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Reisen
Transkript
00:00Musik
00:30Der Almsee, eingerahmt vom Felsmassiv des Totengebirges.
00:39Sein klares Wasser fließt nach Norden und mündet nach 50 Kilometern in die Traum.
00:45Dies ist das Almtal.
00:54Ein Tal wie im Märchen.
01:00Der Alm vom Fluss aber geht auf die Alben zurück, auf die weißen, auf die leuchtenden Naturgeister.
01:10Und dies ist dokumentiert in einem Stich aus dem Jahr 1674 von Fischer.
01:16Ah ja, kann man lesen bei der Alm, Alben, Fluss und die Leute.
01:20Da haben wir immer schon gewusst, die Alben oder Elben, das sind die leuchtenden, weißen Naturgeister.
01:26Und wenn man reinschaut ins Wasser, wie das glitzert, wie das funkelt,
01:30naja, da ist der Gedanke an diese Naturgeister gar nicht weit.
01:33Gerade im Herbst, wenn die Nebelfrau aufsteigt.
01:36Und wenn da und dort im Altweibersommer die sonderbarsten Geister werden.
01:45Am Südufer steigt klare Wasser aus dem Seeboden auf.
01:49Eiskalte Quellen am Grunde des Almsees.
01:57Ein Naturjuwel für Fische, für Wasservögel und auch für naturverbundene Menschen.
02:03Die Hütte am See.
02:19Sie ist Ausgangspunkt für Fischer.
02:22Vier Monate im Jahr darf hier mit der Ange gefischt werden.
02:25Der Almsee gehört seit der Gründung des Stiftes Gremsmönster zum Besitz des Stiftes.
02:32Urkundlich erwähnt ist der Almsee 992 das erste Mal.
02:37Da kam es zum Fischereistreit zwischen den Grafen von Larnbach und dem Stift Gremsmönster,
02:43wo die Grenze des Fischereirechtes besteht, wo der Almsee aufhört und der Almfluss beginnt.
02:50Zuerst hat der Stift Gremsmönster 1495 einen Teil des Waldes hier bekommen
02:56und 1624 durch den Kauf der Herrschaft auch das umliegende Waldgebiet, das man so schön sieht, erworben.
03:04Der Almsee ist ein Entmarennensee, das heißt, er ist nicht sehr tief, 8, 9 Meter.
03:11Einer der schönsten Fischarten, die es hier am Almsee gibt, ist der Ursaibling.
03:16Daneben gibt es natürlich andere Fischarten wie Seeforelle, Parkforelle.
03:22Seit ungefähr 52 Jahren ist der See immer am einen Pächter verpachtet und das ist der Landesfischereiverein.
03:33Die Bewirtschaftung erfolgt in zwei Arten.
03:36Das eine ist einmal, dass wir Tageskarten ausgeben, wo also praktisch Fischer sich bei uns melden können
03:43und dann geführt werden von einem Guide.
03:47Vom Boot aus wird gefischt und der Fischer darf sich dann vier selbstgefangene Fische mitnehmen.
03:54Die zweite Art ist, dass wir Vereinen jeweils zwei Mitglieder hier positionieren,
04:00die dann fischen müssen, nämlich die Fische fangen, die wir der Gastronomie zur Verfügung stellen.
04:07Diese Fische werden lebend praktisch hier im Kalter zwischengelagert
04:12und dann einmal in der Woche dem Gasthaus eben praktisch geliefert.
04:17Wir befischen den See nur vier Monate, praktisch von Mai bis August
04:23und dann acht Monate hat der See seine Ruhe.
04:30Die Kalterhütte steht auf Stelzen im See.
04:34Sie ist Depot für frische Forellen und Saiblinge für die örtliche Gastronomie.
05:00Ja, wir sind da im Allm der Gemeinde Scharnstein-Grönau.
05:15Seit alters Zeit ist natürlich der Wald, der Reichtum, der Schatz von uns herinnen.
05:21Davon haben die Leute gelebt.
05:23Wir haben ja 80 Prozent zum Teil Waldanteil.
05:27Wir haben große Waldbesitzer, wie das Kloster Grämsmönster.
05:30Und in Herzog von Gumberland, aber auch früh gehört die Bauern.
05:34Die haben dann so einen Waldfleck von 40, 50 Hektar oder auch größer und in so einem Wald sind wir.
05:42Man muss natürlich auch schauen, dass man da Einkünfte hat.
05:46Zu denen haben wir die großen Bäume.
