- vor 3 Monaten
Kommissar Keller - Erik Ode /
Drehbuch - Herbert Reinecker /
Regie - Wolfgang Becker
Drehbuch - Herbert Reinecker /
Regie - Wolfgang Becker
Kategorie
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TVTranskript
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00:21:42Ist das nie in der Schrank?
00:21:49Ja.
00:21:50Und was ist das?
00:21:55So viel.
00:22:00Hast du auch Ihren Schrank durchsucht?
00:22:01Das darf ich ja.
00:22:03Ich habe sie gefragt, wie viel Geld haben Sie denn?
00:22:05Nicht so viel, hat sie gesagt.
00:22:07Ich muss dann zahlen, Käthe.
00:22:08Was ist das für ein Umschlag, habe ich gefragt.
00:22:10Wer hat die Zahl draufgeschrieben?
00:22:12Das ist doch eine Männer-Handschrift.
00:22:14Nichts, nichts, nichts.
00:22:15Ja, ist doch klar.
00:22:16Branditsch hat ihr gesagt, halt die Schnauze und das macht sie auch.
00:22:18Die halten doch zusammen wie sonst was, die ganze Mischbruch.
00:22:20Da darfst du nicht mit der feinen englischen Art kommen.
00:22:22Meinst du?
00:22:23Käthe!
00:22:25Deine Tischdame hat der Teufel geholt, ne?
00:22:27Ja, selbst wenn es der war, ich muss es beweisen.
00:22:29Käthe, was ist denn, ich muss los?
00:22:31Na, und der Alte hängt dauernd am Telefon?
00:22:33Na ja, dauernd.
00:22:34Ich weiß nicht, was ich ihm sagen soll.
00:22:35Ehrlich gesagt, Robert, ich habe keine Ahnung.
00:22:37Soll ich dir was sagen?
00:22:38So hat er uns am liebsten.
00:22:40Oh, ich denke, du hast schon gegessen.
00:22:42Ich wollte euch auch nur sagen, der Chef ist oben.
00:22:48Was?
00:22:49So eine Krippe ist auch nicht mehr das, was sie früher waren.
00:22:52Was macht er denn?
00:22:53Oh, er schnuppert an seinem Schreibtisch rum.
00:22:57Und wo du bist, will er wissen.
00:22:59Hm?
00:23:01Ich muss gar nicht mehr denken, du.
00:23:02Bitte bezahl für mich den Schluss.
00:23:05Aber eigentlich macht er einen ganz zufriedenen Eindruck.
00:23:07So was muss man jungen Leuten ja nicht gleich mitteilen.
00:23:10Ach, keine Angst, ich bin überm Berg.
00:23:19Tja, du wirst dich wundern, Harry, ich lese deine Berichte wieder und immer wieder.
00:23:23So?
00:23:24Sie erinnern mich ein bisschen an einen Lehrer, den ich mal hatte.
00:23:27Der sagte immer, sie haben einen entzückenden Stil, Schmidt, aber sie kommen nicht auf den Punkt.
00:23:31Aha.
00:23:32Und besagter Schmidt fleckte immer zu sagen, ja, ich habe ihn noch nicht.
00:23:35Herr Studienrat, ich habe den Punkt noch nicht.
00:23:37Und ich habe ihn auch noch nicht.
00:23:39Bravo, Schmidt.
00:23:40Harry.
00:23:42Ja, eine Menge Gerede.
00:23:43Der sagt dies, der sagt das.
00:23:45Alles nette, freundliche Leute.
00:23:48Nur die Tote, die da ist, die stört ein bisschen mit ihrer Realität, die sie nur einmal hat.
00:23:53Aber trotzdem, liest du endlich deine eigenen Berichte nicht?
00:23:56Wieso?
00:23:57Ja, du schreibst hier, also Branditsch hat das, komm doch mal her.
00:23:59Ja, Branditsch hat das gesagt.
00:24:01Nina zog ihren Mantel an und ging.
00:24:03Wo ist denn nun der Mantel?
00:24:05Ach so.
00:24:06Ja, der muss ja irgendwo geblieben sein, nicht?
00:24:08Vorausgesetzt natürlich, dass Nina einen Mantel angezogen hat.
00:24:11Ja, ja, Chef, ja.
00:24:13Andererseits erwähnst du hier einen Mantel?
00:24:15Den Leoparden.
00:24:16Ja, der ganz friedlich am Haken in ihrer Wohnung hing.
00:24:19Ja, ja.
00:24:19Wenn du Nina den Mantel angezogen hätte, was würde daraus folgern?
00:24:23Ja, dass sie auf jeden Fall zu Hause gewesen sein muss.
00:24:27Entschuldigung, Chef, ich werde sofort feststellen, dass Nina diesen...
00:24:31Ich hab schon nachfragen lassen.
00:24:33Ja, und?
00:24:33Hat die Rehbein eigentlich meine Fische gefüttert?
00:24:36Bitte?
00:24:36Ja, ja.
00:24:40Sie trug den Leoparden.
00:24:43Was?
00:24:45Dann hat dieses Mädchen eben doch...
00:24:47Ja, natürlich hat sie gelogen.
00:24:48Weil Branditsch sie gewarnt hat.
00:24:50Ihr gesagt, ihr angedroht hat, dass...
00:24:51Was?
00:24:52Siehst du, das wissen wir Ihnen nicht.
00:24:54Dieses Mädchen sagt nicht alles.
00:24:55Ja, das ist ihr gutes Recht.
00:24:56Und Branditsch, Chef, ist doch ein Ganove.
00:24:59Ach, ob der ein Ganove ist, das weiß ich nicht.
00:25:01Ich weiß nur, dass er kämpft, wie ein Verzweifelter.
00:25:03Wie um sein Leben.
00:25:05Kämpft?
00:25:05Ja, um seinen Bruder natürlich.
00:25:06Ja, wieso um seinen Bruder?
00:25:08Was weiß ich.
00:25:10Ist das Mädchen eigentlich so hübsch gewesen?
00:25:12So ein Foto übertreibt immer, Chef.
00:25:14Ja, meinst du?
00:25:15Na, dann sieh's dir mal genau an.
00:25:18Mark Heidenfeld hat sie jedenfalls überwunden.
00:25:21Hm, das würde ich auch sagen.
00:25:22Und das Barleben sieht man hier eigentlich gar nicht mehr an, oder?
