Medienmacht, Journalismus und Meinungsfreiheit im Zeitalter der neuen Medien
Wer kontrolliert heute eigentlich die Öffentlichkeit? Die klassischen Medien verlieren Reichweite und Vertrauen, während Podcasts, YouTube, Newsletter und neue Verlage immer mehr Menschen erreichen – doch wer sind die neuen Gatekeeper? Mit Oliver Gorus vom Sandwirt sprechen wir über guten Journalismus, die vierte Gewalt, staatliche Werbung und Einflussmöglichkeiten der Politik, Meinungsfreiheit und die Frage, ob der Begriff „alternative Medien“ überhaupt noch zeitgemäß ist. Was passiert, wenn die alte Medienmacht zerfällt – und wer bekommt die Macht, die an ihre Stelle tritt?
Mit: Oliver Gorus, Uta Ogilvie, Dirk Hesse, Wolf-Dieter Schwidop, Irakli Betchvaia.
#Vreiheit #PdV #Dexit #EndGov #Freiheit #SteuernSindRaub #FreiWilligkeit
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Wer kontrolliert heute eigentlich die Öffentlichkeit? Die klassischen Medien verlieren Reichweite und Vertrauen, während Podcasts, YouTube, Newsletter und neue Verlage immer mehr Menschen erreichen – doch wer sind die neuen Gatekeeper? Mit Oliver Gorus vom Sandwirt sprechen wir über guten Journalismus, die vierte Gewalt, staatliche Werbung und Einflussmöglichkeiten der Politik, Meinungsfreiheit und die Frage, ob der Begriff „alternative Medien“ überhaupt noch zeitgemäß ist. Was passiert, wenn die alte Medienmacht zerfällt – und wer bekommt die Macht, die an ihre Stelle tritt?
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NewsTranskript
00:00:07Wir sind offensichtlich online. Herzlich willkommen, liebe Zuschauer, beim Livestream
00:00:12der Partei der Vernunft. Ich darf heute begrüßen unseren freiheitlichen Superstar, habe ich
00:00:20groß eben schon angekündigt in den sozialen Netzwerken, Oliver Gurus vom Sandwirt. Herzlich
00:00:26willkommen, lieber Oliver. Hallo Uta, hallo zusammen. Natürlich ist mir dabei Irakli, der
00:00:35kümmert sich darum, dass hier auch alles läuft und unser Master of Disaster, unser Dirk Hesse.
00:00:43Ja, was ist unser Thema heute? Wenn wir ein Medienschaffen dabei haben, ist natürlich die
00:00:46Macht der Medien. Das Thema ist irgendwie logisch. Lieber Oliver, meine erste Frage, eine, die mich
00:00:53schon lange beschäftigt und offensichtlich, wie ich im Vorgespräch herausgefunden habe,
00:00:57auch Dirk Hesse. Warum heißt der Sandwirt der Sandwirt und wie wird man ein Sandwirt?
00:01:04Leg los. Erzähl mal ein bisschen über dich. Wo kommst du her? Wie hat es dich dahin gebracht?
00:01:10Leg los.
00:01:11Ja, gerne. Also ich lebe in Südtirol und da bin ich jetzt nicht heute Abend. Heute Abend
00:01:17bin ich am Bodensee, sozusagen auf Heimaturlaub gerade. Aber ich bin Einwohner von Italien,
00:01:23ansässig in Südtirol und das seit zwei Jahren ungefähr. Und mich verbindet mit der Gegend,
00:01:33der Landschaft, der Lebensart der Leute, verbindet mich sehr viel. Ich bin schon seit vielen Jahren
00:01:38immer wieder dort und jetzt eben ganz fest dort. Und dahinter steckt auch die Geschichte mit dem
00:01:44Sandwirt, denn der Sandwirt ist, oder das Online-Magazin der Sandwirt ist benannt nach dem
00:01:51Südtiroler Freiheitskämpfer Andreas Hofer, der die Bauern von Südtirol angeführt hat im
00:02:00Befreiungskampf gegen die napoleonische und bajuwarische Besatzung einst, vor 200 Jahren.
00:02:08Und der hat einen Ehrentitel gehabt. Das war der Sandwirt, weil er nämlich das
00:02:15Wirtshaus zum Sandwirt im Passajatal von seinem Vater geerbt hatte. Der war also Bauer,
00:02:22Wirt und Schütze. Und der hieß der Sandwirt. Und nach ihm haben wir unser Magazin gewidmet,
00:02:32weil er einfach diesen Südtiroler Freiheitsdrang und dieses Kämpferische, dieses Widerspenstige
00:02:43verkörpert hat. Er ist heute Nationalheld in Südtirol und wird dort sehr verehrt. Und er hat das
00:02:48Kunststück geschafft, die völlig überlegenen napoleonischen Truppen dreimal hintereinander
00:02:54zu schlagen damals und Südtirol zu befreien von den Besatzern. Und das ist jetzt nicht unser
00:03:01Vorbild, dass wir jetzt anfangen wollen, mit Waffen zu kämpfen. Im Gegenteil, wir sind einfach beim
00:03:06Sandwirt, wir sind sehr friedliebende Leute, wie ja eigentlich alle in der freiheitlichen Szene
00:03:11sehr friedliebende Leute sind, was in der Natur der Sache liegt. Aber diesen Geist des Andreas Hofer,
00:03:20den haben wir uns sozusagen auf diesem Wege in das Projekt geholt.
00:03:24Und wie bist du an diese freiheitlichen, an dieses Gedankengut der Freiheit geraten? Also das ist ja
00:03:32auch nicht ganz und gar selbstverständlich. Wir sind ein bisschen vom Alter, wir sind nicht weit
00:03:39vom Alter her auseinander. Also ich weiß, als ich noch jung war, da spielte Politik eher keine Rolle.
00:03:46Das war nahezu eine apolitische Zeit. Wie kommt man dann darauf, freiheitlich zu werden? Und wie war
00:03:53dein Umfeld? Hat dich das irgendwie in die Richtung getrieben? Gab es da einen Aha-Moment?
00:03:59Es gab, glaube ich, viele kleine Aha-Momente. Die Geschichte dahinter ist, ich bin seit
00:04:04mittlerweile 25 Jahren Unternehmer und habe diverse Unternehmen in verschiedenen Branchen
00:04:11aufgebaut gehabt. Und als Unternehmer ist man einfach an der Wirtschaft interessiert. Und wenn man an der
00:04:20Wirtschaft interessiert ist, also an der Marktwirtschaft, dann ist man zwangsläufig irgendwann ein
00:04:25Liberaler im ursprünglichen Sinne, ein Urliberaler. Das heißt, man ärgert sich über die Gängeleien
00:04:34des Staates, man ärgert sich über die viel zu hohen Steuern und Abgaben, man ärgert sich über die
00:04:37Bürokratie und man möchte eigentlich freiwillige, ablehnbare Angebote der Welt anbieten und möchte
00:04:47in freiwilligen Austausch mit der Welt kommen. Und dann ist man sehr, sehr schnell, sehr nahe
00:04:52dran an der österreichischen Nationalökonomie, an der österreichischen Schule der Nationalökonomie,
00:04:57an Heik und Mises und an Friedman oder an Hoppe oder was auch immer. Und das begegnet einem
00:05:09so nach und nach. Und ich war sozusagen infiziert von diesem ganzen Gedankengut. Und dann kam die
00:05:15Corona-Maßnahmen-Krise. Und die kamen...
00:05:19Das heißt, Schlupf 19.
00:05:21Ja.
00:05:22Anfang 2020.
00:05:23Für die, die jetzt mich ernst nehmen, ja.
00:05:25Und das hat dann einfach nochmal sowohl die Dringlichkeit dieser Themen als auch die, ja, die...
00:05:33Also ich war einfach sofort auf der falschen Seite aus Sicht des Staates und bin das auch
00:05:37geblieben. Und das war auch damals der Grund, warum ich auch den Sandwirt ins Leben gerufen
00:05:43habe. Das war also der Auslöser war tatsächlich die Corona-Maßnahmen, die ich als ganz schrecklich,
00:05:48furchtbar, autoritär, freiheitsfeindlich, etatistisch, grauenhaft empfunden habe. Als ein riesengroßer
00:05:55Fehler, der auch die Gesellschaft gespalten hat und auch nicht mehr wieder gut zu machen ist. Und auch
00:06:02ein Teil der Corona-Maßnahmen waren ja die Zwangsimpfungen oder die forcierten Impfungen, die sehr
00:06:08viel, ja, sehr viel angerichtet haben. Und in dieser Zeit war ich einfach kurz vor Verzweiflung,
00:06:17weil ich auch nicht wusste, wie das Ganze ausgeht. Und ich bin da teilweise eben dann auch in Südtirol
00:06:23festgesessen. Und das war eine sehr, sehr schlimme Zeit für mich und auch für meine Familie und auch für
00:06:32meine Teams. Und in der Zeit ist sehr viel kaputt gegangen an Restvertrauen, das von meiner Seite
00:06:39noch da war in die Gesellschaft und in die staatlichen Strukturen. Und eine Reaktion darauf und ein Ventil,
00:06:49um auch damit irgendwie klarzukommen, war dann auch die Gründung des Sandwirts, weil ich habe mit meiner
00:06:53Frau einfach ausgemacht, habe gesagt, du, pass auf, ich muss was sagen. Ich muss in die Öffentlichkeit und
00:07:01ich muss was sagen und ich muss irgendwas tun, irgendwas, was ich kann, um da ein Ventil zu
00:07:05machen, sonst platze ich. Und das war der Startschuss damals für den Sandwirt.
00:07:10Also mit anderen Worten, bist du nicht schon immer Publizist gewesen, sondern du bist eigentlich
00:07:14Unternehmer? Oder hat deine, die Unternehmung, die du so betreibst, irgendetwas, einen publizistischen
00:07:20Hintergrund? Soweit ich weiß, ja. Aber vielleicht gehst du nochmal von dir aus drauf ein.
00:07:24Ja, also der Sandwirt ist ja ein, sag mal, das ist ja ein Hort der Kolumnen, also das Magazin
00:07:31zumindest. Das ist voll mit Kolumnen verschiedener Autoren. Es sind über 100 Autoren. Wir haben
00:07:35jetzt in den letzten vier Jahren, ich glaube, 1500 oder 1600 Artikel veröffentlicht. Viele
00:07:42davon sind auch als Podcast, als Audio erschienen. Und das sind halt auch durchaus bekanntere
00:07:49Leute, die dort schreiben. Da ist dann ein Markus Krall und dann ist dann auch ein Carlos Gebauer
00:07:54und dann ist da auch ein Norbert Bolz, ein Klaus-Rüdiger May und viele verschiedene andere.
00:08:00Und jetzt stell mich bitte auch noch in diese Reihe.
00:08:03Der Dirk hat auch schon was da veröffentlicht, das ist ganz richtig. Und viele andere auch
00:08:08aus der freiheitlichen Szene haben dort auch schon was veröffentlicht. Und ich selber
00:08:13mach schon länger, also auch schon davor eine Kolumne, eine wöchentliche Kolumne, wo jetzt
00:08:19irgendwie demnächst 300 Folgen erschienen sind, nämlich bei Eigentümlich frei beim André
00:08:23Lichtschlag und seinem Kolumnenportal Freiheitsfunken. Ich habe auch immer wieder Vorträge gehalten
00:08:31in den letzten zehn Jahren. Also ich war immer auch ein bisschen publizistisch unterwegs, aber
00:08:37der Sandwirt hat jetzt meine publizistische Tätigkeit es nicht verstärkt, sondern ich
00:08:43habe einfach eine Plattform aufgebaut für andere Leute. Weil das Motto ist so ein bisschen,
00:08:48ich will, dass Leute, die was zu sagen haben, auch gehört werden. Das war schon immer mein
00:08:52unternehmerisches Motto seit 25 Jahren. Und das verwirklicht sich auch dort.
00:08:59Aber jetzt kommen wir nochmal zurück zu dem unternehmerischen Motto.
00:09:02Also man kann ja viel unternehmen, also man kann in vielen Branchen Unternehmer sein. Was
00:09:09ist deine Ursprungsbranche? Das ist der eigentlich entscheidende Punkt, auf den ich nochmal hinaus
00:09:14wollte.
00:09:15Also ich bin am längsten eigentlich in der Bücherbranche. Ich bin gelernter Buchhändler.
