- vor 20 Stunden
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SpaßTranskript
00:00Musik
00:47Liebe Freunde der Sektkellerei Rose, ich präsentiere Ihnen die erste Sektkreation meiner Tochter.
01:03Danke Mutter, ich bin stolz in deine Fußstöpfung zu treten.
01:07Unser Erfolg ruht natürlich auch auf den Schultern meines Vaters Richard und meiner Schwester Charlotte, die unseren heutigen Abend gestaltet
01:13haben.
01:14Danke, dass ihr einen so talentierten und vor allem charmanten Musiker engagiert habt.
01:19Darf ich vorstellen, Luis Brenner.
01:27Ruhe Amélie.
01:29Applaus
01:29Ruhe Amélie
01:45Ruhe Amélie
02:03Danke für das Lied. Wann hast du es komponiert?
02:06Na ja, ich hatte viel Zeit während der Therapie.
02:10Ruhe Amélie
02:10Dann hat es sich ja doppelt gelohnt.
02:13Es wird noch eine Weile dauern, glaube ich. Ist das schlimm?
02:16Hm? Darf ich das Cabrio nehmen?
02:19Natürlich. Kann doch nicht alles so passen.
02:25Amélie! Da steckst du!
02:35Ich bin doch dabei.
02:38Ich bin doch in der fürchten Kostocke.
02:39gonna, aber ich bin dochины.
02:45Und dann bin doch ich in der Kostocke.
02:45Schöpfe.
02:46Ich bin doch oder nicht.
02:47Ich bin doch bei der Kostocke.
02:47Ich bin doch auch mit der Kostocke.
02:47Beide.
02:48Ich bin doch auf.
02:48Ich bin doch.
02:53Ja, bis dahin.
02:54Ich bin doch calculated.
03:09Hallo?
03:39Das war mein romantisches Wochenende.
03:42Und bei dir?
03:45Bereitschaftsdienst, zwei Tötungsdelikte, eine Messerstecherei, auch sehr romantisch.
03:50Guten Morgen zusammen.
03:52Guten Morgen, Bern.
03:53Hallo.
03:55Unnatürlicher Fenstersturz.
03:57Liegt schon eine ganze Weile hier.
03:59Der Mann heißt Luis Brenner.
04:01Er wohnte da ganz oben in der Wohnung.
04:03Die Bedienung von der Kneipe hat ihn gefunden.
04:08Haben Sie schon was vor der Kneipe?
04:10Ja.
04:11Verletzungen an den Finger gucken und Fingernägeln.
04:14Sehen Sie hier?
04:15Sieht so aus, als hätte er sich irgendwo festgekrallt.
04:19Ich geh mal hoch.
04:20Da geht's lang.
04:21Danke.
04:23Guten Morgen.
04:53Er muss sich gebärt haben.
04:55Er muss sich gebärt haben.
04:59Du ist Brenner.
05:05Eindeutig ein Tötungsdelikt.
05:07Beziehungsklar?
05:10Vielleicht.
05:11Bis später, ja.
05:12Bis später.
05:37Bis später.
05:38Der Mann sah wieder aus wie Sau hier.
05:40Das stimmt doch gar nicht.
05:40Ich hab gestern Abend noch aufgeräumt.
05:43Gläser stehen rum, Flaschen, das nennst du aufräumen?
05:46Ich hab gewischt wie immer.
05:48Und dann lag er da.
05:50Mein bester Freund war das.
05:52Wer hat meine Band zusammen?
05:55Wo ist denn denn los?
05:57Ist Ihnen sonst irgendwas Ungewöhnliches aufgefallen?
05:59Nein.
06:00Ja.
06:01Die Kleine war wieder da.
06:03Die Kleine?
06:04Ja, keine 20, schätze ich.
06:06Die war hier in den letzten Tagen öfters.
06:08Wo genau?
06:10Na, direkt da.
06:11Im Treppenhaus.
06:12Ich zeig's Ihnen.
06:18Und Sie sind also auch Musiker?
06:21Ich?
06:23Nee.
06:25Du musst der Realität ins Auge sehen.
06:27Zu faul für Klassik, zu schlecht für Jazz.
06:30Und Luis Brenner war erfolgreich?
06:33Erfolgreich?
06:34Brotlos.
06:37Spitzentrompeter.
06:39Aber es hilft dir heute eben auch nicht mehr.
06:42Und wovon hat er gelebt?
06:45Zuletzt von seiner Frau.
06:46Davor von mir.
06:48Ich hab ihn die Wohnung besorgt, ihn durchgefüttert.
06:50Und seine Frau, wo finde ich die?
06:54Sagen Sie, Sie wissen gar nicht, wer Luis Brenner ist, oder?
06:56Tut mir leid, aber mit Trompetern kenne ich mich nicht so aus.
06:59Aber Amelie Rose?
07:00Rose?
07:01Rose.
07:03Rose Sekt.
07:04Genau die.
07:05Ah.
07:07Die beiden sind verheiratet.
07:08Sagen Sie, Amelie Rose wohnt hier auch oben?
07:11Wie?
07:12Nee, die waren nur ein paar mal hier.
07:14Die ist viel zu ete-petete.
07:34Ja.
07:36Ja.
07:41Hauptkommissarin, klar, das ist mein Kollege Schubert.
07:43Was ist denn?
07:45Ich muss Ihnen leider mitteilen, dass Ihr Mann heute morgen tot aufgefunden wurde.
07:49Er lag im Hinterhof, ist aus dem Fenster seiner Wohnung gestürzt.
07:53Besser gesagt, er...
08:03Was machst du da?
08:05Ich rufe Luis an.
08:06Das kann doch nicht sein.
08:10Ich rufe besser einen Arzt.
08:16Ich habe aber auch noch Fragen an Sie.
08:18Ja, Fragen habe ich auch.
08:20Jede Menge.
08:21Und eigentlich die ganze Familie hier?
08:23Ist ja genug Platz.
08:25Puh.
08:25Allerdings.
08:27Aber Luis Brenner, Ihr Schwager, der hat doch hier nicht gewohnt.
08:32Wenn Amelie zu Hause war, schon.
08:34Sonst hätte er hier nur rumge...
08:37Rumgegammelt?
08:38Der war doch Berufsmusiker.
08:40Genau.
08:40Der musste ja auch sein Instrument üben.
08:42Das hat er bei sich gemacht, in seiner Bude, wo sie ihn gefunden haben.
08:57Luis ist tot.
08:58Was?
09:00Was?
09:03Das ist ja schrecklich.
09:06Ihr weißt, Amelie...
09:08Ich glaube, ich...
09:10Ich frage mal nach ihr.
09:12Meine Kollegin ist bei ihr.
09:14Das ist Herr Schubert.
