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Hauptkommissar Voss _ Jan-Gregor Kremp /
Drehbuch - Robert Hummel und Ralf Kinder /
Regie - Ulrich Zrenner /
#krimiserie #zdf #kommissar

Kategorie

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Transkript
00:00Ihr Wagen ist fertig. Wir haben ihn auf Platz 392 abgestellt. Park Deck 3.
00:30Stop!
00:40Stop!
00:42Stop!
01:00Wo ist Papa?
01:07Was ist denn los?
01:08Ich habe dich gefragt, wo Papa ist.
01:10Bleib mal locker. Der ist noch auf der Baustelle.
01:12Hier, Lies. Und dann will ich mal sehen, ob du locker bleibst.
01:19Insolvenzverfahren? Was heißt denn das?
01:22Mensch, dass Papa pleite ist. Die Firma ist am Ende.
01:25Pleite? Und wir haben noch Aufträge. Wir sind doch nur um Arbeiten.
01:30Offenbar macht er irgendwas falsch.
01:50Wer hat dir erzählt, dass ich was zu verkaufen habe?
01:52Hakan.
01:53Du kannst auch nicht die Schnauze halten.
01:55Ich zahl dir 2000 Maximum.
01:56Vergiss es. Geh in das Spielzeug laden.
01:58Sag du, wie viel?
01:59Ich sag dir was.
02:01Hakan erzählt Scheiße.
02:03Und wenn ihr beide weiter so einen Müll labert,
02:06kriegt ihr richtig Ärger.
02:07Pass auf, was du erzählst.
02:31Sonst bist du tot.
02:37Alles klar hier?
02:39Ja, klar, Chef.
02:48Nicht gut gelaufen, was?
02:51Moment, erzählst du Scheiße.
02:52Ich weiß, dass er was hat.
02:53Ich weiß, dass er was hat.
02:55Was mit unserem Geschäft?
02:56Fast fertig, echt.
02:58Warum bekommst du ihn?
02:59Du hast gesagt, heute.
03:00Tja, nicht.
03:01Das musst du verstehen.
03:02Du kannst nicht genug bezahlen.
03:03Der Deut ist länger.
03:06Wir sehen uns morgen.
03:10Hatte ich so Stress?
03:11Mit wem?
03:12Warum?
03:13Großmorgen.
03:14Sei vorsichtig.
03:17Das ist kein Sportler.
03:19Der ist fies.
03:22Aber du siehst besser aus.
03:23Mir geht's auch besser.
03:24Zeit, wann machst du meine Poste auf?
03:36Meinst du, ich merke nicht, was los ist?
03:39Ständig Briefe von Rechtsanwälten,
03:40Mahnungen vom Baustoffhandel?
03:42Wie lange hast du die Rechnungen
03:43schon nicht mehr bezahlt?
03:45Papa hat für Bürogramm keine Zeit, ja?
03:47Wir müssen von früh bis spät arbeiten.
03:48Während ich nur studiere, ich weiß.
03:51Wir sind eine Familie.
03:52Du kannst nicht alles vor uns geheim halten.
03:54Ich krieg das hin.
03:57Ich hab zwei Trockenbauer entlassen.
03:59Die Arbeit mach ich mit
04:00und Alex schuftet auch für zwei.
04:02Super Rettungsplan.
04:03Ein Lehrling und ein Chef
04:04mit kaputter Bandscheibe.
04:06Weißt du, wie ernst
04:06so ein Insolvenzverfahren ist?
04:09Ja, weiß ich.
04:11Nächste Woche geh ich zum Anwalt.
04:12Du hättest mit mir reden können.
04:14Ich bin bald Anwältin.
04:16Und wann hätt ich das tun sollen?
04:18Wir arbeiten Tag und Nacht.
04:20Und wie können wir dann pleite gehen?
04:22Weil wir als Subunternehmer
04:24das letzte Glied in der Kette sind.
04:26Das hab ich schon hundertmal gesagt.
04:28Wenn unser Hauptauftraggeber nicht zahlt,
04:30dann haben wir noch nicht mal das Geld
04:31für die laufenden Kosten.
04:32So sieht's aus.
04:34Und wenn du unser Haus beleist?
04:36Ich mein nur zu überbrücken,
04:38bis wir einen Plan für die Firma haben.
04:39Das ist nicht wahr.
04:47Das Haus gehört schon lange der Bank.
04:51Seit Mama tot ist,
04:52geht hier alles den Bach runter.
04:54Bitte lasse Mama aus dem Spiel.
04:56Bitte.
04:59Bergmann?
04:59Ja?
05:06Ja?
05:09Bist du sicher?
05:13Okay.
05:16Ich muss immer weg.
05:18Freund.
05:19Bin schon zu spät.
05:20Viel zu spät.
05:22Katharina, ich schaff das.
05:24Okay?
05:24Okay.
05:24Okay.
05:29Papa!
05:34Ich hab's eilig, Alex.
05:35Soll ich mitkommen?
05:37Nein, das muss ich allein machen.
05:40Wo willst du hin?
05:45Es wird alles gut, Großer.
05:48Ja?
05:59Ja?
06:00UNTERTITELUNG
06:30UNTERTITELUNG
07:00UNTERTITELUNG
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07:32UNTERTITELUNG
07:56Scheiße!
08:00Ja, aber ich hätte so gern mein eigenes Auto und keinen Leihwagen. Können Sie es nicht heute noch irgendwie reparieren?
08:21Ja, aber wieso? Das wäre ja super. In welchem Parkhaus? Wann? Ach, Sie sind toll, danke!
08:28Ach, Sie sind toll. Danke. Tschüss.
08:33Ja und? Ist er nun schon auffällig geworden?
08:39Danke.
08:42Morgen.
08:43Morgen.
08:45Na, was haben wir?
08:47Der Tote heißt Dirk Faber, Türsteher, 42, diverse Ermittlungsverfahren wegen Körperverletzung.
08:52Todesursache?
08:54Ich würde mal sagen erschossen, aber wir müssen die Obduktion abraten.
08:57Apropos, wo ist denn unsere Frau Doktor, der mal vom Teufel spricht?
09:04Morgen.
09:06Morgen? Na? Auto nicht gefunden?
09:09Sehr witzig, ich hatte eine Panne.
09:11Ah, Tank war leer.
09:12Nee, es ist der Zahnriemen, falls Ihnen das was sagt.
09:15Habe ich jetzt eine Minute? Danke.
09:16Bitte.
09:20Morgen zusammen.
09:21Ich habe eine Patronenhülse, 9 Millimeter.
