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  • vor 1 Tag

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🎈
Spaß
Transkript
00:00Musik
00:51Herr Rosenthal, was ist das?
00:57Rufen Sie die Polizei, schnell!
00:59Ja, aber...
01:00Sofort!
01:00Laufen Sie weg!
01:19Hey, lebt der noch?
01:29Was haben Sie vor?
01:31Ich geh da jetzt runter!
01:32Nee, die Zufahrt ist drei Kilometer weiter, da können wir doch hinfahren!
01:36Dann machen Sie das doch!
01:38Strahl und ich, wir klettern jetzt!
01:40Was?
01:41Wie, was?
01:43Träumen weiter, ich bin ein studierter Mediziner, kein Extremsportler!
01:47Das ist ein studiertes Weichei!
01:48Ja, aber eins mit Höhenangst!
01:51Ich bin eben alleine!
01:52Das können Sie doch nicht machen ohne richtige Sicherung!
01:58Das können Sie doch nicht machen!
01:58Ja, haben Sie recht!
02:02Wie ist das passiert?
02:04Chef, was machen Sie denn hier?
02:06Sie wollen Mittel unterstützen!
02:12Finn!
02:13Alles okay?
02:19Sieht so aus, als ob der Mann gestoßen wurde!
02:21Der hat überall Verletzungen, die...
02:23Werden wundert, wenn man da runterfällt!
02:24Danke, Lars!
02:25Ich rede von Verletzungen, die nicht vom Sturz her rühren!
02:28Das sieht nämlich so aus, als ob der Mann kurz vorher übel zusammengeschlagen wurde!
02:31So, so!
02:32Das werden wir ja sehen, wenn er bei mir auf dem Tisch liegt!
02:35Das ist Frau Gerbereit!
02:37Das sind meine Kollegen, Kriminalhauptkommissar Finn Kiesewetter!
02:41Kriminaldirektor Lars Englen!
02:42Guten Tag!
02:43Sie hat uns informiert!
02:45Ja!
02:46Der Herr Rosenthal hatte furchtbare Angst vor jemandem!
02:51Er kam blutend aus dem Haus gelaufen!
02:53Haben Sie denn irgendjemanden gesehen?
02:55Nein, der muss noch im Haus gewesen sein!
02:58Das war sicher einer von dieser Brücker-Kolonne!
03:00Davon haben Sie ja noch gar nichts erzählt!
03:02Die waren hier heute Morgen?
03:04Nein, nein, gestern Nachmittag!
03:06Die haben das ganze Viertel abgeklappert!
03:10Ich würde ja denken, das waren Osteuropäer!
03:14Naja, und solche Leute sind ja zu allem fähig, das kann ich Ihnen sagen!
03:19Danke, Frau Gerbereit!
03:20Mein Bedarf in Ausländerfeindlichkeit ist damit gedeckt!
03:24Jeden Tag gehe ich hier um dieselbe Zeit mit meiner Molly spazieren!
03:28Na, Sie hätten mal hören sollen, wie meine Molly in diesem Rumänen...
03:32Dankeschön!
03:33Danke!
03:37So schön ist es hierher, aber das Haus kracht bald in die Ostsee!
03:40Ich bin wirklich froh, dass Holger und ich neu bauen!
03:42Also, ich würde einen Haufen Geld für so ein Haus geben, wenn du Geld hättest!
03:47Kühlen Sie mal lieber Ihren Knöchel, der schwillt sonst an!
04:05Wer ist der Tote?
04:07Norbert Rosenthal, 64, ein Apotheker, kürzlich in den Ruhestand getreten!
04:12Sind das Kampfspuren?
04:14Ja, wenn wir Glück haben, findet die Spur Sie auch noch fremd-DNA!
04:17Da hat eine Auseinandersetzung stattgefunden!
04:21Laut Aussage einer Nachbarin floh er aus dem Haus von einem Unbekannten Richtung Klippe
04:26und er war auch schon verletzt, bevor er abstürzte!
04:29Also, Mord! Jemand hat ihn von der Klippe gestoßen!
04:34Vermutlich!
04:35Was sind die nächsten Schritte?
04:37Ja, wir werden erstmal die Familie informieren, das übernehmen Schwartenbeck und ich, Schreuter, Sie übernehmen die Drückerkolonne!
04:43Klar!
04:45Und was kann ich machen?
04:47Ich meine, ich habe zwar eine Menge zu tun, aber ich würde gerne helfen!
04:50Ja, also, wenn du Zeit findest, wäre es schön, wenn du mit der KTU und Strahlen ein bisschen Druck machen
04:54könntest!
04:55Wenn es hilft! Schon erledigt!
04:57Danke!
04:59Entschuldigt ihr mich einen Augenblick? Ich habe mit Frau Rasmussen noch etwas zu besprechen!
05:03Es ist beruflich!
05:05Dauert eine Minute!
05:17Eine Minute!
05:18Das ist besser als gar nichts!
05:26Besprechen!
05:28Wie originell!
05:29Ich darf anmerken, dass private Befindlichkeiten zwischen der Staatsanwältin und der Polizei bei einer Mordermittlung nichts zu suchen haben!
05:36Das muss gerade du sagen!
05:37Du läufst doch gerade rum wie sieben Tage Regenwetter, weil Steffi dich verlassen hat!
05:41Steffi hat...
05:43Sie hat mich nicht verlassen!
05:44Wir haben eine Auszeit!
05:46Ja?
05:46Aber eine Affäre zwischen zwei Kollegen!
05:48Moment, wir haben keine Affäre!
05:49Sondern?
05:52Schwartenbeck wartet!
05:56Sag mal, hinkt der?
05:58Zu viel Testosteron!
05:59Warum?
06:01Ob du denn ehmals domestiziert kriegst?
06:03Ich weiß nicht!
06:05Lars!
06:06Meinst du nicht, du hast genügend eigene Probleme, um die du dich kümmern solltest?
06:15Und ihr zwei seid jetzt so richtig zusammen?
06:19Ich meine, so richtig richtig?
06:22Wieso fragst du mich das?
06:24Weil ich...
06:30Egal!
06:39Ihnen hat das Haus von dem Apotheker richtig gut gefallen, oder?
06:42Oh ja!
06:43So ein altes Haus ist ein Charme!
06:45Direkt am Meer...
06:46Die Einsamkeit!
06:48Mit so ein paar Reparaturen...
06:50Wieso interessiert sie das überhaupt?
06:52Ja, ich meine ja nur...
06:53Der Mann ist tot, das Haus ist leer...
06:55Fragen Sie doch mal, ob Sie es mieten können!
