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00:00:18I am brave, but I am also holding back.
00:00:22That's what I'm afraid of.
00:00:23I'm kind of scared, and that's why I always spring.
00:00:26I always bring it so far.
00:00:38It's certainly easier, a audience almost to train,
00:00:45than in a strange way, a audience to laugh.
00:00:49I love it.
00:00:58Helga Fetterson
00:01:00I was known as everyone.
00:01:01I am a hunter and hunter.
00:01:06I like to collect things,
00:01:08which are curious
00:01:09and maybe unimaginable.
00:01:11That's why I feel a little
00:01:14like a Hüter of Helgas Nachlass
00:01:16and try to make it
00:01:18worthy to make it.
00:01:19So that it doesn't end up
00:01:21on a waste, on a waste.
00:01:23This is here,
00:01:25the last rest of a long,
00:01:28successful art life.
00:01:47It's a big piece of art.
00:02:07It's beautiful.
00:02:08It's beautiful.
00:02:08There you have your calmness.
00:02:10It's beautiful.
00:02:14It's beautiful.
00:02:15Here you have your calmness.
00:02:19Now comes the Mickey Mouse bar.
00:02:24Two men look at me tomorrow.
00:02:27The one has a glasses on, so he doesn't see me.
00:02:31And Mickey Mouse.
00:02:56Helga, die hatte so zwei Tonarten immer, nicht?
00:03:00Einmal dieses etwas schrille, wo ich so, oh Mann, jetzt wird's aber laut hier.
00:03:04Und die hatte ja diese, diese, ah, diese helle Stimme.
00:03:07Und die brach dann so und dann wurde sie ernst.
00:03:11Die waren Star. Die waren Star in Deutschland.
00:03:13Neben ihr verblasste alles, was vielleicht an Frauen sonst noch da war.
00:03:18Sie hat da schon eine gewisse Vorreiterrolle gehabt.
00:03:20Helga Feddersen, sagen wir mal, die war eigentlich neugierig auf alles.
00:03:24Und ich weiß nicht, wer auf die Idee gekommen ist und sie irgendwann besetzt hat als Ulknudel.
00:03:32Sie sagte also, U-Musik und E-Musik, sie ist ein Ü.
00:03:37Also das finde ich natürlich gigantisch, nicht?
00:03:39Zu sagen, ich bin ein Ü, also zwischen allen Stöhlen immer hin und her.
00:03:43Wieso wird so getrennt zwischen U, Unterhaltung, und E, ernster Darstellungskurs?
00:03:50Da bin ich eben ein Ü. Hülger Feddersen oder so.
00:03:53Ne?
00:03:54Ne?
00:03:55Ne?
00:03:55Ne?
00:03:56Ne?
00:03:56.
00:04:18Helga is in the role reingerutscht.
00:04:21I find that with great success.
00:04:23It's like a lot of things in my life.
00:04:28In our store, there are many Kunden who remember these times.
00:04:35They sing something about Badewanne-Tango.
00:04:40I speak English, I can dance.
00:04:44And I look unheimlich good.
00:04:48I have always good chances.
00:04:54What say you do now to?
00:04:58I step you to.
00:05:01You are really the trend.
00:05:03We sang this unsägliche Do the Wannes-Volk.
00:05:07It was a quick shot.
00:05:08We got the text very short.
00:05:11I was on the tourney.
00:05:12She was somewhere else.
00:05:14We took it off.
00:05:15I was on the tourney.
00:05:17I was on the tourney.
00:05:18It was on the tourney.
00:05:19I was sent off the tourney.
00:05:25The song came out of the tourney.
00:05:35I knew that the song came out of our store.
00:05:37It's a cool song or something, but I've seen it one or two times, but it's also worth it.
00:05:46For me, it was a bit... a bit of a... a bit of a... a bit of a...
00:05:50I want to be a little partner with you.
00:05:56You sing fine, I sing me.
00:05:58Okay, one after the other.
00:06:01The water is full.
00:06:03The water is full.
00:06:04The water is full.
00:06:08The water is full.
00:06:12The water is full.
00:06:13The water is full.
00:06:15The water is full.
00:06:16The water is full.
00:06:16It was in the music-Hit-Parade, so that everyone live singed.
00:06:24I said, we should go to the studio.
00:06:27We can't do that.
00:06:28It's impossible.
00:06:29And then the director, because we said, we don't have to do it,
00:06:36that we should sing full.
00:06:38I know, how Dieter Thomas Heck told us,
00:06:41he was laughing at the outside, but with the teeth,
00:06:45because of course he was against it.
00:06:48And it made us a lot of joy,
00:06:52we were looking forward to dancing.
00:06:53And in the other a little.
00:06:55And to have a great face of the moderator,
00:06:56that was placed on the screen at the stage.
00:07:01Here we go again,
00:07:04we're not going to play again,
00:07:05we're not going to play again!
00:07:09We're not going to play again!
00:07:12We're not going to play again,
00:07:13we're not going to play again!
00:07:20The one is full, the one is Helga.
00:07:26Helga Fetterson, Didi Haller-Fort.
00:07:27Man kann mit Dingen, wo man denkt, das ist ja der Knaller überhaupt, total daneben liegen.
00:07:33Uns beiden ist das glücklicherweise bei diesem Lied nicht passiert,
00:07:36aber es ist auch nichts, worauf ich jetzt besonders stolz bin im Nachhinein.
00:07:39Und das Komische ist ja, am Flughafen manchmal, ah, die Wanne ist voll.
00:07:46Ich sage, nein, das bin ich nicht, das ist Herr Haller-Fort, bitte, sehe ich so aus.
00:07:51Nein, Entschuldigung, wusste ich gar nicht, aber die Verbindung Helga und ich und Haller-Fort,
00:07:55die konnte man manchmal nicht so trennen.
00:08:09Die Leute kennen dich auch, wenn sie gar nicht wissen, was du machst.
00:08:12Die kennen dich auch, wenn sie gar nicht wissen, wie die Sendung heißt.
00:08:14Die haben dich einfach schon mal gesehen und du gehörst ihnen auch.
00:08:17Und das ist halt die Idee.
00:08:17Das heißt, wenn du jetzt Fernsehen machst und du wirst im Fernsehen prominent,
00:08:21dann ist es eben genau das, mit dem du eben prominent geworden bist und das bestimmt dann das Image.
00:08:26Das ist ja das Verrückte.
00:08:27Nachdem ich also mit Didi, du, die Wanne ist voll sehr erfolgreich doch dargeboten hatte als Parodie.
00:08:33Ihr habt enorm erfolgreich gebadet.
00:08:35Dann meinte man, jetzt können wir beide keine ernsten Rollen mehr spielen.
00:08:38Ja.
00:08:39Aber die Vielfalt, die man in sich hat, dass man die immer auch zum Einsatz bringen kann,
00:08:44das ist gar nicht so leicht, wie man denkt.
00:08:47Los, geht mal, guckt euch mal um.
00:08:48Vielleicht sitzt er irgendwo mit seiner jungen Frau.
00:08:50Oder er kommt noch.
00:08:52Das also ist das richtige Leben.
00:08:56Ah, da ist er.
00:09:01Der tritt ja auf.
00:09:02In jeder Manner findet man von Kindheit.
00:09:05Kinder beeinflusst, Onkel Paul wartet.
00:09:06Helga hatte bereits erste Filmrollen Ende der 40er Jahre und dann Anfang der 50er Jahre erste Bühnenerfolge.
00:09:15Und da sah sie, wenn man die Fotos sieht, wunderschön aus.
00:09:18Fotos habe ich in Alben und in Boxen.
00:09:21Boxen ist praktischer.
00:09:23Und da ist auch immer noch so ein bisschen nette Erinnerungsstücke drin.
00:09:27Ich habe hier Helgas ersten Bühnenausweis.
00:09:31Der ist, wenn ich das richtig sehe, hier von 1951.
00:09:35Dort hatte sie da ein festes Engagement.
00:09:53Meine Karriere fing ganz niedlich an.
00:09:56Ich besuchte die Schauspielschule, kriegte meine ersten Rollen.
00:10:00Und war so eine Charakternaive und galt schon so als Geheimtipp in Fachkreisen.
00:10:07Ich sag euch, die Elis ist an allem schon.
00:10:09Sie fressen Besen, wenn die nicht geschwindelt hat.
00:10:10Klar.
00:10:12Krankhafte Wunschträume.
00:10:13Und der bewusstes Soma.
00:10:15Das gibt's.
00:10:16Wollen wir ihr doch mal ein bisschen auf den Zahn fühlen.
00:10:18Helga, die blieb einfach, wenn man sie kennenlernte, sofort hängen, weil sie so etwas Außergewöhnliches hatte.
00:10:27Da war ein besonderer Frauentyp, die also nicht aussah wie jede normale Hausfrau.
00:10:37Als ich so anfing, Schauspielerin zu werden, da war gerade die junge Schell, die junge Läuberig, also weich, fraulich, der
00:10:46Typ war modern.
00:10:47Und wenn ich mich vorstellte, immer schon sehr schlank, die Haare so, die Nase gerade.
00:10:52Und vorsprach, hieß es immer, Gott, sie sind begabt, aber sie sehen leider nicht so aus.
00:10:58Sie sind zu groß, zu dünn und die Nase ist zu lang.
00:11:02Dann dachte ich, wie kann man das korrigieren?
00:11:04Zu groß, Schultern fallen lassen.
00:11:07Zu dünn, was Fülliges anziehen.
00:11:10Nase zu groß, beim Lachen so.
00:11:12Also ich war, ich muss furchtbar gewirkt haben, weil ich so durch die Welt ging.
00:11:17Und sie hatte ein bisschen später nicht so ein wahnsinnig symmetrisches Gesicht.
00:11:23Sie hatte mal so eine Krebserkrankung und das hat sie, zumindest wenn sie darüber später gesprochen hat, so kaschiert, dass
00:11:33sie das weniger gestört hat.
00:11:35Aber natürlich stört einen das nicht.
00:11:37Dieses schöne Jugendstilgebäude ist das Ebenezer Krankenhaus.
00:11:42Und hier bin ich am 14. März 1930 morgens 9.30 Uhr zur Welt gekommen.
00:11:48Und 25 Jahre später war ich wieder in diesem Krankenhaus.
00:11:59Eines Tages bekam ich für mein Gefühl links ein dickes Gesicht.
00:12:05Man guckt sich ja als Schauspielerin schon beim Schminken oft in den Spiegel.
00:12:08Und irgendwie tat mir das auch weh.
00:12:10Und ich wurde immer dünner und konnte auch schon gar nicht mehr laufen und ging zum Arzt.
00:12:15Und nach vielem hin und her erkannte man, ich war damals 25, dass ich hier auf der Ohrspeichelbrüse, man kann
00:12:22jetzt noch die Narbe sehen, einen Tumor hatte.
00:12:26Der war taubeneigroß und musste sofort herausgeschnitten werden.
00:12:32Leider waren hier und hier und hier die Nervenstränge mit durchgeschnitten, die den Mimus hier verursachen.
00:12:38Und mein Mund hing hier drüben.
00:12:40Ich konnte das gar nicht mehr nachmachen.
00:12:44Ich konnte also weder essen noch trinken noch sonst was. Und der Beruf war nun ganz vorm Tisch.
00:12:51Diese Operation, das war nicht einfach. Ich wusste gar nicht, dass sie ein Jahr fast nicht sprechen konnte.
00:12:57Ich weiß nicht, was ich machen würde, wenn ich nach einer Operation den Mund nicht mehr zukriege.
00:13:04Aber ich habe das erst nachträglich gelesen, was sie so durchgemacht hat.
00:13:08Ich kenne die Zeit nach ihrer Operation und habe an ihr festgestellt, dass sie sehr depressiv war, sehr zurückgezogen gelebt
00:13:18hat.
00:13:19Und sie war bei ihrem Daddy in unserem alten Laden, der ganz in der Nähe der Deichstraße war.
00:13:24Und man konnte sie kaum sehen. Das war also eine furchtbare Zeit für sie.
00:13:32Da wollte ich eigentlich schon im ersten Jahr von Michel springen. Und da sagte mein Vater, wegen sowas springt man
00:13:40nicht von Michel.
