Zum Player springenZum Hauptinhalt springen
  • vor 2 Tagen

Kategorie

🎈
Spaß
Transkript
00:00Musik
00:34So, meine Herren, so leid es mir auch tut, aber ich muss mich jetzt leider verabschieden, aber Sie feiern noch,
00:39oder?
00:40Natürlich.
00:42Tschüss.
00:43Tschüss.
00:44Tschüss.
00:45Tschüss.
00:51Tschüss.
00:54Und lassen Sie bitte Champagner auf mein Zimmer bringen.
00:57Sehr gerne.
00:57Wie immer, Herr Soutier.
00:58Wie immer, Herr.
01:04Champagner für 240, bitte.
01:08Mach das.
01:24Ja?
01:25Hallo, Herr Weser?
01:26Na, du Held.
01:29Deine Folge ist schon online.
01:31Lupenreiner Freispruch.
01:32Glückwunsch.
01:33Danke.
01:35Die Feier geht noch ein bisschen.
01:37Bleib wohl über Nacht.
01:39Wie üblich.
01:40Ja, wie üblich.
01:42Müssen wir das jetzt besprechen?
01:44Nein, müssen wir nicht.
01:45Da ist alles gesagt.
01:47Mein Flug geht morgen 9.30 Uhr.
01:49Sehen wir uns vorher noch.
01:49Keine Ahnung.
01:51Ich werd's versuchen.
01:52Nacht, Thomas.
01:53Gute Nacht.
01:59Und Hilde?
01:59Ab nach Hause.
02:01Gute Nacht.
02:03Gute Nacht.
02:04Und danke.
02:29Ihr Champagner?
02:31Komm, sie rein.
02:37Ja?
02:43Danke.
02:51Drei Nacht.
02:57Dann fahren.
03:03Drei Nacht.
03:05Drei Nacht.
03:06Drei Nacht.
03:14Hallo?
03:17Ist das immer?
03:47Nein!
04:03Frau Sperber, ist alles mit Ihnen?
04:09Moment mal!
04:23Guten Morgen.
04:24Guten Morgen.
04:25Oberstadt Sanwalt Reuter. Das ist Frau Seidler, die Hausdame.
04:29Ehemalige Hausdame. Ich bin in Rente.
04:32Sie haben Frau Sassi gefunden, oder?
04:33Ja, ich komme heute Morgen ins Wohnzimmer und da liebt sie.
04:37Sie wollte verreisen.
04:39Herr Sautier hat in einem Hotel übernachtet.
04:41Sein Handy ist leider aus, aber vermutlich ist er auf dem Weg hierher.
04:44Sieht so aus, als hätte Frau Sautier einen Einbrecher überrascht.
04:47War irgendetwas ungewöhnlich gestern Abend?
04:49Nein, es war alles normal. Sie hat noch bis spät gearbeitet.
04:57Kannten Sie die Dame?
04:59Nein, mir persönlich.
05:02Sautier ist eine reine Wirtschaftskanzlei.
05:04Sie hat Lobbyarbeit für die Energiewirtschaft gemacht.
05:06Er macht Kapitalmarktrecht. Er tritt die ganz großen Konzerne.
05:09Am Ende zählt doch nur die Kugel im Gewebe.
05:12Hier, Kaliber 9 Millimeter.
05:15Allerweltswaffe, hm?
05:15Bevor Sie fragen, liegt es seit ca. 9 Stunden.
05:18Mord nach Mitternacht.
05:19Falls Ihnen das hilft.
05:20Alles weiter und dann später.
05:21Gerne.
05:30Aufgehebelt bei meinem Kuhfuß.
05:32So ein alter Väter Sitte sozusagen, hm?
05:36Das gibt doch hier eine Alarmanlage.
05:38Der Täter muss Alarm gelegt hören, bevor er reingegangen ist.
05:40Ich gucke mir das gleich mal an.
05:47Sehen Sie die Blutspur hier?
05:49Von da bis zum Safe.
05:55Und der wurde nicht gewaltsam geöffnet.
05:58Das kann billig teilen.
05:59Den knackt man nicht so einfach, um einen sichtbaren Schaden zu hinterlassen.
06:02Also, der Täter hat das Opfer hergeschleift.
06:07Und hier hat er das Opfer gezwungen, die Kombination vom Safe zu verraten.
06:10Ja.
06:11Bevor das Teil ausrahmt?
06:13Bang.
06:15Der Safe ist leer.
06:16Er hat offensichtlich alles bekommen, was er haben wollte.
06:18Warum bringt er sie noch um?
06:20Auf jeden Fall hat er das hier ziemlich erbarmungslos durchgezogen.
06:23Ja, genau so sieht's aus.
06:26Erbarmungslos.
06:28Abkommissarin Klark, Repo Wiesbaden. Letzte Nacht wurde bei Ihnen eingebrochen.
06:32Was?
06:33Scheiße.
06:34Ist Theresa da?
06:35Herr Sautier, ich muss Ihnen leider mitteilen.
06:37Meine Frau.
06:39Wo ist meine Frau?
06:42Theresa!
06:44Oh Gott.
06:45Oh Gott.
06:47Wo ist meine Frau?
06:49Was ist denn das?
06:54Das ist meine Frau!
06:58Was passiert?
07:02Guten Tag, Herr Sautier.
07:04Mein Name ist Reuter.
07:06Mein Beileid.
07:09Sie wollte eigentlich nach Wien heute Vormittag in den Zoo.
07:13Sie hatte dort eine Tierpatenschaft.
07:15Sie hat sich für aussterbende Arten eingesetzt.
07:24Wo soll ich denn jetzt bleiben? Wo kann ich denn jetzt hin?
07:28Unsere Leute bemühen sich hier zu stellen.
07:29Nein, nein, nein.
07:30Machen Sie nur Ihre Arbeit so gut wie möglich.
07:34Kann ich irgendwie helfen?
07:37Die Armeanlage wurde nicht ausgelöst.
07:39Können Sie sich erklären, warum nicht?
07:40Ja, weil sie totaler Schrott war.
07:43Zweimal von selbst losgegangen, zweimal war die Polizei hier, zweimal durften wir den Einsatz zahlen.
07:48Und seitdem ist sie abgeschaltet, verstehe.
07:50Das war ja schon peinlich.
07:53Eigentlich wollten wir eine neue anschaffen, aber Sie wissen ja, wie das ist.
07:59Herr Sautier, der Täter hat es offensichtlich auf den Inhalt des Safe abgesehen.
08:04Wer alles hat die Kombination?
08:05Niemand.
08:06Außer meiner Frau und mir, niemand.
08:09Können Sie mir sagen, was in dem Safe aufbewahrt wurde?
08:11Uhren, Erbstücke.
08:14Ah ja, die Diamanten.
08:16Diamanten?
08:1830 Stück. Unsere Notfallreserve.
08:21Ansonsten nur Dokumente, Geburt zur Kundenfamil...
08:26Haben Sie unsere Tochter schon verständigt? Jennifer?
08:29Nein.
08:30Sie lebt in Namibia, sie zählt dort jeweils.
