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00:26Welcome to Sträter, here at the Harbour Club in Köln.
00:28Und zwar live, weil ich einen Puls habe, aber aufgezeichnet, weil ich heute gar nicht kann.
00:33Also ihr heute, ihr ist nicht, ihr, das ist schon live. Für sie. Es ist egal.
00:40Der Sommer ist da. Und damit auch die Eisdielenzeit.
00:48Eisdielen, ich liebe alles daran. Die schmucken apricotfarbenen Lampen, Stühle mit Chromfüßen und zu kleiner Sitzfläche mit beklopptem Motiv.
00:55Immer so pinke Dreiecke oder wilde orange Rauten im Autoscooterfarben.
00:59Muster also, die selbst für die Sitzbezüge öffentlicher Busse zu bizarr sind.
01:04Und speziell die haben ja überhaupt keine Sperrenpolsterschoffe zu präsentieren.
01:07Mit Grafiken, die aussehen, als hätte man vier von Bonbons, die Schlümpfe und die Scheißhaustür vom Hundertwasserhaus mit der Planierraupe
01:13überfahren.
01:14Aber das ist ja im Bus egal. Hauptsache die Busfahrer grüßen sich, als flögen sie den rasenden Falken.
01:20So nochmal von vorn. Eisdiele, gut. Auch Eis, gut.
01:26Speziell die Basissorten Vanille, Schokolade, Bananen, Stracciatella.
01:30Von mir aus auch die nicht so naheliegenden Varianten Nutella, Pestorosso, Kirschbitumen und Napperlederkürbis, Melasse mit Spänen von Gobeln.
01:38Pokémon, das ist alles fein, jeder wie er mag. Aber, was sind das bitte für Servietten da?
01:46Gehen Sie mal kurz in sich, ganz kurz, bevor ich Ihnen eine zeige. So eine Serviette, eine Serviette.
01:50Die Serviette ist ja zumeist ein sichtbares Ding aus Stoff oder einem anderen weichen Material,
01:56mit dem wir uns wahlweise säubernd durch die Grimasse fahren oder die wir uns aufs Knie legen,
02:01um der Gefahr herabfallender Klopse zu begegnen.
02:03Was aber Eisdielen, die stets erschütternd präzise nach italienischen Orten benannt sind,
02:10zumindest häufiger, als dass es Namen gibt wie Kalte Leckereien, Kabuki Hansen oder Lolek Litbarski, der Speiseeispole.
02:20Was uns also diese Eisdielen als Serviette unterjubeln, ist keine.
02:28Es ist streng genommen nicht mal ein Gegenstand. Hier. Das. Das ist nichts. Das ist durchsichtig und knistert wie Mumienhaut.
02:43Hören Sie mal. Es ist eine schlechte, zuhören, eine schlechte Kopie. Eine schlechte Kopie von Papier.
02:52Dem Papier ist immerhin geduldig. Und deswegen will los. Dieses Vieh hier nimmt keinerlei Substanzen auf. Nichts.
03:00Ich habe Eisenbahnschienen gesehen, die saugfähiger waren. Ja.
03:05Ich möchte sagen, gegen dieses Vergehen, gegen den Menschenverstand wirkt selbst Excalibur wie der fluffigste Dursti-Dursti-Badeschwamm der Welt.
03:14Mit diesem Ding kann man verschüttetes Eis natürlich prima schieben. Hin und her. Rutschi, rutschi. Das geht.
03:22Da geht eine kleine Portion Speiseeis, Geschmacksrichtung, Pastinacke, Prittstift, Rocher auf große Reise.
03:29Links und rechts über den Marmortisch aus Holz. Und wer zuerst die Lust verliert, hört auf. Und das bin irgendwie
03:34immer ich.
03:36Eisdielen, Leute. Wenn ihr keine vernünftigen Servietten haben wollt, dann verstehe ich das. Dann macht keine.
03:42Aber wenn ihr nur diese kleinen, grimmigen Hornhautgespenster da liegen habt, dann könnt ihr das auch ganz weglassen.
03:47Weißt du? Kommt einfach an den Tisch und sagt, ups, vollgeklöckert, Potzau. Und geht wieder weg.
03:52Das reinigt den Tisch genauso effektiv. Nämlich nicht.
03:58Sendung. So.
04:01Herzlich willkommen zu Sträter.
04:03Die Sendung mit großartigem Gast und reizenden Rubriken und unerhörtem Material.
04:08Und Ihnen, speziell Ihnen, aber auch Ihnen.
04:12Los.
04:20Mein Gast heute Abend ist das Schweizer Taschenmesser und ein deutscher Moderator.
04:24Darüber hinaus hat er über 1000 Interviews mit richtig berühmten Leuten geführt.
04:27Mit internationalen Stars von Herne bis Hollywood, wo auch immerhin.
04:30Herne, komm lass.
04:31Hier ist Steven Gäthchen.
04:48Musik aus Top Gun? Ernsthaft?
04:50Ja, der Komponist ist der Harold Faltermeier und Steve Stevens.
04:55Das war Steve Stevens.
04:57Hochdopierte Haare?
04:58Arbeiten Sie mit.
04:59Ja.
04:59Hochdopierte Haare.
05:01Das war Steve Stevens.
05:02Steve Stevens, das weiß ich nämlich.
05:04Der hat immer dieses bei Catch My Fall, diese irren Riffs gespielt.
05:07Ja, aber ich finde die Musik immer noch cool.
05:10Sie ist dadurch, dass Hans Zimmer, die aber nochmal so hochgepeitscht hat.
05:13Ja.
05:13Die ist ja noch dicker.
05:16Du moderierst.
05:17Also du hast ja alles moderiert.
05:18Außer jetzt QVC und irgendwas im Weltraum.
05:20Wer weiß.
05:22Aber du hast ja wirklich, guck mal, NDR Tor, nein, alles.
05:25Also im Prinzip bräuchte ich jetzt, ich kann zwei, drei Sachen weglassen.
05:28Baris Ferraris glaube ich nicht, oder?
05:30Nicht alt genug.
05:31Aber der Rest.
05:31Nee, hab ich gemacht.
05:33Ich hab Baris Ferraris gemacht.
05:34Das ist Besschitz.
05:35Dann entschuldige ich mich.
05:36Ja, Baris Ferraris auch.
05:42Man guckt einen Moment nicht hin, weißt du?
