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  • vor 20 Stunden

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🎈
Spaß
Transkript
00:01Musik
00:30Musik
01:05Ich habe vorhin noch die Stanzmaschine sauber gemacht, entschuldigen Sie bitte
01:08Bei mir muss sich niemand für seine Arbeit entschuldigen
01:11Kommen Sie ehrlich, heute retten wir die Firma
01:17Ja, ich glaube Herr Weißenberg will mit uns sprechen
01:26Warte, warte
01:28Da wird sich mein Sohn gedulden müssen
01:32Warte, warte, warte
01:47Warte
01:49Warte
01:49Warte
01:57Warte
01:58Warte
01:59Warte
02:00Warte
02:00Warte
02:01Warte
02:02Warte
02:02Warte
02:05Warte
02:07Warte
02:08Warte
02:08Warte
02:10Warte
02:10Warte
02:10Warte
02:11Warte
02:21Musik
02:51Hallo, Frau Dr. Engel.
02:52Ach, Walter.
02:54Auf den ersten Blick ist nur diese äußerliche Verletzung an der Schläfe zu erkennen.
02:58Wahrscheinlich ist es auch die Todesursache, aber da möchte ich mich noch nicht festlegen.
03:01War das ein einzelner Schlag?
03:03Soweit ich das bislang beurteilen kann, ja.
03:06Können Sie schon was zur Tatwaffe sagen?
03:08Sie muss schwer sein. Und kantig.
03:12Die Gormort ist jetzt gerade erst ein.
03:14Unter Berücksichtigung der Außentemperatur würde ich sagen, dass sie ein, maximal zwei Stunden tot ist.
03:19Tag, Herr Reuter.
03:20Schubert.
03:22Eleonore Kauber, 28, verheiratet.
03:24Hat bei Weißenberg-Mittall als Facharbeiterin und Chauffeurin gearbeitet.
03:28Hallo.
03:29Laut Ihrem Büro hatte die Chefin Frau Weißenberg einen Banktermin an der Stadt.
03:33Da ist sie aber nicht angekommen.
03:35Und erreichbar ist sie auch nicht.
03:40Ah, ja.
03:48Maria Weißenberg, ich wurde entführt.
03:52Bitte.
03:53Wir sind jetzt aufgehört.
03:57WDR mediagroup Gäuble.
04:23Die Leitstelle hat einen Notruf weitergeleitet.
04:30Maria Weissenberg, ich wurde entführt.
04:34Bitte, wir sind jetzt auf dem...
04:36Hallo, Frau Weissenberg, sind Sie noch da?
04:40Ich rufe das LK an.
04:42Schubert hier, wir haben eine Entführungslage östlich der 669.
04:46Ich brauche dringend einen Suchdruck.
04:47Weiter, Herr Staatsanwaltschaft Wiesbaden, die Einsatztatik bitte.
04:50Frau Buch, klar noch mal hier.
04:52Ich brauche so schnell wie möglich Kontakt zu den Familien von Frau Kauber und Frau Weissenberg.
04:56Ja.
04:56Ah gut, wir kommen sofort.
04:58Ja, es ist dringend.
05:00Gut.
05:19Frau Buch?
05:20Ja.
05:21Frau Kommissarin, klar, wir haben vorhin telefoniert.
05:24Hallo.
05:25Hallo.
05:25Das ist Oberstaatsanwalt Reuter und mein Kollege Schubert.
05:28Was ist denn passiert?
05:30Ich konnte die Scheffe noch nicht erreichen.
05:32Frau Bohr, es ist wirklich wichtig, dass wir dringend mit den beiden Familien sprechen können.
05:36Ja, also der Sohn Marius müsste im Wohnhaus sein, aber ich konnte ihn nicht finden.
05:41Was ist mit meiner Frau?
05:44Was ist mit Elli?
05:50Entschuldigung.
05:51Entschuldigung.
05:51Kein Problem.
05:52Kann ich Ihnen helfen?
05:54Mein Name ist Reuter.
05:55Ich möchte jetzt an Weissenberg.
05:56Das ist mein Vater.
05:58Papa!
06:00Der ist vielleicht noch unter der Dusche oder so.
06:02Wollen Sie gerade reinkommen?
06:03Ja, gerne.
06:04Danke.
06:11Guten Tag, Herr Weissenberg.
06:12Mein Name ist Reuter.
06:13Staatsanwaltschaft Wiesbarn.
06:16Staatsanwaltschaft?
06:17Ich habe leider keine gute Nachricht für Sie.
06:19Wir gehen davon aus, dass Ihre Mutter entführt wurde.
06:23Was?
06:24Die Oma?
06:27Hat jemand versucht, Kontakt zu Ihnen aufzunehmen? Telefonisch oder mit einer SMS?
06:32Nein, ich... Ich war schon...
06:37Nein?
06:38Nichts?
06:39Im Haus auch nicht, oder?
06:41Ich glaube nicht.
06:50Ach, warum?
06:53Ich verstehe das nicht.
06:59Kannst du mir das erklären?
07:02Ich habe jemandem etwas getan.
07:06Wir gehen davon aus, dass Ihre Frau versucht hat, Frau Weissenberg zu schützen.
07:12Ja.
07:14Das kann es für gewesen sein.
07:20Wussten Sie von dem Termin in der Stadt?
07:24Ähm, dass die Limousine vom Hof gefahren ist. Haben Sie das mitbekommen?
07:29Der Wagen besteht immer je.
07:33Ich arbeite im Lager.
07:36Da bekomme ich nicht viel mit.
07:41Ich...
07:43Ich...
07:45Ich...
07:45Ich...
07:48Ich...
07:48Ich...
07:48Ich...
07:49Deshalb war der Banktermin ja so wichtig.
07:53Die Chefin wollte mit einem Sanierungskonzept einen Kredit zur Rettung des Unternehmens verhandeln.
07:58Das heißt, sie hätte den Termin auf jeden Fall wahrgenommen?
08:01Sie hat sich seit Wochen darauf vorbereitet.
08:03Sie hätte diesen Termin nie verpasst.
08:07Okay, also, wenn eine Firma saniert wird, dann gibt es nicht nur Gewinner.
08:12Hatte hier irgendjemand was gegen das Konzept?
08:14Ein Betriebsrat zum Beispiel oder einer der Kollegen?
08:20Frau Buch, es ist wichtig. Ihre Chefin ist in Lebensgefahr.
08:26Peter Neuland ist unser Betriebsrat.
