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  • vor 2 Tagen
Die Martins geraten nach dem Tod von Philip auch in finanzielle Schwierigkeiten. Dr. Martin hatte bei der Gründung der Tierstation eigenes Geld investiert und sein Wohnhaus belastet. Michaela Martin bleibt nichts anderes übrig, als das Anwesen mit der Praxis zu verkaufen. Die Kinder Sandra und Oliver, sind natürlich strikt dagegen.
Was soll aus dem Schimpansen werden? Muss er die Familie verlassen? Die Drei versuchen alles, um den Verkauf zu verhindern. Bei den anstehenden Besichtigungsterminen mit Interessenten lassen sie sich einiges einfallen. Charly läuft zur Höchstform auf, um die Wohnung und die Praxis richtig mies zu machen.
Rodolfo ist unglücklich, weil auch die Tierstation den Besitzer wechseln soll. Nur für Dr. Max Henning ist die Zukunft gesichert: Er wird eine Praxis in Norddeutschland übernehmen. (Text: ZDF)

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Transkript
00:13Bist du sicher, dass Sandra und Oliver auch wirklich aufgestanden sind?
00:17Ja, bin ich. Oliver hat mich nämlich angemeckert, ich soll ihn nicht immer zweimal wecken, er sei kein kleines Kind.
00:22Oh Gott, oh Gott, es ist noch gar nicht so lange her, da hat fünfmal wecken auch nichts genutzt.
00:26Im Augenblick spuckt er große Töne um Pflichtbewusstsein und Schuldisziplin.
00:30Ich bin so neugierig, wie lange das anhält.
00:32Ich auch.
00:39Hast du die Kontexten reingebracht?
00:41Natürlich, auch die richtigen, die Schoko, damit Sandra nicht wieder maulen kann.
00:45Im Moment hat sie ja die Schoko-Phase, Charlie übrigens auch.
00:48Der hat die doch immer.
00:54Das darf doch nicht wahr sein.
00:57Oh Gott, nein, das gibt's doch nicht.
01:03Ich bin verrückt.
01:05Ach, wenn man nur einen Augenblick nicht aufpasst, es ist zum Heulen.
01:09Michaela, schau dir das an.
01:12Mama, was hast du denn da angestellt?
01:15Ich?
01:16Der!
01:17Charlie, das warst du?
01:19Bist du denn von allen guten Geistern verlassen?
01:21Das kann man wohl sagen.
01:25Das ist ja eine richtige Sauerei.
01:28Was ist denn hier los?
01:30Charlie hat doch ja Frühstück gemacht.
01:32Charlie, spinnst du?
01:39Na, wenigstens gibt das zu.
01:41In einer Stunde kommt der Makler, sie ist zum Master Hautfahnen.
01:44Gut gemacht, Charlie.
01:45Wenn der Makler dieses Durcheinander sieht, dann...
01:47Ja.
01:47Nein, dann kann er das Haus nicht verkaufen.
01:49Keine Sorge, bis dahin ist hier alles wie der Pico-Bello.
01:52Hier, Oma.
01:52Aber wir wollen hier wohnen bleiben.
01:54Wieso haben wir eigentlich kein Geld?
01:55Papa hat das so gut verdient.
01:57Hat er schon.
01:57Er hat aber auch fast alles in die Tierstation gesteckt.
02:00Wir müssen verkaufen.
02:07Wir müssen verkaufen.
02:40Petra!
02:41Wer sonst?
02:42Das ist eine Überraschung.
02:46Mein Lieblings-Rassierwasser.
02:50Hey, was ist denn?
02:52Der Typ, der da hinten die Tante knutscht.
02:54Der arbeitet bei uns als Tierarzt.
02:56Na und?
02:57Na ja, keiner wusste bisher, dass er eine Freundin hatte.
03:00Jeder muss zusehen, dass er seine Hormonaushalte in Ordnung hat, oder?
03:02Kannst du gerade sagen.
03:03Trotzdem.
03:05Das ist eine echte Überraschung.
03:10Freust du dich eigentlich nicht, dass ich dich abgeholt habe?
03:13Und wie?
03:14Ehrlich?
03:21Sag mal, du hast doch Patienten.
03:23Wer trot denn jetzt mit denen herum?
03:25Keiner.
03:26Ich habe zwei Patienten abgesagt.
03:28Danke.
03:29Gibt es dafür einen besonderen Grund?
03:31Vielleicht.
03:32Weil die Tage mit dir her wohl gezählt sind.
03:35Wenn du nach Flensburg gehst.
03:37Hey, darüber haben wir doch schon gesprochen.
03:39Es ist doch kein Problem, wenn wir uns immer mal wieder sehen.
03:42Max, ab immer mal Beziehungen lege ich keinen Wert mehr.
03:44Die hatte ich schon zu wenig.
03:47Müssen wir darüber ausgerechnet jetzt und hier sprechen?
03:50Nein, das müssen wir nicht.
03:54Ups.
03:55Ich glaube, wir fahren jetzt an den Siebten hin.
03:57Ersten ist Ober, geht los.
04:00Ja, Herr Reck, sollen wir zuerst mal alles hier draußen zeigen und dann reingehen?
04:04Sie werden erstaunt sein, wie groß die Außenfläche ist.
04:07Allein der Gartenanteil ist nicht...
04:08Frau Martin, wenn Sie die Präsentation des Hauses freundlicherweise mir überlassen würden.
04:13Herr Dr. Markowitz, gnädige Frau, Sie wissen, wie selten hier in dieser Gegend überhaupt noch freie Häuser angeboten werden.
04:19Dieses Objekt ist ein reiner Glücksfall.
04:21Also der Garten ist nun wirklich nicht schön.
04:25Den Baumbestand habe ich mir auch anders vorgestellt.
04:28Den kann man ja ändern, Liebes.
04:30Nun lass uns erst mal das Haus anschauen.
04:32Genau, genau.
04:33Herr Dr. Markowitz, für Sie als Urologe wäre das Anwesen geradezu ideal.
04:37Allein die Aufteilung der Praxisräume ist also...
04:39Sie sind gar kein Tierarzt?
04:42Tierarzt?
04:43Ja, um Gottes Willen.
04:44Also mit Tieren habe ich überhaupt nichts am Hut.
04:47So sieht der auch aus.
04:49Hoffentlich gefällt ihm das Haus nicht.
04:51Charlie, lass dich bloß nicht bei dem blicken.
04:53Die mögen bestimmt keine Schimpansen.
04:55Recht hast du.
04:56Mein lieber Doktor, dass Sie die nicht tragenden Wände einreißen lassen, ist doch selbstverständlich.
05:00Und dann haben Sie schicke und moderne Praxisräume.
