- vor 17 Stunden
Die Rosenheim-Cops (184) Staffel 9 Folge 30 - Tod in der Rikscha
Die Rosenheim-Cops (184) Staffel 9 Folge 30 - Tod in der Rikscha
Die Rosenheim-Cops (184) Staffel 9 Folge 30 - Tod in der Rikscha
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KurzfilmeTranskript
00:04Ja, Batsch, kein Problem.
00:05Einmal die Rundfahrt, dann ist Platz.
00:13Waren Sie schon mal in Rosenheim?
00:15Ich bin hier geboren, aber ich war seit 20 Jahren nicht mehr da.
00:20Hat sich einiges verändert.
00:21Und da links oben, Sancho St. Nikolaus.
00:23Wo waren Sie eigentlich so lange?
00:25Shanghai.
00:26Shanghai?
00:27Ich bin hier geboren, aber ich war seit 20 Jahren nicht mehr da.
00:30Warum sind Sie wieder hergekommen?
00:33Um jemandem zu helfen.
00:35Die berühmten Rosenheimer Arkaden.
00:38Schön, ne?
00:39Aber die Mieten sind auch ganz schön.
00:43Da wirst du nicht mehr froh, wenn du da einen Laden hast.
00:45Obwohl, die Besitzer haben es natürlich auf die Preise drauf.
00:48Und so gerechnet sind auch wieder mir die Zeche.
00:50Überall dasselbe auf der Welt.
00:56Da haben wir wieder Sankt Nikolaus.
00:58Dieses Jahr haben wir neue Orgel gekriegt, mit insgesamt 2500 Pfeifen.
01:03Da kannst du gar Badenschaft für Pfeifen übernehmen, dass du jetzt so selber eine bist.
01:09Ja, da ist der Bahnhof.
01:11Aber wir fahren weiter durch den Riedergarten.
01:22Und da haben wir wieder das städtische Museum mit dem Mittertor.
01:27Damit wären wir wieder am Ausbildungspunkt unserer kleinen Rundfahrt.
01:31So, ich hoffe, es hat Ihnen Spaß gemacht, Ihre alte Heimat.
01:46Oh, weh.
01:50Ja?
01:52Frau Stockel.
01:53Frau Ottmann.
01:55Sie haben einen Antrag auf Genehmigung einer Biolichtlampe gestellt?
01:58Ja, ganz.
02:00Und die Rechnung liegt auch bei.
02:02Das heißt, Sie haben die Lampe schon gekauft?
02:03Ja.
02:04Sie wissen schon, dass das Prozedere genau andersrum läuft?
02:07Erst Antrag stellen und dann vielleicht Genehmigung?
02:10Wenn ich als erstes den Antrag gestellt hätte, dann hätte das wochenlang gedauert, bis Sie den eingesehen hätten.
02:15Die Sonderaktion wäre vorbei gewesen und die Lampe hätte das Doppelte gekostet.
02:19Sie kostet so auch weit mehr als eine normale Bürolampe.
02:21Ja, das ist ja auch eine Biolichtlampe.
02:24Das Bürolicht da herinnen, das macht total depressiv.
02:28Sonderlich depressiv kommen Sie mir aber nicht vor.
02:30Schauen Sie, Frau Ottmann, die Lampe wirkt schon.
02:32Mein Körper produziert Vitamin D und das wiederum setzt Glücksformen in meinem Gehirn frei.
02:37Und sind Sie hier, um glücklich zu sein oder um zu arbeiten?
02:40Nur ein glücklicher Mensch arbeitet effektiv.
02:43Gut, dann geben wir Ihrer Lampe doch einfach eine Probezeit.
02:46Wenn sich Ihre Prophezeiungen, sagen wir, in drei Monaten erfüllen, dann denke ich über den Antrag noch mal nach.
02:53Frau Ottmann!
02:56Sie wissen ja gar nicht, was in drei Monaten alles passieren kann.
02:59Grüß Gott. Guten Morgen, Herr Alzen.
03:01Herr Alzen, warte.
03:04Aha, wo?
03:06Plötzlichsplatz.
03:07Nein.
03:08Spusse ist schon da.
03:12Wo ist denn der Herr Hofer?
03:13Tja, wer weiß.
03:15Na, die Herren?
03:16Bei Ihnen sieht es aber gemütlich aus.
03:17Das täuscht, Frau Ottmann, das täuscht.
03:19Aber bitte, setzen Sie sich doch.
03:21Danke, aber ich muss für mein Geld arbeiten.
03:23Tja, wir eben nicht.
03:24Ich weiß.
03:25Deswegen sollte ich auch mal drüber nachdenken, wenn nicht in manchen Abteilungen personell überbesetzt sind.
03:30Wo ist denn der Herr Hofer?
03:31Der ist schon auf dem Weg zum Tatort.
03:33Wir haben nämlich einen neuen Fall.
03:34Tja, schönen Tag noch.
03:37Ihnen auch.
03:38Ihr Schapfhaus.
03:39Grüß dich.
03:44Servus uns.
03:45Das war die Nähe des Küchenmesser.
03:47Wahrscheinlich eine 20er Klinge.
03:48Vielen abgedrückt.
03:49Nein.
03:50Komm mal, Frau Doktor.
03:51Hallo.
03:52Der Mann durfte durch den Messerstich schwere innere tödliche Verletzungen erlitten haben.
03:56Also ich gehe davon aus, als das Herz getroffen wurde.
03:59Wann circa ist der Tod eingetreten?
04:01Ja.
04:01Vor knapp einer Stunde gegen 9.30 Uhr.
04:03Am helllichten Vormittag muss doch jemand was gesehen haben.
04:08Danke, Frau Doktor.
04:09Kommt auf an, wo es passiert ist.
04:16Kabinion, kommen wir mal her.
04:18Das ist der Herr Meilinger.
04:20Der hat direkt schon gefahren.
04:22Danke.
04:23Grüß Gott.
04:23Grüß Gott.
04:24Tag.
04:24Welche Strecke sind Sie gefahren?
04:26Wir fahren eigentlich immer die gleiche.
04:28Also die Touri-Tour mit den wesentlichen Sehenswürdigkeiten von Rosenheim.
04:32Beginnend bei Mittertor.
04:34Gibt es für diese Tour einen Plan?
04:36Ja, der hängt da.
04:38Michi, den brauchen wir.
04:39Ja, alles recht.
04:40Wie lange dauert eigentlich so eine Fahrt?
04:43Halbe Stunde.
