00:00August Wöginger ist am Montag im sogenannten Postenschacher-Prozess in Linz
00:06wegen Amtsmissbrauchs schuldig gesprochen worden und in Folge als ÖVP-Clubobmann zurückgetreten.
00:14Ich bin überzeugt, dass sich am Ende herausstellen wird, dass die Aussagen von Thomas Schmid unrichtig waren.
00:21Ich werde daher selbstverständlich gegen das heutige Urteil in Beruf umgehen
00:25und ich bin überzeugt, dass am Ende ein rechtskräftiger Freispruch für mich steht.
00:32Dieser Freispruch ist heute aber leider nicht eingetreten.
00:37Das gesamte Verfahren war für meine Familie, für mich persönlich und auch für meine Arbeit im Parlament ausgesprochen belastend.
00:45Ich gehe zwar weiterhin von einem Freispruch in der zweiten Instanz aus,
00:49werde aber dennoch unabhängig von den weiteren rechtlichen Schritten meine Funktion als Klubobmann der Volkspartei im Parlament
00:58mit sofortiger Wirkung zurücklegen und meine volle Aufmerksamkeit meiner Tätigkeit als Abgeordneter und Sozialsprecher im Parlament widmen.
01:08Wöginger soll 2017 einem Parteifreund den Vorstandsposten im Finanzamt Braunau zugeschanzt haben,
01:18indem er mit Hilfe des damaligen Generalsekretärs und Kabinettschefs im Finanzministerium Thomas Schmid
01:26Einfluss auf den Besetzungsprozess genommen habe.
01:29Wöginger hatte Ende des Vorjahres bereits die Verantwortung übernommen, um eine Diversion zu bekommen.
01:37Diese ist später allerdings vom Oberlandesgericht Linz gekippt worden.
01:43Bei einem Strafrahmen zwischen sechs Monaten und fünf Jahren hat die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft
01:51einen unbedingten Strafteil in Form einer Geldstrafe gefordert.
01:56Wöginger ist nun zu sieben Monaten bedingt und einer unbedingten Geldstrafe von 43.200 Euro verurteilt worden.
02:08Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.
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