frau Stöckel.
12:33Brauchen Sie nur länger?
12:34Nein, das war das Letzte.
12:35Bitte schön.
12:36Danke.
12:36Danke.
12:43Ah.
12:44Sie haben was vergessen.
12:45Ich habe es auch nicht gelesen.
12:46Ich bin sicher.
12:49Dritter Kommissar, haben wir doch gleich denkt.
13:03Ja, bitte.
13:04Frau Fels?
13:05Ja.
13:06Grüß Gott, Kripo Rosenheim.
13:08Wir würden gern kurz mit Ihnen sprechen.
13:09Gut, dann kommen Sie rein.
13:11Danke.
13:15Guten Morgen.
13:17Guten Morgen.
13:18Hauptkommissar Hansen und Kollege Prantl.
13:22Herzliches Beileid, Frau Fels.
13:24Danke.
13:24Wir müssten Ihnen leider noch ein paar Fragen stellen.
13:27Wieso?
13:29Ich habe Ihren Kollegen im Krankenhaus schon alles gesagt, was ich weiß.
13:32Ja, natürlich, aber wir müssen uns ein eigenes Bild machen.
13:35Sie sind auf eigenen Wunsch aus der Klinik entlassen worden.
13:38Die Welt bleibt nicht stehen.
13:40Es gibt sehr viel zu tun hier.
13:42Bitte nehmen Sie Platz.
13:44Danke.
13:45Jetzt erzählst du uns doch einfach mal, was die letzten zwei Tage passiert ist.
13:50Also, ich wollte die Nacht von Sonntag auf Montag auf unserem Boot verbringen.
13:54Wo liegt Ihr Boot?
13:55Hier im Yachthafen.
13:57Ah ja.
13:57Dann haben Sie sicher nichts dagegen, wenn wir uns auf Ihrem Boot ein bisschen umsehen.
14:00Ach, natürlich nicht.
14:03Gegen 22 Uhr standen plötzlich zwei Männer in der Kajüte und haben mich gepackt.
14:08Ich habe mich heftig gewehrt, aber es hat nichts geholfen.
14:11Dann haben Sie mir einen Wattebausch auf das Gesicht gedrückt.
14:13Ich habe das Bewusstsein verloren.
14:16Und als ich wieder zu mir gekommen bin, befand ich mich in einem Kellerraum, gefesselt und geknibelt.
14:22Können Sie uns eine Beschreibung der Männer geben?
14:24Ja, circa 1,80 groß, schlank.
14:28Sie haben Wollmützen getragen mit Seeschlitzen.
14:31Gesprochen haben es Russisch oder Polnisch.
14:35Irgendeine osteuropäische Sprache.
14:36Ich kenne mich da nicht so gut aus.
14:38Haben Sie irgendwelche Geräusche wahrgenommen?
14:40Bahn, Autoverkehr, Kirchenglocken, so etwas.
14:43Nein, gar nichts, leider.
14:45Und Sie haben die ganze Zeit den Keller nicht verlassen?
14:48Bis gestern nicht.
14:50Dann haben Sie mich ein zweites Mal betäubt und ich kam später in einem Waldstück wieder zu mir.
14:56Dann ging ich zu dem Kieswerk.
14:59Den Rest kennen Sie ja.
15:00Können Sie sich vorstellen, dass jemand aus Ihrem beruflichen oder privaten Umfeld hinter der Entführung stecken könnte?
15:05Das könnte ich mir nur schwer vorstellen, aber er schaut schon in die Menschen hinein.
15:10Besonders konkret war das nicht, was sie uns erzählt hat.
15:13Naja, das steht ja nur unter Schock.
15:15Aber wenn es wirklich Profis aus Osteuropa waren, dann sind ja mit der Million längst über alle Berge.
15:20Ja, dann soll der Moor unbedingt mal nachprüfen, ob die Bank die Nummern der Geldscheine registriert hat.
15:29Ach, Herr Anschütz, das trifft sich ja gut. Mit Ihnen wollten wir ohnehin sprechen.
15:32Ich habe Ihnen bereits alles gesagt, was ich weiß.
15:35Aber wir haben euch alles gefragt, was wir wissen wollen.
15:37Zum Beispiel, ob Sie sich inzwischen Gedanken darüber gemacht haben, wer hinter der Entführung stecken könnte.
15:42Natürlich habe ich mir Gedanken gemacht, aber ich habe keine Ahnung.
15:47Wenn Sie jetzt keine weiteren Fragen haben, dann würde ich mich gerne um Frau Fels kümmern.
15:50Natürlich. Ach, eine Sache noch. Wo waren Sie am Sonntag gegen 22 Uhr?
15:57Äh, zu Hause.
15:59Allein?
15:59Ja, ich lebe alleine.
16:01Danke, Herr Anschütz. Das war es erstmal.
16:04Nein, der habe ich es natürlich noch nicht erzahlt. Du bist die Erste.
16:08Ja.
