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  • vor 8 Stunden
Die Rosenheim-Cops (161) Staffel 9 Folge 7 - Alle haben Dreck am Stecken
Die Rosenheim-Cops (161) Staffel 9 Folge 7 - Alle haben Dreck am Stecken
Die Rosenheim-Cops (161) Staffel 9 Folge 7 - Alle haben Dreck am Stecken
Die Rosenheim-Cops (161) Staffel 9 Folge 7 - Alle haben Dreck am Stecken
Die Rosenheim-Cops (161) Staffel 9 Folge 7 - Alle haben Dreck am Stecken

Kategorie

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Kurzfilme
Transkript
00:08Musik
00:25Wenn Sie nähere Informationen wünschen, berühren Sie bitte den Bildschirm.
00:29Guten Morgen, Dr. Trautwein.
00:33Welche Artefakte brauchen Sie?
00:3712.04 und 12.08.
00:39Die Erwahntruhe und der Steigbülle.
00:42Das wissen Sie natürlich aus dem Kopf.
01:09Die Erwahntruhe und der Steigbülle.
01:13Die Erwahntruhe und der Steigbülle.
01:28Ich bin sicher.
01:29Klipper Rosenheim Apparat Stockel, grüß Gott.
01:31Ja.
01:32Wie war Ihr Name?
01:34Und wo?
01:36Ja, ist recht.
01:37Wir kommen, gell?
01:38Wiederhören.
01:39Morgen Stockel.
01:40Morgen Radl, verreist du.
01:42Nein.
01:43Aber sag, könnte ich die Sache vielleicht bei dir derweil deponieren?
01:47Ich bin vielleicht kein Lager.
01:49Jetzt kommt der Ringsburg auf den Märchen rausgeschmissen.
01:51Du bist meine letzte Hoffnung.
01:53Gehen jetzt vielleicht da?
01:56Da ist da hin.
01:57Danke.
01:58Das ist die Stockel.
01:59Servus Hartl.
02:00Verreist du?
02:01Nein.
02:03Das ist schwer, gell?
02:05Ja.
02:07Herr Lind, eine Leiche ist reingekommen.
02:10Bitte.
02:11Eine Leiche.
02:12Ach so.
02:13Im Historischen Museum und eine Herr Trautwein hat's gefunden.
02:16Morgen.
02:17Morgen.
02:18Morgen.
02:19Da ist er ja gleich.
02:22Verreisen Sie?
02:25Nein.
02:25Ah.
02:26Da sind bloß Sachen drin, die ich meinem Vater bringen muss.
02:30Dann ist ja gut.
02:30Das hätte ich mir jetzt gerade noch gefehlt.
02:32Sie müssen nämlich unserem Herrn Lind zur Seite stehen, bis der Herr Hofer wieder da ist.
02:36Wo ist denn er?
02:38Urlauber.
02:39Gut, gut, Herr Achtiger.
02:40Alles gut.
02:40Ich hab's auch deinen Freund in Wien.
02:42Wenn das so ist, dann könnt ihr vielleicht einen Dienstwagen haben.
02:44Warum?
02:45Sie fahren doch sonst immer mit dem eigenen Wagen.
02:47Den brauchen wir hin, Frau.
02:49Ja.
02:49Dann müssen Sie das mit dem Fahrdienst regeln.
02:52Ja.
02:53Willkommen bei der Marktkommission.
02:54Und wir haben auch gleich einen neuen Fall.
02:56Na dann, viel Erfolg, Herr Haagel.
02:58Danke.
02:58Aber ich kannte vielleicht vorher noch zur Fahrdienstleitung.
03:02Ja.
03:02Machen Sie dann.
03:02Fahren wir schon mal vor.
03:03Herr Mo.
03:08Ein Dienstwagen.
03:08Und warum kommen Sie damit zu mir?
03:10Ja.
03:11Weil...
03:12Weil die Kollegen aus der Fahrdienstleitung einen Mordschiss vor Ihnen haben.
03:16Ja.
03:16Und so geht's schneller, meinen Sie?
03:18Meine ja.
03:18Und außerdem teilen Sie mir einen Riesen gefallen.
03:20Und den Antrag, den hab ich schon ausgefüllt.
03:23Schauen Sie.
03:23Gut.
03:26Frau Altmann.
03:27Ich...
03:28Frau Altmann.
03:29Ich brauch halt den Wagen voll gleich.
03:31Das geht nicht.
03:32Ein, zwei Tage müssen Sie sich schon gedulden.
03:34Und was mach ich jetzt nicht?
03:35Der Lind und der Maul, die sind schon fort.
03:36Soll ich jetzt laufen oder was?
03:38Spusi, Doktor Kern, fahren Sie da mit.
03:40Wenn die noch da sind.
03:41Dann schauen Sie halt mal nach.
03:42Und wenn die nicht mehr da sind?
03:43Jetzt stellen Sie sich nicht so an, Herr Hartl.
03:45Frau Altmann.
03:46Bitte schauen Sie, dass Sie sich um meinen Wagen halbmal kümmern.
03:49Ja?
03:52Frau Altmann, ich war einer wirklich sehr verbundenen.
03:57Ich tue, was ich kann.
04:11Ja.
04:12Haben Sie angerufen?
04:13Ja.
04:14Frau Kommissarin, meine Kollegen, Frau Dr. Kern und Herr Mohr.
04:16Alles gut.
04:17Morgen!
04:17Hermann Trautwang, ich bin hier Kurator.
04:20Herr Rassner, er ist Aufseher.
04:21Leiter der Aufsicht.
04:23Also Oberaufseher quasi.
04:24Leiter der Aufsicht.
04:26Frau Jöksa?
04:35Säure.
04:42Sie können dann Bescheid sagen.
04:44Ja, okay.
04:46Anson, Sie haben es empfunden.
04:48Der Tator hat es freigegeben.
04:49Dankeschön.
04:50Um 31.
04:52Was wollten Sie hier unten?
04:53Wir wollten zwei Artefakte holen.
04:56Und wie heißt der Tote?
04:58Dr. Peter Merzer.
05:00Er war hier auch Kurator.
05:03Haben Sie irgendwas Außergewöhnliches gesehen, gehört?
05:07Nein, es war wie jeden Morgen.