00:09:20Also ich habe mal Physik studiert und Mathe studiert. Also nachdem ich Fußballprofi werden
00:09:25wollte und es nicht geklappt hat, weil ich mir eine schlimme, schlimme Verletzung zugezogen hatte
00:09:28damals, musste ich dann was anderes tun und habe dann Physik und Mathe studiert. Und
00:09:35weil das zu verschult war, hat mich das nur geärgert und habe danach dann eine Buchhändlerlehre
00:09:39gemacht. Bin also gelernter Kaufmann.
00:09:42Und ich bin dann in der Buchbranche auch hängen geblieben. Ich war dann beim Verlag. Ich
00:09:48habe dort Vertrieb gemacht, bin dann ins Lektorat gewechselt, habe Lektor dort von der
00:09:53PIK aufgelernt. Ich war dann, dann habe ich mich selbstständig gemacht 2002. Dann war
00:09:58ich Literaturagent. Ich war Ghostwriter. Ich habe über 50 Bücher geschrieben, aber
00:10:04nicht unter meinem eigenen Namen, sondern als Ghostwriter. Ich habe dann auch das eine
00:10:09oder andere Buch selbst geschrieben. Ich habe dann vor allem aber auch einen kleinen Verlag
00:10:16jetzt. Die Edition Sandwirt ist ein kleiner Verlag, wo ab und zu Bücher erscheinen. Und
00:10:22was ich aber am meisten gemacht habe, ist, Leute, die publizieren, zu beraten. Also Leute,
00:10:27die im Selbstverlag publizieren. Für die organisieren wir sozusagen alles. Also mit meiner Firma,
00:10:31wenn ich von wir spreche, mein Team und ich, organisieren dann von der Lagerhaltung über
00:10:37die Anmeldung bei den ganzen Buchgrossisten und beim Verzeichnis lieferbare Bücher und
00:10:41der ganzen Abrechnung des Buchhandels. Das Buch selbst zu produzieren auch, zu setzen, zu gestalten,
00:10:48beraten beim Lektorat, führen das Lektorat durch, was auch immer eben gebraucht wird. Das heißt,
00:10:54wir haben für Einzelpersönlichkeiten eigentlich das komplette Spektrum an Beratung für die
00:10:58Kommunikation mit der Öffentlichkeit, wo Bücher immer auch eine große Rolle spielen. Und deswegen
00:11:02haben, also alle Bücher, die man im Hintergrund hier sieht, sind alle Bücher, die von uns mit
00:11:08entworfen, gestaltet, konzipiert, vermarktet worden sind. Und die, bei denen wir also mitgeholfen
00:11:15haben, das sind über 300, jetzt mittlerweile 350 Bücher wahrscheinlich, 350, 400, bei denen wir
00:11:22mitgewirkt haben. Und das hat sich so durchgezogen die letzten 25 Jahre, immer wieder Bücher.
00:11:27Ja, also ich als Bücherwurm finde das natürlich grandios.
00:11:32Darf ich mal fragen, was da für eine Organisation oder für eine Manpower hinter steckt?
00:11:37Macht man das alleine zu 10, zu 20?
00:11:41Ja, also vor der Corona-Maßnahmenkrise 2019, da war der Peak vom Personal bei uns, da hatte ich 10 Leute
00:11:51im Team. Und ich hatte nochmal, ich habe noch dann zwei weitere Firmen gehabt, wo eben auch noch Leute
00:11:56waren. Insgesamt waren es um die 20 Leute. Und dann war ich noch Teil der Firma meiner Frau, die in
00:12:03einem ganz
00:12:03anderen Bereich unterwegs ist, die im sozialen Bereich unterwegs ist. Und das sind mittlerweile 70, da bin ich
00:12:09aber nicht mehr dabei. Das hat auch seinen Grund. Und das heißt, wir hatten immer auch Mitarbeiter und hatten
00:12:15immer schon größere Teams. Ich habe mittlerweile mein Team sehr stark verkleinert. Das hat vor allem auch
00:12:22damit zu tun, dass vieles von dem, was wir gut konnten und auch angeboten hatten, heute ja nicht mehr gefragt
00:12:28ist,
00:12:28weil sich die Welt seit, also in den letzten sechs, sieben Jahren brutal verändert hat. Die Wirtschaft hat
00:12:34sich wahnsinnig stark verändert. Und was vor allem sehr stark zugenommen hat, und da sind wir bei einem
00:12:39freiheitlichen Thema, die Zeitpräferenz ist eine ganz andere geworden. Es hat stark zugenommen. Das heißt, die
00:12:47Leute denken viel kurzfristiger und die planen eigentlich nicht mehr strategisch. Wir hatten mittelständische
00:12:53Unternehmen, die wir in der Kommunikation beraten haben, mit Kommunikationsstrategien über fünf, sechs,
00:12:58sieben Jahre. Das macht keiner mehr. Die haben einen Horizont von einem halben Jahr höchstens und
00:13:05wollen, dass sich alles sofort auszahlt. Sonst machen sie nichts, sonst investieren sie auch nicht mehr. Also
00:13:08generell die Investitionszurückhaltung und die irrsinnig hohe Zeitpräferenz haben eigentlich einen großen Teil
00:13:17von dem, was wir gut konnten, nämlich Marketingkonzepte eigentlich rausgeworfen bei uns. Wir machen wir
00:13:24relativ selten. Aber dafür machen wir jetzt viel, viel, viel Medienproduktion. Dazu gehört unter anderem auch
00:13:32die Produktion des Sandwirts und der Aufbau von Clubs und von Online-Communities. Und also unser
00:13:39Geschäftsfeld hat sich verlagert. Und da brauche ich nicht mehr so viele Leute. Sie sind also deutlich
00:13:43weniger geworden. Also ich habe jetzt in meinem Kernteam, die jetzt auch mit umgezogen sind, sind es vier
00:13:48Leute und ich habe noch so eine Bürofirma, die machen Bürokommunikation. Da sind acht Leute drin. Also es
00:13:55sind nicht mehr so 20 wie früher, sondern vielleicht die Hälfte. Okay, aber kommen wir nochmal zum
00:14:02Gedanken zurück der Freiheit. Was mich immer interessiert an Menschen, Gäste, die bei uns sind, ist die
00:14:08persönliche, ja wie soll ich sagen, die Vita. Also wo hat bei dir das erste Mal das Wort Freiheit
00:14:16irgendetwas ausgelöst? War das schon in jungen Jahren oder ist das so sukzessive über die
00:14:20unternehmerische Tätigkeit gekommen? Also ich behaupte ja immer, jemand, der unternehmerisch tätig sein
00:14:25will und jetzt nicht jemand ist, der mit dem Staat kooperiert oder kooperieren möchte, der hat
00:14:32ein, vom Grundprinzip her immer ein Freiheitsfunken in sich. Aber wie ist das bei dir?
00:14:38Das ist so, definitiv. Das kann ich nicht verleugnen. Da gibt es auch viele schöne Geschichten. Also eine
00:14:44Geschichte zum Beispiel war, ich wollte mich, also ich wollte mich nie unterordnen. Ich war ein ganz
00:14:48furchtbarer Angestellter, als ich beim Verlag gearbeitet habe.
00:14:51Was haben denn deine Eltern dazu gesagt, dass du so wenig leicht zu lenken warst oder bist?
00:14:57Die hatten größte Schwierigkeiten mit mir schon immer. Wir haben uns auch übrigens nie gut
00:15:02verstanden. Also ich mit meinen Eltern, ich habe mich immer der Kontrolle und den Vorgaben
00:15:09entzogen, schon als Kind. Ich habe einfach gemacht, was ich will.
00:15:13Ach, verstehe. Okay, das heißt, es ist etwas, was aus dir herauskommt, was quasi schon vor
00:15:18deiner Geburt in dir gesteckt haben muss.
00:15:20Wahrscheinlich. Irgendein Vorfahr hat es mir wahrscheinlich vererbt. Ich war schon immer sehr
00:15:26widerspenstig und schwer führbar. Das hat sich durch mein Berufsleben auch gezogen.
00:15:32Und deswegen war es folgerichtig und auch ein Muss. Ich musste mich irgendwann selbstständig
00:15:35machen und selber Unternehmer werden, weil ich nur angeeckt bin die ganze Zeit bei meinen
00:15:42Vorgesetzten. Ich konnte es nicht ertragen, wenn mir jemand, was, ich musste immer in der
00:15:48Führungsposition sein. Als Schüler war ich Klassensprecher und als Fußballer war ich Mannschaftskapitän,
00:15:57musste immer die Führungsrolle in dem Mittelfeld übernehmen und ich konnte mich nicht unterordnen
00:16:02und der Passempfänger sein. Ich musste der Passgeber sein beim Fußball. Später, als ich dann in der
00:16:12Buchhandlung gelernt habe, da wollte dann mein Chef irgendwie einen schmutzigen Trick mit mir machen,
00:16:17um sich die Berufsschule zu sparen, zu bezahlen zu müssen. Und dann habe ich ihn verklagt, also habe
00:16:23direkt meinen Lehrherren verklagt und habe ihn vor Gericht gezerrt und aber auch gewonnen. Da musste er mich
00:16:29wieder einstellen damals. War eine sehr interessante Zeit. Und da gibt es tausend Anekdoten. In der Uni habe
00:16:38ich mich geweigert, an diesem verschulten System teilzunehmen. Ich wollte studieren und ich wollte
00:16:42nicht weiter in die Schule gehen. Und da gab es so Tests, die jede Woche gemacht worden sind bei
00:16:49Mathematik und Physik, wo die rausgeprüft worden sind, die eben dann die volle Punktzahl nicht erreicht
00:16:55haben. Man musste zehn Aufgaben pro Woche lösen. Und die Studenten haben das alle so gelöst, dass sie
00:17:01einen Arbeitszirkel gebildet haben. Und das heißt zehn Arbeitszirkel. Jede Arbeitszirkel hat eine Aufgabe
00:17:08gelöst und alle anderen wurden dann abgeschrieben. Also man hat eine Aufgabe selber mitgewirkt und neun
00:17:12hat man abgeschrieben. Und dann bin ich zum Prof gegangen und habe gesagt, wissen Sie eigentlich, was hier
00:17:16läuft? Also wissen Sie eigentlich, was hier passiert mit diesen zehn Aufgaben? Ich war da so auf der
00:17:20Wahrheitssuche, auf dem Wahrheitstrip und habe ihn konfrontiert und habe gesagt, das kann doch nicht ihr
00:17:25ernst sein. Der komplette Saal hier schreibt 90 Prozent ab und leistet nur zehn Prozent und Sie geben die
00:17:32die volle Punktzahl. Da mache ich nicht mit. Dann hat er gesagt, ihm sei das egal. Er wüsste das, aber
00:17:37es sei ihm
00:17:37egal. Dann habe ich gesagt, ich mache das nicht. Und ich möchte jetzt gerne einen Deal mit ihm machen. Das
00:17:41heißt, ich
00:17:41mache die eine Aufgabe wie alle anderen auch, aber die neun anderen gebe ich nicht ab. Ich gebe nur die
00:17:46eine ab, die ich selber mache. Und ich möchte die volle Punktzahl so wie alle anderen auch. Weil ich mache
00:17:52nichts anderes wie die anderen auch. Und hat er gesagt, nö, das könnte ich nicht erwarten, dann würde ich eben
00:17:56rausfliegen. Und dann habe ich das so gemacht und bin rausgeflogen. Und dann habe ich noch ein halbes Jahr
00:18:02Studium Generale gemacht dort und habe mich in alle möglichen interessanten Vorlesungen gesetzt. Dann vor allem auch
00:18:08Nietzsche und irgendwelche tollen Philosophen und so. Ganz tolle Vorlesungen besucht und auch in Literatur. Und habe mich
00:18:16dann rausprüfen lassen und habe dann nebenher schon meine Lehrstelle gesucht. Okay, verstehe. Ja, so Zeug habe ich immer
00:18:23gemacht. Und meine Eltern sind damals durchgedreht. Die haben gedacht, das kann nicht wahr sein.
00:18:28Aber das deckt sich mit meiner Wahrnehmung, also auch mit meiner Lebenserfahrung, dass man entweder so ist
00:18:36oder so. Und die Wahrscheinlichkeit, dass es dann irgendwann komplett zur Gänze rauskommt, doch sehr hoch ist.