08:34Ich...
08:34Ja, klar.
08:39Hey, hier ist Papa.
08:45Es ist was passiert, du.
08:47Du musst so schnell wie möglich kommen.
08:50Na, Sie waren ja schnell im Wahnsinn.
08:53Die Frau tut, was sie kann.
08:56Gut, mach mal ein bisschen Wundballistik, dafür sind Sie ja da.
09:00Zwei Schüsse aus nächster Nähe.
09:03Der Erste geht ins Bein, sie geht zu Boden.
09:07Ich denke, er wollte sie bewegungsunfähig machen.
09:11Der Zweite geht ins Genick.
09:13Sehen Sie hier das Projektil?
09:15Mhm.
09:17Aufgesetzt wie bei einer Exekution.
09:24Warum?
09:27Warum hat er sie erschossen?
09:31Die letzte große Einbruchswelle war im November.
09:33Eine organisierte Diebesbande schließen wir so erstmal eher aus.
09:36Wahrscheinlich ein Einzeltäter.
09:38Und zwar einer, der extrem brutal vorgeht.
09:41Der Täter ist mit einem Kuhfuß durch die Terrassentür eingedrungen.
09:45Heißt das, er wusste, dass die Alarmanlage nicht funktioniert?
09:47Und wenn ja, was bedeutet das?
09:49Wahrscheinlich kannte er sich aus.
09:51Es könnte auch sein, dass er wusste, dass Frau Soutier alleine zu Hause ist.
09:55Tja, sieht so aus, als ob die beiden sich vielleicht kannten.
09:57Die Frage ist doch vor allem, warum gerade der Genick schoß?
10:00Gute Frage, Schubert. Das würde mich auch interessieren.
10:03Jetzt möchte ich aber erstmal wissen, was hat Frau Soutier an ihrem letzten Abend gemacht?
10:07Laut Gesprächsliste ihres Handy-Providers
10:10hat sie nach dem Telefonat mit ihrem Mann noch mit zwei weiteren Leuten gesprochen.
10:14Gut, dann ich die Frau, Daniela Borchert, und du den Mann?
10:18Wenn es sein muss. Jürgen Krüger.
10:24Das tut mir wirklich sehr leid für Sie.
10:27Sagen Sie, gestern Abend, da haben Sie ja nochmal mit ihr telefoniert.
10:32Ja, das war unwichtig. Sie wollte was für mich nachschauen.
10:38Und was genau?
10:40Danke.
10:42Sie checkt einen Vertrag für mich und hat mich angerufen, um mir zu sagen,
10:45dass es da ein, zwei Punkte gibt, über die sie nochmal mit mir reden will.
10:49Aber sie wollte erst nochmal drüber schlafen.
10:52Bei diesem Telefongespräch, ist Ihnen da irgendwas aufgefallen?
11:01Vielleicht.
11:03Also ich hatte das Gefühl, dass sie nicht so richtig rausrücken wollte mit der Sprache.
11:07Aber vielleicht war sie einfach auch nur müde.
11:10Wir wollten uns heute Abend im Golfclub treffen und alles besprechen.
11:14Sie spielen Golf zusammen?
11:15Die Soutis und ich.
11:18Und meinen zukünftigen Mann habe ich da auch kennengelernt.
11:21Das heißt, Sie heiraten?
11:23Ja.
11:25Nächsten Freitag.
11:28Theresa sollte unsere Trauzeugin sein.
11:31Sie hat uns ja zusammengebracht, Jürgen und mich.
11:35Jürgen? Jürgen Krüger?
11:37Ja.
11:38Ja, ich habe mit ihr gesprochen.
11:40Ich wollte mit ihr golfen, aber sie hat ja heute keine Zeit.
11:45Merkwürdig.
11:47Am Tatabend telefoniert das Mordopfer erst längere Zeit mit ihrer zukünftigen
11:53und dann kurz darauf mit Ihnen.
11:56Was ist daran so ungewöhnlich?
11:59Sorry.
12:00Ich bin nun mal Polizist und mein Beruf, der macht mich einfach zu misstrauisch.
12:05Worüber haben Sie denn so mit Frau Sotir gesprochen?
12:08Wir haben einfach ein bisschen gequatscht.
12:10Ja, darüber, dass sie heute nach Wien fliegt zu ihren Tierschützern.
12:16Theresa hatte sowieso ein bisschen die Schnauze voll von allem her in letzter Zeit.
12:19Die ganze Lobbyarbeit für den Energiekonzern und so, da ist man natürlich schnell der Buhmann.
12:23Können Sie ein Stück zurücktreten?
12:26Sie kannten mich ziemlich gut, oder?
12:29Na, ich bin das seit einem halben Jahr in Wiesbaden.
12:31Ich war vorher lange in Spanien.
12:33Marbella.
12:40So, das sind die Überwachungsaufnahmen der letzten Nacht.
12:42Aber ich kann Ihnen das auch genauso gut erzählen.
12:45Herr Sotir ist gestern um kurz vor elf auf seine Suite.
12:48Hat noch ein Getränk bestellt und ist heute morgen um 7.30 Uhr ausgecheckt.
12:52Okay.
12:54Fantastisch.
12:57Der Herr Sotir ist doch Stammgast bei Ihnen, richtig?
13:00Das ist richtig, ja.
13:01Er veranstaltet hier nach Prozess ein Dinner mit seinen Mandanten.
13:04Wenn er gewonnen hat, dauern die Feste manchmal länger, dann übernachtet er hier.
13:08Gestern war da irgendwas anders als sonst. Ist Ihnen was aufgefallen?
13:10Sie sind doch von der Polizei, oder?
13:12Wollen Sie meinen Dienstag das noch mal sehen?
13:14Nein, aber haben Sie von Ihren Kollegen nicht gehört, was ihr letzte Nacht vorgefallen ist?
13:24Tschüss.
13:27Muss ich das wirklich noch mal erzählen? Die Fragerei dauert schon den ganzen Tag.
13:32Ich durfte noch nicht mal duschen.
13:33Ich kann verstehen, wie Sie sich fühlen.
13:36Und es tut mir auch leid, aber wir brauchen trotzdem noch ein paar Angaben von Ihnen.
13:40Okay.
13:42Sie ist heute morgen um viertel nach vier auf dem vierten Polizeirevier erschienen und hat Anzeige erstattet.
13:46Die Kollegen von der Sitte haben Sie schon medizinisch untersuchen lassen.
13:54Es war ein Flirt.
13:56Mehr nicht.
14:01Irgendwann ist er dann ins Bad.
14:07Als er wiederkommt, hat er nur noch einen Bademann getan.
14:13Und dann wird er brutal.
14:18Dann hat er Ihnen Gewalt angetan.
14:21Dreckiges Miststück.
14:24Halt still.
14:27Immer und immer wieder.
14:30Dann...
14:34Irgendwann ist er eingeschlafen.
14:36Dann bin ich weggelaufen.
14:40Ja.
14:40In der Turm, in der Spur, in der Spur, klingt glaubhaft.
14:44Ekelhaft, diese Sitte hier.
