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  • vor 1 Tag

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🎈
Spaß
Transkript
00:05Ich pack's jetzt, Bruderherz!
00:07Was heißt da, ich pack's jetzt?
00:09Wir haben gesagt, wir machen den Staat gemeinsam, damit es schneller geht.
00:11Nein, nein, nein, nein. Das machst du, Frau Verlör.
00:13Ich habe eine wichtige Sitzung von Bauausschuss.
00:15Herrschaft, ich muss auch ins Büro.
00:17Kann man doch nicht jeden Tag irgendeine Ausrede einfallen lassen.
00:20Die lacht doch eh schon, wenn ich anrufe.
00:22Tut mir leid, das ist nicht verhandelbar.
00:24Für die Zukunft müssen wir uns so etwas überlegen.
00:26Aber vielleicht habe ich das schon ein Lösung.
00:28Servus.
00:28Was denn für eine Lösung?
00:31Oh nein.
00:41Ja, Stockler, mein Apparat.
00:42Ja, Herr Stockl, ich bin's, Herr Hofer.
00:44Ah, Herr Hofer, wird's heute wieder mal ein bisschen später?
00:47Den Unterton können Sie sich sparen, gell?
00:49Was heißt denn, der Unterton?
00:51Ich wollte ja noch wissen, ob's heute ein bisschen später wird.
00:53Und, wird's ein bisschen später?
00:54Ja, es wird später.
00:56Sechs bin ich doch nicht so verkenntlich.
00:58Und warum?
00:59Also nur, falls der Achtziger fragt.
01:01Sagen Sie, dass mein Auto nicht anspringt?
01:03Ach, das ist ganz schlecht.
01:04Das haben wir schon zweimal gehabt.
01:05Frau Stockl.
01:06Wie wär's mit Zahnschmerzen?
01:08Plötzlich auftretende, schreckliche Zahnschmerzen.
01:10Das wäre mal was Neues.
01:12Frau Stockl, danke.
01:13Ich wüsste nicht, was ich ohne Sie tun würde.
01:15Ja, gerne.
01:15Wiederhören.
01:16Nein, wenn er's nur einsendet.
01:17Totschlag in Notwehr wegen seelischer Grausamkeit.
01:21Das durchgeht.
01:43Ja.
01:45Morgen, Stockl.
01:47Morgen, Michi.
01:49Soll ich dir los?
01:50Nein, sag's dir.
01:51Ich hab solche Verspannungen.
01:53Von da bis da.
01:55Das sind Schmerzen.
01:55Sollst du gar nicht aus.
01:57Herr Stockl, was zum Doktor geht?
01:58Massagen?
01:59Schlamm?
02:00Nein, Michi.
02:01Da war ich schon.
02:02Und weißt du, was ich im Wartezimmer gelesen hab?
02:04Solche Verspannungen können zu Lähmungen führen.
02:06Und woher kommt's?
02:07Du wirst es mir gleich sagen.
02:09Vom falschen Sitzen am Arbeitsplatz.
02:11Herr May, da sitzt ihr richtig hin.
02:14Du bist witzig.
02:15Er wird's jetzt alle noch mal sehen, wenn ich meinen Arm nicht mehr bewegen kann.
02:18Stockli kann's sich nicht ändern.
02:21Warum?
02:21Wo sind denn die Herren Hauptkommissare?
02:24Die müssten bald kommen.
02:26Na gut, dann sag ich's halt Ihnen.
02:27Ich brauch für den Herrn Polizeipräsidenten eine Leistungsbilanz der letzten sechs Monate.
02:31Anzahl der Fälle, Aufklärungsquote, Arbeitsstunden, etc.
02:35Äh, Fehlzeiten haben wir sonst auch immer...
02:37Ja, sowas kann man doch gegebenenfalls nachreichen.
02:40Ich muss zur Abteilungsleiter sitzen.
02:42In diesem Sinne...
02:45Die ist schwer, ich werde loschen.
02:48Krepo Rosenheim, Apparat Stockel, grüß Gott.
02:52Ja.
02:53Ja, das kenn ich.
02:54Moment.
02:55Ja, wir kommen.
02:58Kunsterjagden gleich anbehalten, es gabert nämlich ein Laich.
03:12Schönen Z борuem!
03:12Oh, mi!...
03:14Aua...
03:15Das wird ganz Đick!
03:18Das können mich!
03:19Ja, ich bin nieoccrzylstым.
03:21Ho ist denn ein Laich?
03:23Ich habe eine Klifte!
03:37Guten Morgen, Herr Mohr.
03:38Morgen, Herr Lind.
03:39Der Kollege Hofer.
03:41A, B oder C?
03:43A, B oder C.
03:44A, Zahnschmerzen.
03:46B, ein defektes Auto.
03:48Oder C, eine kalbende Kuh.
03:51A, Zahnschmerzen.
03:52Hatten wir ja schon länger nicht mehr.
03:55Herr Lind, was wir hier hätten.
03:56Die Tote heißt Romana Stöber, 44 Jahre alt, verheiratet, keine Kinder.
04:01Der gehört da die ganze Klinik.
04:03Die hat's gekerbt von dem Papa.
04:05Und der Mann ist der Schäferarzt.
04:06Verstehe, gut.
04:07A, Herr Lind, die Frau Bürgertäte da hinten warten.
04:10Das ist die Frau, die die Leiche entdeckt hat.
04:12Mit der rede ich später.
04:13Ich schau mal erst mal die Tote an, wenn Sie gestatten.
04:15Guten Morgen, Frau Doktor.
04:21Guten Morgen.
04:22Können Sie so früh schon was sagen?
04:23Na klar, sie wurde stranguliert.
04:27Mit einem Kabel, einem dünnen Band, einer Schnur oder...
04:31Das heißt, Sie haben die Tatwaffe noch nicht gefunden?
04:34Exakt, aber jetzt wissen Sie, wonach Sie suchen können.
04:37Todeszeitpunkt zwei Uhr, plus minus.
04:39Mehr kann ich im Moment noch nicht sagen.
04:42Das ist schon eine ganze Menge, danke.
04:44Aber Sie können heute Nachmittag mal vorbeischauen.
04:46Da weiß ich bestimmt schon ein bisschen mehr.
04:48Mach ich gerne.
04:49Tschüss.
04:50Gut, tschüss.
04:50Ihr schön, Frau Doktor.
04:52Ja, dann jetzt zu Frau, wie ist sie noch mal?
