- vor 2 Tagen
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SpaßTranskript
00:00Musik
00:41Musik
01:04Musik
01:37Machen Sie auf!
01:39Zuford!
01:41Frau von Bensing!
01:42Machen Sie auf!
01:43Frau von Bensing! Was?
01:49Ich habe, ich habe...
01:50Geben Sie mir die Pistole!
01:59Das ist eine Schreckschusspistole.
02:00Warum sieht die denn her?
02:02Ich war schon im Bad.
02:04Da war dieses Geräusch.
02:05Ein Riesenkrach.
02:07Und ich denke...
02:09Möchten Sie irgendwas Wasser?
02:11Erzählen Sie weiter.
02:16Haben Sie schon mal jemanden erschossen?
02:20Nein, zum Glück nicht.
02:22Ein Riesenknall.
02:24Er hat sich nicht mehr bewegt.
02:27Bitte.
02:29Mit einer Schreckschusspistole...
02:30Alles ganz schnell.
02:31Ein Einbrecher?
02:34Mit einer Schreckschusspistole müssen Sie schon sehr dicht ran,
02:36um jemanden überhaupt zu verletzen.
02:38Aber töten? Nein.
02:39Er liegt tot bei mir in der Wohnung.
02:43Sie müssen mich verhaften.
02:46Frau von Bensing!
02:47Ich meine das ernst.
02:55Franziskusstraße 45, das ist gleich hier rechts um die Ecke.
02:57Der Einbrecher soll im ersten Stock im Wohnzimmer liegen, ja?
03:00Frau von Bensing, geben Sie mir die Schlüssel, bitte?
03:02Habe ich nicht.
03:03Ich glaube, die Tür ist noch offen.
03:05Ja, dann fahrt mal rüber.
03:06Sagt Bescheid.
03:07Wir warten so lange hier drin, ja?
03:08Ja, dann.
03:10Ja, dann.
03:25Bis zum nächsten Mal.
03:29Lammert?
03:54Polizei!
03:57Hören Sie mich?
03:59Hm?
04:05Hallo?
04:06Ey!
04:07Ey!
04:09Was ist los?
04:10Schöne Reihe nach. Können Sie sich ausweisen?
04:12Wer bist du denn?
04:13Wie heißen Sie?
04:15Equus!
04:15Das ist ja ein toller Name.
04:31Ja!
04:33Ja!
04:36Autsch!
04:40Habt ihr ihn identifiziert?
04:42Sagt seinen Namen nicht.
04:44Der Typ ist total zugedröhnt.
04:46Da ist eine Glasvitrine gestört.
04:48Er hat ein paar Schnittwunden.
04:49Und erst mal ein Gewahrsam.
04:51Roman!
04:56Sie kennen sich?
04:57Das ist mein Mitbewohner. Roman Blauer.
05:00Hab ich dich schlimm erwischt?
05:02Ich bin müde.
05:04Doch kein Einbrecher.
05:05Nein, ich habe ihn im Dunkeln nicht erkannt.
05:09Sorry Betty, ich mach das morgen sauber.
05:12Ich bin so froh, dass dir nichts Schönes passiert ist.
05:20Nachts.
05:34Merkwürdige Wohngemeinschaft.
05:35Ist ein idiotischer Einsatz und ich geh in Frührente.
05:38Traum weiter.
05:40Ja.
05:40Ja, danke.
05:41Tut mir leid.
05:43Ist schon okay.
05:45Bestrebe.
05:47Ja, ja.
05:48Ja.
05:49Ja.
05:56Ja.
06:00Ja.
06:02Ja.
06:03Ja.
06:08Ja.
06:17Ja.
06:21Ja.
06:23Ja.
06:26Ja.
06:27Ja.
06:33Verrückte Situation.
06:35Und juristisch ziemlich tricky.
06:37Sie zeigt sich selbst an in der festen Annahme, jemand getötet zu haben.
06:40Was ist das dann?
06:41Untauglicher Versuch nach § 35 StGB aber in Notwehr?
06:46Auf jeden Fall ein sehr tauglicher Versuch, mir den Schlaf zu rauben.
06:51Sie ist tot.
06:52Wer?
06:53Deine Nachbarin, Frau von Bensing, kam eben der Anruf.
06:57Oh nein.
06:59Herzversagen.
07:04Gestern schießt sie auf jemanden und jetzt ist sie tot.
07:09Merkwürdig.
07:20Guten Tag, Frau Kowalski.
07:23Ich hätte es wissen müssen.
07:26Haben Sie sie gefunden?
07:27Die Fußpflegerin, die hat mich gerufen.
07:32Und dann sehe ich sie da liegen.
07:37Diese ganze Aufregung gestern Nacht, das war einfach zu viel für sie.
07:44Ich würde gerne mal hochgehen, ja?
07:46Ist so offen, ne? Sie liegt im Schlafzimmer.
07:49Gut.
08:13Und dann geht's.
08:15Das war's.
08:55Ja, Reuter, ist die Frau Dr. Engel zu sprechen?
08:59Wer hat die Leichenschau durchgeführt?
09:01Der Hausarzt.
09:02Und was meint er?
09:04Natürliche Todesursache, Herzversagen.
09:07Hat er das auch mit Herzversagen erklärt?
09:11Oh.
09:13Also, wenn das kein Fremdverschulden war, dann fress ich einen Besen.
09:18Der Kollege hat mal gesagt, wenn auf allen Gräbern der ermordeten Kerzen stünden, dann wäre der Friedhofähler leuchtet.
09:25Vorsichtig geschätzt, 1200 unentdeckte Tötungsdelikte im Jahr. Allein in Deutschland.
09:30Ja, und wenn das Software dann auch noch alt ist, interessiert es erst recht keinen.
09:34Es wird zu wenig obduziert. Da wird definitiv an der falschen Stelle gespart.
09:39Ich tippe auf Intoxikation, aber das muss ich genau untersuchen.
09:44Ungekehrer Todeszeitpunkt?
09:45Vor etwa drei Stunden, also gegen zwölf.
09:48Danke.
09:49Gern.
10:08Was machen Sie da?
10:09Ich habe mir das Schlossland und überlege, wer wohl alles seinen Schlüssel erwährt.
10:14Unter Kepler, Oberstadsenwalt Rother. Wir haben uns heute Nacht hier kennengelernt.
10:17Echt? Gestern Nacht?
10:19Ja.
10:21Ich war nicht mehr ganz frisch. Ich bin auch in die Vitrine drüben gerauscht.
