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  • vor 2 Tagen

Kategorie

🎈
Spaß
Transkript
00:00Musik
00:43Musik
01:15So, die Börse New York ist dicht, ich gehe nach Hause.
01:18Wo sind die Zahlen von den Smart Caps? Die von der Ostküste.
01:22Die habe ich dir geschickt, vor über einer Stunde.
01:24Ich brauche aktuelle Charts.
01:53Komm, lass es.
01:56Musik
02:04Sehr gut, Peter. Danke. Du bist eben eine alte Schule.
02:09Ich bin Augustus.
02:10Gut Job, gut Job.
02:12Wollen wir uns nachher noch sehen?
02:15Sicher. Komm vorbei.
02:18Musik
02:27Musik
02:29Musik
02:53Wollen wir vielleicht noch was trinken gehen?
02:57Ich dachte, dann können wir noch ein, zwei Sachen bereden.
03:03Nacht, Paul.
03:06Musik
03:08Musik
03:09Musik
03:09Musik
03:13Musik
03:13Musik
03:16Musik
03:20Musik
03:38Brauchen Sie noch was?
03:40Musik
03:41Musik
03:48Und dann bis morgen.
04:06Hallo, herzlich willkommen zu Eastbaden.
04:09How was your trip?
04:11Oh fine, thank you.
04:11If you care to follow me.
04:18Good morning, welcome.
04:20Come, please.
04:21Follow me, please.
04:22Coffee, tea, champagne.
04:25I will show you a portfolio of asset allocations
04:28and you will love it.
04:29You will just love it.
04:31You will love us.
04:32And there's more where that came from.
04:34No calls in the next hour.
04:36See you next week.
04:43So, I'll follow you next week.
05:00Rufen Sie die Polizei und buchen Sie einen Kumpel ins Raum.
05:07Da müssen wir jetzt leider ein bisschen umdisponieren.
05:09Folgen Sie mir bitte.
05:35WELSIDEN
05:36Guten Morgen.
05:37Der Name des Toten ist Mirko Selig. 24 Jahre alt.
05:40Geboren in München, Studium der Wirtschaftswissenschaft in Heidelberg,
05:43Wohnhaft in Wiesbaden.
05:45Wissen wir schon, was passiert ist?
05:46Bis jetzt nur, dass er gestern noch gelebt hat.
05:48Aha.
05:49Naja, es gibt keinerlei Einbruchsspuren oder sonst irgendwas, was auf dem Fremdverschulden
05:52hindeutet.
05:53Jedenfalls nichts offensichtliches.
05:55Wie geht's denn?
06:00Als die Sekretärin gegen 22.30 Uhr nach Hause gegangen ist, hat er wohl noch weitergearbeitet.
06:05Anscheinend ging's ihm da noch gut.
06:08Da saß er, mit dem Koffer auf dem Tisch.
06:10Es wäre einfach umgefallen, mitten in der Arbeit.
06:14Sie können mir doch bestimmt Hedgefondsmanagement erklären.
06:17Am besten in drei Worten.
06:20Geld.
06:20Geld.
06:21Noch mehr Geld.
06:25Das sind fünf.
06:27Und wer war noch hier außer Mirko Selig, als Sie das Büro verlassen haben?
06:31Vermutlich die anderen Trainees.
06:33Aber ich kann's Ihnen nicht so genau sagen.
06:34Ich hatte noch ein Meeting mit Roman.
06:36Was?
06:36Mit Herrn Friedrichsen.
06:37Nach 22.30 Uhr?
06:39Ja, sicher.
06:41Das ist Oberstaatsanwalt Reuter.
06:44Er leitet die Ermittlungen.
06:45Peter Bonger.
06:47Guten Morgen.
06:47Ich bin hier der Senior Consultant.
06:49Ich bin für die Ausbildung der Trainees zuständig.
06:51Ja, der Tote hat hier eine Ausbildung gemacht.
06:53Zusammen mit einer Christina Borowski und einem Paul...
06:56Harting.
06:57Ja.
06:58Ich kümmere mich um deren Aussagen.
06:59Gut.
07:00Wer hat den Arche gefunden?
07:01Der Eigentümer der Firma, Herr Fried...
07:03Friedrichsen.
07:04Ja.
07:05Ich werde ihn ganz sprechen, ja?
07:06Das wird im Moment nicht möglich sein.
07:08Warum nicht?
07:09Der hat nur ein Treffen mit den Investoren.
07:12Im Convention Center.
07:15Mhm.
07:17Also, laut Aussage von diesem Herrn Bonger...
07:21scheint dieser Mirko Selig abends häufig der Letzte und morgens der Erste im Büro gewesen zu sein.
07:26Ein Workaholic.
07:28Vielleicht hat er ja einfach gesundheitliche Probleme.
07:30Scheinbar ist niemandem was aufgefallen.
07:32Allerdings habe ich noch nicht besonders viele Zeugenaussagen.
07:35Ja.
07:35Du, die meisten Mitarbeiter, die wurden sofort nach Hause geschickt, nachdem die Leiche gefunden wurde.
07:40Das ist ja irgendwie klar.
07:42Nee, nee.
07:43Nicht damit sie trauern können.
07:45Die sind alle für Homeoffice ausgestattet.
07:47Zeit ist Geld.
07:48Krass.
07:50Frau Dr. Biro, schön, Sie mal wieder zu sehen.
07:53Was haben Sie für mich?
07:54Äh, die Autopsie hat Multiplass-Organversagen ergeben.
07:57Die Ursache hierfür ist eine erhebliche Menge Amphetamine.
07:59Ich gehe davon aus, dass er regelmäßiger Konsument war.
08:02Ich hatte neulich einen Makler, der an einer Überdosis Crystal Matte gestorben ist.
08:07Die Drogen, mit denen die Leute früher Party gemacht haben, landen heute an den Schreibtischen.
08:14Mirko Selig hat sich also ein paar Tabletten eingeworfen, um die lange Nacht zu überstehen.
08:18Laut Laborbericht waren die Tabletten in einen Energy Drink gelöst, den das Opfer gegen 23 Uhr getrunken hat.
08:24Aber die Menge war so groß, dass wir entweder von dem Mord oder einem Selbstmord ausgehen müssen.
08:31Aha.
08:34Selbstmord können wir ausschließen.
08:36Wieso?
