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  • vor 6 Minuten
Tina beschließt, ihre Pasteten-Kreationen lieber mit Davids Weinen statt mit Oskars Craft Beer zu kombinieren. Als sie David um eine Weinverkostung bittet, wittert der eine Chance, sich Tina behutsam wieder anzunähern. Er sucht in seiner Wohnung nach Gläsern und lässt seinen Schlüssel von außen in der Tür stecken. Oskar kann der Versuchung nicht widerstehen und schließt David kurzerhand ein. Doch am nächsten Tag ärgert er sich über seine Unbeherrschtheit – Werner will nicht vor Gericht für André lügen. Als André Melli sein Leid klagt, überrascht sie ihn mit einer klugen Idee: Er soll das Angebot des Staatsanwalts annehmen und sowohl Strafe als auch Schmerzensgeld zahlen – aber dafür erfährt keiner von dem Deal, das Verfahren gegen ihn wird eingestellt und André kann Bürgermeister bleiben.
André folgt Mellis Rat und verkündet vor dem Gemeinderat, dass er nicht zurücktreten wird. Als Clara mitbekommt, wie Hildegard eine alte Strickjacke von Alfons flickt, will sie eine neue für ihn anfertigen. Adrian kommt ihr dabei zu Hilfe und die beiden erleben einen nahen Moment, bei dem Clara spürt, wie sehr Adrian sich auf sein Kind freut. Als Beatrice einen Versöhnungsversuch gegenüber David startet, zeigt er ihr die kalte Schulter…

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Transkript
00:03Ah, Desiree ist schwanger, ich werde Vater.
00:09Was sagst du dazu?
00:11Genau so ging es mir auch. Ich habe überhaupt keinen Ton rausgebracht. Ich war völlig überrumpelt.
00:16Ich habe dir gestern gesagt, dass ich schwanger bin. Alles, was du denkst und fühlst, ist jetzt wichtig.
00:22Also gut. Deine Mutter hat mich vorhin abgefangen.
00:28Was wollte die denn?
00:29Uns eine Wohnung suchen. Und ganz nebenbei hat es mir zum Thema auch Zeit auf den Zahn gefühlt.
00:35Ich bringe Sie um.
00:36Ich bin eigentlich nur gekommen, um Sie zu fragen, ob mein Sohn bei Ihnen war.
00:43Fabienne?
00:43Ja.
00:44Ja, ja, der war da mit Blumenstrauß und CD und Fahrradschloss. Gratulation, Sie können wirklich stolz auf ihn sein.
00:52Und dann auch noch dieses musikalische Talent. Hat er das von Ihnen?
00:55Also ich bin nicht halb so gut wie er.
00:57Und ich nicht halb so selbstbewusst.
01:00Wirklich. Ich glaube, um ihn müssen Sie sich überhaupt keine Gedanken machen.
01:08Du könntest eine Aussage machen, dass die beiden Klägerinnen kürzlich bei dir gewesen sind und Geld verlangt haben.
01:18Geld? Wofür?
01:20Dafür, dass Sie die Klage zurückziehen.
01:23Verstehe doch.
01:24Dann stehen die ganz schlecht vor dem Richter da. Niemand glaubt ihnen mehr.
01:28Und ich bin gerettet.
01:31Das ist für mich.
01:35Deinen Bruder.
01:38Bitte.
01:44Das ist für mich.
01:50Das ist für mich.
02:26Untertitelung des ZDF, 2020
02:41Untertitelung des ZDF, 2020
03:01Untertitelung des ZDF, 2020
03:05Untertitelung des ZDF, 2020
03:09Untertitelung des ZDF, 2020
03:29Dann vielleicht
03:30ja, Fürstenhof Royal
03:32Das passt zu allem
03:33Gut
03:34Ich bin gespannt
03:36Hallo
03:37Super, dass du da bist
03:39Du musst unbedingt probieren
03:40Oh
03:40Neue Variation?
03:42Herr eine neue Kombination
03:43Erst essen und dann trinken
03:45Okay
03:46Darf ich?
03:47Ja
03:58Und?
03:58Und?
04:02Interessant.
04:03Interessant.
04:04Das ist ja noch schlimmer als ganz nett.
04:06Ja, aber Bier passt vielleicht doch nicht zu allem.
04:08Doch, das ist es eben.
04:09Bier passt zu allem.
04:10Ich sehe schon.
04:11Ich habe hier zwei absolute Fachfrauen vor mir.
04:14Also was das angeht.
04:15Ja, da kennst du dich vielleicht tatsächlich.
04:17Besser aus.
04:18Na gut, es war ja auch nur ein Versuch.
04:20Für den ich dir auch wirklich sehr dankbar bin.
04:22Na gut, ich gehe dann mal.
04:23Also interessant und ganz nett.
04:25Mehr verkraftet mein Ego nicht.
04:32Bis später.
04:33Bis später.
04:38Das hat wirklich nicht gepasst, oder?
04:42Die Fasteten und das Bier?
04:44Nein.
05:11Mein eigener Bruder.
05:14Lässt mich also jetzt auch fallen.
05:16Tut er doch gar nicht.
05:18Auch so?
05:20Ich kenne mich mit sowas ja auch nicht gut aus.
05:22Niemals lasse ich mich auf diesen Deal ein.
05:24Aber vielleicht ist es doch das Beste.
05:29Ja, bravo.
05:30Du jetzt also auch.
05:34Du weißt, ich stehe immer hinter dir.
05:37Das möchte ich nicht erleben, wenn du mal gegen mich bist.
05:40Ja, das ist nicht lustig.
05:45Dein Bruder hat schon recht.
05:49Es ist wirklich schwierig mit einem Freispruch.
05:52Es haben dich zwei Frauen angezeigt und dann noch meine Falschaussagen.
05:56Aber die beiden Weiber haben doch zuerst gelogen.
05:59Ja, das weiß ich.
06:00Ich kann da nicht etwas zugeben, was ich gar nicht getan habe.
06:02Was ist denn jetzt schlimmer?
06:04Ein bisschen Geld zu bezahlen oder zu Unrecht verurteilt werden?