05:10Herr Lien?
05:11Ja?
05:12Was sind jetzt diese Artefakten?
05:14Artefakte?
05:16Das sind im Prinzip...
05:18Prähistorische Objekte, deren humanartifizielle Genese außer Frage steht.
05:22Werkzeuge und Kunsterzeugnisse aus vorgeschichtlicher Zeit.
05:25Ja, genau.
05:28Ist der da mit Erschlagung worden?
05:30Das enthält sie ja, ja.
05:31Das ist die Tatwaffe.
05:34Was für eine Art von Axt ist das?
05:37Kältenaxt.
05:38Drittes Jahrhundert AC.
05:40AC ist jetzt Antichristum.
05:43Vor Christus.
05:44Das ist ja gut.
05:45Entschuldigung.
05:48Können Sie schon was zum Todeszeitpunkt sagen?
05:50Ja.
05:52Postkristum.
05:54Vor allem bis zwei Stunden.
05:56Verstehe.
05:57Herr Lind, schau es einmal her.
06:00Das haben wir gerade gefunden.
06:01Das könnte jetzt dem Täter gehören, aber auch dem Opfer.
06:04Da ist Blut dran.
06:05Außerdem ist das eine Axt.
06:08Kann es sein, dass das Opfer, also Herr Merse, das hier getragen hat?
06:17Keine Ahnung.
06:24Alles belegt, ja.
06:25Messe, ich weiß schon, ja.
06:27Aber sagen Sie, das müssten Sie vielleicht auch wen anders, wer von mir ein Hotelzimmer haben könnte?
06:31Wir erfahren jetzt.
06:32Werlinger?
06:33Nein, danke.
06:34Trotzdem.
06:35Herr Gott, werlinger, sagt's.
06:37Ihr fahrt jetzt auf Streife gerade.
06:38Ja.
06:39Könnt ihr mich vielleicht mitnehmen zum Kältenmuseum?
06:41Logisch.
06:42Super.
06:43Warum, was ist denn mit deinem Wagen?
06:45Werkstatt.
06:46Auwe.
06:51Wie war Ihr Verhältnis zu Herrn Merse?
06:53Wir gingen uns aus dem Weg.
06:56Herr Merse war, wie soll ich sagen, sehr von sich eingenommen.
07:01Er wollte vorwärtskommen, mit allen Mitteln.
07:04Nicht mein Fall.
07:05Waren Sie Konkurrenten?
07:06Ja.
07:07Inwiefern?
07:07Dr. Jaspers, der Museumsleiter, hört bald auf.
07:10Für seine Nachfolger waren ich und Herr Merse im Gespräch.
07:12Schrecklich.
07:13Ich habe es gerade von deiner Frau erfahren.
07:15Frau Weißflug, sie ist hier auch Kuratorin.
07:17Das ist Herr Linds von der Kriminalpolizei.
07:20Guten Tag.
07:22Erschlagen?
07:23Mit der Keltenachs aus dem dritten Jahrhundert, die wir im Träuchtinger Moos gefunden haben, ja.
07:27Mein Gott.
07:28Wer tut sowas?
07:30Wissen Sie, haben das von Frau Trautwein erfahren?
07:34Meine Frau ist die Sekretärin von Dr. Jaspers.
07:37Sie werden sie gleich kennenlernen.
07:38Ach so.
07:39Frau Weißflug, wissen Sie vielleicht, ob Herr Merse das hier getragen hat?
07:45Nein.
07:46Wissen Sie es nicht, oder?
07:47Er hat mich so in den Hals hängen gehabt.
07:50Das klingt sehr sicher.
07:51Ich war bis vor kurzem mit Herrn Merse zusammen.
07:54Bis wann vor kurzem?
07:57Letzte Woche.
07:59Und wo waren Sie heute Morgen?
08:01Zu Hause.
08:02Zu Hause.
08:03Ja, Herr Merse, seien Sie so nett und nehmen Sie bitte die Personalien von Frau Weißflug auf.
08:06Sie kommen am besten heute Nachmittag aufs Präsidium.
08:08Ich würde mich gerne mit Ihrer Frau unterhalten.
08:11Grüß Gott.
08:12Moin, Herr Nami.
08:13Weißflug.
08:16Ja, schafften Sie den Tag.
08:19Kripo Rosenheim, Apparat Stockel, grüß Gott.
08:22Ja, Herr Hartl, sehen Sie, was verschafft mir denn die Ehre?
08:25Ihr Sohn?
08:26Nein, der ist leider nicht da.
08:27Der ist bei einem Einsatz.
08:29Aber Sie brauchen sich wirklich keine Sorgen machen, weil Ihre Koffer sind bei mir in besten Händen.
08:34Ja, Ihre Koffer?
08:35Äh, Ihr Sohn hat gemeint, es werden...
08:38Aha, ein Missverständnis.
08:40Ich rieche natürlich Ihrem Sohn aus, dass Sie angerufen haben, gell?
08:44Wiederschauen.
08:45Komisch.
08:46Ist gut, Frau Hofer.
08:46Grüß Sie, die Frau Ortmann-Suche.
08:51Ihr Mann hat mir erzählt, dass...
08:54Bleiben Sie denn?
08:55Tut mir leid, da war kein Wagen da.
08:57Entschuldigung, das ist Hauptkommissar Hartl.
09:00Herr Trautwein, er ist Kurator hier und seine Frau, sie ist die Sekretärin von Dr. Jaspers, er leitet das Museum.
09:06Ja, also, Ihr Mann hat ja offenbar ein etwas gespannteres Verhältnis zu Herrn Merse.
09:11Wie stand es mit Ihnen?
09:12Wie ich mit ihm auskam?
09:14Ja, genau.
09:16Gut.
09:18Mhm.
09:19Ähm, sagen Sie, hat Herr Merse das hier getragen?
09:26Nein.
09:27Hat er nicht.
09:30Woher wissen Sie das so genau?
09:32Ich habe das nie an ihm gesehen.
09:36So, Sir?
09:38Ja, haben Sie Herrn Jaspers informiert, dass wir...
09:40Ja, natürlich.
09:41Herr Jaspers erwartet Sie.
09:42Am Römerboot.
09:44Römerboot.
09:45Zweite Treppe links.