05:04Eine Praxis in dieser Gegend ist eine Rarität.
05:09Lassen Sie Sie von der Täler nicht aufhalten.
05:11Der ist es gewohnt, dass man über ihn hinwegsteigt.
05:14Beißt der?
05:15Nein, der ist froh, wenn man ihm nichts tut.
05:20Bitte sehr.
05:21Hat der Flöhe?
05:22Ich weiß nicht, aber es ist nicht anzunehmen.
05:27Bei einem Tier weiß man nie, was es im Pelz hat.
05:30Bei den Menschen auch nicht.
05:45Ich bin auf den Menschen drauf.
05:46Ich bin einig, was die froh.
05:50Soknecht.
05:54Ich bin einig, dass wir die Menschen auch nicht herumschrauben haben.
05:57Ich war nämlich, wie ich sie mich zu haben.
05:58Ich bin einig, dass ich das alles rausgelegt habe.
06:00Ich war wirklich so leicht.
06:00Ich war nicht so leicht.
06:01Ich war nicht so leicht.
06:15Wir beginnen oben und dann geht's nach unten.
06:17Es muss alles eine gewisse Ordnung haben, ein System, sonst bekommt man nämlich kein Gefühl für das Haus.
06:21Wenn ich bitten darf.
06:25Aus dem Treppenhaus könnte man was machen.
06:27Schatz, deine ganze Japan-Bildersammlung würde hier sehr gut hinpassen.
06:36Hier entlang, bitte.
06:39Hier entlang.
06:40Ja, ja.
06:42Bitte.
06:44Schön hier oben, nicht? Es geht.
06:48So, das ist das Schlafzimmer.
06:51Frau Markowitz, das ist ein wirklich großer, schöner und heller Raum.
06:55Na ja, also so groß ist er nun auch wieder nicht.
06:59Aber klein kann man nun wirklich nicht dazu sagen.
07:02Also ich muss sagen, unser Schlafzimmer muss ja nicht da sein, wo andere ihr Schlafzimmer haben.
07:07Besser wäre es natürlich, Sie würden den Raum nebenan zum Schlafzimmer machen und das Schlafzimmer zur Garderobe.
07:11Dann hätten Sie das Badezimmer direkt daneben.
07:14Ja, das wäre eine Möglichkeit.
07:18Ist das hier die Nordseite?
07:19Ja, Nordseite.
07:21Aber wann braucht man schon die Sonne im Schlafzimmer?
07:24Die trägt man im Herzen oder man hat sie im Bett.
07:28Ich darf Ihnen dann die Räume nebenan zeigen.
07:30Dieser ist ganz besonders reizvoll.
07:37Was suchst du denn da?
07:38Na, mein Schuh!
07:39Nein, schon wieder!
07:44Hier ist kein Schuh!
07:46Aber ich hatte ihn doch eben noch an!
07:48Kann ich Ihnen irgendwie behilflich sein?
07:50Nein, danke.
07:52Meine Frau ist ständig irgendein Schuh.
07:54Vielleicht hast du ihn schon unten ausgezogen.
07:56Na, du hast vielleicht Nerven.
07:58Ich gehe doch nicht auf einem Schuh die Tappe hoch.
08:00Aber, Liebes, wenn er hier nicht ist, dann liegt er eben woanders.
08:03Komm jetzt, bitte.
08:04Ja, und wie?
08:05Soll ich jetzt hier so weiterlaufen, oder?
08:06Stell dich doch nicht so an!
08:08Na Gott, schon wieder auftauchen.
08:09Wie neulich im Theater, da haben wir ihn ja auch wieder gefunden.
08:11Oh Gott, jetzt hätte ich doch fast das Badezimmer vergessen.
08:14Das ist nun wirklich ein Traum.
08:16Ostseitig.
08:16Hier geht die Sonne auf.
08:18Es ist wirklich schön.
08:20Oh Gott.
08:22Ja, aber was ist denn das?
08:25Scheint Badeschon zu sein.
08:27Badetalchen?
08:36Haben Sie eine Erklärung dafür?
08:37Ich werde es nicht.
08:39Vielleicht führen Sie die Herrschaften weiter.
08:40Ich gehe das auch immer auf den Grund.
08:42Tun Sie das.
08:42Wenn Sie Hilfe brauchen, dann rufen Sie.
08:44Ja.
08:45Vielleicht gehen wir anderen dann schon mal inzwischen nach unten.
08:47Bitte nach Ihnen.
08:49Ja, häufig können Sie schwimmen.
08:50Ich habe ja einen Albtraum, Badezimmer zu sein.
08:54Wahrscheinlich läuft das Wasser darin gar nicht ab
08:55und man muss den Badeschaum in Eimern wegtragen.
09:04Und warum haben Sie sich dann letztlich für Flensburg entschieden?
09:08Das ist doch so eine kalte Ecke.
09:09Immer windig.
09:11Ich mag das ganz gern.
09:12Das Meer, die Wellen, der Wind.
09:14Außerdem gefällt mir die Praxis.
09:16Konkurrenz ist nicht sehr groß.
09:17Und irgendwann im Leben muss man ja wieder mal was Neues machen.
09:20In Ihrem Alter, ja.
09:22Bei mir sieht es schon anders aus.
09:24Ich muss erst mal jemanden finden, der mich überhaupt anstellt.
09:27Und der mir sympathisch ist natürlich.
09:29Nicht so leicht.
09:31Ja, ich weiß.
09:32Was ist denn mit dem Wolfgang Glüppers?
09:34Der suchte noch einen Partner.
09:35Der wollte doch einen in seine Praxis nehmen.
09:36Ja, ich habe davon gehört.
09:38Aber der wohnt am anderen Ende der Stadt.
09:40Anderthalb Stunden hin, anderthalb Stunden zurück.
09:43Das ist mir zu viel.
09:46Und was ist mit der Tierklinik?
09:47Auch das ist mir zu hektisch.
09:49Ich brauche auch was Gemütliches.
09:51So wie es hier ist.
09:54Also ich finde, die Raumeinteilung dieses Hauses höchst unpraktisch
09:58und für eine Arztpraxis ungeeignet.
10:00Ich wüsste gar nicht, wo ich für mich einen gemütlichen Raum einrichten könnte.
10:04Innen können Sie natürlich, wie schon gesagt, alles umbauen.
10:07Wende raus, wende rein.
10:08Wie Sie wollen.
10:09Wir wollen doch nicht das ganze Haus umbauen.
10:11Bei dem Preis.
10:13Außerdem steht das Haus unter Denkmalschutz.
10:15Über den Preis kann man ja noch reden.
10:17Ich bin sicher, Frau Martin kommt Ihnen da einen kleinen Schritt entgegen.
