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  • vor 2 Tagen

Kategorie

🎈
Spaß
Transkript
00:06Musik
00:41Was ist?
00:42Papa, wie war es heute mit Händesuchen mit Zaffrankrissnöckerl?
00:47Ja, ist gut.
01:01Hey, los ist es!
01:04Was soll ich denn das?
01:07Waaah, was ist die Rache?
01:10Waaah!
01:14Waaah!
01:16Waaah!
01:16Waaah!
01:19Waaah!
01:21Waaah!
01:23Waaah!
01:28Waaah!
01:28Waaah!
01:29Waaah!
01:30Waaah!
01:30Ich bin schon doch!
01:31Nein endlich!
01:32Sag mir leid, die Sitzung hat sich ewig hingesagt.
01:34Der Diller muss sich mal wieder aufblasen wie der Frosch und hat sich mit den Meisten angelegt.
01:38Wie weit bist du?
01:39Gerade angefangen.
01:40Was?
01:40Jetzt erst?
01:41Da arbeite ich vielleicht über Geheiz.
01:43Hast du vielleicht wieder mal zu lang frühstückt?
01:44Hab ich vielleicht den Glühkirchen vom Traktor gewechselt?
01:46Hab ich vielleicht das Heu gewendet?
01:48Hab ich vielleicht auch kein einzigen bisschen gefrühstückt?
01:50Gut, dann zeig ich mich schnell um.
01:51Bis du die umgezogen hast, dann bin ich zwei Mord fertig gelöst.
01:54Ich mach jetzt eine schöne Perline fertig und dann bin ich weg!
01:56Ein Stress ist das heute wieder!
01:58Hey, Bayern in dem Stadträtchen beißt sie halt.
02:01Bauer auf Verbrecherjagd vielleicht nicht?
02:04Der.
02:07Was? Der?
02:08Ja, der.
02:10Und warum gerade der?
02:11Weil mir der ein bisschen gefällt.
02:14Und der nicht?
02:16Nein.
02:18Was hast du jetzt gegen den?
02:19Gar nichts. Du hast mich gefragt und ich sage der.
02:22Der?
02:23Ja, was fragst du mich dann, wenn ich schon weiß, was du nimmst?
02:26Ich hoffe noch auf Stand-Bahn.
02:27Der? Ja, der ist noch auf dem Hof.
02:29Gut, dann rufen Sie ihn bitte an. Wir haben einen neuen Fall.
02:31Siedelhausen, Bauernhof, Peinter.
02:32Ja.
02:35Der.
02:40Ja?
02:41Tag, Frau Stöckling.
02:43Grüß Gott.
02:43Ist der Herr Hofer da?
02:45Na.
02:46Hin?
02:47Gratwick.
02:48Der 80er ist auch nicht in seinem Büro.
02:50Vielleicht können Sie mir ja helfen.
02:52In Herrn Hofers Arbeitsberichten taucht öfter das Kürzel SB auf.
02:57Wissen Sie, was das bedeutet?
03:00SB.
03:00Nein.
03:05Irgendeine Vermutung?
03:06Nein.
03:10Können Sie mir Herrn Hofers Arbeitsberichte vom letzten Jahr aussuchen?
03:13Vom letzten Jahr?
03:14Die sind doch schon längst rum ums Eck.
03:16Und die vom vorletzten auch.
03:18Dann müssen die ja in den Keller gehen.
03:20Vielen Dank für Ihre Mühe.
03:25Vielen Dank.
03:58Trainierst du fürs Rennen?
04:00Ja.
04:01Ist dein Vater da rein?
04:02Ich glaube schon, ja.
04:22Hast du eine Rede dabei?
04:24Ja.
04:24Setz dich hin.
04:28Trink nicht so viel.
04:29Wir sind heute Abend bei den Kreidmeiers eingeladen.
04:35Soll ich heute Abend das Dirndl anziehen oder auf Grand Damm machen?
04:39Wo nach Ristier?
04:40Nach Grand Damm, natürlich.
04:42Natürlich.
04:43Du hast es doch gern, wenn die Evi vor Neid keine Farbe mehr kriegt.
04:47Und vor allem, Maggi, wenn dem Rüst mal wieder die Augen rausfallen, wenn er dies das hier geht.
04:53Hey.
04:57Ich war letzte Woche in München und hab mir was Schickes nähen lassen.
05:01Ja, schon wieder.
05:02Wer prallen will, muss bluten.
05:04Solange du mal Blut noch in Wallung bringst, tue ich das gern.
05:09Du wirst stolz auf mich sein.
05:11Ich bin jetzt schon ganz stolz auf dich.
05:23Ja, Kranzberg?
05:27Was?
05:29Ja.
05:30Okay.
05:32Was ist?
05:34Sitzung fällt aus.
05:36Der Peinteil ist tot.
05:55Ja, ich hab's schon gehört.
06:04Der Peinteil ist tot.
06:06Ja, ich hab's schon gehört.
06:07Ja und, was machen wir jetzt?
06:08Ja, gar nix.
06:10Die Polizei will Fragen stellen.
06:11Und wir werden sie beantworten.
06:13Komm.
06:24Servus.
06:25Grüß dir, Ewin.
06:26Grüß dir.
06:27Na, servus.
06:28Deinen Job möchte ich denn mitmachen.
06:29Und sollt ihr die Fotos mal der neuen Kontrollerin zeigen, ja?
06:32Damit ihr sieht, wie wir auf unsere Stunden kommen.
06:34Ach, Herr Moser, Sie haben eine völlig falsche Vorstellung von Frau Ortmanns Arbeit.
06:37Ihr Wort in Gottes Uhr.
06:38Ja, ja.
06:39Ich verstehe gar nicht.
06:39Sie ist alles so unruhig, seit die Ortmann da ist.
06:41Kein Wunder.