14:50Ich geh mal rüber.
14:54Ich hatte Angst, es ist mir keine...
14:57Natürlich glauben wir Ihnen.
15:00Warum denn die ganzen Fragen?
15:02Guten Tag, Frau Sperber.
15:03Mein Name ist Reuter, Staatsanwaltschaft Wiesbaden.
15:06Frau Sperber, wir nehmen sehr ernst, was Sie sagen.
15:09Die Strafverfolgung ist auch schon eingeleitet.
15:11Aber Sie wissen doch, wer es ist?
15:13Der Gast von 2-4-0.
15:15Warum gehen Sie nicht hin und verhaften den?
15:17Wir waren heute Morgen schon bei ihm.
15:19Seine Frau wurde heute Nacht ermordet.
15:36Heldin!
15:38Heldin!
15:44Wie konnte das denn passieren?
15:53Ach, die Fassung fehlt auch.
15:59Hi, Papa.
16:12Warum denn, Mama?
16:15Wer macht denn sowas?
16:19Ich weiß es nicht.
16:22Wieso war sie allein?
16:24Wo warst du?
16:27Hast du mir etwa Vorwürfe?
16:38Herr Staatsanwalt?
16:39Guten Tag, Frau Seidler.
16:41Ist der Herr sortiert zu Hause?
16:42Ja, kommen Sie rein.
16:46Ich war beim Abendessen.
16:50So wie ich es immer tue, wenn ich einen Großkonzern vertrete.
16:53So wie es auch deine Mutter immer getan hat, bevor sie heilig wurde.
16:56Man wird nicht heilig, nur weil man von der Überholspur geht.
16:58Hör doch auf mit diesem blöden Weltverbesser-Gequatsche.
17:02Mein Gott, merkst du gar nicht, wie peinlich das ist?
17:05Ja.
17:06Guten Tag, Frau Seidler.
17:07Hätten Sie einen Moment für mich?
17:08Na klar.
17:10Entschuldigung.
17:11Meine Tochter Jennifer.
17:13Herr Reuter von der Staatsanwaltschaft.
17:16Guten Tag, Frau Seidler.
17:18Ich bin eben erst angekommen.
17:20Ich kann das alles überhaupt nicht fassen.
17:22Hier ist die Liste der fehlenden Werkgegenstände aus dem Tresor.
17:26Die Zertifikate für die Diamanten hat er auch mitgehen lassen.
17:29Das heißt, wir können sie jederzeit problemlos verkaufen.
17:32Danke.
17:34Können wir uns bitte allein unterhalten?
17:35Allein?
17:37Jimmy und ich haben viele Konflikte, aber keine Geheimnisse voreinander.
17:42Eine eingestelltes Hotel, Frau Sassia Sparber,
17:45hat Strafanzeige gegen Sie gestellt.
17:47Gegen mich?
17:49Was habe ich denn getan?
17:51Handtücher geklaut.
17:52Frau Sottier, werden Sie uns bitte allein lassen. Danke.
18:02Es geht um eine Sexualstraftat.
18:04Vergewaltigung.
18:05Vorletzte Nacht in Ihrer Suite.
18:09Das ist ja lächerlich.
18:11Also, weder ist mir der Name der Dame bekannt, noch musste ich jemals jemanden zum Sex zwingen.
18:20Aber an die Mitarbeiterin vom Zimmerservice, die Ihre Bestellung gebracht hat, erinnern Sie sich?
18:24Ja, natürlich erinnere ich mich an Sie.
18:27Sie hat mir die Bestellung gebracht, ich habe ihr Trinkgelk gegeben und dann ist sie wieder gegangen.
18:31Und das war's!
18:33Herr Sottier, es gibt ein Ermittlungsverfahren und der Beschuldigte sind Sie.
18:37Wenn Sie wollen, können wir dieses Gespräch auch gern in der Staatsanwaltschaft fortsetzen.
18:41Hören Sie zu, ich habe hier ganz andere Sorgen.
18:43Das glaube ich Ihnen, aber ab sofort haben Sie genau eine Sorge mehr.
18:48Ich gebe Ihnen ganz genau fünf Minuten Bedenkzeit.
18:58Keine Angst, ich heul nicht mehr. Ich habe schon den ganzen Flug durchgeheult.
19:04Was harmloses zur Beruhigung.
19:11Eigentlich ist Hilde meine Mama. Meine Eltern hatten nie Zeit für mich.
19:15Ich kannte meine Mutter eigentlich gar nicht.
19:17Das hat sich doch jetzt geändert.
19:19Stimmt.
19:21Sie ist auf einmal wach geworden, hat ihr Herz für Tiere entdeckt.
19:25Ich würde sagen, sie hat ihr Herz für Janie entdeckt.
19:30Da war viel wieder gut zu machen.
19:33Kann sein.
19:35Sie wollte auf jeden Fall nicht mehr auf der falschen Seite arbeiten.
19:38Sie arbeiten jetzt auf der richtigen Seite in Namibia?
19:41Wir gründen eine Wildlife-Organisation.
19:44Atemschutzprogramm, das ist schon was anderes als Klinkenputzen für ein Energiekonzern, oder?
19:47Na klar.
19:49Wie sind Sie auf die Idee gekommen?
19:52Hier.
19:56Henriette Suchet, meine Ur-Ur-Ur-Ur-Großmutter.
20:01Sie war die erste alleinreisende Frau in Namibia.
20:04Sie war echt cool.
20:06Sie hat für die Schwarzen gekämpft, als sie noch behandelt wurden wie Fee.
20:10Verstehe. Ihr Vater wartet.
20:15Herr Staatsanwalt?
20:16Ja?
20:18Meine Mutter wird eingeäschert, aber ich muss vielleicht schon vorher zurück nach Windhock.
20:23Sie liegt doch in der Gerichtsmedizin, oder?
20:25Ja.
20:26Ich würde mich gern von ihr verabschieden.
20:28Sie noch einmal sehen.
20:31Die Forstetier, das ist, glaube ich, keine gute Idee.
20:34Die Schusswunden, die Obduktion, das ist kein schöner Anblick.
20:38Bitte.
20:40Okay.
20:47Ah, da sind Sie ja.
20:50Ich möchte meine Aussage korrigieren.
20:52Ich höre.
20:54Also, zwischen dieser Frau und mir, da gab es sexuelle Handlungen.
21:00Na, dann haben Sie ja sicher nichts gegen eine DNA-Probe.
21:02Nein, natürlich nicht. Sobald Sie einen richterlichen Beschluss haben.
21:06Na klar.
21:08Ui, einer von der schnellen Truppe, was?
21:13Ich lege allerdings großen Wert auf die Feststellung, dass diese Handlungen in gegenseitigem Einvernehmen stattgefunden haben.
21:20Von Gewalt kann also gar keine Rede sein.
21:24Hermatome?
21:25Bisswunden?
21:26Kratzspuren?
21:27Meinen Sie das mit einvernehmlich?
21:29Die Kleine ging ziemlich ab.
21:31Hatte alle Mühe, sie in den Griff zu kriegen.