10:20Das müsste für ein großer Schritt sein.
10:23Ich komme mir weder einen großen noch einen kleinen Schritt entgegen.
10:25Das kann ich gar nicht.
10:26Aber Frau Martin, schon in Anbetracht des Denkmalschutzes,
10:29der engt immer in die Umbaumöglichkeiten ein.
10:30Aber er bietet ein zielvolles Ambiente.
10:32Das ist ja auch das einzig Reizvolle daran.
10:35Das ist nicht reizvoll, sondern nur teuerlich.
10:37Aber mein lieber Dr. Markovic, jetzt bedenken Sie doch einmal die Lage.
10:41Wandensee, beste Gegend, alles freundlich und positiv.
10:43Sogar mit dieser doch etwas schlichten Einsichtung.
10:46Na?
10:49Ich werde Ihnen gleich mal anhand des Grundrisses demonstrieren,
10:52wie ich das mit dem Umbau meine.
10:54Wir schauen uns nochmal draußen um.
10:55Ja, tun Sie das.
10:57Ah! Das ist mein Schuh!
10:59Da siehst du, ich wusste, dass Sie ihn irgendwo abgelegt hast.
11:02Aber doch nicht hier, Friedhelm!
11:04Hier ist alles zuzutrauen.
11:06Wo habe ich denn eigentlich meinen Aktenkoffer gelassen?
11:09Das steht hier, auf der Treppe.
11:10Das!
11:12Liebes!
11:15Das Format in eines, sage ich Ihnen gleich.
11:17Ihre Preisvorstellung ist die reinste Utopie da.
11:19Wenn Sie wohl nochmal ein paar Abstriche machen müssen.
11:21Aber Sie haben doch selbst gesagt...
11:22Es ist ein altes Haus, einen miserablen Zustand, bei genauerem Hinsehen.
11:26Tatsache.
11:29Hallo?
11:30Ist ja offen.
11:30Tag!
11:31Verstehe ich nicht.
11:32Tag!
11:35Alles kann ich dir sagen, Samra.
11:37Ich finde das gar nicht witzig.
11:38Was habe ich denn jetzt schon wieder gemacht?
11:40Tu nicht zur Ahnung, so sehr geht es schließlich um was.
11:42Die Sache mit dem Badezimmer war eine saudumme Idee.
11:44Verstehe kein Wort.
11:46Wir sprechen uns noch.
11:48Hä?
11:49Ist bloß dieser Eichenordner.
11:51Ich habe heute Morgen ja eigentlich nicht reingelegt.
11:53Ich begreife das nicht.
11:54Und ich begreife nicht, warum Sie uns gerade diese Immobilie anbieten.
11:57Ein Objekt, an dem nichts so ist, wie es sein sollte.
12:01Aber mein lieber Doktor, das...
12:02Das ist doch gerade das Wunderbare.
12:04Dadurch kann sich Ihre kreative Seite voll entfalten.
12:08Meinen Sie?
12:09Aber das meine ich nicht nur, das...
12:11Das weiß ich.
12:13Hm.
12:16Hm.
12:17Hm.
12:18Hm.
12:19Hm.
12:20Hm.
12:20Hm.
12:21Hm.
12:22Hm.
12:22Hm.
12:23Hm.
12:23Hm.
12:24Hm.
12:26Hm.
12:28Hm.
12:36Hier bist du.
12:40Ist was?
12:42Mama ist irgendwie hysterisch heute.
12:44Keifte mich an, ich hätte alle Zimmer unordentlich gemacht.
12:47Alles nur wegen diesem blöden Makler.
12:50Seit Papa tot ist, hat sich alles verändert.
12:54Er fehlt mir.
12:57Mir auch.
12:58Uns allen.
12:59Aber du musst Mama verstehen.
13:01Sie hat einfach Sorgen.
13:03Haus verkaufen, was Neues finden.
13:07Ich hab gar keinen Bock, hier wegzugehen.
13:10Früher hab ich immer gelacht,
13:11wenn die vom Elternhaus gelabert haben.
13:13Heute weiß ich, was die meinen.
13:16Wir schaffen das schon.
13:18Weißt du, dass Max eine Freundin hat?
13:20Ich hab ihn am Bahnhof erwischt.
13:21Er hat ganz schön mit dir rumgeknutscht.
13:23Ehrlich? Und was hat er gesagt, als er dich gesehen hat?
13:26Nichts, weil ich vor Entdeckung gegangen bin.
13:34Schade, dass Ihnen das Objekt nicht zusagt,
13:36aber es ist so.
13:37Es tut uns leid.
13:39Vielleicht dürfte ich Ihnen in Charlottenburg
13:41noch ein ganz ähnliches Haus zeigen.
13:42Das ist großzügiger geschnitten.
13:44Auch eine einmalige Gelegenheit.
13:46Es gehört einem Rechtsanwalt, der nach Spanien umzieht.
13:48Eine sehr repräsentative Villa
13:49ist allerdings etwas teurer.
13:51Aber die wird Ihnen gefallen, Frau Markowitz.
13:54Wintergarten, Kamin, Sauna
13:56und ein Baumbestand.
13:58Na?
13:58Kostet nur eine kleine Million mehr.
14:00Ich wünsche Ihnen auch viel Glück bei Ihrer weiteren Suche.
14:03Ich darf mich dann verabschieden.
14:04Wiedersehen.
14:05Wiedersehen.
14:05Wiedersehen, Frau Markowitz.
14:06Einen Affen!
14:07Tut er was?
14:09Hey, mein Auto!
14:11Hilfe!
14:12Charlie!
14:13Hörst du auf, komm sofort da runter!
14:18Entschuldigung, Herr Mark, ich weiß gar nicht, wie Charlie dazu kommt.
14:20Er wollte sicher nur Ihr Auto waschen.
14:22Mein Auto war gewaschen.
14:23Es tut mir wirklich leid, aber es ist ja nur Politur.
14:26Jetzt tun Sie endlich den scheiß Affen da weg, sonst vergesse ich mich noch.
14:29Und hol Sie den Köter aus meinem Auto!
14:31Hotello raus.
14:32Und du, Charlie, komm da runter.
14:36Komm, Charlie.
14:38Regen Sie sich doch nicht so auf, es ist doch nichts passiert.
14:41Nichts passiert?
14:42Nichts passiert, nennen Sie das!
14:44Das wird teuer, das kann ich Ihnen sagen.
14:46Wissen Sie, was so ein Auto kostet?
14:48Man sollte dem Viech doch glatt den Hals umdrehen.
14:49Freien Sie mich nicht so an.
14:51Ich habe mich entschuldigt und ich zahle Ihnen auch die Autowäsche.