08:36Laut KTO gibt es keine Fehlabdrücke an der Getränkedose.
08:39Außer denen des Opfers natürlich.
08:41Das ist doch absurd beim Artikel aus dem Supermarkt.
08:46Irgendjemand hat die Dose abgewischt unmittelbar, bevor Mirko Selig daraus getrunken hat.
08:51Er wurde ermordet.
08:54Ähm, bei mir? Mir geht's gut.
08:57Ich bin im Büro und ähm...
09:00Du?
09:01Was machst du so?
09:03Das ist privat.
09:09Ja klar, gerne.
09:12Wann machst du nun Feierabend?
09:15Okay, dann hol ich dich einen Kaffee auf und wir machen was zusammen.
09:19Doch, doch, ich schaff das, klar.
09:21Kannst mir quasi jetzt schon Espresso aufsetzen.
09:23Okay, bis später.
09:26Ähm, was ist das?
09:27Es war Mord.
09:39Also hat ihm jemand diese Dose hingestellt?
09:42Ist eigentlich gar nicht so schlecht gedacht.
09:44Wenn es auch verstirkt, hat der Täter schon längst ein Alibi.
09:47Wenigstens ist die Anzahl der Verdächtigen überschaubar.
09:50Hm, vielleicht sollen wir das denken.
09:52Sobald wir den Abflug von der KTU haben, wissen wir mehr.
09:54Ja.
09:55Ich erwarte allerdings keine großen Überraschungen.
09:57Hier, in dem ganzen Gebäude, gibt es leider keine Kameras.
10:01Aber man hat mir versichert, dass man nur mit Schlüssel reinkommt.
10:04Also höchstwahrscheinlich ein Kollege oder eine Kollegin.
10:07Hm.
10:08Über Mirko Seelichs Privatleben wissen wir nix.
10:10Soweit ich weiß, hat man keins, wenn man da arbeitet.
10:13Ah, wie bei uns, aber wir verdienen weniger.
10:17Tut mir leid.
10:18Hm.
10:19Wie?
10:21Mit deiner Verabredung.
10:22Ach so.
10:23Ne, ne, ne.
10:23Das ist noch gar nicht gesagt, dass wir Überstunden machen.
10:25Okay?
10:36Herr Staatsanwalt, wissen Sie, wie es aussieht, wenn Sie mich mitten in einem Termin festnehmen lassen?
10:42Wissen Sie, wie es aussieht, wenn Sie sich einfach so von einem Tatort entfernen?
10:47Ich habe den armen Kerl gefunden, ja.
10:49Das ist aber auch schon das Ende meiner Aussage.
10:52Sie wurden aber nicht festgenommen, nur hergebracht.
10:55Sehen Sie, ich bin in einem High-Performance-Sektor tätig.
10:59Wir handeln Mindesteinlagen von 100.000 Euro.
11:02Da reicht es schon, wenn das Wetter sich ändert, um unsere Investoren nervös zu machen.
11:06In meinen Händen liegen Existenzen.
11:09Von unseren Investments hängen Tausende von Arbeitsplätzen ab.
11:12Konzerne, Pensionsfonds.
11:14Ich bin beeindruckt.
11:16Wie verträgt sich denn eine so immens wichtige Aufgabe mit Drogenkonsum?
11:21Was meinen Sie?
11:23Beko Selig ist an einer Überdosis gestorben.
11:28Tatsächlich. Ich dachte, er hat es im Griff.
11:32Drogen sind also nicht unüblich bei Ihnen?
11:34Üblich. Üblich ist, dass wir arbeiten, bis unser Job erledigt ist.
11:40Verstehe. Der eine schafft es eben ohne, der andere braucht ein paar Wachmacher.
11:43Na gut, ich persönlich. Laufe, das stärkt das koronare System, erhöht die Ausdauer und...
11:52Ich habe schon mal davon gehört. Aber das ist nicht unser Thema, Herr Friedrichsen.
11:57Herr Staatsanwalt. Herr Reuter.
12:02Es tut mir wirklich leid. Mirko war ein Ausnahmetalent. Er konnte aus dem Stehgreif eine Sequenz-Handelstrategie entwickeln, indem er
12:10sich einfach die Charts angesehen hat.
12:14Und er wäre genau der richtige Mann gewesen für unser neues Büro in New York.
12:19New York. New York. Das ist Ihr Ausbildungsziel?
12:21Ja, wir expandieren ständig.
12:25Kann ich jetzt gehen?
12:28Nein.
12:37Mirko Selig wurde ermordet. Haben Sie eine Idee, warum?
12:50Friedrichsen, den müssen Sie doch kennen. Er ist der absolute Star der Finanzwelt, Herr Schubert.
12:55Ich zeige Ihnen mal meine Kontoauszüge, dann wissen Sie, warum ich die nicht kenne.
12:59Danke.
13:05Jetzt kommen wir aber zum Punkt, ja?
13:08Hatte irgendjemand einen Grund, Mirko Selig umzubringen?
13:12Nein, niemand. Warum auch?
13:15Wer...
13:16Mirko war sehr beliebt. Ich kann das immer noch nicht glauben.
13:20Ja. Wer waren gestern Abend noch bei ihm?
13:24Christina, meine Kollegin und ich, wir waren unten im Büro.
13:27Und Mirko war alleine im Konferenzraum.
13:32Die drei waren mehr als Kollegen. Die waren richtige Freunde.
13:36Frau Hartin, ich habe bis jetzt noch niemanden verdächtigt.
13:40Sie müssen Ihren Sohn also nicht in Schutz nehmen.
13:43Was meine Mutter meint, ist, meine Ausbildung dauert sowieso nur noch zwei Wochen.
13:48Und dann?
13:50Dann wird einer übernommen.
13:52Und zwei nicht.
13:56Mirko Selig war also eher ein Konkurrent als ein Freund.
14:04Vermutlich ist Christina Einkauf.
14:06Im Büro hieß es, sie arbeitet zu Hause.
14:10Genau deswegen gibt es kein Homeoffice bei mir in der Bank.
14:12Kann ich hier warten?
14:13Tut mir leid, ich muss jetzt los.
14:16Rufen Sie meine Tochter doch an.
14:20Oder besser...
14:21...gleich unseren Anwalt.
14:24Sie sollten sich mal um die richtigen Kriminellen kümmern.
14:26Wie meinen Sie das?
