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Spaß
Transkript
00:01Das war's für heute.
00:50Das war's für heute.
01:01Das war's für heute.
01:30Das war's für heute.
01:41Das war's für heute.
01:55Das war's für heute.
02:16Das war's für heute.
02:28Das war's für heute.
02:58Das war's für heute.
03:28Das war's für heute.
03:58Das war's für heute.
04:03Das war's für heute.
04:37Das war's für heute.
05:16Das war's für heute.
05:32Das war's für heute.
05:52Das war's für heute.
06:40Das war's für heute.
06:50Das war's für heute.
06:50Ich hab' gedacht, das wär' vielleicht doch was für euch hier.
06:52Das Tollste, das kostet nur 49,90.
06:5649,90?
06:58Davon kann ich ein halbes Jahr duschen.
06:59Ja, aber von deinem Duschwasser wird auch niemand gesünder.
07:02Jetzt pass mal auf, hiervon schon.
07:04Ich hab' dir ein kleines Fläschchen abgefüllt.
07:06Probier's mal aus, hm?
07:07Moin, Elke!
07:09Ich schwör' da drauf.
07:11Moin.
07:15Was ist das denn?
07:18Positiv informiertes Heilwasser.
07:20Ah.
07:23Hier.
07:24Von meinem Nachttisch.
07:26Du solltest dir eine zweite zulegen.
07:28Eine für deine Wohnung, eine für meine Wohnung.
07:30Ja, das mach' ich, sobald ich ein Sechs am Lotto habe.
07:34Was würdest du denn tun, wenn du im Lotto gewinnst?
07:37Was ist dein großer Traum, Finn Kiesewetter?
07:41Also, ich würde sofort hier aufhören.
07:43Würde mir wieder einen Hof in der Uckermark holen.
07:46Einfach nur Tiere, Pferde, keine Verbrecher, kaum Menschen.
07:52Einfach Ruhe.
07:53Aha.
07:55Und, äh, wie komm' ich darin vor?
08:00Seit wann bist du aufs Land?
08:02Ja, eben gar nicht.
08:03Ich...
08:04Ich finde, du solltest die Besetzungsliste deines Traums nochmal überdenken.
08:09Nebenrollen finde ich nicht so spannend.
08:12Aber, Elke, das war doch rein und hypothetisch.
08:14In meinen Träumen spielst du immer noch eine Hauptrolle.
08:21Sag' mal, Lars, musst du dich eigentlich immer und überall einmischen?
08:26Nein.
08:27Nein, nein, nein.
08:29Ich weiß nur, wie man mit meiner Ex-Frau umgehen muss.
08:31Und als Chef dieser Dienststelle habe ich eine gewisse Verantwortung für das Binnenklima in diesem Kommissariat.
08:36verstehst du?
08:37So.
08:38Und jetzt machen wir beide einen Ausflug in die Pathologie.
08:41Du willst in die Pathologie?
08:42Ja.
08:44Ach, du willst dann nur das goldene Buch von Strahlemann loseisen.
08:49Loseisen müsste ich es nur, wenn es im Kühlfach liegt.
08:52Den Rest mache ich mit meinem Charme und Überzeugungskraft.
08:57Einfühlungsvermögen, Lars.
08:59Na gut.
09:00Kommst du?
09:02Ja, ich hole nur meine Jacke.
09:06Moin, Strahlemann.
09:07Moin.
09:07Guten Morgen.
09:08Gibt's Neuigkeiten?
09:10Ja.
09:12Lottogewinner verfügen über dieselbe Anatomie wie Normalsterbliche.
09:15Ach.
09:15Was dazu führt, dass ein Sturz auf eine Kante auch bei Ihnen eine letale, laterobasale Schädelfraktur auslösen kann.
09:20Also der Schlag mit dem Buch war nicht tödlich?
09:22Nein, wahrscheinlich war der Tod nur ein Unfall.
09:25Der Schlag hat ihn taumeln lassen, vielleicht sogar ausgedockt, aber nicht umgebracht.
09:29Was zu meiner zweiten Erkenntnis führt.
09:31Es hat vorher einen Kampf gegeben.
09:33Unter den Fingernägel des Toten habe ich fremdes Hautgewebe gefunden.
09:37Denzer und der Täter kriegen sich in die Haare.
09:40Denzer kratzt ihn.
09:41Oder greift nach dem Täter.
09:43Und zieht ihm das goldene Buch über den Schädel.
09:45An die Schläfe.
09:47Beide standen sich gegenüber.
09:49Denzer fällt und knallt mit dem Kopf auf eine Kante.
09:52Ach, ein ganz interessantes Detail habe ich auch noch gefunden.
09:55Eine Hosentasche von ihm war umgestülpt, so als ob er oder jemand anderes etwas in großer Eile herausgenommen hätte.
10:02Todes Zeitpunkt?
10:04Zwischen 18 und 30 und 20 Uhr.
10:06Und das Buch?
10:08Auf dem sind mehr Fingerabdrücke als auf einem Wanderpokal, aber wen wundert's?
10:11Wir werten das noch aus.
10:13Und wie lange kann sowas dauern? Kann man das ein wenig beschleunigen?
10:18Der größte Feind der Qualität ist die Eile.
10:21Das wusste schon Henry Ford.
10:23Ironischerweise hat er dann das Fließband eingeführt.
10:25Und wenn ich, sagen wir mal, einen Kasten Bier hier hinstellen würde?
10:30Würde das dann schneller gehen?
10:32Wenn der Bierkasten über daktyloskopische Kenntnisse verfügt und mit dem Stereo-Mikroskop umgehen kann?
10:37Ja?
10:37Ja?
10:39Wir kommen.