00:18:42Besonders bei so Gestalten, hätte ich jetzt gesagt. Bei so Leuten, die ja. Gestalt ist voll fies. Nein, das bitte
00:18:51ziehe ich zurück, behaupte das Gegenteil. Aber ja, ich beobachte das auch immer wieder. Es gibt
00:18:56einfach Leute, also auch aus meinem schulischen Umfeld, die waren irgendwie immer schon schräg und
00:19:00die werden auch immer schräg bleiben. Das Angenehme an diesen Leuten ist, aber die machen nicht
00:19:04jeden Blödsinn mit. Also die kann man nicht vor den Fernseher setzen, ohne dass die anfangen wild
00:19:11rumzuschreien oder zum Alkohol zu greifen oder ich weiß nicht, zu randalieren. Also das ist auch für mich
00:19:18immer sehr unangenehm. Ich habe, wenn ich mal Fernsehen schaute, das tue ich schon lange nicht
00:19:22mehr, aber dann immer das Bedürfnis, den Fernseher aus dem Fenster zu werfen. Und ich war schwer
00:19:27davon abzuhalten. Ich glaube aber, dass dieser Anteil, vielleicht genetisch bedingte Anteil von
00:19:33widerspenstigen Menschen in einem Kollektiv absolut notwendig sind. Also ich glaube, dass wir für die
00:19:37Gesellschaft eine wichtige Rolle spielen, weil nicht nur, dass wir die Strukturen herausfordern,
00:19:44sondern dass wir auch für Veränderung sorgen und weil wir auch dafür sorgen, dass eine Gesellschaft
00:19:52nicht so leicht in den Totalitarismus abgleiten kann, weil da eben noch welche sind, die sich
00:19:56wehren und die auch durchaus eine Wirkung erzielen. Also wenn wir es gut anstellen, dann ist es ja nicht
00:20:04so, dass wir nicht bis in die bürgerliche Mitte hinein Resonanz bekämen. Also das tun
00:20:11wir. Also wir, als ich vor zwei Jahren den Bürgergipfel veranstaltet habe, da waren in Stuttgart
00:20:17Da muss ich mal kurz einhatschen für die, die es nicht wissen. Bürgergipfel. Was ist das? Was ist da
00:20:22passiert? Bitte ganz kurz ausholen an der Stelle. Okay. Ich habe eine Veranstaltung gemacht, eine
00:20:27freiheitliche Veranstaltung und zwar 2024 im Herbst in Stuttgart in der Liederhalle. Und
00:20:34worauf ich gerade heraus wollte, ist die überragende Resonanz. Da sind 900 Leute
00:20:37gekommen und es war gar nicht billig, was wir da angeboten hatten. Und das war einfach
00:20:42ein eintägiger Kongress, ganz einfach. Und da gab es auch viele tolle Netzwerkpartner,
00:20:48die ich da in der Ausstellung gemacht habe. Es gab Sponsoren, sodass die Tickets nicht ganz
00:20:52so teuer waren, also nicht zu teuer waren, sondern ich glaube, wir haben es für, Dirk,
00:20:57weißt du das noch? Ich glaube, wir haben es für 150 Euro verkauft. Ja. Und überraschenderweise und für uns
00:21:03überraschend war die Halle bumsvoll. Wir hätten die auch abteilen noch können, aber es war einfach
00:21:09eine sehr große Resonanz da. Und die Resonanz war auch auf der feindlichen Seite, nämlich auf der
00:21:18Seite der Linksextremen. Die Antifa, genau. Die Partei, die Linke, die Grünen, die SPD, die haben dort,
00:21:29sind total durchgedreht. Weil für die ist es ja viel, viel schlimmer. Also wenn wir Rechte gewesen wären,
00:21:34wäre das ja so Routine gewesen. Aber was für die ja viel, viel, viel schlimmer ist,
00:21:37sind freiheitliche. Das geht an die Nieren. Also ich glaube, die können da nicht wirklich
00:21:44differenzieren. Also ich habe die Erfahrung auch selbst gemacht mit der Antifa. Also die haben da noch
00:21:50tollere Tricks so in Sachen Framing versucht. Die haben versucht, irgendwie den Leuten einzureden.
00:21:54Ich sei wahrscheinlich, weil ich eine Frau bin, ein vorgeschobenes Gesicht von Männern.
00:21:58Das fand ich sehr juxig. Und die konnten das nicht einklassifizieren. Das fand ich super. Nach dem Motto,
00:22:05ja, wir sind für Frauenrechte. Frauen sind stärker als Männer. Aber außer sie ist rechts,
00:22:10dann ist sie vorgeschoben. So ungefähr die Denke. Aber wie dem auch sein, die können das,
00:22:16ich glaube, die können das nicht unterscheiden. Es wird ja mittlerweile auch gesagt, ja,
00:22:20Libertäre sind rechts. Niemand kann das wirklich plausibel erklären. Aber ich glaube,
00:22:27mein Eindruck ist, Leute, die bürgerlich wirken, ohne irgendwie jetzt eine Glatze zu haben und
00:22:33diesen ganzen Schmus, den man so braucht, um wirklich offiziell recht zu sein, die machen die
00:22:36Leute ganz besonders nervös. Das ist tatsächlich auch mein Eindruck. Also wir haben in der Halle
00:22:41haben wir für die freiheitlich-demokratische Grundordnung und für das Grundgesetz getrommelt
00:22:46und es verteidigt und haben den Demonstranten draußen vor den Toren ausdrücklich zugebilligt,
00:22:52dass sie das Recht haben zu demonstrieren und auch anderer Meinung zu sein und dass wir das gut finden,
00:22:55dass sie das auch ausdrücken. Und sie auf der anderen Seite wollten uns mundtot machen,
00:23:00wollten, dass die Veranstaltung nicht stattfinden darf. Dann wurden wir verunglimpft. Also wir
00:23:05hatten in unserem Organisationsteam, wir hatten zwei Asiatinnen drin, wir hatten mehrere aus
00:23:12Osteuropa. Wir haben einen echt coolen Typen aus Kamerun, einen Afrikaner dabei gehabt,
00:23:19der uns mitgeholfen hat. Und wir wurden dann als Rassisten und Nationalisten geschimpft.
00:23:23Das hilft alles nicht.
00:23:25Das ist wirklich Wahnsinn gewesen. Und was halt böse, böse, böse war, dass eben viele
00:23:30Leute aus der bürgerlichen Mitte mitgemacht haben. In Stuttgart auch Medien mitgemacht haben,
00:23:37wo wir dann auch beim Medienthema wären. Und auch vor allem bei uns im Heimatlandkreis
00:23:45völlig verrückt gespielt haben. Und dann auch nicht nur mich und meine Firma und meine
00:23:51Mitarbeiter aufs Korn genommen haben, sondern auch meine Familie. Und dann war es richtig
00:23:56böse.
00:23:56Darf ich fragen, wie das genau aussah? Oder ist das zu intim?
00:24:00Das darfst du fragen, aber das werde ich nicht weiter ausführen, weil das auch noch
00:24:03weiter juristisches Nachspiel hat.
00:24:05Ja, okay. Gut, dann ziehe ich zurück. Alles gut.
00:24:08Ja, aber es war sehr, sehr hässlich. Und da waren eben auch bürgerliche mit dabei,
00:24:12die da voll mitgemacht haben.
00:24:13Das sind keine bürgerlichen.
00:24:14Ja, da waren...
00:24:16Das sind irgendwie... Die machen Mimikri, bürgerliches Mimikri, sonst machen die nuscht.
00:24:21Ich kenne das. Also ich habe selbst diese Erfahrung gemacht.
00:24:25Ja, aber nochmal zurück zum Thema Corona. Was ist dann... Wie hat sich die Wahrnehmung
00:24:31des Sandwirts und deiner freiheitlichen Ideen verändert, nachdem Corona vorbei ist?
00:24:37Danach ist ja so ein bisschen... Wie soll ich sagen? Danach war das ja nicht mehr so das Thema.
00:24:44Kann man dann weitermachen mit dem Thema Freiheit nahtlos?
00:24:48Ja. Oder...
00:24:49Wir hatten ja nicht nur das Corona-Thema.
00:24:50Wir hatten das eingestellt.
00:24:51Also das Corona-Thema war für mich so ein persönlicher Anlass, zu sagen, ich kann mich
00:24:56jetzt nicht mehr zurückhalten. Aber es war nicht so, dass wir hier nur das Thema Corona
00:25:01rauf und runter gespielt haben. Sondern wir haben von Anfang an eine volle, breite Palette
00:25:05an freiheitlichen Themen gehabt im Sandwirt. Und deswegen war das kein Problem.
00:25:09Okay, verstehe.
00:25:10Also wir haben zum Beispiel auch einen Riesenfundus an sehr guten Artikeln zum Thema
00:25:14Klima und Energie.
00:25:17Das ist ursprünglich mein Thema gewesen. So bin ich übrigens an die Freiheit gekommen,
00:25:21wenn man so möchte. Also ja, tatsächlich.
00:25:24Und auch viele andere Themen. Auch philosophische, historische Themen.
00:25:30Auseinandersetzung mit einzelnen Denkern oder historischen Figuren.
00:25:36Jeder von den 100 Autoren hat da auch seine eigenen Themen mitgebracht.
00:25:41Teilweise rechtliche Themen, teilweise kulturelle Themen.
00:25:46Das ist also sehr, sehr breit gestreut gewesen von Anfang an und das ist es nach wie vor.
00:25:50Das ist auch eine sehr stabile Leserschaft und auch eine organisch weiter wachsende Leserschaft.
00:25:54Es gab keinen Abfall nach dem Ende der Corona-Maßnahmen-Krise.
00:25:59Also ihr wart nicht ein, wie nennt man das, ein One-Track-Pony?
00:26:04Nein, nein, nein.
00:26:05Okay, gut.
00:26:06Das ist auf Dauer angelegt. Das war jetzt nicht nur so ein Projekt, sondern das beschäftigt mein komplettes Team jeden
00:26:13Tag.
00:26:14Das ist und wird auch deine Passion bleiben.
00:26:16Ja, im Gegenteil, wir bauen das weiter aus momentan.
00:26:19Also wir haben jetzt am 15. Oktober den nächsten großen Meilenstein, an dem wir schon jetzt ein halbes Jahr arbeiten,
00:26:26nämlich wir eröffnen den Sandwirt-Club.
00:26:29Was darf ich mir darunter vorstellen?
00:26:32Das ist ein geschützter Raum, ein Platz für freie Geister.
00:26:37Ein Safe Space?
00:26:38Ein Safe Space, tatsächlich. Eine Gated Community, die nicht in der Öffentlichkeit stattfindet, sondern die hinter verschlossenen Toren stattfindet, wo
00:26:49man ganz normale Leute treffen kann, wo man gleichgesinnte treffen kann.
00:26:53Also physisch, nicht online, sondern tatsächlich?
00:26:56Es gibt eine App, wo man jederzeit online sein kann, wo man zum Beispiel über sämtliche Artikel des Sandwirts diskutieren
00:27:06kann, wo man auch die Autoren selbst dort treffen kann, wo man Veranstaltungstermine bekommt in der ganzen freiheitlichen Szene und
00:27:18das komplette Netzwerk aufgeschlüsselt bekommt, was es alles für Organisationen gibt.
00:27:25Und wie man die erreichen kann, was man da tun kann.
00:27:29Dann gibt es aber auch physische, echte Treffen, weil das ist das, was mehr wert wird im KI-Zeitalter.
00:27:36Content wird weniger wert, aber live und persönlich wird mehr wert.
00:27:41Und wir werden im Februar ein erstes Treffen machen, weit im Süden der Republik.
00:27:48Genauer sage ich es nicht. Und diese Termine werden auch nicht öffentlich angekündigt.
00:27:52Besser ist das, ja.
00:27:53Sondern die werden nur den Clubmitgliedern mitgeteilt.
00:27:58Und wir werden regelmäßig dann solche Gipfeltreffen machen, die auch dann in anderen Regionen stattfinden werden, im gesamten deutschsprachigen Raum.
00:28:09Ist das so ein bisschen analog vielleicht zur Atlas-Initiative?
00:28:12Die haben ja auch in jedem Raum Deutschlands so ihre Treffen, ihre Ableger, wenn man so möchte.
00:28:19Es gibt einmal im Jahr ein Treffen von allen, aber jedes Bundesland und auch jede größere Stadt hat da so
00:28:26ihre Gemeinschaft?
00:28:29Also zum einen kooperieren wir ohnehin jederzeit mit der Hayek, mit Atlas, mit dem Mises-Institut und mit all diesen
00:28:38anderen Organisationen ohnehin und werden uns zwar sicherlich auch mit denen zusammentun.
00:28:43Da gibt es also keine Konkurrenz, sondern eine Kooperation.
00:28:45Ja, besser ist das.
00:28:47Ja.
