- vor 2 Tagen
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SpaßTranskript
00:02ARD Text im Auftrag von Funk
00:03Mei, oh mei, Vincent.
00:07Die anderen sind ja auch nicht besser.
00:09Das ist keine Entschuldigung.
00:12Servus.
00:12Hallo.
00:15Ist irgendwas?
00:16Ist jemand gestorben?
00:18Ja, mein Glauben, dass der Vincent jemals das Abitur schafft.
00:22Ach, das Zeugnis. Da schau her.
00:25Na, ist doch ganz gut.
00:26Na ja.
00:27Ganz gut.
00:28Gut sind Zweier und Einser.
00:31Einser sind sehr gut.
00:33Bist statt.
00:33So was gibt's bei uns nicht.
00:35Ja, nur ein Fünfer.
00:36Ja, aber ausgehend nicht in Englisch.
00:38Ja.
00:39Also am gescheitsten wäre es, wenn er zum Beispiel eine Brieffreundschaft in Amerika hätte,
00:42weil da lernt er wirklich was.
00:43Ja, Marie, heute schreibt man doch bloß nach E-Mails.
00:46Eben.
00:46Wir haben ja nicht einmal Internetanschluss.
00:48Ich schätze mal, die Kommunikationsmittel hier draußen haben sich seit dem Bauernkrieg
00:51nicht mehr verändert.
00:53Hm.
00:53Mach da nichts draus, Vincent.
00:54Und kommst einfach mal nach der Schule zu uns ins Präsidium.
00:57Da kannst surfen, mailen und chatten, soviel du willst.
01:01Ja.
01:01Na, das Stockchen wird sich fallen.
01:14Hilfe!
01:16Hol mir Hilfe von der Asse!
01:18Hilfe!
01:24Was gab's?
01:25Hallo.
01:26Hallo.
01:26Haben Sie sich verfahren?
01:28Nein.
01:29Oder wollen Sie zu mir?
01:31Nein, eigentlich wollte ich zur...
01:33Bärbel?
01:36Das gibt's ja nicht!
01:41Hallo!
01:51Hallo!
01:53Schuh!
01:54Gell Ulrich, du hättest jetzt nicht gedacht.
01:56Eine meiner ältesten Freundinnen studiert Jura in Harvard.
02:00Mhm.
02:00Dann bist du bei der Doktor.
02:02Na, das dauert schon noch ein bissl.
02:04Na, ich hab dich immer so beneidet.
02:07Amerika.
02:09Man muss nicht gleich nach Amerika gehen, um glücklich zu sein.
02:13Das ist da auch wunderschön.
02:14Ja, trotzdem hätt schon mal Lust gehabt, dich zu besuchen.
02:18Aber weißt du, wie's ist?
02:19Ich kann nicht einfach alles stehen und liegen lassen.
02:21Na, was?
02:22Hättest du ruhig fragen können.
02:23Ich hätt schon aufgepasst auf den Hof.
02:24Und ich pass auf ihn auf.
02:26Das darfst du nicht ernst nehmen.
02:27An sich mögen die sich irgendwo.
02:29Aber sag mal, wie lange bleibst du denn überhaupt?
02:31Ja, vielleicht noch zwei Wochen.
02:32Ich bin ja schon eine da.
02:34Was?
02:34Und dann meldest du dich erst jetzt?
02:36Naja, du weißt ja.
02:38Der Vater und die Anna, die haben mich auch schon so lange immer gesehen.
02:41Da bin ich halt erst mal daheim gewesen.
02:43Jetzt aber Prost auf die Heimkir.
02:45Lieber nett, sonst komm ich gar nicht mehr heim.
02:48Na und?
02:48Du kannst doch hier übernachten.
02:49Ja.
02:50Bei mir drücken wir auch noch einen Platz frei.
02:52Ja, ja, freilich.
02:53Ich würde dir eine meiner besten Freundinnen ausliefern.