04:44Wann haben Sie denn bemerkt, dass die Fahrgast tot ist?
04:47Eigentlich erst, wenn wir wieder da waren.
04:49Ist Ihnen unterwegs irgendwas aufgefallen?
04:52Nein.
04:53Aber wenn es vorne am Box sitzt, kriegst du nicht mit, was hinten passiert.
04:56Aha.
04:57Hat er sich nicht mit Ihnen unterhalten?
04:58Doch.
05:00Das heißt, die meiste Zeit habe ich gekriegt.
05:02Ich habe ihn schon gefragt, wo er her ist und so, aber...
05:04Er war insgesamt eher wortkarg.
05:07Und wann und wo er zum letzten Mal gesprochen hat, wissen Sie das nicht?
05:11Definitiv sagen, also...
05:13Die zweite Tourhälfte glaubt nicht, dass er danach noch was gesagt hat.
05:17Tschüss.
05:17Wiederschauen.
05:18Wiederschauen.
05:20Michi, das gib ich da gleich mit.
05:22Ja, gib sie her.
05:24Hat er Ihnen gesagt, wo er her ist?
05:26Shanghai.
05:28So als Ertl schaue ich aber nicht aus.
05:29Ein gebürtiger Rosenheimer, aber vor 20 Jahren ausgewandert.
05:33Weshalb ist er zurückgekommen?
05:34Um jemandem zu helfen, hat er gesagt.
05:37Wobei oder womit?
05:38Das habe ich nicht gefragt.
05:40Schade.
05:41So, schaut's her.
05:43Das ist der Plan für den Rekscher-Tool.
05:45Und das hat der Fund sich gerade gefunden bei dem Toten.
05:50Daniel Beck, 45 Jahre.
05:55Chinesisches Visum.
05:57Mehr war nicht in seiner Jacke.
05:58Doch.
06:00Schaut's mal her.
06:02Ein chinesisches Geld.
06:03Da, schau her.
06:04Michi, folgendes.
06:05Du nimmst es den Herrn Meilinger und fährst mit ihm die Tour noch mehr ab.
06:08Vielleicht wird hier was auf und vielleicht erinnern sie sich dann besser.
06:11Ja, aber tu, das wird schwierig, weil die Rekscher, die kommt jetzt gleich zur Karte an.
06:15Michi.
06:15Schau mal, wo ich drin sitze.
06:16Aha.
06:24Ein paar Ecken gäbe es schon, wo der Mörder einigermaßen unbemäßig zuschlagen hätte können.
06:29Schau mal, da.
06:30Wiedergarten.
06:32Und dann da bei der Akkaden mit den Läden.
06:34Wir machen das um 10 auch?
06:35Ja, um 9.30 Uhr ist da noch wenig los.
06:38Das heißt aber auch, dass der Täter die Rute gut kennen muss.
06:40Echt?
06:43Stopp, wir haben eine Bitte an Sie.
06:44Wir müssten wissen, wen dieser Herr hier in Rosenheim besuchen wollte.
06:50Daniel Beck.
06:51Ist das das Opfer?
06:52Ja, das ist das Opfer.
06:54Und wie soll ich das rausfinden?
06:55Indem Sie im Meldergister nachschauen, alle Becks in der Umgebung raussuchen.
06:58Ganz einfach.
07:00Möglich, dass er zu Verwandten wollte.
07:04Herr Meilinger, da hat er mir, glaube ich, das mit Shanghai erzählt.
07:08Vielleicht was aber auch weiter hinten.
07:11Oder schon weiter vorn.
07:12Schaut mal vorn.
07:15Ja, kann man nix machen.
07:16Dankeschön, Herr Beck.
07:17Und entschuldigen Sie die Störung, gell?
07:19Ja, wiederhören.
07:21Auch nicht.
07:24Dann gehen wir auf Beck-Windkraft.
07:35Kripo Rosenheim, Apparat Stockel, grüß Gott.
07:38Ich hätte eine Frage.
07:39Sind Sie verwandt mit einem Daniel Beck aus Shanghai?
07:44Ach was.
07:45Sie sind der Bruder.
07:46Ja, ich verbinde Sie gleich mit einem von unseren Kommissaren.
07:50Na, die kommen am besten zu Ihnen.
07:51Ja, was von Ihnen wollen, das werden Sie Ihnen dann schon sagen.
07:54Ja, danke.
07:55Wiederhören.
07:56Gut gemacht, Frau Stockel.
07:57Ja.
07:58Horst Beck, wohnhaft in der Hansackstraße Nummer 57.
08:04Und der hat bei uns die Windkraftfirma in der Stadt.
08:07Da ist er, ja.
08:08Ja, dann.
08:09Auf geht's.
08:11Geh schon mal von aus.
08:25Grüß Gott.
08:26Grüß Gott.
08:27Hofer, Kripo Rosenheim.
08:28Das ist mein Kollege Hansen.
08:29Wir wollen zu Herrn Beck.
08:31Kommen Sie doch bitte rein.
08:32Danke.
08:33Danke.
08:42Bitte hier entlang.
08:51Bitteschön, Herr Beck.
08:52Danke.
08:53Grüß Gott.
08:53Hofer, Kripo Rosenheim.
08:55Meine Frau Gertrud, meine Schwester Mathilde.
08:57Ja, das ist mein Kollege Hansen.
08:59Tag.
08:59Ja, der Anruf.
09:00Ist was mit meinem Bruder?
09:02Ja.
09:03Es tut uns leid, Ihnen das mitteilen zu müssen.
09:06Ihr Bruder ist tot.
09:10Er wurde ermordet.
09:12Das kann doch nicht sein.
09:14Es ist gegen 9.30 Uhr passiert in der Stadt.
09:19War es ein Überfall?
09:21Ein Raubmord?
09:23Das lässt sich zu diesem Zeitpunkt noch nicht sagen.
09:27Wann haben Sie ihn denn zuletzt gesehen?
09:30Um 8.
09:31Wir haben hier gemeinsam gefrühstückt.
09:34Sie drei.
09:35Und Robert Sengha ist unser Geschäftsführer.
09:38Wissen Sie...
09:39Ich meine, wissen Sie was...
09:41Was passiert ist?
09:42Er ist erstochen worden,
09:44als er in einer Rikscha durch Rosenheim gefahren ist.
09:47Und diesbezüglich würde man Sie gerne befragen.
09:49Ich würde gern mit Herrn Beck anfangen.