09:16Kripo Wiesbaden.
09:17Kriminalpolizei.
09:18Wir gehen davon aus, dass Ihr Schwiegerson ermordet wurde.
09:23Ach, der tut doch keinem was.
09:26Mich interessiert, wer Ihnen was getan hat.
09:29Wann haben Sie ihn denn das letzte Mal...
09:30Also wir waren es jedenfalls nicht...
09:34Wir hatten bis in die frühen Morgenstunden Gäste.
09:36Ja, bei uns war gestern eine Jahrgangspräsentation.
09:38Das ist immer ein Riesenevent.
09:39Mhm.
09:41Und Luis Brenner war da auch dabei?
09:43Ja, natürlich.
09:44Er hat hier ein kleines Konzert gegeben.
09:48Danach habe ich ihn allerdings nicht mehr gesehen.
09:50Du?
09:52Nein.
09:54Aber ich?
09:56Das war so gegen halb sieben, dass er weggefahren hat.
09:58Hat sich noch ein Auto von uns ausgeliehen.
10:00Warum hat er denn die Party so früh verlassen?
10:02Amelie hat Besuch aus der Champagne.
10:04Sie hat den Reims bei Flaubert gelernt.
10:07Mit denen hat sie den Abend verbracht.
10:09Da wäre Luis nur ein Fremdkörper gewesen.
10:12Hm.
10:13Und was hat der Fremdkörper nach dem Konzert hier so gemacht?
10:18Keine Ahnung.
10:19Also mein Vater und ich, wir leiten den Eventbereich.
10:21Wir hatten alle Hände voll zu tun.
10:25Sie haben also alle keine Ahnung?
10:27Nein.
10:30Gut.
10:31Dann werde ich mich wohl an Ihre Gäste wenden müssen.
10:33Schönen Tag noch.
10:34Ach Charlotte, entschuldigen Sie.
10:35Gib doch dem Herrn etwas von diesem Video Zeugs mit, das wir da gestern gemacht haben.
10:39Ja, richtig.
10:41Ich frage gerade bei der Agentur nach.
10:45Auf Wiedersehen.
10:47Auf Wiedersehen.
10:48Auf Wiedersehen.
10:52Richard, ich glaube es ist Zeit für eine Flasche von dem 86er Brut Rosé.
10:58Ja, Sherry.
10:59Das ist eine hervorragende Idee.
11:01Bleib sitzen.
11:18Hallo, Bengt.
11:20Hallo.
11:21Na, wie war es bei Familie Rose?
11:23Schönes Anwesen.
11:25Rheingauer Traditionshaus.
11:27Wohl eher ein Eiskenner.
11:29Keiner trauert?
11:31Na ja, also seine Frau Amelie Rose schon.
11:34Ich frage mich eh, wie die Familie wohl auf Louis Brenner reagiert hat.
11:38Er ist ein ziemlich schillerner Typ, als Musiker keine große Karriere.
11:41Also große Auftritte hatte er nur in Polizeiregien.
11:44Wie, er ist vorbestraft?
11:45Nein, nichts gravierendes, aber schon die eine oder andere Nacht in der Aussichtungszelle.
11:50Das wird den Roses nicht besonders gefallen haben.
11:54Habt ihr einen Anfangsverdacht gegen jemanden aus der Familie?
11:57Nein.
11:58Die haben gestern alle ihre Jahrgangspräsentationen gefeiert.
12:01Amelie Rose war mit ihren Kollegen aus Frankreich zusammen.
12:04Und Schwester Charlotte hatte alle Hände voll mit diesem Event zu tun.
12:07Alle waren wohl bis in die frühen Morgenstunden beschäftigt.
12:11Und der Herr Schwigerson hat nicht mitgefeiert?
12:25Erklären Sie bitte schon.
12:28Solange Amelie ausfällt, da passiert ja erst mal nichts.
12:33Sagen Sie, die Moosmeyeräcker in die überschüssigen 150 Kisten wieder abholen.
12:36Ja, bitte sehr.
12:40Guten Tag.
12:41Frau Rose?
12:42Ja.
12:43Guten Tag heute, Herr Staatsanwaltschaft Wiesbaden.
12:45Wenn Sie zu Amelie wollen, die ist zu Hause.
12:47Danke, aber ich wollte vorher kurz bitten.
12:48Nein, tut mir leid, ich habe jetzt wirklich keine Zeit.
12:51Wenn Amelie ausfällt, muss ich für sie einspringen.
12:54Ich kann Ihnen nicht helfen.
12:55Ach, Frau Rose, das können Sie.
13:08Oh, beeindruckend.
13:10Ja, seit Urzeiten sitzt unsere Firma.
13:13Und seit drei Generationen in der Hand von Frauen.
13:16Sekt ist Frauensache, hat meine Großmutter immer gesagt.
13:20Wie hat sich denn Ihr Schwiegersohn in diese Tradition eingefügt?
13:25Hä, gut.
13:26Warum fragen Sie?
13:28Hat er manchmal zu viel getrunken?
13:31Ach, das hatte Amelie im Griff.
13:35Könnte es sein, dass er bei der Präsentation ein bisschen zu tief ins Glas geschaut hat?
13:40Ach, das war eine Jahrgangspräsentation und kein Besäufnis.
13:44Das beantwortete meine Frage aber nicht.
13:47Unsere Familie macht seit 130 Jahren Sekt.
13:50Wer damit nicht zurechtkommt, der gehört nicht dazu.
13:54Bemerkenswerte Einstellung.
14:13Das ist der Herr Oberstaatsanwalt Reuter.
14:17Guten Tag.
14:18Guten Tag.
14:19Ach, Frau Rose, haben Sie es geschafft, das Videomaterial zu besorgen?
14:22Mach ich gleich.
14:23Danke.
14:26Gehen wir ein paar Schritte?
14:34Sein Alkoholproblem war mir egal.
14:36Für mich war Luis.
14:37Was?
14:38Die große Liebe?
14:39Die erste große Liebe.
14:46Sie sollen ja von Ihrer Mutter die Firmleitung übernehmen.
14:49Eigentlich wird Charlie das machen sollen, sie ist die Ältere.
14:54Aber...
14:54Aber?
14:54Egal.
14:57Dann kam plötzlich Luis in mein Leben und...
15:02Alles hat sich verändert.
15:06Du hast doch nichts damit zu tun, oder?
15:09Nein.
15:12Vielleicht.
15:17Ihre Mutter war das sicher nicht so einfach, oder?
15:20Es war ein Altraum für sie.
15:21Aber sie hat mir das verziehen.
15:24Sie verzeiht mir alles, solange ich funktioniere.
15:27Auf die Beziehung?
15:29Ich habe ihr geschworen, aus Luis einen besseren Menschen zu machen.
