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Er ist CEO des österreichischen Unternehmens Remus, bekannt für seine (lauten) Sportabgasanlagen für Autos. Er ist auch Investor und Aufsichtsorgan in dutzenden Unternehmen. Aber nicht nur das. Stephan Zöchling hat auch die Initiative "zusammen stärker" gegründet, die gegen Extreme in der Politik auftreten will. Gleichzeitig ist er einer der schärfsten Kritiker von vermeintlichen wirtschaftlichen Missständen im Lande. Seine Aufregung über gegen geplante Gehaltserhöhungen in der WKO hat unter anderem zum Rücktritt von WKO-Chef Harald Mahrer geführt.
Im STANDARD-Podcast "CEO" mit Petra Stuiber teilt Zöchling nach vielen Seiten aus. Er denkt etwa, dass SPÖ-Chef Andreas Baler "nichts kann", dass die FPÖ unter Herbert Kickl "destruktiv ist" und Europafeindlichkeit 2026 "keinen Platz" hat, auch wenn die EU-Bürokratie die österreichische Wettbewerbsfähigkeit "lähme". Die E-Mobilität betrachtet der Auspuff-Produzent als "großen politischen Schmäh". Einige Probleme seien auch hausgemacht: Zöchling zufolge würden Funktionäre der Wirtschaftskammer wie "byzantinische Fürsten" leben. Ob ihn all das motiviert, selbst eine Partei zu gründen? Da bleibt er vage. Bereitwilliger erzählt Zöchling, wie er sein Unternehmen führt und was er über Work-Life-Balance denkt. Das alles hört und seht ihr in dieser Folge.

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Transkript
00:00:00Er ist Miteigentümer der Firma Remus Auspuffe. Er ist CEO, er ist Investor und Aufsichtsorgan in
00:00:07dutzenden österreichischen Unternehmen. Gleichzeitig hat Stefan Zöchling auch die
00:00:13Initiative Zusammenstärker gegründet. Damit will er gegen Extreme in der Politik auftreten.
00:00:19Zugleich ist er aber auch einer der schärfsten Kritiker von vermeintlichen wirtschaftlichen
00:00:24und politischen Missständen im Land, zum Teil auch in sehr expliziten Worten. Seine Kritik,
00:00:31sein Rant gegen die Gehaltserhöhungen in der Wirtschaftskammer haben unter anderem auch
00:00:37dazu geführt, dass in letzter Konsequenz WKO-Chef Harald Mara den Hut genommen hat.
00:00:43Heute ist Stefan Zöchling zu Gast im CEO-Podcast.
00:00:53Herzlich willkommen, Stefan Zöchling, bei unserem CEO-Podcast.
00:00:57Vielen Dank für die Einladung.
00:00:59Sehr gerne. Bevor wir starten, machen wir einen kleinen Word-Rap. Das ist so eine Lockerungsübung,
00:01:04die wir mit all unseren Gästen machen. Ich stelle Ihnen zwölf Fragen, die Sie am besten
00:01:09so kurz wie möglich beantworten. Sind Sie bereit?
00:01:12Bin bereit.
00:01:13Wunderbar. Vier-Tage-Woche oder Sieben-Tage-Woche?
00:01:17Sieben-Tage-Woche.
00:01:19Sport vor oder nach der Arbeit?
00:01:23Zeitigst in der Früh.
00:01:25Was heißt zeitigst?
00:01:26Fünf Uhr.
00:01:27Um Gottes Willen. Führen Sie Ihren Terminkalender selbst?
00:01:31Ja.
00:01:32Auf welche Eigenschaften achten Sie bei Bewerbern am meisten?
00:01:38Integrität.
00:01:40Gibt es eine gute Art, jemanden zu kündigen?
00:01:44Nein.
00:01:46Was ist Ihr wichtigster Soft-Skill?
00:01:50Meine Grenzen zu kennen.
00:01:53Auf welches Networking-Event können Sie nicht verzichten?
00:01:57Ich kann auf jedes verzichten.
00:02:00Office, Homeoffice oder Hybrid?
00:02:05Hybrid, weil von Montag bis Freitag Office und Samstag, Sonntag Homeoffice.
00:02:11Welche Eigenschaft hat Sie an die Spitze gebracht?
00:02:15Meine Sturheit.
00:02:18Gibt es so etwas wie eine Work-Life-Balance?
00:02:23Ich glaube, dass Arbeit Leidenschaft sein sollte und sich die Frage deswegen nicht stellt.
00:02:30Sollten Väter und Mütter gleich lange in Elternkarenz gehen müssen?
00:02:35Ich glaube, das ist eine höchstpersönliche Entscheidung, die die Familie treffen muss.
00:02:39Ich würde mich da nicht einmischen wollen.
00:02:42Ihr Tipp an junge Leute, die erfolgreich werden wollen?
00:02:46Sehr leidenschaftlich.
00:02:49Leidenschaft.
00:02:50Leidenschaft wird jetzt der Leitfaden durch unser weiteres Gespräch.
00:02:53Ich bin schon gespannt darauf.
00:02:54Herr Zöchling, gleich eine persönliche Frage an Sie.
00:02:58Sind Sie ein Benzinbruder?
00:03:01Ich glaube, ich bin ein Benzinbruder.
00:03:04Ich habe eine Leidenschaft für das, was wir tun.
00:03:07Ich habe eine Leidenschaft für Motorsport und für das Produkt, das wir produzieren und verkaufen.
00:03:14Aber ich respektiere all jene, die es nicht verstehen, die das nicht teilen.
00:03:22Und ich liebe es sehr, in einem stillen Wald Rad zu fahren oder auf einer Alm spazieren zu gehen
00:03:32oder auf einen Berg zu wandern und dort meine Ruhe zu haben.
00:03:36Sie haben ja eine sehr bunte Management-Vita, wenn man das so sagen kann.
00:03:40Also Sie kommen eigentlich aus dem Kongressmanagement, dann waren Sie Investmentbanker.
00:03:45Jetzt sind Sie eben Miteigentümer bei Remus Auspuffe und Sie haben KTM kurzfristig mit übernommen.
00:03:54Jetzt frage ich mich, Sie haben zuerst von Leidenschaft gesprochen.
00:03:59Ist das alles, was Sie machen, persönliche Begeisterung?
00:04:03Ist das Überzeugung oder investieren Sie einfach dort, wo es sich für Sie lukrativ anfühlt?
00:04:10Naja, also der Bogen, den Sie gespannt haben, ich glaube, der hat schon seine Berechtigung.
00:04:14Das Kongressmanagement war eine harte und gute Schule während meiner Ausbildungszeit und während meines Studiums.
00:04:26Weil ich schlicht und ergreifend mir ab dem Tag meiner Matura mein Leben selbst finanzieren musste
00:04:33und meine Eltern mich nicht mehr unterstützt haben.
00:04:38Und dank meinem lieben Freund oder väterlichen Freund Rudika Danker vom Reisebüro Mondial,
00:04:46den ich seit meiner frühesten Kindheit gekannt habe, weil ich mit seinem Sohn aufgewachsen bin,
00:04:51hat mir der damals einen Job gegeben in seiner Kongressabteilung und ich habe das dankbar angenommen.
00:04:59Das Investmentbanking war eine unglaublich gute Schule.
00:05:02Es war die Hochzeit des Investmentbankings in London.
00:05:06Viel gelernt.
00:05:09Eine harte Schule auch gewesen im Sinne von Arbeiten, 24-7 im wahrsten Sinne des Wortes,
00:05:15also am Schreibtisch geschlafen.
00:05:18Es ist wirklich so, wie man es in den Hollywoodfilmen sieht.
00:05:21Es war damals so, es ist nicht mehr so, glaube ich, aber es war damals in den 90er Jahren, war
00:05:25das so.
00:05:28Und dann der Sprung in die Selbstständigkeit Anfang der 2000er Jahre mit einer kurzen Unterbrechung,
00:05:35wo ich sieben Jahre in Russland war, 2010 bis 2016.
00:05:40Und auch das war wiederum geprägt von vielen tollen Erfahrungen und Managementaufgaben,
00:05:48inklusive der Fertigstellung der Olympischen Städten in Sochi,
00:05:54die ja mit meinem ureigensten Job als finanzorientierter Mensch eigentlich nichts zu tun hatten.
00:06:02Es war einfach eine Managementaufgabe.
00:06:04Aber sehr lehrreich.
00:06:06Und seit 2016 Miteigentümer von Remus, Miteigentümer der Firma Erne,
00:06:11Miteigentümer des großen Logistikzentrums hier Städten.
00:06:15Und ja, das KTM-Thema, wie gesagt, war natürlich eine große Chance, eine große Herausforderung.
00:06:22Und hätte man es nicht gemacht, wäre KTM Anfang 2025 vom Masseverwalter in Konkurs geschickt worden und zerschlagen worden.
00:06:31Das ist einmal nicht passiert.
00:06:33Ich würde auf das gerne ganz kurz eingehen.
00:06:36Also Sie haben damals KTM, das schwer in Turbulenzen geraten ist, Geld geborgt, waren Aufsichtsratsvorsitzender.
00:06:42Aber nach nicht einmal sechs Monaten waren Sie wieder raus und wollten auch Ihr Geld zurück.
00:06:48Es heißt, es habe Streit gegeben mit dem KTM-Chef Stefan Pira.
00:06:54Worüber haben Sie damals gestritten?
00:06:56Was war der Punkt?
00:06:58Naja, also ohne jetzt groß ins Detail zu gehen, aber ich habe der Gesellschaft Geld geborgt,
00:07:07damit sie nicht in Konkurs geht und damit sie eben nicht zerschlagen wird.
00:07:11Und dieses Geldborgen war jetzt gar nicht langfristig gedacht,
00:07:17sondern es war gedacht, dass es in eine Beteiligung gewandelt wird.
00:07:21Und das war alles in Verträgen festgeschrieben, ausgemacht, unterschrieben,
00:07:26insbesondere vom Herrn Pira auch unterschrieben.
00:07:28Und der hat sich halt nicht mehr daran gehalten und hat sich nicht mehr daran gebunden gefühlt.
00:07:35Und das war dann halt der Moment, wo ich gesagt habe, okay, also wenn das alles nicht mehr gilt,
00:07:42was wir im Moment der großen Not am 19. und 20. Dezember ausgemacht und unterschrieben haben,
00:07:49wenn das drei Monate später nicht mehr gilt, dann ist die Fälligkeit meines Darlehens eingetreten
00:07:56und dann gibt mir mein Geld mit Zins und Zinseszins zurück und allen Kosten.
00:08:01Das konnte er nicht.
00:08:03Und dementsprechend hat es Bacac dann gemacht.
00:08:06Und Bacac hatte ja sowieso vorgehabt, das Unternehmen zu übernehmen,
00:08:10wollte das auch nicht mehr mit ihm.
00:08:14Und dementsprechend hat Bacac dann in Wahrheit mir das Geld zurückgegeben
00:08:20mit all meinen Kosten und Zinsen.
00:08:23Und ich bin aber, die Tatsache, dass ich bis zum heutigen Tag im besten Einvernehmen
00:08:27mit dem Rajiv Bacac stehe und auch mit dem Gottfried Neumeister,
00:08:32glaube ich, zeigt ja, dass die das als einen ganz normalen Vorgang abgewickelt haben
00:08:38und auch erkannt haben, dass ich mich an die Dinge gehalten habe,
00:08:43die wir vereinbart haben.
00:08:44Der Stefan Pira hat es halt nicht gemacht.
00:08:46Jetzt ist KTM ja so ein österreichisches Leitunternehmen.
00:08:49Da ist ja viel Identität auch dahinter.
00:08:52Was ist denn dort so fundamental schiefgelaufen?
00:08:55Weil das sind ja schon länger in Turbulenzen geraten,
00:08:58wie Sie es selbst angesprochen haben.
00:09:00Ist das sozusagen Managementsturheit oder ist es die Marktlage?
00:09:05Wie würden Sie das einschätzen?
00:09:06Ich glaube, also erstens einmal habe ich die unternehmerische Leistung
00:09:12und auch die Managementleistung des Stefan Pira immer sehr gewürdigt
00:09:16und auch geschätzt und tue das auch heute noch,
00:09:18weil ich der Meinung bin, was er da aufgebaut hat seit Beginn der 90er Jahre
00:09:24und geschaffen hat mit der Marke KTM, mit der Marke Pankl,
00:09:28mit verschiedenen anderen Unternehmungen, muss man schon auch wertschätzen.
00:09:32Ich glaube, dass das Unternehmen im Laufe der Covid-Krise
00:09:38weiterhin von einem Erfolg zum nächsten gelaufen ist,
00:09:44gewachsen ist, jedes Jahr Rekordstückzahlen verkauft hat
00:09:48und das Management, das über 20 oder 25 Jahre nur Erfolg gewohnt war,
00:09:56gar nicht antizipiert hat, dass der Markt einbricht.
00:10:01Und ich glaube, dass es unterschiedliche Managementtypen gibt,
00:10:06manche, die halt von einem Erfolg zum nächsten laufen,
00:10:11andere, die extrem konservativ und kritisch sind
00:10:15und hinter jeder Wolke ein Gewitter erkennen.
00:10:18Und dann gibt es halt die ganz Ängstlichen.
00:10:21Die ganz Ängstlichen werden nie groß wachsen.
00:10:25Die, die immer nur Erfolge erkennen, werden in Krisenzeiten
00:10:29nicht diejenigen sein, die ein Unternehmen durch den Sturm führen.
00:10:33Und die anderen, die halt hinter jeder Wolke auch ein Gewitter erkennen
00:10:37oder sehen, sind zumindest gefeit davor,
00:10:40dass es zum Blitzen und Donnern anfangen könnte.
00:10:43Und ich glaube, diesen Generationswechsel hätte es dort dringend gebraucht.
00:10:49Ich habe noch nie einem Manager den Konkurs oder die Insolvenz vorgeworfen,
00:10:57weil ich selber weiß, wie schnell es gehen kann.
00:10:59Es braucht nur ein großer Kunde ausfallen,
00:11:01es braucht ein Projekt wegfallen,
00:11:03es braucht nur ein großer OEM,
00:11:06in unserem Fall ein Projekt verschieben.
00:11:10Wenn man nicht schnell genug reagiert,
00:11:12wenn man nicht schnell genug zum Beispiel Mitarbeiter abbauen kann
00:11:15oder Standorte schließen kann
00:11:17oder Kosten senken kann, ganz generell,
00:11:19kann es ganz schnell gehen.
00:11:21Und dementsprechend ist es auch nicht angebracht,
00:11:25einen CEO oder einen Unternehmer mit Häme zu überschütten,
00:11:30wenn ihm sowas verrutscht.
00:11:32Weil das, wie gesagt, kann passieren
00:11:37und es sind manchmal exogene Faktoren dafür verantwortlich,
00:11:41die man nicht immer im Griff hat.
00:11:43Weil Sie gesagt haben, der Markt ist weggebrochen.
00:11:46Ist das überhaupt so etwas,
00:11:49was eine Realität ist,
00:11:50mit der wir uns auseinandersetzen müssen?
00:11:53Muss sich Österreich vielleicht langsam
00:11:55von seiner Automotive-Industrie verabschieden,
00:11:58weil eben der Markt gar nicht mehr da ist,
00:12:02weil die Konkurrenz stark und billig ist?
00:12:05Nein, das glaube ich nicht.
00:12:07Ganz im Gegenteil.
00:12:08Ich glaube, dass wir einfach im Moment eine Phase erleben,
00:12:12die halt jetzt die Automobilindustrie trifft,
00:12:16im Besonderen die Automobilindustrie trifft,
00:12:19aber die halt, wenn Sie sich anschauen,
00:12:222008, 2009, 10, 11, 12,
00:12:26hat es halt die Bankindustrie getroffen.
00:12:29Das war die Finanzkrise,
00:12:31wo sich ja manche Banker
00:12:33nur noch mit aufgestellten Mantelkrägen
00:12:36auf die Straße getraut haben,
00:12:39weil sie verantwortlich gemacht wurden
00:12:41für all den Unfug,
00:12:43der da in Amerika passiert ist mit Lehman und Co.
00:12:46Da sind auch Banken zum Handkuss gekommen,
00:12:50die nichts dafür konnten.
00:12:51Da sind auch Werte vernichtet worden.
00:12:54Da sind, wir erinnern uns an Aktienkurse
00:12:57von Raiffeisen oder von Erste Bank,
00:13:00also die im Keller waren.
00:13:04Und was hat die Bankindustrie daraus gelernt?
00:13:07Sie hat, glaube ich,
00:13:07drei, vier, fünf Jahre gebraucht,
00:13:09um sich neu aufzustellen,
00:13:11um sich zu konsolidieren.
00:13:12Ich habe in den letzten Wochen
00:13:15mit vielen Bankvorständen gesprochen.
00:13:18Wenn Sie heute ein 65- oder 70-jähriger Bankvorstand sind
00:13:23oder gerade am Ausscheiden aus Ihrem Job sind,
00:13:26haben Sie wahrscheinlich eine Periode
00:13:28der größten Veränderungen erlebt
00:13:31in dieser Industrie.
00:13:32Weil 1990 kam das Fax
00:13:34als große Neuerung heraus,
00:13:37in den 90er Jahren die Mobiltelefone
00:13:39und jetzt wickeln wir unsere Bankgeschäfte
00:13:42über unsere App ab,
00:13:43während wir in der U-Bahn sitzen.
00:13:44Wir brauchen keine Bankfilialen mehr,
00:13:46wir brauchen keine Betreuung mehr,
00:13:48es sei denn, wir brauchen vielleicht eine Finanzierung
00:13:51für ein Haus oder für einen Wohnungskauf.