08:28Ja, gut. Ich möchte mit ihm sprechen.
08:32Sein Büro ist hier.
08:34Aber er scheint nicht da zu sein.
08:40Erschlagen.
08:45Wenn Sie möchten, kann ich für Sie beide eine psychologische Betreuung vorfordern.
08:51Nein, nein, wir...
08:55Wir haben doch uns.
08:58Er weiß mal, in welcher Beziehung stand Frau Kau war zu Ihrer Mutter?
09:02Sie war hier als Metallfarbeiterin angestellt.
09:05Und sie hat meine Mutter gefahren.
09:07Immer.
09:10Sie war so eine Art Projekt meiner Mutter.
09:13Es hat sie gefördert ihren Hausbildungsplatz gegeben.
09:17Dann hat sie sie übernommen.
09:19Dann hat sie sie nach und nach immer mehr in die Belange der Firma eingebunden.
09:24Sie war sehr dankbar dafür. Sie hätte alles für meine Mutter getan.
09:37Ist sie deshalb tot?
09:42Wiebke, wir wissen leider noch nicht, was passiert ist.
09:46Meine Oma?
09:47Ich verspreche dir, wir tun alles, damit wir deine Großmutter so schnell wie möglich finden.
09:51Ja?
09:56Herr Wasemerk, was war das für ein Termin, zu dem Ihre Mutter heute Morgen unterwegs war?
10:01Ich...
10:03Ich glaube, es ging um einen Kredit für die Firma.
10:07Ich bin Architekt, ich habe mit dem Betrieb wenig zu tun.
10:11Aber dem ging es schon lange nicht mehr gut.
10:16Wiebke ist jetzt sechs Wochen bei mir.
10:17Ja, leider sind wir uns immer nur in den Ferien.
10:22Meine Eltern sind geschieden.
10:25Wiebke, wo warst du heute Morgen, als deine Großmutter und Frau Kauer losgefahren sind?
10:28Ich war mit Mojo unterwegs.
10:32Das ist der Hund meiner Mutter.
10:35Ist dir irgendetwas aufgefallen?
10:37Also war irgendetwas anders als sonst?
10:39Hast du jemanden gesehen, den du hier noch nicht gesehen hast?
10:41Das ist vielleicht ein Auto, das du nicht kanntest?
10:43Nein, nein. Gar nicht.
10:50Gut. Ähm...
10:51Falls Ihnen noch etwas einfällt, rufen Sie mich bitte an.
11:09Was ist denn hier los?
11:12Herr Reuter!
11:14Herr Weber, schon mitten drin, wie Sie.
11:16Herr Weber vom LKA, Hauptkommissar Schubert, Hauptkommissarin...
11:19Ja, klar. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit.
11:22Es tut mir leid, dass wir uns hier so ausgebreitet haben.
11:25Meine Kollegin und ich sind hier, um Sie zu unterstützen.
11:27Wir haben das gleiche Ziel.
11:29Die unversehrte Rettung von Maria Weißenberg.
11:31Eine absolute Nachrichtensperre habe ich schon verhängt.
11:33Gut. Bringen Sie uns bitte auf den neuesten Standart rüber.
11:37Alles da, danke. Gibt's was Neues?
11:39Der Notruf von Frau Weißenberg wurde auf der L3037 zwischen Hausen und Bärstadt abgesetzt.
11:45Danach haben wir das Signal leider verloren.
11:47Okay, dann haben die Entführer ab da das Handy ausgeschaltet oder zerstört?
11:52Mhm. Hubschrauber mit Wärmebildkameras fliegen das Gelände schon großräumig ab.
11:56Wie ist Ihre Einschätzung? Mit welcher Art von Entführern haben wir es zu tun?
11:59Profis.
12:00Eine Entführung ist der einzige Weg, schnell an richtig viel Geld zu kommen.
12:03Aber das Risiko ist immens. Amateure trauen sich meistens nicht an sowas an.
12:07Deshalb haben wir sehr gute Chancen. In 90 Prozent aller Fälle wird das Opfer lebend gerettet.
12:11Was mit der toten Fahrerin? War die Teil des professionellen Plans?
12:15Könnte das im Ruder gelaufen sein.
12:17Oder ist es eine Botschaft, wie ernst es ihn ist?
12:35Die Straße, die unser Tatort ist hier, ist ziemlich ruhig. Mehr so ein Schleichweg für Leute, die schnell nach Wiesbaden
12:41wollen.
12:42Kein schlechter Ort für eine Entführung. Die Täter machen die Straße zu, vielleicht mit einem zweiten Fahrzeug, töten die Fahrerinnen
12:49und rasen mit Maria Weißenberg davon.
12:51Ja, vielleicht. Also, ich finde den Zeitpunkt interessant. Das deutet doch darauf hin, dass deren Führer von dem Banktermin gewusst
12:57haben.
12:57Oder der Täter oder die Täter haben gesehen, wie der Wagen mit Frau Weißenberg losgefahren ist.
13:03Ich denke, wir sollten uns in erster Linie auf Belegschaft und Farnier hier konzentrieren.
13:06Ja. Und die müssten rechtzeitig zum Tatort gekommen sein.
13:10Ja, klar.
13:11Ich gucke mir das Ganze nochmal an.
13:13Gern.
13:15Hier.
13:18Der Betriebsrat.
13:20Peter Neuland. Den hat Frau Buch vorhin vermisst.
13:23Wenn ich schon mal da bin, dann checke ich doch gleich mal, ob dieser Neuland mittlerweile aufgetaucht ist.
13:27Okay.
13:29Frau Buch hat erzählt, dass es bei dem Banktermin um die Sanierung der Firma ging.
13:33Das hat der Sohn von Frau Weißenberg auch erzählt.
13:36Das bedeutet ja, dass in der Firma unter Umständen nicht viel zu holen ist.
13:40Das werden deren Führer sicher nicht gewusst haben.
13:42Hm.
13:43Schauen wir mal.
13:47Ich fahre zu der Weißenbergs. Wollen Sie mitkommen?
13:50Ja.
13:51Die Kollegen sind schon dabei, die Überwachung der gesamten Telekommunikation vorzubereiten.
13:56Okay.
13:58Sie bleiben ja relativ gelassen bei dem ganzen Druck hier.
14:01Ja.
14:01Die Knapper wollen Panik verbreiten, denen gefallen tun wir ihnen nicht, oder?
14:05Das stimmt.
14:10Und?
14:12Habt ihr noch was gefunden?
14:13Nee.