05:47Und man muss natürlich auch denken, wie die nächsten Generationen wieder Rehm können und dass sie auch Holz ernten können.
05:55Da braucht man dann wieder kleine Bäume.
05:57Also wir können nur dann einzelne Bäume rausschlägen und warten, dass die anderen nachwachsen.
06:04Es ist wirklich eine Freude, wenn man schaut.
06:07Da ist die Stihleiche, da ist die Fichte, da ist der Bergerhorn.
06:12Also es kommt alles daher, was der zukünftige Mischwald braucht.
06:16Aber es ist natürlich wichtig, dass unsere Bestände nicht gar zu dicht sind.
06:21Weil wir müssen nicht mehr ans Wasser denken.
06:24Und wenn da ein ganz geschlossenes Dach ist, dann kommt der Regen und der Schnee gar nicht an den Boden.
06:29Sondern es verdampft wieder in der Atmosphäre zurück.
06:34Und da kann es sein, dass die Hälfte fast wieder zurückgeht und gar nicht an den Boden kommt.
06:40Wann die Kronen zu dicht sind.
06:44Gut pflegter Wald hat ja die Möglichkeit, das Wasser, das vorn kommt, zu filtern und aufzuspeichern wie ein großer Schwamm.
06:54Und auch wenn es lange nicht regnet, gibt er langsam das Wasser dann ab, was ja für uns Menschen ganz wichtig ist.
07:01Ja, das Wasser von dem Bacherl, das rennt ja dann ab in den Däumen und in den Traum.
07:06Und wir sind ja doch erinnern im Almtal, das Wasserschloss vom oberösterreichischen Zentralraum.
07:15Wir stellen da das wichtige Lebensmittel, Trinkwasser, zur Verfügung.
07:27In Scharenstein hat die Energie der Alm bereits vor über 300 Jahren eine Industrie ermöglicht.
07:34Wasser vom Fluss wurde abgeleitet und im Laufe der Zeit entstand die größte Sensen-Schmiede der Donaumonarchie.
07:45Heute widmet sich das Geierhammer Museum der Geschichte der Rettenbacher Sensen-Schmiede.
07:5126 Arbeitsschritte waren notwendig, um vom rohen Eisenstück eine fertige Sense zu formen.
07:57An bestimmten Tagen erleben Besucher in Scharenstein hier im Museum das Schmieden einer Sense.
08:17Nur mit schweren Hämmern war es möglich und diese wurden mit Wasserkraft und Überwasserräder in Bewegung gesetzt.
08:25Der überwiegende Teil der erzeugten Sensen und Zicheln wurde ins Ausland exportiert.
08:36In ihrer Hochblüte war die Sense das wichtigste Exportgut in der Donaumonarchie.
08:42Über Seitentäler des Almtales führen Wanderrouten in die umliegenden Berge.
08:51Raststationen auf dem Weg in die alpinen Regionen
09:02oder auf gut markierten Routen gemütliche Wanderungen.
09:07Die bunte Natur im Almtal, üppige Narzissenwiesen, Trollblumen und Knabenkraut
09:17und dutzende Ameisenhügel am Waldrand.
09:26Ein Original des Almtales lebt hier in Grünau.
09:31Ja, eigentlich bin ich ja Grünauer Waldbauern sohn.
09:36Das ist aber in Grünau keine Leistung, weil bei der größten Waldgemeinde Oberösterreichs
09:42gibt es natürlich ganz viele Waldbauernfamilien, die da eingesessen sind.
09:46Wir haben noch gemäht und mit Heupenkel eintragen.
09:50Das hat man da in Bezug zur Natur gekriegt.
09:52Ja, und dann habe ich mich dann dem Tourismus verschrieben.
09:57War dann der jüngste Tourismusobmann in Oberösterreich
10:00und im 43-Kleis Hüttenwirt am Hochberghaus geendet.
10:06Und in der Zeit habe ich sehr viel touristische Sachen gemacht, probiert.
10:12Dies wird noch interessant, die ganze Waldgeschichte.
10:15Weil die Leute nicht mehr kennen, dass sie im Wald gespüren
10:19und dass sie im Wald für sich genießen.
10:24Weil sie rennen in der Host durch den Wald und wissen nicht einmal,
10:27dass die Vögel zwitschern, brauchen wir noch höher, dann werden wir es.
10:32Aber viel bemerken es gar nicht mehr.