06:08Wenn ich mich auf diesen Deal einlasse, dann gebe ich doch indirekt meine Schuld zu.
06:13Aber davon erfährt doch niemand.
06:15Wieso?
06:17Dieser Deal, das ist doch eine vertrauliche Sache.
06:21Alle Beteiligten vereinbaren Stillschweigen.
06:25Ach so?
06:26Ja.
06:30Woher weißt du das?
06:31Von meinem Anwalt.
06:34Der hat damals auch meinen Vergleich gemacht und hat mir alles erklärt, wie das läuft und so.
06:40Wenn du dir einen Deal machst, dann erfährt niemand was davon.
07:32Ich mach das immer so, damit ich weiß, woher steckt.
07:38Ja, da könntest du die Tür auch gleich offen lassen.
07:41Wenn mir gibt's nicht so viel zu holen.
07:44Ah, und willst du reinkommen?
07:46Ja.
07:47Komm rein.
07:48Hallo, übrigens.
07:50Hi.
07:53Ah.
07:54Was gibt's?
07:55Ich bräuchte dein Rat.
07:57Schieß los.
07:59Du findest doch auch, dass Wein besser zu Pasteten passt, oder?
08:03Kommt drauf an. Besser als was?
08:05Bier.
08:07Das auf jeden Fall.
08:09Ja, und deswegen dachte ich...
08:11Aber warte mal, heißt das...
08:13Heißt das, dass deine Pastetensache gar nicht gestorben ist?
08:16M-m.
08:18Und Herr Konopka?
08:19Hat selbst welche bestellt.
08:23Ja, und jetzt hab ich die Idee, einfach eine Box anzubieten,
08:28wo nicht nur Pasteten drin sind, sondern auch ein Getränk.
08:31Wein?
08:31M-m.
08:32Perfekt.
08:33Ja.
08:35Aber ich kenn mich nicht aus mit Wein.
08:38Oh, äh...
08:40Ich kenn ja jemanden, der sich mit Wein ziemlich gut auskennt.
08:42Wirklich?
08:43M-m.
08:44Und...
08:44Wer ist das?
08:46Das bin ich.
08:48Allerdings war ich morgen für längere Zeit nach Burgund.
08:52Oh.
08:53Äh, das...
08:54Das ist schade.
08:57Habe ich halt heute Abend Zeit?
08:58Also, wenn du Zeit hast.
09:00Ja.
09:01Ja?
09:02Ja.
09:03Also, äh, das...
09:05Das ist perfekt.
09:07Okay.
09:11Achso, ich...
09:12Ich geh.
09:14Du musst nicht.
09:16Ja.
09:19Dann bis heute Abend.
09:21Ja.
09:36Mahlzeit.
09:39Mahlzeit für sowas.
09:44Wow, sag mal, rentiert sich das überhaupt noch?
09:48Also, nein, nein, nein.
09:49So habe ich es jetzt nicht gemeint.
09:49Das ist ja offensichtlich ein schönes Teil.
09:52Halt auch schön alt.
09:54Ja, das kann man wohl so sagen.
09:56Eigentlich gehört es in die Mottenkiste.
09:58Nein, nein, nein.
09:59Also, das wollte ich damit definitiv nicht sagen.
10:01Ja, so ist es aber.
10:03Nur dein Opa hängt nun mal an diesem alten Teil.
10:07Ja, ist ja auch echt hübsch.
10:10Das ist ja ein bisschen abgenutzt halt, ne?
10:12Was glaubst du denn, wie oft ich diese Jacke schon ausgebessert habe?
10:16Darf ich mal?
10:17Ja, natürlich.
10:24Wow, ja.
10:25Nein, ich kann Opa schon verstehen.
10:27So was bekommt man heute nicht mehr so oft.
10:30Denn es ist ein wirklich schöner Schnitt.
10:34Hochwertige Wolle.
10:36Das geht man ungern her.
10:38Da seid ihr beide euch ja mal wieder ganz einig.
10:41Aber was sagst du denn als Modedesignerin dazu?
10:44Wenn alle Leute nur noch so altes Zeug tragen und gar nichts Neues mehr kaufen.
10:49Das ist allerdings eine gute Frage.
11:17You, me and others dot com?
11:19Du meldest dich in einem sozialen Netzwerk an?
11:23Schatz, möchtest du mir irgendwas sagen?
11:26Bitte?
11:27Da sind nur Jugendliche.
11:29Suchst du nach einer neuen Spielgefährtin?
11:31Nein, ich versuche es in über einer Stunde, erfolglos, einen Account zu eröffnen.
11:38In diesem Portal ist auch Fabienne Mitglied.
11:40Und ja, ich möchte ihm dann eine Freundschaftsanfrage stellen.
11:44Stellen, ja, aber dazu müsste ich erst mal irgendwie mich anmelden können.
11:50Soll ich dir helfen?
11:52Kennst du dich bei sowas aus?
11:54Kinderspiel, ich meine, so jugendlich wie ich bin.
11:56Bitte, bitte, dann versuch dein Glück.
11:59Eine virtuelle Freundschaft mit deinem Sohn.
12:02Ernsthaft.
12:05Warum nicht?
12:06Wo uns gerade mal ein Stockwerk von ihm trennt.
12:10Ja, ich weiß, es klingt absurd, aber ich hoffe, dass ich dadurch einen besseren Draht zu ihm bekomme.
12:17Meinst du nicht, er bekommt das vielleicht in den falschen Hals?
12:20Warum sollte er?
12:21Er denkt, du spionierst ihm nach.
12:23Das ist ein Unsinn.
12:24Wo er sich sowieso schon so kontrolliert fühlt.
12:26Ich kontrolliere ihn doch nicht.
12:28Ich will doch nur, dass wir ein ganz normales...
12:32Bin ich schon drin?
12:35Ich bin drin.
12:37So, und jetzt eine Freundschaftsanfrage.
12:50Arbeiten Sie eigentlich auch mal?
12:53Das Gleiche könnte ich Sie auch fragen.
13:01Sind Sie heute Abend eigentlich auch dabei?
13:03Wo bin ich dabei?
