- vor 5 Minuten
Oberinspektor Derrick - Horst Tappert /
Drehbuch - Herbert Reinecker /
Regie - Helmuth Ashley
Drehbuch - Herbert Reinecker /
Regie - Helmuth Ashley
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TVTranskript
00:00UNTERTITELUNG
00:30Herr Ruppert
00:33Rudeau, ja, ich komme sofort, danke
01:00Ja?
01:02Ja, würden Sie bitte mal raufkommen, dritter Stock rechts
01:10Danke
01:18Guten Tag, ich bin gleich fertig
01:20Könnten Sie meinen Gefallen tun?
01:22Etwas für mich abholen, einen Lungenstrauß
01:24Der ist schon bestellt, bei dem Geschäft vorne am Platz
01:26Ja, in Ordnung, muss ich was bezahlen?
01:27Nein, das ist schon erledigt, auf den Namen Rudeau
01:29Ist gut
01:30Danke
01:46Ja?
01:59Kommen Sie ran
02:02Danke
02:03Sehr schön
02:05Sehr schön
02:06So einen Blumenstrauß habe ich lange nicht gesehen, der ist bestimmt also nicht teuer, hm?
02:09Ich will Ihnen mal was sagen, an Blumen sparen heißt am falschen Platz sparen
02:13Ich bin gleich fertig
02:14Ich bin gleich fertig
02:23Hallo, wer ist da?
02:24Hallo?
02:25Hallo?
02:27Hallo?
02:39Dann würden Sie mal fragen, wer da ist, aber nicht aufmachen
02:41Ja
02:43Hallo?
02:44Wer ist da bitte?
02:45Wer ist da bitte?
02:46Was war denn das?
02:47Was war denn das?
02:48Was war denn das?
02:49Was war denn das?
02:50Was war denn das?
02:51Was war denn das?
02:52Was war denn das?
02:53Was war denn das?
02:54Was war denn das?
02:55Was war denn das?
03:00Was war denn das?
03:01Was war denn das?
03:02Was war denn das?
03:03Die Anästhesie
03:05Vierer
03:14Kommen Sie dann zu
03:16Nachstelle von 1970
03:18Bitte Anästhesie-verständigen
03:20Einfahrechsschussverletzung
03:23Der Täter ist die Treppe runtergelaufen. Man hat ihn gehört.
03:40Aber gesehen hat ihn niemand.
03:41Nein, niemand.
03:50Das galt mir. Mir galt das. Ich war gemeint.
03:53Und jetzt hat es eine Taxifahrer getroffen.
03:56Es hat an der Tür geklingelt.
03:58Ja. Ich ging an den Sprechapparat und fragte, wer da ist.
04:02Keine Antwort. Ich sagte Hallo. Nichts.
04:04Da dachte ich, vielleicht steht schon jemand vor der Tür.
04:07Ich schaue durch und sehe noch, wie jemand die Hand vor das Guckloch schiebt.
04:12Kann ich jetzt mal Ihre Personalien haben? Sie heißen?
04:15Rudo. Alexander Rudo. Warten Sie. Ich gebe Ihnen ein.
04:19Pass. Bitte sehr.
04:21Was sind Sie vom Beruf?
04:24Im Moment arbeite ich nicht. Ich bin immer kaufmännisch tätig gewesen.
04:27In guten Positionen. Aber ich wollte mich verändern.
04:31Und so bin ich nach München gegangen.
04:34Ja, Herr Runo.
04:36Was glauben Sie nun selbst?
04:38Wer hat Sie töten wollen?
04:39Töten wollen.
04:43Keine Ahnung. Nicht die geringste.
04:49Wo wollten Sie eigentlich mit dem Taxi hin?
04:52Ich wollte einen Besuch machen.
04:54Bei einer Dame?
04:54Ja.
04:59Die Sie gut kennen.
05:02Ja.
05:03Ich habe Sie aber schon angerufen und gesagt, dass ich später komme.
05:07Haben Sie ja auch erzählt, was hier passiert ist?
05:09Nein, ich wollte Sie nicht erschrecken.
05:17Ja, Herr Rudo, der Täter, der kann ja wohl nur unter den Leuten zu suchen sein, die Sie kennen.
05:23Mit denen Sie irgendwie zu tun haben.
05:24Wo wollen Sie hin?
05:28Wir werden Sie hinbringen.
05:30Nein, nein. Das geht nicht.
05:33Ich kann da doch nicht mit Polizei erscheinen.
05:36Ich verstehe. Das ist unangenehm.
05:41Ich wollte mich heute verloben.
05:44Es sollte eine kleine Feier stattfinden.
05:46Ganz in Familie.
05:47Geben Sie mir Namen und Adresse.
05:51Ich habe Frau Rudo zufällig auf dem Tennisplatz kennengelernt.
05:55Und aus dieser Freundschaft wurde eine enge Beziehung.
05:58Wer ist Frau Rudo?
06:00Erzählen Sie mir von ihr.
06:03Frau Rudo ist Witwe. Ihr Mann ist vor fünf Jahren gestorben.
06:08Verhältnisse, äußeren Verhältnisse sind sehr gut, soviel ich weiß.
06:12Und ich hoffe, Sie verstehen, in was für einer Situation ich bin, wenn ich jetzt komme als Opfer eines Mordanschlages.
06:24Ich frage Sie nochmals, müssen Sie mit reinkommen?
06:38Na, ich verstehe Sie nicht.
06:40Wollen Sie denn Frau Rudo?
06:41Sie wollen sich doch mit ihr verloben.
06:43Ja.
06:43Wollen Sie hier verschweigen, wie das auf Sie geschossen wurde?
06:46Ja, ich würde es gern, weil es Sie erschrecken würde, was ich hier nicht antun will.
06:51Könnte ich nicht zunächst alleine hineingehen?
06:53Na ja, kommen Sie.
07:01Er ist ganz schön nervös.
07:03Ich dachte schon, er wird es sich doch nicht überlegen.
07:18Guten Tag.
07:20Die Herren sind von der Polizei, der Kriminalpolizei.
07:24Kriminalpolizei?
07:25Ja, mein Name ist Derek.
07:27Frau Barmutter, entschuldigen Sie bitte die Störung, aber aufhören.