00:13:51Ich fand, ich sah ganz furchtbar aus. Aber mein Vater meinte, ich sehe nicht furchtbar aus.
00:13:57Komm in den Seemanns Ausrüster zu mir. Die Seeleute sind gerade raus. Die gucken nicht, ob einer schief oder krumm
00:14:04ist.
00:14:04Mit väterlicher Gewalt hat er gesagt, wenn einer plötzlich schief ist, deswegen schmeißt man nicht das höchste Gut weg. Und
00:14:12das ist das Leben.
00:14:16Dann bin ich in den Keller dieses Geschäftes gegangen. Das war das erste Jahr. Im zweiten Jahr hat mein Vater
00:14:21gesagt, aus diesem Keller kommst du jetzt nach oben.
00:14:24Hinter die Tonbank, also hinter dem Verkaufstift. Das brauchen Sie, bester Mann, das brauchen Sie.
00:14:43Am Anfang war das für Helga eine Therapie. Sie hatte sich ja völlig abgekapselt, nachdem sie die Gesichtsoperation hatte.
00:14:51Und hat sich dann so nach zwei Jahren hochgerappelt. Und das hat sie ja auch von zu Hause aus gelernt.
00:14:56Das war ja eine Familie, die auch um ihren Broterwerb kämpfen musste. Und da hat sie mitgekriegt, was Bodenständigkeit ist.
00:15:04Dass ich nochmal wieder in den Beruf zurückkehre, hätte ich nie gedacht.
00:15:08Telefon geht, Mutti nimmt ab und weint. Was denn nun? Ich nehme den Hörer, weine auch.
00:15:14Da suchten sie im Fernsehen. Ich dachte, jetzt geht's wieder los. Eine Soufflöse.
00:15:19Damals waren noch Live-Sendungen. Und da hat man hinter der Kamera für die Kollegen die Texte verfolgt und schnell
00:15:25hochgeflüstert
00:15:26oder Tafeln hochgehalten. Da habe ich gesagt, das ist ja eigentlich wie ein Wink von oben.
00:15:46Ich kannte Helga Vettersen aus den Anfang der 60er Jahre, als sie Soufflöse war.
00:15:53Sie hat Souffliert bei den Fernsehspielen und hat das wunderbar gemacht.
00:16:00Sie war ja auch eine Spielerin. Das konnte sie. Und das machte sie ja auch beim Soufflieren, spielte sie ja
00:16:08schon.
00:16:08Also die Augen waren sowieso immer ihre... Da blitzte es raus und es war unheimlich schön.
00:16:15Und wenn der Film, also die Aufzahl dann zu Ende war, dann hörte man sie wieder irgendwo laut lachen.
00:16:24Wenn ich schon nicht mehr vor der Kamera stehen kann, dann noch hinter der Kamera. Dann bin ich wieder mit
00:16:30dem Beruf irgendwie in Verbindung.
00:16:32Hundertprozentig, wie ich alles mache, habe ich Souffliert. Sprechen konnte ich auch wieder. Mein Talent hatte ich ja nicht verloren.
00:16:38Helga hat sich aufgerappelt, weil sie sich Jobs suchte hinter der Kamera. Aber sie hatte immer den Wunsch, Schauspielerin zu
00:16:46werden.
00:16:47Und da ist sie von vielen ermuntert worden. Und irgendwann wagte sie den Sprung. Und das war ein Befreiungsschlag.
00:16:56Schon vor Dienstbeginn schwirrt Mienchen immer emsig wie ein Bienchen durchs Büro. Denn sie kennt weder Rast noch Ruhm.
00:17:03Ihre Welt und ihr Zuhause ist die Firma Schmidt und Krause für den Chef. Da wird sie alles tun.
00:17:10Sie stellt Blumen in sein Zimmer, sorgt dafür, dass er auch immer seine Pille nimmt, die ihm der Arzt verschrieb.
00:17:17In Erinnerung geblieben ist mir von Jürgen Roland das Haus an der Stör. Stahlnetzfolge war das damals.
00:17:32Als sie diesen ersten Krimi gedreht hatte, da spielt sie ja eine junge Frau, die sehr intensiv und gleichzeitig auch
00:17:41dieses Unheimliche so ein bisschen ausstrahlte.
00:17:44Und das in Schwarz-Weiß gezeigt. Ja, das war sehr eindrucksvoll.
00:17:48Hat sie es getan?
00:17:51Nein, ich glaube nicht. Sicher nicht.
00:17:55Und sonst haben sie eben nur für Frau Noack genäht.
00:17:58Ja.
00:17:59Es war ja nicht immer leicht damals.
00:18:01Vor allem konnte man so schwer ans Stoff rankommen.
00:18:05Manchmal habe ich aus Wolldecken Wendel genäht.
00:18:07Helga fing doch auch mal mit Schwarz-Weiß-Fernsehen an. Ernsthafte Fernsehspiele.
00:18:14Ich wusste gar nicht, dass sie so viel im Norden gedreht hat an guten Dingen, also an guten Filmen.
00:18:22Was ist denn das?
00:18:24Patria.
00:18:26Willem, du denkst aber auch an alles.
00:18:28Der kleine Reif zeigt stets dir an, aus Mensch und Mensch, Bad Frau und Mann.
00:18:42Ich war sehr lange Junggesellen, wenn auch nun nicht gerade Jungfrau mehr.
00:18:47Und im Alter von 32 lernte ich einen Mann kennen, lieben und dachte, den muss ich heiraten.
00:18:53Und als ich ihm das so irgendwie zu verstehen geben wollte, spielten sich folgende Sätze ab.
00:19:03Herr Kosicek, ich kann Sie leider nicht mit in die Wohnung nehmen.
00:19:08Ich wohne nämlich noch im Schoße der Familie.
00:19:11Schade. Ich kann Sie leider auch nicht mit mir nehmen. Ich wohne nämlich bei meiner Frau.
00:19:17Sie tragen doch gar keinen Ehering.
00:19:19In meinen ganzen drei Ehen habe ich nie einen Ring getragen.
00:19:23Sie Wüstling!
00:19:24Helgas erster Mann, Götz Kotzusäck, der war 23 Jahre älter als sie und ein hochgeistiger Mensch.
00:19:31Er war Dramaturg, er war sehr gebildet und das war eine harmonische Beziehung.
00:19:35Mach doch mal die Lampe aus, ich schäme mich so sehr.
00:19:41Und machst du nicht die Lampe aus, geh bei mir gar nichts mehr.
00:19:50Das ist natürlich so eine Sache, mit einer prominenten Helga Feddersen verheiratet zu sein.
00:19:55Denn sie hat ja nicht nur gute Eigenschaften, sondern auch Aachen bei nur gute Eigenschaften.
00:20:00Das erste Mal hat mich darin bestärkt, dass eine Nase schön sein kann, dass ein Profil mit Nase was hergibt
00:20:09und dass, wenn man schlank ist, man sich nicht nach Brüsten sehen sollte.
00:20:13Das war natürlich mein Mann, der mich darin bestärkte.
00:20:17Dass man zu seinem Aussehen stehen muss und erst dann strahlt man auch was aus.
00:20:23Mein Mann war damals 55 und wir prallten aufeinander wie Romeo und Julia, etwas reifer, aber es war im Grunde
00:20:32alles dabei.
00:20:34Mein Mann hat mich geformt, hat mir Moralbegriffe beigebracht, denn mit diesem Unterschied und mit dem Leben, was er geführt
00:20:40hat,
00:20:41er war emigriert, war erst jüdisch verheiratet, dem konnte ich einfach alles glauben.
00:20:46Und Götz war ein toller Mensch.
00:20:48Das alte, was mich irgendwie immer gestört hat, die hatten so'n Bassett, so'n englischen Hund, der hatte so
00:20:55'n dicken Bauch, der schliff immer am Boden lang.
00:20:57Das tat mir immer so'n bisschen leis.
00:21:18Morgens am Frühstückstisch, wenn ich so dachte, jetzt könnte Götz eigentlich doch so'ne kleine Bemerkung machen,
00:21:24also wie lieb du ausschaust oder wie lieb du bist, dann ließ er mich immer erzählen und sagte,
00:21:29du sprichst so anschaulich, du könntest sicher Dialoge schreiben, schreib doch mal ein Fernsehspiel.
00:21:35Und das fand ich so grässlich, dass ich dann mit dem liebevollen Herzen nichts weiter zu hören kriege, als schreib
00:21:40doch mal ein Stück.
00:21:41Und nur eigentlich um Ruhe zu haben, habe ich gesagt, du scheiß Intellektueller, jetzt donner ich dir ein Stück hin
00:21:47und dann habe ich Ruhe.
00:21:48Und dann saß ich da vor den leeren Seiten und wusste eigentlich gar nichts.
00:21:52Und dann habe ich gesagt, ach Götz, sag doch mal, wie fängt man das denn an?
00:21:56Ja, sag dann mit Seite 1, fängt immer alles an.
00:21:59Und dann sage ich, von was soll ich denn mal schreiben?
00:22:01Sagt ja, was du erlebt hast oder was du beobachtest hast.
00:22:09Und dann fiel mir ein, meine Familie, die vielen Onkels und das Warten in Brunsbüttel am Nordostseekanal an den Schleusen,
00:22:17wenn die Schiffe da eine halbe Stunde liegen oder wenn man mit durch den Kanal fährt, für sieben Stunden eine
00:22:22Ehe mal wieder vollziehen kann.
00:22:24Und das habe ich dann als Stück geschrieben.
00:22:27Das hieß vier Stunden von Elbe 1.
00:22:41Elbe 1 ist das Feuerschiff.
00:22:43Und wenn dort das Schiff passiert hat, dann wird Meldung gemacht nach Brunsbüttel und dann dauert es nur vier Stunden.
00:22:49Dann ist das Schiff da.
00:22:56Das war dieser Film vier Stunden vor Elbe 1.
00:22:59Ich glaube, so hieß er auch.
00:23:00Und das fand ich ganz toll, weil sie war eben auch in Schwarz-Weiß und handelte eben von Seemannsfrauen,
00:23:06die an dieser Brunsbüttler Schleuse, für den Nordostseekanal, dann zusteigen, um für die Zeit im Kanal bei ihren Männern sein
00:23:14zu können.
00:23:15Clara, Tag, hier ist Gustav. Ich bin noch an Bord.
00:23:18Und da gab es dann so ein Seemannsmissionsheim, das eben diese Frauen aufnahm.
00:23:22Und dann kam immer die Meldung, dass das Schiff in der Nähe ist, dann machten die sich fertig, um zuzusteigen.
00:23:27Und das fand ich natürlich, das ist natürlich eine ganz tolle Geschichte gewesen.
00:23:31Das war fast so ein Episodenfilm auch, weil es da ja auch andere Frauen gab, was die erleben.
00:23:35Und das schlug ein wie eine Bombe, weil mal Frauen vorkamen.
00:23:3918. Bild, Tag außen, Schleuse. Die Bouquet verloss an der Schleusenmauer.
00:23:46Lore kommt die Treppen herunter, blickt die Schleusenmauer entlang.
00:23:50Jessen, kann ich was helfen?
00:23:51Kann ich irgendwie helfen?
00:23:53Sie sind hier Festmacher, nicht?
00:23:55Dann machen Sie mal die Bouquet verloss, nicht eher wieder los, bis ich meinen Verlobten gesehen habe.
00:24:00MW. Mokwi.
00:24:03Lore entdeckt Horst, der unten an der Gangway wartet.
00:24:07Sie läuft auf ihn zu und umarmt ihn.
00:24:11Lore, Horst, na, was sagst du nun? War das nicht doch eine gute Idee von mir?
00:24:15War das nicht doch eine gute Idee von mir?
00:24:18Also ehrlich, Lore, so halb und halb.
00:24:21Wenn du dir mal was in den Kopf gesetzt hast, dann tust du das auch immer, nicht?
00:24:23Ja, so will ich nun mal.
00:24:26Ist das denn nicht schön, dass wir uns nochmal sehen können nach gestern Abend?
00:24:30Guck mal.
00:24:31Ja, am liebsten würde ich dauernd irgendwas mit der Hand machen, damit wir das alle sehen können.
00:24:36Lass das doch sein, Lore, das ist mir peinlich.