10:26Sie wissen, dass Frau von Bensig gestorben ist.
10:35Was?
10:37Ja, es tut mir leid.
10:47Scheiße.
10:52Würdest du mir jetzt bitte mal eine Frage beantworten?
10:54Welche Frage?
10:56Ja, wer alles einen Schlüssel hat für die Wohnung.
10:59Keine Ahnung.
11:01Naja,
11:02ich,
11:04Betty,
11:05Herr Kowalski,
11:07Bettys Tochter Susanne.
11:10Warum wollen Sie das wissen?
11:11Wir gehen davon aus, dass Frau von Bensig keines natürlichen Todes gestorben ist.
11:16Nee, oder?
11:19Sie denken jetzt aber nicht, dass ich...
11:22Hätte ich denn Grund, dass du glauben?
11:25Nein.
11:29Herr Blau, wann haben Sie eine Frau von Bensig das letzte Mal gesehen?
11:32Heute Nacht.
11:35Heute früh, als ich weg bin, war sie nicht da.
11:39Wo waren Sie auf dem Mittag um zwölf?
11:43Bei...
11:44bei meiner Freundin.
11:47Schreiben Sie mir bitte den Namen und die Telefonnummer Ihrer Freundin auf.
11:51Haben Sie was?
11:53Äh,
11:53Nee.
11:54Ah.
11:57Wie lange wohnen Sie eigentlich schon hier?
12:00Seit über einem Jahr.
12:03Das ist ein cooler Deal.
12:05Keine Miete.
12:06Ich kann mich auf mein Studium konzentrieren und helfe Betty bei Kleinigkeiten.
12:11Besorgung, was eben so anfällt.
12:14Ja, klingt gut.
12:15Ist auch gut.
12:16Wir verstehen uns super.
12:19Das ist eine echte Freundschaft.
12:22Ah.
12:26Scheiße.
12:29So sieht man sich wieder.
12:31Scharf zu machen.
12:32Okay.
12:34Herr Blau,
12:36falls Ihnen noch was anfällt.
12:40Danke.
12:47Herr Oberstaatsanwalt.
12:49Frau Niedorf,
12:51gut da.
12:52Ist das nicht schrecklich?
12:55Das ist doch kein Alter.
12:58Ich muss unbedingt draußen mich bewegen,
13:00sonst werde ich nur deprimiert.
13:03Ja.
13:06Meine beste Freundin,
13:08es tut so weh.
13:10Es war ein Schock gestern Nacht.
13:12Ich habe kein Auge zugetan.
13:13Ja, das ist verständlich.
13:15Sie hat oft über Herzschmerzen geklagt.
13:18Gerade gestern beim Kaffee.
13:20Ach, da ging es ihr nicht gut?
13:22Es war wohl alles ein bisschen viel.
13:24In letzter Zeit.
13:25Ist Schubert oben?
13:26Ja.
13:27Was war viel?
13:30Sie hat sich übernommen.
13:31Mit dem jungen Mann.
13:33Sie meinen Ihren Mitbewohner, Roman Blau?
13:35Roman ist ein Goldstück.
13:37Aber ein absoluter Chaot.
13:39Und das ist für uns Ältere nicht so einfach.
13:45Ich dachte,
13:45hätte ich dir geholfen?
13:47Geholfen?
13:48Haben die Kowalskis?
13:52Aber verstanden haben Sie sich schon.
13:54Also, Roman Blau und Frau von Bensing, oder?
13:56Tja, wie man es nimmt.
13:59Na, das klingt ja nicht so überzeugt.
14:03Vertrat,
14:04wenn ich nicht so haben.
14:06Schönen Tag noch.
14:25Ja, seit bald 20 Jahren
14:26arbeiten wir jetzt schon
14:27für Frau von Bensing.
14:30Viel Arbeit
14:30in die Renovierung vom Haus gesteckt.
14:34Frau Bensing war
14:36wie eine Mutter für mich.
14:39Haben Sie sie heute noch gesehen?
14:41Gehört.
14:42Im Treppenhaus.
14:43Sie ist um halb acht weg.
14:45Mein Mann ist dann
14:46in den Baumarkt
14:47in Lieferung auszufahren.
14:49Er arbeitet dafür
14:51ein paar Stunden die Woche.
14:52Und wann sind Sie zurückgekommen?
14:54Um zehn.
14:55Na, na, Schatz.
14:56Das war schon kurz vor elf.
15:00Ja, vielleicht war es schon elf.
15:04Wissen Sie, wann Frau von Bensing zurückgekommen ist?
15:09Wie, ich heim?
15:10Ich hab so um
15:11zehn die
15:12Post hochgeholt.
15:15Da war ihre Zeitung
15:16nicht mehr im Kasten.
15:17Sie holt sie immer zum
15:18zweiten Frühstück mit rein.
15:21Wo waren Sie denn heute Mittag
15:23so gegen zwölf?
15:25Bei Frau Niedorf?
15:27Wie jeden Mittwoch.
15:28Mittagessen und
15:29Rommyspielen.
15:31Sie auch?
15:32Ja, jeden Mittwoch.
15:34Wie lange waren Sie denn da?
15:37Bis
15:37um...
15:38Um halb zwei
15:40sind wir gegangen.
15:41Ist Ihnen
15:42irgendwas aufgefallen?
15:45Roman und seine Freundin
15:47haben wir im Treppenhaus getroffen.
15:49Die sind gegangen.
15:50Aber sonst...
15:51Um halb zwei?
15:52Ja.
15:53Um zwei war der
15:55Termin mit der Fußpflege.
15:57Hat die den Schlüssel zur Wohnung?
15:59Nein.
16:00Ich hab sie reingelassen.
16:03Weil
16:03Frau von Bensing
16:05nicht aufgemacht hat.
16:09Und dann haben wir sie
16:11gefunden.
16:13Oh, Schatz, komm.
16:15Setz dich doch.
16:17Gut, dann danke ich Ihnen erst mal.
16:19Ich find alleine raus.
16:48Frau von Bensing!
16:51Guten Tag, darf ich Sie kurz sprechen?
16:56Bin gleich wieder da.
16:58Ja.
17:07Sie ist tot?
17:09Ja.
17:11Es tut mir leid.
17:12Heute?
17:14Heute Mittag, ja.
17:21Mittags war ich manchmal bei ihr.
17:23Aber heute nicht.
17:25Die Wein-Lise...
17:30Sie ist wirklich tot.
