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  • vor 2 Tagen

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🎈
Spaß
Transkript
00:00Musik
00:37Musik
01:03Musik
01:39Musik
02:14Frau Hartmann, wie schön, dass Sie da sind.
02:15Guten Abend, Tina.
02:18Oh, danke schön, Herr Wander.
02:20Kommen Sie doch rein.
02:23Oh.
02:24Hallo, Tina.
02:26Hallo, Kai. Die anderen sind schon da.
02:28Komm rein.
02:28Gut, Siegst du, Servus.
02:29Dankeschön.
02:57Herr Reuter.
02:58Na, Frau Lohnfeld, ich hatte bei ihr mein Wein bestellt, den will ich nicht abholen.
03:01Kommen Sie doch bitte herein.
03:02Danke.
03:05Ah ja.
03:08Ich hoffe, ich störe nicht.
03:09Nein, Sie stören doch nicht.
03:11Wir wollen uns ganz auf den Gaumen verlassen.
03:15Bernhard, wir haben einen weiteren Gast.
03:18Guten Abend, Herr Lohnfeld.
03:19Herr Reuter, das ist ja eine Überraschung.
03:21Guten Abend.
03:23Ich wollte nur schnell mein Wein abholen.
03:24Ah ja, natürlich.
03:26Darf ich kurz vorstellen?
03:28Frau Hartmann, Herr Wendig, Herr Genter.
03:32Guten Abend.
03:33Guten Abend.
03:36Ja, sieht richtig gut aus.
03:38Ja, wir machen eine kleine Weinprobe.
03:40Weine aus dem Bidoc und Saint-Émilion.
03:42Bleiben Sie doch.
03:43Nein, nein, vielen Dank.
03:44Ich hole nur schnell den Wein und dann fahre ich wieder.
03:46Das können Sie mir nicht abschlagen.
03:47Sie sind doch einer meiner tollsten Gäste.
03:50Vielen Dank, aber ein anderes Mal, ja?
03:54Ganz ruhig.
03:55Ganz ruhig.
04:02Herr Händler, ich freue mich voll aufs Wochenende.
04:05Was hast du schon das vor?
04:06Mal gucken.
04:07Und du?
04:08Heute Abend gehen wir ins Kino und morgen...
04:10Wir.
04:10Sabine und du.
04:12Ja.
04:13Hey, da bahnt sich ja richtig was an.
04:15Und?
04:15Bernd.
04:16Was sind wir denn jetzt?
04:19Bernd, jetzt kommen wir nicht mit Arbeit.
04:29Mach den Tresor auf.
04:30Herr Lohnfels, bleiben Sie ganz ruhig.
04:32Dann tun Sie, was der Mann sagt.
04:33Schnauze.
04:35Bernd hat mir vorhin erzählt,
04:36dass er zu diesem Lohnfels vorbeifahren wollte,
04:38um Wein abzuholen.
04:50Ich kann sehen,
04:50dass das keine Spielzeugpistole ist.
04:52Ich glaube,
04:52wir wollen alle unbeschadet nach Hause kommen.
04:54Halt die Schnauze.
04:56Komm mal hin, Lohnfels.
05:04Einpacken.
05:14Herr Lohnfels, ich helfe Ihnen.
05:16Weg, geh weg.
05:21Den anderen kreppel auch.
05:22Die Papiere sind nutzlos für Sie.
05:24Herr Gott, mach's einfach.
05:37Hey, Genta, Sportfreund.
05:39Du sammelst die Brieftaschen ein.
05:40Ich will auf die Uhren.
05:45Und deinen Schmuck.
05:47Das ist nur Modeschmuck.
05:48Das ist ein netter Versuch.
05:49Ich weiß, was die Klunker wert sind.
05:53Du, den Affen da hinten.
05:54Komm!
06:04Pack ihn ein.
06:05Schubert, wir brauchen das S.E.K.
06:07Kahn.
06:15Wem gehört das Handy?
06:23Das ist meins.
06:35Du kommst dir so richtig schlau vor, was?
06:38Was?
06:54Komm mal hier.
06:55Komm, komm, komm.
06:56Komm, ganz ruhig.
06:57Klingt dein Halter eigentlich noch einen hoch?
06:59Lass sie meine Frau in Ruhe!
07:00Kickst du noch einen hoch?
07:02Geh weg.
07:03Weg, weg.
07:04Komm mal hier.
07:33Bleib da.
07:49Hier müsste es sein.
07:53Ich bin's nochmal.
07:54Ja, wir sind jetzt hier am Erntebringer Nummer 12.
07:57Vorsicht!
07:58Achtung!
08:09Bendig, komm!
08:11Komm!
08:12Moment, Bendig.
08:12Sag mal!
08:13Bendig, brauchst du eine schriftliche Einladung!
08:17Komm!
08:18Komm!
08:29Die Waffen in den Wagen!
08:30Dann den Schlüssel herwerfen!
08:32Sonst erschießt mein Kumpel die nächste Geisel!
08:34Los!
08:37Die Waffen rein!
08:38Tür zu!
08:39Schlüssel her!
08:41Komm!
08:52Bernd!
08:55Bist du okay?
08:56Ja, ja.
09:02Ist wirklich ein zweiter Täter drin?
09:04Nein, aber ein Tod im Haus.
09:06Schubert hier!
09:07Sofortige Fahndung nach einem roten VW-Polo.
09:17Nein, das kann doch nicht sein.
09:19Der hat sich doch nicht in Luft aufgelöst.
09:22Ihr müsst natürlich nicht kriegen.
09:33Anja, kommst du mal?
09:34Ja.
09:35Können Sie dich bitte um Frau Lohnfels?
09:36Die Psychologin kommt gleich.
09:37Kommen Sie, Frau Lohnfels.
09:39Wir gehen nach nebenan.
09:48Also, Frau Lohnfels wird gleich von unserer Psychologin betreut.
09:51Ich habe das den anderen auch angeboten, aber die wollten alle nur noch nach Hause.
09:55Ein paar Infos habe ich schon.
