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  • vor 1 Tag

Kategorie

🎈
Spaß
Transkript
00:05Musik
00:56Guten Morgen, Herr Hofer
00:57Guten Morgen, Frau Dr. Kern, schön Sie zu sehen
00:58Schaut, dass du anders nicht genau so schön bist
01:01Grüß dich, Herr Kaminian
01:02Grüß dich, hier geht's rein, schauen wir da weiter heraus
01:04Jawohl, Herr Mohr
01:08So, grüß Gott, Herr Reischl
01:09Darf ich vorstellen, unsere Pathologin, Frau Dr. Kern
01:11Angenehm, Reischl
01:13Grüß dich Gott, wo ist die Leiche?
01:15Im Arbeitszimmer
01:15Wie ist der Name?
01:17Welcher Name?
01:18Von der Leiche
01:19Marek, Frank Marek
01:21Wir hatten eine Besprechung
01:24Marek war ein Geschäftspartner
01:25Ich bekam dann einen Telefonanruf
01:27Und ich bin kurz raus
01:28Und als ich zurückkam, dann war der so
01:31Was haben Sie mit ihm besprochen?
01:34Hat das irgendwas mit dem Mord zu tun?
01:36Noch gar nichts, also?
01:39Ja, das war alles rein geschäftlich
01:42Marek ist vor zwei Jahren bei mir die Firma eingestiegen
01:45Um das Ganze ein bisschen mit der Vordermann zu bringen
01:47Ja, die Konkurrenz schläft nicht
01:49Im Zeichen der Globalisierung
01:51Das wissen ja
01:52Also, nichts Privates, kein Streit oder so
01:56Wo ich dann vielleicht den Bogen überspannt nicht
01:59Entschuldige, das war jetzt nicht ganz krass
02:00Kein Problem, danke, da ist rein
02:03Herr Dr. Hanschen, irgendwas
02:04Du bist da sicher, Wickerl, da ist er gestanden
02:07Ja, da
02:08Was ist jetzt damit?
02:09Der hat ihn wohl in der Sicht gestanden
02:13Ja, kann schon sein
02:15Er muss sofort tot gewesen sein
02:16Da wird die Obduktion auf nichts anderes ergeben
02:19Den Todesteilten kennen Sie ja
02:21Ja, danke, Frau Doktor
02:24Ich habe gehört, dass der Herr Lind
02:32Seiner Holden nach Hamburg gefolgt ist
02:34Wollen wissen Sie das schon wieder?
02:37Ja, du, Frau Stockl, natürlich
02:38Weil denn sonst
02:40Da hätte ich ja bitte
02:41Und zwar
02:41Also, für uns ist der Lind nicht weg
02:44Sondern hier
02:45Weil das darf der 80er nicht mitbekommen
02:46Dass der sich heimlich entfernt hat
02:48Sonst kriegt er Schwierigkeiten der Lind
02:49Und das wollen wir weiter nicht, oder?
02:51Alles klar
02:53Vielen Dank
02:53Dann wünsche ich noch einen schönen Tag
02:55Geben so
02:57Der ist ja, Frau Doktor
02:59Tschüss
02:59Gib mal mit
03:00Du hast es gefunden
03:01Super
03:06Na, da schau her
03:08Die habe ich zwar beim Reinkommen gesehen
03:09Aber ich wusste, dass der mit dem Pfeil erschossen worden ist
03:11Sehr gut, mich
03:12Ich glaube, ich hole mir die Sprünsicherung
03:14Gute Idee
03:15Herr Weichler
03:17Ja, wie will
03:18Gehen wir es bitte mal
03:21Fliegelfischen, Golf, Bogenschießen
03:22Was machen Sie eigentlich nicht?
03:24Ach, das habe ich Ihnen gar nicht erzählt
03:26Weil ich war einmal Mitglied im Rosheimer Sportbogenklub
03:29Aber mit dem habe ich schon lange geschlossen
03:31Gehen weg
03:31Da kümmert sich die Sprünsicherung drum
03:35Moment einmal
03:37Sie werden doch mich nicht verdächtigen
03:39Dass ich den Maurek in die ewigem Jagdkunde geschossen habe
03:42War der Maurek auch im Bogenschützenverein?
03:45Ja, der ist nach mir eingetreten
03:47Ihnen kann ich es ja sagen
03:49Ich war da nur dabei wegen einer Dame
03:51Verstehen Sie, der hat das ganz gut gefallen
03:53Und man weiß noch nie
03:54So, Mann, dich
03:55Haben wir das Pfeil, du bist, gell
03:56Mhm
04:17Sind Sie da deutschen Schrift, möchte ich?
04:19Wieso?
04:20Weil dann können Sie das sicher entziffern
04:23Reserviert für Vorstand
04:25Wenn ich jetzt da nicht wegfahre, was machen Sie dann?
04:28Dann rufe ich die Polizei
04:29Nicht nötig
04:30Sie sind, glaube ich, auch der deutschen Schrift mächtig, oder?
04:33Hofer-Küppel-Rosenheim
04:34Grüß Gott
04:35Mit wem habe ich die Ehre?
04:37Jens Bergmann
04:42Sie kennen sich so richtig aus
04:44Bei Pfeil und Bogen und dergleichen
04:46Natürlich, ich beliefere schließlich den Verein
04:48Ich bin Verkaufsleiter einer Sportartikelfirma
04:52Schauen Sie, mit diesem Pfeil wurde der Herr Maurek getötet
04:54Haben Sie so was auch im Sortiment?
04:57Carbonpfeiler, ja klar
04:58Welche Länge hat er denn?
05:0076,2 Zentimeter
05:02Gibt es unterschiedliche Pfeilängen?
