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ReisenTranskript
00:00Musik
00:00In Brüssel mischen sich alt und neu.
00:20Der Rathausturm, die mächtige Basilica Sacre Coeur und das Atomium.
00:24Die Hochhäuser des Europäischen Parlaments überragen längst die Kathedrale.
00:32Der Verkehr fließt oder steht, mehrspurig und dennoch hat die belgische Hauptstadt ihre Identität bewahrt.
00:44Die Galerie Saint-Hubert waren vor 150 Jahren der ganze Stolz des jungen Königreichs Belgien.
00:51Der Beweis dafür, dass man mit Paris oder Mailand mithalten konnte.
00:54Ein über 200 Meter langer Boulevard mit Glasdach.
00:58Anfangs musste man hier 10 Centim Eintritt zahlen.
01:07Diese Zeiten sind längst vorbei.
01:10Doch heute wie damals sitzt man hier gerne auf der Straße oder flaniert an den Luxusboutiquen vorbei.
01:16Vor 150 Jahren versuchte auch der Schweizer Konfiseur Jean Neuhaus sein Glück in Brüssel.
01:26Der Enkel erfand dann die ersten gefüllten Schokoladenpastitchen.
01:30Seither gehören Neuhaus und Brüssel zusammen.
01:33Kein Schleckermal kommt an dem Laden vorbei.
01:35An diesen Tischen hat man kein Dach über dem Kopf.
01:48Man nippt nicht am Aperitif, sondern nimmt einen kräftigen Schluck Bier.
01:52Die Brüsseler Kneipenkultur ist quicklebendig.
01:55Auch wenn dieses Lokal La Mort Subit plötzlicher Tod heißt.
01:59Der Chansonsänger Jacques Brel trank hier gern ein Bier mit seinen Kumpeln oder auch zwei.
02:15Ein Traditionslokal ist auch das Falzdaff an der Börse mit beheizter Terrasse für Frischluftfanatiker.
02:29Die meisten zieht es allerdings in die Bierhalle mit ihrem Art Deco Interieur.
02:34Denn das Falzdaff ist nicht nach Shakespeare's berüchtigtem Säufer benannt,
02:38sondern nach Hubon de Falzdaff, dem Jugendstilarchitekten.
02:42Er entwarf das Lokal. Seinem Namensvetter hat er zwei Bilder gewidmet.
02:52Das könnte ein Münchner Biergarten sein, hätte der Kellner nicht Schürze und Fliege umgebunden.
03:02Im Pont Royal trinkt man für Bayern Ungewohntes.
03:06Krieg zum Beispiel, ein Kirschbier.
03:09Arnaud's Cholmester kocht sogar damit.
03:12Meine Damen und Herren, ich präsentiere Ihnen heute ein Kalbskotelett mit Chicorée in Krieg.
03:18Das ist ein typisches belgisches Bier, nach alter Art gebraut.
03:23Dunkle Biere wie dieses verwenden wir für Rind und Wild, ein helles Gern für Fischgerichte.
03:27Jetzt wünsche ich Ihnen einen guten Appetit und...
03:37Die Chicorées werden mit Salz, Zucker, Pfeffer und Muskat gewürzt und im Kalbsfond geschmort.
03:46Das Scholmester gönnt Ihnen noch zwei Löffel Butter.
03:54In brauner Butter bräte er auch das Kalbskotelett.
03:56Mit Kalbsfond beschöpft der Meister das Gemüse, damit es saftig bleibt.
04:10Nach fünf Minuten wird das Fleisch gewendet.
04:12Zum Schluss leisten die Chicorée-Stauden dem Kalb Gesellschaft.
04:26Das Kriegbier wird aufgegossen und halb eingekocht.
04:29Mit Kalbsfond und Rahm schmeckt der Wirt die Soße ab und lässt sie noch einmal eindampfen.
04:46Fertig.
04:47Fleisch und Gemüse haben sich mit Kriegbier vollgesogen.
04:50Der Kirschton ist deutlich zu riechen und zu schmecken.
04:59Als Garnitur Brösel's Cholmester braunen Lebkuchen darüber.
05:09Seine Gäste lieben dazu sahniges Kartoffelpüree mit Charlotten.
05:15Von außen macht die Brasserie Cantillon nicht viel her.
05:19Doch innen ist sie eine wahre Hexenküche.
05:21Hier wird Brüssels Kultbier gebraut und in Holzfässer gefüllt, das Lambic.