10:41Die Gewinnberaterin ist im Präsidium.
10:43Okay, dann los.
10:45Ey, Strahlemann, möchtest du zur Abwechslung mal ein Leben retten?
10:48Meine Tante ist gerade dabei, für das Zeug hier ihre ganzen Ersparnisse auszugeben.
10:52Was ist das?
10:54Positiv informiertes Heilwasser, glaubt meine Tante.
10:57Informiertes Wasser?
10:58Ja, gib mal her. Dem werde ich im Labor schon seine Informationen entlocken.
11:02Ja, aber nichts verschütten. Das Zeug kostet dein Vermögen.
11:05Kommst du?
11:07Positiv informiertes Wasser.
11:09Ja, wieso hilft er dir und nicht mir?
11:12Weil ich Scham und Einfühlungsvermögen habe und außerdem trinkt er kein Bier, sondern Wein wie du.
11:24Wo ist Dr. Kant?
11:25Entschuldigung.
11:26Entschuldigung, warte mal ganz kurz.
11:26Entschuldigung, bitte, ich bin nicht deine Empfangsdame.
11:28Ach, Ecke, das war doch gar nicht so gemeint.
11:30Gut.
11:31Wie ist denn dein Büro?
11:32Danke, Frau Staatsanwältin.
11:33Stopp, stopp, stopp, stopp.
11:34Ich warte auch auf einen ganz kurzen Bericht aus der Pathologie.
11:37Ach so, ja.
11:38Also, Kuludenza starb nicht durch den Schlag mit dem goldenen Buch, sondern eine Kopfverletzung, die er sich beim anschließenden Sturz
11:43zugezogen hat.
11:45Das heißt, der Tod war ein Unfall?
11:48Es sieht nach Not ja aus. Es muss einen Kampf gegeben haben, weil Strahlemann hat unter den Fingernägeln eine Hautpartikel
11:52gefunden.
11:53Okay.
11:55Möchten Sie vielleicht irgendwas trinken? Einen Kaffee oder so?
11:57Nein, vielen Dank.
11:59Frau Dr. Kant, Kiesewetter, mein Name, danke, dass Sie sich die Zeit genommen haben.
12:03Uns beschäftigt nämlich eine Frage ganz gewaltig.
12:06Ach ja, und welche?
12:08Was macht eigentlich eine Gewinnberaterin?
12:12Wissen Sie, so ein Lottogewinn bricht plötzlich über die Menschen herein. Danach ist nichts mehr, wie es vorher war.
12:18Das klingt ja so, als ob es schlimm wäre, ein Lotto zu gewinnen.
12:22Ja, für viele fangen die Probleme dann erst an.
12:25Es hat Fälle gegeben, in denen frischgebackene Millionäre wahllos Geld ausgegeben und sogar verschenkt haben.
12:30Am Ende waren sie ruiniert, finanziell aber auch gesundheitlich.
12:34Ich bin dafür da, dass die Gewinner auf dem Teppich bleiben.
12:37Ich rate Ihnen, niemandem von dem Geld zu erzählen, sonst stehen schnell die Bittsteller vor der Tür.
12:41Hat Herr Denzer denn jemandem von dem Gewinn erzählt?
12:45Meines Wissens nach nein.
12:48Aber ich konnte ihn bisher nur telefonisch beraten.
12:51Meine Tochter war krank, ich bin alleinerziehend, der Vater ist vor drei Jahren gestorben.
12:55Aber ich glaube, das gehört nicht hierhin.
12:57Kein Problem. Zurück zu Denzer. Sie haben ihn noch nie getroffen?
13:01Nein. Wie gesagt, ich habe nur zwei-, dreimal mit ihm telefoniert.
13:06Was hatten Sie für einen Eindruck von ihm?
13:10In Anbetracht der Umstände einen ganz normalen. Er hat sich gefreut.
13:16Da muss ich kurz ran.
13:20Chef.
13:23Hier.
13:25Da sollten Sie sich mal ansehen.
13:26Ja. Schätzchen?
13:28Du, ich kann jetzt nicht. Bis gleich.
13:32Frau Dr. Kant, haben Sie gewusst, dass Denzer am Tag der Tat 200.000 Euro abgehoben hat?
13:38Ja. Das wusste ich.
13:41Eigentlich sehen wir das nicht so gerne, aber manche Gewinner brauchen ein haptisches Erlebnis.
13:45Sie wollen das Geld anfassen, quasi mal im Geld baden.
13:48So wie Dagobert Duck in seinen Dukaten.
13:50Ja. Das trifft es ganz gut. Ich hielt das für sehr unvernünftig.
13:56Danke, Frau Kant. Das war's dann erstmal.
13:58Es kann sein, dass wir uns wegen weiterer Fragen nochmal bei Ihnen melden.
14:01Kein Problem. Ich helfe gern.
14:07200.000 Euro?
14:08Ja, und er hat die in einer Stückelung von 20-Euro-Scheinen abgehoben.
14:12Der wollte tatsächlich darin baden.
14:14Aber im Laden war nichts.
14:16Ich weiß nicht, aber wahrscheinlich haben wir es doch mit einem Raubmord zu tun.
14:19Ein Raubmörder, mit dem er vorher Champagner trinken will?
14:22Wer soll dieser mysteriöse Gast sein? Das müssen wir klären.
14:25Aber erstmal müssen wir die Angehörigen informieren.
14:27Dein Saatenbruder, der lebt hier in Lübeck.
14:32Elke, ich weiß doch, dass irgendwas bei euch nicht stimmt.
14:35Wir kennen ihn beide von der Schule.
14:36Je mehr man auf ihn einredet, ist so sturer, benimmt er sich.