17:35Vor zwei Tagen war ich bei ihr.
17:37Zum Essen mittags.
17:41Ich kümmere mich um meine Mutter, wissen Sie?
17:43Die eigene Mutter, da kümmert man sich doch.
17:46Klar.
17:48Ja, klar.
17:51Wo ist sie jetzt?
17:53In der Gerichtsmedizin.
17:55In der Gerichtsmedizin?
17:57Wir müssen die Todesforsache feststellen.
18:00Ja.
18:06Ihre Mutter hat mir oft von Ihnen erzählt.
18:10Ja, sie war sehr stolz auf Sie.
18:12Und auf Ihre Kinder.
18:14Ja.
18:15Ja.
18:26Super, danke, dass Sie es so schnell gemacht haben.
18:28Gerne.
18:29Es muss einen wie auch immer gearteten Kampf gegeben haben.
18:32Die Kratzer und Hämatome an den Armen weisen darauf hin.
18:35Die starken Hämatome rund ums Handgelenk
18:37kommen vermutlich von einem festen Griff.
18:41Frau von Bensing muss sich heftig gewehrt haben.
18:43Sehen Sie, das rechte Handgelenk ist gebrochen.
18:45Und vermutlich hatte sie Todesangst.
18:47Dann wurde ihr Insulin injiziert.
18:50Insulin?
18:51Extrem überdosiert.
18:52Das war auch die Todesursache.
18:54War sie Diabetiker?
18:56Da hat sich jemand ausgekannt.
18:58Vor allem in der Dosierung.
18:59Aha.
19:04Polizei?
19:05Scheiße.
19:07Wenn wir zusammenhalten, kann uns überhaupt nichts passieren.
19:09Du hast einen Erfn.
19:14Wir müssen Sie warnen.
19:21Du darfst keinen Fehler machen, okay?
19:24Wir müssen uns nur genau absprechen.
19:31Also eindeutig Mord.
19:33Ja.
19:34Also, wo kommt das in Sardin her?
19:36Wer kann mit Spritzen umgehen?
19:37Oman Blau studiert Medizin.
19:38Und er hat dich angelogen.
19:40Die Kowalskis haben ihn mittags mit seiner Freundin im Treppenhaus gesehen.
19:44Interessant.
19:45Allerdings.
19:45Wir checken die ganze Umgebung, suchen Spritzen und so weiter.
19:50Wer könnte ein Interesse haben, ablebende alten Damen haben?
19:53Herr Blau?
19:53Wer erbt?
19:55Ich habe mit dem Nachlassgericht telefoniert.
19:57Von diesem Notar hat Frau Van Benzing ihr Testament verfassen lassen.
20:01Okay.
20:02Bis gleich.
20:04Nach einer halben Stunde ist er hier.
20:05Der Typ hat Schiss.
20:07Er kam mir von Anfang an komisch vor.
20:09Warum?
20:09Weil er mit einer alten Dame lebt.
20:11Er ist auch irgendwie merkwürdig, ja.
20:13Er hätte ich in seinem Alter nicht gemacht.
20:14Schau dir mal die Mietpreise an.
20:16Wie auch immer.
20:17Die Nachbarn sind nicht so richtig gut zu sprechen auf Oman Blau.
20:21Sie waren also nicht bei Ihrer Freundin.
20:23Ich war mit meiner Freundin in der Uni-Bibliothek.
20:26Lernen und Anwaltprüfung.
20:27Das Ehepaar Kowalski hat Sie und Ihre Freundin um halb zwei im Treppenhaus gesehen.
20:31Vielleicht waren Sie ja doch nicht in der Bibliothek.
20:38Wir können das Ganze auch abkürzen, indem Sie uns einfach die Wahrheit sagen.
20:42Wir waren in der Bibliothek ab zehn.
20:44Aber ich hatte mein Handy vergessen.
20:46Julia und ich sind noch mal nach Hause in mein Zimmer hoch.
20:48Das Handy holen.
20:49Das war um halb zwei.
20:50Also waren Sie in der Wohnung?
20:52Kurz rein und wieder raus, ja.
20:53Und da sind Sie froh von Benzing begegnet?
20:55Nein, ich weiß ja nicht mal, ob Sie zu Hause war.
20:57Waren Sie in Ihrem Zimmer?
20:58Nein.
20:59Sie studieren Medizin?
21:00Ja.
21:01Können Sie mit Spritzen umgehen?
21:03Kommen Sie auf Medikamente ran?
21:05Haben Sie schon mal was von Apotheken gehört?
21:07Verschreibungspflichtige Medikamente.
21:08Nein.
21:09Sind Sie Diabetiker?
21:10Nein.
21:10Jemand in der Familie oder Freundeskreis Diabetiker?
21:13Nein, was soll denn das Wort?
21:14War Ihre Freundin im Zimmer von Frau von Benzing?
21:16Nein, das würde sie nie machen.
21:17Wo wohnt sie?
21:18Zur Zeit nirgends so richtig.
21:20Sie musste aus ihrer Wohnung raus und pennt jetzt meistens bei einer Freundin.
21:23Warum nicht bei Ihnen?
21:24Das war Betty nicht recht.
21:27Keine Damenbesuche?
21:30Gut, das war es erst mal.
21:31Sie können gehen.
21:33Sie können gehen.
21:34Ja, bitte.
21:36Nein, bitte.
21:41Gut.
21:42Nein, bitte.
21:43Nein, bitte.
21:46Nein, bitte.
21:51Ja, bitte.
21:53Nein, bitte.
22:29Untertitelung des ZDF, 2020
22:35ZDF, 2020
23:05ZDF, 2020
23:31Polizei! Die Hände hoch! Stehen Sie auf!
23:40Wer sind Sie? Susanne von Benzing.
23:48Was machen Sie hier mitten in der Nacht? Sie haben das Siegel durchbrochen und sich damit strafbar gemacht.
23:52War mir nicht bewusst. Kommen Sie mit.
23:59Kommen Sie.
24:19Ich wollte mich von meiner Mutter verabschieden.
24:22Das Zimmer wurde versegelt, weil Ihre Mutter ermordet wurde. Und Sie spazieren da mitten in der Nacht rein, weil Sie
24:27sich verabschieden wollen.
24:28Was haben Sie in dem Schrank von Ihrer Mutter gesucht?
24:34Etwas, was mir gehört. Goldmünzen.
24:39Was für Goldmünzen?
24:41Acht Goldmünzen in einem Samtbeutel. Meine Mutter hatte sie im Kleiderschrank versteckt. Ich soll davon die Beerdigung bezahlen.