14:14Komm schon, Feierabend.
14:15Jedenfalls, danke, tschau.
14:16Ich gehe es gett.
14:25Oh, Spaß wieder auf.
14:53So, das ist die Handynummer
14:56von Herrn Weissenberg.
14:58Sehr gut.
15:08So, jetzt kann uns der Indian wieder draufschalten.
15:11So, der erste Schritt ist die Kontaktaufnahme.
15:13Wenn wir Glück haben, ein Proof of Life,
15:15ein Beweis, dass das Opfer noch am Leben ist.
15:18Na, hoffentlich.
15:19So, ich.
15:25Reuter, hören Sie mich bitte mit Herrn Schirm
15:27von der Geschäftskundenabteilung verbinden?
15:30Gut, ab wann ist der Morgenfrühzeit?
15:33Ich melde mich dann gleich im Neuen.
15:34Danke Ihnen.
15:37Frau Dr. Engel?
15:40Frau Dr. Engel?
15:42Reuter.
15:43Na, haben Sie was für mich?
15:45Ja, die Todesursache ist, wie vermutet,
15:50ein einziger Schlag gegen die Schläfe.
15:52Für so ein Trauma muss er ziemlich kräftig gewesen sein.
15:55Gibt es Hinweise auf den Täter?
15:57Der Schlag wurde fast horizontal ausgeführt.
16:00Das heißt, der Täter ist größer als das Opfer?
16:03Genau.
16:04Darf ich mal?
16:06Mindestens 1,70 Meter.
16:10Die Tatwaffe vermutlich aus Metall.
16:15Stahlrute, Schlagstock.
16:16Oder irgendein Metallwerkzeug.
16:25Herr Neuland, als Betriebsrat,
16:27da wissen Sie doch,
16:28was in der Firma hier so vor sich geht.
16:30Ob jemand Grund hätte,
16:32die Chefin zu entführen?
16:33Kann ich mir nicht vorstellen.
16:36Und vor allem,
16:37ob jemand Elli Kauber dafür töten würde?
16:40Mit Elli hatte hier niemand ein Problem.
16:41Warum auch?
16:42Sie hat hart gearbeitet,
16:43so wie wir alle.
16:44Die Sache mit der Chefin,
16:45wer die kennt,
16:46der weiß, dass sie sie jeden Morgen
16:47mit dem Hund im Wald.
16:48Das wäre viel einfacher gewesen.
16:51Waren Sie noch Nachmittag gegen 15 Uhr?
16:54Bitte.
16:58Sie wurden vermisst?
17:01Ich war in der Stadt in Café Götz
17:03und habe auf Frau Weißenberg gewartet.
17:06Wir wollten zusammen
17:07das Sanierungskonzept durchgehen
17:08nach Ihrem Termin bei der Bank.
17:10Sie waren eingeweiht?
17:12Wir haben das Konzept zusammen erarbeitet.
17:14Es geht ja schließlich um die Existenz.
17:16Wenn die Existenz auf dem Spiel steht,
17:19da...
17:21...
17:22...
17:22...
17:22...
17:22...
17:22...
17:22eine Auseinandersetzung.anciese
17:28Einen
17:28gab es da schon, der der
17:29Frau Weißenberg die Sache
17:31immer wieder hat madig machen wollen. Guten Abend,
17:35Herr Reuter. Diesen Neuland
17:37habe ich angetroffen. Er will im Café
17:39Götz
17:40auf Frau Weissenberg gewartet haben, als wir mit ihm
17:41sprechen wollten. Lässt sich ja leicht
17:43überprüfen. Frau Dr. Engel hat
17:46die Todesursache bestätigt. Sie fragt
17:48übrigens nach einem möglichen Tatwerkzeug.
17:50Dann könnte sie das mit der
17:51Verletzung abgleichen. Haben Sie was gefunden?
17:54Dann schicken Sie mir doch bitte ein LKW.
17:56Ich kann hier so gut wie alles mitnehmen.
17:59Als Täter kommen
18:00rein theoretisch auch alle in Frage.
18:02Wenn man durch den Wald
18:03zum Tatort läuft, braucht man sieben Minuten.
18:06Mit dem Auto dauert es länger.
18:07Das heißt, jeder, der gesehen hat, wie der Wagen losgefahren ist,
18:10hatte die Möglichkeit gehabt. Genau.
18:12Es gibt allerdings jemanden,
18:14der ein großes Problem mit der Firma hat.
18:16Der eigene Sohn.
18:17Marius Weissenberg.
18:42Sohn.
18:56Musik
19:27Leute, bist du allein?
19:30Schließ dich bitte ein und bleib, wo du bist, ja?
19:32Ich ruf die Polizei bitte auch gleich bei dir.
19:34Bis dann.
19:48Im Gebäude wurde jemand mit einer Tasche abgeobachtet.
19:50Schauen Sie doch mal, ob Sie was finden, ja?
20:03Wiebke, ich bin's, Bernd Reuter.
20:07Hey, alles okay bei dir?
20:15Warum bist du dann hier allein?
20:17Wo ist dein Vater?
20:19Ja, ich höre es auch nicht.
20:21Vorhin war er noch da.
20:22Aber einer muss doch hier sein.
20:24Was ist denn, wenn jemand wegen meiner Oma anruft?
20:27Ja, ja, ja, da hast du völlig recht.
20:29Ich muss irgendwas tun.
20:31Schuldig meiner Oma.
20:33Und Elli.
20:34Sie wollte sie nur beschützen und jetzt ist sie tot.
20:39Sie ist eine Heldin.
20:41Eine echte Heldin.
20:44Und ich mache gar nichts.
20:46Na komm, das stimmt doch nicht.
20:47Du hast mich sofort angerufen.
20:49Das hat uns sehr geholfen, Wiebke.
20:51Entschuldigung.
20:52Wir haben keine Leihungspuren.
20:54Okay, danke.
20:58Ich habe es auf dem Handy.
20:59Du hast es gefilmt?
21:03Wiebke, das ist ja super.
21:10Was ist denn hier los?
21:12Was machen Sie denn hier?
21:15Herr Weismerk, offensichtlich, das ist nicht in Ordnung,
21:17dass Sie Ihre Tochter in dieser Situation allein lassen.
21:20Ja.
21:21Ich habe gerade geschlafen.
21:23Entschuldige.
21:25Ich musste mal raus.
21:26Eine Runde joggen, nachdenken.
21:27Wenn ich das alles ziemlich nahe.