06:42Die Kontrolle klingt ja bedrohlich.
06:44Grüß mal, Frau Doktor.
06:45Hallo.
06:47Wie ist das passiert?
06:48Tja, er hat in dem leeren Silo gearbeitet und dann ist das Tierfutter auf ihn heruntergestürzt.
06:53Unfall ausgeschlossen?
06:54Denke ich schon, ja.
06:54Die Tür war von außen verriegelt und dieser Schalter da, der die Luke öffnet, der war umgelegt.
06:58Mhm.
06:59Was sagst du, Frau Doktor?
07:00Der Mann ist erstickt, keine Spuren von äußerer Gewaltanwendung.
07:05Vielleicht sollte Herr Achtziger mal mit den Leuten reden.
07:08Hä?
07:09Na, wegen der Frau Ortmann.
07:11Das wäre doch gut, wenn die Leute wirklich wüssten, was sie macht.
07:14Warum sagen Sie mir das?
07:15Damit Sie mit Herrn Achtziger reden.
07:18Gute Idee, Frau Doktor.
07:19Tschüss.
07:20Tschüss.
07:20Widerspruch.
07:20Ich meine, schließlich hat er Sie für das Kontrollen der Kontrollerin abgestellt.
07:24Und Sie machen das ja gern, gell?
07:26Finden Sie.
07:28Na ja, jedenfalls, der Mann heißt Marquardt Peinter und seine Tochter Sophie hat ihn geboten,
07:32als sie ihn zum Mittagessen holen wollte.
07:33Sie ist drüben in der Küche.
07:38Schmeckt's?
07:39Ob es mir schmeckt?
07:40Das ist ja gigantisch.
07:46Also, Herr Mohr.
07:48Na, na, ist schon gut.
07:49Ich bin froh, wenn es einer ist, ich höchst, sowieso nix runter.
07:51Und jetzt auch was?
07:52Nein, danke.
07:54Sie vielleicht.
07:56Gut riechen tut es ja schon, gell?
08:01Danke, ich bin im Dienst.
08:02Hofer, mein Name, übrigens.
08:04Sophie Peinter, ich bin die Tochter.
08:06Nein, Beileid, gell.
08:07Danke.
08:09Frau Peinter, ihr habt einen ganz guten Blick über den Hof.
08:13Und Sie haben niemanden gesehen?
08:14Nein, niemanden.
08:16Hatte Ihr Vater Feinde?
08:17Ja.
08:18Das ganze Dorf.
08:20Das ganze Dorf?
08:21Wieso das?
08:21Mein Vater wollte Gen-Mais anbauen, auf 18.000 Quadratmeter.
08:25Und die Nachbarn haben gefürchtet, dass die Gen-Saat über den Wind auf ihre Felder tragen wird.
08:30Er hat Drohanrufe gekriegt.
08:32Und Post.
08:39Das ist ein Safran-Locker.
08:40Ich habe gerade gewusst, dass sowas gibt.
08:42Was?
08:45Genfuzi.
08:45Ja, so haben sie ihn alle beschimpft.
08:47Vor zwei Tagen haben sie einen Teil vom Felder mit Heizöl verseucht.
08:50Und Ihr Vater ist stillgeblieben?
08:51Ja, in ein paar Tagen wäre die Jahresfrist abgelaufen gewesen, die jeder Landwirt nach Anmeldung von seinem Gen-Maisvert abzuwarten
08:57hat.
08:58Er hätte dann auch sehen können.
09:00Und er hätte es auch gemacht.
09:10Ja, dann danke nochmal, gell.
09:13Gern schön.
09:13Äh, Frau Painter, bei dieser Front gegen Ihren Vater gab es da einen Sprecher, einen Anführer.
09:21Der Karl Kranzberg da oben.
09:22Er ist der reichste Bauer vom Dorf, aber der hat nichts damit zu tun.
09:26Was macht Sie da so sicher?
09:28Weil früher sind wir gut miteinander ausgekommen.
09:30Sogar wie der Streit losgegangen ist, hat er immer noch versucht, die Sache vernünftig zu regeln, weil...
09:35Weil was?
09:36Meiner Ansicht nach hat er das alles recht ungeschickt abhackt.
09:38Aber mei, von mir hat er sich gleich gar nichts sagen lassen.
09:44Ja, danke, Frau Painter.
09:46Wiederschauen.
09:47Nur mit uns ein herzliches Beileid, gell?
09:48Dankeschön.
09:49Wiederschauen.
09:50Wiederschauen.
09:52Herr Lind, war das jetzt irgendwie falsch, dass Sie die Suppen gegessen haben?
09:56Naja, ein bisschen pietätlos war das schon, hm?
09:59Schlimm, Herr Hofer?
10:01Ach, ich, ich halte wieder raus.
10:03Danke.
10:24Sie kommen vom Hof der Kranzbergs?
10:28So schaut's aus.
10:30Ja.
10:30Wie heißen Sie?
10:31Franz Bucher.
10:32Arbeiten Sie dort?
10:34Nein, nein.
10:34Ich hab selber einen Hof.
10:36Wieso?
10:37Der Herr Painter ist ermordet worden und wir ermitteln in dem Fallen.
10:40Der Painter?
10:41Tod?
10:43Ein Millenster Marsch.
10:44Was wollten Sie von Herrn Kranzberg?
10:47Ich hab was zum Bären gehabt mit einem Weg am Holz.
10:51Wieso?
10:52Ich frag nur so.
10:54Ja gut, Sie können weiterfahren, Herr Buchner.
11:07Herr Lind, entschuldigen Sie bitte, aber ich muss noch einmal auf das Essen zurückkommen.
11:13Also ich persönlich finde nicht, dass das Bier tätlos war.
11:16Herr Moor, die Sache hast du doch gegessen.
11:17Nein, so ein Vorwurf, das beschäftigt einen doch.