09:57Magst du die hören?
09:57Na klar.
09:59Maren Hartmann ist Juwelierin und hat ein kleines Geschäft in der Altstadt.
10:03Tobias Wendig ist der Anlageberater von Herrn Lohnfels und Kai Genter hat ein Fitnessstudio
10:08und ist ein Bekanter von Frau Lohnfels.
10:12Die haben den Typen immer noch nicht gefasst, trotz Ringfahndung.
10:15Der Wagen wurde übrigens gestern in Frankfurt als Gestuhl gemeldet.
10:19Ach ja, an der Nachbarin ist der Mann schon aufgefallen, weil er so lange am Wagen gewartet hat.
10:24Er hat also beobachtet, dass Gäste ins Haus gehen.
10:26Warum hat er nicht einfach gewartet, bis sie wieder rauskommen?
10:29Gute Frage.
10:30Soll ich mich darum kümmern?
10:32Wie bitte?
10:34Ihr Handy.
10:37Mach ich schon, der Gäste.
10:39Noch was.
10:40Der Mann hat einige der Anwesenden mit Namen angeredet.
10:44Er erkannte sie also.
10:46Und er wusste auch ganz genau, was hier im Haus zu holen ist.
10:48Er wusste, dass es ein Tresor gibt und er wusste, dass hier eine Skulptur von Olaf König steht.
10:51Den kenne ich nicht.
10:52Frankfurter Bildhauer sehr, sehr gut und so langsam richtig teuer.
11:09Scheiße.
11:11Was denn?
11:12Sabine, steht vor dem Kino, der Film geht in fünf Minuten nie los.
11:16Hey, sorry.
11:38Ich bin ein Tresor.
11:51Er hat alle Spuren verwischt.
12:00Ich kann es hören.
12:03Hörgerät.
12:21Herr Kenter.
12:22Guten Tag.
12:23Sache, Reuter.
12:24Ist Frau Lohnfeld zu Hause?
12:26Ja, ihr geht es nicht so gut.
12:27Ich kümmere mich ein bisschen um sie.
12:28Ich würde trotzdem gerne mit dir sprechen.
12:30Dauert auch nicht lang.
12:31Kommen Sie rein.
12:32Ich hole sie.
12:33Danke.
12:35Danke.
13:02Herr Räuter.
13:05Frau Lohnfeld, guten Tag.
13:10Ich mache mir einen Tee. Möchten Sie auch einen?
13:13Ja, gern.
13:21Ich bin froh, dass Kajas hier ist.
13:24Ich kann jetzt nicht alleine sein.
13:27Bitte schön.
13:28Das ist verständlich.
13:34Bitte.
13:42Sie waren gestern der Einzige, der den Kühlenkopf bewahrt hat.
13:47Ja, das hat man leider nicht verändert.
13:54Wer wusste eigentlich, wer zur Weinprobe herkommt?
13:59Außer denen, die da waren.
14:04Niemand.
14:05War Frau Hartmann, Herr Wendig und Herr Genta vorher schon mal hier im Haus?
14:10Kaj war gestern zum ersten Mal hier.
14:13Herr Wendig sicherlich schon öfters.
14:15Bei Frau Hartmann weiß ich es nicht.
14:18Aber sicherlich nicht, seitdem ich hier bin.
14:21Warum betonen Sie das so?
14:23Frau Hartmann hat sich mal sehr für Bernhard interessiert.
14:29Verstehe.
14:31Sie hat es Bernhard übergenommen, dass er sich für mich entschieden hat.
14:35Deswegen war ich auch dagegen, sie einzuladen.
14:40Aber Bernhard hat ein großes Herz.
14:43Und gar nicht.
14:46Wir wissen eigentlich, was das für Unterlagen waren im Safe.
14:48Ich bin nicht dafür.
14:52Keine Ahnung.
14:54Tobias, wenn nicht, musst du das wissen.
14:58Wo soll ich stehen?
15:01Ah ja.
15:02Hast du das nicht der KTU überlassen?
15:04Ja.
15:05Die finden daran vielleicht DNA-Spuren.
15:08Später, okay.
15:09Also, die Seriennummer, das ist die 4-3-1-2-2-2-2-3-9.
15:17Ja, gut.
15:20Das ist die Herstellerfirma.
15:22An wem wurde es geliefert?
15:25Hörgeräte Promorin, ja?
15:27Wann haben Sie eigentlich geheiratet? Das ist noch nicht so lange her.
15:31Vor zwei Monaten.
15:34In einer Woche wollten wir unsere Flitterwochen nachholen.
15:38Bernhard hatte vorher keine Zeit.
15:41Das Restaurant ging vor.
15:44Sie wollten es um den Genfer See. Ihr Mann hat davon erzählt.
15:51Darf ich mich noch mal umschauen?
15:53Ja, sicher.
16:10Als Ihr Mann gestern den Tresor ausräumen musste, ist ihm ein einzelnes Blatt Papier hingefallen. Haben Sie das zufällig gefunden?
16:16Nein. Wieso?
16:19Ja, das wird bestimmt die Spulsicherung mitgenommen haben. Das war es auch schon von Lohnpferd.
16:24Wenn ich sonst noch etwas für Sie tun kann, dann...
16:26Dann werde ich mich bei Ihnen. Mich erreichen Sie jederzeit unter dieser Nummer.
16:30Dankeschön.
16:31Danke für den Tee.
16:39Ich würde schon sagen, hast du dich ja ganz schön verbessert.
16:42Was ist denn die Bude hier wert? Drei bis vier Millionen?
16:47Halt einfach deinen Klapp und verpässt dich.
17:05Halt einfach deinen Klapp und verpässt dich.
17:06Ah!
17:16Ja, Bernd?
17:17Ah, es funktioniert.
17:18Was?
17:19Mein neues Handy. Totschick.
17:22Kerstin, kannst du bitte mal nachschauen, ob bei den Asservaten eine einzelne, die nach Vierseite dabei ist?
17:28Die muss in der Nähe alles safe gelegen haben.