07:30Rudo ist von einem Unkandtäter in Anschlag verliebt worden.
07:33Oh, Alexander.
07:34Ja, ein absoluter Wahnsinn.
07:36Schießt dreimal durch die geschlossene Tür.
07:38Getroffen wurde ein Taxifahrer.
07:39Ja, den ich bestellt hatte.
07:41Der hat mir die Blumen abgeholt.
07:42Ja, die Blumen.
07:43Ich habe sie im Wagen gelassen.
07:44Ja, der stand an der Tür und wurde getroffen.
07:48Großer Gott.
07:49Er ist jetzt im Krankenhaus und wir alle hoffen, dass er mit dem Leben davon kommt.
07:53Alexander, dir ist nichts passiert?
07:56Nein, nichts, nichts.
07:58Bitte kommen Sie herein.
07:59Danke.
08:02Stellt euch vor, es ist ein Anschlag verübt worden.
08:12Auf Alexander ist geschossen worden.
08:14Was sagst du da?
08:18Es ist geschossen worden?
08:20Auf wen geschossen?
08:22Auf Alexander wurde geschossen, durch seine Wohnungstür hindurch.
08:26Ist das ein Scherz?
08:28Nein, das wäre aber ein ziemlich übler Scherz.
08:30Mein Name ist Derek Mordkommission.
08:32Das ist der Klein.
08:34Wieso Mordkommission?
08:35Wenn jemand auf Rudow geschossen hat, hat er ihn ganz offensichtlich verfehlt.
08:40Offensichtlich, ja.
08:41Die Schüsse trafen den Taxifahrer, der Herrn Rudow abholen wollte.
08:45Haben Sie eine Erklärung für diesen unglaublichen Vorfall?
08:49Sie müssen noch eine Erklärung haben.
08:55Er hat nicht die geringste Erklärung.
08:57Ja, ich bin völlig ratlos.
08:59So, ratlos sind Sie.
09:03Und der Täter ist davongekommen?
09:06Ich meine, eine Schießerei in einem Treppenhaus und da gibt es keine Zeugen?
09:10Nein, die gibt es nicht.
09:12Und warum sind Sie hier?
09:13Ich hätte gerne mit Frau Baruda gesprochen.
09:17Mit ihr allein.
09:34Es tut mir sehr leid.
09:37Ich hatte mir diesen Tag ganz anders vorgestellt.
09:39Tja, ich bin nun wie aus Hallen Wolken gefallen.
09:45So, sind Sie.
09:47Und ich bin der Meinung, dass Sie uns eine Erklärung vorenthalten.
09:52Eine Erklärung, die zweifellos mit Ihrer Person zu tun hat.
09:57Sagen Sie, wie schwer verletzt ist denn der Taxifahrer?
10:03Der Notarzt sagte hoffentlich, kriegen wir ein Lebend ins Krankenhaus.
10:06Sie sind verwitwetwetwig.
10:10Ja, mein Mann starb vor fünf Jahren.
10:13Und nun wollen Sie wieder heiraten?
10:15Ja, Herrn Rudow.
10:17Die Verlobung sollte heute gefeiert werden im kleinen Kreis mit den Herren, die Sie gesehen haben.
10:25Wie lange kennen Sie Herrn Rudow?
10:29Seit vier Wochen, äh, seit fünf Wochen.
10:32Er sagt, er ist seit zwei Monaten in München.
10:35Ja, er hat vorher in Hamburg gelebt.
10:40Hamburg, Frankfurt, Düsseldorf.
10:42Er hat ein sehr unruhiges Leben geführt.
10:44Warum unruhig?
10:47Nun, äh, er war unzufrieden mit sich selbst.
10:52Mit seinem Beruf.
10:54Er ist Kaufmann?
10:55Ja, ein Angestellter, der niemals die Stellung hatte, die ihn befriedigte.
11:00Frau Baruda, wir wüssten sehr gerne etwas über seinen Umgang.
11:05Seinen Umgang?
11:07Was wollen Sie wissen?
11:09Ja, in welchen Kreisen er sich bewegt, welche Bekannte er hat, welche Freunde.
11:13Hier in München hat er sehr wenig Bekannte.
11:20Und es ist schon gar keiner darunter, von dem man annehmen könnte, dass er einem solchen Menschen,
11:26der die Liebenswürdigkeit und Freundlichkeit selbst ist, den Tod wünschen kann.
11:31Vater, Sie möchten dich sprechen.
11:53Sie sind der Schwiegervater von Frau Baruda, ja?
11:56Ja.
11:57Wohnen Sie auch hier, hier im Haus?
11:59Nein. Ich habe dieses Haus kurz vor dem Kriege gebaut, bin dann aber ausgezogen, als mein Sohn Vera heiratete.
12:08Wollen wir uns nicht setzen?
12:10Danke, nein.
12:13Ihr Sohn ist gestorben?
12:16Ja, vor fünf Jahren.
12:19Völlig überraschend, am Schreibtisch.
12:22Ein Mann, der nichts als seine Arbeit kannte.
12:26Wie lange kennen Sie Herrn Rudo?
12:27Meine Schwiegertochter hat ihn mir vorgestellt.
12:32Sie sagte, ich habe da einen ganz reizenden Menschen kennengelernt.
12:37Und Ihr Eindruck?
12:42Der erste Eindruck war nicht schlecht.
12:45Keineswegs schlecht.
12:47Ein Mann mit Manieren, mit ausgezeichneten Manieren.
12:52Verkäufertyp.
12:53Ein Verkäufertyp?
12:55Ja.
12:56So wurden bei uns in der Firma Leute genannt, die über die gesegnete Gabe verfügen, überzeugen zu können.
13:03Sie können gut verkaufen.
13:04Vor allem sich selbst?
13:06Natürlich.
13:08Vor allen Dingen sich selbst.
13:12Sagen Sie mal, Herr Rudo, waren Sie mit der Wahl Ihrer Schwiegertochter nicht einverstanden?
13:18Sagen wir so, mir geht Familie über alles.
13:23Da hat es jemand schwer, den Maßstäben gerecht zu werden, die ich mir selber setze.
13:28Ich hatte Vorbehalte.
13:33Und habe Sie noch.
13:35Herr Lenau, Sie sind Teilhaber in der Firma, die...
