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Ungarn hat gewählt. Doch freuen sich die Orban-Gegner vielleicht zu früh über einen generellen Kurswechsel. Wir diskutieren mit Jan Mainka, Herausgeber und Chefredakteur der Budapester Zeitung.

Budapester Zeitung:
https://www.budapester.hu

Mit: Jan Mainka, Uta Ogilvie, Dirk Hesse, Irakli Betchvaia

#Vreiheit #PdV #Dexit #EndGov #Freiheit #SteuernSindRaub #FreiWilligkeit

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News
Transkript
00:00:00Das steht okay.
00:00:03Das Meeting wird aufgezeichnet.
00:00:08Alles klar, Irakli, du hast den Daumen hoch gehalten.
00:00:11Das heißt, es geht jetzt los mit unserem Livestream der Partei der Vernunft.
00:00:16Ich möchte zunächst vorstellen, Master of Disaster Dirk Hesse.
00:00:20Natürlich wieder im Livestream Irakli, unser kleines Mäuschen, das heute wahrscheinlich eher mitlauscht.
00:00:29Aber mich als Quotenfrau tatkräftig unterstützt Bettina.
00:00:33Und natürlich unser Stargast des Tages, Herausgeber und Chefredakteur der Budapester Zeitung, Jan Meinka.
00:00:43Herzlich willkommen, lieber Jan.
00:00:44Hallo, danke für die Einladung.
00:00:46Ja, ich freue mich unheimlich, dass du so spontan zugesagt hast.
00:00:49Das hat mir den Tag erhellt.
00:00:54Eigentlich ist unser Thema die Wahl in Ungarn.
00:00:56Die liegt zwar jetzt schon...
00:00:58Zehn Tage...
00:00:59Zehn Tage zurück?
00:01:00Nein, Quatsch, acht.
00:01:02Oder, ja, du bist besser mit Zeilen, ich frau nichts Zeilen.
00:01:05Am 12. quasi, ja, also nachrechnen.
00:01:08Nee, lass mal da mit dem Rechnen, das sollte ich besser lassen.
00:01:12Ja, aber bevor wir in das Thema einsteigen,
00:01:14ich interessiere mich immer für den persönlichen Hintergrund meiner Gäste.
00:01:19Lieber Jan, was hat dich eigentlich nach Ungarn verschlagen und wie kommt man auf die Idee, dort eine Zeitung zu
00:01:28verlegen?
00:01:29Wie kam es dazu?
00:01:30Ich bitte ein bisschen über deinen Hintergrund zu berichten, was, wie gesagt, wann du nach, wann du das erste Mal
00:01:37in Ungarn warst und so weiter.
00:01:38Leg los.
00:01:40Ja, also der weitere Hintergrund, also ich bin Ossi, ich bin aus Ostdeutschland.
00:01:44Wo genau?
00:01:46Wenn ich war.
00:01:47Treptow, hast vorstgeboren, Treptow aufgewachsen, aber dann mit 16 weg von Berlin oder mit 16.
00:01:54Und dann gab es die Möglichkeit, also ein Auslandsstudium und da wollte ich natürlich raus aus der DDR.
00:01:58Und Ungarn war damals schon genau das, was es für uns heute ist, für die Bundesdeutschen und eine Insel der
00:02:05Freiheit.
00:02:06Und hier war halt ein wesentlich liberaler, es war natürlich Teil des Ostblocks,
00:02:10da war ein wesentlich liberaler Wind, überhaupt ein liberaler Wind geweht.
00:02:15Und hier gab es Westseitungen zu kaufen am Kiosk, was für mich als Ossi unvorstellbar war.
00:02:20Da wurde man da bestraft, wenn man sowas hatte, wenn man mal von der Oma einen Spiegel bekommen hat oder
00:02:24irgendwas.
00:02:25Und hier konnte man sowas kaufen, das war für mich unvorstellbar.
00:02:28Also das Motiv Freiheit hat mich dann für Ungarn entscheiden lassen und es hat auch dann geklappt.
00:02:33Und dann bin ich runter, habe hier dann nach meinem Grundwehrdienst, das gab es ja damals noch, bin ich 1988
00:02:38runter.
00:02:39Und seitdem bin ich durchgehend hier in Ungarn, habe erst mein Vollstudium absolviert.
00:02:45Sowas BWL-artiges war das, fünf Jahre bis 1993.
00:02:49Und dann habe ich erst bei einer anderen Zeitung angefangen und dann habe ich 1999 meine eigene Zeitung gegründet,
00:02:56sondern mit meiner Frau, die Bruderbester-Zeitung, den stolzer Besitzer ich seitdem bin.
00:03:01Und auch Mädchen für alles, Chefredakteur, Herausgeber, aber eigentlich Mädchen für alles.
00:03:06Ja, ich glaube das selbst und ständig, nicht wahr? Man sagt das ja so.
00:03:09Also mit anderen Worten bist du auch der ungarischen Sprache wahrscheinlich mächtig.
00:03:13Ich habe auf Ungarn studiert. Also ich gehörte nicht zu den präminiierten westdeutschen Städten,
00:03:17die hier bei der Sendelweiß-Universität Medizin auf Deutsch oder Englisch bekommen haben,
00:03:22weil sie in Devisen bezahlt haben oder abbezahlt haben.
00:03:25Also ich habe richtig ganz normal mit den ungarischen Kollegen da zusammen das durchgezogen,
00:03:30diese fünf Jahre auf Ungarisch.
00:03:32Und sprich, du hast das schon vorher, diese Sprache erlernt, weil so studieren, ohne eine Sprache direkt von Anfang an
00:03:39zu können,
00:03:39stelle ich mir schon herausfordernd vor, sagen wir mal so.
00:03:42Gerade die ungarische Sprache ist ja nicht bekannt dafür, dass sie einfach ist.
00:03:46Ja, sie ist sehr, sehr fremd. Also es ist einfach, aber extrem fremd.
00:03:49Also hat man eine ganz langsam ansteigende Learning Curve, auf der dann viele verhungern,
00:03:53die nicht ins kalte Wasser geworfen werden.
00:03:57Ich wurde ins kalte Wasser geworfen. Ich musste, wenn ich hierbleiben wollte in Ungarn,
00:03:59ich wollte hierbleiben, musste ich das richtig lernen, musste ich mich durchbeißen.
00:04:03Ich konnte eigentlich relativ wenig. Wir hatten in der DDR theoretisch Ungarisch gelernt,
00:04:07aber danach haben wir uns die Genossen für zwei Jahre, also 18 Monate,
00:04:11aber zwei Jahre bin ich ausgeblieben, zur Armee geschickt.
00:04:14Da haben wir natürlich fast alles vergessen.
00:04:16Also als ich hier runterkam, August 88, sprach ich so gut wie kein Ungarisch.
00:04:20Und das hat dann so ein Resultat gehabt, dass ich da,
00:04:23während sich meine Kommilitonen, meine ungarischen Kommilitonen
00:04:26da schön in der Daseins erfreut haben,
00:04:30saß ich da immer bis zum Schließen der Bibliothek in der Bibliothek,
00:04:34weil ich halt für jede Tätigkeit so das Doppelte brauchte,
00:04:36weil ich alles dann nur mit Wörterbuch machen musste, extrem.
00:04:39Das erste Halbjahr, das erste Jahr war sehr intensiv.
00:04:44Das kann ich mir vorstellen.
00:04:45Ich habe ja eine Zeit lang in China gelebt.
00:04:47Und damals war das mit dem Internet nicht so.
00:04:50Oh, ja, dann hatte ich so ein altes kommunistisches Vaterbuch.
00:04:54Da fand man so Sachen wie mein rotes Herz soll,
00:04:57ich weiß nicht, in die Sonne aufgehen,
00:04:58aber nicht so etwas Pragmatisches wie ich brauche einen Fühlen.
00:05:03Da musste man dann...
00:05:04Das war wie meine russische Kenntnisse,
00:05:05da war auch sehr vieles Wasserkraftwerk und sowas drauf gehabt,
00:05:08aber halt nicht so praktische Sachen.
00:05:10Das ist schulrussisch.
00:05:12Jetzt muss ich doch eine Zwischenfrage stellen, liebe Uta.
00:05:15Ist das denn mit dem Internet in China heute anders?
00:05:20Ich denke schon.
00:05:21Es war damals einfach schwierig.
00:05:24Das hat aber nichts mit China direkt zu tun,
00:05:27sondern ich weiß gar nicht mehr, woran es lag.
00:05:31Es ist ja schon so lange her.
00:05:33Aber ja, doch, das Internet gab es,
00:05:35aber es gab halt nicht diese Online-Diktionäre,
00:05:37die so funktionstätig waren wie die heute.
00:05:39Genau, das war, glaube ich, das Ding.
00:05:41Das gab es bei mir auch nicht.
00:05:43Das hieß dann immer so blättern.
00:05:45Oh, egal.
00:05:47Na ja, gut.
00:05:48Ich habe es überlebt, habe dann ein Diplom bekommen
00:05:50und sonst gäbe es das alles nicht,
00:05:52was später gekommen ist mit Budapester Zeitung,
00:05:54mit meiner Familie und etc.
00:05:56Und do you blend in?
00:05:58Also das heißt, schaffst du es irgendwie als nicht-ungar aufzufallen
00:06:01oder hört man das noch?
00:06:03Oh, ich habe einen ganz starken Akzent.
00:06:04Ja, süß.
00:06:05Das kriege ich nicht mehr weg.
00:06:07Okay.
00:06:09Meine Kinder, die haben es richtig mit der Muttermilch praktisch.
00:06:12Die sind absolut zweisprachig, deutsch und ungarisch.
00:06:15Da merkt man nicht, was da Finanzialität dahinter steckt.
00:06:18Also ich habe ja beide Nationalitäten,
00:06:20aber die haben zwei Identitäten.
00:06:21Das ist super.
00:06:22Aber ich habe immer meinen markanten deutschen Akzent.
00:06:25Den kriege ich nicht mehr weg.
00:06:25Naja, Hauptsammann versteht mich.
00:06:27Und ich verstehe sie.
00:06:29Also ich weiß ja nicht,
00:06:30ob der deutsche Akzent als charmant gilt,
00:06:32aber der ungarische Akzent, finde ich,
00:06:33der ist im Deutschen überaus charmant.
00:06:35Der finde ich ganz reizend.
00:06:37Wie ihr Waschka.
00:06:39So, nun wir sind ja hier,
00:06:41um über das Wahlergebnis zu sprechen.
00:06:43Und jetzt mal Frage vorab.
00:06:45Hier, also die deutschen Patrioten,
00:06:48ich glaube, man kann mich durchaus dazu zählen,
00:06:52haben ja, glaube ich, gehofft,
00:06:53dass es nochmal Orban wird,
00:06:54weil der ja so schöne Außenpolitik gemacht hat.
00:06:57Und das würden wir uns ja auch alle wünschen.
00:06:59Und der Morg, ja,
00:07:00über den wusste man gar nicht so viel.
00:07:02Also den Namen,
00:07:03der war, glaube ich, hier gar nicht so präsent.
00:07:08Ja, und so ein Bauchgefühlsmäßig sah es ja auch so aus,
00:07:12als würde Orban die Wahl gewinnen.
00:07:14Wie haben denn die Ungarn das empfunden?
00:07:16Wenn man so auf der Straße mit den Leuten ins Gespräch kam
00:07:18oder ich habe mal gehört,
00:07:20es gibt auch Meinungsforschungsinstitute in Ungarn,
00:07:22aber die sind nicht so wie unsere aufgestellt.
00:07:25Also was war denn so das Gefühl bei den Ungarn?
00:07:29Was dachte man, wer macht das Rennen?
00:07:32Ja, die Ungarn lagen richtig,
00:07:34also die breite Masse der Ungarn.
00:07:37Bei uns Ausländer,
00:07:39da nehme ich mich auch gar nicht aus,
00:07:41wir waren sehr auf Orban fixiert,
00:07:44weil wir sehr auf die Außenpolitik fixiert waren.
00:07:47Also wir haben gesehen,
00:07:48Orban, das ist der Mann mit dem Grenzzaun,
00:07:50super,
00:07:51Orban ist der Mann,
00:07:53der seit 2022 eine super konsequente Friedenspolitik macht,
00:07:58verhandelt und schließt euch nicht tot,
00:08:00konsequent vom Februar 2022 an,
00:08:02hat er das durchgezogen
00:08:03und Orban ist noch der Mann für verschiedene andere Sachen.
00:08:07Aber außenpolitisch haben wir ihn gesehen
00:08:09und da hat er unzweifelhaft auch jetzt
00:08:11über seine Wahlniederlage hinaus große Verdienste.
00:08:14Aber die Ungarn hat das nicht so groß interessiert.
00:08:16Die haben mehr so profane Dinge gesehen,
00:08:19wie, wie ist die Klopapierversorgung in Krankenhäusern?
00:08:23Wie ist die Ausrüstung der Schulen etc.
00:08:26und im Gesundheitswesen und hier und da?
00:08:28Solche ganz praktischen Sachen haben die interessiert.
00:08:31Und Orban, der stand über den Dingen,
00:08:34hat groß sich als Außenkanzler inszeniert,
00:08:36aber diese ganz praktischen, banalen Fragen des Lebens
00:08:39haben ihn nicht interessiert
00:08:40oder da war er sich zu groß.
00:08:42Oder hat halt gesagt,
00:08:43also was soll ich über eine 13. Rente diskutieren?
00:08:46Und über eine bessere Ausrüstung der Krankenhäuser?
00:08:49Wenn es hier zum großen Knall, zum großen Krieg kommt,
00:08:51ist das sowieso alles hinfällig.
00:08:53Deswegen konzentriere ich mich auf diese Frage Krieg oder Frieden
00:08:57und hoffe auch, dass dann meine Wähler
00:09:00diese Prioritäten ähnlich sehen und mitgehen.
00:09:02Gut gedacht.
00:09:03Sie gingen aber nicht mit.
00:09:04Sie waren absolut auf das, was ich gesagt habe,
00:09:07auf so profane Alltagsdinge fokussiert.
00:09:10Und der Fieders hat doch irgendwie
00:09:11keine Tuchfüllung mehr so richtig gehabt,
00:09:14dass die dann im Laufe der Kampagne,
00:09:16als die gemerkt haben, das fruchtet doch nicht so.
00:09:18Da gab es auch dann viele Zwischenumfragen.
00:09:21Also man hat schon gemerkt,
00:09:21dass sich das langsam so verschiebt.
00:09:25Aber sie haben irgendwie nicht umsteuern können,
00:09:28so nachjustieren können
00:09:29oder mal eine andere Kampagne fahren können.
00:09:31Immer dieses Thema Selenskyj und auch noch dran hier,
00:09:34Kontra EU.
00:09:35Also wir haben so viele Ursula von der Leyen-Plakate hier gehabt
00:09:38und Selenskyj-Plakate im ungarischen Wahlkampf.
00:09:42Das ist unglaublich.
00:09:43Also wieder, wie hier auf die Außenpolitik-Karte gesetzt worden ist.
00:09:47Plus dann war noch Pech.
00:09:49Er hat sich da große Rückendeckung geholt von Amerika,
00:09:53was in normalen Zeiten eine super Sache gewesen wäre.
00:09:56Also vom Trump eine volle Wahlkampfunterstützung zu bekommen.
00:10:01Vorher war Rubio da und ein paar Tage vor der Wahl
00:10:03war auch noch mal J.D. Wentz da,
00:10:05hat auch noch mal das Beste getan, was er tun konnte,
00:10:08um Orgham-Orban ein bisschen so Rückenwind zu geben.
00:10:11Und in normalen Zeiten wäre das angekommen.
00:10:14Also man kann ja über USA denken, was man will,
00:10:16aber es ist die stärkste Macht des Westblockes.
00:10:19Aber durch dieses Nahost-Abenteuer,
00:10:21durch diesen Schwachsinn, den er da unten treibt,
00:10:23ist das natürlich jetzt eher, hat sich in einen Minus.
00:10:27Also dieser Bonus hat sich in einen Malus verwandelt.
00:10:29Und auch diese Sache mit Netanjahu, großer Kumpel.
00:10:32Ich war aber da als T-Pack, da wurde da große,
00:10:34sollte erst persönlich kommen.
00:10:36So eine große, so ein Think Tank war das
00:10:38oder so eine bürgerliche Veranstaltung war als T-Pack Hungary.
00:10:43Sollte erst persönlich kommen, Netanjahu.
00:10:45Gott sei Dank kam er nicht aus bekannten Gründen.
00:10:47Aber er wurde eingespielt.
00:10:49Aber als der dann eingespielt wurde mit seinem Grußwort,
00:10:51da wurde es im Saal, also Applaus gab es so gut wie gar nicht.
00:10:55Also man hat schon gemerkt, also mit dieser Karte kann man auch nicht,
00:10:58die sticht auch nicht mehr so richtig.
00:10:59Also das war auch noch mal zusätzliches Künstlerpech.
00:11:01Aber generell zu sehr, zu viel Ausland.
00:11:04Das war nicht gut.
00:11:06Lieber Dirk, du hast die Hand gehoben.
00:11:08Dann bitte.
00:11:09Ja, also einmal wieder.
00:11:11Ich weiß nicht, kannst du wahrscheinlich jetzt als Chefredakteur,
00:11:14der die ganze Welt so ein bisschen im Blick hat,
00:11:16wahrscheinlich auch sein, klassisches Lehrstück,
00:11:18was ich eigentlich bei allen nationalen Wahlen sehe.
00:11:22Innenpolitik schlägt Außenpolitik.
00:11:24Weiß man eigentlich.
00:11:25Ja.
00:11:26Und ja, was wollte ich noch sagen?
00:11:29Ach ja, und kann es nicht vielleicht auch sein?
