- vor 7 Monaten
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KurzfilmeTranskript
00:00Musik
00:30Musik
01:00Hast du gute Laune?
01:08Schau ich doch mal um. Wie kann man denn keine gute Laune haben bei dem Blech?
01:13Hat auch nichts mit deinem Knitschreck zu tun?
01:20Lele!
01:21Eine Vermisstmeldung. Armin Herbst, 55 Jahre, ist nicht bei der Arbeit aufgetaucht.
01:26Sein Geschäftspartner Ronald Meier macht sich Sorgen.
01:29Er vermutet Suizid. Sein Urlaub ist weg.
01:32Wir sind unterwegs.
01:35Vermisst Mellon.
01:44Guck mal da.
01:56Musik
01:57Musik
01:59Vielleicht hat er sich Mut angetrunken, um sich das Leben zu nehmen.
02:09Vielleicht hat er auch einfach nur gesoffen, ist ins Wasser gesprungen und schlägt jetzt irgendwo seinen Rausch raus.
02:13Das findest du wahrscheinlich. Das ist doch kein Team.
02:17Julia hier. Wir brauchen einen Taucher.
02:19Musik
02:19Hallo?
02:23Hallo.
02:23Sind Sie Roland Meier?
02:25Ja.
02:25Nele Fernbach, Wasserschutzpolizei, Konstanz. Das ist mein Kollege Paul Schott.
02:30Wie kommen Sie darauf, dass Ihr Kollege sich selbst umgebracht haben könnte?
02:33Das ist noch nie vorgekommen, dass Armin morgens nicht auftaucht. Da muss was passiert sein. Wir kennen uns seitdem wir Buben waren.
02:39Haben Sie ihn schon gesucht?
02:40Vielleicht hat er irgendwo anders übernachtet.
02:42Armin?
02:43Nein.
02:45Und wir haben viel Arbeit. Wirklich großen Auftrag.
02:49Dann habe ich gesehen, dass sein Ruderboot fehlt.
02:52Es liegt normalerweise da unten am See.
02:55Wissen Sie, ich...
02:57...seit Rosas Tod ist Armin nicht mehr zu gebrauchen.
03:01Wer ist Rosa?
03:03Sein kleines Enkelkind.
03:07Ein Unfall.
03:14Hey, wegen diesem Knutsch vielleicht.
03:16Ja?
03:16Was denn schön mit dir?
03:19Was?
03:20Mit Sonja.
03:23Warum interessiert mich das so?
03:26Tut's ja gar nicht.
03:27Ich wollte nur höflich sein. Wenn man so ein Teil mit sich rumträgt, dann hat man's ja irgendwie auch nötig.
03:32Ey, das war alles ganz anders.
03:34Und mich nervt, dass du einfach die ganze Zeit nur auf diese...
03:37Reichenfund.
03:40Wie alt war das Kind?
03:43Vier Jahre.
03:45Da hinten, da leben die Eltern.
03:48Armin's Sohn Felix und seine Schwiegertochter Marion.
03:53Entschuldigen Sie bitte.
03:57Ja, Julia?
03:58Es ist Armin Herbst. Wir haben seinen Ausweis gefunden.
04:01Er hatte Steine in den Taschen.
04:04Keine Fremdeinwirkung zu sehen äußerlich.
04:07Die Kollegen bringen ihn zur Rechtsmedizin.
04:09Bis später, Nele.
04:10Danke dir.
04:12Herr Mayer, ich fürchte, Sie haben recht.
04:14Bitte.
04:14Ist was passiert?
04:23Dürfen wir reinkommen?
04:27Könnten Sie Ihren Vater für uns identifizieren?
04:34Kannst du das übernehmen? Ich muss zur Arbeit.
04:35Ja, das kann ich machen.
04:42Haben Sie gehört, was wir Ihnen gesagt haben?
04:47Ihr Vater ist tot.
04:49Sind Sie sicher, dass Sie arbeiten möchten?
04:56Armin ist tot.
04:57Im Seher ist offen.
04:58Selbstmord.
04:59Das wissen wir noch nicht.
05:11Da war sehr viel
05:13Bitterkeit im Raum.
05:15Es war auch furchtbar, was da passiert ist.
05:21Ja.
05:24Vor fünf Monaten hat Armin Herbst
05:26seine vierjährige Enkeltochter
05:28in seinem Boot mit auf den See genommen,
05:30ohne in eine Schwimmweste anzulegen.
05:33Kleiner ist natürlich ins Wasser gefahren.
05:35Großvater konnte sie nicht mehr retten.
05:38Und er ist halt ertrunken.
05:39Grauenhaft.
05:42Ob man seinem Sohn so noch in die Augen schauen kann?
05:44Eher nicht.
05:45Krass, wir leben ja mit so einer Schuld.
05:49Hier, vorläufige Bericht der Rechtsmedizin ist da.
05:58Okay.
05:59Verletzung am Hinterkopf durch stumpfen Gegenstand.
06:03Kein Wasser in den Lungen.
06:04Er wurde postmortem versenkt.
06:06Also die Waffe
06:07muss aus einem eher weichen Material gewesen sein.
06:10Sonst hätten wir eine Kopfverletzung gesehen.
06:12Aus Holz zum Beispiel.
06:14Direkt aus der Schreinerei.
06:15Hm.
06:17Kriminaltechnik sucht gerade den Tatort.
06:18Vermisstmeldung kam um 7.15 Uhr rein.
06:21Dann hoffen wir mal,
06:21dass die Rechtsmedizin uns jetzt bald
06:23den Todeszeitpunkt sagen kann.
06:25Paul, kannst du da mal
06:26freundlichen Druck machen, bitte?
06:28Ich?
06:28Ja, unbedingt du.
06:31Leute, guckt euch mal die Hämatome da am Kinn an.
06:33Die sehen doch relativ frisch aus.
06:37Wie von einem harten Schlag.
06:39Ja, das sieht nach einem Kampf aus.
06:41Was wissen wir denn über den Tatiergang?
06:43Also das Ruderboot lag immer an der Uferstelle.
06:46Nicht weit von der Schreinerei.
06:48Ja, aber das hat die Katier als allererstes untersucht.