14:39Schhhh. Es ist ja wirklich nett, dass du dich um uns sorgst.
14:42Aber hier geht's gerade um wichtigere Dinge.
14:44Elke, ich will doch nur, dass...
14:48Ich kümmere mich dann mal um das Buch.
14:50Ja.
14:54Ja, wir haben Neuigkeiten, Elke.
14:57In dem Laden von dem Mann waren 200.000 Euro, die jetzt weg sind.
15:00Aha, wer hat sie jetzt, der Täter?
15:02Davon müssen wir ausgehen.
15:04Ich habe auch Neuigkeiten für euch.
15:05Der Kuno Denzer, der war vorbestraft.
15:07Der saß wegen Einbruchs in Haft von 1988 bis 1990.
15:11Sieh mal an, der angesehene Handwerker.
15:13Ist er danach nochmal aktenkundig geworden?
15:14Nein.
15:15Der hat ja dann auch aufs Lottospielen umgesattelt.
15:17Und wo geht's jetzt hin? Cowboy?
15:22Gute und schlechte Nachrichten überbringen.
15:29Yeah.
15:33Erbt jetzt der Bruder von Kuno Denzer das Geld?
15:35Und seine Schwägerin, das sind die einzigen Angehörigen.
15:38Das ist so makaber.
15:39Was?
15:39Naja, wir überbringen ihm eine Todesnachricht
15:42und gleichzeitig teilen wir ihm mit, dass er vermutlich 21 Millionen erbt.
15:45Ja, alles ein bisschen viel auf einmal.
15:47Ich meine, wie machen wir denn das?
15:49Was sagen wir, wir haben eine gute und eine schlechte Nachricht?
15:52Ich weiß es nicht. So was lernt man nicht auf einer Polizeischule.
15:55Na, dann lernt man so einiges nicht.
15:56Ich weiß es nicht.
15:57Ich weiß es nicht.
16:20Ich weiß es nicht.
16:22Hier ist es nicht.
16:25Ich weiß es nicht.
16:26Aber können wir uns denn überhaupt leisten?
16:29Jetzt macht ihr darum keine Sorgen.
16:34Guten Tag.
16:36Karl Denzer?
16:39Ja?
16:39Kiesewetter, mein Name, Kripo Lübeck. Das ist meine Kollegin Frau Schwartenbeck.
16:44Wir haben leider keine guten Nachrichten für Sie.
16:50Mein Bruder hat immer riskant gelebt.
16:52Als wir klein waren, habe ich versucht, auf meinem Fahrrad freihändig zu fahren.
16:57Da hatte ich schon Angst genug.
17:00Kuno hingegen musste sich gleich auf den Sattel stellen.
17:04Wie war denn Ihr Verhältnis zueinander?
17:08Na, ehrlich gesagt, nicht gut.
17:12Als er aus dem Gefängnis kam, hat er mir vorgeworfen, dass ich ihn schneiden würde.
17:17Und haben Sie das denn?
17:18Ja und nein.
17:22Verstehen Sie, ich bin Vertreter. Da bin ich oft unterwegs.
17:26Und wenn ich zu Hause bin, dann kümmere ich mich um meine Frau.
17:29Da blieb wenig Zeit.
17:31Und außerdem waren da noch seine Freunde.
17:36Sie meinen, er hat sich nach wie vor mit nicht ganz so koscheren Leuten umgeben.
17:40Ich weiß nicht. Auf jeden Fall lebt er in einer völlig anderen Welt.
17:44Und außerdem haben wir uns um Geld gestritten.
17:47Ich wollte mir etwas von ihm leihen, um das Haus weiter für die Bedürfnisse meiner Frau umbauen zu können.
17:52Aber er hat mich nur ausgelacht.
17:57Wussten Sie, dass Ihr Bruder im Lotto gewonnen hat?
18:02Im Lotto?
18:07Nein.
18:09Er hat den Jackpot geknackt.
18:1121 Millionen.
18:12Und, oh mein Gott.
18:17Dieser, dieser Idiot.
18:23Das passt zu ihm.
18:26Im Lotto gewinnen und sich danach erschlagen lassen.
18:32Ich weiß, das ist alles auf einmal schwer zu verarbeiten.
18:36Aber wie müssen Sie das fragen?
18:38Wo waren Sie gestern zwischen 18.30 Uhr und 20.00 Uhr?
18:43Bei der Physiotherapie meiner Frau.
18:46Ich bringe Sie immer hin.
18:48Wie lange dauert die?
18:49Von 19.00 Uhr bis 20.30 Uhr.
18:54Ja gut, danke.
18:56Und falls es nicht so deutlich rübergekommen ist,
18:58Sie sind die einzigen Erben.
19:00Machen Sie sich keine Umstände.
19:02Wir finden allein raus.
19:03Danke.
19:04Wiedersehen.
19:06Hier.
19:13Gabi.
19:15Ich begreife das alles nicht.
19:19Was für ein Wahnsinn.
19:28Wir sind reich.
19:32Aber du wolltest doch gestern zu Kuhn hoch.
19:37In solchen Situationen merkt man erst,
19:38wie stark meine Liebe wirklich ist.
19:40Wie bitte?
19:40Ja, in so Extremfällen wie Krankheit.
19:42Ja, oder wenn man plötzlich viel Geld erbt.
19:44So ein Elektrorollstuhl ist nicht gerade billig.
19:46Woher wissen Sie das?
19:46Ich habe mich mal nach einer Gehhilfe für Tante Toni umgesehen.
19:49Da war ich in so einem Sanitätshaus.
19:50Kriegen Sie doch mal raus, wie der Karl Denzer diesen Stuhl bezahlt hat.