05:04Ja, sicher
05:04Wir sprechen hier übrigens von Zoll
05:08Das richtet sich nach der Armlänge des Schützen
05:1076,2 Zentimeter entspricht einer Pfeilänge von 30 Zoll
05:15Na logisch
05:16Hier, halten Sie doch mal das Maßband an die rechte Backe
05:19Und ziehen Sie es mit der linken Hand aus
05:27Ihre Auszugslänge beträgt 81 Zentimeter
05:29Ihr Pfeil sollte also 32 Zoll lang sein
05:33Ich verstehe, also wer 30 Zoll
05:36Müsste der Mensch knapp kleiner sein wie ich
05:38Sind Sie ein guter Schütze?
05:40Geht so
05:42Ich gehe dem Sport nur sporadisch nach
05:44Leider, aus Zeitmangel
05:46Wollen Sie einen wirklich guten Schützen kennenlernen?
05:49Daraus
05:50Eigentlich bin ich hier, um mit Frau Simone Dressler zu sprechen
05:53Da schließt das eine das andere nicht aus
06:00Meine Schwägerin Simone Dressler
06:02Sie und meine Frau, das sind die Cracks hier
06:07Simone, Herr Hofer von der Kripo Rosenheim möchte dich wegen dem Marek sprechen
06:10Grüß Gott, Frau Dressler
06:11Es war ja nur eine Frage der Zeit, bis die Polizei hier auftaucht
06:19Toller Schuss
06:20Frau Dressler, ist es richtig, Sie waren mit dem Herrn Marek zusammen?
06:23Gut befreundet, trifft es besser
06:25Sehr gut befreundet
06:28Ja, wir haben miteinander geschlafen, falls es das ist, was Sie meinen
06:31Und vorher waren Sie mit dem Herrn Reischel zusammen
06:33Wollen Sie mich als Blittchen hinstellen?
06:36In keinster Weise, ich mache nur meine Arbeit
06:39Falls Ihnen Herr Reischel das nicht erzählt hat
06:41Er hat mir den Laufpass gegeben, nicht ich ihm
06:43Also, der Tod von Herrn Marek scheinen Sie nicht sonderlich zu treffen
06:50Beim Bogenschießen, Herr Hofer, muss man Haltung bewahren
06:52Trotz großer Gegenkräfte
06:55Wenn Sie mich fragen, ist der Marek nur in den Club eingetreten, um sich beim Reischel liebkind zu machen
07:00Dich fragt aber keiner
07:01Komm, der war da auch nicht viel besser als der Reischel
07:04Die beiden haben den Sport doch nie ernst genommen
07:06Ist jetzt fertig
07:08Frau Dressler, wo waren Sie bis zum Abend?
07:11Da bin ich mit meiner Schwester Isolde um die Häuser gezogen
07:14Und so gegen 11 Uhr, um welches Haus sind Sie da gerade gezogen?
07:17Keine Ahnung, dann müssen Sie meine Schwester fragen
07:20Meine Schwägerin ist nicht besonders alkoholresistent, müssen Sie wissen
07:25Manchmal frage ich mich wirklich, womit Isolde Dich verdient hat
07:28Noch Fragen?
07:29Kann ich gehen?
07:40Ja
07:41Du Elfi, und dann hat der Lind alles stehen und liegen gelassen
07:44Ist zu seiner Geliebten nach Hamburg
07:46Ja, der 80er darf natürlich nichts erfahren
07:48Weißt du, wie es ist?
07:51Unerlaubtes Fernbleiben vom Arbeitsplatz
07:53Da kann sich der schon ganz schön chauffieren dann, gell
07:55Aber weißt ja auch, wie ich bin
07:56Ich werde das alles managen
07:59Du, bitte, ich muss ab
08:01Meldens bitte, Herr Hofer, dass der Herr Reischel jetzt da wird
08:04Ja, aber ich denke, der Hofer weiß Bescheid
08:07Bitte
08:08Was machen Sie jetzt nur, um mir zu zeigen, wie die Reihenfolge zu sein hat?
08:12Grüß Gott, Herr Reischel, seien Sie gut
08:13Ich muss rein in den Platz
08:14Wo ist eigentlich der Herr Lind?
08:17Der ist gerade zur Tür, das haben Sie nicht gesehen
08:20Wohin?
08:21Recherchieren zum Bogenschützenverlein Rosenheim
08:23Ah ja, wenn er wieder da ist, soll er bitte sofort in mein Büro kommen
08:26Wieso?
08:28Was Privates
08:29Was Privates, aber kann ich eher noch da nicht behindig sein?
08:32Nein, das können Sie nicht
08:33Schaut hätte ich gern gemacht
08:36So, jetzt haben wir den Salat, was machen wir jetzt?
08:39Jetzt rufen Sie den Lind an und fragen ihn, was der 80er Privat ist, von ihm wissen wollen könnte
08:44Ha ha ha, sehr witzig, der hebt doch nicht ab, wenn er auf dem Display die Nummer vom Polizeipräsidium liest
08:48Dann rufen Sie ihn mit Ihrem Handy an
08:50Und was ist, wenn er das Private nicht weiß?
08:52Na dann müssen Sie das dem 80er aus der Nase ziehen
08:54Ja, und wie soll ich das machen?
08:56Frau Stockl, Sie sind doch eine Klifte
08:57Sie haben die Fingerspitzen gefühlt, Sie schaffen das, die vertraut Sie
09:00Nicht zum Reichen
09:03Wieso muss eigentlich immer ich die Kohlen aus dem Feuer holen?
09:06Es gibt ja genug Decken, die Sie wegen dem die Finger verbrennen
09:09Schön, dass Sie kommen, ich kann Sie nicht mehr so bitte zum Platz
09:11Vielen Dank, vielen Dank
09:14Die Frage, die mir auf dem Herzen brennt, ist folgende
09:16Was haben Sie gestern Abend mit dem Herrn Mario Geschäftliches besprochen?
09:20Gut, der Marek hat einen Private Equity Fonds in die Firma geholt
09:24Und diese Banditen haben von Anfang an eine andere Strategie gefahren
09:27Diese Banditen?