13:06Bei Tinas Weinverkostung.
13:13Selbstverständlich.
13:15Aber ich frage mich, ob Sie dabei sind.
13:18Weil wenn Tina und ich Wein verkosten wollen,
13:21dann schaffen wir das eigentlich auch alleine.
13:24Und seitdem es diese praktischen Schraubverschlussflaschen gibt,
13:29können ja sogar Bierbrauer Wein trinken.
13:31Und das ist auch sehr schön für die Bierbrauer.
13:34Aber Tina hat mich drum gebeten.
13:36Und da ich Tina in Sachen Wein von Anfang an berate,
13:39ist es nur logisch, dass sie mich fragt.
13:42Sehr schön für Sie.
13:43Sie haben keinen Friseur, dem Sie das erzählen können?
13:50Bis später.
13:59Also, was ich vorhin gesagt habe.
14:01Dass ich für dich lügen soll?
14:02Ja, komm, vergiss es.
14:03Es war die reine Verzweiflung, die aus mir gesprochen hat.
14:06Du hast also eingesehen, dass es eine Schnapsidee war.
14:08Na, wäre das so abwegig?
14:10Das wäre ein Novum.
14:12Ich höre oft auf dich.
14:14Es ist da piepig, egal.
14:16Weshalb, wieso, warum?
14:17Wenn du so plötzlich umschwingst, kann das nichts Gutes bedeuten.
14:21Was heißt denn das schon wieder?
14:22Um es kurz zu machen,
14:23ich stehe auch für anderweitige Winkelzüge nicht zur Verfügung.
14:26Das ist schon wieder eine Unterstellung.
14:28Tja, weil ich dich kenne.
14:30Aber vielleicht nicht gut genug.
14:31Ich werde das Angebot des Staatsanwaltes annehmen.
14:34Oh, auf einmal.
14:36Ja, weil sie schon eine Geldstrafe
14:37gegen einen Prozess mit ungewissem Ausgang
14:41überzeugt hat mich letztendlich Melli.
14:43Dass sie überhaupt noch mit dir redet.
14:45Sie hat mich erst auf den Dreh gebracht,
14:46dass der Ganze dir vertraulich ist.
14:50Und?
14:50Alle Welt wird glauben,
14:52das Verfahren ist eingestellt
14:53und ich bin unschuldig.
14:56Verstehe.
14:57Naja, es stinkt mir zwar,
14:58dass ich so viel Kohle abdrücken muss,
14:59aber das sind mir die dummen Gesichter
15:01des Gemeinderates schon wert.
15:04Du willst so tun,
15:04als hätte sich die Sache von selbst erledigt.
15:07Blemmer, was?
15:34Komme.
15:40Ich dachte, du bist in der Brauerei.
15:43Kleine Planänderung.
15:44Okay.
15:45Der Knirch von unten hat gesagt,
15:47ihr macht euch einen schönen Abend.
15:49Du hast überhaupt keinen Grund, sauer zu sein.
15:51Ach ja?
15:52Ist das so?
15:53Ja, das ist so.
15:55David hilft mir einfach nur,
15:56einen guten Wein für meine Pasteten rauszusuchen.
15:57Du hast selbst gesagt,
15:58dass Bier nicht wirklich dazu passt.
16:00Ja, schon,
16:00aber muss ausgerechnet er das machen,
16:02das kann doch auch jemand anderes machen.
16:03Nein, erstens ist er einfach der Beste
16:05und zweitens bin ich nur mal einfach...
16:06Die ist Chefin, ja.
16:11Was Pasteten angeht.
16:13Das wollte ich gar nicht sagen.
16:15Es ist aber so.
16:18Und wenn du glaubst,
16:19dass er der Richtige ist,
16:20der dir da hilft, dann...
16:22Also.
16:25Legen wir los?
16:27Bier.
16:28Legen wir los.
16:29Naja, es bleibt wohl nicht mehr viel Zeit
16:31und ich dachte,
16:32ich helfe dir.
16:36Wenn das
16:38noch okay ist.
16:43Mehr als okay.
16:51Das ist es.
16:53Ein Basic.
16:55Zeitlos und trotzdem modern.
16:58Und gleichzeitig ein richtiges Lieblingsteil,
17:01das man nicht mehr ausziehen mag.
17:03Genau so eins müsste ich hinbekommen.
17:09Eine neue Lieblingsstrickjacke,
17:11die dieses alte Teil alt aussehen lässt.
17:13Und zwar so richtig alt.
17:20Du kannst dich doch daran erinnern,
17:22als du mir zum ersten Mal
17:23deine Skizzen und deine Würfel gezeigt hast
17:25und was ich da zu dir gesagt habe.
17:28Ja, klar.
17:30Du hast gesagt,
17:31du kannst es nicht fassen,
17:32dass mir die Modefirmen
17:32nicht die Bude einrennen.
17:34Ganz genau.
17:35Nur damals habe ich einfach nicht kapiert,
17:37dass es ja in meinen eigenen Händen liegt,
17:39das zu ändern.
17:40Was?
17:41Willst du mein Sponsor werden?
17:42Ja.
17:43Du könntest hier am Fürstenhof
17:45dein eigenes Atelier
17:46für Strickmoder eröffnen.
17:48Ich?
17:49Ja.
17:51Ein Raum,
17:51in dem du
17:52an deiner ersten Kollektion
17:53arbeiten kannst.
17:54Und wenn die fertig ist,
17:55dann dient dir der gleiche Raum
17:56als Verkaufsfläche.
17:57Was hältst du davon?
18:05Ich hätte nie geglaubt,
18:07jemals ein eigenes Atelier zu haben.
18:31Okay,
18:32das werden definitiv nicht
18:33die schönsten Pasteten,
18:35die je gemacht wurden.
18:37Für deinen Traubenhaini
18:38wird's reichen.
18:40Auch wenn er sich
18:41für was Besseres hält.
18:42Ein Bier zu brauen,
18:43und zwar ein richtig gutes Bier,
18:45ist immer noch schwieriger,
18:46als Flaschen zu öffnen
18:47und klug daher zu schwätzen.