00:28:47Und was wir eben, ich kann mir gut vorstellen, dass sich da Strukturen ausbilden und ähnliche Strukturen rausbilden.
00:28:58Also es wird aber auch Eigenheiten geben.
00:29:02Kann man das denn irgendwo schon einlesen, irgendwo?
00:29:06Ab dem 15. Oktober.
00:29:08Ab dem 15. Oktober.
00:29:09Wir machen einen Relaunch.
00:29:10Also wir können keinen Link jetzt unter dieses Video setzen.
00:29:13Schade, schade, schade.
00:29:14Doch, Moment, können wir.
00:29:15Und zwar wir können einen Link drunter setzen, dass die Leute können sich anmelden zum Frühshoppen.
00:29:18Das ist der Newsletter des Sandwirts.
00:29:20Und dort wird es ja dann am 15. Oktober dann angekündigt werden.
00:29:25Und dort wird es dann auch die Links geben.
00:29:27Dort wird man dann auch in die App reinkommen und so weiter.
00:29:29Also den Frühshoppen des Sandwirts, den können wir einblenden.
00:29:32Alles klar.
00:29:33Dirk, du hast eine Frage.
00:29:34Stell sie bitte.
00:29:36Oder eine Einwendung.
00:29:37Sag bitte.
00:29:39Dein Ton ist aus.
00:29:40Dirk, dein Ton.
00:29:46Nein.
00:29:47Du hast dich auf stumm geschaltet.
00:29:49Ja.
00:29:52Nee.
00:29:53Ich kann mich nicht anschauen.
00:29:54Doch.
00:29:55Jetzt hat es geklappt.
00:29:56Jetzt wieder nicht.
00:29:57Oh, schade.
00:29:59Mach dich wieder an.
00:30:00Du warst gerade schon an.
00:30:01Nur einmal klicken.
00:30:02Nicht doppelt.
00:30:04Klick.
00:30:08Es war gerade an.
00:30:13Also, Moment.
00:30:14Wir warten einfach, wir warten einfach, bis Dirk soweit ist.
00:30:18Und ich frage munter weiter.
00:30:20Ja.
00:30:20Wie bist du denn, um jetzt mal, wo wir gerade beim Thema Werbung waren, auf die PDV, auf die
00:30:25Partei der Vernunft aufmerksam geworden.
00:30:27Gab es da auch irgendwie so einen Aha-Moment?
00:30:29Oder ist das so wie bei mir gewesen?
00:30:32Oder ist das so wie bei mir gewesen?
00:30:33Es ist irgendwie alles so auf einen eingeströmt und es gab nicht den Aha-Moment.
00:30:39Also, die Partei der Vernunft, die ist ja fest mit dabei in der freiheitlichen Szene und das ganz automatisch, dass
00:30:44man sich bei den Veranstaltungen über den Weg läuft und so ist es uns auch geschehen, ne, Dirk?
00:30:48Ja, jetzt hört man mich wieder, ne?
00:30:51Jetzt kannst du auch deine Fragen stellen.
00:30:52Genau.
00:30:53Wunderbar.
00:30:54Ja, ich muss sagen, okay, Oliver, ihr habt mit der Antifa und mit anderen unschöne Erfahrungen gemacht, du auch, Uta.
00:31:02Aber wenn ich gerade euch beide jetzt ansehe, ist da nicht so ein Trend, dass wir vor dieser Gewalt kuschen?
00:31:08Ist das tatsächlich gut, dass wir da alle so im Geheimen agieren?
00:31:14Das tun wir doch gar nicht.
00:31:16Naja, so von wegen, ich meine, ich erlebe es ja bei meinem hiesigen Hire-Club auch, ne?
00:31:21Die Adresse teilen wir dir mit, sobald du dich angemeldet hast oder so.
00:31:25Nein, nein.
00:31:26Also, erstens, wir sind ja in der Öffentlichkeit, der Sandwirt wird ja weiterhin alle Artikel in der Öffentlichkeit bringen.
00:31:31Wir sind auf Social Media, wir sind permanent präsent, aber wir hätten dann doch gerne halt einfach auch ein bisschen
00:31:36Privatsphäre und wir hätten dann doch einfach gerne auch mal einen geschützten Raum, wo man Gleichgesinnte trifft und wo man
00:31:42nicht auf jedes Wort achten muss.
00:31:43Das finde ich eine ganz normale Entwicklung.
00:31:47Es ist ja, also wenn ich da vielleicht mal einhatschen darf, es ist ja tatsächlich auch, sagen wir mal so,
00:31:52es ist nicht garantiert, wenn man so ein Treffen teilnimmt, dass man dann heil und am Stück wieder nach Hause
00:31:59geht.
00:32:00Also, das ist tatsächlich, hat es ja noch diesen Aspekt, dass da Gewalt angewandt wird.
00:32:04Ich habe es selbst erlebt, ich weiß nicht, Oliver, ob du es auch erlebt hast, aber das ist so.
00:32:10Und ich war zuletzt mit meiner Mutter tatsächlich, die ist jetzt 81, auf einer freiheitlichen Veranstaltung, sie hat es sehr
00:32:15genossen, aber hat sich übelst beschwert, dass das nicht da standfand, wo es ursprünglich hätte stattfinden sollen, dass sie dann
00:32:21irgendwie umständlich ihr Auto behelfen musste, weil die Antifa sich angekündigt hatte.
00:32:27Also, das ist schon so ein Ding. Und wenn du 81 bist, dann willst du mit den Kackvögeln nichts zu
00:32:32tun haben. Das ist nochmal so. Muss man so sehen.
00:32:34Irakli, du hast noch eine Frage.
00:32:36Nee, nur ein Kommentar. Also, eigentlich, vielleicht, was Dirk wahrscheinlich sagen wollte, natürlich, privater Raum ist vollkommen in Ordnung, also
00:32:47Privatsphäre zu schützen.
00:32:48Nicht in Ordnung ist, wenn die Leute versuchen, anonym Politik zu machen.
00:32:55Ja, es ist absolut anonyme Politik.
00:32:58Zweitens, Politik zu machen, aber das Gegenteil zu behaupten.
00:33:05Also, wenn du in der Öffentlichkeit auftrittst, wenn du versuchst, die öffentliche Meinung der Menschen zu verändern, dann machst du
00:33:13nun mal Politik.
00:33:14Das ist richtig, ja.
00:33:16Und mit einer Einschränkung würde ich zustimmen, wenn du mit Politik wirken in der Öffentlichkeit und in der Gesellschaft meinst,
00:33:23bin ich ja einverstanden.
00:33:26Aber für mich, ich habe abgeschlossen mit Parteipolitik und mit dem politischen System.
00:33:32Das ist was anderes.
00:33:33Ja, genau.
00:33:34Also, wenn wir das differenzieren, bin ich einverstanden.
00:33:37Weil von Parteien und von Berufspolitikern will ich in Ruhe gelassen werden.
00:33:41Ich möchte nicht eine andere Politik oder eine bessere Politik.
00:33:44Ich will weniger Politik, am liebsten gar keine.
00:33:48Ja, da fällt mir noch was ein.
00:33:51Ich hatte dich ein wenig gestalkt, wie man heutzutage sagt.
00:33:53Nein, ich habe mich einfach für meinen Gast interessiert, um es jetzt mal positiv und höflich zu formulieren.
00:33:58Das Projekt Team Freiheit.
00:34:01Da war ich noch nicht ganz schlüssig beim oberflächlichen Brausen.
00:34:05Worum geht das da?
00:34:06Weil das ist ja offensichtlich schon Politik, auch öffentliche Politik.
00:34:10Aber ist es Parteipolitik?
00:34:13Erklär mal.
00:34:14Also, zu Team Freiheit kann ich...
00:34:15Wie bist du...
00:34:17Was hat es mit Team Freiheit auf sich?
00:34:19Was hast du damit zu tun?
00:34:20Ich bin der falsche Ansprechpartner für Team Freiheit, weil ich bin im August letzten Jahres ausgetreten und habe mich seitdem
00:34:30nicht mehr über Team Freiheit geäußert.
00:34:32Okay, dann lassen wir das.
00:34:33Gut.
00:34:33Also, da habe ich nichts zu sagen.
00:34:36Da habe ich nur Dinge zu sagen, die intern wären oder die persönlich wären und die habe ich eigentlich alle
00:34:40schon gesagt.
00:34:42Und öffentlich würde ich...
00:34:45Alles, was ich öffentlich sagen könnte, würde mir oder anderen schaden.
00:34:49Und das will ich nicht tun.
00:34:52Nö, da wollen wir nicht.
00:34:52Das war ein ehrenwerter Versuch.
00:34:55Und an dem war ich auch am Anfang beteiligt, aber dann eben nicht mehr.
00:34:58Aber es hatte schon etwas parteipolitisch, um das vielleicht kurz nochmal abzuschließen.
00:35:03Nein, die ursprüngliche Idee war gerade nicht parteipolitisch.
00:35:06Das war eine Antipartei.
00:35:07Ja.
00:35:08Und das hat sich aber nicht durchgehalten.
00:35:13Na gut.
00:35:14Okay, gut.
00:35:15Aber jetzt kommen wir mal zum, was mich auch immer umtreibt, weil, ja, Thema Parteipolitik.
00:35:23Man mag es ja widersprüchlich finden.
00:35:25Ich finde es einfach pragmatisch, aber das sind nur meine zwei Cent.
00:35:28Zum Beispiel als Partei der Vernunft politisch aufzutreten in Form einer Partei, obwohl man libertär ist.
00:35:34Das ist ja eigentlich ein Widerspruch in sich, wenn man so möchte.
00:35:39Aber kommen wir zum Thema Libertarismus.
00:35:42Also wir alle wissen, was wir damit meinen und warum es vielleicht ein Widerspruch sein könnte.
00:35:46Aber wie bist du auf das Thema Libertarismus gestoßen, um vielleicht da mal anzufangen und vielleicht auch mal zu fragen,
00:35:53was hat dich oder findest du das gut oder ist dir das zu sehr Schublade?
00:35:58Wie nimmst du den Libertarismus generell wahr?
00:36:03Also er ist für manche sicherlich eine Schublade, aber ich bin da eigentlich ganz offen.
00:36:06Für mich ist das eigentlich fast synonym mit freiheitlich.
00:36:10Man braucht ein neues Wort, weil das Wort liberal abgenutzt ist und entwendet worden ist.
00:36:21Und da hat man eben einen anderen Begriff gesucht dafür, das finde ich völlig in Ordnung, es entwickelt sich halt.
00:36:28Aber ich würde es nicht zu eng sehen.
00:36:30Es gibt so ein paar Libertarismus-Extremisten, die eigentlich genauso vogue sind wie die Grünen oder wie Linke.
00:36:40Und die dann auch mit diesem Sektiratum anfangen und sagen, das ist jetzt ein richtiger Libertärer, weil der ist Anarchokapitalist.
00:36:48Und das ist jetzt kein Libertärer, das ist ein Kommunist, weil der ist ja nur Minimalstaatler.
00:36:53Und dieser Drang, sich abzugrenzen und seine eigene Identität zu finden, dadurch, dass man andere mit Etiketten versieht und in
00:37:02Schubladen steckt, das gibt es auch bei den Libertären.
00:37:06Und so wie in jeder anderen Strömung, das ist wahrscheinlich auch völlig normal und auch nichts Besonderes.
00:37:11Und da gibt es eben Realos und Fundis, wie bei den Grünen, die gibt es eben bei den Libertären auch.
00:37:17Die Realos, die sagen, ja gut, ich muss halt in die Arena und mich schmutzig machen und muss da irgendwie,
00:37:22wenn ich was verändern will, dann muss ich da eben mitspielen ein Stück weit bei diesem System.
00:37:27Und die Fundis sagen, wir bleiben lieber im Elfenbeinturm und kritisieren von da oben runter und kritisieren auch die Freiheitlichen,
00:37:37die in die Arena gehen.
00:37:40Und nur wer in der reinen Gedankenwelt bleibt und nichts in der Welt anrührt, ist der wahre reine Libertäre.
00:37:46Also diese Leute gibt es auch. Das heißt, es gibt verschiedenste Strömungen und Nuancen und ich finde es eigentlich eher
00:37:53gut.
00:37:54Also ich freue mich darüber, das ist eine ganz normale Entwicklung.
00:37:59Und was ich nur albern finde, ist sich da dann irgendwie in eine Gruppe einzusortieren und die anderen abzuwerten
00:38:06oder da irgendwie so den Bruderkampf auszurufen und sich gegenseitig zu beleidigen.