02:56Okay, wie du mich wieder hinstellst.
02:59Woher kommt das bloß?
03:02Prost.
03:02Prost.
03:04Prost.
03:06Prost.
03:07Schön, dass du da bist.
03:17Prost.
03:18Mal.er
03:36helfen den August. Eine
03:41Person. Sehr
03:42schön.
03:42Ich wüsste nicht, was dich das angeht. Schau mal lieber, dass du den Lift wieder ankriegst.
03:45Ich mach ja schon. Vielleicht hat sich das Seil verklemmt.
03:55Tja, was ist?
03:56Da oben ist dein Vater.
04:09Morgen.
04:10Morgen.
04:13Steht Ihnen gut, die Morgensanne?
04:14Stimmt.
04:15Danke.
04:17Guten Morgen, meine Herren.
04:19Morgen.
04:20Guten Morgen.
04:21Der Herr Dr. Stieber aus dem Innenministerium.
04:24Sie wissen schon, der für die Aufsicht über die Polizeidirektion zuständige Mann.
04:29Also der hat sich kommen angesagt.
04:31Na und?
04:32Das weiß ja nicht, was der will.
04:34Auf jeden Fall möchte ich darum bitten, dass hier äußerste Ordnung herrscht.
04:37Ist doch alles wunderbar hier.
04:38Ja, hier vielleicht, aber nicht hinter dieser Tür.
04:42Also wenn ich da nur an Ihre Schreibtische denke.
04:45Moment.
04:46Sie meinen doch sicher nur einen bestimmten Schreibtisch.
04:50Auf jeden Fall habe ich Frau Stockl gebeten, dass er ein bisschen ein Auge auf alles hat.
04:54Ab sofort ist Frau Stockl dafür verantwortlich, dass hier Ordnung herrscht, wenn hier der Doktor, der Dings, der Doktor Stieber
05:03herkommt.
05:08Also ich brauche jetzt erstmal was aus der Kantine.
05:10Nein.
05:11Was nein?
05:12Es gab ja der Laich.
05:13Einen Mord?
05:14Das ist noch nicht ganz klar.
05:15Der alte Wöllner ist tot in seinem Lift gesessen.
05:17Das ist der Vater von der Bärbel.
05:20Jetzt bitte ich zurücktreten möchten.
05:22Ja, so, danke.
05:24Herr Stolten.
05:25Guten Morgen.
05:26Guten Morgen.
05:27Wo ist denn der Michi?
05:28Das weiß ich nicht.
05:29Wer hat denn den Toten gefunden?
05:30Na ja, Huber.
05:32Danke.
05:33Guten Morgen, Herr Huber.
05:35Kriminalpolizei.
05:35Mein Name ist Sartori.
05:37Das ist mein Kollege Hofer.
05:38Kannten Sie den Toten?
05:39Ja, schon gut.
05:40Ich meine, ich war meistens hier in der Talstation und hier oben auf dem Berg.
05:44Wie lange haben Sie normalerweise Dienst hier?
05:46Es ist um fünf Uhr.
05:47Dann wird der Lift abgeschalten.
05:48Seitdem jemand von der Bergwirtschaft macht ihn wieder an.
05:51Wie der alte Wöllner, wenn er zum Stammtisch ins Rosenbräu wollte.
05:55Na, bis zum Rosenbräu ist er diesmal nicht gekommen.
05:58Der Tochter war das nie recht.
06:00Was?
06:01Sein Stammtisch im Rosenbräu.
06:02Die hat sich immer große Sorgen gemacht.
06:04Bei der Alte hat er angeborene Herzschwäche gehabt.
06:07Hat er Medikamente gebraucht?
06:09Er hat immer so Herztropfen dabei gehabt und regelmäßig nehmen mussten.
06:12Mehr weiß ich auch nicht.
06:14Wer konnte denn den Lift abschalten?
06:16Mit dem Notknopf?