18:48Mhm,
18:49das sehe ich ganz genauso.
18:50Und dass er sich
18:51dann noch für was Besseres hält,
18:52nur weil er mit einem
18:52Korkenzieher umgehen kann.
18:53Ein bisschen mehr kann er schon.
18:55Und dass du ihn
18:55dann immer noch in Schutz nimmst?
18:56Das tue ich doch gar nicht.
18:57Das nervt einfach.
18:58Dich nervt einfach nur,
18:59dass er mir hilft.
18:59Nein,
19:00mich nervt nicht,
19:00dass er dir hilft,
19:01sondern...
19:01Sondern?
19:02Ach.
19:03Okay, pass auf,
19:04ich sag ihm ab.
19:04Nein,
19:05kommt nicht in Frage,
19:06ich verschwinde.
19:06Was?
19:09Es ist dir wichtig, oder?
19:11Ja,
19:11und dir ist es nicht recht.
19:13Ja,
19:13aber ich muss doch nicht dabei sein.
19:14Ich gehe nach Hause.
19:16Früher Feierabend,
19:17halt auch was.
19:19Und was ist,
19:19wenn ich will,
19:20dass du da bleibst?
19:31Wir sehen uns morgen.
19:41Einen schönen Tag noch.
19:42Danke ebenfalls.
19:46Bruder Herz,
19:48eine Party,
19:49zu der ich nicht eingeladen bin?
19:50Für dich,
19:51es waren die nächsten
19:52neun Monate
19:53Tabu.
19:55Touché.
19:56Aber wenn du ganz,
19:57ganz lieb bist,
19:58dann bringe ich dir
19:59vielleicht ein paar Flaschen
20:00alkoholfreien Wein mit.
20:01Gibt es sowas?
20:02Klar,
20:03nennt sich Traubensaft.
20:06Du bist ja heute
20:06besonders gut gelaunt,
20:07ist irgendwas passiert?
20:09Ach,
20:09bis auf die Tatsache,
20:10dass ich ein Date mit Tina habe,
20:12nee,
20:12nichts.
20:13Hat sie mit dem Bierkutscher
20:14Schluss gemacht?
20:16Offiziell
20:16ist es nur eine Weinprobe,
20:18aber...
20:18Du willst sie betrunken machen
20:20und dann...
20:21Nein,
20:22das nicht.
20:22Das ist deine Methode.
20:23Also,
20:24ich höre.
20:25Ich lasse den Abend
20:26einfach auf mich zukommen.
20:27Das klingt ja nach einem
20:28Superplan.
20:29Das ist Zuversicht.
20:32Oder Verzweiflung.
20:34Also,
20:34ich mag sie ja,
20:35ja,
20:35ich wohne ja auch mit ihr zusammen,
20:37aber sie ist doch nicht
20:37dein Typ.
20:38Das habe ich anfangs auch gedacht.
20:40Es gibt so viele andere Mädchen.
20:42Wenn du mir jetzt wieder
20:43mit Clara kommst...
20:44Ich weiß,
20:45du willst nichts von ihr.
20:47Gut.
20:48Aber sie wäre viel
20:49mehr dein Kaliber.
20:50Ich sage ihr nichts.
20:52Ich bin kein Träumer.
20:54Mir ist klar,
20:55dass Oskar Tinas Nummer eins ist,
20:56aber
20:57es kann sich ändern.
20:59Wenn man nur lange genug nachführt.
21:01Es kann nicht schaden,
21:01Tina daran zu erinnern,
21:02dass es mich auch noch gibt.
21:04Viel Erfolg.
21:05Danke.
21:05Danke.
21:06Danke.
21:07Danke.
21:09Danke.
21:24Und dann sagt der Sepp zum Schorsch,
21:26sag einmal,
21:26magst du heuer wieder
21:27deine Aprikosen-Diät?
21:29Der Schorsch,
21:29der isst doch gar kein Obst.
21:31Na eben.
21:31Da darf man alles essen,
21:33nur keine Aprikosen.
21:39Jetzt sind wir Ihnen zu Alba.
21:40Nein.
21:42Sie sind den ganzen Abend
21:43schon so still?
21:44Ich habe einfach nur
21:45keinen guten Tag.
21:47Ist irgendwas passiert?
21:48Nein.
21:49Ist alles okay.
21:56Erst meint sie,
21:57mein Bier passt nicht
21:58zu Ihren Pasteten.
21:59Ach,
22:00wir reden von der Tina.
22:01Und dann
22:02lädt sie diesen Weinkasper
22:03auch noch zum Weineverkosten ein,
22:05als ob Ihre heiligen Pasteten
22:07nur zu Wein passen würden.
22:08Na ja,
22:08also das kann ich schon
22:09irgendwie verstehen.
22:11Ich mag zum Schweinsbraten
22:13auch lieber Bier
22:14als einen Rotwein zum Beispiel.
22:15Also hier geht's wohl
22:16nicht so sehr darum,
22:17was man zu den Pasteten trinkt,
22:20sondern mit wem.
22:21Ach so,
22:22es wurmt sich,
22:23dass die Tina
22:23mit dem Herrn Hofer.
22:26Ja,
22:26dann
22:26gehst du ja jetzt einfach hin
22:28und schmeißen den Hochkant raus.
22:30Alphons.
22:31Jetzt wirklich?
22:32Nein,
22:33natürlich nicht.
22:34Aber machen Sie sich
22:35keine Gedanken.
22:37Die Tina ist eine
22:38anständige junge Frau
22:39und eine ganz
22:40treue Seele.
22:41Ja,
22:41ich weiß,
22:42ich sollte nicht
22:42eifersüchtig sein,
22:43aber ich bin's eben.
22:45Ja,
22:46dann gehen Sie doch
22:46einfach in die Höhle
22:47des Löwen
22:48und fordern ihn heraus.
22:49Wie meinen Sie das?
22:50Dann gehen Sie zu
22:51der Weinprobe.
22:52Oder hat Tina Ihnen gesagt,
22:53dass Sie da nicht
22:54hingehen sollen?
22:55Nein,
22:55ganz im Gegenteil,
22:56aber also ich
22:57an Ihrer Stelle
22:58würde da jetzt hingehen.