04:54Bürger, die warte dahinten.
04:55Durch.
04:56Sehr gut.
04:57Alles klar bei euch.
05:05So, danke.
05:06Keine Worte.
05:08Guten Morgen.
05:09Mein Name ist Lind.
05:10Guten Morgen.
05:11Das ist die Frau Bürger und das ist unser Herr Hauptkommissar, der die Ermittlungen leitet.
05:15Geht?
05:16Ja.
05:17Ähm, Sie haben die Tote gefunden?
05:19Ja.
05:20Kurz vor sieben Uhr.
05:21Die Frau Bürger besucht nämlich jeden Morgen ihren Mann.
05:24Der liegt da in dem vorderen Zimmer.
05:26Danke.
05:26Danke.
05:28Wie gut hatten Sie denn die Frau Stöber?
05:29Na ja, ob ich mir heute jemanden erkennt, für den der Mann ein paar Jahre gearbeitet hat.
05:33Ja.
05:35Ist Ihnen heute Morgen irgendwas Außergewöhnliches aufgefallen?
05:37Nein, alles beim Alten.
05:39Bis auf die Leiche natürlich.
05:42Ja, für mich war es das erstmal, wenn Ihnen noch was persönlich einfällt, dann gucken Sie mich an, ja?
05:49Ja, danke. Auf Wiedersehen.
05:50Wiedersehen.
05:50Wiederschauen.
05:52Herr Mohr.
05:53Ja.
05:53Also, Ihr Eifer an allen Ehren, aber wenn ich mit der Frau Bürger rede,
05:56dann möchte ich auch, dass Sie mir die Antworten gibt.
05:58Ja, nehmt Sie es einfach als Tipp für die Zukunft.
06:02Bitte, wenn Sie meinen.
06:04In einem Gebüsch hinter dem Sportwagen und unter einem von den Erdgeschossfenster
06:08haben wir zweimal den gleichen Schuhabdruck gefunden.
06:10Aha. Welche Größe?
06:1138. Sportschuh. Wollen Sie die Abdrücke sehen?
06:14Nein, wenn Sie mir das Foto vom Abdruck ins Büro faxen, dann reicht mir das.
06:17Okay.
06:17Danke.
06:20Hallo.
06:35Herr Mohr, bitte.
06:46Wir müssen Ihnen trotzdem ein paar Fragen stellen.
06:48Geht es?
06:50Herr Mohr, bitte.
06:51Das ist so ein Scheiß.
06:55Gut.
06:57Seit wann sind Sie denn hier?
06:59Seit 8 Uhr.
07:00Als ich gekommen bin, war schon alles voller Polizei.
07:03Und wer hat da heute Nacht hier Dienst?
07:05Die Nachtschwester.
07:06Ein Viertner ist immer hier in der Nacht.
07:08Dann hätte ich gern die Namen und Adressen von den beiden.
07:10Ich suche es Ihnen raus.
07:11Danke.
07:13Sie kannten die Frau Stöber?
07:15Jeder kennt sie.
07:16Der eine besser, der andere.
07:18Naja, wie man Chefs halt kennt.
07:21Wann war sie denn das letzte Mal hier?
07:22Gestern Nachmittag, so gegen 5.
07:24Und ist Ihnen da irgendwas Außergewöhnliches aufgefallen?
07:27Nein.
07:30Aber vielleicht fragen Sie mal unseren Stationsarzt.
07:33Den Doktor Lager.
07:35Der könnte vielleicht mehr wissen.
07:38Wie meinen Sie das?
07:40Der hat die Frau Stöber besser gekannt.
07:42Sehr gut sogar.
07:47Guten Morgen.
07:49Mahlzeit eher, oder?
07:53Frau Stottl, hätten Sie Schmerztabletten?
07:55Für mich tut der Zahn der Hütten so dermaßen weh.
07:57Ja, ich habe auch Rückenschmerzen und nehme keine Tabletten.
07:59Und außerdem können Sie ruhig wieder normal sein.
08:01Wir sind nämlich unter uns.
08:03Der Zahn tut mir wirklich weh.
08:04Direkt nach unserem Telefonat habe ich mir Plomben ausgebissen.
08:07Ich komme vom Zahnarzt.
08:08Ja, ja.
08:09Manchmal holen einen die eigenen Lügen ein, gell?
08:14Aber ich habe natürlich was für Sie hier rufen.
08:19Eine Schmerztablette.
08:20Und dann nehmen wir wieder das Auto, das nicht anspringt, gell?
08:25Sehr witzig.
08:31Wo ist eigentlich der Lind und der Michi?
08:33Die sind unterwegs.
08:35Wir haben nämlich eine neue Laich.
08:37Was machen Sie da?
08:38Ich dehne meine Nacken und ich sitze nämlich verkehrt.
08:41Und der Stuhl, der hat mich langsam auf dem Bissen.
08:42Aber das interessiert ja hier eh keinen.
08:44Wo finde ich denn den Doktor Lager?
08:46Der kommt erst später.
08:48Dann würde ich jetzt sehr gerne mit Dr. Stöber sprechen.
08:50Der kommt auch erst später heute.
08:53Er war gestern auf einem Kongress in Nürnberg.
08:55Er weiß ja schon, dass seine Frau...
08:56Ich habe ihn nicht erreicht.
08:57Er hat sein Handy wieder mal vergessen.
09:00Herr Linkt, entschuldigen Sie bitte die Störung.
09:02Aber ich glaube, ich habe da drüben etwas sehr Interessantes entdeckt.
09:05Ja, ich komme gleich.
09:06Wären Sie bitte so nett und würden mich anrufen, wenn er kommt?
09:10Ach, vielen Dank.
09:12Biederschauen.
09:19So, Herr Linkt, schauen Sie mal her.
09:22Das ist der Ruheraum für die Nachtschicht.
09:25Geht mal.
09:30Und das.
09:33Und das, oder?
09:35Da habe ich in letzter Sekunde noch der Putzkolonne entrissen.
09:38Da hat sich durch jemand einen sehr angenehmen Feierabend gestaltet, oder?
09:41Und ich könnte mir auch schon denken, wer.
09:44Ja, klar, ja.
09:45Wer?
09:46Schicken Sie die Spusi rein, dann wissen wir es.
09:48Ja.
09:49Hallo.
09:55Grüß Gott.
09:57Sag Sie mal, der Herr Linkt und der Herr Mohr, wo sind denn die?