09:52Wenn die Damen uns einst weilen, bitte kurz entschuldigen würden.
10:12So, bitte schön.
10:18Der Blick wechselt gerade zwischen Ihnen und Ihrem Bruder und Ihrer Schwägerin.
10:23Es ist geradezu absurd, weil wir ihm den Vorschlag gemacht haben.
10:30Sich mit der Rikscha durch Rosenheim kutschieren zu lassen.
10:35Wer genau von Ihnen hat den Vorschlag gemacht?
10:38Horst.
10:40Aber wir sind sofort alle drauf eingestiegen und Daniel war hellauf begeistert.
10:45Er wusste nicht, dass es in Rosenheim überhaupt Trickschaus gibt und das fand er wiederum witzig,
10:49weil es ihn an seine Heimat erinnerte.
10:53Ihr Bruder hat in Shanghai gelebt, hm?
10:57Ja, aber er war im ganzen Land unterwegs, überall.
11:01Wo es Staudämme gibt, er war wasserkraftspezialisiert.
11:04Herr Senghas hat ihn vom Flughafen abgeholt.
11:07Herr Senghas ist Ihr Geschäftsführer, wenn ihr richtig verstanden habt.
11:11Ja.
11:13Sie stellen Windkraftanlagen her?
11:15Genau.
11:16Ein Familienunternehmen?
11:18Exakt.
11:19Das Unternehmen gehört zwar meinem Vater, aber wir packen alle mit an.
11:22Also ich, meine Schwester.
11:24Und Ihr Bruder?
11:25Nein, der hat sich schon vor Jahren anders entschieden.
11:28Er hat die Firma verlassen.
11:32Ihr Bruder hat dem Fahrrad der Rikscha, mit dem unterwegs war, erzählt,
11:36dass er nach Rosenheim gekommen ist, um jemandem zu helfen.
11:39Hat das irgendwas mit der Firma zu tun?
11:41Daniel ist gekommen, um meinem Vater zu helfen.
11:43Mein Vater ist schwer an Leukenier erkrankt.
11:45Nein, der Knochenmarkspender kann ihm noch helfen.
11:48Nach der DNA-Analyse kam dafür nur Daniel in Frage.
11:54Anders kann Ihr Vater nicht gerettet werden?
11:57Nein.
11:58Das ist jetzt ein Todesortag.
12:03Das wird vermutlich nicht leicht für Sie, ihm das mitzuteilen.
12:06Er ist im Moment nicht ansprechbar.
12:08Es geht ihm sehr schlecht.
12:09Wo ist Ihr Vater jetzt?
12:11Im Krankenhaus in einer Spezialklinik.
12:14Trotz allem muss ich Sie das jetzt fragen, Frau Beck.
12:18Wo waren Sie heute Morgen um 9.30 Uhr?
12:21In meinem Zimmer.
12:22Ich habe mich noch einmal hingelegt, nachdem Daniel weg war.
12:29Ich war rudern, bis um 10 Uhr, circa.
12:33Rudern.
12:36Wo waren Sie rudern?
12:39Hier im Haus.
12:40Wir haben einen Fitnessraum.
12:42Ah, ja.
12:43Hat Sie da jemand gesehen dabei?
12:45Nein.
12:46Also, ich glaube nicht.
12:48Ich habe jedenfalls niemanden gesehen.
12:50Ja, schön.
12:51Wir würden gerne mit Ihrer Frau sprechen.
12:53Ihr.
13:05Herr Heim?
13:10Der Achtziger.
13:12Die Unterschriftenmappe.
13:14Legen Sie das Blitzchen da her.
13:21Ist was?
13:22Eigentlich nicht.
13:26Ich höre.
13:28Ich möchte Sie eigentlich nicht damit belästigen.
13:30Das ist jetzt schon passiert.
13:31Also, worum geht's?
13:34Es geht um den Antrag zur Genehmigung meiner Biolichtlampe.
13:39Die Frau Ortmann, die zickt da so umeinander.
13:41Also, ich meine, die hat sich sehr kritisch geäußert.
13:44Das können Sie einer ja vorstellen.
13:46Ja, das kann ich mir vorstellen.
13:47So Lampen sind ja nicht wahr billig.
13:48Aber Ihr Geld wert, Herr Achtziger.
13:50Ihr Geld wert.
13:51Das sagt meine Tochter Heimer.
13:52Die hat auch so eine.
13:53Schauen Sie, dann wissen Sie ja, wovon ich rede.
13:56Wie oft ist bei uns ein schlechtes Wetter,
13:58dass du vor lauter Frust eine ganze Zeit in die Ecke pfeffern möchtest,
14:01nehme ich meine Biolichtlampe, schalte sie ein und bin wie ausgewechselt.
14:04Wie heißt das?
14:05Sie haben schon so eine.
14:06Also, ich habe halt das Geld vorgestrickt.
14:09Frau Stocker, Sie wissen doch, wie empfindlich unsere Frau Ortmann reagiert,
14:13wenn man sie vor vollendete Tatsachen stellt.
14:16Ja.
14:18Warum gehst du denn nicht zum Betriebsarzt, wenn die Lampe bei Ihnen so gut anschlägt,
14:21wie Sie sagen?
14:22Vielleicht verordnet er Ihnen eine.
14:23Dass der denkt, die bin bläm bläm, toll.
14:25Nein, nein, nein, das glaube ich jetzt nicht.
14:27Aber warum leihen Sie der Frau Ortmann nicht ihre Lampe für ein paar Tage?
14:32Und vielleicht schlägt sie mir ja auch so gut an und stimmt sie dann um.
14:36Wunderns.
14:37Und versuche, was wird.
14:40Danke.
14:49Frau Becks ist einen außergewöhnlich schockiert über den Tod Ihres Schwagers.
14:54Das ist ja auch schrecklich, was ihm da passiert ist.
14:57Also...
14:57Die mochten ihn wohl?
14:59Natürlich.
15:00Ja, er gehörte doch zur Familie.
15:02Also auch, wenn er so lange nicht hier war.
15:04Wissen Sie, warum er damals Rosenheim verlassen hat?
15:10Ich glaube...
15:12Er wollte raus.
15:14In die Welt.
15:15Also.
15:16Hat ihm das vielleicht jemand übel genommen?
15:18Oder gab es deswegen einen Konflikt zwischen den Geschwistern?
15:21Oder zwischen Daniel Beck und seinem Vater?
15:23Daniel ist extra aus Shanghai hergekommen, um seinem Vater das Leben zu retten.