00:13:53Aber de facto,
00:13:54das Bankprodukt im Retail
00:13:57ist ja für Sie und für mich
00:14:00nicht mehr notwendig,
00:14:01irgendwo hinzugehen.
00:14:01Ja, schon, ein ganz kurzer Einwurf,
00:14:03aber Bankgeschäfte,
00:14:05Finanzgeschäfte
00:14:06sind ja etwas fundamental anderes,
00:14:07als wenn etwas gebaut wird,
00:14:10wenn ein Auto gebaut wird,
00:14:11wenn ein Motorrad gebaut wird.
00:14:13Worauf ich hinaus wollte,
00:14:14ist, ich glaube einfach,
00:14:14dass wir zur Kenntnis nehmen müssen,
00:14:16dass sich Industrien verändern.
00:14:18Und die Bankindustrie ist, glaube ich,
00:14:20ein schönes Beispiel,
00:14:21wo wir auch jetzt sehen,
00:14:23Artificial Intelligence und, und, und,
00:14:25was da noch alles kommen wird,
00:14:26wird also dieses Bankwesen
00:14:28noch weiter revolutionieren.
00:14:31Und dasselbe ist halt
00:14:32wie in der Automobilindustrie.
00:14:33Ich glaube nicht,
00:14:34dass die Mobilität tot ist.
00:14:36Ich glaube auch nicht,
00:14:37dass wir Angst haben sollten,
00:14:39davor, was die Chinesen können
00:14:41oder die Japaner
00:14:43oder die Inder
00:14:44oder die Amerikaner.
00:14:44Aber sind wir zu wenig innovativ in Europa?
00:14:46Nein, das glaube ich nicht.
00:14:47Wir sind überhaupt nicht zu wenig innovativ.
00:14:49Wir schaffen es nur nicht,
00:14:50die Innovationen so schnell
00:14:53auf die Straße zu bringen,
00:14:54wie alle anderen.
00:14:56Warum?
00:14:56Weil wir zu bürokratisch sind,
00:14:59weil wir Vorschriften haben,
00:15:01weil wir permanent
00:15:02irgendwelche neuen Verordnungen bekommen,
00:15:04die uns in unserem Tun weiter lähmen
00:15:07und diese Verordnungen und Bürokratien
00:15:10es in anderen Ländern
00:15:12oder Kontinenten nicht gibt.
00:15:15Also wir haben jetzt wiederum gestern,
00:15:18glaube ich,
00:15:19eine neue,
00:15:20für die Automobilzulieferindustrie,
00:15:22eine neue EU-Verordnung bekommen,
00:15:24wo ich nachweisen muss,
00:15:26dass ich meine Mitarbeiter
00:15:28auf KI schule.
00:15:31Ein völliger Unsinn.
00:15:34Das muss ich jetzt beginnen,
00:15:36obwohl es 2030 erst in Kraft tritt.
00:15:39War gestern Teil
00:15:40unserer Geschäftsführersitzung.
00:15:42Also es passiert jedes,
00:15:44fast jede Woche
00:15:46kommt irgendein Unsinn daher,
00:15:48der uns bürokratisch lähmt.
00:15:52Und das ist, glaube ich,
00:15:54auch, wenn Sie sich anschauen,
00:15:55Compliance-Richtlinien,
00:15:57Lieferkettengesetze,
00:15:58alle diese Dinge,
00:15:59die wir uns da auferlegt haben,
00:16:02zum Teil zu Recht,
00:16:05sind hemmend und lähmend.
00:16:07Und in ganz vielen Märkten
00:16:09gibt es das alles nicht.
00:16:11So,
00:16:12das sind ganz wesentliche
00:16:13Wettbewerbsvorteile,
00:16:14weil sie natürlich Kosten bedeuten.
00:16:15Und wenn Sie sich heute anschauen,
00:16:16was eine Bank alles tun muss,
00:16:18im Sinne von Geldwäsche,
00:16:20im Sinne von sonstigen Nachweisen,
00:16:23die sie erbringen müssen,
00:16:25dann wissen wir,
00:16:27dass es diese Vorschriften
00:16:28zum Teil in anderen Ländern nicht gibt.
00:16:30Wenn wir uns über Compliance-Richtlinien
00:16:33alterieren oder Lieferkettengesetze,
00:16:36dann, ja,
00:16:36fein richten wir uns danach.
00:16:38Ein Bankvorstand,
00:16:39einer personatierten Bank,
00:16:40muss sich heute Gedanken machen,
00:16:42mit wem er einen Kaffee trinkt,
00:16:43ob er sich einladen lässt,
00:16:45ob er sich nicht einladen lässt,
00:16:46ob er auf ein Fußballmatch gehen darf
00:16:48oder nicht.
00:16:49Und dann gibt es gleichzeitig
00:16:51eben die Funktionäre
00:16:52in öffentlichen Körperschaften
00:16:54wie der Wirtschaftskammer,
00:16:56wo es alle diese Compliance-Richtlinien
00:16:58offensichtlich nicht gibt,
00:16:59weil die leben wie die
00:17:01byzantinischen Fürsten
00:17:04vor, ich weiß nicht wie viele Jahrhunderten,
00:17:06wie die Made im Speck.
00:17:08Wir kommen auf das noch später.
00:17:10Ich möchte noch ein bisschen
00:17:11bei der Mobilität bleiben.
00:17:13Glauben Sie,
00:17:14liegt die Zukunft in der E-Mobilität?
00:17:16Wird es eines Tages
00:17:17keine Benzin amel geben?
00:17:18Nein, das glaube ich nicht.
00:17:19Ich glaube,
00:17:20wir müssen technologieoffen sein.
00:17:23Ich glaube,
00:17:23es hat die E-Mobilität
00:17:24ihre absolute Berechtigung.
00:17:27Es ist die E-Mobilität
00:17:28zum Beispiel im Zweiradbereich
00:17:30de facto nicht existent.
00:17:32Wenn Sie sich auf der Messe in Mailand
00:17:34jetzt Ende November
00:17:36angeschaut haben,
00:17:38war auf,
00:17:39ich weiß nicht wie vielen,
00:17:40tausenden Quadratmetern
00:17:42Ausstellungsfläche
00:17:43die E-Mobilität
00:17:45nicht mehr präsent.
00:17:46Das, was präsent ist und war,
00:17:50sind die indischen und die chinesischen Hersteller,
00:17:55die in ganz anderen Kostenstrukturen,
00:17:58in ganz anderen Umweltauflagen,
00:18:00in ganz anderen gesetzlichen Vorgaben
00:18:04ihre Produkte produzieren
00:18:06und zum Teil um 50 Prozent billiger anbieten.
00:18:09Das heißt, Sie sagen,
00:18:10eben weil wir so bürokratisch sind,
00:18:12lähmen wir uns auch sozusagen.
00:18:14Wir sagen zwar,
00:18:15wir wollen E-Mobilität fördern,
00:18:18behindern es aber gleichzeitig
00:18:19durch zu viele bürokratische Auflagen.
00:18:21Nein, das sage ich gar nicht,
00:18:21sondern ich glaube einfach,
00:18:23dass die E-Mobilität
00:18:24war einfach ein großer politischer Schmäh,
00:18:27weil Sie können,
00:18:29wenn Sie in Europa
00:18:31die E-Mobilität fördern
00:18:33und gleichzeitig
00:18:34alle Energiequellen abdrehen,
00:18:37die billige Energie
00:18:38geliefert haben,
00:18:40dann ist ja wie gesagt
00:18:42Volkswirtschaftsstunde Nummer eins,
00:18:44Angebot und Nachfrage.
00:18:46Das Angebot wurde geringer,
00:18:48die Nachfrage wurde höher,
00:18:51der Preis ist gestiegen
00:18:52und irgendwann einmal
00:18:53war das Laden eines E-Autos
00:18:55gemessen an der Reichweite
00:18:57auf 100 Kilometer
00:18:59teurer als jeder Benziner.
00:19:01So, das sind Fakten.
00:19:03Das kann man jetzt mögen oder nicht.
00:19:05Aber die Menschen haben natürlich
00:19:07irgendwann einmal begonnen zu rechnen
00:19:08und an öffentlichen Ladestellen
00:19:11war dann die Kilowattstunde Strom
00:19:13hat dann 45 oder 48 Cent gekostet.
00:19:16So, also das muss man ja alles
00:19:18einmal ins Kalkül ziehen
00:19:19und jetzt kann man sagen,
00:19:20naja, das ist mir alles das wert,
00:19:21weil ich das so möchte.
00:19:23Das ist in Ordnung.
00:19:24Ich glaube nur nicht,
00:19:26dass man einem Volk
00:19:27oder einem ganzen Kontinent
00:19:29die Mobilität verordnen kann,
00:19:32wie man das als grüner
00:19:33oder linkslinker Politiker
00:19:35gerne möchte,
00:19:36sondern ich glaube,
00:19:37man muss ein Angebot machen
00:19:39und wenn das Angebot
00:19:40den Bedürfnissen der Menschen entspricht,
00:19:42dann werden sie es annehmen.
00:19:44Es würde niemand auf die Idee kommen,
00:19:46in der Medizin zu sagen,
00:19:48es gibt jetzt keine Chemotherapien mehr,
00:19:50sondern nur noch Immuntherapien,
00:19:52sondern die Kombination aus vielen Möglichkeiten
00:19:55und aus vielen Therapiemöglichkeiten
00:19:58liefert den Erfolg.
00:20:01Ich glaube, dass die E-Mobilität
00:20:03weiter bestehen wird.
00:20:04Ich glaube auch an die Technologie Wasserstoff,
00:20:08ich glaube auch an die E-Fuels
00:20:10und ich glaube, es wird ganz, ganz viele neue
00:20:14Antriebsformen noch geben,
00:20:15die uns weiterbringen
00:20:18und es ist überhaupt nicht gesagt,
00:20:20dass ich nicht auch mit modernen Katalysatoren
00:20:22und Partikelfiltern
00:20:23eine Emission schaffe,
00:20:25die noch deutlich besser wird,
00:20:28sodass ich relativ nahe
00:20:30an eine Null-Emission komme.
00:20:32Glauben Sie,
00:20:33dass, was ich da so glaube,
00:20:35ein bisschen herauszuhören ist,
00:20:36Sie fanden die Strategie raus
00:20:37aus russischem Öl und Gas falsch?
00:20:40Ich glaube, wir müssen uns verabschieden
00:20:45immer auf das russische Gas abzustellen.
00:20:49Wir haben die Atomkraft in Europa abgedreht
00:20:53oder in Deutschland abgedreht,
00:20:55wir haben Kohlekraftwerke abgedreht
00:20:57und wir haben gleichzeitig
00:20:58das russische Gas abgedreht.
00:21:01Und ich glaube, das war falsch.
00:21:03Das russische Gas isoliert,
00:21:05wir brauchen über Russland nicht diskutieren,
00:21:07dass Russland mit dem Angriffskrieg
00:21:09gegen die Ukraine sich aus dem Spiel genommen hat,
00:21:11ist, glaube ich, gar keine Frage.
00:21:14Dass aber gleichzeitig es auch zulässig sein muss,
00:21:17zu thematisieren,
00:21:18wenn die Ukraine die North Stream sprengt
00:21:23und das eine zig Milliarden Investition
00:21:27der europäischen Länder war.
00:21:28Ich glaube, das ist nicht so ganz bewiesen.
00:21:30Ich glaube, das ist ziemlich genau bewiesen,
00:21:32zumindest was man in den letzten Wochen
00:21:34so gehört hat aus verschiedenen Quellen.
00:21:36Aber sei es wie es sei,
00:21:39die Russen waren es mit Sicherheit nicht,
00:21:41weil warum sollten die Russen
00:21:42ihre Versorgungslinien nach Europa sprengen?
00:21:45Also vielleicht waren es nicht die Ukrainer,
00:21:47sondern die Amerikaner.
00:21:48Egal, wer auch immer es war,
00:21:50hat Europa auf jeden Fall einen Schaden zugefügt.
00:21:54Und wir müssen auch davon ausgehen,
00:21:57dass es irgendwann einmal wiederum
00:21:59einen Frieden in der Ukraine gibt.
00:22:01Wir müssen auch davon ausgehen,
00:22:03dass es rein geopolitisch notwendig sein wird,
00:22:06mit Russland wiederum eine Normalität herzustellen.
00:22:09Es wird auch eine Zeit nach Putin geben.
00:22:13Und selbst wenn das erst in 10 oder in 15 Jahren
00:22:16soweit ist,
00:22:17dann ist Russland als,
00:22:19sowohl geopolitisch als auch als Volk,
00:22:22sicherlich näher an Europa
00:22:24als die Chinesen,
00:22:27als die Inder
00:22:27oder gar die Amerikaner.
00:22:29Aber jetzt ist es ja so,
00:22:30dass wir lange durch dieses russische Gas und Öl,
00:22:36also das hat uns lange billige Energie gesichert
00:22:39und hat uns in Europa
00:22:40auch wirklich Wohlstand gebracht.
00:22:42Das kann man schon sagen.
00:22:43Und man hat immer geglaubt,
00:22:45und das war ja auch, glaube ich,
00:22:46das Missverständnis
00:22:47vieler österreichischer Politiker,
00:22:50zu glauben,
00:22:51Wandel durch Handel.
00:22:52Das wird alles,
00:22:53also die sind,
00:22:54die dicken zwar nicht so ganz wie wir,
00:22:55die sind nicht so demokratisch wie wir,
00:22:57aber trotzdem,
00:22:58die wollen ja auch reich werden.
00:22:59Das wird schon irgendwie,
00:23:00wird sich das alles schon irgendwie ausgeben.
00:23:02Sie meinen jetzt die Russen?
00:23:03Die Russen, ja genau.
00:23:04Und es war offensichtlich eine Täuschung.
00:23:07Wie konnte sich da Europa
00:23:08in dieser Frage so täuschen?
00:23:10Weil das,
00:23:11Sie haben gesagt,
00:23:12man muss ja das Gewitter antizipieren,
00:23:14da wurde nichts antizipiert.
00:23:16Also ich glaube nicht,
00:23:17dass es eine Täuschung,
00:23:18ich glaube nicht,
00:23:19dass es eine Täuschung war,
00:23:20sondern ich glaube nur,
00:23:22dass wir von verschiedenen Ländern erwarten,
00:23:28also wenn wir jetzt einmal kurz zurückblicken,
00:23:32sowohl Russland als auch Österreich
00:23:36unter den Habsburgern bis 1918
00:23:40hat ja Österreich keine,
00:23:44oder auch Deutschland nicht,
00:23:46hat ja keine Erfahrung
00:23:47und keine Ahnung in Sachen Demokratie.
00:23:51Also eine demokratische Erfahrung
00:23:54als Land oder als Kontinent in Europa,
00:23:58wenn wir jetzt einmal davon ausgehen,
00:24:00dass bestimmte Monarchien
00:24:01mit dem Ersten Weltkrieg verschwunden sind,
00:24:07und der Versuch,
00:24:09zwischen den beiden Weltkriegen
00:24:10demokratische Strukturen zu leben,
00:24:13die ja offensichtlich gescheitert sind,
00:24:15weil sonst wäre es nicht
00:24:15zum Zweiten Weltkrieg gekommen,
00:24:17müssen wir ja mal zugeben,
00:24:20dass wir demokratische Strukturen
00:24:21seit 1945 leben.
00:24:24So, das sind jetzt knappe 80 Jahre.
00:24:26Und ich halte es für eine unglaubliche Arroganz
00:24:30der Europäer,
00:24:31anderen Ländern,
00:24:34egal wer sie sind,
00:24:36die sich seit wenigen Jahrzehnten
00:24:39aus irgendwelchen Strukturen befreit haben,
00:24:41in dem Fall des Kommunismus,
00:24:45vorzuhalten,
00:24:45dass sie nicht demokratisch sind.
00:24:47Weil wir reden in Russland
00:24:50aktuell von einer Zeit nach Yeltsin,
00:24:54das war, wenn ich es dir richtig im Kopf habe,
00:24:571998,
00:24:58dass der abgetreten ist,
00:24:59oder 1999,
00:25:01das heißt, wir reden dort von nicht einmal 30 Jahren,
00:25:06in denen 2001, glaube ich,
00:25:08Putin an die Macht kam,
00:25:10und wir setzen uns her und sagen,
00:25:13ihr seid nicht demokratisch.
00:25:15Wie soll es denn gehen?
00:25:17Wie soll in 30 Jahren ein Land,
00:25:19das über Jahrhunderte
00:25:21entweder von Zahn regiert war
00:25:24oder dann kommunistisch dominiert war,
00:25:28demokratische Strukturen implementieren,
00:25:30die gemäß unseren Standards und Vorstellungen
00:25:34so sind,
00:25:35dass man sagt,
00:25:35die sind ausgereift
00:25:37und die sind nachvollziehbar
00:25:38und, und, und.
00:25:39Also die wirklich ältesten Demokratien,
00:25:42wenn man so will,
00:25:43der Neuzeit,
00:25:44müssen wir nach Amerika schauen.
00:25:46Naja,
00:25:47und da schütteln wir schon den Kopf.
00:25:48Ja,
00:25:50aber ich halte es für,
00:25:51ich halte es für wirklich überheblich,
00:25:53zu sagen,
00:25:54weil wir jetzt seit 80 Jahren
00:25:55in einer Demokratie leben
00:25:57und wenn ich mir so anschaue,
00:25:59wie bei uns manche Vorgänge passieren,
00:26:01wo dann demokratische Strukturen
00:26:04angezweifelt werden
00:26:05oder demokratisch gewählte Parteien,
00:26:09die einem jetzt passen können oder nicht,
00:26:11ja, plötzlich,
00:26:12man überlegt,
00:26:13wie man sie verbieten kann.
00:26:16Sie sprechen von der AfD in Deutschland.