06:17Theoretisch jeder.
06:18Den gibt es an der Tal- und an der Bergstation.
06:20Wer ist das fürs Erste?
06:21Ihr müsst mich dringend um den Lift kümmern.
06:23Mhm.
06:24Ich könnte gehen.
06:25Wenn wir noch was brauchen, dann rühren wir uns.
06:26Danke.
06:27Danke.
06:30Ja, komisch, oder?
06:33Herztropfen sind bei ihm nicht gefunden worden.
06:34Das heißt, er hat sie vergessen, oder?
06:36Oder jemand hat sie ihm weggenommen.
06:38Genau.
06:39Und dieser jemand wusste ganz genau,
06:40dass er die Nacht im Lift ohne seine Tropfen nicht überleben würde.
06:45Ich würde sagen, fahr mal hoch, oder?
06:47Von mir aus.
06:59Ich hab doch gesagt, die nach unten schauen.
07:05Dass man sie beim LKA überhaupt genommen hat.
07:10Deswegen heißt sie auch Landeskriminalamt,
07:13nicht Luftkriminalamt.
07:15Ja, ja.
07:17Alles Gute, die Herren.
07:18Ja, Servus, Michi.
07:22Sollen wir Ihnen raus helfen?
07:24Geht schon, danke.
07:31Morgen, Herr Moor.
07:32Morgen.
07:33Geht's wieder.
07:35Uns?
07:36Also, der Lift ist in erster Linie tagsüber in Betrieb.
07:41Schon wegen den Touristen.
07:42Da gibt's dann jemanden, der sich um alles kümmert.
07:44Ein gewisser Huber.
07:46Danke, Herr Moor, das wissen wir alle schon.
07:48Mit dem Huber haben wir auch schon gesprochen.
07:50Wo ist denn die Anna?
07:51Die Tochter.
07:53Ach so, die ist fertig mit der Welt.
07:55Die muss jetzt erst einmal nach Hause, also hier hoch gebracht.
07:57Zur Bergewirtschaft?
07:58Ja.
07:59Wo ist die?
08:00Da hinten.
08:03Zeh fix, jetzt hab ich beinahe was vergessen.
08:05Sag, was du hast, was das wir noch nicht wissen.
08:07Ja, und was du so weitermachst, dann sag gleich gar nichts mehr, gell?
08:11Ein Tourist hat nämlich beobachtet,
08:13wann der alte Wöllner in den Lift gestiegen ist.
08:15Und?
08:16Was soll ich mir raten?
08:17Ja, um halb sieben, ich war das.
08:19Oder habt ihr es auch schon gewusst?
08:20Gewusst nicht, aber geahnt.
08:23Alles klar.
08:28Frau Wöllner, wir müssen davon ausgehen, dass der Lift mit Absicht abgeschaltet wurde.
08:34Aber wer?
08:35Wer macht denn sowas?
08:37Hat der Vater Feinde?
08:39Mein Vater, das...
08:41Das war kein einfacher Mensch.
08:44Der hat schon ab und zu einen Streik gegeben.
08:47Auch zwischen Ihnen beiden?
08:49Ich war immer hier oben.
08:52Wir haben die Wirtschaft miteinander gemacht, seit meine Mutter damals weg ist.
08:57Sicher, da hat es schon ab und zu einen Streit gegeben.
09:01Aber Sie wissen ja selber, wie das ist, wenn man Tag für Tag miteinander arbeitet.
09:07Frau Wöllner, wo waren Sie gestern Abend zwischen sechs und sieben?
09:11Ich?
09:14Wir müssen dich das fragen.
09:17Bei meinem Freund, dem Peter Schlattner.
09:20Also, in seiner Wohnung.
09:22Dann kann er das ja sicher bestätigen, oder?
09:25Nein.
09:28Er war nicht da.
09:29Wann ist er denn heimgekommen?
09:32Gar nicht.