14:28In dem Alter probieren junge Leute sich aus.
14:31Das heißt nicht, dass ich das gut heiße, Herr.
14:32Aber ich finde, Sie betreiben.
14:35Wovon sprechen Sie eigentlich, Herr Borowski?
14:36Na, Sie sind doch von der Drogenverhandlung, oder?
14:51Habe ich was Falsches gesagt?
14:54Ist okay, Mama.
14:58Und du?
15:01Hast du was Falsches gemacht?
15:05Was soll das heißen?
15:08Was das heißen soll, Mama?
15:12Die Stelle.
15:15Die kriegst doch jetzt du.
15:20Ich... ich bin auf deiner Seite. Ich helfe dir.
15:23Aber ich muss wissen, was du getan hast.
15:28Paul!
15:31Antworte mir!
15:34Hast du das getan?
15:38Ich muss das wissen!
15:58Das war unser Motiv.
15:59Es handelt sich scheinbar um ein Büro an der Wall Street.
16:02Verbunden mit einem sechsstelligen Anfangsgehalt.
16:04Was?
16:04Die sind ja alle noch unter 30.
16:06Ja.
16:07Drei Mal bei beim Rennen.
16:08Noch zwei Wochen bis zur Entscheidung.
16:09Ja, gut arbeitslos.
16:11Ah, da kann man natürlich schon mal was Unüberlegtes tun.
16:14Zumal in der Firma Drogenmissbrauch nicht gerade unüblich zu sein scheint.
16:16Also keine Probleme, um an die Tat dafür zu kommen.
16:18Ja, sozusagen.
16:23Ja.
16:23Hatte Mirko Selig Feinde innerhalb der Firma?
16:28Kommen Sie darauf?
16:29Das ist kein öffentliches Gebäude, also haben eigentlich nur die Mitarbeiter Zutritt.
16:38Wie eng waren Sie befreundet?
16:44Ziemlich eng, stimmt's?
16:49War das einfach nur so eine Büroaffäre oder doch mehr?
16:58Also eine Beziehung.
17:03Ich möchte darüber nicht sprechen.
17:05Gab es Schwierigkeiten?
17:11Es wäre besser, wenn Sie mir davon erzählen.
17:17Christina Borowski wurde vor ein paar Jahren dreimal mit Drogen erwischt.
17:21Das letzte Mal war sie 20, danke.
17:23Jugendsinn?
17:24Ja, sie wurde auch nur zur Sozialschule verurteilt, aber wir sollten festhalten, dass sie sich mit dem Thema Drogen auskennt.
17:30Stimmt schon, aber dies hat die Tochter von dem Borowski.
17:32Dem Typen gehört die Borowski-Privatbank.
17:34Ja und, das interessiert sie doch nicht.
17:36Doch, weil sie aus einer stinkreichen Familie kommt und da kann es ihr so ziemlich egal sein, ob sie diesen
17:40Job bekommt oder nicht.
17:41So meinen Sie das, ja klar.
17:42Ihn hier, Paul Harting, den finde ich irgendwie vielversprechender.
17:46Der wohnt noch bei seiner Mutter, die ist Krankenschwester und schwimmt nicht gerade in Geld.
17:51Also, Christina Borowski hat zugegeben, dass sie eine Beziehung mit Mirko Selig hatte, bis vor kurzem.
17:56Wer hat sich von wem getrennt?
17:58Er sich von ihr, allerdings abserviert, wäre das passendere Wort.
18:03Du meinst, Mauders Eifersucht?
18:05Von einer anderen Frau weiß ich nichts, aber Christina Borowski ist tief verletzt.
18:09Das wäre natürlich ein Motiv.
18:11Eben.
18:13Wo hast du die ganzen Informationen?
18:15Ich habe mit ihr gesprochen.
18:17Ach.
18:19Ja, sie hätten das alles doch sowieso rausgekriegt.
18:22Und was bedeutet das?
18:25Dass es viel mal wehtut, als ich dachte?
18:28Nein, ich meine für die Tat.
18:31Sie glauben noch nicht, dass ich ihn umgebracht habe?
18:34Überzeugen Sie mich vom Gegenteil?
18:36Ich habe die Wahrheit gesagt. Was denn noch?
18:40Haben Sie Herrn Selig eigentlich noch geliebt?
18:45Ja.
18:47Was war eigentlich der Grund für die Trennung?
18:55Wie Sie gerade gesagt haben, Frau Borowski, ich kriege es sowieso raus.
19:01Ich würde es aber lieber von Ihnen hören.
19:03Genau.
19:07Also, nochmal ganz von vorne, ja?
19:10Sie kalkuliert Ihre Antworten.
19:13Sagt nur das, was sie sagen muss.
19:16Weißt du, für mich klingt das eigentlich eher ehrlich.
19:20So soll es ja klingen.
19:21Nein.
19:23Hoffentlich lässt er sich nicht auch noch einwickeln.
19:27Ich fahre nochmal in dieses Vormenagement.
19:29Und?
19:30Ja, vielleicht kriege ich da ja noch was raus.
19:33Ich ruf mich an, wenn du was hörst.
19:35Auch wenn sich rausstellt, dass sie die Wahrheit sagt?
19:38Jetzt fahr.
19:40Seitdem klar war, dass nach New York expandiert wird,
19:42gab es kein anderes Thema mehr für Mirko.
19:45Das ist sein Leben, hat er gesagt.
19:49Das klingt nach einem Leben für einen Einzelgänger.
19:53Dass ich mitkomme, scheint für ihn nie zur Diskussion.
19:56Er meinte, dass er mir zuliebe Schluss macht,
19:58dass es besser für mich wäre.
20:02Er hat den ganzen Scheiß geglaubt, den Friedrichsen da erzählt.
20:05Das Privatleben vom Reich werden ablenkt.
20:07Bei dem Job kann man höchstens hin und wieder seine Sekretären in der Mittagspause vögeln.
20:14Würden Sie sagen, dass Sie eifersüchtig sind?
20:16Das hat er mir wortwörtlich ins Gesicht gesagt.
20:23Das ist wie eine Sekte, was Friedrichsen da leitet.
20:25Da geht es nicht um die Investoren.
20:27Alles nur Mittel zum Zweck.
20:29Die Scheine, die in die eigene Tasche wandeln, nicht sind wichtig.
20:31Sprech mir vom Betrug.