00:24:38Das könnt ihr doch gar nicht erkennen mit dem Style.
00:24:39Das meine ich nicht.
00:24:41Ich weiß, dass sie gespielt hat, ernstere Rollen.
00:24:45Ich weiß, dass sie Fernsehspiele geschrieben hat.
00:24:49Und sie hatte eine große Fantasie und sie hatte eine Begabung, eben Geschichten zu erzählen,
00:24:55die bei ihr nicht bloß aus dem Verstand, sondern aus dem Herzen kamen.
00:24:58Du wolltest mich rumkriegen mit deinem Getu und genau das ist dir geglückt.
00:25:02Und jetzt hast du die Nase voll und wirst mich abschieben.
00:25:05Ach, so krass darfst du das nicht sagen.
00:25:06Doch, der Moor hat seine Schuldigkeit getan.
00:25:08Der Moor kann gehen.
00:25:09Ich meine, wir sollten uns bloß mal eine Zeit lang nicht mehr sehen.
00:25:12Danach sieht man Clara, das meinen die Kumpels auch.
00:25:16Und dann verheiratet dich doch mit deinen Kumpels.
00:25:23Ja, zum Weiterbenutzen.
00:25:26Oh Mann.
00:25:30Erst wollten sie mich nicht besetzen, das war auch noch toll.
00:25:32Ich hatte mich eigentlich für die Rolle der Verkäuferin in dem Seemannsausrüster vorgesehen,
00:25:37aber der Produzent meinte, ich sei nicht hübsch genug.
00:25:40Dann ging das wieder los.
00:25:42Und da habe ich gesagt, also dann soll er sich mal umgucken im Leben, wie die Menschen aussehen.
00:25:48Und ein bisschen Talent hätte ich ja auch.
00:25:51Da habe ich die Rolle gekriegt.
00:25:53Und Eberhard Fechner machte die Regie hervorragend.
00:25:56Vor allen Dingen reizte es mich damals, Stoffe aus der Realität zu nehmen,
00:26:02um sie dann in eine Form zu bringen, eben einen Film zu machen.
00:26:08Auch zum Beispiel bei 4 Stunden von 11.1, wo ja nicht nur Berufsschauspieler dabei waren,
00:26:15sondern auch Laien-Schauspieler, mit denen ich übrigens sehr gerne gearbeitet habe.
00:26:31Sicher fließt vieles von meinem eigenen Leben mit hinein.
00:26:35Diese Verkäuferin, die Dore, die da keinen abkriegt.
00:26:38Aber letztlich, ich recherchiere, fange an zu schreiben.
00:26:42Und als ich das erste Stück schrieb und plötzlich schreibe ich,
00:26:45eine Japanerin betritt das Seemannsfrauenhahn, war ich selbst überrascht.
00:26:50Manchmal verselbstständigt sich das.
00:26:52Und das ist was ganz Tolles.
00:26:54Kann ich was helfen?
00:26:55Ach bitte, sind Sie die Frau hier?
00:26:57Nein, ich bin die Hilfe.
00:27:00Oh, Entschuldigung bitte.
00:27:03Kommen Sie mal mit mir.
00:27:07Ich bringe Sie zu Frau Andresen.
00:27:12Ich kam ja zu Fettersen als Kameramann.
00:27:15Und ich habe ja nie ein Stativ benutzt.
00:27:19Ich habe mir selber abgeguckt.
00:27:22Bei Likok und so weiter habe ich das gesehen und auch Filme von ihm.
00:27:27Und habe gesagt, ja, so in der Art, genau das ist es.
00:27:31Und habe mir dann das alles angeeignet.
00:27:33Denn das kam auch über Klaus Wildenhaar.
00:27:37Mit dem habe ich Cage und Cunningham gedreht.
00:27:40Und da war es zum Beispiel auch so, dass ich,
00:27:43ich habe nie Licht gemacht.
00:27:45Also höchstens mal eine Lampe irgendwo reingeschraubt.
00:27:48Kein Licht gemacht.
00:27:50Man musste mit dem auskommen, was da ist.
00:27:53Und es kam dann zu diesem Helge-Fettersen-Film.
00:27:56Und die höchste Herausforderung war in dem Laden von Helge-Fettersen,
00:28:02der ja ein unheimlich schöner Laden ist,
00:28:05für Seemannsausrüster,
00:28:07aber mit allem drum und dran damals.
00:28:09Da habe ich sogar alles auch immer selbst gemacht.
00:28:11Schärfe oder auch die Blende.
00:28:14Sehr froh, wir haben schon so einen Ruhling.
00:28:16Guten Morgen.
00:28:19Guten Morgen.
00:28:20Hallo, warte, aber Tief von mir.
00:28:22Ich kriege das ja direkt mit der Angst zu tun.
00:28:24Den hier.
00:28:25Hallo, Kassier.
00:28:2699.
00:28:2799, jawoll.
00:28:29Jede Szene ist eine Einstellung.
00:28:33Drei Minuten,
00:28:35fünf Minuten,
00:28:37elfeinhalb Minuten.
00:28:39Dann war die Filmrolle zu Ende.
00:28:40Das habe ich durchgehalten,
00:28:42weil das sowohl auch für die Schauspieler
00:28:45und für alle eine ganz andere Atmosphäre ist,
00:28:48wenn das wirklich nicht so hier und hier und da und da noch ein Schnitt und da noch.
00:28:54Das musste in einem durchgehen.
00:28:55Oh, meine Damen, jetzt wären wir soweit.
00:28:58Na, was haben wir noch im Herzen?
00:28:59Also, mein Neffe hat doch bei Ihnen...
00:29:02Ja?
00:29:03Nun, sag du mal, Liese.
00:29:04Es geht um meinen Neffen,
00:29:06beziehungsweise Sohn,
00:29:07beziehungsweise Enkel und Verlobten Uwe Schöne.
00:29:09Er hat seine Uniform bei Ihnen bis dahin.
00:29:11Erinnern Sie sich,
00:29:12ich war mit hier.
00:29:13Ja, ja, ich glaube,
00:29:14ich weiß, wer das ist.
00:29:16Der frischgebackene Dritte auf Zier.
00:29:17Ja, das ist unser Uwe.
00:29:19Er hat seinen A5.
00:29:20Ist die Uniform schon da?
00:29:21Gestern Nachmittag schon.
00:29:22Hängt in der oberen Reihe.
00:29:24Och, zeigen Sie sie uns mal.
00:29:25Ja, warum denn nicht?
00:29:27Ja, dann kommen Sie mal mit.
00:29:28Bitte.
00:29:36Ja, schön.
00:29:38Ach, Jesus.
00:29:39Ja, das ist die Theke,
00:29:42die wir auch in unserem alten Laden hatten.
00:29:45Die war nur erheblich länger.
00:29:47Ich glaube, die hatte sechs oder sieben Meter Länge.
00:29:50Auf der einen Seite Helga, ich,
00:29:53mein Schwager, meine Schwester,
00:29:55die Ute Feddersen.
00:29:56Und auf der anderen Seite halt Publikum.
00:29:59Ich wusste natürlich von dem Dreh
00:30:01und ich bin sogar eingeladen worden,
00:30:04auch da irgendwie mitzumachen.
00:30:06Aber ich hatte so eine gewisse,
00:30:08die Distanz auch zum Fernsehen.
00:30:11Chef, kassieren.
00:30:13Elbsichler, 650.
00:30:15Hier, Ihre Alte.
00:30:17Hopp, hier, komm.
00:30:18Moment mal.
00:30:19Halt.
00:30:21Sonst wieder zu neu aus.
00:30:23Ich glaube, wenn ich die gesehen habe,
00:30:24ich den erst in Mitte, Ende der 80er Jahre,
00:30:26muss der irgendwann im Fernsehen gelaufen sein.
00:30:28Dann wollen wir beide mal weitersuchen.
00:30:30Setzen Sie sich doch so lange hin.
00:30:32Ich gucke den Stapel noch mal durch.
00:30:34Geht nicht.
00:30:36Ich zieh mich wieder um, nicht?
00:30:37Sie war eben auch in Schwarz-Weiß.
00:30:39Ich weiß gar nicht,
00:30:39ob ich da mal schon ein Farbfernseher hatte in den 80ern.
00:30:42Aber es ist auch klar,
00:30:43dass es schon aus einer anderen Zeit noch stammt.
00:30:45Aber eben, obwohl es so ein alter Film ist,
00:30:48eben doch sehr progressiv auf eine Weise war.
00:30:51Schönen Dank dir, Radio.
00:30:53Gute Wache.
00:30:55Tschüss.
00:30:56Als wir mit Insta, wo ich 1967 anfing,
00:30:59da gab es Helga Feddersen schon.
00:31:01Aber für mich war sie noch nicht so omnipräsent.
00:31:05Ja?
00:31:06Wir waren so auf uns selbst fixiert,
00:31:09dass wir andere außer uns selbst gar nicht akzeptiert haben.
00:31:13Sie haben uns ganz durcheinandergebracht.
00:31:16Nochmal bitte, der Eingang.
00:31:17Wir gehen jetzt in die zweite Strophe.
00:31:22Wir gehen an Land,
00:31:25der Vollmond scheint,
00:31:29die Menschen fremd
00:31:32und kein einster Freund.
00:31:38Liebe Oma,
00:31:41musst nicht weinen,
00:31:45um den Menschen zu
00:31:48und den Menschen zu
00:31:51und den Menschen zu
00:31:53und den Menschen zu
00:31:55und den Menschen zu
00:31:58und den Menschen zu
00:31:59und den Menschen zu
00:31:59und den Menschen zu
00:32:00und die Menschen zu
00:32:01Ich hätte auch gerne mal
00:32:03einen ernsthaften Film gedreht,
00:32:04aber das wurde mir nicht beschrieben.
00:32:06Bei Helga Feddersen war das so,
00:32:07die hat sich überall so durchgeschlüpft.
00:32:09Die hat eben auch Kunst gemacht,
00:32:11but also the commerce. She was from the K&K Regiment. She wanted to be sure that the people
00:32:21will be focused on her, that the people will be clapping and laugh about her.
00:32:41Madeleine Robert, Amour de Camembert. Beaucoup d'argent et chique Paris, Amour, Malheur.
00:32:52Das war tragique, formidable, Jacqueline. Aber unser deutsches Publikum versteht kein Französisch.
00:33:00Können Sie nicht ein deutsches Wort, wenigstens eine deutsche Worte?
00:33:05Oui.
00:33:07Piepen. Bei Helga war es die Sprache, dann noch das Äußere und dann auch noch die Art der Form,
00:33:14wie sie den Humor und die Rollen anlegt. Und das alles zusammen hat gestimmt.
00:33:27Erstmal richtig aufgefallen ist sie mir Metall erforderlich bei Abra Macabra.
00:33:31Das waren also schon so Sketche, das fiel so raus aus diesem Rahmen der 50er und 60er Jahre.
00:33:38Das war schon so ein Humor, ein geschriebener Humor, den die auch gut rübergebracht haben.
00:33:43Verzeih bitte, aber du redest etwas sprunghaft.
00:33:46Ich bin besoffen, mein Liebster. Aber falls es dir entgangen ist, ist auch seit Jahren mein Herz aller Liebster.
00:33:54Und weißt du auch warum? Weil ich einen Pudding geheiratet habe, einen Waschler, meinen Geldverdiener.
00:33:59Was hast du denn in der Unterhose außer Baumwollfusseln?
00:34:03Ich zwinge mich nicht direkt zu werden.
00:34:06Versprich mir doch nichts, mein Süßer. Du bist ein Hampelpampel, eine Ratte, ein feiger, widerlicher Schakarr bist du.
00:34:15Es war zum Teil recht schwarzhumorig, es war zeitkritisch, es war im Untertiteltypen Themen und Toupets.
00:34:23Das heißt, jeder musste in unterschiedlichste Rollen schlüpfen.
00:34:26Es war natürlich zielgenau auf die Dinge geschrieben, die wir als Begabung, als Schauspieler mitbrachten.
00:34:33Die Texte kamen manchmal recht spät, das heißt, man musste wirklich auch jemand sein, der schnell lernt.
00:34:39Das konnte die Helga, prima.