09:24Die lag hier.
09:26Hallo, Gerd.
09:30Äh, hallo.
09:31Und da die meisten Pistolen die Hülse nach rechts auswerfen, glaube ich, dass die von unserem Toten stammt.
09:36Du meinst, sie hat auch geschossen?
09:38Und wahrscheinlich getroffen.
09:40Hier ist eine Blutlache.
09:41Die Fußspuren nach waren hier drei Personen.
09:44Ich gehe draußen in den Hof und schaue mir Fabers Auto an.
09:45Also, Faber und zwei Täter.
09:49Einer davon hat vielleicht verletzt.
09:51Haben Sie schon den ersten Eindruck?
09:54Äh, ist die Minute schon um.
09:56Also eine Schussverletzung, wahrscheinlich auch die Todesursache, keine Austrittswunde.
10:00Wir bräuchten dann das Projektil.
10:02Ja, ja, nach der Obduktion.
10:04Todeszeit?
10:07Also ich würde sagen, gestern zwischen 21 Uhr und Mitternacht.
10:10Kommt hier mal.
10:12Oh, wahrscheinlich hat er ein altes Moped gefunden, was ihm gefällt.
10:15Ja, wovon es nur noch drei Stück gibt, Dr. Welt.
10:17Die blaue Mauritius unter den Motorrädern.
10:20Macht euch nur lustig.
10:21Bitte sehr.
10:36Donnerwetter.
10:37Hier ist ein Sitz gefunden.
10:38Die Schleifspuren von dem Schrank kamen mir komisch vor.
10:44Feinwaage, Kokain, Ecstasy.
10:49Türsteher wird nur ein Nebenjob gewesen sein.
10:52Der hat mit allem geteilt, was fröhlich macht.
10:54Tja, was man davon nicht unbedingt sagen kann.
10:56Davon war sicher noch mehr drin.
10:58Ja, hat sich wohl einer bedient.
11:10An der Tür waren Einbruchsspuren.
11:12Vermutlich ein gezielter Einbruch wegen der Waffen.
11:15Die Drogen haben Sie ja nicht interessiert.
11:16Ich kümmere mich um Krankenhäuser und Arztpraxen.
11:19Ob da jemand mit einer Schussverletzung eingeliefert wurde.
11:23In Fabers Auto war eine Tasche mit Trainingsklamotten noch feucht.
11:26Und dieser Ausweis hier?
11:27Schöpfen.
11:27Mit Gliedsausweis Kickbox Munich.
11:32Schauen wir uns gleich mal an.
11:34Tschüss, Frau Doktor.
11:36Servus.
11:36Hi.
11:50Hey.
11:51Du kannst ja jetzt nicht runter.
11:55Was soll das?
11:55Spinnst du?
11:57Papa ist da unten.
11:59Geht's nicht gut.
12:00Was?
12:01Dann lass mich doch zu ihm.
12:03Das geht jetzt nicht.
12:05Was ist denn das?
12:11Kata!
12:13Kata!
12:15Papa!
12:20Er schläft jetzt.
12:23Was ist passiert?
12:25Er ist verletzt.
12:26Ja, das seh ich.
12:28Komm jetzt.
12:29Papa!
12:33Wieso hast du keinen Krankenwagen gerufen?
12:36Weil es nicht geht.
12:37Weil es nicht geht?
12:39Katharin, roll zu.
12:41Papa muss irgendwas geplant haben, um mein Geld zu bekommen.
12:43Was Illegales.
12:44Illegal?
12:45Eine Tankstelle überfallen oder was?
12:47Ja, was weiß ich.
12:49Jedenfalls wurde er dabei angeschossen und deswegen kommen wir nicht zu Krankenhaus, okay?
12:52Hast du dir nicht erzählt, was passiert ist?
12:55Papa war bewusstlos.
12:57Irgend so eine Frau hat ihn hergebracht.
12:59Welche Frau?
13:00Ja, irgend so eine vom Kickboxen.
13:01Die wollte auch gleich wiederkommen.
13:08Vielleicht war ich zu hart gestern zu Papa.
13:11Und er hat deswegen...
13:12Mensch.
13:13Die müssen noch sowas länger geplant haben.
13:17Gott, aber wir können ihn nicht einfach so liegen lassen.
13:19Wir brauchen Verbandszeug und irgendwas gegen die Schmerzen.
13:22Ich geh in die Apotheke, ja?
13:24Und du bleibst hier bei Papa.
13:26Kann ich mich auf dich verlassen?
13:28Kann ich mich auf dich verlassen?
13:29Ja.
13:30Ja.
13:30Na denn?
13:50Jetzt lebe der Sport.
13:53Gut, schlag.
13:53Gut, sehr gut, sehr gut.
13:55Dirk Faber?
13:56Ja klar war der gestern da.
13:58Hat er Probleme?
13:59Niemand nimmt.
14:00Er ist tot.
14:02Der Dirk?
14:04Scheiße.
14:05Was ist denn passiert?
14:06Wenn wir auftauchen, dann können Sie davon ausgehen, dass er wahrscheinlich nicht friedlich
14:09im Bett gestorben ist.
14:11Also, hat er Streit mit jemand?
14:14Eigentlich nicht.
14:16Und uneigentlich.
14:17Na ja, Dirk war ein ziemlicher Brecher.
14:19Er hatte gestern Stress mit Hakan.
14:21Aber nur mit Worten.
14:22Hakan.
14:23Und weiter?
14:24Hakan weckte mir.
14:25Eigentlich ein ganz netter.
14:27Ist der hier?
14:28Nee, aber ich kann Ihnen die Adresse geben.
14:30Äh, hallo.
14:31Etwas weniger Wasser.
14:33Ja, das ist eine Umkleidekabine und kein Schwimmbad.
14:36Dieser Hakan.
14:38Hat der Faber gedroht?
14:40Nee, er hat Faber-Hakan gedroht.
14:42Er hat sowas erzählt wie, äh, pass auf, was du erzählst, sonst bist du tot.
14:47Das ist er ja jetzt.
14:49Worum ging's bei dem Streit?
14:51Keine Ahnung.
14:52Da müssen Sie die Janett fragen.
14:54Janett Herold.
14:54Die war dabei.
14:55Äh, die saß eben noch vorne am Tresen.
15:03Hakan, wo bist du?
15:04Du hast mir was versprochen.
15:05Ich warte auf dich.
15:06Melde dich.
15:08Tschüss, Gitte.
15:09Frau Herold?
15:13Hauptkommissar Forst, das ist mein Kollege Richter.