09:28Naja, die wollten dem Marek und mir einfach den Stiefel in den Arsch treten
09:33Und es aus der Firma rauskaufen
09:37Eine Buyout-Strategie heißt es im gepflegten Wirtschaftsjargon
09:40Sauber
09:42Dann hätten Sie wahrscheinlich den Laden hier dicht gemacht
09:45Die Verwaltung wäre dann hier geblieben
09:47Ja, gut, aber gefertigt hätten Sie in Rumänien
09:51Das nennt man dann Verlegung des operativen Geschäfts ins Ausland
09:55Im gepflegten Wirtschaftsjargon?
09:57Genau
09:59Also ich hätte das aber so nicht mitgemacht
10:01Egal, was die mir geboten hätten
10:02Meine Mutter hätte mir den Hintern versohlt
10:05Aber der Marek, der war ganz scharf auf das Geschäft
10:07Und Sie wollten ihn umstimmen?
10:09Ja, darum ging's
10:10Und?
10:11Hat er sich umstimmen lassen?
10:13Nein
10:16Moment
10:18Sie meinen doch nicht, dass ich meinen Bogen von der Wand genommen habe
10:22Und dann mir den Marek aufs Korn genommen hätte
10:26Ich meine gar nichts
10:28Ich bin nur auf der Suche nach der Wahrheit
10:29Ganz einfach
10:32Ja und, war es?
10:34Hat er ihn jetzt aufs Korn genommen?
10:35Ja, so Grund dazu hätte er
10:37Er könnte nämlich damit seine Firma aus den Klauen von Solitop befreien
10:41Wie das?
10:42Na ja, in dem Gesellschaftervertrag zwischen Marek und Reischl
10:45Wurde festgelegt, dass wenn einer von den beiden stirbt
10:48Der andere das Vorkaufsrecht für diesen Anteil erwirbt
10:51Na ja, verstehe
10:52Das ist allerdings ein starkes Motiv
10:54Aber glauben Sie auch, dass das war?
10:57Nein, nicht wirklich
10:58Ich meine, es ist so offensichtlich
11:01Warum macht er das so?
11:02Wenn schon alle Indizien auf ihn zeigen
11:05Warum begeht er dann den Mord nicht auf schlauere Art und Weise?
11:07Gibt's nur einen anderen Verdächtigen?
11:10Ja, also der Reischl, der ist ja wegen einer Frau dem Bogenschützenklub beigetreten
11:16Eine gewisse Simone Dressler
11:18Jetzt hat er aber ziemlich bald mit ihr Schluss gemacht, weil er genug von ihr gehabt hat
11:23Ja, aber wo führt uns das jetzt hin?
11:24Zu Marek
11:25Der ist nämlich auch dem Bogenschützenklub beigetreten
11:27Und hat dann die Frau getröstet wegen dem Verlust vom Reischl
11:31Sagt der Reischl
11:33Sagt der Reischl
11:34Ich meine auch, dass der Marek den Arzt mit bei ihm nicht Schluss gemacht hat
11:38Weil die Frau ist zwar sehr, sehr gut aussehend
11:40Aber leider ansonsten ein bisschen, sagen wir mal, schwierig
11:44Und das hat sie dann nicht verkraftet und sich an Marek gerecht
11:48Sagt der Reischl
11:48Nein
11:50Also verhaften können wir den Reischl nicht
11:52Da macht der Untersuchungsrichter nicht mit
11:54Das sind uns einfach die Indizien zu machen
11:57Und der Reischl ist ein angesehener Bürger in der Stadt
12:00Ich will ihn ja gar nicht verhaften
12:01Bloß beschatten
12:02Ja, das machen Sie
12:03Äh, ist der Lindh eigentlich wieder zurück?
12:06Der Lindh? Nein
12:07Wie, ist der immer noch im Bogenschützenklub?
12:09Nein
12:10Wo ist er dann?
12:12Der beschattet jetzt den Reischl
12:14Ah ja
12:34Herr Lindh, Sie wissen jetzt auch nicht, was der Herr 80er Privates von Ihnen wollt
12:40Ja, na gut
12:41Mei, mir tut es auch leid, dass die ganze Geschichte so saudumm läuft
12:47Apropo laufen?
12:48Wie läuft es denn bei Ihnen also?
12:50Ah ja
12:52Auwe
12:53Ja
12:55Herr Wiesinger, ich schicke Ihnen dann die Unterlagen, gell?
12:57Äh, wiederhören
12:58Was will er denn schon wieder, der Herr Wiesinger?
13:01Er hat Unterlagen verlegt, ich soll sie ihm faxen
13:05Und da ruft er Sie am Handy an?
13:08Äh, Rufumleitung, ich war gerade beim Frischmachen
13:10Was, Sie nehmen das Handy mit aufs Klo?
13:12Allzeit bereit, Herr 80er, allzeit bereit
13:15Respekt
13:17Sagen Sie mal, äh
13:18Haben Sie ja schon versucht, heute den Herrn Lindh zu erreichen?
13:22Bei mir, bei mir hebt er einfach nie ab
13:23Ja, der hat das Klingeln ausgeschalten, weil das stört ja beim, ähm, Beschatten
13:29Warum stellt er nicht auf Vibrieren?
13:32Ja, das ist eine gute Idee, das werde ich ihm das nächste Mal sagen, wenn ich ihm begegne
13:36Wenn Sie ihm das nächste Mal begegnen
13:40Ja, ich habe das jetzt einfach nur so allgemein gemeint
13:44Begegnen, begegnen
13:45Apropos begegnen
13:47Ähm, wenn ich den Lindh das nächste Mal treffe
13:49Dann könnte ich ihn ja fragen, was Sie Privates von ihm wollten, falls Sie nicht mehr hier sein sollten
13:54Ja, dann kann ich das ja ruhig sagen
13:56Der Herr Franzi, mein Enkel, der klagt in letzter Zeit nur über so ein Summen im Ohr
14:02Und der Herr Lindh kennt doch so einen ausgezeichneten HNO-Spezialisten in München
14:08Ich brauche den Namen und Telefonnummer
14:09Dann ist ja nichts Ernstes
14:11Also hoffentlich ist es nichts Ernstes
14:42Ja, warte schnell!