16:09Für die Servuselfe, ich muss Schluss machen.
16:11Okay, wo sind die Häuptlinge?
16:12Mei, Feierabend.
16:14Feierabend.
16:15Weißt du schon, das Allerneueste vom Neuesten?
16:17Nein, noch nicht. Aber gleich.
16:19Wir kriegen einen dritten Kommissar.
16:20Einen dritten Kommissar?
16:22Ah, warum?
16:23Wegen Arbeitsüberlastung.
16:25Ich würde mich gescheit einmal drei neue Polizisten einstellen.
16:28Da einer überlastet ist, dann bin ich nicht.
16:30Und weißt du wen?
16:31Nein.
16:32Einen Brandl.
16:33Einen Brandl?
16:34Ja, der bleibt jetzt für immer, nicht nur zur Aushilfe.
16:37Ja, super.
16:38So, und ich mache jetzt Feierabend.
16:43Schön ist er bei uns. Geh, Herr Brandl?
16:46Ja, schön ist er.
16:48Und so beschaulich.
16:52Ja, beschaulich ist er.
16:55Ich habe schon oft darüber nachgedacht, aber kann mir einfach nicht vorstellen, dass ich woanders leben könnte.
17:02Jetzt ruckern sie raus mit der Sprache.
17:05Mit was denn?
17:06Ja, dass sie ganz zu uns kommen werden, nach Rosenheim.
17:09Woher wissen sie denn das schon wieder?
17:12Ah ja, die Frau Stockel.
17:15Die wissen doch, Rosenheim ist ein Dorf.
17:18Und die Stockel, die Dorfzeitung.
17:21Die dritte Stelle ist noch nicht bewilligt.
17:23Und ich weiß auch noch nicht, ob ich wirklich für ganz da bleiben will.
17:26Aber Sie haben doch gerade selber gesagt, dass es Ihnen hier so gut gefällt.
17:29Feilig gefällt es mir gut.
17:31Aber so wie Sie da daheim sind, so bin ich in Straubing daheim.
17:35Und ich der Bayern ist auch schön.
17:37Ja, ja.
17:38Ach so, und ich habe mal gedacht, dass das alles schon klappen wäre.
17:42Sehen Sie, da hat die Frau Stockel doch nicht alles gekostet.
17:46Und überhaupt, stellen Sie sich einmal vor, ich würde in Ihrer Einligerwohnung da ganz wohnen.
17:51Warum nicht?
17:53Was würden Sie denn Ihr Bruder sagen?
17:56Was soll denn der gegen so einen angenehmen Mieter haben?
17:59Frau Hofer, stellen Sie mir das vor.
18:04Zwar so gewamperte auf engstem Raum.
18:14Guten Morgen.
18:15Morgen, Frau Stockel, Herr Mohr.
18:17Morgen, Herr Hansen, wollen Sie einen Kaffee?
18:19Ja, gerne, nehmen wir einen.
18:22Wollen Sie mal, der Brandl nimmt wohl mal wieder seine morgendliche Auszeit.
18:25Was?
18:26Oder er ist beim Herrn Achtziger wegen der dritten Kommissarstelle.
18:31Welche dritte Kommissarstelle?
18:32Also jetzt sagen Sie bloß, Herr Hansen, Sie wissen von nichts.
18:35Lassen Sie mich nicht umsterben, Frau Stockel.
18:37Wir kriegen eine dritte Planstelle und der Herr Brandl kommt zu uns.
18:41Für ganz.
18:42Na super.
18:43Wieso?
18:44Der Herr Brandl ist sehr, sehr nett.
18:46Ja, ja, das schon, aber hoffentlich zieht er nicht wieder auf den Hof.
18:49Bei zwei Halbtagslandwirten kann ich dann die Arbeit für drei machen.
18:52Nicht mehr nur für zwei schöne Aussichten.
18:56Auf, Frau Stockel.
18:57Guten Morgen, Herr Brandl.
18:58Guten Morgen, Herr Brandl.
18:59Ja, morgen.
19:01Frau Stockel, gibt es schon was Neues von der Spusi?
19:03Ja, die haben gerade eine E-Mail geschickt.
19:05Sie haben leider keine verwertbaren Spuren im Wald gefunden.
19:07Aber die...
19:08Das sind keine guten Nachrichten.
19:10Wollen Sie einen Kaffee, Herr Brandl?
19:11Gerne.
19:12Herr Mohr, wissen Sie schon was Neues vom Anschütz?
19:14Ehrlich, was ist schon was Neues vom Anschütz?
19:16Weil ich war nämlich gestern bei der Sekretärin vom Fels, bei der Frau Pöhnhofer.
19:21Und da habe ich bei der Frau Pöhnhofer so ganz vorsichtig, also vollkommen unauffällig...
19:25Herr Mohr, bitte.
19:26Ja, also genau, das weiß ich noch nicht, die Frau Pöhnhofer, aber sie hat gemeint,
19:30dass der Anschütz, also, kann sein, ein Geld, so, Unterschlagung...