14:53Autowäsche?
14:54Autowäsche, da kann ich ja nur lachen.
14:56Der ganze Lack ist im Eimer.
14:57Das kostet Sie ein neues Auto.
14:59Ich bringe Sie vor Gericht.
15:01Sie und diesen, diesen Affen.
15:02Und den Köter obendrein!
15:06Aber hallo, wie sprechen Sie denn mit Frau Martin?
15:09Mäßigen Sie Ihren Ton.
15:11Sie geht das doch einen feuchten Kehricht an.
15:13Da irren Sie sich aber gewaltig.
15:15Ich habe Herrn Rick versichert, dass ich für den Schaden aufkomme.
15:18Also entschuldigen Sie sich bei Frau Martin.
15:20Ich denke gar nicht dran.
15:21Ich habe ja keinen Affen.
15:23Nein, er hat keinen Affen.
15:25Ich würde Ihnen raten, einzusteigen und schnellstens zu verschwinden.
15:28Sonst erleben Sie ja blaues Wundern.
15:29Hier ist wirklich jedes Wort zu viel.
15:31Wir fahren.
15:34Sie hören noch von mir.
15:35Besser nicht.
15:38Danke.
15:39Nicht der Rede, Bill.
16:05Es ist zum Verzweifeln.
16:08Man kann doch nicht plötzlich so tun, als gäbe es die Station nicht.
16:13Wird das Gute denn immer bestraft?
16:15Mama mia, der Dr. Martin hat hier alles aufgebaut, Gelder gesammelt, Tiere gerettet und Zeit geopfert.
16:21Und jetzt, wo er tot ist, soll alles umsonst gewesen sein, Madonna mia.
16:25Das kann doch nicht wahr sein.
16:27Ich weiß, das leuchtet mir ja auch alles ein.
16:29Deshalb treffe ich mich ja jetzt mit Frau Martin.
16:31Sie muss gleich hier sein.
16:33Sie hat einen Makler mit einem Kaufinteressenten im Haus.
16:36Willen Sie das Haus verkaufen?
16:37Wollen.
16:38Sie muss.
16:39Dr. Martin hatte viel Geld in diese Station reingesteckt.
16:42Privates Geld.
16:43Und das fällt jetzt, Frau Martin.
16:45Sie hat große Schulden.
16:46Ja, ich weiß.
16:48Da kommt sie.
16:51Herr Friese.
16:53Guten Tag.
16:54Tag, Frau Martin.
16:55Hallo, Rotorfer.
16:55Frau Martin.
16:56Tut mir leid, dass ich zu spät bin.
16:58Spielt keine Rolle.
16:59Und?
16:59Ist das Haus verkauft?
17:02Leider nein.
17:03Ich habe mir das einfacher vorgestellt.
17:05Aber lassen wir das.
17:06Ich habe auch nur eine Frage.
17:08Und die heißt, was wird aus der Tierstation?
17:10Ja.
17:12Seit Tagen zerbreche ich mir darüber den Kopf.
17:14Aber das Problem sind, wie so oft, die Finanzen.
17:17Kein Tierarzt in Berlin konnte sich bisher dazu entschließen,
17:19die Station weiter zu betreiben.
17:21Dazu gehört eben sehr viel Idealismus.
17:23Den hatte Dr. Martin.
17:25Ja, er hatte ihn.
17:27Aber solche Menschen sind leider sehr seltsch.
17:31Es müsste sich doch ein privater Investor finden lassen,
17:34der hier weitermacht.
17:35Wir versuchen ja, Sponsoren zu finden,
17:37aber die gibt es nicht wie Sand am Meer.
17:38Ja, vorübergehend kann ich Ihnen erst mal
17:41unsere verstärkte Unterstützung zusichern.
17:44Und auch kurzfristig kann ich ein paar finanzielle Mittel locker machen.
17:47Nur auf Dauer geht das eben nicht.
17:48Wir verteilen die Tiere auf einige Zoos.
17:51Ich koche wieder und finit.
17:53Wir finden schon eine Lösung, Rodolfo.
17:55Frau Martin, sie muss an sich und die Kinder denken.
17:58Das kommt der Bambini.
17:59Die Praxis läuft doch erst mal weiter.
18:02Nicht mehr lange.
18:04Frau Dr. Rösner sucht eine Stelle,
18:05wo sie halbtags arbeiten kann.
18:07Und Dr. Henning eröffnet in Flensburg seine eigene Praxis.
18:10Das ist traurig.
18:12Nichts bleibt, wie es ist.
18:14Das Leben besteht nur aus Umwege.
18:17Wir brauchen noch Antibiotika.
18:20Wir werden sicher noch ein paar Fälle von Borreliose bekommen.
18:2522 Zecken.
18:26Die arme Hunde, das ist ein Wahnsinn.
18:28Und vier das Herrchen.
18:30Wir sollten ein Plakat im Wartezimmer aufhängen.
18:34Ein paar Informationen über die Zeckenplage wäre sicher nicht schlecht.
18:37Ja.
18:39Mach ich alles morgen.
18:40Heute muss ich pünktlich Feierabend machen.
18:42Ja, ich auch.
18:43Hoffentlich ist Rodolfo auch bald fertig.
18:46Der Friese vom Tierschutz ist bei ihm.
18:49Sie können da die Tierstationen nicht einfach dicht machen.
18:51Das ist eine Schande.
18:52Irgendjemand muss sich doch verantwortlich fühlen.
18:54Ja, das sagen wir so leicht hin.
18:56Und Michaela sitzt mit allem da.
18:58Wenn man bloß irgendwie helfen könnte.
19:00Ja.
19:01Hat mir auch schon überlegt.
19:02Aber wenn wir ganz ehrlich sind,
19:03hat er wieder von uns beiden seine eigene Lebensplanung.
19:05Eine eigene Praxis, das wäre mir auch zu viel verantwortet.
19:09Wenn ich jünger wäre, ja.
19:10Aber jetzt nicht mehr.
19:17Charlie, was soll denn das?
19:19Wozu brauchst du denn die vielen Kissen?
19:26Also Charlie, ich muss sagen, du bist ein richtiger Egoist.
19:29Komm, gib mir wenigstens ein Kissen zurück.
19:32Wiedersehen.
19:34Charlie, da ist ja ein super Platz.
19:36Wiedersehen, Max.
19:36Tschüss.
19:40Also Charlie, jetzt gib die Kissen alle wieder her
19:43und leg eins auf jeden Stuhl.
19:44Hast du verstanden?
19:46Ein kluger Affe tut, was man ihm sagt.
19:54Habt ihr zwei Probleme?
19:56Mit Charlie hat man heute nur Probleme.
19:58Scheint so.