21:30So das mit meiner Mutter, meine ich.
21:33Sie sind mitten in der Nacht gejoggt?
21:36Ja.
21:36Waren Sie zufällig auch drüben im Betriebsgebäude?
21:39Nee, war ich nicht.
21:41Warum?
21:43Hey.
21:45Alles okay?
21:47Hm.
21:50Und wieso holen Sie mich mitten in der Nacht hierher?
21:53Der Safe kann nicht das Ziel gewesen sein.
21:56Da ist überhaupt nichts Wichtiges drin, nur Unterlagen.
22:01Das konnte der Einbrecher aber nicht wissen, oder?
22:15Da waren ja wohl nicht nur irgendwelche Unterlagen drin, oder?
22:21War Geld?
22:24Wie viel?
22:26120.000.
22:28Wofür war das Geld?
22:30Die Chefin wollte damit Härten abfedern.
22:33Mhm.
22:35Wer außer Ihnen und Frau Weißenberg wusste von dem Geld?
22:39Niemand.
22:40Auch nicht Marius Weißenberg?
22:43Na, der schon gar nicht.
22:46Die Chefin hat ihm schon lange nicht mehr getraut.
22:50Auch wenn's ihr Sohn ist.
22:53Sie traut nur mir.
22:55Wir haben das gemeinsam geplant und in den letzten paar Jahren immer ein wenig Bargeld zurückgelegt.
23:03Sie wollte in Notsituationen helfen können.
23:08Wir sind hier wie eine kleine Familie.
23:13Danke, Papo.
23:22Die einzige Erklärung ist ein Quick Kidnapping.
23:25Die Zielperson wird entführt und gezwungen am Geldautomaten, so viel Geld wie möglich abzuheben.
23:30Nur, dass in unserem Fall Maria Weißenberg dazu gezwungen wird, den Firmenschlüssel und die Kombination für den Tresor herzugeben.
23:35Ja, das würde natürlich nur Sinn machen, wenn die Entführer gewusst hätten, dass das im Safe Geld ist.
23:41Aber 120.000 Euro?
23:44Wie geht man dafür an Mord?
23:46Was geht man dafür an der Entführung?
23:48Ja, vielleicht bringt uns das ja weiter.
23:49Wiebke hat das Video gemacht.
23:53So, hier, das Motorrad.
23:55Als ich auf den Parkplatz gefahren bin, war der absolut leer.
23:58Wenn wir den Halter ermitteln können, dann führt uns das vielleicht direkt zur Frau Weißenberg.
24:02Ohne Nummernschild wird das nicht einfach.
24:05Trotzdem, die Kleine hat gut reagiert.
24:07Ja, ja, Wiebke ist eine kluge junge Frau.
24:08Ich schick dir das gleich nachher.
24:09Okay.
24:11Das Motorrad des Einbrechers.
24:13Was ist damit?
24:14Wir wissen zwar nicht genau, aus welcher Richtung es gekommen ist, aber ziemlich genau wann.
24:18Du hast recht.
24:19Die Verkehrsüberwachung.
24:20Du?
24:24Okay, ein Versuch ist es wert.
24:49Oh, danke.
24:51Ich hätte dich ja eher für eine Teetrinkerin gehalten.
24:55Yogamatte.
24:57Alles nach Feng Shui ausgerichtet.
25:00Eine Meditationssipp auf dem Handy.
25:02Du bist ja ein Meisterdetektiv.
25:04Okay, Vater Deutscher, Mutter Niederländerin, Mikos.
25:12Beide Griechenland-Fans.
25:13Haben sich auf Naxos kennengelernt.
25:17Sie lieben Griechenland.
25:19Ich liebe meinen Kaffee.
25:22War vielleicht doch nicht so eine gute Idee.
25:24Nichts?
25:26Es ist eine Chance.
25:28Gute Polizisten nutzen jede Chance.
25:30Nur so wird man dem Opfer gerecht.
25:32Das sage ich auch immer.
25:34Carpe diem.
25:35Nutze den Tag.
25:37Du weißt schon, dass carpe diem immer falsch übersetzt wird.
25:40Ach ja?
25:41Mhm.
25:42Es bedeutet eigentlich, pflücke den Tag.
25:45Ich finde, es geht nicht um den Nutzen.
25:50Sondern ums Genießen.
25:57Halt!
26:03Uhrzeit könnte stimmen.
26:09Prüfen wir alle Motorräder von dem Typ, die in Wiesbaden gemeldet sind.
26:13Uns läuft die Zeit weg.
26:14Alles klar.
26:22Herr Schirm?
26:24Reuter.
26:25Schön, dass das geklappt hat.
26:26Meine Sekretärin hat gesagt, es geht um Weißenberg-Metal.
26:29Ich bin nicht sicher, ob ich Ihnen da weiterhelfen kann.
26:32Ich habe von mehreren Seiten gehört, dass die Firma Weißenberg wirtschaftlich in Schieflage geraten sein soll.
26:36Können Sie das bestätigen?
26:37Frau Weißenberg ist bemüht, das zu ändern.
26:43Das ist der Sanierungsplan, den wir zusammen erstellt haben.
26:47Streng vertraulich.
26:49Der richterliche Beschluss.
26:50Bitte sehr, Herr Schirm.
26:51Danke.
26:56Das Grundstück, auf dem die Firmengebäude stehen, soll bedienen werden.
27:00Das Eigentum der Chefin.
27:02Zusammen mit einem effizienten Umbau der Personalstruktur steht das Projekt auf vielversprechenden Beinen.
27:08Hatte Marius Weißenberg, der Sohn, nicht eine andere Absprache mit der Kommunalverwaltung?
27:13Er will doch da irgendwelche Immobilien bauen auf dem Grundstück.
27:15Das Immobilienprojekt wurde erst vor kurzem gestorbt.
27:18Für die Planung sind sogar schon Gelder geflossen.
27:21Aber Maria Weißenberg hat entschieden, stattdessen ihr Unternehmen und die Belegschaft zu retten.
27:28Das wird Ihren Sohn nicht gefreut haben.
27:31Darf ich das behalten?
27:32Gerne.
27:33Danke, Herr Schirm.
27:35Ja, unser neues Dreamteam hat was rausgefunden.
27:38Erzählen Sie es doch einfach.
27:40Die beiden haben extra eine Nachtschicht eingelegt.
27:42Bernd, wir haben das Motorrad des Einbrechers identifiziert.
27:46Sehr gut.
27:47Bist du schon, auf wen das zugelassen ist?