19:35Unterschlagung?
19:36Und das wäre doch ein Motiv.
19:38Tja, das ist ja mehr ein Fall für die Kollegen vom Betrug, gell, Frau Stockel?
19:42Ja, ich werde das weiterleiten und...
19:44Sie, Herr Mohr, Entschuldigung, Frau Stockel, Sie veranlassen bitte, dass die Kollegen von
19:47der Fahndung nach dem Kellersuchen, in dem Frau Fels selbst gehalten wurde.
19:51Vielleicht hilft Ihnen das, es war ein älteres Einfamilienhaus.
19:55Danke, Herr Brandl.
19:57Äh, noch was, Herr Mohr, wegen der Geldscheine, waren die registriert?
20:00Ah, nein, waren sie nicht, weil die Leute von der Bank, die haben keine Zeit gehabt
20:03und der Fels wollte nicht so lange warten.
20:05Ah, ja.
20:08Frau Stockel, Sie wollten mir was sagen?
20:11Die Frau Dr. Kern hätte noch was wegen der Fels im Gewand.
20:14Das Gewand von der Fels, was hat das mit der Frau Dr. Kern zum tun?
20:17Das weiß ich nicht.
20:21Ganz einfach, ich war bei Frau Fels im Krankenhaus, um ihre Verletzung zu dokumentieren.
20:25Und da haben die Kollegen von der KTU mir ihre Kleidung mitgegeben.
20:29Und da haben Sie was entdeckt?
20:30Das kann man wohl sagen.
20:31Die Kollegen von der KTU haben das hier auf ihrer Kleidung entdeckt.
20:40Schöne Tüte.
20:42Ach so, ja, ist wirklich schwer zu erkennen.
20:44Ein blondes Haar.
20:48Könnte das von einem der Täter stammen?
20:50Nur wenn er oder sie eine Schaufensterpuppe ist.
20:54Schaufensterpuppe?
20:54Kunsthaar von einer blonden Perücke.
20:57Von einer blonden Perücke hat die Frau Fels gar nichts gesagt.
21:01Die Kollegen von der Spuh, Sie haben auf dem Segelboot von Frau Fels einen Wattebausch gefunden.
21:06Chloroform?
21:07Sie wurde auf jeden Fall betäubt, ja.
21:09Das hat sie auch ausgesagt.
21:10Ja.
21:11Außerdem gab es noch ganz viele Kampfspuren.
21:13Sie hat sich also gewehrt.
21:14Das zeigen auch die Hämatome am Oberkörper und an den Armen.
21:18Danke Ihnen, Frau Doktor.
21:25Zu gehen dort wieder.
21:28Hartl?
21:29Hartl, bist das du?
21:31Stockl, gibt es sonst noch einen anderen Hartl bei der Krippe Rosenheim?
21:36Entschuldige bitte, dann habe ich mich verwählt, weil ich wollte eigentlich dem Maier vom Betuch sprechen.
21:41Nein, du bist schon richtig.
21:42Der Maier ist die Kellertreppen abgefahren, deswegen muss ich jetzt seine Arbeit auch noch machen.
21:45Okay.
21:45Aus Stress sage ich dir vielleicht, was wollt ihr denn vom Maier?
21:48Die Buchhaltung von den Fels-Möbelhäusern, die Kerl hat überprüft.
21:52Äh, wie er überprüft?
21:54Ob der Ferdinand Anschütz, das ist die rechte Hand vom Eberhard Fels, in die Kasse gelangt hat.
21:59Du, hat das nicht Zeit, bis der Maier wieder da ist? Weil mit sowas kenne ich mich vielleicht gar nicht
22:03aus.
22:03Nein, das kann nicht warten. Und wenn du den Maier vertrittst, dann musst du dich halt auch auskennen.
22:07Du, Stockl, pass einmal auf.
22:08Nein, pass du einmal auf. Frag doch die Ortmann. Mit der bist du doch relativ eng.
22:13Für dich, Hartl.
22:16Hallo, Frau Stockl.
22:17Grüß Sie.
22:18Sagen Sie mal, haben Sie die Kollegen von Betrug schon auf die Buchhaltung von dem Möbelhaus angesetzt?
22:22Ja, habe ich, aber die Kollegen von Betrug sind jetzt der Herr Hartl.
22:25Oh, was machen Sie denn da?
22:26Oh, das kann dauern.
22:27Gibt es sonst noch was Neues?
22:28Sonst gibt es nichts Neues.
22:32Herr Mohr?
22:34Haben Sie schon was von der Fahndung gehört?
22:36Wicke im Keller?
22:37Nein.
22:42Frau Stockl, wir gehen noch mal zur Frau Fels.
22:45Ist recht.
22:47Und noch was, wegen der dritten Planstelle.
22:50Das ist noch gar nicht sicher, ob ich nach Rosenheim komme.
22:52Ah, nicht?
22:54Nein, ich meine, falls Sie wieder.