15:27Was haben Sie heute Morgen gemacht, nachdem Daniel das Haus verlassen hat?
15:33Gelesen.
15:34Ich habe gelesen.
15:35Allein?
15:36Ja, zu wie viel lesen Sie denn?
15:38Ja.
15:40Ja.
15:41Allein.
15:42Danke, Frau Beck.
15:46Sie halten uns doch auf dem Laufenden, meine Herren.
15:49Natürlich.
15:51Wiederschauen.
15:52Wiedersehen.
15:53Wiederschauen.
15:55So.
15:56Da fragt sich, wem durch den Mord hauptsächlich geschadet werden hat.
16:00Dem Opfer selber oder dem Vater?
16:03Wir sollten uns mal um die Erbschaftsangelegenheiten der Familie kümmern.
16:07Vielleicht können Sie ja der Herr Sängerhaus auch ein bisschen was erzählen.
16:10Genau.
16:11Okay.
16:15Also ab da hat er definitiv nichts mehr gesagt.
16:18Aber ob er einfach geschwiegen hat oder schon, dass er nichts mehr sagen hat können.
16:23Herr Meilinger, wissen Sie was?
16:26Wir raten jetzt die ganze Tour noch einmal ab.
16:30Noch einmal?
16:31Ja.
16:31Und zwar ganz langsam.
16:34Es handelt sich um Mord.
16:36Und bitte.
16:46Ist das kaputt, die Biola?
16:48Nein, ich leise der Frau Ortmann.
16:49Der 80er meint nämlich, dass es mir vielleicht eher genehmigt, wenn sie merkt, wie positiv das Licht sich auf ihre
16:54Stimmung auswirkt.
16:55Ich glaube, da braucht es auch schon einen Bio-Scheinwerfer, damit die was spürt.
17:01Herein.
17:04Grüß Gott.
17:05Grüß Gott.
17:06Ja.
17:07Robert Sängerhaus, ich habe vorhin mit einem Herrn Hofer telefoniert.
17:18Richtig, das bin ich. Das ist mein Kollege Hauptkommissar Hansen.
17:22Nehmen Sie doch bitte Platz.
17:24Um was geht's denn?
17:27Sie haben heute Morgen mit der Familie Beck gefrühstückt.
17:30Ja.
17:31Daniel Beck ist aus Shanghai gekommen und ich habe ihn vom Flughafen abgeholt.
17:35Ja.
17:36Daniel Beck ist kurz nach diesem Frühstück ermordet worden.
17:40Was?
17:51Das ist Keuchenbesoft.
17:53Das ist ja blöd.
17:56Ich kenne Daniel noch aus der Zeit, als er in der Firma seines Vaters arbeitete.
18:00Er war damals gerade fertig mit dem Studium Maschinenbau und Ingenieurswesen.
18:05Ich denke, er hätte den Betrieb mal übernehmen sollen.
18:08Dazu ist es aber dann nicht gekommen.
18:10Wissen Sie, warum er Rosenheim verlassen hat?
18:13Wegen eines Zwists mit seinem Vater.
18:16Aber außer dem Fakt, dass er existiert oder existierte, weiß ich nichts.
18:25Herein.
18:28Frau Ortmann.
18:29Frau Stockel.
18:30Was wollen Sie denn mit Ihrem Prunkstück hier?
18:32Ich möchte, dass Sie die Wirkung von dieser Lampe auch einmal spüren.
18:37Frau Stockel.
18:38Das ist wie eine Dose Sonnenlicht.
18:40Die Aggressionen verschwinden sofort und die Laune hebt sich sekündlich.
18:44Ich habe keine Aggression und meine Laune ist bestens.
18:47Ach, Frau Ortmann.
18:49Es wird sich gleich ein innerer Frieden in Ihnen ausbreiten, wie Sie ihn noch nie erlebt haben.
18:56Wenn Sie glauben, dass Sie mich mit Ihren Werbesprüchen einsäufen können, ja, dann haben Sie sich gewaltlich geschnitten.
19:01Probieren Sie es heute einfach einmal aus.
19:02Lassen Sie es ein paar Stunden brennen.
19:12Dies wirkt bei dir.
19:14Wie war denn das Verhältnis der Geschwister untereinander?
19:18Ein bisschen angespannt war das schon heute Morgen.
19:22Wie meinen Sie das?
19:23Ja, so frostig.
19:27Was ist Ihre Aufgabe in der Firma?
19:30Ich bin für den Auslandsverkauf der Windkraftanlagen zuständig.
19:34Haben Sie da engen Kontakt zum alten Herrn Beck, zum Vater?
19:38Durchaus.
19:39Zumindest bis zu seiner Erkrankung.
19:41Hat der Widersacher Feinde?
19:43Sie meinen, dass da das eigentliche Motiv für die Tat liegen könnte?
19:47Dass damit die Knochenmarkspende für ihn verhindert werden sollte.
19:50Wäre doch auch möglich.
19:54Die Firma Beck ist im Bereich Windkraft schon führend.
19:57Wir vertreiben unsere Anlagen weltweit.
19:59Aber ob die Konkurrenz da zu solchen Mitteln greifen würde?
20:02Was sollte das für einen Sinn machen?
20:04Das müssen Sie uns sagen.
20:07Haben Sie Daniel Beck nach seinem Weggang damals noch mal gesehen oder sonst irgendwie Kontakt zu ihm gehabt?
20:12Nein.
20:14Bis eben auf heute Morgen.
20:15Was haben Sie nach dem Frühstück gemacht?
20:17Ich bin noch mal nach Hause.
20:19Ich hatte den Vormittag frei.
20:21Gibt es da Zeugen?
20:23Nein.
20:24Ich lebe allein.
20:25Ja gut.
20:26Herr Senkhals, das wäre es dann fürs Erste.
20:28Wir haben ja die Adresse, wenn wir noch Fragen haben.
20:29Dann kommen wir auf Sie zu.
20:30Jederzeit.
20:31Ich hoffe, dass Sie diesen Fall aufklären.
20:33Das ist wirklich eine schlimme Sache.
20:36Hoffentlich.
20:38Wiedersehen.
20:43Bis zum nächsten Mal.
21:11Hofer?
21:12Bis gut, Frau Hofer.
21:13Achtziger hier.
21:14Wer?
21:15Achtziger.
21:16Moment.
21:22Hallo?
21:23Ja, jetzt ist besser.
21:25Frau Hofer, haben Sie schon das neue Semesterverzeichnis von der Musikakademie?