15:17Wir haben gehört, Sie hätten gestern einen Streit mitbekommen zwischen Hakan und Becktemir und Dirk Faber.
15:24Ja, harmlos.
15:26Worum ging's denn?
15:28Faber hat was gegen Ausländer.
15:30Und hat er zu Hakan den Satz gesagt, pass auf, was du erzählst, sonst bist du tot?
15:40Weiß ich nicht.
15:41Was hat denn Hakan erzählt?
15:45Nix.
15:45Wieso?
15:46Dirk Faber ist gestern Abend ermordet worden.
15:48Und jetzt glauben Sie, dass...
15:58...dass Hakan...
16:00...wäre doch möglich.
16:02Schließlich hat Faber ihn beleidigt.
16:06Ja gut, so genau hab ich...
16:08...hab ich das nicht mitgekriegt.
16:10Das ist schade.
16:12Wo waren Sie gestern Abend?
16:14Zu Hause allein.
16:15Sie trauen Hakan also keinem Mord zu.
16:18Wer kann denn schon in den Kopf von anderen Leuten gucken?
16:21Tja, haben Sie recht.
16:24Und trotzdem versuch ich das immer wieder.
16:29Schönen Tag noch.
16:31Wieder schon.
16:32Die verschweigt uns doch was.
16:42Gerd, überprüft doch bitte mal eine Jeannette Herold und dann einen Hakan, ähm...
16:47Weck den Meer.
16:47Ja, ja, ich weiß, ich weiß.
16:48Weck den Meer.
16:50Wie man spricht.
16:51Danke.
16:52Und das Präsidium?
16:53Schauen wir mal, wie weit Werner ist.
16:55Das ist ein Schuhabdruck vom Tatort.
17:05Außenrum waren überall Blutspuren.
17:06Der Schuhabdruck ist also von dem, der angeschossen wurde.
17:09Ja.
17:10Im Schuhprofil hab ich Kalk und Zement festgestellt.
17:13Auch vom Tatort?
17:14Eben nicht.
17:15Eher von einer Baustelle.
17:16Danke, Gerd.
17:17Was ist mit der Patronenhülse?
17:19Die Auszieherkralle einer jeden Waffe hinterlässt auf der Patronenhülse spezifische Spuren.
17:24Welcher Waffentyp?
17:25Von denen man mit 90%iger Wahrscheinlichkeit auf den Waffentyp schließt.
17:28Leider.
17:29Ich sage mal eine P8.
17:31Mit der wurde vermutlich auf den Mann von der Baustelle geschossen.
17:34Haben wir irgendwelche Hinweise aus Krankenhäusern oder von Ärzten?
17:37Nee, bisher leider nicht.
17:39Na gut, also wenn Hakan Beck dem Meer einer der Täter war, dann hat er entweder selber die Schussrunde oder sein Komplize.
17:47Ja, ja.
17:49Das Bekannte von Papa immer noch nicht da.
17:53Und wie geht das ihm?
17:54Ja, ja, ich beeile dich.
17:56Danke schön.
17:57Gerne, Frau Doktor.
17:58Und?
17:59Haben Sie noch viele Patienten heute aufzuschneiden?
18:01Jede Menge.
18:02Aber die meckern wenigstens nicht.
18:04Tschüss.
18:04Tschüss.
18:04Ihr Wagen ist fertig.
18:18Wir haben ihn auf Platz 392 abgestellt.
18:21Haktik 3.
18:22Haktik 3.
18:28Ah, hey, hey, hey, hey, hey, hey.
18:58Danke.
19:15Herr Bechtimir?
19:18Hakan Bechtimir?
19:21Wer will das wissen?
19:24Richter mein Name. Kripo München.
19:28Kripo München.
19:36Hey! Hey!
19:41Warum so eilig?
19:45Mann, mein Arm!
19:48Irgendwas hier drin, was ich nicht sehen soll?
19:51Drogen, Waffen?
19:58Sieh an, sieh an!
20:04Jeannette Herold möchte lieber Claudia Kinsler heißen.
20:08Den Pass hat dieser Hakan für Sie gefälscht.
20:10Das gibt er zwar nicht zu, aber er hat zwei Vorstrafen wegen Urkundenfälschung.
20:14Was ist mit seinem Alibi?
20:15Er war zur Tatzeit in der Diskothek. Das können ungefähr zwei Millionen Leute bezeugen.
20:21Was sagen wir über Jeannette Herold?
20:23Eine Ex-Kollegin.
20:25Wieso Ex?
20:27Die war zuerst auf Streife, hat dann eine Weiterbildung zur Computerspezialistin gemacht.
20:30Aber dann, vor zwei Jahren, hat sie auf einmal ihren Dienst quittiert.
20:35Eine Ex-Polizistin bestellt sich einen gefälschten Pass, während ein Waffendealer, den sie kennt, ermordet wird.
20:42Hm.
20:43Ich kenn die Jeannette ja kaum. Dazu kann ich gar nichts sagen.
20:48Na ja. Und weil Sie sie kaum kennen, deswegen steht auch hier ein Bild von ihr.
20:53Jetzt hören Sie mal zu. In Ihrem Studio, da trainieren Waffenhändler und Passfälscher.
21:00Das reicht als Anfangsverdacht, um Ihnen die ganze Bude auf den Kopf zu stellen.
21:05Und ich schwör Ihnen, ich finde immer was.
21:08Sehr gut. Was sollen Sie denn wissen?
21:10Wo arbeitet Frau Herold?
21:13Bei irgendeiner Geldtransportfirma.
21:16Geht's vielleicht ein bisschen genauer?
21:18Security Cash Munich.
21:20Na also. Sie hat Familie?
21:23Nein, ihr Sohn ist vor zwei Jahren ins Leben gekommen.
21:26Wie ist das passiert?
21:28Eine grausame Geschichte. Ein LKW hat ihn überfahren. Beim Abbiegen.
21:33Irgendein Zeuge hat gemeint, der LKW wäre bei Rot angefahren. Hat aber dann widerrufen.
21:38Ist das der Grund, warum sie bei der Polizei aufgehört hat?
21:42Der Tod ihres Sohnes hat sie völlig ausgenockt. Sie war am Boden.
21:47Irgendwann kam sie dann wieder zum Training. War wie eine Therapie für sie.
21:52Wissen Sie was von finanziellen Problemen?
21:54Na, darüber hat sie nie geredet.
21:56Wollte sie vielleicht ins Ausland?
21:57Sie hat mal gesagt, München wird mich immer an meinen toten Sohn erinnern.