09:35Als ich heute in der Früh weg bin, war er immer noch nicht da.
09:39Er hat gestern Abend angerufen.
09:40Er war mit Spätzln in München unterwegs.
09:42Haben Sie einen Schlüssel für seine Wohnung?
09:43Ja, sicher.
09:47Was ist denn?
09:50Danke, Französisch.
09:52Für dich, danke.
09:53Danke.
09:57Was ist denn schon wieder?
09:59Ach, das habe ich vergessen.
10:01Diesen Kalender hatte der Toto in seiner Jackentasche.
10:03Es fällt aber früher ein.
10:05Ja, willst du ihn jetzt oder nicht?
10:07Zahlt er schon.
10:09Besonders viele Termine hat er nicht gehabt.
10:12Aber heute Morgen war einer B.L.
10:15Wie könnte das sein?
10:17Ja, alles weiß ich auch nicht.
10:18Aber wahrscheinlich hat das etwas mit dem Mord zu tun.
10:21Du Schlamme.
10:28Mein Beileid.
10:33Entschuldigung.
10:34Wie haben wir Ihrem Vater so einen Kalender gefunden, dass für heute der Eintrag B.L.
10:38B.L.
10:39Unsere Idee wäre das sein könnte.
10:41Ich weiß es nicht.
10:43Ich weiß es auch nicht.
10:44Er hat nichts gesagt, dass er wen treffen wollte.
10:46Jetzt lassen Sie es gut sein.
10:50Wiederschauen.
10:50Danke.
10:51Servus.
10:56Wir müssen das Mädchen nicht nur extra quälen, oder?
11:01Also.
11:01Und kurz nach sieben war sie bei uns am Hof.
11:04Die Nachrichten haben gerade angefangen gehabt.
11:07Und mit dem Radl brachte ich mindestens eineinhalb Stunden von ihr zu uns.
11:12Also.
11:12Hau Zeit, ich bin.
11:20Was wird das?
11:21Ich hab gedacht, ich fang schon mal an mit dem Aufräumen.
11:24Weil Sie brauchen ja das ganze Zeug eh nicht mehr.
11:26Das können doch Sie gar nicht beurteilen.
11:28Sie haben doch gehört, was der Chef gesagt hat.
11:31Frau Stockl, Aufräumen bringt da eh nichts.
11:32Der hilft bloß noch Benzin drüber und anzünden.
11:39Ich fahre jetzt in Rosenbräu.
11:40Und weh, da ist nachher irgendwas durcheinander.
11:42Ich weiß genau, wo welche Akte liegt, gell?
11:44Bei den Fähigkeiten sollte man bei Wetten, dass sie auftreten.
11:47Und was machen wir jetzt?
11:49Jetzt haben wir einen Benzinkanister.
11:51Na, Frau Stockl, jetzt machen wir uns einen schönen Kaffee.
12:06Willst du runter in die Stadt?
12:08Ja, ich hab noch was zu erledigen.
12:13Ich bin gleich wieder da.
12:15Gut.
12:18Weil...
12:19Wir müssen uns zusammensetzen.
12:22Zusammensetzen?
12:24Ja.
12:26Wie das weitergeht mit der Wirtschaft.
12:34Wir...
12:35Wir schaffen das schon alles.
12:45Servus, Fabinian.
12:47Servus, Leo.
12:48Habst du gehört, den alten Brünner hat's der Rüst?
12:51Ja, eine schlimme Geschichte.
12:53Sag ich mal, die waren doch öfters bei dir zu Kasten, oder?
12:55Nicht regelmäßig.
12:56Aber in letzter Zeit ist er hin und wieder zum Stammtisch gekommen.
12:59Wer war da noch dabei?
13:00Ich weiß nicht.
13:01Fällt das nicht unter Datenschutz?
13:03Ich glaub, da fällt gleich der Ratschelbaum.
13:06Jesus, ich beuge mich der Gewalt.