19:53Nach den ganzen Umbauten bestimmt nicht in bar.
20:12Das Alibi von Karl Denzer konnten wir noch nicht überprüfen.
20:15So lange bleibt er natürlich verdächtig.
20:17Aber immerhin erwartet er eine Riesen-Erbschaft.
20:20Aber seine Reaktion auf den Lotto-Übenden, die hat mich überzeugt.
20:23Er sei denn, er ist ein genialer Schauspieler.
20:27In unserem Beruf erleben wir oft bessere Schauspieler als auf irgendeiner Filmpreisverleihung.
20:32Aber wir haben Menschenkenntnisse.
20:34Haben wir die?
20:35Ich zum Beispiel, ich habe gedacht, ich kenne dich.
20:42Du meinst, du denkst heute Vormittag.
20:45Also nochmal.
20:47Da ich kein Millionär bin, werde ich auch in naher Zukunft nicht wieder Bauer in der Uckermark.
20:53Und wenn, dann würde ich dich mitnehmen.
20:58Und was ist, wenn ich gar nicht mit will?
21:03Wie soll es denn überhaupt mit uns beiden weitergehen?
21:07So zahlen wir, wir essen die Pizza auf.
21:08Oder auch nicht.
21:09Mache ich uns mal schöne Kerzen an.
21:11Und dann gucke ich nach einer schönen Platte für uns.
21:14Finn, genau das meine ich nicht.
21:18Was denn zum Beispiel, wenn ich eine bessere Stelle kriege?
21:21In Hamburg.
21:23Gehst du dann mit?
21:24Das kann ich so entscheiden, wenn es soweit ist.
21:26Eben, du entscheidest.
21:28Ich möchte aber, dass wir zusammen über unsere Zukunft nachdenken.
21:32Zukunftspläne.
21:33Nehmen wir mal zum Beispiel Kuno Denzer.
21:35Der hatte bestimmt unglaubliche Zukunftspläne.
21:37Der hat sich bestimmt schon in irgendeiner Villa in St. Tropez gesehen.
21:40Und zack, alles vorbei.
21:43Finn, du hast Angst.
21:44Du hast Angst, dich festzulegen und zwar auf mich.
21:47Angst? Wovor denn?
21:52Okay.
21:55Wo willst du hin?
21:58Ich muss nachdenken.
22:07Angst.
22:10Angst.
22:10Angst.
22:22Angst.
22:23Angst.
22:23Angst.
22:23Morgen.
22:24Morgen.
22:25Oh, wie sehen Sie denn aus?
22:26Sind Sie krank?
22:27Ja, ich habe Morbus Fusciolet.
22:29Was?
22:30Und dann kommen Sie zur Arbeit?
22:31Das ist doch unverantwortlich.
22:32Keine Sorge, das ist nicht ansteckend.
22:34Was haben Sie denn da?
22:35Ich habe rausgekriegt, was der Elektrorollstuhl von Frau Denzer kostet.
22:38Laut Hersteller 8.520 Euro.
22:40Oh, so eine Summe muss man erst mal stemmen.
22:43Ja, Karl Denzer hat auch erst mal Ratenzahlung vereinbart, weil die Krankenkasse sich geweigert
22:47hat, für den Rollstuhl aufzukommen.
22:49Hm.
22:50Hat er sich ja ganz schön zu knapsen.
22:51Ja, das mag sein, aber jetzt wird es interessant.
22:53Gestern Nachmittag hat er die Ratenzahlung storniert und den Rollstuhl in bar bezahlt.
22:58In bar?
22:58Ja, den ganzen Betrag in 20-Euro-Schein.
23:02Das Geld seines Bruders.
23:05Moin, Chef.
23:06Moin.
23:07Ich habe schon mit den Mitarbeitern der physiotherapeutischen Praxis geredet.
23:12Frau Denzer und Herr Denzer waren tatsächlich am Tatabend dort.
23:17Karl Denzer hat im Warteraum gewartet, der Vorraum war nicht besetzt und er konnte unbemerkt
23:22kommen und gehen.
23:24Wie weit ist denn die Praxis von Kuro Denzers Laden lokal entfernt?
23:28Fünf Minuten zu Fuß.
23:29Ich bin das alles abgelaufen.
23:32Das heißt, jemand, der nicht Schröter heißt, braucht maximal zwei Minuten.
23:38Entschuldigung, ich bin mit meinem falschen Fuß aufgestanden.
23:41Erstmal eine tolle Idee, das haben Sie gut gemacht.
23:43Schwadenbeck, sorgen Sie dafür, dass Gabi und Karl Denzer ins Präsidium kommen?
23:47Wir haben da einiges zu klären.
23:54Danke.
24:03Mein Mann hat das Geld genommen, aber hat Kuno nicht umgebracht.
24:08Kuno hat er angerufen.
24:10Er wollte mich treffen.
24:13Er hat nicht gesagt, warum.
24:15Nur eine Andeutung gemacht, dass er eine Riesenüberraschung hätte.
24:20Wahrscheinlich wollte er mit Ihnen auf den Lottogewinn anstoßen.
24:23Deshalb auch der Champagner.
24:25Während meine Frau ihre Therapiestunde hatte, bin ich kurz zu ihm rüber.
24:28Wann war das genau?
24:30Wir waren vor halb acht verabredet.
24:33Die Tür stand offen und als ich in den Laden kam, er war schon tot, das müssen Sie mir glauben.
24:45Auf dem Boden lag Geld.
24:48Ein Haufen Geld.
24:50Ich habe es einfach genommen.
24:55Wir sind total verschuldet.
24:59Ich dachte, das Geld stammt aus irgendeinem Einbruch oder Überfall und keiner würde es je vermissen.