00:11:32Ich meine, die Ungarn hatten, ich glaube, auch 16 Jahre Orban.
00:11:36Wir hatten 16 Jahre Kohl.
00:11:37Wir hatten 16 Jahre Merkel.
00:11:39Und irgendwann möchte man dann auch einfach mal ein neues Gesicht sehen.
00:11:43Das spielt wahrscheinlich auch noch mit eine Rolle, ne?
00:11:46Das sind verschiedene Faktoren.
00:11:47Ja, Ermüdung, weil einfach immer die gleiche Platte
00:11:50immer vorgespielt wurde, die gleichen Textbausteine.
00:11:54Und die haben sich auch gar nicht bemüht,
00:11:55jetzt irgendwie da mal ein bisschen frischen Wind reinzubringen
00:11:57und sich auch personell weiter zu erneuern.
00:12:01Also das muss man auch dazu rechnen.
00:12:03Also wie Deutschland am Ende der Ära Kohl,
00:12:06wo auch dann einfach genug hat und man was Neues wollte.
00:12:10Jetzt ging es da weniger um Inhalte,
00:12:11sondern da hat man sich dann halt den Schröder
00:12:14ein bisschen als unterhaltsamer vorgestellt,
00:12:16als jetzt nochmal den Mann aus Ockersheim vier Jahre erleben zu müssen.
00:12:20Es gibt übrigens viele interessante Parallelen dazu.
00:12:24Also auch da gab es ja dann in der Endphase von der CDU
00:12:27die ganzen Korruptionssachen und schwarze Gelder.
00:12:30Und hier ja auch.
00:12:31Also die Korruption war auch ein ganz wichtiger Faktor.
00:12:34Also nach 16 Jahren, ob man das nun jetzt will oder nicht
00:12:38oder zulässt oder noch nicht,
00:12:40da sammelte sich ganz schön was an an Korruption,
00:12:43an Vetternwirtschaft und auch das wurde ein bisschen
00:12:46so großzügig abgetan.
00:12:47Also wir haben jetzt Zweidrittelmehrheit,
00:12:49uns steht die zu, die ist einbetoniert.
00:12:50Wir können uns alles erlauben.
00:12:52Und dass jetzt ein Mensch aus dem Umfeld von Orban,
00:12:55aus seinem kleinen Dorf, ein Klempner, ein ehemaliger,
00:12:57auf der Liste der reichsten Ungarn auf dem ersten Platz auftaucht,
00:13:01hat einen gar nicht groß gestört.
00:13:03Man war da wirklich sehr kritikresistent oder man hat gar nicht sich
00:13:07vorstellen können, dass das eventuell schlecht ankommt.
00:13:10Also solche Sachen gab es auch.
00:13:12Also diese Korruption.
00:13:14Und dann haben viele, viele Leute, auch das wieder eine Parallele,
00:13:18haben dann überlegt, also wir sind bürgerlich,
00:13:21aber dieser Kurs und wir haben es vielleicht auch in parteiintern versucht,
00:13:25irgendwas zu ändern.
00:13:26Aber wir sind auf Beton gestoßen, dann machen wir mal eine Ausgründung.
00:13:31Und das ist ja auch wieder eine Parallele zur AfD,
00:13:34wo halt auch, da gibt es ungefähr so 10 Prozent der jetzigen Mitglieder
00:13:40haben ein Vorleben in der CDU, die einfach dann erst mal mit der Euro-Kritik
00:13:45dann auf Distanz gegangen sind und sich dann ausgegründet haben.
00:13:48Und so ist es hier auch.
00:13:50Also wenn man forscht, da findet man noch mehr als nur die Parteifarbe.
00:13:52Beide haben die Parteifarbe Blau in den Gemeinsamkeiten und beide haben
00:13:56sich durchgesetzt gegenüber einer Altpartei oder einem Altparteienkonglomerat,
00:14:03was feste Zweidrittelmehrheit hatte, was Zugriff hatte auf die
00:14:06öffentlich-rechtlichen Medien.
00:14:09Wenn die Leute genug haben, dann ist es auch Zeit für die,
00:14:13dann kann diese Zweidrittelmehrheit von den Altparteien auch nicht mehr
00:14:16viel dagegen ausrichten und dann wird das übernommen.
00:14:20Gut, wir hatten bessere Möglichkeiten hier in Ungarn.
00:14:22Bei uns gab es sehr, im Vergleich zu Deutschland, demokratische Verhältnisse.
00:14:27Es gibt Meinungsfreiheit, gab es vorher, gibt es jetzt,
00:14:29wird es hoffentlich auch weiterhin geben.
00:14:31Also so eine Partei, die Partei...
00:14:32Was ist Meinungsfreiheit? Ich muss das jetzt...
00:14:37Pressefreiheit und so weiter.
00:14:38Also die Medien, die konnten sich völlig...
00:14:41Also die TISA-Medien konnten völlig frei agieren und Leute von ihren Sachen
00:14:48überzeugen, konnten zu Demos aufrufen und sowas.
00:14:50Da ist mir nichts bekannt, dass es da irgendwelche Hausdurchsuchungen gab,
00:14:57dass es da irgendwelche Verbote gab, so kompaktmäßig mal so ein Medium verboten
00:15:01oder dass da einfach mal die mit ein paar Slap-Klagen, also Klagen um des Klagenswillens,
00:15:07neutralisiert werden oder dass einfach mal so ein bisschen so Stichwort Antifa,
00:15:12da mal ein paar starke Jungs so einen Demonstrationszug begleiten
00:15:16und deswegen dann einfach, dass die vorsichtigen Leute und Familienvätern und Mütter zu Hause bleiben
00:15:22und sowas.
00:15:23Nichts, nichts dergleichen hat viel das einfach nicht gemacht,
00:15:26obwohl er das natürlich auch machen hätte können.
00:15:27Der hätte blind reingreifen können in das große Sammelsurium von Anti-AfD-Maßnahmen,
00:15:33was die Altparteien gegen die AfD einsetzen, hat er aber nicht gemacht.
00:15:36Also im Nachhinein bedauert er es vielleicht, aber viel ist auch eine bürgerliche Partei.
00:15:40Gewalt und sowas steht dieser Partei fern.
00:15:43Also wir hatten im Vergleich zu Deutschland und den schlimmen Verhältnissen,
00:15:49mit denen die AfD klarkommen muss, hatten wir hier wesentlich bessere, angenehmere Verhältnisse
00:15:55und deswegen konnte es kommen, dass diese Partei, die vor zwei Jahren, gut zwei Jahren gegründet worden ist,
00:16:02dass die jetzt plötzlich von dieser einbetoniert scheinenden Vides-Partei
00:16:06die Zweidrittelmehrheit einfach mal so übernommen hat und sogar Vides noch übertrumpft hat.
00:16:11Vides hat ja vier Zweidrittelmehrheiten nacheinander gehabt
00:16:18und das, was jetzt die TISA bekommen hat, ist die stärkste.
00:16:21Also die schlagen sogar alle vier Zweidrittelmehrheiten des Vides.
00:16:25Das ist Wahnsinn für eine Newcomer-Partei.
00:16:27Also Respekt, Demokratie funktioniert hier und ich wünschte, in Deutschland würde die Indisch funktionieren
00:16:32und das macht ja auch Ungarn wieder so lebendig.
00:16:35Es ist ja was Gutes daran, dass es so eine Wechselwirtschaft gibt.
00:16:38Wenn eine Partei ermüdet ist, keine Ideen mehr hat, nicht mehr ankommt,
00:16:45dann soll sich durch die Wähler auf die Auswechselbank begeben,
00:16:52ein bisschen mal sich wieder ein bisschen frisch machen, sollen dann die anderen machen,
00:16:55die anderen Spieler auf dem Feld und dann können die wieder ran.
00:16:59Und das ist gut.
00:17:00Wir haben jetzt eine sehr, sehr frische Partei,
00:17:02da können wir nachher ein bisschen thematisieren, was jetzt diese TISA-Partei auch darstellt.
00:17:07Und während in Deutschland, die sind genauso verbraucht, die Altparteien, wie vieles,
00:17:13also ähnlich verbraucht, aber durch die ganze Brandmauer-Politik
00:17:16und durch die ganzen Repressionen schalten sie dieses Prinzip einer lebendigen Demokratie,
00:17:22nämlich dass es einen Wechsel geben kann, schalten die weitgehend aus.
00:17:26Und so gehen diese negativen Prozesse weiter und die AfD wird weiter von der Macht ferngehalten,
00:17:31obwohl es jetzt eigentlich genauso wie jetzt in Ungarn in Deutschland angesagt wäre,
00:17:34da ein bisschen frischen Wind reinzulassen und diese immer länger werdende To-Do-Liste endlich mal in Angriff zu nehmen
00:17:40und abzuarbeiten.
00:17:41Aber da ist halt leider Deutschland nicht so weit in Sachen Demokratie wie Ungarn.
00:17:45Ja, wir haben ja auch unsere Demokratie, das muss man wissen.
00:17:47Ja, unsere und wir haben Demokratie. Das ist der feine Unterschied, genau.
00:17:51Genau. Lieber Dirk, du hast dich noch mal zu Wort gemeldet mit dem Hirten.
00:17:56Jan, du hast ja im Vorgespräch auch nach der PDV gefragt und du hast mir jetzt gerade ein Stichwort gegeben,
00:18:04mal einen kurzen Werbeblock einzuschieben.
00:18:07Du hast ja gesagt, die TISA ist im Grunde eine Ausgründung aus der Fidesz und bei uns ist das im
00:18:17Grunde genauso,
00:18:18was uns verbindet, auch das Gelb in der Farbe noch.
00:18:22Und wir haben sehr viele Mitglieder aus der FDP und alle, die die echte Freiheit gesucht haben,
00:18:29die sind zur Partei der Vernunft gekommen. Gehöre selber auch bitte zu.
00:18:35Unterschied ist natürlich, schon die FDP ist keine besonders große Bewegung gewesen.
00:18:41Da seid ihr entsprechend noch kleiner.
00:18:43Genau, so ist das.
00:18:45Jetzt hat der Irakli gerade Fragen aus YouTube eingespielt.
00:18:51Vielleicht gebe ich dir die noch mal weiter.
00:18:53In YouTube wird gefragt, was bewegt sie in Bezug auf die deutsche Nation?
00:19:02Und, weiß ich nicht, eine zweite Frage, die sich anschließt.
00:19:05Denken Sie, dass Herr Präsident Magillat seine Wähler über den Ministerrat ebenfalls so veräppeln,
00:19:12wie wir deutsche Politiker?
00:19:17Also könnte so ein Betrug, wie in Herrn Merz begangen hat, auch stattfinden, nehme ich mal an.
00:19:24Also zum Ersten, das habe ich gerade in der vorherigen Antwort mitgeteilt,
00:19:27dass ich mir große Sorgen mache um Deutschland, dass ich da, ich bin nach wie vor deutscher Patriot
00:19:32und mein Herz brennt natürlich auch für Ungarn, also zwei Herzensschlagen hier in meiner Brust.
00:19:39Und also da hat sich jetzt nichts verändert.
00:19:42Und im Gegenteil, also früher war Ungarn ein interessanter Stichwortgeber,
00:19:46ein interessantes Vorbildland für Deutschland.
00:19:50Grenzschutz, Kinderschutz, innere Sicherheit, Familienpolitik, Industriepolitik etc.
00:19:56Das Ganze wird beibehalten.
00:19:59Und jetzt kommen einige interessante Sachen noch dazu.
00:20:03Aber das muss nicht sein.
00:20:08Demokratie, die ganze Politik rund um die Demokratie, da können wir sehr viel lernen.
00:20:15Was jetzt hier gerade in Ungarn praktiziert wird, also erstmal,
00:20:18dass es einen ganz normalen friedlichen Machtwechsel gegeben hat.
00:20:22Und dann auch solche Sachen.
00:20:24Jetzt gab es eine, die Parteien haben sich da, jetzt haben wir nur noch drei Parteien im Parlament,
00:20:29darüber können wir auch nochmal sprechen.
00:20:30Aber die haben sich zusammengesetzt und da hat eine kleine Partei,
00:20:34Mihozang, eine rechte Partei, hat einfach, also erstmal haben alle Parteien,
00:20:40die Opposition, obwohl die zahlenmäßig kleiner sind als die bisherige Opposition,
00:20:46haben die nicht nur zwei, sondern sogar drei Vizepräsidentenposten bekommen,
00:20:51die denen auch anstandslos gegeben werden.
00:20:54Da wird es wahrscheinlich auch eine Abstimmung geben, die wird hundertprozesseig ausfallen,
00:20:57weil der Opposition stehen diese Rechte einfach zu.
00:21:00Da würde auch eine TISA, das war auch in der Fidesz so, würde nie irgendwie anfangen,
00:21:05das irgendwie der Opposition strittig zu machen, weil dann würden sie sich selbst auch vorführen,
00:21:09wenn die da der Opposition ihr zustehende demokratische Rechte verwehren.
00:21:13Also man kann auch in Sachen Demokratie hier lernen.
00:21:17Und eine kleine Partei, also diese Mihozang, sechs Abgeordnete haben die,
00:21:21verglichen mit 141 von TISA,
00:21:26die haben einen Vorschlag formuliert,
00:21:28nämlich mit der Krone, dass der Eid, den die Abgeordneten leisten müssen,
00:21:34nach der konstituierenden Sitzung nicht mehr auf die Verfassung abgelegt wird,
00:21:37sondern auf die heilige Krone.
00:21:38Hat diese, können wir auch nochmal vertiefen, was das bedeutet,
00:21:42hat diese kleine Partei vorgeschlagen und der TISA-Chef,
00:21:46der jetzt wirklich durchregieren kann, der alles machen kann,
00:21:48der ganz arrogant sich über kleine hinwegsetzen kann,
00:21:51hat gesagt, klingt gut, machen wir.
00:21:54Stellt euch das mal in Deutschland vor,
00:21:56dass da irgendeiner, der nicht zu den Altparteienblock gehört,
00:22:00irgendwas Vernünftiges sagt.
00:22:01Vielleicht, das wird auch sofort abgebügelt.
00:22:05Aber Demokratie hat auch was mit Respekt gegenüber Andersdenkenden zu tun.
00:22:10Und da kann auch Deutschland wieder lernen von uns, was das betrifft.
00:22:16Jetzt wäre meine nächste Frage,
00:22:17was ist Respekt gegenüber Andersdenkenden?
00:22:21Ja, ich kann euch da mal eine Lehrstunde geben.
00:22:23Ich bin zwar kein Oberlehrer, so wie die Deutschen gerne sind.
00:22:26Ich bin Deutsche, ich kenne das alles nicht.
00:22:28Es tut mir furchtbar leid.
00:22:29Aber lieber Tag, ich glaube, du hast noch mal eine Frage.
00:22:31Budapester Zeitung, Budapester Zeitung lesen,
00:22:33da kriegt man so viele Anhaltspunkte.
00:22:35Da wird man wieder erinnert,
00:22:36was auch mal vor 20 Jahren in der Bundesrepublik
00:22:38alles so in etwas Gutes war.
00:22:40Aber die andere Frage noch, was ist der Schutz dagegen,
00:22:45dass wir wieder so in Richtung,
00:22:48dass auch diese TISA-Regierung dann Fett ansetzt,
00:22:51dass da auch dann Korruption und dieses Ganze,
00:22:53was da halt damit einhergeht,
00:22:55miteinander zu starken Legitimierung,
00:22:58zwei Dritte Mehrheit, viel Macht,
00:23:00also Macht verdirbt und viel Macht kann viel verderben,
00:23:03ist natürlich auch da die Gefahr gegeben,
00:23:07dass da Missbrauch gegeben wird,
00:23:10gemacht wird damit.
00:23:11Aber da ist auch ein ganz interessanter Aspekt,
00:23:14diese Leute, die jetzt da reingekommen sind,
00:23:16einschließlich dem TISA-Chef Modja,
00:23:19das sind alles Quereinsteiger.
00:23:21Da ist kein einziger Berufspolitiker dabei,
00:23:24also kein einziger, der da so verdorben ist,
00:23:28das hat Berufspolitiker sein, hat Vorteile,
00:23:31weil die wissen, wie man halt Vorschläge formuliert
00:23:33und bei der Ministerialbürokratie durchbringt und so weiter.
00:23:36Aber wer dann überleben möchte in der Politik,
00:23:39der passt sich an und oft nicht zum Besseren.
00:23:42Der schielt dann auf seine eigenen Vorteile,
00:23:45schielt das immer schön auf den Listplatz raufkommt und so weiter
00:23:48und vergisst dann daraufhin die Interessen seiner Wähler,
00:23:52seines Wahlkreises und generell der jeweiligen Bürger.
00:23:56Und das ist hier halt nicht gegeben,
00:23:58diese 142, 141 Leute, das sind alles Quereinsteiger,
00:24:03das sind Leute, die gesagt haben,
00:24:06also wir mit dieser bisherigen Politik sollten wir brechen,
00:24:08wir sollen ein neues Kapitel aufmachen,
00:24:10das sind Idealisten, das sind Patrioten,
00:24:12die es gut meinen mit ihrer Heimat
00:24:13und die möchten etwas bewirken.
00:24:17Und diese Leute, wir sind eine volle Demokratie,
00:24:20haben dann ihre Hand zu heben oder halt nicht für etwas,
00:24:23für Vorschläge.
00:24:24Und die wären wahrscheinlich nicht,
00:24:26weil sonst würden sie unglaubwürdig werden,
00:24:28auch gegenüber ihren Wählern in den Wahlkreisen,
00:24:31jetzt die Hand heben für etwas,
00:24:33was den Interessen von Ungarn komplett widerspricht.
00:24:35Also Kompromisse, muss man mal eingehen.
00:24:38Also ich denke jetzt an die ganzen Verhandlungen mit Brüssel.