21:34Wenn Sie verstehen, was ich meine.
21:36Jaja, so ungefähr.
21:39Und was war nach Ihrem einvernehmlichen Geschlechtsverkehr?
21:42Tja, da wollte sie Geld.
21:45Da musste ich sie vor die Tür setzen.
21:48Kein Wunder also, dass sie mir jetzt was anhängen will.
21:50Wir haben von den Auswirkungen auf Ihre Ehe mal ganz zu schweigen.
21:53Obwohl, Theresa hatte auch ihre Eskapaden.
21:56Zuletzt mit diesem Typen da auf dem Golfplatz, diesem Immobilien-Futzier.
22:01Jürgen.
22:02Jürgen Krüger.
22:03Ah ja?
22:09Und, was sagt der Star-Anwalt?
22:12Ja, er hat zugegeben, dass er Sex hatte mit Saskascker-Sperber.
22:14Und freundlicherweise hat er mir auch gleich seine Verteidigungsstrategie unterbreitet.
22:18Und die wäre?
22:18Er machter Sex aber einvernehmlich.
22:21Na toll.
22:22Daniel steht vor Gericht Aussage gegen Aussage.
22:25Ja, der hat gute Aussicht auf seinen Freispruch.
22:28Weil man den Frauen mal wieder nicht glaubt.
22:29Nein, Kerstin, weil es vor Gericht nicht um Glauben geht, sondern um Fakten.
22:33Und da wird sich der Rechter schwer tun.
22:35Sothier hat einen Ruf zu verliehen.
22:36Der wird mit allen Tricks versuchen, sich von diesem Vorwurf reinzuwaschen.
22:39So eine Scheiße, damit ist dieses Arsch auch doppelt aus dem Schneider.
22:43Na ja, da kann er schlecht seine Frau ermordet haben, in der Zeit, wo er eine andere Frau vergewaltigt.
22:48Und hier, auf den Überwachungsvideos vom Hotel, da sieht man ganz eindeutig,
22:54um 22.45 Uhr ist er auf sein Zimmer gegangen und dann taucht er erst wieder, hier,
23:01um 7.30 Uhr am nächsten Morgen beim Ostschecken auf.
23:04Hätte er überhaupt ein Motiv gehabt?
23:05Na ja, seine Frau ist 10 bis 15 Millionen schwer, also wenn das kein Motiv ist, dann weiß ich auch
23:09nicht.
23:10Da ist was dran. Sothier ist zwar das Aushängeschild der Kanzlei, aber er ist nur angestellt.
23:15Seine Frau hat die Kanzlei von ihrem Vater gehabt, sie ist also alleinige Inhaberin.
23:19Gibt es ein Testament?
23:20Nein, soweit ich weiß nicht, das heißt, Sothier und die Tochter werden zu gleichen Teilnahmen.
23:24Hm, sage ich doch, hätte sich gelohnt.
23:26Ja, aber sie beiden kommen nicht in Frage als Täter. Sie war in Namibia, er...
23:30Ah, Herr Rohr, bitte.
23:33Sie kennen sich doch mit so einem Zeug hier aus.
23:35Das haben wir bei Frau Sothier im Schlafzimmer gefunden,
23:38in einem privater Darlehensvertrag zwischen Daniela Borchert und Jürgen Krüger.
23:42Schau ich mir mal an, ja?
23:43Frau Borchert hat mir von dem Vertrag erzählt, sie hat den Frau Sothier zur Prüfung vorgelegt
23:48und die wollte noch ein paar kritische Punkte mit ihr besprechen.
23:51Okay.
23:52Apropos Jürgen Krüger, Sothier hat mir erzählt, seine Frau hatte ein Verhältnis mit Herrn Krüger.
23:57Nee, oder?
24:04Ich kann das jetzt nicht.
24:06Mir wieder, vergiss jetzt mal, Theresa. Schau, deine Schulterrotation, die ist einfach zu schwach.
24:10Wenn ich dann jetzt noch mal auf meine Frage zurückkommen dürfte, ich bin ja schließlich nicht zum Spaß hier.
24:15Ach, das Verhältnis mit Theresa, ja, das war ein Strohfeuer.
24:18Das ist ein halbes Jahr her.
24:20Ich war damals gerade frisch nach Wiesbaden gezogen, hab Kontakt gesucht.
24:23Und Sie? Sie wussten davon?
24:25Ja, natürlich. So haben wir uns ja kennengelernt.
24:28Theresa hatte mir von Jürgen erzählt.
24:31Dann gehe ich auch mal davon aus, dass Sie öfters bei Frau Sothier zu Hause waren.
24:34Ja, war ich.
24:37Ach, da wimmelt es von meiner DNA, wenn Sie das meinen, ja.
24:39Und? Ist doch frische DNA von vorgestern Abend dabei.
24:42Nein, ich war bei Daniela.
24:46Ja.
24:47Wir haben zusammen Golfvideos angeschaut.
24:49Na, dann ist ja alles klar.
25:01Ich will gerne mit Frau Borchardt sprechen.
25:03Die ist dahin.
25:05Danke Ihnen.
25:06Gerne.
25:10Frau Borchardt?
25:12Ja, hallo.
25:13Guten Tag, mein Name ist Reuter, Staatsanwaltschaft Wiesbaden.
25:16Gibt es was Neues wegen Theresa?
25:18Nein, leider nicht. Aber ich kann Ihnen Ihren Dahlen ins Vertrag zurückgeben.
25:21Danke.
25:23Ich habe mal drauf geschaut, Sie sind ja ganz schön großzügig.
25:26Es geht ja auch um einen zukünftigen Mann.
25:28Na ja, aber Sie leihen ihm 200.000 Euro, einfach so.
25:32Er will einen Vertrag in Spanien abschließen und ich stelle ihm das Geld zur Verfügung,
25:35damit er nicht hinreisen muss.
25:37Sonst müssten wir unsere Hochzeit verschieben.
25:41Stimmt denn was mit dem Vertrag nicht?
25:44Nein, aus meiner Sicht ist der völlig in Ordnung.
25:47Danke. Das war auch meine Frage an Theresa.
25:50Sie haben ausgesagt, Frau Sautier sei sich da nicht so ganz sicher gewesen.
25:54Sie wollte noch mal drüber schlafen und dann mit mir sprechen.
25:57Aber dazu kam es ja dann nicht mehr.
26:00Haben Sie ja eine Idee, was Sie damit gemeint haben könnte?
26:03Nein, leider nicht.
26:05Gut, das war schon.
26:07Danke.
26:10Wir haben Herrn Sautier jetzt erst mal mit Ihren Beschuldigungen konfrontiert.
26:13Er räumt ein, harten Sex mit Ihnen gehabt zu haben.
26:18Aber er sagt, Sie wären damit einverstanden gewesen.
26:21Es kann sogar sein, dass er damit durchkommt.
26:25Ja, und jetzt?
26:26Der Staatsanwalt bittet Sie beide zu sich.
26:28Er nimmt dann Ihre Aussagen auf und dann müssen Sie Herrn Sautier erst mal nicht persönlich begegnen.