20:33Ich meine, dass wir nicht das erste Mal des Hedgefonds für ein Schneeballsystem benutzt werden.
20:37Nein.
20:38Niemand wird betrogen.
20:40Alle, die der Firma ihr Geld anvertrauen, wissen, dass wir uns sowieso am Rande der Legalität bewegen und je Moment
20:44alles platzen kann.
20:48Warum sind Sie eigentlich dabei?
20:54Mein Vater hat das so entschieden, weil ich Disziplin lernen muss.
20:59Na ja, aus deiner Sicht ist der Gedanke ja vielleicht nicht so ganz falsch.
21:05Ich habe natürlich Ihre Akte gelesen.
21:10Ja, ich habe versucht Spaß zu haben.
21:13Ich weiß ja nicht, was Sie in meinem Alter gemacht haben, aber wahrscheinlich nicht 15 Stunden am Tag,
21:17Marktanalysen, Kursbeobachtung, Derivatverkäufe.
21:20Nein, natürlich nicht.
21:23Also ich habe verzweifelt versucht mit den Inhalt von ein paar tausend Seiten juristischer Fachliteratur den Kopf zu prügeln.
21:29Man nennt das auch Studium.
21:41Und weshalb haben Sie Frau Borowski und Herr Selig gestritten?
21:46Ja, das habe ich nie mitbekommen.
21:48Ich habe sie nicht gehört.
21:49Ja, aber es waren Streiter, sind Sie sich sicher.
21:56Glauben Sie mir. Ich weiß, wie sowas aussieht. Ich bin geschieden.
22:03Komm da her.
22:10Kerstin, pass auf. Ich habe was für dich.
22:12Borowski und Selig hatten anscheinend eine ziemlich heftige Auseinandersetzung kurz bevor er ermordet wurde.
22:18Ja, tut das bis später.
22:23Warum haben wir uns das eigentlich nicht gleich gesagt, dass Sie beide ein Paar waren und sich kurz vor seinem
22:26Tod getrennt haben?
22:29Ist das wichtig?
22:30Ja.
22:33Können Sie sich vorstellen, dass Frau Borowski ihren Ex hingebracht hat?
22:37Nein.
22:39Ich...
22:46Aber ich hätte ja nicht damit rechnen können.
22:50Ich hätte es wissen müssen.
22:54Ich bin auch schuld.
22:56Ich bin für die jungen Leute verantwortlich.
22:57Jetzt lassen Sie mal Ihre Selbstvorwürfe beiseite, ja?
23:00Könnte das sein oder nicht?
23:04Auf jeden Fall stand sie in der letzten Zeit komplett neben sich.
23:07Es ist...
23:09Ich hätte einschreiten müssen.
23:10Herr Romer, bitte.
23:12Was war das Problem? Eifersucht?
23:15Dieser Job verträgt sich nicht mit einer Beziehung.
23:17Es führt grundsätzlich in eine Katastrophe.
23:21Hm.
23:25Wollen Sie auch mal?
23:28Sie sind am Tatabend bei einem Streit beobachtet worden.
23:32Sie hatten ein Motiv und die Gelegenheit, das Gift zu platzieren.
23:35Das habe ich doch gar nicht geleugnet, das mit dem Streit.
23:38Gut.
23:40Sie haben also versucht, nochmal mit ihm zu sprechen.
23:42Ihm vielleicht sogar sagen wollen, dass Sie ihn immer noch lieben.
23:46Aber das hatte keinen Sinn mehr.
23:49Sie fühlten sich verletzt und gedemütigt.
23:54Ja.
23:55Und dann haben Sie die Kontrolle verloren.
23:57Nein.
23:58Standen Sie unter Drogeneinfluss?
24:00Wie bitte?
24:01Na, bei dem Streit haben Sie da vorher was genommen.
24:03Ach so läuft das jetzt, ja?
24:04Nur weil ich früher mal Mist gebaut habe, bin ich für immer ein durchgeknallter Junkie oder was?
24:08Früher?
24:08Ja.
24:09Heißt das, Sie sind jetzt clean?
24:18Ich habe ihn nicht umgebracht.
24:20Was haben Sie dann gemacht, nachdem Mirko Selig Ihnen gesagt hat, dass alles aus ist?
24:25Frau Borowski, beantworten Sie meine Frage.
24:27Ich bin nach Hause gefahren.
24:30Kerstin.
24:33Fahrt bitte zu Frau Borowski.
24:35Ich kümmere mich um den Neuzuchungsbeschluss, ja?
24:38Tun Sie das nicht.
24:38Warum nicht?
24:40Was werden wir denn da finden?
24:42Die Drogen, mit denen Mirko Selig umgebracht wurde?
24:46Nein.
24:46Aber sie werden mein Vater erleben, wie er völlig durchdreht.
24:50Er hat mich beim letzten Mal schon angezählt.
25:09Peter.
25:10Willkommen.
25:11Jetzt, wo Christina bei der Polizei ist.
25:15Was wird denn mit New York?
25:16Du bist nicht der Typ dafür.
25:19Was mache ich denn falsch?
25:21Nichts.
25:21Gar nichts.
25:23Body Wall Street ist nichts für Familienmenschen.
25:25Und du?
25:26Hängst du sie an deiner Mutter?
25:29Was wolltest du dir gerade noch kaufen?
25:31Haus mit Garten.
25:32Siehst du? Deine Prioritäten sind falsch.
25:41Sie machen sich keine Vorstellung, was ich Ihnen für Ärger machen kann.
25:45Ja, ja, ist gut.
25:46Also, wenn wir hier nichts finden, dann ist das sogar gut für Ihre Tochter.
25:49Aber da glauben Sie wohl selber nicht dran, oder?
25:57Früher hat man sich was reingepfiffen, um abzuschalten und nicht mal im Job zu funktionieren.
26:03Willkommen im 21. Jahrhundert.
26:09Sag mal, wann hast denn du deine Verabredung?
26:12In zwei Stunden.
26:14Schaffen wir.
26:15Hoffentlich, sonst ist es vorbei, bevor es angefangen hat.
26:17Jetzt geh mal nicht vom Schlimmsten raus.
26:19Ja, das ist ja auch ein generelles Ding.
26:22Wie jetzt?
26:23Wir sind hier einfach mal fertig.
26:25Weißt du?
26:25Einfach mal früh Feierabend machen, mal eine Verabredung einhalten.