09:47Er hat dort einen Fototermin.
09:48Alles klar.
09:49Danke, ähm, fürs Erste.
09:51Also, passen Sie auf.
09:52Das Opfer heißt Peter Merse.
09:54Ja.
10:12Ach, Sie sind die Herren von der Polizei?
10:14Richtig.
10:16Moment, bitte.
10:17Hauptkommissar Lind, Kripo Rosenheim, mein Kollege, Herr Hartl.
10:21Jaspers.
10:22Ist gut.
10:23Was haben Sie herausgefunden?
10:26Herr Merse wurde mit einer Keltenaxt erschlagen.
10:30Und zwar heute Morgen, zwischen 7.30 Uhr und 9.30 Uhr.
10:33Wo waren Sie da, Herr Jaspers?
10:35Na, hier im Büro.
10:36Ich bin Frühaufsteher.
10:38Nein, ich habe nichts mitbekommen.
10:51Ist...
10:51Keine Anzeichen einer Irritation.
10:55Möchten Sie etwas trinken?
10:57Ja, gerne.
10:58Wie war Ihr...
10:59Gut.
11:00Wir kamen sehr gut miteinander aus.
11:03Er war ein Mann schneller Entschlüsse.
11:05Wie ich.
11:07Er war eloquent.
11:09Wie Sie.
11:11Er hatte eine schnelle Auffassungsgabe
11:14und konnte komplexe Zusammenhänge kleinpacken.
11:18So wie ich.
11:21Wenn es nicht so kitschig klinge,
11:23dann würde ich sagen,
11:25wir waren Seelenverwandte.
11:28Danke.
11:28Da hatte Herr Trautwein wenig Chancen.
11:31Als Ihr Nachfolger.
11:34Er hatte keine.
11:36Trautwein ist so introvertiert.
11:38Er kommt nicht von seinen Büros, Hesler.
11:40Geschichte muss man heute plastisch präsentieren.
11:42Da muss man unter die Leute können.
11:46Herr Merse hat ein Verhältnis mit Frau Weißflug.
11:50Ja.
11:52Sie waren bis vor kurzem zusammen.
11:54Wissen Sie den Grund der Trennung?
11:56Nein.
11:58Hat die Frau Trautwein eigentlich auch was mit dem Merse gehabt?
12:01Sie fragen sehr direkt.
12:03Bei komplexen Zusammenhänge, Kleinpacken.
12:06Ja.
12:07Ja, ich denke schon, dass da was war.
12:11Blicke, Gesten und so, aber ich habe nicht weiter nachgeforscht.
12:14Privatsache.
12:15Was halten Sie von Frau Weißflug?
12:18Beruflich?
12:19Hervorragend.
12:20Ein Juwel voller innovativer Ideen.
12:24Die Frau hat Zukunft.
12:26Noch mal zu den Trautweins.
12:27Wie schätzen Sie das Verhältnis der beiden ein, untereinander?
12:31Sie leidet darunter, nur Sekretärin zu sein.
12:33Sie giert nach gesellschaftlicher Anerkennung.
12:36Sie will unbedingt, dass ihr Mann mich beerbt.
12:43Ja.
12:44Mei, der Arme.
12:46So knaller Fall.
12:48Wo soll er denn jetzt hin?
12:50Was gab es da?
12:52Ach, am Hartl.
12:52Sein Vater hat noch mal angerufen.
12:54Der hat mit dem Hartl seiner Frau telefoniert.
12:56Mei, mei, mei, der Arme.
12:57Was ist los?
13:00Rausgeschmissen, Harzen.
13:01Oh Gott.
13:02Kann mich auch mal jemand einweihen?
13:04Wie?
13:04Frau Hartl hat Herrn Hartl rausgeschmissen?
13:06Ja.
13:07Also der Herr Hartl ist heute Morgen mit Koffern in mein Büro gekommen
13:10und hat gesagt, die wären für seinen Vater.
13:12Stimmt überhaupt nicht.
13:13Sind seine Koffer, seine Frau hat ihn rausgeschmissen.
13:16Der Arme schämt sich.
13:18Was machen wir denn jetzt?
13:19Ja, gar nichts machen wir.
13:20Dem Hartl ist die Sache peinlich, also sprechen wir ihn nicht drauf an.
13:24Aber wir könnten...
13:25Na, nichts können wir, Frau Stockl.
13:26Es geht uns nichts an.
13:28Und früher oder später muss er es uns eh sagen.
13:30Bis dahin lassen wir ihn in Ruhe.
13:35Wohin so eilig?
13:36Ich muss sofort die Sache mit dem Dienstwagen klären.
13:39Ja, ja, Frau Stockl.
13:40Ich habe noch nicht unterschrieben.
13:42Was?
13:44Herr Rassner.
13:46Und seit wann machen Sie das mit den Arten, also Sachen?
13:50Seit meiner Pensionierung.
13:51Ich war Kunstlehrer.
13:53Ja, das ist ja sehr verwandt, gell?
13:58Archäologie war schon immer meine Leidenschaft.
14:02Ich würde gern mit Herrn Lind sprechen.
14:05Wieso?
14:05Um ihm etwas zu sagen, natürlich.
14:08Das ist kein was mehr sagen.
14:10Ihnen?
14:10Freilich.
14:18Ich wurde zufällig Zeuge, wie Dr. Merse und Frau Weiß flog, sich gestritten haben.
14:23Und wann?
14:25Vor einer Woche.
14:27Den Streit konnte man bis auf den Gang hinaus hören.
14:29Und warum ist der Gang?
14:30Es ging um einen Artikel in einer wissenschaftlichen Zeitschrift, History Journal.
14:36Ich dachte, dass es vielleicht wichtig ist.
14:38Ja, auf jeden Fall.
14:40Herr Rassner, lassen Sie mich das machen, bitte.
14:43Folgendes.
14:44Die Frau Weiß flog, die kommt die Kleines Kommissar.
14:47Herr Rassner, darf ich bitte in der Arbeit machen?
14:48Danke.
14:49Der Herr Rassner hat herausgefunden.
14:52Am Hattl, seine Frau hat ihn ausgeschmissen.
14:54Na.
14:54Ja.
14:55Ausgeschmissen?