22:04Habt ihr sie, Gerd?
22:07Gib die Herold in die Fahndung.
22:10Gib die Herold in die Fahndung.
22:12Wie geht's jetzt weiter?
22:13Es geht weiter.
22:14Es geht weiter.
22:15Wie geht's jetzt weiter?
22:16Es geht weiter.
22:17Ist es das wert?
22:18Für das Geld?
22:19Wie geht's jetzt weiter?
22:20Es geht weiter.
22:21Ist es das wert?
22:22Für das Geld?
22:23Du machst es für deine Kinder.
22:24Und ich, ich.
22:25Ich.
22:26Und ich, ich.
22:27Und ich, ich.
22:28Ich.
22:29Ich.
22:35Und ich.
22:36Ich.
22:37Wie geht's jetzt weiter?
22:39Es geht weiter.
22:40Ist es das wert?
22:45Für das Geld?
22:50Du machst es für deine Kinder.
22:51Und ich, ich...
22:53Was?
22:57Ich gebe nicht mittendrin auf.
23:02Du hältst doch durch.
23:08Gut.
23:22Sie sind schuld, dass das passiert ist.
23:25Dein Vater wusste, auf was er sich einlässt.
23:27Mein Vater wird nicht plötzlich kriminell, egal wie schlecht es ihm geht.
23:33Wer ist das?
23:34Schon da.
23:41Alex.
23:48Wie lange kennen Sie meinen Vater überhaupt?
23:52Kannst du zu mir sagen, Jeanette.
23:55Will ich vielleicht nicht?
23:59Gut, dann eben nicht.
24:01Wir haben uns vor drei Jahren kennengelernt beim Sport.
24:06Haben Sie was mit meinem Vater?
24:09Wir haben uns gegenseitig geholfen.
24:11Tolle Hilfe, bei der er fast erschossen wird.
24:17Was soll das denn?
24:19Wie ist das?
24:21Sie ist Ärztin.
24:26Und warum bringst du sie hierher?
24:28Soll ich etwa zusehen, wie mein Vater stirbt?
24:31Gut.
24:33Kann man eh nicht mehr ändern.
24:36Bring sie runter.
24:37Wer ist das?
24:38Eine Ärztin, die wird dir helfen.
24:39Wer ist das?
24:40Eine Ärztin, die wird dir helfen.
24:42Der Mann muss sofort ins Krankenhaus.
24:43Er kann nicht ins Krankenhaus.
24:44Sie behandeln ihn.
24:45Sie behandeln ihn.
24:46Ich bin überhaupt keine Chirurgin.
24:47Ich bin Rechtsmedizinerin.
24:48die Leute, die ich normalerweise aufschneide, sind schon tot.
24:49Aber Sie können ihm doch trotzdem helfen.
24:51Sie werden ihn behandeln.
24:52Sie werden ihn behandeln.
24:53Sie werden ihn erhelfen.
24:54Sie werden ihn erhelfen.
24:55Sie werden ihn erhelfen.
24:56Sie werden ihn erhelfen.
24:58Sie werden erhelfen.
25:00Er kann nicht ins Krankenhaus.
25:01Und ich kann nicht ins Krankenhaus.
25:02Sie behandeln ihn.
25:03Ich bin überhaupt keine Chirurgin.
25:06Ich bin Rechtsmedizinerin.
25:07Die Leute, die ich normalerweise aufschneide, sind schon tot.
25:09Aber Sie können ihm doch trotzdem helfen?
25:13Sie werden ihn behandeln.
25:16Sie werden ihn erhelfen.
25:28Es ist doch selbstverständlich, dass ich mit der Polizei kooperiere.
25:49Die dient letztlich ja der Sicherheit unserer eigenen Firma, nicht wahr?
25:52Wie heißt denn die Mitarbeiterin?
25:54Jeannette Herold.
25:56Die ist nicht mehr hier.
25:57Ich habe ihren Vertrag nicht verlängert.
26:00Ach, warum nicht?
26:02Die war komisch.
26:03Komisch?
26:04Die hat Sachen gefragt, die sie nichts anging.
26:07Bitte.
26:09Meine Firma lebt von Vertrauen und Diskussion.
26:12Wenn da jemand rumschnüffelt, da bin ich konsequent.
26:15Rumschnüffelt?
26:17Glauben Sie, sie hat da vielleicht irgendwas vorgehabt?
26:21Sie meinen einen Überfall?
26:24War bloß so ein Gedanke.
26:25Die Tourenpläne ändern sich täglich.
26:28Wie soll sie da rankommen?
26:39Das ist Herr Steinberg.
26:40Er macht die Tourenpläne für die Geldtransporter.
26:41Aber meist sitzt ich hinterm Steuer.
26:44Der Tourenplan von morgen und die Liste der Mitarbeiter?
26:47Irgendwas Auffälliges?
26:48Naja, also für ein Geldtransportunternehmen finde ich es ziemlich leichtsinnig, dass sie hier einen offenen Port im Rechner haben.
26:53Was? Wie meinen Sie?
26:54Das heißt theoretisch, dass jemand von außen Zugriff haben und alles mitlesen kann.
26:59Auch die Tourenpläne.
27:00Das kann nicht sein.
27:01Ich kann nicht mal selber von draußen in unser System.
27:04Sie wissen aber schon, was Frau Herold bei der Polizei gemacht hat.
27:07Irgendwas mit EDV.
27:08Ja.
27:10Steinberg, wir müssen sofort die Tourenpläne ändern.
27:11Und wir brauchen einen Durchsuchungsbeschluss für die Wohnung von Janett Herold.
27:17Danke, Axel.
27:19Sag mal, wenn die Herold versucht, von außen in den Computer der Firma zu kommen, können wir das irgendwie feststellen?
27:25Ich habe mir die nötigen Administratorenrechte geben lassen. Das mache ich beim Präsidium aus.
27:29Ich gehe die Mitarbeiterlisten durch, wegen möglicher Komplizen.
27:32Übrigens, ich warte immer noch auf das Projektil aus der Leiche, damit ich abklären kann, ob die Waffe schon mal wo verwendet wurde.
27:37Ich habe die Sommerfeld noch nicht erreicht.
27:40Ich fahre da gleich mal hin.
27:41Papa, hörst du mich?
27:51Er hat Fieber.
27:53Weil die Wunde sich entzündet.
27:54Dann tun Sie doch was.
27:56Na, Sie haben ja Humor.
27:58Sie müssten ja wohl eher was tun, oder?
28:00Was denn?