15:11Mein Herr Reischel
15:14Von Erna hört man vielleicht Sachen
15:17Bestellt habe ich das nicht, das können Sie mir glauben
15:19Das glaube ich einer
15:20Und dann auch noch mit einem Pfeil
15:22Na ja, wie im Mittelalter
15:24Ja, gibt schon eine Spur
15:27Ja, Sie wissen doch, wie die Mühlen der Strafverfolgung mahlen
15:30Also bis die was rausgefunden haben, da bin ich ja zu Fuß zurück aus Namibia
15:34Ja, dann haben wir ja alle Zeit der Welt für ein schönes Kännchen Kaffee
15:38Ja, gerne
15:40Und was darf man nicht vergessen?
15:42Ein Bienenstich
15:43Ich bitte
15:45Ach, mein Kreislauf
16:07Ach, mein Kreislauf
16:09Ach, mein Kreislauf
16:11Ach, mein Kreislauf
16:39Gott sei Dank habe ich mein neues Handy dabei gehabt
16:42Fünf Megapixel
16:42Schau, geh mal her
16:43Toll
16:44Die Frau kennst du nicht?
16:45Nein, nirgesehen
16:46Aber du hast dir die Kfz zu
16:48Lass uns nochmal aufgeschrieben, wie sie weggefahren ist
16:50Oh ja
16:51Nein, du, ich war so auf den Reischl fixiert
16:53Auf den Reischl fixiert
16:55Ja, ich gebe zu, das war jetzt ein echter Beschattungsfehler
16:58Na, das kommen wir schon raus
16:59Glaubst du schon, oder?
17:00Ja
17:00Ich schau mal, was der Reischl macht, gell?
17:03Ist recht
17:03Aber keine Beschattungsfehler mehr
17:05Nicht mehr
17:06Dann ist gut
17:11Grüß Gott
17:12Grüß Gott
17:15Mein Name ist Isolde Bergmann
17:16Meine Schwester Simone sagte mir, dass ich zu Ihnen kommen soll
17:20Wegen einer Aussage
17:21Ja, bitte
17:22Kommen Sie noch weiter
17:28Das ist der Herr Hauptkommissar Hofer
17:30Grüß Gott
17:33Grüß Gott
17:34Nimm Sie bitte den Platz
17:35Mir höre Sie den Stuhl
17:35Ja, ich habe es verstanden, danke
17:37Mir höre Sie den Stuhl, bitte
17:39So
17:40Bitte müssen Sie sich hersitzen
17:42Nimm Sie den Platz
17:43Danke
17:46Ja, Fotos, ich weiß, danke
17:48Für die
17:49Entschuldigung, bitte
17:50Wiederschauen
17:51Wiederschauen
17:51Also
17:52Was will Sie zu mir?
17:58Jetzt kommt der 80er
17:59Herr Mohr
18:02Herr Mohr
18:03Warum sind Sie in Zivil?
18:05Ich muss doch die Dings beschaffen
18:07Das
18:07Wen?
18:08Herr Reischl
18:10Herrn Reischl, wollten Sie sagen
18:12Das macht doch der Lind, denke ich
18:14Michi
18:15Du hast das Essen für den Herrn Lind vergessen
18:18Der Arme, der muss auch mal was essen
18:20Das kann ich mir schlecht in der Uniform vorbeibringen, gell?
18:23Ja, und dann fragst du den Herrn Lind auch gleich nach der Telefonnummer für den Herrn 80er
18:27Das reicht ja, wenn Sie morgen die Telefonnummer haben, gell?
18:30Was für eine Telefonnummer?
18:31Das passt schon
18:32Bitteschauen
18:39Ja, Sie wissen, es geht um den Mordfall Marek
18:42Ihre Schwester gesagt, dass sie gestern mit Ihnen unterwegs war
18:45Ja, das stimmt
18:46Wo waren Sie so um 11 Uhr?
18:49Im Times Square
18:50Ah ja, gut
18:51Haben Sie den Herrn Marek nähergegangen?
18:54Nicht so gut wie meine Schwester
18:57Was haben Sie von ihm gehalten?
19:00Nichts
19:02Nichts?
19:02Können Sie mir die Gründe dafür ein bisschen erlörtern?
19:07Große Worte, kleine Taten, ein Aufschneiderhalt
19:10Dann hat er zum Reischl gepasst
19:12Der Herr Reischl ist kein Aufschneider
19:15Sie kennen den Herrn Reischl also näher
19:18Nur vom Bogenklub
19:20Achso, privat treffen Sie sich nicht mit ihm
19:22Nein, wieso fragen Sie?
19:25Nur so eine reine Routinefrage
19:28Ja, das wäre es dann wirklich
19:29Sie können gehen, vielen Dank, auf Wiederschauen
19:31Wiederschauen
19:35Herr Frau Bergmann, Sie wissen schon, dass ich Ihre Aussagen überprüfe, gell?
19:40Wieso sagen Sie das jetzt?
19:41Eigentlich nur so, falls Ihnen noch irgendwas einfällt
20:14Ich bin spontan, jetzt wäre noch Zeit dazu
20:15Wenn ich das 80er Privates von ihm wollte, das habe ich ihm dann aus der Nase ziehen müssen
20:18Dem Lind
20:19Ah, dem 80er
20:21Und was?
20:22Was Privates
20:23Ja, was denn?
20:24Das geht nur mich und den 80er was an
20:27So, Entschuldigung
20:28Bitte
20:29Herr Dallin, so hast du was gesagt?
20:31Ist er gelandet?