00:34:42Wir haben viele Dinge, sind wir morgens durchgegangen, weil die Texte noch sehr, sehr frisch waren und wussten, zwei Stunden
00:34:49später geht das Drehen los.
00:34:51Aber eines muss ich dir noch sagen, ein für allemal, in deinen Manuskripten kommen überhaupt keine Frauen vor.
00:34:58Sind Nutten keine Frauen?
00:35:00Aber die sagen doch nichts im Manuskript. Die legen sich doch bloß hin oder kriegen eine gescheuert.
00:35:06Weil sie nicht mein Thema sind, Gott sei Dank.
00:35:10Ich habe natürlich dieses Aber Makaber sehr gerne gesehen, weil ich liebe ja auch den schwarzen Humor.
00:35:17Die Sendung war eben böse und ich meine, wenn man gerne polarisieren will, dann muss man nicht den Massengeschmack nachgeben.
00:35:27Harry, schreib doch mal einen Krimi von einer Frau, die als Lustmörder nachts im Park hilflose Männer überfällt.
00:35:40Es ist so, dass damals das Fernsehen was ganz Außergewöhnliches war.
00:35:45Also der deutsche Kinofilm, da ging der langsam in die Grütze, weil es auch eben das Fernsehen gab und das
00:35:51Fernsehen hat praktisch durch diese zwei Programme oder drei Programme den Kinofilm ersetzt.
00:35:58Fernsehen war ein Medium, das eine große Verehrerschar hatte, alleine als Medium. Wer im Fernsehen war, war schlagartig in.
00:36:06Gerade die Art von Fernsehen, die eben in den 70er und 80er Jahren gemacht wurde, wie wirkmächtig das dabei auch
00:36:11ist, das Image von Leuten so zu vereinseitigen.
00:36:15Das ist also so, das ist es. Und was anderes gibt es da nicht.
00:36:19Danke, sehr schön, sehr schön schon. Nur den Schluss, das könnte ich mir noch ein bisschen optimistischer vorstellen.
00:36:27Bitte noch eine Probe und schön synchron, bitte.
00:36:35Ich will nicht wegen Sie, noch Sie sind um 5 Uhr im Studio.
00:36:39Ein Blick, nur stumm und kein Warum.
00:36:45Machen Sie mir doch einen Schaffel aufs Gesicht.
00:36:49Ein Hauch.
00:36:50Das ist die reine Öffentlichkeit von mir.
00:36:54Ein Duft.
00:36:55Da denkt Sie, wer würde mir sowieso einen Scheuerlappen positiv klatschen.
00:36:58Und in der Luft, wie Sie mit Ihrem dämlichen Akzent die Franzose verarmeln, auch eine so eine Frechheit und Sie
00:37:04kriegen eine gescheuert.
00:37:06Mit tausend Fähnen zieht es dich zum Anderen.
00:37:10Zum Zicke.
00:37:11Anders kannst du nicht.
00:37:13Mein Akzent geht Sie doch einen Scheißdreck an, Sie Wimmerzahn-Minelli.
00:37:17Das ist die große Liebe.
00:37:19Helga hatte auch den Mut, sich über sich selbst lustig zu machen.
00:37:24Das kann nicht jede Frau.
00:37:26Die hat dann aber auch die sogenannte, was man unter Hässlichkeit versteht, ihre Zähne, die nach vorne, die hat sie
00:37:32dann auch so richtig gezeigt.
00:37:35Und dadurch kann ich mir auch vorstellen, dass sie ein bisschen in die Unterhaltungs- oder Komikerbranche geleitet wurde durch
00:37:43ihr Äußeres.
00:37:44Es ist eine Eigenart der frühen Fernsehjahre oder überhaupt auch der Medienjahre gewesen, dass man mit körperlichen Handicaps sehr skurril
00:37:55umging.
00:37:55Das bedeutete, man machte Witze auf Kosten dieser Leute und das war irgendwie ganz normal.
00:38:03Hallervorgen Klubsaugen, Karl Dall hat ein Matschauge, Mike Krüger hat eine Hakennase.
00:38:08Ja, es stimmt, irgendwie haben die alle so ein Emblem.
00:38:10Aber sie war ja eine sogenannte von ihrer Sprache und von ihrer Körperhaltung.
00:38:15Das war ja eine Kunstfigur Helga Feddersen.
00:38:19Und nicht, dass man sagt, nur weil der Mund ein bisschen schiefer und so weiter, ist sie nun als Komikerin
00:38:24am meisten gefragt gewesen.
00:38:27Also lasse ich nicht gelten.
00:38:30Ja, ich sag so mal, hast du eigentlich Spaß und Lust an der Sache, die du jetzt zurzeit machst?
00:38:35Und das bejahte sie.
00:38:37Da bin ich mit Herz und Seele dabei.
00:38:39Grundsätzlich hat man Helga immer abgenommen, dass sie sehr, sehr authentisch war.
00:38:44Unabhängig von der Tatsache, dass sie eben leicht entstellt war.
00:38:50Und nee, da hat sie natürlich privat drunter gelitten.
00:38:53Klar, wie würde jeder Mensch machen.
00:38:55Aber das hat sich nachher so rausgestellt, dass es ein Teil ihrer Marke Helga Feddersen war.
00:39:03Und aufgrund der Resonanz von vielen Zuschauern hat das ja auch funktioniert.
00:39:08Das ist eine Frechheit, Herr.
00:39:10Kolbe. Ganz einfach Kolbe.
00:39:13Och Sie, wer sind Sie denn überhaupt? Sitzen den ganzen Tag zu Hause. Das kommt mir sehr verdächtig vor.
00:39:18Darüber zerbrechen Sie sich mal nicht Ihren ulkigen Kopf, Fräulein.
00:39:21Och Sie, sollte das eine Beleidigung sein?
00:39:24Nicht doch, nicht doch.
00:39:26Eine Schmeichelei natürlich.
00:39:31Sowas. Was sagst du?
00:39:33Helga brauchte das Publikum.
00:39:36Sie hat ja selbst einmal gesagt, sie braucht kein Alkohol, sie braucht keine Zigaretten, aber sie braucht Klaköre.
00:39:44Also sie wollte das Volk um sich haben, das sie mochte.
00:40:11Was ich sehr genieße, im Gegensatz zu meinem Mann, wenn wir dann mit unserem Hund unterwegs sind.
00:40:16Früher war es mal einer, der winkte. Aber jetzt kommen doch dann richtig schon mal so bis zehn Mann auf
00:40:22einen zu und sagen, Helga, bist du das?
00:40:25Und gerade das, dass die Leute einen auch anfassen und mich mal streicheln wollen oder was.
00:40:30Oder ein Mann hat mir auch mal einen Kuss gegeben. Das zeigt mir, dass ich doch immer weiter auf dem
00:40:36richtigen Weg bin.
00:40:36Und das ist Ihnen dieses Bekanntsein, dieses bekannte Gesicht, das ist Ihnen nicht lästig?
00:40:43Nee, ich...
00:40:44Sie mögen das, dass die Menschen Sie mögen?
00:40:45Und ich, wie mein Mann es immer ausdrückt, ich brauche das auch.
00:40:50Man kriegt auch immer wieder die kleinen Dämpfer.
00:40:53Genau wie vor ungefähr, weiß ich, vor ein paar Jahren steige ich in Berlin aus dem Flugzeug.
00:40:59Und unten ein Fotograf. Aber Rat, ich komme runter, er hat geknipst und sagt, würden Sie bitte noch einmal...
00:41:06Ich denke, wie wissen die denn, dass ich hier bin?
00:41:09Das sieht man ja im Fernsehen, wenn die dann oben nochmal winken und wieder runterkommen.
00:41:13Also ich mache das nochmal.
00:41:14Dann war das ja Fluchhafenfotograf. Fünf Mark konnte ich das bestellen.
00:41:34Helga Feddersen, Sie begeben sich also in die Gefilde des Showbusiness. Gefällt Ihnen das?
00:41:39Ja, es gefällt mir, obwohl ich meine norddeutschen Grenzen da direkt überschreite.
00:41:43Ob, du, fidi, fidi, dudi. Also das ist für mich schon amerikanisch.
00:42:03Ja, gut.
00:42:07Nochmal.
00:42:07Was?
00:42:08Alles.
00:42:08Klasse.
00:42:09Knatzen.
00:42:10Nur einfach so.
00:42:13Oder?
00:42:16Ihre erste Schallplatte ist auf dem Markt, Helga Feddersen, als Sängerin.
00:42:20Ja, das kannst du sagen, Sängerin. Ich kann eigentlich gar nicht singen. Ich singe, wie ich spreche und wollte eigentlich
00:42:25gar keine Schallplatte machen, aber...
00:42:26Das hat die Schallplattenfirma gemacht, denn als die mich eines Tages anriefen und sagten, ich soll auf Platte, da habe
00:42:33ich gesagt, nö, das tut nicht nötig.
00:42:35Warum soll ich denn auf Platte? Und da haben die dann gesagt, also die Nase ist jetzt in und durch.
00:42:40Dann habe ich noch gesagt, ich singe ja nun nicht mit der Nase. Und da habe ich gesagt, ja, wenn
00:42:45ich mir vielleicht die Texte schreiben kann, denn gerne.
00:42:48Fräulein Annas Freund ist bei der Polizei und regelt den Verkehr. Und hat er vom Straßenverkehr einmal frei, kommt er
00:42:56zu Fräulein Anna her.
00:42:58Sie macht gerade den Führerschein, ist unsicher noch beim Verkehr.
00:43:03Ja, darum führt er sie in die Verkehrsregeln, ein Tag täglich ein Stückchen mehr.
00:43:09Gestatten Sie, dass ich weitermache, ich bin grad so schön dabei.
00:43:13Und hört man mittendrin auf bei der Sache, verliert man die Lust dabei.
00:43:18Gestatten Sie, dass ich weitermache, und wenn ich fertig bin, wasch ich mir schnell die Hände und komm zu Ihnen
00:43:28hin.
00:43:29Wasch ich mir schnell die Hände und komm zu Ihnen hin.
00:43:36Die meisten Titel ihrer Langspielplatte, die haben in irgendeine Form verpackt, ja immer etwas mit Sex zu tun.
00:43:45Ja, das haben sie, die haben mit Sex zu tun. Und wenn ich dazu sagen darf, ich sehe zwar nicht
00:43:50so aus, aber es ist in mir.
00:44:03Ja, das ist so aus, aber es ist so aus, aber es ist in mir.
00:44:22Ich bin nur noch unanergisch oder nicht?
00:44:31Kannst ja nicht sehen, sag ich doch.
00:44:34Was haben wir, Tuch? Tuch weg, Tuch weg.
00:44:39Sie war sehr mutig, sie war sehr mutig mit sich selbst, mit ihrer Persönlichkeit, mit ihrem Talent, mit ihren verschiedenen
00:44:46Talenten.
00:44:47Und sie hat das volle Spektrum ausgekostet.
00:44:50Und hat sich gefreut, wenn sie erkannt wurde.
00:44:54Wir sind alle irgendwann mal menschenscheu geworden und haben uns verkrochen in unseren Willen an der Côte d'Azur oder
00:45:02wo auch immer.
00:45:03Wenn Drehpausen waren, wo ich eigentlich dachte, ich mache die Mütze mal ein bisschen tiefer und setze mich hinten in
00:45:08die Ecke,
00:45:08dann gingen die auf die Situation zu, na, wollt ihr ein Autogramm haben?
00:45:12Also die war total locker drauf.
00:45:15Das ist eine große Begrabung und man macht es sich damit auch leichter.
00:45:19Ich bin eigentlich eben in meinem tiefsten Wesen, ich bin eigentlich ein schüchterner Mensch.
00:45:24Ich gehe auf die Bühne und dann ist da, wo ich bin, ist Licht, unten ist dunkel.
00:45:30Oder eben im Fernsehen, wo man eben nur die Kamera und den Regisseur hat, einen Kameramann.
00:45:36Das geht noch.
00:45:36Aber im Privatleben bin ich nicht so.
00:45:41Also ich bin für gute Scherze zu haben, aber nicht, wenn ich weiß, dass die Leute es genau von mir
00:45:48erwarten,
00:45:48dass ich jetzt die Treppe runterrutsche und die Gabel eben den Mund verfehlt.