09:59Die sind unterwegs.
10:00Wir haben einen neuen Fall.
10:01Ach, schön, dass ich das auch mal erfahre.
10:03Was machen Sie dann hier?
10:05Ich komme sicherlich von was anderes.
10:06Haben wir schon länger nimmer gehabt.
10:08Äh, Frau Stockel, haben Sie schon was zusammenstellen können für mich?
10:10Also eine Liste von Fehlzeiten hätte ich.
10:14Frau Stockel, primär sollten wir uns mit unseren Erfolgen beschäftigen.
10:16Was Herr Müller-Röderstein vom Einbruch eine bessere Aufklärungsquote haben sollte als wir.
10:21Damit sich das nicht unbedingt positiv auf uns und unser Betriebsklima auswirken.
10:25Haben wir uns verstanden?
10:30Ja, ziehe.
10:34Meine Herren, wie schaut's aus?
10:37Können Sie schon meinen Ermittlungserfolg vorweisen?
10:39Sie waren ja eben erst am Tatort.
10:42Morgen 17 Uhr muss ich dem Polizeipräsidenten unsere Daten vorlegen.
10:46Und ich gehe dringend davon aus, dass ich diesen Fall dann auch als gelöst melden kann.
10:49Haben wir uns verstanden?
10:50Ja, das werden wir sicherlich schaffen, jetzt wo der Kollege Hofer auch zu uns gefunden hat.
10:54Immer beim Zahnarzt.
10:55Wirklich.
10:56Immer Plomben ausbissen.
10:58Na, dann gute Besserung.
10:59Danke.
11:00Ich bringe Sie mal auf den neuesten Stand.
11:01Das machen Sie.
11:03Aber geht ja schon ein bisschen.
11:05Sie haben es.
11:06Bitte sehr.
11:10Wo sind wir da?
11:12Ist nur eine Postadresse.
11:13Die Klinik leitet immer ein Scheiß und wir schreiben es nicht.
11:15So, wir fragen mal den Anzug auf.
11:17Nachschau negativ.
11:18Also, bis da.
11:28Schwester Arnie, was ist denn da los?
11:30Ich hab schon versucht, Sie zu erreichen.
11:32Das ist was ganz Furchtbares passiert.
11:34Ja, sagen Sie schon.
11:36Ihre Frau
11:39ist umgebracht worden, heute Nacht.
11:51Herr Doktor, grüß Gott.
11:54Hallo, wir waren doch erst heute noch wieder verabredet.
11:57Also, so wie es aussieht, sind Sie aber fertig, oder?
12:00Mit der Obduktion, ja.
12:02Aber ich muss erst noch den schriftlichen Befund diktieren.
12:05Wir hören Ihnen gerne zu.
12:09Die Todesursache ist klar.
12:11Tod durch Strangulation.
12:12Und der Todeszeitpunkt liegt zwischen 1.30 Uhr und 2.30 Uhr.
12:15Das haben Sie aber schon am Tatort feststellen können.
12:17Was ich am Tatort nicht feststellen konnte.
12:21Sie war schwanger.
12:22Neunterwoche.
12:24Und sie hatte kurz vor ihrem Tod ungeschützten Geschlechtsverkehr.
12:29Ihr Mann war in Nürnberg.
12:32Die Stationsschwester hat sowas angedeutet mit Frau Stöber und dem Assistenzarzt.
12:37Wer ist der Vater des Kindes?
12:38Wenn Sie mir entsprechendes Vergleichsmaterial bringen, kläre ich das gerne ab.
12:43Kein Problem.
12:44Und Sie stellen uns vor Aufgaben.
12:46Ja, ja.
12:47Ich meine ja bloß.
12:49Toll, lieber.
12:51Frau Stocke.
12:54Das passt gut.
12:56Wunderbar, danke.
12:57Der Dr. Stöber ist in der Klinik angekommen.
13:00Ah gut.
13:00Ja, danke Frau Doktor.
13:01Sie haben uns sehr geholfen.
13:03Bitteschön.
13:03Danke.
13:04Tschüss.
13:12Ja, bitte.
13:16Grüß Gott, Hofer, Kripp Rosenheim.
13:19Das ist mein Kollege Lind.
13:21Guten Tag.
13:21Guten Tag.
13:23Ja, bitte.
13:25Nehmen Sie Platz.
13:26Danke.
13:29Herr Doktor Stöber, das tut uns leid, was geschehen ist.
13:33Unser herzliches Beileid, aber wir müssten Ihnen trotzdem jetzt schon ein paar Fragen stellen.
13:37Ja, natürlich.
13:39Verstehen Sie es nicht falsch, aber wir bräuchten Ihr Alibi für die Tatzeit.
13:43Ich war auf einem Ärztekongress in Nürnberg.
13:46Ich bin gerade eben erst zurückgekommen.
13:48In welchem Hotel sind Sie da abgestiegen?
13:51Im Frankenhotel.
13:53Können Sie sich vorstellen, dass jemand etwas gegen Ihre Frau hatte, dass sie Feinde hatte?
13:58Als erfolgreiche Frau hatte sie Neider, ja, aber Feinde? Nein.
14:05Die Klinik läuft gut.
14:07Sehr gut.
14:08Wir haben hier zusammen ein Gesundheitszentrum erster Güter aufgebaut.
14:12Und Ihre Ehe war gut?
14:16Ja.
14:19Haben Sie Kinder?
14:21Leider nein.
14:23Ja, ich glaube, das war schon wieder fürs Erste.
14:26Wenn wir weitere Fragen haben, melken Sie uns wieder.
14:28Ja, Sie können uns auch gerne anrufen, falls Ihnen noch etwas einfällt.
14:32Hier ist meine Karte.
14:34Wiedersehen.
14:35Wiederschauen.
14:43Warum haben Sie denn das nächtige Täter-Tät nicht angesprochen?
14:46Taktik.
14:46Das machen wir beim nächsten Mal.
14:48Glauben Sie, dass er nicht von der Schwangerschaft wusste?
14:51Ja, wenn er etwas wusste, hätte er etwas gesagt, oder?
14:53Und gesagt hat er nichts.
14:54Ja.
14:55Ich weiß ja, in den Krankenhäusern und bei Ärzten fühle mich immer irgendwie krank.
14:59Und bei Kommissaren immer ein bisschen schuldig.
15:08Servus, Frau Stocker, gibt es noch eins?
15:10Ja.