00:25:26Nein.
00:25:26Ja, du musst es ja wissen.
00:25:27Ich meine, du kennst ja die jungen Mädchen von heute.
00:25:30Ja, was wollen Sie denn eigentlich wissen, Chef?
00:25:32Wer dieses Mädchen überhaupt war.
00:25:34Und stell fest, wer sie fotografiert hat.
00:25:36Steht hinten denn nichts drauf?
00:25:37Nein, gar nichts.
00:25:39Tja, Harry.
00:25:40Was machen wir denn nun?
00:25:42Ich weiß es nicht.
00:25:44Naja, aber es sind doch eine ganze Menge verdächtiger Leute da.
00:25:47Ja, ja, richtig, aber...
00:25:48Ansehen, Harry, ansehen.
00:25:53Harry!
00:25:54Ja?
00:25:55Wann macht eigentlich die Bar auf?
00:25:57Ja, so richtig was los ist, da gegen zehn oder elf.
00:26:00Soll ich da hingehen?
00:26:01Nein, du nicht.
00:26:03Ich?
00:26:03Aha.
00:26:06Das ist doch besser.
00:26:07Man kennt mich da nicht.
00:26:09Ach, Harry, ich hab richtig ein bisschen Angst.
00:26:12Angst?
00:26:13Ja.
00:26:14Vor meiner Frau.
00:26:16Für die bin ich doch gerade von den Toten auferstanden.
00:26:18Und jetzt will ich mich ins Nachtleben stürzen.
00:26:30Wünschen Sie einen Platz, mein Herr?
00:26:32Ja, danke.
00:26:33Ziemlich ruhig, was?
00:26:34Ach, das füllt sich noch nicht.
00:26:35Sie können sich den besten Platz aussuchen.
00:26:36Wie wär's mit dem oder dem doch?
00:26:38Nein, dann nehm ich lieber den mit.
00:26:41Tja, wie wär's denn mit einem schönen...
00:26:42Bier würde ich nicht empfehlen.
00:26:44Nein, das bekommen Sie im Silberbecher, ist warm, kostet viel.
00:26:47Und dann bleibt doch bloß ein Bier.
00:26:49Ich hätte einen vorzüglichen Wein.
00:26:51Hier.
00:26:51Ja.
00:26:52Und wie wär's mit ein bisschen Unterhaltung, wenn Sie sich mal unsere Damen ansehen wollen?
00:26:58Tja, und plötzlich ist man mittendrin in einem Mordfall, ne?
00:27:01Wie, mein?
00:27:02Ja, ich hab ja die Zeitung gelesen.
00:27:04Es war doch hier.
00:27:05An welchem Tisch?
00:27:06An diesem hier?
00:27:07Nein, an diesem Tisch nicht.
00:27:08Sind deswegen so wenig Leute hier?
00:27:11Ja, ich sagte Ihnen doch eben...
00:27:13Dass es sich gleich füllt, haben Sie gesagt.
00:27:15Ja, wir machen Mordfälle nichts aus, aber hoffentlich Ihren Damen auch nicht.
00:27:20Wieso?
00:27:21Es war ja schließlich ne Kollegin.
00:27:23Nein, das machte Ihnen nichts aus.
00:27:24Glauben Sie, die halten Trauer ja ein?
00:27:25Einmal die 17, ein Flip.
00:27:38Warum die?
00:27:39Warum Marion?
00:27:39Die macht doch heute keinen Umsatz.
00:27:41Oh, der steht auf Traurige.
00:27:47Juli, wie kommst du her?
00:27:50Trinken will ich was.
00:27:51Trinken, trinken.
00:27:52Nicht eine Tropfen, bis die Sache vorbei ist.
00:27:53Welche Sache?
00:27:55Zerruhig.
00:27:57Ruhig.
00:27:57Mach mir nicht verrückt, gib mir was zu trinken.
00:27:59Ich will was haben, Mirko.
00:28:02Hallo.
00:28:04Der Ober sagt, Sie wünschen jemanden.
00:28:05Ja, wenn Sie Lust haben, setzen Sie sich doch.
00:28:08Danke.
00:28:12Sie waren noch nicht hier, was?
00:28:14Nein, ich bin zum ersten Mal hier.
00:28:16Ich trinke einen Flip.
00:28:17Der Ober weiß schon.
00:28:18Kostet acht Mark.
00:28:20Ach so.
00:28:21Ja, ich sag's immer vorher.
00:28:22Ja, in Ordnung.
00:28:25Manche kriegen nachher einen Schreck.
00:28:26Dabei, ich mach die Preise ja nicht.
00:28:28Ich find sie auch ein bisschen happig.
00:28:31Ja, danke.
00:28:31Ich mach das schon selbst.
00:28:36Richtig in Laune sehen Sie aber auch nicht aus.
00:28:39Ich bin gerade in der Erkältung losgeworden.
00:28:42Ich auch nicht.
00:28:43Was, ich auch nicht?
00:28:45Bin auch nicht in Laune.
00:28:47Ist ja nichts los.
00:28:48Eine Stimmung, die ganz blöd ist.
00:28:50Wachen?
00:28:50Bin?
00:28:52Wissen Sie, man will auf sowas raus, aber es geht nicht.
00:28:56Nur Ben kriegt mich da raus.
00:28:57Ben?
00:28:58Ja, der am Klavier.
00:29:00Der spielt dann einfach die richtige Musik.
00:29:03Na ja, dann, dann soll er Sie doch gleich mal spielen.
00:29:05Sagen Sie ruhig, wenn ich wieder abzwitschern soll.
00:29:10Na nein, bleiben Sie schon hier.
00:29:13Aber los ist nichts.
00:29:16Ich verstehe.
00:29:16Ich wollte nämlich erst gar nicht kommen heute Abend.
00:29:19Ich hab zu Branditsch gesagt.
00:29:22Das ist der da drüben im Bad, der da drüber guckt.
00:29:25Ich komm nicht, hab ich gesagt.
00:29:26Ich bin nicht in Stimme.
00:29:28Musst du eben sehen, wie du reinkommst, sagte er.
00:29:30Nur, dass er einen Umsatz kriegt.
00:29:34Was geht mich seinen Umsatz an?
00:29:41Ich heiß Marion.
00:29:44Und du?
00:29:46Oder soll ich Sie sagen?