06:52Und an der Wodkaflasche, die wir gefunden haben,
06:54waren keine Fingerabdrücke von Armin Herbst.
06:56Also, ich glaube nicht, dass der Mord da passiert ist.
06:59Ich denke auch.
07:00Der Mord ist an dem Land passiert
07:01und der Täter hat sich erst hinterher überlegt,
07:04einen Suizid vorzutäuschen.
07:06Gut, aber der Täter muss irgendwie wieder
07:07zurück an Land gekommen sein.
07:09Hat er ein zweites Boot oder ist er geschwommen?
07:14Jakob, schau du dich mal in der Gegend um.
07:16Vielleicht hat ja jemand was gesehen.
07:18Und Paul, wir beide sprechen mit den Eheleuten.
07:21Alles klar.
07:24Ich habe Kunden, die warten auf mich.
07:25Sie haben mich da vorhin schon befragt.
07:27Was soll das?
07:29Ihr Vater ist getötet worden.
07:33Und jetzt verdächtigen Sie mich?
07:35Na ja, also so richtig trauern tun Sie jetzt nicht.
07:41Sie haben Ihren Vater nie verziehen, richtig?
07:46Tessen Sie doch mal den Satz.
07:49Papa, ist okay, dass du mein Kind hast ertrinken lassen.
07:53Haben Sie ihn deshalb getötet?
07:55Nein.
07:57Ermordet?
07:57Wann haben Sie Ihren Schwiegervater das letzte Mal gesehen?
08:03Gestern Nachmittag.
08:04Aber wir haben uns nur zugenickt.
08:07Wir hatten ja gar keinen Kontakt.
08:08Sie wirken schockierter über seinen Tod als Ihr Mann.
08:11Also ich mache die Buchhaltung für Felix von zu Hause aus.
08:15Da kam es schon vor, dass wir uns gesprochen und auch gesehen haben.
08:19Mein Vater und ich, wir hatten ein beschissenes Verhältnis.
08:22Schon vor dem Tod Ihrer Tochter?
08:24Erzählen Sie mal, wie war das an dem Tag, als Rosa gestorben ist?
08:32Ich war bei der Arbeit.
08:34Ich war bei der Arbeit.
08:35Ich habe einen Handel für Öle, Wachs und Lacke.
08:39Malerbedarf, alles ökologisch.
08:40Ich habe nichts gespürt.
08:44Ich habe nichts gespürt.
08:47Keine Vorahnung.
08:50Ich habe Kunden bedient, während meine Tochter gestorben ist.
08:54Und Ihre Frau, wo war die?
09:00Mein Gott, die Kita hatte geschlossen und ich hatte einen Termin.
09:03Deshalb war Rosa bei Ihrem Opa.
09:05Ja, aber das war doch ganz normal.
09:08Armin und ich, wir haben uns gut verstanden vor Rosas Tod.
09:14Er hat behauptet, die Schwimmweste nicht gefunden zu haben.
09:16Und Rosa habe gequengelt, mit ihm Boot zu fahren.
09:21Als wenn unsere Tochter eine Mitschuld hätte.
09:24Mit einem Vater, der Schwul an dem Tod der Tochter hat, zusammenzuleben,
09:30da stehe ich mir furchtbar vor.
09:35Haben Sie sich manchmal den Tod Ihres Schwiegervaters gewünscht?
09:40Ja.
09:42Aber jetzt, wo es passiert ist, da spüre ich keine Erleichterung.
09:48Ist Ihr Mann der Haupterbe der Tischlerei?
09:51Nehme ich an, ja.
09:52Ich bin ja sein einziger Sohn.
09:56Sagen Sie, so eine ökologische Ausrichtung, die ist ja ziemlich teuer.
10:01Wie läuft denn da der Laden?
10:03Wie so ein Laden eben läuft.
10:05Der teurer ist als konventionelle Geschäfte.
10:08Wo waren Sie gestern Abend?
10:11Zu Hause.
10:13Mein Mann hat Fernsehen gesehen und ich habe gelesen.
10:17Wann sind Sie ins Bett gegangen?
10:18Beide umziehen?
10:23Die beiden sind wie Fremde miteinander.
10:26Absolut.
10:27Ihr kennt doch die fünf Stufen der Trauer, oder?
10:30Ja, klar.
10:31Es ist Schock, Wut oder Zorn.
10:34Schock, Zorn, verhandelnde Depressionen, Akzeptanz.
10:37Ja, wollte ich gerade sagen.
10:38Bei den beiden tippe ich auf Depressionen.
10:42Ich denke, die waren schon vor, Rosa ist tot, nicht wirklich ein Bilderbuchpaar.
10:46Und außerdem denke ich, dass seine Firma noch nie richtig gut gelaufen ist.
10:50Julia, krieg mal bitte alles raus über diese Familie.
10:54Besonders interessiert mich natürlich der Tag, an dem das Mädchen gestorben ist.
10:57Das ist auf jeden Fall ein Motiv.
10:59Mach ich.
10:59Wo hast du?
11:22Was machen die Bäume denn?
11:23Steig ein.
11:24Lass uns woanders reden.
11:25Wie lange bleiben die Schnüffeln hier rum?
11:36Die wollen wissen, wo dein Vater ermordet wurde.
11:39Weißt du es, Felix?
11:42Wo warst du gestern Nacht?
11:44Was?
11:45Ich bin aufgewacht und habe in dein Zimmer gesehen, du warst nicht da.
11:48Jetzt red doch mal mit mir.
11:56Sag endlich doch mal was.
11:57Ich halte das nicht mehr aus.
11:59Hast du ihn umgebracht?
12:00Spinnst du?
12:03Warum warst du bei Armin in der letzten Zeit?
12:04Armin ist ermordet worden.
12:26Was?
12:30Ich habe es gerade erfahren.
12:32Der Alte, echt?
12:34Ist du gestern in der Schreinerei gewesen?
12:39Bei Armin?
12:44Hack mich nicht an, Alter.
12:46Wer war das?
12:46War Armin das?
12:48Ich habe Armin nicht gesehen, Mann.
12:49Die Rumänen wollen ihr Geld.