00:26:18Ich spreche von der AfD in Deutschland,
00:26:19wo wir teilweise jetzt plötzlich beginnen,
00:26:22über Verbotsgesetze nachzudenken
00:26:25im Rahmen der Medienfreiheit,
00:26:28wo wir Meinungsäußerungen,
00:26:30wo wir Medien,
00:26:32soziale Medien verbieten wollen
00:26:34oder irgendwie wiederum beschneiden wollen.
00:26:37Ich muss ganz ehrlich sagen,
00:26:38das sind ganz gefährliche
00:26:41antidemokratische Signale,
00:26:42wo ich sage,
00:26:44wäre den Anfängern,
00:26:46also wenn man, wie gesagt,
00:26:47in einer Demokratie lebt,
00:26:49glaube ich,
00:26:49müssen wir wirklich aufpassen,
00:26:51dass wir dabei bleiben.
00:26:52Und ich kann mich gerne im Diskurs
00:26:54mit jeder linken
00:26:55oder mit jeder rechten Partei auseinandersetzen,
00:26:58aber solange sie demokratisch legitimiert
00:27:00und gewählt ist,
00:27:02muss ich sie im Rahmen
00:27:04des Verfassungsrahmens
00:27:06und des Verfassungsspektrums,
00:27:08solange sie sich darin bewegen,
00:27:09und das ist bei der FPÖ
00:27:11bis dato immer der Fall gewesen,
00:27:13das ist meines Wissens nach
00:27:14auch bei der AfD der Fall gewesen,
00:27:17kann ich nicht hergehen und sagen,
00:27:18wir verbieten die Partei.
00:27:20Wir machen jetzt ein ganz,
00:27:21ein großes Fass auf natürlich.
00:27:23Der Punkt ist ja,
00:27:24in Russland gab es eine
00:27:28der brutalsten Revolutionen,
00:27:30die man sich vorstellen kann,
00:27:321917,
00:27:33und das Ganze ist halt dann
00:27:34in eine andere Richtung gegangen,
00:27:36als es in Europa gegangen ist.
00:27:37Aber sozusagen die Frage,
00:27:39ob aus diesem Land
00:27:40mal wirklich eine Demokratie werden kann,
00:27:43ob die Bürger,
00:27:44ob es das so etwas gibt
00:27:45wie eine Zivilgesellschaft,
00:27:47die das Ganze tragen kann,
00:27:50muss man ja nach jetzigem Stand
00:27:52eigentlich verneinen.
00:27:53Sie haben vor kurzem,
00:27:54Sie haben ja selbst einen Podcast,
00:27:56der heißt Streitwert,
00:27:57und da haben Sie den Blogger
00:28:00Andreas Grassl bei sich gehabt,
00:28:02der Russland auch gut kennt,
00:28:04so wie Sie,
00:28:04und der sagt,
00:28:05also vergiss das alles,
00:28:08das wird nie eine Demokratie.
00:28:10Da gibt es Alkoholismus,
00:28:11es gibt zwei Drittel der Ehen
00:28:13werden geschieden,
00:28:15es gibt häusliche Gewalt,
00:28:17es gibt überhaupt keine Grenzen,
00:28:21es ist alles gewalttätig,
00:28:23furchtbar, restriktiv.
00:28:25Sehen Sie das nicht so?
00:28:28Naja, ja,
00:28:30ich bin nur nicht so negativ,
00:28:32weil ich glaube,
00:28:34es hat sich noch in jeder Gesellschaft
00:28:37und in jedem Volk
00:28:39haben sich Kräfte entwickelt,
00:28:41die die Dinge zum Besseren geändert haben.
00:28:43Und wenn Sie zurückschauen,
00:28:46und ich meine,
00:28:47heute kann man teilweise nur
00:28:49kopfschüttelnd
00:28:52sich daran zurückerinnern,
00:28:54wie lange es in Österreich
00:28:57per Gesetz notwendig war,
00:28:59die Zustimmung des Ehemannes einzuholen,
00:29:02wenn die Frau arbeiten wollte.
00:29:04Also,
00:29:05und ich meine,
00:29:06beim Thema Anzahl der geschiedenen Ehen,
00:29:09beim Thema Alkoholismus,
00:29:11etc.,
00:29:12muss ich ganz ehrlich sagen,
00:29:15da mögen jene mal
00:29:16vor ihren eigenen Haustüren kehren,
00:29:18und ich möchte also,
00:29:20zum Thema Alkoholismus
00:29:22und geschiedene Ehen
00:29:24und häusliche Gewalt,
00:29:25glaube ich,
00:29:25sind wir in einer entwickelten
00:29:26Gesellschaft in Österreich
00:29:27auch noch lange nicht dort,
00:29:30wo wir hingehören.
00:29:31Erst jetzt wiederum
00:29:33im Rahmen eines Interviews
00:29:35mit einem sehr angesehenen Chirurgen
00:29:37das Thema gesehen,
00:29:39Rauchen und Alkoholismus
00:29:40als wesentlicher Faktor
00:29:43des scheiternden
00:29:44österreichischen Gesundheitssystems.
00:29:47Und das wird einfach
00:29:48gesellschaftlich toleriert.
00:29:49Wir sind eine große Alkoholnation,
00:29:51wir haben große Weinbauern,
00:29:52Weinbauern,
00:29:53wir haben da einen großen Exportmarkt
00:29:55auch,
00:29:56den wir bedienen,
00:29:57das ist ein Wirtschaftszweig für uns,
00:29:59wir haben den Tourismus.
00:30:00Also Sie sagen,
00:30:00das ist nicht ausschlaggebend,
00:30:02ob das eine Demokratie ist oder nicht.
00:30:04Nein, ich glaube,
00:30:04das hat für eine Demokratie
00:30:06nichts zu tun,
00:30:06sondern ich glaube,
00:30:07schlicht und ergreifend,
00:30:08und ich kenne natürlich
00:30:09viele Mitglieder der Zivilgesellschaft
00:30:13in Russland,
00:30:14Anwälte, Ärzte,
00:30:16Wirtschaftsprüfer,
00:30:17Unternehmer,
00:30:18die die ganze Struktur
00:30:19dort extrem kritisch sehen.
00:30:21Aber ich glaube,
00:30:22dass das halt auch,
00:30:23ich habe dazu auch viele,
00:30:25viele Streitgespräche
00:30:26mit Familien geführt,
00:30:28die jetzt am Beginn des Krieges
00:30:31entsetzt waren,
00:30:32dass ihre Söhne
00:30:32freiwillig zum Herr wollten.
00:30:35Und ich habe ihnen gesagt,
00:30:36ihr habt es dir jetzt
00:30:3720 Jahre lang
00:30:38ab dem Kindergarten
00:30:39erzogen dazu,
00:30:42stolz auf das Land zu sein
00:30:44und dem Land zu dienen.
00:30:46Das ist wie in Amerika,
00:30:47Ehre-Vater-
00:30:48oder wie heißt das,
00:30:48Ehre-Treue-Vaterland.
00:30:50In Amerika schüttelt
00:30:51niemand den Kopf,
00:30:52wenn einer zu den Navy Seals
00:30:53möchte.
00:30:54Wenn das eine in Russland
00:30:55macht, sagt jeder,
00:30:56die sind verrückt.
00:30:57Also deswegen,
00:30:58das ist einfach Teil
00:30:59dieses auch
00:31:02Gesellschaftsvertrages,
00:31:03den die haben,
00:31:03wo die Kinder
00:31:04ab dem Kindergarten
00:31:05darauf gedrillt werden,
00:31:07entweder Waffen
00:31:08benutzen zu dürfen
00:31:09oder zum Herr zu wollen
00:31:10oder stolz darauf zu sein,
00:31:12dass sie für,
00:31:13ich weiß es nicht,
00:31:14Präsident Bush,
00:31:15Obama,
00:31:15Trump,
00:31:16name them,
00:31:17irgendwo
00:31:18eingesetzt werden
00:31:19und auf irgendeinem
00:31:20Flugzeugträger ihren Dienst
00:31:21versehen.
00:31:23Dasselbe ist
00:31:24in Russland der Fall
00:31:25und dann gibt es halt
00:31:26Nationen wie
00:31:27die saturierten
00:31:28Europäer.
00:31:30Ich habe alles
00:31:31daran gesetzt,
00:31:32nicht zum Herr zu müssen.
00:31:35Jetzt ist es natürlich
00:31:36aber schon so,
00:31:36dass man sagen muss,
00:31:37dass das momentane
00:31:39Russland,
00:31:39das jetzige
00:31:40russische Regime,
00:31:41da gibt es viele,
00:31:42viele Belege,
00:31:43auch der österreichische
00:31:44Verfassungsschutz erwähnt
00:31:46das immer wieder,
00:31:46dass immer wieder
00:31:47auch versucht wird,
00:31:48demokratische Wahlen
00:31:49in Europa
00:31:50oder anderswo
00:31:51zu unterminieren,
00:31:53zu beeinflussen.
00:31:54Unbestrecken.
00:31:55Das sind ja alles
00:31:56so Entwicklungen,
00:31:58es gibt auch
00:31:59nachweisbare Verbindungen
00:32:00zwischen der AfD
00:32:01und Russland,
00:32:02das ist ja Teil
00:32:03dieser ganzen Debatte
00:32:04um AfD
00:32:06und wie weit
00:32:07ist sie noch
00:32:08im demokratischen
00:32:09Verfassungsbogen.
00:32:10Das sind ja Dinge,
00:32:11die man nicht negieren kann.
00:32:13Nein, das negiert
00:32:13doch keiner.
00:32:14Muss sich da eine
00:32:15Demokratie nicht schützen?
00:32:16Muss da nicht
00:32:17eine Demokratie sagen,
00:32:18so und das ist jetzt
00:32:19die Grenze
00:32:20und über diese Grenze
00:32:21gehen wir nicht drüber?
00:32:23Ich bin,
00:32:24also noch einmal,
00:32:25ich rede das weder klein
00:32:27noch bestreite ich es.
00:32:28Das Einzige,
00:32:29was ich sage ist,
00:32:30ich glaube man muss sich
00:32:31man muss sich
00:32:33halt genau anschauen,
00:32:36ob es
00:32:37ob es nur
00:32:38in diesem Spektrum
00:32:39aus dem
00:32:42bösen Russland
00:32:43und der noch
00:32:43böseren AfD
00:32:44und der noch
00:32:45böseren FPÖ
00:32:48Verbindungen gibt
00:32:49oder ob es das
00:32:50nicht auch
00:32:50auf der
00:32:52linken Seite gibt
00:32:53und ob es da
00:32:54Einflussnamen gibt
00:32:55von
00:32:56Stiftungen
00:32:56oder von
00:32:57Geldgebern,
00:32:58die über
00:32:59NGO-Finanzierungen
00:33:01andere Dinge
00:33:01beeinflussen.
00:33:02Ich muss Ihnen ganz
00:33:03ehrlich sagen,
00:33:04ich bin ein Mensch
00:33:05der Mitte
00:33:06und des Ausgleichs
00:33:07und ich finde,
00:33:08es soll jeder
00:33:09Mensch leben,
00:33:10wie er es möchte,
00:33:12solange
00:33:12Gesetze
00:33:13eingehalten werden
00:33:14und solange
00:33:18vor allem auch
00:33:20es nicht
00:33:21zu Gewalttaten
00:33:22kommt
00:33:22oder gar zu
00:33:23irgendwelchen
00:33:23Überschreitungen,
00:33:24Krieg oder was auch immer.
00:33:25Ob jemand
00:33:26eine Sympathie hat
00:33:28für die AfD
00:33:29und für die Frau Weidel
00:33:31oder für den
00:33:31Herrn Kickl,
00:33:32ich meine,
00:33:33ich bin nicht
00:33:33verdächtig,
00:33:34den Herrn Kickl
00:33:35gut zu finden,
00:33:35weil ich habe
00:33:36eigene Kampagnen
00:33:36mit Zusammen
00:33:37stärker gestartet
00:33:38gegen den Herrn Kickl
00:33:39bei der letzten
00:33:40Nationalratswahl
00:33:41und die Tatsache,
00:33:43dass ich sieben Jahre
00:33:45in Russland gelebt habe
00:33:46und auch einen
00:33:47großen Anteil
00:33:48meiner Zeit
00:33:49auch in der Ukraine
00:33:49verbracht habe,
00:33:52nehme ich für mich
00:33:53in Anspruch,
00:33:53dass ich
00:33:55Gesprächspartner bin,
00:33:56der weiß,
00:33:57wovon er spricht,
00:33:57weil ich in den
00:33:58Ländern vor Ort war,
00:34:00weil ich die Menschen
00:34:00kenne
00:34:01und weil ich im
00:34:02Unterschied zu ganz
00:34:03vielen in Europa
00:34:04den Mund
00:34:05aufreißen,
00:34:06aber nie dort
00:34:07war,
00:34:08glaube ich,
00:34:09weiß,
00:34:09wie es dazu geht
00:34:10und wie die Menschen
00:34:11denken und ticken.
00:34:13Und dieser Umstand
00:34:14bedeutet nicht,
00:34:15dass ich den Herrn
00:34:16Putin unterstütze
00:34:17oder es gut heiße,
00:34:18es bedeutet auch nicht,
00:34:20dass ich die AfD
00:34:20gut heiße
00:34:21oder was auch immer,
00:34:22sondern es bedeutet
00:34:24für mich nur
00:34:24schlicht und ergreifend,
00:34:25dass ich der Meinung bin,
00:34:26dass die europäischen
00:34:27Eliten
00:34:28eine Politik
00:34:29anbieten sollten,
00:34:31die die Menschen
00:34:32abholt
00:34:32und die die Menschen
00:34:34nicht in die Arme
00:34:35dieser linken
00:34:36und rechten
00:34:36Extremparteien treibt.
00:34:38Das ist alles,
00:34:38was ich meine.
00:34:40Okay,
00:34:41ich muss noch ein bisschen
00:34:42auf dem Thema
00:34:43draufbleiben.
00:34:44Sie haben ja zuletzt
00:34:45das Restvermögen
00:34:46der in Wien
00:34:47ansässigen
00:34:48Sperbank Europe
00:34:49gekauft
00:34:50und auch versucht,
00:34:51die Anteile
00:34:51des Oligarchen
00:34:53Oleg Teripaska
00:34:54an der Strabag
00:34:55auf die RBI
00:34:56zu übertragen.
00:34:57Das ist letztlich
00:34:58am politischen Widerstand
00:34:59auch der USA
00:35:00gescheitert.
00:35:01Sie haben damals
00:35:02gesagt,
00:35:03Sie verstünden
00:35:03das nicht.
00:35:04Warum haben Sie
00:35:05das nicht verstanden?
00:35:08Naja,
00:35:09also ich glaube,
00:35:09das sind zwei
00:35:10verschiedene Transaktionen.
00:35:11Die eine Transaktion
00:35:12mit der Sperbank,
00:35:13die ist ja erfolgreich
00:35:15gewesen und die war
00:35:16auch sowohl
00:35:17vom Innenministerium
00:35:20und dem Auslands-
00:35:23oder Inlandsgeheimdienst
00:35:24oder auch immer
00:35:24DSN genehmigt,
00:35:26dementsprechend
00:35:27über die Bühne
00:35:27gegangen.
00:35:27Da hat man sich
00:35:29allerdings auch
00:35:29gewundert,
00:35:30habe ich nachgelesen
00:35:31und nicht zuletzt
00:35:32im Trend,
00:35:33warum Sie da
00:35:33überhaupt zum Zug
00:35:34kamen.
00:35:35Weil das
00:35:36schreibt der Trend,
00:35:38warum Sie zum Zug
00:35:39kamen,
00:35:39ausgerechnet
00:35:40Sie konnte
00:35:40niemand so
00:35:41recht verstehen.
00:35:42240 Millionen
00:35:43Euro
00:35:43für Cashbestände
00:35:45im Umfang von
00:35:46350 Millionen
00:35:47Euro
00:35:48sind damals
00:35:48geflossen.
00:35:49Also warum
00:35:50Sie?
00:35:51Es war ein
00:35:54normaler
00:35:54Prozess,
00:35:56dem sich
00:35:56jeder stellen
00:35:57konnte,
00:35:57und ich
00:35:58habe, glaube ich,
00:36:00gemeinsam mit
00:36:00der RBI
00:36:02ein, glaube ich,
00:36:04transparentes,
00:36:05logisches
00:36:06Konzept
00:36:07ausgearbeitet,
00:36:09das schlussendlich
00:36:10zum Zug
00:36:11kam und das
00:36:12war ja am Ende
00:36:13des Tages,
00:36:13war es ja die
00:36:14Kaufentscheidung
00:36:15oder die
00:36:16Verkaufsentscheidung
00:36:17der Sperrbank
00:36:18in Russland,
00:36:20genehmigt vom
00:36:21Innenministerium
00:36:23und der
00:36:23EZB.
00:36:24EZB.
00:36:25Also ich glaube,
00:36:26es gibt wenige
00:36:27transparentere
00:36:28Transaktionen
00:36:29als die
00:36:29und dass es
00:36:31neben mir
00:36:32jemanden
00:36:32oder zwei
00:36:33Parteien
00:36:33gegeben hat,
00:36:34die das auch
00:36:35haben wollten,
00:36:36Nona
00:36:38und nicht zum Zug
00:36:39gekommen sind
00:36:39und dass
00:36:40die dann
00:36:40relativ
00:36:41unsportlich
00:36:44zumindest
00:36:44eine
00:36:45Partei,
00:36:46nämlich die
00:36:48Supernova,
00:36:49glaube ich,
00:36:49haben die geheißen
00:36:50vom Frank
00:36:51Albert,
00:37:06sehr
00:37:06halte ich,
00:37:07das halte ich
00:37:08a aus,
00:37:09b finde ich es
00:37:09wie gesagt
00:37:10für nicht
00:37:10angebracht,
00:37:11nur wenn man
00:37:12bei einer
00:37:12Transaktion
00:37:13das schlechtere
00:37:13Konzept
00:37:14gehabt hat
00:37:15und dementsprechend
00:37:16unterlegen ist,
00:37:17das ist die
00:37:18ganze Antwort
00:37:18zu dieser
00:37:19Frage,
00:37:19warum ich.