28:02Zum Beispiel Ihren Bruder zur Vernunft bringen.
28:05Und diese Frau.
28:07Wer ist das eigentlich?
28:09Ich weiß es nicht.
28:10Papa kennt sie vom Sport.
28:15Bis gestern war unser Leben noch völlig in Ordnung.
28:20Das dachte ich jedenfalls.
28:27Umdrehen.
28:32Mitkommen.
28:33Was ist mit ihm?
28:50Die Kugel hat die Schulter getroffen und die Knochen verletzt.
28:53Er hat einen offenen Bruch.
28:54Es kann jeden Augenblick zu einer lebensbedrohlichen Komplikation kommen.
28:57Er muss ins Krankenhaus.
29:01Dann können wir mir gleich einen Stahleim abliefern.
29:03Was wollen Sie machen?
29:04Beten?
29:08Sie müssen was machen.
29:10Operieren Sie ihn.
29:12Hier.
29:13Womit denn?
29:15Lassen Sie sich was einfallen.
29:16Tempo.
29:41Haben Sie alles?
29:42Ja, ich glaube.
29:43Hallo Frau Doktor.
29:50Bestell ich?
29:51Ich dachte, Sie wären schon bei der Arbeit.
29:54Ja, ja.
29:54Bin ich.
29:55Bin ich auch.
29:56Ich habe nur einen Eilauftrag von der Staatsanwaltschaft und da musste ich ein bisschen umdisponieren.
30:02Ach so.
30:02Ja.
30:03Das ist manchmal ein bisschen blöd.
30:04Ich bräuchte nämlich das Projektil aus dem Körper des Toten.
30:08Ja, ja.
30:09Ist mir klar.
30:09Ich bin nur gerade mit dem anderen beschäftigt.
30:12Ach, ich habe ganz vergessen, Sie vorzustellen.
30:14Das ist Hauptkommissar Voss und das ist Alexander, mein neuer Praktikant.
30:19Ah, freut mich.
30:20Mich auch.
30:21Dann passen Sie gut auf.
30:23Frau Doktor ist nämlich eine Kapazität.
30:24Übertreibt gerne.
30:27So, wir müssen.
30:28Werner?
30:29Im System der Security Cache ist ein Trojaner installiert.
30:32Jede Veränderung im Tourenplan wird sofort nach außen gesendet.
30:35Ich weiß aber noch nicht an wen.
30:37Okay, bleib dran.
30:38Mach ich.
30:51Axel, ich brauche mal eine Halterabfrage.
30:54München, Anton, Emil, 4561.
30:59Danke.
31:09Gerd.
31:11Du hast was über die Waffen?
31:14Vor sechs Monaten gab es einen Einbruch in ein Bundeswehrdepot.
31:18Die Täter stahlen zehn Sturmgewehre und 20 Pistolen.
31:20Die Waffen sind später wieder aufgetaucht.
31:22Vollständig?
31:23Nein, bis auf eine Pistole und drei Gewehre.
31:26Das Haus Favers Garage gehört dazu.
31:28Okay.
31:29Unsere Einbrecher haben also zwei Sturmgewehre.
31:32Damit kann man natürlich einen Geldtransport überfallen.
31:36Damit sind wir wieder bei der Herold und ihrem gefälschten Pass.
31:38Ja.
31:39Der Wagen, nachdem du gefragt hast, gehört Katharina Bergmann, Grafenstraße 7.
31:45Wer ist das jetzt?
31:47Das werden wir hoffentlich gleich rausfinden.
31:49Kommst du?
31:49Wir sind in unserem Fall keinen Schritt weiter.
31:57Und wir rennen einen Praktikanten hinterher, nur weil er dir komisch vorkommt.
32:02Die Sommerfeld geht nicht ans Handy.
32:04Mit der Obduktion hat sie noch gar nicht begonnen.
32:07Und dann erklärt sie mir, ich bin gerade mit etwas anderem beschäftigt.
32:10Das passt überhaupt nicht zu ihr.
32:11Und auch dieser Praktikant, der mich so merkwürdig anstarrt.
32:25Guten Tag, Hauptkommissar Voss, mein Kollege Heimann.
32:28Guten Tag.
32:28Guten Tag.
32:29Katharina Bergmann?
32:30Ja.
32:32Wer war denn heute mit Ihrem Auto unterwegs?
32:35Mein Bruder Alexander.
32:37Der macht gerade ein Praktikum in der Rechtsmedizin.
32:39Na ja, seit wann?
32:43Letzte Woche, glaube ich.
32:45Glauben Sie?
32:46Ja, ich habe gerade ziemlich viel um die Ohren.
32:49Worum geht es denn?
32:50Wir würden gerne mal mit Ihrem Bruder sprechen.
32:52Oh, der ist schon wieder weg.
32:54Können wir uns vielleicht mal kurz im Haus umsehen?
32:58Nicht so gern.
33:00Unverletzlichkeit der Wohnung, Artikel 13 Grundgesetz.
33:04Ich studiere Jura.
33:06Aha.
33:07Also dann.
33:09Die hat gar nicht gesagt mit was anderem.
33:15Wer jetzt?
33:17Die Sommerfeld.
33:19Als ich sie nach dem Projektil gefragt habe, da hat sie gesagt,
33:23ich bin gerade mit dem anderen beschäftigt.
33:25Verstehst du?
33:26Nee.
33:27Nee.
33:28Entschuldige, ich...
33:28Gerd, es gab einen Toten und einen Verletzten.
33:31Mit dem anderen bedeutet, dass sie nicht mit dem Toten beschäftigt ist, sondern mit dem Verletzten.
33:37Sag mal, Werner hat auch am Tatort Zement und Kalkspuren gefunden.
33:43Bauunternehmen Bergmann.
33:44Wahrscheinlich der Vater.
33:46Der ist jetzt vielleicht da drin.
33:49Deswegen haben wir auch keine Hinweise aus Krankenhäusern oder von Ärzten bekommen,
33:52weil die unsere Frau Doktor entführt haben.
33:54Ja, dann klingeln wir nochmal.
33:56Können Sie noch eine Frage?
34:04Artikel 13, Absatz 2, kennen Sie denn auch?
34:08Jetzt gerade nicht wirklich?
34:09Wir fahren im Verzug.
34:10Da, wir gehen.
34:40Gerd!
34:53Ihr Vater ist schwer verletzt.
34:55Wo ist er jetzt?
34:59Frau Bergmann.
35:01Paragraf 258 StGB.
35:04Strafvereitelung.
35:05Schon mal gehört?
35:06Nicht zugunsten von Angehörigen.