22:59Und das ist ernst
23:00gemeint jetzt.
23:02Hier werden Sie doch
23:03bloß verrückt.
23:29Also,
23:31Ja. Aufwandszwei.
23:36Drei.
23:38Richtig.
23:54Woran denkst du?
23:57Nichts Bestimmtes.
24:01Du denkst darüber nach, dass es hier ein bisschen zu eng ist, oder?
24:05Also für drei.
24:07Stimmt's?
24:09Habe ich noch nie so drüber nachgedacht.
24:12Nur weil ich ein Kind von dir bekomme, heißt das ja nicht automatisch, dass wir zusammenziehen müssen.
24:17Ach nein?
24:21Wenn dir das so schnell geht?
24:25Nein, warum sollte es?
24:28Ich, ähm...
24:31Ich will mich nicht aufdrängen.
24:35Achso.
24:36Du meinst wie deine Mutter.
24:41Ich will dir jetzt mal was sagen.
24:45Ich freue mich auf ein gemeinsames Zuhause mit dir.
24:49Kennst du diesen Song?
24:51A house is not a home.
24:54Okay, also im Groben geht's darum, dass ein Haus niemals ein Zuhause sein kann, wenn es darin niemanden gibt, auf
25:01den man sich freuen kann, der auf einen wartet, den man in den Arm nehmen kann.
25:07Ja, und ich, ich freue mich irgendwie total darauf, dass ich jetzt bald so ein Zuhause haben werde, mit dir.
25:19Ich kann mir das auch schon so richtig gut vorstellen.
25:26Ich kann mir das auch schon so richtig gut vorstellen.
25:44Und, und ein Swimmingpool?
25:49Na ja, oder halt zumindest ein Planschbeck.
25:58Ist das albern?
26:01Nee, gar nicht.
26:05Ich habe gar keine Angst mehr davor, ein Kind zu bekommen.
26:17Sechs Flaschen.
26:18Ohne strenge Vorauswahl wären das noch viel mehr geworden.
26:20Okay.
26:22Kann ich die da abstellen?
26:24Mhm.
26:29Ist dein Freund gar nicht da?
26:30Nein.
26:32Ich dachte, ihr arbeitet eng zusammen.
26:34Äh, ja, er musste nochmal in die Maische Malze.
26:39Ich weiß nicht, er muss zu einem exakten Zeitpunkt da sein, weil er einen bestimmten Geschmack haben will.
26:43Und er kennt sich gut mit Bier aus und so eben mit Weinen.
26:47Deshalb.
26:50Das riecht schon sehr lecker.
26:51Ja, das ist eine neue Füllung.
26:54Dann hoffe ich, dass ich die richtigen Weine dafür ausgesucht habe.
27:01Hast du keine Weingläser?
27:03Gehen Wassergläser nicht?
27:04Doch, die gehen auch, aber in einem richtigen Glas entfaltet sich der Wein besser.
27:09Ich habe nur sechs Stück.
27:10Ja, das reicht.
27:11Die sind dreckig.
27:15Okay, pass auf, dann gehe ich nochmal kurz nach unten und hole sechs Gläser von mir.
27:19Okay, bis dahin sind die Passeten aufherzig.
27:22Super, dann, äh, bis gleich.
27:25Bis gleich.
27:37Gute Nachrichten.
27:39Na, die höre ich gern.
27:40Ich konnte André überzeugen, das Angebot des Staatsanwalts anzunehmen.
27:45Angebot? Was denn für ein Angebot?
27:47Also, er zahlt eine Strafe und Schmerzensgeld an die zwei Frauen und dafür wird sein Verfahren eingestellt.
27:55Und das sind gute Nachrichten?
27:57Ja.
28:00Dafür wird er nicht zu Unrecht verurteilt.
28:04Aber er wird doch trotzdem bestraft. Und wenn er ja nichts gemacht hat...
28:08Hat er nicht.
28:09Na ja, aber dann könnte er sich doch eigentlich gegen die Vorwürfe wehren und theoretisch freigesprochen werden.
28:14Die Chancen stehen nicht gut. Dann lieber in den sauren Apfel beißen.
28:18Und was gestehen, was er gar nicht gemacht hat?
28:22Tut er doch gar nicht.
28:25Doch, irgendwie schon.
28:27Nein, weil davon erfährt doch niemand.
28:30Über so einen Deal können alle Parteien stillschweigen vereinbaren.
28:36Du glaubst, ich habe ihm das Falsche geraten.
28:39Nein.
28:41Die Gefahr war doch viel zu groß, dass er sonst so Unrecht verurteilt würde.
28:46Ja, dann, dann ist es vielleicht wirklich besser so.
28:49Schon, ne?
28:50Hm.
29:11Komme.
29:18Tada.
29:19Oskar.
29:20Und?
29:21Läuft eure Weinprobe?
29:23David und ich, wir haben noch gar nicht angefangen.
29:25Hm?
29:26Lecker.
29:28Wieso genau bist du jetzt hier?
29:31Ich hatte Sehnsucht nach dir.
29:33Und nach den Pasteten und nach gutem Wein und...
29:37Wo ist eigentlich der Herr Sommelier?
29:38Der holt Weingläser von unten.
29:42Ist alles in Ordnung?
29:45Alles bestens.
29:52Hey, David, wo bist du denn?
29:54Witzige Geschichte.
29:55Man hat mich eingesperrt.
29:57Wie eingesperrt?
29:59Ich habe den Schlüssel wieder stecken lassen und irgendein Witzbold hat abgesperrt.
30:04Warte einfach einen Moment.
30:06Ich bin gleich unten.
30:08Warst du das?
30:11Den Schlüssel einfach stecken lassen, das ist ganz schön unvernünftig.
30:19Nein!
30:20Weißt du was?
30:21Ich finde, du solltest runtergehen.
30:22Nein?
30:23Ungern?
30:24Du bist einfach so...
30:25Kindisch?
30:26Ja!
30:26Ja!
30:27Ich finde, du solltest runtergehen.
30:59Wer arbeitet denn da noch so spät?