20:33Natürlich ist er gelandet
20:34Ja, ich meine, Sie sind nicht im Flugzeug, sondern bei seinen Helden
20:38Herr Hofer, Franks sind einfach säuber
20:41Was ist denn los?
20:43Diese Lügerei, die geht mir manchmal, die geht mir einfach richtig auf die Nieren
20:49Das sage ich Ihnen
20:50Ich weiß schon gar nicht mehr, wer wann wo gelandet, sie versteckt hat, wo hingegangen ist
20:56Das bleibt alles an mir hängen, wenn es brennt
20:58Der feine Herr Hofer zieht sich aus der Fähre, der hat ja einen Fall zu lösen
21:02Und ich verstrick mich immer mehr in Lug und Turg und Sie schauen dabei zu
21:07Okay, Frau Stockl, jetzt warten Sie einmal
21:10Moment, Hofer
21:13Ja
21:27Grüß Gott, Herr Moor
21:29Ich habe gedacht, das Essen wäre für Herrn Lind
21:34Der hat gar keinen Hunger mehr gehabt
21:37Ganz plötzlich furchtbar müde geworden, Sie sind für ihn eingesprungen, damit er heimfahren kann
21:50Herr Moor, jetzt müssen Sie mir mal was erklären
21:55Warum haben alle so viel Angst vor mir?
21:59Bin ich denn wirklich so ein Unmensch?
22:01Nein
22:03Herr Moor, wo ist der Herr Lind wirklich?
22:10In Hamburg
22:12In Hamburg?
22:15Essen Sie das noch?
22:16Nein, bitte
22:19Auf, wegen dieser Frau, oder?
22:22Er sagt, er muss dir noch etwas klären
22:25Und warum hat er nicht einfach Urlaub beantragt?
22:29Sie haben doch selber die Richtlinie herausgebracht
22:31Was für eine Richtlinie?
22:32Jeder Urlaubsantrag muss eine Woche für Antritt des Urlaubs bekannt gegeben werden
22:37Ach, die, aber da kann man doch mal eine Ausnahme machen
22:40Ja, aber das ist doch der Punkt
22:42Was für ein Punkt?
22:43Na, die Ausnahmen bestimmen Sie
22:46Und den Liebesdingen
22:48Ach, Sie denken, ich bin nicht in der Lage, so etwas zu verstehen?
22:52Ja, nein, nein, nein
22:53Weil bei mir das schon lange Jahre zurückliegt ist mit der Liebe, oder was?
22:59Nein, nein, gar nicht
23:00Gar nicht
23:01Also Herr Moor, ich sag Ihnen jetzt mal was
23:04Stellt Sie sich vor, ich hätte Enkel
23:07Wenn denen irgendwas passieren würde, glauben Sie mir
23:09Dann könnten mich alle Richtlinien auf der ganzen Welt, und zwar kreuzweise
23:14Klang das?
23:17Das lang
23:23Das ist das Haus von den Reichen
23:26Ja, viel Geld da
23:27Ja, schon
23:28Und da warten wir da nichts, gell?
23:50Servus
23:51Servus, Schwesterherz
23:55Der Reischl
23:57Ja
23:57Und wer ist denn Sie?
23:59Die Solde Bergmann
24:00Ach, die
24:02Die haben wir mal beim Empfang getroffen
24:04Das ist ja ganz ein Gewiefte
24:06Na, sehr klang
24:07Sie hat behauptet, den Reischl nur vom Club her zu kennen
24:10Und dann trifft sie sich mit ihm im Rosenbräu
24:14Mit Schal und Sonnenbrille
24:15Und, was sagt sie dazu?
24:17Ich hab sie nicht davon gesprochen
24:18Ich möchte erst wissen, ob sie beim Alibi für ihre Schwester auch klang hat
24:22Die Simone, oh mei
24:24Ein ganzer geschupfte Henner
24:25Hat eine Männergeschichte nach der anderen
24:27Aber bei der hält es doch keiner mehr wie eine Nacht aus
24:29Sag einmal, hat nicht auch der Reischl eine Blitzerferie mit ihr gehabt?
24:33Ja, und dann auch seinen Partner, der Marek
24:38Möchtest du vielleicht, dass die denn Marek?
24:41Hochschießen kannst
24:43Und verrückt genug werde ich auch
24:44Dass sie ihrem davonlaufenden Lover den finalen Abschiedskurs hinterher schickt
24:56Also, Marek, so wird das nichts mit der Beförderung
25:04Sagen Sie mal, das muss doch sau ungemütlich sein
25:06So muttersehen allein da draußen und stiegen langweilig
25:09Wie geht das so?
25:11Wenn Sie mich beschatten wollen, kommen Sie doch einfach rein
25:13Herr Reischl, das kann ich nicht machen
25:16Das sieht doch kein Mensch
25:17Außerdem hätten Sie da alles viel besser im Blick
25:21So undercover quasi
25:22Nein
25:23Außerdem habe ich drin ein Kuchenblech mit frischem Zwetschgen-Tatsche
25:27Portion Schlagsahne und eine Tasse Kaffee
25:31Zwetschgen-Tatsche?
25:32Ja
25:33Sagen Sie mal, wie lange beschatten Sie mich eigentlich schon?
25:36Ja, Reischl, was darf ich denn da nicht sagen?
25:39Ja, verstehe
25:41Ich war halt im Rosenbräu, aber ich meine, das wüssten Sie wahrscheinlich schon, gell?
25:45Ja
25:45Ja, jetzt ist es fix, jetzt haben Sie mich erwischt
25:48Ja, dann werden Sie wahrscheinlich auch gesehen haben
25:51Dass ich mich mit der Isolde Bergmann getroffen habe
25:55Und jetzt wollen Sie sicher wissen, was wir zu besprechen gehabt haben
26:00Ich sag's eben
26:01Ich wollte halt wissen, ob die Simone, die Schwester von der Isolde Bergmann
26:05Immer noch auf mich sauer ist, weil ich ihr den Laufpass gegeben habe
26:11Glauben Sie mir das?