20:00Als ich das verschmierte Auto gesehen habe,
20:01dachte ich mir, bleibt das Herz stehen.
20:03Die hätten das Haus sowieso nicht genommen.
20:06Das hast du selbst gesagt.
20:07Ich weiß.
20:10Hast du was gefunden?
20:11Nein.
20:13Ich glaube, das Beste wird sein,
20:14wir probieren es mal ohne Makler.
20:18Hallo und tschüss.
20:19Es kann ein bisschen später werden.
20:20Bei mir auch.
20:21Wo holtet ihr denn hin?
20:22Ins Kino.
20:22Ins Kino.
20:23Beide?
20:24Beide.
20:25Zusammen?
20:25Um Gottes Willen.
20:27Ich schaue mir noch keinen Kinderfilm an.
20:28Zombie.
20:30Habt ihr alles für die Schule gemacht?
20:31Haben wir.
20:33Tina hat dir was auf den Anrufbeantworter gesprochen.
20:35Sie mögen vorbeikommen.
20:37Oh Gott, ich will meine Ruhe haben.
20:39Also ich finde,
20:40ihr könntet wirklich mal bei eurer Mutter bleiben.
20:42Aber Oma,
20:43sie will doch ihre Ruhe haben.
20:44Was dann?
20:45Ciao, Mama.
20:45Ciao, Oma.
20:46Also hör mal.
20:47Ich finde das unmöglich.
20:49Sie sollen dich nicht so viel alleine lassen.
20:52Mama,
20:53Sie müssen auf andere Gedanken kommen.
20:55Das ist reiner Selbstschutz.
20:59Sag mal,
21:00hast du heute nicht eine Gymnastikstunde?
21:03Jetzt willst du mich wohl auch loswerden.
21:06Ehrlich gesagt,
21:09ich möchte gerne allein sein.
21:11Ich brauche Ruhe zum Nachdenken.
21:14Böse?
21:14Ach,
21:15dann könnte ich dir böse sein.
21:17Also ich möchte wissen,
21:18was Charlie mit den Kissen hat.
21:22Ist ja rührend.
21:24Also rührend finde ich das überhaupt nicht.
21:26Mir nimmt er die Kissen weg
21:27und dir gibt er sie.
21:30Danke, Charlie.
21:40Du siehst aus,
21:41als hättest du im Moment verdammt viel um die Ohren.
21:43Habe ich auch.
21:44Aber lauter Dinge,
21:45die Geld kosten.
21:46Das Haus,
21:47die laufenden Kosten,
21:48ein Röntgengerät,
21:49das Philipp bestellt hat,
21:50ein Blutgasanalysegerät,
21:51ein Ultraschallgerät.
21:53Ich weiß gar nicht,
21:54wo mir der Kopf steht.
21:56Sö, mir aber lieber,
21:57ich wüsste nicht,
21:57wo mir der Kopf steht,
21:58wegen Dingen,
21:58die Geld bringen.
21:59Das glaube ich dir.
22:01Trotzdem, Michi,
22:02versuch jetzt ruhig zu bleiben.
22:03Du kriegst das alles in den Griff.
22:05Ja, ja.
22:07Du bist ungefähr die Zwanzigste,
22:08die mir das sagt.
22:09Latina,
22:10wenn sie nicht bald was tut,
22:11dann kriege ich echte finanzielle Probleme.
22:14Ich wollte dich um etwas bitten.
22:15Ja.
22:16Du müsst mir ab jetzt mehr Aufträge geben.
22:19Aber Michi,
22:19du mutest ja jetzt nicht zu viel zu.
22:21Am liebsten werden mir Aufträge
22:22in Berlin und umgegeben.
22:23Ich will die Kinder
22:24nicht zu viel allein lassen.
22:27Du kannst dich auf mich verlassen.
22:49Und wie mein neues Wartesimmer aussieht,
22:50weiß ich auch schon.
22:51Das wird die modernste Tierarztpraxis
22:53von Flensburg.
22:54Weiße Holzbalken, Decke,
22:55schicke Stühle.
22:56Das muss alles ein bisschen Stil haben.
22:58Hallo.
22:59Schläfst du noch?
23:01Du freust dich richtig,
23:02Herr Flensburg, hm?
23:03Oh ja.
23:04Wie lange habe ich davon geträumt,
23:05Tierarzt zu sein
23:05und eine eigene Praxis zu haben?
23:07Aber das verstehst du doch.
23:08Natürlich verstehe ich dich.
23:10Ich habe auch lange Zeit
23:11davon geträumt.
23:13Petra, Schuck,
23:14Krankengymnastin.
23:15Ich war so stolz.
23:16Das kannst du auch sein.
23:17Mein schält sich auch schon vor mir.
23:19Und wenn du nach Flensburg kommst,
23:20stellen wir uns gemeinsam davor
23:21und köpfende Flasche Schuppes.
23:23ich komme nicht nach Flensburg.
23:24Wie, du?
23:26Das meinst du noch nicht ernst?
23:27Doch.
23:29Wenn du gehst,
23:31dann bist du weg.
23:40Hast du die Augen aus dem Sinn?
23:44Peter, ich kann nicht hierbleiben,
23:46nur weil...
23:46Weil wir uns lieben?
23:48Oder weil ich dich liebe?
23:51Warum sagst du so etwas?
23:53Weil es stimmt.
23:55Du bist wie ein Fisch,
23:56man kann dich nicht fassen.
23:59Ciao.
24:37Oliver,
24:38musst du immer am Frühstückstisch
24:39Hausabgaben machen.
24:40Ich bin ja gleich fertig.
24:42Oh Mann,
24:43ich hasse Chemie.
24:44Ach,
24:44und gestern hast du behauptet,
24:45du hättest alles gemacht.
24:47Angefangen hatte ich ja auch.
24:50Um dann ins Kino zu gehen.
24:51Mama?
24:53Ja?
24:55Morgen.
24:56Ich kann heute nicht in die Schule gehen.
24:58Warum?
24:59Was hast du denn?
25:00Guck doch mal,
25:01wie ich aussehe.
25:02Der Pickel geht ja noch,
25:03aber der da.
25:04Den kriege ich noch nicht mal
25:05mit dem Abdeckstift weg.
25:07Zeig mal.
25:09Ach,
25:09das ist doch nicht so schlimm.
25:11So gehe ich auf jeden Fall
25:12nicht in die Schule.
25:13Tut mir echt leid.
25:14Du hast doch nur Angst,
25:15dass Justus dich sieht.
25:17Aber wenn es wahre Liebe ist,
25:18dann macht dein Pickelgesicht auch nichts.
25:20Pickelgesicht?
25:20Ich habe doch kein Pickelgesicht.