13:38Ja, ich bin Kompagnon in der Firma, die Baruda, Richard Baruda, seiner Frau, unterlassen hat.
13:45Wir führen das Geschäft zusammen und sind miteinander befreundet.
13:48Das seit vielen Jahren.
13:50Wir sind sehr familiär.
13:53Ah ja.
13:54Na ja, dann wird Ihnen doch Frau Baruda sicher sehr bald Herrn Rudo vorgestellt haben.
14:00Ja.
14:02Was haben denn Sie für einen Eindruck von Herrn Rudo?
14:06Für mich ist der Mann ein Windei.
14:09Können Sie das ein bisschen genauer definieren?
14:12Es gibt Leute, die bestehen nur aus Luft.
14:18Die haben keinen Kern.
14:20Bei einem Mann spürt man doch, ob da jemand ist.
14:26Aber vielleicht irre ich mich.
14:29Und der ist doch jemand.
14:32Offenbar jemand, auf den man schießen möchte.
14:37Sie sind der Sohn von Herrn Lenau.
14:40Walter Lenau.
14:41Sie arbeiten auch in der Firma?
14:43Nein.
14:46Ich bin kein Kaufmann.
14:50Mein Vater sagt, ich sei das Gegenteil davon.
14:57Dann sind Sie Künstler.
14:59Künstler sein.
15:02Das heißt doch, das was man fühlt, zum Ausdruck zu bringen.
15:10Gestalt werden zu lassen.
15:17Ja, so sollte das eigentlich sein.
15:21Und das kann ich nicht.
15:23Na, da haben Sie sicher ein paar persönliche Probleme.
15:28Was wissen Sie von Rudo?
15:29Da kann ich Ihnen gar nichts sagen.
15:34Oder wissen Sie irgendetwas, was sich in Zusammenhang bringen ließe mit diesem Mordanschlag?
15:39Nein.
15:40Nein.
15:41Aber kann das sein, dass dieser Mann Verbrechen anzieht, weil er selber ein Verbrecher ist?
15:57Ja, Herr Baruder ist mein Großvater.
16:01Und Sie leben hier in diesem Haus?
16:09Ja, meine Eltern sind geschieden.
16:13Mein Vater sucht sein Glück bei einer anderen Frau in den USA.
16:19Ich weiß nicht wo, weil ich keine Verbindung zu ihm habe.
16:23Und meine Mutter ist krank.
16:24Sie lebt in einem Sanatorium.
16:29Da hat mich mein Großvater aufgenommen.
16:31Das heißt meine Tante, der dieses Haus hier gehört.
16:34Was wissen Sie über Herrn Rudo?
16:37Was soll ich wissen?
16:39Ich bin ihm ja nicht oft begegnet.
16:42Wonach fragen Sie?
16:44Es könnte sein, dass der Täter im näheren Umkreis zu suchen ist.
16:47Und wir fragen Sie, ob Sie uns dazu was sagen können.
16:50Ich kann Ihnen nur eines sagen.
16:55Mir ist dieser Mann zutiefst zuwider.
16:57Warum ist er Ihnen zuwider?
17:01Ich habe da eine ganz persönliche Meinung.
17:04Die worauf beruht?
17:06Kann man das immer gleich begründen?
17:10Mir ist dieser Mann zu freundlich, zu liebenswürdig.
17:16Er ist zu sympathisch.
17:18Und damit möglicherweise nicht ehrlich.
17:26Was geschieht denn da eigentlich?
17:29Finden da Verhöre statt?
17:30Vernehmungen?
17:31Das sieht so aus.
17:34Was kann mein Schwiegervater dazu sagen?
17:37Was, Lienau oder Walter und Udo?
17:40Das alles hat sich doch außerhalb unseres Hauses abgespielt.
17:43Also, Freund hat Rudow in dem Hause nicht?
17:49Nee.
17:50Aber ich meine, trotzdem haben wir nichts erfahren, was uns irgendwie weiterhilft.
17:54Weder in Bezug auf eine Person, noch auf irgendwelche Konflikte.
17:59Dagegen steht nur diese unglaubliche Tat, dass da jemand in den dritten Stock raufmarschiert,
18:03dreimal losballert.
18:05Ich meine, entweder muss das ein eiskalter Profi gewesen sein,
18:07weil er muss ja damit rechnen, dass er abgefangen wird.
18:09Oder einer, der von blindem Hass getrieben war.
18:14Und dieser Udo Müller, der da sagt, dass Rudow ihm zutiefst zuwider sei?
18:21Ja, ich meine, würde das sagen, wenn er der Täter wäre?
18:24Ich habe eine Frage noch, die ganz plötzlich aufgetaucht ist.
18:33Könnte sich der Anschlag wiederholen?
18:35Ja, solange wir den Täter und das Motiv nicht kennen, ist es nicht auszuschließen.
18:40Herr Rudow, bleiben Sie bitte zu Hause.
18:42Vielleicht warten Sie unsere Anweisungen ab, ja?
18:44Ja.
18:45Ich danke Ihnen. Auf Wiedersehen.
18:47Wiedersehen, Herr Herr.
18:48Ah, da liegen ja noch die Blumen im Wagen ein.
19:03So, bitte.
19:17Die Blumen?
19:18Das sind die Blumen, die ich im Wagen gelassen habe.
19:19Danke, Alexander. Danke.
19:39So, jetzt werden wir erstmal die Personalien von Rudow überprüfen.
19:43Wunderschöne, Alexander. Wunderschöne Rosen. Danke.
19:55Aber du hast gehört, was man befürchten muss, dass sich der Anschlag wiederholen kann.
20:03Du kannst unmöglich in deiner Wohnung bleiben.
20:07Wir fahren sofort los, holen das Nötigste und dann ziehst du hier ein.
20:13Hier?
20:14Ja, hier. Hier in die Saas.
20:22Alexander zieht hier ein.
20:24Er soll hier einziehen?
20:27Was sagen Sie, Leno?
20:29Ich weiß nicht, ob das gut ist.
20:31Warum soll es nicht gut sein?
20:34Ihr habt doch gehört, der Anschlag könnte sich wiederholen.
20:37Er kann doch nicht in seine Wohnung zurück.
20:38Es gilt zu überlegen, ob wir da nicht hineingezogen werden.