35:08Jetzt hören Sie endlich auf mit dem Quatsch!
35:11Es geht um Ihren Vater.
35:14Und es geht um eine sehr geschätzte Kollegin von uns.
35:17Also.
35:21Kurz bevor Sie gekommen sind, haben mein Bruder und diese Janett,
35:25meinen Vater und die Ärztin weggefahren.
35:26Janett?
35:28Mitte 30, dunkelblatt, durchtrainiert?
35:31Ja.
35:32Die Herold.
35:34Wo sind die hin?
35:36Das wollten Sie mir nicht sagen.
35:40Du bist sicher, dass hier niemand vorbeikommt?
35:52Der Besitzer lebt in Dänemark.
35:54Da kommt es in vier Wochen wieder.
35:55Wo kann ich anfangen?
36:10Warten Sie.
36:11Was mit der Narkose?
36:13Sehen Sie hier irgend so einen Anästhesisten?
36:15Die Schmerzmittel müssen reichen und Sie halten ihn fest.
36:17Wenn er zuckt und ich ein Blutgefäß durchtrenne, dann ist hier die Hölle los.
36:23Wenn meinem Vater irgendwas passiert.
36:26Nein.
36:27Ich werde hier nicht operieren, solange Sie hier mit einer Waffe vor meinem Gesicht rumfuchteln.
36:30Alexander, raus.
36:35Aber?
36:35Ich assistiere.
36:36Aber?
36:37Raus.
36:44Dass Sie nicht auf dumme Gedanken kommen mit dem Skalpell.
36:46Ich bin Kampfsportlerin.
36:47Ja, und haben wahrscheinlich schon hundertmal bei einer OP assistiert.
36:50Ihr Vater und Frau Herold besorgen sich zwei Sturmgewehre.
37:03Und Sie wollen keine Ahnung haben, wofür?
37:05Ich sage Ihnen was.
37:06Ich glaube Ihnen kein Wort.
37:08Ich wusste doch von nichts.
37:10Papa hat nur gesagt, dass er die finanziellen Probleme lösen wird.
37:13Janett Herold.
37:15Wie gut kennen Sie die?
37:16Quasi gar nicht.
37:18Woher kennt Ihr Vater sie?
37:19Vom Sport hat sie gesagt.
37:20Ich weiß es nicht.
37:22Papa redet nicht mehr so viel seit...
37:26Ihre Mutter?
37:32Krebs vor drei Jahren.
37:36Nochmal, Frau Bergmann.
37:39Wo sind die hin?
37:41Wenn ich es wüsste, ich würde es Ihnen sagen.
37:49Und?
37:54Der Knochen ist schwer verletzt.
37:57Früher oder später muss er ins Krankenhaus.
37:59Das sagten Sie bereits sehen.
38:01Skalpell.
38:04Wie soll das jetzt weitergehen?
38:05Was?
38:16Sie haben eine Geisel, Sie haben einen Schwerverletzten.
38:19Die Polizei sucht sich ja schon nach Ihnen.
38:20Das ist nicht Ihr Problem.
38:22Doch.
38:24Und der Junge da draußen?
38:26Wollen Sie den wirklich so tief mit reinreißen?
38:27Der könnte Ihr Sohn sein.
38:29Was?
38:31Der hat noch sein ganzes Leben vor sich.
38:32Wollen Sie ihm das wirklich alles kaputt machen?
38:33Pinzette.
38:36Pinzette.
38:38Grundlage jeder Verhandlungsführung.
38:39Schaffen Sie eine persönliche Beziehung zu Ihrem Gegenüber.
38:43Reden Sie über Privates.
38:44Hören Sie auf mit diesem Psychotricks.
38:57Du hast es geschafft.
39:03Ich kann Sie identifizieren.
39:07Konzentrieren Sie sich auf die OP.
39:12Nadel und Faden.
39:15Mhm.
39:17Was gibt's Neues?
39:18Ja.
39:18Der Security Cache tut sich gerade was.
39:20Danke.
39:20Jörg Bergmann bleibt verschwunden.
39:23Was ist mit der Herold?
39:25Auch verschwunden.
39:25Handyort und Fehlanzeige.
39:27Also gut.
39:28Nochmal von vorn.
39:30Jörg Bergmann wird angeschossen, als er und Janett Herold einbrechen, um sich Sturmgewehre
39:34zu beschaffen.
39:36Aber anstatt ihn ins Krankenhaus zu bringen, schnappt sie sich unsere Frau Doktor.
39:41Könnte auch Alexander Bergmann gewesen sein.
39:43Oder beide.
39:43Auf jeden Fall kann Jörg Bergmann nicht mehr bei dem Überfall mitmachen.
39:46Vielleicht springt der Sohn für den Vater ein.
39:48Bleibt ja in einer Familie.
39:50Gerade eben hat sich jemand von außen in die Tourenplanung eingeklickt.
39:55Das lief über einen Anonymisierungsdienst.
39:57Das heißt, die IP-Adresse war verschleiert.
39:59Die Herold 100 Pro.
40:01Aber wo ist die?
40:03Was macht der Jäger, wenn er nicht weiß, wo das Bild ist?
40:06Er legt einen Köder aus.
40:15Die Kugel ist draußen.
40:16Der Vater hat überstanden.
40:18Wie geht das jetzt weiter?
40:21Wenn die Wunder einigermaßen heilt...
40:22Nein.
40:23Ich meine, mit dem, was ihr vorhattet.
40:27Das weiß ich noch nicht.
40:29Nimm mich.
40:31Was?
40:31Du weißt doch gar nicht, um was es geht.
40:34Ihr plant irgend so einen Überfall.
40:35Deswegen die Gewehre.
40:40Mein Vater wollte es machen.
40:41Für uns.
40:42Jetzt mache ich es.
40:43Wenn ich einen Überfall planen würde, dann wäre morgen mein Tag.
40:50Wieso morgen?
40:51Da befüllen wir Dutzende Geldautomaten und holen die Einnahmen von vier Elektronenmärkten und mehreren Einkaufshintern.
40:56Weiß Janet Herold das auch?
40:57Wir ändern die Planung so, dass ein bestimmter Wagen die besonders großen Mocken abholt.
41:01Als Köder?
41:02Ja.
41:03Die übrigen Transporter fahren weniger Stationen an.
41:05Und diese Planung stellen wir ins Computersystem.
41:08Wenn die Herold die Wahl hat zwischen 20 Wagen mit 100.000 Euro und einem mit 4 Millionen, da sollte die Entscheidung leicht fallen.