10:35Und aus dem ist dann immer eine Geschichte entstanden,
10:38wo die Leute wieder lernen sollen, für Körper, Geist und Seele den Wald zu nützen.
10:44Und Waldluft baden, Wald baden, gezielt durch den Wald gehen,
10:50im Wald Yoga machen, im Wald kneipen.
10:56Und all das haben wir zum Paket Waldness geformt.
11:02Und Waldness können ja oder sollte in ein paar Jahren vielleicht der Begriff sein
11:06für Naturerholung im Wald, in der Natur, unter Nützung für meinen Körper.
11:14Und in Japan gibt es eigentlich schon gegen Krankenschein
11:17einen vorgeschriebenen Waldaufenthalt,
11:21weil der Wald also für alle Geschichten im Körper so positiv ist.
11:27Dann muss das einfach gesund und gut sein.
11:31Das wollen wir eigentlich mit Waldness bewirken.
11:39Eine beliebte Wanderroute führt auf den knapp 1750 Meter hohen Kasberg.
11:46Ausgedehnte Wälder und Gebirgsmassive.
11:50Der Blick zum fernen Almsee ist beeindruckend.
11:54In Richtung Norden erstreckt sich das Alpvorland,
11:57umgeben von einer nahezu unberührten Natur.
12:10Im Sommer ist über eine Mautstraße das Hochberghaus zu erreichen.
12:19So, bitteschön, das ist das einzig Wahre am Kasberg.
12:23Also, das sind es, die super Kasnocken vom Kasberg in Oberösterreich,
12:30vom Hochberghaus, auf 1200 Meter Seehöhe.
12:33Wir sind schon sehr froh, dass der Kasberg deswegen auch den Namen von unserer Kasnockerl hat.
12:38Nein, stimmt natürlich nicht.
12:40Also, der Kasberg hat den Namen natürlich vom kastigen Gebirge
12:43und das ist schon lange überliefert und deswegen heißt der Kasberg Kasberg.
12:47Wir haben den Betrieb, den hat natürlich der Hermann Hüttmeier aufgebaut,
12:49eine Legende im Albendor und natürlich auch in Oberösterreich.
12:51Und wir haben den Betrieb jetzt übernommen vor fünf Jahren
12:54und sind natürlich sehr froh, dass wir das weiterführen dürfen.
12:58Ja, die Leute kommen einher zu uns wegen dem wunderschönen Ausblick ins Albendor.
13:02Und natürlich kommen auch die Leute einher wegen einem Almsee,
13:04wegen dem Kumberland-Wüttpark.
13:06Also, wir haben sehr viele Attraktionen natürlich für Familien im Grünau im Albendor
13:09und das ist natürlich klasse.
13:11Und unter anderem auch eine Wanderung am Kasberglaffer.
13:13Unsere Gästeklientel kommt meistens aus die Städte.
13:16Also, wir haben natürlich Wöss, Linz, Steier.
13:18Ja, im Winter hauptsächlich natürlich aus die Auslandsdestinationen wie Deutschland.
13:23Niederlande, sehr viel Holländer haben wir da, ja.
13:25Und das ist der Hauptteil der Gäste bei uns im Hochberghaus im Winter.
13:33Hochspannung liegt in der Luft.
13:35Ein Kinderskirennen wird ausgetragen.
13:37Eifrige Wintersportler zeigen Wettkampfstimmung,
13:40während andere die Gemütlichkeit bevorzugen.
13:57Mit der Gondelbahn lässt sich das weitläufige Gebiet des Kasbergs erreichen.
14:03Ein Netz von Liftanlagen bietet Abfahrten von unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden.
14:10Und immer wieder locken gemütliche Skihütten zum Einkehren.
14:25Es ist ein Skigebiet für die ganze Familie.
14:28Flotte Abfahrten bis ins Tal,
14:30anspruchsvolle Passagen für den mutigen Snowboard-Nachwuchs,
14:34aber auch sanfte, weite Pisten.
14:40Auch die Kleinsten erlernen hier spielerisch das Skifahren.
14:50Durch die tief verschneite Winterlandschaft
14:53führen lokale Skirennern der besonderen Art.
14:57Sie fordern von den Teilnehmern ihr Letztes.
14:59Dort, wo im Winter meterhoher Schnee liegt, dort grasen die Kühe im Sommer.
15:11Sie sind Wind und Wetter ausgesetzt.
15:13Damit bleiben sie robuste und gesunde Almkühe.