20:43In eine Sache, die doch noch völlig ungeklärt ist.
20:46Ja, das würde ich auch sagen.
20:49Aber begreift ihr denn nicht?
20:51Er ist doch vielleicht in Lebensgefahr.
20:54Wir fahren in deine Wohnung.
20:56Udo, hilfst du uns?
20:58Ich?
20:59Was soll ich denn dort?
21:01Ein paar seiner Sachen holen.
21:03Wo soll er denn wohnen, hier?
21:05Haben wir nicht genug Platz in diesem Haus?
21:10Komm.
21:14Ja, vorbestraft.
21:17Er hat gesessen wegen Betrug.
21:18In Verbindung mit Heiratsschwindeln.
21:20Ein mieser Heiratsschwindler.
21:21Der sich an Frauenmeisten der falschen Namen rangemacht hat,
21:24in die Ehe versprach, sich Vorschüsse geben ließ.
21:26Auf größere Projekte, wie gehabt, wie gehabt.
21:29Er war zweimal angeklagt und wurde zweimal verurteilt.
21:32Vermutet werden eine ganze Anzahl von Fällen,
21:35in denen die geschädigten Frauen gar nicht zur Polizei gegangen sind.
21:38Das ist aber ein weites Feld.
21:40Welcher alte Fall kann da jetzt eine Rolle spielen?
21:43Oder es ist ein neuer Fall.
21:52Udo, hilf.
21:53Das wird er doch wohl noch selber schaffen.
22:00Danke.
22:01Besten Dank.
22:02Sie brauchen mir nicht zu danken.
22:05Ich tue es aber, weil mir danach ist.
22:07Komm, Alexander.
22:09Schneck ein.
22:19Frage, was tun?
22:19Wir werden den Ruder verlieben.
22:21Das ist das nächste jetzt.
22:24Ja?
22:25Ja, Frau Baruda?
22:26Ja, ich verstehe.
22:30Moment mal bitte.
22:32Der Ruder ist bei ihr eingezogen.
22:36Sag ihr, wir kommen vorbei.
22:38Frau Baruda?
22:40Ja, wir kommen nochmal bei Ihnen vorbei.
22:43In einer Stunde?
22:45Wiedersehen.
22:45Er bekommt das Gästezimmer, das Zimmer neben Udo.
22:51Das gibt Udo Gelegenheit, die Augen offen zu halten.
22:55Man kann ja die Möglichkeit nicht ausschließen,
22:57dass der Täter dieser, dieser Wahnsinnige versuchen wird,
23:00auch hier einzudringen.
23:02Bist du nicht einverstanden?
23:03Würdest du darauf Rücksicht nehmen?
23:10Nein.
23:14Bitte.
23:16Ich kann doch nicht anders.
23:20Zeigst du Alexander das Gästezimmer?
23:22Ich möchte nur ein paar Worte mit Udo sprechen.
23:25Udo, was ist mit dir?
23:42Meine Beziehung zu Alexander gefällt dir nicht.
23:46Nein, sie gefällt mir nicht.
23:49Udo,
23:50Dieser Mann bedeutet alles für mich.
23:57Alles?
23:59Was ist alles?
24:01Was bedeutet das?
24:04Ein Leben ohne ihn
24:05bedeutet mir nichts mehr.
24:10Ich...
24:10Wie kann man so etwas sagen?
24:13Das ist doch völlig übertrieben.
24:16Es ist nicht übertrieben.
24:17Das ist mir klar geworden.
24:18Heute klar geworden.
24:26Hilf mir, Udo.
24:27Du bist wahnsinnig, Vera.
24:30Doch, doch.
24:30Das ist eine Art von Bewusstseinsverlust.
24:34Es kann doch kein Mensch von einem anderen so abhängig sein.
24:37Das darf doch nicht sein.
24:38Das ist doch krank.
24:45Dann bin ich krank.
24:48Herr Baruder, ich bin Ihnen sehr dankbar.
24:57Dazu haben Sie gar keine Ursache.
24:59Überhaupt keine.
25:01Gefällt Ihnen das Zimmer?
25:04Sehr.
25:04Es ist wunderschön.
25:06In diesem Zimmer ist mein Sohn groß geworden.
25:08Das frühere Kinderzimmer.
25:13Herr Baruder,
25:14ich weiß, dass ich Ihnen nicht willkommen bin.
25:17Sie haben es mich bei jeder Gelegenheit spüren lassen.
25:21Geben Sie mir eine Chance.
25:23Wofür?
25:23Guten Tag, Herr Müller.
25:28Wir sind es noch mal.
25:29Guten Tag.
25:29Wir möchten gerne mit Frau Baruder sprechen.
25:35Ach, Moment.
25:36Wir möchten mit Ihnen gerne sprechen.
25:37Guten Tag, Frau Baruder.
25:39Guten Tag.
25:40Bitte kommen Sie hier rein.
25:40Danke.
25:45Möchten Sie platzieren?
25:46Nein, danke.
25:47Ich muss Ihnen eine Mitteilung machen.
25:50Sie ist nicht sehr angenehm.
25:53Welche?
25:56Herr Rudo ist vorbestraft.
25:58Er ist zweimal verurteilt worden.
25:59Beide Male wegen Betrug im Zusammenhang mit Heiratsschwindel.
26:03Und er hat deswegen zweimal Gefängnisstrafe bekommen.
26:07Einmal vier Jahre, dann nochmal drei Jahre.
26:11Ach, das wissen Sie?
26:12Ja, ich weiß es.
26:15Er hat es mir gesagt.
26:17Wann hat er es Ihnen gesagt?
26:20Vor ein paar Tagen.
26:21Und das hindert Sie nicht, ihn zu heiraten?
26:25Nein.
26:27Er hat Fehler begangen und er hat dafür seine Strafe bekommen.
26:31Zweimal?
26:33Für mich und vor dem Gesetz hat er sein Vergehen gebüßt.
26:42Frau Baruda, sind die Vorstrafen von Herrn Rudo hier in diesem Hause bekannt?
26:48Nein, nein, das weiß niemand.
26:51Und das sollte auch niemand erfahren.
26:55Können wir jetzt bitte mit Herrn Rudo sprechen?
26:57Sie werden ihm doch nicht diese alten Geschichten vorhalten.