13:10Also, der Müller Franz ist dabei und der Andi Furtler.
13:13Dann der Toni, der alte Italiener.
13:14Und meistens auch der Stadtrat, der...
13:19Weiß ich, wie der heißt, der Gschaftelhuber.
13:21Ah ja, der.
13:22Und...
13:24Äh...
13:25Ja genau, der Bernd.
13:26Der von der Bank.
13:26Der Lohmeier.
13:27Ja.
13:29Bernd Lohmeier, das kann passen.
13:31B.L.
13:33Sag mal, ist bei dir das Bier ausgegangen?
13:35Ich hol dir einen Kasten.
13:36Das ist nett.
13:46Was, wo ist denn du schon wieder da?
13:48Ich hab dir schon mal gesagt, ich kann nicht einfach irgendwelche Informationen rausgeben.
13:51Was legst du denn so auf?
13:53Du weißt doch noch überhaupt nicht, was ich will?
13:55Nimm Platz.
13:56Danke.
13:57Pass mal auf, der alte Wölner hat doch halt einen Termin bei dir gehabt, oder?
14:01Kann sein, kann aber auch nicht sein.
14:03Warum sollte ich dir das sagen?
14:05Schau, das Leben ist wie eine Bank.
14:08Irgendwann brauchst du wieder mal was von mir.
14:10Und dann bist du heilfroh, wenn du schon einiges aufs Gefälligkeitskonto eingezahlt hast.
14:14Ja, ist ja schon gut.
14:16Der Wölner hat einen Termin gehabt.
14:17Ich weiß aber nicht, warum.
14:19Ich könnte nur annehmen, es wäre um die neue Skipiste gegangen.
14:23Die will er doch schon seit Jahren betreiben.
14:25Und dafür hat er wahrscheinlich Verbündete gesucht.
14:27Lobbyarbeit nennt man das, gell?
14:29Wie du das nennst, ist mir eigentlich relativ wurscht.
14:31Für diese Skipiste hätte er die Zustimmung vom Schlattner gebraucht.
14:35Und die hat er noch nie gekriegt.
14:35Moment, welcher Schlattner?
14:37Ja, den vom Bioladen.
14:38Der ist doch mit der Anna Wölner zusammen.
14:40Und dem seine Wiese grenzt oben ganz genau an die Bergewirtschaft.
14:44Ist dir da irgendwas bekannt, wie man das verhält ist vom alten Wölner zu Anna?
14:47Das ist doch komisch, wenn die mit seinem Erzfeind beinandet ist.
14:51Oh nein.
14:52Die Anna ist eine, die möchte es an jedem Recht machen.
14:55Und immerhin ist sie mit dem Vater auf dem Berg geblieben und hat sich um ihn gekümmert.
14:59Aber wer immer da ist, ist nichts wert.
15:02Und die Lieblingstochter, das war schon die Bärbel, glaube ich.
15:04Wieso glaubst du das?
15:06Wann immer Geld übrig war, hat er es nach Amerika geschickt.
15:08Ich habe doch die Überweisungen gesehen.
15:10Passt.
15:11Danke.
15:12Ja, du, besonders viel ist es jetzt nicht fürs Gefälligkeitskonto,
15:15aber vielleicht fällt dir noch was ein.
15:17Danke dir.
15:17Schönen Tag noch.
15:18Danke.
15:19Danke.
15:20Danke.
15:23Danke, Herr Kollege.
15:25Das habe ich schon selber rausgefunden.
15:26Ich bin gerade auf dem Weg zu.
15:29Danke.
15:29Ciao.
15:33Was ist gut, Herr Schlattner?
15:35Mein Name ist Satori.
15:36Kriminalpolizei.
15:37Ich weiß schon, warum Sie da sind.
15:38Ja, ja.
15:38Traurige Sache.
15:39So traurig ist es für Sie doch nicht, oder?