21:29Äh, ja.
21:32Das ist doch schön geworden, gell?
21:33In dem neuen Layout.
21:35Aha.
21:36Finden Sie nicht?
21:37Doch, doch.
21:39Das klingt aber jetzt nicht sehr überzeugt.
21:42Äh, doch.
21:43Es ist prima.
21:46Ja.
21:46Ja, gell?
21:47Finde ich auch.
21:48Eins A.
21:49Ja, wir sehen uns ja dann zur Antrittsrede der Frau Professor Schöppel.
21:53Gut.
21:53Wann ist die noch einmal?
21:54Ja, 19 Uhr.
21:55Ja, ich hoffe, dass ich das alles schaffe.
21:57Wissen Sie, ich muss nämlich nur das ganze Heu wenden.
21:59Ja, notfalls muss das halt Ihr Bruder erledigen.
22:01Ja, dann dürfen Sie ihn aber nicht zu spät heimgehen lassen.
22:04Na, das sorgt er schon selber dafür.
22:06Haha, da haben Sie auch wieder recht.
22:07Also, bis nachher dann.
22:09Bis nachher.
22:19Servus, Bruder Herz.
22:21Wege heute Abend.
22:26Ja, Michi, blut ist es auf alle Fälle.
22:29Super.
22:30Dann bringst du es bitte in die Pathologie zur Frau Dr. Kern.
22:33Und ich soll gleich feststellen, ob es vom Opfer ist oder vielleicht sogar vom Täter.
22:37Vielleicht hat er irgendeiner bloß Nasenbluten gehabt.
22:40Nein.
22:42Komm in.
22:43Ja, grüß dich, da ist der Michi.
22:45Jetzt pass mal auf.
22:47Der Herr Meilinger und ich, wir sind gemeinsam die ganze Strecke noch einmal abgefahren
22:50und wir haben eine Blutspur entdeckt, die höchstwahrscheinlich vom Opfer ist.
22:55Schön, Michi.
22:56Du musst jetzt die Spurensicherung verständigen und die Probe so schnell als möglich,
23:01der Frau Dr. Kern zu kommen lassen.
23:02Aber, Kabinian, das ist doch schon längst passiert.
23:04Schön, Michi, und was sagt's?
23:05Wer?
23:06Na, die Frau Dr. Kern.
23:08Na, die Frau Dr. Kern, das sagt mir überhaupt nichts.
23:10Das Ding ist doch erst auf dem Weg in die Pathologie.
23:12Aber ich sag dir was.
23:13Ich wäre hier in der Nachbarschaft einmal gefragt, ob irgendjemand von den Leuten etwas gesehen
23:18oder gehört hat während der Zeit.
23:20Fein, Michi, das machst.
23:22Vierti.
23:23Verschreiten, so ein Schmarrn.
23:25Ah.
23:27So.
23:29Sehr geehrte Frau Stockle im Anhang, findet ihr das Testament des Florian Beck in Kopie.
23:34Ich hab's.
23:35Aha.
23:36So, das Nachlassgericht schreibt, dass im Todesfall von Florian Beck...
23:41Das ist der Vater?
23:42Ja, die Kinder Mathilde Beck und Horst Beck das gesamte Betriebs- und Privatvermögen zu
23:48gleichen Teilen erben.
23:50Aha.
23:50Was ist mit Daniel Beck?
23:52Der ist vom gesamten Erbe ausgeschlossen.
23:54Da ist er hier.
23:55Enterbt?
23:56Ja.
23:57Und das schon vor 20 Jahren?
23:58Also um die Zeit, als Herr Rosenheim verlassen hat.
24:01Ja.
24:02Da könnte ein Zusammenhang bestehen.
24:04Wenn einer enterbt wird und zur gleichen Zeit bislang verlässt, dann könnte das ein
24:08und denselben Grund gehabt haben, und zwar eine massiven.
24:11Einer, der die Familienbande gefährdet hätte vielleicht.
24:13Genau.
24:15Daniel Beck und seine Schwägerin Gertrud.
24:18Denken Sie mal dran, wie die Gertrud Beck auf die Todesnachricht reagiert hat.
24:22Könnte es nicht sein, dass sie mit dem Toten was gehabt hat?
24:24Freilich wäre das denkbar.
24:26Und es wäre extrem familiengefährdend.
24:29Aber es gibt dann noch eine andere Möglichkeit.
24:32Hier für Sie, Frau Stockel.
24:34Mit einem Schuss Milch und Unizucker, wie Sie es gern haben.
24:38Der enterbte Sohn kehrt nach Jahren zurück, um seinem Vater das Leben zu retten.
24:42Und dass die beiden Geschwister da befürchten, dass der Vater aus Dankbarkeit
24:46seine damalige Entscheidung wieder rückgängig macht, das liegt nahe.
24:50Sie sind dann zumindest auf einen Teil des Erbes verzichten zu müssen, wenn nicht sogar auf alles.
24:54Genau.
24:55Aber durch Daniel Beck's Tod sind zwei Fliegen mit einer Karte geschlagen.
25:00Der potenzielle Konkurrenten des Erbes beseitigt, und der Erbfall tritt umso früher ein.
25:05Der hätte es nicht besser auf den Punkt bringen können.
25:10Um unser Arbe nicht zu schmälern, töten wir uns einen Bruder und auf diese Weise meinen Vater gleich mit.
25:18Das ist reichlich dreist, was Sie uns da unterstellen.
25:22Es handelt sich nicht um eine Unterstellung, sondern um ein mögliches Motiv, dem wir nachgehen müssen.
25:27Unsere Firma steht so da.
25:31Und da sehnen Sie sich um.
25:33Das hier ist eines von mehreren Anwesen, die wir in aller Welt verstreut haben.
25:38Schön für Sie.
25:40Glauben Sie, dass wir da die Sorge haben, ob das durch zwei oder durch drei geteilt wird?
25:45Solche Sorgen sind weit verbreitet.
25:47Aber nicht bei uns.
25:49Gleichwohl war die Atmosphäre heute Morgen beim Frühstück etwas, ja, unterkühlt.
25:53Ach so?
25:56Wir haben uns eben lange nicht gesehen.
25:58Weshalb wurde Daniel damals entherbt?
26:01Das fragen Sie am besten, mein Bruder Raust.
26:06Oder seine Frau.
26:28Wir waren so verliebt.
26:30Daniel und ich.
26:32Also so sehr, dass es wirklich jeder gemerkt hat.