06:57Nicht, dass Ihnen noch irgendein Makler oder sonst wer zuvorkommt!
06:59Hinter Ermittlungen?
07:00Dass wir...
07:01Nee!
07:03Aber jetzt, wo Sie und Frau Rasmussen...
07:05Was?
07:06Ich finde es gut mit Ihnen beiden!
07:08Das ist ja die Hauptsache!
07:10Klar ist das mit Ihren Tanten praktisch, aber...
07:12Also wenn ich mir überlege, dass mein Holger noch bei seinen Eltern wohnen würde...
07:16Nee, das wäre echt seltsam!
07:17Das tut er aber nicht!
07:18Nee, Gott sei Dank!
07:19Oder Herr Englund, jetzt wo seine Frau weg ist...
07:21Da fühlt er sich total einsam, auch wenn er es nicht zugeben will!
07:25Deswegen will er nämlich auch überall dabei sein!
07:26Auch wenn er als Kommissariatsleiter genug anderes zu tun hätte!
07:30Ich sage Ihnen mal was...
07:31Alleinsein verändert einen Menschen!
07:33Das ist kein guter Zustand auf Dauer!
07:34Frau Schwartenbeck, die Botschaft ist angekommen!
07:37Können wir uns bitte auf die Arbeit konzentrieren?
07:38Da vorne ist es!
07:44Frau Rosenthal, Ihr Vater ist Opfer eines Verbrechens geworden!
07:48Hatte er mit irgendjemandem einen Streit?
07:51Nicht, dass ich wüsste!
07:53Er war beliebt!
07:57Ihre Mutter ist...
07:58Meine Eltern sind schon seit über zwei Jahrzehnten getrennt!
08:02Mein Vater lebt allein!
08:04Hatte er vielleicht geschäftliche oder finanzielle Probleme?
08:08Papa hat vor vier Monaten seine Apotheke verkauft!
08:12Nein, es ging ihm gut!
08:14Er war gesund und finanziell abgesichert!
08:16Was ist mit dem Erbe?
08:18Er hat Stefan und mir...
08:21Stefan ist mein Bruder!
08:23Er hat uns einen Großteil seines Vermögens vorab geschenkt!
08:28Papa hat sich das Haus in der Klippe gekauft, um es zu renovieren und darin zu leben!
08:34Er war leidenschaftlicher Heimwerker!
08:38Ich bin noch völlig talentlos!
08:42Mit Ihrer Mutter und Ihrem Bruder müssten wir auch sprechen!
08:44Ich weiß nicht, wo meine Mutter lebt!
08:47Sie ist vor über 20 Jahren mit irgendeinem Typen auf und davon und hat den Kontakt mit uns abgebrochen!
08:53Ja, ich war noch ganz klein damals, aber...
08:55Naja, trotzdem...
08:56War es schlimm!
08:58Ja, ich habe bei einem Verkehrsunfall meine Eltern verloren!
09:01Ich war erst sechs!
09:03Haben Sie denn nie versucht, sie zu erreichen? Später meine ich...
09:07Doch!
09:08Sicher, wir haben darüber nachgedacht, aber...
09:11In Ihrem Abschiedsbrief stand klipp und klar, dass sie ein neues Leben beginnen will, und zwar ohne uns!
09:17Und sie wisse ja, wo wir sind, wenn sie den Kontakt haben wollte!
09:20Sie hat sich all die Jahre überhaupt nicht gemeldet?
09:23Doch!
09:25Alle Jubeljahre hat sie an Geburtstagen mal ein Kärtchen geschickt!
09:28Aber immer ohne Absender!
09:29Ihr Vater, wie ist der damit umgegangen?
09:33Das hat ihn so verletzt!
09:36Der hat nie wieder eine andere Frau auch nur angeschaut!
09:40Und wie erreichen wir denn Ihren Bruder?
09:43Ja...
09:47Aber Stefan liegt flach!
09:49Schwerer Bandscheibenvorfall!
09:50Ja, wir können auch später mit ihm reden!
09:52Danke sehr, das war's zu lassen!
09:54Eine Frage noch!
09:56Ähm...
09:56Was passiert denn jetzt mit dem Häuschen auf der Klippe?
09:59Also ich will's nicht! Und Stefan auch nicht!
10:02Er weiß, wie lange das Ding überhaupt noch steht!
10:04Die Abbruchkrankte kommt jedes Jahr näher!
10:06Sie können's doch vermieten oder verkaufen!
10:08Ja, das will doch keiner!
10:10Das ist ein Zuhause auf Zeit!
10:12In spätestens fünf Jahren rutscht es in die Ostsee!
10:16Meinem Vater war das klar!
10:18Naja, er hatte sich halt drin verliebt!
10:20Nicht nur er!
10:22Frau Schwartenbeck!
10:23Was ist denn?
10:24Ja, Sie wollen das Haus?
10:27Nein...
10:28Also ich will den Ort, wo mein Vater...
10:31Ich will es nie wieder betreten!
10:33Nie wieder!
10:36Okay, Deal!
10:38Sie packen alle persönlichen Dinge von meinem Vater in Kartons und bringen sie mir!
10:41Und ich geb Ihnen den Schlüssel!
10:43Machen Sie mit der Hütte, was Sie wollen!
10:45Mit der Miete werden wir uns einig!
10:47Ist das Ihr Ernst?
10:48Sie tun mir und meinem Bruder einen riesen Gefallen!
10:50Bitte!
10:56Ja!
10:58Und?
10:59Danke!
11:00Gern geschehen!
11:03Aber abgesehen davon, sie tut mir echt leid!
11:06Erst die Mutter, dann der Vater!
11:08Ist nicht wirklich schön, ohne Mutter aufzuwachsen!
11:11Nee!
11:14Strahlemann?
11:15Genickbruch! Das ist die Todesursache!
11:18Und du hattest Recht!
11:18Einige der Verletzungen sind ihm ganz kurz, also maximal eine halbe Stunde vor seinem Tod zugefügt worden!
11:23Er hat es wohne an der Stirn, Prellung am Brustbereich, am Rücken...
11:27Abwehrspuren in den Händen?
11:29Nein, Frau Staatsanwältin, hätte ich es sonst erwähnt!
11:33Das ist erstaunlich! Der muss sich doch gewährt haben!
11:35Vielleicht hat er sich mit irgendeiner Waffe verteidigt!
11:38Warte die Laborergebnisse ab!
11:39Wir haben alles eingesammelt, was er als Waffe hätte verwenden können!
11:44Sind die Fußspuren an der Klippe ausgewertet worden?