11:20Ich finde, die Sophie war mir richtig dankbar, dass ich auf ihr Angebot eingestiegen bin.
11:24Ach, dann war ihr Motiv gar nicht Hunger.
11:25Und der Nächsten, liebe Edel.
11:28Herr Lind, Ihre Ironie können Sie sich sparen.
11:30Ich bin sicher kein soer Lackl, der den Hinterbliebenen die letzten Haar vom Kopf frisst.
11:34Das sagt doch gar keiner.
11:35Doch, Sie.
11:36Ich lasse ihn nicht auf mich hocken.
11:37Okay, dann hab ich die Sache halt völlig falsch gesehen und möchte mich entschuldigen.
11:41Ja?
11:42Und jetzt das Ganze ohne Ironie, bitte.
11:44Jetzt steigen Sie ein, Herr Moor.
11:47Herr Kranzberg, wo waren Sie heute Vormittag zwischen halb elf und halb zwölf?
11:53Hier.
11:54Aha, wo genau?
11:55Bei mir, im Schlafzimmer.
11:57Jetzt so, um elf Uhr.
12:01Ja.
12:02Und was wir zwei da gemacht haben, das können Sie sich erdenken.
12:05Ja.
12:06Hier sind meine Kollegen, der Hauptkommissar Lind, der Blitzer Obermeister Moor, Herr und
12:13Frau Kranzberg.
12:14Alles gut.
12:17Was ist denn hier los?
12:19Herr Peinter ist tot.
12:24Er ist ermordet worden.
12:28Schrecklich.
12:56Schrecklich.
12:57Ich bin ein kurzer Mitglied in der ÖOP, der Ökologischen Umweltpartei.
13:04Wie haben Sie das eben gemeint mit der Hetzerei?
13:08Herr Peinter hat nichts Unrechtes getan.
13:11Er ist immer noch in einer Demokratie, wo er auf seinem Land tun und lassen kann, was
13:14er will.
13:15Sollange er keine Gesetze verletzt.
13:17Dann waren Sie für Herrn Peinter?
13:19Nein.
13:21Aber auch nicht gegen ihn.
13:23Und mein Vater, der war doch nicht gegen ihn, weil er Angst vor seinen Pflanzen hat.
13:27Karriere will er machen, seiner scheiß ÖOP.
13:30Sie meinen, dass er die Angst der Bauern für sich ausnutzt?
13:33Ja, meine ich.
13:35Er hat durch den ganzen Zinnobe erst losgetreten.
13:38Wer Genmais anbauen will, muss seine Flächen veröffentlichen.
13:42Gengegner wie die ÖOP studieren solche Veröffentlichungen und organisieren dann in Protest
13:47auf den Dörfern.
13:49Sonst hat mein Vater herantreten, der hat sich einspannen lassen.
13:53Klar, er ist der reichste Bauer hier, er hat das Sagen.
13:56Verstehe.
13:57Dann gab es so Testkundgebungen.
13:59Das ganze Dorf war auf den Beinen.
14:01Das geht ja noch.
14:02Und dann peint er sein Feld mit Heizhilfeseuchen.
14:05Da hört der Spaß auf.
14:11Ja?
14:13Es tut mir so leid.
14:14Ja.
14:16Seid mir nicht böse, aber ich kann gerade nicht.
14:18Die Polizei spricht gerade mit mir.
14:20Ja?
14:21Okay.
14:24Sagen Sie,
14:24Sie, wissen Sie vielleicht,
14:27wer hinter diesem Heizölanschlag steckt?
14:32Ich will da jetzt niemand hinhängen.
14:34Ach komm, Sie, Herr Kranzberg, jetzt haben Sie A gesagt, dann müssen Sie auch B sagen.
14:38Nein.
14:38Martin!
14:40Ihnen geht's doch um Gerechtigkeit, oder?
14:43Scheiße.
14:44Also, ich höre.
14:46Als ich letzte Woche trainiert habe,
14:48da habe ich den Buchner mit einem Kanister auf dem Feld von Peintag gesehen.
14:53Aber ich würde schon sagen, Sie mir nicht, dass Sie es von mir haben.
14:55Martin!
14:58Sind wir fertig?
14:59Ja, ja.
15:08Was bist du bloß für ein Hitzkopf.
15:10Ich weiß ja, dass du es eher nicht meinst.
15:12Und zum Teil hast du ja recht mit dem Ehrgeiz von Papa,
15:15aber mir zuliebe.
15:16Halt dir ein bisschen zurück.
15:17Ja, ist schon gut, Mama, aber...
15:19Ich meine, wir sind doch früher gut rausgekommen mit dem Peintag.
15:23Der Papa ist wie verändert sich denn nun als Scheißpolitik im...
15:25Das lass einmal meine Sorge sein.
15:27Wichtig ist jetzt, dass wir in einem Strang ziehen.
15:30Wie meinst du das?
15:31Ja, willst du, dass er da reingritten wird?
15:33Nein, natürlich nicht.
15:34Ich auch nicht.
15:35Darum habe ich auch für ihn gelogen und er mir alle begeben.
15:38Wieso das?
15:39Ja, um ihn da rauszuhalten.
15:40Oder glaubst du etwa, dass er den Peintag...
15:42Nein.
15:48Frau Stockler?
15:49Ja, hier ist Lind.
15:51Ähm, ich bräuchte einen Durchsuchungsbeschluss.
15:53Und zwar für den Hof eines gewissen Franz Buchner.
15:58Franz Buchner.
16:00Richtig.
16:01Genau.
16:04Heute Treffen am Jumpers Rock, 18 Uhr.
16:06Hier, der Durchsuchungsbeschluss für den Bauernhof von diesem Franz Buchner.
16:10Für Sie, Herr Hofer.
16:11Wieso für mich?