31:01Hallo.
31:04Was machst du nur noch mit der Uhrzeit?
31:08Ist das für dich?
31:09Ganz sicher nicht.
31:12Boah, das ist auch zu groß.
31:13Das ist viel zu groß für dich.
31:15Viel, viel, viel zu groß für dich.
31:17Sag mal, hast du getrunken?
31:19Nein.
31:21Also...
31:22Naja, also ich habe mit Desiree angestoßen auf unser Baby.
31:25Und sie mit Saft und ich mit Champagner.
31:28Das heißt, du hast die ganze Flasche getrunken?
31:32Das wäre auch schade, wenn es schade würde.
31:33Oder nicht?
31:35Na dann?
31:36Ja, und jetzt...
31:37Jetzt schläft Desiree.
31:40Schwanger sein macht nämlich nicht nur enthaltsam,
31:43sondern auch sehr, sehr müde.
31:48Aber du bist nicht müde.
31:50Überhaupt nicht.
31:52Darum habe ich mir gedacht, hey, dann gehe ich halt noch an die Bar.
31:55Und bin rausgegangen und habe gesehen, dass bei dir oben noch Licht brennt.
31:58Ich bin aber auch so gut wie weg.
32:03Das solltest du sowieso sein.
32:05Was?
32:06Ja, weg.
32:07Weg.
32:08Weg von hier.
32:09Irgendwo in Madrid oder in Paris oder in Mailand.
32:12Da, wo man deine Kunst zu schätzen weiß.
32:15Nicht so wie hier so Koffer schleppen.
32:19Du bist wirklich ganz schön beschwipst.
32:27Und du bist ganz schön talentiert.
32:32Früher oder später wird das auch jemand merken.
32:35Und dann kommst du ganz groß raus.
32:38Schön wär's.
32:39Nein.
32:41Das wird wirklich mal so sein.
32:45So.
32:46Ich gehe jetzt mal schauen, was noch so an der Bar los ist.
32:49Also an deiner Stelle würde ich mal schauen, was im Bett so los ist.
32:54Hast du vollkommen recht.
32:56Das mache ich.
32:58Damit ich mit der Bar fertig bin.
33:07Okay, dann bestelle ich dir morgen ein paar Flaschen von dem.
33:09Wenn er nicht zu teuer ist?
33:11Nee, wir sind preislich alle okay.
33:12Außerdem bekommst du den Einkaufspreis.
33:15Und wenn du magst, es gibt auch kleine Flaschen.
33:18Super, dann nehme ich zwölf Stück davon.
33:20Okay.
33:21Die werden dir dann alle an den Fürstenhof geliefert.
33:23Und bezahlen kannst du dann irgendwann.
33:26Danke.
33:28Bist du noch sauer?
33:31Nein.
33:32Ich ziehe das nächste Mal einfach den Schlüssel ab.
33:35Ist sowieso besser.
33:36Ja.
33:36Falls noch mehr so infantile Bürschchen da rumlaufen.
33:39Oskar ist nicht infantil.
33:41Nein, gar nicht.
33:42Ach so, und du hast nicht gemacht, was deine Mutter von dir verlangt hat.
33:44Okay.
33:48Okay, der Punkt geht an dich.
33:54Aber ich hab mich geändert.
33:56Ja, das...
33:57Das hat man gesehen.
34:01Der Kuss mit Clara, das war eine unfassbar dämliche Idee und ich bin wirklich nicht stolz drauf.
34:07Es ist okay.
34:10Du kannst küssen, wen du willst.
34:11Leider nicht.
34:24Ich...
34:25Oh, ich...
34:27Ich...
34:28Ich wünsch dir viel Spaß im Burgund.
34:33Danke.
34:35Danke.
34:37Danke.
34:41Dann...
34:43Dann...
34:44Man sieht sich.
34:46Ja.
35:21Hallo, hier ist Tina.
35:23Ich kann gerade leider nicht rangehen,
35:24aber wenn Sie mir eine Nachricht hinterlassen,
35:25rufe ich Sie so schnell wie möglich zurück.
35:28Ja, ich bin's.
35:29Du, wegen gestern.
35:31Also, das war echt eine blöde Aktion.
35:33Und ich wollte mich bei dir entschuldigen.
35:37Ja, und bei David Hofer auch, wenn du das willst.
35:41Gut, ruf mich auf jeden Fall zurück, ja.
35:45Morgen, Herr Sonnwüchler.
35:47Morgen, Alter.
35:48Ich hätte eigentlich erwartet,
35:50dass Sie heute bei der Tina übernachten.
35:52Ja, ist blöd gelaufen gestern.
35:56Wie?
35:59Ich habe David Hofer einen Streich gespielt.
36:02Aha.
36:05Nichts, worauf ich stolz sein könnte.
36:09Na ja, jetzt ist Tina jedenfalls sauer.
36:11Und deswegen habe ich mich auch gerade bei ihr entschuldigt.
36:14Am Telefon.
36:15Ja.
36:18Ach, meinen Sie, ich hätte das besser persönlich machen sollen?
36:21Hätte ich schon so.
36:24Und ich meine, wenn Sie Ihnen verzeiht,
36:27dann kann doch das persönlich auch viel schöner sein, oder?
36:39Frau Kessler, da sind Sie ja endlich.
36:40Bin ich zu spät?
36:41Nein, überhaupt nicht.
36:42Sie müssen heute eine Weile ohne mich auskommen.
36:45Aha.
36:45Ich habe einen wichtigen Termin im Bräuchstüber.
36:47Ja gut, aber Frau Sonnwüchler ist ja da.
36:49Auch nicht.
36:50Was?
36:50Ja, Sie haben doch schon öfter die Stellung gehalten.
36:52Ja schon, aber...
36:53Ich habe vollstes Vertrauen zu Ihnen.
36:55Okay, wenn es so wichtig ist.
36:57Gemeinderatssitzung.
36:57Schon wieder?
36:58Schon wieder.
36:59Okay, das klingt aber nicht so gut.
37:02Ganz im Gegenteil.
37:03Ihr Lieblingschef ist jetzt bald auch offiziell unschuldig.