17:30Ja, mach ich.
17:31Gut, danke.
17:32Bis dann.
17:48Bis dann.
18:01Bis dann.
18:17Bernd?
18:18Das sieht so aus, als ob wir den Täter identifiziert haben.
18:21Martin Sommer.
18:2244 Jahre alt.
18:24Mehrfach vorbestraft wegen gefährlicher Körperverletzung.
18:26Er ist jetzt sechs Wochen in Wiesbaden gemeldet.
18:29Sommer ist nicht zu Hause.
18:30Seine Wohnung steht unter Beobachtung und ein SEK ist abrufbereit.
18:35Sehr gut.
18:37Wie geht's dir?
18:41Ja, hab schon besser geschlafen.
18:45Also, je länger ich darüber nachdenke, was gesamt passiert ist, desto mehr habe ich den Eindruck,
18:51dass dieser Raubüberfall nur ein Vorwand war, um Lohnfels ermorden zu können.
18:56Ja, der Täter, also dieser Sommer, hat Lohnfels so lange provoziert, bis er auf ihn losgegangen ist.
19:04Und da hat er ihn erschossen.
19:07Und als er geschossen hatte, hat er sich noch runtergebeugt zu Lohnfels, um zu sehen, ob er wirklich tot ist.
19:11Also, wenn Sommer ein angehäuter Killer ist, dann hätte er sich so viel einfacher machen können.
19:15Lohnfels irgendwo auflauern und peng.
19:18Ja. Und dann hätten wir sofort nach Motiven im privaten Umfeld gesucht.
19:22Aber so, so sieht das aus, als wäre das ein Kollateralschaden gewesen bei einem Raubüberfall.
19:28Vor Zeugen.
19:29Also, wenn das so ist, dann...
19:31Dann ist das ein ausgesprochen raffinierter Plan, ja.
19:37Nochmals, ich war gerade bei Tina Lohnfels. Außer den Teilnehmern der Weinprobe hat niemand gewusst, wer eingeladen war.
19:44Aber dieser Sommer hat ganz genau gewusst, mit wem er es zu tun hat.
19:48Du glaubst also, einer von ihnen steckt mit Sommer unter einer Decke?
19:51Ja, vielleicht.
19:53Ich werde mit allen reden.
19:55Wie jetzt?
19:57Wirst du den Fall übernehmen?
19:59Bernd, das kannst du nicht. Du bist Zeuge.
20:01Ja, natürlich kann ich das.
20:03Vor Gericht wird bei einer Aussage von einem Kollegen bewertet.
20:08Also, ich finde es nicht ganz unproblematisch, dass er den Fall übernommen hat.
20:11Ich kann es total verstehen. Das muss so ein Scheißgefühl sein, dass er den Mord nicht verhindern konnte.
20:21Wär mal.
20:22Hallo?
20:24Ihr steht die ganze Zeit hier?
20:26Ja.
20:27Und das Zeug habt ihr euch hier reingezogen?
20:30Ja, wir stehen hier seit vielen Stunden.
20:32Ja.
20:32Ihr seid ja zwei richtig große Experten.
20:36Was für die Volltrottel.
20:38Ich meine, offensichtlicher geht es ja wohl nicht.
20:57Okay, wir gehen rein.
20:59Okay, wir gehen rein.
21:11Wir gehen rein.
21:29Die sind drin. Jemand da.
21:39Was ist das?
21:41Handyvertrag.
21:44Wir brauchen eine Handyortung. Ich gebe euch die Nummer.
21:48Nein.
21:49Ich habe niemanden von der Weinprobe erzählt.
21:53Sie waren mit Herrn Lohnfelds entbefreundet. Richtig?
21:56Ja.
21:58Ich habe mich nach dem Tod seiner Frau um ihn gekümmert.
22:00Er war ziemlich am Ende damals. Und daraus ist eine Freundschaft entstanden.
22:06Vielleicht auch ein bisschen mehr als seine Freundschaft?
22:10Er hat seine Frau sehr geliebt.
22:15Ja, und das Leben geht einfach so weiter. Das erinnern Sie ja auch.
22:22Und irgendwann hat er wieder geheiratet.
22:26Tina Lohnfelds.
22:30Na, Sie scheinen sich nicht so richtig zu mögen.
22:34Sie ist halb so alt wie er.
22:37Nur schon die Beine und nicht gestürzt zu haben.
22:39Ja, man fragt sich trotzdem, ob bei der jungen Frau vielleicht andere Interessen eine Rolle gespielt haben könnten.
22:45Hm.
22:49Der Moment, als der Täter sie aufgefordert hat, ihm ihren Schmuck zu geben, erinnern Sie sich?
22:55Ich erinnere mich an jede Sekunde.
22:57Ich frage mich, woher hat er gewusst, dass der Schmuck echt ist?
23:04Haben Sie die Salzkette in mehreren Ausfertigungen?
23:06Wieso?
23:07Ach so, weil ich gestern so eine ähnliche getragen habe.
23:10Nein, nein, die Kette ist die gleiche, der Stein ist nur ein anderer.
23:13Ach so, ja.
23:16Danke.
23:41Ja?
23:44Na, Moment, Moment, Moment, Moment, ich verstehe kein Wort.
23:54Okay.
24:08Ich kenne Bernhard seit über zehn Jahren.
24:12Und es ist mir unvorstellbar, dass er jetzt tot sein soll.
24:16Und so sinnlos.
24:19Ich hatte den Eindruck, dass der Täter Herrn Lohnfels mit voller Absicht provoziert hat.
24:24Ja.
24:25Und ich hätte vermutlich nicht anders reagiert, wenn er meine Frau so angegangen wäre.
24:30Sie wissen, dass diese Skulptur von Olaf König, die gestohlen wurde, sehr wertvoll ist?
24:35Ja, selbstverständlich. Ich habe Bernhard zu dem Kauf geraten, als Kapitalanlage.
24:38Na ja.
24:39Was waren das für Unterlagen im Safe?