41:14Guter Plan.
41:15Und die Arbeit?
41:16Ich wusste doch, wieso ich der Frau nicht traue.
41:18Ja, die war immer so distanziert.
41:20Hat sie nie was Privates erzählt?
41:21Da hat sie total gemauert.
41:23Ich habe mal gefragt, warum sie in den Pausen immer Spanisch lernt.
41:25Für den Urlaub.
41:27Mehr war es ihr nicht rauszukriegen.
41:28Südamerika ist groß.
41:29Mhm.
41:31Die Polizei war bei mir.
41:33Hast du was mit Fabers Tod zu tun?
41:36Naja, musst du auch nichts sagen.
41:38Ich werde für eine Weile weg sein.
41:41Ich habe kein gutes Gefühl.
41:42Man muss mit alten Geschichten abschließen können.
41:46Genau das tue ich.
41:48Überleg es dir nochmal.
41:49Du weißt, gehe nie in einen Kampf, den du nur verlieren kannst.
41:52Ich gewinne, egal wie er ausgeht.
41:59Viel Glück.
42:12Ich suche, Mann!
42:15Du weißt, hey, Deixaien!
42:16Vai.
42:18Die Polizei war für Speed.
42:19Das war's.
42:49Ja.
42:51Besser.
42:53Aber ich kann im Überfall nicht mitmachen.
42:57Ich mach's allein.
42:59Aber du brauchst mich doch.
43:01Jetzt muss es ihm allein gehen.
43:11Das SEK macht hier zu und die kommen nicht mehr raus.
43:15Ich hätte was bemerken müssen.
43:19Sie stand doch vor mir.
43:23Du kannst doch nichts dafür, dass sie gerade entführt worden ist.
43:25Und Alexander Bergmann war sicher bewaffnet.
43:29Sie kennt jetzt deren Gesichter.
43:31Ach, Richard.
43:33Das sind Bauarbeiter, keine Serienkiller.
43:35Die Herold.
43:37Die ist ein Profi.
43:39Schieb alles auf mich.
43:53Dann bekommst du maximale Beihilfe.
43:55Überleg's dir nochmal.
44:03Ich hab Angst um dich.
44:09Wir haben keine gemeinsame Zukunft.
44:11Ich werde nicht in Deutschland bleiben.
44:13Wir haben uns halt gegeben.
44:15Du hast mir gut getan.
44:17Aber jetzt muss ich alleine weitergehen.
44:19Janett.
44:21Du hast Kinder, die dich brauchen.
44:25Sobald ich in Sicherheit bin, werde ich dafür sorgen,
44:27dass du deinen Anteil bekommst.
44:29Wir sehen uns nie wieder.
44:43Pass auf dich auf.
44:59Was ist, wenn sie den Bergmann operieren muss?
45:05Und es geht schief.
45:07Ja.
45:09Ich glaub, ich hab was.
45:11Der Bergmanns Firma baut seit zwei Wochen
45:13ein altes Ferienhaus im Süden von München um.
45:17Der Besitzer lebt in Dänemark.
45:19Ein besseres Versteck finden die nie. Adresse?
45:21Ja.
45:23Dann los.
45:29Dann los.
45:31Dann los.
45:33Dann los.
45:35Dann los.
45:37Dann los.
45:39Dann los.
45:41Dann los.
45:43Dann los.
45:45Dann los.
45:47Dann los.
45:49Dann los.
45:51Dann los.
45:53Dann los.
45:55Dann los.
45:57Dann los.
45:59Dann los.
46:01Dann los.
46:03Dann los.
46:05Dann los.
46:06Ich bin auf der Weg.
46:36Vor zwei Tagen habe ich noch gedacht, wie kriegt es hin?
46:42Aber jetzt sieht es sich ganz schön in der Scheiße.
46:45Herr Bergmann, legen Sie die Waffe weg.
46:51Gehen Sie, hauen Sie ab, alle!
46:55Nein, das werde ich nicht tun.
46:58Glauben Sie ernsthaft, ich sitze im Gefängnis und fahre zu, wie meine Kinder versuchen, wieder aus der Scheiße rauszukommen, in die ich sie reingeritten habe?
47:12Sie? Oder Jeanette Herold?
47:18Jeanette, ja. Sie ist stark.
47:23Die braucht mich nicht. Die zieht es alleine durch.
47:26Wo ist Ihr Sohn?
47:28Ich hole den Notarzt.
47:38SCK einsatzbereit.
47:40Das ist ein Notarzt.
47:43Oh Gott.
48:09Hast du seiner Tochter Bescheid gesagt?
48:11Ich hab eine Kollegin losgeschickt. Die müssen jeden Moment hier sein.
48:13Und, wie sieht's aus?
48:18Ich hab wohl im Mischer Schock aufgrund des Blutverlustes.
48:20Ich hab ihm eine Infusion gegeben. Er ist wieder stabil.
48:23Also es wird der Schusswunde?
48:25Alles ziemlich improvisiert, aber wer das operiert hat, hat gute Arbeit geleistet.
48:29Keine Lebensgefahr.
48:30Ich muss noch mal mit ihm sprechen.
48:33Herr Backmann, was genau ist in der Garage passiert?
48:39Janett hat gesagt, es ist alles ganz einfach.
48:41Wir gehen da rein, holen die Waffen ab. Fertig.
48:45Jedenfalls, wir hatten die Gewehre schon und wollten raus.
48:49Da geht plötzlich das Licht an.
48:52Und dieser Typ steht da mit einer Pistole im Anschlag.
48:55Das nächste, was ich gespürt hab, war der Schuss in der Schulter.
48:59Ich seh noch im Augenwinkel, wie Janett zurückschießt.
49:02Dann ist für ein Riss.
49:03Was hat die Herold jetzt vor?
49:06Ja, die wird's im Überfall allein durchziehen.
49:08Und wo findet das statt?
49:10Das weiß ich nicht.
49:12Wie sollte es denn nach dem Überfall weitergehen?
49:16Wir wollten unser Leben ganz normal weiterleben.
49:18Und ich hatte gehofft, Janett und ich, wir...
49:22Naja.
49:25Frau Bergmann, reden Sie mit Ihrem Vater.
49:28Es geht um das Leben Ihres Bruders.
49:32Wieso Alexander?
49:34Weil der wahrscheinlich Ihren Platz bei dem Überfall einnimmt.
49:37Und das ist lebensgefährlich.
49:41Die hatte ich doch nur benutzt.
49:43Und jetzt benutzt sie Alex.
49:45Bitte, Papa.