16:12Weil ich denn Herrn Lind für ein Gespräch mit Frau Ortmann brauche.
16:16Und zwar in Ihrem Interesse.
16:19Frau Stockl hat mir nämlich berichtet,
16:21dass Frau Ortmann über ein Kürzel in Ihrem Arbeitsbericht gestolpert ist.
16:26Sie können sich denken, wie ich es?
16:28Bis, Pi.
16:30Ja.
16:31Ihr berühmtes Stand-by.
16:33Diese hübsche Umschreibung dafür,
16:34dass Sie während der Arbeitszeit auf Ihrem Hof rumwerkeln.
16:37Und was soll ich bitte bei Frau Ortmann erreichen?
16:40Ja, Verständnis.
16:41Verständnis?
16:41Ja, Verständnis.
16:43So wie ich es auch habe lernen müssen.
16:45Bezüglich Herrn Hofers Sonderstatus.
16:46Aber damit ist jetzt Schluss.
16:48Sie haben mein Wohlwollen schamlos ausgenutzt.
16:51Ich habe die Fehlzeiten gezählt.
16:53Ich kann mich erinnern, Ihnen drei SB genehmigt zu haben.
16:56Im Bericht stehen aber 30.
16:58Noch sichtet Frau Ortmann ja nur die Arbeitsberichte.
17:02Was aber, wenn Sie die Planstellen unter die Lupe nennt?
17:04Schon mal daran gedacht?
17:05Wieso sollte die das tun?
17:06Ja, weil Sie auf die Idee kommen könnte,
17:08aus Ihrer Stelle offiziell eine Halbtagsstelle zu machen.
17:12Was dann von Ihrer Stelle üblich bleibt, kriege ich noch drauf.
17:15Also ab jetzt werde ich Ihre SB-Zeiten gnadenlos kontrollieren,
17:18aufgänse Gift nehmen.
17:20Und dann wollen wir mal hoffen,
17:21dass Herr Lindt die Sache wieder gerade üblich ist.
17:26Ach, Herr Mohr.
17:28Wissen Sie, was oder wo der Jumpers Rock ist?
17:30Jumpers Rock?
17:31Ja, mir geht es.
17:32Sie vielleicht?
17:33Gut, dann finden Sie es raus.
17:34Ja.
17:35Ich möchte, dass Sie Martin Kranzberg beschatten.
17:37Er soll um 18 Uhr an diesem ominösen Jumpers Rock ein Treffen haben.
17:39Ich möchte wissen, mit wem.
17:4118 Uhr, weil ich hier liegt, das ist ein bisschen blöd,
17:43weil um 18 Uhr beginnt gerade mein Kegelabend.
17:47Tut mir sehr leid, Herr Mohr.
17:48Ich würde es liebend gerne selbst machen.
17:50Aber gewisse Umstände erfordern mein diplomatisches Fingerspitzengefühl.
17:53Sehen Sie sich nicht so verbissen.
17:55Ganz entspannt, wir sind in Bayern.
17:57Ich sage Ihnen mal was.
17:58Vielleicht sieht das Frau Ortmann ja nicht so entspannt.
17:59Vielleicht wollen Sie ja auch eine Halbtagsstelle.
18:01Nicht genug, dass ich durch Ihre ständigen SB-Geschichten
18:03in Mitleidenschaft gezogen werde?
18:04Nein, jetzt muss ich auch noch Ihren Arsch vom Eis ziehen.
18:08So brauen Sie aber im Kran.
18:39Na, bitte schön, bitte.
18:45Herr Achtziger, ich müsste Sie kurz sprechen.
18:48Das ist jetzt ganz schlecht.
18:49Ich bin auf den Sprung zur Polizei.
18:50Ich bin da.
18:53Ist nur eine Frage.
18:54Später.
18:55Ich glaube, Herr Lindt wartet auf Sie in Ihrem Büro.
18:58Ich glaube, Herr Lindt wartet auf Sie in Ihrem Büro.
19:27Ich bin da.
19:35Schnüffeln Sie?
19:36Nein.
19:37Gibt es etwas zu finden?
19:40Der Achtziger hat mir gesagt, dass Sie mich sprechen wollen.
19:43Ich habe ihn gerade auf dem Gang getroffen.
19:44Er hat es sehr eilig.
19:47Setzen wir uns.
19:48Ja.
19:56Tja.
20:00Und, haben Sie sich gut eingelebt?
20:03Immerhin so gut, dass ich einen gewissen Zusammenhang zwischen Herrn Achtzigers Eile und ihrer Anwesenheit hier zu erkennen glaube.
20:09Na, prächtig.
20:12Also gut.
20:14Folgendes.
20:16Ich gebe zu, dass wir es versäumt haben, Sie etwas besser zu etablieren.
20:21Wie darf ich das verstehen?
20:23Nun ja, es gibt durchaus einige Leute, ich will jetzt keine Namen nennen, die beäugen Sie mit Misstrauen.
20:27Aber das ist unsere Schuld.
20:30Weil die Leute haben einfach eine vollkommen falsche Vorstellung von Ihrer Arbeit.
20:34Sie glauben, dass Sie eine Art, was soll ich sagen, Erbsenzählerin sind, die hinter jeder Minute her ist.
20:40Erbsenzählerin?
20:40Ja, dass von Ihnen nur Kürzungen, Auflagen und irgendwelche Repressalien ausgehen können.
20:46Repressalien.
20:47Ganz genau.
20:48Und dem versuchen wir, also sprich, Herr Achtziger und ich und natürlich auch Herr Hofer, entgegenzuhalten.
20:56Und wir haben uns gedacht, vielleicht veranstalten wir ganz einfach eine Informationsstunde,
21:02in der jeder genau erfährt, was Sie wirklich machen. Also in ganz groben Zügen natürlich.
21:09Das, das ist ja nett von Ihnen, Herr Lind.