00:37:21Und die
00:37:22Terribasca
00:37:23Geschichte?
00:37:23Die Terribasca
00:37:24Geschichte war
00:37:25anders,
00:37:25weil sie
00:37:27nicht genehmigungsfähig
00:37:28war,
00:37:29weil die Behörde
00:37:29sich nicht
00:37:30für zuständig
00:37:31erklärt hat
00:37:32im Innenministerium,
00:37:33sondern dass
00:37:34eine reine
00:37:35Behördensache
00:37:37war zwischen
00:37:37der EZB
00:37:38und der OFAG
00:37:39in Washington
00:37:42und wir
00:37:44den Nachweis
00:37:44erbracht haben,
00:37:45dass Terribasca
00:37:47nicht mehr
00:37:47Eigentümer
00:37:49dieser Anteile
00:37:50an der
00:37:51Rasperia
00:37:51war.
00:37:53Diese Nachweise
00:37:54waren der OFAG
00:37:55nicht genug
00:37:57oder nicht
00:37:58ausreichend
00:37:59genug
00:37:59und dementsprechend
00:38:01hat die OFAG
00:38:02dann der EZB
00:38:03und auch der RBI
00:38:04gesagt,
00:38:05dass sie das
00:38:05nicht wollen,
00:38:06dass diese
00:38:06Transaktion
00:38:07stattfindet.
00:38:08Dementsprechend
00:38:09ist sie
00:38:09nicht passiert.
00:38:12Ich
00:38:12habe
00:38:13nachgelesen,
00:38:14jemand hat
00:38:15das mal
00:38:15ausgerechnet,
00:38:16dass sie
00:38:16insgesamt
00:38:1735
00:38:18Funktionen,
00:38:19Beteiligung,
00:38:20Positionen
00:38:21innehaben.
00:38:21Ist das
00:38:22richtig?
00:38:23Mag
00:38:23sein.
00:38:24Wie geht
00:38:24sowas?
00:38:25Ich meine,
00:38:25unser
00:38:26Eins hat einen
00:38:26Hauptjob,
00:38:27eine Familie,
00:38:28vielleicht noch
00:38:28ein Hobby
00:38:29und ist
00:38:29voll
00:38:29ausgelastet
00:38:30damit.
00:38:30Wie
00:38:31man
00:38:31ich bin
00:38:31auch gut
00:38:32ausgelastet.
00:38:33Schauen Sie,
00:38:34ich gebe Ihnen
00:38:34ein Beispiel.
00:38:36Wenn ich heute
00:38:37die Remus Holding
00:38:39hat,
00:38:40die Remus Innovation,
00:38:42also hat die Holding,
00:38:43dann darunter die
00:38:44Remus Innovation
00:38:45als operatives
00:38:47Unternehmer,
00:38:48dann hat die Firma
00:38:48Weform
00:38:49als eigenständige
00:38:51GmbH
00:38:52in
00:38:53Vorarlberg
00:38:54mit einem
00:38:54Geschäftsführer
00:38:55und mir
00:38:55als
00:38:56Geschäftsführer.
00:38:58Es gibt
00:38:58eine Remus
00:38:59DOO
00:39:00zum Beispiel
00:39:00in Bosnien
00:39:02und es gibt
00:39:03eine GLM,
00:39:04die wir gekauft haben
00:39:04in Italien,
00:39:05da bin ich
00:39:06Aufsichtsratsvorsitzender.
00:39:06Also wenn Sie
00:39:07jetzt nur diese
00:39:08Gruppenfunktionen
00:39:08hernehmen,
00:39:09habe ich in dieser
00:39:09Remus Gruppe
00:39:10glaube ich
00:39:10fünf oder sechs
00:39:11Funktionen.
00:39:13Das ist aber
00:39:14mein Hauptjob.
00:39:16Ich bin in der
00:39:17Firma Erne
00:39:19Mieteigentümer
00:39:19gemeinsam mit dem
00:39:20Dr.
00:39:20Haselsteiner
00:39:21und bin dort
00:39:23Aufsichtsrats,
00:39:25also stellvertretender
00:39:26Aufsichtsratsvorsitzender,
00:39:27der Vorsitzende ist der
00:39:27Wolfgang Ruppenstorfer,
00:39:30der uns
00:39:30dankenswerterweise
00:39:31mit seiner Erfahrung
00:39:32aus dem Öl- und
00:39:33Gasgeschäft
00:39:33dort bei der
00:39:34Sanierung sehr
00:39:34unterstützt hat
00:39:35und geholfen hat.
00:39:36Die Funktion
00:39:38des stellvertretenden
00:39:39Aufsichtsratsvorsitzenden
00:39:40bedeutet vier
00:39:42Aufsichtsratssitzungen
00:39:42im Jahr,
00:39:43bedeutet
00:39:45regelmäßigen
00:39:45Kontakt,
00:39:46weil ich eben
00:39:46Mieteigentümer bin
00:39:48mit der
00:39:48Geschäftsführung,
00:39:49bedeutet
00:39:50Telefonate mit dem
00:39:52Aufsichtsratsvorsitzenden.
00:39:52Das sind jetzt keine
00:39:53Fulltime-Jobs
00:39:55und wenn ich
00:39:56in einer
00:39:58Immobilienbesitzgesellschaft
00:39:58Geschäftsführer bin
00:40:00oder Kommanditist bin,
00:40:01dann ist das gleich
00:40:02einmal eine Funktion
00:40:03im Firmenbuch,
00:40:04aber nicht
00:40:04tagesfüllend.
00:40:05Okay.
00:40:06Jetzt sind Sie bekannt
00:40:07durch recht kantige
00:40:08TV-Auftritte,
00:40:10öffentliche Aussagen.
00:40:11Bei Remus
00:40:12haben Sie sich auch
00:40:13schon mal gerichtlich
00:40:14mit dem
00:40:14Betriebsrat angelegt.
00:40:16Wie würden Sie denn
00:40:17persönlich
00:40:18Ihren
00:40:18Führungsstil
00:40:19beschreiben?
00:40:22Also ich glaube
00:40:23mein
00:40:23Führungsstil
00:40:24ist
00:40:27so,
00:40:28dass ich
00:40:30meine
00:40:30Mitarbeiterinnen
00:40:32ermutige,
00:40:33mich zu ersetzen.
00:40:36Also
00:40:37mein schönster
00:40:37Tag wäre,
00:40:38ein Unternehmen
00:40:39zu besitzen,
00:40:40wo es nicht
00:40:41notwendig ist,
00:40:41dass es mich
00:40:42braucht.
00:40:43Also
00:40:44selbstständiges
00:40:45Handeln?
00:40:45Selbstständiges,
00:40:47verantwortungsvolles,
00:40:48unternehmerisch
00:40:49denkendes Handeln
00:40:50aller,
00:40:51aller,
00:40:52aller,
00:40:52aller Angestellten
00:40:53und Mitarbeiter.
00:40:54Völlig egal,
00:40:55ob das die Dame
00:40:56an der Maschine
00:40:57ist,
00:40:57ob das
00:40:59ein Mitarbeiter
00:41:00in der Logistik
00:41:01ist oder
00:41:02ein Projektleiter
00:41:03oder ein Einkäufer
00:41:04oder ein
00:41:05Vertriebler.
00:41:06Und das sage ich
00:41:07auch regelmäßig.
00:41:09Ich sage immer,
00:41:09der schönste Tag
00:41:10wäre,
00:41:11wenn ich in eine
00:41:12Besprechung gehe
00:41:12und man mir sagt,
00:41:13Sie können
00:41:14wiederum gehen,
00:41:15Herr Zeugl,
00:41:15weil wir haben
00:41:16eigentlich alles
00:41:16geklärt.
00:41:19So,
00:41:19das entspricht
00:41:20natürlich leider
00:41:20nicht der Realität
00:41:22und wäre es
00:41:23so einfach,
00:41:24ein Unternehmen
00:41:24zu führen,
00:41:24könnte es ja
00:41:25jeder machen
00:41:26und wäre es
00:41:27nicht komplex genug,
00:41:28könnte es auch
00:41:29jeder machen.
00:41:30Ich glaube,
00:41:31dass ich
00:41:33versuche,
00:41:34Menschen zu ermutigen,
00:41:35ihren Weg zu gehen
00:41:36und das Beste
00:41:37aus sich herauszuholen,
00:41:39bin ich
00:41:41ungeduldig.
00:41:42Sind Sie ein
00:41:43Heferl,
00:41:43wie man in Wien sagt?
00:41:44Ja.
00:41:45Okay.
00:41:47Wie gehen Sie mit
00:41:47diesem Heferlsein um?
00:41:49Ich bin es,
00:41:50wie ich bin es.
00:41:50Okay.
00:41:51Also es ist so.
00:41:52Sie entschuldigen sich
00:41:52nicht nachher,
00:41:53wenn Sie...
00:41:54Naja,
00:41:54also schauen Sie,
00:41:55ich bin,
00:41:57wie soll ich sagen,
00:41:58ich bin dann ein Heferl,
00:42:01wenn ich merke,
00:42:02dass ich fünfmal gesagt habe,
00:42:07passt es bitte auf,
00:42:08dass euch da nichts passiert
00:42:10bei dem Projekt
00:42:12oder bei dem Kunden
00:42:13und ich mich einbringe
00:42:15und Zeit nehme
00:42:15und Hinweise
00:42:17und Tipps gebe
00:42:18und Ratschläge gebe,
00:42:19wie man es macht,
00:42:21dass nichts passiert
00:42:22und wenn dann was passiert
00:42:24und ich drauf komme,
00:42:25dass das alles
00:42:25nicht beherzigt wurde,
00:42:27was ich über die letzten
00:42:28zwei, drei, vier, fünf Wochen
00:42:29oder Monate
00:42:30versucht habe,
00:42:31dem Team mitzugeben,
00:42:33dann explodiere ich.
00:42:35Das ist bekannt.
00:42:37Das ist aber von denen,
00:42:40die mich kennen
00:42:40und von denen,
00:42:41die mit mir arbeiten
00:42:42und ich habe Mitarbeiter,
00:42:43die mich seit vielen Jahren
00:42:44oder Jahrzehnten begleiten,
00:42:47auch dann mit Verständnis getragen.
00:42:51Also ich glaube,
00:42:52ich bin fair,
00:42:54ich bin hart in der Sache,
00:42:56bin nicht ungerecht,
00:42:57ich bin glaube ich sehr sozial
00:43:00und dementsprechend wissen die Menschen,
00:43:03wenn ich austicke,
00:43:04dann hat es einen Grund.
00:43:07Jetzt würde ich Ihnen gerne
00:43:08eine Frage stellen,
00:43:09die Sie selber
00:43:10meinem Kollegen Florian Klenk
00:43:12gestellt haben
00:43:13in Ihrem Podcast,
00:43:14weil ich die Frage
00:43:15so arg finde,
00:43:16weil Sie so einen
00:43:17autoritären Impetus haben.
00:43:18Wer darf Sie korrigieren?
00:43:21Jeder.
00:43:22Okay.
00:43:23Jeder.
00:43:23Das heißt,
00:43:24es kann Ihnen auch
00:43:25die Frau,
00:43:27die Arbeiterin
00:43:28an der Maschine
00:43:28kann Ihnen sagen,
00:43:30Herr Zöchling,
00:43:30da liegen Sie falsch.
00:43:31Ich hoffe es,
00:43:32ja, natürlich,
00:43:33selbstverständlich.
00:43:34Das halten Sie aus?
00:43:35Natürlich.
00:43:36Ich bitte,
00:43:36ich erwarte mir das sogar.
00:43:39Weil,
00:43:40also ich glaube,
00:43:41das Allerschlimmste ist
00:43:42und ich habe
00:43:44überhaupt kein Verständnis
00:43:45dafür,
00:43:46wenn Menschen,
00:43:47und das ist auch das,
00:43:47was ich immer sage,
00:43:50also erstens einmal
00:43:51bin ich nicht nur der Meinung,
00:43:52dass in der Politik
00:43:53und im Leben generell
00:43:56den Menschen
00:43:57die Wahrheit zumutbar ist.
00:43:58Sie muss in einem Unternehmen
00:44:01Teil des Alltags sein.
00:44:03Und ich sage meinen Leuten immer,
00:44:04ihr könnt alles machen,
00:44:05aber lügt es mir nicht an.
00:44:07Das heißt,
00:44:08ich erwarte mir,
00:44:09wenn ich sage,
00:44:10das ist A,
00:44:11dass einer sagt,
00:44:12nein, es ist B,
00:44:13weil.
00:44:15Das möchte ich.
00:44:16Ich brauche keine Ja-Sage um mich.
00:44:18Das ist das Allerschlimmste.
00:44:20Okay.
00:44:21Jemand, der Sie gut kennt,
00:44:23sagt,
00:44:23dass was Sie wirklich bewegt,
00:44:25ist,
00:44:25wenn Sie das Gefühl haben,
00:44:26es ist irgendwas ungerecht.
00:44:27Also Ungerechtigkeit ist etwas,
00:44:30was Sie nicht gut aushalten.
00:44:32Jetzt führt uns das
00:44:34zu einer großen
00:44:35philosophischen Frage.
00:44:36Was ist gerecht?
00:44:37Was ist ungerecht?
00:44:38Was ist Ihre Version
00:44:40von Gerechtigkeit?
00:44:42Ihre Definition?
00:44:46Ich glaube,
00:44:47dass man das festmachen muss
00:44:50an Lebenssituationen
00:44:53und an Beispielen.
00:44:54Also ich bin,
00:44:57ich halte Intrigantentum
00:44:58nicht aus zum Beispiel.
00:45:00Ich finde das ganz furchtbar.
00:45:01Ich finde es ganz entsetzlich,
00:45:05wenn Menschen
00:45:08schlecht behandelt werden,
00:45:11egal,
00:45:12weil sie vielleicht
00:45:14in der Position
00:45:14oder in einer Hierarchie
00:45:17nicht dort oben sind,
00:45:20wo andere sind.
00:45:22Also ich würde niemals
00:45:26jemanden arrogant
00:45:27oder schlecht behandeln,
00:45:29weil er
00:45:31nicht auf demselben
00:45:34intellektuellen,
00:45:35wirtschaftlichen,
00:45:36erzieherischen,
00:45:38ausbildungstechnischen,
00:45:39was auch immer
00:45:40Level ist,
00:45:41wie ich.
00:45:43Ich finde,
00:45:44man muss
00:45:45alle Menschen
00:45:46gleich behandeln
00:45:47und ich
00:45:50bin genauso höflich
00:45:52zu einer
00:45:53Empfangsdame
00:45:53an einer Rezeption
00:45:54wie zu einer
00:45:55Putzfrau,
00:45:56die mir am Gang
00:45:57entgegenkommt,
00:45:58wie zum Generaldirektor
00:45:59zu einer Bank.
00:46:00Ich glaube,
00:46:01man darf da
00:46:02keinen Unterschied
00:46:03machen.
00:46:05Jetzt
00:46:07ist Ihre öffentliche
00:46:08Rolle,
00:46:08und Sie sind ja
00:46:09öffentlich mittlerweile
00:46:10sehr bekannt,
00:46:11die des polternden
00:46:13Unternehmers,
00:46:14der irgendwie,
00:46:14der sich,
00:46:16der weiß,
00:46:17wovon erredet
00:46:18und der sich nicht
00:46:18die Butter vom Brot
00:46:19nehmen lässt
00:46:19von der Politik.
00:46:20Das ist ein bisschen
00:46:21Ihre Rolle,
00:46:22zumindest erlebe ich sie so.
00:46:24Was stört Sie denn
00:46:25so an der
00:46:26österreichischen Politik?
00:46:27Was regt Sie da auf?
00:46:31Schauen Sie,
00:46:31es gibt, glaube ich,
00:46:32zwei Möglichkeiten,
00:46:33die wir haben
00:46:34als Unternehmer.
00:46:35Variante eins ist,
00:46:37wir fordern
00:46:42Reformen ein,
00:46:44die es uns
00:46:45möglich machen,
00:46:46unsere Unternehmungen
00:46:47in Österreich
00:46:48so weiterzuführen,
00:46:49dass wir investieren,
00:46:50Arbeitsplätze erhalten,
00:46:51Arbeitsplätze schaffen
00:46:52und für alle
00:46:54Stakeholder
00:46:56ein
00:46:57ordentliches
00:46:58Auskommen finden.
00:47:02Oder
00:47:03wir drehen uns
00:47:04irgendwann einmal um
00:47:05und sagen,
00:47:06hinter mir die Sinnflut,
00:47:08ich bin dahin.
00:47:09Weil
00:47:12viele Industrieunternehmungen
00:47:14und wir haben es
00:47:15immer wieder erlebt,
00:47:17können von heute auf morgen
00:47:18ihren Standort
00:47:19abziehen,
00:47:21verlagern,
00:47:21können ihre Tätigkeiten
00:47:23irgendwo anders hin
00:47:25übersiedeln
00:47:26und müssen
00:47:27hier nicht tätig sein.
00:47:28Das heißt aber,
00:47:29der Unternehmer
00:47:30bestimmt
00:47:32für den Angestellten,
00:47:33was für den
00:47:34ein ordentliches
00:47:35Auskommen ist.
00:47:36da haben Sie mich
00:47:37jetzt missverstanden.