26:32Soll man dann deine Beziehung führen?
26:34Das wird er schon verstehen.
26:36Das glaubst du aber selber nicht.
26:39Also, ich kenne einige Kollegen, die in langen anhaltenden, glücklichen Beziehungen leben.
26:43Ja, dann zieh mal auf.
26:52Ja, das geht schon irgendwie.
27:01Ha!
27:03Nicht neu, der Trick, aber gut.
27:18So, Frau Borowski, die Kollegen von …
27:22Wie lange wollen Sie mich hier noch festhalten?
27:25Reicht's nicht langsam?
27:26Reicht's nicht, dass mein Vater mich jetzt wahrscheinlich rauswirft und Friedrichsen beleidigt ist,
27:30weil ich immer noch nicht auf seine bescheuerten Party aufgetaucht bin?
27:33So, nochmal.
27:34Die Kollegen von der Kripo haben mich gerade angerufen.
27:36Ja, zwei Pillen hinterm Schreibtisch.
27:38Genau.
27:40Was muss ich noch machen, damit Sie mir glauben?
27:43Ich glaube Ihnen.
27:48Dann kann ich jetzt gehen?
27:52Ja.
27:59Wo ist denn diese Party von Friedrichsen?
28:02Im Lafay.
28:05Haben Sie was dagegen, wenn ich Sie begleite?
28:09Ich glaube nicht, dass Sie da hinwollen.
28:11Oh.
28:29Ich werde ein ganzes Neues starten.
28:35In old New York.
28:39Und wenn ich es da kann,
28:43ich werde es überall machen.
28:46Everywhere.
28:48It's up to you.
28:50New York.
28:52New York.
28:55Seid jetzt mal alle ruhig.
28:57Der Chef spricht.
29:00Wer jetzt aufs Klo muss, braucht gar nicht mehr wiederzukommen.
29:04Wir haben unser Assets und der Management auf ein Volumen von 138 Millionen steigern können.
29:11Yes!
29:12Damit sind wir in Deutschland auf einer Spitzenposition.
29:15Aber das reicht nicht.
29:16Nein.
29:17Wir gehen weiter.
29:18Sky is the limit.
29:20Sky is the limit.
29:22Sky is the limit.
29:24Und was kommt als nächstes?
29:25New York.
29:26Ich kann euch nicht hören.
29:29Ja, richtig.
29:30Den Index, den wir nicht schlagen können, den gibt es nicht.
29:32Nein.
29:34Jetzt noch eine Gedenkminute für Mirko.
29:42Auf Mirko.
29:44Auf New York!
29:46New York!
29:48Ich muss gleich heulen.
29:51Klingt, als würdet ihr um einen Freund trauern.
29:54Weil wir haben keine Freunde.
29:55Nur Konkurrenten.
29:58Mirko war unser Feind.
29:59Im Grunde ist auch jeder froh, dass er weg ist.
30:00Prost!
30:03Prost!
30:18Hier, Christina!
30:19Seht sie euch an!
30:21Sie widerspricht mir!
30:22Es ist ihr Scheißegal, dass ich der verschissen erfolgreichste Typ von ganz Wiesbaden bin!
30:29Und ihr Chef!
30:30Sie macht die Klappe auf!
30:32Sie sagt, was sie denkt!
30:37Sie hat Mumm!
30:39Und ihr Feiglinge glotzt in eure Drinks, die ich bezahle!
30:44Jeder Idiot kann mit Fleiß irgendwas hinkriegen.
30:47Aber die, die die Regeln brechen, denen gehört die Welt!
30:51Christina!
30:53Glückwunsch!
30:54Du gehst an die Wall Street!
30:57Was?
30:58Sie geht an die Wall Street!
31:01Sie!
31:19Herr Bommler!
31:23Herr Reuter!
31:24Diese Entscheidung, kam das eigentlich sehr überrascht?
31:27Roman liebt Querdenker.
31:30Es stand also von Anfang an fest, dass Roborowski die Nummer 2 auf der Liste ist.
31:34Fest steht bei uns überhaupt nichts.
31:36Aber vom Fleiß und von der Leistung her wäre es sicher Paul geworden, ja.
31:42Das sieht ja wohl auch so, hm?
31:46Wissen Sie, er hat bereits angefangen, sein zukünftiges Gehalt auszugeben.
31:50Es ist fast tragisch.
31:51Ah ja?
31:53Es gibt Siegertypen und es gibt die ewigen Zweiten. Privat wie beruflich.
31:57Was wollen Sie denn damit andeuten?
32:00Jemand ist freiwillig der beste Freund einer attraktiven Frau.
32:04Nein.
32:17Ist die Polizei schon wieder weg?
32:26Und?
32:27Wie geht's jetzt weiter? Bin ich jetzt enterbt?
32:32Oder schmeißt du mich raus?
32:38Ich geh jetzt übrigens nach New York!
32:53Herzlichen Glückwunsch!
32:57Du gratulierst mir, dass ich den Job bekommen habe, den ich nur bekommen habe, weil Mirko tot ist?
33:04Weil... weil du meine Tochter bist. Und weil ich...
33:08Aha. Auf einmal bin ich wieder deine Tochter, ja?
33:20Es gab keinen Grund, Sie gehen zu lassen.
33:22Aber auch keinen, um Sie hier zu behalten.
33:24Doch, den gibt es.
33:25Also ich glaube, in dieser Firma läuft noch eine andere Nummer.
33:30Ach ja? Was denn?
33:33Was müssen wir rausfinden?
33:35Aber jetzt ist erstmal Feierabend.
33:38Na ja, geh du mal zu deiner Verabredung.
33:40Wie heißt sie eigentlich?
33:42Sabine.
33:50Christina?
33:55Christina?
33:59Antworten mir!
34:06Geht es dir gut?
34:28Es ist deine Verabredung geplatzt.
34:31Tut mir leid.
34:34Ist ja alles was am Wohlen.
34:36Dafür muss sie doch Verständnis haben.
34:48Das ist Ihre Schuld.
34:49Was ist los?
34:53Sie haben doch vorhin angeblich alle Drogen mitgenommen.
34:55Wir haben überhaupt gar...
34:56Moment, Moment, Moment.
34:57Herr Borowski, ich kann verstehen, wie Sie sich fühlen.
34:59Und wir werden auch klären, woher Ihre Tochter diese Tabletten hatte.