00:45:54Da verklämme ich mich total.
00:46:13Helga ist weiterhin durch die Fußgängerzone gegangen und hat sich gefreut, wenn gestern Abend eine Sendung lief.
00:46:20Und da werden wir überlegen, 20 Millionen Zuschauer in einem Land, was 80 Millionen,
00:46:25und dann hat jeder Dritte einen gesehen.
00:46:28Das war schon ein erhebendes Gefühl, manchmal auch ein bisschen ätzend.
00:46:33Das war damals schon nicht so einfach, weil die Leute eben verwechselt haben.
00:46:38Die dachten eben, ich bin so, wie ich spiele.
00:46:42Und ich dachte immer, Mensch, wenn ich privat so wäre, würde ich doch nicht mehr frei rumlaufen.
00:46:46Also die Leute konnten den Unterschied nicht so gut machen.
00:46:54Wenn ich fürs Fernsehen arbeite, schlüpfe ich automatisch in einer Rolle.
00:46:59Aber bei Helga gab es keine großen Unterschiede zwischen dem wirklichen Leben und dem Leben im Fernsehen.
00:47:05Und was mir immer sehr angenehm aufgefallen ist, dass sie sich nicht allzu stark fühlt.
00:47:12Wir hatten zum Beispiel eine Situation hier in der Deichstraße.
00:47:15Da hat es hier drüben auf der anderen Seite der Straße so einen Schwelbrand gegeben.
00:47:20Da wohnte Helga hier in der Deichstraße 41.
00:47:24Und dann ist Helga runtergegangen, hat Stullen geschmiert und Kaffee gekocht für die Feuerwehrleute.
00:47:42Ich habe Helga Fettersen irgendwie auf fast skurrile Weise kennengelernt.
00:47:46Ich wohnte damals in der Deichstraße und in dieser Straße gab es ein Imbiss, Färberskajüte.
00:47:52Da konnte man frühstücken oder auch mittags eine Kleinigkeit essen.
00:47:55Und ich ging da oft zum Frühstücken hin, weil ich zu faul war, mir selbst was zu machen.
00:47:58Und da habe ich Helga Fettersen kennengelernt, weil sie auch häufiger morgens einen Kaffee trank oder ein belegtes Brötchen gegessen
00:48:04hat.
00:48:05Also zufällig im Imbiss nebenan.
00:48:07Es war schon interessant, weil ich sie vorher wirklich nur als Uelknudel wahrgenommen habe.
00:48:11Also die, die Wanne ist voll und diese Geschichten.
00:48:14Und als unglaublich extrovertierte, laute Frau auf der Bühne, die auch den Saal zum Lachen brachte.
00:48:19Persönlich hingegen war sie eher eine ruhige, introvertierte Frau.
00:48:23Aber was sagst du dazu?
00:48:27Ich habe auch hin und wieder Erlebnisse gehabt, wo so Leute auf sie trafen.
00:48:32Und die haben nicht den Star angehimmelt.
00:48:35Da kommt nun der Star oder die große Schauspielerin sowieso oder sowas, sondern die Menschen.
00:48:40Also mein Helga.
00:48:41Also das war eine, die hat eine Herzlichkeit, eine Ähnlichkeit ausgestrahlt, die die Menschen gespürt haben und auch gemocht haben.
00:48:48Verändert würde ich sagen.
00:48:51Helga ist damals ein großer Star gewesen, aber es war ein norddeutscher Star.
00:48:56Durch und durch norddeutsch.
00:48:58Und das war vielleicht auch das, was die Leute damals noch so liebten.
00:49:02Wir hatten ja auch das Ohn-Sorg-Theater.
00:49:05Und deshalb hatte sie ja auch den Titel Volksschauspielerin.
00:49:08Dass sie so die typische Hamburgerin ist, also in der Masse ist das vermutlich mehr Heidi Kabel als Helga Fettersen.
00:49:16Und das Hamburger Verhältnis zu Humor und Albernheit ist ja nicht unangespannt.
00:49:23Und die totale Albernheit ist eigentlich nicht unbedingt Sache der Norddeutschen.
00:49:26Und sie war ja total albern.
00:49:28Darum glaube ich, die Leute mochen sie, weil sie im Norddeutsch war durch ihre Sprache.
00:49:31Ihr Humor hätte vermutlich vielleicht sogar als besseres Rheinland gepasst.
00:49:35Ich bin in Barmick geboren.
00:49:37Bin bei der Hude auf die Oberschule gegangen.
00:49:40Aber hier, auf St. Pauli, wo ich da letztlich aufgewachsen bin, da habe ich alles gelernt, was man zum Leben
00:49:46braucht.
00:49:55Mein Vater, Karl Feddersen, der bereits auf Wolke 19 thront, war Hamburger mit Leib und Seele.
00:50:02Nach zehn Jahren Ehe kam ich auf die Welt.
00:50:04Eine waschechte Hamburger Dern.
00:50:07Die Liebe zu Hamburg mit der Muttermilch eingesogen.
00:50:10In Barmbeek.
00:50:12Vaters Leitsatz?
00:50:13Ein Hamburger bleibt immer auf wahrem Kurs.
00:50:16Bin ich geblieben.
00:50:17Mein erstes Engagement in Gelsenkirchen musste ich vorzeitig abbrechen.
00:50:21Aus Heimweh.
00:50:22Nicht nach zu Hause, nee.
00:50:24Heimweh nach Hamburg.
00:50:26Ich brauche den Michel, den Bismarck, die Alster, den Hafen.
00:50:31Von Barmbeek über St. Pauli bis Blankenese.
00:50:33Am meisten brauche ich den Hamburger.
00:50:36Ich komme aus ohne BH.
00:50:38Aber nicht ohne mein Hamburg.
00:50:41Musik
00:50:58Ich stehe hier jetzt 90,6 Meter hoch über dem Stadtpegel, nämlich auf der Michaeliskirche.
00:51:06Genauer gesagt auf dem Michel, so sagen wir in Hamburg.
00:51:09Und alles, was Sie hier sehen, das ist Hamburg von oben.
00:51:13Kenne ich auch fast alles.
00:51:16Und wenn Sie jetzt mal meinem Finger ganz genau folgen.
00:51:19Da.
00:51:21Nee.
00:51:22Gucken Sie mal richtig.
00:51:23Und jetzt mal mit den Augen mit.
00:51:25Und da.
00:51:27Ja.
00:51:27Da wohne ich.
00:51:29Da unten.
00:51:31Was Sie da jetzt sehen aus dem Fenster, das ist der Bismarck von hinten.
00:51:35Und vielleicht erkennen Sie ihn wieder, wenn Sie zufällig am letzten, zweiten Weihnachtstag
00:51:40ferngeguckt haben.
00:51:42Da gab es nämlich ein Stück, das hieß Bismarck von hinten.
00:51:44Und das war von mir.
00:51:45Und was Sie hier jetzt sehen, das ist Helga von vorn.
00:52:00Wem, Sanne?
00:52:01Wessen.
00:52:02Na, du hast mich doch verstanden, oder?
00:52:05Gott, was ihr immer gleich denkt.
00:52:07Unwahrscheinlich typisch für eure Generation.
00:52:09Absolut schickimicki.
00:52:11Du lass mal deine Schlagworte und gib eine klare Auskunft.
00:52:14Also warst du allein oder ganz allein in der letzten Zeit?
00:52:18Ganz allein.
00:52:20Also ein fester Freund.
00:52:21Na und?
00:52:22Was, na und?
00:52:23Nix zum Beispiel.
00:52:25Und wer?
00:52:26Kennt ihr doch nicht.
00:52:27Immer noch der von Wäschedreier?
00:52:30Geh, Lieb.
00:52:31Ich bin doch kein Unmensch.
00:52:34Bist du nicht doch schon lieber die Pille nehmen, falls es zum Schlimmsten kommt?
00:52:38Ich geh mit dir zu Dr. Schumann.
00:52:39Mensch, Mami, Pille nehmen.
00:52:41Wir sind doch nicht so altmodisch wie ihr.
00:52:44Und Frank Tütze war schon gar nicht.
00:52:46Das wäre ja entsetzlich.
00:52:49Papa, komm!
00:52:51Hallo!
00:52:52Ich hab was für dich durchboten.
00:52:54Oh, Mami!
00:52:56Ich weiß, dass das damals für sie ein wahnsinniger Erfolg war.
00:52:58Und dass man da eben bewunderte,
00:53:00ich war ja auch schon ein bisschen vom Schreibendenfach damals,
00:53:04wie intensiv sie beobachtet hatte.
00:53:06Und dass sie das, was dort verarbeitet wurde, szenisch,
00:53:10zum Teil selbst erlebt hat und dann aber auch ein bisschen gewürzt hat
00:53:15mit dem, was man ihr erzählt hat oder was man ihr auch zugetragen hat.
00:53:24Autorin sind Sie, Schauspielerin sind Sie und jetzt stehen Sie als Else Tetzlaff im Theater des Westens jetzt auf der
00:53:30Bühne.
00:53:30Wie fühlen Sie sich nun als neue Ehefrau von Ekel Alfred?
00:53:34Also ich fühle mich fantastisch.
00:53:35Diese neue Ehe bekommt mir sehr gut, aber sie bekommt auch ihm sehr gut.
00:53:40Denn ich kann nicht mehr nur die dusselige Kuh sein, das würde mir auch gar nicht so liegen.
00:53:44Von mir kriegt Alfred Konfer.
00:53:47Braucht man sich ja nur mal vorzustellen, dass alle Männer auf der Welt so wären wie du.
00:53:52Da könnte man sich ja gleich eine Kugel durch den Kopf schießen.
00:53:54Ja, dann tust du doch, tust du doch nicht.
00:53:56Frau Bergengrün fällt niemandem zur Last, aber ich könnte dir einen Haufen Leute nennen,
00:54:00denen du zur Last fällst mit Stempel und Unterschrift.
00:54:03Dich möchte ich nicht sehen, wenn du mal alt bist.
00:54:05Dich überlebe ich auf alle Fälle.
00:54:08Abwarten.
00:54:11Ich habe sie wahrgenommen bei Ekel Alfred und da war sie ja auch sehr tough.
00:54:17Sie hatte so wirklich zwei Seiten.
00:54:18Das fiel mir erst während unserer Arbeit in Köln auf.
00:54:23Sie sagt, Mensch, das habe ich gerade gedreht und das mache ich noch.
00:54:26Da hat sie irgendwo ein Drehbuch liegen lassen.
00:54:29Ich habe mal kurz reinige gesagt, Mensch, Helga, du bist ja, du bist ja eine richtige Gute.
00:54:35Tja, hast du nicht gewusst?
00:54:38Äh, aber dann kam ich mir so ein bisschen doof vor, weil wir jetzt so heere Kunst machen, so gucke
00:54:45los.
00:54:45Aber sie nahmen das so hin und sagten, na klar, komm, Zanderchen, jetzt nicht nachdenken, wir machen das.
00:54:51Hallo, wir daheim, Plattenkücher-Time.
00:54:59Willkommen in der Plattenküche.
00:55:02Seid ihr alle.
00:55:03Mit Helga Feddersen als Helga.
00:55:05Aus Darmut, Gags und Gäste.
00:55:07Frank Zander als Frank.
00:55:09Und wir sind Gott sei Dank.
00:55:12Helga, runter, mach.
00:55:14Die Plattenküche, das kann man nicht beschreiben, das war so bescheuert und so anders und so gegen den Strich gebürstet.
00:55:21Die Plattenküche war damals neu und hier passierte wenigstens noch was. Hier flog noch was in die Luft.
00:55:27Oh!
00:55:34Lasst euch nicht stören.
00:55:35Ja, Sie sehen, es ist wie immer eine Bombenstimmung hier.
00:55:39Die Plattenküche ist also eine Sendung damals, die Zahlplattenfirmen haben ihre großen Sänger dahin geschickt und dafür mussten sie mit
00:55:47in Kauf nehmen, dass auch fürchterlich verarscht worden. Es wurden auch die Schlagersänger, die deutschen Schlagersänger wurden auch fürchterlich hops
00:55:53genommen.
00:55:54Rex Gildo, du bist nun schon so bewundernswert lange im Showgeschäft. Wie machst du das eigentlich?