26:37Okay, also dieses eine Mal dann noch.
26:42Ich weiß, das wird sicherlich nicht einfach für Sie.
26:44Nein, das wird es nicht.
26:47Aber das soll er mir mal ins Gesicht sagen.
26:52Und? Was Schickes gefunden?
26:54Ja, ganz toll, Hagegüter. Solche Absätze.
26:57Aber natürlich nicht in meiner Größe.
27:00Was mich viel mehr interessiert, was hatte Frau Sautier für Bedenken gegen einen formal völlig korrekten Vertrag?
27:06Und die Borchardt, weiß ich es nicht? Oder will sie es nicht sagen?
27:09Keine Ahnung.
27:10Auf jeden Fall hat es Herrn Bräutigam gesagt und er hat dann sehr schnell Frau Sautier angerufen.
27:14Viel kann er nicht gesagt haben in nur einer Minute.
27:17Na, er könnte zum Beispiel gesagt haben, ich bin in zehn Minuten bei dir.
27:22Die Borchardt gibt Ihnen natürlich ein Alibi für die Tatzeit.
27:25Aber wissen Sie was? Ich war ja erst zweimal auf diesem Golfplatz.
27:29Den Weg dahin kenne ich ja jetzt.
27:31Viel Spaß.
27:31Ja.
27:36Jetzt wird die Idee behaupten, also Frau Sperber hätte nach zwei Gläser Insekten Initiative ergriffen.
27:42Es war Champagner und ja, als Mann merke ich sehr wohl, wenn eine Frau mehr will, als nur plaudert.
27:48Das stimmt nicht. So war es nicht.
27:50Jetzt lassen wir das doch mal mit den ewigen Lügen.
27:53Ich behaupte doch gar nicht, dass Frau Sperber wissentlich eine Falschaussage gemacht hat.
27:57Es ist nur so.
27:59Sie hat sich beim Geschlechtsakt völlig gehen lassen.
28:02Und wer weiß, vielleicht hat das ja Ihre Wahrnehmung getrübt.
28:06Und was ist mit meinen Verletzungen?
28:08Den Blutergüssen?
28:09Och, mir kommen die Tränen.
28:13Frau Sperber, Sie haben dann gegen drei Uhr die Suite von Herrn Sautier verlassen?
28:17Das sagt der Concierge.
28:19Ja.
28:21Ich...
28:22Ehrlich gesagt, ich kann mich nicht mehr genau erinnern.
28:26Ich habe völlig das Zeitgefühl verloren.
28:30Vielleicht war ich drei Stunden drin.
28:33Vielleicht noch halbe.
28:35Dafür gibt es ja jede Menge Zeugen.
28:37Sie ist um 22.45 Uhr rein und um drei Uhr wieder raus.
28:41Das haben mehrere Leute gesehen.
28:43Ja, richtig.
28:44Aber die Zeugen haben natürlich nur das gesehen, was außerhalb Ihrer Suite passiert ist.
28:48Es war so furchtbar.
28:50Und ich habe immer wieder das Bewusstsein verloren.
28:55Ich kann nicht sagen, für wie lange.
29:02Ich bin ein sehr guter Anwalt.
29:07Und glauben Sie mir, meine Anwälte sind noch viel, viel besser als ich.
29:12Sie haben also jetzt die Wahl.
29:14Entweder wir führen eine sehr lange, sehr harte Auseinandersetzung.
29:18Oder wir suchen jetzt nach der Möglichkeit einer Konsensur, ein geräuschlosen Verfahrenserledigung.
29:24Was heißt das?
29:26Er ist doch gemeint, dass er Ihnen Geld anbietet, damit Sie sagen, Sie hätten sich geirrt.
29:31Das haben Sie gesagt.
29:33Können Sie sich vorstellen, was alleine das Erheben dieser Anschuldigung für mich als Anwalt bedeutet?
29:38Dann kann ich ja gleich meinen Laden dicht machen.
29:42Na, ob er das bezahlen kann?
29:45So reicht's mir aber.
29:49Hören Sie.
29:50Eine Frau ist vermordet worden.
29:52Und was tun Sie?
29:53Sie sitzen hier rum, statt den Mörder zu suchen.
29:57Sie sollen mir Ihren Preis nennen.
30:08Was mache ich jetzt?
30:10Das ist Ihre Entscheidung.
30:16Post!
30:18Ach Mann!
30:20Was ist das?
30:21Eine Vorladung. Wir sehen uns morgen um neun im Kommissariat.
30:24Lass man Sie da wissen?
30:27Zum Beispiel, worüber Sie mit Frau Sautier bei Ihrem letzten Telefonat gesprochen haben.
30:32Das habe ich doch schon gesagt.
30:33Und ich habe es nicht geglaubt.
30:36Und mittlerweile weiß ich, dass Sie sich über die 200.000 unterhalten haben,
30:38die Sie sich von Ihrer Freundin, Ihrer zukünftigen, pumpen wollen.
30:43Was hätte ich dann mit Theresa zu besprechen?
30:45Naja, zum Beispiel, was sie für ein Problem mit diesem Darlehensvertrag hatte,
30:49den Sie doch so sorgfältig aufgesetzt haben.
30:50Aber das geht ja schlecht in einer Minute.
30:53Und deswegen sind Sie da vorbeigefahren.
30:55Ich bin Immobilienhändler.
30:56Ich kaufe und verkaufe Häuser, Wohnungen, Schwerpunkt Spanien, Costa del Sol.
31:00Und da habe ich vergangene Woche ein Traumobjekt entdeckt,
31:02das ich unbedingt haben möchte, als Hochzeitsgeschenk für Dani.
31:04Wir heiraten nächste Woche Freitag.
31:07Sie schenken mir eine Wohnung von Ihrem eigenen Geld.
31:09Sie hast doch nur geliehen.
31:12Das ist eine rührende Story, aber Sie haben mir meine Frage immer noch nicht beantwortet.
31:17Ich habe nicht verstanden, warum Theresa das nicht wollte.
31:20Also habe ich sie angerufen.
31:22Sie hat gleich aufgelegt.
31:23Und dann?
31:26Dann habe ich sie nicht umgebracht.
31:28Das ist hin mir nicht angemessen.
31:30Ich war bei Dani.
31:31Und Sie haben zusammen Golfvideos geguckt.
31:34Reicht das?
31:37Wir sehen uns morgen um neun im Kommissariat.
31:40Dann haben wir uns alles gegründet.
32:22Tschüs, Mama.
32:27Ich mach weiter für uns beide.
32:34Versprochen.
32:38Nein.
32:58Frau Sackler, ich muss Sie bitten, mich in die Staatsanwaltschaft zu begleiten.
33:07Frau Sackler, würden Sie mir bitte Ihre Uhr geben?
33:10Bitte schön.
33:11Danke sehr.
33:17Frau Sackler, diese Uhr wurde von Herrn Soutier als gestohlen gemeldet. Sie lag im Tresor.
33:22Sie haben gestern Frau Soutier tot aufgefunden. Der Tresor stand offen. Sie werden verstehen, welche Frage sich da aufträgt.