35:03Jetzt sollen wir auch noch die Verantwortung dafür übernehmen,
35:05dass er hier seine Tochter vernachlässigt hat.
35:11Ich hoffe nur, sie schafft es.
35:39Ja, bis 150 halten und dann gehen wir raus.
35:43Gut.
35:45Morgen!
35:46Morgen, Herr Friedrichs.
35:47Detox, bitte.
35:48Wie immer.
35:49Morgen.
35:50Guten Morgen.
35:52Lass dir auch einen Detox-Shake bringen.
35:54Vitamine, Elektrolyte, wirkt Wunder.
35:57Mir geht's gut.
35:58Siehst aber nicht so aus.
35:59Seit du nicht mehr kokst, geht's mit dir, Birger, ab.
36:02Pass mal ein bisschen auf, was du sagst, ja?
36:04Die Polizei reagiert gerade sehr empfindlich auf das Thema.
36:07Die können mich am Arsch lecken.
36:09Da ist keine Ahnung, was passiert ist, ne?
36:11Christina ist heute Nacht in die Klinik eingeliefert worden.
36:14Überdose.
36:14Oh, die Shit.
36:15Ihr Vater hat mich angerufen.
36:17Und das sagst du mir erst jetzt?
36:18Wie schlimm ist es?
36:20Kann sie trotzdem fliegen?
36:30Das sieht natürlich wie ein Schuldeingeständnis aus.
36:33Ja, vielleicht auf den ersten Blick.
36:34Und auf den zweiten?
36:35Ich glaube immer noch, dass mir Frau Borowski die Wahrheit gesagt hat.
36:39Aber warum bist du dir so sicher?
36:41Weil sie Mirko selig geliebt hat.
36:43Ich denke, sie hat ihn viel zu sehr geliebt, um ihn umbringen zu können.
36:46Weißt du, was über die Hartings rausgekriegt?
36:48Ist was dran an den Andeutungen, die Bonga gemacht hat?
36:51Ja, Paul Harting führt seit einer Weile Gespräche über eine Immobilienfinanzierung.
36:55Es geht um ein Objekt für seine Mutter.
36:57Hier.
36:58Das Haus liegt im Süden, keine 20 Minuten von der Innenstadt.
37:01Schöner großer Garten und nicht gerade billig.
37:03Die Art Haus, für die man ein sechsstelliges Jahrhuseinkommen braucht.
37:06Genau diese Art Haus.
37:08Und als ich mir die finanzielle Situation der Familie angeguckt habe,
37:11habe ich das hier gefunden.
37:13Olivia Harting hat ihre Stelle im Krankenhaus verloren.
37:15Ach nee.
37:17Sie ist arbeitslos gemeldet.
37:26Morgen!
37:27Ist Ihr Sohn da?
37:29Nein, Paul ist nicht da.
37:32Verstehe.
37:34In der Firma haben Sie mir gesagt, dass er da ist.
37:38Tut mir leid, aber meine Schicht fängt jetzt an.
37:41Frau Harting, Ihre Schicht fängt seit einer Woche nicht mehr an.
37:52Paul weiß es nicht.
37:55Und ich habe auch schon wieder was in Aussicht.
37:57Und da...
38:02Er...
38:03Er hatte so wahnsinnig viel Stress in der letzten Zeit.
38:06Jetzt so kurz bevor seine Ausbildung zu Ende ist, da wollte ich nicht auch noch...
38:11Also...
38:13Sie spielen ihm jeden Tag vor, dass Sie arbeiten gehen.
38:16Damit er sich keine Sorgen macht.
38:20Hm?
38:22Warum flüstern wir eigentlich, wenn Ihr Sohn gar nicht da ist?
38:27Herr Harting!
38:30Na bitte?
38:32Schubert!
38:32Kripo Wiesbaden!
38:34Bitte versprechen Sie mir, dass Sie es ihm nicht sagen.
38:38Wir haben andere Gesprächsthemen.
38:42Warum geht es denn?
38:43Ich habe nicht viel Zeit.
38:44Doch, haben Sie.
38:49Herr Harting!
38:50In letzter Zeit haben Sie ja einige richtig schwere Niederlagen einstecken müssen.
38:58Friedrichsen hat versucht mich anzurufen.
39:00Das tut dafür gewöhnlich nur, wenn er jemanden feuert oder befördert.
39:03Darf ich?
39:05Sie haben sich in eine Frau verliebt, die Sie nicht haben konnten.
39:08Sie wollen sich ein Haus kaufen, das Sie sich eigentlich nicht leisten können.
39:13Herr Staatsanwalt!
39:14Wenn Sie mich jetzt nicht gehen lassen, ist alles, wofür ich gearbeitet habe, umsonst gewesen.
39:18Sie waren doch die ganze Zeit eigentlich immer der Letzte in der Reihe.
39:21Und auf einmal sind Sie vermutlich die Nummer eins.
39:23Das muss sich doch toll anfühlen.
39:29Was soll das?
39:32Und Mörkur selig steht auch nicht mehr zwischen Ihnen und Ihren Träumen.
39:37Weil er tot ist.
39:39Herr Reuter, ich bin kein Mörder.
39:45Wissen Sie, was ich glaube?
39:46Ich glaube, Sie haben die Drohung in die Gitterienkendose getan.
39:51Und ich glaube, Sie wussten ganz genau, dass Sie längst zu Hause sein würden,
39:53wenn er stirbt.
39:55Nein.
40:00Wer war es denn dann?
40:04Morgen!
40:06Morgen!
40:23Der Sieger kennt keine Probleme, der Sieger kennt nur Lösungen. Wow!
40:29Das habe ich auch gelesen.
40:34Herr Harting, ich schätze Sie offen gesagt so ein, dass Sie für diesen Job in New York wirklich alle...
40:38Herr Reuter!
40:40Ja, ich bin ehrgeizig.
40:41Und ja, ich will es auch schaffen.
40:43Aber nicht so.
40:45Warum denken alle, sehe ich aus wie ein Mörder?
40:48Wieso denn alle? Wer denn noch?
40:53Auch meine Mutter.
40:55Warum das denn?
41:00Ich weiß es nicht.
41:02Was haben Sie denn gesagt?
41:05Gar nichts. Ich...
41:09Ich habe gar nichts gesagt. Ich bin einfach gegangen.