00:56:01Prima.
00:56:11Als du fortgehst von mir, nahmst du alles mit dir, denn ich glaubte so sehr, unsere Liebe wäre mehr als
00:56:28nur Worte, die man leicht zurücknehmen kann.
00:56:35Ich hab Musik gemacht. Es lief ja alles so parallel. Ich kam irgendwie aus der Schlagerbranche oder aus der Musikbranche.
00:56:42Ich hatte natürlich eine Menge Fans mit meinen Liedern damals. Zum Beispiel, ich trink auf dein Wohl, Marie.
00:56:50Auf das, was mal war. Die Zeit war so schön wie nie. So schön jedes Jahr. Ich trink auf dein
00:57:03Wohl, Marie.
00:57:05Auf dich ganz allein. Und in meiner Fantasie. Wirst du alle Zeit bei mir sein.
00:57:18In der Glattenküche merkte ich erst mal, was Fernsehen, also was Timing betrifft. Und bei der ersten Show war mein
00:57:25Timing noch irgendwo jenseits allem.
00:57:29Und ich dachte, Mensch, hoffentlich schmeißen sie mich nicht gleich raus nach der ersten Sendung.
00:57:38Hallo Fans. Achso, darf ich nicht? Nur mal. Hallo Fans. Das war Hank, Hank, Mickey Messer? Nein.
00:57:48Hank the Knife. Was?
00:57:54Hank the Knife.
00:57:58Mein Name ist Frank. Und dies ist unsere erste Sendung. Die Plattenküche.
00:58:04Und jetzt kommt... Oh, warte. Jetzt hätte ich fast einen Fehler gemacht.
00:58:10Last but... Entschuldigung. Last but um Himmels Willen dann liest Helga.
00:58:13Meine Assistentin. Was sage ich? Meine Kollegin, Freundin, Managerin.
00:58:19Und natürlich eine vorzügliche Köchin.
00:58:21Sie war eine tolle Kollegin. Hat mir sehr viel geholfen am Anfang. Und sie hat ab und zu mal gestuppst.
00:58:29Jetzt.
00:58:30Zanderchen. Jetzt. Was jetzt? Nein. Jetzt.
00:58:33Mann, Mann. Spinnt denn der Moser, Helga? Der macht nicht mehr mit. Ich bin Moserrat und kein Gladiator.
00:58:39Hör doch mal auf mit dem Scheiß. Warum machst du denn das Ganze mit?
00:58:43Ich will zunehmen.
00:58:52Plattenküche. Da bin ich so vor 40 Jahren eingestiegen worden.
00:58:56Ich war leider nur noch im letzten Jahr dabei.
00:58:59Ja, weil ich da vorher noch mit Insta, wo ich und Co. auf Tournee war.
00:59:04Habe ich dann da für so und so viel Sendung, ich weiß nicht mehr, wie viel ich gemacht habe, durfte
00:59:09ich dabei sein.
00:59:10Als der Koch. Dann haben wir uns dann nach dem Namen gesucht. Und da hat dann, ich glaube, kam Helga
00:59:17drauf, dass ich Karl Toffel heißen sollte.
00:59:20Herr Toffel, entschuldigen Sie bitte, aber es sind keine Frikadellen mehr da.
00:59:26Ach so, ja. Wir rufen mal an, ja.
00:59:30Das ist in den Schlachter Hackental. Hallo. Das Gehackte. Ich hatte Gehacktes bestellt.
00:59:40Er sagt, es sei unterwegs.
00:59:44Oh, ein schneller Brüder.
00:59:46Da wurde auch sehr viel improvisiert.
00:59:48Ich konnte meine Ideen mit einbringen.
00:59:51Und dann habe ich gesagt, erst mal die Kamera mal alle in diese Ecke.
00:59:54Mir fällt was ein.
00:59:56Herr Toffel?
00:59:57Sie sehen doch, ich bin völlig gestresst. Ich habe zu tun.
01:00:00Bitte, bitte, bitte.
01:00:01Was wollen Sie denn noch?
01:00:02Nur noch eine Bestellung.
01:00:04Na gut, weil Sie es sind. Was soll es denn sein?
01:00:09Würstchen für die Fischerchöre.
01:00:13Es war immer eine Top-Stimmung am Drehort. Da gibt es auch so einige Sketche.
01:00:18Die kann man noch senden. Die haben einen zeitlosen Humor.
01:00:21Oder die sind so primitiv, dass sie genau in die heutige Zeit wieder passen.
01:00:26Ja, das ist Helga.
01:00:29Meine Partnerin.
01:00:30Sie kennen uns schon seit einigen Tagen.
01:00:33Wir haben uns jetzt zusammen eine Eigentumswohnung gekauft.
01:00:34Und Nächten?
01:00:35Eigentumswohnung haben wir uns gekauft.
01:00:38Schweine haben wir schon gemacht, ja.
01:00:40Reihen auch?
01:00:41Ab.
01:00:42Frank Zander, der hat so 8mm-Filme gedreht damals.
01:00:46Da hängt er sehr dran, weil die hat sonst keiner.
01:00:48Das hat er natürlich ein bisschen durchgezogen.
01:00:51Mir waren damals die Filme zu teuer, weil alle 2 Minuten muss man wieder 20D-Mark hinlegen.
01:00:57Ich hatte immer irgendwie eine Kamera und das war so die erste, weil mit Ton.
01:01:02So ein ganz kleines, dünnes Mikrofon.
01:01:05Und waren alle bereit, haben irgendwas erzählt.
01:01:08Hier ist Helga, ich spiele die Helga.
01:01:12Ich bin Helga und spiele Helga.
01:01:15Ja, ich bin der Zander und spiele den Frank.
01:01:19Danke.
01:01:21Ein Paar, wie sich gewaschen hat.
01:01:23Hast du, warte mal, ist meine Muskel auch schön zu sehen.
01:01:26Ein Tag, das sich wieder einmal nicht gewaschen hat.
01:01:29Was hast du gesagt?
01:01:30Das sich gewaschen hat.
01:01:31Bei der dritten Sendung, weiß ich, waren wir das Paar überhaupt.
01:01:35Und man liebte uns, weil wir so schön beknackt waren.
01:01:38Und das war natürlich dann auch Helgas Ding, nicht?
01:01:43Ja, wir haben in der Taube geblödelt, nicht?
01:01:46Liebe Plattenküchenfreunde, erleben wir endlich das Geheimnis.
01:01:50Das, was Frank in der Hose hat, wird jetzt einmal sichtbar.
01:01:53Und nein, nein, geh weiter zurück.
01:01:56Du brichst ihn ab.
01:01:57Und, sehen Sie, da ist er.
01:02:02Cut, cut.
01:02:04Küchenfreunde, jetzt dreht er sich noch einmal.
01:02:06Und, jawohl, volles Rohr.
01:02:09Ach, schade, ist abgefallen.
01:02:12Sie hatte einen unheimlichen Dampf.
01:02:14Und auch auf der Bühne, absolut sicher.
01:02:17Und war natürlich dann für mich die beste Partnerin,
01:02:22die man sich vorstellen könnte.
01:02:23Für so Kuckulohus, nicht?
01:02:24Ich glaube, ich habe einen guten Gag für die nächste Ansage.
01:02:27Dann schieß mal los.
01:02:28Los.
01:02:31Na, findet ihr das nicht komisch?
01:02:33Oh, hell.
01:02:35Oh, also den nicht.
01:02:40Und plötzlich irgendwo unten in der Garderobe,
01:02:42das Neuer, der spielt den Müller-Seibel.
01:02:45Ich weiß nicht, wo der herkam, irgendwo.
01:02:46Das war der Olli Mayer, der langsam in ihr Leben trat.
01:02:50Mein Vorbild ist Harry Schneider.
01:02:52Und deshalb spiele ich den Herrn Müller-Seibel.
01:02:55Eigentlich heiße ich Reinhard Mayers.
01:02:57Aber nur mein Künstlername.
01:02:58Eigentlich heiße ich Müller.
01:02:59Guten Tag.
01:03:00Der war ja auch so ein bisschen, ne?
01:03:03So süffisant und wo man sagt, der hat so einen merkwürdigen Humor.
01:03:08Und alle meinten mir, er ist ein komischer Typ.
01:03:11Na, Herr Müller-Saubold?
01:03:14Müller-Seibel, wenn ich bitten darf.
01:03:16Wie schmeckt's denn der Abteilung Humorar um Lipzemsen?
01:03:19Sie sind ganz schön verschwenderisch hier.
01:03:21Ich habe schon 14 Erbsen gefunden, obwohl nur 5 pro Teller genehmigt waren.
01:03:26Ich werde gegen Sie ein Disziplinarverfahren anstrengen.
01:03:29Das tun Sie nicht.
01:03:30Das werde ich doch tun.
01:03:31Das tun Sie nicht.
01:03:32Das werde ich doch tun.
01:03:33Das tun Sie nicht.
01:03:36Olli hat sie kennengelernt bei der Arbeit.
01:03:39In der Plattenküche, da war ein Mann, der den Leuten nicht nach dem Mund geredet hat und der auf Helga
01:03:44aufpasste.
01:03:46Wie das jetzt echt los?
01:03:48Na, das war nur...
01:03:49Wir fragen uns auf Gewinn, was für Gesichter machen wir.
01:03:52Das ist von ewig gekocht.
01:03:54Helgas erster Mann, Götz, war ja schon etwas älter und war wohl sehr froh, dass er jemanden hatte, der sich
01:04:00um Helga kümmerte.
01:04:01Und er hat ihm quasi auch zum Schluss Helga so ein bisschen ans Herz gelegt.
01:04:07Was gibt es denn heute?
01:04:08Na, da verloren Eier.
01:04:10Oh!
01:04:11Ah, ich habe einen!
01:04:14Ah!
01:04:18Olli ist in diese Zweierbeziehung hineingewachsen.
01:04:22Er war also Hausfreund.
01:04:26Ich bin da, ich bin ich, ich habe einen!
01:04:28Sie doch noch hoch!
01:04:30Olli Meier, also da stockt mir so ein bisschen der Atem, wenn ich daran denke, er hat uns die Helga
01:04:38weggenommen.
01:04:39Ich muss ehrlich sagen, am Anfang ist er noch mitgekommen, es gab das Örgelchen, ein Gorn.
01:04:44Und da war sie mit bei und hat mit den Interpreten rumgeschäkert.
01:04:48Und das wurde immer weniger, weil Olli Meier sagt, nein, Helga kommt nicht mit.
01:04:54Und so sagen wir, wie, die hört ja zu uns.
01:04:57Sie hat dann mit ihm zusammen in Hamburg ein Theater begonnen und das war sehr erfolgreich, aber nur weil sie
01:05:05dabei war.
01:05:05Wir Deutschen haben den Alten, Siegfried Lovitz.
01:05:09Die Engländer haben die Junge, Lene Lovitz.
01:05:14Helga, die Ansagen mache immer noch ich.
01:05:17Hm.
01:05:18Hm.
01:05:19Ja.
01:05:46Ich habe den Olli Meier kennengelernt.
01:05:48Und es hing zusammen mit dem Film Das verrückte Strandhotel.
01:05:51Der Olli war da mein Partner und wir haben uns gut verstanden, gut vertragen, haben auch schön zusammengespielt.
01:05:57Und der erzählte mir eben von der Helga und dass er mit der Helga zusammen, dass sie ein Theater aufmachen
01:06:02und haben da so ein Stück.
01:06:04Und da zieht er in Erwägung, ob ich da nicht eine Rolle spielen sollte, ob ich da Lust dazu hätte.
01:06:09So kam er an.
01:06:10Und gesagt, ja, finde ich lustig, habe noch nie Theater gespielt in der Form.
01:06:14Ich habe Filme gemacht, wie zum Beispiel Popcorn und Himmereis.
01:06:17Johnny!
01:06:22Johnny, was hast du? Magst du mich denn nicht ein bisschen?
01:06:26Doch, aber ich bin nun mal kein Junge, den man auf die Stelle haben kann.
01:06:29Gib mir einen Kuss, Johnny.
01:06:31Nur einen, bitte.
01:06:32Einen Kuss?
01:06:33Bitte, Johnny.