15:12Da steht es.
15:13Eine falsche Sitzhaltung durch schlechte Bürostühle kann zu Lähmungserscheinungen führen.
15:18Ja, aber bei Ihnen ist doch alles in Ordnung.
15:20Nein, ich spüre es schon.
15:21Es kribbelt von da bis da.
15:25Was empfehlen Sie da?
15:26Ja, am besten wäre so ein Sitzball.
15:30Das ist ein ungemütlich, was? Aber wenn es hilft.
15:32Keine Sorge. Ich werde mir unverzüglich einen bestellen.
15:39Wo kommt es denn drüber her?
15:40In der Verwaltung.
15:42Der Dienstpläne kommt vom letzten Jahr wegen unserer Statistik.
15:45Es wäre besser, du würdest dich um unseren Fall kümmern.
15:47Das Alibi von Dr. Stöber muss überprüft werden.
15:49Er sagt halt was.
15:51Er hat gesagt, dass er auf einem Ärztekongress in Nürnberg war.
15:53Gut, da werde ich jetzt telefonieren und keine Dienstpläne suchen.
15:56So ist er echt, Michi. Und Sie, Frau Stöckel?
15:59Frau Stöckel?
16:01Ja, ich spüre es schon.
16:04Die ersten Lähmungserscheinungen.
16:06Von da bis da.
16:08Sie sehen so gut und schade,
16:10dass Sie das Testament von der Romana Stöber herkriegen,
16:12wenn es Ihr Gesundheitszustand zulässt.
16:15Ja.
16:23Schwester Hanni, hallo.
16:26Dr. Lager kommt gerade.
16:28Ja, ich sage es Ihnen.
16:30Schwester Hanni, sind die Untersuchungsergebnisse von Herrn Bürger schon gekommen?
16:33Ja.
16:34Sie müssen da noch die Patientenbögen unterschreiben.
16:39Das gibt es doch gar nicht.
16:40Die waren gerade noch da.
16:41Tja, dann hat der Chef Sie wohl.
16:43Ich habe auf dich gewartet heute Nacht.
16:46Was war die Hölle los?
16:47Ich bin erst nach zwei Jahren weggekommen.
16:49Wirklich?
16:50Und heute?
16:51Ich glaube nicht, dass ich es schaffe.
16:53Nächste Woche vielleicht?
16:53Wir müssen reden miteinander.
16:54Ich halte das nicht mehr aus.
16:55Hanni, bitte.
16:56Ich weiß momentan wirklich nicht, wo mir der Kopf steht.
16:57Gib mir ein paar Tage Zeit.
17:01Die Polizei will mit dir reden.
17:04Was will denn die Polizei von mir?
17:05Ach so, und du weißt es ja noch gar nicht.
17:09Die Frisch Stöber ist heute Nacht ermordet worden.
17:15Und das freute ich noch.
17:21Sie waren es.
17:25Bitte?
17:25Sie haben Romana umgebracht.
17:27Was?
17:28Weil sie sie verlassen wollte.
17:29Sie wollte mich nicht verlassen.
17:31Wegen so einer Affäre wäre unsere Ehe nie auseinandergegangen.
17:36Es war Liebe.
17:37Das wissen Sie schon.
17:39Mehr als Sie jemals verstehen werden.
17:43Die Geschichte mit Ihnen war zu Ende.
17:45Romana hat es mir erzählt.
17:50Karrierefördernde Affären sind nie von Trauer, Herr Kollege.
17:53Sie erwartet ein Kind von mir.
17:55Es wäre meins gewesen.
17:57Sonst noch was?
18:00Was?
18:07Frau Stöckel?
18:08Ja?
18:09Haben Sie das Testament schon gefunden?
18:12Nein.
18:12Moment.
18:17Aber ich weiß, wo es liegt.
18:18Und wo liegt es?
18:19Beim Rechtsanwalt.
18:21Wie heißt der Rechtsanwalt?
18:22Der heißt Fischbach, der Rechtsanwalt.
18:24Den kenne ich.
18:25Danke, Frau Stöckel.
18:26Und wegen dem habe ich aufstehen müssen.
18:27Entschuldigung.
18:28Lind?
18:30Aha.
18:31Ja, danke.
18:32Wiederhören.
18:34Der Dr. Lager wäre jetzt in der Klinik.
18:36Ah ja.
18:37Dann sollte sich vielleicht jemand mit dem unterhalten.
18:40Ja.
18:41Ich habe nicht.
18:43Ich gehe jetzt in den Rosenbläu.
18:45Sehen Sie, das bewundere ich so an Ihnen.
18:47Sie kommen als Letzter und gehen als Erster in die Mittagspause.
18:49Von wegen Mittagspause.
18:51Das ist Reihendienst.
18:53Ja.
18:54Ja.
18:58Wer ist die Maus?
18:59Die.
19:05Grüß dich, Rainer.
19:07Herr Pina, servus.
19:08Und guten.
19:09Danke.
19:10Schmeckt's?
19:10Ein Gedicht.
19:12Darf ich ein bisschen dazusetzen zu dir?
19:13Bitteschön.
19:14Dankeschön.
19:19Schaut dir richtig schön aus.
19:21Ja.
19:22Hacks noch zu gut in dir, Rosi.
19:25Du, weil wir gerade so nett beieinander sitzen.
19:28Hast du dich schon gehört von Romana Stöber?
19:30Was soll mit dir sein?
19:32Die ist ermordet worden letzte Nacht.
19:34Was soll mit dir sein?
19:39Na, dann hab ich heute Nachmittag frei.
19:41Warum hast du heute Nachmittag frei?
19:42Weil, Herr Pina, du hast mich hier nicht zufällig getroffen.
19:47Du bist bloß da, falls du mich über das Testament von der Stöber ausfragen willst.
19:51Also, das ist eine Unterstellung, gell?
19:53Ja, gut.
19:55Ich hab gedacht, du, ich sie Anwalt.
19:56Ich sie Anwalt unterliege ich der Schweigepflicht.
19:59Das weißt du ganz genau.
20:00Ja, das weiß ich ganz genau.
20:01Aber trotzdem, man könnte sich doch ganz locker und privat drüber unterhalten,
20:05schon über Erben und Erblasen, schon ganz allgemein.
20:08So, was darfst du ein?
20:10Ein Weißbier, bitte schön.
20:11Und für den Herrn Fischbach bringt auch eins.