12:50Die haben mir auf die Fresse gegeben.
12:51Ausgerechnet mir, Mann.
12:56Hau ab!
12:59Was soll die Scheiße?
13:00Soll ich jetzt zurücklaufen, oder was?
13:01Ich regele das.
13:03Nimm deinen scheiß Müll mit.
13:07Du beeilst dich besser.
13:09Einfach nicht zahlen, das gibt's bei denen nicht.
13:10Als nächstes kommen die garantiert zu dir.
13:12Na, warte.
13:17Dich kriege ich.
13:19Na mal, ich bin da.
13:20Was ist denn so dringend?
13:22Hier
13:22ist der Beweis.
13:24Oh, Mäuseköttel.
13:30Jawohl.
13:31Die hat sich da unten durch die Leiste gefressen.
13:34Ach so, wenn es nur eine ist, musst du dir ja keine Sorgen machen.
13:36Ja, aber wenn ich mich irre.
13:38Wenn zwei so tun, als wäre es nur eine.
13:40Was ist denn dann?
13:42Weißt du, wie viel die sich vermehren?
13:44Die produzieren 2000 Stück im Jahr.
13:46Ja, wir haben noch Leben fallen im Keller.
13:49Ich hole sie dir.
13:49Oh ja, bitte.
13:53Warte.
13:54Kleine Mistviecher.
13:56Jetzt geht's euch an den Kragen.
14:00Nelle?
14:01Mhm?
14:02Guck mal.
14:03Das hier ist der vorläufige Bericht der Rechtsmediziner.
14:06Die haben den Todeszeitpunkt eingegrenzt.
14:08Und das hier ist der komplette Bericht der Kriminaltechnik.
14:11Ja.
14:12Ui, das ging schnell.
14:13Ja, was meinst du denn?
14:17Die neue Mitarbeiterin in der Kriminaltechnik mag dich.
14:20Du bist aber auch ein attraktiver Mann in den besten Jahren.
14:27Ähm, also pass auf.
14:29Der Leichnam wurde um 22.38 Uhr ins Wasser geworfen.
14:33Da ist das Handy durch die eintretenden Nässe zerstört worden.
14:37Und wann war der Todeszeitpunkt?
14:38Die Rechtsmedizin hat den Todeszeitpunkt eingegrenzt zwischen 21.30 Uhr und 22.30 Uhr.
14:46Dann ist die Leiche aber schnell ins Wasser gekommen.
14:48Mhm.
14:49Und pass auf, außerdem schreibt die Kriminaltechnik, es wurden Grasreste und Erde an den Absätzen der Schuhe der Leiche gefunden.
14:56Das Gras gehört zur Schreinerei oder dem Garten der Familie Herbst.
15:00Das ist die gleiche Sorte.
15:01Gut, die Leiche wurde also vom Garten der Schreinerei oder dem Haus der Familie Herbst zum Wasser gezogen.
15:08Mit Familie Herbst haben wir schon gesprochen.
15:10Fehlt noch Roland Mayer von der Schreinerei.
15:12Machst du das?
15:13Sehr, sehr gerne.
15:20Äh, Nele?
15:22Mhm?
15:23Aber mit dem Mann im besten Alter, ne, da bin ich doch schon längst drüber, oder?
15:29Was?
15:31Nee.
15:32Echt nicht?
15:35You made my day.
15:42Frau Herbst.
15:43Jakob Frings, Wasserschutzpolizei.
15:46Meine Kollegin hat sie sich angerufen bezüglich der Geschäftsunterlagen ihres Mannes?
15:49Ich hab schon gesagt, dass ich das nicht verstehe.
15:52Was haben die Unterlagen mit dem Tod von Armin zu tun?
15:55Ich kann die nicht einfach rausgeben.
15:58Wir können das natürlich alles auch über einen richterlichen Beschluss lösen, aber...
16:02Es dauert dann ein bisschen länger, kommt aber aufs selbe hinaus.
16:05Und wenn ich Ihnen einen persönlichen Tipp geben darf...
16:10Es macht in der Regel nicht so einen guten Eindruck, wenn Sie nicht mit uns kooperieren.
16:16Okay.
16:19Was machst du hier?
16:45Ich weiß noch, als er das Schlaukelpferd gebaut hat.
16:54Er hat sehr viel Liebe in die Arbeit gesteckt.
16:58Es ist schade, dass wir uns so selten verstanden haben.
17:05Er hätte aufpassen müssen.
17:08Herr Gottenmann, pass doch auf auf den Kopf!
17:10Glaubst du auch, dass ich ihn umgebracht habe?
17:20Ich weiß nicht, was ich glauben soll.
17:24Aber ich muss mit dir reden.
17:27Ich kann eine Holzladung nicht bezahlen, die dein Vater und ich bestellt haben.
17:31Und da fragst du mich?
17:31Na ja, die Tischlerei gehört doch jetzt zur Hälfte dir.
17:36Du könntest deinen Malerbetrieb beleiden und wir zahlen damit die Rechnung.
17:41Mensch, Felix, ich darf deinen Auftrag nicht verlieren.
17:43Ich mache keine Schulden für die Tischlerei meines Vaters.
17:48Wir könnten dein Geschäft und die Tischlerei einfach zusammenlegen.
17:51Das wäre doch eine Chance.
17:51Ach, auf einmal.
17:54Vorher hattet ihr nur Sprüche für meinen Y-Kohl-Laden übrig gehabt.
17:58Ja, ich weiß.
18:00Wir müssen jetzt zusammenhalten.
18:03Denkt darüber nach.
18:16Die Kriminaltechnik hat den Tatort noch nicht gefunden.
18:20Habe ich schon Zucker?
18:20Leer.
18:22In der Schreinerei ist safe.
18:23Der ist auch leer.
18:25Was?
18:26Schwarzgeld?
18:27Paul hat Roland Mayer danach gefragt.
18:30Die benutzen den wohl, wenn Kunden größere Summen in bar bezahlen.
18:33Das wäre aber in letzter Zeit nicht mehr vorgekommen.
18:35Habt ihr irgendwas?
18:37Wir haben uns die Geschäftsunterlagen von Felix Herbst angeschaut.