25:07Sie haben Ihrem Bruder nie geglaubt, dass er keine krummen Dinger mehr dreht, oder?
25:11Nein.
25:14Der Schlüsseldienst lief nicht gut.
25:17Trotzdem hat er von Zeit zu Zeit mit Geld um sich geworfen.
25:21Ich bin da kein Experte, aber alleine seine Uhrensammlung muss ein Vermögen gekostet haben.
25:28Der war verrückt nach teuren Uhren.
25:33Es tut mir leid.
25:36Ich hätte das Geld nicht nehmen dürfen.
25:39Und was passiert jetzt mit ihm?
25:55Der Mann gehörte in die U-Haft.
25:56Der ist dringend tatverdächtig.
25:57Und du hast noch zwei weitere Straftatbestände.
25:59Diebstahl und Strafvereitelung.
26:01Vielen Dank, Manni, dass du mir meinen Job bequeren möchtest.
26:05Aber ich werde den Karl Denzer nicht in Haft nehmen.
26:07Aufgrund seiner privaten Situation besteht keine Fluchtgefahr.
26:10Wir müssen auf jeden Fall seine Fingerabdrücke nehmen und sie mit den Fingerabdrücken auf dem goldenen Buch vergleichen.
26:14Und Schröter soll das Geld sicherstellen, ja?
26:23Was ist mit der Uhrensammlung, von der Denzer sprach?
26:26Das ist eine gute Frage.
26:28Schwartenbeck, wir fahren noch mal in den Laden.
26:48Gehen Sie doch schon mal rein.
26:50Ich komme gleich nach.
26:59Frau Dr. Kant, was machen Sie denn hier?
27:06Ich bin mit meiner Tochter einkaufen.
27:08Sie ist gerade in dem Geschäft hier.
27:10Und ich, ich wollte nur etwas Luft schnappen.
27:13Sie wollten sicher sehen, wo es passiert ist, richtig?
27:16Ähm, naja.
27:20Gibt es denn schon etwas Neues?
27:22Ich meine, wissen Sie schon, wer es war?
27:23Ich kann Ihnen leider keine Auskunft geben über den aktuellen Stand der Ermittlungen.
27:27Natürlich.
27:27Das hätte ich mir auch denken können.
27:29Ich hätte da mal eine persönliche Frage.
27:31Worin haben Sie eigentlich Ihren Doktor?
27:36Ich bin Psychologin.
27:39Unterarbeitet man bei einer Lottogesellschaft?
27:41Ich habe über die Verarbeitung von Traumata promoviert.
27:44Und letztendlich ist ein Lottogewinn nichts anderes als ein Trauma.
27:48Ein positives.
27:55Entschuldigen Sie, aber ich glaube, wir müssen jetzt.
27:59Herr Kiesewender!
28:09Und, haben Sie was gefunden?
28:11Ich kann mal wissen, was hier hinter dieser Abdeckung ist.
28:14Warten Sie, ich helfe Ihnen.
28:16Passen Sie auf Ihre Nägel auf.
28:18Sehr witzig.
28:29Da haben wir doch unsere Ohrensendung.
28:31Von einem Strandverkäufer sehen die nicht aus.
28:40Schlüssel und eine Liste?
28:42Ja, die müssen wir alle überprüfen.
28:44Dann wissen wir auch mehr über den Schlüssel.
28:47Der Lottogewinner hätte sich aber mal eine Putzfrau leisten können.
28:50Ja, dazu ist er ja nicht mehr gekommen.
28:56Was war denn da eigentlich gerade mit Dr. Kant?
28:59Irgendwas an der Frau macht mich neugierig.
29:01Ja, die hat ja auch einen spannenden Beruf.
29:03Den haben wir auch, aber die kann mit einem Anruf Menschen glücklich machen.
29:06Sonst strahlt dabei so eine tiefe Traurigkeit aus.
29:28Hallo, Zoe.
29:34Sag mal, hast du keine Hausaufgaben auf?
29:36Habe ich schon gemacht.
29:38War nicht viel.
29:39Wo warst du denn?
29:41Bei der Polizei.
29:43Hast du wieder falsch gepackt?
29:47So ähnlich.
29:52Mach dir keine Sorgen.
29:56Was ist denn, Mama?
30:01Ach, nichts.
30:19Wo ist denn das Paket aus der Pathologie?
30:21Auch Ihnen einen schönen guten Tag, Herr Englund?
30:27Pathologie, bitte sehr.
30:29Was ist das denn?
30:31Der Umschlag ist viel zu klein.
30:33Das goldene Buch der Stadt ist viel, viel größer.
30:35Das goldene Buch?
30:36Da dürfen sich doch nur Bürger antragen, die sich um Lübeck Verdienste erworben haben.
30:39Sehr witzig.
30:40Und was ist das hier?
30:43Die Versuchung noch nicht abgeschlossen.
30:45Habe mich bemüht, Ersatz zu finden.
30:47Ist doch eine Unverschämtheit, oder?
30:48Das habe ich ja völlig vergessen.
30:50Das ist auch flüssig gekommen.
30:52Das ist nicht witzig.
30:59Fingerabdruckergebnisse von Kadenza.
31:01Die bringt leicht verkieselt.
31:06Hat er denn Stress?
31:09Aber das kennst du nicht.
31:19Das ist eine Althost-Aerospace.
31:22So eine wurde beim Hauseinbruch in der Glockengießerstraße entwendet.
31:26Da gab es auch keine Einbruchspuren.
31:28Die Uhren sind echt.
31:30Dann können wir mal davon ausgehen, dass die anderen auch echt sind.
31:33Da war Kurt und Denzel wohl als Einbrucher unterwegs.