11:47Sandboden mit Dün im Gras!
11:49Da kann eine ganze Kompanie langmarschieren, ohne nennenswerte Spuren zu hinterlassen!
11:53Und Selbstmord ist aufgrund der Verletzung auszuschließen?
11:57Nö! Aber die Aussage der Nachbarin, die Tatsache, dass er zusammengeschlagen wurde,
12:02die Rückenprellung zum Beispiel kann durchaus von einem starken Stoß stammen!
12:05Und es gibt doch auch keinerlei Hinweise für Suizid, oder?
12:08Nein!
12:11Stefan?
12:13Stefan?
12:19Es ist was Schreckliches passiert!
12:32Papa ist tot!
12:37Er ist umgebracht worden!
12:43Jemand hat ihn von der Steilkleppe vor seinem Haus runtergeschmissen!
12:48Und die Polizei will auch noch mit dir reden!
12:53Oh Gott! Papa!
12:58Sind nur noch wir beide übrig?
13:00Ja!
13:02Sie haben auch noch Mutter gefragt!
13:07Sie werden sie finden wollen!
13:09Ja!
13:10Ich weiß aber, das ist mir egal!
13:11Meinetwegen kann sie zum Teufel gehen!
13:13Gina!
13:19Du bist einfach noch viel zu klein, um dich richtig an Mutter zu erinnern!
13:28Hier, die vier Männer!
13:30Das ist die Drückerkulonne, von der die Nachbarin geredet hat!
13:33Hier, das ist der Chef!
13:34Ein gewisser Janusz Jakubowski!
13:36Ey, jetzt sagen Sie nicht, das sind tatsächlich Osteuropäer!
13:38Ja, gewissermaßen!
13:39Der eine kommt aus Jena, der andere aus Magdeburg!
13:42Ach, und die beiden!
13:44Die kommen aus Bad Triefgau, im Allgäu!
13:46Ich war da mal mit Babsi!
13:51Schalter!
13:53Alle vier waren bei Rosenthal, haben aber für die Tatzeit ein Alibi!
13:57Sie waren in Lübeck-Buntekur und haben ihre Zeitungsabos vertickt!
14:01Ja, wäre auch zu einfach gewesen!
14:03Haben Sie die Ex-Frau von Rosenthal ausfindig machen können?
14:05Noch nicht, aber eins habe ich rausbekommen, die beiden wurden offiziell nie geschieden!
14:08Ach, dann stehen die ja ein Pflicht dann vom Erbe zu!
14:11Ich finde das raus, wo sie ist!
14:13Ich habe heute Nachmittag um vier eine Telefonkonferenz mit der spanischen Einwanderungsbehörde!
14:18Sie sprechen Spanisch? Seit wann?
14:20Ja, ich war ja schon immerhin viermal auf Mallorck!
14:42Ja, hier, Kühlspray und Salbe! Für Ihren Knöchel, es wird jetzt direkt nur gekauft!
14:47Frau Schwartenbeck, ich bin nicht Ihr Sohn!
14:49Sie werden in dieses Haus bauen und benehmen sich wie eine Trommina!
14:51So, ist ein Kompliment, so!
14:53Guten Tag!
14:54Kann ich Ihnen helfen?
14:55Ich hoffe!
14:57Kieserwetter, mein Name, Kripo Lübeck, das ist meine Kollegin Frau Schwartenbeck!
15:01Polizei! Ist was passiert?
15:02Es tut uns leid, Ihr früherer Chef Norbert Rosenthal ist Opfer eines Gewaltverbrechens geworden!
15:08Ist er verletzt?
15:10Er ist tot!
15:12Der alte Rosenthal ist tot? Wie denn?
15:15Offenbar wurde er nach einem heftigen Streit von der Steilklippe vor seinem Haus gestoßen!
15:19Wann denn?
15:20Heute Mittag!
15:22Deshalb ging es ihm plötzlich so schlecht! Sie hatte eine Vorahnung!
15:26Redet doch keinen Unsinn, Mandy!
15:27Aber Sie kennen Rosenthal doch schon ewig und drei Tage! Da spürt man sowas doch!
15:32Hatte er vielleicht Streit mit jemandem, wenn Sie ihn so gut kannten?
15:40Norbert war einer der liebenswertesten Menschen, die man sich nur vorstellen kann!
15:45Außerdem ein wundervoller Vater! Und ein guter Chef!
15:50Nein!
15:51Was war mit Frauen? Hatte er vielleicht eine Freundin, von der seine Kinder nichts wussten?
15:56Er ging ganz in seiner Familie auf!
15:59Dann kennen Sie auch seine frühere Frau?
16:01Allerdings!
16:03Die ist ja damals mit irgend so einem Spanierauf und davon! So ein Luder!
16:07Einfach die kleinen Kinder in den Chef sitzen zu lassen!
16:09Mandy!
16:09Was haben Sie mir doch selbst erzählt, dass sie sich immer anzog wie eine Nuttel und so!
16:12Mandy! Es reicht!
16:15Mir ist etwas...
16:17Flau!
16:18Entschuldigen Sie mich bitte!
16:19Ja, sicher!
16:22Das ist bestimmt ein furchtbarer Schock für Frau Rick!
16:25Ihm war schon den ganzen Tag nicht gut!
16:27Heute Mittag ist sie sogar zwei Stunden lang weg gewesen, weil ihr so schlecht war!
16:30Macht sie sonst nie!
16:31Ah ja!
16:33Ja!
16:34Aber nicht weiter schlimm!
16:36Wem hat denn Herr Rosenthal die Apotheke verkauft?
16:39Na, der Frau Rick natürlich!
16:41Da hat sie auch viele, viele Jahre drauf gewartet!
16:44Gut, danke!
16:45Können Sie das bitte noch abkassieren?
16:47Sie zahlen!
16:50Was macht das?
16:51Moment!
16:54Sie könnten auch jetzt noch den Stefan Rosenthal aufsuchen!
16:57Ich meine, es ist doch erst...
16:58Halb acht!
16:59Holger und ich haben gleich eine Besprechung mit der Bank und ich komme jetzt schon eine
17:02halbe Stunde zu spät!
17:03Also steigen Sie aus und bringen Sie es bitte endlich hinter sich!
17:06Sie tun ja gerade so, als hätte ich Angst, meinen Tanten zu sagen, dass ich ausziehe!
17:33Du übertreibst schamlos, Rian!
17:35Ach was, ich bin einfach nur Realistin!
17:37Welcher Schwachsinn!
17:38Finn!
17:38Es ist aber spät geworden heute!
17:40Ja, Mord an einem Apotheker!