18:41Der hat von Anfang an gekämpft.
18:42Das war bei dem immer eine Sechstagewoche.
18:44Schlecht für Frau und Kind.
18:46Der hat in den letzten Monaten kaum Gewinn gemacht, obwohl er genug Aufträge hatte.
18:49Ich habe mit dem betreffenden Kunden gesprochen.
18:52Er hat Termine nicht eingehalten.
18:54Gibt er doch erst Zeit Rosas Tod, oder?
18:56Ja, und die Kunden hatten natürlich auch Verständnis dafür, aber das hielt sich auch in Grenzen.
19:01Der hat so viel gearbeitet und stand trotzdem kurz vor der Insolvenz.
19:04Vielleicht hat er seinem Vater auch daran die Schuld gegeben.
19:08Eine zweite Katastrophe, an der Papa indirekt schuld ist.
19:11Ja eben, indirekt. Das ist zu schwach für ein Mordmotiv.
19:16Shit. Wo ist mein Tagebuch?
19:18Das ist ein Mordmotiv.
19:48ARD Text im Auftrag des Auftrag des WDR
20:18Was ist denn hier los? Ich konnte nicht schlafen und offenbar bin ich ja nicht die Einzige.
20:24Und die hatten graue Fellmäntel an und haben den Käse aus den Fallen geklaut.
20:28Und es war nicht nur eines, es sind mehrere.
20:33Dann nimm doch die richtigen Fallen.
20:37Bitte? Och Nele, was ist denn das für ein Vorschlag?
20:41Siehe ich denn aus wie eine Mörderin?
20:43Nein, also ich muss mir was anderes einfallen lassen.
20:48Kuckuck.
20:48Hallo, Mäuse.
21:02Bisschen abgedeckt?
21:04Mit Make-up?
21:06Ne, Konziler.
21:08Mächtig hat mir dabei geholfen.
21:11Das hat mega genervt.
21:13Ich hab voll viele Leute drauf angesprochen.
21:15Ey Julia, das ist überhaupt nicht witzig.
21:17Nee, jetzt mal im Ernst.
21:19Das war ganz anders als du denkst.
21:21Hm, bestimmt.
21:23Wodan, für Zentrale.
21:26Wodan, zwei hört.
21:28Felix Herzmann, als Einbruch gemeldet.
21:29Sind unterwegs.
21:31Ich wollte in die Küche, um was zu trinken.
21:43Ich bin runter.
21:44Da waren Geräusche.
21:45Der Typ ist ab durch die offene Balkontür.
21:48Die war aufgebrochen.
21:49Haben Sie den Einbrecher erkannt?
21:56Gestern.
21:59Tut aber vielleicht nichts zur Sache.
22:01Um das beurteilen zu können, müssten Sie es uns schon verraten.
22:08Roland kann irgendwelche Rechnungen nicht zahlen.
22:11Er wollte mich überreden, ihm auszuhelfen.
22:13Glauben Sie, er ist deswegen bei Ihnen eingebrochen?
22:15Vergessen Sie es, das ist Quatsch.
22:21Ich habe kein Geld hier rumliegen.
22:22Und das weiß Roland ja auch.
22:25Man fängt an, Gespenster zu sehen.
22:29Ich habe ein Motorrad wegfahren hören.
22:31Der ehemalige Azubi von der Schreinerei hat eins.
22:34Und wie ist sein Name?
22:35Marco Rackwitz.
22:37Und warum ehemalig?
22:39Da gab es irgendeinen Zoff mit meinem Vater.
22:42Was wissen wir über Marco Rackwitz?
22:51Der hat bis vor kurzem in der Schreinerei gearbeitet, wurde aber gefeuert.
22:54Was? Warum?
22:55Felix Herbst wusste nichts darüber, aber vielleicht weiß Roland Mayer was.
22:59Und er saß vor drei Jahren in der JVA in Ravensburg, wegen Körperverletzung.
23:04Aktuell lebt er in einem Bootshaus.
23:06Lass ihn bitte herbringen, Julia.
23:08Und schau mal, was du bis dahin über ihn rausfinden kannst.
23:10Und du befragst bitte Roland Mayer nach Marco Rackwitz.
23:13Paul, und hat ein Alibi?
23:16Äh, ja.
23:18Kneipenbesuch im Simpel von 23.30 Uhr bis 0.30 Uhr.
23:24Hier.
23:25Der Wirt und zwei Gäste, das sind die beiden Gäste,
23:29die haben ausgesagt, dass ein anderer Gast,
23:31er hier, Matthias Behrends,
23:33ihn sogar nach Hause fahren musste,
23:36weil Herr Mayer wohl zu betrunken war.
23:37Danke, Simon.
23:41Der Laborbericht.
23:44Ja, endlich eine Spur.
23:47Unter den Fingernägeln von Armin Herbst
23:50wurden schwarze Fließpartikel gefunden,
23:53die mit einer harzhaltigen Biolösung kontaminiert sind.
23:57Kriegt mal bitte raus,
23:58ob die in Felix Herbsts Malerei bedarf verkauft werden.
24:01Der Felix Herbst, der hatte doch gestern
24:04so eine schwarze Fließweste an.
24:07Hab ich auch gerade gedacht.
24:08Stell dir mal sicher, bitte.
24:10Du, das würde mich nicht wundern,
24:11wenn das ein Treffer ist.
24:13Mein Motiv hat er ja auf jeden Fall.
24:15Ja, Felix Herbst verkauft die Biolösung in seinem Laden.
24:19Macht er, ja?
24:21Bis später.
24:21Was soll das?
24:29Ich hab zu tun, ich muss Kunden beliefern.
24:31Wir haben unter den Fingernägeln Ihres Vaters
24:34Fasern einer schwarzen Fließhacke gefunden.
24:38So eine, wie Sie gerade tragen.
24:40Könnten Sie mir die mitgeben,
24:41damit unsere Techniker die abgleichen können?
24:43Die tragen viele.
24:44Aber auf den Fasern haben wir Spuren
24:46einer ökologischen Lacklösung sichergestellt.
24:50Genau so eine, wie Sie sie im Laden verkaufen.