26:38Horst und mein Schwiegervater dann auch.
26:42Wir waren erst ein paar Monate verheiratet.
26:44Der Horst und ich.
26:46Und das hat Ihren Schwiegervater, der hat geärgert, dass er Daniel enterbt hat.
26:51Es hat natürlich einen Riesenkrach gegeben.
26:53Ich meine, die Familienehre stand auf dem Spiel.
26:56Ja, und das war's dann auch.
26:57Warum sind Sie nicht mit ihm gegangen?
27:00Das habe ich mich auch jeden Tag gefragt.
27:04Ich habe mich dem Familienethos untergeordnet.
27:06Außerdem hat mein Mann mir leidgetan.
27:08Und haben Sie weiterhin Kontakt zu Daniel gehabt?
27:11Wir haben uns geschrieben.
27:14War es Ihre Idee, dass Daniel seine Tauglichkeit als Spender testen lässt?
27:17Ja.
27:19Das war vielleicht ein Kampf.
27:21Aber als dann klar war, dass Daniel als Spender in Frage kommt, da konnten Sie sich ja schlecht dagegen wehren.
27:27Ihr Schwiegervater.
27:28Und verständlicherweise auch Ihr Mann.
27:30Mathilde schon auch.
27:32Sie sah einfach Ihre Felle davon schwimmen, ja?
27:35Wenn der ehemalige Lieblingssohn nach Hause kommt, um dem Herrn Papa die lebensrettende Spende gibt.
27:39Ist doch klar.
27:43Ach so.
27:44Sie hat Ihnen wahrscheinlich was ganz anderes erzählt.
27:49Sie hatte eine Wahnsinnsangst davor, dass Daniel zurückkommt, die Firma übernimmt und ihr nur eine untergeordnete Rolle bleibt.
27:55Das können Sie mir glauben.
27:57Wie hat Ihr Mann auf die Rückkehr seines Bruders reagiert?
28:00Er dachte, die alte Liebe könnte wieder aufflammen oder so.
28:06Und? Ist sie aufgeflammt oder so?
28:11Die Briefe, die Daniel Ihnen geschrieben hat, haben Sie die noch?
28:14Ja, natürlich.
28:39So, viel Spaß damit.
28:43Danke.
28:44Hat Ihr Mann von diesen Briefen gewusst?
28:47Nein.
28:48Also, das glaube ich zumindest.
28:51Wenn Ihr Mann nach Hause kommt, sagen Sie mir bitte, dass wir mit ihm sprechen möchten, ja?
28:54Im Präsidium.
28:56Wiedersehen.
28:58Wiederschauen.
29:07Ganz schön persönlich, diese Briefe.
29:09Da scheint die Liebe ja kräftig weitergelodert zu haben.
29:13Ja.
29:14So, ich komme gerade von der Frau Dr. Kern.
29:17Und?
29:17Schöne Grüße.
29:19Und?
29:19Die Blutprobe, die ich bei der Nikolai-Kirche gefunden habe, stimmt exakt mit dem Blut von unserem Opfer überein.
29:25Und?
29:25Dann habe ich mich noch bei den Anwohnern umgehört.
29:28Ja, und?
29:29Noch negativ.
29:30Gut, du bleibst dran.
29:31Hat der Frau Dr. Kern sonst etwas zu den Todesumständen gesagt?
29:34Jawohl.
29:35Nämlich?
29:35Die Obduktion hat genau das ergeben, was ich uns in der Früh gesagt hat.
29:39Und?
29:40Jetzt brauche ich einen Kaffee.
29:42Schön.
29:49Schnuck, ich habe mir keinen Kaffee.
29:51Michi, schau.
29:53Da steht das Pulver, daneben die Filter, nimmst die Kanne, gehst raus und holst dir frisches Wasser.
29:58Was bist du heute gar so razzig?
30:00Ich bin keine Krake, ich habe bloß zwei Hände.
30:03Was ist denn die schöne Biolampen?
30:05Berlin!
30:07Danke, dass ich spreche.
30:15Hey!
30:18Das geht nicht.
30:36Das ist interessant. Daniel Beck schreibt hier, dass er Robert Senghas auf einer Messe für Windkraft in Schamhai gesehen hat.
30:43Das ist ja komisch. Der hat doch gesagt, dass er den Daniel Beck damals nicht mehr gesehen hat.
30:48Das hat er gesagt.
30:50Warum ist denn der Brief?
30:52Vom Dezember letzten Jahres.
30:55Herr Rhein.
30:58Meine Frau sagte mir, ich sollte mich bei Ihnen melden.
31:00Richtig. Herr Beck, nehmen Sie bitte Platz.
31:03Danke.
31:08Ja, das sind ja alles Briefe, die Ihr Bruder aus Schamhai an Ihre Frau geschrieben hat.
31:14Kennen Sie die Briefe?
31:16Nein.
31:17Wir können Sie auch auf Ihre Fingerabdrücke untersuchen lassen.
31:22Ein paar davon habe ich gelesen. Flüchtig.
31:25Ihr Bruder scheint doch große Gefühle für Ihre Frau gegenseitig.
31:29Ja.
31:31Und umgekehrt scheint es genauso gewesen zu sein.
31:33Sonst hätte Ihre Frau die Briefe nicht aufbewahrt.
31:39Jedenfalls wären Sie wohl kaum begeistert darüber gewesen sein,
31:42dass Ihr Bruder zurück nach Rosenheim kommt.
31:45Wohl kaum, aber was sollte ich machen?
31:46Ich konnte meinem Vater diese Hilfe ja nicht verwehren.
31:49Wie hat Ihre Frau auf die Rückkehr des Bruders reagiert?
31:53Es war, als hätte es die lange Zeit dazwischen gar nicht gegeben.
31:56Es war wie damals.
32:00Und das hat Sie verletzt?
32:03Ja.
32:05Aber deshalb habe ich meinen Bruder nicht umgebracht.
32:08Damit hätte ich ja meinen Vater auch auf dem gewissen.
32:10Das ist alles schon vorgekommen.
32:13Tja, ein Alibi wäre da hilfreich.
32:16Aber Sie haben ja keins.
32:17Wie hat Ihre Schwester auf die Rückkehr des Bruders reagiert?
32:20Haben Sie sie gefragt?
32:22Ja.
32:23Und was hat sie gesagt?
32:25Sie hat gesagt, dass es für Sie kein Problem gewesen wäre,
32:27unter Umständen teilen zu müssen.