14:56Wenn ich das sage, seine Koffer hat er bei der Stockl im Büro deponiert.
15:00Und jetzt?
15:02So, beieinander.
15:03Ja, der Herr Hattl.
15:04Ja, Herr Hattl.
15:05Grüß, Erna.
15:06Servus, wie geht's Ihnen noch ein paar?
15:07Ja, machen Sie sicher Mittag, gell?
15:10Ja.
15:10Du, ich hätte eine wunderbare Tomatensuppe für dich.
15:13So.
15:13Also nix, Dose.
15:15Alles Handarbeit.
15:15Wird das was für dich?
15:17Ja, schon.
15:19Und vielleicht ein kleines Bier dazu, aus meinem Privatbestand.
15:22Bayerisch natürlich.
15:23Ja, gern.
15:24Bring ich sofort.
15:26Und ich bin Luft, oder wie?
15:28Hat er Tomatensuppen?
15:29Nur, wenn es keine Umstände macht.
15:31Meierling, grüß Sie.
15:32Grüß Sie.
15:32Schön, dass Sie mich wenigstens erkennen.
15:34Ich komm gleich.
15:44Und sonst?
15:47Ja.
15:49Ja.
15:52Ja.
15:53Ja.
15:53Ja, dann muss ich mal wieder.
15:56Viel Glück.
15:58Ja, danke.
15:59Bei was?
16:01Der Suppen.
16:02Ah.
16:03Ciao, ciao.
16:04Servus.
16:06Ja, schön.
16:07Wir kommen, danke.
16:08Ja.
16:08Ciao, warte.
16:10Sag mal, du, ähm, hast du, oder, äh, kannt dich bei, oder wissest du vielleicht, wen, wo ich, äh,
16:20was?
16:22Äh, Zimmerkrankhand.
16:24Ach so.
16:32Na, ich vermiet ja nicht.
16:54Es ist ihm nämlich peinlich.
16:55Der soll nicht wissen, dass wir das wissen.
16:57Anordnung vom 80er.
16:59Anordnung vom 80er?
17:01Na ja, bei mir erfährt er nichts.
17:03Ich schweige dienstlich.
17:05Ach, Herr Hartl.
17:06Wie geht's?
17:08Kommen Sie voran in Ihrem Fall?
17:09Ja, äh, nein, also, wir haben gerade...
17:12Versteh schon.
17:13Wird schon, Herr Hartl, wird schon.
17:15Herr Lind.
17:18Herr Hartl.
17:20Ihr Dienstwagen.
17:21Gewaschen, gesaugt und vollgetannt.
17:23Frau Hartmann, vielen Dank.
17:27Herr Christian.
17:32Haben Sie Geburtstag?
17:34Nein.
17:36Du, Herr Hartl.
17:37Die Frau Trautwein, die ist schon im Büro und die Frau Johanna Weißflog, die wartet im
17:41Vernehmungsraum.
17:42Wo machst du das hin?
17:43Äh, äh, wo?
17:45Ja, dann vernehmen Sie die Frau Trautwein, ich höre ein bisschen zu und kümmere mich dann
17:49um Frau Weißflog.
17:51Frau Trautwein, bleib sitzen, bleib sitzen.
17:54Schau, Hartl, habt einen Kaffee gemacht, meine Spezialmischung.
17:57Das ist aber nicht.
17:59Kriege ich auch ein, kann auch eine ganz normale Mischung sein.
18:01Herr Lind, das dauert ein bisschen.
18:07Ja, Frau Trautwein, Sie haben ein Verhältnis gehabt mit Herrn Merse, gell?
18:16Wer sagt das?
18:17Der Herr Jaspers, ihr Chef.
18:22Ich höre.
18:24Ja.
18:28Bisschen ausführlicher wäre schon hilfreich.
18:32Wir haben einmal miteinander geschlafen.
18:34Das war's.
18:39Also,
18:40so eine Art Ausrutscher.
18:44Ja.
18:45Herr Hartl, ich bin da noch mal drüben, ja?
18:46Ja.
18:47Wann war denn der Ausrutscher?
18:49Vor einer Woche.
18:59Weißt du eigentlich, was hier los ist?
19:00Sie sind alle so merkwürdig zuvorkommend zu Herrn Hartl.
19:03Du weißt es nicht.
19:05Was?
19:06Er wurde von seiner Frau verlassen,
19:08beziehungsweise sie hat ihn aus der Wohnung geschmissen.
19:11Ach, dann sind das seine Koffer.
19:14Mich hat man auch so zuvorkommend behandelt,
19:15als ich von dir verlassen wurde.
19:23Ich habe mir Arbeit mitgenommen.
19:26Man weiß ja nie, wie lange man warten muss.
19:29Fleißig.
19:31Ja, Herr Jaspers hat mir schnell erzählt,
19:32was für eine Perle Sie sind.
19:35Frau Weißflug,
19:37wann genau haben Herr Merse und Sie sich getrennt?
19:39Letzte Woche.
19:41Im guten Einvernehmen?
19:43Nein.
19:44War vielleicht der Ausrutscher von Herrn Merse
19:46der Grund für den Streit?
19:49Was für ein Ausrutscher?
19:51Der mit Frau Trautwein.
19:55Er hatte was mit ihr.
19:57Wer sagt das?
19:59Frau Trautwein.
20:05Frau Trautwein,
20:06hat Ihr Mann von dem Ausrutscher gewusst?
20:09Ja.
20:10Wie hat er das erfahren?
20:11Ich habe es ihm gesagt.
20:13Einfach so.
20:15Ich war wütend auf ihn.
20:17Wollte ihn aus seiner Lethargie reißen.
20:20Er kennt nur seine Arbeit.
20:23Was ich ja erst einmal gut finde,
20:24aber jetzt, wo die große Chance ansteht,
20:26da kriegt er seinen Hintern einfach nicht hoch.
20:28Deswegen schlafen Sie mit dem Mann,
20:31der sein ärgster Konkurrent war.
20:34Das war eine sehr ungewöhnliche Methode.
20:38Ich dachte, die Wut auf Herrn Merse würde ihn anstacheln.
20:41Und er hätte es ihm heimzahlen sollen.
20:44Er hätte einen Posten streitig machen.
20:47Ja, und?