00:47:38Der Unternehmer
00:47:40muss entscheiden,
00:47:41wo er als Unternehmen
00:47:42und Unternehmer
00:47:44überleben kann.
00:47:46Und wenn die
00:47:47Rahmenbedingungen
00:47:48nicht mehr passen,
00:47:49dann muss der
00:47:50Unternehmer danach
00:47:51handeln und sagen,
00:47:52entweder ich sperre zu,
00:47:54ich höre auf,
00:47:56ich lasse die Firma
00:47:57auslaufen,
00:47:58alle, die in Pension
00:47:59gehen,
00:48:00werden nicht mehr
00:48:00nachbesetzt,
00:48:02damit ich niemanden
00:48:03kündigen muss.
00:48:03Sie haben mich vorher
00:48:04gefragt,
00:48:05wie geht eine
00:48:06gute Kündigung?
00:48:07Gibt es das?
00:48:08Gibt es nicht.
00:48:09Oder eben zu sagen,
00:48:11ja fein,
00:48:11ich kann in Österreich
00:48:12nicht 500 Arbeitsplätze
00:48:14erhalten,
00:48:15sondern nur 200,
00:48:16aber die kann ich
00:48:16deswegen erhalten,
00:48:17weil ich in Bosnien,
00:48:18in Serbien,
00:48:19in Mexiko,
00:48:21wo auch immer,
00:48:22günstiger produzieren kann
00:48:24und somit in Österreich
00:48:25etwas erhalten kann.
00:48:27Das, was mich einfach
00:48:28stört, ist,
00:48:29dass wir seit
00:48:31wahrscheinlich 20 Jahren
00:48:32in Österreich
00:48:34Strukturreformen
00:48:35benötigen,
00:48:36um den Standort
00:48:37fit zu halten
00:48:38und diese
00:48:39einfach nicht passieren.
00:48:40Was sind da
00:48:41die drei wichtigsten?
00:48:42Na, ich glaube,
00:48:42es würde dringend
00:48:43eine wirkliche
00:48:44Pensionsreform brauchen.
00:48:46Wir sehen es,
00:48:48dass das Gesundheitswesen
00:48:49kippt und nicht mehr
00:48:50funktioniert
00:48:52und ich glaube,
00:48:53wir brauchen
00:48:53oder bräuchten
00:48:55zum Thema
00:48:56Steuern
00:48:57neue Wege
00:48:58und ich glaube,
00:48:59wir bräuchten
00:49:00zum Thema
00:49:00Bildung und
00:49:01Ausbildung
00:49:02neue Wege.
00:49:03So, und
00:49:05da gibt es jetzt
00:49:06ganz, ganz viele
00:49:08Bereiche,
00:49:09warum
00:49:10wir da
00:49:11am Stand
00:49:12treten.
00:49:13Und
00:49:14wenn ich sehe,
00:49:15dass wir
00:49:17mit einer
00:49:18Bundesregierung
00:49:20losgestartet
00:49:20sind,
00:49:21die
00:49:21vor allem
00:49:22eines auszeichnet,
00:49:24nämlich,
00:49:25dass sie
00:49:25glaube ich
00:49:27zwei oder drei
00:49:27Jahre
00:49:28keine Landtagswahlen
00:49:29zu bestreiten
00:49:29haben,
00:49:30das heißt,
00:49:30die wirklich
00:49:32Reformen
00:49:32angehen könnten,
00:49:33die wirklich
00:49:34einmal
00:49:34auch mit
00:49:36gefühlt
00:49:37wahrscheinlich
00:49:38zwei Drittel
00:49:39Mehrheiten
00:49:40arbeiten könnten,
00:49:41um bestimmte
00:49:43Verfassungsgesetze
00:49:44durchzubringen.
00:49:44Schwierig,
00:49:45weil so braucht man
00:49:46immer entweder
00:49:46die Grünen
00:49:47oder die
00:49:47FPÖ.
00:49:48Aber wie gesagt,
00:49:49ich glaube,
00:49:50es gäbe
00:49:50Themenbereiche,
00:49:51wo diese
00:49:51Regierung mit
00:49:52den Grünen
00:49:53gemeinsam etwas
00:49:53zustande
00:49:54gebracht hätte,
00:49:55wenn man es
00:49:56gewollt hätte,
00:49:58dann sind,
00:49:59glaube ich,
00:49:59nicht,
00:50:00und ich bin ja
00:50:00nur ein Sprach,
00:50:01ich artikuliere
00:50:03ja nur das,
00:50:03was sich viele
00:50:04andere denken,
00:50:06dann bin ich
00:50:07einfach der
00:50:07Meinung,
00:50:08dass es ganz,
00:50:09ganz viele
00:50:10Themen gegeben
00:50:10hätte,
00:50:11die man hätte
00:50:11angehen können.
00:50:12Und
00:50:14beim Schlagwort
00:50:15Pensionen
00:50:16teile ich eben
00:50:17zum Beispiel
00:50:18nicht,
00:50:19dass wir
00:50:19jetzt darüber
00:50:20diskutieren,
00:50:21erst mit 67
00:50:22in Pension zu gehen,
00:50:24sondern es geht
00:50:24darum,
00:50:26dass wir
00:50:26aktuell in einem
00:50:27Durchschnitt
00:50:29bei 32,6
00:50:30Beitragsjahren
00:50:31stehen
00:50:31und 40
00:50:33oder 45
00:50:33bräuchten.
00:50:36Und da sind
00:50:37wir jetzt dann
00:50:37wiederum bei jenen,
00:50:38die eigentlich
00:50:41zum Teil
00:50:42die Gesellschaft
00:50:42tragen,
00:50:43also die
00:50:43Arbeiter,
00:50:44die mit
00:50:45sagen wir mal
00:50:4718 oder
00:50:4819 eine Lehre
00:50:50beenden,
00:50:51so wenn der
00:50:5140 Jahre
00:50:52oder 45
00:50:53Jahre arbeitet,
00:50:54die kann
00:50:54mit 62
00:50:55oder mit 63
00:50:56in Pension
00:50:56gehen.
00:50:57Warum
00:50:58soll der
00:50:58bis 67
00:51:00arbeiten?
00:51:01Aber
00:51:02derjenige,
00:51:03der auf
00:51:05öffentliche Kosten
00:51:06ein
00:51:07Gratis-Studium
00:51:08bekommt,
00:51:09dann mit
00:51:1024,
00:51:1025,
00:51:1127
00:51:12vielleicht
00:51:12dann endlich
00:51:13fertig ist
00:51:14mit seinem
00:51:14Bachelor
00:51:14oder mit
00:51:15seinem
00:51:15Master
00:51:16und dann
00:51:17ins
00:51:17Arbeitsleben
00:51:18eintritt,
00:51:18der fängt
00:51:19dann mit
00:51:1927
00:51:20Jahren an
00:51:21einzuzahlen,
00:51:22also plus
00:51:2340,
00:51:24sagen wir
00:51:24bei 67,
00:51:25der geht
00:51:25aber wahrscheinlich
00:51:26mit 60,
00:51:28weil der ist
00:51:28vielleicht ein
00:51:29Lehrer
00:51:29oder der ist
00:51:31vielleicht ein
00:51:31Fluglotse
00:51:32oder der ist
00:51:33vielleicht sonst
00:51:34irgendwo in einem
00:51:35geschützten Bereich,
00:51:36wo es
00:51:36Kollektivverträge gibt,
00:51:37die einfach nicht
00:51:38mehr nachvollziehbar
00:51:39sind.
00:51:39Aber Sie blenden
00:51:40etwas ganz
00:51:40Wichtiges aus.
00:51:41Viele ältere
00:51:42Arbeitnehmer gehen
00:51:43auch deswegen
00:51:43früher in Pension
00:51:45oder
00:51:46verlieren eben
00:51:47sogar ihren Job,
00:51:48weil sich
00:51:48Unternehmen
00:51:49ihre auch
00:51:50entledigen,
00:51:51weil sie zu
00:51:51teuer sind,
00:51:52wenn sie
00:51:52alt sind.
00:51:53Das ist
00:51:53ein Unsinn.
00:51:54Naja,
00:51:54der Golden
00:51:55Handshake ist
00:51:55schon eine
00:51:56Realität.
00:51:57Ja,
00:51:57der große
00:51:59Golden
00:51:59Handshake
00:52:00ist dort
00:52:00passiert,
00:52:01wo vor allem
00:52:02die staatliche
00:52:02Industrie
00:52:03tätig war,
00:52:04weil wir
00:52:04als private
00:52:05Unternehmen
00:52:07schicken
00:52:08keine
00:52:08verdienten,
00:52:10guten,
00:52:11erfahrenen
00:52:11Mitarbeiter
00:52:13in
00:52:13entweder
00:52:14Pension
00:52:15oder
00:52:15kündigen
00:52:15sie,
00:52:16nur wegen
00:52:17der Kosten.
00:52:18Das ist
00:52:18ein Unsinn.
00:52:20Also,
00:52:21ich kann Ihnen
00:52:22sagen,
00:52:22wir haben
00:52:22ganz viele
00:52:24Mitarbeiter,
00:52:25ich habe
00:52:25gestern
00:52:27den traurigen
00:52:28Anlass
00:52:28gehabt,
00:52:29eine
00:52:30Trauerminute
00:52:31in der Firma
00:52:31abhalten
00:52:32zu müssen,
00:52:32weil bei uns
00:52:33letzte Woche
00:52:33ein Mitarbeiter
00:52:34verstorben
00:52:34ist im
00:52:35Unternehmen
00:52:35an einem
00:52:36Hinterwandinfarkt,
00:52:37der seit
00:52:3832 Jahren
00:52:38im
00:52:39Unternehmen
00:52:39war,
00:52:40der ist
00:52:41mit 52
00:52:41letzte
00:52:42Woche
00:52:42tot
00:52:43umgefallen.
00:52:44Das tut
00:52:44mir sehr
00:52:45leid.
00:52:45Und das
00:52:46sind die
00:52:46Momente,
00:52:47wo ich Ihnen
00:52:47sage,
00:52:47ich habe
00:52:47gestern die
00:52:48ganze
00:52:48Familie
00:52:48da gehabt,
00:52:49selbstverständlich
00:52:50sind wir
00:52:50da auch
00:52:51als
00:52:51Unternehmer
00:52:52gefordert
00:52:52und als
00:52:53Unternehmer,
00:52:54sowohl
00:52:54was die
00:52:57psychologische
00:52:58Unterstützung
00:52:58angeht,
00:52:59die soziale
00:52:59Unterstützung,
00:53:00die wirtschaftliche
00:53:01Unterstützung der
00:53:01Familie,
00:53:03das ist ein
00:53:04Paradebeispiel
00:53:05eines Mitarbeiters,
00:53:06der wäre bei uns
00:53:07mit 65
00:53:08in Pension
00:53:09gegangen,
00:53:09wenn er das
00:53:10wollte oder
00:53:11auch geschafft
00:53:11hätte.
00:53:13Ich sage Ihnen
00:53:13aber auch,
00:53:14dass wir
00:53:15Mitarbeiter
00:53:15haben,
00:53:17die
00:53:17Anfang
00:53:1850
00:53:22Krankenstände
00:53:22aufweisen,
00:53:24weil sie
00:53:25von einer
00:53:26Kur in
00:53:27die nächste
00:53:27gehen,
00:53:28weil sie
00:53:28von
00:53:29einem
00:53:31Krankenstand
00:53:32in den
00:53:32nächsten
00:53:32gehen,
00:53:33die mit
00:53:33Burnout
00:53:35sich
00:53:35karenzieren
00:53:36lassen.
00:53:38Also wir
00:53:38haben einfach
00:53:39die ganze
00:53:40Palette
00:53:41und die
00:53:41ganze
00:53:41Bandbreite
00:53:42an Menschen
00:53:42und da
00:53:43gibt es
00:53:44ganz,
00:53:44ganz viele,
00:53:45die wollen
00:53:46arbeiten,
00:53:47die wollen
00:53:47ihren Job
00:53:47haben,
00:53:48die würden
00:53:48am liebsten
00:53:49auch nach
00:53:49der Pension,
00:53:50also ich
00:53:50habe jetzt
00:53:51jemanden,
00:53:52der musste
00:53:52in Pension
00:53:53gehen,
00:53:53weil er
00:53:53einfach schon
00:53:54mit 65
00:53:55als Lkw-Fahrer
00:53:56gehen musste,
00:53:58der sagt zu mir,
00:53:59bitte lassen Sie
00:54:00mich weiterarbeiten.
00:54:01Also,
00:54:02und das tun
00:54:02wir auch.
00:54:03Also wir haben
00:54:04letzte Woche
00:54:04ein Händler-Meeting
00:54:06gehabt in Barcelona,
00:54:07der hat sich
00:54:07dann angeboten,
00:54:08unsere Motorräder
00:54:09und unsere Produkte
00:54:10von der Steiermark
00:54:11nach Barcelona
00:54:12zu bringen,
00:54:13weil er sich
00:54:14was dazu verdienen
00:54:15möchte in seiner
00:54:15Pension.
00:54:17und da gibt es
00:54:18welche,
00:54:18die das wollen
00:54:19und dann gibt es
00:54:2055-Jährige,
00:54:22die das nicht
00:54:22wollen und die
00:54:23dann über
00:54:24Krankenstände
00:54:25und Frühpensionierungen
00:54:26und sonstige Dinge,
00:54:27den Weg in die
00:54:29Pension suchen.
00:54:30Also ich glaube,
00:54:31wir müssen fair
00:54:32sein und das ganze
00:54:33Spektrum sehen.
00:54:35Aber wie macht es
00:54:36die Politik da
00:54:37richtig?
00:54:37Weil das ist halt
00:54:38einfach das Spektrum
00:54:40des Lebens.
00:54:41Nein, das ist nicht
00:54:43das Spektrum des Lebens,
00:54:44weil ich glaube,
00:54:46dass wir eben
00:54:46mit Anreizen
00:54:49und Bonussystemen
00:54:50nicht die
00:54:50Unternehmen,
00:54:51so wie es die
00:54:51Frau Präsidentin
00:54:52Anderl schon wieder
00:54:53vorgeschlagen hat,
00:54:54die Unternehmer
00:54:54schon wieder strafen,
00:54:55sondern wir müssen
00:54:56eigentlich die Menschen
00:54:57motivieren,
00:54:58dass sie weiter tun.
00:54:59Und ich sage Ihnen
00:55:00ganz ehrlich,
00:55:00dass Fluglotsen
00:55:02gemäß Kollektivvertrag
00:55:04mit 55 in Pension
00:55:05gehen müssen
00:55:06oder dürfen,
00:55:08aber Fluglotsen
00:55:10nur von Fluglotsen
00:55:11ausgebildet werden
00:55:12dürfen.
00:55:13Und ich jetzt,
00:55:15ich anerkenne
00:55:16den Job,
00:55:17ich anerkenne
00:55:17auch die Belastung,
00:55:18ich anerkenne auch,
00:55:19dass der vielleicht
00:55:20mit 55 einfach
00:55:22müde ist,
00:55:23fein,
00:55:23und dass im Sinne
00:55:24der Sicherheit,
00:55:25der Allgemeinheit
00:55:26etc. besser ist,
00:55:27wenn der nicht mehr
00:55:27vor dem Bildschirm sitzt,
00:55:29sondern was anderes tut.
00:55:30Aber ausbilden
00:55:31könnte er noch
00:55:32zehn Jahre.
00:55:33Er könnte von 55
00:55:34bis 60
00:55:35oder bis 65
00:55:36junge Fluglotsen
00:55:37ausbilden.
00:55:39Das passiert aber nicht,
00:55:40sondern es passiert,
00:55:41dass die Fluglotsen
00:55:42bis 55
00:55:43die Jungen ausbilden.
00:55:47Also das ist ein
00:55:49schönes Beispiel,
00:55:50wo ich Ihnen sage,
00:55:51und wir können
00:55:52gerne darüber reden,
00:55:53wenn wir zum Beispiel,
00:55:54und da braucht es nur
00:55:55ein Anreizsystem zum Beispiel,
00:55:57wo ich sage,
00:55:57fein,
00:55:58wenn zum Beispiel
00:56:00Mitarbeiter ab 60,
00:56:02die vielleicht in Pension
00:56:03gehen könnten,
00:56:04weil sie 40
00:56:06Beitragsjahre geleistet haben,
00:56:08wenn der sagt,
00:56:08nein,
00:56:08er bleibt noch,
00:56:10und wir zum Beispiel
00:56:13bestimmte Abgaben
00:56:14für den nicht mehr
00:56:14zu entrichten haben,
00:56:16oder der vielleicht
00:56:17zum Beispiel
00:56:17keine Lohnsteuer mehr
00:56:18bezahlt,
00:56:19wenn er bleibt,
00:56:20und dementsprechend
00:56:21mehr netto verdient,
00:56:22wenn der,
00:56:23weil er ausbilden kann,
00:56:25und auch da wiederum
00:56:25nicht jeder ist geeignet,
00:56:27dass er als Ausbildner
00:56:28tätig ist,
00:56:30dass man das
00:56:30dementsprechend
00:56:31bonifizieren kann,
00:56:32sowohl dem Arbeitnehmer
00:56:34als auch dem Arbeitgeber
00:56:36würde sich da ganz schnell
00:56:37ganz viel drehen.
00:56:40Jetzt haben Sie,
00:56:41wir haben ganz kurz
00:56:42das schon angesprochen,
00:56:43um die Nationalratswahl herum
00:56:45zusammen stärker,
00:56:47diese Initiative gegründet,
00:56:49die sich gegen Extreme richtet,
00:56:51und Sie haben auch explizit gesagt,
00:56:52es richtet sich auch
00:56:53gegen die FPÖ.
00:56:57Was stört Sie denn
00:56:58an der FPÖ?