15:32Und was ich verspreche, das halte ich auch.
15:35Der Entzug war nur der erste Schritt.
15:38Entzug?
15:39Ich habe ihn in eine Privatklinik geschleppt.
15:42Bis zu seinem Auftritt sollte er wieder gesund sein.
15:45Und das hat geklappt?
15:46Ja.
15:47Er hat es aus Liebe gemacht.
15:50Herr Reuter?
15:52Das Video!
16:07Und vor allem charmante Musiker engagiert habt.
16:11Darf ich vorstellen?
16:12Luis Brenner.
16:19Ruhe, Amelie.
16:23...
16:52Untertitelung. BR 2018
17:08Willst du dich?
17:09Rein dienstlich. Diese Fachpresse zählt Charlotte und Amelie Rose zu den begehrtesten Junggesellen in Deutschlands.
17:16Aber da hast du dich ganz schön in die Vergangenheit geklickt. Amelie ist doch gar nicht mehr auf dem Markt.
17:20Und Charlotte Rose hatte mal eine ziemlich krasse Partyphase.
17:26Wow, die hotte Charlotte.
17:30München, Ibiza, St. Tropez. Sie hat jeden Hotspot unsicher gemacht.
17:34Ja, irgendwo muss die Kohle ja hin.
17:37Tja, mit Sekt kann man eben ein ganz schönes Vermögen machen.
17:40Mit Musik ist das schon schwieriger.
17:41Ja, ich hab rausbekommen, dass Brenner seine Wohnung nur bekommen hat, weil Dorfmann, der Typ, dem die Kneipe gehört, für
17:47ihn gewirkt hat.
17:48Wahre Liebe gibt's eben nur unter Männern.
17:50Dorfmann musste immer wieder für seine Miete und seine Nebenkosten aufkommen.
17:53Und das Absurde daran ist, dass seine Kneipe kurz vor der Pleite steht.
17:56Aber Moment mal.
17:58Luis Brenner hat doch reich geheiratet.
18:00Der hätte seinem Kumpel doch helfen können.
18:01Auf jeden Fall hat Dorfmann vor zweieinhalb Wochen seine kompletten Mietschulden zurückbezahlt.
18:05In bar.
18:08Todeszeitpunkt zwischen 4 und 5 Uhr.
18:10Laut KTU stammen die Spuren an den Fingern tatsächlich vom Fensterrahmen.
18:14Jemand hat ihn gestoßen.
18:15Er hat versucht, sich festzuhalten.
18:17Das hat nicht geklappt.
18:18Er stürzt rücklings runter und schlägt auf.
18:21Todesursache ist eindeutig die Kopfverletzung.
18:23Er kam vom Weinfest, sagen Sie?
18:27Ja, so ähnlich.
18:28Aber Alkohol soll keine Rolle gespielt haben.
18:31Seine Leber sagt was anderes.
18:33Die erzählt von vielen Weinfesten.
18:35Gut, das kann ja sein.
18:37Aber er kam frisch aus seiner Entziehungskur.
18:39Die war nicht erfolgreich.
18:41Blutalkoholspiegel 3,1 Promille.
18:43Oh.
18:45Er hat über dieser Kneipe gewohnt.
18:49Vielleicht war die Kneipe leer sein Wohnzimmer.
18:52Möglicherweise.
19:15Guten Tag, Frau Rose.
19:17Herr Reuter.
19:18In dem Video von Ihrer Sackpräsentation ist mir aufgefallen, dass Ihr Mann an dem Abend auf diesem Instrument gespielt hat.
19:24Ja, ich habe mich auch gewundert, dass er nicht mit seiner schönen Trompete gespielt hat.
19:27Was wäre das für eine gewesen?
19:29Mein Hochzeitsgeschenk.
19:31Eine ist choreal.
19:33Entschuldigung, ich verstehe es von Trompeten.
19:37Spezialanfertigung Rotgold.
19:38Mit Gravur.
19:41Die scheint aber nicht hier zu sein, oder?
19:44Vielleicht ist sie beim Instrumentenbauer.
19:47Irgendwas war mit den Ventilen, glaube ich.
19:50Was kostet denn so eine Spezialanfertigung?
19:5320.000.
19:55Frau Rose, Sie sollten da nicht runterschauen.
19:59Wie konnte das passieren?
20:01Laut Statistik passieren die meisten Gewalttaten im häuslichen Bereich zwischen Eheleuten.
20:06Wollen Sie damit sagen, ich habe ihn aus dem Fenster geworfen?
20:08Nein, nein, das will ich damit nicht sagen.
20:10Ich habe lediglich eine Statistik zitiert.
20:13Ich habe meinen Mann geliebt.
20:16Wieso sollte ich so etwas getan haben?
20:19Frau Rose, Sie haben versucht, aus Ihrem Mann das zu machen, was Sie unter einem besseren Menschen verstehen.
20:24Und das haben Sie auch Ihrer Mutter versprochen.
20:26Aber Ihr Mann hat sich offensichtlich nicht an die Absparen gehalten.
20:29Luis war ein neuer Mensch, als er aus der Klinik zurückkam.
20:32Nein, das glaube ich nicht.
20:35Als er starb, hatte er Mann 3,1 Promille Alkohol im Blut.
20:47Warum hast du mich aufgepasst?
20:48Was?
20:49Du warst doch hier.
20:50Was?
20:51Herr Daufmann, war Luis Brenner in der Nacht vor seinem Tod hier bei Ihnen im Lokal?
20:57Ich habe ihn nicht gesehen.
20:58Nein, du?
20:59Nein, ich lüge mich nicht an.
21:02Was habt ihr hier gemacht?
21:03Auf alte Zeiten angestoßen?
21:05Was will die?
21:06Luis war nicht hier.
21:08Heißt ja nichts.
21:09Der wusste doch, wo der Notschlüssel versteckt ist.
21:15Er kann also hier gewesen sein, obwohl das Lokal bereits geschlossen war?
21:19Wäre nicht das erste Mal.
21:21Du hättest es verhindern müssen.
21:23Ein Freund hätte das für ihn getan.
21:25Das ist der Dank.
21:27Das ist der Dank.
21:29Danke, dass du ihn durchgefüttert hast.
21:31Danke, dass du ihn tausendmal die scheiß Köpfe hochgeschleppt hast.
21:34Danke, dass er in deiner Kotze erstickt ist.
21:47Was soll man denn jetzt machen?
21:50Frag doch nicht.
21:52Hol sie rein und kümmere dich um sie.
22:13Wo warst du denn?
22:15Wir haben uns Sorgen gemacht.
22:16Ich war bei Luis in der Wohnung.
22:18Och, warum das denn?