20:13Ich hab grad, und das geht dann auf meine Rechnung.
20:16Und das erste Weißbier und die Schweinsachse, die zahlt ihr auch?
20:19Die zahl ich auch.
20:20Die zahlst du auch?
20:21Die zahl ich auch.
20:23In Ordnung.
20:24Dann bin ich aber gespannt.
20:26Sie hätte heute Nachmittag einen Termin bei mir gehabt,
20:29weil sie ihr Testament ändern wollte.
20:31Weil es dazu nicht mehr gekommen ist, erbt alles ihr Mann.
20:35Wen wollte sie als Erdmann einsetzen?
20:37Das hast du mir nix gesagt, keine Ahnung.
20:38Auf jeden Fall hätte ihr Mann dann ein wirkliches Motiv.
20:41Das kannst du laut sagen.
20:43Da geht's nicht bloß um ein paar Mark, da geht's richtig um Geld.
20:46Was denkst du, was allein die Klinik wert ist?
20:49Mhm.
20:49So, zwei Weißbier.
20:52Braucht sie.
20:53Zum Wohle.
20:55Danke.
20:55Und jetzt bringt mir noch einen Schnaps, Irmgard, aber einen guten.
20:58Und der geht auch auf die Rechnung von Herrn Hofer.
21:01Der geht auch auf die Rechnung von Herrn Hofer.
21:03Machen wir.
21:04Bestell dort auch noch eine Schweinsachsen, die ist wirklich super.
21:12Ach, Dr. Lager?
21:15Ja?
21:15Mein Name ist Lind, geht bei Rosenheim.
21:17Können Sie kurz sprechen?
21:19Ja, natürlich.
21:21Kommen Sie doch bitte mit.
21:22Danke.
21:29Kommen Sie doch bitte mit.
21:31Sie...
21:33Sie haben sicher schon gehört, dass Frau Stöber heute Nacht vor Ihrer Klinik ermordet wurde.
21:39Ja.
21:41Ja.
21:45Entschuldigen Sie bitte.
21:47Macht nichts.
21:50Sie mochten sie wohl sehr.
21:53Wir wollten heiraten.
21:56Und ihr Mann?
21:59Sie wollte sich von ihm scheiden lassen.
22:03Sie erwartet ein Kind von mir.
22:06Das kann doch alles nicht wahr sein.
22:10Wer wusste denn Dr. Stöber von Ihren Plänen?
22:14Wir wollten es ihm in den nächsten Tagen sagen.
22:17Sie hat sich so sehr auf das Kind gefreut.
22:20Bitte.
22:22Sie müssen Ihren Mörder finden, ja?
22:24Ja.
22:30Wann haben Sie denn Frau Stöber das letzte Mal gesehen?
22:35Gestern Abend, während meiner Bereitschaft.
22:38Wann war das genau?
22:39Also, welche Uhrzeit?
22:40Der Bereitschaftsdienst beginnt so gegen 21 Uhr, dann die Übergabe, also so gegen 23 Uhr etwa.
22:48Der Assistenzarzt, Dr. Lager, war tatsächlich Frau Stöbers Geliebter.
22:51Na, da schau her.
22:53Was meine Ziel kommt als Täter in Frage?
22:55Er hat gemeint, Sie wollten heiraten.
22:57Und ehrlich gesagt, mir kam er ziemlich glaubhaft vor.
23:00Also ich denke, wir sollten uns diesen Dr. Stöber noch nicht verbringen.
23:03Wieso?
23:03Seine Frau wollte ihn heute enterben, kam aber leider nicht mehr dazu.
23:07Na, wenn das kein Motiv ist.
23:10Da ist.
23:11Ja, genau. Und jetzt mit kreisförmigen Streichungen.
23:14Ja.
23:17Marius, was machst denn du da?
23:20Frau Stöckler hat mich gebeten, ihr behilflich zu sein, weil von euch kümmert sich ja keiner um ihr Problem.
23:24Was für ein Problem?
23:25Vielleicht mein Rücken.
23:27Das stimmt, Rücken.
23:29Also von dem brauchen Sie nicht auf Mitgefühl warten.
23:31Wir gehen jetzt zum Herrn 80er und bringen das auf den Weg.
23:35Was bringt Sie auf den Weg? Was mischt ihr die überhaupt schon wieder ein?
23:38Wir bestellen jetzt den Sitzball und es geht jede Frau was an, in ganz Rosenheim.
23:42Genau.
23:43Ja, dafür hast du Zeit. Aber die Stahlarbeit bleibt liegen. Super.
23:45Ach, danke.
23:47Ach, Herr Mohr.
23:50Ja?
23:50Haben Sie das Alibi von Dr. Stöber überprüft?
23:53Ja, selbstverständlich habe ich das Alibi überprüft.
23:55Und?
23:56Jetzt lasst du halt nicht alles aus der Nase ziehen.
23:58Ja, der Dr. Stöber war bei dem Kongress und er hat doch einen Vortrag gehalten.
24:02Um 20 Uhr zu dem Thema.
24:04Moment, ich hab's gleich.
24:05Das Thema ist doch wurscht, ob er dort war, wollen wir wissen.
24:07Kabinian, wenn ich etwas recherchiere, ist es nicht wurscht.
24:10Also, das Thema lautete, klinische Wirkung des Krategus-Extraktes bei der Therapie der Herzinsuffizienz in Stadium 2.
24:2119. Können wir jetzt eine Antwort haben auf die Frage?
24:24Ja! Bis 11, also 23 Uhr, war er bei dem Kongress, dann hat er ins Hotel eingecheckt und um 7
24:30Uhr in der Früh hat er wieder ausgecheckt.
24:31Nein, ist ein Keto.
24:32Und in der Zwischenzeit?
24:33Ich weiß nicht, geschlafen wird daheim.
24:35Wird daheim. Muss aber nicht. Es ist überhaupt nicht gesagt, dass der im Hotel war.
24:39Na, dann checkt man sich das nicht mal ab.
24:41Ja, ja.
24:42Machen Sie das.
24:46So, ich lade jetzt den Dr. Ströber ein.
24:52Und deswegen unterstütze ich auch die Frau Stoffel mit ihrem Antrag.
24:56Genau.
24:57Bitte, meine Damen. Wollen Sie sich nicht setzen?
25:00Danke.
25:04Also, eins müssen Sie mir jetzt noch erklären.
25:07Ja, gern.
25:10Was, äh, liebe Frau Hofer, haben Sie jetzt damit zu tun?