01:06:40Sonst habe ich ja auch jetzt nicht nur die Sexbombe gespielt, sondern eher so das hässliche Entlein, was dann halt
01:06:46zum Schluss dann sich schon rausgeputzt als Schwan präsentiert.
01:06:50Die Sexfilmchen der 70er-Jahre. Das haben große Schauspieler auch gemacht. Heidi Kabel war auch ins Monzetten drin. Und Helga
01:06:58hat auch Filme gemacht, Kinofilme.
01:07:08So ist eben. Ein schlechter Film existiert immer. Eine schlechte Fernsehshow wiederholt keiner. Aber ein schlechter Film ist forever.
01:07:20Oh, Kürtchen, mein Kürtchen.
01:07:27Mein liebes kleines Kürtchen. Hast du noch eben einen Wunsch?
01:07:32Ja, Chefin.
01:07:33Ja?
01:07:34Darf ich wieder runter?
01:07:35Oh.
01:07:39Helga ist diejenige gewesen, die auch immer angezogen war, die auch teilweise nur Gastauftritte hatte. Man bediente sich also dieses
01:07:46großen Namens und hatte dadurch nochmal wieder ein Zugpferd mehr drin.
01:07:51Das war halt so für junge Leute im Endeffekt war es ja. Ich sage ja, die waren ja auch ab
01:07:5516. Da war immer die Liebesgeschichte Boy mit's Girl und dann die Verwechslungsgeschichten.
01:08:01Und das war ein großer, großer Spaß. Und dann kamen Arabische Nächte. Das war mein erster Film mit Klaus.
01:08:08Das ist Dolly Dollar.
01:08:09Guten Abend.
01:08:11Dolly, es ist Cleos siebter Film zusammen mit Klaus Lemke und ihr erster Film an diesem Team. Macht Spaß?
01:08:17Ja, sehr.
01:08:18Aufregend?
01:08:19Ja, mir gefällt es sehr gut. Ich liebe den Klaus und die Cleo.
01:08:25Raus!
01:08:29Dieser fett Mobster irgendwie. Was holt ihr denn da ein? Also wirklich.
01:08:33Was hast du denn da auf deinen Busen?
01:08:34Hämme auf, was ich tue. Also wirklich.
01:08:37Ja, da klingst du auch um.
01:08:39Raus!
01:08:40Theater ist ja ganz was anderes als Film. Also es war Neuland und dann natürlich auch eine seriöse Schiene. Ja.
01:08:45Und ich war dem Olli dankbar, dass es das gemacht hat. Und der Helga auch sowieso. Weil Helga war großartig.
01:08:50Die Perle Anna haben wir ja zusammengespielt. Ich fand es interessant, das auszuprobieren. Und dann neben einer Größe wie Helga
01:08:57Fettersen natürlich, hat mich auch zutiefst geehrt gefühlt. Und ja, die Kombi ist gut angekommen. Weil wir haben also ausverkaufte
01:09:06Spielzeit gehabt.
01:09:06Anna, was machen Sie da?
01:09:08Ich wandle, schlaf, Monsieur. Was machen Sie? Ich schlaf, wandle, Monsieur. Wer ist das? Ja, mein Dienstmädchen, das siehst du
01:09:17doch. Ach, das Dienstmädchen. Sehr erfreut, Sie kennenzulernen. Oha, die Försterkristel!
01:09:25Helga war ja ein offener Typ. Und auch Olli Meier. Und die erkannten durchaus Talent. Und da gehörte Dolly Dollar
01:09:33dazu, die es von Anfang an geschafft hatte, jetzt sag ich mal, mit beiden gut zu sein.
01:09:39Helga mochte sie und dafür haben sie sie dann auch verpflichtet.
01:09:43Dolly, ich möchte gleich ein Kompliment von Olli weitergeben an dich. Das ist das erste Mal, dass du auf den
01:09:50Brettern, die die Welt bedeuten, stehst.
01:09:52Und du machst es mit so viel Charme und so viel liebenswerter Chuzpe. War das eine Umstellung für dich von
01:09:57der Schauspielerin zur Theater-Mimen?
01:10:01Ja, es ist schon ein bisschen anders. Weil ich meine, die Reaktion des Publikums ist ja da in dem Moment
01:10:06gleich, während der vor der Filmkamera eigentlich kein Publikum ist.
01:10:09Kommst du aus dem Rheinland?
01:10:10Ja, aus Bayern.
01:10:14Ich musste die Heimat verlassen, aber das war für mich damals nicht so schlimm, weil ich eben neugierig war.
01:10:20Und da habe ich ja direkt eine Theaterwohnung gehabt, also oben, oben am Theater am Holstenwall, da unterm Dach.
01:10:26Das war eine schnucklige Drei-Zimmer-Wohnung, die eben auch vom Theater organisiert worden war, also sprich von Olli und
01:10:31Helga.
01:10:31Ich finde, Helga war ein liebenswerter Mensch, die schon geschaut hat, dass der anderen gut geht.
01:10:40Dass man sie wohlgefühlt hat und immer auch total kollegial. Obwohl sie ja die Hauptrolle gehabt hat, ist ja nicht
01:10:48immer so. Und auch eben die Chefin war.
01:10:51Das war Helga Feddersens Theater. Und es war in der Stadt auch immer das Theater von Helga Feddersen, was Olli
01:10:57Mayer, glaube ich, so ein bisschen gewurmt hatte.
01:10:59Es war, glaube ich, auch seine Idee und er hat das hier auch vorangebracht von der Einrichtung bis zu anderen
01:11:03Dingen, hat auch selber mitgespielt.
01:11:05Aber das war das Theater von Helga Feddersen. Die Leute wollten Helga sehen.
01:11:09Ich war damals noch Referendar, dann nachher junger Anwalt und habe nachher für sie oder vor allem auch für das
01:11:15Theater am Holstenwall auch eine ganze Menge juristische Dinge als junger Anwalt erledigt.
01:11:45Ich hatte immer den Eindruck, das hat sie mir aus Zuneigung zu Olli Mayer gemacht.
01:11:51Sie hat es gemacht, sie macht auf die Bühne, aber ihr war das schon sehr viel mit dem ganzen Lernen,
01:11:57Rollen, Proben und auch dieses reine Klamauk-Theater, das war ja wirklich als Klamauk- und Comedy-Theater, musste wohl
01:12:05sein.
01:12:05Aber dass das ihre große Liebe war, war das nicht.
01:12:08Ich habe sie auch besucht dort im Theater. Sie lebte ja damals mit einem jungen Mann, einem Herrn Mayer zusammen,
01:12:16der das quasi auch mit gemanagt hat.
01:12:20Und ich habe sie dort auch erlebt und auch eher natürlich der leichten Muse verhaftet, auch eher das komische Fach.
01:12:28Wir haben ja genug Staatstheater, die Anliegen und Aussagen bringen und auch bringen müssen, denn dafür werden sie subventioniert.
01:12:34Aber bei uns wird eben die absolute Unterhaltung groß geschrieben. Lachen ist erlaubt, erwünscht und ich bringe sie auch zum
01:12:44Lachen.
01:12:45Erst bei der Zusammenarbeit mit Fassbender, da konnte Helga wieder einen Rückschritt machen, einen Schritt zurück in die seriöse Theaterwelt,
01:12:54in die Kinowelt, in die Filmwelt.
01:12:55Und das hat sie sehr genossen und da konnte sie sich anders ausleben, eben auch total ernst.
01:13:03Und von dem Tadellöser und Wolf hat sie ja eine Lehrerin gespielt, die abartig streng war.
01:13:14Das geht aber noch nicht so richtig, das ließen wir nochmal über.
01:13:21Das sollen drei ziehen?
01:13:23Das ist ein Hut gefranst, das ist knapp noch.
01:13:26Nochmal.
01:13:28Fünf Minuten.
01:13:29Das Theater alleine hätte ich auch nicht gedacht, die hatte einfach Spaß am Drehen.
01:13:33Also Fernsehen macht ihr ja Spaß, aber da sie das Theater gerne halten wollte und auch Olli Mayer nicht hängen
01:13:36lassen wollte, hat sie dann hin und wieder eben noch da Rollen wahrgenommen.
01:13:40Und das Problem war, wenn Stücke waren, wo sie mitspielte, lief es gut.
01:13:44Und die anderen Stücke, die waren auch teilweise grottenschlecht, muss man ehrlich sagen.
01:13:47Ich habe das ja oft gesehen und die Zuschauer blieben auch weg.
01:13:51Bühne frei für unsere Tanzer.
01:13:54So ist es.
01:13:59Und es gibt ja noch ein Problem, das jetzt neu auf mich gekommen ist, denn mein Mann Götz ist von
01:14:05heute auf morgen durch eine cerebrale Hirnstörung all seines Lebens beraubt worden und lebt doch noch.
01:14:14Jetzt sitze ich da mit meinem Theater, mit dem Geld, was ich auch habe und es ist nicht möglich, dass
01:14:21ich diesen Mann zu Hause alleine pflegen kann.
01:14:25Nach dem Tod von Götz Kotzuseck hat sie ja mit Olli Mayer zusammengearbeitet und auch zusammengelebt schon.
01:14:32Und Helga hatte durchaus das Gefühl, sich bei ihm geborgen, umhegt und vor allen Dingen auch gefördert zu fühlen.
01:14:40Denn er hatte Ideen und er pushte sie auch.
01:14:44Götz hat noch gesagt in seiner Todesstunde, Olli, verlass mir die Helga nicht.
01:14:48Und Olli hat gesagt, nein, Götz, das tue ich nicht.
01:14:52Und nun haben wir uns zusammen dieses Haus erworben und leben hier zusammen, arbeiten zusammen.
01:14:58Aber mögen uns, lieben uns und sind ganz tolle Partner.
01:15:04Aber jeder darf machen, was er will.
01:15:08Olli liebt sakrale Kunst, obwohl er nicht katholisch ist und das 17. und 18. Jahrhundert.
01:15:17Olli Mayer selbst war schwul, aber was sie an ihm faszinierte, war diese Glitzerwelt, aus der er kam.
01:15:24Denn die Schwulen hatten damals auch schwulen Lokale schon, da war ja noch verboten eine ganze Zeit lang.
01:15:31Da wehte dann so ein bisschen der Hauch des Geheimen und das gefiel ihr.
01:15:35Und sie haben ja auf ihren Bühnen nachher auch immer Revues gespielt und auch so eine Art Cabaret gemacht, wo
01:15:40es sehr freizügig zu ging.
01:15:51Es wurde auch sehr viel mit Schmutz auf Olli Mayer geworfen, weil er immer das Flair hatte eines Erbschleichers, was
01:15:59zweifellos nicht richtig und auch erwiesenermaßen nicht richtig war.
01:16:02Er hat auch sein ganzes Geld erstmal ins Theater gesteckt.
01:16:05Es gab ja viele blöde Gerüchte und viele Quatsche, aber ich habe die Bayerne wirklich sehr viel auch zusammen erlebt.
01:16:12Und das wirkte wirklich harmonisch und mit Respekt und liebevoll und nicht irgendwie aufgesetzt.
01:16:25Helga, die segelte einfach mit und machte tatsächlich jeden Tag ein bisschen mehr.
01:16:30Sie drehte auf bis zum Rand der Erschöpfung zum Teil.
01:16:34Die nahmen alles an, die gingen auf Tournee, machten keinen Urlaub, kein nix, kein gar nix.
01:16:40Hauptsache eben irgendwo durch Deutschland, dass eine Theaterbühne auf sie wartete und dann war die Welt für die beiden in
01:16:46Ordnung.
01:16:47Nein, das war eindeutig zu viel. Und da habe ich dem Olli auch mal gesagt, alter, stopp mal, es geht
01:16:54nicht um dicke Kasse und dickes Portemonnaie.
01:16:56Dann meinte er immer, ja, aber Publikum will das.
01:17:00Und ich sagte, es geht aber auch um Mensch. Guck dir ja doch mal an.
01:17:04Ich bin 35 Jahre im Beruf, habe immer genommen, was die Kelle gibt, hoch und tiefs, hoch und tiefs.
01:17:11Aber das Wort Pause hatte ich irgendwie ganz gestrichen.