22:20Das wieder gemacht.
22:22Was?
22:22Er blüht doch.
22:26Ach, süß.
22:31Willst du mich vielleicht doch was zur Beruhigung nehmen?
22:44Schau mal.
22:46Was ist das?
22:48Kann man aufmachen.
22:50Oh.
22:52Das ist das Videomaterial der Jahrgangspräsentation von Familie Rose.
22:56Gegen Ende des Films wird dann eine junge Frau auffallen.
22:5918, 19 dunkel gekleidert, hochgestecktes Haar.
23:02Die unterscheidet sich deutlich von den anderen Gästen.
23:05Die habe ich schon mal gesehen am Tatort.
23:07Die hatte ein kleines Gerangel mit Schubert.
23:10Gut, wir checken, wer das ist.
23:11Nochmals, dir wird auch auffallen, dass Luis Brenner auf einer sehr alten, zerbeulten Trompete spielt.
23:16Er hat aber von seiner Frau zur Haushalt eine sehr teure Trompete bekommen.
23:19Eine sogenannte Esquadial im Wert von 20.000 Euro.
23:22Die ist verschwunden.
23:24Interessant.
23:25Wir haben rausgefunden, dass Dorfmann vor kurzem zu ziemlich viel Geld gekommen ist.
23:30Er hat rund 6.000 Euro Miete fürs Chicago nachgezahlt.
23:37Na endlich.
23:39Warum machst du den Laden dicht?
23:41Noch so eine doofe Frage, dann nehme ich es dir wieder weg.
23:43Die Bullen sind doch nicht blöd, Mann.
23:45Wir wissen genau, dass Luis in der Nacht hier gesoffen hat.
23:47Woher?
23:48Woher wohl?
23:49Wer hat am nächsten Tag über schmutzige Gläser gemeckert?
23:51Du.
23:52Und wem wollte er den Dreck jetzt anhängen?
23:53Mir.
23:55Okay, ich hole ihn.
24:09Hinten raus.
24:11Hinten raus.
24:32Na, Betriebsausflug?
24:34Ein bisschen Luftveränderung.
24:36Zieh ihn ja ganz schön runter hier, der Scheiß.
24:38Verstehe.
24:40Warum schnuppern wir nicht erst noch ein bisschen Polizeiluft, ha?
24:42Na, was anderes.
24:44Na, komm, einsteigen.
24:46Haben Sie eigentlich immer so viel Bargeld dabei?
24:49Steffen hat es mir gegeben.
24:51Der war mir zwei Monatslöhne schuldig.
24:53Vorher hat man ja das Geld.
24:54Ja, woher hat man sein Geld?
24:56Ich hab's von meinem Chef.
25:01Ich glaub nicht, dass Sie das Geld behalten dürfen.
25:04Wieso?
25:05Ist doch nicht geklaut.
25:07Aber geschlagnahmt.
25:09Vielleicht hat es ja Ihr Chef geklaut.
25:10Und vielleicht sind Sie ja auch seine Komplizin.
25:12Oder warum wollten Sie beide zusammen abhauen?
25:14Das ist nicht geklaut.
25:16Wer hat diese Tröte verkauft?
25:19Tröte.
25:20Tröte.
25:22Trompete.
25:23Luis Brenners Trompete.
25:24Ja.
25:26Wissen Sie das?
25:27Hat er Ihnen das erzählt?
25:31Der Luis war eine Weile weg.
25:33Und wie er wiederkommt...
25:36Naja, die beiden hatten Stress.
25:40Der Luis hat gesagt, bis zum Auftritt bei Rose ist das Ding wieder da, sonst knallt's.
25:44Und?
25:46War das Ding wieder da oder hat's geknallt?
25:50Geknallt.
25:53Luis Brenner hatte so eine Escoreal.
25:55Ich denke, die haben sie verkauft.
25:57Die hat Luis mir gegeben.
25:59Er hat den Sack von Schulden bei mir.
26:00Er wollte seine Alte nicht antumpen.
26:02Wir reden von seiner Frau.
26:03Ja, haben Sie die mal live erlebt.
26:06Und?
26:07Hat er gebeichtet?
26:08Der war alte Brenner, hätte ihm diese Trompete geschenkt.
26:11Er stand selber das Wasser bis zum Hals.
26:12Da hat er gesagt, nimm, mach was drauf.
26:14Ja, wenn er aber bleibt, müssen wir ihn laufen lassen.
26:16Er ist sein Hochzeitsgeschenk.
26:17Das ist doch klar, dass er es war.
26:18Merken Sie doch gar nicht, Scheiße.
26:21Nee.
26:23Nicht mit mir.
26:25Weiter.
26:30Ich bin hier mitten in einer Vernehmung.
26:33So, Kollege, auf geht's zum DNA-Test.
26:35Frau Doktor wartet schon.
26:36Wieso DNA-Test?
26:38Spurenabgleich.
26:38Sie hatten einen Streit mit Luis Brenner wegen dieser Tröte, die Sie ihm geklaut haben.
26:42Wer sagt das?
26:43Der DNA-Test, würde ich sagen.
26:46Und Oberstaatsanwalt Reuter wird sagen, schön groß, er schreibt schon mal die Anklage.
26:51Daran steht, dass Sie Luis Brenner aus dem Fenster gestoßen haben, wegen einer lächerlichen Trompete.
26:56Ja.
26:57Da können Sie sich dann ausdenken, was auch immer Sie wollen.
27:01Der Richter wird Ihnen sagen, was er von Ihren Lügen hält.
27:06Ach so, und vorher geht's natürlich erst mal ein bisschen in Urhaft.
27:09Wieso Urhaft?
27:10Vielleicht für ein paar Monate.
27:11Was?
27:12Nee, nee, nee, das mach ich nicht mehr.
27:13Ich mach keine Urhaft, das kann ich nicht.
27:14Okay, gut.
27:15Dann jetzt Schluss mit den Faxen abführen.
27:17Los.
27:17Was?
27:18Hey, hey, hey, hey.
27:19Moment.
27:22Teddys Garage.
27:26Teddys Garage.
27:29Der Tuning-Schuppen da am Petersweg.
27:31Ja.
27:32Ja, da war ich in der Nacht.
27:33Da tritt sich eine Pokerrunde.
27:34Ach.
27:35Und da haben Sie das Geld von dem verkauften Trompete gleich auf den Kopf gehauen.
27:39Quatsch, ich hab doch gar nicht alles mitgenommen.
27:44Gut, Leute, ja, es gab Streit wegen der Trompete.
27:48Ich hab sie genommen, als er in der Klinik war.
27:49Es gab auch eine Rangelei, aber in der Nacht war ich pokern.
27:52Da gibt's ja dann bestimmt auch eine Menge Zeugen für.