27:49Auf dem Nachbarn von Peter Neuland.
27:52Und Neuland hat sich die Maschine ausgeliehen.
27:54Ah ja.
27:55Ja, super.
27:56Danke euch.
27:59Außer Frau Weißenberg und Frau Buch.
28:01Kennt niemals die Kombination des Selbst.
28:03Was wollen Sie damit sagen?
28:07Moment mal langsam.
28:08Ja, mit der Entführung habe ich nichts zu tun.
28:11Dann ist es also purer Zufall, dass Sie ausgerechnet gestern Nacht Ihre Chefin ausrauben.
28:15Nein, ja.
28:16Ich meine, ich habe nichts gestohlen.
28:18Herr Neuland.
28:21Es tut sich kein Gefallen, wenn wir uns jetzt hier anlügen.
28:24Wir wissen, dass Sie gestern nach dem Büro waren.
28:26Und bald werden wir die 120.000 bei Ihnen finden.
28:29Also, woher haben Sie die Kombination des Safes?
28:34Ich habe es gesehen.
28:35Wie, Sie haben es gesehen? Wann?
28:37Gestern.
28:40Die Buch ist immer so extrem vorsichtig mit ihrem Safe.
28:44Aber gestern, nachdem die Chefin weg ist,
28:46hat sie einen Anruf bekommen, der sich völlig durcheinander gebracht hat.
28:49Mit wem hat sie gesprochen?
28:51Keine Ahnung.
28:51Jedenfalls hat sie das Ding geöffnet, ohne aufzupassen.
28:54Wie?
28:55Sie standen direkt daneben.
28:57Nein, ich stand im Flur.
28:58Deswegen habe ich auch nur zwei Zahlen gesehen.
29:00Zweimal die 15.
29:01Die Kombination hatte noch zwei andere.
29:05Da denke ich auf einmal,
29:06das ist doch der Name von dem Köter.
29:09Moyo.
29:09Na, übersetzt in Zahlen.
29:1113, 15, 10, 15.
29:17Genau.
29:18Ja, genau.
29:19Es hat gepasst.
29:21Ich wollte nur wissen, was die Chefin da drin hat.
29:24Und als ich dann das Geld gesehen habe,
29:27120.000 Euro.
29:31Die wollte ich nicht für mich.
29:33Ich habe sie für die Belegschaft mitgenommen.
29:35Ich wollte sicher gehen,
29:37dass die Kollegen nicht leer ausgehen,
29:39wenn der Laden untergeht.
29:39Das ist doch menschlich, oder?
29:41So oder so kommen sie in den Knast.
29:43Haben sie denn genügend Zeit,
29:44ihre Märchen zu erzählen?
29:46Stehen Sie bitte auf.
30:00Hey, Mieke!
30:02Mach das aus, mach das Ding aus!
30:06Mieke, mach das Ding aus!
30:08Verdammte Hake macht das Ding aus!
30:11Mann, ich habe dich gesagt,
30:13du werde ich noch weitergehen!
30:15Das ist gefährlich!
30:18Bleib stehen!
30:21Meine Oma ist der Chef!
30:22Ich kann machen, was ich will!
30:24Ja, Madame, aber nur, wenn ich dabei bin!
30:31So, Liebke, das ist doch viel zu gefährlich.
30:33Das habe ich dir doch gesagt.
30:38Liebke, du musst jetzt durchhalten.
30:41Für deinen Vater.
30:42Für deine Oma.
30:44Und für.
30:46Für Heli.
30:54Ist alles gut.
30:56Danke.
30:58Herr Weismack, ich habe mir mal den Sanierungsplan
31:00für die Firma Ihrer Mutter angeschaut.
31:03Sollten Sie sie nicht suchen,
31:05statt in irgendwelchen alten Papieren rumzustochen?
31:07Also, Herr Schirm von der Bank Ihrer Mutter
31:09hält den Plan ja für,
31:10ausgesprochen, vielversprechend.
31:12Wie ist Ihre Meinung?
31:18Oder haben Sie sich vielleicht geärgert,
31:20dass Ihre Mutter hier Erbe beleihen will?
31:23Es ist Ihr Land.
31:25Ich komme gut alleine zurecht.
31:27Ja?
31:29Warum wollen Sie denn hier alles dicht machen
31:30und auf dem Grundstück ein großes Wohnungsbauprojekt realisieren?
31:34Ach, das hat mich eh gewundert.
31:36Ich meine, Sie haben Verträge abgeschlossen,
31:38es ist Geld geflossen,
31:39obwohl Ihre Mutter weder der Liquidation der Firma
31:41noch dem Verkauf des Grundstückes zugestimmt hatte.
31:44Und dann kam noch dieser Planungsstopp.
31:48Ich denke, Ihre Investoren sind nicht sonderlich gut,
31:51auf Sie zu sprechen.
31:52Wer verliert schon gern Geld?
31:53Ja.
31:55Okay.
31:57Ich habe das Land praktisch schon verkauft,
31:59aber meine Mutter war eingeweiht.
32:01Sie hat mich unterstützt.
32:03Als es ernst wurde,
32:05konnte sie sich plötzlich nicht mehr dran erinnern.
32:07Ich wollte nur noch diese verdammte Firma retten.
32:11Aber das hat doch alles nichts
32:12mit der Entführung meiner Mutter zu tun.
32:20Aber womit hat das denn dann zu tun?
32:24Vielleicht mit dem Tod von Annie Kaube?
32:29Das Gebiet hier haben wir schon.
32:30Okay.
32:33Die Entführung ist jetzt knapp 24 Stunden her.
32:35Wir hätten längst was hören sollen.
32:37Das denke ich auch.
32:38Oder ist es Taktik,
32:39dass die Entführer sich so viel Zeit nehmen?
32:41Profis haben ein klares Ziel.
32:43Sie wollen so schnell wie möglich ins Geld
32:44und die Geisel loswerden.
32:45Weil das Risiko steigt jede Minute,
32:47dass etwas schief geht.
32:48Richtig.
32:49Ich muss meine erste Einschätzung korrigieren.
32:51Es kann sein,
32:52dass hier doch Amateure am Werk sind.
32:54Ach nee.
32:56Maria Weissenberg ist in akuter Lebensgefahr.
32:58So ist es.
33:10Amatürk,
33:11Ich bin es in akut.
33:12Ich bin es in akut.
33:20Ich bin es in akut.
33:30Ja, ich bin es in akut.