00:24:41Logisch, da kriegt man nicht hundertprozentig
00:24:43jedes Mal den ungarischen Standpunkt durch,
00:24:45muss man Deals machen.
00:24:47Aber wenn jetzt komplett reinregiert wird
00:24:49und von uns etwas verlangt wird,
00:24:51was wir nicht wollen,
00:24:53zum Beispiel Truppen in die Ukraine schicken.
00:24:56Das hat Orban abgelehnt,
00:24:57das hat auch immer Peter Mottia abgelehnt.
00:25:01Und jetzt, wenn die sich da revidieren würden,
00:25:04dann könnte man vermuten,
00:25:05dass das auf Druck von Brüssel geschieht.
00:25:08Und das müssten sie ja so eine Entscheidung
00:25:10absegnen lassen.
00:25:11Ich glaube kaum, dass die Leute da ihre Hand heben werden.
00:25:13Und deswegen wäre das auch für Peter Mottia
00:25:16auch noch eine rote Linie.
00:25:17Das ist ein ganz großes, wichtiges Korrektiv.
00:25:19Diese Abgeordneten, von denen man auch gar nicht weiß,
00:25:22jetzt wie die, in welche Richtung,
00:25:23ist auch eine Sammelpartei.
00:25:25Man muss aufpassen,
00:25:27man darf sich nicht fehlleiten lassen.
00:25:30Von den ersten Gratulanten,
00:25:31zu denen Ursula von der Leyen gehörte
00:25:33und Schoros Junior und so weiter.
00:25:36Und da denkt man, oh Gott, wer da gratuliert,
00:25:38also von dem, wenn die mir gratulieren würden,
00:25:39so guter besser hat, sei doch,
00:25:40mache ich irgendwas falsch.
00:25:42Aber ich glaube, die haben auch noch nicht
00:25:43ihr ganzes Glück so richtig,
00:25:44in Anführungszeichen, verstanden.
00:25:47Die lassen sich da täuschen,
00:25:49dass jemand, der Orban vom Thron stürzt,
00:25:52diesen bösen Rechtskonservativen
00:25:55und wir da Rechtspopulisten und so weiter,
00:25:56dass der dann irgendwie so linksliberal sein muss.
00:25:59Aber das sind die alle gar nicht.
00:26:01Also Peter Mordia ist ein ungarischer
00:26:05Nationalkonservativer, ein Patriot.
00:26:08Bei seinem Wahlkampf ist er auch immer so
00:26:09auf den ungarischer Tracht aufgetreten,
00:26:12hat die ungarische Fahne geschwenkt.
00:26:13Die EU-Fahnen waren da übrigens nur ganz,
00:26:15ganz dezent zu sehen beim Bühnenschmuck.
00:26:19Und also er ist richtig,
00:26:21kommt aus dem konservativen Elternhaus
00:26:24und war ja bis vor vier, bis vor knapp drei Jahren,
00:26:30war er festes Fides-Mitglied,
00:26:32ist dort politisch sozialisiert,
00:26:34hat alles mitgemacht,
00:26:35hat auch gute Positionen abgegriffen,
00:26:38dort innerhalb des Fides.
00:26:39Also ihm steht das fern,
00:26:41jetzt da irgendwie jetzt ein auf linksliberal
00:26:43und LGBT und was man da alles so machen muss,
00:26:45dann so umzuschwenken,
00:26:47das ist nicht sein Naturell.
00:26:49Es kann sein, dass da jetzt innerhalb dieser 141 Abgeordneten
00:26:54da natürlich Leute auch sind,
00:26:55die eher so im linksliberalen-grünen Spektrum zu finden sind
00:26:59und auch wahrscheinlich die haben Interessen,
00:27:01die dann auch befriedigt werden müssen.
00:27:03Aber wenn man so eine grundlegende Richtung sieht
00:27:06bei diesem großen Konglomerat,
00:27:09würde ich sagen, eher so rechtskonservativ,
00:27:12so nationalpatriotisch von den Interessen Ungarns ausgehend.
00:27:16Und dann können wir auch gleich mal das Thema
00:27:17mit der Ungarnschen Krone vertiefen.
00:27:19Ja, das würde mich interessieren.
00:27:20Aber was mich auch mindestens genauso interessiert,
00:27:23ist, wie es eine Partei schafft,
00:27:25binnen zwei Jahren so erfolgreich zu werden.
00:27:28Da stellt sich doch automatisch die Frage,
00:27:31wer finanziert das?
00:27:32Das fällt einem ja nicht auf den Kopf,
00:27:34ob da nicht doch irgendwie was Gemauscheltes hinter ist.
00:27:37Also der ein oder andere,
00:27:39also wenn man im Internet nachschaut,
00:27:41da werden solche Vermutungen angestellt.
00:27:42Aber bevor ich jetzt zu der Stephans Krone,
00:27:45oder so heißt sie, richtig?
00:27:46Die Heilige, die Heilige.
00:27:47Die Heilige, Stephans Krone, tiefe Demut.
00:27:49Send, Ischbarn.
00:27:50Ja, ja, ja.
00:27:52Also bevor ich dazu komme,
00:27:55und natürlich der Frage der Finanzierung,
00:27:57hat, glaube ich, Dirk noch eine Frage,
00:27:59er hebt zumindest die Hand.
00:28:02Ja, es ist irgendwie schön zu hören,
00:28:04dass es nicht die klassische Politikerkarriere,
00:28:08Kreissaal, Hörsaal, Plenarsaal in Ungarn gibt.
00:28:11Da ist zu hoffen,
00:28:12dass das dann auch Politik von Leuten gemacht wird,
00:28:16die wirklich mal unter ganz normalen
00:28:18und sagen wir mal kleinen Verhältnissen gelebt haben
00:28:21und wissen, wie das Leben als Normalbürger
00:28:25und als Berufstätiger und Steuerzahler ist.
00:28:28Also das finde ich schon mal ganz gut.
00:28:30Und vielleicht sollten wir in Deutschland
00:28:34auch mal ein bisschen was uns,
00:28:36vielleicht kann das ja auch ein bisschen noch mehr
00:28:38das Thema der Sendung sein,
00:28:40mal annehmen,
00:28:41was können wir aus der ungarischen Demokratie lernen?
00:28:44Also wenn ich jetzt unsere Demokratie
00:28:46und die Parteien, die dahinter stehen, nehme,
00:28:49die sagen, ja,
00:28:51wir können garantiert was aus Ungarn lernen,
00:28:53zum Beispiel,
00:28:54dass es Regimewechsel erst bei einer Zweidrittelmehrheit geben sollte.
00:29:00Ja, am besten vorher.
00:29:04Aber das gar nicht erst so weit kommen sollte.
00:29:06Aber auf jeden Fall muss der Weg offen bleiben.
00:29:11Aber lass uns mal zu dem Schwur auf die Krone kommen.
00:29:15Das interessiert mich jetzt auch.
00:29:17Warum ist das wichtig
00:29:19oder was macht das neuerdings anders?
00:29:22Ja, nachdem wir das schon,
00:29:23also ich das schon zwei oder dreimal angesprochen habe.
00:29:26Also folgendes mit dieser Krone,
00:29:29die ist, wer schon mal in Ungarn war im Parlament,
00:29:31sehr sichtbar zur Schau gestellt,
00:29:34in einem großen Kuppelsaal.
00:29:36Und das ist ein Symbol der ungarischen
00:29:39über tausendjährigen Staatlichkeit.
00:29:42Und deswegen wird sie auch mit diesem Vorsatz
00:29:45Send, also heilige Krone, verwendet.
00:29:48Und die hat so spirituelle Kraft,
00:29:50die verkörpert so das gesamte Ungarntum.
00:29:53Und ich könnte jetzt noch einen Vortrag halten,
00:29:54was da noch alles so drinsteckt in diesem Ganzen.
00:29:58Und bisher haben die Abgeordneten
00:30:01ihren Eid auf die Verfassung abgelegt,
00:30:04was jetzt auch ein bisschen schwierig werden würde.
00:30:07Denn die Verfassung, die jetzt gerade ist,
00:30:09die soll modifiziert werden.
00:30:12Und dann, wie ist das,
00:30:13ist der Eid noch richtig gültig,
00:30:15wenn die Verfassung,
00:30:16auf die ich ihn abgelegt habe,
00:30:18ein bisschen dann sich modifiziert
00:30:19und modifiziert wird.
00:30:21Also von daher war das auch sowieso
00:30:22nicht so ganz praktikabel.
00:30:24Und dann kam dieser Vorschlag von der Mihaussang,
00:30:26einer rechten Partei, mit der Krone.
00:30:29Und das heißt also,
00:30:30sie werden auf die Krone spüren,
00:30:34ihren Eid ablegen auf die Krone,
00:30:37mit den entsprechenden Formeln,
00:30:39alles, was auch ähnlich ist
00:30:41wie in der bundesdeutschen Verfassung,
00:30:43zum Wohle des deutschen Volkes,
00:30:44zum Wohle des ungarischen Volkes.
00:30:46Aber diese Krone hat richtig eine starke Kraft,
00:30:50mehr als jetzt irgendwie ein Dokument,
00:30:52ein Schriftstück, eine Verfassung meines Wegen.
00:30:54Und das heißt also,
00:30:56das sollte sich dann mal auch so von der Leyen
00:30:58und die ganzen, die jetzt glauben,
00:30:59dass sie Ungarn in der Tasche hätten,
00:31:01dass das jetzt ein richtiges,
00:31:02botmäßiges EU-Land wird,
00:31:06sollten sich genau angucken.
00:31:07Und dann werden sie erkennen,
00:31:08wo dann die Loyalität,
00:31:11die primäre Loyalität
00:31:12der ungarischen Abgeordneten
00:31:14rein formal liegt.
00:31:16Nämlich bei Ungarn.
00:31:18Und das, was im ungarischen Interesse steht,
00:31:21das werden die Leute absegnen.
00:31:22Das andere, auch vielleicht auch Kompromisse,
00:31:25aber etwas, was komplett
00:31:26den ungarischen Interessen zu widerspricht.
00:31:29Zum Beispiel, dass wir jetzt hier
00:31:30uns eine Migrantenquote reinholen.
00:31:32Das ist ja der alte Traum der Leute,
00:31:34die sich da ein bisschen vergaloppiert haben
00:31:36mit ihrer Migrationspolitik.
00:31:38Dass wir ihnen zu Atem helfen,
00:31:40indem wir dann ein paar Migranten abnehmen,
00:31:42auf Kosten unserer inneren Sicherheit.
00:31:44Das wird wahrscheinlich nicht stattfinden können,
00:31:47weil die würden dann gegen die Interessen
00:31:50der ungarischen Nation verstoßen.
00:31:52Sie würden also eidbrüchig werden.
00:31:54Und von daher,
00:31:56das ist doch schon ein ganz schöner,
00:31:58also bei aller Angenommenen,
00:31:59dass auch Politiker dann irgendwie
00:32:02sozialisiert,
00:32:02also ein bisschen so domestiziert werden können.
00:32:05Und die wollen ja dann wieder gewählt werden
00:32:07und so weiter, wollen auf eine Liste rauf und so was.
00:32:10Aber sie haben dann,
00:32:12die Hemmstelle ist dann schon sehr, sehr hoch.
00:32:14Sie wissen, sie würden gegenüber der Heiligen Krone,
00:32:17das ist kein leeres Wort,
00:32:19würden sie eidbrüchig werden,
00:32:21wenn sie jetzt hier die Interessen ungarst verletzen.
00:32:23Also von daher ist ein ganz interessanter,
00:32:25nicht nur symbolischer Schutzfaktor,
00:32:28der jetzt dort eingebaut wird.
00:32:30Und ja, das wird uns,
00:32:32ist auf jeden Fall ein ganz wichtiges Korrektiv,
00:32:34dass wir das haben.
00:32:35Plus diese Leute, die Idealisten sind,
00:32:38noch nicht verdorben sind und so was.
00:32:39Also diese Checks und Balances
00:32:41sehe ich jetzt schon allein in diesen Sachen verwirklich.
00:32:44Plus noch einige andere,
00:32:45die dann hier auch kommen werden.
00:32:48Liebe Irakli, du hebst jetzt die Hand.
00:32:50Was ist deine Frage oder dein Einwurf?
00:32:53Ja, also ein Kommentar.
00:32:55Also für mich klingt es,
00:32:58als würden Internationalsozialisten
00:33:02gegen die Nationalsozialisten kämpfen?
00:33:06Weil Schwur auf Verfassung,
00:33:10also auf Gesellschaftskontrakt,
00:33:12wenn es richtig aufgesetzt wird,
00:33:14also sowieso wie in den USA,
00:33:16das wäre sowas wie entweder Republik
00:33:19oder Privatrechtsgesellschaft,
00:33:21also etwas Freies, etwas Liberales,
00:33:23beziehungsweise Libertäres,
00:33:25einigermaßen und Schwur auf Krone,
00:33:30das ist schon Nationalsozialismus.
00:33:35So, du meinst, weil sie generell,
00:33:38also weil im Prinzip, ja.
00:33:40Ne, also es geht um,
00:33:42also was ist gut für Ungarn?
00:33:45Ja.
00:33:46Was heißt dieses Gemeinwohl?
00:33:48Wenn es um Gemeinwohl geht,
00:33:50dann ist es immer Sozialismus,
00:33:51beziehungsweise Faschismus
00:33:53und dann kann man halt unterscheiden
00:33:55pro oder gegen Ausländer,
00:33:57also wie es in Deutschland heißt, geht.
00:34:00Aber der Rest ist gleich.
00:34:03Ja, lieber Jan,
00:34:05jetzt müssen wir vielleicht auch mal
00:34:06zu der Frage kommen,
00:34:08die PDV ist ja eigentlich eine,
00:34:10was heißt eigentlich,
00:34:10sie ist eine libertäre Partei, genau.
00:34:13Und wir sind natürlich die Freiheitlichen
00:34:15immer sehr schnell mit dem Wort Sozialismus am Start,
00:34:18denn alles, was mit Staat zu tun hat,
00:34:20ist de facto für uns Sozialismus.
00:34:22Aber jetzt mal vielleicht an dich die Frage,
00:34:24wo würdest du dich in diesem Spektrum einsortieren,
00:34:27rechts, links, national, international,
00:34:29international, libertär, ja, nein.
00:34:33Genau.
00:34:34Und damit wir vielleicht auch wissen,
00:34:37ob du mit der Frage überhaupt was anfangen kannst,
00:34:39weil ich glaube,
00:34:41viele finden die Frage schwierig.
00:34:44Ja, ich finde die auch schwierig.
00:34:45Wenn man da jetzt nicht so...
00:34:48Vielleicht...
00:34:48Ich sehe das auch gar nicht so...
00:34:50Vielleicht erkläre ich es, ja, ganz kurz.
00:34:53Bitte, ja.
00:34:54Weil, also früher,
00:34:58erst mal, wie der Staat überhaupt entstanden ist,
00:35:04viele, viele wissen es nicht,
00:35:05glauben, da sind Menschen zusammengekommen
00:35:07und haben halt sowas gegründet.
00:35:09Quatsch.
00:35:09Sowas gründet,
00:35:10wenn wir sowas gründen,
00:35:11ist das eine Republik,
00:35:13kein Staat.
00:35:13Staat gründet man in den Banditen kommen
00:35:20und Gebiet erobern und sagen,
00:35:22okay, ja, jetzt bleiben wir hier,
00:35:24jetzt werden wir euch immer wieder ausrauben.
00:35:27Und das ist erst mal so,
00:35:29die Räuberbande,
00:35:30die die Mafia und irgendwann,
00:35:32also die Kinder dieser Banditen
00:35:34werden zu Monarchen,
00:35:37ja, die, die, die beschließen es auch
00:35:39an ihre Kinder dann weiterzugeben,
00:35:43aber die, die bleiben halt die Banditen.
00:35:47Und dann kommt,
00:35:48dann kam früher mal diese Kirche
00:35:51ins Gespräch,
00:35:53wo die, wo der König
00:35:55durch Gnade Gottes regierte.
00:35:58Ja, also man muss irgendwie
00:35:59den Menschen erklären,
00:36:00warum muss ich jetzt dem da
00:36:03meine, meine,
00:36:05die Früchte meiner ehrlichen Arbeit abgeben,
00:36:09also die Steuern.
00:36:11Und da kommen die Poppen,
00:36:12die kommen die, wie heißt das,
00:36:14die Priester und sagen,
00:36:16ja, weil dieser Mann halt
00:36:18durch Gnade Gottes regiert.
00:36:20Ja, der, der Gott hat ihn ermächtigt,
00:36:24für euch Entscheidungen zu treffen
00:36:26und deswegen müsst ihr ihm,
00:36:28den Zehntel oder wie viel auch immer
00:36:30das war,
00:36:31ihm abzugeben.
00:36:34Jetzt scheinbar die,
00:36:36also die Mitte Demokratie
00:36:37hat man das zerstört
00:36:39und man hat noch Schlimmeres errichtet.
00:36:42Also diese Sozialdemokratie,
00:36:44wo man gesagt hat,
00:36:45das ist nicht der Gott im Himmel,
00:36:47sondern das Volk.
00:36:50Ja, das Volk hat es entschieden
00:36:52und die Regierung ist an der Macht
00:36:57durch Gnade
00:36:59oder durch den Auftrag des Volkes.
00:37:05Das ist wahrscheinlich,
00:37:06also das ist wie die Sozialisten
00:37:08halt so Regierung.
00:37:10Und jetzt kommen,
00:37:11jetzt erzählen sie diese merkwürdige Geschichte
00:37:14über die Krone.
00:37:16Das heißt, man versucht es,
00:37:18genau, außer aus Amerika.
00:37:19In Amerika,
00:37:20die schwören auf die Verfassung.