27:06Die sind doch vorbei.
27:07Ja, ist schon richtig.
27:09Nur wir glauben, dass dieser Mordanschlag mit diesen alten Geschichten im Zusammenhang steht.
27:14Er hat es dir gesagt.
27:24Ist allerdings erstaunlich.
27:26Warum tut er das?
27:27Nun, er scheint sich ihrer Zuneigung sehr sicher gewesen zu sein.
27:31Ich habe gerade gehört, dass Sie Bescheid wissen.
27:42Was ich Frau Baruda vorausgesagt habe.
27:45Ich sagte, es ist doch klar, dass die jetzt ihren Apparat in Bewegung setzen.
27:48Die werden sofort Bescheid wissen.
27:51Das dauert Sekunden und die wissen, dass ich vorbeschafft bin.
27:54Sie haben es also Frau Baruda gesagt?
27:57Ja, weil ich wollte klare Verhältnisse schaffen.
28:03Ich wollte keine Angst haben, dass sie es vielleicht irgendwann einmal erfährt.
28:07Und da habe ich mir gedacht, sag sie und sag sie rechtzeitig.
28:12Herr Rudo, nun mal ganz offen.
28:15Sie haben Menschen betrogen, Sie haben sie unglücklich gemacht.
28:18Sie haben sich Feindschaften zugezogen.
28:21Die Frage ist jetzt nur, bei wem er ist.
28:25Bei wie vielen Leuten?
28:27Mein Eindruck ist, der Mann wird verhört.
28:36Ein Verbrechen ist begangen worden.
28:39Aber die Gründe liegen wohl bei ihm.
28:44Oder?
28:44Ist die Vermutung falsch?
28:46Sie ist ganz sicher falsch.
28:48Da bin ich nicht so sicher, liebe Vera.
28:51Wir werden Ihre Angaben nachprüfen.
28:53Das ist mir klar.
28:54Wir gehen, Frau Baruda.
29:00Auf Wiedersehen.
29:01Auf Wiedersehen.
29:11Es gibt keinen Grund, die Verlogen zu verschieben.
29:15Wir feiern Sie heute Abend.
29:16Willst du Lina Bescheid sagen, dass Sie ja unbekommen?
29:25Soll ich glauben, dass man im Hause Baruda nicht gewusst hat, dass Rudo vorbestraft ist?
29:29Dass er ein Heiratsschwindler ist?
29:31Ich meine, wenn Sie es gewusst hätten, hätten Sie doch die Frau gewarnt.
29:34Dann hätten Sie doch gesagt, weißt du eigentlich, wen du da heiratest?
29:37Das wäre normal.
29:38Stefan, da marschiert irgendjemand den dritten Stock rauf, ballert blindlings drauf los.
29:44Ich frage mich, warum hat er nicht gewartet, bis die Tür geöffnet wurde?
29:49Da muss eine Art von Irrsinn unterwegs sein.
29:53Ich kann es nicht anders benennen.
29:54Kann natürlich auch durchaus sein, dass wir die eigentliche Geschichte noch gar nicht kennen.
30:00Sie will es feiern.
30:02Sie lässt sich nicht abbringen.
30:04Nein.
30:05Ich sag ja, sie ist ihm hörig.
30:10Und der Karl wohnt jetzt hier.
30:13Ja.
30:15Wo wohnt er?
30:16Im Gästezimmer.
30:18Jedenfalls hat er dort seine Sachen untergebracht.
30:21Schlafen wird er wohl woanders.
30:24Ich wollte nicht herkommen, aber ich fand keine Ausrede.
30:36Du wolltest keine finden.
30:39Wollte ich nicht.
30:41Warum kommt er denn nicht rüber?
30:46Walter.
30:52Walter.
30:54Entschuldigung.
31:01Was ist mit ihm?
31:03Er ist so aufgeregt.
31:05Du bist nun mal für ihn eine Heilige.
31:08Die gerade dabei ist, in den Dreck zu fallen.
31:14Schon gut, Vera.
31:15Alexander, würdest du bitte den Champagner aufmachen?
31:29Das ist für mich ein ganz bewegender Augenblick, der mir sehr viel bedeutet.
31:45Im Zusammenhang damit muss ich etwas sagen, ehe ihr es von anderer Seite erfahrt.
31:52Alexander ist vorbestraft.
31:53Ja, wie, ihr zeigt gar keine Überraschung.
32:04Habt ihr das gewusst?
32:06Wir haben nichts gewusst.
32:08Aber sprich nur weiter.
32:10Was hat er sich zu Schulden kommen lassen?
32:11Es muss gesagt werden, Alexander.
32:19Er ist verurteilt worden.
32:21Zweimal.
32:22Wegen Betrug begangen im Zusammenhang mit Heiratsschwindel.
32:29Er hat Frauen die Ehe versprochen, in der betrügerischen Absicht, sich Vermögensvorteile zu verschaffen.
32:36Was ist?
32:38Nun, ich meine, das ist auch eine Art, zu Geld zu kommen.
32:41Keine schöne.
32:42Aber möglicherweise eine angenehme.
32:52Ich bitte dich, lass mich aussprechen.
32:56Alexander hat es mir gesagt.
32:59Er hat mir rückhaltlos alles gesagt.
33:02Er hat sich nicht geschont.
33:03Nicht mal Entschuldigungen dafür gesucht, obwohl es sich gibt, sicher gibt.
33:07Er war absolut ehrlich.
33:09Und ich glaube ihm, dass er sich geändert hat.
33:13Völlig geändert hat.
33:15Dass er nichts mehr zu tun hat mit dem Menschen, der er mal war.
33:23Bitte, Alexander.
33:39Danke, nein.
33:49Udo?
33:51Du musst verstehen, Vera.
33:53Ich kann nicht mit einem Heiratsschwindler anstoßen.
33:57Ein solcher Mann hat meine Mutter unglücklich gemacht.
34:00Was du ja weißt.
34:05Entschuldige, Udo.
34:06Warum gehen Sie ihr nicht nach, Sie Frau und Tröster?
34:24Aus der Feier wird wohl nichts mehr.
34:26Ich werde das Haus verlassen.
34:49Ich habe keine Chance hier.
34:51Das Haus verlassen, wie kannst du das sagen?