33:28Die Uhr hat mir Frau Soutier geschenkt.
33:30Diese Uhr hat einen Wert von 20.000 Euro. Und so eine Uhr schenkt Ihre Mutter einfach Frau Sackler, ohne
33:36Ihren Vater darüber zu informieren?
33:38Ja, weil Ihnen das überhaupt nichts angeht.
33:40Das war auch klar geregelt zwischen meinen Eltern. Mein Vater hat ja auch praktisch nichts mit in die Ehe eingebracht.
33:47Ich habe da neulich noch mit ihr darüber geredet. Sie hat die Scheidung vorbereitet.
33:51Wusste er dann von den Scheidungsabsichten Ihrer Mutter?
33:54Nein.
33:54Es hätte doch Kriege gegeben, wenn er merkt, dass er mit leeren Händen dasteht.
33:58Leere Hände? Wie meinen Sie das?
34:00Meine Mutter wollte alles verkaufen. Auch die Kanzlei.
34:06Verstehe.
34:13Hey.
34:17Bitte.
34:19Willst du es nochmal nachziehen?
34:22Nicolazan, du hast es nächste Woche wieder. Wir fahren sofort nach der Hochzeit nach Marbella.
34:27Du wirst die Wohnung lieben. Wir richten sie ein und dann Sommer am Rhein, Winter a la playa.
34:35Sag's mir nochmal. Bitte.
34:38Te amo. Te quiero tanto, mi amor.
35:00Hallo Frau Sperber, Reuter, Staatsanwaltschaft Wiesbaden. Frau Sperber, wir müssen bitte nochmal über die Tatnacht reden. Es ist wirklich wichtig.
35:08Rufen Sie mich zurück. Danke.
35:53Ich hatte gestern das Gefühl, Sie glauben mir.
35:55Es geht leider nicht darum, ob ich Ihnen glaube oder nicht glaube. Es geht darum, dass Soutiers Anwälte Sie zu
36:00einem Scheinopfer machen werden, wenn es zu einem Prozess kommt.
36:03Ich gebe Ihnen jede Garantie. Die werden alle Register ziehen, um sie als Lügnerin dastehen zu lassen.
36:08Aber die Untersuchungsergebnisse sprechen doch für mich.
36:11Da geht es eher um Ihr Vorleben. Das durchleuchten die bis ins letzte Detail. Das ist eine typische Masche in
36:16solchen Prozessen.
36:17Wir haben das auch ein bisschen gemacht, ganz oberflächig und wir sind sehr schnell auf ein paar interessante Aspekte gestoßen.
36:22Zum Beispiel Ihre Wohnanschrift. Bevorzugte Innenstadtlage. Teures Pflaster. Das entspricht nicht gerade Ihrer Gehaltsklasse.
36:30Sagt das was über meine Glaubwürdigkeit aus?
36:34Ja. Genauso wie das Ermittlungsverfahren wegen Beischlafdiebstahls vor zwei Jahren in Kassel.
36:38Das ist eingestellt worden.
36:39Richtig. Aber es legt natürlich die Vermutung nahe, dass Sie sich auf diese Weise manchmal ein bisschen Geld hinzuverdienen.
36:45Nicht mit Sautier. Das war genauso, wie ich es Ihnen gesagt habe.
36:50Und selbst wenn, Sautier wird Ihre Nebeneinkünfte vor Gericht zum Thema machen.
36:57Gut. Nehme ich halt das Geld.
37:00Ich habe Ihnen schon gesagt, das ist Ihre Entscheidung. Aber vergessen Sie bitte nicht.
37:04Es geht nicht nur darum, ob Sautier Sie vergewaltigt hat oder nicht.
37:08Es geht auch darum, dass Sie Sautiers Alibi sind. In einem Mordfall.
37:19Also irgendwie kommt sie mir komisch vor. Gestern war sie noch die Unschuld vom Lande und heute ist sie eine
37:24Hobbyhure.
37:25Gestern will sie noch Sautier ans Messer liefern und heute will sie sein Geld anmieten.
37:29Ja, sie bleibt auf jeden Fall eine Wackelkandidatin.
37:32Na, wenn sie dabei bleibt, dass sie zwischendurch bewusstlos war, dann...
37:36Dann wackelt auch Sautiers Alibi. Und inzwischen wissen wir ja, dass er vom Tod seiner Frau profitiert.
37:42Was ist eigentlich, wenn die beiden uns was vorspielen?
37:45Wie jetzt?
37:46Na, Sautier ist doch Stammgast hier. Vielleicht hat er ihr einen Extraservice für meinen Anspruch genommen.
37:51Das hat ihn auf die Idee gebracht, sie für eine Aussage zu bezahlen.
37:54Und warum macht es ihm jetzt solche Schwierigkeiten?
37:57Vielleicht hat sie kapiert, was für ihn auf dem Spiel steht. Und darum will sie mehr Geld.
38:02Das wäre aber schon krass, wenn sie uns was vorgemacht hätten.
38:05Schon bald, was gibt's? Ah, schon unterwegs.
38:08Was ist?
38:09Keine Ahnung. Aber unheimlich wichtig.
38:14Wenn ich hier auf Golf-Ars Jürgen Krüger gewartet habe, habe ich mir nochmal Frosetiers Laptop vorgenommen.
38:20Der Internetverlauf ist ziemlich interessant.
38:22Warum?
38:23Na ja, sie hat doch den Darlehensvertrag gecheckt. Und dabei hat sie auch nochmal Jürgen Krügers Adresse in Marbella gegoogelt.
38:29Und das hier, hat sie gefunden.
38:36Aha.
38:38Eine Geisteradresse?
38:39Ja. Es gibt keinen Jürgen Krüger in Marbella. Und in Wiesbaden ist er auch nicht gemeldet.
38:44Seine zukünftige Frau sagt, er wohnt erst seit einem halben Jahr hier.
38:47Wo war er vorher?
38:48Die Frage ist, wo ist er jetzt? Er sollte nämlich schon längst da sein.
38:51Okay, das reicht für die Einleitung eines Ermittlungsverfahrens. Bringen Sie mir, Schubert.
38:54Ja.
39:01Hallo, Herr Reuter. Saskia Sperber hier.
39:05Ich muss Ihnen was Wichtiges sagen.
39:08Glaubwürdigkeit und so.
39:10Ich würde gerne nochmal eine neue Aussage machen.
39:13Vielleicht können wir uns nochmal treffen?
39:15Nicht hier. In Rauental, da gibt es so einen Parkplatz. Am Forsthaus.
39:21In einer Stunde habe ich Dienstschluss.
39:24Viel Spaß damit.
39:26Der Herr Krüger. Wissen Sie zufällig, wo der ist?
39:28Der ist beim Schneider und holt seinen Hochzeitsanzug ab. Danach wollte er zur Bank.
39:33Haben Sie mir etwa die 200.000 gegeben?
39:35Das ist wohl meine Sache, oder?
39:38Tut mir leid für Sie.
39:43Das ist aber wichtig.
39:45Das ist aber wichtig.
39:54Nein, ich bin mir besser.