27:54Ein Dutzend.
27:55Die Hälfte aus eurer Verbrecherkartei, die andere Hälfte aus der Staatskanzlei.
27:58Namen.
28:01Das kann ich nicht sagen.
28:05Ein Name.
28:07Reicht ja schon.
28:14Das war die Nacht von Samstag auf Sonntag.
28:17Ah ja.
28:18Ich danke Ihnen, Herr Staatssekretär.
28:20Das war's schon.
28:22Wie bitte?
28:23Ne, machen Sie sich keine Sorgen.
28:25Versprochen.
28:26Ja, schönen Tag noch.
28:28Danke.
28:32Gut.
28:37Ja, Bernd?
28:39Kassi, grüß dich.
28:40Ist du Schubert da?
28:41Ja?
28:43Stell mal laut.
28:44Okay.
28:46Christian.
28:49Hallo, Schubert.
28:50Ihre Vernehmungsmethode ist ein bisschen eigenwillig,
28:54aber sie hat uns weitergeholfen.
28:55Vielen Dank.
28:56Man macht seinen Job, oder?
28:58So sehe ich das auch.
29:00Also, Dorfmann kommt als bitterlich in Frage.
29:01Das Alibi wurde bestätigt.
29:04Da würden wir natürlich gern wissen,
29:05mit wem du das Brenner getrunken hast in der Tatnacht.
29:08Wahrscheinlich mit dem Täter.
29:10Scheiße.
29:12Sie stand direkt daneben,
29:13als diese Bedienung die Gläser gewaschen hat.
29:16Damit sind alle Spuren weg.
29:18Kerstin, das kann doch mal passieren.
29:20Du standst direkt daneben?
29:22Ihr kriegt das hin.
29:23Also, schönen Tag noch.
29:25Ja.
29:28Entschuldigen Sie die Störung.
29:30Oh, Hose.
29:31Was kann ich für Sie tun?
29:33Hallo.
29:34Ist mir jetzt ein bisschen unangenehm,
29:35aber es geht um einen Autoschlüssel,
29:39der, glaube ich, noch...
29:41Meinen Sie den Schlüssel,
29:42den Louis Brenner bei sich hatte?
29:43Genau.
29:43Ja, der ist natürlich noch bei den aus Erwarten
29:45und bevor die Ermittlungen beendet sind drin.
29:47Es ist nur so,
29:48also er hat sich ein Cabrio von uns geliehen und...
29:50Ach, das Auto gehört Ihnen?
29:51Ja.
29:51Ja, das ist was ganz anderes.
29:53Nehmen Sie Platz.
29:55Hat sich Herr Brenner denn öfter Autos bei Ihnen ausgegeben?
29:58Ja, also, da ist ja nichts dabei.
30:00Also, Amelie hatte damit kein Problem.
30:03Und Ihre Mutter?
30:05Sie hat ihr da vertraut.
30:09Können Sie sich vorstellen,
30:10warum Herr Brenner in der Tatnacht
30:12wieder angefangen hat zu trinken?
30:14Also, ehrlich gesagt, glaube ich,
30:15dass er niemals damit aufgehört hat.
30:17Das war doch alles nur Theater für Amelie
30:18und natürlich für meine Mutter.
30:25Schubert, ich will es noch mal.
30:27Frau Rose ist gerade bei mir.
30:28Es geht um das Auto.
30:36Ja, dann mal los.
30:37Danke.
30:40Und der hier?
30:42Der geht das Haus.
30:44Wow, Kavalier.
30:45Alte Schule.
30:55Christian!
30:58Christian!
30:59Christian!
31:09Christian!
31:19Halt!
31:23Schluss mit den Wachsen jetzt!
31:26Komm her!
31:27Sorry, jetzt komm!
31:29Okay.
31:32Genau.
31:37Und?
31:39Sie redet nicht mit mir.
31:42Vielleicht hat sie sich beim Rennen auf die Zunge gebissen.
31:47Okay, das reicht. Danke.
31:56Klo.
31:58Was?
31:59Toilette.
32:01Haben Sie sowas?
32:02Ich müsste mal.
32:08Sonja?
32:15Hier wäre das.
32:17Moment, da muss eine Kollegin mit rein.
32:20Sonja!
32:23Das ist eine Frauensache.
32:26Dringend.
32:27Haben Sie da drin einen Tampon oder sowas?
32:31Keine Ahnung.
32:34Die Fesse sind auf jeden Fall vergittert.
32:40Christian.
32:41Sie ist aktenkundig.
32:42Eine Streunerin.
32:43Sie hatte letzte Woche schon Ärger mit der Bahnpolizei.
32:46Hat die im Bahnhof gepennt oder was?
32:47Nein, sie ist schwarz gefahren im ICE
32:49und dann hat sie noch den Schaffner angegriffen.
32:52Wo ist sie denn jetzt?
32:55Was?
32:56Alleine?
33:00Scheiße!
33:03Notarzt!
33:04Schnell!
33:12Notarzt!
33:13Schnell!
33:23Ach!
33:24Fuck!
33:27Scheiße!
33:30Super, Schubert.
33:31Ganz große Klasse.
33:32Soviel zu dem Thema.
33:33Man macht seinen Job.
33:35Das war noch nicht mal eine Minute.
33:37Hat offensichtlich gereicht, oder?
33:42Und dabei haben Sie mich heute noch so gelobt.
33:47Vielleicht kann man das dann mit dir irgendwie verrechnen.
33:50Das finde ich nicht witzig, Schubert.
33:52Wenn Frau Reinhold diesen Sanitärreiniger wirklich getrunken hätte,
33:55dem wäre jetzt hier der Teufel los.
33:57Ich erwarte, dass Sie die Frau finden und zwar schnell.
34:07Komm schon, das schaffen wir.
34:08Ja.
34:20Und?
34:21Ist die Ärger verflogen?
34:26Manchmal komme ich mir vor, wie der strenger Vater, der sich aufregt war,
34:29seine Kinder mal wieder Mist gemacht haben.
34:31Völlig bescheuert.
34:32Na ja.
34:34Sie sind ja so eine Art Familie.
34:37Schön, wenn man sowas hat.
34:40Ich bin ja jetzt fast immer allein.
34:42Aber Sie haben nicht so viele Probleme.
34:45Mittlerweile wünsche ich mir die.
34:48Die Probleme? Glaube ich nicht.
34:50Meine Familie.
34:52Wird eine Menge dafür geben, wenn ich die Stimme meiner Frau wiederhören könnte.
34:56Auch wenn sie mich nur anschweibt.
35:00Ihre Frau hat sich damals von Ihnen getrennt, richtig?
35:05Sie konnte mir nicht verzeihen.
35:07Verzeihen, ja.