00:38:14Ja, ja, so ein bisschen wie Lenin, Stalin, Mao.
00:38:17Ja, genau. Und das ist interessant, dass diese gesellschaftlichen Muster oder diese kollektivistischen Muster,
00:38:22dass die immer wieder auftauchen und sogar auch bei den Libertären auftauchen. Das finde ich lustig.
00:38:26Ja, das ist ironisch tatsächlich. Dirk, jetzt hebst du noch mal das Händchen.
00:38:31Ja, also ich weiß nicht, nimmst du das immer noch wahr, Oliver?
00:38:35Ich glaube, dass, also ich habe das so vor zehn Jahren so erlebt, aber ich finde, da hat sich die
00:38:40Szene auch ein bisschen geändert.
00:38:42Oder ich verkehre in anderen Kreisen. Das kann natürlich auch sein.
00:38:46Ah nein, das ist durchaus aktuell.
00:38:48Was?
00:38:50Durchaus aktuell. Dirk, das hast du noch mitgebekommen, oder?
00:38:53Der Austritt von Hoppe aus dem Mises-Institut und all das Zeug.
00:38:58Ja, da hast du recht.
00:38:59Also schon aktuell.
00:39:00Was ich auch wirklich schade finde, Elfenbein-Libertäre ist eigentlich ein schöner Ausdruck.
00:39:07Das viel Wissen ist da, aber keiner ist bereit, was in die Hand zu nehmen und was zu verändern.
00:39:14Jeder weiß, wie es geht, aber keiner will sich die Hände schmutzig machen.
00:39:18Ist das so?
00:39:20Jein, jein. Also es gibt auch Elfenbein-Libertäre, die das anecken, lieben und zelebrieren.
00:39:28Also ich habe diese Woche zwei E-Mails bekommen, wo man mir sinngemäß etwa dasselbe schrieb.
00:39:35Wenn ihr bei fünf Prozent seid, dann trete ich in die Partei ein.
00:39:42Also wenn das Kollektiv der Libertären groß genug ist, dann schließe ich mich dem an.
00:39:49Das nennt man Mitläufer.
00:39:52Ja, aber so kommt man nie auf fünf Prozent.
00:39:56Abgesehen davon, also das, was ihr Elfenbein-Libertären nennt, ich nenne das Posenreißer.
00:40:04Wie? Posenreißer?
00:40:05Posenreißer.
00:40:06Ach, Posenreißer.
00:40:09Also zu sagen, ich tue nichts, solange ich nicht den Anarchokapitalismus erhalte,
00:40:18das ist kein libertärer Kämpfer.
00:40:22Das ist ein Posenreißer, der vorgibt, libertär zu sein.
00:40:26Also wenn wir gerade bei der Kritik sind, was mich immer irritiert, also wirklich sehr irritiert,
00:40:32ist, dass das Thema, der Mensch ist der Mensch, so wie er ist, mit all seinen Fehlern, Vorteilen und Nachteilen,
00:40:40dass das nicht gesehen wird und dass Menschen sich, und das finde ich immer wirklich irritierend,
00:40:45fand ich immer, werde ich auch immer irritierend finden, dass in der libertären Szene zu wenig gesehen wird
00:40:51und gesehen werden möchte, dass sich Leute gerne um Leute scharen, die den Mund auftun und da mitmachen wollen,
00:40:59weil sie sich meinetwegen selber nicht trauen, weil sie das naturell nicht dazu haben.
00:41:03Es gibt Leute, die sind so introvertiert, die kann man nun mal nicht auf eine Bühne stellen,
00:41:07aber man kann sie mitziehen.
00:41:10Und diesen menschlichen Faktor und diese Dynamik, die sich daraus ergibt,
00:41:14dass Menschen Menschen hinterherlaufen, also das, was Libertäre gerade nicht wollen,
00:41:18aber dass es trotzdem existiert, dass das kritisiert wird, das finde ich abenteuerlich.
00:41:23Ich stimme zu, ich finde das ganz normal.
00:41:25Also ich finde diese Aufteilung in Leute, die was tun,
00:41:29und es gibt ja genügend Leute, die was tun und was unternehmen im freiheitlichen Lager
00:41:35und andere, die, sagen wir mal, gerne sich mitreißen lassen davon
00:41:40und gerne einfach mit dabei sind, ich finde das auch viel wert.
00:41:44Und ich würde das eine dem anderen jetzt, es ist einfach unterschiedlich
00:41:48und ich kann nicht von jedem das gleiche Engagement verlangen
00:41:53und finde, wir sollten da auch ein bisschen bescheidener und ein bisschen offener
00:41:57und ein bisschen fröhlicher und ein bisschen miteinander verbundener sein.
00:42:04Es ist doch einfach hoch, also jeder Follower, der nichts weitermacht,
00:42:08als immer nur regelmäßig mitzulesen, ist doch schon was wert.
00:42:11Das ist das, was ich auch immer sage, aber nicht jeder Teil meiner Ansicht.
00:42:17Ja, bitte, bitte.
00:42:18Ja, ich bitte dazu.
00:42:19Also erst mal kurz, Dirk, stellst du vielleicht unseren neuen Gast kurz vor?
00:42:23Ja, das ist der Wolf Dieter, der lebt wechselweise, glaube ich, in Großbritannien oder in Sachsen.
00:42:30Also mal Sachse, mal Angelsachse.
00:42:33Stimmt, ziemlich gut.
00:42:37Zurzeit wieder mal in Wales und mich interessieren natürlich auch die deutschen Probleme.
00:42:45Ich habe eine Auswandereragentur, Change Your Country, nur für die Leute, die mich nicht kennen.
00:42:55Und ich beobachte, ich kann natürlich auch immer schön vergleichen zwischen der Entwicklung in Großbritannien und der Entwicklung in Deutschland.
00:43:04Und ich denke, also es gibt auch in Großbritannien eine Libertäre-Partei, aber es gibt auch viele Libertäre, die bei
00:43:11Reform UK sind, also in der ehemaligen Brexit-Party.
00:43:17Und es ist halt so, dass je Libertärer, muss man sagen, um die Individueller, also Menschen sind generell individuell.
00:43:27Und das ist bei Libertären, die selbstbewusst, verantwortungsvoll und eine eigene Meinung haben, besonders ausgeprägt.
00:43:36Es gibt also keine zwei Leute, die eine gleiche Meinung haben.
00:43:40Aber das ist dann das Problem, dass Parteien oder wenn man irgendwo in die Politik eingreifen will, sei es in
00:43:48der Diskussion oder in der Öffentlichkeit, die Öffentlichkeit ist kollektiv.
00:43:54Und das ist das Problem, dass man im Prinzip diesen Sprung schaffen muss.
00:43:59Wir haben die Libertären, wir haben die Partei der Vernunft, wir haben Team Freiheit und was weiß ich noch für
00:44:06irgendwelche Einzelkämpfer, die Haie-Clubs.
00:44:10Die Atlas-Initiative fällt mir noch ein.
00:44:13Alle machen auch sehr interessante Veranstaltungen.
00:44:18Aber es ist zu wenig dabei, dass man sagt, wie die alten Indianer, wenn du also im Prinzip nur ein
00:44:25Streichholz hast, dann brichst du das ganz schnell.
00:44:27Und wenn du vier oder fünfer hast, dann wird das schon schwieriger.
00:44:32Und ich weiß nicht, glaube ich, dieses indianische Sprichwort oder diesen indianischen Vergleich, muss man sagen, den kennt ihr alle
00:44:39irgendwo.
00:44:42Und mir fehlt ein bisschen auch die Koordination in der Öffentlichkeit, auch wenn es Unterschiede gibt.
00:44:50Und ich denke, die ist selbst in der Partei der Vernunft, wo ich ja auch Mitglied bin, vorhanden.
00:44:56Das heißt, auch wir streiten uns, und das ist auch richtig so.
00:45:01Aber wir streiten uns nicht wie in anderen Parteien, dass man letztendlich dann irgendeine Einheitsmeinung nach außen kommuniziert,
00:45:10was ich völlig falsch finde, sondern dass man die verschiedenen Aspekte libertären Denkens im Prinzip nach außen transportiert.
00:45:20Und ich freue mich jetzt eigentlich auch immer, dass immer mehr unser Spruch, Steuern sind Raub, verwendet wird.
00:45:30Also auch bis hin in die AfD. Ich glaube, die Frau Weidel hat es sogar jetzt mal irgendwo gesagt.
00:45:37Sie ist ja bekannt libertär.
00:45:38Ja, ja, aber sie macht das sehr vorsichtig, damit sie ihre Volkspartei nicht stört bei zu libertären Gedanken.
00:45:49Und ich denke, das sieht man also auch in der öffentlichen Diskussion.
00:45:52Ja, das vielleicht, was ich hier, ich will jetzt nicht so lange referieren.
00:45:57Also das sind die Dinge, die mich jetzt hier aus der Diskussion, wo ich schon ein bisschen zugehört habe, interessieren.
00:46:04Also ich finde, wir müssen doch trotzdem vielleicht stärker uns koordinieren und was weiß ich, irgendwo eine Form finden,
00:46:12dass wir in der kollektiven Welt irgendwo wahrgenommen werden.
00:46:17Und ich denke, das ist zurzeit das größte Problem der Libertären.
00:46:20Die werden alle nur als Einzelkämpfer wahrgenommen, aber noch ist die Welt eben im Prinzip kollektiv.
00:46:28Und da müssen wir auch eine Möglichkeit finden, immer in unserem Bewusstsein, dass Menschen einzigartig und individuell sind,
00:46:37trotzdem uns dort hineinbringen und eine starke Stimme haben.
00:46:44Das würde ich absolut unterstreichen.
00:46:46Ich nicht.
00:46:46An der Stelle vielleicht nochmal, ja, aber an der Stelle mal gefragt.
00:46:50Und vielleicht ist gar nicht Koordination das Thema, sondern Humor.
00:46:54Also was mir fehlt, ist ein Stück weit, die, es ist auch wichtig und vielleicht muss man auch den Humor
00:47:00koordinieren,
00:47:00aber was mir fehlt ein Stück weit und nicht erst seit gestern, ist ein bisschen die libertäre Unterhaltungsindustrie.
00:47:07Es ist ja wundervoll, dass wir einen Stream machen, dass uns Leute zugucken können,
00:47:12aber wo bleibt die Musik, wo bleibt die Propaganda?
00:47:15Ich weiß, damit ecke ich immer wieder an, gerade bei den Hardlinern, aber ich finde, da ist noch viel aufzuholen
00:47:21und viel zu machen, tatsächlich.
00:47:23Also wir brauchen auch eine Greta Thunberg nur halt in Libertär.
00:47:27Wir brauchen Musik nur halt in Libertär und so weiter und so fort.
00:47:32Und all diese Auftritte fehlen, meines Erachtens.
00:47:35Oliver, du bist ein Medienschaffender, was denkst du?
00:47:37Ich bin völlig anderer Meinung.
00:47:39Okay.
00:47:40Ich will nicht koordiniert werden.
00:47:42Ja, verstehe.
00:47:43Sollte so ein Versuch stattfinden, wäre ich sofort raus.
00:47:48Entschuldige, ich lache dich nicht aus, ich lache dich an.
00:47:52Ich glaube, dass ganz im Gegenteil, es ist illusorisch, meiner Ansicht nach, dass die Libertären irgendwann mal so wie in
00:48:03Argentinien jemanden als Regierungschef installieren können
00:48:09oder irgendwie auch nur nennenswert einen Einfluss ausüben können auf der parteipolitischen Ebene.
00:48:14Ich glaube, dass Parteien gehört nicht in die Zukunft.
00:48:17Meiner Ansicht nach ist es eine Sackgasse der Geschichte.
00:48:19Und bei Parteien mitzumachen, habe ich versucht und habe gelernt, dass das Parteien-Gen sich immer wieder dann durchsetzt
00:48:35und dass jede Organisation, das in diese Richtung geht, dann auch die gleichen Fehler und die gleichen Charakterschwächen von den
00:48:46anderen Parteien
00:48:47dann automatisch dann auch anziehen wird, weil entsprechende Leute angezogen werden, die diese Charaktereigenschaften mitbringen.