24:48Und deswegen brechen Sie mitten in der Nacht ein. Ja. Weil ich Angst hatte, dass mir jemand zuvorkommt. So war
24:56es ja auch.
24:57Die waren nicht mehr da, oder was?
24:59Ja, da war wohl jemand schneller als ich. Wahrscheinlich dieser Student.
25:06Wo waren Sie heute Mittag? Zwischen 12 und 14 Uhr?
25:10Bei der Weinlese. Wo sonst?
25:40Hey.
25:42Hast du das Geld?
25:43Ja, aber nicht so viel.
25:47Wo bleibt die denn?
25:49Was ist, wenn sie geschnippt wurde?
26:05Frau Niedorf, guten Morgen.
26:10So ein Zufall.
26:11Ja, schön, das ist die Treffe.
26:13Ich würde Sie gerne was fragen.
26:14Ach, dann begleiten Sie mich doch ein Stück.
26:17Ja, gut.
26:20Sie waren doch mit Frau von Benzing gefreundet.
26:23Sehr eng.
26:24Es ist schlimm.
26:25Und jetzt zu hören, dass sie vielleicht auch noch ermordet wurde,
26:28ist schrecklich.
26:30Lebt Herr von Benzing eigentlich noch?
26:31Er ist früh verstorben, Autounfall.
26:34Susanne war gerade mal zwei.
26:35Aber das Haus hat sie erst etwa vor 20 Jahren geerbt.
26:38Sie musste alles alleine schaffen.
26:40Geld verdienen, Kind großziehen.
26:41Das hat sie vielleicht ein bisschen hart gemacht.
26:44Wissen Sie etwas über irgendwelche Goldmünzen?
26:46Tja, die waren für ihre Beerdigung.
26:49Sie hat sich immer einen würdevollen Abschied gewünscht.
26:52Streichquartett festlicher sagt.
26:54Und sie wusste, dass Susanne das nicht bezahlen würde.
26:57Und darum die Goldmünzen im Schrank.
26:58Und sie hat jedem Bescheid gesagt, damit die nicht zweckentfremdet wurden.
27:02Da sieht man, wie sehr sie Susanne misstraut hat.
27:06Und ist der...
27:09Nicht im Training.
27:11Sie machen mich fertig von hier.
27:13Sie sind doch so ein Jungspund.
27:15Sport und Turnen für den Gräber und Urne.
27:18Das ist aber keine gesunde Einstellung.
27:21Ich danke Ihnen.
27:22Viel Spaß noch.
27:23Danke.
27:23Ach, äh...
27:25Noch etwas.
27:27Am Montag war Susanne das letzte Mal da.
27:30Ah, ja?
27:31Ich weiß nicht, worum es ging, aber ich habe das Geschrei gehört.
27:36Also die beiden hatten einen Streit?
27:37Offensichtlich.
27:38Und kurz darauf ist Susanne abgerauscht.
27:41Sie hatte so eine Wut im Hausgang, hat sie mich fast umgerannt.
27:47Ja, das war's dann.
27:49Danke.
27:59Herr Reuter, Füßen.
28:01Danke.
28:02Herr Dr. Stein.
28:04Herr Reuter.
28:05Danke, dass Sie sich so kurzfristig zeigten.
28:07Selbstverständlich, Herr Kollege.
28:08Ich habe Ihnen das Testament von Frau von Benzing schon rausgesucht.
28:11Sie hat es vor fünf Jahren bei mir anfertigen und beglaubigen lassen.
28:16Ja, danke.
28:19Also, wir haben das Haus.
28:21Wir haben Schmuck, Goldmünzen, Möbel.
28:24Hoppla.
28:25Die Tochter hat ja nur den Pflichtteil, also die Hälfte.
28:27Frau von Benzing war sehr klar in ihrem Wunsch, das Ehepaar Kowalski und ihre Freundin
28:32Anneliese Niedorf zu begünstigen.
28:34Die haben also praktisch die andere Hälfte des Hauses.
28:47Hey.
28:52Endlich.
28:53Wir hörten hier seit zwei Stunden.
28:56Since two hours.
28:56Sorry, the bus.
29:01Danke.
29:02Wir müssen mit dir reden.
29:05Ja, das verstehe ich auch, Dr.
29:07Wenninger, aber wir ermitteln in einem Mordfall, bei dem Insulin verwendet wurde.
29:11Ah.
29:12Wir haben ein paar Fingerabdrücke im Schlafzimmer der Toten gefunden.
29:15Vom Opfer selbst, logisch.
29:16Von Roman Blau, Susanne von Benzing, den Kowalskis und Anneliese Niedorf.
29:23Und einen, den wir bisher noch nicht zuordnen konnten.
29:25Das könnte die Freundin von Roman Blau sein.
29:27Wir checken das.
29:28Sie behauptet natürlich dasselbe wie er, dass sie nur kurz in seinem Zimmer waren, um sein Handy zu holen.
29:33Deswegen habe ich ihn doch das Schreiben der Staatsanwaltschaft gefaxt.
29:37Hat er das Alibi von Susanne von Benzing schon überprüft?
29:40Ist geplatzt.
29:41Sie war so tatsächlich bei der Weilenlese, hat eine ungewöhnlich lange Mittagspause genommen.
29:45Ah.
29:46Ich habe nur diese eine Frage.
29:47Ja, dann rede ich mal mit dir.
29:49Hat die Patientin Diabetes.
29:50Der macht mich wahnsinnig.
29:52Ja gut, machen Sie das. Und dann melden Sie sich bitte so schnell wie möglich zurück, ja?
29:56Danke, wiederhören.
29:58Diese Ärzte nehmen Ihre Schweigepflicht verdammt ernst.
30:02Naja.
30:10Frau von Benzing!
30:12Entschuldigung, haben Sie noch mal einen Moment für mich?
30:15Tot nach.
30:15Ja, vielen Dank.
30:16Nur 25, danke.
30:22Hallo.
30:23Hallo.
30:24Sehr laut hier. Haben Sie irgendwo eine Ecke vielleicht?
30:26Ja, holen wir.
30:31Ich war hier. Hier habe ich gesessen, in meiner Pause und einen Salat gegessen.
30:36Kann das jemand bezeugen?
30:38Uff, schwierig. Die Kollegen haben selten hier drin zu tun.
30:44Sie wissen, dass Ihre Mutter ein Testament geschrieben hat.