17:42War doch nicht etwa einer aus unserer Stammapotheke!
17:45Nein!
17:45Finn!
17:46Sag meiner Schwester, dass sie sich da morgen Mittel zur geistigen Stärkung besorgen kann!
17:50Ach, Toni!
17:51Du musst dich einfach nur den Fakten stellen!
17:52Wir schreiben seit drei Monaten rote Zahlen!
17:55Ja, das war mal zwischendurch so!
17:57Hast du hier heute irgendwo Kundschaft gesehen?
17:59Ria!
18:00Bitte!
18:02Der Teeladen ist unser Leben!
18:04Das war er mal!
18:05Willst du bis 90 hinter der Theke stehen?
18:07Bis 100!
18:08Du kannst dich ja vielleicht mal nach einem Kaufinteressenten umsehen!
18:12Also eigentlich habe ich das für...
18:13Nein!
18:15Finn, sag was!
18:16Es geht ja auch um dein Zuhause!
18:18Entschuldigung!
18:23Mich trägt man hier mit den Beinen nach vorne raus und basta!
18:26Ja, und ich will vielleicht noch mal was anderes mit meinem Leben anfangen!
18:28Pfff!
18:30Finn, was hattest du denn mit uns zu besprechen?
18:35Äh...
18:36Nichts!
18:37Ich...
18:37Ich bin doch verabredet!
18:39Wartet nicht auf mich!
18:41Tschüssi!
18:42Er muss los wie immer und trifft sich mit Elke!
18:45Jedenfalls...
18:46Finn!
18:47Hält zu mir!
18:49Wieso hinkt denn der?
18:52Solidarität!
18:53Ich hinke er auch!
18:59Was riechst du?
19:00Den Beraten!
19:02Dass irgendwas Unanständiges mit mir vor...
19:04Na logisch, aber erst später!
19:05Ja!
19:06Also?
19:07Ah, jetzt riech ich!
19:09Was mehr?
19:10100 Punkte!
19:13Wenn ich dir jetzt den Schal abnehme, dann siehst du meine Zukunft!
19:17Und vielleicht auch was von deiner, wenn du das willst!
19:18Du hast eine Kristallkugel gekauft?
19:21Blödsinn!
19:23Voila!
19:24Mein neues Haus!
19:25Endlich!
19:28Wow!
19:30Hey, du bist die Erste, die das sieht!
19:32Ich weiß!
19:32Also abgesehen jetzt von Strahlemann und Klaas Schwartenbeck auch!
19:36Und Lars!
19:37Und die Spusi aber anders!
19:39Äh, ist das das Haus, in dem der Apotheker ermordet wurde?
19:42Nein!
19:43Der ist unter am Strand gestorben!
19:45Ah!
19:46Ist das nicht toll?
19:52Oh!
19:52Ja gut!
19:53Das finde ich super!
20:00Ist das alles, sag mal?
20:01Ist da nicht grad viel Platz?
20:02Na, oben ist auch noch, aber da ist ganz viel gerüttelt!
20:04Außerdem reicht mir das erstmal!
20:05Wir haben ja auch noch deine Wohnung!
20:07Hm!
20:09Sag mal, die Steintapete machst du schon noch ab, oder?
20:12Du, was macht ein Glatzkopf mit einer Haarspange?
20:20Vielleicht gehört die seiner Tochter, der hat doch ne Tochter, oder?
20:23Das würde ich gerne mal überprüfen!
20:26Na, dann bringst du das morgen einfach in die KTO!
20:30Na, jetzt kannst du sowieso nichts mehr machen, außer...
20:33Außer was?
20:35Wir fahren runter an den Strand, und dann schauen wir mal, was uns einfällt!
20:47...
20:51...
20:53...
21:01Rosenthal?
21:04Hallo, hier ist Rosenthal. Hallo, ich sage Sie Ihren Namen.
21:25Morgen. Und? Wie weit sind wir?
21:28Wir überprüfen gerade Rosenthal's Handy und Festnetz.
21:31Ja, und Kiesewetter und ich reden gleich mit dem kranken Sohn. Ich habe den schon angerufen.
21:35Haben wir denn schon erste Erkenntnisse?
21:38Wollen wir nicht warten, bis Kiesewetter kommt, sonst müssen wir alles zweimal erzählen.
21:41Sehen Sie? Sehen Sie? Und genau das ist das Problem. Was halten Sie von einem Joule Fix?
21:46Was?
21:47Einem festen Termin, an dem Sie alle zusammensitzen und Ihre Ermittlungsergebnisse diskutieren.
21:52Richtig. Abends. Nach Feierabend. Ernst ist so freundlich und stellt uns eine Kleingartenparzelle zur Verfügung.
21:57Mückenspray nicht vergessen.
21:58Was halten Sie von Freitag? Hm? Naja, ist ja schon fast Wochenende dann und...
22:04Getränke gehen auf die Dienststelle.
22:07Gut, also dann...
22:10Morgen. Morgen.
22:12Das hier habe ich gestern am Haus des Opfers gefunden. Das wird gleich von der KTU für einen DNA-Abgleich
22:17abgeholt.
22:18Ein Haar und eine Spanne?
22:19Ein blondes Haar. Und ich bin sicher, das ist von der Rick. Das ist die langjährige Mitarbeiterin von Rosenthal, die
22:25die Apotheke übernommen hat.
22:26Ja. Und?
22:28Wer lässt denn Badutensilien bei einem Kollegen liegen?
22:31Ach gut, naja, wenn man mal bei Frau Rasmussen ins Bad gucken würde. Beispielsweise.
22:38Die Rick hat kein Alibi. Und wie uns ja die Mitarbeiterin sagte, war ihr schlecht und sie hat die Apotheke
22:43für zwei Stunden verlassen.
22:45Und Rosenthal hat doch mehrmals bei ihr angerufen. Dreimal am Tag. Privat. Auch spätabends.
22:50Was? Na, worauf warten wir noch?
22:53Herr Scheuter, dann holen Sie sie mal her.
22:58Ja. Norbert und ich waren ein Paar. Schon seit längerem.
23:04Das heißt?
23:08Seit zehn Jahren etwa.
23:10Sie beide haben das zehn Jahre verheimlicht? Warum denn um Himmels Willen?
23:14Na, meine Idee war das nicht. Norbert wollte es so. Wegen der Kinder, die er abgöttisch geliebt hat. Und weil
23:22wir Kollegen waren.
23:24Das kann zu betriebsinternen Spannungen führen, sagte er.
23:28Kein Kommentar jetzt, Schrottenberg. Auch später nicht.