25:13Ich hab die Frau Hofer um Unterstützung gebeten, weil ich sonst gar so allein da stehe.
25:18Ja, und so ganz allein kann man sich kaum durchsetzen.
25:21Und da ich mich auch um die Belange der Frauen im Stadtrat kümmer, bin ich selbstverständlich zur Stelle, gell?
25:26Ja, äh, gut. Aber Frau Stoffel, das gerade Sie, ich mein, Sie müssen doch keine Angst vor mir haben. Ich
25:33bin doch kein Unmensch.
25:35Ich mein, ich werde mich selbstverständlich um Ihren Sitzball kümmern, aber viel Hoffnung auf eine rasche Erledigung kann ich Ihnen
25:42da nicht machen.
25:43Ja, das habe ich mir gedacht.
25:44Ja, das habe ich mir gedacht.
26:00Ja, das habe ich mir gedacht.
26:01Ja, das habe ich mir gedacht.
26:17Herr Bürger?
26:20Guten Tag, Herr Doktor.
26:22Wie geht es Ihnen denn?
26:24Hat ein furchtbares Ereignis mit Ihrer Frau?
26:29Wenn ich daran denke,
26:31wie ich mich bei Ihnen und mit Garten gekömmert habe,
26:33Herr Bürger, wir müssen über Sie reden.
26:36Ja, sicher.
26:40Die letzten Untersuchungsergebnisse sind jetzt gekommen.
26:45Es tut mir sehr leid, Herr Bürger.
26:47Ich habe keine guten Nachrichten für Sie.
26:51Das ist bösartig.
26:55Morgen.
27:00Morgen.
27:01Nachbar.
27:01Ach gut, dass ich Sie sehe, meine Herren.
27:04Ich habe jetzt die Zahlen von Müller in der Schleife gesehen.
27:07Also wenn wir den Fall bis morgen 17 Uhr lösen,
27:10da stehen wir gar nicht so schlecht da.
27:12Ja, bis auf Ihre Fehlzeiten,
27:13aber das kriege ich schon.
27:15In diesem Sinne, meine Herren.
27:19Verstehe.
27:20Morgen 17 Uhr.
27:22Morgen 17 Uhr.
27:29Herr Stockel, da kommt gerade der Fax.
27:31Ja, wenn du eh gerade stehst.
27:38Gibt es was Neues, Frau Stockel?
27:41Frau Stockel?
27:43Ja, ich habe den Ball.
27:47Na super.
27:48Und wenn sowas ist so Geld, dann...
27:50Eben nicht, weil nämlich die Anträge für diesen Ball
27:52für monatelang in der bayerischen Polizeiverwaltung
27:55beziehungsweise in den Untiefen verschwunden wäre.
27:57Ich habe den selbst bezahlt.
27:58Selbst bezahlt.
28:00Frau Stockel, ich würde sagen,
28:01Sie setzen sich jetzt auf Ihren wunderschönen neuen Ball
28:03und klicken sich einfach wieder bei uns ein, ja?
28:05Arbeit ist oft die beste Ablenkung.
28:06Aber das Geld, das will ich machen.
28:08So, bitte.
28:10Moment, stopp.
28:12Da ist ein Fax, komm auf, meine Spuse.
28:15Und der Schuhabdruck?
28:16Na ja, der Sportschuh, Größe 38.
28:18Ja, und was für Ihn Macher?
28:21Fall spielen.
28:26So, vielleicht sollten wir mal zusammenfassen,
28:29was wir bisher haben.
28:30Gute Idee.
28:32Also, wir haben da einen betrogenen Ehemann,
28:34der entherbt werden hätte sollen.
28:36Der dann beruflich und privat von ausgestanden wäre.
28:40Und dann haben wir einen Liebhaber,
28:42der angeblich verlassen werden hätte sollen.
28:46Oder angeblich auch wieder nicht.
28:48Klang hat der auf jeden Fall.
28:49Und eine Krankenschwester,
28:51die als allererstes Mal von dem Verhältnis der beiden erzählt hat.
28:54Fragt sich doch, warum.
28:55Ein Versucht.
28:58Die Schwester und der Arzt.
29:03Das kommt mir irgendwie bekannt vor.
29:06Du, das von heute früh tut mir echt leid.
29:08Aber das war wirklich eine ganz wichtige Sitzung.
29:11Ja, ja, Marie.
29:12Lange geht das nicht mehr gut.
29:14Wir müssen uns echt was überlegen.
29:16Es gibt bloß eine Lösung.
29:19Ich geb den Hof nicht auf.
29:21Du weißt genau, das hab ich unserem Vater versprochen.
29:23Das moin' ich ja nicht.
29:24Sondern?
29:25Auf so einen Hof, da gehört eine Bäuerin.
29:28Nicht schon wieder das Thema, Marie.
29:32Wenn du dich nicht bald umschaust,
29:33jünger wirst du auch nicht.
29:35Ach, mei, Marie.
29:36Heutzutage will doch keine Frau mehr Bäuerin werden.
29:39Du dich da nicht täuschen.
29:40Zufällig hab ich heute in der Landwirtschaftszeitung
29:42eine Analyse gelesen.
29:43Hör einmal zu.
29:43Also, quirlige Thüringerin mit Liebe zur Landwirtschaft
29:46sucht liebevollen und treuen Gefährten.
29:48Marie, hör mit der Annonce auf.
29:50Eher zünde ich den Hof an,
29:51bevor ich auf so eine Anzeige antworte, sag ich dir.
29:54Mit dir kann man einfach nicht sachlich diskutieren, Typisch.
29:59Was gibt's eigentlich zum Essen?
30:03Thüringer.
30:04Die is mir lieber.
30:19Servus, Misi.
30:20Morgen.
30:21Wo ist die Frau Stochler?
30:22Unten.
30:23Wo unten?
30:24Beim Müll.
30:25Ach so.
30:25Was ist mit dem Alibi vom Dr. Stöp?
30:27Oh nein.
30:28Das ist so schwierig mit dem Hotelpersonal.
30:31Den verstehst du nicht.
30:32Warum nicht?
30:33Sprechen die kein Deutsch?
30:34Schlimmer.
30:35Das sind Franken.
30:36Das ist ein Dialekt.
30:37Du verstehst die Österreicher noch besser.
30:38Das war ich zu bezweifeln.
30:40Hauptsache, du bleibst dran.