00:29:47Ach, Marion?
00:29:48Ja, mir ist gleich, wie Sie es haben wollen.
00:29:53Ich glaube, ich sag Sie.
00:29:55Sie sind ein Sie-Typ.
00:29:57Ach, Sie teilen das an Typen ein?
00:29:59Die meisten sind Du-Typen.
00:30:07Ich kann jeden Ton, wissen Sie.
00:30:09Ich kenne ganze Stücke auswendig.
00:30:11Der Ben, der sagt, ich hab ein gutes Gedächtnis für Musik.
00:30:13Guten Abend.
00:30:14Der Stall ist in Ordnung.
00:30:15Sind Sie zufrieden?
00:30:16Was meinst du?
00:30:17Wie, was meinst du?
00:30:18Ja, mich meinst du wohl.
00:30:19Du siehst ja, ich tue alles, was ich kann.
00:30:21Rede ununterbrochen, sagen Sie es ihm.
00:30:23Wir haben uns gerade über Musik unterhalten.
00:30:26Ja, ist ein schönes Thema.
00:30:27Allerdings.
00:30:32Ich hoffe, es gefällt Ihnen gerade.
00:30:48Wer weiß, wie mir zum Mut ist.
00:31:03Der spürt es einfach.
00:31:05Gefällt Ihnen es?
00:31:05Ja, sehr.
00:31:07Da geht einfach alle Angst, die man hat, die geht weg.
00:31:10Haben Sie denn Angst?
00:31:13Haben Sie denn Angst?
00:31:17Hat doch jeder.
00:31:29Kurz nach vier.
00:31:34Das ist Marion.
00:31:35Pass auf.
00:31:36Jetzt spricht er Sie gleich an.
00:31:37Marion.
00:31:38Was ist jetzt?
00:31:41Guck mal, der Alte.
00:31:42Mhm.
00:31:49Ich gehe nämlich gerne.
00:31:50Ja?
00:31:51Sie auch?
00:31:51Mhm.
00:31:52Ja, wenn ich in Stimmung bin.
00:31:54Und wenn es nicht gerade in Strömen regnet.
00:31:56Ich gehe jetzt.
00:31:56Das war's.
00:32:27Ich gehe gern morgens spazieren, wenn kein Mensch auf der Welt ist.
00:32:30Na, sagen wir auf der Straße.
00:32:31Nein, auf der Welt. Wo ist einer?
00:32:33Ich sehe keinen. Und wenn einer da ist, dann denke ich mir weg.
00:32:37Oh, hab ich getrunken wieder mal.
00:32:40Oh ja, eine ganze Menge.
00:32:41Freut sich Branditsch, dass er noch einen Umsatz von mir gekriegt hat.
00:32:44Wie ist der eigentlich zu dem Mädchen? Streng?
00:32:47Streng? Der ist nur auf Geld aus.
00:32:50Warum nicht? Ich ja auch. Sind wir doch alle.
00:32:53Wenn man kein Geld hat, ist man nichts.
00:32:55Na ja, wenn Sie damit glücklich sind.
00:32:57Sagen Sie, was ist denn das eigentlich?
00:33:00Was?
00:33:01Das, was Sie vorhin gesagt haben. Glücklich sein.
00:33:05Tja, wie soll ich Ihnen das erklären?
00:33:07Sich halt wohlfühlen. Mit sich zufrieden sein.
00:33:11Quatsch. Wohlfühlen.
00:33:14Na ja, jetzt ein bisschen. So morgens, wenn man geht.
00:33:18Aber sonst?
00:33:20Meinen Sie, ich wüsste nicht, was mit mir los ist?
00:33:22Na, was denn?
00:33:23Die Bar da.
00:33:26Das Leben da.
00:33:27Jede Nacht.
00:33:28Und am Tag im Bett.
00:33:30Schlafen.
00:33:32Im Winter sehe ich manchmal die Sonne wochenlang nichts.
00:33:34Und das mache ich nun zehn Jahre lang.
00:33:44Können Sie sich das vorstellen?
00:33:48Fassen Sie mal meine Haut an.
00:33:51Glauben Sie, die bleibt so, wenn ich so weitermache?
00:33:54Und ich bin nie aus der dämlichen Bar rausgekommen.
00:33:57Was?
00:33:57Entschuldigen Sie.
00:34:02Warum denn Entschuldigung?
00:34:04Dann interessiert doch keinen Menschen.
00:34:08Ich könnte ja verstehen, wenn Sie jetzt sagen würden, abzwitschern, Mädel.
00:34:11Ich habe gesagt, ich bringe Sie nach Hause und das tue ich.
00:34:14Also nicht abzwitschern.
00:34:15Danke.
00:34:18Ist auch schon vorbei.
00:34:20Ist auch gar nicht wichtig.
00:34:22Was?
00:34:23Das Denken.
00:34:24Alles Quatsch.
00:34:27Ein Eichhörnchen.
00:34:29Sehen Sie mal.
00:34:35Ob so eins mal aus der Hand frisst.
00:34:36Ich habe mal hier gesessen mit Nüssen in der Hand.
00:34:41Eine halbe Stunde.
00:34:43Es kam keins.
00:34:52Mir ist plötzlich kalt.
00:34:55Kommen Sie, laufen wir ein bisschen.
00:34:56Ja.
00:35:06Kommen Sie mit rauf?
00:35:17Sie müssen nicht, wenn Sie keine Lust haben.
00:35:20Ich will nur nicht...
00:35:21Nicht allein sein.
00:35:32Bitte legen Sie doch ab.
00:35:34Was mögen Sie gerne trinken?
00:35:35Danke, ich möchte nichts mehr trinken.
00:35:36Warum nicht?
00:35:39So ein bisschen.
00:35:40Ich möchte gerne, dass Sie was trinken.
00:35:42Es ist genug da.
00:35:44Es ist Ninas.
00:35:48Sie hätte bestimmt nichts dagegen.
00:35:50Whisky?
00:35:51Ja, bitte.
00:35:52Eis habe ich keins.
00:35:53Aber das Wasser kommt ziemlich kalt,
00:35:55wenn man es lange genug laufen lässt.
00:35:57Bitte nehmen Sie doch Platz.
00:35:58Ja.
00:35:58Ich hole das Wasser.
00:35:59Ich hole das Wasser.
00:36:06Ich komme gleich.