00:37:22Das ist in der Republik.
00:37:23Wir haben gesagt,
00:37:24okay, wir haben uns
00:37:27erkämpft,
00:37:27die Freiheit.
00:37:28Wir haben die Banditen,
00:37:30also die Engländer,
00:37:31die Briten,
00:37:31rausgejagt.
00:37:32Jetzt haben wir uns zusammengesetzt.
00:37:34Wir gründen eine Republik,
00:37:36Freie.
00:37:38Wir verfassen
00:37:41das Gesellschaftskontrakt,
00:37:43genannt Verfassung.
00:37:44Und daraus schwören wir.
00:37:46Also kein Gemeinwohl,
00:37:49weil es ist absurd.
00:37:50Es gibt kein Gemeinwohl.
00:37:51Keiner kann Gemeinwohl definieren.
00:37:53Es gibt nur Gesellschaftskontrakt,
00:37:55also eine Liste von Regeln,
00:37:57auf die sie sich geeinigt haben.
00:38:00Und das mit der Krone
00:38:02ist eigentlich aus meiner Sicht
00:38:05ein Rückschritt.
00:38:07Weil die Krone kann nichts vorschreiben.
00:38:10Das ist reiner Glaube.
00:38:12Und der eine glaubt,
00:38:14dass Gemeinwohl das eine ist
00:38:15und der andere ist der Meinung,
00:38:17Gemeinwohl wäre was anderes.
00:38:20Das ist gefährlich.
00:38:21Weil wenn es im Gericht
00:38:24wenn dann zwei Menschen
00:38:26im Gericht stehen und sagen,
00:38:27okay, du hast die Interessen
00:38:29des Volkes verraten.
00:38:31Ja, wo, nach welchen Regeln,
00:38:34nach welchen Kriterien
00:38:35soll denn der Richter entscheiden,
00:38:36wer von denen Recht hat?
00:38:38Also was sagt jetzt die Krone aus?
00:38:41Warum soll die offene,
00:38:43die zugemachte Grenze besser sein
00:38:45als für das Volk,
00:38:46als die offene?
00:38:46Weil die heutigen,
00:38:48also die deutschen Machthaber
00:38:50behaupten,
00:38:51wir brauchen offene Grenzen.
00:38:54Und die begründen es auch
00:38:56mit dem,
00:38:57wie heißt das,
00:38:58Gemeinwohl.
00:38:59Und jetzt sagen sie in Ungarn,
00:39:01die anderen Sozialisten sagen,
00:39:04nö,
00:39:04für Gemeinwohl
00:39:05sind zugemachte Grenzen besser.
00:39:08Deswegen sage ich,
00:39:09das ist Kampf
00:39:10der zwei verschiedenen
00:39:12Sozialistenlager.
00:39:14Na ja, gut.
00:39:15Also erstmal,
00:39:16ich weiß nicht,
00:39:17warum du jetzt so inflationär
00:39:18diesen Begriff
00:39:19Sozialisten und Sozialismus
00:39:21verwendet hast
00:39:21hier bezüglich Ungarn.
00:39:23Also unser Parlament,
00:39:25das besteht jetzt ausschließlich
00:39:27aus rechten Parteien,
00:39:30moderat,
00:39:31nationalkonservativ,
00:39:32aber das sind Rechte.
00:39:34Sozialisten, Linke,
00:39:36auch was so ein bisschen liberal war,
00:39:38alle jetzt mit dieser aktuellen Wahl,
00:39:41rausgeflogen aus dem Parlament.
00:39:42Die gibt es nicht mehr.
00:39:44Also rechts, links
00:39:45ist nirgendwo definiert.
00:39:47Also ursprünglich
00:39:48hieß rechts, links,
00:39:49rechts vom König
00:39:50und links vom König.
00:39:51Nichts mehr.
00:39:52Und NSDAP kennt ihr ja.
00:39:55Ja,
00:39:56sozialistische Arbeiterpartei.
00:39:58Trotzdem nennt man sie
00:39:59irgendwo rum rechts.
00:40:01Ja gut,
00:40:01das ist die Geschlichtsklitterung,
00:40:03damit die Sozialisten
00:40:03sich von heute nicht so schämen müssen,
00:40:05dass die Nazis eben Sozialisten,
00:40:07wie der Name schon sagt.
00:40:08Der Unterschied zwischen liberal,
00:40:10Libertär und Sozialist
00:40:11beziehungsweise Faschist,
00:40:13die Liberalen sagen,
00:40:14es gibt,
00:40:15das private Eigentum
00:40:17ist unantastbar.
00:40:19Also Selbstbestimmung,
00:40:21ich bestimme über mein Körper,
00:40:23mein Eigentum.
00:40:24Die Sozialisten,
00:40:25alle anderen sagen,
00:40:26nein,
00:40:26Gemeinwohl steht
00:40:27über den persönlichen Interessen.
00:40:30Also dein Eigentum
00:40:33gehört zum Gemeinwohl.
00:40:35Also Eigentum verpflichtet,
00:40:37wie es in der deutschen
00:40:38sozialistischen Verfassung steht.
00:40:40Das hat aber auch schon
00:40:42unser Postkartenmaler selig gesagt.
00:40:44Dirk,
00:40:44du wolltest dich noch mal
00:40:45kurz zu Wort melden,
00:40:46aber ich möchte eine Frage
00:40:47nicht außer Acht lassen
00:40:48und das ist die
00:40:49nach dem plötzlichen Emporkommen
00:40:52von Peter Morgia.
00:40:53Wie kann das sein?
00:40:56Wie gesagt,
00:40:57da könnte man
00:40:59Ungutes annehmen,
00:41:00aber vielleicht kann
00:41:02Jan Schluss
00:41:03mit diesem
00:41:04Gerücht machen,
00:41:05aber bevor,
00:41:06also wie gesagt,
00:41:07nicht außer Acht lassen,
00:41:08aber jetzt erst noch mal
00:41:09bitte Dirk.
00:41:11Okay,
00:41:12ja,
00:41:13faszinierend,
00:41:14es gibt keine
00:41:15linken Parteien
00:41:16im ungarischen Parlament.
00:41:18Natürlich gibt es auch
00:41:19keine liberale
00:41:20oder libertäre Partei
00:41:21dann dort
00:41:22oder ein Teil
00:41:23liberale,
00:41:24so liberal
00:41:25wie es eine AfD ist,
00:41:27die ja durchaus auch
00:41:28liberale,
00:41:29libertäre Elemente hat,
00:41:31da wir uns gerade
00:41:33auf internationaler Ebene
00:41:34vernetzen
00:41:35und ich von Ungarn
00:41:36noch nichts gehört habe.
00:41:38Gibt es
00:41:39lieber eine
00:41:39libertäre Partei
00:41:40in Ungarn,
00:41:41die so tickt
00:41:42wie die Partei der Vernunft?
00:41:43Weißt du das?
00:41:45Also unter diesen
00:41:46vielen
00:41:47Kleinparteien
00:41:48und Kleinstparteien
00:41:49ist bestimmt
00:41:49sowas da,
00:41:51was eurer Partei
00:41:52entsprechen würde,
00:41:53als potenzieller
00:41:54Bündnispartner,
00:41:55aber die spielen keine Rolle.
00:41:56Das sind
00:41:57noch kleiner
00:41:58als später
00:41:59Parteien.
00:41:59Die haben sich jetzt
00:42:01aufgelöst,
00:42:02aber gibt es bestimmt,
00:42:03also da hat es ja so viele
00:42:04Parteigründungen gegeben
00:42:05in der Vergangenheit.
00:42:07Da muss man reingucken,
00:42:08was das ist,
00:42:09was da für Programme sind,
00:42:11aber sicher wird es auch
00:42:13dafür irgendeine Partei
00:42:15hier geben in Ungarn.
00:42:17Okay,
00:42:17aber dir fällt jetzt
00:42:18kein Name ein.
00:42:19Nee,
00:42:19das ist unter
00:42:20meiner Wahrnehmungsgrenze,
00:42:21weil die auch nicht
00:42:23groß hochgekommen sind
00:42:24mehr
00:42:24und die
00:42:25da waren,
00:42:26sind verschwunden.
00:42:27Und hat es
00:42:28historisch,
00:42:29ich meine,
00:42:31Ungarn war ja dann
00:42:32mal zu Sowjetzeiten
00:42:33als Teil des
00:42:35Warschauer Paktes
00:42:37links
00:42:37oder
00:42:38war das
00:42:39ein
00:42:39aufgedrücktes
00:42:40links?
00:42:41Warum ist die
00:42:42linke Bewegung
00:42:43nie so stark
00:42:44geworden
00:42:45wie in Deutschland?
00:42:47Also die,
00:42:49gut,
00:42:49das Aufgedrückte
00:42:50natürlich,
00:42:50das sagst du selber,
00:42:51das war
00:42:51aufgedrückt,
00:42:52das war jetzt nicht
00:42:52die absolut
00:42:53freie Entscheidung
00:42:54von Ungarn
00:42:55nach dem
00:42:56verlorenen
00:42:56Zweiten Weltkrieg,
00:42:57dann jetzt machen wir mal,
00:42:58jetzt bauen wir mal
00:42:59Sozialismus auf,
00:43:00nein,
00:43:00da kam dann die
00:43:00sowjetischen Berater
00:43:01und dann gab es,
00:43:02wurden wir plötzlich
00:43:03eine,
00:43:04wurde Ungarn
00:43:04eine Volksdemokratie
00:43:06mit diesem
00:43:07verlogenen Namen
00:43:08war natürlich keine
00:43:09Volksdemokratie mehr,
00:43:10sondern eine Diktatur
00:43:11und das blieb es dann
00:43:12bis 89,
00:43:13aber dann am Ende
00:43:14eine sehr
00:43:15liberale,
00:43:15eine aufgeweichte
00:43:18Diktatur,
00:43:18also das,
00:43:19was innerhalb des
00:43:19Ostblocks
00:43:20an Freiheitsgraden
00:43:21möglich war,
00:43:21das haben sich die Ungarn
00:43:22unter anderem
00:43:23mit 56
00:43:25erkämpft
00:43:25und ihre
00:43:26ständigen
00:43:27Obstruktion
00:43:28gegen dem,
00:43:28was aus Moskau
00:43:30kam,
00:43:30sie haben dann hier
00:43:31schon teilweise
00:43:32Privateigentum
00:43:33zugelassen
00:43:34und
00:43:35wesentlich,
00:43:36also hier gab es
00:43:36diese Reformkommunisten
00:43:37und das wurde alles
00:43:38hier nicht so ernst
00:43:39genommen,
00:43:39während die Genossen
00:43:40dann Ostberlin
00:43:41dann bis zum Ende
00:43:42noch hier den
00:43:42richtigen,
00:43:43einzig wahren
00:43:45Sozialismus
00:43:45auf deutschem Boden
00:43:46hoch
00:43:46haben lassen,
00:43:48also hier die Ungarn
00:43:48standen schon
00:43:49über den Dingen
00:43:51und nach der Wende
00:43:53gab es mal,
00:43:54also in Deutschland
00:43:55ist er bekannt,
00:43:56der Außenminister
00:43:56Jula Horn,
00:44:00der sich hat gut
00:44:01ablichten lassen,
00:44:02als der Grenzzaun
00:44:04geöffnet wurde
00:44:05am 2. Mai
00:44:0988,
00:44:1089,
00:44:12aber die rechte Rolle
00:44:13hat Nehmet Miklosch
00:44:15gehabt,
00:44:15Miklosch Nehmet,
00:44:16Ministerpräsident,
00:44:17der hat das
00:44:17freigehalten,
00:44:18hat das auch mit
00:44:18Gorbatschow
00:44:19abgesprochen,
00:44:19dass das kein
00:44:21großes Risiko
00:44:21mehr ist,
00:44:22diese Grenzöffnung,
00:44:23aber nach außen
00:44:24hin hat sich
00:44:25Jula Horn
00:44:25als der große
00:44:26Grenzöffner
00:44:27verkauft
00:44:28und mit
00:44:29diesem Nimbus
00:44:30konnte er
00:44:31dann nochmal
00:44:31von 1994
00:44:32bis 98
00:44:33den
00:44:34Ministerpräsidenten
00:44:35stellen,
00:44:36der ehemalige
00:44:37kommunistische,
00:44:38sozialistische
00:44:38Außenminister,
00:44:40also es gab
00:44:40noch so eine
00:44:41kleine Nachwehe
00:44:42von Sozialismus,
00:44:44aber ja,
00:44:45das hat sich
00:44:46dann immer
00:44:46weiter reduziert
00:44:48und dann hatten
00:44:48wir diese
00:44:49tragische
00:44:49sozialistische
00:44:50Regierung
00:44:51von einem
00:44:51gewissen
00:44:52Ferenc
00:44:53Jodzschan,
00:44:53in Deutschland
00:44:54vielleicht ein
00:44:54bisschen bekannt
00:44:54durch seine
00:44:56Lügenrede,
00:44:57die dann so
00:44:57geleakt wurde,
00:44:58wo er zugegeben
00:44:59hat,
00:44:59dass man
00:44:59früh,
00:45:01mittags und
00:45:01abends
00:45:02das Volk
00:45:02belogen hat
00:45:03und das
00:45:04hat dann
00:45:04auch zum
00:45:05rapiden
00:45:05Untergang
00:45:06dieser
00:45:07Regierung
00:45:07geführt
00:45:08und
00:45:09das hat
00:45:10auch dann
00:45:10wesentlich
00:45:11dazu beigetragen,
00:45:12dass der
00:45:13Fidesz
00:45:13seine erste
00:45:15Zweidrittelmehrheit
00:45:15noch mit dem
00:45:16damals existierenden
00:45:17Wahlrecht
00:45:18was Zweidrittelmehrheiten
00:45:19gar nicht so
00:45:20begünstigte,
00:45:21aber die Leute
00:45:21hatten so genug
00:45:22von den
00:45:22regierenden
00:45:23Sozialisten,
00:45:24dass sie
00:45:24ihre ganze
00:45:25Hoffnung
00:45:25auf den
00:45:25Fidesz
00:45:26gesetzt
00:45:26haben.
00:45:27Jetzt
00:45:27diese
00:45:28Zweidrittelmehrheit
00:45:29und auch
00:45:29die
00:45:29vorherige,
00:45:30die hatten
00:45:31was mit
00:45:31dem
00:45:32Wahlgesetz
00:45:32zu tun,
00:45:33was sich
00:45:33der
00:45:33Vieles
00:45:34ein bisschen
00:45:34zu seinen
00:45:35Gunsten
00:45:37umgeschrieben
00:45:37hat,
00:45:38also
00:45:38zugunsten der
00:45:39jeweils stärkeren
00:45:40Partei,
00:45:41aber immer mit
00:45:41der Annahme,
00:45:42dass sie die
00:45:43jeweils stärkste
00:45:43Partei sind,
00:45:50implementiert in
00:45:50diesem neuen
00:45:53Wahlgesetz
00:45:53und bisher
00:45:55hatte da
00:45:55vieles sehr gut
00:45:56mit gelebt
00:45:57und also
00:45:58starke
00:45:59Mehrheiten wurden
00:46:00durch dieses
00:46:00Wahlgesetz
00:46:01noch viel
00:46:01stärker
00:46:02und konnten
00:46:02sogar zu
00:46:03einer
00:46:04Zweidrittelmehrheit
00:46:04werden,
00:46:05was für
00:46:05westeuropäische
00:46:06Verhältnisse
00:46:06ein Unding
00:46:07ist,
00:46:07aber jetzt
00:46:08ist das
00:46:09halt die
00:46:09Präferenz
00:46:10des Publikums
00:46:11der Wähler
00:46:11gekippt
00:46:12und jetzt
00:46:12ist die
00:46:12stärkste
00:46:13Partei
00:46:15TISA
00:46:15und wurde
00:46:16nicht nur
00:46:17stark,
00:46:17sondern sehr
00:46:18stark und
00:46:18hat die
00:46:18Zweidrittelmehrheit
00:46:19bekommen
00:46:19durch dieses
00:46:20Wahlgesetz.
00:46:22Also
00:46:22Sozialismus
00:46:23ist hier
00:46:24in Ungarn
00:46:25kein
00:46:25großes
00:46:26Thema.
00:46:26Es gab
00:46:27auch in
00:46:28der
00:46:28Vieles
00:46:29Politik
00:46:30einige
00:46:30Elemente,
00:46:31die
00:46:31so einen
00:46:33sozialistischen
00:46:33Geruch
00:46:34hatten.
00:46:36Vieles
00:46:36war sehr
00:46:37ungeduldig,
00:46:38wenn irgendwas
00:46:39nicht lief,
00:46:39wurde sofort
00:46:40geguckt,
00:46:40was kann
00:46:41der Staat
00:46:41machen,
00:46:42eine
00:46:43Preisdeckelung
00:46:44machen
00:46:44und
00:46:45Mindestlohn
00:46:46Politik
00:46:46und dies
00:46:47und jenes,
00:46:48das sind ja
00:46:48alles
00:46:48sozialistische
00:46:49Sachen,
00:46:49dass man
00:46:49das nicht
00:46:50dem
00:46:50freien
00:46:50Markt
00:46:50überlässt,
00:46:51weil
00:46:51da muss man
00:46:53Geduld
00:46:53haben,
00:46:53muss man
00:46:54abwarten
00:46:55können und
00:46:55die,
00:46:56die jetzt
00:46:56am Ruder
00:46:57waren,
00:46:57waren
00:46:57nicht so
00:46:58geduldig
00:46:58und haben
00:46:59dann immer
00:46:59gern mal
00:47:00so
00:47:00eingegriffen
00:47:00in die
00:47:01Geschehnisse,
00:47:02was ja in
00:47:03Deutschland
00:47:03an der
00:47:04Tagesordnung
00:47:04ist.