22:57Also, was glauben Sie eigentlich?
22:58Als ob ich den ganzen Tag nichts Besseres zu tun hätte, als zu telefonieren?
23:01Nein, nein, ja.
23:03Wiederschauen.
23:05So eine Unverschämtheit.
23:07Und tun auch nicht so blöd.
23:12Elf, ich bin's.
23:17Haben Ihre Ermittlungen schon etwas ergeben?
23:20Im Moment haben wir leider noch mehr Fragen als Antworten.
23:23Wie kann ich Ihnen helfen?
23:25Ähm, können Sie sich vielleicht daran erinnern, ob einer der Entführer eine blonde Perücke getragen hat?
23:30Nein.
23:32Beide trugen immer schwarze Wollmützen mit Sehschlitz.
23:35Warum?
23:35Weil wir auf Ihrer Kleidung ein blondes Perückenhaar gefunden haben.
23:40Das kann ich mir nicht erklären.
23:42Besitzen Sie vielleicht eine blonde Perücke, von der das Haar stammen könnte?
23:46Nein.
23:47Wie würde das denn aussehen?
23:48Nicht in blond?
23:50Dass es irgendwie anders auf Ihre Kleidung gekommen ist.
23:52Über links und um her.
23:54Keine Ahnung.
23:56Ich weiß es wirklich nicht.
23:58Ja gut, das war's dann schon wieder.
24:00Wenn Ihnen doch noch was einfällt, Sie wissen, wie Sie uns erreichen.
24:02Natürlich.
24:03Danke.
24:04Wo ist es schaffen noch?
24:10Finden Sie nicht auch, dass die Fels ein bisschen wenig weiß?
24:13Viel gebracht hat es uns nicht.
24:15Bitte, was?
24:16Die Informationen sind für uns nicht wirklich verwertbar.
24:19Ja, ich weiß.
24:23Ja, servus.
24:25Hallo, Joe.
24:26Grüß dich.
24:27Was kriegst du?
24:28Einen doppelten Espresso.
24:29Und du?
24:31Cappuccino.
24:32Wolltst du was essen?
24:33Was gibt's denn?
24:35Teig Curry mit Tofu.
24:36Mh, ganz was Feines, aber heute nicht.
24:39Hab ich mir fast schon gedacht.
24:41Dann nehme ich das.
24:43Hab's schon gehört, dass du jetzt für ganz nach Rosenheim kommst?
24:46Ja, aber leider, da ist noch nichts entschieden.
24:48Hab mir schon gedacht, dass ihr da seid.
24:50Ja, kreative Pausen sind das A und O beim Ermitteln.
24:54Himbeerlemo?
24:55Gerne zu, aber bitte nicht kalt.
24:58Nachher morgen, was gibt's Neues vom Kollegen Hautl?
25:00Vom Kollegen Hautl gibt's bitteschön gar nichts Neues, aber ich sollte mich erkundig machen über den Anschütz.
25:05Lassen Sie mich warten, Sie haben sich erkundig.
25:07Und ich hab herausgefunden, dass der Anschütz fast jeden Tag nach Gläsheim gefahren ist.
25:12Gläsheim?
25:13Wo ist denn Gläsheim?
25:15Gläsheim liegt bei Salzburg im Handel.
25:18Aber ich schätze mal, dass nicht das wo interessant ist, sondern was in Gläsheim ist.
25:23Und was ist in Gläsheim?
25:25In Gläsheim ist das Spurkassino von Salzburg.
25:28Hm, dann kann's ja sein, dass er mehr Geld verzockt hat, als wie er verdient.
25:31Das weiß ich nicht, ob er mehr verzockt hat, als er verdient, aber sein kann schon.
25:35Na, Herr Mohr, das finden Sie doch aber raus.
25:37Logisch.
25:38Du, Joe, kannst du mir ein bisschen Zitrone geben?
25:41Ja.
25:42Ja?
25:44Grüß dich, Doppel.
25:45Grüß dich, Hartl.
25:46Du darfst verarbeitet einmal 10 Euro in die Kaffeekasse tun, bei deinem Kaffeekonsum.
25:50Heut bin ich nicht zum Kaffee trinken da, heut bin ich dienstlich da.
25:54Hast du das rausgefunden über den Anschütz?
25:56Das sag ich bloß den Chefs.
25:58Dann sagst du es mir halt nicht.
26:00Wo sind die überhaupt?
26:01Das sag ich dir jetzt auch nicht.
26:03Dann warte halt.
26:04Irgendwann werden sie schon auftauchen.
26:08Hervorragend.
26:10Kollege Hartl, Frau Stockles-Kaffee scheint ja eine geradezu magische Anziehungsgrad auf Sie auszuüben.
26:15Ja, wollen Sie auch einen?
26:17Ja, wir haben gerade gehabt.
26:18Aber eigentlich bin ich ja dienstlich da, gell?
26:21Wege der Anschütz-Geschichte.