49:47Ich weiß noch nicht mal, welchen Geld transportiert Sie, du Feind.
49:51Und unsere Frau Doktor?
49:53Es ist nicht Eisen, wenn was schief geht.
50:01SEK für Voss.
50:02SEK Einsatzleitung.
50:04Und was auffällig ist?
50:05Nichts.
50:06Keine Verfolger.
50:08Danke.
50:09Verdammt nochmal, ich verstehe das nicht.
50:11Wieso interessiert ihr unser Köder nicht?
50:13Vielleicht war einer von den Geldboten eingeweihtesten.
50:16Was?
50:17Naja.
50:19Der kassiert seinen Anteil und löst dafür keinen Alarm aus.
50:22Moment mal, Moment.
50:24Das würde ja heißen, dass sie nicht den Transporter mit dem meisten Geld überfällt,
50:27sondern den, in dem ein Komplize sitzt.
50:31Unser Geldtransporter fährt vollkommen sinnlos durch München.
50:34Gerd, wie weit wirst du mit der Überprüfung der Mitarbeiter?
50:36Ist ja Fehlanzeige, aber ich bin noch nicht durch.
50:38Okay.
50:39Werner, du fährst sofort dahin.
50:40Nothalz stoppen wir alle Transporter.
50:41Ja.
50:41Sag mal, die Gewehre.
50:56Ja.
50:59Mein Vater hätte bestimmt bei keinem Plan mitgemacht, wo es Tote gibt.
51:03Nein, hätte er nicht.
51:03Also gibt es keine Tote.
51:07Pass auf, du machst genau das, was ich dir erklärt habe.
51:10Alles andere ist nicht dein Job.
51:11Das ist unser Köder.
51:34Weißt aber keiner an.
51:36SEK für Riedmann.
51:40SEK hört.
51:42Wie ist die Lage?
51:43Bisher alles ruhig.
51:44Nächster halt Einkaufszentrum.
51:46Danke.
51:49Ich bin durch mit den Angestellten von Security Cash.
51:53Rüdiger Steinberg, das ist der Fahrer.
51:55Moment.
51:56Mit dem aber doch schon in der Zentrale gesprochen.
51:58Der hat vor zwei Jahren einen achtjährigen Jungen überfahren.
52:00Es gab eine Bewährungsstrafe.
52:03Die Mutter des Jungen hieß Janett Stadler.
52:07Geborene?
52:10Herold.
52:12Das darf doch nie wahr sein.
52:14Deswegen zieht die das so konsequent durch.
52:18Der geht es nicht nur um die Beute, der geht es um Rache.
52:21Rache an dem Mann, der vor zwei Jahren ihr Kind überfahren hat.
52:24Und das Ganze gut getarnt als Überfall, damit wir hier nicht auf die Spur kommen.
52:27Damit ist klar, welcher Wagen des Ziel ist.
52:31Unser Köder jedenfalls nicht.
52:32Werner, Rüdiger Steinberg, wo ist der jetzt mit seinem Transporter?
52:35Bist du bereit?
52:59Was?
53:00Ja.
53:00Waffe.
53:06Du bist klar.
53:07Das ist's.
53:15Der Conte.
53:16Das ist.
53:26Der Conte.
53:27Zurück! Geht nicht, das ist ein Auto.
53:46Steinberg geht nicht ran.
53:51SEK für Voss, bitte kommen. Wo steckt ihr?
53:53Aussteigen!
53:57Sturmgewehre. Scheiße.
54:05Waffe runter!
54:14Aufmachen!
54:16Was ist denn jetzt du rüber?
54:18Gehen wir doch nicht um den anderen.
54:20Geld raus!
54:21Janett Herold?
54:23Stadler. Stadler war mein früherer Name.
54:25Erinnere dich an das.
54:26Du bist die Mutter...
54:27Du hast meinen Sohn umgebracht.
54:28Umgebracht? Das war ein Unfall!
54:35Du hast ihn liegen lassen, du hast ihn verbluten lassen.
54:37Du bist weggegangen, das war Mord!
54:39Janett, ich bin ein 40-Toner gefahren. Ich hab das nicht mehr gemerkt, wirklich.
54:42Halt's Maul!
54:44Was fallen lassen?
54:48Hol dir Herzen raus!
54:50Warum wurde ich dann freigesprochen damals?
54:53Der Zeuge hat die Aussage zurückgezogen, weil du ihn bedroht hast.
54:56Wie denn? Ich kannte den doch gar nicht. Der war sich einfach nicht mehr sicher, dass wirklich rotwalzig gefahren bin.
55:01Du lügst damals, heute! Du lügst!
55:04Frau Elwood! Sehen Sie sich um! Sie haben keine Chance!
55:07Ich hab etliche Chancen!
55:09Ich hab zwei Geiseln! Reicht Ihnen das? Ziehen Sie Ihre Leute ab!
55:12Sie waren mal eine Kollegin von uns. Das ist aussichtslos. Legen Sie die Waffe weg, dann passiert Ihnen nichts.
55:24Glauben Sie, ich hab Angst vorm Tod?
55:27Mein Leben ist vorbei, seit mein Sohn umgebracht wurde.
55:29Ihr Sohn wurde nicht ermordet?
55:30Doch, von dem da. Und von meinen Kollegen damals.
55:35Die haben das alles behandelt wie ein Verkehrsunfall.
55:38Davon hast du uns gar nichts erzählt.
55:40Wenn Sie sich jetzt rächen. Davon wird Ihr Sohn auch nicht mehr lebendig.
55:46Seit ich das hier vorhabe, hat mein Leben wieder einen Sinn.
55:48Rüber! Rüber!
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56:47Janette Herold hat gestanden.
56:56Sie hat alle Schuld auf sich genommen.
57:00Was wird mit Alex?
57:04Tja, er hat sich schon vor Gericht verantworten müssen.
57:08Aber wenn Sie Glück haben,
57:10kommen Sie mit einer Jugendstrafe davon.
57:12Oh, hallo.
57:19Na, dann will ich mal nicht länger stören.
57:22Lassen Sie gut auf die beiden auf.
57:27Herr Vossen.
57:30Danke.
57:42Hallo, Frau Doktor.
57:57Hallo.
57:59Sie wollen doch nicht schon wieder zur Arbeit.
58:01Warum denn nicht?
58:03Na, Sie sollten sich mal eine kleine Auszeit nehmen.
58:05Wollen Sie mich loswerden?
58:08Nee, ganz im Gegenteil.
58:10Nein.
58:13Hallo, Frau.
58:16Musik
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