21:11Mein Gott.
21:15Frau Stockel, der Herr Lind, ist ja immer noch bei Frau Ortmann?
21:20Bei zwecks dem SB?
21:21Ja.
21:21Wieso haben Sie denn den da hingeschickt? Das geht doch denen nichts an.
21:25Frau Stockel, das geht uns alle was an. Schließlich decken wir ja auch alle Herrn Hofer Sonderstatus.
21:30Ach, äh, was halten Sie übrigens von Frau Ortmann?
21:35Wieso? Macht's Schwierigkeiten.
21:37Ah, durchaus nicht.
21:39Die wird der Hofer nicht so schnell um den Finger wickeln, das sag ich Ihnen.
21:42Ach, wollen Sie damit andeuten, Herr Hofer hätte mich um den Finger gewickelt?
21:48Herr Achtziger, tief im Innersten sind Sie doch ein ganz sanftmütiger.
21:53Ja, sowas merkt der Herr Hofer sofort und schwupp hat er Sie am Wickel, genau wie uns alle.
21:58Ein sanftmütiger Sosner. Na, das lässt sich ändern.
22:02Aha. Na, jedenfalls denke ich, dass die Ortmann hier noch einiges aufmischen wird.
22:06Das ist nämlich eine Frau, die ganz genau weiß, was sie will.
22:10Schauen wir mal, ob der Herr Lind hier gewachsen ist.
22:14Gut.
22:15Ja.
22:17Frau Ortmann.
22:19Danke noch mal.
22:19Gut.
22:20Ach, sagen Sie, ähm, könnten Sie mir nicht einen Tipp geben, wer dagegen mich geungt hat?
22:29Unia.
22:31Na gut, weil Sie sind, ähm, die Sache kam aus dem Umfeld der Spurensicherung.
22:37Ah.
22:38Danke.
22:39Bitte, aber bleibt unter uns, ja?
22:44Ach, äh, bevor ich das vergesse, Sie haben doch Frau Stockel heute Morgen nach diesem Kürzel in Herrn Hofers Arbeitsakte
22:48gefragt, nicht wahr?
22:49Ja.
22:50Das war nicht nichts Berühmtes. Dieses SB steht ganz einfach für Stand-by.
22:55Weil Herr Hofer hat doch diesen Bauernhof, nicht wahr?
22:56Und da gibt es manchmal zeitliche Überschneidungen beim Ermitteln, deswegen springen wir füreinander ein und dafür ist dieses Kürzel da.
23:02Also.
23:03Außerdem ticken die Uhren in Rosenheim immer mal anders.
23:06Ach übrigens, das ist auch so ein Beispiel von denen, die ich gerade genannt habe.
23:10Die Leute glauben, dass sie wegen dieser Lappalie einen Riesenaufstand machen.
23:12Deswegen ist es ganz wichtig, klarzustellen, dass es bei Ihnen eben nicht der Fall ist.
23:16Also, in dem Sinne.
23:39Ich denke, die Angelegenheit wird von ihr wohlwollend geprüft.
23:42Herr Lindh, jetzt reden Sie nicht so ein diplomatisches Kauderwelsch daher. So oder so.
23:53Au!
24:10Oder doch was Blaues.
24:13Kippo-Rosenheim-Apparat, Stockl, grüß Gott.
24:16Stockl, ich bin's der Michi. Du, ich möchte so gerne noch zum Kegeln halten. Weißt du, was der Jumpers Rock
24:20ist?
24:21Jumpers Rock, was soll das sein?
24:22Das frage ich dich doch gerade.
24:24Michi, das ist Englisch.
24:25Meine Idee, wenn ich nicht hätte.
24:27Ja, wieso willst du das wissen?
24:28Weil ich noch zum Kegeln will.
24:29Was hat jetzt Jumpers Rock mit Kegeln zu tun?
24:33Stockl, vergiss es.
24:35Sag einmal.
24:36Was ist jetzt?
24:37Was ist jetzt?
24:38Was ist jetzt?
24:45Herr Stockl, jetzt kommt ein kleiner Franz Buchner zum Verheer. Der möchte nicht gestört werden.
24:49Ah, Moment.
24:50Was gibt's?
24:52Welcher Stoff gefällt Ihnen da am besten?
24:54Der Buchner ist draußen. Hatten Sie Erfahrung?
24:56Allerdings, im Buchner seinen Wagen waren drei leere Kanister, die brutal nach Heizöl gestorben haben.
25:02Und in seinem Haus haben wir Zeilen gefunden, bei denen Buchstaben ausgeschnitten sind, die genau zum Druckreif passen.
25:09Auf geht's.
25:11Ah, halt!
25:12Was ist?
25:13Ich habe jetzt keine Zeit.
25:15Der gestreift das recht nicht.
25:16Muss man jetzt zufällig mit ein paar leeren Kanistern umeinanderfahren, die zufällig nach Heizöl stehen?
25:20Jan, deswegen habe ich noch lange nicht der Peintner seine Wiesen verseucht.
25:23Man hat sich aber gesehen.
25:24Wer?
25:24Das tut hier nichts zur Sache.
25:26Heizöl in die Wiesen schütten, so eine Sauerei. Der ganze Boden ist verseucht.
25:30Und Sie haben auch ganz zufällig den Drohbrief geschrieben, ne?
25:32Hier, wir kriegen dich, gehen Fuzzi.
25:34Und wenn Sie uns jetzt verzeihen wollen, dass diese Buchstaben zufällig ausschnitten sind,
25:39dann muss ich Ihnen leider sagen, es ist bewiesen, dass diese Buchstaben aus Ihrer Zeitung stammen.
25:43Und als das alles auch nichts gefruchtet hat, sind Sie zur Tat geschritten.
25:47Also gut, ihr habt es gewonnen. Das mit dem Heizöl und mit dem Drohbrief, das war ich.