33:39Wie bitte? Hallo?
33:48Krass.
33:50Elli Kauber und ihre Mutter hatten seit Jahren keinen Kontakt mehr.
33:55Aber ihrer Mutter ist ihr Tod scheißegal.
33:58Wow, das ist hart.
34:00Elli Kauber hatte in ihrer Jugend wohl einige Probleme auch mit uns,
34:03aber dass ihre Mutter so auf ihren Tod reagiert.
34:10Hast du was Neues zu Marius Weißenbergs Alibi?
34:13Also ich habe bisher noch niemanden gefunden, der ihn beim Joggen im Wald gesehen hat.
34:17Dafür wurden in Peter Neulands Wohnung die 120.000 sichergestellt.
34:23Mit einer Liste, wie das Ganze an seine Kollegen verteilt werden sollte.
34:27War wohl doch kein Märchen.
34:30Und Frau Buch bestätigt seine Geschichte.
34:33Der Anruf kam von irgendeiner Cousine und hat sie total durcheinander gebracht.
34:36Irgendwas mit Scheidung.
34:39Okay. Gut.
34:41Dann kann Peter Neuland wirklich nicht dein Führer sein.
34:45Kann er nicht gleichzeitig die Buch beobachten und am Tatort gewesen sein?
34:48Nee.
34:50Ich bin soweit.
34:52Wir wollen nochmal die Zufallswege im Waldgebiet überprüfen.
34:55Mit dem Förster, den Jägern, Vogelfreunden und so weiter sprechen.
35:01Ja.
35:05Vogelfreunde.
35:07Alles klar.
35:17Herr Reuter.
35:19Ich habe mir mal den Verbindungsnachweis vom Fronburgs Anschluss angeguckt.
35:29Sie haben uns angelogen, Frau Bohr.
35:33Nein.
35:34Doch, doch.
35:34Sie haben gestern nicht mit Ihrer Cousine telefoniert, sondern mit der Bank von Frau Weisenberg.
35:38Herr Schirrm hatte Sie angerufen und Ihnen zu Ihrem Vorruhestand gratuliert.
35:42Das war ein Irrtum.
35:45In diesem Sanierungskonzept tauchen Sie bei den Personalkosten nicht mehr auf.
35:49Tja, auch ein Irrtum.
35:51Frau Weisenberg braucht mich.
35:53Frau Bohr steht irgendwas von effektivem Umbau der Personalstruktur.
35:58Dieser Umbau soll offensichtlich ohne Sie stattfinden.
36:03Sie waren jahrelang engste Mitarbeiterin Ihrer Chefin.
36:06Sie haben sich sogar strafbar gemacht für Sie und am Finanzamt vorbei Geld aus der Firma gezogen.
36:10Und dann erfahren Sie, dass Sie von einem Tag auf den anderen aufs Abstellgleis geschoben werden?
36:16Der Einruf muss Sie doch wohl da verletzt haben.
36:21Das konnten Sie doch nicht einfach so hinnehmen.
36:23Sie mussten doch Frau Weisenberg mit diesem Verrat konfrontieren.
36:28Das war alles Ihre Schuld.
36:32Sie wollte sich die Hände nicht mehr schmutzig machen.
36:35Ist immer um die Chefin rum.
36:40Jetzt verstehe ich.
36:43Sie sind gar nicht wütend auf Frau Weisenberg. Wütend sind Sie auf Elli Kauber?
36:48Auf wen denn sonst?
36:50Wissen Sie, was das für eine war?
36:54Autodiebstahl, Drogenkonsum.
36:56Das hat die alles hinter sich.
36:58Aber Frau Weisenberg ist einfach zu gut für diese Welt.
37:00Die Elli knackt ihr das Auto, fährt damit spazieren und stellt sie wieder vor die Tür.
37:07Ich meine, sowas muss man doch anzeigen.
37:14Aber ich war das nicht.
37:20Wo waren Sie nach dem Anruf von Herrn Schirrm?
37:28Ich war im Waschraum.
37:35Ich vertrete diese Firma.
37:40Und ich finde, man sollte mich nicht weinen sehen.
38:06Und ich finde, man sollte mich nicht weinen sehen.
38:07Puh! Puh! Puh! Puh! Puh!
38:38Wenigstens keine Leiche.
38:56Hilfe!
38:59Hilfe!
39:08Und? Hast du was?
39:10Nein, nein, nein.
39:13Ich setz hier auf, Mann.
39:15Okay.
39:23Kerstin? Ja?
39:28Ist noch Blut dran.
39:31Okay, Hannes?
39:34Gehen wir's bitte in die Gerichtsmedizin, ja?
39:47Ich glaube, wir haben die Tatwaffe.
39:49Ja, das ist so ein Schraubenschlüssel zum Verstellen.
39:51Ist schon auf dem Weg zu Frau Dr. Engel.
39:52Ah, sehr gut. Danke dir.
39:59Herr Reuter? Ja?
40:02Das habe ich eben in der Firmenpost gefunden.
40:07Der Brief wirkt improvisiert.
40:09Ich meine, sind das wirklich Profis?
40:11Nein, nein.
40:12Die Forderungen sollten wir unbedingt ernst nehmen.
40:14Wir haben das definitiv mit Amateuren zu tun.
40:15Hm.
40:17Es gibt drei Möglichkeiten, wie das hier ablaufen kann.
40:20Erstens, den Führer...
40:22Herr Wip, würdest du bitte deinen Vater holen?
40:23Ich habe ein paar Fragen liegen.
40:32Erstens, den Führer kriegen Panik, töten die Geisel und verschwinden.
40:36Zweitens, Frau Weissenberg hat etwas mitbekommen.
40:38Oder die Täter erkannt.
40:39Dann ist sie auch tot.
40:41Und drittens?
40:42Wir lassen den Brief untersuchen.
40:43Vielleicht haben wir ja was.
40:45Fingerabdrücke, DNA...
40:47Ich kann meinen Vater nicht befinden.
40:49Und ans Ende geht er auch nicht.
40:51Komm, wir schauen noch mal zusammen, ja?
41:15Wie lange sind deine Eltern eigentlich schon geschieden?
41:18Schon seit ich neun war.
41:19Aha.
41:21Heiraten ist scheiße.
41:23Naja, da hast du ja auch noch ein bisschen Zeit.
41:25Nee, ich meine zu ernst.
41:27Ich heirate nie.
41:28Da tut man sich doch gegenseitig nur ständig weh.