15:16Im Frühjahr, wenn auf den Bergen der Schnee schmilzt,
15:24bringt die Alm genug Wasser aus dem engen Tal zu den saftigen Wiesen des Flachlandes.
15:30Im üppigen Gras fühlen sich die Hochlandrinder und auch die Hühner wohl.
15:35Die Alm wird weiter, fließt über Wehranlagen,
15:45wird dort mit Sauerstoff angereichert
15:47und transportiert wertvolles Nass- und Nährstoffe zu den Feldern des Alpenvorlandes.
15:53Beim Almspitz in den Gemeinden Eed und Lambach
16:04fließt die Alm in die viel größere Traun
16:07und schließlich gemeinsam in die Donau.
16:13Vom Abfluss aus dem Almsee bis zur Traunmündung,
16:16das ist eine Fließstrecke von 50 Kilometern,
16:19erzeugen 55 Kleinkraftwerke Strom für rund 11.000 Haushalte.
16:30Als Vorzeigeprojekt gilt das private Turbinenkraftwerk von Bernhard Track.
16:37Sein Werk erzeugt Strom für 75 Familien
16:40und es läuft vollautomatisch.
16:49Das Wasser der Alm ist ein wahrer Energiespender.
16:53Es ist der Fluss in Österreich
16:55mit der dichtesten Kette an Kleinwasserkraftwerken.
17:02Das ist die Rabenauer Säge.
17:04Das ist mein Kleinwasserkraftwerk.
17:07Und das wird aber nicht betrieben mit einer Turbine,
17:09wie das heute normal üblich ist,
17:11sondern mit einem großen Wasserrad.
17:13Im Übrigen handelt es sich doch um das größte Wasserrad in Österreich.
17:17Es ist komplett selbst konstruiert
17:19und mit einem deutschen Wasserradbauer gemeinsam gebaut.
17:23Es ist 4 Meter breit, hat 7 Meter Durchmesser
17:25und ist 22 Tonnen schwer.
17:27Also man sieht bei dem Rahl noch,
17:29wo eigentlich die Energie herkommt.
17:31Und die Energie, die ich da erzeugen,
17:33reicht in etwa im Jahreschnitt für 70 Haushalte.
17:37Und Kummergut tut der Strom eigentlich vom Almfluss,
17:41der rinnt da durch den Sackbach durch
17:43und breit dann das Wasserrad an.
17:45Und nur weil das ein Wasserrad ist,
17:47darf man sich aber nicht vorstellen,
17:49dass das rein ganz alte Technik ist,
17:51sondern es ist genauso wie jede Wasserkraftanlage
17:54automatisiert und viel Computer gesteuert.
17:57Also es wird alles komplett von selbst geregelt.
17:59Also die Alm gehört eigentlich zu den Flüsse,
18:02wo sie energetisch sehr intensiv ausgebaut sind.
18:05Das kommt aber eigentlich aus der Vergangenheit,
18:07weil früher waren das alles,
18:09so wie bei mir jetzt noch,
18:10lauter kleine Sägewerke,
18:11weil im Alm da immer gewaltig viel Holz geschlagen worden ist
18:15und am Fluss transportiert worden ist
18:17und dann in diesen kleinen Sägewerken
18:18an der Alm verarbeitet wurde.
18:20Und die meisten davon sind jetzt Kleinwasserkraftwerke.
18:28Holz spielt nach wie vor eine große Rolle
18:30in dieser waldreichen Region.
18:33Säge reiht sich an Säge.
18:38Einmal im Jahr findet beim Jagesimmerl
18:41ein Wettschießen mit Kapselstutzen statt.
18:43Eine lange Tradition.
18:55Die ältesten Zielscheiben gehen zurück
18:57bis auf das Jahr 1820.
19:00Jeder darf mitschießen.
19:02Meisterschützen und Anfänger.
19:04Jeder bekommt seine Chance.
19:06Also wir haben jetzt da
19:15das jährliche große Schießen.
19:16Das findet jedes Jahr bei uns statt.
19:18Und das Schießen gründet vor allen Dingen
19:20auf Tradition.
19:21Und für uns ist vor allen Dingen
19:22aber bei dem Schießen wichtig,
19:23dass da nicht nur die Schützen als solches kommen,
19:26sondern dass jeder,
19:27jeder der Lust dazu hat,
19:28da zu uns kommen kann
19:29und das Schießen probieren kann
19:31und sich da auch im Schießen üben kann.