25:52Aber den Mord nehme ich nicht auf meine Kappen.
25:54Haben Sie die Tat allein durchgezogen oder haben Sie einen Auftraggeber gehabt?
25:57Ich weiß nicht, glückte Fünferl.
25:59Herr Buchner, Sie sind vorläufig festgenommen. Abführen.
26:20Herr Wirtz.
26:26Respekt, es war eine taktische Meisterleistung.
26:29Ja, finde ich auch.
26:30Dann wirst du sonst zu deiner Kontrollerin.
26:33Ach du, ja, ganz hübsch.
26:36Ja und, könnt ihr was laufen?
26:37Mit einer Arbeitskollegin, aber spinnst du?
26:39Geh.
26:40Die meisten Schnachslereien laufen zwischen Arbeitskollegen.
26:43Ja, bei dir vielleicht.
26:45Kann ich mir stellen, bitte?
26:46Ja, gleich.
26:48Sei doch nicht so kompliziert.
26:50Wie willst du denn sonst noch nicht finden?
26:52Die Hellen hast du aber Dauber kennengelernt.
26:53Moment, das war eine Verdächtige.
26:56Ah, das ist ein Riesenunterschied.
27:37Und jetzt geht's.
27:47So, Herr Lindh, jetzt haben wir Dreck im Schachtel.
27:49Jetzt fahrt einmal querfeld ein.
27:51Das möchte ich auch machen, aber ich habe keine Maschine.
27:53Oh, das ist schlecht.
27:55Ähm, Moment mal, Joe, weißt du was, der Jumpers Rockers, freilich, das ist das Sprunggelände
28:05für die Mutter Grossle im Greinertal.
28:07Hallo, Herr Lindh?
28:08Kennen Sie das Greinertal?
28:10Ja, logisch kenne ich das Greinertal.
28:11Ja, dann muss es ein Sprunggelände geben für die Motocrossfahrer, das ist der Jumpers Rock.
28:15Das ist der Jumpers, das müssen wir dir irgendwann mal sagen, Herr Lindh, gut, Ende, bis später.
28:20So, ey, morgen.
28:22Herrschaft, jetzt habe ich vergessen, den Lindh zu fragen, wie das Gespräch mit der Ortbahn
28:25ausgegangen ist.
28:26Das kannst du dir morgen fragen.
28:27Und du, das betrifft auch dich.
28:29Wieso mich?
28:31Nein, weil es um meine sogenannten Standby-Zeiten geht.
28:33Und wenn es blöd läuft, dann kannst du auch sofort mehr Zeit in den Hof investieren.
28:37Wie bitte?
28:38Die will dir das denn in den Beizeiten streichen?
28:40Und ich soll es ausbauen?
28:42Nein, nein, so haben wir nicht gewettet.
28:43Und überhaupt, warum redest du nicht mit ihr?
28:46Warum der Lindh?
28:46Also erstens hast du damals gesagt, dass genügend Zeit bleibt und du auch trotz Stadtrat in den
28:51Hof schmeißen kannst.
28:52Und zweitens, mein, der Lindh hat eine gute Idee gehabt, wie man mit ihr umgehen soll.
28:57Da hat er Achtzigen beauftragt, sich um sie zu kümmern, quasi als Controller der Controllerin.
29:01Die Gleichcontrollerin bin ich und deswegen isst du jetzt auch kein Leberwurstbrot, sondern
29:04ein Joghurt.
29:05Du musst abnehmen.
29:06Bitteschön.
29:07Jetzt meinst du.
29:28So eine Hupferei.
29:45Da schau her.
29:50Sauber.
29:51Was, die Spuchen haben sie verhaftet?
29:55Wenn's noch mehr rausfindest, dann rufst du mich an.
29:58Ja, natürlich, jederzeit für Parteifreunde habe ich durchgehend geöffnet.
30:05Wow.
30:07Und?
30:08Also bei dir ist mir ganz sehr gut angekommen.
30:12Sag mal, warum hast du mir heute das auch nie gegeben?
30:16Weil du keins hast.
30:18Allein im Wald ist kein gutes Alibi.
30:21Du warst doch im Wald.
30:23Klar.
30:27Nicht, dass du es am Ende warst.
30:41Herr Achtziger, guten Morgen.
30:44Ja.
30:46Die Sophie und der Martin sind also ein Paar?
30:49Ja.
30:50Jetzt ist mir klar, warum der Junge so viel Verständnis für den Peinter hat.
30:53Ja, die wollten das sicher geheim halten wegen dem Streit.
30:55Na, dann lassen wir doch beide holen.
30:56Erstmal nur den Martin, würde ich sagen.
30:58Haben Sie recht.
30:59Herr Hofer, Herr Lind, der Chef ruft.
31:01Ja.
31:08Ja.
31:11Ja.
31:12Ich bin in München.
31:14Ich habe das Genprojekt von Herrn Peinter getreut.
31:19Der Hauptkommissar der Hofer.
31:21Grüß Gott zusammen.
31:22Bis gut.
31:23Haben Sie schon jemand?
31:24Nein, nein.
31:25Die Ermittlungen laufen ja noch.
31:26Unglaublich.
31:27Alles übel spiegeln diese Leute in die Gentechnik.
31:30Hatten Sie mit den Gegnern von Herrn Peinter zu tun?
31:32Nein.
31:33Nicht direkt.
31:34Herr Peinter hat mich auf dem Laufenden gehalten.
31:36Aber eigentlich, deswegen bin ich hier, möchte ich Ihnen ja das hier geben.
31:43Was ist das?
31:45Ein Gentest, den ich für Peinter gemacht habe.
31:47Gefälligkeit.
31:48Von seinen Pflanzen?
31:49Von sich.
31:50Von sich?
31:51Ja, ich sollte ihn damit vergleichen.