15:41Wie meinen Sie das?
15:42Der Wölner und Sie haben sich regelmäßig vor Gericht getroffen.
15:44Ging immer von ihm aus, weil er seine geschissene Skipiste bauen wollte.
15:47Ich habe nicht mitgemacht.
15:48Eine Skipiste braucht kein Mensch.
15:50Wenn Sie das sagen,
15:51und überhaupt durchsetzen, hätte er es eh nicht können.
15:54Auf Beschluss vom Amtsgericht wäre eben ein Probebetrieb wohl zugestanden worden.
15:59Herr Schlattner, wo waren Sie gestern Abend zwischen sechs und sieben?
16:01Wollen Sie jetzt mir auch noch ein Wort anhängen?
16:03Also glauben Sie mir, das wäre mir der alte Gau noch nicht wert gewesen.
16:06Überhaupt.
16:06Ich habe ihn ja kaum gesehen.
16:07Sie sind doch mit seiner Tochter befreundet, oder?
16:09Aber ihm bin ich aus dem Weg gegangen.
16:12Also, wo waren Sie jetzt?
16:13In München.
16:14Unterwegs mit ein paar Späßeln.
16:151,50.
16:17Sie sind eh sauer.
16:19Und die Namen und die Adressen, bitte.
16:25Boah, ich kann es immer noch nicht glauben.
16:32Es ist sicher nicht leicht, jetzt nach Amerika zurückzugehen.
16:41Weißt du, warum ich überhaupt drübergegangen bin?
16:46Es war sein Traum, dass ich mal in Amerika eine Karriere mache.
16:51Er wollte mal auswandern, wie er noch jung war.
16:56Aber er hat es nie geschafft.
16:58Warum eigentlich nicht?
17:02Mei.
17:04Ich denke, zwei kleine Kinder, war das nicht so einfach.
17:13Es kommt mir jetzt alles so, so sinnlos vor.
17:20Oh, Bärbel, komm.
17:21Du darfst nicht an allem zweifeln.
17:23Ja.
17:24Oder gar Studium schmeißen.
17:25Das hätte der Vater nicht gewohnt.
17:27Ach, ich muss jetzt zum Vater.
17:30Ich bin in der Beerdigung.
17:31Ja.
17:52Was wird denn das?
17:53Ich rühre ihm auf, das sind's doch.
17:55Soll ich zu meinem Schreibtisch rüberkommen?
17:57Springen?
17:58Das ist aber der Sportli-Typ.
18:00Wie war es eigentlich beim Schlag, ne?
18:02Naja, jedenfalls hätte er ein Motiv gehabt, den Böner umzubringen.
18:05Das Aliebe überprüfen gerade.
18:11Herrschaft, pass es doch auf.
18:12Das waren die Abduktionsbericht, das waren die Abduktionsbericht, die 2000.
18:17Was haben Sie denn da, Frau Stockl?
18:19Das ist eine Broschüre zur Sicherheit am Arbeitsplatz, herausgegeben vom Innenministerium.
18:23Da geht's um wackelige Bürostühle und dass keine Verlängerungsschnüre frei verlegt sein dürfen.
18:28Und Kabel sehe ich da keine.
18:29Ich glaube, manchmal malen sie das mit Absicht.
18:31Frau Stockl, das macht der Hofer doch mit links.
18:45Kommt, deine Schwester.
18:47Die muss gleich da sein.
18:52Sag einmal, Peter, wo warst denn du eigentlich letzte Nacht?
18:56Hab ich doch gesagt, die war mit Martin und ein paar anderen unterwegs.
19:00Aber vorgestern hast du gesagt, dass der Martin im Urlaub ist.
19:03Nein, das hast du falsch verstanden.
19:12Hallo, was machst denn du da?
19:15Ich hab mir gedacht, jetzt wo wir mal beieinander sind,
19:17könnte man doch mal reden, wie es jetzt weitergehen soll mit euch.