30:47Davon gehe ich aus, ja.
30:49In dem Testament steht, dass Sie den Pflichtteil bekommen.
30:52Die Kowalskis und Frau Niederhoff bekommen die Hälfte des Hauses.
30:56Ja, das ist typisch für Sie.
31:00Wie meinen Sie das?
31:03Dieses verfluchte Haus war Ihre Macht.
31:06Tu dies, tu das, tu was ich will. Du willst doch erben.
31:09Immer solche Anspielungen.
31:10Ihr habt das gehasst.
31:12Aber eigentlich haben Sie doch ein gutes Verhältnis, oder?
31:17Ich war nicht gut genug für meine Mutter.
31:23Winzerin, angestellt.
31:24Da macht man sich doch die Hände dreckig.
31:27Unwürdig.
31:28Jura oder sowas, das hätte ihr gefallen.
31:33Vor drei Tagen soll es einen Streit zwischen Ihnen gegeben haben.
31:38Meine Kinder studieren.
31:40Beide.
31:41Finanziell kann ich mir das kaum leisten.
31:43Diesen Studenten, den hält sie ja aus.
31:45Meine Kinder kriegen nichts.
31:47Haben Sie Ihrer Mutter um Unterstützung gebeten?
31:49Ja.
31:49Aber darauf habe ich nur gehört.
31:51Ich habe dich auch alleine großgekriegt.
31:52Sieh zu.
31:54Ja, ich kann verstehen, dass sie das wütend gemacht hat.
31:57Jedem hat sie geholfen.
31:58Jedem.
31:59Nur mir und meinen Kindern nicht.
32:01Aber ich bin ja selbst schuld.
32:10Frau von Wenzin, was Sie hier gerade alles erzählen, das klingt wie ein gutes Motiv.
32:18Ja, ich hatte ein gutes Motiv gehabt.
32:22Wissen Sie, wie oft ich gedacht habe, ich bring dich um.
32:25Ich erwürge dich, ich vergifte dich.
32:28Für deine Lieblosigkeit.
32:30Für deine Härte.
32:32Für deine ständige Kritik.
32:36Aber ich habe Kinder.
32:38Soll ich denen in die Augen schauen und sagen, hey, ich habe Omi umgebracht?
32:43Dann doch lieber Selbstmord.
32:46Aber ist das eine Lösung?
32:50Sagen Sie es mir.
32:56Sie wollen wissen, wo ich war?
32:58Ja.
33:02Ich war bei meinem Therapeuten.
33:04Um zu verhindern, dass ich meine Mutter umbringe.
33:06Oder mich.
33:16Geben Sie mir bitte die Nummer Ihres Therapeuten, ja?
33:24Ich glaube, Ihre Mutter hat sie geliebt.
33:25Sie war noch nicht so sonderlich gut darin, das zu zeigen.
33:34Ich muss dann.
33:36Ach, noch eins.
33:39Erkennen Sie das?
33:42Nein, nie gesehen.
33:44Das ist nicht von Ihrer Mutter?
33:46Nein. Meine Mutter trug ausschließlich selber.
33:53Danke.
33:56Hallo Kerstin, was gibt's?
33:58Die Unibibliothek hat seit zwei Tagen gegen Bestandsrevision geschlossen.
34:02So viel zum Alibi von Roman und Julia.
34:05Ist Julia Binder inzwischen aufgetrieben?
34:06Ja, wir haben hier gerade die Fingerabdrücke abgenommen.
34:09Rate?
34:09Sie war im Zimmer von Frau von Bensingen.
34:11Bingo.
34:12Gut, ich besorge einen Durchsuchungsbeschluss für das Zimmer von Roman Blau.
34:15Und mit Frau Binder möchte ich bitte sprechen.
34:17Okay.
34:17Kerstin, noch was. Ich schicke da gleich eine Nummer.
34:19Das ist der Therapeut von Susanne von Bensing.
34:21Klärt bitte, ob sie zur Tatzeit bei ihm war.
34:24Gut, das machen wir dann später.
34:28Was soll das?
34:31Damit dürfen wir Ihr Zimmer durchsuchen.
34:40Da können Sie lang suchen, da ist nichts.
34:42Davon überzeugen wir uns lieber selbst.
34:49Sie waren gestern nicht in der Bibliothek.
34:51Willkommen Sie doch.
34:52Die hat seit zwei Tagen zu.
34:54Habe ich verwechselt. Ich war im Institut.
34:56Aha.
34:58Wie wär's mal mit der Wahrheit?
34:59Jeder kann sich mal irren.
35:01Wo waren Sie gestern Mittag?
35:03Am Institut.
35:05Was haben wir denn da?
35:12Hey, halt!
35:14Halt!
35:22Hey!
35:36Bleib still!
35:44Was soll der?
35:46Ganz ruhig, ruhig.
35:53Frau Binder, kommen Sie rein.
35:56Nehmen Sie Platz.
36:01Möchten Sie Kaffee oder ein Wasser?
36:02Ich hätte gern Wasser, bitte.
36:04Gerne.
36:08Sie studieren Medizin?
36:11Ja.
36:13Wie sind Sie darauf gekommen?
36:16Ich meine, was reizt Sie an Ihrem Beruf?
36:20Ich will Menschen helfen.
36:24Haben Sie schon mal im medizinischen Bereich gearbeitet?
36:27Ich habe ein freiwilliges Soziales Jahr in der Klinik gemacht.
36:31Und ich war drei Monate in der Krankenstation in Tansania.
36:34Ah!
36:36Sie meinen es ja richtig ernst mit Ihrem Traumberuf, ne?
36:40Dann wissen Sie sicher auch, wie schwierig es ist, eine Stelle zu finden.
36:45Mit einer Vorstrafe.
36:49Wieso Vorstrafe jetzt?
36:52Roman hat nichts gemacht und ich auch nicht.
36:53Mit falschen Angaben behindern Sie unsere Ermittlungen.
37:09Die hat mir jemand untergeschoben.
37:11Ein Wohltäter oder was?
37:13Diese Münzen haben Sie bei Frau Benzing aus dem Schrank geklaut.
37:17Wir haben Ihre Fingerabdrücke da gefunden.
37:20Okay, ich habe nach dem Gold gesucht, aber es war nicht mehr da.
37:25Wann haben Sie danach gesucht?
37:27Gestern Mittag.
37:27Wann genau?
37:28Keine Ahnung. 13, 14 Uhr.
37:30Ihre Freundin, war die zufälligerweise dabei?
