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  • vor 1 Tag
Die Neuaufstellung der Medienförderung rückt näher. In den kommenden Tagen sollen laut Medienminister Andreas Babler (SPÖ) die Ergebnisse der dazu in Auftrag gegebenen wissenschaftlichen Studie präsentiert werden. Wichtig sei ihm, dass "echter Journalismus" gefördert werde, nicht "willfährige Berichterstattung", sagte er am Montag im Medienministerium bei einer Konferenz zu Medien und Demokratie. Auch Social-Media-Algorithmen sollen in Angriff genommen werden.

Video: APA/kha; Thumbnail: Imago/Sepa.Media

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Transkript
00:00Vizekanzler und Medienminister Andreas Babler lud am Montag zur Konferenz Medien und Demokratie ins Bundesministerium.
00:08Auf dem Programm standen Themen wie Desinformation, Schutz demokratischer Werte im digitalen Raum bzw. Plattform, Macht und fragwürdige Algorithmen.
00:20Überall dort, wo es unabhängige, überall dort, wo es freie Medien gibt, gibt es auch eine kritische und starke Zivilgesellschaft.
00:27Wie eingangs erwähnt sind auch Sie es, die von autoritären Kräften angegriffen werden.
00:32NGOs, Menschenrechtsorganisationen, die Wissenschaft sind immer die ersten Opfer autoritärer Regime.
00:39Weil sie eben das tun, was jenen Kräften den Nährboden entzieht.
00:42Sie organisieren sich, sie zeigen Missstände auf, sie üben Kontrolle aus.
00:48Darum soll diese Konferenz auch mehr als ein Fachgespräch sein.
00:51Sie soll ein Ort demokratischer Arbeit sein, ein Ort, der aufrechte Debatten zwischen Medien, zwischen Wissenschaft und Politik und Zivilgesellschaft
01:00und Antworten darauf geben, was wir zukünftig besser machen können und müssen.
01:06Nicht die willfährige, Klammer wohlwollende Berichterstattung soll gefördert werden, sondern echter Journalismus.
01:14Das tun wir, indem wir Regelungen für Tech-Konzerne fordern, die nicht mit Wahrheit und Information ihr Geschäft machen,
01:21sondern mit Desinformation und Polarisierung.
01:24Und wir tun es, indem wir Maßnahmen setzen, um Medienkompetenz zu stärken.
01:27Wir verankern digitale Grundbildung und den Umgang mit künstlicher Intelligenz in den Lehrplänen.
01:34Meinungsunterdrückung und antidemokratische Tendenzen seien auch im Nachbarland Ungarn zu erkennen gewesen.
01:40Deshalb zeigte sich Babler erfreut über den Wahlsieg von Peter Mordia am Sonntagabend.
01:46Nach 16 Jahren Orbán hat jetzt durch dieses Wahlergebnis das Land Chance wieder,
01:53sie an demokratische Grundsätze zurück anzunähern.
01:57Und ich glaube, das ist sehr wichtig. Sie wissen, dass all das System von Viktor Orbán gestanden ist,
02:02auch für Meinungsunterdrückung, für viele autokratische und antidemokratische Tendenzen, die wir miterleben mussten.
02:09Und so besteht die berechtigte Hoffnung, dass es zu einer Normalisierung auch der Verhältnisse innerhalb der Europäischen Union kommt.
02:16Wie die Eckpfeiler der neu aufgestellten Medienförderung aussehen sollen,
02:20wollte Babler am Montag noch nicht im Detail preisgeben.
02:23In den nächsten Tagen sollen die Ergebnisse der dazu in Auftrag gegebenen wissenschaftlichen Studie präsentiert werden.
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