26:23Ah ja.
26:24Ist das Interessantes rausgefunden?
26:25Also, ich habe rausgefunden.
26:26Ja, ähm.
26:28Ein paar Kollegen und ich haben rausgefunden, dass der Anschütz die Firma um 100.000 Euro mit gefälschter Rechnung abschissen
26:34hat.
26:35Wie ging das vonstatten?
26:36Ja, ganz einfach. Da nimmt man eine Phantomfirma mit fiktiven Rechnungen für Software...
26:40...die geliefert wurde.
26:42Ja, genau.
26:43Und das Geld verzockt er dann im Spielcasino.
26:46Ah, echt?
26:46Ja.
26:48Wie haben Sie denn das so schnell rausgefunden?
26:50Ja, ich...
26:50Ähm.
26:51Äh, der Meier. Also der hat... Also der ist schon länger am Anschütztag.
26:55Der Meier, verstehe.
26:57Und die Früchte seiner Arbeit ernten Sie jetzt?
26:59Äh, kann man so sagen, ja.
27:01Nicht schlecht.
27:02Ja, Herr Mohr?
27:04Ja, lassen Sie mich raten.
27:05Der Anschütz hat um die 100.000 verspielt.
27:09Tja, kriminalistischer Spürsinn.
27:11Danke, Herr Mohr. Schauen Sie, dass Sie das noch auftreiben, dann bring ich es ihn da her, gell?
27:15Da ist er.
27:18Können Sie mir bitte erklären, warum Sie mich mitten aus einer Besprechung holen?
27:22Weil diese Besprechung hier wichtiger ist.
27:24Es sind da neue Fakten aufgetaucht.
27:26Welche Fakten?
27:28Zum Beispiel, dass Sie die Firma Fels über 100.000 Euro betrogen haben.
27:36Das Absurd, das müssen Sie erst beweisen.
27:38Das werden unsere Kollegen vom Betrugsdezernat übernehmen, ne?
27:42So ist es. Uns interessiert der Mord an Ihrem Chef.
27:45Damit habe ich nichts zu tun.
27:46Das sagen Sie jetzt so.
27:49Das wäre aber nicht das erste Mal, dass Sie uns anlügen.
27:52Ihr Chef ist Ihnen auf die Unterschlagung gekommen und wollte Sie anzeigen.
27:58Er wusste nichts.
28:00Das will ich an Ihrer Stelle jetzt auch behaupten.
28:02Vielleicht hat er es aber doch gewusst. Deshalb haben Sie beschlossen, ihn umzubringen.
28:05Nein, habe ich nicht.
28:06Da ist Ihnen die Entführung doch gelegen gekommen.
28:08Oder haben Sie vielleicht sogar die beiden Osteuropäer engagiert?
28:11Nein, habe ich nicht.
28:12Sie sind Ihrem Chef zur Geldübergabe gefolgt.
28:15Ich habe mit Eberts Tod nichts zu tun.
28:17Dafür haben Sie aber leider keine Zeugen.
28:18Und auch kein Halibi.
28:20Aber ein Motiv.
28:22Sie verdammt schlecht für Sie aus, Herr Anschütz.
28:25Sie bleiben erst mal hier.
28:26Herr Mohr?
28:29Herr Anschütz, gehen wir.
28:34Ferdinand.
28:36Das kann ich mir nicht vorstellen.
28:38Er hat das Geld unterschlagen.
28:40Und im Spielcasino verspielt.
28:42Wahrscheinlich ist ihm Ihr Mann auf die Schliche gekommen.
28:45Aber Ferdinand war für meinen Mann wie ein Sohn.
28:47Eberhard hätte alles für ihn getan.
28:50Tja.
28:53Haben Sie noch mal nachgedacht über das blonde Kunsthaar in Ihrer Kleidung?
28:57Wieso ist das so wichtig für Sie?
29:00Auch kann die kleinste Kleinigkeit zur Aufklärung des Falles dienen.
29:03Es tut mir leid, dass ich Ihnen da nicht weiterhelfen kann.
29:07Eine Sache noch.
29:09Was haben Sie eigentlich während Ihrer Gefangenschaft zu essen bekommen?
29:12Wie meinen Sie das?
29:14Sie waren doch zwei Tage gefangen.
29:17Irgendetwas müssen Sie doch gegessen haben.
29:19Brot.
29:20Nur Brot und Wasser.
29:21Na ja.
29:23Brot und Wasser.
29:24Das klingt mehr nach einem Historienschicken als nach einer Entführung im 21. Jahrhundert.
29:29Ja, da haben Sie recht.
29:30Das ist irgendwie, als wollte man einen Pudding an die Wand bringen.
29:33Das haben Sie aber schön gesagt.
29:35Ich frage mich natürlich, wieso das so ist.
29:37Sie meinen, dass Sie vielleicht mehr drinsteckt?
29:39Auf jeden Fall sollten wir Ihr Umfeld ausführlich durchleuchten.