20:50Nix und.
20:52In Therapie ist er gegangen.
21:03Warum ging es denn bei Ihrem Streit?
21:06Ich arbeite an einem Forschungsprojekt.
21:08Privat nicht für das Museum.
21:11Warum betonen Sie das?
21:13Jaspers ist bekannt dafür,
21:14dass er sich gern mit fremden Federn schmeckt.
21:16Er ist maßlos eitel.
21:17Es geht ihm nicht um die Wissenschaft,
21:19nur um seine Anerkennung.
21:21Vorträge halten auf Kongressen,
21:22das ist seine Welt.
21:23Also, Sie haben befürchtet,
21:25dass er Ihre Ergebnisse benutzt?
21:26Stiehlt trifft es besser.
21:29Letzte Woche ist ein Artikel im History Journal erschienen.
21:31Er war von Jaspers.
21:32Es war mein Thema.
21:33Und es waren meine Ergebnisse.
21:35Haben Sie ihn darauf angesprochen?
21:37Ja.
21:38Er sagte mir,
21:39dass es sich bedauerlicherweise um einen Zufall handelt.
21:41Und auch er hätte geheim an diesem Thema gearbeitet.
21:44Ist denn das nicht denkbar?
21:46Nein, das ist unmöglich.
21:47Das waren genau meine Ergebnisse.
21:48Dieser Mann ist sowas von kaltschneuzig.
21:53Aber wie kam Jaspers dann in Ihre Unterlagen?
21:55Ich meine,
21:58durch Ihren Freund, Herrn Merzer.
22:00Ja, das kann ja nur Peter gewesen sein.
22:02Er war immer in meiner Wohnung
22:03und ich habe ihm meine Manuskripte gezeigt.
22:07Haben Sie ihn zur Rede gestellt?
22:08Ja.
22:10Hat das zugegeben?
22:11Nein, er hat alles abgestritten.
22:12Ich konnte richtig sehen, wie er lügt.
22:15Warum hat er das getan?
22:17Um sich damit bei Jaspers als Nachfolger einzukaufen.
22:21Verstehe.
22:39Wo ist der heute wohl übernachtet?
22:44Wo ist er beim Vater?
22:45Beim Vater geht nicht.
22:47Der ist im Heim.
22:48Wo ist denn der Herr Radl?
22:51Da unten.
22:56Wo fahren die er hin?
22:59Keine Ahnung.
23:01Wir hätten ihm hier beistehen müssen.
23:03Frau Stockl, der Herr Radl ist erwachsen.
23:05Er wird es uns dann schon sagen,
23:06wenn er meint, dass es so weit ist.
23:08Wo schlafft er heute?
23:10Keine Ahnung.
23:12Na ja, im Auto wird er schon nicht übernachten.
23:17Wo schon bist du?
23:18Wenn du einen Weg hast,
23:19dann wirst du mal schauen,
23:20dass du einen für deinen Weg hast.
23:23Jetzt sehen wir dir mal, was da raus ist.
23:29So, die Herrschaften.
23:32Stimmt, so.
23:33Können Sie wirklich schon gehen?
23:35Ja, ich muss.
23:38Servus.
23:39Ja, servus.
23:42Sehr gesprägig war der aber nicht.
23:46Seine Frau hat ihn auch vor die Tür gesetzt.
23:49Was?
23:49Ja.
23:50Wieso denn das jetzt?
23:53Weißt du, der typische Fremdgänger ist doch das nicht, oder?
24:00Stimmt.
24:02Wollt ihr noch was?
24:04Na danke, ich habe genug.
24:06Dann nehme ich noch einen Kaffee.
24:07Okay.
24:10Der Ärmste.
24:13Und bei Erna mit der Frau Ortmann,
24:15alles wieder im grünen Bereich?
24:18Ja, ja, alles Bessens.
24:21Schön.
24:36Hartl.
24:37Ja, servus.
24:39Servus.
24:40Ist alles in Ordnung?
24:42Ja, du, alles in Ordnung.
24:44Aha.
24:45Ja, und was machst du noch heute?
24:47Du, äh, arbeiten.
24:48Beschatten, erst.
24:51Ach so.
24:52Ja, dann...
24:52Gut nachts, gell?
24:53Ja, servus.
24:54Servus.
24:59Ja.
25:00Grüß dich, Florian.
25:01Was ist denn da los?
25:04Beschattung.
25:05Beschattung.
25:07Servus.
25:10Ja, dann wollen wir ihn mal nicht davon abhalten.
25:20Na, das geht nicht.
25:23Schlafen Sie kurz, Herr Lind.
25:24Ja.
25:25Ja.
25:31Frau Hofer.
25:32Herr Hartl, ich will Sie jetzt nicht in Verlegenheit bringen,
25:34aber wir wissen, was passiert ist.
25:37Wissen Sie was?
25:37Sie kommen jetzt mit zu mir
25:38und ich richte Ihnen das Gästezimmer her.
25:40Sie, aber ich möchte Ihnen keine...
25:41Keine Widerrede.
25:42Fahren Sie mal hinterher.
25:51Guten Morgen, Herr Dr. Jaspers.
25:54Guten Morgen.
25:55Guten Morgen.
25:56Wie war die Vernehmung gestern?
25:58Ging schon.
25:59Mit zwei habe ich einen Termin bei Herrn Lind.
26:01Frau Trautmann.
26:02Morgen, Herr Dr. Jaspers.
26:03Morgen.
26:03Ich musste einen Verdacht äußern.
26:05Sie haben mich danach gefragt.
26:07Na ja, das ist Sie.
26:07Das ist schon gut.
26:09Kann ich Sie was Indiskretes fragen?
26:11Wenn es nicht zu indiskret ist.
26:14Jetzt, wo Mercer nicht mehr in Frage kommt,
26:19hat mein Mann Chancen als Ihr Nachfolger.
26:23Tja, leider nicht.
26:27Ich habe mich letzte Woche mit dem Stiftungsrat getroffen.
26:31Sie haben mir eine Verlängerung meines Amtes angetragen.
26:34Ich habe zugestimmt.
26:37Was?
26:39Mercer wäre es dann auch nicht geworden.
26:40Nein.
26:42Aber unabhängig davon, Ihr Mann hatte nie eine Chance.