00:47:05Also
00:47:05diese
00:47:05sozialistische
00:47:06Flickschusterei,
00:47:07aus der die
00:47:07Altpartei noch
00:47:08nicht mehr
00:47:08rauskommen
00:47:09werden,
00:47:10da haben wir
00:47:11wirklich,
00:47:12da feiert der
00:47:12Sozialismus
00:47:13fröhliche
00:47:14Urstand,
00:47:14also hier in
00:47:15Ungarn,
00:47:15das ist bei
00:47:16Weitem nicht so
00:47:17schlimm,
00:47:17weil wir auch
00:47:17nicht diesen
00:47:18Wohlstand
00:47:19jemals hatten,
00:47:20dass wir uns
00:47:20einen Sozialismus
00:47:21leisten konnten,
00:47:22in diesem Umfang,
00:47:23wie sich das
00:47:23Deutschland leisten
00:47:24kann,
00:47:24noch,
00:47:25und man weiß
00:47:26ja,
00:47:26Sozialismus,
00:47:27das geht so
00:47:27lange gut,
00:47:28solange das Geld
00:47:29der anderen
00:47:29nicht verbraucht
00:47:30ist und
00:47:31dieses
00:47:32Wohlstandsphänomen
00:47:33gibt es hier
00:47:33nicht,
00:47:34von daher müssen
00:47:34die Leute
00:47:35ganz,
00:47:36ganz bodenständig
00:47:37wirtschaften
00:47:37und auch
00:47:38ein TISA
00:47:40Ministerpräsident
00:47:41muss gucken,
00:47:42was hat
00:47:42einen ganz
00:47:43limitierten
00:47:43Spielraum,
00:47:44selbst wenn
00:47:44jetzt von der EU
00:47:45diese Fördergelder
00:47:47teilweise freigegeben
00:47:48werden,
00:47:48auch dann ist
00:47:49das extrem
00:47:50limitiert,
00:47:51also bei uns
00:47:51wachsen die
00:47:52Träume nicht
00:47:53in den
00:47:53sozialistischen
00:47:54Himmel,
00:47:54er muss gucken,
00:47:55was er
00:47:56einnimmt,
00:47:56was er
00:47:56ausgeben kann
00:47:57und ganz
00:47:58rational,
00:47:59in ganz,
00:48:00ganz rationale
00:48:01Entscheidungen
00:48:01muss er und
00:48:02er müssen
00:48:02seine Regierung
00:48:03treffen,
00:48:04also diese
00:48:05deutsche
00:48:06Wohlstandsverwahrlosung,
00:48:07also da sind wir
00:48:07meilenweit von
00:48:08entfernt,
00:48:09also das würde
00:48:09uns nicht
00:48:11treffen,
00:48:11von daher das
00:48:12Ganze mit
00:48:12Sozialismus,
00:48:13also da kann ich
00:48:14euch beruhigen.
00:48:15Das ist gut,
00:48:16aber jetzt sind wir
00:48:17ja gerade beim
00:48:18schönen,
00:48:18lieben Geld,
00:48:19jetzt nochmal zu der
00:48:20Frage,
00:48:21wie konnte es sein,
00:48:22dass eine Partei,
00:48:22also die AfD
00:48:23ist ja jetzt erst,
00:48:24wann hat sie sich
00:48:25gegründet,
00:48:262011,
00:48:28korrigiert mich,
00:48:28wenn ich weiß,
00:48:29ich meine ja,
00:48:31und die Tisa,
00:48:33die ist ja,
00:48:34ja,
00:48:34der Phönix aus der Asche
00:48:36hätte einen
00:48:36anderen
00:48:37gewissen Quatsch,
00:48:38nee,
00:48:38aber sie ist aus dem
00:48:39Nichts entstanden,
00:48:41und da steht,
00:48:42wie kann das sein,
00:48:45also bei Peter
00:48:45Mogia,
00:48:46der,
00:48:48da wird
00:48:49mitunter gesagt,
00:48:50ja,
00:48:51der sieht gut aus,
00:48:52hat ein gewisses
00:48:53Charisma,
00:48:54man hat den,
00:48:54also gewisse Kräfte
00:48:55haben den dann irgendwie
00:48:56dazu bewegen können,
00:48:58oder er hat sich gerne
00:48:59dazu bewegen lassen,
00:49:00da diesen Posten
00:49:01zu übernehmen,
00:49:02aber wie kann das sein,
00:49:03woher kommt das,
00:49:05das ist ja für mich
00:49:07als Außenstehende
00:49:08ganz und gar
00:49:09unglaublich.
00:49:10Ja,
00:49:11es hat eine
00:49:12Unzufriedenheit gegeben
00:49:13mit der
00:49:15hier herrschenden
00:49:16Altpartei,
00:49:17so wie es in Deutschland
00:49:18eine Unzufriedenheit
00:49:19gibt,
00:49:20und diese
00:49:20Unzufriedenheit
00:49:21wollte sich
00:49:22kanalisieren,
00:49:23suchte nach
00:49:24einem Ventil,
00:49:25es gab ja schon
00:49:26andere Versuche,
00:49:28die Fides
00:49:30Regierungszeit
00:49:30zu beenden,
00:49:32die schlugen
00:49:33alle fehl,
00:49:34die
00:49:35Nicht-Fides-Parteien
00:49:37haben es auf
00:49:37allen möglichen
00:49:38Wegen
00:49:38versucht,
00:49:39mal auf sich
00:49:40gestellt,
00:49:40mal mit einer
00:49:42Teilkooperation
00:49:42und dann
00:49:442022
00:49:45mit einer
00:49:46kompletten
00:49:48Zusammenarbeit,
00:49:49wo sogar
00:49:49Jobik,
00:49:50kennt man vielleicht,
00:49:51das war nur
00:49:51eine richtige
00:49:52Hardcore,
00:49:52so eine rechte
00:49:53Partei,
00:49:53selbst die waren
00:49:54Sozialisten,
00:49:55Liberale,
00:49:56Grüne,
00:49:56Jobik,
00:49:56alles hat auch
00:49:57nicht geklappt
00:49:58und jetzt hat
00:49:58diese Unzufriedenheit,
00:49:59die da ist,
00:50:01kann man nicht
00:50:01wegleugnen,
00:50:02hat sich halt
00:50:03diese Person
00:50:04gesucht,
00:50:05also wäre das,
00:50:06die Vorgeschichte
00:50:07ist ja,
00:50:07dass er mit der
00:50:08Justizministerin
00:50:09verheiratet war
00:50:10und dann gab es
00:50:10einen Begnadigungsskandal,
00:50:12worüber die
00:50:13Justizministerin
00:50:14gestolpert ist,
00:50:14gleichzeitig ist die
00:50:15Ehe im Bruch
00:50:16gegangen von den
00:50:17beiden
00:50:17und dann
00:50:19konnte er
00:50:21innerhalb des
00:50:22Vieles
00:50:22nicht weitermachen,
00:50:23weil die
00:50:24Verbindung
00:50:24da erloschen
00:50:25ist,
00:50:25hat auch
00:50:26nicht
00:50:26weitere
00:50:26Posten
00:50:27bekommen
00:50:27dort,
00:50:28hat ja
00:50:28gute
00:50:29Aufsichtsrat
00:50:29Posten
00:50:30gehabt
00:50:30und alles
00:50:31wäre die
00:50:32Ehe
00:50:32weitergegangen,
00:50:33wäre sie
00:50:34weiter
00:50:34Justizministerin
00:50:35gewesen,
00:50:35wäre das
00:50:36vielleicht
00:50:36alles,
00:50:37aber auch
00:50:37dann würde ich
00:50:38sagen,
00:50:39wäre das
00:50:39vielleicht
00:50:40anders
00:50:40gekommen,
00:50:41nicht mit
00:50:41einem
00:50:41Peter
00:50:42Modja,
00:50:42sondern mit
00:50:43wem auch
00:50:43immer,
00:50:43es gibt
00:50:44auch
00:50:44andere
00:50:44talentierte
00:50:45Leute,
00:50:46aber er
00:50:46hat gemerkt,
00:50:48dass er ein
00:50:48Talent hat
00:50:49zu reden,
00:50:49erst mal nach
00:50:51diesem Ausstieg
00:50:52aus der,
00:50:53als das
00:50:54im Februar
00:50:552024
00:50:56passiert ist,
00:50:57hat er
00:50:57einfach mal
00:50:58darüber
00:50:59geplaudert,
00:50:59was er da
00:51:00so als
00:51:00vieles Mann
00:51:01so erlebt
00:51:02hat und
00:51:02dass er sich
00:51:03nicht mehr
00:51:03mittragen
00:51:03kann und
00:51:04diese
00:51:04Korruption
00:51:05und diese
00:51:05Verlogenheit
00:51:06und sowas,
00:51:07das war
00:51:07erst mal
00:51:08ein Interview
00:51:08auf einem
00:51:09populären
00:51:12regierungskritischen
00:51:13Kanal,
00:51:13das dann aber
00:51:14plötzlich
00:51:15riesige
00:51:16Millionen
00:51:16Klick zahlen
00:51:17in unserem
00:51:17kleinen Land,
00:51:1810 Millionen
00:51:19Einwohner
00:51:20plus
00:51:20ein paar
00:51:20Auslands-Ungarn,
00:51:22Millionen
00:51:22Klickzahlen
00:51:23hat er
00:51:23bekommen,
00:51:24das zweite
00:51:24Interview
00:51:25ähnlich und
00:51:25plötzlich hat er
00:51:26gemerkt,
00:51:26mein Gott,
00:51:27ich habe
00:51:27vielleicht das
00:51:28Zeug zu
00:51:28mehr und
00:51:29das haben
00:51:29auch eventuell
00:51:30Leute
00:51:30gemerkt,
00:51:31die halt
00:51:32diese
00:51:32Stimmung
00:51:33gespürt
00:51:34haben und
00:51:34die auch
00:51:34Patrioten
00:51:35waren,
00:51:35haben
00:51:35gesehen,
00:51:36also der
00:51:36Vieles
00:51:36ist
00:51:37irgendwie
00:51:37ein bisschen
00:51:37bequem
00:51:38geworden,
00:51:39alarmt,
00:51:39ideenarm,
00:51:40wir brauchen
00:51:41irgendwie
00:51:41eine neue
00:51:42Bewegung,
00:51:42wir brauchen
00:51:43eine
00:51:44Figur,
00:51:45die
00:51:45dieser
00:51:45Bewegung
00:51:46voransteht
00:51:46und dann
00:51:47haben sie
00:51:47gemerkt,
00:51:47da ist ja
00:51:48einer,
00:51:48der jetzt
00:51:49gerade
00:51:49frei
00:51:49geworden
00:51:49ist,
00:51:50vielleicht
00:51:51kann man
00:51:51das
00:51:51irgendwie
00:51:51matchen,
00:51:52vielleicht
00:51:52kann man
00:51:52das
00:51:53zusammenbringen,
00:51:54stelle ich mir so vor
00:51:55und dann haben sie ihn aufgesucht,
00:51:56ist ja keine One-Man-Show,
00:51:57da gibt es auch viele andere Leute,
00:51:58die man halt nur nicht so kennt,
00:51:59weil wir waren immer auf Orban und
00:52:01Seattle und wie die heißen,
00:52:03die großen fixiert,
00:52:04aber da gab es auch andere
00:52:05Leute innerhalb des
00:52:08Ex-Files,
00:52:09Leute oder komplett,
00:52:10die noch nie in der Politik
00:52:11waren,
00:52:12die aber gesehen haben,
00:52:13was hier im Land
00:52:14falsch läuft und die haben
00:52:15sich dann zusammengesetzt
00:52:16und haben geguckt,
00:52:17was man machen kann
00:52:18und haben dann das
00:52:19aufgebaut,
00:52:20also so eine
00:52:20Christ-Root-Bewegung,
00:52:22was natürlich auch dann
00:52:23die Frage der
00:52:23Finanzierung stellt,
00:52:25also das jetzt so mit
00:52:26Kleinspenden und so,
00:52:28gut,
00:52:28es gibt auch viele
00:52:30Unternehmer,
00:52:31die unzufrieden waren
00:52:32mit dem Kurs,
00:52:33also da wird es auch ein paar
00:52:34Großspender gegeben haben,
00:52:35nehme ich mal an,
00:52:37aber wäre diese generelle
00:52:39Unzufriedenheit nicht,
00:52:41dann hätten die sonst was
00:52:42machen können,
00:52:42das wäre nicht hochgekommen
00:52:43und auch die Einflussnahme
00:52:45von Brüssel,
00:52:46die zweifelsohne
00:52:48stattgefunden hat,
00:52:49durch die ganzen Sanktionen
00:52:50gegenüber Ungarn,
00:52:51also Gelder wurden
00:52:51zurückgehalten,
00:52:53das mit dem Öl war natürlich
00:52:54auch in dem Kontext zu sehen,
00:52:56dass die Ölzufuhr gestoppt
00:52:57wurde,
00:52:58jetzt geht sie übrigens auf,
00:52:59was für ein Wunder,
00:53:00kaum ist die Wahl zugunsten
00:53:02von Brüssel scheinbar
00:53:04entschieden,
00:53:05fließt wieder das Öl,
00:53:07es wurde auch so was,
00:53:08diese Erpressung,
00:53:09dass auch Leute,
00:53:11die mit Politik und so
00:53:12nichts zu tun haben,
00:53:13Studenten,
00:53:14in dem Ungarn aus dem
00:53:15Erasmus-Programm
00:53:16geworfen wurde,
00:53:18Erasmus Plus,
00:53:19konnten junge Ungarn
00:53:21nicht mehr Stipendien beantragen
00:53:23und auch verschiedene
00:53:24Unterstützungen für
00:53:25ungarische Universitäten
00:53:26wurden gesperrt,
00:53:27also das ganze Land wurde
00:53:28in Geiselhaft genommen,
00:53:30mit der Aussicht,
00:53:31also passt auf,
00:53:32wenn ihr jetzt mal richtig
00:53:33wählt,
00:53:34dann gibt es wieder
00:53:36Stipendien,
00:53:37da gibt es wieder Öl,
00:53:38da gibt es das Geld
00:53:38und sowas,
00:53:39das hat eine Rolle gespielt,
00:53:41aber ich würde nicht sagen,
00:53:42nicht so weit gehen,
00:53:43plus die Einflussnahme
00:53:44auf Meta,
00:53:45so Facebook und sowas,
00:53:46auch dieses
00:53:47Rapid Response,
00:53:49dieses Rapid Response System,
00:53:50wo es auch ein bisschen
00:53:51so die Reichweite
00:53:52von feedersnahen Accounts
00:53:54eingeschränkt haben
00:53:55und die von TISA erhöht haben,
00:53:56hat alles eine Rolle gespielt,
00:53:58aber entscheidend war
00:53:59diese Wechselstimmung,
00:54:02die geherrscht hat
00:54:03und das andere war
00:54:05das, was ich aufgezählt habe,
00:54:06diese externe Effekte
00:54:07war vielleicht noch
00:54:08so ein Katalysator,
00:54:10der das Ganze noch
00:54:10ein bisschen vorangebracht hat,
00:54:12aber entscheidend war,
00:54:13dass einfach vieles
00:54:14so ein bisschen
00:54:14über die Tuchfühlung
00:54:15verloren hat
00:54:16und so in der anderen,
00:54:18in der Parallelwelt
00:54:19politisiert hat,
00:54:20nicht in der Alltagswelt,
00:54:22also was jetzt auch
00:54:23mit den Altparteien ist,
00:54:24die haben sich auch
00:54:24ein bisschen entfernt
00:54:26und haben die Tuchfühlung
00:54:27verloren
00:54:28und wundern sich,
00:54:29dass plötzlich hier
00:54:31AfD hochkommt
00:54:32und entlang der Probleme,
00:54:35die sie nicht gelöst haben,
00:54:37also sie haben ja
00:54:38die AfD geschaffen,
00:54:39die Altpartei
00:54:40durch ihre Unfähigkeit
00:54:41und so hat auch der Fidesz,
00:54:42muss er sich sagen,
00:54:43durch seine Unfähigkeit
00:54:45gewisse Probleme,
00:54:46wo den Leuten
00:54:47wirklich der Schuh drückt,
00:54:48über die wurde
00:54:49großzügig hinweggesehen,
00:54:50man hat gerne
00:54:51dann große Diplomatie gemacht,
00:54:54man hat große
00:54:54Konferenzen veranstaltet,
00:54:55alles ist gut,
00:54:56man hat sich für den Frieden
00:54:57eingesetzt,
00:54:57alles wichtig,
00:54:58aber auf der Prioritätsliste
00:55:00der ungarischen Wähler
00:55:01haben schon halt andere Themen
00:55:02ganz oben
00:55:04und TISA ist angetreten,
00:55:06sich auch mit diesen Themen
00:55:07zu beschäftigen,
00:55:08wobei Frieden,
00:55:10Migration und so weiter,
00:55:11wir kriegen alles
00:55:12eins zu eins weiter,
00:55:13was unter Orbán auch war
00:55:14und das ist die große Illusion
00:55:15jetzt von Brüssel,
00:55:16wenn die glauben,
00:55:17dass das jetzt hier
00:55:18rapid sich ändert,
00:55:21dann haben sie sich getäuscht,
00:55:22er hat sogar gesagt,
00:55:23das ist viral gegangen,
00:55:24dieses Zitat,
00:55:25wir werden nicht nur
00:55:26den Grenzzaun beibehalten,
00:55:28sondern wir werden auch noch
00:55:29die Löcher,
00:55:30die es dort gibt,
00:55:31stopfen,
00:55:31also hier wird sogar
00:55:32vielleicht noch so
00:55:33so ein Orbán Plus,
00:55:34so Orbán 2.0,
00:55:35das ist ein noch mehr Orbán,
00:55:37also ich weiß nicht,
00:55:38warum da Ursula von allein
00:55:39und die anderen
00:55:40so permanent jetzt
00:55:41Sektkorken und Gratulationen
00:55:42und sonst was,
00:55:43also
00:55:44wir sind halt ein bisschen
00:55:45schell,
00:55:46aber hier
00:55:47aber solange sie sich freuen,
00:55:48greifen sie nicht,
00:55:49greifen sie nicht an,
00:55:50solange sie sich da mit Sekt
00:55:51berauschen an ihrem
00:55:52großen Regime-Change,
00:55:54werden die nicht unangenehm
00:55:55und jetzt muss,
00:55:57solange die dieser Illusion
00:55:58verfallen sind,
00:55:58dass wir jetzt
00:55:59so eine EU-Kolonie sind,
00:56:02muss halt Peter Modian
00:56:03das Maximalste rausholen,
00:56:04bis die aufwachen
00:56:05und dann wird es vielleicht
00:56:06auch so hart weitergehen,
00:56:07wie es jetzt mit Orbán
00:56:09weitergingen,
00:56:10nur mit dem Vorteil,
00:56:11dass er halt ein bisschen
00:56:12konzillanter ist,
00:56:13ein wenig,
00:56:13weniger konfrontativ,
00:56:16also hier erst mehr Meloni
00:56:17als jetzt Orbán,
00:56:19also man muss nicht
00:56:20jeden Konflikt
00:56:21immer mitnehmen
00:56:21und bis zum
00:56:23sonst was austragen,
00:56:25sondern man kann auch mal
00:56:26einen taktischen Rückzug machen
00:56:27und man kann da mal
00:56:28ein kleines Zugeständnis machen,
00:56:30man kann auch mal sagen,
00:56:31hier diese Mitgliedschaft
00:56:32der Ukraine,
00:56:33der extrem wichtig ist
00:56:35für diese ganzen Leute
00:56:36aus dem Umfeld
00:56:37von von der Leyen,
00:56:38sagen wir,
00:56:39nehmt sie auf,
00:56:40bitte,
00:56:41die kommen doch selbst drauf,
00:56:42dass es nicht geht,
00:56:43also wenn die ein bisschen
00:56:44noch Selbstverstand haben.