34:56Alexander, das will ich nie wieder hören.
35:03Was sagte Udo da?
35:05Er sprach von seiner Mutter?
35:07Ja.
35:09Von meiner Schwägerin.
35:11Sie ist das Opfer eines Mannes geworden, der ihr Gefühl für ihn ausgenutzt hat.
35:20Sie hat Selbstmord begehen wollen mit Tabletten.
35:23Wurde in letzter Minute gefunden und hat irreparable Schäden zurückbehalten.
35:28Welche Art?
35:35Ihr Gehirn ist beeinträchtigt.
35:40Und wo ist sie jetzt?
35:42In einem Sanatorium.
35:45Sie kann nur unter ärztlicher Aufsicht leben.
35:47Jetzt verstehe ich Udo.
35:54Er hat recht.
35:55Ich kann ihm nicht böse sein.
35:58Ja.
35:59Das werde ich ihm sagen.
36:01Dass ich für seine Haltung Verständnis habe.
36:04Ja.
36:05Ja, tu das.
36:08Es läge mir so viel daran, dass sie euch versteht.
36:10Ja.
36:10Ja.
36:10Ja.
36:17Warum wollt ihr denn schon gehen?
36:27Walter.
36:28Ich glaube, Vera, wir brauchen jetzt alle ein bisschen Zeit.
36:31Ich jedenfalls brauche sie.
36:33Komm, Walter.
36:36Lass diesen Mann laufen, Vera.
36:39Lass ihn laufen.
36:47Vera hat mir gerade erzählt, die Geschichte von ihrer Mutter.
37:03So, hat sie das.
37:09Sie versuchte, selbst mal zu begehen.
37:14Ja, mit Tabletten.
37:17Als sie gefunden wurde, war sie eigentlich schon tot.
37:22Man hätte sie besser sterben lassen sollen.
37:28Und, ähm, ein Mann war die Ursache?
37:34Ja, er hatte sie verlassen.
37:37Sie fühlte sich unendlich einsam.
37:41Aber Sie werden ja die Gemütsverfassung von solchen Frauen kennen.
37:43Sie brauchen mich nicht zu schurmen.
37:49Ich weiß, dass ich da einen Makel mit mir herumtrage und dass ich das auszuhalten habe.
37:54Kann man so etwas aushalten?
37:55Ich versuch's.
37:57Ich versuche zu leben und mein Bestes zu geben und nicht zu vergessen, wofür ich bestraft wurde.
38:02Hm.
38:03Das hört sich gut an.
38:05Udo,
38:06das läge mir sehr viel daran, mich mit Ihnen zu verständigen.
38:09Nun ja.
38:11Aber das haben wir ja nicht in der Hand, wohin die Dinge laufen.
38:15Wenn sie laufen.
38:23Der Mann ist außer Gefahr.
38:24Sie können auch kurz mit ihm sprechen.
38:27Die zweite Tür links, bitte.
38:29Ich danke Ihnen, Doktor.
38:29Gehört?
38:37Gehört habe ich gar nichts.
38:39Nicht das Geringste.
38:42Nichts gehört,
38:44auch nichts gesehen.
38:47Weiß man eigentlich schon,
38:49wer geschossen hat?
38:52Nee, Herr Schröder, das wissen wir noch nicht.
38:55Nein, nun sehen Sie mal zu,
38:57dass Sie erst wieder auf die Beine kommen.
38:58Sind Sie verheiratet?
39:02Nein.
39:04Aber Ihre Familie lebt hier.
39:06Ich habe niemanden.
39:10Dafür haben Sie aber schöne Blumen hier stehen.
39:13Weiß nicht mal von wem.
39:15Was?
39:17Sie wissen nicht mal von wem?
39:19Ein Bote brachte die Blumen aus einem Geschäft.
39:22Aus welchem Geschäft?
39:24Keine Ahnung.
39:26Danke.
39:26Tschüss.
39:27Bitte.
39:27Ah, Moment, ich habe noch eine Frage.
39:29Hat sich vielleicht irgendjemand
39:29nach dem Befinden des Verletzten erkundigt?
39:32Ja, gestern hat zweimal jemand angerufen.
39:34Und heute Morgen auch.
39:36War das ein Mann oder eine Frau?
39:38Ein Mann.
39:39Aber er hat seinen Namen nicht genannt.
39:42Er war aber erleichtert,
39:43als ich sagte,
39:43es besteht keine Lebensgefahr mehr.
39:46Danke.
39:47Bitte.
39:48Der Täter schickt Blumen.
39:54Das ist mir auch noch nicht vorgekommen.
39:55Er hat Mitgefühl bei den Falschen erwischt.
39:58Das tut ihm leid.
39:59Er ist ganz erleichtert, dass der Mann lebt.
40:03Wir brauchen den Hintergrund von Baruda, dem Schwiegervater,
40:06von Lenor, dem Kompagnon, von seinem Sohn Walter
40:08und von Udo Müller, dem Enkel Barudas.
40:11Was für Leute sind denn das?
40:15Was für eine gemeinsame Geschichte verbindet sie?
40:18Und was haben Sie vor?
40:22Sagen Sie, Herr Lenor,
40:23Sie haben, wie ich höre,
40:24ein sehr gutes Verhältnis zu Frau Baruda.
40:27Sie arbeiten ja hervorragend zusammen.
40:28Und das heißt,
40:30dass Sie sich auch privat ausgezeichnet verstehen.
40:33Wir haben ja Kündigungen eingezogen.
40:35Ja, das stimmt.
40:37Aber wo erkundigt man sich nach sowas?
40:39Und vor allen Dingen, warum?
40:42Da könnte ein Motiv sein.
40:44Ich sage es Ihnen ganz offen.
40:46Auch Sie haben Ihren Ehepartner verloren.
40:48Sie haben möglicherweise mit dem Gedanken gespielt,
40:50mit Frau Baruda zusammenzuleben.
40:53Respekt.
40:55Den Gedanken hatte ich in der Tat.
40:59Vera Baruda ist eine Frau von Geschmack und Kultur.
41:02Außerdem versteht sie sich hervorragend mit meinem Sohn.
41:06Ich habe sie gefragt,
41:07ob sie meine Frau werden will.
41:11Sie wollte nicht.
41:14Auf was für einen Gedanken bringt sie das?