26:45Tut mir leid, dass ich das so offen sagen muss.
26:48Guten Morgen, Herr Dr. Jaspers.
26:50Dr. Trautwein hat mir die Liste der ausgeliehenen
26:54Abahnobjekte gegeben.
26:55Ich habe es auf Ihren Schreibtisch gelegt.
26:57Gut, danke.
26:59Rechtsanwalt Keutler?
27:01Trautwein hier.
27:02Ich hätte gerne einen Termin bei Ihnen.
27:04Ich möchte mich scheiden lassen.
27:14Ja, der Herr Gassner.
27:15Schön, alle frohe.
27:16Was haben Sie von uns?
27:17Ich möchte mit einem der Herrn Kommissare reden.
27:20Dann sagen Sie es halt mir.
27:23So, bitte, wie Sie wollen.
27:24Aber ich sage Ihnen, das kann dauern.
27:25Also gut.
27:28Ich habe da was aufgeschnappt.
27:31Könnte wichtig sein.
27:34Der Stiftungsrat vom Museum
27:35hat dem Herrn Jaspers die Verlängerung
27:37seines Amtes angeboten.
27:39Ah ja.
27:40Warum ist das jetzt wichtig?
27:43Ja, vielleicht sollte ich doch.
27:45Herr Rassner, jetzt bleiben Sie da und erklären Sie mir das.
27:48Guten Morgen, Herr Rassner.
27:50Guten Morgen, Herr Rassner.
27:51Ich möchte gerne zu einem der Herren Kommissare.
27:54Die sind jetzt um die Uhrzeit noch nicht da.
28:03Der Herr Merser war doch eigentlich als Nachfolger
28:07für Jaspers Posten vorgesehen.
28:09In der heutigen Ausgabe wird über den Mord berichtet.
28:12Und da steht drin,
28:13dass die Frau Weißflog dem Jaspers vorwirft,
28:16ihr Material für seinen Artikel gestohlen zu haben,
28:19der beim History-Journal erschienen ist.
28:22Da frage ich mich,
28:23wie ist der Herr Jaspers an Ihr Material gekommen?
28:27Und da fällt mir Ihr Streit mit dem Merser ein,
28:29von dem ich Ihnen gestern erzählt habe.
28:31Ach, dann hat der Merser quasi die Frau bestohlen.
28:35Und dem Herrn Jaspers die Unterlagen gegeben.
28:37Was hat der Herr Merser im Gegenzug dafür bekommen?
28:41Die Nachfolge von Jaspers Posten.
28:43Das klingt plausibel.
28:46Aber da jetzt der Stiftungsrat alles entschieden hat,
28:49hatte der Herr Jaspers ein Problem.
28:51Mit einem Mal stand ihm der Herr Merser
28:54bei der Verlängerung seines Amtes im Weg.
28:59Können Sie mir folgen?
29:01Nein, ich kann Ihnen folgen.
29:02Aber woher wissen Sie das von dem Stiftungsrat?
29:05Ich war zufällig in Jaspers Büro,
29:07als das Frau Trautmann erzählt hat.
29:09Du Michi, dann hat ja der Jaspers ein handfestes Motiv.
29:13Würde ich sagen.
29:15Aber Herr Rasner,
29:17da hängen Sie Ihren Chef ganz schön hin.
29:20Ja.
29:21Und warum?
29:22Das bin ich dem Merser schuldig.
29:24Wer war der einzig fähige Mann in dem Laden?
29:28Er hat die Frau Weißflug bestohlen,
29:30seine Freundin.
29:31Da ist er sehr fähig.
29:33Magst du mal, der heilig, der Zweck, die Mittel?
29:37Guten Morgen.
29:38Guten Morgen, Herr Lindt.
29:40Der Herr Rasner hat eine sehr interessante Geschichte auf Lager.
29:44Da bin ich ja gespannt.
29:55Kaffee oder Tee?
29:57Einen Kaffee, wenn es keine Umstände macht.
29:59Weich oder hart?
30:02Wie ein.
30:03Ach so, hart.
30:05Wie Hartl.
30:06Ja.
30:06Sagen Sie, Ihr Bruder hatte das jeden Tag so?
30:08Nein, bitteschön.
30:10Gibt es das bei Ihnen nicht?
30:14Bitteschön, meine Frau ist immer schon weg gewesen, weil ich aufgestanden bin.
30:17Die hat recht früher zur Arbeit müssen.
30:18Und auf die Idee, mit ihr aufzustehen, sind Sie mir gekommen?
30:23Nein.
30:24Ich hätte wohl besser da sein.
30:28So wie vieles andere auch.
30:31Darf ich fragen, wieso Sie einer den Stuhl vor die Tür gestellt hat?
30:36Ich meine, Sie sind doch eigentlich ein recht verträglicher Mensch.
30:39Verträglich?
30:40Ja, leider.
30:41Da steckt es ja schon drin.
30:43Was?
30:44Dass ich träge bin.
30:47Das wirft es mir schon lange vor.
30:50Träge?
30:51Auch.
30:52Ja.
30:53Und jetzt hat sie sich so ein Bircherl gekauft, so ein philosophisches.
30:58Und jetzt liest es Tag und Nacht die sieben Todsünden heißt das.
31:01Kennen Sie das?
31:02Nein.
31:03Auf jeden Fall, da steht drin, dass neben Hochmut und Neid und Geiz,
31:08dass da Trägheit, dass das quasi das Schlimmste ist.
31:15Was soll ich da machen?
31:18Da bin ich echt überfragt.
31:20Na, und ihr esst.
31:22Jetzt vielleicht noch ein Stück Zucker für mich.
31:24Ja, da.
31:31Dankeschön.
31:32Bitte.
31:34Langsam.
31:34Ja, vielen Dank für die offene Auskunft, Herr Dr. Kreutner.
31:37Danke.
31:37Jeder Herr.
31:38Also der Vorsitzende vom Stiftungsrat hat bestätigt, was Rasner gesagt hat,
31:42nämlich, dass Jaspers im Amt bleiben soll.
31:45Herr Jaspers.
31:45Gut.
31:46Einen kleinen Moment, bitte.
31:48Hat die Durchsuchung von Mersers Wohnung noch irgendwas ergeben?