37:07Das Verfahren wird eingestellt.
37:09Oh, ich freue mich.
37:12Ich weiß.
37:14Ach so, jetzt muss ich aber her.
37:16Gott, lass mal nicht im Kopf an.
37:31Für wen sind die denn?
37:33Äh, für Sie.
37:37Dafür, dass Sie mir die leckeren Pasteten gebacken haben.
37:40Und dass Sie nie an mir gezweifelt haben.
37:42Wieso auch?
37:44Das ist ein Goldstück.
37:46Hier, das...
37:48Geld für die Pasteten.
37:50Aber jetzt.
37:51Danke.
37:53Nein.
37:54Ich habe Ihnen zu danken.
38:06Entschuldigung.
38:07Kannst du mir ein Taxi rufen?
38:08Mach ich.
38:09Danke dir.
38:09Wir sehen uns in ein paar Tagen.
38:11Alles klar.
38:12David?
38:13Ziehst du in den Fürstenhof?
38:15Nein, ich fahre nach Frankreich.
38:18Wie, und du wolltest dich von deiner Mutter nicht verabschieden?
38:22Tschüss, Mutter.
38:23Sehr witzig.
38:25Wie man es macht, man macht es falsch.
38:28Ich muss dir was Wichtiges sagen.
38:32Wenn es nicht allzu lange dauert?
38:34Du wirst Onkel.
38:36Ja.
38:37Und?
38:38Mehr fällt dir dazu nicht ein.
38:40Das ist alles, was ich dir dazu zu sagen habe.
38:43Desiree habe ich schon gratuliert.
38:45Ach, du weißt es schon.
38:46Ich habe nicht zu allen meinen Familienmitgliedern so ein schlechtes Verhältnis.
38:50Und wenn du mich jetzt entschuldigst, mein Taxi wartet.
38:53Hast du mich noch nicht genug mit Verachtung bestraft?
38:56Muss jetzt auch noch Spott und Häme dazukommen.
38:59Desiree hat mir verziehen.
39:02Willst du mich bis an dein Lebensende hassen?
39:04Vielleicht nur bis an deins.
39:07David, ich bin deine Mutter.
39:09Ja, die sich gerade ziemlich lächerlich macht.
39:11Aber falls es dich beruhigt, ich hasse dich nicht.
39:16Nein?
39:17Nein.
39:18Du bist mir einfach nur egal.
39:34Herr Hofer.
39:37Herr Reiter.
39:43Tja, wegen gestern.
39:49Es tut mir leid, dass ich Sie eingesperrt habe.
39:52Das war bescheuert.
39:53Und ich hoffe, Sie nehmen meine Entschuldigung an.
39:57Natürlich.
39:59Ja?
40:00Ja, ich meine, Sie können nichts dafür.
40:03Das scheint in der Familie zu liegen.
40:05Das verstehe ich jetzt nicht.
40:06Naja, er sperrt nicht Ihre Schwester ein.
40:08Dann sperren Sie mich ein.
40:09Ach so, ja.
40:10Wie gesagt, das wird nicht wieder vorkommen.
40:12Dann bin ich ja erleichtert.
40:13Gut.
40:16War übrigens wirklich ein sehr schöner Abend gestern.
40:19Schade, dass Sie nicht dabei waren.
40:21Wir haben ein paar exzellente Weine verkostet.
40:23Ich mache mir nicht viel aus Wein.
40:25Was nicht ist, kann ja noch werden.
40:28Also mich hätte es nicht gestört.
40:31Ihre gönnerhafte Art können Sie sich sparen.
40:34Tina ist meine Freundin und nicht Ihre.
40:36Das habe ich auch gar nicht gesagt.
40:41Vielleicht stört es mich ja, dass Sie da sind.
40:44Wie wäre es, Sie suchen sich eine andere,
40:46bei der Sie den großen Weinkenner spielen können?
40:49Haben Sie das verstanden?
40:52Schönen Tag noch, Herr Reiter.
41:13Ich bin, Herr Reiter.
41:25Guten Morgen.
41:26Ah, Clara, bringst du dir die Jacke?
41:28Prima, hängen Sie hierher.
41:30Danke nochmal fürs Ausleihen.
41:31Ja, gerne. Hast du Maß genommen?
41:33Ich bin so gespannt.
41:35Ja, und ich erst.
41:36Aber du, nicht, dass du enttäuscht bist.
41:38Du weißt ja, ich habe dir gesagt, der Alfons hängt sehr an dieser Jacke.
41:41Ich weiß nicht, ob er das so einfach umtauscht gegen was anderes.
41:44Das ist ja die Herausforderung.
41:46Willi, wenn du auch so weit bist, können wir zusammen gehen.
41:49Ja, gleich.
41:50Clara, guten Morgen.
41:51Guten Morgen.
41:52Deine Mama ist schon unterwegs?
41:54Ah, nein, ich habe mir nur was ausgeliehen und gerade zurückgebracht.
41:56Aha, also dann.
42:00Meine Jacke, die habe ich gestern überall gesucht.
42:06Ja, ist ja auch ein schönes Stück.
42:08Ja, das ist sie.
42:10So richtig gemütlich.
42:13Ich glaube, so etwas kriegt man halt gar nicht mehr.
42:16Das richtige Stück, um mit einem Alt zu werden.
42:18Ja, so wie ich.
42:27Du warst schon beim Staatsanwalt?
42:29Ja, ganz schön hartwichtig, die Geldstrafe.
42:31Und was ist mit dem Schmerzensgeld für die...
42:33Ich war lieben Weiber, habe ich auch schon abgedrückt.
42:37Ja, was ist denn?
42:39Damit ist die Sache vom Tisch.
42:41Ja, schon, aber so viel Geld.
42:44Habe ich schon vergessen.
42:48Weißt du was?
42:49Dann lad ich dich jetzt eben immer ein.
42:51Ja, genau.
42:53Meinem Ernst, soll ich dir was leihen?
42:55Ihr kommt davon, wenn ich nichts hören.
42:56Verstanden?
42:58Hey, sei nicht traurig, es ist vorbei.
43:01Genestens das.