00:36:26Was?
00:36:28Ja, lassen Sie sich ruhig Zeit.
00:36:39Ach, das ist hübsch.
00:36:40Steht mir das?
00:36:43Ist doch egal, oder?
00:36:44Ich meine, dass ich das jetzt anziehe.
00:36:47Nina?
00:36:50Ja.
00:36:55Herr Franziska, ich habe dir doch gesagt, ich schlafe im Büro.
00:36:59Wann?
00:36:59Na, also macht hier keine Sorgen.
00:37:01Fieber überhaupt nicht.
00:37:02Ich fühle mich richtig wohl.
00:37:04Ja.
00:37:05Also Wiedersehen.
00:37:07Ja, etwas übertrieben.
00:37:09So wohl fühle ich mich nur auch wieder nicht.
00:37:11Also schieß los, Halli.
00:37:12Ja.
00:37:12Als ich heute Morgen mit Walter vor der Bar stand, da...
00:37:15Ach, da kann ich mir vorstellen, wie ihr gegrinst habt.
00:37:17Seht den Alten da mit ein Mädchen losschieben.
00:37:20Naja, so richtig wie jemand, der eine Menge Dampf drauf hatte.
00:37:23Also kommt zur Sache.
00:37:24Also, im Hausflur daneben stand dieser Pianist.
00:37:27Ah, das dachte ich mir.
00:37:28Du, ich muss wissen, was ist das für ein Mann?
00:37:30Wo wohnt der Mann?
00:37:31Alle Lebensumstände.
00:37:32Das ist wichtig, hörst du.
00:37:33Ich brauche das.
00:37:35Hast du den Sportwagen gesehen?
00:37:36Ja, der dem...
00:37:36Oh, was ist das für ein Café, Rehwein?
00:37:39Der dem Kellner gehört, das wollte ich gerade sagen.
00:37:41Der zu stark?
00:37:42Ja, so schwach ist der nicht.
00:37:43Was kostet er zu einem Wagen?
00:37:44Na, die 30.000 Mark.
00:37:45Sie wollen doch immer so einen starken.
00:37:48Und was verdient der im Kellner?
00:37:49Na ja, ich kann mir ja von Branditsch den Lohnstreifen zeigen lassen.
00:37:52Ah ja, richtig.
00:37:52Was ist mit Branditsch?
00:37:54Branditsch schloss ab.
00:37:56Von innen.
00:37:57Ja, und sein Bruder?
00:37:58Gegen fünf kamen beide raus, gingen in die Wohnung, 50 Meter weiter.
00:38:03Warum betonst du das?
00:38:04So eine Strecke kann man totenleicht tragen.
00:38:06Harry.
00:38:07Ich denke nur mal so.
00:38:09Ja, du denkst.
00:38:10Du hast Fantasie.
00:38:11Na, die wollen wir aber nicht brach liegen lassen.
00:38:15Aber Vorsicht, Harry.
00:38:16Vorsicht.
00:38:18Und was ist mit den Fotografen?
00:38:20Sie hat denen aber nicht rausgekriegt.
00:38:22Sie haben zwar alle geholfen, Walter, Robert.
00:38:24Einen halben Nachmittag haben wir rumtelefoniert.
00:38:25So, habt ihr das.
00:38:28Und ich weiß inzwischen, wer es ist.
00:38:31Wer der Fotograf ist?
00:38:32Ja.
00:38:34Ich habe nämlich Marion gefragt, wer macht eigentlich hier die hübschen Bilder von Nina?
00:38:39Na ja.
00:38:40Und da hat sie es mir gesagt.
00:38:42Und wer ist es?
00:38:42Der Oberkellner Sommer.
00:38:48Was sagst du dazu?
00:38:49Und womit verdient er sein Geld?
00:38:52Das Geld, mit dem man Sportwagen kaufen kann.
00:38:55Nina wird ihn ja doch wohl nicht bezahlt haben, oder?
00:38:58Na ja, wenn jemand so ganz locker zwischen der Wäsche das Geld verstecken kann.
00:39:04Nein, nein, nein, nein.
00:39:06Das ist ein Armblockbetrag, den jemand in den Umschlag gesteckt hat und drauf geschrieben.
00:39:11D-Mark 3000.
00:39:13Aber was hat derjenige damit bezahlt?
00:39:16Und was war ihm 3000 Mark wert?
00:39:22Und vergessen wir den kämpfenden Herrn Branditsch nicht.
00:39:25Und seinen Bruder, den er behandelt wie einen Sohn, der ihm Sorgen macht.
00:39:30Die Sorgen des Herrn Branditsch.
00:39:32Was sind das für Sorgen?
00:39:35Kriminalkommissar sind Sie also.
00:39:37Bitte.
00:39:38Von mir aus können Sie sagen, was Sie wollen.
00:39:41Aber Sie sind so benehm wie ein Gast.
00:39:43Einfach reinkommen wie ein Gast.
00:39:46Sie doch nur Ihren Ausweis zu zeigen brauchen.
00:39:49Wenn Sie was von Marion wollen.
00:39:51Hat Sie was gesagt?
00:39:53Nein, was könnte Sie sagen?
00:39:55Ja, was könnte Sie sagen?
00:39:57Aber Sie hatten doch Ihre Gründe, wenn Sie Marion an den Tisch holen.
00:40:01Hoffentlich machen Sie keinen Fehler, Herr Kriminalkommissar.
00:40:03Diese Mädchen reden viel, wenn die Nacht lang ist.
00:40:06Meistens dummes Zeug, um die Gäste zu unterhalten.
00:40:08Ich kenne solche Mädchen, aber jetzt mal zu Ihnen.
00:40:10Zu mir?
00:40:10Ja.
00:40:11Wie lange sind Sie schon in Deutschland?
00:40:12Wollen Sie meine Papiere sagen?
00:40:13Nein, es reicht mir, wenn Sie es sagen.
00:40:14Seit dem Krieg, vier und vier.
00:40:15Sie sind Jugoslave?
00:40:17Nichts bin ich, gar nicht schadenlos.
00:40:18Seit dem Krieg?
00:40:19Na und?
00:40:20Ich habe Ihrem Herrn gesagt, dass alles in Ordnung ist.
00:40:22Es ist wirklich alles in Ordnung.
00:40:23Ja, ich glaube Sie.
00:40:23Ich habe Ihnen alles bei mir.