05:29Für die Obstbier-Spezialitäten mischt der Braumeister ein, zwei- und dreijähriges Lambic.
05:40Dessen wilde Häfen können im Fass noch für Überraschungen sorgen.
05:45Regelmäßig werden deshalb Proben genommen.
05:47Stimmt die Farbe?
06:01Und der Geruch?
06:05Ein Probeschluck überzeugt den Meister endgültig.
06:08Durch die Zugabe von Jungbier wird das Krieg schließlich zu einer feinperlenden Spezialität.
06:20Fast wie Champagner.
06:21Gerne lässt sich da jeder noch ein zweites Gläschen einschenken.
06:24In den Straßen rund um die Grand Place drängen sich Einheimische und Touristen.
06:38Tim, der Comic-Held, steigt zu ihnen hinab, gefolgt vom Kapitän und Struppi.
06:45Hier wird Vincent van Gogh zum Denkmal.
06:47Im Sommer 1879 trat er in Brüssel als Laienprediger auf.
06:54Was hätte der Maler wohl von den belgischen Zeichnern gehalten, deren Figuren den Brüsseler Comic-Pfad schmücken?
07:00Anders als der arme Vincent wurden sie jedenfalls schon zu Lebzeiten weltberühmt.
07:21Hinter der Silhouette der Altstadt blinken mittags glänzende Kugeln am Horizont.
07:25Kein Besucher versäumt diese Attraktion.
07:38Das Atomium ist zum Wahrzeichen Brüssels geworden, wie der Eiffelturm in Paris.
07:44Für die Weltausstellung 1958 wurde dieser milliardenfach vergrößerte Eisenkristall gebaut.
07:51Zum 50. Geburtstag hat man das Atomium komplett renoviert.
07:56Die Kugeln sind nun aus poliertem Edelstahl statt aus Aluminium.
08:04In Sekundenschnelle katapultiert der Aufzug seine Fahrgäste hinauf.
08:08Von der obersten Kuppel hat man einen traumhaften Blick über die Stadt.
08:21Auf Rolltreppen geht's dann wieder abwärts.
08:23Wir bleiben im Panorama-Restaurant und erheben unser Glas auf eine zauberhafte Stadt.
08:40Ein Tartar mit asiatischen Aromen ist die Spezialität des Tages.
08:46Und obwohl einem Brüssel zu Füßen liegt, schaut man gerne auch dem Küchenchef Alexandre Masson auf die flinken Finger.
08:52Der Meister fisch grünen Spargel aus dem Topf und schreckt ihn mit Eiswasser ab.
09:04Korianderbeeren und Curry werden mit winzig gehackten Radieschen verrührt.
09:11Mit dem Saft von Limetten und Blutorangen schlägt Alexandre die Soße auf.
09:17In dünnen Scheiben schneidet der Mätherer das Rindfleisch.
09:20Flugs werden sie zu kleinen Würfeln.
09:22Petersilien und Korianderblättchen liefern mit Staudensellerie frische Würze dazu.
09:32Nun noch die Marinade drüber geträufelt und alles sorgsam durchgemischt.
09:36Sein Tartar formt Mäther Alexandre zu Nockerl und drapiert sie appetitlich auf dem schneeweißen Teller.
09:55Jedes bekommt nun einen grünen Spargel zum Partner.
09:58Mit dem Rest der Marinade wird das Ganze verziert.
10:06Nicht weit vom Atomium steht Schloss Laken in einem großen Park voller Tulpenbäume.
10:13Leopold II. hielt sich hier gerne auf.
10:15Der König hatte durch die Ausblenderung des Kongos seine Taschen gefüllt.
10:19Das Geld steckt hier in den Bau gigantischer Gewächshäuser.
10:28Auf 14.000 Quadratmetern bilden sie eine gläserne, mit überdachten Galerien verbundene Stadt.
10:34Von Mitte April bis in den Mai öffnet das belgische Königshaus dieses tropische Paradies auch für Besucher.
10:48Staunen pilgern dann jedes Jahr über 100.000 Naturfreunde durch ein Blütenmeer mit Pflanzen aus aller Herren Ländern.
11:04Von einer langen China-Reise hat Laurent Gherbeau die Sehnsucht nach den Düften Asiens mit nach Hause gebracht.
11:11Seither hüllt er exotische Früchte, Nüsse und Gewürze in Schokolade.