41:30Na, dafür muss man aber nicht unbedingt verheiratet sein.
41:34Mein Papa, ständig muss man dich suchen.
41:36Wo warst du denn?
41:37Ich, äh...
41:39Ich hab mit der Bank telefoniert.
41:41Meine Mutter, gibt's was Neues?
41:44Ja.
41:54Eine Million?
41:57Wie soll ich nicht auftreiben?
41:59Das ist so schnell.
42:02Wir können Sie beim Gespräch mit Ihrer Bank unterstützen.
42:05Allerdings müssen Sie die nötigen Sicherheiten aufbringen.
42:11Und, äh...
42:12Wer soll das Geld dann übergeben?
42:13Der Brief ist an Sie gerichtet.
42:24Kollegen, die Täter sind unerfahren und deshalb unberechenbar.
42:30Zugriff und Festnahme.
42:33Nur, wenn wir die Geisel definitiv nicht gefährden.
42:36Unser Ziel?
42:38Transfer überwachen.
42:40Die Täter fassen.
42:42Oder dem Geld folgen.
42:46Übergabe durch Marius Weissenberg.
42:48Ich erwarte absolute Funkdisziplin.
42:50Auf geht's!
42:54Wenn alles glatt geht,
42:56wenn wir Frau Weissenberg nach der Übergabe
42:59an einem öffentlichen Ort
43:00eine Bushaltestelle am Bahnhof oder sowas.
43:03Marius Weissenberg wird hier
43:05in die Nero-Bergbahn einsteigen.
43:07Wie es weitergeht, wissen wir nicht.
43:10Berg- und Talschutzung werden überwacht, nehme ich an.
43:12Deshalb brauche ich Sie in der Bahn, Schubart.
43:27Ich weiß nicht, wer kommt.
43:42Okay, Sie können.
43:44Okay.
43:51Einmal bitte.
43:57Was Jana hat mich Ihnen gehört.
43:58Einen Durchschnitt.
44:04Ich weiß, wie war es sein Amina.
44:04Ich will.
44:15Wir beenden, die Futter und die Karte kommen.
44:21Ich schaange alle mit ihren Augen.
44:22Und erschrecken alle mit einem den Busen.
44:24Ich muss meine Garten gehen.
44:26Aber ich weiß, was wir nicht.
44:33Okay, die Bahn fährt los.
44:49Er hat gerade eine Nachricht bekommen.
44:51SMS?
44:52Web-Messenger, verschlüsselt, da kann ich nicht mitlesen.
45:00Hey, hey, was macht er da?
45:09Ja, er hat die Tasche runtergerufen.
45:12Zucker, Zucker!
45:17Was ist denn?
45:19Was ist denn?
45:30Hey, wir brauchen eine Notarzt.
45:34Oh, scheiße.
45:36Nikos.
45:47Guter Einsatz von Kollegen.
45:51Die Fahndung nach dem Pick-up läuft.
45:53Alle Dienststellen sind informiert, jede verfügbare Streife ist raus.
45:56Du bist wirklich okay?
45:58Ja, wird schon.
45:59Okay, komm mal her.
46:08Verstehe.
46:11Au, au, au.
46:13Ja, gute Besserung für den Kollegen, ne?
46:17Okay, Schubert.
46:19Danke für die Info, ja?
46:21Ja, bis später.
46:28Sie war so eine Art Projekt mit meiner Mutter.
46:32Die hat dir den Ausbildungsplatz gegeben.
46:36Wissen Sie, was das für eine war?
46:40Autodiebstahl, Drogenkonsum.
46:41Das hat die alles hinter sich.
46:43Alles hinter sich.
46:45Maria, weiß ich nicht.
46:46Ich wurde entschuldet.
46:48Bitte.
46:49Die ist an allem schuld.
46:52Wollte sich die Hände nicht mehr schmutzig machen.
46:55Ist immer um die Chefin rum.
46:58Sie wollte sie nur beschützen und jetzt ist sie tot.
47:06Sie ist eine Helde.
47:07Eine echte Helde.
47:09Eine echte Helde.
47:21Wir müssen zum Anfang zurück.
47:25Das Gespräch mit Frau Buch hat mich auf einen Gedanken gebracht.
47:28Frau Buch hat kein Problem mit ihrer Chefin.
47:31Frau Buch hatte ein Problem mit Elli Kauber.
47:35Ich glaube, sie hat sie gehasst.
47:38Ja, aber Frau Buch hat ein Alibi.
47:40Sie wurde von einer Kollegin auf der Darmentoilette gesehen.
47:42Genau in unserem Zeitfenster.
47:44Das meinte ich nicht, Schubert.
47:46Wir müssen unsere erste Vermutung korrigieren.
47:49Wenn wir uns nur auf die Tat konzentrieren und alles andere weglassen.
47:52Beruf, sozialer Status der beiden Frauen, Banktermin, Lösegeldforderung.
47:56Wenn wir das alles weglassen, was bleibt da übrig?
48:00Eine tote Frau und eine verschwundene Zeugin.
48:04Frau Weissenberg als Zeugin?
48:07Aber warum wurde sie dann nicht auch getötet?
48:09Bisher haben wir sie nicht gefunden.
48:12Was ist, wenn Elli Kauber kein Kollateralschaden war, sondern Ziel des Angriffs?
48:30Herr Kauber?
48:34Wir haben sie gesucht.
48:38Kann es sein, dass jemand ihre Frau vorsätzlich umgebracht hat?
48:43Was?
48:44Marius Weissenberg zum Beispiel.
48:47Nein.
48:50Allermählige Liebe.
48:56Bitte, Herr Kauber.
49:05Ihr Werkzeug, das ist komplett?
49:10Ja.
49:12Ein Rollgabel-Schlüssel fehlt nicht zufällig.
49:16Nein.
49:17Bitte.
49:24Liebke, ich würde gerne deine Aussage auf Video aufnehmen.
49:27Vielleicht kann ich dir damit ersparen, dass du irgendwann alles nochmal erzählen musst.
49:32Was wollen Sie denn überpassen?
49:33Liebke, warum ist es dir eigentlich so wichtig, dass Elli Kauber eine Heldin ist?
49:53Hat er dir auch gesagt, dass man nichts Schlechtes über Elli sagen darf?
49:57Da gibt es ja auch nichts mehr zu sagen.
49:59Das war ja alles bekannt, also Ihre Vergangenheit.
50:03Nur mal langsam, Herr Weissenberg.