29:43Ah, und das machen Sie, wie ich auch nehme, freiwillig im Yachtclub.
29:48Bei einer Tasse Kaffee erfährt man auf mehr als einhundert Vernehmung.
29:51Aber vorher setzen Sie mich nur im Präsidium ab.
29:57Herr Rhein.
29:59Ach, Frau Artmann.
30:00Guten Tag, Herr Ertziger.
30:01Haben Sie schon was gehört vom Ministerium wegen unserer dritten Planstelle?
30:05Ja, leider.
30:06Leider? Heißt das, dass Sie sich querstellen?
30:09Nicht nur querstellen. Der Antrag ist definitiv abgelehnt.
30:12Schade.
30:13Ja, und Ihr guter Draht?
30:16Da habe ich mich wohl ein bisschen weit aus dem Fenster gelehnt.
30:18Das tut mir auch wirklich leid.
30:21Wie bringe ich es jetzt dem Herrn Brandl bei?
30:23Ich habe ihm die Stelle ja quasi schon versprochen.
30:26Wenn Sie wollen, spreche ich mit ihm.
30:27Das Ganze geht ja schließlich auf meine Kappe.
30:29Nein, nein, nein. So weit kommt es noch.
30:30Das macht es schon.
30:34Na, Herr Brandl, gerade wollte ich zu Ihnen.
30:36Ich dachte, es ist...
30:37Nein, nein, ich mache das jetzt nur ganz kurz.
30:39Ich muss mit einer reden über die Planstelle, die ich Ihnen versprochen habe.
30:42Ja, da wollte ich mit dir nachher reden.
30:43Nein, nein, passt.
30:44Dann kommst du kurz an.
30:48Also, was wollten Sie mir jetzt sagen?
30:51Ja, wollen Sie vielleicht?
30:52Nein, nein.
30:52Ja, ruhig, ich sehe zuerst.
30:54Ja.
30:55Ich habe natürlich lange darüber nachgedacht und nochmal danke, dass Sie an mich gedacht
30:59haben bei der freien Stelle, aber ich bleibe in Straubing.
31:03Ach, da fehlt mir jetzt aber ein Stein vom Herzen.
31:05Das Ministerium hat nämlich die dritte Planstelle nicht bewilligt.
31:09Ach so, das heißt?
31:10Das heißt, was ich Ihnen hätte absagen müssen, ja.
31:12Ach so, da passt es ja.
31:15Ja, schon, aber ein bisschen peinlich ist es trotzdem.
31:18Wer weiß, für was es gut ist.
31:19Ja, da haben Sie recht.
31:21Ja, ich habe gehört, dass Sie den Fall Fels bereits gelöst haben.
31:24Ach, da sind wir uns jetzt gar nicht mehr so sicher.
31:26Ach so, aber diesen Anschütz, den haben Sie doch festgenommen.
31:29Den haben wir verhaftet wegen Unterschlagung.
31:32Aber Entführung und Mord, da gibt es noch ein paar Ungereimtheiten.
31:35Ach so?
31:35Diese Frau Fels und ihre Aussagen, das ist alles noch ein bisschen wackelig.
31:39Haben Sie die Frau Fels im Verdacht, dass Sie selber...
31:42Man kann nichts ausschließen.
31:44Ja, es kommt ja auch öfter vor, dass so eine Entführung nur vorgetauscht wird.
31:48Tja, wie gesagt, bloß so ein Gefühl.
31:52Hallo, Herr Kollege, Hansen immer parat.
31:54Ach, Herr Hansen, wie war der Kaffee im Yachtclub?
31:56Gut, gut, aber noch besser waren die Informationen, die ich bekommen habe.
32:00Ja, dann schießen Sie mal los.
32:01Also, Frau Fels hat in letzter Zeit öfter mal Besuch auf Ihrem Boot bekommen.
32:05Manchmal sogar nachts.
32:06Von wem?
32:07Also, das hat der Betreiber des Yachtrestaurants nicht gewusst, aber auf jeden Fall männlich.
32:11Klingt ein bisschen vage.
32:12Nicht ganz, weil sich der Wirt nämlich das Kfz-Kennzeichen des Besuchers notiert hat.
32:17Würden Sie freundlicherweise eine Halterabfrage starten?
32:20Das mache ich doch gern, Herr Hansen.
32:22Willst du mir noch schnell die Nummer durchgeben?
32:24Das mache ich doch glatt.
32:27Also, Rosenheim AW 6064.
32:31R-O-A-W 6064.
32:33Hier, ist gut, dann werde ich sofort eine Halterabfrage veranlassen.
32:37Was machen Sie?
32:37Ach, ich bin in zehn Minuten bei Ihnen.
32:40Gut.
32:41Frau Stockel, kannten Sie bitte.
32:44Danke.
32:50Kripo Rosenheim, Apparat Stockel, grüß Gott.
32:53Ja, grüß Sie.
32:53Ich bräuchte bitte eine Halterabfrage.