05:44Man guckt einen Moment nicht hin, dann hast du es moderiert.
05:46Dann tauch ich auf einmal auf.
05:46Das ist erschreckend.
05:47Genau.
05:48Und die Oscar-Verleihung.
05:49Du machst immer die, das ist ja das.
05:51Wie geht das?
05:52Also die sagen, pass mal auf, Oscar-Verleihung in drei Tagen.
05:54Oder fliegst du eine Woche vorher?
05:55Wie geht das?
05:56Nee, eine Woche vorher.
05:57Also früher hab ich das auch mal geschafft, zwei Tage vorher.
05:59Jetzt bin ich so alt, jetzt schaff ich das mit einem Jetlag nicht.
06:02Das macht mich immer total kirre.
06:03Aber ich fliege eine Woche vorher hin.
06:05Ja.
06:05Und dann haben wir da Probe.
06:07Wir gucken uns alles an.
06:08Wir schauen, welche Position wir haben.
06:10Es geht ja auch vor allen Dingen am roten Teppich.
06:12Ich weiß nicht, ob Sie das mal gesehen haben, das ist ja extrem lang.
06:14Ja.
06:15Da sind ungefähr 350 Fernsehteams aus aller Welt, plus noch Fotografen.
06:20Und dann wirst du ja eingeteilt von L-Academy, wo du stehen darfst.
06:24Und dann musst du versuchen, über die Jahre hinweg,
06:26dir eine möglichst gute Position zu arbeiten.
06:28Das heißt, dass du neben anderen guten Teams stehst und möglichst...
06:32Das ist geil, in der ersten Sendung.
06:33Ich bin hier in Bottrop und warte, dass Denzel Washington kommt.
06:36Man kommt immer näher ran.
06:39Also, nichts zu sehen.
06:40Ja, genau.
06:40Ich übertrage live aus dem Bottroper Cineplex.
06:43Und, also dann reißt du einen an, du packst einen Koffer, fliegst da hin, pipapo,
06:47akklimatisierst dich ein bisschen.
06:49Koffer?
06:49Ja, oder du hast sieben Schichten drunter und legst jeden Tag eine ab.
06:52Und dann bist du am Abend des rohen Teppich, so völlig verschwitzt, so einen Jogginganzug drunter hast.
07:00Aber da kann ich dir eine schöne Geschichte erzählen, weil das ist wirklich heiß,
07:03unter diesem Zelt und bei 25 Grad in der Sonne.
07:07Und ich habe irgendwann ein Interview geführt und denkst so,
07:09wow, der hat irgendjemand die Tür aufgemacht, weil da weht so eine leichte Brise.
07:13Und ich gucke runter und sehe während des Interviews, dass meine Smokinghose runterrutscht.
07:18Nee, und da hab ich weiter so gestanden und denkst so, bitte lass dieses Interview ganz schnell zu Ende gehen.
07:24Aber vor mir war eine Hacke, das heißt, die Interviewperson hat nicht gemerkt, dass meine Hose rutscht.
07:28Weißt du noch?
07:29Aber die Crew, aber die Crew, die hinter mir saß, hat halt meine, also ich trage nichts drunter.
07:33Und dann hat dann, nein, das stimmt nicht, stimmt nicht, stimmt nicht.
07:36Und dann rutschte meine Hose immer weiter runter, weil, weil dieses ganze Mikrofongedöns
07:41hat meinen Kummerbund und meine Hose aufgemacht, das war schön.
07:45Von aufgemacht, das ist nie einfach runtergerutscht.
07:50Irgendjemand.
07:50Denn ich kenne, weißt du noch, wen du interviewt hast?
07:52Nee, leider nicht.
07:53Gute Sache.
07:54Was war die größte Katastrophe am roten Teppich?
07:58Mir passieren so viele Katastrophen immer, dass ich weiß nicht.
08:00Aber wo du selber sagst, das würde ich nie im Fernsehen erzählen.
08:03Nee, vielleicht.
08:04Oder Platz zwei.
08:06Platz zwei.
08:07Okay.
08:12Ach, mir passieren dann, also ich weiß noch, dass irgendwann mal kam der österreichische,
08:17ein österreichischer Produzent zu mir und ich wollte mich vorstellen, hab gesagt, Steven
08:20geht hier und dann hat er gesagt, mir geht's gut.
08:35Das sind dann so Situationen, wo ich denke, okay, super, es ist richtig gut gelaufen.
08:41Mega.
08:42Aber ich weiß noch, eine Situation war ganz spannend, da war Mickey Rourke nominiert für
08:47The Wrestler.
08:47Der ist ja verschrien als einer der Bad Boys.
08:50Da meinten alle so, du musst echt aufpassen, weil wenn der eine Frage doof findet, dann haut
08:53er dir auch mal eine.
08:55Und ich hatte, ich hatte totale Angst und dann kam er an, dann hat er so ein kleines Amulett
09:00um den Hals mit so einem Bild von so einem Chihuahua drauf.
09:04Und ich dachte so, äh, Mickey Rourke mit dem Chihuahua.
09:07Und dann meinte ich so, ey, Mickey, was ist das denn, also, was ist das denn für ein
09:12Hund?
09:13Und dann hat er so wirklich angefangen, innerhalb von zwei Sekunden so total traurig zu gucken
09:18und meinte, das ist mein Chihuahua, der ist jetzt tot, wir haben uns immer gleich angezogen
09:22und der hat immer mich überall hingeworfen.
09:24Und dann stehst du halt da mit dem Mikrofon und denkst so, buh, okay.
09:30Das ist aber auch traurig immer, wenn dir so ein Haustier wegstirbt.
09:33Man baut da ja auch so ein persönliches Verhältnis so auf.
09:35Ja, aber ich fand es ganz beängstigend, als er gesagt hat, er hat immer dieselben Klamotten
09:38an wie ich.
09:39Das, ich stelle mir das auch, die macht vor allen Dingen Mickey Rourke und der Chihuahua.
09:43Wir wollen zwei Garnituren, aber, wer war denn viel lieber, als man dachte?
09:52Meryl Streep ist super, also wirklich eine ganz bewunderte, die ist so ein bisschen, äh,
09:58durchgeknallt, ne, die fängt dann mal zwischendurch an zu tanzen auf dem Teppich
10:01und macht irgendwelche Sachen, aber die ist ganz total freundlich.