24:43Persönliche Dokumente und Bankunterlagen, vermute ich.
24:46Wie hoch schätzen Sie das Vermögen von Herrn Lohnfels ein?
24:49Das kann ich Ihnen aus dem Stehgreif nicht sagen.
24:52Das meiste Kapital hat er in sein Haus gesteckt.
24:56Hat ein Herrn Frau Lohnfels einen Ehevertrag abgeschlossen?
25:00Ich glaube nicht.
25:06Herr Reuter, ich mache einen dringenden Termin.
25:08Und falls Sie noch Fragen haben sollten, rufen Sie mich doch einfach an.
25:23Wenn dich, brauchst du eine schriftliche Einladung.
25:26Komm.
25:30Herr Wendich, eine Frage noch.
25:32Als der Täter sie als Geiste genommen hat, hat er sie mit Namen angesprochen.
25:37Ja, das hat mich auch gewundert.
25:40Ich gehöre ja schließlich nicht zu Wiesbadener Prominenz, über die man in der Zeitung liest.
25:44Hat er Ihnen noch irgendwas gesagt, als Sie zusammen zum Auto gegangen sind?
25:50Ich kann mich nicht erinnern.
25:53Ich war wie in Trance.
25:56Ich habe noch nie in meinem Leben so eine Angst gehabt wie in diesem Moment.
26:11Verstehe.
26:12Gut, danke euch.
26:14Also, Sommers Handy war in einer Funkzelle am Rheinufer eingeloggt.
26:18Vor zehn Minuten wurde es ausgeschaltet. Die Kollegen waren da, aber keine Spur von Sommer.
26:23Scheiße.
26:24Also, ihr habt nochmal bei den Pensionen und bei den Hotels nach und checkt auf jeden Fall auch die Campingplätze,
26:30ja?
26:30Wir treffen uns um 20 Uhr zur Auswertung, okay?
26:33Gut, bis dahin.
26:35Tja, Kino wird leider auch heute wieder ausfallen.
26:38Hoffentlich wird es der Biedel nicht irgendwann aus.
26:52Aber Kessin, ich hatte dich doch nach diesem einzelnen Blatt Papier gefragt.
26:56Ja, das ist der Zettel, der am Tatort sichergestellt wurde.
26:58Nein, das ist nicht das Blatt, das bei Lohnfeld vom Safe auf den Boden gefallen ist.
27:02Wie kommst du drauf?
27:02Weil ich es gesehen habe.
27:03Bei Lohnfeld, das Blatt, das hatte ein ganz anderes Logo. Irgendwie bunt.
27:08Was ist denn daran jetzt so wichtig, also?
27:15Ich bin's. Was jetzt?
27:19Nee, so läuft das nicht.
27:21Da waren nur 10.000 Euro im Safe.
27:23Es ist mir scheißegal, was diese Skulpturwert ist. Das ist mir viel zu heiß.
27:27Die schnappen mich doch, wenn ich die irgendwo verdicke.
27:29Ich muss von hier verschwinden. Und zwar für immer. Und dafür brauche ich 50.000.
27:34Ich melde mich.
27:40Danke, Frau Meissner, dass Sie so kurzfristig für uns Zeit haben.
27:43Gerne.
27:44Wie lange betreuen Sie Ihren Sommer denn schon als Bewährungshelferin?
27:48Ungefähr seit einem halben Jahr.
27:49Ich habe ihm einen Job auf dem Bau besorgt und eine Wohnung in Mainz.
27:54Aber da ist er während der Probezeit schon rausgeflogen. Aus der Wohnung dann auch.
27:58Jetzt wohnt er ja in Wiesbaden. Wer bezahlt denn die Wohnung? Das Sozialamt, oder?
28:02Mir hat er gesagt, dass ihn Freunde unterstützen.
28:04Haben Sie da ein paar Namen?
28:06Nein, ich kenne die Freunde von Herrn Sommer leider nicht.
28:08Denken Sie bitte noch mal ganz genau nach. Hat er irgendwann irgendjemanden erwähnt?
28:13Keine Namen, nein.
28:15Frau Meissner, Sie wissen, was gestern passiert ist.
28:17Ja, aber das passt eigentlich überhaupt nicht zu seinem Verhalten. Und auch nicht zu den Straftaten, die er vorbegangen hatte.
28:22Und was meinen Sie damit jetzt genau?
28:25Sommer ist einfach gestrickt. Seine Opfer, die haben ihm Geld geschuldet und er hat ihn aufgelaut und sie krankenhausreif geschlagen.
28:31Bis auf den Amateurboxer, der hat zurückgeschlagen. Seitdem hat er ja das Problem mit dem Ohr.
28:36Aber jetzt hat er seinen Opfer provoziert und gezielt getötet.
28:39Ja, und deshalb haben wir den Verdacht, dass er möglicherweise im Auftrag gehandelt hat.
28:42Und dass der Raubüberfall nur dazu dienen sollte, den Mord an Herrn Lohenfels zu vertuschen.
28:47Können Sie sich vorstellen, dass er vielleicht trotzdem der richtige Mann dafür wäre?
28:52Sommer hat nie Geld. Vielleicht ist es eine Frage des Preises.
29:03Herr Rotter. Herr Genthal.
29:06Herr Rotter.
29:07Jetzt sagen Sie mir nicht, dass Sie sich für eine Club-Begliedschaft interessieren.
29:11Na ja, Ihre Mitarbeiterin hat mich fast von der Nützigkeit ihrer Foltergeräte überzeugt.
29:16Ja, wenn Sie wollen, dann gebe ich Ihnen die Tour.
29:18Okay.
29:19Wir stellen für jedes unserer Mitglieder ein individuelles Trainingsprogramm zusammen.
29:22Je nach Präferenz, der eine will einfach nur Speck abbauen, der andere Muskel aufbauen oder einfach nur trainieren.
29:28Interessant. Sie haben das Studio für drei Jahre nur übernommen, ja?
29:32Ja, mein Vorbesitzer hat sich zur Ruhe gesetzt.