33:03So, Herr Brandl, ich habe jetzt den Halter von dem Wagen.
33:07Und das Ganze ist sehr, sehr interessant.
33:10Und warum ist es so interessant?
33:12Hallo, Frau Stockel, Herr Kollege, haben Sie schon den Halter von dem Fahrzeug?
33:19Ja.
33:21Aha.
33:22Die Frau Stockel war so freundlich.
33:24Dann verraten Sie uns doch bestimmt auch gleich, um wen es sich da behandelt.
33:28Logisch.
33:28Der Halter von dem Wagen, das ist der Peter Jordan.
33:33Peter Jordan?
33:34Und wer ist das?
33:36Also ja, also wenn Sie vor circa sechs Jahren in Rosenheim die Rosenheimer Zeitung gelesen hätten...
33:41Würde ich das Hamburg oder Straubing wären?
33:43Dann hätten Sie festgestellt, dass die Frau Fels damals mit einem jungen, aufstrebenden Architekten zusammen war.
33:50Und der hieß Jordan.
33:52Genau.
33:52Und das ist der Halter von dem Wagen.
33:54Peter Jordan.
33:56Das ist ja wirklich interessant.
33:57Ja.
33:58Danke.
33:59Bitte.
34:01Bitte.
34:02Herr Jordan.
34:03Ja, hier Rosenheim.
34:05Der Antl, das ist mein Kollege der Herr Hansen.
34:07Tag.
34:08Was habe ich mit der Polizei zum Dorf?
34:09Um das herauszufinden, sind wir hier, ne?
34:11Wenn wir uns vielleicht drin besprechen, ist es ein bisschen laut hier draußen.
34:14Komm jetzt rein.
34:16Okay.
34:18Okay.
34:19Sie haben bestimmt gelesen, dass Ihre ehemalige Lebensgefährtin entführt und deren Mann ermordet worden ist.
34:25Ja, schreckliche Sache.
34:27Aber was habe ich damit zum Dorf?
34:29Wir recherchieren halt im gesamten Umfeld von der Frau Fels.
34:32Und da gehören Sie im Weiten Sinne ja auch mit dazu.
34:35Ich habe die Charlotte seit über fünf Jahren nicht mehr gesehen.
34:38Ja, ich war bis zum letzten Jahr auf einem mehrjährigen Auslandsaufenthalt.
34:41Wie erklären Sie es sich dann, dass Sie mehrmals in dem Boot von Frau Fels gesehen wurden?
34:45Oder besser gesagt, wie erklären Sie das uns?
34:48Wie kommen Sie darauf?
34:50Ich habe die Charlotte nicht in ihrem Boot besucht.
34:52Ihr Auto ist aber dort gesehen worden.
34:54Und nicht nur einmal.
34:56Ah ja, stimmt.
34:58Ich war mal bei ihr.
35:01Unser Zeuge spricht aber von mehreren Besuchen.
35:04Ja, ja, das kann auch sein.
35:06Seit wann ist das Verbrechen, eine alte Bekannte zu suchen?
35:09Nein, nein, das ist überhaupt kein Verbrechen.
35:11Nur wenn man es verbindet, indem man eine alte Bekannte entführt.
35:16Das ist eine unverschämte Unterstellung.
35:18Nein, nein, nein.
35:19Wo waren Sie denn am Sonntag gegen 22 Uhr?
35:22Ja, da war ich hier.
35:24Allein?
35:25Ja.
35:26Und wo waren Sie am Dienstag zwischen 10 und 12?
35:28Ja, auch hier, auch allein.
35:30Sie sind aber öfter hier und allein, hm?
35:31Dann haben wir beide Zeiten kein Alibi.
35:34Ja, wozu brauche ich das?
35:35Ja, ich habe nichts verbrochen.
35:37Na gut, das wird Sie noch rausstellen.
35:39Danke.
35:40Übrigens, Sie haben sicher nichts dagegen,
35:42wenn wir ein paar Kollegen von der Spurensicherung vorbeischicken,
35:45sich bei Ihnen ein bisschen umschauen.
35:47Um was zu finden?
35:49Eine Million Euro zum Beispiel.
35:52Da hätte ich gern mit.
35:54Aber mal im Ernst.
35:55Sie glauben doch nicht wirklich,
35:57dass ich für eine Million meine gesamte Existenz aufs Spiel setze.
36:01Oh, da können die Leute machen das für viel weniger Geld.
36:04Danke, Wiederschauen.
36:06Wiederschauen.
36:06Wiedersehen.
36:09Sie glauben doch wohl nicht im Ernst,
36:11dass der auf den alten Bauern-Trick mit der Hausdurchsuchung hereinfällt.
36:16Lassen wir uns überraschen.
36:49Gute Nase, Herr Kollege.
36:51Na dann los.
37:13Ich nehme an, es ist eine Million.
37:15eine Million, wegen der Sie nie im Leben Ihre Existenz aufs Spiel setzen würden.