31:35Also, es gibt keine Fingerabbrücke auf dem goldenen Buch von Karl Denzel.
31:42Was sind denn das für Uhren?
31:43Ja, die ist gut, so wie es aussieht.
31:46Die hatte Kuhn und Denzel bei sich im Laden versteckt.
31:48Und diese Liste haben wir da auch gefunden und den Schlüssel.
31:50Ich will das gerade mal überprüfen.
31:52Das ist nicht mehr nötig.
31:54Das sind alles Geschädigte aus unserer Einbruchsserie.
31:56Das gibt es doch gar nicht.
31:59Du hast doch gesagt, dass alle Geschädigten Mitglieder in einem Fitnessstudio sind.
32:03Premium-Kunden im Superfit, unten am Dom.
32:06Dann kann ich mir gut vorstellen, wo der Schlüssel hier passt.
32:08Das ist wahrscheinlich ein Generalschlüssel für alle Spinde.
32:11Natürlich.
32:12Die Kunden lassen ihre Wertsachen und ihre Schlüssel im Spind.
32:16Und während sie auf dem Laufband schwitzen...
32:18Nimmt jemand die Schlüssel raus, Denzel fertigten Abdruck...
32:21...und legen den Schlüssel zurück, bevor die Trainingsstunde zu Ende ist.
32:24Sieht so aus, als würde man in diesem Fitnessstudio etwas mehr verlieren als bloß seine Pfunde.
32:28Guck mir was nach.
32:33Fynn!
32:34Tante Toni!
32:35Ich muss ganz dringend mit dir sprechen.
32:38Ria macht schon wieder Dummheiten.
32:41Ja, sie verplempert gerade ihren Erlös aus dem Verkauf unseres Teeladens für dieses komische Wasser hier.
32:49Das ist zwar teuer, aber hat sie den ganzen Tankwagen bestellt, oder was?
32:52Ja, das könnte man fast sagen.
32:54Der Besitzer dieses Esoterikladens will ihr eine Beteiligung an der Heilquelle für 30.000 Euro aufschwatzen.
33:02Wie bitte?
33:03Ja, das ist doch ein Scharlatan.
33:05Und in seinem Laden, da bietet er sogenannte Energiepyramiden für 3.000 Euro an.
33:10Die sollen wohl für ein gutes Karma sorgen.
33:13Das Ding musst du dir mal ansehen.
33:14Ich glaube, der braucht selber mal ein paar Energiepyramiden.
33:17Kümmerst du dich drum?
33:18Verlass dich drauf. Kann ich das behalten?
33:20Du kannst sie behalten.
33:21Gut.
33:21Wunderbar.
33:22Bis dann.
33:22Mach's gut, mein Junge.
33:24Herr Kiesewetter, raten Sie mal, mit wem Denzer von 88 bis 90 in einer Zelle gesessen hat.
33:29Was weiß ich, ein Esoterik-Reini?
33:31Was?
33:31Nein, mit einem Fitnesstrainer.
33:33Jochen Winter.
33:34Ach, und der ist nicht zufällig Trainer im Superfit.
33:38Hör auf, dann gehen wir mal trainieren.
33:48Ja, mit meinen Chakren ist alles in bester Ordnung.
33:51Ja, ich verbreite negative Schwingungen.
33:53Und die werden noch viel negativer, wenn sie nicht aufhören, meiner Tante das Geld aus der Tasche zu ziehen.
33:57Ansonsten komme ich in Ihrem Laden vorbei und dann räume wir mir Ihre Chakren auf.
34:00Das Zauberwort heißt Betrugsdezernat. Danke, Wiederhören.
34:03Sport ist das beste Mittel gegen Stress.
34:05Herr Winter?
34:07Jochen, sag nichts weiter. Ich weiß genau, was du brauchst.
34:10Bauch, Beine, Po. Das gilt auch für deinen Vater.
34:13Hat sich für sein Alter aber trotzdem erstaunlich gut gehalten.
34:17Wir sind eigentlich wegen was anderem hier.
34:19Kripo Lübeck, Spartenbeck. Das ist mein Kollege Herr Kiesewetter.
34:24Woher kennen Sie eigentlich Ihren Vater?
34:27Aber ganz im Ernst, Sie können uns helfen.
34:29Sind das hier Kunden aus Ihrem Fitness-Zuland?
34:33Ja, wieso?
34:35Ja, dann können Sie uns doch sicher erklären, wie diese Namen in Konodensers Laden kommen.
34:40Konodenser, wer soll denn das sein?
34:41Das war Ihr Zellengenosse? Sie haben zwei Jahre zusammengesessen wegen Einbruchs. Schon vergessen.
34:46Ach, der Denzer. Wir haben uns seit Jahren nicht mehr gesehen.
34:50Kommen die Kratzer auf Ihren Arm?
34:52Was? Das war Rocky.
34:54Wer ist Rocky?
34:56Mein Kater.
34:58Sie haben doch sicher nichts dagegen, wenn wir den Schlüssel mal an den Schminden in Ihrer Umkleide ausprobieren, oder?
35:04Nur zu. Ich weiß zwar nicht, warum...
35:05Das ist ein Generalschlüssel, den Denzer für Sie hat anverdingen lassen.
35:09Haben Sie das von Denzer?
35:11Er hat schon früher immer viel erzählt, wenn der Tag lang ist.
35:13Na, jetzt sagt er ja gar nichts mehr.
35:15Er ist in seinem Laden erschlagen worden.
35:19Wo müssen wir lang?
35:28Herr Winter, ich glaube, Sie sind sich über den Ernst der Lage nicht ganz im Klaren...
35:31Schön, der Schlüssel passt in die Spinde.