10:04Dame Judi Dench fand ich mega, eine ganz, ganz bewundernswerte, tolle Frau.
10:09Helen Mirren, aber ich finde auch Charlie Staron, Brad Pitt, super.
10:15Also Steven Spielberg, Christopher Nolan, das sind tolle Leute, also weil die auch was
10:20zu erzählen haben.
10:21George Clooney.
10:22Ist George Clooney ein netten?
10:23Ja, super.
10:24Ich habe eine Taffeemaschine von dem gekauft, deswegen frage ich.
10:34Jetzt kommt jemand im Hintergrund in der Pappe, hält die hoch.
10:40Findest du nicht, da fehlt ein Buchstabe, halt nochmal hoch.
10:45Filme.
10:45Spiel.
10:47Filme.
10:48Spielfilme, ja, lass uns über Spielfilme reden.
10:49Ich habe...
10:58Nein, einen noch, einen noch, das will ich Ihnen noch wissen.
11:02Quentin Tarantino, der hat ein Buch geschrieben, das habe ich mir auch gekauft und dann hat
11:05er für sehr viel Geld Karten verkauft, ist auf Deutschlandtour gegangen, das heißt,
11:08war die Gelegenheit mal zu gucken, wie ist Quentin Tarantino so drauf oder auch nicht.
11:11Und du hast das moderiert und hast damit, du hast der Charme, der Quentin Tarantino, und
11:20ich sage das aus Reihe 37, ein bisschen abgeht, finde ich, den hast du ihm wiedergegeben,
11:28eins zu eins.
11:29Also du warst der Liebe und dadurch ist er auch ein bisschen lieber geworden.
11:32Wie war der?
11:33Der ist ja sehr zurückhaltend, wenn du ihn Backstage triffst und ich glaube, dass der
11:40das, was er vielleicht nach außen präsentiert durch die Erfolge seiner Filme gar nicht unbedingt
11:44sein will.
11:44Ich glaube, der möchte einfach nur Filme machen, über Filme reden, über Filme schreiben.
11:49Und wenn du da irgendwann, und das kannst du ja genauso gut, dich mit ihm unterhältst
11:54und einfach über deine Vorlieben und was du magst an Filmen, dann hast du ihn da.
12:00Also der erzählt, der weiß, also vor allen Dingen das asiatische Kino hat es ihm ja angetan.
12:05Sonny-Schieber und Konsorten.
12:06Ja genau, es ist unfassbar.
12:07Aber ich fand ihn extrem inspirierend und spannend, in dem, was er auch erzählt hat.
12:12Vor allen Dingen danach.
12:14Also danach hat er nochmal das Bedürfnis, den Abend zu rekapitulieren und dann sitzt du
12:19da und dann erzählt er dir, und die Geschichte hätte ich noch gemacht.
12:22Und ich meine, wen der alles inszeniert und getroffen hat und was der macht.
12:25Und vor allen Dingen jetzt sein zehnter Film ist ja auch spannend.
12:28Ja, aber auch wenn du alles getroffen hast, und du hast dich ja richtig getroffen, nicht
12:31als Zaungast.
12:32Es gibt doch diese No-Go-Liste.
12:35Also wo dir irgendwelche Agenturen oder Managements in eine Liste reinreichen, was du alles nicht
12:39fragen darfst.
12:40Nutzen Sie keine Worte mit B, fragen Sie kein Hals durch, fragen Sie nicht nach seiner Mutter
12:43und diese ganzen anderen Sachen.
12:44Was war das Schlimmste?
12:46Ich weiß noch, ich habe ein Interview gemacht mit Brad Pitt in Glorious Bastards und da kam
12:51die Managerin auf mich, zwei Sachen, kam die Managerin auf mich zu und meinte so, Steven,
12:57du darfst auf keinen Fall in den Gang gucken, wenn er in den Raum reinkommt.
13:02Habe ich gesagt, aber ist mir völlig egal, ehrlich gesagt.
13:07Die andere Geschichte, Tom Cruise.
13:09Nein, warte, was war in dem Gang?
13:11Nee, es war ein Hotelflur, es war ein Hotelflur.
13:15Es war einfach ein Hotelflur.
13:16Drei brennende Pinguine.
13:18Ja.
13:19Das war so wirklich.
13:21Sag das doch nicht.
13:22Kein Mensch guckt in den Gang außer sagt, Steven, du darfst auf keinen Fall in den Gang
13:28gucken.
13:30Und dann das andere?
13:32Nee, die andere Sache war, Tom Cruise, ich glaube Mission Impossible 2 war das, da habe
13:35ich die Premiere gemacht hier in Köln.
13:38John Woo.
13:38Genau.
13:39Ja.
13:40Wo er zwischen den Felsen hängt und da hat er an dem Tag Geburtstag und dann haben wir
13:44ihm so eine Torte gemacht mit einer Marzipan Tom Cruise Figur, so zwischen zwei Felsen.
13:51Ordinalgröße.
13:52In meinem Kopf sah es richtig geil aus, die Torte sah nicht so geil aus.
13:57Auf jeden Fall kam die Managerin zu mir und meinte so, ey, du darfst ihm auf keinen Fall zum
14:02Geburtstag gratulieren.
14:05Okay, keine Ahnung warum.
14:07Und dann habe ich das Kino animiert, Happy Birthday zu sehen und ich habe nur die Managerin
14:13in der Ecke gesehen und ich habe gedacht, die schmeißt mich gleich quer durch den Raum.
14:19Aber er hat sich gefreut.
14:20Er hat sich gefreut, hat die Torte auch genommen und ich glaube dann aus Versehen fallen gelassen.
14:24Nee, weiß ich nicht.
14:25Stichwort er hat sich gefreut.
14:26Ich finde, ihr könnt langsam meine Pappe hochhalten.
14:28Ich habe ein Spiel vorbereitet.
14:31Das Spiel, guck mal, du hast Karten, ich habe Karten.
14:33Ich habe diese Fragen nicht vorbereitet, sondern ich glaube, Gary.
14:37Das Spiel heißt, worum geht es konkret und fasst in einem mehr oder weniger kryptischen
14:43Satz zusammen, worum es in dem Film geht, auf Grundlage dessen erraten wir den Titel
14:48oder nicht.
14:49Unten steht immer noch ein Tipp drunter.
14:50Ich kenne meine Karten und kann die Auflösung sehen, du deine.