31:55Den Kaugummi?
31:56Von wem?
31:57Hat er mir nicht gesagt.
31:58Die Sache war privater Natur.
32:00Hatte nichts mit dem Projekt zu tun.
32:02Gefälligkeit, wie gesagt.
32:03Aber vielleicht wichtig, dachte ich mir.
32:06Moment.
32:07Sie haben also Peinters Gene mit denen aus dem Speichel auf dem Kaugummi verglichen?
32:12Korrekt.
32:12Und?
32:13Der Speichel muss von einem sehr nahen Verwandten stammen.
32:17Haben Sie Peinter von diesem Ergebnis in Kenntnis gesetzt?
32:20Telefonisch.
32:21Den Test wollte ich ihm bringen beim nächsten Treffen.
32:24Was hat der Herr Peinter dazu gesagt?
32:26Am Telefon?
32:27Ja.
32:27Nichts.
32:28Also er hat auch nicht gesagt, von wem der Kaugummi stammt?
32:30Nein.
32:32Aber als er mir den Kaugummi gab, da sagte er, kannst du mir den Kaugummi von dem Jungen testen?
32:40Von dem Jungen.
32:43Frau Hofer?
32:46Ja?
32:58Frau Hofer?
33:06Patricia Ortmann.
33:08Ach, geh.
33:12Könnten wir uns unterhalten?
33:14Äh, freilich.
33:15Bitte.
33:22Stadtprätin?
33:22Für die Kultursachen.
33:24Und zu dem bewirtschaften Sie den Hof?
33:26Mit meinem Bruder, ja.
33:28Warum stellen Sie nicht jemanden ein?
33:30Einen Knecht?
33:31Einen Knecht?
33:32Können wir uns nicht leisten.
33:33Und die, die wir uns leisten können, können sie nicht.
33:36Na, na, Frau Ortmann.
33:37Ein Hof?
33:37Davon kann man halt nimmer mehr leben.
33:40Und dabei haben Sie es so schön hier.
33:42Ja.
33:43Nix in der Welt darf ich von hier weg wollen.
33:48Sie lieben Ihre Arbeit.
33:50Und ich hasse sie.
33:52Ich will mit den Männern.
33:53Ja.
33:55Bitte den Mund auf.
34:02Schön.
34:04Weiß jemand von eurem Verhältnis?
34:05Danke.
34:07Meine Mutter.
34:09Ich habe vor zwei Wochen alles gebeichtet.
34:11Und, wie hat sie reagiert?
34:13Er ist gar nicht begeistert.
34:16Dass ich ihr klargemacht habe, dass so viel mehr ihr Leben ist.
34:19Sie wollte mit dem Painter reden, was sie danach gemacht hat.
34:21Heimlich.
34:22Ich habe es beobachtet.
34:23Auch heimlich.
34:24Haben Sie mitgehört?
34:25Nein, ich war zu weit weg.
34:27Aber Sie müssen sich gestritten haben.
34:28Es ging ziemlich heftig zu.
34:32Und ...
34:33Ja, was?
34:34Nein, es war komisch.
34:36Als ich auf das Treffen angesprochen habe, hat sie gemeint, der Painter hat die Sache gut aufgenommen.
34:40Trotz des Streits.
34:42Was hat sie noch gesagt?
34:46Dass alles gut gehen wird und dass es so beichten wird, wenn ich seinem Vater alles beichte.
34:50Wozu es aber nicht gekommen ist?
34:51Nein.
34:54Wusste Sophie von dem Treffen?
34:57Nein.
34:58Und sie wusste auch nicht, dass ich meine Mutter eingeweiht habe.
35:01Warum?
35:03Ich wollte das alleine durchziehen.
35:06Ja.
35:08Haben Sie noch eine Minute?
35:10Für Sie sogar zwei.
35:13Ich bin gleich zurück.
35:15Ähm, was sollte die Sache mit dem Gentest?
35:18Dienstgeheimnis.
35:22Dienstgeheimnis.
35:26Ich habe mich um den Vorgang SB gekümmert.
35:30Und?
35:31Es heißt ab jetzt nicht mehr SB.
35:33Da der Terminus Standby den Eindruck eines untätigen Abwartens des Betroffenen bis zum Einsatz vermittelt.
35:39Und Herr Hofer tut ja was auf dem Hof. Davon gehen wir doch alle aus.
35:43Ja, ja, natürlich.
35:46Wir verwenden ab jetzt den Terminus CIO.
35:50CIO?
35:52Criminal Investigation Outwork.
35:54Ähm, das heißt so viel wie kriminalistische Heimarbeit.
35:59Ja, aber mit so einem unmodernen Wort gewinnen wir keinen Blumentopf.
36:02Wie meinen Sie das?
36:03Wir wollen doch unnötig und zeitraubende Nachfragen vermeiden.
36:06Ich nehme mal an, CIO erledigt das, denn wer wird sich schon die Blöse geben, nicht zu wissen, was CIO
36:10ist.
36:12Ach, ich verstehe.
36:15Warum lächeln Sie?
36:17Hm, weil die das super hingekriegt haben.
36:21Herr Lindsson, nur damit wir uns richtig verstehen.
36:23Das war mein Einstandsgeschenk.
36:25Ab jetzt muss Herr Hofer sich jeden CIO-Einsatz von Herrn 80er genehmigen lassen.
36:30Und wenn ich jeden sage, dann meine ich jeden.
36:31Mit Antrag und ausführlicher Begründung.
36:35In diesem Sinne, einen wunderbaren Abend noch, Herr Lindsson.
36:39Ja, gleichfalls.
36:47CIO.
36:49CIO.
36:51Ja.
36:52Guten Morgen, Kranzberg.
36:55Guten Morgen.
36:56Also die Dame kann gern bei mir hier drinnen warten und die Herren bitte draußen.