00:40:24Ich sage schon, ich glaube Sie.
00:40:26Sie glauben mir?
00:40:28Ja.
00:40:28Wieso?
00:40:30Ich habe meine Papiere, damit man sie ansieht.
00:40:33Sie glauben oder nicht.
00:40:34Sie können sagen, ich bin hier zu Hause.
00:40:36Was kann ich?
00:40:37Papiere kann ich zeigen.
00:40:38Ich würde gerne einen Cognac bezahlen, wenn ich einen kriege.
00:40:41Natürlich.
00:40:42Bring ihn.
00:40:44Was für einen wollen Sie denn?
00:40:45Ich habe keine Ahnung, was die Herren von der Polizei lackern französisch.
00:40:50Abendpreise?
00:40:51Einkaufspreis.
00:40:52Brametsch, ich will mich nur mit Ihnen unterhalten.
00:40:55Das ist kein Verhör, wissen Sie?
00:40:57Weiß man nie, Herr Kommissar.
00:40:59Weiß man nie.
00:41:01Was ist eigentlich mit Ihrer Familie, Brametsch?
00:41:03Ich habe keine.
00:41:04Nur mein Bruder Juri.
00:41:05Und er lebt bei Ihnen?
00:41:06Ja.
00:41:08Sind Sie nicht verheiratet?
00:41:10Warum sollte ich, Herr Kommissar?
00:41:12Frauen sind teuer, ich habe kein Geld.
00:41:14Oh, mir kommen die Tränen.
00:41:16Nicht genug, das.
00:41:17Hab mir ja nie genug davon.
00:41:19Denkt Juri auch so?
00:41:21Er denkt eben nicht.
00:41:23Juri kann nicht denken.
00:41:24Es fällt den jungen Leuten schwer zu denken, obwohl das Denken so leicht ist.
00:41:28Das ist einmal eins.
00:41:30Was wollen Sie von ihm?
00:41:32Sagen Sie mir, was Sie von ihm wollen.
00:41:34Ich habe ihn damals auf dem Rücken über die Grenze getragen, aber noch so.
00:41:40Sie müssen verstehen, Herr Kommissar.
00:41:42Wenn Sie was von Juri wollen, wollen Sie auch was von mir.
00:41:45Ich erwarte den Anruf.
00:41:51Ich weiß, Herr Kommissar.
00:41:54Das ist nur das, was die Nachbarn sagen.
00:41:58Ja, ich kann natürlich nicht rein in die Wohnung.
00:42:01Ja, der Wagen steht vor der Tür.
00:42:02Und beide sind oben.
00:42:05Beide, ja.
00:42:07Ja, verstört.
00:42:08Ich finde, man sieht Leuten sowas an.
00:42:09Ja, danke, Herr Ernst.
00:42:14Was macht?
00:42:15Sie wollen doch nicht bezahlen.
00:42:16Wie viel?
00:42:17Zwei Mark.
00:42:18Was war mit dem Telefon?
00:42:20Ich habe gerade erfahren, wo Juri ist.
00:42:23Wieso?
00:42:24Wo ist er?
00:42:25Ich lasse nämlich die Wohnung Sommer überwachen.
00:42:28Die Wohnung Sommer?
00:42:29Ja, ich höre, das ist ja das reinste Fotoatelier.
00:42:33Fotografiert denn der so gerne?
00:42:35Ja.
00:42:35Ja, was ist denn mit Juri?
00:42:37Man hat ihn raufgehen sehen.
00:42:40Sind die beiden befreundet?
00:42:42Nein, befreundet, das kann man nicht gerade behaupten.
00:42:45Hat sie das gesagt?
00:42:48Nein, das hat nachher auch nicht gesagt.
00:42:51Ich weiß nicht, was Juri an diesem Sommer findet.
00:42:53Ich sage ihm immer wieder, lass ihn gehen, der Mann gefällt mir nicht.
00:42:57Aber er hört auf ihn mehr als auf mich.
00:42:59Dabei habe ich ihn auf meinem Rücken über die Grenze getragen.
00:43:05Das Messer.
00:43:12Herr Kommissar, das Messer.
00:43:16Das Labor sagt, das ist das Messer.
00:43:18Mit diesem Messer wurde Nina umgebracht.
00:43:21Das Blut ist einwandfrei bestimmt.
00:43:22Und die Fingerabdrücke sind von Branditsch.
00:43:25Nur von ihm und keine anderen.
00:43:27So.
00:43:29Und was sagt ihr?
00:43:31Das ist ziemlich schlimm für Branditsch.
00:43:33Sagst du das auch?
00:43:37Ich weiß nicht.
00:43:38Na, du weißt es wenigstens nicht.
00:43:42Ihr dürft doch eins nicht vergessen, ich habe ja gesehen, wie die Fingerabdrücke draufgekommen sind.
00:43:45Ich war doch dabei.
00:43:49Er sah das Messer und starrte es an, das sei ja wahnsinnig und nahm es heraus mit der Hand.
00:43:54Ach, Chef, Sie meinen, er hat...
00:43:55Ich meine, dass das Messer gar keine Fingerabdrücke gehabt hat.
00:43:58Dass die, die drauf waren, man vorher abgewischt hat.
00:44:01Also, jemand anders hat das Messer reingelegt, aber wozu?
00:44:06Richtig, sehr richtig, wozu?
00:44:08Denn es konnte ja niemand damit rechnen, dass Branditsch den Geldschrank in meiner Gegenwart aufmacht.
00:44:13Wäre ich nicht dabei gewesen, dann wäre das Messer jetzt längst...
00:44:16Und ich weiß nicht, wo Branditsch das hätte verschwinden lassen.
00:44:19Und nichts wäre gewesen, als der Schrecken, den Branditsch bekommen hätte.
00:44:23Aber auf den kam es ja wohl an.
00:44:27Aber auf wem?
00:44:28Tja, wäre es auch Ist-Chef.
00:44:29Auf jeden Fall muss er die Zahlen vom Schloss gekannt haben.
00:44:32Das ist doch ein Kombinationsschloss.
00:44:33Ja.
00:44:38Herr Branditsch, kommen Sie doch bitte mal rein.
00:44:43Wer kennt außer Ihnen noch die Kombinationszahlen?
00:44:46Niemand.
00:44:47Gewoder Juri.
00:44:48Warum sollte der?