24:57Herr Herbst.
25:00Wollen Sie mir nicht sagen,
25:01was vorgestern passiert ist?
25:05Ich hab bestreiten mit Ihrem Vater.
25:08Ich meine, ich verstehe doch,
25:09dass sie da einiges aufgestaut hat.
25:11Dann wohnt er auch noch Tür an Tür mit Ihnen.
25:14Also ich würde durchdrehen.
25:16Der ist schuld am Tod Ihrer Tochter.
25:21Was ist vorgestern passiert?
25:23Haben Sie sich mit ihm geprügelt?
25:31Ich lag die ganze Nacht wach.
25:32Mein Mann war nicht weg.
25:34Die lagen die ganze Nacht wach, ja?
25:35Und das fällt Ihnen jetzt ein?
25:36Ja.
25:38Ich wollte das am Anfang nicht zugeben,
25:39weil ich wollte nicht,
25:41dass Felix sich Sorgen macht.
25:43Ich bin wegen Schlaflosigkeit in Behandlung.
25:46Sieht so aus, als hätte ich ein Alibi.
25:49Und das soll ich Ihnen jetzt glauben, ja?
25:54Sie begleiten mich jetzt bitte beide mit auf die Wache.
25:56Kommen Sie.
25:56Nele?
26:05Nele?
26:06Hm?
26:07Ich hab was über die Geschichte vor fünf Monaten rausbekommen.
26:11Rosas Tod.
26:13Die Kita-Betreuung sagt,
26:15dass der Opa, also Armin Herbst,
26:17Rosa öfters mal kurzfristig abholen musste,
26:19weil Marion Herbst entweder zu spät war
26:20oder keine Zeit hatte.
26:22Das ist normal.
26:23Mechtheld musste mir auch viel bei den Kindern helfen.
26:25Ja, aber das ist irgendwie anders.
26:28Er hat sich wohl ziemlich über seine Schwiegertochter aufgeregt.
26:31Die beiden hatten Streit.
26:32Er fand, dass sie eine schlechte Mutter war.
26:34Im Ernst?
26:36Sie hat behauptet,
26:37zwischen ihr und Armin Herbst war alles gut,
26:39bis zu Rosas Tod.
26:41Störe ich?
26:43Niemals.
26:44Ah, du, ich hab gerade mit Felix Herbst gesprochen, ne?
26:47Und ich glaube, ich hatte ihn soweit.
26:49Er war kurz davor, ein Gestütnis abzulegen.
26:51Und dann kommt seine Frau rein
26:52und gibt ihm ein Alibi.
26:54Hast du ihn mitgebracht?
26:55Alle beide.
27:00Warum haben Sie Ihrem Mann
27:02ein falsches Alibi gegeben?
27:04Wer sagt, dass ich das tue?
27:06Sie und Ihr Mann,
27:07Sie wirken auf mich wie ein Paar,
27:09was sich durch die Trauer
27:11um sein Kind auseinandergelebt hat.
27:13Ich bin ziemlich sicher,
27:14Sie schlafen nicht mehr im gleichen Zimmer.
27:16Das heißt, Sie haben keine Ahnung,
27:18ob Ihr Mann geschlafen hat, gelesen hat
27:20oder ausgerastet ist und seinen Vater ermordet hat.
27:24Ihr Schwiegervater hat es nicht ertragen,
27:26dass Ihr Mann seinen eigenen Kopf hat, richtig?
27:29Armin hat Felix übel genommen,
27:31dass er nach der Lehre
27:31nicht weiter in der Schreinerei gearbeitet hat.
27:34Aber die beiden hatten doch völlig unterschiedliche Vorstellungen.
27:38Ich will eine Chance für Felix und mich.
27:40Und deswegen lügen Sie uns an?
27:42Ich lüge nicht.
27:43Warum hat Ihr Schwiegervater Sie
27:45für eine schlechte Mutter gehalten?
27:47Das stimmt nicht.
27:49Das ist nicht wahr.
27:51Die Erzieherin in Rosas Kita
27:54hat da anderes beobachtet.
27:57Wo waren Sie,
27:58wenn der Opa Rosa abgeholt hat?
28:01Beim Yoga-Kurs.
28:03Ich habe mich mit meiner besten Freundin getroffen.
28:06Mir ist die Decke auf den Kopf gefallen.
28:08Felix hat so viel gearbeitet.
28:11Aber Rosa hat darunter nicht geklappt.
28:13Dafür habe ich gesorgt.
28:14Gut, dann schreiben Sie mir jetzt bitte die Adressen auf.
28:17Yoga-Kurs, beste Freundin.
28:19Telefonnummern bitte auch.
28:31Hey Julia, was gibt's?
28:33Jakob, ich stelle dich auf laut.
28:34Marco Rackwitz hat zusammen mit einem Rumänen gesessen
28:41in der JVA.
28:42Sein Name ist Eugen Popescu.
28:45Ja und?
28:46Dessen Familie, die Popeskus,
28:48die gehören zur rumänischen Holzmafia.
28:50Und da wir es mit einer Schreinerei zu tun haben...
28:52Warte, redest du von illegalem Holzhandel?
28:55Der Felix Herbst hat irgendwas von der unbezahlten Rechnung erzählt
28:57und dass Roland Mayer ihn nach Geld gefragt hat.
28:59Das ist gut.
29:00Das ist eine neue Spur.
29:02Jakob, setz du bitte Roland Mayer unter Druck
29:05und schau dich in dieser Schreinerei um.
29:07Ja, alles klar, mach ich.
29:08Bis dann.
29:10Gute Arbeit, Julia.
29:12Hier, kannst du das bitte für mich erledigen?
29:14Ich muss wissen, ob Marion Herbst irgendwo dort war,
29:17an dem Tag, an dem Rosa gestorben ist.
29:19Klar, mach ich.
29:23Wo waren Sie denn gestern Nacht so kurz nach 0 Uhr?
29:28Ich hab geschlafen.
29:30Sie glauben doch nicht,
29:31dass ich den Einbruch bei Felix und Marion gemacht hab.
29:34Fahren Sie eigentlich Motorrad?