23:32Diese Apotheke, hat er Ihnen die geschenkt?
23:33Natürlich nicht. Wir haben lebenslangen Niesbrauch und eine Leibrente vereinbart, die ich ihm monatlich überwiesen habe.
23:41Wie hoch?
23:42Zehntausend Euro.
23:45Da sparen Sie eine Menge Geld.
23:46Ich habe Norbert geliebt!
23:49Er war wirklich der letzte Mensch, dem ich etwas angetan hätte.
23:53Wo waren Sie gestern Mittag?
23:56Spazieren.
23:58Wirklich.
23:59Ich musste einfach raus.
24:01Norbert und ich, wir...
24:04Wir hatten einen schrecklichen Streit seit zwei Wochen.
24:08Das hat mir sehr zugesetzt.
24:10Worum geht es da?
24:12Sie wissen, dass er seinen Kindern den Großteil seines Vermögens vorab geschenkt hat.
24:20Unter anderem so eine Wiese am Stadtrand.
24:22Kein Bauland.
24:24Stefan hat völlig überraschend die Bauzulassung erreicht.
24:28Eine Beziehung müsste man haben.
24:30Damit konnte wirklich niemand rechnen.
24:32Aber Stefan ist Architekt, der hat ein paar Strippen gezogen.
24:36Er wollte...
24:37Er wollte seinen Vater mit dem Bau eines Mehrfamilienhauses überraschen.
24:41Aber Norbert war total dagegen.
24:43Warum?
24:47Er machte sich Sorgen, dass Stefan sich finanziell übernimmt.
24:50Aber in Wirklichkeit, in Wirklichkeit...
24:52Er wollte einfach nicht akzeptieren, dass Sine und Stefan erwachsen sind und eigene Entscheidungen treffen.
24:57Und das habe ich ihm auch gesagt.
24:59Und dass ich diese Heimlichtuerei endgültig satt habe.
25:04Also ich hätte direkt nicht laufen lassen.
25:07Ja, das haben Sie deutlich zum Ausdruck gebracht.
25:09Chef, das können Sie doch nicht machen.
25:10So spreche ich überhaupt nicht.
25:12Jetzt mal im Ernst, die hat einen riesigen finanziellen Vorteil von seinem Tod.
25:15Und die hat einen Streit.
25:17Die hätte in den zwei Stunden, für die sie kein Alibi hat, wunderbar rausfahren und ihn verprügeln können.
25:21Also für mich sieht die nicht aus wie eine von den Hells Angels.
25:23Ja, vielleicht war es sich leid, die ewige heimliche Geliebte zu sein und hat die Beherrschung verloren.
25:28Vielleicht.
25:29Aber können Sie sich vorstellen, dass Rosenthal solche Angst vorher hatte, dass er wegrannte und nach der Polizei schrie?
25:34Ich habe schon Pferde vor der Apotheke...
25:36Sehen Sie bei dieser Frau eine Fluchtgefahr?
25:38Nicht richtig.
25:40Na also, sehen wir uns jetzt endlich mal den Sohn an.
25:44Verzeihen Sie, dass ich nicht aufstehe, aber ich kann mich immer noch kaum bewegen. Bandscheibe.
25:49Danke, dass Sie uns trotzdem empfangen. Mein Beileid übrigens.
25:52Danke.
25:53Sie planen ja den Bau eines Mehrfamilienhauses. Und Sie hatten deswegen mit Ihrem Vater Streit?
25:58Nein. Also, ja, wir hatten eine kleine Auseinandersetzung deshalb. Aber wer hat Ihnen das erzählt?
26:04Warum war er denn so dagegen?
26:07Also erstmal, ich habe den Plan ja schon längst verworfen. Mein Vater hatte ja Recht. Ich hatte das nur nicht
26:12sofort eingesehen.
26:14Womit Recht?
26:16Das Grundstück liegt neben einem Schlachthof. Vermutlich würde ich die Wohnung nicht los.
26:21Außerdem ist so ein Bau ja eine Kapitalfrage.
26:24Oh ja, das ist wahr.
26:27Meine Kollegin baut auch gerade.
26:28Bei welcher Bank sind Sie denn?
26:31Bei der BUGB.
26:33Ja, unsere Bank, die macht ein riesen Theater wegen des Kredits. Wir überlegen schon, ob wir wechseln sollen.
26:37In meiner sind nur Architekten und Bauunternehmer.
26:40Achso.
26:41Haben Sie vielleicht eine Idee, wie wir Ihre Mutter erreichen können, weil unsere Recherchen in Spanien haben Sie überhaupt nichts
26:46ergeben?
26:47Meine Mutter. Sina hat Ihnen doch bestimmt schon erzählt, dass meine Mutter...
26:52Trotzdem hat sie vielleicht versucht, Sie irgendwie zu erreichen.
26:57Nein, nie.
26:58Sie sind ja älter als Sina, also Sie kennen Ihre Mutter besser. Könnten Sie sich vorstellen, dass sie ohne ihr
27:03Wissen nach Deutschland zurückgekehrt ist?
27:05Das kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen.
27:09Ich verstehe überhaupt nicht, warum wir uns diese blöde Baustelle angucken müssen.
27:13Ich dachte, gerade Sie als Häuslebauerin müsste das doch interessieren.
27:16Hier ist nichts aus der Sand.
27:17Das hier ist der Grund für den Streit zwischen Vater und Sohn.
27:22Rosenthal was ernsthaft mit dem Bau, als er zugegeben hat.
27:24Gucken Sie mir, was hier alles passiert ist.
27:27Ja, stimmt. Da steckt schon eine Menge Geld drin.
27:29Wissen Sie, was allein der Abtransport des Erdaushubs kostet? Ein Vermögen.
27:33Elke, könntest du eine Bankauskunft über die Finanzen von Stefan Rosenthal veranlassen?
27:39UGB-Bank.
27:50Ja.
27:51Ja.
27:51Ja.
28:00Ja.
28:05Ja.
28:05Ja.
28:05Ja.
28:05Ja.
28:05Ja.
28:05Ja.
28:06Ja.
28:21Ja.
28:23Ja.
28:23Ja.
28:23Ja.
28:23Ja.
28:23Ja.
28:23Ja.
28:23Ich hab ja beinahe, als die Bauarbeiten gestoppt.
28:25Tja.
28:26Vielleicht hat ihm seine tolle Bu-GB doch nicht so einen schönen Kreditspülraum gegeben.
28:30Nö.
28:31Stefan Rosenthal verdient prächtig.
28:32Er hat keinerlei finanzielle Probleme.