37:33Nein.
37:35Sicher?
37:38Weil...
37:40Ihre Fingerabdrücke haben wir auch da gefunden.
37:45Frau Binder,
37:47nehmen wir doch einfach mal an,
37:48Sie hätten wirklich nichts mit dem Mord zu tun.
37:50Und nehmen wir mal weiter an,
37:52Sie hätten diese Goldmünzen nicht geklaut.
37:56Warum lügen Sie dann?
38:07Mit Ihrem Schweigen
38:09bringen Sie Ihren Freund Roman in eine schwierige Situation.
38:12Ist Ihnen das klar?
38:17Hören Sie, ich weiß, dass Roman mit dem Mord nichts zu tun hat.
38:20Dann reden Sie.
38:22Ich muss sonst ein Ermittlungsverfahren gegen Ihren Freund eröffnen
38:25wegen Raubmordes.
38:30Also, was ist gestern passiert?
38:35Vielleicht war sie kurz da.
38:37Vielleicht.
38:39Vielleicht.
38:40Vielleicht hat es Ihnen aber auch geholfen,
38:42Frau von Benzing zu töten,
38:43um sie danach auszurauben.
38:44Ich habe sie nicht umgebracht.
38:48Sie war schon tot.
38:51Also, es gibt da jemanden, dem ich...
38:53dem wir helfen.
38:56Sie ist nach Deutschland geflüchtet
38:57und lebt jetzt illegal hier.
38:59Roman und ich waren mit ihr zusammen bei mir.
39:01Sie schuldet einem Schlepper Geld und...
39:04der macht jetzt richtig Stress.
39:06Wir wollen ja helfen, aber wir haben nicht so viel.
39:08Also wollten wir Frau von Benzing fragen, ob sie uns hilft.
39:12Sie ist großzügig und sie mochte Roman.
39:17Wir sind so um eins zu ihr, aber...
39:19als wir da ankamen, lag sie tot im Bett.
39:23Das war sicher ein Schock für Sie, hm?
39:26Ja.
39:28Auf der anderen Seite ist sie eine alte Frau.
39:30Da stirbt man halt irgendwann.
39:32Ich wusste von den Goldmünzen.
39:34Und sie hätte uns das Geld eh gegeben.
39:38Wir haben das Zimmer nach den Goldmünzen durchsucht, aber...
39:41die waren verschwunden.
39:43Das schwöre ich. Die waren einfach weg.
39:46Dann lassen Sie mich noch mal ganz kurz zusammenfassen, ja?
39:50Sie waren mit Ihrer Freundin bei Frau Benzing im Schlafzimmer, richtig?
39:53Und dann haben Sie sie da bereits tot in ihrem Bett liegen sehen.
39:56Und Sie sind nicht auf die Idee gekommen, die Polizei oder einen Arzt zu rufen?
40:00Sie haben nur nach diesen Münzen gesucht, die Sie aber nicht gefunden haben,
40:03weil die ja schon von ganz alleine Zauberei in einen Schrank in ihrem Zimmer gewandert waren.
40:08Sie wollen mir das unterschieben.
40:09Sie wollen mir das alles unterschieben. Ich... ich sag nichts mehr.
40:12Ich will einen Anwalt.
40:15Den werden Sie brauchen.
40:28Roman Blau und seine Freundin Julia Binder sind die einzigen beiden ohne Alibi.
40:32Bei ihm haben wir die Goldmünzen gefunden.
40:34Und am Tatort sind überall Fingerabdrücke von den beiden.
40:36Ach ja, und die Afrikanerin, die sie jetzt auf einmal aus dem Hut zerbern,
40:39könnte genauso gut ein Motiv für den Raubmord sein.
40:42Sie haben Kohle gebraucht, die von Benzing hat Ihnen nichts gegeben,
40:45dann haben Sie sie aus dem Weg gerannt.
40:46Da muss doch nur eins und eins zusammenzählen.
40:48Ja, vielleicht.
40:49Vielleicht?
40:52Bernd, langweilst du dich?
40:54Nö.
40:56Gibt's was Neues in Sachen Insulin?
40:58Nein.
41:09Okay.
41:23Hier.
41:24Der lag heute bei uns in der Post.
41:27Ich hab ihn gerade auf den Tisch gekriegt.
41:34Das ist ein Ding.
41:37Sie wollte das Testament ändern und Roman Blau begünstigen. Das ändert ja alles.
41:41Ich will dem Nachlassgericht nicht vorgreifen, aber nach meiner Einschätzung erfüllt dieser Brief
41:46alle juristischen Kriterien einer letztwilligen Verfolgung.
41:48Ja, womit das bisherige Testament hinfällig wäre.
41:51Ja.
41:54Na, stellt sich natürlich die Frage, hat sie den Brief freiwillig geschrieben oder hat der Mörder Sie dazu gezwungen?
41:59Das wiederum ist Ihr Zuständigkeitsbereich, Herr Kollege.
42:04Na, das passt doch. Romeo und Julia zwingen Frau von Benzing erst diesen Brief zu schreiben, dann hält er sie
42:09fest, sie setzt die Spritze und zu guter Letzt rauben sie sie auch noch aus.
42:14Möglich.
42:15Möglich.
42:17Hundertprozentig, hm?
42:19Möglich ist aber auch, dass Roman Blau kein Börder ist, sondern ein Dieb.
42:22Herr Reuter, das halbe Wohnhaus, was er jetzt erbt, ist mehrere Millionen wert.
42:26Ja, aber wusste er von dem Testament?
42:30Vielleicht hat er sich auch ganz gezielt an die Hausbesitzerin rangemacht.
42:34Jetzt haust du ihm so einen Plan zu?
42:35Warum nicht?
42:36Außerdem studiert er Medizin und kommt ganz sicher an Insulin ran.
42:41Das Insulin, ja.
42:45Na komm, wir machen morgen weiter, ja?
42:47Gute Nacht.
42:51Gute Nacht.
42:58Gute Nacht.
43:22Gute Nacht.
43:25Danke. Hallo.
43:34Robin.
43:36Ah, super, Sir. Danke dir.
43:39Es gibt übrigens noch eine Möglichkeit. Roman Blau hat die Benzing um...
43:44Guten Morgen erst mal.
43:46Also, Roman Blau hat die Benzing umgebracht, ohne dass seine Freundin was davon wusste.
43:51Aber auf dem Brief gibt es keine Spuren von Roman.
43:54Wenn ihr ausgetrunken habt, fahren wir, ja?