29:36Nein.
29:38Viel zu gefährlich.
29:41Herr Mayer!
29:44Sie können Ihre Rechnung nicht mehr bezahlen.
29:47Hat Felix Ihnen das erzählt?
29:54Ich hätte auch einen Kredit bei der Bank bekommen,
29:56aber es wäre halt einfacher gewesen,
29:57wenn mir das Geld geliehen hätte.
29:59Also, ich wäre ja lieber zur Bank gegangen,
30:00als jemanden anzupumpen,
30:01dessen Vater gerade ermordet wurde.
30:05Was ist denn das für ein Holz da draußen?
30:07Sieht toll aus.
30:13Was ist das? Esche?
30:14Nussbaum.
30:16Nussbaum? Wow.
30:18Ist okay, wenn ich ein Foto davon mache?
30:19Warum?
30:20Ist das ein Problem?
30:22Dafür brauchen Sie einen Durchsuchungsbeschluss, oder?
30:25Sorry.
30:27Ich wusste nicht, dass Sie irgendwas zu verbergen haben.
30:29Hören Sie auf, so Neumarklug daherzureden.
30:31Haben Sie das eigentlich mit dem Rausschmiss von Marco Rackwitz verstanden?
30:36Marco war nicht immer zuverlässig,
30:38aber das sind viele Azubis heute.
30:39Also, Sie hätten ihn nicht gefeuert?
30:41Nein.
30:42Aber ich bin Armin bei der Entscheidung auch nicht in den Rücken gefallen.
30:44Für das Holz da, da haben Sie doch sicherlich Papiere, oder?
30:52Sie haben schon mal im Knast gesessen, weil Sie ziemlich schnell ausrasten, ne?
30:56Wie war denn das bei Armin Herbst?
30:58Sind Sie da auch ausgerastet, weil er Sie entlassen hat, oder?
31:03Ja, gefreut habe ich mich nicht.
31:06Der Alte war launisch.
31:07Hm.
31:10Warum sind Sie eigentlich in das Haus von Familie Herbst eingebrochen?
31:14Bin ich nicht.
31:15Was haben Sie da gesucht?
31:16Nichts, ich war nicht da.
31:18Aber man hat einen Motorrad gehört.
31:19Ja, und?
31:20Mit hunderte Motorräder hier in der Gegend.
31:23Ja, aber Sie haben auch eins, oder?
31:24Da liegt es ja nahe, dass Sie das waren.
31:25Das hätte Ihnen so passen, ne?
31:28Ich war es aber nicht.
31:31Was war eigentlich mit Ihrem Gesicht passiert?
31:33War der Armin Herbst sich gewehrt, oder?
31:40Das ist vom Boxtraining.
31:42Und nur weil ich einmal im Knast saß, lasse ich mir jetzt hier nichts von Euch anhängen.
31:54Hey.
31:56Hey.
31:57Alles okay?
31:57Du meldest dich gar nicht mehr.
32:03Läuft da wieder was zwischen dir und Felix, oder was?
32:08Als ich bei der Schreinerei war, da habe ich Holzstämmen unter einer Plane gefunden.
32:13Der Roland Mayer ist ziemlich nervös geworden, als ich das gesehen habe.
32:17Du meinst, er hat das Holz illegal gekauft?
32:20Hey, du kannst mich nicht einfach abwimmeln.
32:22Ich bin nicht Felix.
32:23Ich bin nicht Felix.
32:25Nein.
32:26Allerdings nicht.
32:28Warst du nie.
32:33Diese beiden wirken richtig vertraut miteinander.
32:36Ich bin sicher, dass Marion Herbst und Marco Rackwitz ein Verhältnis hatten.
32:43Ja, das glaube ich auch.
32:45Marion Herbst wurde am 25. März, am Todestag ihrer Tochter, geblitzt.
32:49Und das ganz in der Nähe von diesem Bootshaus, wo Rackwitz schläft.
32:53Außerdem hat sie gelogen.
32:54Sie war am Todestag nicht beim Yoga und auch nicht bei ihrer Freundin.
32:57Soll ich sie anrufen und herbestellen?
32:59Nee, nee.
33:00Ich fahre da selbst hin.
33:07Ihr Mann hat viel gearbeitet.
33:10Sie waren alleine mit ihrer kleinen Tochter zu Hause.
33:14Sie waren einsam, sie haben sich gelangweilt.
33:17Und dann wurde Marco Rackwitz eingestellt.
33:19Gutaussehender Mann.
33:21Eins kommt zum anderen, richtig?
33:24So war das nicht.
33:25Sie wurden am 25. März geblitzt.
33:29Ganz in der Nähe des Bootshauses.
33:31Und zwar eine halbe Stunde, bevor Rosa mit ihrem Großvater in dieses Boot eingestiegen ist.
33:39Ja, ich war an dem Tag auch mit Marco zusammen und zur Strafe wurde mir Rosa genommen.
33:53Wusste jemand von der Affäre?
33:55Doch.
33:59Vor zehn Tagen war ich nochmal mit Marco zusammen.
34:03Armin.
34:04Armin hat sie beide gesehen.
34:07Deswegen hat der Marco Rackwitz gekündigt.
34:10Hat er es ihrem Mann gesagt?
34:13Nein.
34:15Und wenn, dann hätte ich das als Strafe angenommen.
34:17Er hat gewusst, dass es Felix umgebracht hätte.
34:22Anders als mein Mann glaubt, hat er sich wirklich Sorgen um ihn gemacht.
34:25Das Alibi, das Sie ihrem Mann gegeben haben, war falsch.
34:29Ja, aber er ist doch kein Mörder.
34:31Wo finde ich ihn?
34:32Bitte sagen Sie ihm nichts.
34:36Unsere Kriminaltechnik vergleicht in diesem Moment
34:55die Fasern, die unter den Fingernägeln Ihres Vaters sichergestellt wurden,
35:00mit denen ihre schwarzen Fließweste ab, die mein Kollege mitgenommen hat.
35:04Was werden die da finden?
35:13Möchten Sie mir nicht erzählen, was passiert ist?
35:15Mein Vater kam zu mir.