25:22Du bist richtig gemein.
25:24Hört auf zu streiten.
25:25Und Oliver,
25:26räum jetzt bitte deine Sachen weg,
25:27aber sofort.
25:28Bin schon fertig.
25:29Noch zwei Minuten.
25:32Charlie, Finger weg!
25:50Was hat er denn da?
25:56Sieht aus wie ein Grundriss.
26:01Zeig mal.
26:05Das ist der Grundriss von unserem Haus.
26:07Das sind die Unterlagen,
26:09die der Makler gestern
26:09in seinem Koffer gesucht hat.
26:11Dann hat Charlie sie ihm geklaut
26:13und versteckt.
26:18Was hat denn der Makler da notiert?
26:20Was denn?
26:23So ein falscher Kerl.
26:25Wieso?
26:26Was hat er denn notiert?
26:27Hier.
26:29Preis auf Niedrigniveau drücken.
26:31Das gibt es doch nicht.
26:32Der wollte das Haus
26:33um 50.000 billiger machen,
26:35nur weil es dann schneller verkaufen kann.
26:36Und hier,
26:37Negativpunkte verstärken.
26:38Alte Rohre,
26:40defekte Fliesen im Bad,
26:41fehlende Sauna,
26:43veraltete Heizungsanlage.
26:44Na, der kriegt seine Unterlagen zurück.
26:46Und zwar von mir persönlich.
26:47Super, Mama.
26:48Bescheißen solle andere,
26:49nicht uns.
26:50Charlie,
26:50wieso hast du denn ausgerechnet
26:51diese Akten geklaut?
26:53Vielleicht ist der Hellseher.
26:58So, Boris,
26:59du bist dran.
27:00Oh Gott,
27:01darf ich überhaupt noch du sagen?
27:03Na, Logo,
27:03so lange wie wir uns kennen.
27:05Guten Tag, Herr Doktor.
27:06Hallo.
27:07Na, wie lief es mit der Bioarbeit neulich?
27:08Waren denn meine Auskünfte
27:09einigermaßen richtig?
27:10Ach, strein, Herr Doktor.
27:11Endlich konnte ich mal wieder
27:12vernünftige Punkte machen.
27:14Und vom Abi,
27:15da komme ich nochmal auf Sie zurück.
27:16Was für Auskünfte
27:17hat dir Dr. Henning denn gegeben?
27:19Über den nicht-mikroskopischen
27:20und elektronen-mikroskopischen
27:22Bau der Bakterienzelle.
27:23Und dann noch alles über Mitose.
27:25Zellkernteilung,
27:26Donnerwetter.
27:27Ja, die Mitose unterscheidet sich
27:28in Prophase,
27:30Metaphase,
27:30Anaphase
27:31und Telophase.
27:32Und der Doc,
27:33der konnte mir das richtig gut rüberbringen.
27:34Warum sind Sie eigentlich
27:35nicht Lehrer geworden?
27:37Nein, danke.
27:38Da schaue ich mir
27:39lieber kranke Ratten an.
27:40Ach, ja?
27:41Was hat sie denn?
27:42Bitte nicht lachen,
27:43aber seit ein paar Wochen
27:44da weint sie immer Tränen.
27:45Und die sind blutrot.
27:46Ist doch nicht normal, oder?
27:48Blutrote Tränen?
27:49Ehrlich?
27:50Was hat sie wohl?
27:51Also die Augen sind okay.
27:54Blutrote Tränen, sagst du?
27:56Nicht, dass Cicero bald eingeht.
27:57Das wäre echt scheiße.
28:05Also die Lunge ist okay.
28:09Sieht so, hm?
28:10Warum weinst du blutrote Tränen?
28:14Sekunde mal.
28:17Also rote Tränen
28:18sind mir auch noch nicht untergekommen.
28:20Tja, Frau Doktor,
28:21man lernt eben nie aus.
28:22Ah.
28:23Hm.
28:50Ja, und du? Alles gut?
28:53Oh, Rie, Armin, hör, guck, Koko, Koko, oh Gott, wo bist du denn, Gottes Willen, Koko, Koko, wo bist du
29:06denn geblieben, mein Gott, hier, oh, Koko, wo, mein Gott, wie kommst du denn da hin, du, du kannst ja
29:14noch nicht mehr fliegen, du wirst mir doch nicht etwa eingehen, Kokolein, da, wo ist es doch, was, ich sag
29:22mal, nimmst du dir
29:23Die Ratte eigentlich überall mit hin? Fast, Schule geht ja nicht, aber nachmittags immer, Cicero kommt sogar mit zum Billard
29:30spielen
29:32Also, im eigentlichen Sinne ist deine Ratte gar nicht krank, aber Anlass zur Sorge besteht trotzdem, sie hat zu viel
29:38Stress
29:39Stress? Doktor, der geht's doch gut, und Latein hat sie auch nicht
29:44Trotzdem, die blutroten Tränen müssen dich nicht weiter beunruhigen, es ist kein Blut, es ist eine Eisenverbindung, die die Tränenflüssigkeit
29:51rot vererbt
29:52Und das kommt vom Stress?
29:54Genau
29:55Boris, du musst deinem Cicero etwas mehr Ruhe gönnen, weißt du, so ein Tier muss ich in seinem Käfig auch
30:01mal zurückziehen dürfen
30:02Wahnsinn
30:06Rösner?
30:07Frau Doktor Rösner, entschuldigen Sie, eben komme ich nach Hause und Koko liegt verletzt am Boden
30:14Er scheint sich irgendwie aus der Box befreit zu haben
30:18Ich glaube, sogar ein Flügel ist gebrochen, Frau Doktor
30:21Bringen Sie ihn sofort zu uns
30:24Ich weiß nicht, ich habe Angst, ihn hochzuleben, Frau Doktor
30:29Damit ich ihn nicht mehr verletze, können Sie nicht ausnahmsweise mal vorbeikommen
30:33Wenn Sie ihn vorsichtig hochheben, passiert Ihnen nichts
30:36Ich kann jetzt nicht, wir sind noch in der Sprechstunde
30:39Und, äh, Herr Doktor Henning, kann der nicht kommen?
30:43Bitte
30:44Äh, Sekunde
30:46Frau Straten, der Koko hat sich aus seiner Box befreit, liegt verletzt am Boden
30:50Im Flügel ist gebrochen oder gelähmt, können Sie ihn
30:54Ja, ja, ist okay, ich muss halt sowieso früher los
30:56Ich komme
30:59So, der Flügel ist erstmal wieder ruhig gestellt
31:01Deswegen reicht ein Klebeband
31:04Ja, ist ja gut
31:05Ja, ist ja gut
31:07Wächst der Flügel dann wieder zusammen?