29:35Und Tina Lohnfels, haben Sie auch hier kennengelernt?
29:38Ja, sie hat als Aushilfe gejobbt.
29:44Ach so, das war schon die Antwort, Entschuldigung. Ich hatte gehofft, dass Sie mir erzählen, dass Sie beide ein Paar
29:49waren.
29:51Ja, ich bin schon eine Weile hier. Da plaudert man natürlich über alles Mögliche.
29:55Ja, wir waren ja zusammen. Hat leider nicht funktioniert.
29:59Aber Ihre Beziehung scheint ja noch sehr gut zu sein. Ich meine, Sie waren zur Weinprobe eingeladen.
30:04Frau Lohnfels hat Sie im Beistand gebeten.
30:06Man muss ja nicht als Feinde auseinandergehen.
30:08Nein, nein. Natürlich nicht.
30:11Sie interessieren sich nicht wirklich für die Geräte?
30:16Nein. Aber trotzdem vielen Dank.
30:20Schönen Tag noch.
30:46Ihr macht bitte das volle Programm. Bei allem. Vita, Finanzen.
30:49Also erst mal müssen wir uns Sommer schnappen.
30:51Ja, schon weit.
30:53Und wenn wir uns die Frage stellen, wem der Tod von Lohnfels finanziell am meisten nutzt, ist die Antwort ja
30:57wohl klar.
30:58Deiner Frau Tina.
30:59Wenn sie die Villa verkauft, kann sie von dem Erbe bis an ihr Lebensende unbeschwert leben.
31:04Heute ist ja immer noch mit Kai Genter zusammen und die Hochzeit mit Lohnfels war Teil des Plans.
31:09Wie angle ich mir einen Millionär?
31:11Lohnfels musste nach der Hochzeit nur noch auf elegante Art und Weise beseitigt werden.
31:15I hired a contract killer.
31:17Ja, tut mir leid, aber mir fallen nur Filmtitel ein.
31:20Schubert hat wegen unserer Ermittlung zwei Kinoabende versäumt.
31:24Eure Sorgen möchte ich an.
31:26Ich habe Tina Lohnfels ganz genau beobachtet, als Sommer sie belästigt hat und als Sommer ihren Mann erschossen hat.
31:32Sie wusste nicht, dass die Situation auf sie zukommt.
31:35In ihren Augen war nichts anderes als pures Entsetzen.
31:38Es war nicht gespielt.
31:41Und noch etwas.
31:43Ich frage mich natürlich, wie kommt man an so einen Büsammer ran?
31:46Ja, ist doch ganz einfach. Man gibt eine Anzeige auf.
31:49Suche zuverlässigen und verschwiegenen Killer mit Berufserfahrung.
31:54Wie ich sehe, sind sie heute Abend nicht mehr aufnahmefähig, Schubert. Wir sehen uns morgen.
31:57Bis morgen.
31:59Was ist denn mit dem? Man wird ja wohl einen Witzemann nicht wissen.
32:02Ich glaube, deine Art von Humor wird er nie ganz verstehen.
32:04Ich fühle mich bei ihm, Schubert.
32:17Ich höre mich bei ihm an.
32:26Schubert, du bist der Incredibles
32:55Untertitelung des ZDF, 2020
33:07Guten Abend, Frau Meissner. Sie wollten doch, dass ich mich regelmäßig melde.
33:14Wenn Sie nichts Dummes tun, wird Ihnen gar nichts passieren.
33:23Sie stören keinesfalls. Ich habe ohnehin bereits Besuch.
33:26Morgen, wenn nicht.
33:27Na, warte.
33:32Herr Wendig, befass dich mit dem ganzen Papierkram.
33:36Bernhard hatte irgendeine Sterbeversicherung abgeschlossen, was weiß ich.
33:40Ja, Frau Lohnfeld soll sich damit nicht belasten. Ich kann ihr das alles abnehmen.
33:44Und für die meisten Sachen habe ich ohnehin eine Vollmacht.
33:47Sagen Sie, haben Sie noch irgendwelche anderen Unterlagen gefunden?
33:53Nein, das ist alles.
33:55Das ist alles.
33:57Ich werde mir das in Ruhe ansehen und mich dann zeitnah bei Ihnen melden.
34:01Auf Wiedersehen. Ich finde alleine Haustag. Auf Wiedersehen.
34:05Auf Wiedersehen, Herr Wendig.
34:11Sie haben es offensichtlich sehr ehrlich, die finanziellen Dinge zu regeln.
34:17Er hat mich heute Morgen angerufen und meinte, wir sollten dringend über irgendwelche terminlichen Dinge sprechen.
34:30Ich würde gerne mit Ihnen über Kai Kenta reden.
34:35Wir waren knapp das Jahr zusammen. Aber es lief nicht. Ich habe mich dann von ihm getrennt.
34:41Aber wir sind weiterhin Freunde.
34:45Bernhard hat auch nichts dagegen.
34:48Eines ist, wenn möglich, dass er sich Hoffnung macht.
34:53Das denke ich nicht.
34:55Ich meine, er hat es zwischendrin immer mal wieder versucht, aber ich habe ihm dann irgendwann klargemacht, dass ich in
35:02der Beziehung mit Bernhard sehr, sehr glücklich bin.
35:06Ich weiß, was die Leute denken. Was will sie denn mit dem Alten sagen?
35:10Sie ist doch viel zu jung für ihn.
35:15Aber ich habe ihn geliebt.
35:25Ich weiß, das sagt sie so einfach, aber lassen Sie die Leute einfach reden. Irgendwann hört das auf.
35:42Vielleicht irre ich mich, aber ich habe das Gefühl, dass sie irgendetwas bedrückt. Ich meine, über den Tod ihres Mannes
35:47hinaus.
35:53Ich danke Ihnen sehr für Ihr Mitgefühl.
35:59Aber ich möchte jetzt gerne alleine sein.
36:05Wenn Sie glauben, dass ich Ihnen helfen kann, rufen Sie mich bitte an.