00:57:02Die FPÖ ist,
00:57:06die FPÖ hat,
00:57:08glaube ich,
00:57:10wenn man es jetzt
00:57:10historisch bedacht,
00:57:11seit 1986
00:57:12sehr viel
00:57:14in diesem Land
00:57:14aufgebrochen.
00:57:17Und Jörg Haider
00:57:18hat damals
00:57:21den Arbeiterkammerpräsidenten
00:57:23Bedarfallgeschichte,
00:57:24Rechberger und Co.,
00:57:26den Herrn Dr. Franitzki
00:57:28zum Schwitzen gebracht.
00:57:30Also,
00:57:31als Oppositionspartei
00:57:34haben die schon
00:57:35einen Beitrag geleistet.
00:57:37Ebenso wie das
00:57:38liberale Forum,
00:57:39ebenso wie die Grünen.
00:57:42Da sind wir jetzt wieder
00:57:43bei unserem
00:57:46Demokratieverständnis,
00:57:47dass man derartige
00:57:48Parteien gerne
00:57:50im Spektrum hat
00:57:51und auch zulässt.
00:57:54Die Partei
00:57:55unter dem
00:57:56Herbert Kickl
00:57:57ist
00:57:59nicht konstruktiv,
00:58:01sie ist destruktiv.
00:58:02Es ist völlig
00:58:03wurscht,
00:58:04was man
00:58:04als Regierungspartei
00:58:05macht.
00:58:06Es ist immer,
00:58:07die sind immer
00:58:08dagegen
00:58:09und
00:58:10sie sind
00:58:11natürlich
00:58:12europafeindlich.
00:58:14Und ich glaube,
00:58:15Europafeindlichkeit
00:58:15hat im Jahr
00:58:162026 keinen Platz
00:58:19und nichts verloren.
00:58:20Ich bin
00:58:21auch der Meinung,
00:58:22man kann
00:58:23kritisch sein
00:58:24gegenüber
00:58:26Institutionen
00:58:27wie der
00:58:27Europäischen
00:58:28Kommission.
00:58:29Wenn wir uns
00:58:30anschauen,
00:58:30da sind wir jetzt
00:58:31wieder bei unserem
00:58:33Demokratieverständnis,
00:58:34was hat Russland
00:58:34in 30 Jahren
00:58:35zustande gebracht.
00:58:36Schauen wir mal,
00:58:37was die Europäische Union
00:58:38in 30 Jahren
00:58:39nicht zustande gebracht hat.
00:58:42Sie hat nicht
00:58:42zustande gebracht
00:58:43einen gemeinsamen
00:58:44Kapitalmarkt,
00:58:45sie hat nicht
00:58:46zustande gebracht
00:58:47ein gemeinsames Heer,
00:58:48sie hat nicht
00:58:49zustande gebracht
00:58:50einen Außengrenzschutz,
00:58:51einen funktionierenden
00:58:53und das in
00:58:54mehr als
00:58:5530 Jahren.
00:58:56Wir sind jetzt
00:58:57seit 31 Jahren
00:58:58als Österreich
00:58:58bei der Europäischen
00:58:59Union dabei
00:59:01und alle die
00:59:02Dinge,
00:59:02die uns
00:59:02heute fehlen,
00:59:05kann ich mich
00:59:06erinnern,
00:59:06habe ich
00:59:06zum Zeitpunkt
00:59:07meiner
00:59:08Matura
00:59:091990
00:59:09bereits
00:59:10irgendwo gehört,
00:59:11dass das jetzt
00:59:12passieren wird.
00:59:13Europäischer
00:59:13Kapitalmarkt,
00:59:14europäisches Heer,
00:59:16europäischer
00:59:18Außengrenzschutz.
00:59:18So,
00:59:19jetzt sind wir
00:59:20im Jahr
00:59:212026
00:59:22angekommen
00:59:23und jetzt
00:59:23sind wir
00:59:23darauf gekommen,
00:59:24dank Trump
00:59:25und dank
00:59:26Putin,
00:59:27dass wir
00:59:27keine
00:59:28funktionierenden
00:59:29Heere mehr
00:59:30haben und von
00:59:31der NATO
00:59:31abhängig sind,
00:59:32dass wir nicht
00:59:32einmal eine eigene
00:59:33Industrie haben,
00:59:34die uns mit
00:59:35Waffen versorgen
00:59:36könnte.
00:59:36Gleichzeitig
00:59:37haben wir uns
00:59:38so beschränkt
00:59:38und limitiert,
00:59:39dass ein
00:59:39österreichisches
00:59:40Unternehmen,
00:59:40das Gewehre
00:59:42herstellt und
00:59:43eine Ausschreibung
00:59:44gewinnen sollte,
00:59:45in Tunesien
00:59:45nicht einmal die
00:59:47Prototypen
00:59:47dorthin
00:59:48exportieren
00:59:49darf und
00:59:49das österreichische
00:59:50Ministerium
00:59:51es in sechs
00:59:51Monaten
00:59:52nicht schafft,
00:59:52dafür eine
00:59:53Exportgenehmigung
00:59:54zustande zu bringen.
00:59:55Also,
00:59:55das sind so Dinge,
00:59:57wo ich sage,
00:59:59ja,
00:59:59das kann man
01:00:00kritisieren,
01:00:02aber es ist
01:00:03nicht zulässig,
01:00:04deswegen
01:00:04europafeindlich
01:00:05zu sein.
01:00:06Jetzt ist
01:00:07aber der Punkt,
01:00:08was ja das
01:00:09Extreme an
01:00:10Herbert Kickl
01:00:10ist,
01:00:11sind seine zum Teil
01:00:12wirklich sehr
01:00:14extremen
01:00:14Formulierungen
01:00:15auch,
01:00:16oder auch die
01:00:16Art und Weise,
01:00:18wie er
01:00:18Kritik übt.
01:00:21Da sind
01:00:21sie ja auch
01:00:22nicht heikel.
01:00:23Also,
01:00:23man könnte ja,
01:00:24wenn man sie
01:00:25nicht so gut
01:00:26kennt,
01:00:26könnte man ja
01:00:26leicht auf die
01:00:27Idee kommen,
01:00:28zu sagen,
01:00:29eigentlich
01:00:31das,
01:00:32was die FPÖ
01:00:32kritisiert,
01:00:33ist eigentlich
01:00:34genau das,
01:00:34was dem
01:00:35Zöchling gefällt
01:00:36und auch die Art
01:00:37und Weise,
01:00:37wie es formuliert
01:00:38wird.
01:00:39Wo sehen Sie
01:00:40da den Unterschied?
01:00:40Da muss ich
01:00:40einen Einspruch
01:00:41erheben.
01:00:42Da muss ich
01:00:44wirklich einen
01:00:45massiven
01:00:45Einspruch
01:00:46erheben.
01:00:46Darf ich dir,
01:00:46das ist mir klar,
01:00:48aber wenn Sie
01:00:48zum Beispiel
01:00:49sagen,
01:00:50so jemand
01:00:51wie der Babler,
01:00:51der würde bei uns
01:00:52in der Firma
01:00:52nicht einmal den
01:00:53Hof kehren,
01:00:54dann ist das
01:00:55etwas,
01:00:55was auch die
01:00:55FPÖ
01:00:56gesagt haben
01:00:56könnte.
01:00:58Müssen Sie
01:00:59da,
01:00:59wenn Sie
01:00:59auftreten
01:01:00gegen Extreme,
01:01:01müssten Sie
01:01:01da nicht
01:01:02ein bisschen
01:01:02vorsichtiger
01:01:03sein selber
01:01:03bei dem,
01:01:04wie Sie
01:01:04Kritik
01:01:05formulieren?
01:01:06da haben Sie
01:01:06schon recht.
01:01:07Ich bin
01:01:07für diesen
01:01:07Sager auch
01:01:08sehr gescholten
01:01:09worden,
01:01:09können Sie
01:01:10mir glauben,
01:01:10und vor
01:01:12allem auch
01:01:13gescholten
01:01:13worden von
01:01:15meinem
01:01:17väterlichen
01:01:17Freund
01:01:17Hans-Peter
01:01:18Haselsteiner.
01:01:20Ich
01:01:22verstehe
01:01:22das auch,
01:01:23ich habe es
01:01:24auch seither
01:01:24nicht mehr
01:01:25in der
01:01:26Form
01:01:26formuliert.
01:01:27Jetzt
01:01:28sagen Sie,
01:01:28das sind
01:01:28Kommunisten
01:01:29die
01:01:29SPÖ
01:01:30und der
01:01:31Babler.
01:01:32Naja,
01:01:32das ist ja
01:01:32nicht ganz
01:01:32falsch.
01:01:37Politologisch
01:01:37kann man
01:01:37darüber
01:01:38schon sehr
01:01:39streiten.
01:01:40Man kann
01:01:41über alles
01:01:41streiten.
01:01:42Ich glaube
01:01:42nur,
01:01:42wir müssen
01:01:43doch
01:01:44zulassen,
01:01:45dass Menschen
01:01:46ihre Sichtweisen
01:01:47haben und
01:01:48dass Menschen
01:01:48ihre Meinung
01:01:48haben.
01:01:49Ich lasse
01:01:50dem Herrn
01:01:50Babler
01:01:50ja seine
01:01:51Meinung
01:01:51und seine
01:01:52Sichtweisen,
01:01:52ich muss
01:01:52sie nur
01:01:53nicht teilen
01:01:54und ich
01:01:54muss
01:01:55auch ganz
01:01:55ehrlich
01:01:55sagen,
01:01:56ich glaube
01:01:56auch,
01:01:57dass es
01:01:57möglich
01:01:57sein
01:01:57muss,
01:01:59eine
01:01:59Frau
01:02:00Schilling
01:02:00zu
01:02:00kritisieren
01:02:02für ihr
01:02:03Verhalten,
01:02:04für ihre
01:02:05Inkompetenz,
01:02:06für ihre
01:02:07Ungebildetheit
01:02:08und für
01:02:08das,
01:02:09was sie
01:02:09dann
01:02:09daraus
01:02:10macht.
01:02:10Wenn ich
01:02:11das nicht
01:02:11darf,
01:02:12dann sind
01:02:13wir
01:02:13nicht mehr
01:02:13in einer
01:02:13Demokratie
01:02:15und
01:02:15da sind
01:02:15wir
01:02:16jetzt
01:02:16wiederum
01:02:16genau
01:02:16beim
01:02:16Ausbildung.
01:02:17Sie dürfen
01:02:17es schon,
01:02:18aber Sie
01:02:18müssen
01:02:18halt
01:02:18dann
01:02:18auch
01:02:19den
01:02:19Widerspruch
01:02:19aushalten.
01:02:20Ich halte
01:02:20den
01:02:20Widerspruch
01:02:21ja aus,
01:02:21nur das
01:02:21sind ja
01:02:22Fakten.
01:02:22Es ist
01:02:22ja ein
01:02:23Faktum,
01:02:24dass der
01:02:24Herr
01:02:24Babler
01:02:24keine
01:02:25Ausbildung
01:02:25hat.
01:02:26Nichts.
01:02:27Der
01:02:27hat keine
01:02:29Berufsausbildung,
01:02:29keine
01:02:30Schulausbildung,
01:02:31der hat
01:02:31nichts.
01:02:31Er kann
01:02:32auch
01:02:32nichts.
01:02:32Er
01:02:32weiß
01:02:32auch
01:02:33nichts.
01:02:33Und
01:02:34ich
01:02:34weiß
01:02:34auch
01:02:34von
01:02:34ganz
01:02:35vielen
01:02:36Menschen,
01:02:36die
01:02:36dort
01:02:37Termine
01:02:37mit
01:02:37ihm
01:02:38hatten,
01:02:39dass
01:02:39er
01:02:39ohne
01:02:40einen
01:02:41Spickzettel
01:02:42von
01:02:42seinem
01:02:42Kabinettschef
01:02:43nicht
01:02:43einmal
01:02:44das
01:02:44Gespräch
01:02:44führen
01:02:45kann
01:02:45mit
01:02:45seinem
01:02:45Gesprächspartner.
01:02:46Aber Sie
01:02:46haben
01:02:46vor einer
01:02:47halben
01:02:47Stunde
01:02:47gesagt,
01:02:48Sie
01:02:50würden
01:02:50jetzt
01:02:50nie
01:02:52runterschauen
01:02:52auf
01:02:53jemanden.
01:02:53Ich
01:02:54schaue
01:02:54deswegen
01:02:54nicht
01:02:54runter.
01:02:55Das
01:02:55hat
01:02:55damit
01:02:55nichts
01:02:55zu
01:02:55tun.
01:02:56Deswegen
01:02:56bin
01:02:56ich
01:02:56höflich
01:02:57zu
01:02:57ihm
01:02:57und
01:02:57ich
01:02:57würde
01:02:57ihn
01:02:58genauso
01:02:59wertschätzend
01:02:59behandeln
01:03:00wie
01:03:00jeden
01:03:00anderen.
01:03:01Ich
01:03:01frage
01:03:02nur,
01:03:02ob
01:03:03so
01:03:03jemand
01:03:03in
01:03:04so
01:03:04einer
01:03:04Funktion
01:03:05sein
01:03:05soll.
01:03:06Das
01:03:06ist
01:03:06alles,
01:03:06was
01:03:06ich
01:03:06sage.
01:03:08Ich
01:03:08möchte
01:03:08auch
01:03:09nicht,
01:03:09dass
01:03:10ein
01:03:10Medizinstudent
01:03:11eine
01:03:11Lungentransplantation
01:03:12vornimmt.
01:03:14Ich
01:03:14möchte
01:03:15es
01:03:15nicht.
01:03:15Und
01:03:16ich
01:03:16möchte
01:03:16nicht,
01:03:16dass
01:03:17ein
01:03:17Pilot,
01:03:17der
01:03:17das
01:03:18erste
01:03:18Mal
01:03:18nach
01:03:19Bestehen
01:03:20seiner
01:03:21Flugprüfung
01:03:22möchte
01:03:22ich
01:03:22nicht,
01:03:23dass
01:03:23er
01:03:23meine
01:03:23Kinder
01:03:23nach
01:03:24London
01:03:24fliegt.
01:03:25Ich
01:03:26möchte
01:03:26auch
01:03:26nicht,
01:03:27dass
01:03:27ein
01:03:28Autofahrer,
01:03:29der
01:03:29gestern
01:03:30den
01:03:30Führerschein
01:03:30gemacht
01:03:31hat,
01:03:32meine
01:03:32Töchter
01:03:33bei
01:03:33Schnee
01:03:34und
01:03:34Eis
01:03:34nach
01:03:34Salzburg
01:03:35bringt.
01:03:35Das
01:03:36ist
01:03:36ja
01:03:36ein
01:03:37völlig
01:03:37normaler
01:03:37Vorgang.
01:03:38Und
01:03:38ich
01:03:38glaube,
01:03:39dass
01:03:39auch
01:03:40das
01:03:40Amt
01:03:41oder
01:03:41die
01:03:41Ämter,
01:03:42die
01:03:42wir
01:03:42haben,
01:03:43den
01:03:44Respekt
01:03:45verlangen
01:03:45sollten,
01:03:46von
01:03:47Menschen
01:03:47besetzt
01:03:48zu
01:03:48werden,
01:03:48die
01:03:49das
01:03:49können.
01:03:50Mehr
01:03:51sage
01:03:51ich
01:03:51nicht.
01:03:52Der
01:03:52Herr
01:03:52Babler
01:03:52ist
01:03:53wahrscheinlich
01:03:53ein
01:03:54sehr
01:03:55guter
01:03:55Bürgermeister
01:03:55in
01:03:56Tres
01:03:56Kirchen.
01:03:56Ab wann
01:03:56kann man
01:03:57so etwas?
01:03:57Ab wann
01:03:58kann man
01:03:58Minister
01:03:59sein?
01:03:59Ab wann
01:03:59kann man
01:04:00Vizekanzler
01:04:01sein?
01:04:01Ich glaube
01:04:01nicht,
01:04:01dass das
01:04:01ab wann
01:04:02heißen
01:04:03soll,
01:04:03sondern
01:04:04ich glaube,
01:04:04dass es
01:04:04schon
01:04:06eine
01:04:08Basis
01:04:09geben soll
01:04:09an
01:04:10Kompetenz,
01:04:11an
01:04:11Erfahrung
01:04:11und an
01:04:12Wissen,
01:04:13wer
01:04:14welche
01:04:14Funktionen
01:04:15bekleidet.
01:04:16Und
01:04:16noch einmal,
01:04:17die
01:04:17Demokratie
01:04:18macht es
01:04:19möglich,
01:04:20dass er
01:04:20dort ist,
01:04:20wo er
01:04:21ist.
01:04:21Ist total
01:04:22in
01:04:22Ordnung.
01:04:23Aber
01:04:23die
01:04:23Demokratie
01:04:24muss es
01:04:24eben
01:04:24auch
01:04:25möglich
01:04:25machen,
01:04:25das
01:04:26kritisieren
01:04:26zu
01:04:26dürfen.
01:04:27Und
01:04:27die
01:04:27Demokratie
01:04:28muss
01:04:28er
01:04:29es
01:04:29dann
01:04:29auch
01:04:30aushalten,
01:04:31dass
01:04:31ein
01:04:32Volk
01:04:33sagt,
01:04:33den
01:04:33wählen
01:04:34man
01:04:34nicht mehr.
01:04:35Das
01:04:36ist
01:04:36der
01:04:36Vorgang.
01:04:37Aber
01:04:38mich
01:04:38dafür
01:04:39zu
01:04:39kritisieren,
01:04:40dass
01:04:41ich
01:04:41sage,
01:04:41ich
01:04:41habe
01:04:41das
01:04:42Gefühl,
01:04:43dass
01:04:43der
01:04:43dort
01:04:43falsch
01:04:44ist,
01:04:45das
01:04:45ist
01:04:45mein
01:04:45gutes
01:04:46Recht.