41:16Ob Sie eine Waffe haben, Herr Lenor.
41:18Ob ich eine Waffe habe?
41:20Natürlich habe ich eine Waffe.
41:22Aber ich renne damit nicht in fremden Treppenhäusern herum
41:24und schieße damit durch Türen.
41:27Haben Sie die Waffe hier?
41:29Nein, die habe ich zu Hause.
41:31Können wir die bei Gelegenheit mal sehen?
41:33Jederzeit?
41:34Jetzt.
41:35Jetzt.
41:36Bitte.
41:37Warte, ich komme mit der Polizei,
41:41die sich da mit Theorien herumschlägt.
41:43Kommen Sie, meine Herren.
41:44Danke.
41:45Guten Tag.
41:47Ach, du bist auch da.
41:49Dann ist das ja ein Aufwaschen.
41:51Guten Tag.
41:52Es wird nach meiner Pistole gefragt,
41:54die ich vorzeigen soll.
41:55Einen Augenblick,
41:56ich habe sie im Arbeitszimmer.
41:57Wonach wird gefragt nach einer Pistole?
42:01Ja, aber machen Sie sich keine Sorgen.
42:03Reine Routinefragen.
42:05Sie sind befreundet miteinander.
42:06Ja, wir sind sehr gute Freunde.
42:09Und Sie sind hier so gut wie zu Hause?
42:12Das kann man so sagen, ja.
42:15Ich finde meine Pistole nicht.
42:17Es tut mir leid.
42:18Ich hätte sie mal im Schreibtisch,
42:20aber da ist sie nicht mehr.
42:21Hast du eine andere,
42:22wo sie sein könnte?
42:24Nein.
42:25Zeigen Sie mir bitte Ihren Waffenschein.
42:26Bitte.
42:27Okay, danke.
42:29Eine Walter 7,65.
42:32Mhm.
42:33Die Schüsse, die abgegeben wurden,
42:35die waren vom Kaliber 7,65.
42:37Was wollen Sie denn damit sagen?
42:38Ja, nur, dass es sich um das gleiche Kaliber handelt.
42:41Wollen Sie jetzt bitte jeder nacheinander
42:43einen Text auf dieses Tonband sprechen?
42:45Ja, was für ein Text?
42:46Hab so aufgeschrieben jetzt.
42:48Bitte.
42:52Wenn Sie sich was davon versprechen, bitte.
42:55So, bitte.
42:55Verzeihen Sie, ich habe eine Frage, Schwester.
42:57Da ist doch bei Ihnen ein Taxifahrer eingeliefert worden
42:59mit Schusswunden.
43:01Wie geht es diesem Mann?
43:02Danke.
43:08Bitte.
43:09Verzeihen Sie, ich habe eine Frage, Schwester.
43:11Da ist doch bei Ihnen ein Taxifahrer eingeliefert worden
43:14mit Schusswunden.
43:15Wie geht es diesem Mann?
43:19Aber ich würde doch ganz gern wissen,
43:20was das bedeuten soll.
43:22Wir werden Ihre Stimmen der Krankenschwester vorspielen.
43:24Vielleicht erinnert sie sich.
43:25Ach so.
43:26Aber die wird sich doch nie erinnern.
43:28Und wenn, das ist doch kein Beweismittel.
43:31Das hebt Ihnen doch jeder Strafverteidiger
43:32sofort aus den Angeln.
43:34Kann ich das nicht ablehnen?
43:35Natürlich, aber da müsste ich Sie fragen,
43:36warum Sie es ablehnen.
43:39Also gut.
43:42Verzeihen Sie, ich habe eine Frage, Schwester.
43:45Da ist doch bei Ihnen ein Taxifahrer eingeliefert worden
43:47mit Schusswunden.
43:48Wie geht es diesem Mann?
43:50Danke.
43:51Kann ich Sie jetzt bitte einen Augenblick allein sprechen?
43:53Darf ich die Herren bitten, uns einen Moment allein zu lassen?
43:55Bitte sehr.
44:03Herr Müller, Ihre Mutter lebt in einem Sanatorium.
44:08Ja?
44:08Sie hat vor einigen Jahren nach einer traurigen Erfahrung mit einem Betrüger
44:13einen Selbstmordversuch unternommen.
44:18Ja.
44:20Sie hat sich nie wieder richtig erholt.
44:22Sie bedarf der ständigen Pflege.
44:23Das kann man so sagen, ja.
44:27Und jetzt begegnen Sie einem Mann, der einschlägig vorbestraft ist
44:31und der Ihre Tante heiraten will.
44:35Verstehe.
44:38Ja, der Mann ist mir zutiefst zuwider.
44:42Aber Sie begehen einen Denkfehler.
44:44Denn als auf diesen Mann geschossen wurde,
44:46hatte mir meine Tante die Eröffnung noch gar nicht gemacht,
44:48um wen es sich da eigentlich handelt.
44:49Denn das sagte sie mir, ja, das sagte sie uns allen erst gestern Abend.
44:57Was soll ich?
44:58Ja, nur zuhören und mir sagen, ob Sie die Stimme wiedererkennen.
45:04Verzeihen Sie, ich habe eine Frage, Schwester.
45:06Da ist doch bei Ihnen ein Taxifahrer eingeliefert worden mit Schusswunden.
45:10Wie geht es diesem Mann?
45:11Könnte es sein, dass Sie dieser Mann angerufen hat?
45:14Nein, es war eine andere Stimme.
45:16Vielleicht die?
45:18Verzeihen Sie, ich habe eine Frage, Schwester.
45:29Ach, du bist schon da.
45:31Ja, ich warte auf euch.
45:33Ich wollte euch fragen,
45:34ob wir nicht vielleicht ein bisschen rausfahren mit dem Auto.
45:37Aber ja, Udo, nichts dagegen.
45:40Ein sehr guter Vorschlag.
45:41Mir ist alles recht, was unser Leben,
45:44Zusammenleben normalisiert.
45:46Wir fahren sehr gern mit, nicht wahr, Alexander?
45:48Ja.
46:07Udo.
46:08Wohin?
46:12Zum Seehof.
46:15Gibt es keine andere Möglichkeit?
46:18Nein, Großvater.
46:19Nein.