35:33Deshalb wollten Sie mir ein paar Einbrüche anhängen, das ist doch lächerlich.
35:36Es geht ja hier gar nicht um die Einbrüche, die weisen wir Ihnen schon nach.
35:40Hier geht es um Mord.
35:45Sie meinen, ich hätte Kuno Denzer umgebracht?
35:50Denzer hat im Lotto gewonnen und ich glaube kaum, dass er seine Karriere als Einbrecher fortsetzen wollte.
35:55Mit 21 Millionen auf dem Konto verübt man keine Brüche mehr.
36:0021 Millionen?
36:03Der Kaiser saß auf so einem Haufen Geld.
36:05Sie haben Wind davon bekommen und wollten ihn erpressen.
36:08Sie wollten ein Stück vom Kuchen abhaben.
36:10Der Streit ist eskaliert und Denzer landet tot im Schaufenster.
36:15Das ist doch Unsinn.
36:17Dann haben Sie ja sicher nichts dagegen, wenn wir Ihnen eine DNA-Probe abnehmen.
36:20Machen Sie nur.
36:21Je schneller das hier vorbei ist, umso besser.
36:23Wo waren Sie vorgestern Abend zwischen 18.30 Uhr und 20 Uhr?
36:27Jocken.
36:28Am Elbe-Lübe-Kanal.
36:30Kann das jemand bezeugen?
36:32Ich habe ein paar Enten getroffen.
36:34Vielleicht wollen Sie die ja befragen.
36:37Wahnsinnig witzig.
36:39Irgendwas verschweigt der uns.
36:41Ja, aber der scheint sich total sicher zu sein, dass wir ihm den Mord nicht nachweisen können.
36:44Und solange wir die DNA-Probe-Lich haben, können wir sowieso nichts machen.
36:47Also wenn Winter es war, dann muss er vor Denzer im Laden gewesen sein.
36:51Nehmen wir mal an, Winter besucht Denzer, weil er glaubt, der will aussteigen.
36:55Denzer schließt hinter ihm die Ladentür ab, weil er ungestört sein will.
36:58Er steckt den Schlüssel in die Hosentasche, Winter kann nicht mehr raus.
37:01Es kommt zum Streit, er eskaliert.
37:03Winter erschlägt seinen Komplizen, greift diesen Schlüssel aus der Hosentasche und fliegt.
37:09Das ganze Ding hat nur einen Haken.
37:10So ein abgebrühter Kotzbrocken wie Winter, der schnappt sich doch die 200.000 Euro.
37:14Das Geld lag da rum.
37:15Das holt sich dann Denzer.
37:16Ja, vielleicht wurde er von Denzer gestört.
37:19Oh, und?
37:20Hat Winter was gesagt?
37:21Nein, nichts Verwertbares.
37:22Ich glaube auch nicht, dass da noch was kommt.
37:24Ich gehe jetzt mal zu Elke.
37:25Die will sich gerade durch Denzers vorleben.
37:27Du, ich habe gerade ein bisschen Leerlauf.
37:29Das könnte ich doch machen.
37:31Meinst du das jetzt beruflich oder privat?
37:34Beruflich?
37:35Das ist doch gut, dass ich auch ein bisschen Leerlauf habe.
37:37Ich mache das schon.
37:40War ja noch nett gemeint.
37:44Na?
37:46Na?
37:48Wir müssen den Jochen Winter gehen lassen.
37:50Strahl schafft den DNA-Abgleich erst zum Morgen früh.
37:53Das habe ich befürchtet.
37:56Hast du noch irgendwas gefunden?
37:58Ja.
37:59Bisher habe ich zehn Einbrüche nach der Denzer-Methode gefunden.
38:02Der hier?
38:03Besonders tragisch.
38:05Das war im Dezember 1991.
38:07Es wurde in ein Haus seiner Familie eingebrochen.
38:10Und der Vater hat den Täter, den Täter, überrascht und wurde mit einem Hammer erschlagen.
38:15Und als wäre das noch nicht genug, hat das alles seine elfjährige Tochter mit angesehen.
38:20Oh Gott.
38:21Da muss es doch eine Täterbeschreibung geben.
38:23Nein, nein, nein.
38:24Das Mädchen war zu traumatisiert.
38:26Das konnte keine verwirrtbare Aussage machen.
38:30Tja.
38:31Ich mache jetzt Feierabend.
38:34Willst du nochmal reinschauen?
38:35Ja.
38:44Elke, warte mal.
38:46Was?
38:48Ich glaube, es ist ein Feierabend, wird nichts.
38:51Frau Schwartenbeck!
38:53Das ist Dr. Kant.
38:54Ich habe ihre Tochter gesehen.
38:55Die sieht genauso aus.
39:08Sie wirkt nervös.
39:10Irgendwie auch dünnhäutig.
39:12Das wäre ich in ihrer Situation auch.
39:14Vielleicht ist sie auch einfach nur besagt.
39:16Schließlich musste sie mal eben zackzacken Babysitter besagen.
39:20Ja, um zum wiederholten Male von der Polizei zu einem Mordfall vernommen zu werden.
39:25Lässt du mich den Anfang machen?
39:28Weißt du was, was ich nicht weiß?
39:30Für ein Käserwetter?
39:32Wir wissen nicht.
39:34Nur so eine Vermutung, was den Inhalt ihrer Handtasche betrifft.
39:38Dann los.
39:47Frau Dr. Kant, das ist die Staatsanwältin Elke Rasmussen.
39:53Hallo.
39:54Hallo.
39:57Ist es Ihre Tasche?
39:59Ja.
40:01Dürften wir da einen Blick reinwerfen?
40:04Ich verstehe nicht.