31:50Nein, eigentlich nicht.
31:51Nur, das haben die Kollegen gefunden, das ist ein Beleg für Fotos, die der Merser zum entwickeln
31:57geben konnte.
31:58Er ist ja ein Urlaubsschmader.
32:00Ja, schauen wir mal.
32:01Gut.
32:01Danke.
32:02Wiedersehen.
32:03Herr Jaspers, grüß dich.
32:05Und?
32:05Nehmen Sie an.
32:06Was?
32:08Man hat Ihnen doch letzte Woche die Amtsverlängerung angeboten, nicht wahr?
32:10Woher wissen Sie das?
32:13Ich habe mit dem Vorsitzenden des Stiftungsrats telefoniert.
32:17Sie haben sich eine Woche Bedenkzeit erbeten.
32:20Ich nehme mal an, Sie nehmen an.
32:24Er hat mir auch erzählt, dass Ihr hervorragender Artikel in History Journal ausschlaggebend war
32:29für die Amtsverlängerung.
32:31So?
32:32Ja, sogar so, dass die Stiftung einen Herrn Merser nicht mehr wollte.
32:37Nehmen Sie doch bitte Platz.
32:42Wissen Sie, da drängt sich mir ein Gedanke auf.
32:46Mal angenommen, dieser Artikel stammt gar nicht aus Ihrer Feder.
32:50Jetzt kommen Sie mir bloß nicht mit den haltlosen Unterstellungen der Frau Weißflug.
32:54Sondern aus der Feder von Frau Weißflug.
32:57Und Herr Merser hat Ihnen das Material beschafft.
32:59Das ist wahrer Unsinn.
33:01Wir haben zufällig über dasselbe...
33:03Was hat er denn für seine Dienste bekommen?
33:05Etwa die Zusage, Ihr Nachfolger zu werden?
33:08Ich sehe das so.
33:10Als Ihr Artikel einschlug und man Ihnen die Amtsverlängerung anbot,
33:14was ungewöhnlich ist, da Sie in Ihrem Alter normalerweise in Ruhestand gehen müssten,
33:18da standen Sie plötzlich vor einem Dilemma.
33:22Muss ich mir das anhören?
33:24Herr Lind...
33:24Ja, das müssen Sie sich anhören.
33:27Auf der einen Seite war der Deal mit Merser
33:29und auf der anderen Seite die Möglichkeit, selbst im Amt zu bleiben.
33:33Was tun?
33:35Ich bringe ihn um.
33:37Darauf wollen Sie doch hinaus.
33:38Ja, vielleicht könnten wir mir zweimal...
33:42Ja, dann warten Sie bitte draußen, Herr Herr Herspass.
33:48Herr Thomas, bist du so nett...
33:55Glauben Sie das wirklich?
33:56Ja, das glaube ich.
33:57Ist das nicht ein bisschen arg verzwickt?
33:59Verzwickt?
34:00Für mich sind Mordmotive einfacher gestrickt.
34:03Hauptgeeifersucht, rache sowas.
34:04Das sagen Sie wohl als erfahrener Mordermittler.
34:10Das war jetzt unter der Gürtellinie.
34:12Tut mir leid.
34:13Frau Stockel?
34:14Ja?
34:15Haben Sie die Frau Weißflucht schon herbestellt?
34:16Ja, hab ich.
34:18Wieso jetzt die schon wieder?
34:19Weil die auch ein Motiv haben könnte, Herr Härtel,
34:21und zwar ein noch viel verzwickteres.
34:24Wo ist denn die Zeitung?
34:28Bewege sie ja schon.
34:30Bitte.
34:31Danke.
34:32Hier, schauen Sie.
34:34Hier ist der Artikel über den Mord an Merser.
34:37Und genau daneben das Interview mit Frau Weißflug.
34:39Das ist doch kein Zufall, oder?
34:41So, die Frau Weißflug war auch da.
34:43Ich hab sie im Vernehmungsraum weggesteckt.
34:45Sehr gut.
34:47Kommen Sie mit?
34:48Äh, ja, gut.
34:55Du, Härtel.
34:56Ja?
34:57Der Ringsburger vom Einbruch hat angerufen, wollte ich sprechen.
35:02Ja, später.
35:04Er hat aber gesagt, es handelt sich um deinen Fall.
35:07Hat er was angedeutet?
35:08Nein.
35:10Ist nicht schlecht, oder?
35:11Der Jaspel springt im Viereck.
35:14Ja, kannst du vielleicht zum Ringsburger gehen?
35:16Ich muss noch zur Vernehmung von der Weißflug.
35:18Ja, alles recht.
35:20Du, Härtel.
35:21Was hast du, was ich noch vergessen habe?
35:23Die Fotos muss ich abholen.
35:24Aber zum Ringsburger gehst du schon zuerst.
35:26Ja, freilich.
35:30Raspel, das ist der Verzieherentrisschen.
35:48Schon wieder fleißig?
35:49Ja.
35:53Haben Sie heute schon Zeitung gelesen?
35:55Nein.
35:57Nein?
35:57Sie haben doch ein Interview gegeben.
35:59Ja.
36:04Und in diesem Interview haben Sie gesagt, wie schlecht die Stimmung im Museum ist.
36:08Dass der tote Herr Merzer Ihr Freund war, der Sie bestohlen hat, alles Herrn Jaspers gegeben hat, damit der seinen
36:14Artikel schreiben kann.
36:15Ja.
36:16Haben Sie aber große Bühne für Ihr Anliegen gefunden, gell?
36:21Wie gesagt, es war meine Chance, um...
36:22Ihre Sicht der Dinge darzulegen, ja.
36:24Und nebenbei konnten Sie Jaspers so richtig bloßstellen.
36:27Und sich selbst als Opfer der Intrige hinstellen.
36:30Was heißt hier hinstellen?
36:31Ich bin das Opfer einer Intrige.
36:34Vielleicht hat das Opfer ja zurückgeschlagen.
36:36Ich kann Ihnen jetzt nicht folgen.
36:39Sie wurden bestohlen, haben sich gerecht, eine Bühne gesucht und gefunden.
36:43Sie glauben, ich habe Merzer getötet, um...
36:45Um Ihrem Plagiatsvorwurf Gehör zu verschaffen.