01:04:46Es
01:04:47kann
01:04:47auch
01:04:47morgen,
01:04:48wenn
01:04:48mir
01:04:48in
01:04:49einer
01:04:49meiner
01:04:49Firmen
01:04:49was
01:04:49passiert,
01:04:50kann
01:04:54das
01:04:54nehmen
01:04:54sich
01:04:54die
01:04:55alle
01:04:55heraus.
01:04:56Wir
01:04:57müssen
01:04:57zur
01:04:57Kenntnis
01:04:57nehmen,
01:04:58dass
01:04:58der
01:04:58Helmut
01:04:58Brandstetter
01:04:59sagen
01:05:00darf,
01:05:01der
01:05:02Donald
01:05:02Trump
01:05:02ist
01:05:02ein
01:05:03Irrer.
01:05:04Ich
01:05:04halte
01:05:05das
01:05:05für
01:05:05eine
01:05:05Grenzüberschreitung,
01:05:06weil
01:05:07der
01:05:07Donald
01:05:07Trump
01:05:07ist
01:05:09vieles,
01:05:09aber
01:05:10nicht
01:05:10irre.
01:05:11Und
01:05:11der
01:05:11Donald
01:05:11Trump
01:05:12ist
01:05:12ein
01:05:12gewählter
01:05:12Präsident
01:05:13einer
01:05:13großen
01:05:14Volkswirtschaft
01:05:15und
01:05:16ich
01:05:16halte
01:05:16es
01:05:16für
01:05:17wirklich
01:05:17problematisch,
01:05:18wenn
01:05:19europäische
01:05:20Politiker
01:05:21aus dem
01:05:21Europaparlament,
01:05:22aus dem
01:05:22kleinen
01:05:23Österreich
01:05:24einen
01:05:26amerikanischen
01:05:27Präsidenten
01:05:28für
01:05:28ihre
01:05:28bezeichnen.
01:05:31Solange
01:05:31es aber
01:05:31möglich ist
01:05:33oder
01:05:33nicht
01:05:34kritisiert
01:05:35wird,
01:05:35dass der
01:05:35Herr
01:05:35Brandstetter
01:05:36das über
01:05:36den
01:05:36Herrn
01:05:37Trump
01:05:37sagt,
01:05:38bin ich
01:05:38überrascht,
01:05:39dass man
01:05:39mich
01:05:40dafür
01:05:40kritisiert,
01:05:41wenn ich
01:05:41den
01:05:41Herrn
01:05:41Pavler
01:05:41kritisiere.
01:05:43Okay,
01:05:45Sie sitzen
01:05:46halt da,
01:05:46deshalb muss ich
01:05:47Sie dazu
01:05:48befragen,
01:05:49würde
01:05:49der Herr
01:05:49Brandstetter
01:05:50da sitzen,
01:05:50würde ich
01:05:51ihn natürlich
01:05:51auch dazu
01:05:52befragen,
01:05:52warum er
01:05:53den Herrn
01:05:53Trump
01:05:53für
01:05:54ihre
01:05:54hält.
01:05:55Aber
01:05:56wie dem
01:05:58auch sei,
01:05:58Ihre
01:05:58Initiative,
01:06:00auch Ihre
01:06:01Kritik an
01:06:02der
01:06:02Wirtschaftskammer
01:06:03hat zuletzt
01:06:05dazu geführt,
01:06:06dass
01:06:06unter anderem
01:06:07dazu geführt,
01:06:08dass Harald
01:06:08Mara am
01:06:09Ende des
01:06:10Tages
01:06:10zurückgetreten
01:06:11ist.
01:06:12Jetzt gibt es
01:06:13eine neue
01:06:13Präsidentin,
01:06:14die hat
01:06:15versprochen,
01:06:16Reformen
01:06:16einzuführen.
01:06:18Es gibt
01:06:19gleichzeitig
01:06:19die große
01:06:20Kritik auch
01:06:21am
01:06:21Wiener
01:06:22Wirtschaftskammer
01:06:22Schiff
01:06:23Ruck,
01:06:24der Positionen
01:06:25mit
01:06:26Verwandten
01:06:27besetzt hat.
01:06:27Haben Sie
01:06:28das Gefühl,
01:06:29dass die
01:06:29Wirtschaftskammer
01:06:30reformierbar
01:06:31ist,
01:06:32dass sich
01:06:32da was
01:06:33tun wird?
01:06:33Sind Sie
01:06:34da positiv
01:06:34oder sind
01:06:35Sie da
01:06:35skeptisch?
01:06:36Also
01:06:37schauen Sie,
01:06:38die
01:06:39Wirtschaftskammer
01:06:40glaube ich,
01:06:40ist ein
01:06:40Synonym
01:06:41und ein
01:06:41Beispiel
01:06:42für
01:06:42das
01:06:43Kammerwesen
01:06:44oder
01:06:44Kammerunwesen
01:06:45in Österreich.
01:06:46jede
01:06:47Berufsgruppe
01:06:48fast,
01:06:48also die
01:06:49Tierärzte,
01:06:50die Architekten,
01:06:50die Anwälte,
01:06:51die Ärzte,
01:06:52jeder hat
01:06:52seine Kammer
01:06:53und in
01:06:54jeder
01:06:54Kammer
01:06:55gibt es
01:06:55mittlerweile
01:06:57Zustände
01:06:58oder
01:06:58Umstände,
01:06:59die man
01:07:00meiner Meinung
01:07:00nach
01:07:01hinterfragen
01:07:01muss,
01:07:03soll,
01:07:03darf.
01:07:05Und
01:07:05die
01:07:06Wirtschaftskammer
01:07:07ist halt
01:07:07jene Kammer,
01:07:08bei der
01:07:09wir als
01:07:09Unternehmer
01:07:10Zwangsmitglieder
01:07:11sind.
01:07:12Sie können
01:07:13aber,
01:07:13wäre ich
01:07:14jetzt ein
01:07:15Arzt
01:07:16oder
01:07:16Chirurg,
01:07:17würde ich
01:07:17hier
01:07:17wahrscheinlich
01:07:18sitzen
01:07:18und die
01:07:19Ärztekammer
01:07:20dafür
01:07:20kritisieren,
01:07:21wie sie
01:07:21mir
01:07:22die
01:07:22Kohle
01:07:23aus der
01:07:23Tasche
01:07:24zieht.
01:07:24Das glaube
01:07:24ich auch,
01:07:25dass sie
01:07:25das tun
01:07:25würden.
01:07:27Und
01:07:28Wohlstandsfonds
01:07:30dotiert,
01:07:31von denen
01:07:31keiner weiß,
01:07:32Wohlfahrtsfonds.
01:07:33Wohlfahrts,
01:07:34nicht Wohlstands,
01:07:35Entschuldige,
01:07:35Wohlfahrts,
01:07:36das war ein
01:07:36freudischer
01:07:36Versprecher,
01:07:39wo das
01:07:40Geld
01:07:40versickert.
01:07:42Ich
01:07:43glaube,
01:07:43dass wir
01:07:44eine Diskussion
01:07:47zulassen
01:07:48sollten,
01:07:50dass wir
01:07:50die
01:07:53Sozialpartnerschaft
01:07:54nicht
01:07:56kleinschießen,
01:07:58sondern
01:07:58durchaus
01:07:59hochhalten,
01:08:00weil sie
01:08:00wichtig ist,
01:08:02aber
01:08:03in einer
01:08:05modernen
01:08:05Struktur.
01:08:07und
01:08:07ich glaube,
01:08:09dass wir
01:08:09und die
01:08:11Sozialpartnerschaft
01:08:11ist ja,
01:08:12wie gesagt,
01:08:13das ist die
01:08:13Ärztekammer,
01:08:14die
01:08:15Tierärztekammer,
01:08:16alle Kammern,
01:08:16das betrifft alle Kammern,
01:08:18nicht nur die
01:08:18Wirtschaftskammer,
01:08:20sind wahrscheinlich
01:08:21in einer
01:08:22Reform,
01:08:24um
01:08:25könnten wir
01:08:26den österreichischen
01:08:27Mittelstand,
01:08:28also die
01:08:28Ärzte,
01:08:29Anwälte,
01:08:30Gewerbetreibenden,
01:08:31Unternehmer,
01:08:31Tierärzte,
01:08:32um
01:08:331 bis
01:08:331,5
01:08:34Milliarden
01:08:34Euro
01:08:35pro Jahr
01:08:35entlasten.
01:08:38So,
01:08:40wenn wir
01:08:40also in
01:08:41einer Krise
01:08:41sind als
01:08:42Land
01:08:42und wenn
01:08:43wir als
01:08:44Volkswirtschaft
01:08:44auf der
01:08:45Suche
01:08:45nach
01:08:46Geldern
01:08:47sind für
01:08:48Investition,
01:08:49für
01:08:49Konsum,
01:08:50für
01:08:51Aufschwung,
01:08:52dann muss
01:08:53ich ganz ehrlich
01:08:53sagen,
01:08:54dann muss
01:08:54diese
01:08:54Frage
01:08:55und diese
01:08:56Diskussion
01:08:56über
01:08:57diese
01:08:57Kammerstrukturen
01:08:58zulässig
01:08:58sein.
01:08:59Und
01:09:00dann muss
01:09:00es
01:09:00zulässig
01:09:01sein,
01:09:02ob
01:09:02eine
01:09:03Wirtschaftskammer
01:09:0444
01:09:05Vizepräsidenten
01:09:06braucht.
01:09:07Und
01:09:07dann muss
01:09:08es auch
01:09:08zulässig
01:09:09sein,
01:09:09ob
01:09:10eine
01:09:10Arbeiterkammer
01:09:11neun
01:09:13Länderorganisationen,
01:09:14neun
01:09:14Präsidenten,
01:09:15ich weiß
01:09:16nicht wie viele
01:09:16Direktoren mit
01:09:17jeweils
01:09:1820.000 Euro
01:09:19Bruttogehalt
01:09:19mal 14
01:09:20plus
01:09:21Chauffeure
01:09:22plus
01:09:22Autos
01:09:23plus
01:09:23riesige
01:09:24Bürogebäude
01:09:24und
01:09:25Infrastrukturen,
01:09:25ob
01:09:26das
01:09:26im
01:09:26Zeitalter
01:09:27von
01:09:28der
01:09:29Digitalisierung,
01:09:30im
01:09:30Zeitalter
01:09:30der
01:09:31KI,
01:09:31im
01:09:32Zeitalter
01:09:32von
01:09:33modernsten
01:09:34Strukturen,
01:09:34da kommen
01:09:35wir jetzt
01:09:35wiederum
01:09:35zum Thema
01:09:36der
01:09:36Banken,
01:09:37die ja in den
01:09:37letzten Jahren
01:09:38diesen Wandel
01:09:39hinter sich
01:09:39gebracht haben,
01:09:40ob das noch
01:09:41zeitgemäß ist.
01:09:42Und es geht
01:09:43gar nicht darum,
01:09:44ob ich die
01:09:44Arbeiterkammer
01:09:45abschaffen möchte,
01:09:45das ist nicht
01:09:46das Thema.
01:09:47Aber ich glaube,
01:09:48es muss zulässig
01:09:49sein,
01:09:49wenn heute,
01:09:50ich glaube,
01:09:51die Frau
01:09:51Präsidentin
01:09:52Anderl hat das
01:09:52am Sonntag
01:09:53in der
01:09:53Präsestunde
01:09:53gesagt,
01:09:54wenn jeder
01:09:54Arbeitnehmer
01:09:5511 Euro
01:09:57pro Monat
01:09:58beiträgt
01:09:58für die
01:09:59Struktur
01:10:00der
01:10:00Arbeiterkammer,
01:10:01dann muss
01:10:02die Frage
01:10:02zulässig
01:10:03sein,
01:10:03ob es
01:10:03auch um
01:10:045 Euro
01:10:04ginge.
01:10:05Also Sie
01:10:06würden die
01:10:06Pflichtmitgliedschaft
01:10:07jetzt nicht
01:10:08aufheben,
01:10:09sondern Sie
01:10:09würden die
01:10:10Höhe der
01:10:10Beiträge
01:10:12infrage
01:10:13stellen?
01:10:13Oder schon
01:10:14die
01:10:15Pflichtmitgliedschaft?
01:10:16Also der Punkt
01:10:16ist der,
01:10:17ich glaube,
01:10:17wir müssen
01:10:18jetzt einmal
01:10:18auch der
01:10:19Präsidentin
01:10:20Schulz
01:10:20die Chance
01:10:21und die Zeit
01:10:22geben,
01:10:22Reformen
01:10:23umzusetzen.
01:10:24Wenn das
01:10:25aber nicht
01:10:25passiert,
01:10:27dann muss
01:10:28sich die
01:10:28Wirtschaftskammer
01:10:29unter
01:10:30einer
01:10:30Martha
01:10:30Schulz
01:10:30oder dem
01:10:31Herrn
01:10:31Müller,
01:10:31der
01:10:32Frau
01:10:32Huber,
01:10:33wer auch
01:10:34immer
01:10:34Präsident
01:10:34ist,
01:10:36die Frage
01:10:36gefallen
01:10:36lassen,
01:10:38entweder
01:10:38Reformen
01:10:39oder
01:10:40Abschaffung
01:10:40der
01:10:41Zwangsmitgliedschaft.
01:10:42Weil wenn es
01:10:43keine Reformen
01:10:44gibt und wenn
01:10:44die Herrschaften
01:10:45glauben,
01:10:45auch in Wien,
01:10:46dass man so
01:10:47weitermachen
01:10:48kann wie
01:10:49bisher,
01:10:49mit
01:10:50Nepotismus,
01:10:51Freundalwirtschaft,
01:10:52intransparenten
01:10:53Strukturen,
01:10:54intransparenten
01:10:55Geldflüssen,
01:10:56die Ärztekammer
01:10:58jagt ein
01:10:59Skandal
01:10:59der nächste
01:11:00und es
01:11:00passiert dort
01:11:01nichts.
01:11:02Weil sich die
01:11:03auch in ihren
01:11:03Strukturen
01:11:04und in ihren
01:11:05ganzen
01:11:06Gesetzmäßigkeiten
01:11:07und in ihren
01:11:08ganzen
01:11:08Wer wählt
01:11:09wen,
01:11:09wer
01:11:09kontrolliert
01:11:10wen,
01:11:11es gibt
01:11:11eine öffentliche
01:11:12Körperschaft,
01:11:13die Wirtschaftskammer
01:11:14Wien
01:11:14und die
01:11:16kontrolliert
01:11:17sich selbst
01:11:17und dass
01:11:19sie sich
01:11:19selbst
01:11:19kontrolliert,
01:11:20untersteht
01:11:21den Präsidenten
01:11:22der Wiener
01:11:23Wirtschaftskammer.
01:11:23Das heißt,
01:11:24der kann
01:11:24sein eigenes
01:11:26Gebaren
01:11:27und jetzt sage ich
01:11:27gar nicht,
01:11:28dass das
01:11:30irgendwie
01:11:32anrüchig
01:11:32sein muss,
01:11:33aber er
01:11:34bestellt
01:11:35denjenigen,
01:11:36der ihn
01:11:36kontrolliert.
01:11:37Wo gibt es
01:11:37denn das
01:11:37auf der Welt?
01:11:38Nirgends.
01:11:40Okay.
01:11:41Jetzt muss ich
01:11:42Ihnen noch etwas
01:11:43vorlesen,
01:11:44was der Trend
01:11:44vor ein paar
01:11:45Monaten über
01:11:45Sie geschrieben
01:11:46hat.
01:11:48Zöchlingsnähe
01:11:48zu Reifeisen
01:11:49lässt so manchen
01:11:50Kritiker
01:11:51auf Social Media
01:11:51daran zweifeln,
01:11:52ob dessen
01:11:53Engagement
01:11:54bei
01:11:55Zusammenstärker,
01:11:55das ist Ihre
01:11:56Initiative,
01:11:57wirklich der
01:11:57Zivilgesellschaft
01:11:58dient und
01:11:59nicht eher der
01:12:00ÖVP
01:12:00beziehungsweise
01:12:01der Reifeisen
01:12:02Gruppe.
01:12:03Was ist da
01:12:04dran an
01:12:04dieser Kritik?
01:12:05Das ist einfach
01:12:05ein Unsinn.
01:12:07Gar nichts.
01:12:08Sie sind
01:12:08schon eng
01:12:10mit Christian
01:12:10Konrad und
01:12:11auch eng
01:12:12mit
01:12:12Josef
01:12:12Pröll.
01:12:14Ist das
01:12:15sozusagen die
01:12:16Nein?
01:12:16Sind Sie
01:12:17nicht?
01:12:18Also, schauen
01:12:20Sie, richtig
01:12:20ist, dass
01:12:22ich den
01:12:23Christian
01:12:23Konrad erstens
01:12:25einmal über die
01:12:25Maßen schätze,
01:12:27dass ich auch
01:12:29im Beirat bin
01:12:30der Concordia
01:12:31Privatstiftung,
01:12:32die als
01:12:34soziale
01:12:35Institution
01:12:36Zweck seit
01:12:37über 30
01:12:38oder 35
01:12:38Jahren, glaube
01:12:39ich, sehr
01:12:39erfolgreich
01:12:40tätig ist.
01:12:42Und ja,
01:12:43es ist richtig,
01:12:44dort ist der
01:12:45Vorsitzende des
01:12:45Beirats der
01:12:46Erwin Hammeseder,
01:12:47da ist der
01:12:47Josef
01:12:48Pröll drinnen,
01:12:50da ist der
01:12:52Andreas
01:12:52Brandstetter
01:12:53drinnen,
01:12:54da ist der
01:12:55Michi Höllerer
01:12:56drinnen und ja,
01:12:57ich kenne
01:12:57Sie gut.