30:42Ich nehme einen Dolmetsch, sagst du.
30:44Ja, doch.
30:47Das ist gerade Herr Mohr.
30:49Wo ist denn Frau Stockel?
30:50Die Frau Stockel, die bringt gerade die Sitzmöbel zum Müll.
30:52Das ist jetzt aber ein bisschen voreilig.
30:54Ich habe zwar jetzt die prinzipielle Freigabe
30:57zum Erwerb eines Sitzballs,
30:58aber noch keine genehmigte Bezugsadresse.
31:00Na, Moment.
31:01Den Sitzball, den hat sie sicher selber gehabt.
31:04Was?
31:04Selber, Kaffee?
31:06Ja, das macht doch alles noch viel komplizierter.
31:08Ja, aber ich schmeiße ihn gerade weg.
31:09Wegschmeißen?
31:12Ich dachte, ich wollte ihn wegschmeißen.
31:13Ist ja nicht in den Container reingegangen.
31:16Doch, aber es rollt eigentlich halt,
31:18wenn man so etwas Neues wegschmeißt.
31:20Hat es nicht funktioniert?
31:22Ja, doch, doch.
31:22Es ist einfach ein bisschen komplizierter.
31:24Der Ball rollt halt nicht so wie der Stuhl
31:26und außerdem geht es meinem Rücken schon viel besser.
31:28Damit sind also meine Anträge hinfällig.
31:31Na, wunderbar.
31:32Herr Acht, ich habe...
31:33Ja, es tut mir leid.
31:36Na, ich habe...
31:38Na, ich habe...
31:38Na, ich habe...
32:01Na, ich habe...
32:05Ich weiß. Zu ihm wollte ich auch gar nicht, sondern zu Ihnen.
32:10Zu mir? Ich weiß nichts.
32:13Ich frage mich, warum Sie es so eilig hatten, mir von dem Verhältnis zwischen Frau Stöber und Dr. Lager zu
32:18erzählen.
32:20Weil ich Ihnen helfen wollte.
32:22Nicht, weil Sie eifersüchtig waren?
32:28Wo waren Sie denn vorgestern Nacht?
32:31Geheim.
32:34Haben Sie dafür einen Zeugen?
32:36Ich war allein zu Hause.
32:40Könnte es nicht sein, dass Sie vor der Klinik waren und die beiden beobachtet haben?
32:48Also gut.
32:51Wir haben vor dem Fenster zum Ruheraum einen Schuhabdruck gefunden.
32:57Ein Sportschuh, Größe 38.
32:59Das weiß ich. Und es ist für uns gar kein Problem, den Besitzer dieses Schuhs ausfindig zu machen.
33:08Dominik und ich, wir waren so glücklich, dass die Stöber mit ihrem Geld gekommen ist.
33:14Also Dr. Lager und Sie waren ein Paar?
33:17Sein ganzes Studium habe ich finanziert. Ich habe ihn durchgefüttert.
33:21Bis wann waren Sie denn zusammen?
33:22Er ist dann hierher in die Klinik gekommen.
33:25Am Anfang war alles wunderbar.
33:28Aber dann winkte die Stöber mit einer Karriere und mich hat er...
33:35Also, haben Sie die beiden beobachtet?
33:37Ja, ich war dort.
33:38Und als Frau Stöber zu ihrem Wagen gegangen ist, haben Sie ihr aufgelauert?
33:42Nein.
33:43Ich bin schon viel früher weg, weil ich es nicht mehr ausgehalten habe.
33:47Aber er, er war noch bei ihr.
33:50Wann sind Sie denn weg?
33:53Ich weiß nicht genau.
33:55Aber als ich zu Hause war, da liefen im Fernsehen gerade die Spätnachrichten.
34:01Tut mir leid, aber ich glaube, Sie müssen mich aufs Präsidium begleiten.
34:09Ja, Zeit jetzt.
34:11Herr Reiner, was machst denn du da?
34:13Entschuldigen Sie die Verspätung, Herr Kommissar.
34:15Ich musste mich noch mit meinem Mandanten besprechen.
34:17Er hat mich gebeten, bei der Vernehmung dabei zu sein.
34:20Ach so.
34:20Ja, Herr Rechtsanwalt, Herr Dr. Stöber, wenn Sie bitte einen Platz nehmen möchten.
34:25Danke.
34:26Ja, äh, worum geht's?
34:28Ja, der Dr. Lager hat uns berichtet, dass, ähm...
34:31Dieser elende Schmarotzer.
34:33Tja, er hat ein Verhältnis gehabt mit Ihrer Frau.
34:36Davon hatte mein Mandant keine Kenntnis.
34:38Und dass Sie von Dr. Lager schwanger war?
34:42Das hat mir Dr. Lager erst gestern erzählt.
34:44Und dass Sie fest entschlossen war, sich von Ihnen entscheiden zu lassen?
34:47Und dass Ihr Testament zu Ihren Ungunsten ändern lassen wollte?
34:51Woher wollen Sie das wissen?
34:54Aus einer ganz verlässlichen, anonymen Quelle.
34:59Tja, dann...
35:01Wenn Ihre Frau Ihre Vorhaben verwirklicht hätte,
35:05dann wären Sie vor dem Nichts gestanden, beruflich und privat.
35:08Hören Sie zu, ich bin ein hervorragender Arzt.
35:10Ich wäre nie und nimmer vor dem Nichts gestanden.
35:14Außerdem kann ich mir nicht vorstellen, dass Romanus etwas getan hätte.
35:16Mein Mandant hat mit dem Mord an seiner Frau nichts zu tun.
35:20Aber er kennt den Mörder.
35:23Aus seiner Station liegt Herr Bürger.
35:24Er hat nur noch kurze Zeit zu leben.
35:26Er war jahrelang bei Familie Stöber Gärtner.
35:30Er und Frau Stöber haben sich nie besonders gut verstanden.
35:33Vor eineinhalb Jahren hat sie ihn gefeuert.
35:35Kurz darauf erkrankte er.
35:37Es wurde zur fixen Idee,
35:40dass Frau Stöber schuld sei an seinem Zustand.
35:42Und jetzt, zu dem Tod vor Augen,
35:45rächte er sich an ihr.
35:47Der Gärtner war der Mörder.
35:49Und das hat er Ihnen ausgerechnet heute erzählt?
35:53Ja.
35:57Ihnen ist schon klar, dass wir das überprüfen werden?
35:59Ja, natürlich.