39:57Ciao, Herr!
40:12WDR mediagroup GmbH im Auftrag des WDR
40:42WDR mediagroup GmbH im Auftrag des WDR
40:58Ich musste nicht kommen.
40:59Hat mein Anwalt gesagt.
41:00Der wird sich bei Ihnen melden.
41:02Darf ich mal kurz?
41:03Ja.
41:13Was ist das?
41:15Das gehört nicht mehr.
41:17Stimmt.
41:38Die gehört mir nicht.
41:40Natürlich nicht.
41:41Das ist die Tatwaffe.
41:42Wenn das Ihre wäre, dann würde das ja bedeuten, dass Sie Theresa Sautier erschossen hatten.
41:48Wie heißen Sie überhaupt?
41:50Muss ich was sagen ohne meinen Anwalt?
41:52Ja.
41:52Angaben zur Person sind Pflicht.
41:57Oder wird es da bei Ihnen schon schwierig?
42:00Ich habe meine Brieftasche verloren, da waren die Ausweise drin.
42:02Ah.
42:05Oder haben Sie natürlich Ihren Namen vergessen?
42:09Aber spätestens auf dem Standesamt, da hätten Sie Ihren Ausweis gebraucht.
42:13Nein.
42:15Sie wollten sich doch nicht etwa mit dem ganzen Zeug hier und den 200.000 aus dem Staub machen?
42:20Die Sachen hat mir jemand untergeschoben.
42:21Ach, klar.
42:23Mensch, das muss ich sagen.
42:26So.
42:27Erst mal Schluss mit den Faxen.
42:31Wo waren Sie zur Tatzeit?
42:33Drehen Sie es, wie Sie es wollen.
42:35Ich war bei Danni Golfvideos gucken, haben wir alles schon gesagt.
42:38Vielleicht
42:40ändert Danni ja Ihre Meinung.
42:43Warum sollte sie?
42:45So, wir haben ihn.
42:47Armin Schwontke.
42:48Er hat die Nummer schon zweimal aktenkundig durchgezogen.
42:50Einmal in Lübeck und einmal in Hannover als Chris Schwontke.
42:55Beide Male dasselbe Muster.
42:57Heiratsversprechen und kurz vor der Eheschließung Darlehen und dann Adios Amor.
43:02Super.
43:05Na ja, und Frau Sohtier hat das wahrscheinlich rausgekriegt, ne?
43:08Ja, da passt alles zusammen.
43:10Außer die Aussage seiner Braut, dass er in der Tat nach bei ihr war.
43:14Weit doch mal mit ihr.
43:16Das mache ich.
43:17Und noch was.
43:18Hier.
43:19Ich habe Frau Sperber recherchiert und das hier gefunden.
43:24Ach nee.
43:26Das Foto ist vier Monate alt.
43:28Sohtier und Frau Sperber haben sich vorher schon gekannt.
43:31So sieht es aus, ja.
43:33Ich treffe Frau Sperber gleich.
43:34Ich bin in einer Stunde ungefähr wieder da, ja?
43:36Gut.
43:37Bis dahin sollte Schubert ein Geständnis haben.
43:44Sohtier und Frau Sperber.
44:17Ich würde gerne noch mal eine neue Aussage machen.
44:21Ich muss Ihnen was Wichtiges sagen.
44:34Und Sie meinen, er wäre jetzt mit dem Geld verschwunden?
44:36So hat er es mit den anderen Frauen gemacht.
44:39Wie viele es waren, wissen wir leider nicht.
44:41Und es haben sich tatsächlich nur zwei Frauen getraut, ihn anzuzeigen.
44:46Man schämt sich ja auch zu Tode.
44:50Bleiben Sie bei Ihrer Aussage, dass Herr Schwonke an dem Abend bei Ihnen war?
44:55Wer?
44:56Also, Jürgen.
44:59Nein.
45:00Den habe ich an diesem Abend nicht gesehen.
45:02Und ich möchte ihn auch nicht noch mal sehen, wenn es geht.
45:04Ja, gut, Frau Borchert.
45:06Damit haben Sie uns wirklich sehr geholfen.
45:08Ach so, Moment.
45:11Ihre Ersparnisse noch.
45:13Das ist ja schon mal was.
45:24Frau Sperber, Frau Sperber.
45:29Ich glaube, es ist ja kein Wort, was ich gesagt habe.
45:53Jenny, bevor du abreißt, was ich entschieden missbillige,
45:57müssen wir über die Aufteilung kriegen.
46:01Entschuldigung.
46:03Also, wenn du mir die Kanzlei überlässt,
46:07dann kannst du über das gesamte Restvermögen verfügen.
46:10Eine mehrheitsausreichende Summe für deine Afrika-Projekte.
46:27Papa.
46:31Du würdest Mama doch nichts antun, oder?
46:37Egal, was passiert.
46:43Natürlich nicht.
46:45Wie kommst du denn auf sowas?
46:50Herr Soutier,
46:51der Staatsanwalt möchte Sie noch mal sprechen.
47:00Ich habe schon gehört,
47:01Sie haben diesen Jürgen festgenommen,
47:03diesen Scheißkerl,
47:04und er wird für den Mord bezahlen.
47:06Das hat sich ja schnell rumgesprochen.
47:08Nee.
47:09Wann hat so seine Verbindungen?
47:13Saskia Sperber ist tot.
47:15Verkehrsunfall mit Fahrerflucht.
47:18Ach, hey.
47:19Also, das wünscht man wirklich niemand.
47:22Wo waren Sie in den letzten drei Stunden?
47:25Ja.
47:27Spazieren.
47:28Kann das jemand bezeugen?
47:29Nein.
47:29Wieso?
47:31Weil, äh,
47:33wissen Sie,
47:34ich habe, was den Tod Ihrer Frau
47:35und den Tod von Saskia Sperber betrifft,
47:37eine Erklärungshypothese.
47:39Interessiert Sie das überhaupt?
47:40Ja.
47:41Aber nur,
47:42solange wir das rein hypothetisch behandeln.
47:44Ein Gleiswein?
47:45Gerne, danke.
47:48Ja, dann schießen Sie mal los.
47:51Zum Tagmotiv.
47:52Der Tod einer Millionenerbigen
47:53bringt Ihrem Ehemann einen klaren Vorteil.
47:55Er erbt die Hälfte des Vermögens.
47:57Bei einer Scheidung wäre er leer ausgegangen.
48:00Ja, das ist schon mal ein glasklares Tagmotiv.
48:03Aber war dem von Scheidung überhaupt jemals die Rede?
48:06Diesen Nachweis müsste der Staatsanwalt schon führen.
48:09Nein, nein, das muss er eben nicht.
48:11Der Ehemann hat ein wasserdichtes Alibi.
48:13Oh.
48:14Gegen ihn wird wegen einer Sexualstraftat ermittelt,
48:16die er genau zu dem Zeitpunkt begangen haben soll,
48:19zu dem seine Ehefrau ermordet worden.
48:21Oh, ja, das ist tatsächlich wasserdicht.
48:24Aber auch höchst unmoralisch.