00:44:49Ich führe die Kasse, ich mache die Geschäfte.
00:44:52Der Oberkirner Sommer.
00:44:53Wieso der?
00:44:54Den lasse ich doch nicht an mein Geld.
00:44:56Ah, er kennt die Zahlen nicht.
00:44:57Er kann sich ja nicht kennen.
00:44:58Er war einer Musik kennen.
00:45:00Oder Sie haben selbst das Messer in den Geldschrank gelegt.
00:45:02Würde ich das tun, würde ein vernünftiger Mensch sowas tun?
00:45:04Nein, nein, ein vernünftiger Mensch würde das nicht tun.
00:45:07Tja, was ist das für ein Messer?
00:45:09Ein ganz gewöhnliches, normales Messer.
00:45:12Besteckmesser.
00:45:12Gibt's zu Tausenden.
00:45:14Hört das Ihnen?
00:45:15Nein.
00:45:16Warum fragen Sie mich?
00:45:17Ja, warum wohl?
00:45:18Die überwachen des Pianisten, wer macht das eigentlich?
00:45:21Leber.
00:45:22Mach das lieber selbst, Walter.
00:45:23Ja, und ich muss dich jederzeit erreichen.
00:45:24Ja, Chef.
00:45:25Hör zu, der Mann, der kann ruhig merken, dass er überwacht wird.
00:45:28Keine Vorsicht ist nicht notwendig.
00:45:29Und du, Harry, du übernimmst die Hinze.
00:45:32Erzähl dir irgendetwas, nur dass sie da ist, wenn ich sie brauche.
00:45:34Und Robert, du besorgst einen Hausdurchsuchungsbeschluss für die Wohnung im Sommer.
00:45:37Ja.
00:45:38Sonst lässt er uns nicht rein.
00:45:41Und Sie sind festgenommen.
00:45:42Wer kann das sein?
00:45:50Aufmachen, Polizei.
00:45:53Wir können doch nicht aufmachen.
00:45:54Warum nicht?
00:45:56Lass sie doch kommen.
00:46:05Kriminalpolizei.
00:46:06Hausdurchsuchung.
00:46:06Was, Sie?
00:46:11Suchen Sie etwas.
00:46:12Herr Warten.
00:46:13Sagen Sie doch, was Sie suchen.
00:46:16Vielleicht kann ich Ihnen behilflich sein.
00:46:18Ja, gerne.
00:46:18Sie fotografieren.
00:46:20Sie fotografieren übrigens ausgezeichnet.
00:46:25Und Sie sind auf das Beste eingerichtet.
00:46:28Kopieren, entwickeln, vergrößern.
00:46:31Das machen Sie alles selbst.
00:46:34Und natürlich auch die Aufnahmen.
00:46:36Was fotografieren Sie eigentlich?
00:46:39Nina?
00:46:40Ist das verboten?
00:46:41Nein.
00:46:43Das ist ein Hobby von mir.
00:46:44Muss der Mensch haben.
00:46:45Fotografieren und Autofahren.
00:46:46Ja, beides ist schön teuer.
00:46:48Weisen Sie mir nach, dass ich mein Geld nicht ehrlich verdient habe.
00:46:52Ja, ich glaube, das müssen wir wohl.
00:47:01Soll ich Juri fragen?
00:47:13Der weiß nichts.
00:47:14Natürlich weiß er nichts.
00:47:15Aber ob er drei Stunden hintereinander nichts weiß?
00:47:21Ja, aha.
00:47:23Auch die Polizei kann sich nicht alles erlauben.
00:47:25Ja, wem erzählen Sie das?
00:47:27Na, Robert?
00:47:34Sieht aus, als wärst du ganz nah dran.
00:47:37Rühren Sie das nicht an.
00:47:37Sie haben kein Recht.
00:47:38Das ist privat.
00:47:39Privat?
00:47:40Dann machst du auch.
00:47:42Sicher Fotos drin.
00:47:44Richtig.
00:47:45Ganz bestimmte Art von Fotos?
00:47:47Ja, Chef.
00:47:48Hm, darf ich mal sehen?
00:47:51Jetzt glauben Sie Wunder, was Sie gefunden haben, nicht?
00:47:53Fotos von Leuten, die sich nett unterhalten.
00:47:55Hm.
00:47:56Ja, ein bisschen freizügig.
00:47:59Alles nette, ältere Herren in den Armen von...
00:48:02Nina.
00:48:03Und?
00:48:10Das ist neu.
00:48:11Sie können mir nichts beweisen.
00:48:13Mag sein, dass das nicht geschmackvoll ist, aber es muss erst jemand da sein, der Anklage erhebt.
00:48:17Ja, und Sie meinen, diese Herren tun das nicht, denn die haben ja genug bezahlt, dass es nicht an die Öffentlichkeit kommt.
00:48:22Bezahlt? Wie meinen Sie das?
00:48:23Hier, dieser Briefumschlag, 3000 Mark.
00:48:26Wer zahlt so etwas?
00:48:27Keinen Absender?
00:48:29Den gibt's nicht bei diesem Geschäft.
00:48:31Denn dieses Geschäft ist Erpressung.
00:48:32Und Sie haben es betrieben.
00:48:34Mit Nina und mit Juri Banditsch.
00:48:37Nicht antworten, Juri.
00:48:38Warum soll er nicht?
00:48:40Man kann dich zu nichts zwingen, Juri.
00:48:44Erpressung?
00:48:46Wie kommen Sie denn darauf?
00:48:48Nina machte die entsprechenden Bekanntschaften in der Bar.
00:48:51Sie sah ja sehr gut aus und gebrauchte ihren kleinen eiskalten Verstand sehr gut.
00:48:55Sie suchte die Herren aus, die in Frage kamen und brachte sie hierher.
00:49:00Und das war ja kein großes Kunststück.
00:49:02Wie wollen Sie das beweisen?
00:49:04Sie scheinen über Ihre Einnahmen nicht buchgeführt zu haben.
00:49:07Aber wir können ja die Herren mal fragen, was sie bezahlt haben.
00:49:10Nämlich Charlie, der so naiv war Nina die Kunstschätze Roms zeigen wollte, was sie selbstverständlich gar nicht interessierte.
00:49:16Robert, der sie gerne als Sekretärin angestellt hätte.