36:59Es dauert noch ein bisschen.
37:02Gut.
37:06Wollen Sie einen Kaffee?
37:08Gern.
37:15Für meine Polstergarnitur habe ich geschlagene zwei Wochen gebraucht.
37:18Und als der Stoff dann da war, habe ich alles wieder rückgängig gemacht.
37:21Weil solche Muster können ganz gemein täuschen.
37:24Ist es für eine Couch?
37:25Ja.
37:27Was ist denn die vorherrschende Farbe im Raum?
37:30Mei.
37:32Viel Holz.
37:33Ahorn.
37:34Also hell?
37:35Ja.
37:36Na ja, dann darf der Stoff ruhig ein bisschen bunter sein.
37:41Wenn wir schon dabei sind.
37:44Was würden Sie mir jetzt da empfehlen?
37:48Den da.
37:50Das ist ja lustig.
37:52Genau den gleichen habe ich auch im Visier gehabt.
37:54Ja, dann nehmen wir es doch den.
37:56Ja.
37:57Ist nicht ein bisschen viel Kirsche?
38:00Oh, der Herr Hofer ist vor mir da.
38:03Okay, da schauen Sie.
38:04Ich muss mich ja schließlich für meinen CIO-Status revanchieren.
38:08Was machen die Kranzbergs hier?
38:10Da schauen Sie mal.
38:13Die Frau Kranzberg war da bei der Stockgill drüben.
38:16Die Sophie Peinte ist im Vernehmungsraum.
38:17Ich habe versucht, die alle auseinanderzuhalten.
38:20Vater, Sohn, Vater und Schacht bewusst.
38:21Hammermäßig, gell?
38:23Ich würde sagen, ich knüpfe mir die Frau Kranzberg vor und sie die Sophie.
38:34Sie können ruhig Sophie zu mir sagen.
38:38Okay, dann Sophie.
38:39Der Martin hat mir schon alles erzählt, dass Sie uns auf die Schliche gekommen sind.
38:43Hat er dir auch erzählt, dass er seine Mutter eingeweiht und die dann mit deinem Vater gesprochen hat?
38:47Ja, der Martin hat mir alles gebeichtet.
38:50Obwohl es ja gar nicht mehr nötig gewesen wäre.
38:53Wie meinen Sie jetzt das?
38:54Weil dein Vater längst mit dir darüber gesprochen hat.
38:57Na.
38:58Na komm.
38:59Na, oder?
39:00Nicht ehrlich.
39:01Sophie, du bist eine ganz schlechte Lügnerin.
39:04Frau Kranzberg, Sie und der Herr Peinter haben sich gestritten.
39:10Wie kommen Sie denn da drauf?
39:11Man hat sie beobachtet.
39:13Wer?
39:14Ihr Sohn, Martin.
39:17Also, worüber haben Sie sich gestritten?
39:20Ach, dem Peinter war das nicht recht. Das mit der Sophie und dem Martin.
39:23Warum?
39:24Weil unsere Familien seit dieser Gensache zerstritten sind.
39:27Nein.
39:29Was nein?
39:30Nein, das war nicht der Grund. Sie verschweigen uns etwas.
39:33Etwas sehr wichtiges. Das war der Grund.
39:36Ich weiß nicht, was Sie meinen.
39:38Also gut. Dann sage ich es Ihnen.
39:42Sie und der Herr Peinter haben ein Verhältnis gehabt.
39:46Nach dem Treffen mit Frau Kranzberg hat dir dein Vater ein Geheimnis anvertraut.
39:51Ist das nicht so?
39:54Ist das nicht so?
39:57Er hat mir gesagt, dass der Martin...
40:00Dass Martin sein Sohn ist.
40:04Und dass er nie und nimmer ein Paar werden könnte.
40:07Es ist doch alles so lange her.
40:09Genau. So lange, dass man alles fast vergessen könnte.
40:12Wenn dann nicht diese dumme Liebe wäre zwischen Ihrem Sohn und der Sophie.
40:15Mein Vater hat gesagt, dass die Frau Kranzberg schon immer gewusst hat.
40:18Sie wollte nur nicht, dass sie ans Licht kommen, weil sie die Konsequenzen gefürchtet hat.
40:22Es hat mir einfach angefleht, alles unter der Decke zu halten.
40:26Aber dein Vater wollte diesen...
40:28...diesen Inzest nicht verantworten.
40:30Deswegen hat er dir einen Wein eingeschenkt.
40:31Ja.
40:39Herr Kranzberg, Sie in ihr bitte.
40:46Was macht die Sophie hier?
40:49Die haben wir gerade vernommen.
40:50Jetzt darf es sein werden.
40:56Unsinn!
40:57Meine Frau hat nichts damit zu tun.
41:00Na gut, dann haben Sie auch nichts zu befürchten.
41:04Und, haben wir Ihre Neugierde geweckt?
41:05Sie würden schon gerne wissen, was los ist mit Ihrer Frau, oder?
41:12Also gut, ich war allein im Wald.
41:17Ich habe meinen Baumbestand inspiziert.
41:20Sie waren also nicht im Schlafzimmer.
41:24So, aber jetzt sind Sie dran.
41:26Ja.
41:31Frau Kranzberg, Sie haben den Herrn Peinter umgebracht.
41:35Das Alibi, das Sie Ihrem Garten zugeschickt untergejubelt haben, hat sich in Luft aufgelöst.
41:39Kann das bitte schön mit.
41:40Sie sind vorläufig festgenommen.
41:43Frau Stock über seinen Vernehmungsraum.
41:45Ja.
41:57Jetzt war das doch tatsächlich die.
42:00Sag einmal, was ist jetzt eigentlich schlimmer für dich?
42:04Dass sie die Mörderin ist, oder dass eine Mörderin den gleichen Geschmack hat wie du?
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