40:07Bitte, wenn es Ihnen nichts ausmacht.
40:13Nein, bitte leeren Sie sie auf dem Tisch aus.
40:33Was ist das?
40:35Mein Haustürschlüssel.
40:44Und so gehört der.
40:51Könnte es sein, dass das der Ladenschlüssel zu Kuno Densers Geschäft ist?
41:00Sie haben nicht nur mit ihm telefoniert.
41:02Sie waren an dem Tatabend bei ihm, richtig?
41:13Ich habe ihn erkannt.
41:16Was heißt das, Sie haben ihn erkannt?
41:19Was ist an diesem Abend passiert?
41:26Ich kam zu Kuno Densers in den Laden, wir hatten einen Termin.
41:30Und erst war auch alles ganz normal.
41:32Er hat mich freudestrahlend begrüßt.
41:34Ich hatte sofort das komische Gefühl, als ob ich ihn kennen würde.
41:38Aber ich sagte mir, nein, du spinnst.
41:40Du bist diesem Menschen noch nie begegnet.
41:43Doch dann...
41:45Dann hat er sich an der Kante seines Tresens gestoßen,
41:48als er die Champagnerflasche holte.
41:51Er hat geflucht.
41:52Auf Plattdeutsch.
41:55Da wusste ich, dass ich diese Stimme schon einmal gehört habe.
41:59Vor 22 Jahren.
42:12Er hat sich an der Kante seines Tresens aus.
42:18Ich habe den Kante seines Tresens geschnitten.
42:47Was ist das apa?
43:02Hat Denzer Sie denn bei Ihrem Besuch erkannt?
43:06Zuerst nicht.
43:07Ich habe ihn nur angestarrt und gesagt, Sie waren es.
43:11Sie haben meinen Vater umgebracht.
43:14Dann hat er begriffen.
43:16Er wurde kalkweiß im Gesicht.
43:18Er hat mich zurückgedrängt und die Ladentür abgeschlossen.
43:22Er wollte mich bestechen.
43:24Er hat mir seine 200.000 Euro vor die Füße geschmissen als Anzahlung, wenn ich schweige.
43:33Ich stand unter Schock.
43:35Ich habe ihm gesagt, dass er sein Geld behalten kann.
43:39Dann ist er auf mich losgegangen. Er hat mich gewürgt.
43:47Ich habe nach diesem Buch gegriffen und es ihm vor den Kopf geschlagen.
43:59Die Tür war zu. Ich musste an seine Hosentasche. Ich wollte nur noch weg.
44:11Frau Kant, Sie haben aus Notwehr gehandelt. Sie haben sich verteidigt.
44:18Warum haben Sie uns das nicht alles schon viel früher erzählt?
44:20Ich hatte Angst, Sie würden mir nicht glauben.
44:24Und was dann?
44:26Dann wäre meine Tochter alleine.
44:31Ihre Aussage erdeckt sich mit unseren Ermittlungen.
44:34Keine Angst, Sie wären auch in Zukunft für Ihre Tochter da sein können.
44:37Da bin ich mir sicher.
44:41Erlauben Sie mir noch eine Frage.
44:42Benzer war ja damals nicht allein.
44:45Würden Sie seinen Komplizen wiedererkennen?
44:56Ja, ja, ja, ja. Gut, beide.
44:58Herr Winter?
45:02Ich muss mal Schatten boxen, halt.
45:07Wollen Sie jetzt doch lieber auch meine Pokos belegen, ja?
45:11Können Sie sich an dieses Mädchen erinnern?
45:16Beihilfe zum Mord verjährt nicht.
45:27Ja, das ist ja nach Vergangenheit. Kann man nicht hinkommen, Herr Winter.
45:30Der Kollege in Schwartenbeck schon gar nicht.
45:43Noch Wasser zum Essen?
45:45Ach nee, du, lass mal.
45:47Ich habe nämlich ja auch eine informierte Edelsteinquelle in meinem Haus entdeckt.
45:51Ach komm, du willst mich doch nur veräppeln.
45:53Ich doch nicht, Sanderia.
45:55Ich will dir was zeigen.
45:57Dieses Leitungswasser trägt dieselben Informationen wie das Wasser,
46:01wofür du fast dein Vermögen ausgegeben hättest.
46:04Was?
46:05Stadtwerke Lübeck hat die Analyse ergeben.
46:09Hier hast du es schwarz auf weiß.
46:10Und ich habe diesem Esoterik-Fuzzi gesagt,
46:13wenn er weiter so macht,
46:14dann schicke ich ihm das Betrugsdezernat auf den Hals
46:16und die machen da mal ein ganz spezielles Feng Shui in seinem Laden.
46:19Ist der Laden deswegen geschlossen?
46:21Ja.
46:22Also, Schluck Edelsteinwasser.
46:24Nee, lass mal.
46:26Ich glaube, ich brauch was Stärkeres.
46:27Hast du einen Schnaps?
46:29Da bin ich dabei.
46:31Hicke, komm rein.
46:33Nee, nee, ich will gar nicht stören.
46:35Ich wollte nur was geben.
46:38Hier.
46:40Was ist das?
46:42Das ist Nummer 13.
46:44Damit fertigt man einen Zweitschlüssel an.
46:48Finn,
46:50ich möchte mit dir zusammenleben.
46:53Und wenn du das auch möchtest,
46:55dann gib mir den Zweitschlüssel und
46:57lass mich bei dir einziehen.
47:01Du musst nicht antworten.
47:03Nicht sofort.
47:05Überleg es.
47:06Ich warte.
47:10Ich warte.
47:40Untertitelung des ZDF, 2020
47:52Untertitelung des ZDF, 2020
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