35:10Um verzeihen zu können, muss man sehr großzügig sein.
35:14Kann nicht jeder.
35:19Ich zahl mal, Herr Schiller, ich muss los.
35:23Also, sie wohnt in Karlsruhe, aber ist schon ein paar Tage in Wiesbaden.
35:27Sie sah nicht gerade so aus, als würde sie auf einer Parkbank pennen.
35:31Ja, okay, aber...
35:33Was würdest du denn machen, wenn du hier niemanden kennst und noch nicht mehr Geld für eine Fahrkarte hast?
35:38Couchsurfing.
35:53Ha!
35:56Michelle aus Karlsruhe, zu Gast bei Sandra in der Kobaltstraße.
36:02Es kann sein, dass mir hier gerade echt was der Patsche hilft.
36:26Herr Oberstaatsanwalt, mein Name ist Münch. Charlotte Rose schickt mich.
36:31Ah!
36:32Ich habe mich gebeten, Ihnen die hier vorbeizubringen.
36:35Cuvée Amélie als kleines Dankeschön dafür, dass Sie Ihren Wagen so unbürokratisch...
36:41Ja, sehr nett, aber ich darf das nicht annehmen.
36:43Ja, das habe ich Charlie auch, also Frau Rose auch gesagt, aber...
36:47Ja, die hatte schon als kleines Mädchen ihren eigenen Kopf.
36:50Ach, so lange kennen Sie die Familie schon?
36:52Ja, seit fast 30 Jahren.
36:54Oh.
36:56Sagen Sie, warum soll Charlotte Rose eigentlich die Nachfolgerin werden?
37:00Ich meine, sie ist die ältere Tochter, sie ist eine starke Persönlichkeit.
37:03Ja, das hat die Seniorchefin schon vor langer Zeit festgelegt.
37:06Das Amélie, die Nachfolgerin werden soll.
37:09Bei der Kleinen hat sie die Führungsqualitäten schon in der Schulzeit festgestellt.
37:14Ja, na dann.
37:16Ja.
37:17Gut, danke nochmal und schönen Gruß an dir.
37:19Ciao.
37:19Danke, tschüss.
37:24So Arscher, jetzt haben wir die Scheiße, die Bullen hatten mich schon.
37:27Und das ist deine Schuld.
37:30Wieso meine Schuld?
37:31Ich...
37:32Denk nicht, ich geb mich mit dem Taschengeld zufrieden, ja?
37:37Was wollen Sie denn doch? Ich hab doch bezahlt.
37:40Halt doch einfach die Fresse.
37:42Ja.
37:52Charlie, wir müssen gleich rüber in die Kellerei.
37:55Was ist los?
37:56Amélie.
38:12Dann produziere ich eben einfach weniger.
38:13Jetzt komm mal runter.
38:15Warum drehst du nur so ab?
38:17Entschuldigen Sie, Herr Münch.
38:18Jetzt reiß dich mal zusammen.
38:20Komm, wir gehen nach Hause.
38:21Das Cuvée ist meine Sache.
38:22Da puncht mir niemand drin rum.
38:25Was fragst du mich?
38:26Armini?
38:27Armini!
38:40Guten Appetit.
38:42Macht hungrig so ne Magenspülung oder wie?
38:46Was wollten Sie in der Wohnung von Luis Brenner?
38:52Brenner? Wie soll das sein?
38:54Wenn Sie wollen, dann können Sie heute Nacht in der Zelle in Ruhe darüber nachdenken.
39:03Gut, dann helfe ich Ihnen ein bisschen auf die Sprünge.
39:08Ich habe gehört, was da gelaufen ist. Versuch das nicht nochmal, sonst mache ich dich fertig.
39:14Das ist Luis Brenner. Und ich glaube nicht, dass er sich verwehlt hat.
39:19Der ist dicht. Hören Sie auch, oder?
39:22Ja, aber er hat sie bedroht. Und ich frage mich, ob Sie vielleicht schneller waren und ihn zuerst fertig gemacht
39:29haben.
39:30Scheißdreck, Mann, nein! Das bringt uns nicht weiter. Also, was wollten Sie in der Wohnung?
39:36Ich wollte ein paar Haare oder einen Fingernagel.
39:38Für einen DNA-Abgleich.
39:40Ich wollte einfach nachschauen, ob ich noch irgendjemanden habe. Verwandten oder so.
39:46Wie? Luis Brenner?
39:49Wir können dann...
39:53Die da.
39:56Die Nummer, bitte.
39:58Die Vier.
40:00An dem Morgen, wo ich Luis gefunden habe, hat sie immer wieder im Treppenhaus rumgelungert.
40:05Kerstin, ich bin es. Ich habe was.
40:07Michelle Reinerts Mutter hat vor ein paar Jahren eine Vaterschaftsklage gegen Luis Brenner angestrengt.
40:13Der in Katruhe.
40:15Nö, die haben ja zusammen gewohnt.
40:17Okay, am Morgen nach der Tat.
40:20Hat sie da im Treppenhaus gewartet oder ist sie von oben aus Luis Brenners Wohnung runtergekommen?
40:26Keine Ahnung.
40:27Die war da einfach.
40:29Hm.
40:30Okay.
40:31Aber danke.
40:34Danke erstmal.
40:36Ja.
40:37Und?
40:39Sie ist es.
40:41Wir bringen Sie zu Bernd.
40:44Wir bringen Sie zu Bernd.
40:48Ihre Mutter hatte Krebs.
40:50Ich war bei ihr bis zum Schluss.
40:55Mama war Kellnerin.
40:57In Karlsruhe kannte die jeder.
41:00Auf der Beerdigung war ich dann ganz alleine.
41:08Und danach haben Sie Luis Brenner aufgesucht.
41:11Er hat mich abblitzen lassen.
41:14Er wollte mich nicht.
41:16Er hat gedacht, es geht mir nur um die Kohle.
41:18Dabei wollten Sie nur einen Vater.
41:25Man kann nicht ganz alleine leben, oder?
41:32Irgendeiner muss da sein.
41:36Warum sind Sie eigentlich so sicher, dass Luis Brenner Ihr Vater ist?
41:40Die Klage Ihrer Mutter wurde abgewiesen.
41:44Er hat halt den Vaterschaftstest vorbeigehrt.
41:47Aber die beiden waren ein paar vor meiner Geburt.
41:49Gibt es dafür Beweise oder Hinweise, Briefe, Fotos?
41:53Noten.
41:55Er hat ja sogar was komponiert für Sie.
41:58Po Susanne.
42:01Sie hieß Susanne.
42:03Er hat sie geliebt.
42:06Wo sind diese Noten denn jetzt?
42:08Die habe ich dem Alten verkauft.