43:56Äh, wohin?
43:57Wir machen jetzt den Sack zu. Bei Roman Blau oder was?
44:00Peter Kowalski ist Diabetiker.
44:02Was? Woher weißt du das denn?
44:03Ich hatte ein wirklich nettes Gespräch mit meiner Lieblingsapothekerin.
44:08Kommt ihr?
44:11Ja.
44:15Herr Kowalski, Sie sind doch Diabetiker, richtig?
44:19Ja. Und?
44:20Frau von Benzing wurde mit einer Überdosis Insulin umgebracht.
44:23Ach, da kommt man schon ins Grübeln, oder?
44:25Damit habe ich nichts zu tun.
44:27Wo bewahren Sie denn Ihre Medikamente auf, hier in der Wohnung?
44:30Klar, ich brauche sie ja jeden Tag.
44:34Wissen Sie, dass Frau von Benzing Ihr Testament ändern wollte?
44:38Nein.
44:40Zu Ihren Ungunsten?
44:43Woher soll ich das wissen?
44:44Hm.
44:46Die schöne Wohnung hier, in der Sie seit 20 Jahren wohnen und die Ihnen Frau von Benzing versprochen hat?
44:52Das wissen Sie doch, dass Sie und Ihre Frau die Wohnung erben sollten.
44:56Ja, so war das abgesprochen.
44:57Ach, es gab eine Vereinbarung?
44:59Ich habe das Haus praktisch alleine renoviert.
45:01Und die Hausmeisterarbeit machen wir fast umsonst.
45:03Dafür sollten wir die Wohnung kriegen.
45:06Und dann bricht Frau von Benzing auf einmal diese Abmachung.
45:09Nicht schön, hm?
45:12Ja, guck mal, das geht. Das ist ein Mordmotiv.
45:15Die Vermieterin umbringen, bevor sie das Testament ändern kann.
45:19Und alles so aussehen lassen, als sei es ein Herzanfall nach einer aufregenden Nacht.
45:29Nein, nein, nein, nein, nein, nein. Sie bleiben auch schon hier.
45:39Sie können ja jetzt nicht rein, Frau Kowalski.
45:42Ich will zu meinem Mann.
45:43Der spricht mit dem Staatsanwalt.
45:45Ist was passiert?
45:47Lassen Sie uns doch ein bisschen hier draußen warten.
45:50Die Frau von Benzing konnte sehr böse sein.
45:54Eine hinterhältige, fiese Frau.
45:56Das stimmt nicht.
45:58Na, es hat doch auch keiner mit ihr ausgehalten.
46:00Ich bin sehr gut mit ihr ausgekommen.
46:02Ja?
46:05Erzählen Sie mal.
46:07Wir brauchten uns, wir haben uns blind vertraut.
46:10Sowas wächst über die Jahre.
46:11Blind vertraut?
46:12Ja, Sie haben ja auch gesagt, sie war wie eine Mutter für Sie.
46:16Wenn ich sie brauchte, war sie für mich da.
46:18Wann haben Sie sie dann gebraucht?
46:21Vor acht Jahren.
46:22Da war ich sehr krank, da hat sie die Behandlung bezahlt.
46:25Waren Sie da, als Frau von Benzing Sie brauchte?
46:30Waren Sie da, als sie um ihr Leben kämpfte?
46:43Es tut mir leid.
46:48Es tut mir leid.
46:57Ich will zu meiner Frau.
47:00Was tut Ihnen leid?
47:06Sie hat es Anneliese erzählt.
47:12Das wird im Testament.
47:13Das wird im Testament.
47:17Und dass sie es ändern will.
47:23Das...
47:23Das wollten wir...
47:25Das wollte ich verhindern.
47:28Anneliese Niedorf, Ihre Frau und Sie wussten also, dass Frau von Benzing Roman Blau begünstigen wollte.
47:32Richtig.
47:34Und um das zu verhindern, haben Sie sie umgebracht.
47:40Richtig.
47:43Richtig.
47:43Richtig.
47:47Richtig.
47:59Richtig.
48:02Richtig.
48:03Vielleicht hast du noch mal Frau Niedorf gefragt.
48:05Wieso?
48:06Was meinst du?
48:08Irgendwie stört er nicht.
48:11Soll ich sie holen?
48:13Nee, nee, nee.
48:14Die drei dürfen sich jetzt nicht abspringen.
48:18Gut, dann bleib ich hier und achte darauf, dass er nicht mit seiner Frau spricht.
48:21Hm.
48:23Lassen Sie uns doch noch mal über Mittwochmittag reden.
48:26Ja.
48:27Sie haben ja ausgesagt, dass Herr und Frau Kowalski bei Ihnen waren.
48:31Ja. Ich habe gekocht, Kohlerouladen. Peter liebt sie.
48:35Und dann haben wir Karten gespielt.
48:38Wir sind absolute Gewohnheitstiere. Wir machen das jeden Mittwoch.
48:42Und Peter Kowalski war die ganze Zeit dabei?
48:45Natürlich. Vielleicht war er mal kurz auf Toilette.
48:49Wie kurz denn?
48:52Nein. Keine Ahnung. Nein. Er war überhaupt nicht auf der Toilette.
48:58Wir haben gegessen, geplaudert und gespielt.
49:05Er sagt was anderes.
49:07Was denn?
49:09Wissen Sie, dass Frau von Bensing das Testament geändert hat?
49:13Es hat sie nicht. Sie haben es doch selbst gelesen.
49:16Und wir haben auch ihren Widerruf gelesen.
49:19Ein Widerruf.
49:22Frau Niedorf, Ihre Freundin wird Ihnen doch von Ihren Plänen erzählt haben.
49:26Nein.
49:28Herr Kowalski hat eben gesagt, dass...
49:30Das will ich mir schon wissen.
49:37Haben Sie Frau von Bensing selbst getötet oder haben Sie sie töten lassen?
49:43Das ist absurd.
49:45Herr Reuter, das muss ich mir nicht vorwerfen lassen.
49:48Sie müssen nichts dazu sagen, aber anhören müssen Sie sich das schon.
49:53Warum haben Sie Peter Kowalski ein falsches Alibi gegeben?
49:56Das habe ich nicht. Ich habe Ihnen doch gesagt...
49:57Er hat ausgesagt, dass er zur Tatzeit nicht bei Ihnen war.
50:00Er war hier im Zimmer von Frau Bensing.
50:02Das ist ja noch schöner.