26:13Nein
26:16Gut, jetzt sag ich Ihnen was, und zwar ganz im Vertrauen
26:20Ich hab mich mit der Simone, ja, verlobt
26:24Fragen Sie mich bitte nicht, warum ich's gemacht habe
26:26Aber ich hab's getan, wahrscheinlich, um schneller an mein Ziel zu kommen
26:29So sind wir Männer halt, oder?
26:32Und wie die dann sich eingebildet hat, dass ich sie heirate
26:34Haben mich ein paar so aus dem Staat gemacht
26:35Und wahrscheinlich, was ich auch nicht mehr
26:38Schreibt sie deswegen einen Riesenhass auf mich
26:41Wie schaut's aus, Trinkmann, der Flascherl
26:42Weiß, ob ich wollte?
26:44Ja, Weiß, ich muss ja wieder auf meinen Posten
26:47Wollten Sie eigentlich immer schon Polizist werden?
26:49Ja, seid ihr das erste Mal in Columbo im Fernsehen gesegnet
26:53Das ist wie Bixpilz
26:56Sie wissen wenigstens, was Sie wollen
26:57Und Sie haben alles, was Sie wollen
27:03Aber Geld ist nicht alles
27:05Jetzt kann ich manchmal auch in seinen Aufgaben leben
27:09Ach, das möchtest, wenn ich das gerne in den Hut gehen verlassen
27:14Einige Pflicht ist ja genau, da schauen wir auch noch ein
27:17Na ja, ich schließe wieder auf meinen Posten
27:20Der Posten läuft schon nicht davon
27:28Was war jetzt das?
27:30Das war für Sie
27:53Ich fahre jetzt, gell?
27:5540 bis jetzt
27:5540
28:00Ach, ihr schafft
28:10Korinian, du hast die Fotos
28:15Vergessen
28:16Ah
28:46Und schon
28:47Ich frage die Fotos
28:47Willst du
29:03Was machst du? Du gibst den Denker.
29:07Der Reischel soll sich nicht so offen zeigen.
29:13Danke, Kollege.
29:15Siehst, das hat der Mörder auch gedacht, dass das der Reischel ist.
29:19Du meinst, der hat den Reischel mit dem Marek verwechselt?
29:21Das liegt doch so auf der Hand.
29:23In diesem Haus wohnen nur der Reischel und seine Mutter.
29:27Der Marek hat ungefähr die gleiche Statur gehabt wie der Reischel.
29:30Es war Nacht.
29:30Und jetzt will der Täter seinen Fehler korrigieren.
29:33Wir müssen vollkommen umdenken.
29:35Der Reischel ist das Ziel.
29:41Herr 80er, bitte schön die Telefonnummer.
29:44Vielen Dank.
29:45Frau Stockel.
29:48Ja?
29:49Wo ist denn jetzt der Herr Lindh?
29:52Der Herr Lindh?
29:53Ja, der Herr Lindh.
29:55Der ist in...
29:57Hamburg.
29:59Herr 80er, ich werde selbstverständlich die Konsequenzen für mein Fehlverhalten tragen.
30:05Was hat sich jetzt der Herr Hofer zu diesem Fehlverhalten angestiftet?
30:09Nein.
30:10Die Geschichte ist ganz allein auf meinem Mist gewachsen.
30:13Und da gehört es auch hin.
30:15Hm.
30:17Was?
30:17Die ganze Geschichte.
30:19Auf dem Mist.
30:20Und da belassen wir es auch.
30:22Einverstanden?
30:24Einverstanden?
30:25Nein.
30:34Nein.
30:36Nein.
30:36Servus.
30:37Schon so früh auf den Beinen?
30:39Nein.
30:39So spät.
30:42Kleine Privatparty.
30:43Geburtstag.
30:44Du?
30:45Ja.
30:46Dann bist du jetzt voll ehrlich.
30:48Ehrlich erwachsen, oder?
30:50Nein.
30:50Erst mit 50.
30:52Ach so.
30:54Du kannst was anderes.
30:55Bei dir sollen vorgestern zwei Frauen im Lokal gewesen sein.
30:59Nicht nur zwei.
31:00Simone Dressler und ihre Schwester Isolde.
31:03Die waren auch da, ja.
31:05Bis um elf.
31:12Bis halb elf.
31:14Um 10.25 Uhr habe ich es abgeheißelt und danach sind sie glaube ich gleich gegangen.
31:17Glaubst du das, oder bist du dir sicher?
31:19Ich glaube, ich bin mir sicher.
31:21Du hast da wieder recht.
31:24Suchst du was?
31:26Nein.
31:27Ich wundere mich bloß.
31:28Worüber?
31:29Dass bei dir mal ein Fest zu Ende geht, ohne dass eine Frau übrig bleibt.
31:33Ist doch nicht mehr der Jüngste, he?
31:35Carla!
31:37Ja?
31:39Geh mach doch dem Herrn Hofer noch ein Espresso-Dopio.
31:49Herr Hofer?
31:51Ja?
31:52Ich habe dem Herrn Achtziger reinen Wein eingeschenkt.
31:55Was haben Sie?
31:56Ich habe ihm alles gesagt.
31:57Na sauber.
31:58Und wir stehen jetzt da?
32:00Blöd.
32:01Sehr witzig.
32:02Sie sind so eine Ratschung, aber das waren Sie ja schon immer.
32:04Nur diesmal nehme ich Ihnen das persönlich übel.
32:06Es geht nicht um mich, es geht um den Herrn Lind.
32:09Und das ist ein Kollege.
32:10Aber das heißt ja nichts für Sie.
32:11Was ist denn das?
32:12Das ist der Bericht von der KTU.
32:14Der Pfeil, mit dem auf den Reischl geschossen worden ist, ist identisch mit dem, der im Toten
32:19gesteckt hat.