35:20So weinerlich, ich habe das nicht ertragen.
35:24Er hat dann mir gezogen an meiner Jacke.
35:26Junge, ich will dir was sagen, hör mir zu, ich bitte dich.
35:32Ich habe ihm einen Kinnhaken verpasst.
35:35Hat sich vor allem in meiner Jacke festgekrallt, um nicht hinzufallen.
35:40Aber ich habe ihn nicht getötet.
35:45Was haben Sie dann gemacht?
35:52Ich bin hierher zurück.
35:56Ich habe überlegt, ob ich mich umbringen soll.
36:02Ich glaube Felix Herbst.
36:04Der hat seinen Vater nicht umgebracht.
36:06Der hat das stärkste Motiv.
36:08Ich meine, der glaubt doch tatsächlich,
36:09dass sein Vater schuld an dem Tod seiner Tochter ist.
36:12Ja, aber der ist kein Schauspieler.
36:14Ich fand den glaubwürdig.
36:16Aufgrund von was?
36:17Von dem Gefühl oder wie?
36:19Was ist mit Marco Rackwitz?
36:21Also das mit dem Boxtraining ist auf jeden Fall gelogen.
36:23Ich habe mit dem Typen dort gesprochen.
36:25Rackwitz ist seit einem Monat nicht mehr dort gewesen, um zu boxen.
36:28Tja, vielleicht kam es zwischen den beiden
36:29zu einer Auseinandersetzung mit tödlichem Ausgang.
36:31Das glaube ich nicht.
36:33Ich meine, der wirkt zwar ziemlich aggressiv,
36:34aber eigentlich sehr harmlos.
36:37Das ist jetzt kein Gefühl oder was?
36:39Er wollte seine Marion nicht aufgeben
36:43und musste befürchten, dass der Chef es seinem Sohn verrät.
36:46Dazu der Rauswurf?
36:49Sorry Nele, aber das Motiv ist mir jetzt echt zu schwach.
36:53Im Ernst?
36:53Mord aus Leidenschaft ist dir als Motiv zu schwach.
36:58Paul, dann lies bitte nochmal die Kriminalstatistik.
37:00Leute, ich brauche mal eure Hilfe.
37:02Die Rechnung, die Roland Mayer mir gegeben hat,
37:05ist zwei Jahre alt.
37:07Aber das Holz, für die die ausgestellt ist,
37:10das ist erst vor ein paar Wochen geschlagen worden.
37:12Ja, aber wieso lügt der Typ?
37:15Wegen illegal geschlagenem Holz, oder warum?
37:17Was ist, wenn es doch Schwarzgeld gab?
37:20Was, wenn Armin Herbst das Geld genommen hat,
37:22um seinen Sohn zu geben, aus schlechtem Gewissen?
37:25Roland Mayer brauchte das Geld aber,
37:26um die Holzmafia zu bezahlen.
37:28Da habe ich zuerst auch gedacht,
37:29aber Roland Mayers Alibi stimmt.
37:31Ich habe das mal gecheckt,
37:32ob das zeitlich überhaupt alles hätte klappen können.
37:34Also Schreinerei, See, Kneipe,
37:37den Mord begehen, die Leiche versenken,
37:40zurückschwimmen.
37:40Der Fundort war mega weit draußen.
37:42Das hätte locker 30 Minuten gedauert.
37:45Außerdem wäre er nass gewesen.
37:46Er hätte sich also noch umziehen müssen,
37:47bevor er in die Kneipe gegangen ist.
37:49Ja, aber wie ist er jetzt von hier nach hier gekommen?
37:51Zu Fuß oder mit dem Auto?
37:53Obwohl er zu Fuß hat,
37:54Käse ist viel zu weit.
37:55Nein, mit dem Auto brauchst du auch locker 15 Minuten.
37:58Also das alles in einer Stunde,
38:00das kommt nicht hin.
38:02Ja, was ist mit dem Motorrad?
38:03Hätte er es damit in der Zeit schaffen können?
38:05Er hat gesagt, er fährt kein Motorrad.
38:07Ich habe es auch überprüft,
38:08er hat keinen Führerschein.
38:08Leute, das glaubt ihr mir nicht.
38:12Roland Mayer war Leistungsschwimmer
38:14und ist immer noch Freiwasserschwimmer.
38:16Der schwimmt so eine Strecke locker doppelt so schnell
38:17wie ein normaler Mensch.
38:19Wer ist am fittesten von euch?
38:24Was ist denn das für eine Frage?
38:25Du hast recht.
38:28Jakob,
38:29du schwimmst bitte morgen die Strecke mal
38:31und Julia, du stoppst die Zeit.
38:34Ich will mal wissen,
38:34wie schnell das geht,
38:35wenn jemand richtig gut schwimmen kann.
38:38Ich denke,
38:39der andere Typ war Leistungsschwimmer.
38:41Da wird es jetzt ich nehmen, ja?
38:42Was für eine Nacht.
39:05Hat dieser Krach eigentlich was gebracht?
39:10Sind sie weg?
39:11Ja!
39:13Die Mäuse hassen anscheinend laute Geräusche.
39:16Dafür war das Internet gut.
39:17Jetzt sind wir wieder allein,
39:18abgesehen von Jakob.
39:19Sehr gut,
39:20fast wäre ich mit ausgezogen.
39:22Und dieses Zeug,
39:23da höre ich mir nie wieder an.
39:24Du hörst dann nie Heavy-Metal-Musik, hm?
39:26Du bist ja eher für Softe.
39:27Das stimmt.
39:28Aber unter uns.
39:30Ich werde die auch nie wieder hören.
39:31Aber dafür war sie gut.
39:34Magst du einen Kaffee?
39:35Nee, ich muss los.
39:36Ach, schade.
39:38Tschüss.
39:39Schönen Tag.
39:40Nur auf.
39:42Ach, ist das schön ruhig jetzt.
39:54Ach, Popeschko.
39:58Wenn wir das Geld nicht bekommen,
39:59mein Freund,
40:01dann bist du dran.
40:03Wir finden dich.
40:04Und dann gnade dir Gott.
40:06Besorgt das Geld.
40:07Ich verspreche es heute noch.