28:34Und die Sicherheit, drei Mietshäuser zu bauen.
28:36Aber Kopfvermord gar nicht in Frage.
28:39Ach, nein?
28:40Haben Sie schon mal versucht,
28:42mit einem Bandscheibenvorfall jemanden zu verprügeln?
28:45Ich würde sagen, das geht gar nicht.
28:46Ich würde sagen, ich kenne seinen Orthopäden.
28:49Wissen Sie noch damals meine Kniebeschwerden?
28:51Ja, ja, ja.
28:53Jedenfalls auf seinem Tisch lag das Rezept.
28:55Da stand sein Name drauf.
28:56Ich kann noch mal zum Arzt gehen.
28:58Arztgeheimnis?
28:59Meisterin der Täuschung.
29:01Okay, versuchen Sie.
29:09Oh.
29:12Von einem auf einen anderen Tag.
29:14Und ich bin seitdem arbeitslos.
29:16Verdammter Rosenthal, ey.
29:18Mal hü, mal hot.
29:19Was hat er denn den Arbeitern als Begründung
29:21für den Abbruch der Bauarbeiten gesagt?
29:22Dass er sich verkalkuliert hat.
29:25Das hätte er doch mal früher sagen können.
29:27Der Mann hat uns ausgezahlt
29:28und sogar noch was obendrauf gelegt.
29:30Gab es denn bei den Ausschaffungen
29:31irgendwelche besonderen Vorkommnisse?
29:33Nee, lief alles wie am Schnürchen.
29:36Bis auf den Knochen.
29:38Was für ein Knochen?
29:39Den ich gefunden hab.
29:41Wo war das?
29:42Äh, da so in der Mitte.
29:45Das war aber bloß ein Rinderknochen.
29:47Er hat irgendeinen Köter aus dem Schlachthof geklaut
29:49und verbuddelt.
29:50Haben Sie eine medizinische Zusatzausbildung
29:52oder bei euch wissen Sie,
29:53dass es ein Rinderknochen war?
29:54Nee, hat der Rosenthal gesagt.
29:56Vor allem will der das wissen.
29:58Er hat doch ein paar Semester Medizin studiert.
30:00Wegen seines Vaters.
30:02Der Apotheke.
30:03Ja.
30:07Alles klar?
30:09Ja.
30:09Danke.
30:10Tschüss.
30:12Nee, das war's.
30:13Ja.
30:18Ich glaube, es ist so gelaufen.
30:19Der Hismann zeigt Rosenthal diesen Knochen.
30:22Der erkennt aufgrund seines früheren Medizinstudiums,
30:24dass es sich um einen menschlichen Knochen handelt.
30:27Dann ruft man ja eigentlich die Polizei.
30:28Das macht er aber nicht.
30:29Warum?
30:30Hat er Schwierigkeiten mit dem Bau befürchtet?
30:32Nee, er stoppt ja sogar die Baustelle.
30:34Ich glaube, er hat da begriffen,
30:35warum sein Vater so gegen dieses Bauvorhaben war.
30:38Weil der Sohn glaubt, sein Vater weiß von dem Knochen.
30:42Ja, und das ist der wahre Grund für den Streit zwischen den beiden.
30:45Du gehst also davon aus, dass da seit 1989 Frau Rosenthal liegt?
30:49Ja.
30:50Das heißt, sie ist gar nicht auf und davon,
30:51sondern der aufopfernde Vater und sympathische Apotheker
30:54hat damals seine Frau umgebracht?
30:56Herr Schröter hat sowohl in Deutschland als auch in Spanien versucht,
30:58die Frau zu finden.
30:59Keine Chance.
31:00Vielleicht lag's an seinem Spanisch.
31:02Nein, nein, nein.
31:02Das ist muy bien.
31:04Der spanische Polizei-Amigo, der hat jedes Wort verstanden.
31:07Das heißt, wir haben's wahrscheinlich mit zwei Morden zu tun.
31:13Also, Vater tötet Mutter und Sohn tötet deswegen Vater.
31:19Eine griechische Tragödie in Lübeck.
31:21Wir sollten sofort die Spusi auf diese Baustelle schicken,
31:23bevor Rosenthal irgendwelche Beweise vernichten kann.
31:25Falls er das sie schon getan hat.
31:26Und den Mann verhaften.
31:28Moment, das sind bisher nur Vermutungen.
31:29Das reicht nicht für einen Durchsuchungsbeschluss.
31:31Und er liegt doch auch mit einem Bandscheibenvorfall da nieder.
31:34Sag ich doch die ganze Zeit.
31:35Ich komm gerade vom Orthopäden.
31:37Ich hab dem gesagt, der Stefan hätte total von ihm geschwärmt,
31:39weil er seinen Bandscheibenvorfall so super hingekriegt hat.
31:42Der Arzt, der war ein bisschen erstaunt,
31:44weil Rosenthal hat nur eine leichte Verspannung in der Schulter.
31:47Der lügt.
31:48Und ein Alibi hat er auch nicht.
31:50Okay, gut.
31:50Das reicht mir.
31:51Okay, sag den Leuten mit der Spusi Bescheid.
31:53Ich muss noch mal nach Hause.
31:53Wir sehen uns auf der Baustelle.
31:54Wenn es dauert eh, bis die das Garaffen vor Ort haben.
31:58Ja, ich wissen ja.
32:04Herr Schröter.
32:07Sehr gute Arbeit.
32:19Moin, Finn.
32:21Tataria, was ist denn los?
32:25Wieso meinst du?
32:29Siehst du was mit Tante Toni?
32:32Um Gottes Willen, was ist passiert?
32:33Quatsch, nein.
32:35Mit Toni ist alles okay.
32:41Unsere Wohnsituation wird sich wohl in Zukunft verändern.
32:46Woher weißt du das?
32:50Wie, woher weißt du das?
32:52Ich werd ausziehen.
32:55Du auch?
32:56Wie, du auch?
32:59Oh Gott.
33:02Ich wollte euch das letztens erzählen, aber da hattet ihr diesen Krach und dann musste ich weg.
33:07Aber wieso du? Ich meine, ihr seid unzertrefflich.
33:10Ja, aber der Laden läuft nicht mehr.
33:12Und ich bin einfach zu alt und zu müde, um noch zu kämpfen.
33:15Also möchte ich einmal im Leben das tun, was ich will.
33:21Und Tante Toni?
33:23Ach, die stellt sich völlig quer.
33:25Dabei hab ich einen Käufer gefunden und der wird sogar einen ganz anständigen Preis zahlen.
33:29Wir werden finanziell völlig unabhängig, aber...