00:48:54Und ich kann mir nicht vorstellen, dass es eine Parteiorganisation oder eine koordinierte Bewegung,
00:49:03also eine Top-Down-Rational-Organisierte Bewegung jemals irgendwas reißen oder schaffen wird,
00:49:10sondern wenn, dann wird es eine Bottom-up, also wenn, dann wird es eine Bewegung werden, wo es darum geht,
00:49:16dass immer mehr Leute sich davon anstecken lassen zu sagen, jetzt habe ich aber die Nase voll,
00:49:21ich will einfach Freiheit von dem ganzen Politik-Terror haben, die mischen sich bis weit in meine Privatsphäre ein,
00:49:29ich will das nicht mehr, ich will meine Ruhe haben, ich will in Ruhe gelassen werden.
00:49:33Und das kann ich mir vorstellen, das ist aber dann ganz unpolitisch und unparteipolitisch,
00:49:38dass sich da mal eine Bewegung rausbildet, wenn sie es mal wieder übertreiben und das werden sie.
00:49:43Die werden so weit gehen mit den steuernden Abgaben, mit den Eingriffen in die Privatsphäre,
00:49:48mit der Überregulierung und der Bürokratie, dass sich irgendwann einfach die Gegenbewegung formt
00:49:55und die Gegenbewegung wird eine nicht politische, eine vor allem nicht parteipolitische sein.
00:50:00Und da erhoffe ich mir eher was, aber ansonsten etwas zu organisieren und zu koordinieren,
00:50:06ich glaube, das ist 20. Jahrhundert, das ist heute nicht mehr so.
00:50:12Und ich würde auch noch einen Punkt anfügen wollen, nämlich die Öffentlichkeit ist gerade nicht mehr kollektiv.
00:50:18Das ist ja gerade der Witz.
00:50:20Seit 2007, seit dem 9. Januar 2007 gibt es das iPhone
00:50:24und seitdem gibt es das Internet überall, wo Menschen sind, an jedem Ort, bei jedem Einzelnen und jeder Zeit.
00:50:31Und das gab es vorher nicht.
00:50:33Und das hat sehr, sehr viel in der Kultur, in der westlichen Kultur verändert.
00:50:37Seitdem ist die Öffentlichkeit eine 1 zu 1 Öffentlichkeit.
00:50:41Die Menschen sprechen miteinander.
00:50:43Die Gespräche sind nicht mehr wie früher die Öffentlichkeit, also one to many,
00:50:47der Pressesprecher, der die ganze Öffentlichkeit bedient,
00:50:50der Regierungssprecher, der die Öffentlichkeit bedient,
00:50:52die Medien, die die Öffentlichkeit bewirtschaften.
00:50:54Sondern plötzlich sind das 1 zu 1 Gespräche und jeder Absender ist auch ein Empfänger
00:50:59und jeder Empfänger ist auch ein Absender.
00:51:01Absolut.
00:51:02Das hat alles verändert.
00:51:04Deswegen wollte ich auch auf die Entertainment hinaus.
00:51:05Das Öffentlichkeit, dem Satz noch,
00:51:07dass Öffentlichkeit völlig anders funktioniert seitdem,
00:51:10haben die meisten einfach noch nicht begriffen
00:51:12und versuchen nach wie vor, die Öffentlichkeit so zu nutzen
00:51:15und zu bewirtschaften wie früher.
00:51:17Aber das geht nicht mehr.
00:51:18Ja, ja.
00:51:19Deshalb, also das, was ich meinte, es ist okay, wenn man das koordiniert.
00:51:22Aber was mir halt fehlt, ist die humoristische oder die Entertainment-Industrie gewissermaßen.
00:51:27Die Leute dazu animiert, über Dinge nachzudenken
00:51:30und halt eben nicht von oben herab oberlehrerhaft.
00:51:33Im Sinne von, so ist das, nimm das an.
00:51:36Und auch nicht im Sinne von Elfenbeinturm-mäßig.
00:51:38Aber das gibt es doch.
00:51:39Das fehlt doch nicht.
00:51:41Ich finde, es könnte mehr geben.
00:51:43Es könnte mehr Musik geben, zu der man tanzt.
00:51:46Also Martin Motscharski, bestes Beispiel, nicht?
00:51:48Steuern Sie drauf.
00:51:49Fantastisch.
00:51:50Also bitte, davon könnte es doch mehr Baden geben.
00:51:53Also ich fordere mich damit dazu auf.
00:51:54Mein Dank.
00:51:57Dominik Frisbee.
00:52:00Ja.
00:52:01Es gibt schon einige noch Musik.
00:52:03Und Snicklink.
00:52:05Und der rosa-rote Panzer mit seinen Memes.
00:52:08Und dies und jenes.
00:52:09Also es gibt doch ganz viel.
00:52:11Es ist aber, ich lebe ja nicht nur in der libertären Filterblase,
00:52:15sondern eben auch außerhalb davon.
00:52:17Also ich habe schon Probleme, das Wort Libertarismus anzubringen.
00:52:20Da gucken die meisten schon wie ein Auto.
00:52:23So.
00:52:25Das hat sich einfach noch nicht in die Breite gestreut.
00:52:28Und ich finde, da gibt es Möglichkeiten,
00:52:30auch Leute, die eben nicht in dieser Filterblase sind, zu animieren.
00:52:33Aber jetzt zwei Sachen.
00:52:36Dirk Irakli.
00:52:37Ihr müsst das untereinander ausmachen, glaube ich.
00:52:40Irakli, du hast Fragen auf YouTube angemerkt.
00:52:44Die du nicht gesehen hast.
00:52:47Ja, auch.
00:52:47Habe ich sich nicht vergessen.
00:52:48Ja.
00:52:49Na gut, dann kommt jetzt mal mein Entertainment-Part.
00:52:53Dann muss ich sagen, dann sollten wir also wirklich darauf drängen,
00:52:57dass die AfD verboten wird.
00:53:02Weil was dann passiert, wird eine dermaßen Unruhe in Deutschland auslösen,
00:53:09dass wir unser Grundgesetz gleich mit vom Tisch wischen können.
00:53:14Und dann, Oliver, kommen wir zu der Gesellschaft, die du dir vorstellst.
00:53:18Aber sonst braucht es eben eine Partei, die diese Veränderung einleitet.
00:53:26Also, dass das noch nicht in die Mitte der Gesellschaft wirkt.
00:53:30Es passiert doch gerade.
00:53:31Wir müssen doch einfach nur wach sein und schauen, was passiert.
00:53:34Jetzt hat doch gerade diese Woche, hat der Jazz-Trompeter Till Brönner
00:53:37auf X was gepostet.
00:53:40Der ist aus der Mitte der Gesellschaft.
00:53:41Der ist Bildungsbürgertum.
00:53:43Und der sagt dann plötzlich, Moment mal, wenn ich 2.000 Euro für einen Auftritt kriege,
00:53:50dann muss der, oder wenn ich 1.000 Euro für einen Auftritt kriege,
00:53:52dann muss derjenige ja 2.000 Euro erwirtschaften, um meinen Auftritt zu bezahlen.
00:53:58Und wenn ich dann 1.000 Euro kriege, dann muss ich auch wiederum die Hälfte abgeben,
00:54:02dann sind es ja nur noch 500 Euro und so weiter.
00:54:04Das heißt, der hat hier in einem Post vorgerechnet,
00:54:08wie der Staat völlig durchknallt in die Freiheit der Wirtschaft eingreift
00:54:13und hat diese Erkenntnisse, also er hat praktisch dargestellt,
00:54:17warum wir mehr Freiheit vom Staat brauchen.
00:54:20Und zwar ohne provokative Rhetorik, ohne Steuern sind Raub,
00:54:24sondern ganz anschlussfähig, ohne radikale Formulierungen,
00:54:28sodass es jeder verstehen kann.
00:54:30Und das ist eine aus der Mitte der Gesellschaft, aus dem Bildungsbürgertum.
00:54:32Und solche gibt es immer mehr, die so sprechen.
00:54:35Also es passiert doch gerade schon was.
00:54:37Aber es sind für mich noch zu wenig.
00:54:39Ich lebe auf einem Dorf und da gibt es nicht Leute wie mich.
00:54:43Ich glaube, ich bin die Einzige, die so ist hier, wie sie ist.
00:54:45Also schätze ich, neben meinen Kindern vielleicht.
00:54:49Aber lassen wir das.
00:54:49Aber es ist wirklich schwierig, mit Leuten darüber zu kommunizieren,
00:54:52was ich meine.
00:54:53Also das fällt mir immer wieder auf, tatsächlich.
00:54:55Also noch etwas, weil ich ganz oft gefragt werde.
00:54:59Jetzt gibt es drei libertäre Parteien in Deutschland.
00:55:02Team Freiheit, die Partei der Vernunft und die Partei der Libertären
00:55:06gibt es auch noch.
00:55:07Warum fragen mich die Leute immer, tut ihr euch denn nicht zusammen?
00:55:11Und ich sage mal, im Augenblick sind wir noch so klein,
00:55:15dass wir uns an der 5-Prozent-Hürde nicht kannibalisieren.
00:55:18Und dann sage ich, es ist viel schöner, drei libertäre Parteien
00:55:24auf dem Wahlzettel zu sehen.
00:55:26Dann denken die Leute eher, es wäre ein Trend.
00:55:29Du wirst lustig.
00:55:32Meine Standardantwort darauf ist, 0,2 Prozent plus 0,2 Prozent plus 0,2 Prozent macht 0,3 Prozent.
00:55:41Maximal.
00:55:42Das heißt, wenn die 30 zusammentun, erreichen sie noch weniger.
00:55:47Und verlieren Mitglieder, weil sie sich eben nicht mehr einig sind.
00:55:50Das stimmt unbedingt.
00:55:53Vielleicht habt ihr mich auch falsch verstanden.
00:55:55Das meinte ich auch nicht mit Koordinieren.
00:55:58Ich meinte eigentlich mit dem Koordinieren,
00:56:01dass wir uns gerade in den sozialen Medien,
00:56:03ich sage mal sozusagen,
00:56:06nicht irgendwo um Details streiten,
00:56:09sondern im Prinzip uns eher protegieren gegenseitig.
00:56:14Und zwar mit der Meinung, ohne die zu verändern,
00:56:17die jeder einzelne Libertäre dort einbringt.
00:56:20Sodass das richtigerweise, Oliver, da stimme ich dir zu,
00:56:25dass das nach außen hin im Prinzip aussieht,
00:56:28es sind einzelne Menschen, die im Prinzip kein Team Freiheit sind,
00:56:33sondern freiheitlich denken.
00:56:35Und davon unterschiedliche Stärken und unterschiedliche Aspekte
00:56:42sympathisch rüberbringen.
00:56:43Oder für die Leute überhaupt erstmal rüberbringen,
00:56:46damit die überhaupt erstmal nachdenken können darum.
00:56:48Ich versuche das also auch immer zu machen,
00:56:51als absoluter Staatsfeind,
00:56:54dass ein Staat überhaupt nicht nötig ist.
00:56:57Man braucht keinen Staat.
00:56:59Und ich versuche das sehr auf die ganz persönliche Art zu machen,
00:57:02indem ich die Frage,
00:57:04ja, wozu hättet ihr irgendwo tatsächlich den Staat gebraucht?
00:57:09Und da kommt meistens nichts.
00:57:13Oder es kommt Zustimmung und sagt,
00:57:16ja, eigentlich hast du recht,
00:57:18wir brauchen keinen Staat.
00:57:21Und dass man so diesen Aspekt irgendwo in den Vordergrund bringt
00:57:26oder einen anderen Aspekt, der wichtig ist.
00:57:29Und das aus der persönlichen Erfahrung.
00:57:33Die Geschichte mit dem Trompeter da,
00:57:36die habe ich auch gelesen.
00:57:38Und die fand ich auch beeindruckend,
00:57:39weil ich von dem noch nie was gehört hatte,
00:57:41muss ich ehrlich sagen.
00:57:42Nur mal so.
00:57:44Ja, also gut.
00:57:46Also mit anderen wollten bei der Überzeugungsarbeit,
00:57:48so nenne ich das immer,
00:57:49das Taxi-Prinzip und nicht das Bus-Prinzip spielen lassen.
00:57:51Also die Leute da abholen, wo sie sind
00:57:53und nicht da, wo sie hin sollen.
00:57:55Absolut.
00:57:55Das muss ich mir merken, den Begriff.
00:57:58Das Taxi-Prinzip.
00:57:59Taxi-Prinzip.
00:58:01So, Irakli, noch mal zu dir.
00:58:02Du hattest Fragen auf YouTube angemerkt.
00:58:05Nein, nicht nur YouTube.
00:58:06Ich würde erst mal Anmerkungen haben.
00:58:10Also ich weiß, es gibt in Deutschland,
00:58:14wir leben in so einem System,
00:58:16es gibt eine Stelle, wo Gesetze erlassen werden.