36:49Ohne den Tod von Herrn Merzer hätte sich nicht mal ein verstaubter Historiker für den Fall interessiert.
36:53Für diese haarsträumende Theorie brauchen Sie eine gute Beweisführung.
37:04Was haben Sie sich dabei gedacht?
37:06Tun Sie doch nicht so scheinheilig.
37:07Das ist Rufmord, ich werde Sie verklagen.
37:09Ich bitte darum, dann kommt wenigstens die Wahrheit vollständig ans Licht.
37:12Sie sind die längste Zeit in meinem Institut gewesen.
37:15Wer hier geht, das wird sich noch rausstellen.
37:18Apropos, Sie können jetzt gehen, Herr Jaspers, danke.
37:23Äh, bitte.
37:28Harten, der Regensburger hat einen Artikel gelesen von dem Mordfall.
37:31Ja und?
37:32Der Merzer war vor drei Wochen bei ihm und hat eine Aussage gehabt.
37:35Der Merzer?
37:35Ja, der Merzer.
37:37Es ist nämlich folgendes.
37:39Das Museum wollte einen Keltengrab freilegen und der Merzer wollte, dass die Polizei das bestattet.
37:45Wieso?
37:46Grabräuber.
37:46So.
37:47Ja und?
37:48Ja, der Regensburger hat natürlich gesagt, dass das nicht geht,
37:50weil so eine Ausgrabung, die dauert Monate, da kannst du nicht jeden Tag die Polizei abstellen.
37:55Na, hat er schon recht.
37:57Bei Merzer haben wir ja eh nichts gefunden.
37:59Na, da haben wir gar nicht.
38:00Zäh, fix noch einmal.
38:01Jetzt habe ich schon wieder die Fotos verpässt.
38:05Zeitung.
38:05Danke.
38:07Ich sage einmal, wer weiß noch das alles, dass ich heim hinausgeflogen bin?
38:14Eigentlich Olli.
38:18Olli?
38:22Braucht's, gell?
38:38Herrlich.
38:39Ja.
38:41So was haben Sie jeden Tag?
38:43Ja.
38:45Könnte mir schön neidig werden.
38:47Haben Sie keinen so schönen Ausblick?
38:48Nein.
38:49Ich schaue auf einen Kirchturm.
38:52Marion wollte ja immer umziehen, aber träge halt.
38:58Okay, jetzt wird's eng.
39:00Mit was?
39:01Mit dem Essen.
39:03Hallo, die Herren.
39:05Ist gut, Frau Marie?
39:06Grüß euch.
39:07Hallo, Frau Ota.
39:08Was gibt's heute gut?
39:09Bloß eine Bratnockelsuppe.
39:11Bratnockelsuppe?
39:11Ja, und danach einen Tafelspitz vom Jungrind in Schnittlauchramsauce mit Schwenkartoffeln.
39:17Warum habe ich einen, die Kurfrau, die mich rausschmeißt?
39:20Also, entschuldige, Hartl.
39:22Äh, wollt ihr auch was?
39:24Nein, nein, wieso nicht?
39:25Ich schaue einmal, was ihr machen müsst.
39:29Hartl.
39:30Ja.
39:30Hartl, schau mal her.
39:31Das sind die Fotos, die der Mercer zu den Pickeln gebracht hat.
39:35Entschuldige.
39:36Ja, moi.
39:39Ja, Frau Knie-Retter, danke vielmals für den Urkopf.
39:41Das ist ja der Rassner.
39:43Hm.
39:44Was macht denn der doch?
39:46Als Aufseher vom Museum ist er doch immer über Stand und Ort der Ausgrabung informiert gewesen.
39:50Habt seine Wohnung schon durchsucht?
39:52Wir brauchen noch den richtigen Beschluss.
39:53Vielen Dank.
39:55So, also die Suppen können reichen, nur beim Tafelspitz.
39:58Da sehe ich schwarz.
39:58Das ist ganz wenig.
40:00Und den richterlichen Beschluss haben wir auch.
40:03Ja, na dann, Herr Moor.
40:05Was?
40:06Na, wo warten Sie?
40:07Suppe.
40:10Michi.
40:12G.V. im Verzug.
40:13Nein, nein.
40:16Servus, Frau Marie.
40:17Servus.
40:18Servus.
40:18Das klauen Sie für uns.
40:20Bitte, Herr Lied.
40:21Ja, na gut.
40:25Kennen Sie das?
40:27Das haben Sie mir gestern gezeigt.
40:29Und ich habe Sie auch gefragt, ob Sie wissen, wer das getragen hat.
40:32Können Sie es mir jetzt sagen?
40:33Nein.
40:35Aber wir können Ihnen das sagen.
40:37Ist doch hier ein Fotoalbum, oder?
40:40Und das?
40:41Und das?
40:42Und das haben Sie, oder?
40:44Offensichtlich.
40:45Dann schenkst du es auch.
40:47Da.
40:49Das ist vielleicht besser.
40:50Ach so.
40:56Das Amulett vom Tatort gehört eindeutig Ihnen.
40:59Na gut.
41:01Dann habe ich dort verloren.
41:02Und?
41:02An dem Amulett war Merzers Blut.
41:05Sie haben ihn erschlagen.
41:07Weil der Herr Merzer Sie beim Graubröbern erwischt hat.
41:16Er hat mich zur Rede gestellt.
41:18Im Lager.
41:21Mein Gott, wegen den paar Scherben, die tun doch keinem weh.
41:25Aber er wollte mich unbedingt beim Jaspers hinhängen.
41:28Das hätte Sie Ihren Job gekostet.
41:30Ich liebe meine Arbeit.
41:31Das ist mein Leben.
41:33Und er will alles kaputt machen.
41:35Ich habe ihn angefleht.
41:37Ich habe ihm gesagt, dass ich nicht damit handle,
41:39dass ich sie für mich haben will.
41:40Für mich.
41:41Für meine kleine Sammlung.
41:42Nix.
41:43Nix.
41:44Er blieb stur.
41:46Und dann habe ich...
41:50durchgetreten.
41:55Herr Lasne, geh mal bitte mit.
42:08Tanselind.
42:10Nicht verzwickt.
42:11Ganz einfach.
42:14Einfängerglück.
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