50:03Er hat ausgesagt, dass er hier war, um zu verhindern, dass Ihr Testament geändert wird.
50:08Das Testament, das Sie und die Kowalskis begünstigen sollten.
50:10Und darum...
50:13...habe ich ja Sie umgebracht.
50:19Das habe ich nicht gewusst.
50:24Wenn das so ist, dann...
50:27...ich habe ihm nur einen Gefallen getan.
50:30Was denn für ein Gefallen?
50:33Er hat gesagt...
50:36Ich war bei dir.
50:38Wie immer.
50:39Klar?
50:42Dann habe ich gesagt, er war bei mir.
50:45Wie immer.
50:48Sie bestätigen also, dass Peter Kowalski zu Tatzeit nicht bei Ihnen war?
50:54Ja, das bestätige ich.
51:01Sie warten bitte einen Moment hierhin.
51:22Gernst du, ich möchte mit allen dreien sprechen.
51:23Bringst du die Kowalskis hoch?
51:25Gut, danke.
51:33Ich weiß nicht, was das soll.
51:35Setzen Sie sich doch erst mal.
51:36Warten Sie es bitte ab, Frau Niedorf.
51:38Ella.
51:39Herr Kowalski, es wäre fein, wenn Sie sich nicht einmischen würden.
51:42Was hat mein Mann Ihnen erzählt?
51:43Aber ist das Ihrs, Frau?
51:43Herr Kowalski?
51:48Ihr Mann und Frau Niedorf waren so freundlich, uns alles zu erzählen.
51:51Und jetzt werden wir natürlich gern Ihre Version hören.
51:55Ich weiß nichts.
51:58Gut.
51:59Dann machen wir doch einfach bei Ihnen weiter.
52:02Sie haben also Frau von Bensing das Insulin verabreicht, als die beiden Damen bei Frau Niedorf
52:07essen waren, richtig?
52:08Ja.
52:09Wie haben Sie das Insulin gespritzt?
52:12In den Oberschenkel, wie immer.
52:14Die Einstiche waren im Arm?
52:16Ja, im Oberarm.
52:18Das habe ich verwechselt.
52:19Womit?
52:19Mit mir.
52:24Ich bin durcheinander.
52:26Sie haben also das Insulin in den Oberarm injiziert.
52:29Hat sich Frau von Bensing gewehrt?
52:31Nein.
52:32Doch.
52:33Ich weiß nicht.
52:34Sie ist eingeschlafen.
52:34Ich meine, als Sie sie festgehalten haben, hat sie sich da gewehrt?
52:39Ja, vielleicht ein bisschen.
52:41Vielleicht.
52:44Der Blecker hat sich.
52:46Oder Sie wissen es einfach nicht.
52:49Und Sie, Frau Kowalski, wissen es auch nicht.
52:51Aber vielleicht kann ich Ihnen helfen.
52:52Schauen Sie mal.
52:55Dieses Kettchen haben wir unter dem Bett von Frau von Benson gefunden.
53:02Das habe ich beim Putzen verloren.
53:04Lassen Sie mich eins klarstellen.
53:07Sie müssen hier nichts aussagen, was gegen Sie verwendet werden kann.
53:12Haben Sie das verstanden?
53:14Ja.
53:15Gut.
53:17Zum Glück gibt es die Sprache der Indizien.
53:19Und diese Sprache verstehen wir sehr gut.
53:21Wir können also den Tathergang auch ohne Ihre Mithilfe rekonstruieren.
53:27Anhand der Spuren.
53:29Schritt für Schritt.
53:31Herrchen für Herrchen und Faser für Faser.
53:36Und dann wird es einen langen Indizienprozess geben.
53:38Und am Ende des Tages wird ein Gericht den Schuldigen bestrafen.
53:42Punkt.
53:43So einfach ist das.
53:45Sag nichts.
53:47Frau Kowalski,
53:50an diesem Kettchen werden wir Ihre Spuren finden.
53:53Klar, es ist ja auch Ihr Kettchen.
53:56Aber wir werden auch Spuren von Frau von Benson finden.
53:59Weil sie sich gewehrt hat.
54:01Weil sie es Ihnen vom Handgelenk gerissen hat,
54:03als sie um Ihr Leben kämpfte.
54:12Seit fast 20 Jahren haben Sie für Frau von Benson gearbeitet.
54:15Weil Frau Benson Ihnen ein Erbe versprochen hatte, die Wohnung.
54:18Und dann taucht auf einmal dieser Student auf und nimmt Ihnen alles weg.
54:22Da mussten Sie doch handeln.
54:24Ich glaube, Sie sind eine Frau,
54:26die gewohnt ist, die Dinge in die Hand zu nehmen.
54:28Haben Sie das getan?
54:30Haben Sie, Frau von Benson, die Spritze gegeben?
54:36Oder war es Frau nie darauf?
54:44Jetzt haben wir das beendet hier!
54:46Jetzt haben wir das beendet!
54:47Halte mich!
54:49Jetzt haben Sie die Spritze gegeben.
55:11Ich möchte ein umfassendes Geständnis ablegen.
55:14Gut.
55:16Kommen Sie.
55:23Sie haben also Frau von Benson die Spritze gegeben, richtig?
55:31Ja.
55:33Wo war Ihr Mann zu diesem Zeitpunkt?
55:36Unten.
55:37Er hat Kohlrouladen gegessen.
55:42Er war also nicht anwesend?
55:44Nein.
55:46Anneliese und ich, wir haben das alleine erledigt.
55:55Weißt du was mit den Goldmünzen?
55:58Die habe ich in Romans Zimmer versteckt.
56:02Wusste Roman Blau von diesem Testament?
56:05Natürlich nicht.
56:07Sollte er die große Überraschung für Bettinas Liebling werden?
56:12Er wusste von überhaupt nichts.
56:15Er hatte überhaupt keine Ahnung von unserer Hausgemeinschaft.
56:19Aber Bettina, die wusste Bescheid.
56:24Die kannte unsere Abmachung.
56:27Und sie hat sie einfach ignoriert.
56:30An diesem blöden Studenten.
56:34Wenn er nicht gewesen wäre,
56:38dann wäre unser Leben jetzt nicht ruiniert.
56:43Wissen Sie, was ich denke?
56:46Roman Blau hat Frau von Benson eine Menge Freude bereitet.
56:50Und dieses Glück haben sie ihr nicht gegönnt.
57:28Tolle Nachbarschaft.
57:31Ja.
57:33Na dann.
57:35Na dann.
57:38Na dann.
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