36:09Jederzeit, ja?
36:31Zeit fürs Frühstück.
36:34Ich habe die ganze Nacht darüber nachgedacht, wie die Bullen auf mich gekommen sind.
36:39Haben die Ihnen was gesagt?
36:42Haben Sie denn Ihr Hörgerät?
36:44Ja.
36:45Wo haben Sie denn Ihr Hörgerät?
36:49Irgendwo verloren.
36:51Nach dem Überfall?
36:55Scheiße.
37:02Bitte hinterlassen Sie eine Nachricht. Danke.
37:06Ja, Reuter.
37:07Entschuldigen Sie bitte, dass ich noch mal störe, Frau Lohnfels.
37:10Aber mir geht unser Gespräch von Frau Hing nicht aus dem Kopf.
37:13Frau Lohnfels, jedes noch so kleine Detail kann uns helfen bei der Suche nach dem Wader Ihres Mannes.
37:18Also, ich hoffe, ich höre von Ihnen.
37:21Danke.
37:37Also, hiermit bin ich durch.
37:39Keiner von den Vieren hat sogar mal auf ein Handy angerufen, aber vielleicht hat er sich ja für die Tat
37:42auch ein Prepaid-Handy besorgt.
37:44Also, Schubert, Kripo Wiesbaden?
37:49Ah, gut, dass Sie mich zurückrufen. Ich würde ganz gerne mal kurz bei Ihnen vorbeikommen.
37:53Nee, nee, nee. Ich habe nur ein paar Fragen.
37:55Ja, das klären wir am besten dann. Ist in der Viertelstunde okay?
37:58Gut, bis gleich.
38:00Das war der Chef von der Baufirma, bei der er Sommer gearbeitet hat.
38:04Ich fahre da mal vorbei.
38:05Alles klar.
38:06Alles klar.
38:12Hallo, Herr Genter.
38:15Nicht viel los heute, hm?
38:18Sonntag ist ein schwacher Tag.
38:20Wie ich höre, gibt es viele schwache Tage. Zu viel Konkurrenz, zu hohe Preise.
38:26Dafür bieten wir ja auch was.
38:28Das sieht Ihre Bank aber anders.
38:31Sie haben noch genau zwei Monate, um aus den roten Zahlen zu kommen.
38:35Wer hat Ihnen das erzählt?
38:37Tina, hm?
38:40Ich werde schon wieder auf die Beine kommen.
38:42Ich drücke Ihnen die Daumen, Herr Genter.
38:47Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht. Ich habe immer noch die Bilder im Kopf, wie er Lohnfässer schossen wurde.
39:02Und wissen Sie, was ich mich frage?
39:05Warum haben Sie nicht versucht, den Täter zu gewältigen?
39:07Nein, ich meine, Sie sind Karate-Kämpfer.
39:09Sie haben den schwarzen Gürtel. Der Mann hat Ihnen den Rücken zugedritten.
39:13Wäre das nicht ein leichtes für Sie gewesen?
39:18Herr Rater.
39:21Herr Reuter, ich hatte Angst.
39:26Angst, wie ich noch nie zuvor in meinem Leben hatte.
39:30Und dafür schäme ich mich auch.
39:36Herr Reiter ist nicht strafbar.
39:38Und wie haben die anderen in dem Moment reagiert?
39:41Frau Hartmann war wie paralysiert und Tobias Wendig hat demonstrativ in eine andere Richtung geschaut.
39:46Könnte Wendig ein Motiv gehabt haben?
39:48Wendig und Lohnfässer waren über zehn Jahre befreundet.
39:51Wendig hat als Anlageberater sicher nicht schlecht verdient an Lohnfässer.
39:53Er hat also nicht nur einen Freund verloren, sondern auch einen Kunden.
39:57Da ist was dran.
39:59Übrigens, Christian hat bei dieser Baufirma herausgefunden, dass Sommer ein ziemlich unbeliebter Einzelgänger war.
40:04Aha.
40:04Kein Kollege hat ihm Unterschlupf gewährt.
40:07Dann können wir das ja abhaken.
40:09Nicht ganz.
40:10Das ist noch was anderes sehr Interessantes bei rausgekommen.
40:12Sommer wurde gekündigt, weil er geklaut hat.
40:15Aber die damalige Bauherrin hat auf eine Anzeige verzichtet.
40:19Aha.
40:22Ja, den Mann kenne ich.
40:24Herr Sommer, ein Bauarbeiter.
40:27Ich habe in meiner Wohnung ein zweites Bad einbauen lassen.
40:30Dann habe ich ihn beim Klauen erwischt und sein Chef hat ihn entlassen.
40:34Warum haben Sie ihn nicht angezeigt?
40:36Der Mann war bestraft genug.
40:40Wenn der Sommer bei Ihnen in der Wohnung gearbeitet hat, dann haben Sie sich doch sicher mit ihm unterhalten.
40:45Sicherlich.
40:47Trotzdem haben Sie seine Stimme nicht erkannt am Freitag?
40:50Ich hatte kurz den Eindruck, aber durch die Maske...
40:56Warum haben Sie mir nichts gesagt?
40:58Weil ich vor lauter Angst total durcheinander war.
41:02Ich wollte es Ihnen später sagen, aber ich war mir da nicht mehr sicher.
41:07Guten Tag, Herr Reuter. Tina Lohnfelds hier.
41:10Danke für Ihre Nachricht.
41:12Ich würde in der Angelegenheit tatsächlich gerne mit Ihnen sprechen.
41:16Es gibt da etwas, aus dem ich nicht ganz schlau werde und was mir wirklich Sorgen bereit hat.
41:22Hoffentlich bis bald.
41:23Dankeschön.
41:29Bei unserem ersten Gespräch haben Sie mir gesagt, Sie seien Herrn Lohnfelds sehr, wie haben Sie das ausgedrückt, sehr zugetan
41:36gewesen.
41:37Ja, und?
41:39Hat es sich dann nicht sehr verletzt, dass Herr Lohnfelds Tina geheiratet hat und nicht Sie?