00:56:45Das ist übrigens
00:56:46eine sehr gute Sache,
00:56:48wenn ich da unterbrechen darf,
00:56:50hier auf YouTube
00:56:50wird mich gefragt,
00:56:54wie Peter Mogja
00:56:56das sieht,
00:56:57dass Zelensky
00:56:58die Ukraine
00:56:58zum Vollmitglied
00:56:59der EU machen will,
00:57:00was Orbán ja offensichtlich,
00:57:02hier steht es im Kommentar
00:57:03zumindest so strikt abgelehnt hat,
00:57:06das ist das eine
00:57:07und das andere ist,
00:57:10wie geht dieser Mogja
00:57:13zu Ukraine und Russland
00:57:15auf Äquidistanz,
00:57:16weil meines,
00:57:17nach meinen Recherchen
00:57:18ist es so,
00:57:19dass seine erste
00:57:21Auslandsreise
00:57:21nach Russland geht.
00:57:23Warschau, Warschau.
00:57:25Warschau, ja.
00:57:26Warschau, dann
00:57:27Grössel, glaube ich,
00:57:28und dann Berlin,
00:57:29Berlin nicht,
00:57:30aber Warschau ist
00:57:31die allererste.
00:57:32Okay, ja genau,
00:57:33das klingt ja eher
00:57:33nach Russlandfreundlichkeit
00:57:35tatsächlich.
00:57:37Russlandfreundlichkeit?
00:57:38Nein, also Warschau.
00:57:40So, Verzeihung,
00:57:41ich bin gerade
00:57:43voll aus dem Tackel.
00:57:45Warschau,
00:57:45ja Maxima Grössel,
00:57:46da war noch eine Stadt
00:57:47genannt,
00:57:47wo er dann...
00:57:49Ich hatte tatsächlich
00:57:50irgendwo gelesen,
00:57:50Moskau,
00:57:51aber gut,
00:57:52dann habe ich mich...
00:57:53Mit Moskau kam so ins Spiel,
00:57:55hat er mal so ein Lapidar gesagt,
00:57:56wenn Putin anrufen würde,
00:57:58würde er abnehmen.
00:58:00Das ist natürlich
00:58:00eine sehr
00:58:01symbolträchtige Aussage,
00:58:03wie kann man dann
00:58:03bei diesen Dämonen
00:58:04und den Menschenschlechtern
00:58:05und sowas überhaupt
00:58:06mit dem sprechen und so,
00:58:07das ist ja die offizielle,
00:58:09das Narrativ,
00:58:10Putin ist so böse,
00:58:11mit dem darf man
00:58:12nicht mehr sprechen,
00:58:13sondern dann
00:58:13wegen dieses
00:58:14Nichtsprechens
00:58:15die ganzen Ukrainer verrecken,
00:58:16aber mit Putin
00:58:17sprechen wir nicht,
00:58:18das ist so die Maxime.
00:58:20Nein,
00:58:20bezüglich Ukraine,
00:58:23keine Kriegsbeteiligung,
00:58:24das war ja immer so
00:58:24das große Narrativ
00:58:26der Orban-Kampagne,
00:58:27wenn Mord ja kommt,
00:58:28dann stecken wir
00:58:29im Krieg drin,
00:58:30dann werden
00:58:30ungarische Soldaten
00:58:31an die Ostfront geschickt,
00:58:32dann müssen wir
00:58:33das Ganze
00:58:35finanzieren etc.
00:58:36Und das hat er
00:58:37schon während
00:58:38des Wahlkampfes
00:58:39klargestellt,
00:58:39aber jetzt nochmal,
00:58:40also während des Wahlkampfes
00:58:41kann man ja denken,
00:58:42so CDU-mäßig,
00:58:43was interessieren mich
00:58:43die Wahlversprechen
00:58:44von vor der Wahl,
00:58:45aber deswegen ist jetzt
00:58:46viel wichtiger,
00:58:47was er nach der Wahl
00:58:48sagt und siehe da,
00:58:49er sagt nach der Wahl
00:58:50bezüglich dieser Themen
00:58:51auch das Gleiche
00:58:52wie vor der Wahl,
00:58:54auch das,
00:58:55also keine Kriegsbeteiligung
00:58:56etc.
00:58:56und so weiter
00:58:57und dass sie sich
00:59:01auch nicht
00:59:01an der Finanzierung
00:59:02dieses Kredites
00:59:03beteiligen werden,
00:59:04das hat sich ja
00:59:05Orban ausbedungen,
00:59:06dass wir uns
00:59:06an diesen
00:59:08riesen Milliardenkrediten
00:59:08nicht beteiligen werden,
00:59:11Slowakei
00:59:12und noch ein Land
00:59:12auch nicht
00:59:13und das hat er
00:59:14noch bekräftigt,
00:59:15dass wir,
00:59:15hat er dann auch begründet,
00:59:17wir haben einfach
00:59:18nicht die finanziellen
00:59:18Möglichkeiten,
00:59:19uns so großzügig
00:59:21gegenüber der Ukraine
00:59:23zu zeigen,
00:59:24wir würden das gern,
00:59:25aber wir haben es nicht,
00:59:26seht das ein,
00:59:27also auch da
00:59:28ist eine Kontinuität
00:59:29und er wird das
00:59:30auch gar nicht durchkriegen,
00:59:31also wir leben wirklich
00:59:32jetzt nicht
00:59:32in Saus und Braus,
00:59:35wie will er das
00:59:35seinen Wählern rechtfertigen,
00:59:37dass er dann sagt,
00:59:38also das mit der
00:59:40Minimallohnerhöhung
00:59:40oder mit der
00:59:4114. Rente
00:59:43oder sonst was auch immer,
00:59:45Investitionsprogramm
00:59:45für den ungarischen Nahverkehr,
00:59:47das muss jetzt erstmal
00:59:48ein bisschen warten,
00:59:48wir müssen jetzt
00:59:49unsere ukrainischen Brüder
00:59:51und Schwestern
00:59:51ein bisschen so finanzieren,
00:59:54wo man hier natürlich
00:59:55auch weiß,
00:59:56wir haben hier
00:59:57Pressefreiheit,
00:59:57was mit den Geldern
00:59:58passiert,
00:59:59also ich weiß nicht,
01:00:01die Deutschen wissen das
01:00:02wahrscheinlich gar nicht so genau,
01:00:03deswegen sind sie so großzügig
01:00:04und schicken das dann,
01:00:06dieses Fass ohne Boden rein,
01:00:08ihr sauer erarbeitetes Steuergeld,
01:00:10aber hier in Ungarn,
01:00:12wir wissen,
01:00:13was das,
01:00:13jeder Korruptionsskandal,
01:00:15den hat man sofort
01:00:15hier in den Medien,
01:00:16wir wissen das,
01:00:17was da abgeht
01:00:18und das wäre
01:00:19unverantwortlich,
01:00:20jetzt da Steuergelder
01:00:21umzulenken,
01:00:22unter anderen Voraussetzungen
01:00:23vielleicht,
01:00:24wenn man da Transparenz hätte
01:00:25und dann klar wüsste,
01:00:26wofür das verwendet wird
01:00:27und sowas,
01:00:28aber da sind wir nicht
01:00:29und das sieht doch
01:00:30ein Peter Mott ja nicht anders,
01:00:31als er seinen Orban gesehen hat
01:00:32und bleibt deswegen
01:00:34hart entlang
01:00:35der ungarischen Interessen.
01:00:36Das ist doch so egoistisch.
01:00:40Ich meine,
01:00:40wenn das Volk ein bisschen
01:00:41länger arbeiten würde,
01:00:43Lebensarbeitszeit,
01:00:45Wochenarbeitszeit,
01:00:45dann würde das Geld
01:00:47für die Ukraine
01:00:48bestimmt zusammenkommen.
01:00:49Ich weiß nicht,
01:00:50warum ungarische Politiker
01:00:52das nicht so sehen können
01:00:53wie Deutsche.
01:00:54Ja, schön,
01:00:56ich applaudiere.
01:00:59Jan,
01:01:01was ist denn mit,
01:01:03das ist denn mit den
01:01:04anderen Wüscherat-Staaten
01:01:06eigentlich?
01:01:07Wo geht die Reise dahin?
01:01:09Wird man weiter
01:01:09eng zusammenarbeiten?
01:01:11Wird man vielleicht
01:01:12einen gemeinsamen Austritt
01:01:14aus der EU anstreben?
01:01:17Nein.
01:01:17Nein, nein,
01:01:18das ist kein Thema.
01:01:19Das war auf der Orban kein Thema.
01:01:20Das war einfach nur
01:01:21Propaganda von den Westmedien.
01:01:23Ah, okay.
01:01:24Interessant.
01:01:25Und dieser ganze Quatsch,
01:01:26Ungarn kommt jetzt zurück
01:01:27nach Europa und sowas,
01:01:29also womit die EU meinen,
01:01:31was meiner Ansicht nach
01:01:32nicht synonym
01:01:32erledet werden darf,
01:01:33das stand nie zur Debatte
01:01:35ein, Huxi,
01:01:36nicht nur der Orban.
01:01:37Er war EU-Kritiker
01:01:39und weil er einfach
01:01:40vom gesunden Menschenverstand
01:01:42ausgegangen ist,
01:01:42weil er extrem
01:01:43bodenständig ist.
01:01:44Und das Gleiche trifft
01:01:46auch auf Modia P
01:01:47dazu.
01:01:48Bodenständig,
01:01:48gesunder Menschenverstand,
01:01:50also Partei der Vernunft,
01:01:51kann man auch sagen,
01:01:52zu TISA.
01:01:52Und deswegen wird er auch,
01:01:55wird er genau da weitermachen,
01:01:57wo Orban aufgehört hat.
01:01:59Das ist so gut,
01:02:01wenn Politiker
01:02:02bodenständig sind,
01:02:03das macht sie berechenbar.
01:02:05Ja,
01:02:06das,
01:02:06mit anderen Worten,
01:02:07es lohnt sich,
01:02:08also wir,
01:02:09ich war ja auch erst mal
01:02:10so ein bisschen überrascht,
01:02:11als ich hörte,
01:02:12ja,
01:02:12Moga hat das Rennen gemacht,
01:02:13trotz auch dieser komischen
01:02:15Vorwürfe,
01:02:15die da im Raum standen,
01:02:16er würde mit Frauen
01:02:17nicht besonders nett umgehen,
01:02:19aber vielleicht ist das,
01:02:21Alphamann,
01:02:21Alphamann-Phänomen.
01:02:24ja,
01:02:24ja,
01:02:24meine Güte.
01:02:26Da gibt es bestimmt ganz andere Kaliber.
01:02:28Aber es lohnt sich also nach wie vor,
01:02:31nach Ungarn auszureisen,
01:02:33auszuwandern,
01:02:34ja?
01:02:35Absolut,
01:02:36also diese ganze,
01:02:37okay,
01:02:37das beruhigt mich.
01:02:38Welle vorher oder dann auch,
01:02:40auch kurz danach,
01:02:41oh,
01:02:41jetzt Koffer packen,
01:02:42weg,
01:02:43die Auswanderer,
01:02:44wir haben ja sehr viele Auswanderer,
01:02:45die jetzt in den letzten,
01:02:48also speziell nach Corona,
01:02:49in der Migrationskrise,
01:02:51hier nach Ungarn ausgewandert sind,
01:02:52weil sie hier alles wiederfinden,
01:02:54das wiederfinden,
01:02:54was in Deutschland verloren gegangen ist
01:02:56oder verschleudert wurde von der Politik.
01:02:59Also da gab es Stimmungen zu den Foren,
01:03:03oh Gott,
01:03:03no future,
01:03:04jetzt Koffer packen,
01:03:05weg,
01:03:05beziehungsweise Leute,
01:03:06die auswandern wollten
01:03:08und jetzt dafür noch die Wahlentscheidung
01:03:10abgewartet haben,
01:03:11sagen dann,
01:03:11oh nee,
01:03:12jetzt kippt das,
01:03:13jetzt wird das hier so eine EU-Mayonette
01:03:15und dann kriegen wir das Ganze,
01:03:16was wir schon aus,
01:03:18von Brüssel und in den deutschen Städten kennen,
01:03:20kriegen wir dann auch dort in Ungarn.
01:03:23Das brauchen wir nicht,
01:03:24da lohnt sich das ganze Auswandern nicht,
01:03:26aber diese Gefahr bedroht,
01:03:28besteht nicht.
01:03:28Also er würde,
01:03:29also Migration,
01:03:31innere Sicherheit
01:03:31und so diese ganzen Themen,
01:03:32wird er genauso verantwortungsbewusst verwalten
01:03:35und managen,
01:03:37wie das ein Orban gemacht hat.
01:03:39Also da wird es keine Änderung geben,
01:03:41dass er,
01:03:41weil er natürlich,
01:03:42ist ein sehr heterogener,
01:03:45sehr heterogener Sammelsorium,
01:03:47diese 141 Leute,
01:03:48da sind dann auch sicherlich welche,
01:03:50die sehr stark so auf den,
01:03:52sehr liberalen und LGBT auf diesen sind,
01:03:56dann wird es wahrscheinlich im nächsten Jahr,
01:03:58im Juni,
01:03:58diese Pride ohne diese ganze Verbotsdebatte geben.
01:04:02Dann findet die halt mal statt,
01:04:03in einem Tag ist dann Pride,
01:04:04alle happy
01:04:06und dann gibt es ein paar Wochen später,
01:04:08mit einem ähnlichem Publikum,
01:04:08das große Sicket-Inselfestival,
01:04:11sind sie auch alle happy.
01:04:12Mein Gott,
01:04:13das hat auch dem vieles nicht wehgetan,
01:04:15hätte man das damals zugelassen.
01:04:16Ich weiß nicht,
01:04:17warum das mit der Verbotsdebatte
01:04:18dann so hochgespielt worden ist.
01:04:21Also solche Sachen wird es geben,
01:04:23aber das tut doch einem Auswanderer,
01:04:24der jetzt hier eine schöne Existenz sich aufgebaut hat,
01:04:28da in Südungarn oder im Balaton doch nicht weh,
01:04:30wenn an einem Juni-Wochenende
01:04:31da so ein paar Regenbogenmenschen da durchziehen.
01:04:35Mein Gott,
01:04:36soll jeder nach seiner Fassung glücklich werden hier.
01:04:39Also die stehen mehr so auf dem Standpunkt,
01:04:41was stört es,
01:04:42die Kathedrale,
01:04:43wenn der Hund ihr Bein an ihr hebt.
01:04:46Meine letzte Frage wäre,
01:04:48oder meine zwei letzten Fragen,
01:04:50die eine kann man wahrscheinlich sehr schnell beantworten,
01:04:52wie libertär ist eigentlich Ungarn?
01:04:54Und die zweite,
01:04:55die wurde mir so zugetragen,
01:04:58das fand ich ganz spannend,
01:04:59kommt jetzt das Zeitalter der Frauen?
01:05:01Ich bin definitiv keine Feministin,
01:05:03aber irgendwie könnte man das so meinen,
01:05:06denn die Fraktionsvorsitzende ist eine Frau
01:05:09und die Parlamentspräsidentin soll auch eine Frau sein.
01:05:12Ja, das war eine bewusste Entscheidung.
01:05:15Und dahinter steht auch seine Überlegung,
01:05:18dass man aus dem Parlament wieder einen Ort macht,
01:05:20wo man sich fachlich und sachlich austauscht
01:05:23über gewisse Fragen
01:05:24und wo man dann diese 199 Abgeordneten nutzt
01:05:29als ein Forum von kollektiver Weisheit,
01:05:32wo man dann gewisse Sachen,
01:05:34wo man sich nicht einig ist,
01:05:35wo man noch nicht den ultimativen Schluss hat,
01:05:38dass man das ausdiskutiert.