14:54Ich beginne dich zu fragen.
14:55Du weißt nichts.
14:57Worum geht es konkret?
14:59Dieser Film, wo dieser Typ fast was mit seiner eigenen Mutter anfängt, bis er einen alten Kumpel
15:06wieder trifft, der ihm sagt, Alter.
15:20Das klingt so wie American Pie.
15:23Nee, Tipp ist Kirchturm, Uwe.
15:27Ach, zurück in die Zukunft.
15:28Ja, gut.
15:30Das ist gut.
15:35Dieser Film mit dem Typen und dem Schmuck, der über den Berg muss.
15:40Ja, der Ringe.
15:41Ja.
15:41Okay.
15:42Der Tipp, der Tipp, haarige Füße.
15:47Da verweist Gary auf sich selbst.
15:49Hier.
15:53Beste Zusammenfassung, Gary.
15:55Dieser Film, bei dem ein Mädchen keinen Bock hat, mit ihren Eltern in Urlaub zu fahren,
16:00bis ein Typ sie hochhebt.
16:04Dirty Dancing.
16:06Dirty Dancing.
16:07Dirty Dancing.
16:09Das ist geil.
16:10Top.
16:13Das ist cool.
16:16Dirty Dancing.
16:17Mega.
16:18Gab es ja einen zweiten Teil.
16:20Dirty Dancing, Tokyo Drift.
16:22Ja.
16:22Ich habe...
16:27Ähm...
16:27So, jetzt erst recht...
16:30Ich heb dich jetzt zweimal hoch, Baby.
16:35Ich habe den ersten so oft gesehen.
16:37Also einmal.
16:38Und dann auch...
16:39Pass auf, hier.
16:41Nee, du bist dran.
16:41Ich bin da dran.
16:43Dieser Film, wo das Mädchen sich zeichnen lässt und ihr Verlobter das super Kacke findet.
16:52Titanic.
16:53Wie bitte?
16:53Titanic.
16:54Ja.
16:54Ja, muss Titanic sein.
16:56Komm, einen noch.
16:57Wow.
17:05Wow.
17:05Den finde ich auch schön.
17:06Den würde ich auch gerne noch vorlesen.
17:08You have one, then I'll make the last one for you, that's a mega-up-moderation.
17:12This film, where this girl is with this guy with this guy,
17:15who is a really good worker, and she says,
17:18mega, that will I also be.
17:22This girl is with this guy, where he is a really good worker,
17:25and she says, mega, that will I also be.
17:311994.
17:33That's not the tip, the there is.
17:34No.
17:37Killer-Ausbildung.
17:38Leon der Profi, mega, sehr vorrangig.
17:41Und jetzt kommt deiner, ja.
17:44Übrigens, eins der besten Filmjahre überhaupt, 1994.
17:49Leon der Profi, Forrest Gump, Das Kartell, Pulp Fiction.
17:54Ich weiß gar nicht, was da rauskam, das ist unfassbar.
17:57Ja, aber Luc Besson hat dann ...
17:59Da war ich noch nicht auf der Welt, aber ich hab's gehört.
18:0294 warst du, das ist ...
18:04Ja, dann scheinst du schwer krank zu sein.
18:06Ich habe ...
18:10Spaß ...
18:11Mir geht's gut.
18:12Nein, ich weiß, und du bist auch gut drauf.
18:14Pass auf, hier ist deine letzte Frage.
18:15Oh, okay.
18:16Hier ist deine letzte Frage, weil ...
18:18Die wollen ...
18:19Irgendwer will hier drin heiraten.
18:21Ich habe ...
18:23Nein, hier ist deine letzte Frage.
18:24Dieser Film, wo der Typ, den keiner leiden kann,
18:28sich in seine Lehrerin verknallt und am Ende ihn doch alle cool finden.
18:33Das ist grammatikalisch völliger Bullshit.
18:35Ich lese ihn noch mal.
18:36Dieser Film, wo der Typ, den keiner leiden kann, sich in seine Lehrerin ...
18:39Gary schafft es aber auch, genau die Sachen, die keine Sau interessieren,
18:43in dem Film hier drauf zu schreiben.
18:46Der sich in seine Lehrerin verliebt?
18:50Und am Ende finden ihn doch alle cool.
18:54Einen Tipp?
18:56Ja.
18:57Ich sage dir jetzt den Tipp, dann löst du auf, dann kommt die Musik,
19:01und dann schicke ich dich los.
19:03Ah, dann muss ich gehen?
19:04Ja.
19:05Ach so.
19:06Und was ist, wenn ich es nicht rate?
19:09Dann bleibe ich.
19:10Der Tipp ist ...
19:13Der Tipp ist Danger Zone.
19:16Ach so, Top Gun.
19:17Das war Steven Gätchen.
19:18Spielen Sie noch mal die Musik.
19:21So.
19:22Lieben Gätchen.
19:23Danke.
19:24Sie spielt da.
19:25Lieben Gätchen.
19:26Vielen Dank.
19:28Danke.
19:29Herzliche Sache.
19:33Lieben Gätchen.
19:38Ich muss Ihnen was gestehen.
19:41Ich bin ja gerne im Garten.
19:44Ist jetzt nicht so ein richtiges Geständnis?
19:46Es hat jetzt nicht die Qualität von ...
19:48Ja, ich habe mir die 14 Paar Feinstrumpfhosen drunter gezogen,
19:52bin aus der Umkleide raus, Herr Kaufhausdetektiv.
19:55Und sie hätte mich nie erwischt, wenn ich es geschafft hätte,
19:57keine Tippelschritte zu machen wie ein Humboldt-Pinguin.
19:59Ich würde es wieder tun, ihr Narren.
20:02Aber ich bin gerne im Garten und ich beobachte Pflanzen.
20:06Also beobachten im Sinne von angucken.
20:08So eine Hecke wittert mich ja nicht und galoppiert dann auf die A3.
20:11So mehr so gucken.
20:13Ich sehe mir gerne Pflanzen an, das wollte ich sagen.
20:15Auch gerne lange.
20:17Deswegen willkommen zu einer Präsentation, die ich ehrlich gesagt
20:20nur geschrieben habe wegen des Namens der Präsentation.
20:23Willkommen zu Ranken-Ranken.
20:41Platz 3.