41:45Die Frage verstehe ich jetzt nicht, Herr Oberstaatsanwalt.
41:50Was wie ein Raubüberfall ausgesehen hat, muss nicht unbedingt ein Raubüberfall gewesen sein.
41:59Mord aus Eifersucht?
42:01Ja, aber dann wäre doch eher Tina Lohnfelds das Ziel gewesen.
42:03Warum?
42:05Sie konnte ihn nicht kriegen, also sollte ihn Tina auch nicht haben.
42:10Natürlich war ich enttäuscht, dass er meine Zuneigung nicht erwidert hat.
42:14Aber deshalb lasse ich ihn doch nicht umbringen.
42:16Weshalb?
42:17Vielleicht, weil Tina nicht das haben sollte, was sie selbst nicht bekommen konnten.
42:23Sie vergeuden Ihre Zeit, Herr Reuter.
42:28Das war es erstmal.
42:30Danke, Frau Otman.
42:37Und, was glaubst du?
42:38Ich halte es für einen blöden Zufall, dass Sommer und Sie sich kennen.
42:41Wie, und jetzt? Lassen wir sie gehen, oder was?
42:43Ja.
42:46Ja, toll.
43:08Guten Tag, das ist der Anrufbeantworter der Familie Lohnfelds.
43:12Bitte hinterlassen Sie eine Nachricht.
43:14Danke.
43:16Guten Abend, Frau Lohnfelds, Bernd Reuter.
43:18Ich habe Ihre Nachricht abgehört und wollte mich zurückmelden.
43:21Danke, bis dann.
43:24Danke.
44:01Ich wollte mir nur einen Tee machen.
44:05Geh mir mal das Telefon.
44:32Ja, ich bin's.
44:34Wie lange brauchen Sie, um das Geld zu beschaffen?
44:38Okay, gut.
44:40Dann kommen Sie morgen um 11 Uhr in den Karmeliterweg 37.
44:45Ja, Sie haben richtig gehört.
44:48Also, keine Tricks.
44:59Und, da habe ich mir gedacht, Sie haben bestimmt eine Erklärung hierfür.
45:08Ich schaue es mir mal an.
45:13Guten Morgen, Bernd.
45:15Und?
45:16Also, Karl Genter ist tatsächlich hochverschuldet.
45:20Maren Hartmann hingegen steht finanziell ganz gut da.
45:23Und Tobias Wendig?
45:24Da kümmert sich Schubert gerade drum.
45:25Aber richtig interessant sind die Finanzen von Herrn Lohnfelds.
45:29Auf seinen Privatkonten ist weniger Geld als auf meinem Girokonto.
45:33Und das will was heißen.
45:34Und auf sein Haus ist eine Bankhypothek in Höhe von 400.000 Euro eingetragen.
45:39Da fragt man Sie natürlich, wo ist das Geld geblieben?
45:42Ja.
45:42Vielleicht solltest du mal mit Frau Lohnfelds sprechen?
45:44Da würde ich gerne, aber ich erreiche sie nicht seit gestern.
45:47Willst du Kaffee?
45:48Gerne.
45:48Setz dich.
45:51Ich verstehe es nicht.
45:53Sah doch ganz gut für Sie aus.
46:06Das ist mein Bruder.
46:09Mein Bruder.
46:12Lassen Sie ihn rein.
46:14Tür öffnen.
46:16Tür öffnen.
46:20Hallo.
46:21Hallo.
46:24Musst du das unbedingt hier sein?
46:26Bleibt es in der Familie.
46:27Zuschließen.
46:27Was?
46:28Abschließen.
46:33Hat er dir was getan?
46:35Haben Sie das Geld?
46:39Tobias Wendig ist jetzt nicht unbedingt reich, aber er steht finanziell ganz gut da.
46:43Also nichts Auffälliges.
46:45Manchmal riskante Anlagen, immer wieder Verluste, aber er hat die Miesen ausgleichen können durch Baareinzahlungen.
46:50Mir ist allerdings noch was viel Interessanteres aufgefallen.
46:53Tobias Wendig hat heute Morgen, gestern und in den ganzen Wochen davor immer wieder mit Karol Meissner telefoniert.
47:00Das ist die Bewährungshelferin von Sommer.
47:02Ja.
47:04Worauf wartet ihr?
47:05Das ist die Verbindung von Wendig zu Sommer.
47:07Wir sind schon auf dem Weg.
47:15Du hast keine Angst zu haben, ist gleich vorbei.
47:18Wofür ist das Geld denn?
47:21Damit er dich in Ruhe lässt.
47:44Guten Tag, Frau Meissner.
47:46Wir hatten dann noch ein paar Fragen zu Herrn Sommer. Können wir reinkommen?
47:50Ich wollte gerade los, tut mir leid.
47:53Mit dir in Haus schon?
47:55Ja.
47:56Kennen Sie Tobias Wendig?
47:58Ja, klar. Er ist mein jüngerer Bruder.
48:01Was?
48:02Okay, wir gehen jetzt einfach mal davon aus, dass er wirkliche Bruder ist, ja?
48:08Haben Sie ihm je von Martin Sommer erzählt? Oder sind sich die beiden vielleicht sogar mal begegnet?
48:15Ist alles in Ordnung bei Ihnen?
48:17Also, ich glaube nicht, dass ich mit Tobias über Herrn Sommer gesprochen habe. Nein.
48:23Er interessiert sich nicht für meinen Beruf.
48:26Tut mir leid.
48:27Moment, wir sind noch nicht...
48:30Kommt, komm mit.
48:52Hallo, und fällts?
48:54Hallo, und fällts?
49:04Hallo, und fällts?
49:07Hallo, und fällts?
49:11Hallo, und fällts?
49:12Hallo, und fällts?
49:13Hallo, und fällts?
49:13Hallo, und fällts?
49:14Hallo, und fällts?
49:14Hallo, und fällts?
49:14Hallo, und fällts?
49:14Hallo, und fällts?
49:14Hallo, und fällts?