31:09Ja, wenn er genug Ruhe bekommt bestimmt
31:10Und jetzt kommt es erstmal wieder an dein Kisik
31:13Aber diesmal schafft er es nicht alleine rauszukommen
31:16Ja, einen Moment können wir nicht mehr tun
31:18Vielen Dank, Herr Doktor
31:20So wirklich, dass Sie extra hierher gekommen sind
31:23Das ist durchaus nicht selbstverständlich
31:25Für einen Papagei
31:28Papagei oder Pferd, Patient ist Patient
31:30Und wir sind Sie alle gleich lieb
31:31Schön, haben Sie das gesagt, Herr Doktor
31:37Was sind Sie das?
31:38Ja, da habe ich die Olympia gesungen
31:43Hoffmanns Erzählungen, schön
31:45Und jetzt, ein Leben ohne Bühne, ohne Applaus
31:48Fehlt Ihnen da nichts?
31:49Nein, alles hat seine Zeit
31:52Meine Opernzeit ist eben vorbei
31:55Aber die Musik bleibt Ihnen ja
31:56Oh ja
31:57Ich vergehe nicht einen Tag, an dem ich nicht klassische Musik höre
32:01Meine Vögel, die mögen das übrigens auch
32:03Ich weiß, ich kenne da einen Herrn mit Papagei, der oft auf Reisen ist
32:06Und jedes Mal, wenn er unterwegs ist, kommt ein junges Mädchen und spielt dem Vogel
32:09Eine Stunde lang etwas auf dem Klavier vor
32:11Gegen Bezahlung natürlich
32:14So weit geht es bei mir nicht
32:16So, ich muss jetzt weiter
32:19Schön, haben Sie es hier
32:20So ruhig, diese Riesenterrasse
32:22Ja, das Haus habe ich von meinem Mann geerbt
32:24Im ersten Stock habe ich alles vermietet
32:26Hier eine Wohnung zu finden, ist ein Lottergewinn
32:29Da oben auf dem Dach ist gerade eine freigeworden
32:31Die ist nicht sehr groß, aber immerhin mit einer Dachterrasse
32:35Wollen Sie sie anschauen?
32:36Nein, danke, ich suche keine Wohnung
32:37Ach, schade
32:39Sie hätte ich gern genommen
32:40Sehr freundlich von Ihnen, aber leider
32:43Das heißt, ein Freund von mir, der sucht etwas
32:46Und der ist auch viel netter als ich
32:47Oh, das kann ich mir nicht vorstellen
32:49Kommen Sie, ich zeige Ihnen die Wohnung
32:50Nein, nein, ich habe ruhig keine Zeit
32:52Einmal durchgehen, es dauert nur zwei Minuten
32:54Kommen Sie jetzt
33:04Frau Reuter, ich bin sicher
33:06Ich finde einen zahlungskräftigen Interessenten für Ihr Haus
33:11Sie werden sehen
33:12Das geht ganz schnell und zu Ihrer vollsten Zufriedenheit über die Bühne
33:31Frau Reuter, ich sage Ihnen
33:32Für mich ist die Zufriedenheit der Verkäuferin das Allerwichtigste
33:35Wenn Sie Ihr Haus verkaufen wollen, dann sollten Sie sich rasch entscheiden
33:38Ich nehme Ihnen alle Arbeit an
33:40Ob Sie kommen weder Verpflichtungen noch Kosten zu
33:42Ich finde Ihnen den passenden Käufer und beim Verkauf erzielen wir einen Höchstpreis
33:47Guten Tag, Herr Reck
33:48Oh, entschuldigen Sie, wenn ich mich hier einmische, aber
33:50Von wegen Höchstpreis, ich kann Sie vor diesem Herrn nur warnen
33:54Mich hat er jedenfalls versucht, übers Ohr zu hauen
33:56Er drückt den Preis mit unsauberen Mitteln
33:59Und nur um schnell einen Käufer zu finden, damit er zu seiner Provision kommt
34:01Das ist ja interessant
34:03Stimmt das, Herr Reck?
34:05Frau Martin, Ihre Äußerungen sind wirklich eine Unverschämtheit
34:08Und das, was Sie gemacht haben, ist mehr als eine Unverschämtheit
34:10Hier, Ihre Unterlagen
34:12Leider waren Sie so dumm, Ihre unseriösen Geschäftspraktiken auch noch aufzuschreiben
34:16Was fällt Ihnen eigentlich ein?
34:18Mich hier auf diese Weise?
34:20Wie kommen Sie überhaupt zu meinen Unterlagen?
34:22Ganz einfach
34:23Unser Schimpanse, den Sie so blöd fanden, hat Sie gefunden und durchgeblättert
34:27Liebe wenige Frau, Sie können natürlich machen, was Sie wollen
34:29Aber ich rate Ihnen, diesen Herrn zu vergessen
34:31Es gibt ganz seriöse Makler
34:33Guten Tag
34:35Ich werde Sie wegen Verleumdung und Geschäftsschädigung verklagen
34:38Tun Sie das!
34:43Unglaublich
34:46Finden Sie nicht?
34:47Tja, natürlich
34:48Das heißt, ich weiß es nicht
34:51Auf jeden Fall möchte ich mir das alles nochmal genau überlegen
34:55Auf Wiedersehen
34:58Auf
34:58Charlie, jetzt komm sofort runter
35:05Du musst in den Käfig
35:07Charlie, es ist Feierabend
35:08Komm sofort runter
35:09Was hat er denn?
35:11Vielleicht hatten wir zu wenig Zeit für ihn
35:14Keine Ahnung, ich war ja auch kaum da
35:16Ich auch nicht
35:17Ja, Mama war auch weg
35:19Na dann ist ja alles klar
35:20Armer Charlie, alle haben dich vernachlässigt heute
35:22Bist sauer, was?
35:25Was ist denn?
35:26Schau!
35:39Am Samstag werde ich selbst eine Anzeige aufgeben
35:42Ist zwar letztlich, aber es geht ja nicht anders.
35:44Im Wartezimmer wollte ich auch noch ein Schild aushängen.
35:47Spricht dich ja eher um, dass die Praxis geschlossen hat.
35:51Ich kann nur hoffen, Sie haben Verständnis von meinem Wecker.
35:54Natürlich.
35:56Sie haben sich so lange darauf hingearbeitet.
35:58Meine eigene Praxis. Bitte.
36:03Immerhin.
36:05Philipp hat mir die Chance gegeben, hier zur Arbeit.
36:07Die Tierstätzung war eine ganz wichtige Erfahrung für mich.
36:10Dann die Zeit in der Praxis.
36:12Pflücken über habe ich ein ganz schlechtes Gewissen.