20:45Und damit ganz weit vorn in der großen Familie der Ranken,
20:49die mehrere hundert Gruppierungen Rudel, Clans oder Klicken,
20:52oder wie man das bei Grünzeug nennt, enthält, ist die Klematis.
20:59Klematis.
21:01Der Name klingt wie ein Befund, den man dem Apotheker zuraunt.
21:05Ich brauche was, ich habe untenrum massiv Klematis.
21:08Geben Sie mir ruhig.
21:10Eine radioaktive Salbe, woraufhin der Mann dann zurückweicht
21:13und ein Mächtiger murmelt.
21:14Aber in Wirklichkeit haben wir es mit diesem pfiffigen Gewusel hier zu tun.
21:18Die Klematis, die eigentlich eher klingt wie ein Gegenspieler von Godzilla,
21:23King Kong und Godzilla gegen Klematis, Rankensteins Sohn,
21:27wird im Volksmund auch Waldrebe genannt
21:29und kann im Prinzip gut an sich halten und flach auf der Wiese liegen,
21:32wie so ein Tarnnetz von so einem selbsternannten Survival-Jenz.
21:35Aber sobald, da auch nur aus Versehen, irgendwer irgendwas Vertikales in die Gegend stellt,
21:41macht die Klematis Männchen und ist plötzlich ganztags im Ranken-Business.
21:47Denn sie hat keine selbsthaftenden Blütenstiele und benötigt ein Gerüst, um im Port zu steigen.
21:54Gut, die Priemel hat auch keine selbsthaftenden Blütenstiele,
21:57versucht es aber nicht.
22:00Also, vielleicht hat sie gar keinen Bock.
22:02Ich weiß es nicht.
22:02Jeder Jeck ist anders.
22:05Vermutlich kann die Priemel dafür vieren, aber wozu?
22:07Man sagt von der Klematis, sie benötigt Sonnenlicht auf ihren Blättern, aber Schatten an den Wurzeln.
22:13Kopf in der Sonne, Füße im Schatten oder wie meine Oma immer sagte, oben hui, unten fui.
22:18Ich will sagen, um die Klematis, Achtung, Wortspiel, ranken sich jede Menge Erzählungen.
22:26Gärtner jeder geschlechtlichen Ausrichtung loben ihre unaufdringliche Art.
22:30Und sie hat einen, wie man im Fachjargon sagt, schönen Fruchtstand.
22:35Was klingt, als würde sie mittwochs auf dem Wochenmarkt in Bottrop Aprikosen verticken.
22:46Vermutlich Bar auf Taz und am Fiskus vorbei, aber Gottlob, Achtung,
22:51Wortspiel, kann dir nichts passieren, denn sie selbst haftet ja nicht.
22:54Aber wie gesagt, nein, ja.
23:06Aber wie gesagt, wehe, da steht eine Pergola.
23:11Benannt übrigens nach Luigi Matteo Pergola, dem Erfinder spilleriger Gerüste aus Holz,
23:17der direkt nach dem Bau seiner ersten etwas hässlichen Konstruktion unter der Sonne Roms stand und mit Recht dachte,
23:23was jetzt?
23:25Und als da mit einem vernehmlichen Miep, Miep, eine Klematis ins Sichtfeld grätschte,
23:30um flächendeckend das wirklich bestürzend unschöne Holzgelöt von Herrn Pergola zu umschlingen,
23:34da dachte selbst er erleichtert, ja, so ist es schon besser.
23:37Also, sobald da eine Pergola steht oder ein Zaun oder ein Gerüst, dann, ja, dann herrscht Wucher und Krabbelalarm im
23:46Hause Klematis.
23:47Und wenn wir irgendwem nach oben helfen wollen, dann ja wohl einer Pflanze,
23:51die auch im Weg in die Sonne blüht und klettert und sich ansonsten angenehm aus dem Tagesgeschäft zurückhält.
23:58Platz 2. Die schwarzäugige Susanne. Ich weiß, das klingt wie eins dieser frühen,
24:10da ist eine exotisch aussehende Frau, ich benehm mich mal daneben, Lieder von Heino.
24:20Sie wissen schon, hier, äh, in einer Schenke, da sah ich sie das erste Mal, ich glaub, es war einmal
24:28Sinsen.
24:29Und in Schädel voller Getränke begann ich sie anzugrinsen, ich dachte, jetzt oder nie.
24:34Und mir fällt gerade ein, das war gar nicht mal, sondern eine Wanne.
24:38Und ich ging rüber und ich griff her ins Knie, der schwarzäugigen Susanne. Piu, piu.
24:42Aber, die schwarzäugige, nein, nein, die schwarzäugige Susanne.
24:55Aber die schwarzäugige Susanne ist benannt nach einem schwedischen Forscher namens Karl-Peter Thunberg.
25:01Das ergibt Sinn, man muss nur alle Buchstaben austauschen, dann geht's genau auf.
25:07Die schwarzäugige Susanne, das klingt eigentlich wie eine Doku von einer Thüringer Heilpraktikerin
25:11auf der ein Fluch liegt, aber es passt schon.
25:15Dieses schwarze Auge in der Mitte der Blüte. Zwinky-zwonky.
25:18Klar, man hätte sie genauso gut Zyklopen-Britter nennen können.
25:23Oder Uta Ranke-Heinemann oder Glotzblume oder einfach auch nur Susanne.
25:29Egal, die schwarzäugige Susanne.
25:32Eigentlich klingt's wie der Bullemann so'ner Kindergeschichte.
25:35Wenn du jetzt nicht schläfst, kommt heut Nacht die schwarzäugige Susanne und strullt dir aufs Körnerkissen.
25:39Aber das ist eine tolle Pflanze.
25:43Auch sie ist eine, wie so viele wie uns, die ohne Gerüst nicht recht nach oben kommt.
25:47Aber wenn sie emporsteigt, ist sie bunt und schön und sie scheint einem zuzuzwinkern mit ihrem einen schwarzen Auge.
25:54Die Susanne.
25:55Leider ist sie nicht winterhart, aber wer ist das schon?
26:00Winterhart.
26:01Wir alle sind Kinder des Sommers, tief in uns drin.
26:03Und als hart, vermutlich auch als winterhart, bezeichnen sie eigentlich nur toxisch-maskuline Alphamännchen Spagullus.
26:10Und man möchte diesen Menschen zulächeln, sie dann am nächsten Morgen um fünf wecken und ihn testweise in Eiskratzer durch
26:15die Fresse ziehen.