01:17:15Und ein Theater zu eröffnen, vier Jahre lang, jeden Tag auf der Bühne zu stehen, in den Theaterpausen Fernsehen zu
01:17:24machen, unter anderem Glücksspirale.
01:17:26Keine Mucke auslassen, Diskotournees, weil ich das alles liebe.
01:17:30Aber Raubbau an den Kräften treiben, das darf man eben nicht.
01:17:34Denn die hat man nicht unendlich zur Verfügung.
01:17:38Dieses wahnsinnige Arbeitspensum, das zehrte natürlich an Helgas Kräften.
01:17:42Dann hatte sie eben so eine Art Zusammenbruch.
01:17:44Das war noch vor der Krebserkrankung, wobei man ja nachträglich immer sagen kann,
01:17:49was sind Vorboten, wo bahnt sich schon etwas Schwereres an.
01:17:54Und irgendwann hat Uli auch gemerkt, sie funktioniert nicht mehr.
01:17:58Und dann hat er sie durchaus etwas aus dem Verkehr gezogen.
01:18:02Er schirmte Helga ab, besonders dann, als es ihr schlecht ging.
01:18:06Und das hat einige Leute maßlos gestört, weil Helga ja eigentlich so ein Kumpeltyp war.
01:18:11Und dann war mit einmal jemand davor, wie ein Hund, der knurrte und aufpasste, dass ihr niemand zu nahe kam.
01:18:16Er hat sie geschützt, aber es wusste keiner mehr, was er wirklich alles mit ihr angestellt hat.
01:18:22Ich weiß nur, dass die letzten Jahre von ihrem Leben über ihn, ohne ihn nichts lief.
01:18:29Man musste, wenn man an Helga rankommen wollte, kann man an Olli Mayer nicht vorbei.
01:18:34Wir hatten nochmal kurz Kontakt, wo dann eben ein Gastspiel, was sie geben sollen, ein bisschen auf der Kippe stand.
01:18:42Aber wir hatten, wir haben dann leider keinen Kontakt mehr gehabt in der Zeit,
01:18:47wo ich ihr gerne durch nette Worte und durch Besuche hätte helfen können.
01:18:51Sie war auch ein bisschen abgeschirmt von Leuten, die glaubten, sich direkt um sie kümmern zu müssen.
01:18:57Das war eine furchtbare Zeit.
01:19:00Wir haben uns dann auch ein bisschen weniger gesehen,
01:19:02bedingt durch die Situation, dass sie dann auch im Krankenhaus war
01:19:06und dann zu Hause nicht so richtig in Gange kam.
01:19:10Und das war alles ein bisschen halt, wie es ist.
01:19:16Tot ernst.
01:19:21Ich bin total erledigt, von Schmerzen zerfressen.
01:19:25Alle Ameisen dieser Welt rennen durch meinen Körper,
01:19:29lassen keine Nervenbahn aus, um sie zum Brennen zu bringen.
01:19:32Hilfe, ich verbrenne.
01:19:34Ich gehe einen einsamen Weg, voll von Lebensangst.
01:19:37Um 14.30 Uhr, ich weiß nicht wo, werde ich von Olli in die geschlossene Abteilung geführt,
01:19:44Zimmer 11.
01:19:45Mein Käfig von dieser Sekunde an.
01:19:47Der Stationsarzt erscheint.
01:19:49Völlig verzerrt von Schmerzen, nur noch Tränen und Aggressionen gegen alles,
01:19:54was um mich herum passiert, höre ich seine Therapievorschläge.
01:19:58Nummer 1.
01:19:59Wenn ich nicht binnen einer Woche an Gewicht mache,
01:20:02dann künstliche Ernährung auf der Intensivstation,
01:20:05das Grässlichste, was es gibt.
01:20:07Wieder ein Schrei von mir, aber ich will doch leben.
01:20:10Um 17 Uhr gehen Olli und Ute.
01:20:13Ich bin froh, im Grunde undankbar.
01:20:17Schwester Renate kommt.
01:20:18Meine gesamte Habe wird nach eventuell versteckten Medikamenten durchsucht.
01:20:23Meine erste Nacht.
01:20:24Mein Versuch auf einem Weg, den ich nun gehen muss.
01:20:27Ich wage den ersten Schritt.
01:20:33Sie griff damals nach jedem Strohhalm.
01:20:36Helgas Amerika-Fahrt war bereits in der Endphase ihrer Krankheit.
01:20:41Es war auch Olli, der sich umgehört hatte und gesagt hatte,
01:20:44dort sind vielleicht nicht bessere Spezialisten,
01:20:47aber dort kennt man vielleicht schon Methoden,
01:20:50die vielleicht etwas anders sind.
01:20:51Bloß die Ärzte drüben haben ihr auch gesagt,
01:20:54zur Behandlung sollte sie lieber sich in die Hamburger Klinik begeben.
01:20:59Die gesamte Reise, da habe ich in meinen Unterlagen auch Belege für,
01:21:04hat eine Hamburger Zeitschrift bezahlt.
01:21:06Das war eben einfach so, dass man dort eine Reportage machte.
01:21:10Und zwar, weil das ja eine teure Produktion war,
01:21:13die sich über vier Ausgaben hinzog.
01:21:16Das ist nun mal in der Branche.
01:21:17Wenn man öffentlich lebt, dann sterben auch manche öffentlich.
01:21:21Also sie hat auch ihr Ableben auch sehr öffentlich gemacht.
01:21:25Dann habe ich dann natürlich gesehen, wie sie unter der Krankheit litt.
01:21:29Sie wurde mal dünner, hager und da stand schon der Gefattertod hinter ihr und klopfte.
01:21:36Also das tat mir natürlich wirklich weh.
01:21:40Sie war noch mal bei mir in der Talkshow und das war schon mehr ein trauriger Auftritt,
01:21:46weil ich wusste, das war einer ihrer letzten TV-Auftritte,
01:21:49dass man dann, dass der Humor dann einem auch manchmal gleich im Heise stecken bleibt,
01:21:54die sie doch loswerden wollte.
01:21:58Helga, was mich freut, ist, dass du ganz einfach so munter wieder bist.
01:22:01Ich bin selbst überrascht, aber es kommt sicherlich daher, weil sich ja...
01:22:06Du kannst mir jetzt eine runterhauen, da würde ich mich auch freuen.
01:22:09Du kannst mich abknutschen, würde ich mich auch freuen.
01:22:12Eine Nummer will ich lieber nicht versuchen.
01:22:21Grundsätzlich hat man ja, bevor man dann sterbt,
01:22:25kriegt man ja noch mal so eine Lebensphase,
01:22:28in der man noch mal pusht, der Körper durchpusht
01:22:30und man fühlt sich dann wieder so relativ intakt.
01:22:35Aber das entspricht nicht der Realität.
01:22:37Ich bin ja geboren, um zu gehen.
01:22:40Ich gehe immer den ersten Schritt und passe mich immer gerne an.
01:22:43Aber auf den eigenen Rhythmus habe ich nie gehört.
01:22:47Aber jetzt tue ich das.
01:22:49Ich bin direkt etwas egoistisch.
01:22:51Aber ich glaube, das ist ganz wichtig.
01:22:53Nur so kann ich dann auch wieder geben.
01:22:57Das ist gut.
01:22:59Das ist ein Zeichen, dass es wieder losgeht.
01:23:03Das erste Mal seit drei Jahren stehe ich wieder vor einer Kamera
01:23:07als Polizisten-Bitwe Eleonore Reimers
01:23:10und ich bin dankbar und glücklich, dass ich wieder da bin
01:23:14und ich möchte sagen, fast noch besser
01:23:16und ich bin wieder auf dem freien Markt zu haben.
01:23:20Hände hoch!
01:23:22Keine fiese Matenten!
01:23:24Ich rufe jetzt die Polizei an und Sie bleiben hier still und Hände hoch!
01:23:29Bitte.
01:23:30Bitte.
01:23:31Bitte.
01:23:31Danke!
01:23:33Den hätten wir.
01:23:36Das ist ein Schritt zurück in mein Leben und in meinen Beruf.
01:23:40Denn ich hätte nicht geglaubt, dass ich das noch einmal wieder schaffen würde.
01:23:44Es ist mir in meiner ganz schweren Zeit so viel Zuneigung und Liebe vom Publikum,
01:23:53die ich ja alle gar nicht kenne, zuteil geworden.
01:23:56Und als ich jetzt wieder meinen ersten Drehtag auf dem Winterhuder Marktplatz hatte,
01:24:01da waren schon ganz viele Leute da, die eingekauft haben,
01:24:04haben die geklatscht, sind auf mich zugegangen und haben gesagt,
01:24:08Helga, wir haben alle dir die Daumen gedrückt, dass du wieder gesund wärst
01:24:14und wir freuen uns so.
01:24:16Denn wir müssen wieder von dir ein bisschen Fröhlichkeit erfahren.
01:24:24Helga Vettersen gestorben.
01:24:26Die Hamburger Schauspielerin erlag 60-jährig einem langen Krebsleiden.
01:24:31Ihre Karriere hatte beim Theater begonnen.
01:24:33Einem breiten Publikum wurde Helga Vettersen als Urknudel im Fernsehen bekannt.
01:24:38Abschied von Helga Vettersen auf dem Ursdorfer Friedhof.
01:24:45Und das war auch ein ganzes Leben.
01:24:45Olli Mayer, Ehemann von Helga und langjähriger Lebensgefährte,
01:24:49hatte sie fünf Tage vor ihrem Tod im Krankenhaus geheiratet.
01:24:52Helga Vettersen starb im Alter von 60 Jahren nach langer Krankheit an Leberkrebs.
01:24:56Vor allem nahmen rund 350 Fans der beliebten Urknudel Abschied.
01:25:01Ganz schrecklich natürlich auch für mich so als Hamburger,
01:25:06dass diese Trauerfeier zwar in Hamburg stattfand,
01:25:10aber begraben oder ist sie in Stuttgart aufgrund ihres damaligen
01:25:17oder dann inzwischen verheirateten Partners, Olli Mayer.
01:25:23Aber ich denke oft an sie.
01:25:25Ich glaube, das ist das Entscheidende.
01:25:27Und denke mir dann immer auch hier in meinem kleinen Laden,
01:25:29manchmal ist es ja nicht so voll.
01:25:31Ach Mensch, schade, dass Helga nicht da ist.
01:25:33Wir hätten hier ein bisschen rumblödeln können.
01:25:36Wie cool wäre das denn?
01:25:49So eine Band wie Element of Crime,
01:25:52die ja schon aus einer ganz anderen Welt kommt
01:25:53als aus der klassischen deutschen Fernsehunterhaltung,
01:25:57dass so eine Band dann, also sich Helga Vettersen so ein Lied widmet,
01:26:00das hat natürlich schon für Erstaunen gesorgt.
01:26:02Das fand ich aber ganz angenehm.
01:26:03Das fand ich eigentlich einen erwünschten Effekt.
01:26:11Das war auch interessant,
01:26:13weil ich wurde ja oft danach gefragt,
01:26:14wieso jetzt Helga Vettersen und wieso jetzt 4 Stunden vor Elbe 1.
01:26:17Und man dann erzählte, dass es eben so ein Film ist,
01:26:19den sie geschrieben hat.
01:26:19Und darum auch der Titel 4 Stunden vor Elbe 1 ist,
01:26:22auch immer auf diesen Film zu verweisen.
01:26:24Es ist keine Grabpflege für Helga Vettersen oder so,
01:26:26sondern man spielt das Lied, weil es ein tolles Lied ist.
01:26:31Drüben am Horizont verschwindet eine Landschaft.
01:26:38Ein Schnitt in die Brust ist der Abschied, doch diesmal fällt er aus.
01:26:47Ich will mehr für dich sein, als einen schleusen Bekanntheit.
01:26:56Diesmal, mein Herz, diesmal fährst du mit.
01:27:04Sieh doch, wie tausende von Möwen nach Abfall gehen.
01:27:13Ein Schritt nur vor uns ist die See, dahinter liegt nur Ja.
01:27:22Ein Schaum sprüht, frecht zu uns hier rauf, wie von tausend viel.
01:27:31Diesmal, mein Herz, diesmal fährst du mit.
01:27:47Und dann, mein Herz, diesmal fährst du mit.
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