36:14Und ihm natürlich auch.
36:15Ach was. Machen Sie sich keine Gedanken.
36:19Warum haben wir es nicht geschafft, hier einen Tierarzt reinzukriegen?
36:22Es gibt zu viele Tierärzte.
36:24In unserer Straße sind es zwei.
36:25Hinten am Sportplatz hat auch gerade einer in der Praxis eröffnet.
36:28Das ist drei Minuten von hier.
36:30Vielleicht haben Sie es da in Flensburg besser.
36:33Vielleicht.
36:34Bestimmt.
36:37Ich dachte immer, Tierärzte werden so eine Berufung.
36:41Die Liebe zu den Tieren, das Bedürfnis, kranke Tiere zu heilen, ihnen zu helfen, sei die Trittfeder.
36:49Aber der Tierarztberuf reduziert sich bei den meisten doch auch nur auf das bloße Geldverdienen.
36:54Die Verrückten.
36:56Wie Philipp einer war.
36:58Die scheinen auszusterben.
37:03Wahrscheinlich haben Sie recht.
37:19Ah, guten Morgen, Herr Lombardi.
37:20Buongiorno.
37:21Na, haben Sie Verstärkung?
37:23Sie, Charlie, liebe die Wäsche.
37:25Am liebsten hängt es hier auf.
37:27Wo sollen die Säcke hin?
37:28Na, die Dreckwäsche stellen wir am besten hier ab.
37:31Ich hab da so mein System.
37:33Na, Charlie, was kriegst du heute wieder so schlau, hm?
37:39Toll, Charlie.
37:42Mensch, könnte es ja Europameister im Turnen werden.
37:49Nicht nur im Turnen, in jede Gaunerei.
37:51Sagen Sie mal, ist die Frau Martin drinnen?
37:53Ja, aber ist besser, ich bringe sie zu ihr.
37:55Ja, ist gut.
37:57Und, sind Sie schon Vater geworden?
37:58Ach, nee.
38:00Das dauert vielleicht.
38:02Oh, Sie.
38:02Seit einer Woche sitzen wir und warten.
38:05Machen ging schneller.
38:07Kommen Sie.
38:11Dankeschön.
38:57Untertitelung des ZDF.
39:0462, wieviel, sagten Sie?
39:0690, Frau Martin.
39:0860?
39:1261, 63, 63.
39:14Trinken Sie noch einen Groschen.
39:16Hab ich aber nicht.
39:18Lassen Sie mal.
39:19Ist ein Glücksgroschen.
39:20Damit eröffnet der, der spart Buches alles Kindes.
39:22Mit einem Groschen?
39:24Na ja, jeder fängt mal klein an.
39:26Schließlich ist es ja noch nicht auf der Welt.
39:27Wann kommt es denn?
39:28Na, stüttlich.
39:30Na, vielleicht gibt es eine Überraschung, wenn Sie nach Hause kommen.
39:32Vor Überraschungen, man ist nicht sicher.
39:53Und wissen Sie schon, ob es eine Junge wird oder eine Mädchen?
39:56Gewollt habe ich einen Jungen.
39:58Aber es wird ein Mädchen.
40:00Fantastico.
40:00Und wie wird sie heißen?
40:01Als Junge hätte er Wilhelm geheißen.
40:03Ja, aber das Mädchen.
40:05Wie wird es heißen?
40:05Klar, warten Sie mal.
40:06Ich habe keine Idee.
40:08Ach, Herr Lombardi.
40:09Darauf kommen Sie nie.
40:11Na?
40:13Wilhelmine natürlich.
40:15Großartig.
40:15So viel Fantasie hätte ich nie gehabt.
40:18Das dachte ich mir.
40:19Arrivederci.
40:20Tschüss.
40:47So viel Fantasie hätte ich nicht.
41:08So viel Fantasie hätte ich nicht.
41:25Michaela?
41:26Ja?
41:28Morgen.
41:29Morgen, Charlotte.
41:30Falls meine Mutter anruft, ich bin um zwölf wieder zurück.
41:33Und falls ein Herr Lampert anruft...
41:34Deswegen suche ich Sie ja.
41:36Er will sich um zwei das Haus ansehen.
41:37Bis dahin bin ich wieder da.
41:39Gut.
41:39Und wenn vorher etwas ganz dringend ist,
41:42erreiche ich mich bei Tina Freitag in der Redaktion.
41:43Ja, ja.
41:45Los, komm, jetzt ist der Bus weg.
41:47Ja, ja.
41:49Scheiße, meine Sportsachen.
41:51Der Kopf ist zum Denken da.
41:53Nimm du den Mund nicht so voll.
41:54Schau lieber in den Spiegel und wundern dich,
41:55wieso du noch frei herumlaufen darfst.
41:58Morgen.
42:01Morgen allerseits.
42:02Morgen, Max.
42:03Ich möchte Ihnen etwas mithalten.
42:05Ich habe eine ziemlich lange und schlaflose Nacht hinter mir.
42:10Interessant.
42:11Nicht, was Sie denken, Michael.
42:14Sondern, weil mir nicht mehr aus dem Kopf ging,
42:16was Sie gestern Abend zu mir gesagt haben.
42:20Und was habe ich gesagt?
42:22Ein paar sehr vernünftige Dinge über den Tierarztberuf.
42:25Über Verantwortung.
42:27Ich möchte Ihnen ein Angebot machen.
42:30Michaela, wenn Sie nichts dagegen haben,
42:32würde ich gerne hierbleiben und die Praxis übernehmen.
42:37Sagen Sie das nochmal.
42:38Ich sage Flensburg ab.
42:41Allerdings nur, wenn Charlotte bleibt.
42:43Oh, Sie Gangster.
42:45Was bleibt mir denn da anders übrig?
42:47Wachst du, Mama, wir hängen.
42:49Super.
42:51Wahnsinn.
42:53Aber wo wollen Sie denn wohnen?
42:55Sie haben doch schon Ihre Wohnung gekündigt.
42:56Ich glaube, ich habe da schon eine neue.
42:58Klein, aber fein, bei Vorstrahlen.
43:00Jo, bei uns hängen wir nämlich die Papagei.
43:02Olli, Max bleibt hier und macht die Praxis weiter.
43:06Super.
43:12Das darf doch nicht wahr sein.
43:14Charlie macht doch Flohmarkt.
43:17Ich werde verrückt.
43:20Max, das ist ja super.
43:22Aber ich habe auch eine Überraschung für euch.
43:24Kommt und guckt mal, was sich draußen getan hat.
43:26Charlie baut wieder Mist.
43:38Ach, du liebe Güte.
43:41Er verträgt sich doch immer wieder selbst.
43:44Grandioso.

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