00:58:20Das ist Parlament.
00:58:23Im Parlament kommen nicht einfach Menschen aus Mitte,
00:58:28aus Ober-, Unter- und sonst noch welcher Schicht.
00:58:30Es sind all Deputaten da, Abgeordnete,
00:58:33die das entscheiden.
00:58:36Keine Promis, keine Ahnung was,
00:58:39Streamer und sonst noch wer Künstler.
00:58:43Es spielt auch meines Wissens nach keine Rolle,
00:58:46wie viele Unzufriedene draußen auf der Straße gibt.
00:58:53Damit ein Gesetz abgeblasen oder erlassen wird.
00:59:01Vielleicht irre ich mich.
00:59:02Vielleicht kenne ich mich nicht gut aus
00:59:04im politischen System in Deutschland.
00:59:06Aber meines Wissens nach ist es so.
00:59:08Also wir versuchen,
00:59:10diese, wie heißt es,
00:59:16Referenden,
00:59:17um bestimmte Gesetze durchzusetzen,
00:59:19bestimmte Gesetze zu verhindern.
00:59:23Aber das ist halt Zukunftsmusik.
00:59:24Noch ist es nicht in der Politik angekommen.
00:59:29Aber vielleicht kennt ihr ein anderes Mittel.
00:59:33Also vielleicht irre ich mich und könnte mir erklären,
00:59:36wie die große Menge an Menschen auf der Straße
00:59:40die Politik drinnen im Parlament,
00:59:45also die Gesetze im Parlament,
00:59:46und wir leben ja nach den Gesetzen,
00:59:50die im Parlament erlassen werden
00:59:51und nicht die auf der Straße gewünscht sind.
00:59:56Oder?
00:59:58Wir leben nicht in einer direkten Demokratie,
01:00:03sondern in einer Parteienherrschaft.
01:00:05Und in den Parteien,
01:00:07da regieren zu 100 Prozent
01:00:10das, was Millet,
01:00:12die Kaste der tödlich arroganten Parasiten genannt hat.
01:00:16Nomeklatura.
01:00:16Und diese Kaste,
01:00:18die sitzt zu 100 Prozent
01:00:20in dem Parlament in Berlin
01:00:23und in den 16 Landesparlamenten
01:00:25und dann auch noch in den Stadtparlamenten überall.
01:00:29Und die bestimmen alles,
01:00:30die verteilen sämtliche Posten
01:00:32und sämtliche Pöstchen
01:00:34und sämtliche Pensionchen
01:00:35und sämtliche Errungenschaften
01:00:38ihrer Parteikarriere,
01:00:40verschachen die unter sich
01:00:41und besetzen die.
01:00:42Und es gibt mittlerweile
01:00:44keinen einzigen Posten
01:00:46oder Amt
01:00:48im gesamten Staat,
01:00:50der nicht von der Partei
01:00:51besetzt werden würde.
01:00:52Das gilt auch für die,
01:00:55für jede Kommission,
01:00:57die Kommission,
01:00:58die die Rundfunkbeiträge prüft
01:01:00und die Künstlersozialkasse
01:01:03und die, was weiß ich,
01:01:04überall, egal welches Glied
01:01:07in der ganzen staatlichen Kette man nimmt,
01:01:09es ist alles Parteien dominiert.
01:01:11Und was dort nicht umgesetzt wird,
01:01:15ist der Wählerwille.
01:01:18Also doch Partei.
01:01:21Sondern was umgesetzt wird,
01:01:23ist der Parteiwille.
01:01:24Ach.
01:01:26Und insofern,
01:01:28da kann man wählen,
01:01:29was man will.
01:01:30Aber es ändert nichts.
01:01:32Es ändert nichts.
01:01:33Und das ist die Erfahrung.
01:01:34Das ist die Erfahrung.
01:01:35Und insofern,
01:01:36warum sollte man jetzt anfangen,
01:01:39sich von einer Partei
01:01:40irgendwas zu erhoffen,
01:01:41wo doch auch sämtliche Versuche
01:01:43in den letzten Jahrzehnten
01:01:45eine Partei zu gründen,
01:01:46die da irgendwas dran verändert,
01:01:48gescheitert sind.
01:01:49Gleich.
01:01:50Also es gibt von mir aus
01:01:51zwei Antworten darauf,
01:01:53zwei Wege.
01:01:55Der eine Weg ist,
01:01:57Parlament,
01:01:57ganz normal,
01:01:59friedlich,
01:02:00halt versuchen,
01:02:02eine Partei zu wählen,
01:02:03oder Politiker,
01:02:05die einem zusagen
01:02:08und hoffen,
01:02:09dass es geht.
01:02:12Da, wo man
01:02:15bei allgemeinem Wahlrecht
01:02:17oder Wahlprivileg,
01:02:19was Wahlrecht genannt wird,
01:02:21fälschlicherweise,
01:02:22funktioniert das natürlich nicht.
01:02:24Habe ich vollkommen richtig.
01:02:26Das hat auch Hoppeta
01:02:27darüber geschrieben,
01:02:28ein Buch.
01:02:29Der andere Weg ist
01:02:31blutig,
01:02:33Aufstand,
01:02:33Revolution,
01:02:35Blutvergissen.
01:02:36Also,
01:02:37wenn die Menschen sagen,
01:02:38das geht nicht,
01:02:40das wollen wir,
01:02:41den Weg wollen wir nicht gehen,
01:02:42dann heißt es für mich,
01:02:44sie gehen den anderen Weg.
01:02:46Dann sollen sie mir zeigen,
01:02:48wie sie Untergrundkämpfer
01:02:50ausbilden,
01:02:51wie sie Waffen sammeln,
01:02:52Waffenkammern
01:02:53und Miliz und so weiter.
01:02:55Aber zu behaupten,
01:02:56wir haben jetzt
01:02:57irgendjemanden überzeugt,
01:02:58jetzt sind viele Menschen
01:03:01überzeugt,
01:03:02dass es überflüssig ist
01:03:03und dann wird es
01:03:05automatisch verschwinden
01:03:06oder weniger,
01:03:09wo man sowieso
01:03:10nicht auf Parlament
01:03:12einwirken kann
01:03:13und nicht mal versucht,
01:03:14das zu machen.
01:03:15Das verstehe ich jetzt nicht,
01:03:17aber könnt ihr mir
01:03:17vielleicht erklären?
01:03:18Oder bin ich wieder zu grob?
01:03:20Also,
01:03:21ich sehe nicht einfach nur
01:03:21diese Dichotomie,
01:03:23dass es nur diese zwei Wege gäbe.
01:03:24Es gibt auch andere Wege.
01:03:26Welche ist der dritte?
01:03:27Es gibt,
01:03:28ich könnte mir zum Beispiel
01:03:29einen historischen Weg
01:03:30vorstellen,
01:03:31der einen Zerfall
01:03:35der Bundesrepublik
01:03:37voraussetzt,
01:03:38sodass es
01:03:39in einem gewissen
01:03:40Zeitfenster,
01:03:41so wie es oft in der Geschichte war,
01:03:43in einem Teilgebiet
01:03:44vielleicht möglich ist,
01:03:45irgendwas Neues zu erschaffen,
01:03:47wenn das Gedankengut
01:03:48entsprechend verbreitet ist
01:03:49dafür.
01:03:50So wie Ludwig Erhard
01:03:51nach dem Krieg
01:03:52dieses kurze Zeitfenster
01:03:53genutzt hat
01:03:54und die Gunst der Stunde
01:03:55mit Adenauer
01:03:56dann kongenialen Partner
01:03:57zu haben,
01:03:58um in einer frechen Art
01:04:00und Weise dort
01:04:01wirtschaftliche Freiheit
01:04:02einzuführen,
01:04:03wo sie nicht vorgesehen war.
01:04:05Das sind Zufälle
01:04:06der Geschichte,
01:04:07die passieren können,
01:04:08wenn sich Systeme verändern.
01:04:10Und die nächste Veränderung
01:04:12des aktuellen Systems
01:04:13wird meines Erachtens sein,
01:04:15wenn die territoriale Einheit
01:04:17zerbricht.
01:04:18Also Ludwig Erhard
01:04:20ist ein Massenmord.
01:04:23Allein Deutschen
01:04:25haben da,
01:04:25ich glaube,
01:04:2620 Millionen verloren.
01:04:28Was?
01:04:28Ja.
01:04:29Oder mehr.
01:04:29Wie bitte?
01:04:30Was?
01:04:31Dann ging ein Massenmord
01:04:33voraus.
01:04:35So,
01:04:35das war der Zweite Weltkrieg.
01:04:37Ich wollte gerade sagen,
01:04:38was war.
01:04:38Das waren,
01:04:39Deutschen haben da
01:04:4020 Millionen.
01:04:42Ohne diesen Massenmord
01:04:44gäbe es keinen
01:04:45Ludwig Erhard.
01:04:46Ja,
01:04:46das ist.
01:04:46Ohne den Zweiten Weltkrieg
01:04:48hätte es nicht
01:04:49den Zusammenbruch
01:04:49des Deutschen Reichs
01:04:51gegeben und dann hätte es
01:04:52auch keine Bundesrepublik
01:04:53und keine DDR gegeben.
01:04:54Das ist ganz richtig.
01:04:55Genau.
01:04:56Aber das heißt ja nicht,
01:04:57dass es immer Tote geben muss.
01:04:59Das Ende der DDR war zum Beispiel
01:05:01auch eines ohne,
01:05:02dass es dort Tote gegeben hat.
01:05:05Ja,
01:05:06das war ja eigentlich
01:05:06letztendlich ein
01:05:07Wirtschaftszusammenbruch,
01:05:08wenn man so will.
01:05:09Genau,
01:05:09ein wirtschaftlicher Zusammenbruch.
01:05:10Das war,
01:05:12das war,
01:05:14also nicht ganz,
01:05:15das war der gute Wille
01:05:16Gorbatschows letztendlich,
01:05:19der einfach diesen Weg,
01:05:21den friedlichen Weg
01:05:22des Zusammenbruchs
01:05:23gewählt hat
01:05:24und nicht eine Tyrannei
01:05:26nach Vorbild
01:05:28Nordkoreas.
01:05:29Nordkorea
01:05:30und Kuba
01:05:30sind auch solche
01:05:31zusammengebrochene
01:05:34Länderstaaten
01:05:35eigentlich.
01:05:36Also ich denke,
01:05:38man findet in der Geschichte
01:05:39schon Beispiele dafür,
01:05:39dass es nicht unbedingt
01:05:40nur ein gewaltsamer
01:05:42Zusammenbruch sein muss.
01:05:43Ich befürchte,
01:05:44dass es Bürgerkrieg
01:05:47geben kann,
01:05:49aber ich glaube nicht,
01:05:50dass es das sein muss.
01:05:51Ich werde mich jedenfalls
01:05:52nicht daran beteiligen
01:05:53und ich werde auch nicht
01:05:53irgendwelche Untergrund
01:05:54Milizen ausbilden.
01:05:55Ich bin wirklich ein
01:05:56grundauf friedlicher Mensch.
01:05:58Ich hasse Gewalt.
01:05:59Ich lehne Gewalt,
01:06:01initiierende Gewalt
01:06:02grundsätzlich ab.
01:06:03Ich bin durchaus wehrhaft,
01:06:05aber ich bin
01:06:06ein absoluter Gegner
01:06:08initiierender Gewalt
01:06:09und werde,
01:06:09und ich habe auch gar nicht
01:06:11den Drang,
01:06:11ständig irgendwie
01:06:12darüber nachzudenken,
01:06:13die Gesellschaft
01:06:13verändern zu wollen.
01:06:15Ich glaube,
01:06:16ich glaube,
01:06:17dass es die Geschichte,
01:06:19die spielt.
01:06:20Wir sind in einem,
01:06:21wir sind in einem
01:06:23großen Zerfall
01:06:24des westlichen Kulturraums
01:06:26momentan
01:06:26und da passiert
01:06:28noch ganz viel.
01:06:29Da wird noch ganz viel
01:06:32sich verändern
01:06:33und da wird es dann auch
01:06:34irgendwelche Gelegenheiten
01:06:35mal geben,
01:06:36in bestimmten Teilgebieten
01:06:37was anders auszuprobieren.