43:02Und genau das werde ich diesen Speichelleckern aufs Brot schmieren.
43:06Aber...
43:06Weil es deine Idee war, möchte ich, dass du mit dabei bist.
43:08Aber du solltest dir den Gemeinderat nicht zum Feind machen.
43:13Ab dieser Direkt kann man in Bayern schon sein.
43:15Da stehen die drauf.
43:34So.
43:38Danke.
43:45Was starrst du denn die ganze Zeit auf das Ding?
43:50Ähm...
43:51Fabian hat meine Freundschaftsanfrage immer noch nicht angenommen.
43:54Vielleicht will er nicht dein Freund werden.
43:57Also wenn das klappen soll.
43:59Ich glaube, da musst du deinen Namen umbenennen.
44:01In Hot Jenny und das Profilbild einer 17-Jährigen hochladen.
44:04Sehr witzig.
44:06Wenn du mich fragen würdest,
44:08ich würde deine Anfrage sofort annehmen.
44:10Es freut mich, dass dich das alles so amüsiert.
44:12Und du siehst das mal wieder viel zu ernst.
44:18Wahrscheinlich hat er deine Freundschaftsanfrage noch gar nicht gesehen.
44:21Ach komm, so oft wie der auf das Ding schaut.
44:23Dann will er seinen Papi eben nicht adden.
44:27Adden.
44:29Ja, das sagt man doch so.
44:30Liken.
44:32Adden.
44:34Dann bitte, warum will er mich nicht adden?
44:37Das fragst du mich jetzt nicht im Ernst.
44:39Doch.
44:40Hättest du deine Eltern damals als Internetfreunde gewollt?
44:45Damals gab es noch kein Internet.
44:47Anders gefragt.
44:48Hättest du es toll gefunden,
44:50wenn deine Eltern plötzlich Stammgäste in deiner Lieblingsdisco geworden wären?
44:54Ich hatte ein ausgezeichnetes Verhältnis zu meinen Eltern.
44:57Ja, aber um was geht es hauptsächlich in diesem Alter?
45:02Sag es mir.
45:04Um den ersten Freund, die erste Freundin,
45:06Figurprobleme, Party, Sex.
45:08Das sind alles Dinge,
45:09die man nicht mit Papi und Mami berichten möchte.
45:12Ich habe das ja wohl mit meinen Eltern...
45:14Ja.
45:16Dann warst du eben die rühmliche Ausnahme.
45:18Aber dein Sohn ist ganz normal.
45:20Und er möchte das einfach nur mit seinen Freunden bequatschen.
45:24Aber genau damit möchte ich gerne ein Wörtchen mitreden.
45:26Und genau deswegen ändert er dich nicht.
45:37Wo bleibt er denn?
45:41Ach, ich nehme an,
45:43unser Herr Bürgermeister braucht den ganz großen Auftritt.
45:46Den er sich ja auch verdient hätte,
45:48nach den ganzen Verleumdungen.
45:50Ja, aber hier ist doch nicht der Anlass dafür.
45:52Aber er ist unschuldig.
45:54Der Gemeinderat möchte seinen Rücktritt.
45:56Und wenn die sich mal auf jemanden eingeschossen haben.
45:59Da kennen die André aber schlecht.
46:01So leicht lässt er sich nicht unterkriegen.
46:03Ja, ich würde es ihm ja auch wünschen.
46:05Ah, die lieben Kollegen,
46:07alle beisammen sehr gut.
46:18Kommen wir gleich zur Sache.
46:19Sie haben sicher noch anderes zu tun?
46:21Nein, nicht wirklich.
46:23Gut.
46:26Das Verfahren gegen mich wurde eingestellt.
46:33Sie alle wollten meinen Kopf.
46:36Aber ein André Konopka lässt sich nicht so leicht klein kriegen.
46:40Und schon gar nicht von so verräterischen Bauern.
46:43Das war's.
46:47Ach, und bevor ich's vergesse.
46:50Das hier war keine Einladung.
46:52Diesmal nicht vergessen zu bezahlen.
46:54Sie haben doch keine Anzeige wegen Zechprellerei riskieren, oder?
47:14Und anstatt meine Entschuldigung anzunehmen,
47:16fängt er gleich wieder an, mich zu provozieren.
47:18Du hast Größe bewiesen,
47:19weil du dich bei ihm entschuldigen wolltest.
47:21Größe?
47:22Ich hab bewiesen, dass ich ein Volltrottel bin.
47:23Nein, David ist der Volltrottel, weil er so reagiert hat.
47:27Kannst du dir nicht jemand anders suchen für deine Weinverkostung?
47:29Er muss das unbedingt er sein.
47:31Das Wein-Thema ist doch durch.
47:34Ihr habt die Blumen vergessen.
47:36Blumen? Was für Blumen?
47:40Sind das deine?
47:41Mhm.
47:44Von ihm?
47:45Weil ihr so einen wunderschönen Abend hattet?
47:47Was?
47:48Und das hier?
47:49Ein schmalziger Liebesbrief?
47:50Tina, sag mal, geht's noch?
47:57Und es tut mir leid, dass ich so ein Vollidiot bin und es...
48:02Wir müssen reden.
48:08Wieso fotografierten die unser Haus?
48:10Keine Ahnung.
48:12Frau Bramig?
48:15Können wir Ihnen irgendwie behilflich sein?
48:17Ich hatte ja keine Ahnung, wie schön es ist, eine ernsthafte Beziehung zu führen.
48:23Dann werdet ihr bald heiraten?
48:25Ich verstehe nur nicht, was Adrian von Desirée will.
48:28Ich meine, ich finde, Clara würde viel besser zu ihm passen.
48:31Ja, ich wundere mich auch, dass ausgerechnet sie sein Typ ist.
48:35Ich meine, der hat doch so was Aufrichtiges, Bodenständiges.
48:38Ja, und Desirée ist irgendwie von allem zu viel.
48:40Ich weiß nicht, dass es so ist.
48:40Ich weiß nicht, dass es so ist.
48:40Ich weiß nicht, dass es so ist.
48:40Ich weiß nicht, dass es so ist.
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