36:00Ja, und solange wir das machen, warten Sie da.
36:03Bitte?
36:04Das ist doch gegen meinen Mandanten nichts in Händen.
36:07Ach so?
36:08Ja, aber da müssen Personalien aufgenommen und überprüft werden.
36:12Da müssen Protokolle geschrieben werden.
36:13Und das dauert.
36:15Und solange das dauert, warten Sie da.
36:17Sie dürfen wieder Platz nehmen.
36:18Ich bin später.
36:30Ach, Herr Lind.
36:32Ich habe von Ihrer Festnahme gehört.
36:33Dann ist der Fall ja gelöst.
36:35Und zwar in Rekordzeit.
36:37Gratuliere.
36:37Na ja, nicht so schnell.
36:38Also gelöst ist der Fall noch nicht.
36:40Frau Ugler bestreitet ja die Tat.
36:42Ja, und was haben Sie jetzt vor?
36:43Ja, sie ist da.
36:44Und ich werde Sie noch mal befragen,
36:46aber ich glaube ehrlich gesagt nicht,
36:47dass etwas Neues dabei rauskommt.
36:48Ja, das ist schlecht.
36:49Das ist sogar sehr schlecht.
36:51Ich meine, wenn wir den Fall bis heute Abend nicht gelöst haben,
36:54wie stehen wir dann da vor Müller-Röder-Steiner?
37:05Tut mir leid, dass Sie warten mussten.
37:10Also, Frau Ugler.
37:13Noch mal zur Tatmacht.
37:16Sie haben die beiden also am Fenster beobachtet
37:18und dann sind Sie gegangen?
37:21Ja, genau.
37:23Ich wollte wissen, was da los ist.
37:26Und wie kommen dann Ihre Fußabdrücke neben das Auto von Frau Stöber?
37:29Ich habe das Auto gesehen und bin...
37:31Sie sind zum Fenster,
37:33haben gesehen, dass es zwischen Ihnen und Dr. Lager endgültig vorbei ist
37:36und am Auto haben Sie dann auf Frau Stöber gewartet.
37:37War es nicht so?
37:38Nein, das war genau anders.
37:40Ich habe das Auto gesehen und bin hingegangen.
37:42Ich wollte wissen, was die Stöber nachts noch so spät in der Klinik macht.
37:45Aber weil da keine war, bin ich ans Fenster gegangen.
37:47So war das.
37:48Nicht wie Sie gesagt haben.
37:53Wissen Sie was?
37:56Ich glaube Ihnen sogar.
38:00Bin ich jetzt fertig? Darf ich gehen?
38:03Ja, dürfen Sie.
38:07Aber tun Sie mir einen Gefallen, ja?
38:09Was denn?
38:10Vergessen Sie Dr. Lager.
38:12Und zwar ganz und komplett.
38:14Das sagen Sie so, aber ich weiß nicht, ob das einfach so geht.
38:17Wenn ich ihn sehe, kommt alles wieder hoch und dann...
38:20Ja, das kann ich verstehen.
38:24Aber es wird nicht besser, wenn Sie ihm dauernd nachstellen.
38:26Und Sie können richtig Ärger bekommen.
38:29Manchmal tut ein sauberer Schnitt ganz gut.
38:32Ich weiß nicht, ob ich das einfach so kann.
38:34Ich habe ja auch nicht gesagt, dass es einfach ist,
38:36aber ich denke, dass es gut ist für Sie.
38:47Ich kann mir ja vielleicht woanders einen Job suchen.
38:50Als Krankenschwester dürfte das nicht allzu schwer sein.
38:53Das klingt gut. Machen Sie das.
38:56Wiedersehen.
38:56Wiederschauen.
39:01Und, wie war es bei Ihnen?
39:02Dem Dr. Stöber hat ein schwerkranker Patient in Mord gestanden.
39:05Oh, erstaunlich.
39:06Das kann das laut sagen.
39:08Und bei Ihnen?
39:09Sie war es nicht.
39:10Sicher.
39:12Dann schauen wir uns mal den schwerkrankten Mörder an.
39:26Herr Böhl.
39:28Ja?
39:32Hauptkommissar Lind, Kripo Rosenheim.
39:34Das ist mein Kollege, der Herr Hofer.
39:35Grüß Gott.
39:38Sie wollen also die Frau Stöber ermordet haben?
39:43Ich habe Sie erwürgt, ja. Das stimmt.
39:46Und wie wollte Sie das gemacht haben?
39:50Ich bin ihr gefolgt und dann habe ich Sie mit dem Gürtel erwürgt.
39:56Mit dem Gürtel?
39:58Vom Bademantel?
40:01Also mit diesem Ding hier.
40:03Naja, da müssten Spuren drauf sein.
40:07Das ist schnell überprüft.
40:12Woher wussten Sie denn eigentlich, dass Frau Stöber in der Klinik war?
40:15Ich habe nicht schlafen können und dann habe ich Sie auf dem Flur lachen hören.
40:23Irgendwann bin ich doch krank geworden.
40:26Und Sie lacht einfach.
40:28Und man hat nur tief lachen.
40:30Was fehlt Ihnen eigentlich besonders?
40:36Der Magen.
40:39Bösartiges Geschirr.
40:41Oh, mei, dass ihr hier nicht findet.
40:43Das ist doch schlecht, mei.
40:45Oh, wichtig.
40:46Ist gut, Entschuldigung.
40:48Ich habe den Sehmbach wichtig gefunden von der Mutter in Nürnberg.
40:52Weil er sagt, dass der Stöber gegen Mitternacht mit dem Bann wegfallen ist.
40:57Oh, Gottes Willen, schau zu mir.
41:13Für wie blöd halten Sie die Polizei eigentlich, hm?
41:18In einem einfachen Magengeschwör stirbt man nicht so schnell.
41:21In einer falschen Infusion, sehr wohl.
41:23Und dann auch nach dem Herrn Bürger vormachen, ihr seid gut krank.
41:27Ja, wo sind wir denn?
41:31Sie ruft mich direkt vor dem Vortrag an.
41:35Sagt, dass sie sich von mir trennen will.
41:38Wegen diesem drittklassigen Arzt, der sie geschwängert hat.
41:42Michi, führen ab.
41:44Geh mal.
41:51Und die nächste Schein, sagst du nicht zuerst du?
41:53Geh mal.
41:54Geh mal.
41:55Geh mal.
41:56Vielen Dank.
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