19:33Das hat dann den Effekt,
19:35dass sehr viele Grünauer Almthaler kommen,
19:38die ein ganzes Jahr mit Schießen
19:39und mit dem überhaupt nichts zu tun haben,
19:41aber da gern halt auch zu uns kommen
19:43und dann sich halt da auch probieren
19:45und sich natürlich auch freuen,
19:47wenn sie was gewinnen.
19:48Schießen dürfen wir eigentlich,
19:49weil das wird immer verwechselt
19:51mit Luftdruckwehrschießen,
19:52dürfen wir mit Zimmerstützen.
19:53Das ist nicht unbedingt dasselbe.
19:55Das geht mit richtiger Munition.
19:57Das ist halt nur eine sehr kleine.
19:58Und wenn man schaut,
20:01schaut wie das zum Beispiel
20:03so ein ganz typischer Zimmerstützen,
20:07die Gewehr sind natürlich alle handgemacht,
20:09die sind nicht von der Stange,
20:10die sind zum Teil von uns selber restauriert
20:13und die benutzen wir.
20:14Hat aber nichts damit zu tun,
20:16dass sie so alt sind,
20:17sie gehen sehr präzise, sehr genau.
20:18Also wenn man nicht trifft damit,
20:20ist meistens das Gewehr nicht schlecht.
20:22Das ist unsere Gedenkscheibe,
20:32die ist meistens gemahlen.
20:33Es wird so bei uns gemacht,
20:35dass ein verdecktes Ziel ist.
20:36Das heißt,
20:37es wird ein Punkt auf der Scheibe ausgesucht,
20:40das wird in einem Kopier aufgeschrieben
20:41und wenn alle geschossen haben,
20:43dann schauen wir,
20:44wer gewonnen hat.
20:44Eine Reihe von Fischteichen beim Forellenhof.
20:52Wasser aus der Alm wird durch die Becken geleitet,
20:55in denen junge Forellen aufgezogen werden.
20:58In jedem Teich ein neuer Jahrgang.
21:01Im Alter von zwei bis drei Jahren
21:03sind die Forellen ausgewachsen.
21:05In diesem alteingesessenen Gasthaus
21:13am Ortsbeginn von Grünau
21:15kommen die Fische frisch aus dem kalten Wasser
21:17und werden vom Meisterkoch
21:19zu Spezialitäten für Feinschmecker veredelt.
21:32Forelle Blau,
21:34Forelle Müllerin,
21:35Forelle mit Knoblauch,
21:37Forelle mit Mandeln oder Kürbiskernen,
21:39gebraten oder gegrillt,
21:41im Ganzen oder als Forellenfilet.
21:43Jedenfalls scheint es ein Genuss
22:12für den Gaumen zu sein.
22:16Die berühmteste Bank des Almtales.
22:19Hier ist ein Nobelpreisträger oft gesessen.
22:22Die Konrad-Lorenz-Forschungsstelle im Almtale gibt es seit 1973.
22:28Als Konrad Lorenz 70-jährig sozusagen in Serviesen
22:32seinem Institut in Deutschland in Pension geschickt wurde,
22:35er wollte nicht aufhören,
22:36hat also ein paar Mitarbeiter
22:38und insgesamt an die 100 Graugänse ins Almtale übersiedelt.
22:41Und seit der Zeit forscht man weiter im Almtale.
22:441989 ist der alte Herr dann gestorben
22:46und 1990 habe ich mit ein paar Mitarbeitern
22:51die kleine Forschungsstelle übernommen.
22:53Von Anfang an stark angelehnt an die Universität Wien.
22:57Seit 2011 sind wir sogar offiziell
23:00Institut der Universität Wien.
23:02Die Universität Wien hat sozusagen
23:04einen Ableger hier im Almtale.
23:07Ja, wir haben es im Laufe der Jahre geschafft.
23:09Aus dem kleinen und romantischen sozusagen Alterssitz
23:13des Konrad Lorenz
23:14eine international anerkannte Forschungsstelle zu machen.
23:17Obwohl wir mit einem Auge weinen,
23:19dass wir diese romantische Städte verlassen müssen,
23:22gibt es demnächst einen Neubau im Wildpark
23:24oder angelehnt an den Wildpark Grünau,
23:28also gleich auf der anderen Seite der Alm.
23:31An der Konrad-Lorenz-Forschungsstelle
23:32arbeiten wir natürlich vor allem mit neuen Methoden.