48:26Ja.
48:27Und jetzt kommt es, Herr Soutier.
48:29Was wäre, wenn der Ehemann
48:32und das vermeintliche Vergewaltigungsopfer Komplizen waren?
48:36Ha.
48:37Jetzt wird es aber sportlich.
48:39Wie will denn der Staatsanwalt das beweisen?
48:42Zum Beispiel, indem man nachweist,
48:43dass das Zusammentreffen der Beine im Hotelzimmer
48:45kein Zuverwahr war,
48:47sondern dass Sie sich schon von früher kannten.
48:50Ach, sieh mal eine an.
48:52Wie klein die Welt doch ist.
48:55Weiterhin wird er vortragen,
48:57dass die Komplize Skrupel bekommen hat
48:59und daher ausgesagt hat, wie es wirklich war.
49:03Dann wird der Ehemann diese Skrupel
49:05mit einer angemessenen Geldsumme einfach wieder beseitigen.
49:09Ja, oder er wird sie mit der gleichen Kalbblütigkeit
49:13aus dem Weg räumen,
49:14mit der er seiner Ehefrau ins Genick geschossen hat.
49:17Na, dann muss der Staatsanwalt ja schon
49:19einen zweiten Mord nachweisen.
49:22Genau daran arbeitet er.
49:23Tja, das wird aber nicht einfach.
49:26Zumal die Polizei gerade einen gesuchten Hochstapler
49:29festgenommen hat mit einem Teil der Beute.
49:31Und ach, korrigieren Sie mich,
49:32wenn ich da falsch liege,
49:33aber hat man nicht auch die Trabwaffe bei ihm gefunden?
49:37Korrekt.
49:38Hm.
49:40Komplimentär, Sothee,
49:41Sie sind wirklich exzellent informiert.
49:44Ja, da bleibt meine kleine Hypothese
49:48wohl nichts anderes als ein interessantes Gedankenspiel.
49:50Ja, das fürchte ich auch.
49:52Denn solange der Staatsanwalt nicht beweisen kann,
49:55dass der Ehemann zur Tatzeit auch am Tatort war,
49:57so lange wird er wohl vor Gericht
50:00keine Chance haben.
50:02Hm.
50:02Hm.
50:06Aber die Wörter nutzen.
50:22Also, Herr Schwonke,
50:24Beredani hat sich's nochmal überlegt
50:25und die Aussage widerrufen.
50:28Ach.
50:31Die Frage, die sich uns ja natürlich stellt,
50:32dürfte Ihnen bereits bekannt vorkommen.
50:34Also.
50:36Ich bin hingefahren, ja.
50:39Theresa hatte was über mich rausgekriegt
50:40und gesagt, sie lässt mich hochgehen.
50:42Was soll ich machen?
50:44Sie umbringen wäre eine Idee.
50:46Bitte, ich tue doch gar nicht was.
50:48Also, hier drin sind zwei Aussagen
50:50von zwei Frauen, die das sehr anders sehen.
50:52Das, ja.
50:53Aber doch keine Gewalt.
50:54Ich habe niemanden umgebracht.
50:56Ah.
50:59Er macht sich selbst noch ein bisschen schwer,
51:02hat kein Alibi,
51:03ein eindeutiges Motiv
51:04und ich habe das hier bei ihm gefunden.
51:06Das hat mir jemand untergeschoben.
51:08Sie hat gerade niemanden gefragt, ja?
51:09Kassi, kommst du bitte mal?
51:10Ja.
51:18Es könnte sein, dass ich ihm glaube.
51:19Warum?
51:20Saskia Sparber ist tot.
51:21Was?
51:23Wie?
51:28Sag mal,
51:30die Video war bei Hong vom Hotel Eden aus der Tatnacht.
51:33Könntest du mir das besorgen?
51:35Wozu?
51:36Schubert, hättest du schon alles gecheckt?
51:38Ich möchte es bitte trotzdem machen.
51:40Ja?
51:40Ja, gut.
51:41Danke.
51:57Eingecheckt, 1953.
52:05Ausgecheckt,
52:077.30 Uhr.
52:34Moment.
52:37Moment.
53:07Moment.
53:10Moment.
53:12Moment.
53:13Moment.
53:13Moment.
53:14Moment.
53:14Moment.
53:24Moment.
53:39Moment.
53:51Moment.
53:57Moment.
53:59Widerhören.
54:04Moment.
54:12Moment.
54:16Moment.
54:18Moment.
54:19Moment.
54:33Moment.
54:37Moment.
54:41Moment.
54:42Moment.
54:51UNTERTITELUNG
55:26– Suchen Sie den hier? – Ein Knopf. – Na und? – Na ja, Herr Sautier. Immerhin erzählt uns dieser
55:41Knopf, dass dieser Tag nach dir war.
55:45Nach dem Beischlaf mit Saskia Sperber haben Sie das Hotel durch irgendeinen Hinterausgang verlassen. Sie sind hierher gefahren, haben einen
55:52brutalen Raubüberfall auf Ihre Frau vorgetäuscht und sie erschossen.
55:56Alles lief nach Plan, völlig reibungslos. Und Sie haben es dann sogar noch geschafft, die Tatwaffe so im Golfclub zu
56:02deponieren, dass wir Jürgen Krüger verdächtigt haben.
56:06Gescheitert sind Sie an Saskia Sperber, weil Sie Ihren Charakter unterschätzt haben.
56:13Als Saskia Sperber begriffen hatte, wofür Sie das Alibi wirklich haben wollen, da wollte sie zuerst mehr Geld, aber dann
56:20hat sie Gewissensbisse bekommen.
56:22Sie wollte mit einem Mord nichts zu tun haben. Und als Ihnen dann klar wurde, dass Saskia Sperber auspacken würde,
56:30da haben Sie sie umgebracht.
56:35Sie glauben doch nicht ernsthaft, dass ich Ihnen das jetzt bestätige.
56:39Ich kann das auch ohne Geständnis beweisen. Die Spurensicherung untersucht gerade Ihren Zweitwagen.
56:46Na, was werden die da wohl finden?
56:48Also ich tippe auf kobaltblaue Lackspuren.
56:53Kobaltblau, das Soutier.
56:56Das ist die Farbe des Wagens, mit dem Frau Sperber unterwegs war, als Sie sie von der Straße abgedrängt haben.
57:06Ja, das ist schon bitter. Sie haben das perfekte Verbrechen geplant.
57:12Und dann stolpern Sie über so etwas Banales wie einen Knopf.
57:25Thomas?
57:26Thomas?
57:40Sie wollte sich einlassen.
57:43Mich abservieren ohne einen Cent.
57:47Das konnte ich nicht zulassen.
58:02Wissen Sie, die Tragik im Leben ist nicht, dass man verliert, sondern dass man fast gewinnt.
58:10Mensch, Sie schauen mal an, wo er bestimmt habe.
58:15Sie haben keine Tragik im Leben.
58:21Sie sind einer, wo der Ruedner ist.
58:37Sie sind festgelegt.
58:49Untertitelung des ZDF, 2020
Kommentare

Empfohlen