41:12Ohne es abzustreiten.
41:15Ich war überfordert.
41:22Entschuldigen Sie mich bitte.
41:27Was ist denn mit meiner Mutter?
41:33Schubert, in welchem Krankenhaus hat Frau Harting gearbeitet?
41:36Ähm, St. Nikolas.
41:38Ähm, Moment.
41:40Ja?
41:41Da liegt Frau Borowski. Wieso?
41:44Naja, Frau Harting hat gesagt, dass sie zur Schicht geht.
41:47Aber nur, um ihrem Sohn was vorzuspielen.
41:49Wahrscheinlich sitzt sie in irgendeiner Kneipe oder im Casino um einheimigen Banditen.
41:52Ich halte es für möglich, dass sie ihrem Sohn helfen will.
41:55Falls Christina Borowski nicht wieder aufwacht, wird das Gericht ihren Selbstmord als Schuldeingeständnis bewerten.
42:01Paul Harting wäre dann entlastet.
42:25Ohne...
42:42Ohne...
42:45Ohne...
43:02Frau Harting!
43:04Nehmen Sie die Finger weg.
43:08Ich musste doch was tun. Was hätte ich denn tun sollen?
43:12Paul hat sein ganzes Leben noch vor sich.
43:14Genauso wie Christina Borowski.
43:17Die Mücke seel ich leider nicht mehr.
43:22Okay. Okay.
43:30Nochmal von vorne.
43:33Ja?
43:35Sie haben das also für Ihren Sohn getan?
43:37Ja.
43:42Weil?
43:45Das wissen Sie doch.
43:48Nein, ich weiß es nicht.
43:49Sie haben doch jetzt mich.
43:51Ich werde die Konsequenzen tragen. Was wollen Sie denn noch?
43:54Hat Ihr Sohn Ihnen gegenüber den Mord an Mirko Selig gestanden?
44:03Deswegen waren Sie doch heute im Krankenhaus.
44:05Deswegen waren Sie doch heute im Krankenhaus.
44:05Ich hatte so ein ungutes Gefühl.
44:10Ich habe ihn gefragt.
44:12Ja.
44:13Was hat er gesagt?
44:17Ich weiß immer, was er meint.
44:19Auch wenn er nichts sagt.
44:23Also, dass Ihr Sohn unschuldig ist, kam für Sie nie in Betracht.
44:28Oder wie?
44:44Guten Tag, Herr Kommissarin.
44:45Klar, ich werde Sie gleich vernehmen.
44:52Kommen Sie.
45:07Herr Borowski?
45:09Mein Name ist Reuter, Staatsanwaltschaft Wiesbaden.
45:12Guten Tag.
45:15Wie ich höre, geht es Ihrer Tochter wieder besser?
45:19Sie schläft gerade.
45:21Konnten Sie schon mit der sprechen?
45:24Na, ganz kurz.
45:26Was hat sie denn gesagt?
45:30Stimmt das, dass Ihre Kollegen Christina das Leben gerettet haben?
45:35Vermutlich.
45:40Ich gebe es weiter.
45:49Herr Hartinger.
45:52Christina Borowski hätte Überdosis überlebt.
45:55Die Klinik meinte, sie hatte extrem viel Glück.
46:04Sie müssen sich keine Vorwürfe machen.
46:06Sie wussten ja nicht, was passiert.
46:08Oder?
46:12Nein.
46:17Sie glaubt mich, ich habe meine Mutter geschickt.
46:23Ich würde niemals zulassen, dass irgendjemand irgendwas Christina antut.
46:28Weil sie Gefühle für Sie haben.
46:39Aber sie hat sich für Mykosilich entschieden.
46:42Und selbst nach der Trennung hat sie Ihnen keine Chance gegeben.
46:50Herr Harting, jetzt sagen Sie mir, was passiert ist.
46:56Es ist alles meine Schuld.
46:59Dass Mykosilich tot ist?
47:03Dass alles kaputt ist.
47:10Ich wollte, dass meine Mutter keine Sorgen mehr hat.
47:14Ein schönes Haus, ein schönes Leben.
47:18Deswegen habe ich bei Friedrichsen angefangen.
47:21Und dort wird man schneller reich als irgendwo anders.
47:26Aber man entwickelt gleichzeitig eine Gier.
47:32Und die ist schlimmer als jede Droge.
47:38War das Ihre Aussage?
47:40Wollen Sie noch was hinzufügen?
47:52Christina hat es nicht mehr ausgehalten, hat sie gesagt.
47:57Was hat sie nicht mehr ausgehalten?
47:59Nicht.
48:02Sie haben doch wahrscheinlich schon gehört, dass ich ein schlechter Vater bin.
48:07Dabei wollte ich, dass sie endlich anfängt, Verantwortung zu übernehmen.
48:16Ihre Tochter hat mich gestern gefragt, was ich denn so gemacht habe in ihrem Alter.
48:21Ich finde, das ist eine gute Frage.
48:25Ich habe die Bank meines Vaters übernommen.
48:29Ich bin jetzt 63.
48:33Es geht Ihnen also um die Nachfolge?
48:36Natürlich.
48:37Man darf sich nicht an seinem Stuhl festklammern.
48:39Die Bank ist ein Familienunternehmen.
48:43Und ich kann mir niemanden vorstellen, der die Geschäfte besser weiterführen kann als Christina.
48:49Sie hat Herz, Verstand und Biss.
48:53Ich bin so unglaublich stolz auf Sie.
48:59Haben Sie ihr das schon mal gesagt?
49:00Lieb unten!
49:05Sie hat es noch nicht so gemacht, wo er mal was im Grund!
49:11Nein, doch nicht so!
49:22Das wirklich Nursケter ist.
49:25Ich bendelte mich!
49:31Vielleicht hast du ja meine Nachricht nicht bekommen, vielleicht hast du auch einfach keine Lust gehabt, mir zu antworten, verstehe
49:37ich auch.
49:38Ich wollte dir sagen, dass ich es echt schade finde, dass sich das nicht geklappt hat.
49:43Und ja, du hast dir das bestimmt anders vorgestellt und ich mir auch, wirklich.
49:48Weißt du, in meinem Job, da weiß man einfach nicht, was der Tag bringt.
49:53Man weiß nie, wie die Woche endet, man weiß gar nichts. Das ist ein scheiß Job.