23:35Immer noch mit den Lorenz-Gaugänsen,
23:37aber auch mit Raben, mit Waldrappen,
23:39die wir hier angesiedelt haben,
23:40eine sehr gefährdete Vogelart.
23:43Und das Ganze macht natürlich nur Sinn
23:44in enger Kooperation mit dem lokalen Wildpark,
23:47wo wir auch Volieren haben mit diesen Vögeln,
23:50wo wir auch wirklich experimentell forschen können,
23:54zum Wohle beider Institutionen.
23:56Also wir gewinnen entscheidend
23:58durch die Kooperation mit dem Wildpark.
24:00Und für den Wildpark ist es, glaube ich,
24:02auch nicht schlecht,
24:02mit einer wissenschaftlichen Institution
24:04verbunden zu sein.
24:06Und in Zukunft wird diese Kooperation
24:07natürlich noch wesentlich ausgebaut.
24:10Dankbar sind wir natürlich
24:11der Oberösterreichischen Landesregierung,
24:12der Uni Wien und alle,
24:13die uns unterstützt haben.
24:15Denn ohne breiten öffentlichen Filmen
24:17und auch der entsprechenden Unterstützung
24:19hätte das nicht stattfinden können,
24:21dass wir jetzt sozusagen eine neue Forschungsstätte
24:24im Bereich des Wildparks bekommen.
24:26Den Gänsen selbst ist die Forschung nicht so wichtig.
24:29Sie fliegen täglich in den Wildpark,
24:31denn dort gibt es Leckerbissen
24:33von netten Besuchern.
24:38Im neu gestalteten, 60 Hektar großen Wildpark
24:42lassen sich die Tiere hautnah beobachten.
24:50Die noch existierende Urrasse,
24:53die Przewalski-Pferde,
24:55bilden schon eine kleine Herde.
24:56Der Steinbuck ist irritiert
25:00vom Gegrunze und Geschmatze
25:02der Wildschweine.
25:06Auch der Luchs ist genervt
25:08und in seiner Ruhe gestört.
25:10Aber etwas anderes
25:29erregt die Aufmerksamkeit des Luchses.
25:32Die Wildkatze nebenan
25:33verspeist eine Ratte.
25:40Waschbären sehen dies entspannt.
25:51Sie warten auf süße Früchte.
25:54Körperpflege und Dösen,
25:56das ist wichtig.
25:57So auch bei den mächtigen Bisons.
26:04In den großzügig und naturnah gestalteten Gehegen
26:08lebt eine Gruppe Mufflons
26:10und Elche genießen
26:12die letzten warmen Herbsttage.
26:24Noch stehen die Blumen am Fenster,
26:26doch die Tage werden kürzer
26:28und die Sonne hat es schon schwer,
26:30die Morgennebel aufzulösen.
26:38Der Winter lässt sich nicht mehr aufhalten.
26:51Aber die Tiere im Wildpark sind gerüstet.
27:01Die Besucher können zu jeder Jahreszeit
27:04die Tiere erleben.
27:05Auch in den kalten Monaten.
27:08Es sind Wildtiere.
27:09Sie trotzen auch
27:10den tiefen Temperaturen.
27:11Wenn sich der Tierpfleger mit seinen süßen Trauben nähert,
27:34dann verlassen sogar die geselligen Waschbären
27:37ihre Behausung.
27:38Aber es ist nur ein kurzer Ausflug,
27:45denn drinnen ist es viel gemütlicher.
27:51Stille am See.
27:54Der Winter im Albtal.
27:57Die kalte Zeit zeigt hier
27:58ihre ganz besonderen, faszinierenden Seiten.
28:01Wenn die Sonne wieder an Kraft gewinnt,
28:09der Schnee schmilzt und der Frost aus dem Boden weicht,
28:12die ersten Blumen sprießen,
28:14dann haucht sie dem Albtal wieder neues Leben ein.
28:17Enten und einige Schwäne leben das ganze Jahr an einem See.
28:29Die Schwalben kehren zurück.
28:31Der Frühling ist angekommen.
28:34Es ist die Zeit,
28:35in der es im Wildpark wieder viel Nachwuchs gibt.
28:37In der warmen Jahreszeit wollen alle Elterntiere,
28:45dass ihre Jungen endlich auf eigenen Beinen stehen.
28:48Die bunte Tierwelt,
28:57der Charme dieser Landschaft,
29:00die naturverbundene Lebensart der Menschen,
29:03ein kleines Paradies.
29:05Das ist das Albtal.
29:07Das ist das Albtal.
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