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  • vor 15 Stunden
Die österreichische Regierung hat sich auf ein Social-Media-Verbot bis zum 14. Lebensjahr geeinigt. Wie soll das aussehen, und warum hält die Staatsführung das für wichtig?

Video: APA/bes; Thumbnail: APA/Max Slovencik

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Transkript
00:00Die Bundesregierung hat sich auf die Einführung eines Social-Media-Verbots für unter 14-Jährige geeinigt.
00:06Bis Ende Juni soll es einen Gesetzesvorschlag zur technischen Umsetzung geben,
00:11wie am Freitag bei einer Pressekonferenz informiert wurde.
00:14Wir werden Kinder und Jugendliche in Zukunft entschlossen vor den negativen Auswirkungen von Social-Media-Plattformen schützen.
00:23Wir schauen nicht mehr dabei zu, wie diese Plattformen unsere Kinder süchtig und oftmals auch krank machen.
00:31Wir werden die Social-Media-Nutzung für Kinder und Jugendliche unter 14 Jahren einschränken.
00:35Und die Risiken, die mit dieser Nutzung einhergehen, wurden lange genug ignoriert und jetzt ist es Zeit zu handeln.
00:43So will die Regierung etwa klare Regeln für die Betreiberplattformen einführen
00:48und das Ziel einer Altersbeschränkung auf EU-Ebene weiter betreiben.
00:52Zunächst soll es aber rasch eine Lösung auf nationaler Ebene geben.
00:56Wir haben keine Zeit zu verlieren. Wir lösen das Problem jetzt hier in Österreich auf nationaler Ebene.
01:02Uns ist klar, dass es noch dauern wird, bis es auf EU-Ebene zu einer zufriedenstellenden, gemeinsamen Lösung kommen wird.
01:09Und damit nicht noch mehr kostbare Zeit verstreicht, damit nicht noch mehr Tage ins Land gehen, wo unsere Kinder gefährdet
01:18sind,
01:18dann werden wir auch jetzt diese nationalstaatliche Lösung herbeiführen und gleichzeitig weiterhin Druck auf der europäischen Ebene aufbauen.
01:27Es sollen technisch moderne Methoden zur Altersverifikation eingesetzt werden, die gleichzeitig die Privatsphäre schützen.
01:33Das heißt, man kann das Alter bestätigen, ohne persönliche Daten preiszugeben.
01:38Die technische Umsetzung wird in weiterer Folge der nächste Schritt sein.
01:42Weiters soll über eine Lehrplanreform in den Schulen die Medienkompetenz gestärkt werden.
01:48Gegenstand Informatik und künstliche Intelligenz auf drei Jahreswochenstunden aufstocken
01:53und digitale Kompetenzen von Programmierung hin bis zu gesellschaftlichen Auswirkungen von KI verankern.
02:00Die Umsetzung erfolgt ohne Erhöhung der Gesamtstundenanzahl und mit erweiterten schulautonomen Gestaltungsspielräumen,
02:06sodass die Schulen neue Inhalte flexiblen bestehender Strukturen integrieren können.
02:10In diesem Fach wird man lernen, Medien kritisch zu analysieren, Medienprojekte selber zu gestalten,
02:16beispielsweise mal selber einen Podcast aufzunehmen oder Social-Media-Stories kritisch zu hinterfragen,
02:22um so einen Zugang zu diesen Themen zu bekommen und die Kritikfähigkeit zu lernen.
02:28Gleichzeitig wird in diesem Fach demokratische Teilhabe ermöglicht und auch gestärkt.
02:33Denn Demokratiebildung und Medienbildung gehen Hand in Hand.
02:36Die große Gefahr unserer Demokratie, die befindet sich tatsächlich auf Social Media,
02:41wo gegen unsere Gesellschaft, gegen unsere Werte auch Propaganda stattfindet und einseitige Information passiert.
02:47Die Schulen sollen autonom zwischen dem Unterricht von Medienkompetenz als eigener Gegenstand
02:52oder in Form eines Fächerbündels entscheiden können.
02:55Der Informatikunterricht wird um den Bereich KI ergänzt.
02:59Bei Latein werden dafür in der Oberstufe zwei der bisher zwölf Stunden gekürzt.
03:04Ursprünglich sollten vier Stunden wegfallen.
03:06Untertitelung des ZDF für funk, 2017
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