11:16Und die Brüsseler folgen ihm begeistert auf seinem Aromatrip.
11:25Der Chocolatier beliefert inzwischen Dutzende ausgewählter Nobelboutiquen.
11:29Aber nach wie vor wird jedes Täfelchen von Hand gemacht.
11:34Meister Gherbeau gießt die flüssige Schokolade in Formen.
11:40Ehe sie erstarrt, lässt er seiner Kreativität frei in Lauf.
11:53Hier ein Nüsschen, dort ein Früchtchen.
11:56Jeder Schokotala ist ein individuelles Werk.
12:04Dafür bürgt der Konfiseur mit seinem Siegel.
12:17Dem chinesischen Schriftzeichen für Schokolade.
12:20Die Gäste Brüssels schätzen solche Verlockungen, aber auch den Kunstgenuss.
12:38Vor dem Königspalast weist uns Gottfried von Bouillon, der Kreuzritter, den Weg zum Museumsquartier.
12:44Diese Schätze haben eine bewegte Geschichte.
12:55Erst beschlagnahmten die französischen Revolutionsgarden so manches gute Stück.
13:00Dann ließ Napoleon alles, was ihm gefiel, nach Paris schaffen.
13:03Erst nach seiner Absetzung kam die Stadt Brüssel wieder an ihre Bilder und Preziosen.
13:07Im jungen belgischen Staat Mitte des 19. Jahrhunderts verbanden Stadt und König ihre Sammlungen zur Nationalgalerie.
13:20Meisterwerke des 14. bis 18. Jahrhunderts zeigt das Museum für alte Kunst.
13:26Den Schwerpunkt bilden die flämischen Maler mit ihren oft deftigen Szenen.
13:30Bräugel etwa Rubens und Jakob Jordans.
13:33Von ihm stammt der Bohnenkönig.
13:39Das Bild zeigt einen Brauch am Dreikönigstag.
13:42Wer auf eine Bohne im Kuchen beißt, wird für einen Tag König und alle feiern mit.
13:52Brüssels bedeutendster Jugendstilarchitekt war Victor Orta.
13:57In seinem schönsten Haus ist neben dem Comic-Museum die Brasserie Orta zu finden.
14:03Hier wird gehobene Hausmannskost serviert, wie dieses flämische Schmorfleisch.
14:12Mit Pommes frites natürlich.
14:17Aber die sind nicht jeder Frau Sache.
14:19Achmedov Sabri schneidet ein Rinderfilet zu Würfeln.
14:35In Butter werden sie mit Zwiebeln angebraten.
14:37Zugedeckt schmort das Fleisch fünf Minuten im eigenen Saft und wird dann mit Brühe aufgegossen.
14:53Der Küchenchef würzt mit Muskat, Salz und Pfeffer und lässt die Flüssigkeit eindampfen.
14:58Dann wird eine Flasche dunkles Bier aufgegossen.
15:12Darin köcheln die Filetwürfel noch zehn Minuten, ehe der Meister die Soße mit zerbröselten Spekulatius-Keksen bindet.
15:19Appetitlich nach Malz und Gewürzen duftet sie.
15:39Das gute Bier beflügelt nicht nur die Küche, sondern auch die Zwanze, den sprichwörtlichen Brüsseler Humor.
15:52Der kann, wie bei Karl Valentin, ziemlich abgründig sein.
15:56In der Kneipe des Tone-Marionettentheaters findet er ein fruchtbares Biotop.
16:07Die Geschichte dieser Puppenbühne für Erwachsene reicht bis ins Jahr 1830 zurück.
16:13Damals schrieb der erste Tone, Antoine Gentil, seine Schelmenstücke.
16:18Mittlerweile ist das siebte Tone, José Gial, am Werk.
16:23Auf dem Spielplan steht heute eine Art Brandner Kasper.
16:26Tod und Teufel wird eine arme Seele entrissen.
16:32Im Vordergrund ziehen die Puppenspieler die Strippen.
16:35Im Hintergrund lässt der Sprecher seine Stimme in die verschiedensten Rollen schlüpfen.
16:40Wie beim Wiener Volkstheater nehmen die Puppenspieler gerne auch die Tagespolitik auf die Schippe.
16:44Die Stimme ist ein schlusser Schäuze.
16:47Die Stimme ist ein schlusser Schäuze.
16:50Da voran fällt, das Publikum klatsch begeistert.