32:20Beides Carbon-Pfeile, 30 Zoll lang, 5,2 Millimeter Durchmesser.
32:24Sie haben auch identische Abriebsspuren am Schaft, die durch die Pfeilauflage erzeugt werden,
32:28wenn der Pfeil da rüberschleift.
32:31Danke.
32:33Das ist doch jetzt um 80, wenn du die Augen treten.
32:35Ich habe genügend Stoff daheim. Ich könnte Ihnen ein Küsserhemd nähen.
32:42Ach, Herr Hofer.
32:43Herr Achtziger.
32:44Es gibt eine Wendung im Fall.
32:47Ja.
32:48Reischl ist das Ziel, hat mir Herr Lind gesagt.
32:50Herr Lind?
32:51Verwundert Sie das jetzt?
32:52Sollte ich lieber sagen, Herr Mohr, weil die beiden sich ja zum Verwechseln ähnlich sehen.
32:57Herr Achtziger, ich muss da auch bitte leisten.
32:58An Schmarrn erstens.
33:00Bloß aufhören, mich für dumm zu verkaufen.
33:03Also gut.
33:04Wie geht's weiter?
33:05Wie schaut's aus?
33:06Ja, also als nächstes werde ich mir die beiden Schwestern vorknöpfen, die eher ein Alibi hat Löcher.
33:10Motiv?
33:11Diese Monitoressler wollen sich rächen für die Schmach, die der Reischli angetan hat.
33:15Bloß, weil er sich jetzt sitzen lassen.
33:17Na ja, sie hat geglaubt, er will sich heiraten, er hat ihr die Ehre versprochen.
33:22Hat sie das gesagt?
33:23Nein, das hat der Reischli dem Mohr erzählt.
33:26Die Schwestern waren...
33:28Ah!
33:28Frau Marie ist sowieso gar nicht gekommen gewesen.
33:30Ach, wasch, wasch.
33:31Kann ich dir mal kurz sprechen?
33:32Jetzt ist es gerade sehr schlecht, Marie.
33:34Grüß Gott, Herr Achtziger.
33:36Frau Hofer, es ist mir wie immer eine große Freude.
33:39Grüß Gott.
33:40Du hast die Fotos vergessen.
33:42Während ich da mal am Frühstücken war, ist mir eine Marmelade auf ein Foto getrumpft.
33:46Ach, ich hab so wild, das wär doch Wurscht gewesen.
33:47Das hättest mir auch heute Abend erzählen können.
33:48Nein, wenn ich den Fleck wegwischen wollte, ist mir was aufgefallen.
33:51Schau einmal auf den Hintergrund.
33:54Darf ich auch mal?
33:55Natürlich.
33:56Äh, damit geht's...
33:59Damit geht's besser.
34:00Oh, die Brüllen vom Bergbau.
34:03Ja, ja, eindeutig.
34:04Der Mann da hinten beobachtet die beiden.
34:06Das ist mir gar nicht aufgefallen.
34:08So in der Unschärfe kann ich es kaum mehr kennen.
34:12Bei mich ist es also gut, geht so gerade die Uhrenlast, den Ausschnitt da hinten vergrößelt.
34:16Ja, ist recht.
34:17Für Gott.
34:18So.
34:20Das haben Sie sehr gut gemacht.
34:21Gute Arbeit, Frau Hofer.
34:22Ja, was täte er ohne mich?
34:25Ja, das frage ich mich auch, Mann.
34:28Hallo Miriam.
34:29Bitte, Herr Reischel.
34:31Von Ihnen hört man ja spannende Sachen.
34:33Ja, bogenspannende Sachen.
34:35Die kann ich im Moment gar nicht gebrauchen.
34:36Tut mir leid, dass ich für Sie im Moment nichts dabei habe.
34:39Aber in meinem Kopf, da geht's drunter und drüber.
34:41Das macht nichts.
34:42Sie wollen zu meinem Hofer, gell?
34:43Ja.
34:43Das ist jetzt gerade ungünstig.
34:45Da müssen Sie ein bisschen warten.
34:46Der verhört gerade die Schwestern.
34:48Aha.
34:54Könnte es sein, dass Sie neugierig sind?
34:58Ja, schon.
35:00Laut Aussage vom Wirt haben Sie beide das Times Square um halb elf verlassen.
35:04Wo waren Sie dann?
35:05Ich bin nach Hause gegangen.
35:07Und Sie?
35:08Ich auch.
35:09Sie haben Sie also getrennt?
35:11Und Sie haben mich angelogen, Frau Bergmann.
35:14Ich hab noch nicht auf die Uhr geschaut.
35:15Man kann sich doch mal in der Zeit irren.
35:17Sie haben sich am nächsten Tag mit dem Herrn Reischel getroffen.
35:19Und mir haben Sie gesagt, Sie kennen ihn nur vom Bogenschützenverein her.
35:23Haben Sie sich da in eine Person vertan, oder was?
35:25Du hast dich mit Ferdinand getroffen?
35:28Warum?
35:30Warum?
35:32Er wollte wissen, ob du was mit dem Tod von Marek zu tun haben könntest.
35:36Da fragt er dich.
35:40Warum bist du überhaupt hingegangen?
35:43Zu Ihrer Information.
35:45Der Marek war gar nicht das Ziel.
35:47Der Täter hat das auf den Herrn Reischel abgesehen gehabt.
35:50Und gestern Abend hat er es erneut versucht.
35:52Steckst du dahinter?
35:54Was?
35:56Das traust du mir zu.
36:00Meine eigene Schwester.
36:02Das ist unglaublich.
36:05Herr Hof, ich...
36:06Ich glaube, ich muss jetzt gehen.
36:08Bitte so.
36:16Und Sie fragen sich jetzt, ob Ihre Schwester bloß Theater spielt, oder?
36:19Ja.
36:20Oder spielen Sie Theater?
36:24Nein.