01:05:39Denn was wir in den letzten Jahren erlebt haben
01:05:41in unserem Ungarnischen Parlament,
01:05:43das war genauso sinnlos wie im Deutschen Bundestag,
01:05:46wo sich einfach Leute irgendwelche Dinge an den Kopf knallen
01:05:49und jetzt möglichst sich da gut in Szene setzen.
01:05:52Aber die Sachthemen verschwanden daraufhin.
01:05:55Also ich kann mich nicht erinnern,
01:05:56dass da irgendwie mal was diskutiert worden ist.
01:05:58Wie kann man jetzt bei der Infrastrukturfrage
01:06:01da was besser machen?
01:06:02Und dann, ja, der Abgeordnete der Opposition
01:06:04hat da einen guten Vorschlag gebracht.
01:06:05Und wenn man das jetzt noch berücksichtigt
01:06:07und dann das von der anderen Oppositionspartei
01:06:09mit einarbeitet,
01:06:10dann könnten wir doch einen ganz interessanten
01:06:14Beschlussvorschlag hier zusammenstellen.
01:06:16Daraufhin fand ja alles gar nicht statt.
01:06:18Da wurde sich übel geschmäht.
01:06:21Also dieser Parlamentschef war auch besonders berühmt dafür,
01:06:24dass er dann auch viele Ordnungsrufe,
01:06:26also genauso wie jetzt hier Klöckner,
01:06:28Ordnungsrufe,
01:06:29besonders wenn es von der Opposition,
01:06:30also von der einzigen Oppositionspartei kommt und so weiter.
01:06:32Das hat alles nichts mehr mit richtigem Austausch zu tun.
01:06:35Also man ist sich da sofort ans Hemd gegangen,
01:06:38hat sich beschimpft.
01:06:39Man wurde ehrenrührig.
01:06:41Und das hat auch diesem Ansehen des Parlamentes nicht gut getan.
01:06:44Und da möchte er,
01:06:46dass jetzt wieder mehr normal diskutiert wird.
01:06:49Und wer ist da für das Runterschalten,
01:06:52für das Normalisieren,
01:06:53für das bisschen Abkühlen dieses überhitzten Gremiums
01:06:57besser prädestiniert als jetzt die angeblich
01:07:00oder wahrscheinlich von ihrer Beschaffenheit
01:07:02sehr einfühlsamen Damen.
01:07:04Und es ist kein Zufall,
01:07:06dass jetzt also die Parlamentspräsidentin ist eine Dame
01:07:10und die Fraktionschefin von TISA ist eine Dame.
01:07:14Und eine Vizepräsidentin von der Mihaussang ist auch eine Dame.
01:07:18Also da werden die Damen ein bisschen was mit,
01:07:21etwas zu sagen haben dort vielmehr.
01:07:24Und ich bin mal gespannt,
01:07:25ob die das,
01:07:26wenn der Erste dann in die alte Tonlage zurückfällt
01:07:29und erst mal hier du alter Kommunist
01:07:31und du Landesverräter
01:07:32und dieses übliche abspult,
01:07:33dann sagt,
01:07:35komm, zähl mal hier bis drei,
01:07:37komm mal ein bisschen runter.
01:07:38Wir sprechen jetzt gerade über Verkehrspolitik.
01:07:42Hast du einen Vorschlag zur Verkehrspolitik
01:07:44oder nur Beleidigungen?
01:07:45Wenn du nur Beleidigungen
01:07:46und nichts zum Thema beitragen willst,
01:07:48bitte,
01:07:48dann geh auf den Lobby ein bisschen spazieren
01:07:50oder mach was.
01:07:51Aber es ist nicht mehr der Ton,
01:07:53den wir hier haben wollen.
01:07:54Ich bin mal gespannt,
01:07:55wie diese wilden Männer,
01:07:57die das jetzt richtig Intus haben.
01:07:59Im Parlament muss man sich bekämpfen,
01:08:00sonst ist man kein Mann
01:08:01und dann wird man auch nicht übertragen
01:08:03in den Social Media,
01:08:04wenn man da nicht die Opposition
01:08:06oder die Regierung richtig einheizt und sowas.
01:08:08Aber dafür sind die Jungs nicht da.
01:08:10Das ist kein irgendwie so ein Gladiatorenstadion,
01:08:14wo die da möglichst imposante Schaukämpfe
01:08:17aufführen müssen,
01:08:18sondern die werden dafür bezahlt von den Wählern,
01:08:21dass die Probleme lösen.
01:08:22Und wenn sie die nicht alleine lösen,
01:08:24dann sich da ein bisschen unterhalten.
01:08:26199 kluge Leute sind jetzt da drin,
01:08:29die alle was zur Problemlösung beitragen könnten.
01:08:32Und das kann aber nicht stattfinden,
01:08:34wenn die sich statt der Problemlösung
01:08:36sich gegenseitig beschimpfen
01:08:38und sich da ereifern über irgendetwas
01:08:40und sich ans Hemd gehen.
01:08:42Also da bin ich ganz gespannt.
01:08:43Aber durch diese Personalsituation
01:08:46und durch die Ansage von Peter Mordia,
01:08:50dass er halt diesen Charakter des Parlaments ändern möchte,
01:08:54das jetzt hier wirklich wieder konstruktiv diskutiert werden soll,
01:08:58bin ich zuversichtlich, dass da was wird.
01:09:00Aber nach den ersten Parlamentsdebatten sind wir klüger,
01:09:03ob man das dann hinkriegt will.
01:09:04Also du meinst, wenn da wohlriechende Damen sind,
01:09:07die vielleicht auch noch etwas äußerlich hermachen
01:09:09und zudem, wie ich recherchiert habe,
01:09:12auch äußerst fähig sind.
01:09:13Also jetzt nicht so etwas wie,
01:09:16ja, also wir haben ja also im Prinzip,
01:09:20wer fällt mir da ein,
01:09:22Ricarda Lang, Claudia Roth.
01:09:24Also sowas ist das nicht.
01:09:26Nein, das sind gestandene Frauen,
01:09:27eine Hoteldirektorin
01:09:29und eine, die auch hier im Budapester Stadtparlament
01:09:31schon bewiesen hat,
01:09:32dass sie da auch so im Kollektiv gut agieren können.
01:09:36Ja, das ist gut, gut.
01:09:38Ja, dann vielleicht überlasse ich die Frage,
01:09:40wie libertär ist Umgang, Dirk?
01:09:42Und vielleicht übergebe ich hier an der Stelle Dirk
01:09:44auch das Schlusswort, wenn ich darf.
01:09:47Denn unser Gast hat jetzt schon doch
01:09:49eine ganze Weile bei uns
01:09:50und möchte vielleicht mal
01:09:51seine wohlverdiente Abendruhe antreten.
01:09:53Also Dirk.
01:09:54Nee, nicht vor der letzten Frage.
01:09:56Also auch im Publikum,
01:09:57wenn da noch was ist,
01:09:58wenn ihr das habt, was ihr wisst.
01:09:59Ja, ja, ja, ja, genau.
01:10:00Aber dass es so langsam in die Zielgerade kommen,
01:10:03das ist das, was ich damit zum Ausdruck bringen wollte.
01:10:07Uta, ein feinsinniger, verbaler,
01:10:09verbaler Ausdruck, den der Jan benutzt hat.
01:10:12Ich glaube auch, er ist ja gar nicht entgangen.
01:10:14Aber in Ungarn machen Damenpolitik.
01:10:18In Deutschland sind es Frauen.
01:10:22Okay, was bin ich jetzt eigentlich?
01:10:24Ach so, ich bin ja das Kotenhäschen.
01:10:26Ich bin fein raus.
01:10:27Ja, ich weiß nicht, wenn ich jetzt sage,
01:10:30wie libertär ist Ungarn.
01:10:32Gut, wir haben uns ja schon im Vorfeld
01:10:33so ein bisschen unterhalten.
01:10:34Im Grunde hast du ja gesagt,
01:10:37die Partei von Peter Magier
01:10:40entspricht in weiten Teilen der AfD.
01:10:44Das heißt, ich nehme an,
01:10:46es wird auch einen sehr
01:10:47wirtschaftsliberalen Flügel dort geben.
01:10:49Trifft das zu?
01:10:53Da kann vieles zutreffen.
01:10:54Wir wissen noch nichts,
01:10:55was das für Leute sind.
01:10:56Ja, wissen wir noch nicht,
01:10:58was auf uns zukommt.
01:10:59Trotzdem, was da kommen wird.
01:11:00Aber es gibt gewisse Grundfesten.
01:11:04Also einmal die extreme Bodenständigkeit,
01:11:06dass man wirklich gucken muss,
01:11:08wir können nur so viel ausgeben,
01:11:10wie wir bekommen.
01:11:11Und also sehr, sehr viele
01:11:15sozialistische Geschichten
01:11:16sind schwierig hier umzusetzen.
01:11:18Aber natürlich, Ungarn existierte
01:11:21nach wie vor nicht im luftleeren Raum.
01:11:23Und wenn wir ein Brüssel über uns haben,
01:11:26was sehr stark sozialistisch
01:11:28und interventionalistisch denkt
01:11:30und diese ganze Subventionspolitik
01:11:32jetzt mit diesen ganzen Geldern,
01:11:35was hier immer mehr sich
01:11:36zu Erpressungsgeldern,
01:11:37was Gelder sind hier,
01:11:41die pervertiert sind,
01:11:42dass man, also Ungarn zustehende Gelder
01:11:44werden dazu verwendet,
01:11:45hier eine Brüssel-genehme Regierung
01:11:49einzusetzen und so weiter.
01:11:50Aber dieser ganze Geldverteilungswahnsinn,
01:11:53also ich sehe das extrem skeptisch,
01:11:55aber da wüsste man,
01:11:56dass wir jetzt kein ungarisches Thema mehr,
01:11:58es ist ein Brüssel-Thema.
01:11:59Das muss gestopft werden,
01:12:01dass man einfach Steuern runter
01:12:02und dann findet das freie Kapital,
01:12:06gute Investitionsmöglichkeiten
01:12:07und investiert wirklich dort,
01:12:09wo es sich lohnt.
01:12:10Und nicht da,
01:12:11wo jetzt irgendwelche Fördertöpfe,
01:12:13wenn ich das Wort höre,
01:12:16Fördermittel, irgendwas.
01:12:17Und dann kommen hier
01:12:19total sinnlose Sachen raus,
01:12:21die nicht nachhaltig sind und so weiter.
01:12:23Da müssten wir ran.
01:12:24Ich bin Berliner,
01:12:26also auch von meinem Blut her Preuße.
01:12:28Und in dieser Gründerzeit,
01:12:31wo war da die großzügige Subventionspolitik?
01:12:34Als diese ganzen großen Namen,
01:12:35Siemens, Bosch, Diesel,
01:12:37und die wir alle kennen,
01:12:38hochgekommen sind,
01:12:39als diese großen AEG,
01:12:40die großen Unternehmen entstanden sind,
01:12:42war da eine großzügige Förderpolitik
01:12:45von preußischem Staat.
01:12:47Nichts war da.
01:12:48Den Unternehmen wurde einfach,
01:12:50den Unternehmern einfach genug Geld gelassen
01:12:53in der Kasse.
01:12:54Die wurden nicht hier wie heute
01:12:55über 50 Prozent abkassiert.
01:12:58Sie konnten das Geld behalten
01:13:00und dann ganz rational in ihrem Sinne
01:13:03mit Blick auf eine möglichst gute Verzinsung einsetzen.
01:13:06Da müssten wir hin.
01:13:07Das ist aber,
01:13:08das können wir aus Ungarn nicht groß verändern.
01:13:10Oder wir können jetzt kritisch da
01:13:12ein bisschen sagen,
01:13:14das ganze Subventionspraxis
01:13:16mal ein bisschen hinterfragen.
01:13:17Das wird auch weiterhin stattfinden.
01:13:18Also wenn in Brüssel
01:13:20irrationale Sachen passieren,
01:13:21die einfach hier nicht erklärt werden können.
01:13:23Der ganze Klimaschutz-Wahnsinn
01:13:27oder sowas.
01:13:27Diese ganzen ideologischen Projekte,
01:13:29die auch Orban permanent auch kritisiert hat.
01:13:32Also das wird auch ein Peter Mott ja nicht irgendwie sagen,
01:13:35ja, Klimaschutz, super,
01:13:37ruiniert unsere Wettbewerbsfähigkeit,
01:13:39aber wir machen mal,
01:13:40ändert nicht das Klima,
01:13:41aber wir machen das mal.
01:13:43Oder diese ganze Kriegspolitik.
01:13:45Das kostet uns
01:13:46gigantische Wettbewerbsfähigkeit,
01:13:48indem wir uns hier
01:13:49von den preiswerten russischen Rohstoffen abkehren.
01:13:52Der Ukraine ist damit nicht geholfen.
01:13:55Europa verliert permanent Wettbewerbsfähigkeit
01:13:58gegenüber den anderen Wirtschaftszentren der Welt.
01:14:00Also was soll da das Ganze,
01:14:03diese suizitären Sanktionspolitik?
01:14:07Also viele Sachen
01:14:09werden auch weiterhin hoffentlich von Ungarn angefragt.
01:14:12Und das macht ja Ungarn so spannend.
01:14:13Ungarn ist nicht so ein Land wie,
01:14:15was weiß ich denn,
01:14:17Slowenien oder Bulgarien,
01:14:19ich fände vielleicht jetzt ein bisschen interessanter,
01:14:21die einfach nur am Glied stehen,
01:14:23abnicken, jawohl,
01:14:24ist was Schwachsinn,
01:14:25was du hier forderst
01:14:26mit deiner Subventionspolitik,
01:14:29mit deiner Klimapolitik
01:14:30und CO2-Ausstieg
01:14:32und Klimaneutralität,
01:14:33CO2,
01:14:34was da alles so kommt.
01:14:35Aber ich mache mal meinen Mund nicht auf.
01:14:38Ich habe ja gesehen,
01:14:39ich sehe,
01:14:39was mit Ungarn passiert ist.
01:14:41Es ist Schwachsinn.
01:14:42Ich mache trotzdem mit.
01:14:43Einer Gemeinschaft,
01:14:45die vital sein möchte,
01:14:46die lebensfähig sein möchte,
01:14:48die nachhaltig aufgestellt sein möchte,
01:14:50kann doch nicht
01:14:50aus dem Chor der Mitglieder
01:14:52kritische Stimmen
01:14:53komplett unterdrücken.
01:14:56Weil dann kommen halt Fehlentwicklungen.
01:14:58Das sieht man bei den Altparteien
01:15:00und das sieht man bei Brüssel.
01:15:01Wenn man Kritik einfach platt macht
01:15:03und nicht mehr zulässt,
01:15:05dann haben wir diese Sachen,
01:15:07diese Situation,
01:15:08mit der wir jetzt klarkommen müssen
01:15:09in Europa.
01:15:10Aber ich hoffe
01:15:11und ich gehe ganz stark davon aus,
01:15:12dass Ungarn als kritischer Diskussionsteilnehmer
01:15:15bei den Prozessen,
01:15:16die in Brüssel,
01:15:18bei den Diskussionen,
01:15:19die auch jetzt vor uns stehen,
01:15:21dass Ungarn weiterhin dort
01:15:23seine kritische,
01:15:24seinen Input dort einbringt.
01:15:27Und also Ungarn,
01:15:27die große Nachricht,
01:15:28Ungarn bleibt weiterhin interessant.
01:15:30Das war meine Sorge,
01:15:31dass wir jetzt irgendwie ins Glied kommen
01:15:33und dann sind wir einfach weg
01:15:34und keiner interessiert sich im Ausland
01:15:35mehr für die Budapester Zeitung.
01:15:37Aber ich glaube,
01:15:39Ungarn bleibt spannend.
01:15:40Es ist die Lektüre
01:15:41der Budapester Zeitung
01:15:43bleibt spannend.
01:15:44Kann ich jedem nur empfehlen.
01:15:46Genau, genau.
01:15:47Also Ungarn hat 89 als super.
01:15:49Wo findet man dich?
01:15:50Wo findet man dich da?
01:15:52Im Netz budapester.hu.
01:15:54Also Budapester.
01:15:56Ich hoffe,
01:15:57Irakli wird dich verlinken
01:15:58unter dem Video.
01:16:00Das wäre nett.
01:16:02Das wäre doch ein bisschen Werbung
01:16:03hier für unseren Stargast.
01:16:05Der hat es mehr als nur verdient.
01:16:07Und wie kommt es eigentlich,
01:16:08dass die Ungarn so,
01:16:11ja, wie soll ich sagen,
01:16:12resistent gegenüber
01:16:15sozialistischen Strömungen,
01:16:16welcher Art auch immer sind?
01:16:19Ja, so richtig großen Sozialismus
01:16:20hatten wir außer dem
01:16:21Auftrag auktroyiert,
01:16:23habe ich nie gehabt.
01:16:26Ist das einfach
01:16:26ein anderer Menschenschlag?
01:16:27Ein anderer Menschenschlag.
01:16:29Die kann man nicht so leicht
01:16:30was vormachen.
01:16:31Die sind relativ schnell,
01:16:34haben einen kritischen Verstand
01:16:36und die würden nicht so
01:16:39oberigkeitshörig,
01:16:39wie die Deutschen
01:16:40jetzt irgendwas mitmachen.
01:16:41Auch unter vieles.
01:16:42Da gab es zwei Sachen.
01:16:43Einmal sollte irgendwie
01:16:44eine Internetsteuer eingeführt werden.
01:16:46Und dann zack,
01:16:46zwei Massen auf der Straße
01:16:47wurde weggemacht.