33:32Ja, Gott, notfalls geht das auch allein.
33:38Und du?
33:40Ziehst du mit deiner Staatsanwältin zusammen?
33:43Nein.
33:44Ich hab so'n kleines Haus gemietet direkt am Meer.
33:46Das ist noch ein bisschen renovierungsbedürftig, aber...
33:49Oh, mein Segen hast du mein Gott.
33:50Ich will euch beide nie wiedersehen.
33:53Verräter.
33:57Oh nein.
34:14Das hat aber gedauert.
34:16Na, meine Tanten halt.
34:19Haben die Kollegen schon was gefunden?
34:21Nee, bis jetzt noch nicht.
34:35Dann würde ich mal sagen, guten Abend Frau Rosenthal.
34:45Zwei Uhr morgens.
34:48Was glaubt ihr eigentlich, wer ich bin?
34:50Die Feuerwehr?
34:52Ein Priester?
34:53Nein.
34:54Nur ein schlecht gelaunter Pathologe.
34:56Herr Dr. Strahl.
34:57Es war meine Entscheidung, Sie kommen zu lassen.
34:59Ich will nicht, dass ein Mann, dessen Vater gerade ermordet wurde, aus seinem Bett heraus verhaftet wird, ohne die offizielle
35:04Bestätigung, dass das hier ein echtes Skelett ist.
35:08Ist es.
35:10Eines mit einem damals zwar annähernd Verhalten, aber höchst komplizierten Beinbruch übrigens.
35:14Dürfte so 30, 40 Jahre her sein, den Schrauben nachzuurteilen.
35:17Ja, das wird uns doch bei der Identifizierung schon mal helfen, wenn die Spuse nicht noch mehr findet.
35:22Sina Rosenthal wird ja wissen, ob ihre Mutter mal einen Beinbruch hatte.
35:26Ihre Mutter?
35:28Du glaubst, das da ist Frau Rosenthal?
35:34Werden soll?
35:36Ich hab echt keine Ahnung.
35:37Aber das hier ist eindeutig ein Mann, Mr. Superbulle.
35:41Ihr spanischer Lava?
35:43Ja, aber das können wir erst im Laufe des Morgens klären.
35:46Genau.
35:48Gehen wir mal lieber ins Bett.
35:49Probe ich auch diese Zeit noch hingehören.
35:52Ja, ich dachte vielleicht, da wir schon wach sind, wir gehen noch ein Glas trinken.
35:55Reden ein bisschen mit dem Fall und so.
35:57Larsen, tut mir leid, also heute nicht mehr, andermal gern.
36:00Aber du, vielleicht hat der Strahlemann Zeit und Lust.
36:07Na gut, wie ich mich schlagen lasse, wach bin ich ja jetzt sowieso.
36:10Sie zahlen!
36:13Sie zahlen!
36:32Hallo.
36:34Hallo.
36:40Ist das so ein Bett, was sich von allein aufblässt?
36:43Mhm.
36:44Gute Dank, sonst wären mir wohl die Lungen geplatzt.
36:48Ah, du so mit Isomatte unterwegs.
36:53Ein Absacker?
36:54Hm.
36:56Whisky.
36:57Whisky.
36:58Das ist Pittenbrim Highlands Single Malt.
37:01Ich dachte, der passt zum Haus.
37:04So einen ebelen Tropfen darfst du natürlich nie mit Eis verwässern.
37:07Ist dir schon klar, oder?
37:10Klugscheißer.
37:13Wer sagt denn, dass das Eis für den Whisky ist?
37:16Aha.
37:18Du bist der absolute Hauptgewinn.
37:20Ja!
37:24Und?
37:25Was sagt Strahl zu dem Knochen?
37:27Das erzähl ich dir später.
37:38So, jetzt alle vermissten Meldungen von März bis Juni 89.
37:43Wir suchen einen Spanier.
37:46Alter zwischen 30 und 40.
37:52Wohnhaft in Lübeck und oder Umgebung.
37:55Moment, der Computer ist noch so schnell.
37:57Ich vielleicht?
37:57Nun?
37:58Lassen Sie doch mal den Kollegen.
38:00Man ..
38:05Ja, na bitte?
38:07Manuel Gardas zum Zeitpunkt der Anzeige 38 Jahre alt.
38:11Wohnhaft in Lübeck, St. Jugendoberbüßsau.
38:13Das ist nun aber näher von der Apotheke Rosenthal.
38:151987, nach einem schweren Motorradunfall, aus Spanien eingewandert, wurde hier kuriert, 89 Vermisstenmeldung.
38:24Motorradunfall. Das erklärt den mehrfachen Weinbruch.
38:27Also wenn es sich bei diesem Toten wirklich um den Gardas handelt und es sieht verdammt danach aus, dann ist
38:31diese Rick auf jeden Fall raus aus dem Spiel.
38:34Die hätte kein Motiv gehabt, Rosenthal's Frau, um dessen Laber zu töten. Die hätte sich gefreut, wenn die Gardin weg
38:39gewesen wäre.
38:39Stimmt. Dann holen wir uns jetzt mal Stefan Rosenthal.
38:56Herr Rosenthal, Polizei! Veröffentlichen Sie!
39:00Lass Sie nicht rennen.
39:03Stefan, was machst du denn?
39:07Los!
39:13Rosenthal!
39:23Komm, lass gut sein. Könne bessere Idee.
39:27Was ist denn hier los?
39:29Los, komm!
39:33Er wird aufs offene Meer hinaus wollen. Und da gibt's nur einen logischen Weg.
39:37Ja klar, der muss unter der Herrenbrücke durch. Super Idee, Chef.
39:40Kann mir jetzt endlich jemand mal erklären, was hier los ist?
39:42Es tut mir leid, Frau Rosenthal. Ihr Bruder steht unter dem dringenden Verdacht, ihren Vater ermordet zu haben.
39:48Was? Das ist völlig unmöglich.
39:51Wir haben auf dem Grundstück, das ihr Vater ihrem Bruder vermacht hat, menschliche Knochen gefunden.
39:55Ihr Bruder wusste davon und glaubt, dass es sich um ihre Mutter handelt.
39:58Nein, nein, nein. Das kann nicht sein.
40:08Ist der noch nicht durch?
40:11Glaube ich nicht.
40:19Da ist er!
40:23Was machen wir jetzt?
40:25Wir?
40:28Du!
40:30Oh!
40:50So, ist jemand beendet?
41:00Herr Rosenthal, wir haben auf Ihrem Grundstück menschliche Knochen gefunden.
41:04Unmöglich. Absolut ausgeschlossen.