46:38Sie hat keine der Stimmen erkannt.
46:51Das war wirklich eine gute Idee von dir, Udo.
46:55Und dass du deinen guten Willen zeigst.
46:58Schon gut, Vera.
47:00Ich tue nur, was ich tun muss.
47:01Halt, Udo.
47:16Halt an!
47:24Hier, hier.
47:25Warum?
47:27Warum nicht?
47:28Warum nicht?
47:31Was ist denn hier?
47:33Warum hierher?
47:37Damit alles aus dem Weg geräumt ist.
47:40Das ist das Sanatorium hier,
47:42in dem sich Udos Mutter befindet.
47:47Ja, Mutter.
47:48Was sollen wir hier?
47:52Darf ich jetzt weiterfahren?
47:53Ja.
47:57Ja.
47:58Verwalt ja.
47:58Ja.
47:59Verwalt ja.
48:00Das war's für heute.
48:30Das war's für heute.
49:00Maria.
49:26Alexander, du kennst Maria?
49:34Woher kennst du Maria?
49:41Alexandra!
49:42Alexandra!
49:43Alexander!
49:44Alexander!
49:45Alexander!
49:46Alexander!
49:47Alexander!
49:48Alexander!
50:24Weißt du's?
50:25Seit ein paar Tagen.
50:31Warum hast du mir nichts gesagt?
50:38Warum hast du mir nichts gesagt?
50:39Ich wollte es dir ersparen.
50:45Du musst mir sagen, ob ich halten soll.
50:52Du musst mir sagen, ob ich halten soll.
50:53Du musst mir sagen, ob ich halten soll.
50:54Ich wollte es dir ersparen.
50:55Du musst mir sagen, ob ich halten soll.
51:01Du musst mir sagen, ob ich halten soll.
51:08Ich.
51:09Ich.
51:10Ich.
51:11Ich.
51:13Musik
51:43Musik
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52:25Die Krankenschwester hat keine der Stimmen wiedererkannt.
52:55Musik
52:57Aber es fehlt uns ja noch eine.
52:59Herr Baruda, Ihre Stimme fehlt uns noch.
53:03Wollen Sie bitte ins Telefon sprechen?
53:05Verzeihen Sie, ich habe eine Frage, Schwester.
53:07Da ist doch bei Ihnen ein Taxifahrer eingeliefert worden mit Schusswunden.
53:11Ja, Schwester Grete, bitte.
53:13Wie geht es diesem Mann?
53:15Schwester Grete? Ja, Inspektor Klein.
53:17Moment mal, es kommt noch eine Stimme.
53:21Kommen Sie bitte.
53:25Wir leben in Hamburg.
53:43Mein Vater hatte die Familie verlassen.
53:45Von heute auf morgen, ohne ein Wort zu sagen.
53:47Eine brutale Trennung.
53:49Es hat auch lange gedauert, bis meine Mutter darüber hinweg war.
53:53Ich war dann ein Jahr, Studien halber in London, und bekam plötzlich fröhliche, aufgeregte Briefe von meiner Mutter.
54:03Sie war wieder glücklich.
54:05Sie hatte einen Mann kennengelernt, den sie liebte.
54:09Sie telefonierte mit mir und sagte, vielleicht hat all das Schreckliche, das ich erlebt habe, wirklich einen Sinn gehabt.
54:15Aber noch ehe ich diesen Mann selber kennenlernen konnte, hatte er meine Mutter verlassen.
54:21Auch von heute auf morgen.
54:23Und sie zugleich um ihr gesamtes Geld betrogen.
54:27Daraufhin wollte sie sterben.
54:31Und wenn man es genau nimmt, so ist sie ja auch gestorben.
54:35Haben Sie Anzeige erstattet?
54:37Ja.
54:38Aber der Mann hatte einen falschen Namen benutzt und war unauffindbar.
54:43Dann stellte mir meine Tante Alexander Rudow vor.
54:47Ein Mann, der aus Hamburg stammte und außerordentlich charmant und liebenswürdig war.
54:53Er entsprach den Beschreibungen, die ich von meiner Mutter bekommen hatte.
54:57Ich sprach darüber mit meinem Großvater und mit den Lenaus.
55:01Ich sagte, das kann der Mann sein.
55:04Ich meine, er muss es nicht sein, aber vielleicht ist er es.
55:07Also beschaffte ich mir eine Fotografie von Rudow und fuhr damit in das Sanatorium.
55:23Tag, Mama.
55:33Wie geht's dir?
55:36Gut siehst du aus.
55:38Ich freue mich, dich zu sehen.
55:41Ich hatte Angst, meiner Mutter das Foto zu zeigen.
55:44Ich fragte mich, ob ich nicht ihren Frieden störe.
55:47Aber ich hatte ja keine andere Wahl.
55:50Ich zeigte ihr das Foto.
55:55Kennst du diesen Mann?
56:00Und sie erkannte ihn.
56:15Er ist es.
56:31Ja, warum hat nicht einer von Ihnen Frau Baruda ganz einfach die Wahrheit gesagt?
56:36Ich war dagegen.
56:38Ich sagte, wollen wir es riskieren, dass sie auch den Verstand verliert?
56:44Ich war es meiner Familie schuldig, eine andere Lösung zu finden.
56:49Lösung?
56:51Ja.
56:52Ich bin froh, dass ich es jetzt sagen darf.
56:55Ich war es.
56:57Ich habe dem Leonhard die Pistole weggenommen.
57:00Es tut mir sehr leid, dass sie seinen Unschuldigen getroffen hat.
57:07Was Labour-Eich?
57:08Ich bin froh, dass sie einen Job haben kann wird und dann auf puff Boneaus.
57:12In der Vergangenheit etwas Network her flipen, habenrot die aufgefallen,
57:16nachooth Flüssig.
57:18Ich bin froh, dass Sie den Schl fotografier oder in der Vergangenheit sind.
57:19haben Sie die Tisch einstelltworldien?
57:22Das ist schön viel Vorteil.
57:25Und was, wenn er sich wirklich geändert hat?
57:41Er hat mir doch alles gestanden.
57:55Untertitelung des ZDF, 2020
58:25Untertitelung des ZDF, 2020
58:55Untertitelung des ZDF, 2020
59:25Untertitelung des ZDF, 2020
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