36:27Wo ist denn der Reischel?
36:29Der ist gegangen.
36:29Was?
36:30Was wollt ihr eigentlich?
36:31Mit einer Rehn.
36:32Aber dann hat er sich's anders überlegt.
36:34Na, da schau her.
36:36Ich hab die Vergrößerungen.
36:38Super, Michi.
36:39Es ist leider nicht gegangen.
36:43Was ist denn das?
36:44Was weiß ich nicht.
36:45Vielleicht hat er ein Brillant im Zahn.
36:47Brillant.
36:51Brillant, Herr Mauer.
36:53Sehr gut.
36:54Was?
36:55Weiter so.
36:56Danke.
37:01Oh, Isolde.
37:03Hallo.
37:08Was hast du denn auf dem Präsidium gemacht?
37:11Ich wollte dem Hof ein Reinen weinen schenken.
37:14Ohne mich vorher zu fragen?
37:17Isolde, so kann's doch nicht mehr weitergehen.
37:23Du wolltest nicht reden?
37:25Ja.
37:28Und ich höre.
37:30Weißt du, dass Isolde sich mit Reischel getroffen hat?
37:32Nein.
37:36Hat sie aber.
37:38Ich möchte gerne wissen, was die da besprochen haben.
37:43Ich redet da gerade mit der Simone Dressler.
37:45Aber die schaut mir schon sehr aufgebracht aus.
37:48Bring ihn aufs Präsidium.
37:49Und nimm seine Bogenausrüstung mit.
37:51Vor allem die Handschule das gleich untersuchen, gell?
37:54Frau Srich, haben Sie jetzt mit ihr?
37:56Ja, Sie natürlich auch.
37:57Wir wollen die Familie doch komplett haben.
38:00Also, bis später. Servus.
38:04Ja, und jetzt?
38:06Bring was hinter uns.
38:08Ich denke, er weiß es eh schon.
38:12Tja, so schnell sieht er sich wieder.
38:15Wir möchten Ihnen gern was sagen.
38:17Zeit wird's.
38:32Kommen Sie bitte.
38:34Komm.
38:39Also, dann schließen Sie mal los.
38:42Also, Isolde und ich...
38:44Renate und ich...
38:45Lass mich.
38:48Isolde und ich, wir sind seit zwei Monaten ein Paar und...
38:53Isolde war der Grund, warum ich mich von Simone getrennt habe.
38:56Ich habe mich einfach Hals über Kopf in diese verliebt und sie sich in mich auch.
39:02Hoffe ich.
39:03Wir mussten das natürlich geheim halten, weil ich bin verheiratet.
39:07Und Ferdinand war mit meiner Schwester zusammen.
39:11Ich meine, das hat ja einen Mordseklage gegeben.
39:14Na ja, so hat's ja bloß ein Mord gegeben, gell?
39:16Ich glaube, meine Schwester ist dahinter gekommen.
39:19Ihre Schwester?
39:21Ist das mit ihrem Mann?
39:33Herr Bergmann, Sie werden jetzt an der Reihe...
39:39... mit dir entlang.
39:48Was ist los?
39:51Ferdi, bitte sei mir nicht böse, aber...
39:55... egal wie die Sache da drin ausgeht...
39:59... das hat keine Zukunft mit uns.
40:03Entschuldige, das ist blöd.
40:05Ach, die Mama. Mama. Mama?
40:10Wie geht's am Gardersee?
40:12Ja, sonst geht's gut, ja.
40:15Mit dem Marek?
40:17Nein, wir sind zu keiner Einigung gekommen.
40:19Also nicht so, wie wir es eigentlich vorgehabt haben.
40:21Ich hab meine Frau nicht beschattet.
40:24Weil ich nämlich gar nicht von ihrem Verhältnis wusste.
40:27Ist ja prima.
40:28Dann können Sie aufatmen und lächeln.
40:32Lächeln soll er mal.
40:34Lächeln. Für mich, bitte. Einmal lächeln.
40:37Du, ich erzähl dir das alles in Ruhe morgen.
40:40Okay, gut, also pass auf.
40:42Der Marek, der wurde von einem Pfeil getroffen.
40:45Ja, so wie bei den Indianern.
40:47Nein, wir haben nicht rumgealbert.
40:50Wie im Krankenhaus.
40:52Nein, das war nicht mehr nötig.
40:55Für mich, bitte. Einmal lächeln.
40:58Sehr schön.
41:00Ist das ein schöner Brillant?
41:02Ja, und hier haben wir noch ein schönes Foto.
41:05Schauen Sie, da ist der Herr Reischel, das ist Ihre Gattin.
41:08Und da ein bisschen unscharf im Hintergrund, das sind Sie.
41:11Da haben wir das noch einmal vergrößert.
41:12Eindeutig zu erkennen, haben Brillanten.
41:16Sie haben mitbekommen, dass Ihre Gattin ein Verhältnis hat mit dem Herrn Reischel.
41:20Da wollten Sie den Herrn Reischel aus dem Weg räumen.
41:22Und leider hat es aber blöderweise dann den Herrn Marek erwischt.
41:26Und für den Fall, dass Sie leugeln wollen, wir haben auch noch Ihre Handschuhe.
41:29Was wollen Sie da finden?
41:31Blütenstaub.
41:32Von dem Strauch, der beim Reischel im Garten steht.
41:35Engels zum Beten sind das, glaube ich.
41:42Ich wollte den Marek nicht töten.
41:45Auch mit dem falschen Opfer bleibt das Mord.
41:49Ja, bitte.
41:59Meine drei Musketiere. Ich gratuliere. Saubere Arbeit. Und das alles ohne Herrn Lind.
42:06Wann kommt er denn zurück?
42:09Er ist unterwegs.
42:11Ja und?
42:12Ich glaube, es ist nicht gut ausgegangen. Er hat sich sehr deprimiert angehört.
42:16Umso besser, dann bleibt er uns erhalten.
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