49:14Hallo, und fällts?
49:15Hallo, und fällts?
49:15Hallo, und fällts?
49:17Hallo, und fällts?
49:17Hallo, und fällts?
49:19Hallo, und fällts?
49:22Hallo, und fällts?
49:28Das war's.
50:00Sie haben das Geld. Wo sind die Unterlagen?
50:22Hier sind 10.000 Euro. Die können Sie sich noch dazu verdienen. Das können Sie doch
50:28gebrauchen, oder? Sagen Sie nicht, ich soll Ihre Schwester umlegen.
50:36Frau Lohnfels?
50:40Frau Lohnfels?
50:48Frau Lohnfels?
50:51Frau Lohnfels?
50:54Frau Lohnfels?
50:55Frau Lohnfels?
51:03Frau Lohnfels?
51:31Frau Lohnfels?
51:38Frau Lohnfels?
51:46Frau Lohnfels?
51:50Frau Lohnfels?
52:19Frau Lohnfels?
52:23Frau Lohnfels?
52:23Grüß dich, Axel.
52:24Hallo.
52:24Also, pass auf.
52:25In dem Haus ein Täter männlich mit Pistole.
52:28Zwei Geiseln, eine weiblich, eine männlich.
52:30Los geht's.
52:31Männer, zuhören.
52:32Ich brauche zwei Prezi-Teams.
52:34Eins hier oben auf dem Dach, eins auf dem Dach.
52:36Zwei Sicherungsschützen hier an dem Pkw.
52:38Der Rest setzt sich bereit für den Notzugröller.
52:56Meissner?
52:57Hauptkommissarin Klar, bleiben Sie ganz ruhig.
52:59Es ist bald vorbei.
53:01Und jetzt geben Sie mir bitte Herrn Sommer.
53:04Für Sie Hauptkommissarin Klar.
53:09Ja?
53:10Herr Sommer, wir stehen vor dem Haus.
53:11Das Ankommen vom Sondereinsatzkommando haben Sie sicher mitbekommen.
53:20Sind Sie mit dem Wagen da?
53:21Ja.
53:22Okay.
53:23Fahren Sie direkt vor die Tür?
53:24Sie lassen den Schlüssel stecken und verpissen sich.
53:27Ich komme dann mit Frau Meissner raus und wir fahren los.
53:30Ich lasse Sie dann frei, wenn ich sicher bin, dass ich nicht verfolgt werde.
53:33Was will er?
53:34Unseren Wagen.
53:38Ich war viel zu spät realisiert, dass das Geld von diesem Deport so längst nicht mehr auf dem Konto meines
53:44Mannes war.
53:46Ja und Wendich danach zu fragen war leider keine gute Idee.
53:50Das wäre dumm von mir.
53:51Woher sollten Sie denn wissen, dass Wendich kriminell ist?
53:53Noch nicht mal Ihr Mann hat geahnt, dass sein langjähriger Freund ihn betrogen hat.
53:57Wendich war der Einzige, der vom Schwarzgeld ihres Mannes wusste und der hatte eine Kontor voll Macht.
54:02Das hatte sie natürlich erleichtert sich zu bereichern.
54:05Aber als er dann damit rechnen musste, dass Ihr Mann die Unterschlagung bemerkt hat...
54:09Er hat ihn einfach töten lassen.
54:11Einfach so.
54:13Bitte sorgen Sie dafür, dass er entfasst wird.
54:16Bitte.
54:17Bitte fassen wir ihn.
54:19Na weiter.
54:19Hier...
54:22Kassim!
54:27Bin richtig an.
55:03Was geht los?
55:05Komm, komm!
55:10Warten Sie.
55:12Ich komm mit.
55:13Lassen Sie meine Schwester da raus.
55:16Ja, okay, gut.
55:18Wenn Sie Scheiße bauen, ich knall Sie ab.
55:21Ja.
55:26Okay.
55:30Team 1 auf Position.
55:32Team 2 auf Position.
55:34Tür auf mit sich.
55:37Zwei Personen verlassen das Haus.
55:40Erwartung Schussregale.
55:49Es könnte sein, dass die Geisel provoziert, dass er mal erschossen wird.
55:53Warum?
55:54Weil es auch mal der Einzige ist, der bestätigen kann, dass die Geisel ihm einen Mordauftrag gegeben hat.
55:59Fragschussregale.
56:00Nur schießen, wenn Leben in Gefahr ist.
56:03Alles klar verstanden.
56:16Zugriff.
56:17Zugriff.
56:24Danke.
56:25Wir übernehmen.
56:27Hey!
56:40Ich weiß gar nicht, ob ich ihn jemals wiedersehen will.
56:44Ich werde Haftbefehl gegen ihn beantragen.
56:46Wegen Anstiftung zum Mord.
56:50Sommers Prognosen waren nicht so schlecht nach der Haftentlassung.
56:53Woher kannte ihr Bruder eigentlich Sommer?
56:57Ich hatte ihm so vor drei Wochen beiläufig von ihm erzählt.
57:00Er war sehr interessiert.
57:02Er wollte ihm einen Job besorgen.
57:04Da habe ich ihm natürlich die Adresse gegeben.
57:08Frau Meissner, Sie können jetzt wieder in Ihr Haus.
57:11Ja, danke.
57:13Danke.
57:16Ja.
57:19Also Lohnfels hätte in Genf bemerkt, dass sein wunderschönes Schwarzgeldkonto mit 1,4 Millionen sich in Luft aufgelöst hat.
57:25Das war der Grund.
57:26Und da stand alles auf diesem Papier, was du gesucht hast.
57:29Ja, das war ein Deport.
57:30Frau Lohnfels wusste nicht so richtig, was das ist, als sie es gefunden hatte.
57:34Dann hat sie dummerweise wendig gefragt.
57:37Tja.
57:38Das Beste, was man mit seinem Geld halt machen kann, ist ausgeben.
57:43Wo er recht hat, hat er recht.
57:44Das war's für dich.
58:19Untertitelung des ZDF, 2020
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