01:16:48Und dann zum anderen,
01:16:49die wollten hier
01:16:50den verkaufsoffenen Sonntag
01:16:52wegnehmen,
01:16:52weil die halt irgendwie
01:16:53dachten,
01:16:53wegen christlichen und so was,
01:16:55christlichen Idealen
01:16:55machen wir,
01:16:56da müssen die in der Kirche sein.
01:16:58Gab es auch
01:16:59Riesenrabatz dagegen,
01:17:00wurde sofort weggenommen,
01:17:02das Ganze.
01:17:02Also die Ungarn sind sehr helle.
01:17:05Also wenn da irgendwie was ist,
01:17:07was nicht irgendwie mit einem
01:17:08gesunden Menschenverstand
01:17:09gerechtfertigt werden kann,
01:17:10auch gegen eine Endphase
01:17:12des Kater-Regimes,
01:17:13Sozialismus,
01:17:14das wurde nicht mehr
01:17:15ernsthaft mitgemacht,
01:17:15weil die Leute,
01:17:16die haben das natürlich
01:17:17zum Schein mitgemacht,
01:17:19die wollten nicht wieder
01:17:19sowjetische Panzer hier haben,
01:17:21aber Sozialismus,
01:17:23hör auf,
01:17:23das ist Quatsch.
01:17:25Und bei der ersten Möglichkeit
01:17:26sind sie auch noch ausgestiegen.
01:17:28Als das dann offen war,
01:17:29während die Polen
01:17:30alle haben noch mitgemacht,
01:17:31haben die Ungarn
01:17:31dann erst den Grenzzaun geöffnet
01:17:33und dann haben sie halt
01:17:34die Ostdeutschen rausgelassen
01:17:36und haben eine super
01:17:38Katalysatorrolle gespielt.
01:17:39Und dann haben sie wieder
01:17:40Katalysator gespielt 2015,
01:17:42wo alle noch irgendwie
01:17:43lasst es strömen,
01:17:45lasst es strömen
01:17:45und haben die einfach mal
01:17:46einen Zaun gebaut.
01:17:47Also Ungarn ist ein verdammt
01:17:49wichtiges Volk.
01:17:50Also die EU hätte
01:17:52glücklich sein können
01:17:53oder kann jetzt auch
01:17:54weiterhin glücklich sein,
01:17:55dass sie solche Mitglied hat
01:17:56wie Ungarn,
01:17:57von denen auch mal
01:17:58kritischer Input kommt.
01:17:59Von diesen ganzen Abnickern
01:18:00hat doch keiner was.
01:18:01Erst recht nicht,
01:18:02wenn sich diese Organisation
01:18:04in einer existenziellen Krise befindet.
01:18:06Da braucht man Input,
01:18:07wie man da jetzt irgendwie
01:18:09sich ein bisschen besser
01:18:09aufstellen kann.
01:18:11Aber woher kommt diese Wildheit?
01:18:14Also was heißt Wildheit?
01:18:15Das klingt jetzt irgendwie
01:18:16ein bisschen komisch, aber...
01:18:17Diese Selbstbehauptung,
01:18:19dieser Drang zum gesunden Menschenverstand.
01:18:22Ist das die lange Geschichte Ungarns
01:18:23oder wie erklärt sich das?
01:18:25Oder ist es vielleicht
01:18:27irgendwas anderes?
01:18:28Ich weiß nicht.
01:18:29Also es gibt vielleicht
01:18:31einen historischen Lösungsansatz.
01:18:33Also Ungarn war ja
01:18:34inmitten von slavischen Völkern,
01:18:36ist die Österreicher auch noch da,
01:18:38war sie immer eine Insel
01:18:39und in ihrer Existenz
01:18:41haben sie sich bedroht gefühlt,
01:18:43mussten sich immer behaupten
01:18:44und deswegen auch sehr kritisch
01:18:45gegenüber externen Kräften
01:18:46und gucken,
01:18:47dass man sich da nicht
01:18:49rein regieren lässt und so weiter.
01:18:51Also das ist...
01:18:51Und die haben es ja geschafft.
01:18:53Als kleines Volk
01:18:53haben die inmitten
01:18:54einer wenig freundlichen Umgebung
01:18:57plus dann solche Sachen
01:18:58mit Zweiter Weltkrieg,
01:18:59Erster Weltkrieg,
01:19:00Riesengebietsverluste
01:19:01durch die lieben Franzosen,
01:19:03Trianon,
01:19:04also das ungarische Versailles
01:19:05heißt Trianon,
01:19:07haben sie extrem geblutet.
01:19:09Also immer wurde Ungarn
01:19:10relativ übel mitgespielt,
01:19:12aber trotzdem gibt es
01:19:13dieses Volk bis heute.
01:19:14Also das ist die eine Komponente,
01:19:16dass die sehr stark,
01:19:17und da kommen wir auch wieder
01:19:18dann zur Krone,
01:19:21einen Selbstbehaarungswillen haben,
01:19:23dass sie sich einfach hier nicht...
01:19:24So, weil wir auch befitt sind,
01:19:25also mit allen Worten.
01:19:26Genau, dass sie sich
01:19:27nicht auslöschen lassen möchten,
01:19:29auch nicht durch
01:19:30Bevölkerungsaustausch nichts.
01:19:31Sie sind hier gekommen,
01:19:33um zu bleiben und zu überleben.
01:19:34Das ist das eine.
01:19:35Und das andere,
01:19:36nur eine Theorie,
01:19:37aber die schöne ungarische Sprache,
01:19:39ich glaube,
01:19:41das hat die,
01:19:42die begünstigt ein logisches Denken,
01:19:46die hat eine sehr klare Grammatik.
01:19:48Da kannst du auch nicht
01:19:49so groß rumlabern,
01:19:50wie jetzt im Deutschen
01:19:52oder im Französischen,
01:19:53sondern da musst du ganz gut
01:19:55zum Punkt kommen
01:19:56und kannst auch ganz interessante,
01:19:58mit der Kombination von Worten,
01:19:59ganz kreativ gehen,
01:20:01um das zu nutzen.
01:20:02Und das ist auch der Ansatz,
01:20:04wo das ist eine Erklärung,
01:20:06warum es hier pro Kopf
01:20:07die meisten Nobelpreisträger gibt,
01:20:09also ungarische Herkunft.
01:20:13Und auch auf vielen anderen Gebieten
01:20:15sind Ungarn,
01:20:17Wissenschaft, Literatur,
01:20:18siehst du weltweit,
01:20:20überall,
01:20:20auf allen Gebieten,
01:20:22siehst du ungarische Namen.
01:20:23Also ich denke mal,
01:20:24Mathematiker und sowas,
01:20:25es gibt so viele Fachstühler.
01:20:27Es war ja in Deutschland
01:20:28eh dem auch so,
01:20:29bis dann irgendwann
01:20:30der Ami,
01:20:31die alle an sich gezogen hat,
01:20:34die Intellektuellen,
01:20:36genau.
01:20:37Ja, komisch.
01:20:37Also ja,
01:20:38dieses spezielle ungarische Denken,
01:20:40dass die einfach das
01:20:41irgendwie analytischer sehen
01:20:42als jetzt irgendwie
01:20:43Deutsche oder Franzosen,
01:20:45keine Ahnung,
01:20:46und dann dann noch
01:20:46das entsprechend dann
01:20:47nüchterner sehen
01:20:48als jetzt irgendwelche
01:20:49Idealisten,
01:20:51idealistischen
01:20:51oder durchromantisierten
01:20:53Deutschen,
01:20:54sondern die sehen das
01:20:55relativ nüchtern
01:20:56und treffen aufgrund
01:20:57der sehr nüchtern
01:20:59wahrgenommenen Realität
01:21:00dann ihre Entscheidungen.
01:21:02Und wenn man sie fragt,
01:21:04teilen sie diese Entscheidung
01:21:05oder diese Definition
01:21:07oder diese Wahrnehmung
01:21:09der Wirklichkeit
01:21:09auch anderen mit,
01:21:10die vielleicht ein
01:21:11geschöntes Bild
01:21:12der Wirklichkeit haben,
01:21:13also siehe Migration.
01:21:14Also wir haben gleich gesehen,
01:21:16woher das führt
01:21:16und dass es nicht gut ist
01:21:17und dann mal einen Zaun
01:21:18gebaut werden,
01:21:18die anderen noch irgendwie
01:21:19mit Tätibären geworfen haben
01:21:21und so.
01:21:21Da ist der Ungar,
01:21:22der schaut ein bisschen mehr
01:21:24dahinter
01:21:24und denkt ein bisschen weiter,
01:21:26denkt ein bisschen strategischer.
01:21:28Und ja,
01:21:29das ist eine ganz interessante
01:21:30Eigenschaft
01:21:31und das macht dieses Volk
01:21:32so interessant
01:21:33auf der Philosophie,
01:21:35der Literatur,
01:21:36der Mathematik,
01:21:36Schacht.
01:21:37Vielleicht liegt es ja auch
01:21:38wirklich ein bisschen daran,
01:21:39dass man sich nach außen
01:21:40abgrenzt,
01:21:40weil diese Sprache
01:21:41so einzigartig ist,
01:21:42auch gerade in diesem Umfeld,
01:21:44nicht?
01:21:46Kein Ungarnturm
01:21:46ohne Ungarisch,
01:21:47ne?
01:21:47Ja, ja, ja, ja, ja, ja.
01:21:49Die Sprache dieses
01:21:51Karpatenbeckens,
01:21:52das ist Ungarisch
01:21:53und ja,
01:21:54das ist ein wichtiges Bindeglied.
01:21:55Die Leute stehen auf Ungar,
01:21:58die sind stolz auf ihre Sprache.
01:22:00In den ungarischen Schulen
01:22:02wird richtig noch
01:22:03Hochliteratur,
01:22:04Klassiker werden da unterrichtet,
01:22:06werden massiv gelesen
01:22:07und sowas,
01:22:08wo bei uns,
01:22:08das drängt sich ja immer weiter weg,
01:22:10die Klassiker
01:22:11und ist auch gar nicht mehr
01:22:12in Originalform zuzumuten,
01:22:13den heranwachsenden
01:22:15deutschen Kindern.
01:22:15Hier, die haben einen richtigen
01:22:19Literaturkanon intus,
01:22:20wenn die hier dann
01:22:21an die Universität gehen,
01:22:22nach der Schulausbildung,
01:22:24nach Schulbildung.
01:22:25Also, die stehen zu ihrer Sprache,
01:22:28zu ihrer Kultur,
01:22:29die leben das,
01:22:30die leben ihre,
01:22:31sie haben drei Nationalfeiertage,
01:22:32sie lieben ihre Nation
01:22:35und ja, das gehört alles zusammen.
01:22:38Sprache,
01:22:39das ist Nationalbewusstsein
01:22:41und diese Gemengelage
01:22:43hat das geschaffen,
01:22:44was wir jetzt hier
01:22:46haben
01:22:46und was wir sehr
01:22:48schätzen sollten.
01:22:50Ich habe jetzt gerade mal
01:22:51bei YouTube gesehen,
01:22:52eine wirklich explizite Frage
01:22:57konnte ich nicht finden
01:23:00und so würde ich jetzt
01:23:01meinem Plan nachgehen wollen,
01:23:03Dirk,
01:23:04das Schlusswort zu überlassen,
01:23:05es sei denn,
01:23:05du hast noch eine Frage.
01:23:07Nein,
01:23:08ich kann da super anknüpfen.
01:23:10Ich glaube,
01:23:12der Jan kommt
01:23:13aus Ost-Berlin,
01:23:15man muss den Sozialismus erlebt,
01:23:17ja,
01:23:17man muss unter ihm gelitten haben,
01:23:19um ihn zu hassen
01:23:20und das haben die Ungarn
01:23:21genauso wie die Ostdeutschen gemacht.
01:23:24Und auch in Ostdeutschland
01:23:26steht man heute
01:23:28unserer Demokratie
01:23:29deutlich kritischer gegenüber.
01:23:32Und ich fand das ganz witzig
01:23:34im Vorgespräch,
01:23:35Jan hat mich sehr gelobt
01:23:36für das Einladungsbild,
01:23:39was ich da so schnell mal
01:23:40mit KI designt habe.
01:23:42Und er sagte,
01:23:42auf der einen Seite fühlt er sich erinnert
01:23:44an frühere Bilder aus der DDR
01:23:46mit den drei Köpfen,
01:23:48Marx, Lenin und,
01:23:49wer war der andere, Stalin?
01:23:50Marx, Engels, Lenin, bitte.
01:23:51Marx, Engels, Lenin oder so, genau.
01:23:53Und dann sagte er aber auch,
01:23:55ja, mir ist das aber peinlich,
01:23:57jetzt mit dem ehemaligen
01:23:58und dem aktuellen Präsidenten
01:24:00der Ungarns
01:24:02und meinen Kopf
01:24:03in einer Reihe zu stehen.
01:24:05Und da habe ich ihm schon gesagt,
01:24:09es signalisiert
01:24:10die Macht der Presse.
01:24:12Und ich finde das sehr schön,
01:24:14wie du also heute Abend
01:24:15auch herausgestellt hast,
01:24:17wie wichtig, wie bedeutsam
01:24:19eine freie Presse
01:24:20in einem Land ist,
01:24:21die ihren Journalisten,
01:24:23die ihren Beruf
01:24:23wirklich ernst nehmen.
01:24:25Und als solchen
01:24:26haben wir dich heute erlebt.
01:24:27Es war eine unheimlich
01:24:30informative Sendung.
01:24:31Es hat mir viel Spaß gemacht
01:24:33und ich sage herzlichen Dank,
01:24:35dass du da warst.
01:24:36Und setz dich weiter durch
01:24:40mit deiner Zeitung,
01:24:41hilf den Leuten,
01:24:42sich eine eigene Meinung zu bilden.
01:24:44Und ja, herzlichen Dank.
01:24:46Alles Gute.
01:24:48Ja, danke für die Möglichkeit.
01:24:50Und ich konnte jetzt
01:24:52euch keine endgültigen Antworten
01:24:54liefern,
01:24:55weil das alles sehr neu
01:24:56und ich bin auch ein Suchender.
01:24:58Ich höre jetzt hier täglich
01:24:58von der einen
01:24:59und von der anderen Seite
01:25:00viele Interviews und Podcasts.
01:25:02Es ist eine ganz neue Situation,
01:25:03aber es ist eine unheimlich
01:25:05spannende, inspirierende,
01:25:06intellektuell ansprechende Situation,
01:25:08was jetzt hier ist.
01:25:09Das ist so ein bisschen
01:25:1289, obwohl wir jetzt keine Diktatur hatten,
01:25:14aber war dieser Aufbruch,
01:25:16diese Euphorie.
01:25:17Und wenn ich das euch
01:25:18ein bisschen vermittelt habe,
01:25:20verfolgt das weiter.
01:25:21Also aus Ungarn,
01:25:22hier wird es noch etliche
01:25:23interessante Überraschungen geben,
01:25:25die wir dann natürlich
01:25:26über die Budapest-Zeitung
01:25:27für die Deutschen
01:25:30aufbereiten und weitergeben.
01:25:32Aber ja,
01:25:33dieses Land bleibt interessant
01:25:34als Land
01:25:36mit einer interessanten
01:25:37Best Practice
01:25:39oder mit einer interessanten
01:25:40Practice
01:25:41in gewissen Fragen,
01:25:42aber auch als Auswanderungsland.
01:25:44Also alle,
01:25:44die sich überlegen,
01:25:46doch nochmal
01:25:46dann hier zum Lebensabend
01:25:48oder auch als Unternehmer
01:25:49hier auszuwandern,
01:25:50why not?
01:25:51Also hat sich nichts
01:25:52fundamental geändert,
01:25:53wird sich auch nichts ändern.
01:25:54Und daran,
01:25:56dass Ungarn
01:25:57ein sehr gastfreundschaftliches Land ist
01:26:00mit einem sehr angenehmen Klima,
01:26:01mit einer sehr guten Küche,
01:26:02ändert sich sowieso nichts
01:26:03an diesen Fundamentalsachen.
01:26:05Und das mit der Politik,
01:26:07also das wird eher noch besser.
01:26:10Also da,
01:26:10wo es bei Orban
01:26:11ins Stocken gekommen ist,
01:26:13wird es jetzt unter Orban 2,
01:26:14ohne jetzt dem Peter Mott
01:26:16ja zu nahe zu treten,
01:26:17aber ich denke mal so,
01:26:17mit Arbeitstitel.
01:26:18Also das Gute von Orban
01:26:20wird fortgesetzt,
01:26:21das Schlechte weg,
01:26:23Korruption
01:26:23und dieses Ganze,
01:26:25dass man da ein bisschen
01:26:26nicht mehr so frisch war
01:26:28und nicht mehr so
01:26:29was Neues mal hatte,
01:26:32das ist weg.
01:26:33Und viele neue Aspekte
01:26:35kommen dazu.
01:26:36Also das ist das,
01:26:37weil wir hatten
01:26:37eine lebendige Demokratie,
01:26:39haben eine Partei
01:26:39ein bisschen ermüdet
01:26:40und jetzt übernimmt eine andere,
01:26:43führt das Gute weiter
01:26:44und fügt noch dann
01:26:45gute Sachen hinzu.
01:26:47Das ist wunderbar.
01:26:47Das würde ich mir
01:26:48für meine Heimat Deutschland wünschen.
01:26:51Ja, konservative Politik,
01:26:54das Gute bewahren.
01:26:55Ja,
01:26:57herzlichen Dank,
01:26:58herzlichen Dank euch allen
01:26:59und noch einen schönen Abend allen.
01:27:03Danke gleich,
01:27:03alles Gute.
01:27:05Tschüss.
01:27:05Tschüss.
01:27:06Tschüss.

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