42:12Richard Rose.
42:15Das hat man sich auf dieser Jahrgangspräsentation.
42:18Sie wollten mir diesen Noten Familie Rose unter Druck setzen.
42:21Der Alte hat sofort angewiesen.
42:23Er wollte keine Enkelin.
42:264.000 hat er ausgespuckt.
42:28Damit waren Sie zufrieden?
42:30Das sollte nur ein Test sein.
42:33Am Anfang dachte ich auch, dass da mehr drin wäre.
42:38Aber dann kam dieser Anruf.
42:46Ich habe gehört, was da gelaufen ist.
42:48Versuch das nicht nochmal, sonst mache ich dich fertig.
42:55Ich habe gehört, was da gelaufen ist.
42:57Versuch das nicht nochmal, sonst mache ich dich fertig.
43:01Okay, Bernd, wir kümmern uns drum.
43:03Er will, dass wir die Mailbox-Nachricht auf Michels Handy nochmal überprüfen.
43:07Er meinte, am Hintergrund irgendwas zu hören.
43:10Machst du das?
43:11Ja, okay.
43:13Ich kümmere mich um den DNA-Abgleich von Louis Brenner und Michelle Reinelt.
43:17Was bringt uns das jetzt?
43:19Na ja, wenn sie wirklich seine Tochter ist, dann hat sie Rechte.
43:33Ich habe ihr das Geld gegeben.
43:35Ich habe die Melodie sofort erkannt.
43:37Was meinen Sie damit?
43:39Ich kann Noten lesen.
43:41Es ist exakt das gleiche Stück, das er für Amelie geschrieben hat.
43:44Er hat nur die Namen vertauscht.
43:46Ja, der Marsch.
43:47Ja, die hat mein Klavierspiel damals auch sehr imponiert.
43:50Ja, aber du hattest auch noch andere Qualitäten.
43:53Und du warst kein Trinker.
43:56Wer wusste denn noch von Hermesou, von Michelle Reinelt bei Ihnen?
44:01Niemand.
44:01Und da war absolute Diskretion geboten.
44:04Ja, unser Erfolg beruht auf unserer Qualität und auf unserem guten Ruf.
44:10Erst bringt Charlie uns ins Gerede, dann schleppt Amelie einen Alkoholiker ins Haus und jetzt haben wir auch noch eine
44:15kriminelle Enkeltochter.
44:17Na, wie sieht das aus?
44:19Wo waren Sie denn zur Tatzeit?
44:22In unserem Ehebett natürlich.
44:28Ich will gerne mal dieses Notenblatt sehen.
44:30Geht das?
44:31Selbstverständlich.
44:38Ich muss Sie wohl in den Tresor eingeschlossen haben.
44:42Informieren Sie mich doch bitte, wenn Sie es gefunden haben.
44:44Vielleicht brauchen wir es als Beweismittel.
44:46Frau Rose, ich gehe noch kurz zu Amelie.
44:53Hintergeh mich nie wieder.
44:55Ich wollte unsere Familie schützen.
44:58Zu einem Teenager?
44:59Dieser Teenager ist womöglich unsere Enkeltochter.
45:02Juristisch.
45:02Ja, sei nicht einmal.
45:04Wer unsere Enkel sind, das bestimmen wir.
45:08Ich habe nur eine kurze Frage.
45:10Hat Louis Brenner mal eine Tochter erwähnt?
45:14Kinder?
45:15Nee.
45:17Ich habe keine Zeit für Kinder.
45:19Ich kenne auch keine Kinder.
45:21Ich meinte eine Tochter aus einer anderen Beziehung.
45:24Also das war schon die zweite kurze Frage.
45:25Sie sehen doch, was es mit ihr macht.
45:27Ja, das ist doch ganz egal.
45:28Mir geht es großartig.
45:30An die Kyrie lasse ich niemanden ran.
45:31Das ist meine.
45:33Nicht mal Kinder.
45:36Was denn für Kinder?
45:40Nimmt ihr eure Tochter Medikamente?
45:42Ja, aber ich weiß auch nicht.
45:45Sag mal, hast du die von unserem Arzt?
45:48Oder woher hast du die?
45:53Von Charlie?
45:57Ich denke, Sie sollten Ihren Hausarzt anrufen.
45:59Ja.
46:03Herr Reuter!
46:06Haben Sie schon wieder Hunger?
46:08Ich habe nur eine Frage zu Ihrem früheren Fach gegeben.
46:10Komforta.
46:11Was ist das für ein Medikament?
46:13Komforta.
46:14Das ist ein Methylphenidat.
46:16Aha.
46:17Ein Methylphenidat.
46:18Was ist das?
46:19Das wird zur Behandlung von ADHS oder Hyperaktivitäten, wie wir es früher genannt haben, eingesetzt.
46:25Zappelfilip.
46:26Also so eine Art Beruhigungsmittel.
46:28Nee, ganz im Gegenteil.
46:30Methylphenidat wirkt stimulierend auf das zentrale Nervensystem.
46:32Ist ein Amphetamin.
46:35Und das gibt mal einen ADHS-Patienten?
46:37Richtig dosiert hilft es Ihnen, Ihre Energie zielgerichtet einzusetzen, ja.
46:42Ah.
46:43Ah.
46:44Man würde das also nie als Beruhigungsmittel einsetzen.
46:47Würde man auf keinen Fall.
46:48Es hätte verheerende Auswirkungen, gerade bei falscher Dosierung.
46:51Die Leute werden unberechtbar, völlig hysterisch.
46:54Das Zeug wirkt wie Speed.
46:56In der Partyszene wird damit richtig gut verdient.
47:10Ich habe gehört, was da gelaufen ist.
47:12Mit der Analyse der Mailbox nach.
47:13Ich bin ein ganzes Stück weiter.
47:15Wo ist Klassien?
47:16Das ist mit der Einheit beim DNA-Test.
47:21Hallo.
47:22Guten Tag.
47:22Ich bin mal.
47:25Ich habe gehört, was da gelaufen ist.
47:27Versuch das nicht nochmal, sonst mache ich dich fertig.
47:47Kriegen Sie die Stimme etwas deutlicher?
47:49Kein Problem.
47:54Ich habe gehört.
47:55Lass sie doch.
47:56Komm, wir gehen raus.
47:59Alles klar.
48:01Danke.
48:02Sehr gut.
48:02Gerne.
48:08Wo hat sie jetzt die Tabletten hier bekommt?
48:10Also keine Ahnung von mir nicht.
48:16Wiedersehen.
48:17Wiedersehen.
48:17Schönen Tag.
48:18Danke.
48:20Rose?
48:22Ah.
48:22Herr Reuter.
48:24Es geht um ein Notenblatt.