17:16Nach 180 Jahren Geschichte ist das Tonentheater so lebendig wie eh.
17:26Nur das große Brunnenbecken im Cartier in Santa Caterine erinnert daran, dass Brüssel einst blühende Hafenstadt mit einem lebhaften Fischmarkt war.
17:36Im 19. Jahrhundert wurde der Hafen zugeschüttet, um Bauland zu gewinnen.
17:40Doch gute Fischrestaurants gibt es rund um die Katharinenkirche immer noch.
17:47Ihre Terrassen blicken zum Wasser, auch wenn es heute aus der städtischen Leitung plätschert.
17:55Auf Krustentiere hat sich das Restaurant François spezialisiert.
18:00Sein beliebtestes Gericht sind die Krabbenkroketten.
18:04Frisch gepulte Nordseekrappen werden mit Eidottern, Sahne und Gelatine vermischt, mit Zitronensaft und Muskat gewürzt.
18:11Ist die Masse erstarrt, formt Yves Moncarré daraus Kroketten, die er in Semmelbröseln melzt.
18:28Nach jeder Bestellung werden sie im heißen Fett frisch ausgebacken.
18:40Dazu gibt es eine Handvoll frittierter Petersilie, eine Garnitur, die man schon im Mittelalter schätzte.
18:54Mit Zitrone ist das ein feiner kleiner Snack am Mittag, zu dem am besten ein Glas Weißwein mundet.
19:04Die jungen Banker und Geschäftsleute in der City leisten sich gerne diese kleine Auszeit während ihres stressigen Jobs.
19:22Für die Brüsseler Börse wurde das Kloster eines Bettelordens abgerissen.
19:35Die besten Bildhauer ihrer Zeit, unter ihnen Auguste Rodin, schmückten diesen Tempel des Geldes.
19:41Höchst bescheiden nimmt sich dagegen Jeffs Imbissbude aus.
19:55Dafür bietet sie allen Konjunkturkrisen zum Trotz seit 45 Jahren reelle Werte.
20:00Mit 20 stellte sich Jeff erstmals auf die Rühmaus und kochte Meeresschnecken in einem köstlichen Sud.
20:11Mittlerweile kennt ihn jeder, vom Studenten bis zum Börsenmakler.
20:19Das Meir du Nord an der Katharinenkirche ist auch eine dieser Städten der Schlemmerei, die Brüsseler aller Gesellschaftsschichten vereint.
20:27An den Stehtischen werden jede Woche zentnerweise Fisch- und Meeresfrüchte verspeist.
20:37Kurz gegrillt meist mit einem frischen Salat.
20:45Jubelpark heißt diese 37 Hektar große Grünfläche mitten in der Stadt.
20:50Mit ihr wurde 1880 ein halbes Jahrhundert belgischer Unabhängigkeit gefeiert.
20:57Der Triumphbogen allerdings wurde aus Geldmangel erst 25 Jahre später fertig.
21:03Aber die Brüsseler bevorzugen ohnehin die breiten Alleen.
21:07Und auf dem Rasen ist Fußball ausdrücklich erlaubt.
21:11Zwischen der Grand Place und der Börse ist die Biscuiterie D'Andois zu Hause.
21:25Spekulatiuskekse, gewürzt mit Kardamom, Nelken und Zimt, sind bei uns vor allem ein Weihnachtsgebäck.
21:31In Belgien und Holland aber nascht man sie das ganze Jahr über.
21:34Neben Nikoläusen ist bei D'Andois Manniken Piss, der Renner.
21:42Das nackte Brunnenbuberl, an dem kein Tourist vorbeikommt.
21:48Aus Lebkuchenteig statt aus Bronze wartet es auf Käufer und wird dann hübsch verpackt.
21:53Mit einer züchtigen Schleife an der entscheidenden Stelle.
21:59Schon der Dichter Charles Baudelaire lobte das Griechenbrot, die Mandelplätzchen, das Sandgebäck und all die anderen Köstlichkeiten von Nonnoir.
22:07Eine spektakuläre Aussicht bietet der Lift des Rannison Hotels.
22:26Er trägt uns in den Sea Grill des Hauses, zu Küchenchef Yves Mattagna.
22:31Guten Tag, die Spezialität unseres Restaurants sind Meeresfrüchte.
22:41Wir fangen an mit einer Languste zu einem Erbsensüppchen, mit Ingwer aromatisiert.