00:49:20Georg, der vor Eifersucht nicht schlafen konnte und jede Sekunde an sie dachte.
00:49:23Und schließlich der Mann, der sich Onkel Louis nannte.
00:49:27Und Nina seinen Engel.
00:49:29Ein Irrtum, den er hoch bezahlte.
00:49:31Das hat doch keinen Zweck. Nun sag schon, was los ist.
00:49:33Sei ruhig.
00:49:33Du siehst doch, Herr Weißes.
00:49:36Aber wir haben Nina nicht umgebracht, Herr Kommissar. Glauben Sie uns, wir nicht.
00:49:40Nach Ihnen, meine Herren.
00:49:41Komm, verschwinde von dem Wagen, Junge. Los.
00:49:47Steigen Sie an.
00:49:49Na los.
00:49:52Sagen Sie, Chef, die ganzen Namen, die Sie da so aus der Tasche ziehen.
00:49:55Ich meine, Sie sind doch kein Hellseher.
00:49:57Nein, das bestimmt nicht.
00:49:59Ich habe nur diese Postkarten von der Wand in Ninas Zimmer genommen und durchgelesen, selbstverständlich.
00:50:06In was für einer inneren Notlage sich doch einige Herren befinden in meinem Alter.
00:50:11Ich sehe, Sie gehen mir nach.
00:50:24Und das schon eine ganze Zeit.
00:50:27Haben Sie es gemerkt?
00:50:29Na, so besonders geschickt haben Sie es ja nicht angestellt, was?
00:50:32Ja, kann sein.
00:50:35Ich mache so etwas nicht besonders gern.
00:50:38Aber der Kommissar wollte es so.
00:50:39Ja, der Kommissar hat gesagt, sieh mal zu, was der W-Netz eigentlich treibt.
00:50:46Und was tue ich?
00:50:50Einen besonders aufregenden Bericht kriege ich wohl nicht zusammen.
00:50:53Nein, was?
00:50:54Sie gehen herum, haben anscheinend eine Menge Zeit und nicht das Geringste zu tun.
00:51:00Glauben Sie, dass ihm das genügt?
00:51:01Keine Ahnung.
00:51:05Wissen Sie, es ist mir ein bisschen lästig, dass Sie mich verfolgen.
00:51:08Wie wäre es, wenn Sie Ihrem Kommissar einen Zwischenbericht geben würden?
00:51:11Da ist eine Telefonzelle.
00:51:13Ich hau schon nicht ab.
00:51:15Hm?
00:51:16Gute Idee.
00:51:17Hat Walter schon angerufen?
00:51:24Nein.
00:51:25Moment mal, da war doch noch was.
00:51:27Ja, Rehbein, bringe ihn, lass rein.
00:51:29Aha.
00:51:31Moment, lass mich.
00:51:35Hallo?
00:51:36Walter, ja?
00:51:37Ist ein komischer Kauz-Chef.
00:51:39Geht rum, als habe er endlos viel Zeit.
00:51:40Nein, der Mann ist irgendwie vollkommen gleichgültig.
00:51:45Nein, nicht die geringste ab.
00:51:47Ja, das will ich ja gerade sagen, er ist vollkommen selbstsicher.
00:51:51Nein, er brachte nur seinen Wagen weg und seitdem geht er spazieren.
00:51:55Wie?
00:51:57Sein Wagen?
00:51:59Nein, kein großer, ziemlich klapprig.
00:52:02Klapprig?
00:52:03Hallo, sind Sie noch dran, Chef?
00:52:06Ja, ja, ich bin noch dran.
00:52:08Wo hat er den Wagen hingebracht?
00:52:09Genau.
00:52:11Warte, ich schreibe es auf.
00:52:15Na.
00:52:16Ja, ich habe es.
00:52:18Aha.
00:52:20Nein, nein, nein, lass ihn jetzt.
00:52:21Das ist jetzt Walter.
00:52:22Geh hin und sag zu ihm, er möchte sofort in die Scherbini-Bar kommen.
00:52:27Und du, hör mir mal jetzt genau zu.
00:52:33Sie sollen ins Scherbini kommen, meint der Kommissar.
00:52:37Meint er?
00:52:39Er bittet Sie.
00:52:41Nichts dagegen.
00:52:43Kommen Sie mit?
00:52:43Ich?
00:52:44Nein.
00:52:46Wer ist denn da?
00:52:48Alle sind da.
00:52:49Alle.
00:52:49Es liegt ein Geständnis vor.
00:53:02Wie was?
00:53:03Wer hat gestanden?
00:53:03In einer Erpressungssache.
00:53:05Das ist doch nicht Mord.
00:53:06Und es geht doch hier um Mord.
00:53:08Auf den Mord kommen wir ganz von selbst, wenn wir über die Erpressung reden.
00:53:11Wer kam eigentlich auf die Idee, auf diese Weise Geld zu verdienen?
00:53:14Juri war es nicht.
00:53:16Auf keinen Fall er nicht.
00:53:17Warum sollte er?
00:53:18Aber Sie haben doch gesehen, dass die beiden über Tausende verfügten, teure Autos kauften
00:53:22und ganz offensichtlich über ihre Verhältnisse leben.
00:53:24Aber ich weiß nichts.
00:53:25Ich weiß nicht wie, ich weiß nicht wo.
00:53:28Ich habe Juri gefragt, was macht ihr, woher kommt das viele Geld?
00:53:32Und?
00:53:32Ich habe ihn angefläht.
00:53:34Ich habe gesagt, Juri, diese Dinge enden meistens mit Mord und Totschlag.
00:53:38Nein, ich habe es nicht so gesagt.
00:53:40Ja, ja, aber wir haben Mord und Totschlag.
00:53:42Ja, aber ich habe es nicht so gemeint.
00:53:45Wussten Sie eigentlich, was Nina für eine Rolle spielt?
00:53:47Nein, das wusste ich nicht, aber ich habe es geahnt.
00:53:49Ich habe es auch gesagt.
00:53:50Und wie ich es ihr gesagt habe, wenn du diesen Jungen unglücklich machst, habe ich gesagt,
00:53:54dann bringe ich dich...
00:53:55Nein, nein.
00:53:56Umbringen, haben Sie gesagt?
00:53:58Ja, ich meinte es doch nicht so.
00:54:00Mirko, bitte niemals seine Menschen umbringen.
00:54:02Was sagen Sie dazu, Herr Benitz?