49:55Schlecht bezahlt und gefährlich ist er auch noch.
50:00Aber ich, ja, ich liebe diesen Job.
50:03Das klingt jetzt vielleicht ein bisschen merkwürdig, aber vielleicht verstehst du es ja.
50:07Vielleicht auch nicht.
50:09Da bin ich ganz schön zugequatscht, aber also wenn es nach mir geht, ich würde trotzdem gern, also wenn ich
50:15vorbeikommen darf, das wäre...
50:17Mein Akku ist kaputt.
50:20Mit oder ohne Milch?
50:23Mit?
50:44Wann ist man eigentlich zu alt für diesen Job, Herr Friedrichsitz?
50:46Herr Staatsanwalt.
50:48Auf jeden Fall ist man nicht zu jung dafür.
50:50Ich habe mit 21 angefangen.
50:53Und bis zu Ihrer ersten Million hat es nur ein halbes Jahr gedauert.
50:57Sobald wir die Call Option haben, gehen wir rein 20.000 Shares, wenn es geht auch doppelt so viel.
51:01Ich höre, Sie haben meine Bücher gelesen.
51:03Ich kann sie Ihnen gern signieren, Herr Reuter.
51:06Sie schreiben, man schafft es bis Mitte 30, oder nie?
51:09Spätestens Mitte 30.
51:11Viel länger halten es die meisten einfach nicht durch.
51:13Sie sind offensichtlich eine Ausnahme.
51:16Und Herr Bonger auch.
51:18Die Firma bin ich.
51:22Sind Sie eigentlich befreundet mit Herrn Bonger?
51:25Wenn ich einen Freund will, kaufe ich mir einen Hund.
51:28Herr Bonger ist einfach da.
51:33Bekunia nun ullet.
51:43Schön fährst.
51:45Manchmal steht Geld sogar kapfaltig.
52:08Wir sind die ganze Zeit davon ausgegangen, dass der Leistungsdruck, den die jungen Mitarbeiter ausgesetzt sind, der Schlüssel ist.
52:13Dabei haben wir mal übersehen, dass der Druck auf ältere Mitarbeiter sehr viel höher ist.
52:19Alle unsere Ermittlungsergebnisse beruhen auf den Aussagen eines einzelnen Mannes.
52:24Genau.
52:25Ich glaube nicht mehr, dass er uns helfen wollte.
52:28Ich glaube, dass er Christina Borowski und Paul Harting vorsätzlich belastet hat.
52:33Wirklich?
52:35Ja gut.
52:36Wir fahren sofort los.
52:40Dann zieht sie unterwegs.
53:10Ich will nur meine Sachen.
53:12Gut, du fliegst heute Abend.
53:14Ich fliege nicht.
53:15Was?
53:17Ich sagte, ich fliege nicht.
53:19Was?
53:21Es ist kein Angebot, das man ablehnen kann.
53:34Ja, Walter.
53:41Heute Abend.
53:44Wie ist das?
53:55Musik
54:25Ich muss meinen Flieger kriegen. Ich kann jetzt nicht.
54:27Ich habe die ganze Zeit gedacht, Ihre jungen Kollegen werden ausgenutzt. Aber das stimmt ja gar nicht.
54:33Ich habe jetzt keine Zeit.
54:34Bei Friedrichsen-Fallenhans wird niemand ausgenutzt oder zu irgendetwas gezwungen.
54:39Alle arbeiten freiwillig so viel, weil sie gierig darauf sind, weiterzukommen und reich zu werden.
54:44Ja, das können Sie laut sagen. Aber müssen wir das jetzt wirklich hier diskutieren?
54:48Und jeder Trinie, den Sie ausgebildet haben, hatte nur einen einzigen großen Traum.
54:53Irgendwann bei den ganz Großen an der Wall Street mitspielen zu dürfen.
54:58Und diesen Traum hatten Sie auch.
55:02Und Herr Friedrichsen hat Ihnen diesen Traum zerstört und wollte Mirko Selig ganz alleine nach New York schicken.
55:08Weil er findet, dass Sie inzwischen zu alt sind. Das ist nicht wahr.
55:11Wenn man es bis Mitte 30 nicht geschafft hat, dann schafft man es nie.
55:18Das kennen Sie doch.
55:20Friedrichsen hat das in einem seiner Bücher geschrieben. Das haben Sie doch bestimmt gelesen, Herr Bonka.
55:25Ich habe mehr Erfahrung als jedes dieser Kinder.
55:35Hast du, Roman, eingeredet, dass du alleine nach New York gehst?
55:38Seit wann hört er auf irgendwen? Ich war ja selbst überrascht.
55:42Du schaffst das nicht alleine.
55:45Wenn wir sehen.
55:50Ich habe dir alles beigebracht, was du weißt. Alles.
55:55Eben.
56:03Die Jungen laufen schneller.
56:05Aber wir kennen die Abkürzung.
56:08Das sage ich Roman immer wieder.
56:11Abkürzung ist eine nette Bezeichnung für einen Mord. Die Hände auf den Rücken. Los.
56:15Los.
56:17Sie haben Mirko selig umgebracht. Und dann haben Sie versucht, den Verdacht auf Christina Borowski und Paul Harting zu lenken.
56:23Eigentlich eine gute Idee. Hat aber leider nicht geklappt.
56:30Ich wusste einfach nicht mehr weiter.
56:59Ich wusste einfach nicht mehr weiter.
57:18Kommen Sie.
57:20Ihre Reise ist zu Ende, Herr Bonka.
57:24Achtung, bitte. Letzter Aufruf. Der Passagier Bonka wird dringend zum Gate C21.
57:31Passagier Bonka, bitte dringend zum Gate C21.
57:35Attention, please last call for passenger.
57:38Ob einem das von Anfang an so klar ist, wenn man den Job macht?
57:42Vielleicht ahnt man es. Aber vielleicht will man es auch gar nicht wissen.
57:47So, jetzt erklär mir doch mal, was genau ein Hedgefonds ist.
57:51Fragst du Schubert?
57:53Ja, aber der sagt, du hast überhaupt keine Ahnung.
57:55Was? Ich hab's ihm doch erklärt. In fünf Worten halt. In einer Kurzfassung.
57:58Und die lange Fassung?
57:59Oh, das dauert. Eine gute Flasche Rotwein. Mindestens.
58:04Abgemacht.
58:04Gut.
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