22:47Dazu Spargel, Zitronenkraut und ein gebackenes Wachtelei.
22:50Wir machen weiter mit einem Aspik von der Jakobsmuschel, mit Gänseleber und Trüffel, begleitet von geräuchertem Kabeljau.
23:03Ein leichter Zwischengang.
23:06Es folgen ein karamellisiertes Kalbsbries mit Hummer, Gurkenkrokant und einem Korianderpesto.
23:12Und zum Schluss frische Erdbeeren auf Erdbeerstreuseln, ein Basilikum-Eis, Mascarpone mit Himbeeren und Bessi.
23:33Dankeschön und bis bald.
23:35Besonders stolz ist der Sea Grill auf die Hummerpresse der Silberschmiede Christoffel, von der es weltweit nur fünf Exemplare gibt.
23:49Der fertig zubereitete Hummer wird mit etwas warmer Butter aufgegossen.
23:5640 Kilo wiegt die silberne Presse, die dem Hummer dann den letzten Tropfengeschmack entlockt.
24:05Der gewonnene Jus wird mit etwas Crème fraîche und Zitrone aufgeschlagen.
24:15Eine Aufgabe, die Geschick erfordert.
24:18Das Eiweiß im Hummersaft darf dabei nicht gerinnen.
24:29Ein wirklich exklusives Geschmackserlebnis.
24:35Diese Kirche ist den Brüsseler Christen ans Herz gewachsen.
24:42In Notre-Dame-aux-Sablons ist ihre wundertätige Madonna zu Hause.
24:47Der Legende nach wurde sie aus Antwerpen übers Meer und dann flussaufwärts nach Brüssel entführt.
24:53Hengel soll dabei kräftig in die Segel gepustet haben.
24:56Herrliche Glasfenster schmücken das spätgotische Kirchenschiff.
25:08Ein intimer Park ist die Place du Petit-Sablons.
25:22Hier begegnet man Kolumbus und den Freiheitskämpfern Egmund und Horn.
25:27Und wer nicht turtelt, pflegt die müden Beine.
25:36Welche Rosine sollen wir jetzt aus dem großen Kuchen Brüssel picken?
25:40Vielleicht das Belga-Queen mit seinem Restaurant, der Austern-Bar und dem exklusiven Club.
25:49Der Koch und Architekt Antoine Pinto hat dieses Juwel wieder zum Leben erweckt.
25:54Der Belgier mit portugiesischen Wurzeln ist auf solche Projekte spezialisiert.
25:58Sein Küchenchef sorgt für die exquisiten Speisen.
26:05Guten Tag, ich heiße Christophe Lagadec und leite die Küche des Restaurants Belga-Queen.
26:12Früher war hier die Banque Crédit du Nord zu Hause, heute ist es unser Restaurant.
26:20Ich präsentiere Ihnen hier ein Kabeljaufilet mit einem Kartoffel-Olivenpüree.
26:24In der Küche wollen wir das Gericht jetzt zubereiten.
26:28Der Koch würzt das Filet mit Meersalz und Pfeffer und brät es im heißen Fett kurz an.
26:41Hellkartoffeln werden in einer Kasserolle grob zerdrückt, mit Pfeffer und Salz gewürzt und mit etwas Olivenöl aufgegossen.
26:58Das Kabeljau-Steak brät jetzt auf der Bauchseite.
27:12Den Kartoffelbrei drückt der Chef in einen Servierring.
27:15Und krönt das Törtchen mit blanchiertem Spinat.
27:31Der Kabeljau nimmt nun auf diesem Bett Platz.
27:33Rundherum gießt der Koch die Soße aus Schalotten, Weißwein und süßer Sahne.
27:51Safranfäden bilden die würzige Garnitur.
27:53Diese Schlacht ist sprichwörtlich geworden.
28:05Acht Kilometer südlich von Brüssel hat Napoleon im Jahr 1815 sein Waterloo erlebt.
28:11Mitte Juni rücken 1200 Hobbysoldaten aus aller Herren Länder an, um am Jahrestag die Schlacht nachzustellen.
28:23Mit aufgepflanzten Bayonetten marschieren sie über die Wiesen, lassen die Kanonen krachen und stürmen zum Angriff.
28:41Was für ein Glück, dass Europa inzwischen friedlicher ist.
28:45Im Europäischen Parlament zu Brüssel liefert man sich heute nur noch Wortgefechte.
28:50Untertitelung des ZDF für funk, 2017
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