26:16Einfach nur fürs Geräusch.
26:20Schwarzäugige Susanne, hier auf dem Foto wirkst du in der Angebotstapete von Poco, aber in der Natur bist du wunderschön.
26:29Platz eins.
26:34Der Efeu.
26:38Eine Kletterpflanze mit männlichem Artikel und da gehen die Probleme schon los.
26:42Zum einen, warum spricht man das Efeu aus und nicht Efeu?
26:47Man sagt ja auch Kolosseum und nicht Kolosseum.
26:50Wirklich.
26:55Ernsthaft jetzt, warum?
26:57Wissen Sie es?
26:57Ich habe keine Ahnung.
26:58Sonderbar.
26:59Und warum der Efeu?
27:01Ist er männlich?
27:02Weil er kleine Kletterärmchen hat und deswegen als einziger Rankenbuddy in der Liste kein Gerüst braucht?
27:07Ist das so einer?
27:08Ist das die Aussage dahinter?
27:10Der Efeu hier, der ist Herr Hartmut, der macht alles selber.
27:13Der muss auch nichts hinstellen, der ist ein Macher.
27:16Der kommt auch komplett mit sich selber klar.
27:18Ich weiß noch, wie der mal gemeint hat, als ihm hätte alles werden können.
27:20Pilot zum Beispiel oder Avon-Berater.
27:22Für so einen Efeu gibt es ja keine Limits im Prinzip.
27:25Der Hartmut hat sich einfach so an dem Gedanken hochgezogen,
27:29dass er dann voller 8 Minuten lang und 3,80 hochwimmernd im Wind stand.
27:32Einfach so wie eine grüne Wand.
27:34Ohne irgendwas.
27:35Also wer Hartmut hat, ist einer, da lasse ich nichts drauf kommen.
27:37Ist das Efeu?
27:39Efeu ist zudem immer grün.
27:41Also dauernd am Performen.
27:43So hängt er am Gemäuer.
27:44Ist Dezember, ja.
27:45Das Gras, tot und grau.
27:48Gefrorene Gartenzwerge kippen langsam und lackabblätternd nach hinten
27:51und zerbrechen am kalten Kies der Einfahrt.
27:54Granitharte Meisenknödel schwingen im schneidenden Winterwind.
27:58Alles hat die Farbe von schlechtem Zement und den Fußnägeln Greisermuhmen.
28:04Macht nix.
28:05Der Efeu krallt sich an die Garage und kreischt, grün, grün, guck mal grün, ihr Opfer.
28:22Und natürlich ist er winterhart.
28:26Und selbstverständlich wird Efeu im Gegensatz zu einer Tulpe,
28:29die so ungefähr zwei Wochen im Beet steht, bevor sie spontan tot umkippt und nicht mal einen Zettel hinterlässt.
28:33Also im Gegensatz zur Tulpe wird Efeu wirklich bis zu 400 Jahre alt.
28:41Das heißt, wenn du einen wirklich alten Altbaumerkaufs denkmalgeschützt und fließend Wasser an den Wänden,
28:46dann kann es sein, dass du beim Bestellen dien-genormter und denkmal-konformer Thermopenfenster
28:52von einem Efeu beobachtet wirst, der sich da seit 1600 Schießmilch tot festklammert.
28:58Und der hat schon alles gesehen, auch jede Modeerscheinung.
29:01Von blanken Hoden über Sack und Asche zur Rüstung, Jute-Linnen bis hin zu dir und einer Slimfit-Jeans, Joachim.
29:11Und der sagt nichts, wenn du meinst, du kannst das tragen mit deinen Stammfern, dann soll's dem Efeu Wumpe sein.
29:17Denn der Efeu sah Mord und Totschlag, Hagel, Kriege, die Pest.
29:21Vergeblich klingelnde Leute von Vodafone und alle anderen Unbillen mehrere Jahrhunderte also schwamm drüber.
29:27Und deswegen ist der Efeu der Platz eins unter den Ranken.
29:31Denn er kann alles, grün sein, grün, grün, grün, grün.
29:35Er kann englische Herrenhäuser aus Miss Marple-Filmen komplett überziehen,
29:39Kälte, Spott und die Zeit überdauern.
29:41Der Efeu ist somit Nietzsches Übermensch auf Chlorophyll-Basis.
29:46Und er gehört nicht nur an jede Wand, sondern auch in jedes Museum.
29:50Obwohl streng genommen heißt's ja wohl Museum.
29:55Dankeschön.
30:00Und nun eine weitere Rubrik, bei der ich mich entspannt zurücklehnen kann.
30:07Denn jetzt kommt Tino Bommelino mit seiner Rubrik, die da lautet Tino Bommelino.
30:12Und seiner eigenen Einspielmusik, die wie folgt klingt.
30:16Tino Bommelinos Kontroll
30:24Also, ich hab mir Gedanken gemacht, also mein Thema ist heute Dinge, die erlaubt oder verboten sein sollten.
30:33Ja, genau.
30:36Und zwar, es sollte verboten sein, im Theater sehr laut Foyer zu rufen.
30:46Egal, wie gerne man Foyers mag.
30:48Also vor allen Dingen, wenn man nicht so gut Französisch spricht, ist das gefährlich.
30:52Sehr gut.
30:55Dann die Phrase, weißt du, wie ich mein, die sollte verboten werden.
31:00Weißt du, wie ich mein?
31:01Ja.
31:02Also, pass auf, also, ich weiß nicht, ob ich das erklären kann.
31:08Man kann nicht wissen, ob man es falsch versteht.
31:13Mhm.
31:13Wie der andere, ja.
31:15Also, ungefähr so, ja.
31:16Also, du hast so deine Gedankenwelt, ja.
31:18Hast so deine Ontologie aufgebaut, hast irgendwie die ganzen Konzepte miteinander verküpft, ja.
31:23Und dann, hier ist alles schön eingerichtet.
31:24Und dann, und dann willst du was sagen, da sagst du, dann muss er hier vorbei.
31:27Und dann ist das, das, das, das Ding meine ich hier, ja.
31:30So.
31:30Und die Gedankenwelt von dem anderen, die ist halt vielleicht komplett anders aufgebaut, ja.
31:34Also, die hat ganz andere Sachen, da drin.
31:37Und der denkt dann, ja, klar, der meint das hier, ja.
31:39Versteh ich richtig.