32:29Aha.
32:31Ja, dann wird das ja wohl so sein, nicht?
32:33Ja, schön.
32:35Herr Beck, wir gehen davon aus,
32:37dass Sie sich zur Verfügung halten.
32:39Das heißt, ich kann gehen?
32:40Richtig.
32:45Ach, eins noch.
32:48Vertreibt Ihre Firma Windkraftanlagen in die Volksrepublik China?
32:51Nein, leider ein Markt, der sich uns komplett verschließt.
32:54Auf dem Basis in die Chinesen Westens bestückt.
32:56Zumindest haben das unsere Anfragen ergeben.
32:59Ist Ihr Bruder dafür verantwortlich?
33:01Nein, ich denke nicht.
33:02Sein Fachgebiet war schon lange die Wasserkraft.
33:04Na gut, danke, Herr Beck.
33:06Wiederschauen.
33:11Also, wenn die Firma Beck keine Windkraftanlagen
33:14nach China vertreibt,
33:15dann frage ich mich,
33:17was dieser Senghass auf einer Messe zu tun hat.
33:19Na, das frage ich mich.
33:21Und warum sagt das nicht die Wahrheit?
33:23Tja.
33:23Na, jetzt erst mal Feierabend.
33:25Feierabend.
33:26Guten Abend.
33:30Guten Abend, Herr.
33:31Guten Abend.
33:32Wie schaut es denn aus, in dem Fall?
33:33Eine besondere Konstellation.
33:35Wir haben einen Toten, aber zwei Opfer.
33:37Ach, der hat der Vater.
33:39Das bekommt jetzt keine Knobelmarkspende.
33:41Ach, davon habe ich bereits gehört.
33:43Es ist auch juristisch interessant,
33:45um was es sich da eigentlich handelt.
33:46Ist das Doppelmord?
33:47Mord in Tateinheit mit Totschlag?
33:49Oder was ist das?
33:50Darüber sollen sich die Juristen den Kopf zerbrechen.
33:52Sagen Sie lieber dafür, dass Sie den Täter fangen.
33:54Oh ja, das ist meine Idee.
33:56Gut, Sie halten mich auf dem Laufenden.
33:58Ich muss jetzt weiter in die Musikakademie.
34:00Danke für Spaß.
34:01Schönen Lüsen, meine Schwester.
34:02Mach ich.
34:03Ja, schönen Feierabend.
34:05Danke.
34:07Gleichfalls.
34:07Was ist denn mit der los?
34:09Scheint so, als hätte sie sich eine Überdosis
34:11von Frau Stockels Lampe gegönnt.
34:13Scheint so.
34:14Wissen Sie was?
34:15Wie geht es zu meinen Türen und Sie zum Seelenhaus?
34:18Oh ja.
34:21So, sehr zum Wohne.
34:24Ja, da ist der Herr.
34:26Hallo Joe.
34:27Servus Sven.
34:29Was darf es sein?
34:30Der Wein, den du mir gestern gegeben hast,
34:32der war schwer okay.
34:33Ja, bei mir ist einfach alles schwer.
34:36Okay.
34:38Ja, darf es heute vielleicht ein Reiswein sein?
34:40Wieso Reiswein?
34:41Ja, vielleicht beflüge ich dich das ein bisschen
34:43auf der Suche nach dem Rückschau-Müder.
34:46Spricht sich wohl allgemein herum.
34:48Ja, wie ein Lauffeuer.
34:50Ist ja auch kein Wunder, wenn in Rosenheim
34:52einer in der Rückschau-Müder wird.
34:54Ja, ja.
34:55Na, lassen Sie heute das bisschen Sensation.
34:57Wir haben ja sonst nichts.
34:59Bei dir ist das was anderes.
35:00Du hast jeden Tag dein Grimmel.
35:02Aber unser eins, zum Ball.
35:06Danke, du Armer.
35:07Was steht denn heute auf deinem Speiseplan?
35:09Ja, wir haben heute Peking-Ente.
35:12Hast du einen Clown gefrühstückt?
35:14Ja, mit Sojasuss.
35:16Witzig.
35:16Du, dann hätte ich noch unwitzige Nachos.
35:18Klingt gut, nehme ich.
35:19Mild, würzig oder ein bisschen schärfer?
35:22Ich denke, würzig reicht.
35:24Reichei.
35:29Hallo, Herr Senghas.
35:31Ja, genau, habe ich.
35:33Eine kleine Frage hätte ich nämlich.
35:34Waren Sie kürzlich in Shanghai?
35:36Okay.
35:40Morgen.
35:44Und, es ist ein bisschen spät worden gestern, oder?
35:46Nicht so spät wie bei dir oft.
35:48Was fertig war mit dem Heu?
35:50Freilich.
35:52Besser auf das kleine Stückgerl am Waldrand.
35:55Wieso hast du denn das nicht gemacht?
35:57Weil der Traktor gesponnen hat.
35:58Ich glaube, dass du gespannst.
36:00Ich habe ihn doch eh schon repariert.
36:03Du kannst also gleich nach dem Frühstück weitermachen.
36:07Rammweider.
36:12Doch, doch, da haben Sie mir sehr geholfen.
36:14Vielen Dank.
36:14Bitte?
36:15Siessie.
36:17Wiederhören.
36:19Guten Morgen.
36:21Stimmt, aber gerade noch.
36:24Na, es dauert noch Stunden, bis Mittag ist, gell?
36:26Ich habe gestern Abend mit Senghas telefoniert.
36:28Er hat mir bestätigt, dass er im Dezember in Shanghai war.
36:31Privat.
36:31Aber mit Daniel Beck hat er sich da nicht getroffen.
36:34Mhm, seltsam.
36:35Ja, ich habe gerade mit der chinesischen Botschaft telefoniert.
36:38Die haben gesagt, dass sie ihm in den letzten vier Jahren insgesamt sieben Visa ausgestellt haben.
36:43Sieben Visa?
36:43Das ist eine Menge.
36:44So, die Becks will nicht zum Verliebungsraum.
36:46Ja, super.
36:47Das hilft dir doch prima.
36:58Nein, wir haben Herrn Senghas nie nach China geschickt.
37:02Auf der Münchner Messe vor vier Jahren haben wir mit ein paar dort ansässigen Firmen Kontakte geknüpft,
37:07aber nach ein paar E-Mails hin und her hatten die plötzlich kein Interesse mehr an unserer Technologie.