48:27Keine Ahnung, wovon Sie reden?
48:29Na, ein Musikstück von Louis Brennabbruch.
48:31Sie sahen, Ihr Vater sagte, Sie hätten das Blatt.
48:33So.
48:35Sagt er das, ja?
48:36Ja.
48:36Wir brauchen das für einen Schriftvergleich.
48:38Also wenn es Ihnen in die Hände fällt, dann.
48:40Ich wüsste nicht, wie.
48:42Wiederhören.
49:00Tschüss.
49:02occh.
49:31Untertitelung. BR 2018
49:49UNTERTITELUNG
50:09Da ist es ja.
50:11Für dieses Notenblatt haben Sie mich schon reine Geld gegeben, richtig?
50:14Ja, das sagte ich Ihnen ja bereits.
50:17Sie haben ja auch gesagt, das Notenblatt sei in Ihrem Safe.
50:22Wie kann es dann in die Wohnung von Louis Brenner gekommen sein?
50:26Ihre Tochter Charlotte kann damit aber nichts zu tun haben, Herr Rose.
50:30Sie haben doch gesagt, Sie hätten mit niemandem über diese Geschichte gesprochen.
50:34Also, ich denke, ohne unseren Anwalt spricht hier sowieso niemand mehr.
50:39Herr Rose, Sie haben Charlotte von Michelle Reinhold und dem Notenblatt erzählt.
50:43Sie haben noch nicht geahnt, was Sie damit anrichten.
50:46Kann mir vielleicht mal jemand erklären, was hier los ist?
50:48Halt dich da besser raus, Amelie.
50:49Jetzt, was mir denn getan?
50:52Richard, hast du Charlotte von diesem Notenblatt erzählt?
50:56Ja oder nein?
50:57Ja, hat er.
50:58Na und?
50:59Gehe ich deshalb zu Louis und bringe ihn um?
51:01Warum sollte ich das tun?
51:04Sie alle leben hier auf einem Pulverfass.
51:06Schon lange.
51:08Und Sie wissen das auch.
51:10Frau Rose,
51:12Ohne die geringste Rücksicht auf die Gefühle Ihrer Tochter Charlotte
51:16haben Sie Amelie zu Ihrer Kronprinzessin gemacht.
51:19Sie wollten unbedingt, dass Amelie Ihre Nachfolgerin als Firmenchefin wird
51:22und nicht Charlotte,
51:24der es eigentlich als älterer Schwester zugestanden hätte.
51:27Es hatte gute Gründe,
51:29die Charlotte sich selbst zuzuschreiben hatte.
51:32Und was waren das für Gründe?
51:34Vielleicht der etwas ausschweifende Lebensstil,
51:37der Ihrer Tochter nachgesagt hat?
51:38Das glauben Sie doch selbst nicht.
51:40Nicht jeder ist dafür geboren, Verantwortung zu übernehmen.
51:43Da haben Sie sicher recht.
51:45Aber haben Sie Charlotte jemals die Gelegenheit gegeben,
51:47zu beweisen, dass sie in der Lage ist,
51:49Verantwortung zu übernehmen?
51:51Nein, das haben Sie nicht.
51:54Weil Sie schon vor langer Zeit festgelegt haben,
51:56dass Amelie Ihre Lieblingstochter ist
51:59und dass Charlotte
52:00immer nur die zweite Geige zu spielen hat.
52:04So etwas sät Hass, Frau Rose.
52:07Schrecklichen Hass.
52:10Lachhaft.
52:11Und Sie, Herr Rose,
52:13haben einfach zugeschaut,
52:14obwohl Sie der Vater von Charlotte sind.
52:17Jahrelang haben Sie zugeschaut,
52:18wie Ihre Tochter unter dieser Demütigung gelitten hat
52:21und wie sie geglaubt hat,
52:23dass alles sei Ihre eigene Schuld.
52:26Ahnen Sie,
52:27was in Ihrer Tochter vorgegangen ist?
52:29Ahnen Sie,
52:30was das in Ihrer Tochter ausgelöst hat?
52:34Charlie, jetzt sag doch was.
52:35Das kann doch nicht stimmen.
52:38Wieso sollte Sie Louis etwas antun?
52:41Sie war immer für mich da.
52:43Sie hat mir sogar die Tabletten besorgt.
52:44Amelie,
52:46die Tabletten waren kein Beruhigungsmittel.
52:49Ganz im Gegenteil.
52:57Was hast du mit meinem Mann gemacht?
53:01Dein Mann?
53:03Kannst du lesen?
53:05Purs Susanne.
53:07Susanne?
53:10Du warst nur zweite Wahl,
53:12wenn überhaupt.
53:14Was glaubst du,
53:15wie viele Pur-irgendwelche Tosis es gibt?
53:18Die Tabletten,
53:19dein scheinheiliges Getum,
53:22alles Theater.
53:29Du hast alles.
53:32Und ich?
53:35Dein Louis?
53:36Der war mir scheißegal.
53:39Ich hasse dich.
53:42Ich hasse euch alle.
53:48Du hast ihn umgebracht.
53:56Erst wollte er sich gar nicht mit mir treffen.
54:04Dann habe ich ihm von Michelle
54:05und dem Notenblatt erzählt.
54:08Da konnte er schlicht Nein sagen.
54:12Du hast seine Schwäche ausgenutzt
54:14und ihn verführt.
54:16Glaub mir.
54:18Der war leicht zu haben.
54:19Dein Traummann.
54:41Als er voll war,
54:44habe ich gedacht so.
54:47und jetzt mache ich den Sack zu.
54:50Ich bin schon mal vorgegangen.
54:56Was ist das Ding jetzt?
54:58Du und ich?
54:59Wir gegen die?
55:01Ich will mich jetzt verarschen.
55:07Ich will mich nicht mit dir vögelen,
55:12weil du deiner Schwester eins auswaschen möchtest.
55:14Okay?
55:15Du bist die, hey, hey, hey.
55:17Du bist nur die Nummer zwei.
55:19Okay?
55:21Du bist einfach nur die Nummer zwei.
55:23Hör auf mit dir.
55:24Hör auf mit dir.
55:25Hör auf mit dir schalten.
55:26Hör auf mit dir.
55:27Hör auf mit dir.
55:52genommen wird.
56:02Es reicht jetzt.
56:05Sie sind festgenommen.
56:40Schubert, ich habe gerade mal Ihre etwas eigenwilliger von der Musternik ausprobiert.
56:46Nicht schlecht.
56:47Einfach drauf losverdächtigen.
57:13Glückwunsch.
57:15Jetzt haben Sie unsere ganze Familie zerstört.
57:19Nein, Frau Hose.
57:21Das haben Sie ganz allein.
57:22Noch eine Minute.
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