31:44Versteht ihr?
31:45Nee, egal.
31:45Ja.
31:47Und vor allen Dingen, das ist in vielen Situationen, das ist überhaupt, ist echt keine gute Frage, ja.
31:53Also, jetzt beim Bombenentschärfen zum Beispiel, ja.
31:56Wenn du dann gesagt bekommst, äh, schneid das, äh, Dingskabel durch.
32:01Auf keinen Fall das andere Kabel.
32:05Weißt du, wie mein?
32:08Das ist, das ist schlecht.
32:11Das ist gut.
32:15Okay.
32:18Dann gibt's, äh, hatte ich eine Idee, und zwar, Kinder dürfen ja sehr viel, ja.
32:22Also, die werden ja strafrechtlich nicht verfolgt, die dürfen ja eigentlich alles, ja.
32:26Und deswegen dachte ich, könnte man einfach so einen Ratgeber veröffentlichen, für Kinder, ne.
32:30Also, die besten Straftaten bis 14, die man noch darf.
32:35Weil ich wusste das nicht, als ich ein Kind war, dass ich alles darf.
32:39Und jetzt ist es halt zu spät.
32:42Ja.
32:44Das wäre jetzt hier so ein Beispiel, ja.
32:46Also, das ist so ein Vorschlag, Identitätsdiebstahl für so ein Kind, ja.
32:51Und dann vielleicht auch noch Beleidigungen dazu, so, oh je, ihr Bescheid sagt, dass sie ein kleiner Dickwanz sind.
33:01Dann finde ich, sollte es ein Gesetz geben, und zwar sollte man immer, also man muss immer, kurz vorm Orgasm,
33:08Orgasm, wenn man so ein Wort nicht so häufig benutzt.
33:12Ja.
33:26Okay.
33:27Es sollte ein Gesetz geben, dass man immer kurz vorm Orgasmus Mau Mau sagen muss.
33:30Sonst zählt es nicht, ja.
33:32Also, sonst hat man, ne.
33:35Dann hat man nicht gewonnen.
33:43Vor allen Dingen, dass der andere auch Bescheid weiß.
33:47Und aber auch umgedreht ist es dann aber auch okay, ja.
33:49Also hier, was denn?
33:50Ich habe doch Mau Mau gesagt.
33:56Was noch verboten sein sollte, wären sehr lange Sprachnachrichten.
34:00Ich habe hier mal so ein Diagramm von einer zehnminütigen Sprachnachricht aufgezeichnet.
34:05Ja, also es fängt ja meistens an mit so einer Entschuldigung, dass es eine Sprachnachricht ist.
34:10Ja, es wird am Anfang gleich ein Meter.
34:11Dann gibt es so eine Ortsbeschreibung, so, oh ja, ich bin jetzt gerade im Dings.
34:15Und dann kommt so ein Impro-Teil, ja, so zehn Minuten.
34:18Und dann hier gibt es so einen Gastauftritt von einem Hund oder einem Kind.
34:21Dann kommt hier, wenn man Glück hat, die Information.
34:24Die wird manchmal weggelassen, ja, der Teil.
34:26Und dann, hier kommt so das Outro.
34:30Ja.
34:32Genau.
34:44Und ich finde, wir können das jetzt abschaffen.
34:46Es sollte einfach keine so langen Sprachnachrichten mehr geben.
34:48Was ihr jetzt machen könnt, ist, das nächste Mal, wenn ihr so einen zehnminütigen Podcast
34:53für eine Person aufnehmen wollt, ja.
34:55Dann überlegt ihr euch vorher, was ihr sagen wollt.
34:57Dann schreibt ihr das auf.
34:58Und dann kopiert ihr das in so eine Musik-KI.
35:01Dann macht ihr einen Song draus.
35:03Und dann schickt ihr den Song.
35:05Das ist auch was zum Anhören.
35:06Aber es ist halt so ein bisschen peppiger, ja.
35:09Vor allen Dingen muss man es noch nicht selber sagen, bei so unangenehmen Sachen, ja.
35:12Also zum Beispiel könnte man sich, wenn man jetzt Leute zum Geburtstag wieder ausladen will.
35:19Kannst du bitte doch nicht zu meinem Geburtstag kommen?
35:23Du standst nur zufällig daneben, als ich meine echten Freunde eingeladen hab.
35:30Bitte, bitte, bitte.
35:33Komm nicht zu meinem Geburtstag.
35:36Bitte, bitte, bitte.
35:38Bleib zu Hause.
35:40Mega.
35:42Mega.
35:47Oder wenn Freunde einem Geld schulden, ist auch immer blöder.
35:51Du schuldest mir noch 3.000 Euro.
35:55Gib mir meine 3.000 Euro.
35:58Du hast seit gestern eine neue Hose.
36:01Wo nimmst du nur das Geld her?
36:03Ach ja, von mir.
36:05Das ist eigentlich meine Hose.
36:08Zieh die neue Hose aus.
36:10Das ist meine Hose.
36:15Und wenn man halt was Dummes gemacht hat und man sich entschuldigen will,
36:19wenn man auch nicht selber machen, schickt man auch einen Song.
36:22Tschuldi nochmal, dass ich mit deiner Freundin bin.
36:27Und mit deiner Schwester und mit deiner Mutti geschlafen habe.
36:33Tschuldi nochmal, es war ja wenigstens nicht gleichzeitig.
36:38Anyway, kannst du mir bei meinem Umzug helfen?
36:41Hahahaha.
36:46Hahahaha.
36:47Hahahaha.
36:50Hahahaha.
36:57Fast am Ende.
36:59Kommen wir nun zu einer Rubrik, die sehr, sehr, sehr beliebt ist.
37:03Vor allem bei mir.
37:05Actually, it's only for me.
37:07It's about the game.
37:09And it's called, play it once again, Sam.
37:15Just for me.
37:22I remember, as it was yesterday,
37:25although there were things from yesterday,
37:27which I already forgot.
37:30And so, so, really,
37:31they were so entfallen,
37:32that it was almost like a horse.
37:33I remember,
37:39but I remember,
37:40as it was yesterday,
37:42as my father brought me the bike ride.
37:46That was great.
37:46I was four or five,
37:48and that bike was so a blau-as-aller-welts-Ding.
37:51He was from Papi,
37:53and he also held that bike
37:55in balance,
37:57because I wanted the asphalt
37:58immer links und rechts nach unten saugen.