40:22Ja, super, mein Lieber.
40:23Du hast mir sehr geholfen.
40:24Ich danke dir.
40:25Hast dein Gut.
40:25Bis dann.
40:26Ciao.
40:28Nele, kommst du mal?
40:31So, pass mal auf.
40:33Ich habe mir noch mal die Bilder angeguckt,
40:34die Jakob in der Schreinerei gemacht hat.
40:36Und dann habe ich ein bisschen recherchiert.
40:38Und jetzt pass auf.
40:41Guck mal,
40:41so kennzeichnen die Holzhändler ihre Baumstämme.
40:44Mhm.
40:45Und wofür steht das hier, Pop?
40:47Pop steht für Fioril Popesco.
40:50Das ist der Besitzer einer rumänischen Firma.
40:52Der Typ,
40:53mit dem Marco Rackwitz eingesessen hat,
40:55heißt Eugen Popesco.
40:57Eugen ist der Neffe vom Holzhändler.
41:00Und über Marco
41:01haben die Rumänen
41:02den Kontakt zur Schreinerei klargemacht.
41:06Danke, Paul.
41:07Ich dafür.
41:08Jetzt noch ein roter Badeanzug
41:24und es ist fast für ihr Baywatch.
41:26Und?
41:27Was ist die Zeit?
41:2814 Minuten.
41:29Die Hälfte der Zeit,
41:30die ein normaler Schwimmer benötigt hätte.
41:32Dein Knutschfleck kommt durch.
41:34Mir reicht es jetzt echt mit deiner Anspielung.
41:36Ich sag dir jetzt, was passiert ist, ja?
41:38Zieh dich lieber mal um.
41:39Du erkältest dich noch.
41:39Ich dreh mich auch um.
41:42Das ist eh nichts,
41:43was du nicht schon gesehen hättest.
41:57Lies es nicht.
41:58Komm, es ist egal, was drin ist.
42:07Sie könnte noch leben.
42:10So ein Kleiner.
42:13Wenn du nicht zu ihm gegangen wärst.
42:16Zu Marco.
42:21Ich wär's...
42:22Der Typ, der Roland Meier nach Hause
42:52gefahren hat.
42:53Du meinst hier, dieser Matthias Behrens.
42:55Genau.
42:56Mit dem hast du noch nicht gesprochen, oder?
42:58Nee, ich hab den nicht erreicht.
43:00Wieso?
43:00Stimmt was nicht, oder wie?
43:01Naja, ich dachte,
43:02vielleicht ist ihm irgendwas aufgefallen,
43:04als er hier nach Hause gefahren hat.
43:05Naja, du, ich bin auf jeden Fall dran.
43:08Gut.
43:12Mann, Julia.
43:14Das war Tami.
43:16Sie hat mir da was drauf gemalt
43:17und ich krieg's nicht mehr weg.
43:19Du bist die einzige Person,
43:20die denkt, dass das ein Knutschfleck ist.
43:22Was sagt das über dich?
43:26Siehst du auch noch deine Tochter da mit rein?
43:3114 Minuten hat er gebraucht.
43:32Was?
43:33Das hat er locker geschafft.
43:34Der ist ein Profi.
43:35Der stimmt hundertmal besser als ich.
43:36Sehr gut, Festnahme.
43:37Ihr beide fahrt zu ihm nach Hause
43:39und wir beide fahren in die Schreinerei.
43:53Oh Mann!
43:57Oh Mann!
43:58Oh Mann!
44:00Oh Mann!
44:02Oh Mann!
44:04Oh Mann!
44:06Oh Mann!
44:08Oh Mann!
44:08Hey, hey!
44:17Komm!
44:30Weg, weg, weg!
44:31Weg von der Tasche!
44:32Weg da!
44:33Und die Hände hoch.
44:34Okay.
44:35Oh.
44:36Sie sind vorläufig festgenommen
44:40wegen des dringenden Tatverdachts,
44:42Armin Habst getötet zu haben.
44:43Das stimmt nicht.
44:49Ich bin kein Mörder.
44:50Das mit dem Schwarzgeld gebe ich zu.
44:55Aber den Mord?
44:57Nein.
45:01Vielleicht war es die rumänische Mafia.
45:04Oder Felix.
45:06Ich weiß nicht.
45:07Dankeschön, Julia.
45:08Danke schön, Julia.
45:12Entschuldigen Sie bitte die Unterbrechung,
45:16aber meine Kollegin war gerade noch mal in ihrer Stammkneipe,
45:20dem Simpel, um einen letzten Zeugen zu befragen.
45:25Den, der sie nach Hause gefahren hat.
45:26Der hat ausgesagt, dass sie am Abend des Mordes einen staubigen Overhaul anhatten in der Kneipe.
45:37Und ihre Haare waren nass.
45:41Ich glaube, sie sind an Land geschwommen,
45:44nachdem sie die Leiche ihres besten Freundes im See versenkt haben.
45:49Ich frage mich, als sie da rausgerudert sind,
45:54lag die Leiche da vor ihnen in dem Boot?
45:59Ich glaube nicht.
46:02Ich glaube, die lag hinter ihnen.
46:05Den Anblick hätten sie gar nicht ertragen.
46:10Außerdem hat der Zeuge ausgesagt,
46:13dass der Fahrersitz ihres Autos nass gewesen ist.
46:19Hm.
46:21Sie standen unter Schock.
46:24Sie sind schnell zur Kneipe gefahren, um sich ein Alibi zu verschaffen
46:27und haben sich dann erst vor Ort umgezogen.
46:33Richtig?
46:36Herr Mayer,
46:40wollen Sie nicht endlich mal die Wahrheit sagen?
46:44Diese Lügen, die fressen sich doch in Ihre Seele.
46:49Er war so ein Sturkopf.
46:56Immer schon bewiesen.
47:00Er wollte Felix das Schwarzgeld geben als Wiedergutmachung.
47:03Ich habe zugehört.
47:13Aber wir haben das Geld doch gebraucht.
47:15Aber wir haben das Geld doch gebraucht.
47:33Aber wir haben das Geld doch gebraucht.
47:47Untertitelung des ZDF, 2020
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