37:21999.950.
37:23Ich war noch tanken.
37:26Sie geben also zu, Frau Fels entführt und ihren Mann um Morde zu hauen?
37:30Mit dem Morde habe ich nichts zu tun.
37:33Das waren die beiden Osteuropäer.
37:34Die beiden Osteuropäer.
37:37Die beiden Osteuropäer.
37:43Die beiden Osteuropäer.
37:50Die beiden Osteuropäer.
38:07Die beiden Osteuropäer.
38:14Die beiden Osteuropäer.
38:34Die beiden Osteuropäer fehlen als die 50 Euro vom Tanken.
38:37Ach so.
38:40Ich habe mit den beiden ausgemacht, dass sie sich ihren Anteil erst abholen können,
38:44wenn Gras über die Sache gewachsen ist.
38:46Und wie erklären Sie sich dann das, aus welchem Grund sollen die zwei Osteuropäer den
38:51Herrn Fels erschossen haben?
38:54Das müssen Sie schon selber fragen.
38:57Ich war es auf jeden Fall nicht.
38:59Klingt aber nicht besonders glaubwürdig.
39:02Lutz.
39:06Dann gehen wir.
39:20Zwei Osteuropäer.
39:21Das stimmt da hinten und vorne nicht.
39:23Dann sollten wir uns aber fragen, wie das sein kann, dass die Frau Fels uns exakt
39:26das gleiche erzählt hat.
39:28Tja.
39:29Weil es die Wahrheit ist.
39:30Ich wurde von zwei Osteuropäern verschleppt und in einem Keller gefangen gehalten.
39:35Das hat der Ex-Lebensgefährte auch gesagt.
39:38Na, da sehen Sie es.
39:40Was halten Sie von der Geschichte?
39:42Sie haben meinen Ex-Geliebten wieder getroffen und die Liebe ist neu entflammt.
39:45Das ist reine Spekulation.
39:48Ich habe Peter seit über fünf Jahren nicht mehr gesehen.
39:52Wir haben aber einen Zeugen, der sagt, dass sie sich mit ihm mehrfach auf ihrem Boot getroffen
39:56haben.
39:58Außerdem hat Herr Jordan das Verhältnis bereits gestanden hat.
40:01Und was soll das mit der Entführung zu tun haben?
40:07Ganz wichtig.
40:12Wissen Sie denn die Geschichte mit den zwei Osteuropäern und dem Keller?
40:14Alles frei erfunden.
40:16Sie waren in der Wohnung von einem Ex-Geliebten.
40:19Der Herr Mohr hat sich mal bei den Nachbarn vom Herrn Jordan umgehört.
40:22Ja, genau.
40:23Und die meinen, dass der Herr Jordan eine neue Flamme hat.
40:27Eine Blondine.
40:28Das ist so interessant.
40:29Da kommt die blonde Perücke wieder ins Spiel, die Sie aufgesetzt haben, um unerkannt rein
40:33und raus zu gehen.
40:35Sie sind doch intelligent genug, um zu wissen, wann Sie verloren haben.
40:39Also?
40:40Wir hören.
40:41Ja.
40:44Ich habe Peter vor einem halben Jahr wieder getroffen und es hat sofort gefunkt.
40:49Ich weiß nicht, was ihm nicht gefahren ist, aber...
40:51Er hat mich überredet, meinen Mann zu erpressen.
40:54Wir wollten zusammen im Ausland ein neues Leben anfangen.
40:58Ja.
40:59Ja.
41:00Das zum Thema vorgetäuschte Entführung.
41:02Aber hier geht's zum Mord.
41:04Mit dem Mord habe ich nichts zu tun.
41:07Peter war's.
41:09Peter hat meinen Mann erschossen.
41:12Der Peter hat gesagt, er war's nicht.
41:14Er lügt.
41:15Es ist leicht zu klären, er lügt.
41:16Schon mal was von einem Paraffintest gehört.
41:20Beim Abfall einer Waffe brennen sich kleinste Partikel in die Haut.
41:24Die kann man tagelang später noch nachweisen.
41:26Sehen Sie?
41:27Einen Test und wer wissen, wer geschossen hat?
41:31Frau Fils.
41:34Ich wollte frei sein.
41:37Ich wollte raus aus diesem goldenen Käfig.
41:41Eine Million hat Ihnen nicht gereicht.
41:43Sie wollten alles.
41:45Na und?
41:48Herr Mohr?
41:51Frau Fils, wenn Sie bitte mitkommen möchten.
42:04Eigentlich ganz schlau.
42:06Eine Entführung vortäuschen, um vom wahren Mordmotiv abzulenken.
42:09Hätte ja um ein Haar funktioniert.
42:11Um ein blondes Kunsthaar.
42:13Das war's.
42:14Das war's.
42:15Das war's.
42:15Seгляnt man nicht mehr.
42:15Se frying Sie von wahren Mordmotiv äußert.
42:16Ich war die Handando.
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