38:00Aber Papi hielt fest.
38:02Und so fühlte ich mich sicher.
38:04Und so lernte ich Fahrrad fahren.
38:06Auf die harte Tour.
38:08Vor allen Dingen für ihn.
38:11Ich trat vorne in die Pedale wie ein Beschmierter.
38:13Man macht sich kein Bild.
38:14Und mein Vater rannte den Gepäckträger umklammernd hinter mir her.
38:18Schreiend und schwitzend wie ein Schwein.
38:21Er trug Slipper und eine absurd blaue,
38:23nicht für 50 Pfennig ausgewaschene Jeans,
38:25die beim Rennen irrwitzige Hobelgeräusche machte.
38:29Stichwort Materialabrieb im Schenkelsegment.
38:31Und dann glitt er aus und stürzte.
38:34Und ich revue, ich fahre.
38:36Und dann stürzte ich.
38:38Aber ich blieb unverletzt,
38:41während mein Vater sich einen Schneidezahn ausschlug
38:43und am Ellenbogen blutete.
38:44Was mir eindrücklich klar machte,
38:46was Fahrradfahren für eine gefährliche Sache war.
38:49Trotzdem habe ich das Fahrradfahren immer geliebt.
38:52Diese Freiheit, das ist irgendwie was anderes, oder?
38:55Wissen Sie noch?
38:55Ich habe ab da jede Strecke mit dem Rad zurückgelegt.
38:59Zur Schule und lange Radtouren und mit Freunden.
39:01Und später bin ich zu meinem Ausbildungsplatz geradelt.
39:04Und zur Berufsschule.
39:05Oder einfach nur rumfahren.
39:06Und selbst zu meinem ersten richtigen Date fuhr ich mit dem Rad.
39:09Und das Einzige, was wie üblich immer ein bisschen störte,
39:12war mein schreiender Vater hinten am Gepäckträger.
39:14Das war wirklich...
39:18Aber darum geht es heute gar nicht,
39:20sondern hier rum.
39:28Die lustige Spirale.
39:32Die hat übrigens seinen Namen. Wussten Sie das?
39:34Slinky.
39:35Sie war ursprünglich wie dieses Modell hier aus Metall.
39:38Und wurde 1945 vom Amerikaner Richard James erfunden.
39:42Man weiß gar nicht recht warum.
39:44Vielleicht hat er ein Roboter geschält.
39:45Keine Ahnung.
39:46Jedenfalls schienen die Ansprüche an Zerstreuung
39:51noch nicht ganz so hoch zu sein wie heute.
39:53Da war damals nicht viel außer Rodeo, Randal und Rassentrennung.
39:57Also Tätigkeiten, die dem Ami der 40er grundsätzlich Freude zu bereiten schienen.
40:02Und da kam einem sowas harmloses wie dieses Schwobbeldingen gerade recht.
40:06Dieses Teil, Slinky, das wir in Deutschland Treppenläufer nennen.
40:11Weswegen Sie unbedingt so präzise wie möglich sein sollten,
40:14wenn Sie versuchen Teppich für Ihre Stufen zu bestellen.
40:16Jedenfalls dieses Ding, der Treppenläufer, war ein Riesenhit.
40:22Weil diese Spirale die Treppe unterläuft.
40:30Und zwar mit den beiden Zutaten Schwerkraft und Energiegewinnung.
40:34Oben drauf stellen, anstupsen und der Eumel legt los.
40:37Man kann der Spirale hinterher gucken, wie sie sich aus dem ersten Stock nach unten stürzt.
40:42Und sie macht das bedeutend anmutiger als zum Beispiel eine Kiste Krombacher.
40:48Die andererseits dafür sorgt, dass man selbst sehr ruckartig die Treppe nimmt, wenn man nicht aufpasst.
40:53Falls Sie einen Slinky haben, aber in einem einstöckigen Bungalow wohnen.
40:58Und ich sage das nur für den Fall, dass Ihnen nicht klar war, dass ein Bungalow immer einstöckig ist.
41:02Also falls Sie nur eine Treppe haben, die in die gruseligen Halbschatten Ihres Kellers führt.
41:08Wo Sie absolut nicht runter wollen, weil da das Gefriergut in der Tiefkühltruhe seit dem Stromausfall 98 wieder lebt.
41:16Und ein barbarisches Volk gegründet hat, das beginnt sich zu bewaffnen.
41:21Und irgendwann schicken die eine Vorhut.
41:23Und dann schienen irgendwelche schimmeligen Koteletts mit Spitzenstöcken in Ihrem Wohnzimmer und fordern Ihre Bürgerrechte ein.
41:28Also falls Sie da nicht runter wollen, können sich diese Spirale auch über den Arm ziehen.
41:34Vor den Spiegel treten und sagen, ich habe mir eine Spirale über den Arm gezogen.
41:39Allein schon, weil das stimmt.
41:41Oder Sie spielen Phantom-Akkordeon.
41:47Zum Beispiel was von Santiano, also schön leise.
41:52Oder Sie kaufen 6000 von diesen Dingern und lassen die gleichzeitig die Treppen vom Kölner Dom runterlaufen und warten, ob
42:06die Bundeswehr kommt.
42:07Oder Sie machen es wie ich und stellen das Ding hin und gucken an die Minute mal an und denken
42:13gar nichts.
42:18Mein Vater ist ja irgendwann gestorben.
42:20Das war ein seltsamer Mann.
42:23Ich habe mir dann vor ein paar Jahren, als ich zu Geld kam, ein richtig gutes Fahrrad gekauft.
42:27Also so richtig nice.
42:28Verstärkter Carbonrahmen, Kikeriki, wiegt nichts, 18, 16 Gänge.
42:32Und wenn ich damit fahre, dann denke ich oft an ihn.
42:34Je langsamer ich fahre, desto besser kann ich an ihn denken.
42:36Ich fahre ohnehin nicht besonders schnell.
42:38Da ist zum einen diese alte Angst hinzufallen und die Stützräder helfen auch nicht gerade, ehrlich gesagt.
42:46Es ist spät und ich bin müde.
42:49Das war Sträter, vielen Dank.
42:50Und hier sind nochmal meine Gäste.
42:54Steven Geertschi und Gino Bommelino.
42:58So.
43:00So.
43:02So.
43:03So.
43:06So.
43:08So.
43:08So.
43:10So.
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