37:10Weil die technologisch selbst gut ausgerüstet sind, haben sie uns gesagt.
37:15Genau.
37:16Wissen Sie, um welche Technologie ist sich da behandelt?
37:20Nein.
37:22Können Sie das rausfinden?
37:24Auf was wollen Sie hinaus?
37:25Ob die Windkraftanlagen in China denen, die Sie herstellen, in irgendeiner Weise erinnern.
37:30Sie denken an Betriebsspionage.
37:34Uns würden allein schon die Namen der Firmen, zu denen Sie Kontakt hatten, helfen.
37:39Kriegen Sie.
37:40Schön.
37:42Sie ermitteln nun offenbar in eine ganz andere Richtung.
37:46Vielleicht, Frau Beck.
37:48Vielleicht.
37:49Was aber nicht heißt, dass Sie nicht mehr zu einem Verdächtigen zählen.
37:56Ja.
37:58Was Ihre Biolampe angeht, Frau Stock.
38:01Ich weiß zwar nicht, ob Sie die Wirkung, die Sie unterstellen, tatsächlich hat, aber sei es drum.
38:06Die Wirkung, die sie hat, wenn ich sie Ihnen nicht genehmige, kann ich mir in allen Schattierungen ausmalen.
38:11Deshalb habe ich Ihren Antrag auch bewilligt.
38:13Mein Wahnsinn, Frau Ortmann. Danke.
38:17Und meine Lampen?
38:18Die Lampen?
38:20Ach so, ja, die reiße ich mir schon nicht unter den Nagel.
38:21Sonst hätte ich einfach einen zweiten Antrag gestellt.
38:24Nicht nötig.
38:35Was haben wir denn da?
38:37Eine E-Mail von Horst Beck.
38:41Ich glaube, wir liegen richtig.
38:43Es gibt zwei Hersteller von Windkraftanlagen in China, die offenbar dieselbe Technologie verwenden,
38:48auf die eigentlich die Becks das Patent haben.
38:50Ich glaube, Sie sind nur, wie die Chinesen da rangekommen sind.
38:52Jedenfalls nicht über seinen Bruder Daniel, schreibt Beck.
38:55Die Technik wurde erst nach dessen Weggang entwickelt.
38:58Na, dann bleiben ja nicht nur für Möglichkeiten.
39:00Ich weiß was.
39:02Schön mich und was?
39:04Einem Anwohner in der Nähe von St. Nikolaus ist ein Herr aufgefallen, der sich seine Handschuhe ausgezogen hat.
39:11Handschuhe?
39:11Ziemlich ungewöhnlich um diese Jahreszeit.
39:13Das sehe ich genauso, aber vielleicht hat er so viel was anderes braucht.
39:17Vielleicht wollte er verhindern, dass Fingerabdrücke auf die Tatwaffe kommen.
39:21Genau, das denke ich auch.
39:22Aber sag mal, lieber Michi, kann der Anwohner den Mann auch identifizieren?
39:26Er war ja da.
39:31Grüß Gott, Hauptkommissar Hofer, das ist mein Kollege Hansen.
39:33Ciao.
39:34Schön, dass Sie kommen konnten. Da wird der Herr reingeführt.
39:39Sie erkennen den Herrn wieder?
39:41Ja.
39:42Danke.
39:43Michi, positiv.
39:45Herr Seenhaus.
39:47Wiederschauen.
39:47Herr Seenhaus.
39:48Bitte.
39:51Herr Seenhaus, der Zeuge hat Sie eindeutig identifiziert.
39:54Ihre Handschuhe-Sammlung ist am Weg ins Labor und wird dort auf Anhaftung von der Tatwaffe untersucht.
39:59Es ist kaum vorzustellen, dass dabei nichts rauskommt.
40:02Außerdem sprechen Ihre zahlreichen China-Reisen eine deutliche Sprache.
40:05Es ist kein großes Problem für uns, Ihnen Kontakte zu der einen oder anderen Firma dort nachzuweisen.
40:10Höchstens ein bisschen langwierig.
40:12Nun sagen wir, machen Sie kurz.
40:14Sie haben Technik, auf die Ihr Arbeitgeber, die Firma Beck, das Patent hat, unerlaubterweise nach China verkauft.
40:20Und Daniel Beck hat das rausgefunden?
40:24Wir haben uns auf der Messe in Shanghai doch gesehen.
40:27Dass ich nur aus Interesse dort war, hat er mir offenbar nicht geglaubt und herausgefunden, dass ich Betriebsspionage betreibe.
40:35Er sagte mir das gestern, als ich ihn vom Flughafen abholte.
40:38Was wollte er von Ihnen?
40:41Dass ich für den Schaden, den die Firma dadurch genommen hat, aufkomme.
40:44Mit all den Ausfällen, die ihr dadurch entstanden sind.
40:48Absolut utopisch.
40:49Eine Wahnsinnssumme, so viel habe ich daran gar nicht verdient.
40:52Haben Sie ihm gesagt, dass Sie sich das nicht leisten können?
40:54Das hat ihn aber nicht interessiert.
40:58Er meinte, dann muss er den Fall eben zur Anzeige bringen.
41:01Und das wollten Sie verhindern, indem Sie ihn töten?
41:05Ich wusste mir keinen anderen Ausweg.
41:09Ohne die Krankheit seines Vaters wäre das vermutlich nie herausgekommen.
41:13Ohne ihr Handeln wäre Daniel Beck noch am lieben und sein Vater vermutlich zu retten.
41:18Herr Senhaas, Sie sind vor allem nicht festgekommen, wegen des dringenden Talvertrags, Daniel Beck am Warnet zu haben.
41:23Michi.
41:24Herr Senhaas, wenn Sie bitte mitkommen möchten.
41:28Rechts.
41:31Rechts.
41:31Ja, Frau Ortmann, das ist ja die Biolichtlampe von der Frau Stockl, gell?
41:36Ja, ich bringe Sie ja gerade zurück.
41:37Schade irgendwie.
41:38Die Lampe scheint sich nämlich ganz positiv ausgewirkt zu haben auf Ihre allgemeine Stimmungslage.
41:43Also ich an Ihrer Stelle würde mir auch seine zulegen.
41:45Alternativ kann ich auch einfach auf Ihren Anblick verzichten.
41:48Das ist meiner Stimmung mindestens genauso zuträglich und erheblich billiger.
41:52Hm.
41:53Sie weiß das Schöne nicht zu schätzen.
41:55quê.
41:58Sie weiß es nicht.
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