01:06:39Da bin ich davon überzeugt,
01:06:41und ich versuche einfach
01:06:43für meinen Teil
01:06:44gewaltfrei durchzukommen
01:06:46und mich mit Menschen
01:06:48ein Angebot zu machen,
01:06:49ein intellektuelles Angebot
01:06:51zu machen,
01:06:51aber auch ein unterhaltsames
01:06:52Angebot zu machen,
01:06:55die sich mit anderen
01:06:58gleichdenkenden Leuten
01:06:59austauschen möchten.
01:07:00Aber ich habe völlig
01:07:01aufgegeben und aufgehört,
01:07:03darüber nachzudenken,
01:07:04wie kann ich die Gesellschaft
01:07:05verändern.
01:07:06Ich glaube,
01:07:07das ist hybris.
01:07:08mittlerweile bin ich
01:07:09davon überzeugt,
01:07:09dass es
01:07:11ein Himmelfahrtskommando ist,
01:07:13die Gesellschaft
01:07:14ändern zu wollen.
01:07:15Und gerade
01:07:16dieser Drang,
01:07:17unbedingt
01:07:18den eigenen Willen
01:07:20der Gesellschaft
01:07:21aufzuzwingen,
01:07:22wie man denn gerne möchte,
01:07:23dass die Menschen
01:07:24zusammenleben,
01:07:25führt ja geradezu
01:07:26zu Leid und Tod
01:07:27und Krieg
01:07:28und Feindschaft.
01:07:29Ich bin der Meinung,
01:07:30dass sogar,
01:07:31dass die Sozialisten
01:07:33genauso das Recht haben,
01:07:34in ihrem sozialistischen
01:07:35Staat zu leben.
01:07:37Und die dürfen halt
01:07:40nicht jemand anderen zwingen.
01:07:41Ich bin gegen Zwang
01:07:42und Gewalt,
01:07:43aber ich bin nicht
01:07:44gegen Leute,
01:07:45die völlig anders denken
01:07:46als ich.
01:07:46Ich habe nichts gegen Grüne
01:07:47und gegen Sozialisten,
01:07:49solange sie nicht
01:07:51mich unter Druck setzen,
01:07:53mich zu irgendetwas
01:07:54zwingen
01:07:55oder Gewalt ausüben.
01:07:55Ich kämpfe nicht
01:07:57gegen andere Menschen,
01:07:58sondern gegen die Gewalt
01:07:59und gegen den Zwang.
01:08:01Und deswegen habe ich
01:08:02auch aufgehört,
01:08:03gegen andere Menschen
01:08:04zu kämpfen,
01:08:04die eine andere
01:08:05Gesellschaft wollen.
01:08:06Ja, ja, ja.
01:08:08Lieber Dirk,
01:08:08du hattest ja eigentlich
01:08:09mal dein Händchen gehoben.
01:08:11Ich wollte nur sagen,
01:08:12dass Wolf-Dieter
01:08:12sein Händchen hebt.
01:08:14Ach so.
01:08:15Weil ich wollte eigentlich
01:08:16langsam so,
01:08:16langsam aber sicher
01:08:18zu einem Ende kommen.
01:08:19Ich hatte Oliver versprochen,
01:08:21wir blieben
01:08:22ungefähr bei einer Stunde.
01:08:25Ich denke,
01:08:25wir sollten da mal
01:08:27in Richtung Ende gehen,
01:08:28aber bitte.
01:08:29Wir haben auch gar nicht
01:08:30über Medien gesprochen,
01:08:31Uta, stimmt das?
01:08:31Oh mein Gott.
01:08:33Ja, wir haben eine Stunde
01:08:34am Thema vorbeigeredet.
01:08:37Das wundert mich auch ein bisschen.
01:08:39Das war eigentlich
01:08:40auch das Thema,
01:08:41was ich interessant fand.
01:08:46Ich sehe das auch so.
01:08:48Man muss im Prinzip,
01:08:49wir müssen nicht irgendwo
01:08:50verändern selber,
01:08:51sondern wir müssen
01:08:52nur wir sein.
01:08:54und wir müssen
01:08:55mehr werden
01:08:58als Individuen
01:08:59und müssen,
01:09:01wie gesagt,
01:09:02deswegen auch
01:09:02mein Ansatz,
01:09:04ich muss zeigen,
01:09:05dass ich im Prinzip
01:09:06alleine leben kann,
01:09:07dass man mit
01:09:08Verantwortung und Freiheit
01:09:10jedes Problem lösen kann,
01:09:12dass man dazu
01:09:13keinen gebraucht,
01:09:14der einem vorsagt,
01:09:15was du tun
01:09:16und lassen musst.
01:09:17Und noch mal,
01:09:18noch ein kleiner
01:09:19Einsatz
01:09:20zu dieser Sache
01:09:21mit den Gesetzen,
01:09:22Irakli,
01:09:25Gesetze sind kein Recht.
01:09:26Also es gibt auch
01:09:28keinen Rechtsstaat.
01:09:29Also wer das mal betrachtet,
01:09:30ein Rechtsstaat
01:09:31ist ein Oxymoron,
01:09:32weil Gesetze
01:09:34sind Herrschaftsinstrumente.
01:09:35die werden willkürlich geändert
01:09:39von jeder neuen Regierung.
01:09:41Die können auch geändert werden.
01:09:44Wir haben es gesehen,
01:09:45selbst durch abgewählte Parlamente
01:09:47können Gesetze
01:09:49so geändert werden,
01:09:50dass die katastrophal
01:09:51für die weitere Entwicklung sind,
01:09:53wenn man sie nur beachtet.
01:09:55Also das heißt,
01:09:57in Großbritannien
01:09:58gibt es zum Beispiel
01:09:59auch kein Grundgesetz
01:10:00und die kommen da ganz gut
01:10:01damit aus.
01:10:02Es gibt auch da Nachteile,
01:10:05ganz genau,
01:10:06wie wir sehen,
01:10:07dass es gibt eine ähnliche
01:10:08Entwicklung wie in Deutschland.
01:10:10Aber auch dort gibt es,
01:10:13ist der Hang dazu,
01:10:16ich sage mal,
01:10:16nicht alles irgendwo
01:10:17durch eine Links-Rechts-Brille
01:10:19zu betrachten
01:10:20und individuelle Meinungen
01:10:23in den Vordergrund zu rücken
01:10:24sehr, sehr groß.
01:10:26Und das läuft parallel,
01:10:30aber trotzdem etwas anders.
01:10:31Die haben ein bisschen
01:10:32anderes Demokratieverständnis.
01:10:35Also Demokratie ist dort
01:10:37nicht der große Gott,
01:10:39wie er in Deutschland
01:10:40gehandhabt wird,
01:10:42sondern Demokratie
01:10:43wird durchaus kritisch gesehen.
01:10:46Body, Body.
01:10:47Entschuldigung, Body.
01:10:49Ich sehe das auch so.
01:10:53Churchill hat ja mal
01:10:54irgendwo gesagt,
01:10:55Demokratie ist eine
01:10:56schlechte Herrschaftsform.
01:10:58Herrschaftsform.
01:10:59Und manche haben sich
01:11:00dann immer da festgehalten
01:11:02an diesem Schlechte,
01:11:03sondern man muss sagen,
01:11:04Herrschaftsform.
01:11:06Und nicht die Kommunisten
01:11:07werden die Herrschaft abschaffen,
01:11:09sondern die Individualisten
01:11:10werden die abhören,
01:11:11einfach, weil sie sie
01:11:12nicht mehr brauchen.
01:11:13Und das geht meiner Meinung nach
01:11:14in den Aspekt,
01:11:15den Oliver da genannt hat,
01:11:17dass er gesagt hat,
01:11:17lasst uns doch einfach
01:11:19so sein
01:11:20und lasst uns in Ruhe,
01:11:22wie Roland Bader
01:11:23zum Beispiel auch gesagt hat,
01:11:24also das Recht,
01:11:25in Ruhe gelassen zu werden.
01:11:27Body, Body,
01:11:29Body,
01:11:30wenn ein Polizist
01:11:31an deine Haustür klopft
01:11:33und dich dann
01:11:34ins Gefängnis schleppt,
01:11:36wegen eines Facebook-Boss,
01:11:38was sagst du ihm?
01:11:39Ja, ich akzeptiere
01:11:41nicht den Staat,
01:11:42ich lebe in Unrechtsgesellschaft,
01:11:44du hast Unrecht,
01:11:45wird es dir helfen?
01:11:47Erklärt mir,
01:11:48ich verstehe nicht,
01:11:49also ich stimme
01:11:50jedem Wort zu,
01:11:51was du gesagt hast.
01:11:52Absolut,
01:11:53richtig,
01:11:54aber es hilft mir,
01:11:55mir persönlich nicht,
01:11:56vielleicht hilft es dir,
01:11:57zu wissen,
01:11:58dass der Polizist
01:11:59in Unrecht gehandelt hat.
01:12:01Irakli,
01:12:02natürlich wissen wir,
01:12:02dass wir erstmal
01:12:03nichts dagegen tun können,
01:12:04aber was wir dagegen tun können,
01:12:05ist trotzdem die Idee
01:12:06der Freiheit voranzutreiben
01:12:09und das ist ja im Prinzip
01:12:10unser Ansinn
01:12:11und wie ich finde,
01:12:12an diesem Podcast
01:12:13kann man ja wunderbar sehen,
01:12:14wir,
01:12:16also Irakli,
01:12:17Dirk und ich,
01:12:18wir haben ein Thema vorgegeben,
01:12:19niemand hat sich daran gehalten,
01:12:20das ist Individualismus,
01:12:22it's very best,
01:12:23also schöner kann man es doch
01:12:25den Leuten nicht vorleben,
01:12:26finde ich.
01:12:27Oder,
01:12:29Dirk,
01:12:29was denkst du,
01:12:30war das nicht der
01:12:31freiheitlichste Podcast,
01:12:32den wir je hatten
01:12:33und findest du dich,
01:12:33wir sollten Oliver
01:12:34nochmal einladen
01:12:35und zum Thema sprechen?
01:12:37Oh,
01:12:37wenn er denn als Unternehmer
01:12:40so viel Zeit hat,
01:12:41aber ich glaube,
01:12:43wir haben jetzt alle eingeladen,
01:12:45um über dieses Thema zu sprechen,
01:12:46ich glaube,
01:12:47Oliver,
01:12:47wenn du zustimmst,
01:12:48dann holen wir das gerne
01:12:49nochmal nach,
01:12:50ne?
01:12:50Ja,
01:12:51sehr gerne.
01:12:51Und wer weiß,
01:12:51wohin wir dann kommen?
01:12:53Sehr gerne,
01:12:54kein Problem.
01:12:55Wunderbar,
01:12:56Dirk,
01:12:56dann sprich doch bitte
01:12:57deine letzten Worte,
01:12:58denn die Zeit drängt
01:13:00und ich habe hier noch
01:13:02zwei junge Herrschaften,
01:13:03die muss ich mal heimleuchten
01:13:06oder ins Bett leuchten,
01:13:08sagen wir mal so.
01:13:09Ja,
01:13:10es war,
01:13:10lieber Oliver,
01:13:11vielen Dank fürs Kommen,
01:13:12es war ein sehr
01:13:13erkenntnisreiches Gespräch,
01:13:14ich hoffe für unsere Zuschauer
01:13:16auch,
01:13:17schönen Gruß auch an alle,
01:13:18die jetzt auf YouTube
01:13:19schon live kommentiert haben,
01:13:21aber wir können leider
01:13:24auf eure Fragen
01:13:25nicht mehr so explizit eingehen,
01:13:26ich glaube,
01:13:27Irak,
01:13:27die ein bisschen stehen
01:13:28sie auch noch drin,
01:13:28vielleicht schreiben wir
01:13:29dazu mal was.
01:13:30Genau,
01:13:31machen wir das.
01:13:31Weil Utas Kinder
01:13:33müssen ins Bett,
01:13:33da müsst ihr Verständnis
01:13:34für haben
01:13:35und ja,
01:13:36vielen Dank euch allen
01:13:37fürs Kommen,
01:13:38fürs Zuschauen
01:13:39und ja,
01:13:40das allerletzte Wort
01:13:41hat natürlich die Frau
01:13:42in der Runde.
01:13:44Ja,
01:13:44liebe Leute,
01:13:45das war der Freispruch,
01:13:46der Podcast für Vernunft
01:13:48und Freiheit.
01:13:49Denken Sie selbst,
01:13:51bleiben Sie frei
01:13:52und wenn Sie mitgestalten wollen,
01:13:54kommen Sie zur Vernunft.
01:13:55In diesem Sinne,
01:13:56eine gute Nacht.
01:13:58Tschüss.
01:14:01Tschüss.
01:14:02Tschüss.