50:05Vielleicht hat Wiebke ja irgendetwas gesehen, was sie uns bis jetzt noch nicht gesagt hat.
50:13Es ist alles meine Schuld.
50:22Ich wollte nur wissen, was da los ist.
50:25Und dann habe ich sie gesehen.
50:30Elli.
50:33Und mein Vater.
50:42Für sie hattest du Zeit.
50:45Ich war so wütend.
50:47Um mich kümmert er sich gar nicht.
50:53Was hast du dann gemacht?
50:59Liebke, es ist nicht deine Schuld.
51:01Was ist mit Elli passiert ist.
51:04Schuld hat nur der, der Elli das angetan hat.
51:12Ich habe sie mal erzählt.
51:19Hallo.
51:21Danke.
51:24Danke.
51:25Danke, Herr Kauber.
51:26Danke, Herr Kauber.
51:28Wir haben Ihre Schöpfung leider noch nicht gefunden.
51:31Und was soll ich jetzt hier?
51:33Schlimme Sache, die da passiert ist.
51:35Also, dass Ihre Frau Elli so reingezogen wurde in diese Entführung.
51:41Meine Elli.
51:42Ich könnte mir vorstellen, dass ich Frau Weissenberg beschützen wollte.
51:47Also aus Dankbarkeit.
51:49Dankbarkeit.
51:52Ja.
51:54Ja, dankbar war sie.
51:57Ihnen gegenüber auch?
51:59Mir.
52:01Na ja, ich meine, hat sie Ihnen sozusagen ein neues Leben zu verdanken.
52:05Eine zweite Chance.
52:06Ja, ohne mich wäre sie wahrscheinlich im Knast gelandet damals.
52:09Oder auch schlimmer, das hat sie selbst immer gesagt.
52:13Und wahrscheinlich ist es ja auch.
52:15Deshalb ist es ja auch schwergefallen, auf bestimmte Dinge zu verzichten.
52:19Wir waren glücklich, wenn Sie das meinen.
52:25Und warum hat sie sie dann betrogen?
52:29Schauen Sie mal.
52:34Wiebke, es ist nicht deine Schuld.
52:37Schuld hat nur der, der Elli das angetan hat.
52:45Ich habe es ihm erzählt.
52:50Wem hast du es erzählt?
52:52Und Christoph?
52:54Christoph Kauber?
52:55Wir sind Freunde.
52:58Er hat immer Zeit für mich und ich fand es so scheiße, dass sie ihn betrügt.
53:04Ich dachte, die kriegt Ärger und dann lässt sie meinen Vater in Ruhe.
53:10Und dann?
53:13Nichts.
53:15Er war ganz ruhig.
53:17Und dann wurde meine Oma entführt und Elli war tot.
53:23Nein, Christoph hat gesagt, dass das jetzt alles gar nicht mehr wichtig ist.
53:26Verdammte Scheiße!
53:28Die liebt doch die Kleine!
53:31Sie ist das Biest!
53:34Ich glaube nicht, dass sie lügt.
53:35Warte, ich mich verarschen!
53:36Nein.
53:38Aber wir wollen wissen, wo Frau Weissenberg ist.
53:40Und ich bin mir sicher, sie können uns dabei helfen.
53:54Tag, Frau Dr. Engel.
53:56Vielen Dank, dass Sie hergekommen sind.
53:57Na klar.
53:58Und?
53:59Es passt in der Tat alles zusammen.
54:01Gut.
54:10Können Sie mir einen Gefallen tun?
54:12Ja.
54:17Ich selbst nichts mehr.
54:24Das muss sehr schwer für Sie gewesen sein, Herr Kauber.
54:27Wovon reden Sie?
54:29Von Ihrer Beziehung zu Ihrer Frau Elli.
54:32Und wie sehr Sie sie geliebt haben.
54:35Und wie schrecklich es war, als Sie begriffen haben, dass sich Elli in einen anderen Mann verliebt hatte.
54:41Ein Mann, der jünger war, als Sie, Herr Kauber, der gut aussah, der Geld hatte, der Elli sehr viel mehr
54:47bieten konnte, in jeder Hinsicht.
54:49In jeder Hinsicht?
54:50Wollen Sie damit sagen, ich kriege keinen mehr hoch?
54:58Sie wollten Elli zwingen, dass sie bei Ihnen bleibt.
55:00Um jeden Preis.
55:07Meine Elli liebt nur mich.
55:11Meine Leute!
55:13Arbeiten!
55:15Aber Elli wollte sie nicht mehr.
55:17Sie wollte zu dem Mann, in den sie sich verliebt hatte.
55:21Schämst du dich, weil du mit ihrem Sohn rumfügelt hast?
55:23Was?
55:23Nein!
55:24Elli, kommen Sie. Wir sind später.
55:26Ja, sofort.
55:27So etwas tut weh, Herr Kauber.
55:30Furchtbar weh.
55:32So weh, dass man schrecklich wütend wird, weil man nicht mehr weiter bei ist.
55:51Ich verzeih dich.
55:52Wir tun so, als wäre das alles nicht passiert.
55:55Das können wir nicht, Christoph.
55:57Das ist passiert.
55:59Und ich wollte es auch.
56:00Ich wollte Ihnen doch nur helfen.
56:05Ich habe hier zurückgekommen.
56:10Anna Kauber.
56:13Sie wollten sich helfen.
56:15Und als Sie gemerkt haben, dass es nicht funktioniert, haben Sie die Kontrolle verloren und Ihre Frau erschlagen.
56:20Nein, nein, es geht nicht.
56:21Nein, mir.
56:25Anna!
56:26Ah!
56:32Wo ist Frau Weißenberg?
56:35Herr Kauber, wo ist Frau Weißenberg?
56:39Im Stollen am Kellerskopf.
56:47Herstin, Kellerskopf, Stollen. Ja.
57:09Der Kunde ist mit, Herr Kauber.
57:11Wer ist das?
57:20Es geht jetzt mit der Krise.
57:21Das ist ein Problem.
57:37Frau Weisenberg, wir sind von der Polizei. Sie sind in Sicherheit. Kommen Sie hin. Alles gut.
58:02Die Prellung ist erschöpft und dehydriert, aber das wird wieder. Gute Arbeit, Schubert. Na, wie geht's an Weber?
58:12Er wird wohl noch etwas Zeit im Krankenhaus verbringen müssen. Wie, ihr habt schon wieder telefoniert.
58:16Hey, ist einer eifersüchtig? Du, Uwe.
58:46Untertitelung des ZDF, 2020
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