01:12:59Und ja,
01:13:00es kann sein,
01:13:00dass Sie mich
01:13:01auch erwischen,
01:13:03wie ich mit dem
01:13:04Andreas
01:13:04Brandstetter
01:13:05Mittag esse
01:13:06oder einen
01:13:07Kaffee
01:13:07trinke,
01:13:08auch weil
01:13:09wir befreundet
01:13:10sind.
01:13:12Ich habe
01:13:14von
01:13:14keiner
01:13:16Raiffeisen
01:13:17Organisation
01:13:17weder
01:13:19Leibnig-Lundenburger
01:13:21noch
01:13:21Raiffeisen
01:13:22Holding
01:13:22noch RBI
01:13:23noch sonst
01:13:24irgendjemanden
01:13:25einen Euro
01:13:26bekommen
01:13:26für
01:13:26Zusammenstärker.
01:13:28Ich habe
01:13:29auch von
01:13:29sonst
01:13:29keiner
01:13:30ÖVP-Organisation
01:13:31etwas bekommen.
01:13:33Die Tatsache,
01:13:35dass ich
01:13:35Sebastian Kurz
01:13:36kenne,
01:13:38glaube ich,
01:13:38verbindet
01:13:38mich mit
01:13:39einigen
01:13:39hunderttausend
01:13:40Österreichern,
01:13:41die ihn
01:13:41kennen.
01:13:46Ich kenne
01:13:47diesen Text
01:13:48aus dem
01:13:48Format
01:13:49gar nicht.
01:13:50Trend.
01:13:50Oder Trend
01:13:51ist
01:13:54einfach
01:13:54falsch.
01:13:55Punkt.
01:13:56Alles klar.
01:13:58Jetzt muss
01:13:58ich Sie zum
01:13:59Schluss noch
01:13:59fragen.
01:14:02Sie sind
01:14:03jetzt über
01:14:0350,
01:14:05können
01:14:05schon
01:14:06auf ein
01:14:06Stück
01:14:06Leben
01:14:07zurückschauen.
01:14:09Hätten
01:14:10Sie
01:14:10eigentlich
01:14:10beruflich
01:14:11auch
01:14:11etwas
01:14:11anderes
01:14:12machen
01:14:12können?
01:14:13Hätte
01:14:13aus Ihnen
01:14:14ein Tierarzt
01:14:15werden können?
01:14:17Ein Tierarzt
01:14:18glaube ich
01:14:18nicht,
01:14:18weil ich
01:14:19zahllose
01:14:19Allergien
01:14:21gegen
01:14:21Tierhaare
01:14:22habe.
01:14:22Das wäre
01:14:23glaube ich
01:14:23nicht von
01:14:23großem
01:14:24Erfolg
01:14:24getragen
01:14:25gewesen.
01:14:28Ich habe
01:14:29mir
01:14:30kurz
01:14:31überlegt,
01:14:31Herzchirurg
01:14:32zu werden
01:14:32und
01:14:34Unfallchirurg.
01:14:36dafür
01:14:37fehlt mir
01:14:37aber
01:14:38glaube ich
01:14:38das
01:14:38handwerkliche
01:14:39Geschick.
01:14:41Das wäre
01:14:42so eine
01:14:44Berufswahl
01:14:44gewesen,
01:14:45wo ich mir
01:14:45gedacht habe,
01:14:46das könnte
01:14:46interessant
01:14:47sein.
01:14:48Die
01:14:49Tatsache
01:14:49ist aber,
01:14:51ich habe
01:14:52glaube ich
01:14:53als
01:14:54Schulsprecher
01:14:54mit
01:14:5515
01:14:57begonnen,
01:14:59bestimmte
01:14:59Sachen zu
01:15:00organisieren,
01:15:01auch ein
01:15:02gewisses
01:15:02wirtschaftliches
01:15:03Interesse
01:15:04geweckt.
01:15:05Ich habe
01:15:07meinen ersten
01:15:08Ferialjob
01:15:09am Straßenbau
01:15:10gemacht,
01:15:11mit
01:15:1114,5
01:15:12oder 15
01:15:13nach der
01:15:13vierten
01:15:14Klasse
01:15:14Gymnasium
01:15:16und habe
01:15:17dann jeden
01:15:18Sommer
01:15:18vier bis
01:15:19sechs
01:15:19Wochen
01:15:19am
01:15:19Straßenbau
01:15:20gearbeitet,
01:15:22was
01:15:22eine
01:15:23gute
01:15:24Lebensschule
01:15:25war,
01:15:25sowohl
01:15:26für
01:15:28körperliche
01:15:28Betätigungen
01:15:30als auch
01:15:30für
01:15:31das
01:15:32Verständnis,
01:15:35wie
01:15:36andere
01:15:36Menschen
01:15:36ihr Leben
01:15:37lang
01:15:37hart
01:15:38arbeiten
01:15:38müssen.
01:15:39Also
01:15:39mir
01:15:39braucht
01:15:39wie gesagt
01:15:40auch
01:15:40kein
01:15:41Gewerkschafter
01:15:42erklären,
01:15:43was es
01:15:43heißt,
01:15:43am
01:15:43Bau
01:15:44zu
01:15:44arbeiten,
01:15:44weil
01:15:44ich
01:15:44habe
01:15:45das
01:15:45sechs
01:15:46Jahre
01:15:46lang
01:15:46selber
01:15:47jeden
01:15:47Sommer
01:15:48mitgemacht
01:15:48und auch
01:15:50die
01:15:50einzelnen
01:15:50Schicksale
01:15:51dort
01:15:51erlebt
01:15:53und
01:15:53ich
01:15:53habe
01:15:54auch
01:15:55Management
01:15:55Groß
01:15:56Shop
01:15:56Floor
01:15:56bei mir
01:15:56in den
01:15:57Firmen
01:15:57eingeführt,
01:15:58das heißt,
01:15:58einmal im
01:15:58Jahr gehen
01:15:59alle,
01:15:59die im
01:16:00Büro
01:16:00einen
01:16:00Bürojob
01:16:01haben,
01:16:02an eine
01:16:03Maschine
01:16:03und arbeiten
01:16:04dort acht
01:16:04Stunden
01:16:06und das
01:16:07hat auch
01:16:07dazu
01:16:07geführt,
01:16:08dass wir
01:16:08in
01:16:09vielen
01:16:09Situationen
01:16:10Machen Sie
01:16:11das selber
01:16:11auch
01:16:11mit?
01:16:12Natürlich,
01:16:13ich
01:16:14habe
01:16:15das auch
01:16:16mit großer
01:16:16Freude
01:16:17gemeinsam mit
01:16:17meinen
01:16:17Betriebsrats
01:16:18Vorsitzenden
01:16:19gemacht
01:16:20im Rahmen
01:16:21einer Diskussion
01:16:22über
01:16:23die
01:16:24Steigerung
01:16:24eines
01:16:24Outputs
01:16:25und nachdem
01:16:27man mir
01:16:27wochenlang
01:16:28erklärt hat,
01:16:28das geht
01:16:29nicht,
01:16:29habe ich
01:16:29mich
01:16:29selber
01:16:30hingestellt
01:16:31und damit
01:16:31es aber
01:16:32nicht so
01:16:32leicht ist,
01:16:33habe ich
01:16:33es auch
01:16:34in der
01:16:34Nachtschicht
01:16:34gemacht,
01:16:35also nach
01:16:35einem
01:16:36ganzen
01:16:36normalen
01:16:36Arbeitstag,
01:16:37den ich
01:16:38gearbeitet
01:16:39habe,
01:16:39bin ich
01:16:39dann um
01:16:3922 Uhr
01:16:41in die
01:16:42Arbeitsmontur
01:16:42und habe
01:16:43mich
01:16:43acht
01:16:43Stunden
01:16:44lang
01:16:44bis
01:16:44sechs
01:16:44Uhr
01:16:44früh
01:16:45an
01:16:45eine
01:16:45Maschine
01:16:45gestellt
01:16:46oder
01:16:46besser
01:16:47gesagt
01:16:47an
01:16:47drei
01:16:47große
01:16:48Pressen
01:16:49und
01:16:49habe
01:16:50gemeinsam
01:16:50mit
01:16:50den
01:16:51Betriebsratsvorsitzenden
01:16:52bewiesen,
01:16:54dass
01:16:54statt
01:16:55375
01:16:56Teile
01:16:56pro
01:16:56Schicht
01:16:57500
01:16:57Teile
01:16:58pro
01:16:58Schicht
01:16:58gehen
01:17:01und
01:17:02das
01:17:03war
01:17:03auch
01:17:03die
01:17:03bestbesuchte
01:17:04Nachtschicht,
01:17:05die das
01:17:06Unternehmen
01:17:07jemals
01:17:08hatte,
01:17:08es war
01:17:09Anfang
01:17:09August,
01:17:10wir haben
01:17:10dann auch
01:17:11gemeinsam
01:17:11unsere
01:17:11Pausen
01:17:12gemacht,
01:17:12wir haben
01:17:12auch
01:17:13gemeinsam
01:17:13die
01:17:14Betriebsratsvorsitzende
01:17:15und die
01:17:15Arbeit und
01:17:16ich
01:17:16haben
01:17:16dann auch
01:17:17gemeinsam
01:17:17einen
01:17:18Frühkaffee
01:17:19um
01:17:196 Uhr
01:17:19im
01:17:20Sonnenaufgang
01:17:20getrunken,
01:17:22also das
01:17:22sind Dinge,
01:17:23die ich
01:17:23tue,
01:17:24zu denen
01:17:24ich auch
01:17:24stehe,
01:17:25zu denen
01:17:25ich mir
01:17:25auch
01:17:25nicht
01:17:25zu
01:17:26schade
01:17:26bin
01:17:27und
01:17:28ich
01:17:28bin
01:17:28nach
01:17:28dieser
01:17:29Nachtschicht
01:17:30duschen
01:17:30gegangen
01:17:31und bin
01:17:31um
01:17:317 Uhr
01:17:32wiederum
01:17:32im
01:17:32Büro
01:17:32gesessen.
01:17:34Also
01:17:34ich weiß
01:17:35schon,
01:17:35was es
01:17:35heißt
01:17:35zu
01:17:36arbeiten,
01:17:36ich
01:17:37weiß
01:17:37auch,
01:17:38dass
01:17:38es
01:17:38nicht
01:17:39selbstverständlich
01:17:39ist,
01:17:40dass
01:17:40man
01:17:40mit
01:17:4060
01:17:42nach
01:17:4240
01:17:43Jahren
01:17:43an
01:17:44einer
01:17:47irgendwie
01:17:47gerade
01:17:47gehen
01:17:48kann,
01:17:48das
01:17:48ist
01:17:48mir
01:17:48alles
01:17:49bekannt
01:17:49und
01:17:49bewusst.
01:17:52Wie gesagt,
01:17:53deswegen
01:17:57Es passt
01:17:57schon dort,
01:17:58wo Sie
01:17:58sind.
01:17:58Ich
01:17:59glaube,
01:17:59es passt
01:18:00dort,
01:18:01wo ich
01:18:01bin
01:18:03und
01:18:03dass
01:18:03man
01:18:04ab
01:18:05einem
01:18:05bestimmten
01:18:06Lebensalter
01:18:06auch,
01:18:07und das
01:18:07muss ich
01:18:07Ihnen
01:18:08auch
01:18:08sagen,
01:18:08wir
01:18:08haben,
01:18:09weil Sie
01:18:09es
01:18:09vorher
01:18:09angesprochen
01:18:10haben,
01:18:11eine
01:18:11Generation
01:18:12gehabt,
01:18:13der
01:18:13Haselsteiners,
01:18:14Konrads,
01:18:16Reidls,
01:18:17Androsche
01:18:18und wie sie
01:18:19alle geheißen
01:18:20haben,
01:18:20das waren
01:18:21entweder
01:18:22Unternehmer
01:18:22oder
01:18:23Manager
01:18:23oder
01:18:24Politiker
01:18:25oder eine
01:18:26Mischung
01:18:26daraus,
01:18:27weil das
01:18:27waren durchaus
01:18:27hybride
01:18:29Persönlichkeiten,
01:18:29kann man
01:18:30durchaus
01:18:30sagen,
01:18:30weil der
01:18:30Hannes
01:18:31Androsch
01:18:31war Politiker
01:18:32und dann
01:18:32Unternehmer,
01:18:34der Hans-Peter
01:18:34Haselsteiner
01:18:35war Unternehmer,
01:18:35dann Politiker,
01:18:36dann wieder
01:18:36Unternehmer und
01:18:38der Christian
01:18:38Konrad war
01:18:39ein
01:18:39erfolgreicher
01:18:40oder der
01:18:41erfolgreichste
01:18:42Reifwesenmanager
01:18:43seiner Zeit,
01:18:44die haben
01:18:45auch immer
01:18:47wieder den
01:18:47Mund
01:18:47aufgemacht
01:18:48und das
01:18:48war
01:18:49auch
01:18:50nicht
01:18:50immer
01:18:51schlecht
01:18:52und
01:18:53nachdem
01:18:54die
01:18:54jetzt
01:18:54alle
01:18:55entweder
01:18:55leider
01:18:56schon
01:18:56Reidl,
01:18:57Androsch
01:18:57verstorben
01:18:59sind,
01:19:15Josef
01:19:15Generation,
01:19:16wo der
01:19:16eine
01:19:16oder
01:19:16andere
01:19:17vielleicht
01:19:18da oder
01:19:18dort
01:19:19einmal
01:19:19sich
01:19:19zu
01:19:19Wort
01:19:19meldet,
01:19:20finde ich
01:19:20nicht
01:19:21außergewöhnlich,
01:19:22haben wir
01:19:22die letzten
01:19:2230
01:19:23Jahre
01:19:23gehabt,
01:19:23ich würde
01:19:24mir
01:19:24mehr
01:19:24davon
01:19:24wünschen,
01:19:25ich versuche
01:19:26auch immer
01:19:27den
01:19:27Martin
01:19:27Ohneberg,
01:19:28den
01:19:29Michael
01:19:29Theuner
01:19:30und andere
01:19:31zu motivieren,
01:19:32ein bisschen
01:19:33mehr
01:19:33outspoken
01:19:34zu sein,
01:19:35das machen
01:19:36die zum
01:19:36Teil auf
01:19:37andere
01:19:37Art und
01:19:37Weise
01:19:38oder in
01:19:38ihren
01:19:38Organisationen,
01:19:39wo sie
01:19:39halt
01:19:40Funktionen
01:19:41haben,
01:19:42aber ich
01:19:42glaube,
01:19:42es ist
01:19:43jetzt nicht
01:19:43so außergewöhnlich,
01:19:44dass ich es
01:19:44mache.
01:19:45Wenn Sie
01:19:46eines Tages
01:19:46in der
01:19:46Politik
01:19:47landen?
01:19:48Ich glaube
01:19:49es nicht,
01:19:49es wird zwar
01:19:50aktuell viel
01:19:51darüber spekuliert,
01:19:52weil eben
01:19:53zusammen stärker
01:19:54vielleicht auch
01:19:54jetzt in Form
01:19:55eines Vereins
01:19:56und so eine
01:19:56neue Basis
01:19:57bekommt,
01:19:59aber ich
01:20:01glaube nicht,
01:20:02dass ich in
01:20:02einer der
01:20:02etablierten
01:20:03Parteien
01:20:05aufgenommen
01:20:06werden würde
01:20:07oder dort
01:20:08mich zurechtfinden
01:20:09könnte.
01:20:09Liste
01:20:10Stefan
01:20:10Zöchling?
01:20:12Ich glaube,
01:20:13das ist ein
01:20:14sehr steiniger
01:20:14Weg.
01:20:16Vielen
01:20:16Dank für
01:20:17das Gespräch.
01:20:17Ich danke
01:20:18Ihnen für
01:20:18die Einladung.
01:20:19Wenn
01:20:20euch diese
01:20:20Folge
01:20:20gefallen hat,
01:20:22dann könnt
01:20:22ihr uns
01:20:22am besten
01:20:23durch ein
01:20:23Standard-Abo
01:20:24unterstützen.
01:20:25Abschließen
01:20:26könnt ihr
01:20:26dieses
01:20:26Abo
01:20:27auf
01:20:28abo.derstandard.at
01:20:30Zu
01:20:30finden
01:20:31sind wir
01:20:31auf allen
01:20:32Podcast-Plattformen
01:20:33und neuerdings
01:20:34auch auf
01:20:35YouTube.
01:20:35Da kann
01:20:36man uns
01:20:36beim Arbeiten
01:20:37praktisch
01:20:37zusehen.
01:20:38Wenn es
01:20:39Anregungen
01:20:40gibt,
01:20:40für neue
01:20:42Gäste
01:20:42oder wenn
01:20:43ihr unsere
01:20:43Arbeit
01:20:44kommentieren
01:20:44wollt,
01:20:45dann gerne
01:20:45an
01:20:45podcast.at
01:20:48schreiben.
01:20:49Diese Folge
01:20:50wurde
01:20:50produziert
01:20:51von
01:20:51Christoph
01:20:52Neuwirth
01:20:52und
01:20:52Tobias
01:20:53Holob
01:20:53und
01:20:54Chef
01:20:54vom
01:20:55Dienst
01:20:55war
01:20:55Scholt
01:20:56Wilhelm.
01:20:56Mein
01:20:57Name
01:20:57ist
01:20:57Petra
01:20:58Stüber.
01:20:58Ich freue
01:20:59mich,
01:20:59wenn ihr
01:20:59das
01:21:00nächste
01:21:00Mal
01:21:00wieder
01:21:00mit
01:21:01dabei
01:21:01seid.
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