41:08Bei den Überresten handelt es sich um den vermutlichen Liebhaber Ihrer Mutter, Manuel Gardas.
41:16Oh Gott, nicht noch jemand.
41:17Wie meinen Sie das? Wegen dem Rinderknochen. Sie dachten, der wäre von Ihrer Mutter.
41:22Der war von meiner Mutter.
41:25Was macht Sie da so sicher?
41:28Der Baggerführer hat mir diesen Rinderknochen gezeigt.
41:32Ich habe sofort einen Baustopp verhängt.
41:35Ich musste meine Gewissheit verschaffen.
41:38Und in den Nächten darauf habe ich dann das vollständige Skelett meiner Mutter geborgen.
41:45Und woher wussten Sie, dass es sich dabei um Ihre Mutter handelt?
41:50Sie trug noch Ihren Ehering.
41:56Ich habe lange gebraucht, um zu akzeptieren, dass meine Mutter damals einfach so fort ist.
42:04Aber dann dieser Knochen.
42:05Und plötzlich fügte sich alles, warum Vater so erbittert gegen diesen Bau war.
42:10Warum die Postgarten meiner Mutter immer in Druckbuchstaben geschrieben waren.
42:14Alles fake.
42:17Gut.
42:18Mit diesem Wissen haben Sie dann Ihren Vater konfrontiert?
42:22Mein Vater hat uns über 20 Jahre lang manipuliert und belogen.
42:29Mein Vater ist ein Mörder.
42:32Ein Doppelmörder, wie ich jetzt erst erfahre.
42:36Mit ihm rausgefahren.
42:39Da habe ich die Beherrschung verloren.
42:42Ich habe ihn geschlagen.
42:44Immer wieder, damit er redet.
42:48Und endlich hat er es dann auch zugegeben, dass er sie vergiftet.
42:52Und später auf unserem brachliegenden Grundstück verscharrt hat.
42:56Angeblich aus schierer Verzweiflung.
43:00Was um Gottes Willen war so schlimm, dass er beide getötet hat?
43:04Er hätte sich doch einfach nur scheiden lassen müssen.
43:08Vater hat behauptet, Mutter hätte darauf bestanden, uns Kinder mit nach Spanien zu nehmen.
43:13Er hätte es nur ein, zwei Mal im Jahr gesehen und das hätte er nicht ausgehalten.
43:17Und dann haben Sie ihn einfach von der Klippe gestoßen?
43:20Nein, nein, ich habe ihm gesagt, dass wir nicht mehr seine Kinder seien und dass ich ihn nie wieder im
43:26Leben sehen möchte.
43:27Aber dann bin ich gegangen.
43:28Sie erwarten nicht von uns, dass wir Ihnen das glauben.
43:30Es war so.
43:33Wir haben eine Augenzeugin.
43:35Das hat Vater inszeniert.
43:37Er wusste doch, dass Frau Gerbreit jeden Tag mit dem Hund am Haus vorbeigeht.
43:40Wie inszeniert? Warum?
43:43Herr Rosenthal, ist Ihnen der Ernst der Lage bewusst?
43:46Sie stehen hier unter Mordverdacht.
43:47Und wenn Sie Ihre Aussage nicht beweisen können, dann wird es sehr eng für Sie.
43:52Also!
43:54Herr Rosenthal!
44:02Am Tag nach Vaters Selbstmord habe ich diesen Brief hier erhalten.
44:08Er muss ihn noch vor seinem Sprung geschrieben haben.
44:17Lieber Stefan, es tut mir leid, ich werde mich selbst richten.
44:21Und fliere dich deshalb an, niemals mit jemandem über das Vorgefallene zu sprechen.
44:25Tu es für dich und deine Schwester.
44:26Mein letzter Wunsch ist, dass du mir verzeihen kannst.
44:30Liebe deinen Vater, Norbert Rosenthal.
44:33Dieser Brief könnte genauso gut gefälscht sein.
44:36Oder Sie haben Ihren Vater gezwungen, ihn zu schreiben.
44:38Das werden wir natürlich von einem Graphologen überprüfen lassen.
44:42Aber erklären Sie mir bitte, wieso wir diesen Brief erst jetzt bekommen.
44:45Und warum hat Ihr Vater den Selbstmord so dargestellt, als wäre es Mord?
44:51Herr Rosenthal!
44:53Der Vater hat schon vor Jahrzehnten zugunsten von uns Kindern eine sehr hohe Lebensversicherung abgeschlossen.
45:00Siebenstelliger Betrag.
45:03Was natürlich bei Selbstmord hinfällig wird.
45:06Alles für uns Kinder.
45:09Mein Gott, der hat Sie auch noch nach dem Tod manipuliert.
45:14Herr Rosenthal, wo sind die Knochen Ihrer Mutter jetzt?
45:19Auf meinem Boot.
45:22Wie bitte? Auf dem Boot, mit dem Sie gerade...
45:26Hinten im Heck da ist eine Klappe, darin befindet sich eine Golftasche und darin die Knochen meiner Mutter.
45:30Ich habe sie da versteckt. Ich wollte sie später auf Sie bestatten.
45:36Aber dann kamen sie und dann bin ich weg.
45:56Hey, Kopf hoch. Sie sind beide wieder frei.
46:03Bitte.
46:11Ich habe Euch was zu sagen. Ich habe nachgedacht. Was soll ich sagen? Ihr habt Recht.
46:20Was?
46:21Ein Recht auf euer eigenes Leben.
46:24Genau wie ich.
46:27Wir werden den Laden schließen. Bin einverstanden.
46:31Das ist ja wunderbar.
46:33Ja, das finde ich auch.
46:36Finn, ich werde bei dir einziehen.
46:39Was?
46:40Nur für ein Weilchen. Bis ich was eigenes gefunden habe. Das kennst du doch, oder?
46:52Prost!
47:01Tony will hier einziehen.
47:04Das war doch nur ein Scherz von ihr, glaube ich.
47:06Glaubst du.
47:08Siehst du sie hier irgendwo?
47:10Wir sind hier Mutterseelen allein.
47:13Noch. Und ich hoffe, das bleibt auch so.
47:19Finn Kiesewetter, wenn das jetzt deine Tante ist, haue ich dich.
47:31Hier. Für dich.
47:32Nee, ne?
47:36Hallo, Elke.
47:42Wie schön.
47:43Dann können wir ja gleich zu dritt auf das neue Heim anstoßen, nicht wahr?
47:47Und besprechen, wie wir den morgigen Jour fix gestalten.
47:51Und machen gleich.
48:13ивать vita.
48:17Dingen.
48:36Ja.
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