00:54:08Was ich dazu sage?
00:54:10Ja?
00:54:12Branditsch würde für Geld alles tun.
00:54:14Was?
00:54:15Ben, was redest du denn da?
00:54:18Herr Kommissar, ich spiele seit zwei Jahren in diesem Lokal.
00:54:22Ich sehe, wie es geführt wird.
00:54:23Es wird auf Gewinn geführt.
00:54:25Schrankenlos auf Gewinn.
00:54:26Na und, jedes Lokal wird auf Gewinn geführt.
00:54:28Was meint der denn?
00:54:29Sie mögen Branditsch nicht?
00:54:31Nicht besonders, nein.
00:54:32Was soll denn das?
00:54:34Gibt es einen Grund dafür?
00:54:36Seine Art zu leben gefällt mir nicht.
00:54:38Na, zu leben? Was habe ich denn für eine Art zu leben?
00:54:40Nur Geld, weiter nichts, nur Geld.
00:54:43Ja, ist doch nicht verboten, wenn jemand Geld verdienen will, oder?
00:54:45Hassen Sie Branditsch?
00:54:47Was soll diese Frage?
00:54:49Ich versuche nur, mir ein Bild zu machen.
00:54:51Von jedem Einzelnen hier, auch von Ihnen.
00:54:53Haben Sie es?
00:54:54Ich sehe, Sie leisten sich Gefühle.
00:54:55Zuneigungen, Abneigungen, auch Zuneigungen, nicht wahr?
00:54:59Wie jeder Mensch, ja.
00:55:01Sie wissen, wen ich meine?
00:55:02Sie meinen Marion.
00:55:04Sie haben eine besondere Beziehung zu diesem Mädchen.
00:55:06Ja.
00:55:07Aber darüber möchte ich hier nicht sprechen.
00:55:12Schade.
00:55:12Sie hat nämlich gerade gefallen, was Marion über Sie gesagt hat.
00:55:19Ja.
00:55:27Danke.
00:55:31Kann ich mal an Ihren Geldschrank?
00:55:33Bitte, Herr Kommissar.
00:55:37Kennen Sie die Zahlen, Herr Sommer?
00:55:39Ich?
00:55:40Wieso ich?
00:55:41Wieso sollte ich die kennen?
00:55:44Und Jury, was ist mit Ihnen?
00:55:46Nein, nein, ich kenne Sie auch nicht.
00:55:49Und Sie?
00:55:51Herr Benitz?
00:55:53Kennen Sie die Zahlen?
00:55:54Nein, natürlich kennen Sie sie.
00:55:56Sie sehen sie ja von Ihrem Platz aus.
00:55:59Aber Herr Kommissar, wie soll ich Sie erkennen, bei dieser Dunkelheit?
00:56:02Ja.
00:56:03Da haben Sie recht.
00:56:03Immer wenn Branditsch hierher geht, sehen Sie, wie er den Knopf dreht.
00:56:23Hundertmal haben Sie das schon gesehen.
00:56:25Zuerst war es sicher eine Spielerei.
00:56:27Was ist das eigentlich für eine Zahl, die er da dreht?
00:56:30Aber diese Spielerei hat Ihnen wunderbar die Langeweile vertrieben.
00:56:33Was ist eigentlich mit Ihren Augen?
00:56:37Warum tragen Sie diese Brille?
00:56:39Erlauben Sie?
00:56:43Ungeschläffend.
00:56:45Ihre Augen sind also völlig intakt.
00:56:47Aber lichtempfindlich.
00:56:49Sie haben es herausbekommen, die Kombinationszahlen, mit denen man den Schrankteil öffnen kann.
00:56:52Und Sie haben ihn geöffnet, gestern, als Sie das Messer hineinlegten.
00:56:56Das Messer, mit dem Nina umgebracht wurde.
00:56:59Und Sie haben auch die tote Nina hierher gebracht.
00:57:01Mit Ihrem Wagen, Herr Benitz.
00:57:02Ich habe ihn untersuchen lassen.
00:57:04Und die Blutspuren sind eindeutig festgestellt worden.
00:57:07Warum bist du hier hereingekommen?
00:57:09Diesen Schlüssel haben wir im Handschuhfach Ihres Wagens gefunden.
00:57:13Na und?
00:57:15Geben Sie mir doch bitte mal den Schlüssel zum Lokal.
00:57:17Hier sind wir bitte.
00:57:20Danke.
00:57:25Na, wollen Sie jetzt nicht doch über Ihre Beziehung zu Marion sprechen?
00:57:28Wissen Sie, was das heißt, Tischdamme zu sein hier?
00:57:33Was alles damit verbunden ist?
00:57:36Na, vielleicht wissen Sie, ist es in Kriminalkommissaren eine Menge gewöhnt.
00:57:40Aber ich habe zugesehen, hier von diesem Platz aus.
00:57:43Ich habe nicht nur Kombinationszahlen rausgekriegt.
00:57:45Ich habe zugesehen, wie so ein Mädchen vor die Hunde geht.
00:57:47Ganz langsam.
00:57:49Mit Trara sozusagen.
00:57:50Mit Jubel und Heiterkeit.
00:57:52Mit Whisky saufen und auf den Tisch steigen.
00:57:57Radikal vor die Hunde.
00:57:59Sie hat es einfach nicht geschafft, da rauszukommen.
00:58:02Und dann sieht sie, wie einem Mädchen gelingt,
00:58:06was sie selber gern für sich hätte.
00:58:09Nina, die kam da raus.
00:58:12Meinte sie, Herr Kommissar, meinte sie.
00:58:14Es tut mir leid, Marion.
00:58:16Du siehst, er weiß alles.
00:58:18Du Dreckskerl.
00:58:20Du bist auch nicht besser als die anderen.
00:58:21Du willst mir helfen, das hast du gesagt.
00:58:23Du hast gesagt, für dich tue ich alles.
00:58:25Du Dreckskerl.
00:58:26Verdammter Dreckskerl.
00:58:28Lass mich los hier schuften.
00:58:30Lass mich.
00:58:37Sie rief mich an, gegen 5 Uhr morgens.
00:58:39Und sagte sie mir, was sie getan hatte.
00:58:43Im Streit getan.
00:58:45Ich wollte ihr helfen.
00:58:51Sie rief mich an, gegen 5 Uhr.
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