19:20Ich mein, danach kann er die Wirtschaft nicht allein weiterführen.
19:24Der Vater ist noch nicht einmal unter der Erde.
19:26Ja, ich weiß schon.
19:28Und außerdem, mit der Arbeit werde ich schon fertig.
19:30Da brauchst du dir keine Sorgen machen.
19:32Ich bin's ja gewöhnt.
19:33Du willst doch nicht ewig da oben leben.
19:35Wir könnten doch die Wirtschaft verkaufen.
19:37Ich will das nicht.
19:39Du rätst dir leicht.
19:41Du gibst dir ja nichts auf.
19:42Du bist doch hier schon lange nicht mehr daheim.
19:44Willst du mir jetzt vorwerfen, dass ich weg bin?
19:46Das hab ich vor allem für den Vater gemacht.
19:48Ja, klar.
19:49Am Ende hat er dich gezwungen, dass du in Amerika studiert hast.
19:51Hey, was soll denn das?
19:52Du, du hast doch immer alles gekriegt, was du wollen hast.
19:55Du warst doch eh immer die...
19:58die Nummer eins.
20:00Du verstehst doch nix.
20:02Gar nix.
20:04Hast du überhaupt eine Vorstellung, wie es mir wirklich geht?
20:07Wie das ist, wenn du immer nach den Vorschriften von anderen lebst?
20:12Hör mal auf damit.
20:14Komm.
20:25Ja, bitte.
20:27Dann red halt.
20:28Und wann war das?
20:29Gut, danke.
20:30Wiederhören.
20:31Ja, ich schreib auch.
20:32Ja, gut.
20:33Ich komm hier schnell rüber.
20:34Also bis gleich.
20:35Für den Salibi vom Schlattner kann man vergessen.
20:36Ich hab gedacht, da gibt's jede Menge Zeugen.
20:38Ja, aber erst ab halb zehn.
20:39Erst um die Zeit war er bei seinen Freunden im Weinlokal.
20:42Was er vorher gemacht hat, weiß kein Mensch.
20:43Das heißt, er hatte theoretisch genug Zeit, den Lift abzuschalten und dann nach München zu fahren.
20:48Dann steht der Schlattner, das erste ist auf der Liste.
20:50Genau.
20:51Genau.
20:52Ich hab dann Timmel beim Lohmeier, gell?
20:53Servus.
20:59Servus, ist dir noch was eingefallen zum alten Wöllner?
21:01Ja, auch.
21:03Mein Vater hat gerade oben gelaufen, wir haben es blitzt.
21:06Und? Schlimm?
21:08Er sagt 95, aber ich befürchtet, das ist grob untertrieben.
21:1295?
21:14Hallo, mein Matthias heißt er, gell?
21:16Ja.
21:17Ich hab dir da seine Autonummer aufgeschrieben.
21:20Danke.
21:22Ja, genau.
21:23Mir ist noch eingefallen, dass der alte Wöllner bei uns ein Schließfach gehabt hat.
21:26Und die eine Tochter, die Anna, hatte eine Vollmacht und einen Schlüssel.
21:29Sie hat aber nie gebraucht davon gemacht.
21:31Ja, und?
21:32Bis vor einigen Tagen.
21:34Da ist er bei uns gewesen und hat einmal reingeschaut.
21:36Hat sie was rausgenommen?
21:36Das weiß ich doch nicht.
21:38Die Leute sind doch allein in dem Raum.
21:40Ja.
21:41Gut.
21:41Aber quittet sie mir da noch nicht, gell?
21:45Zwei Weißbier, bitte.
21:47Kriegst du auch was?
21:51Also ich tippe hier auf den Freund von der Anna.
21:53Den Ölko?
21:54Mhm.
21:55Ihr Vater wollte doch diese Skipiste bauen.
21:57Das heißt Bäume abhacken, Almwiesen zerstören.
22:00Naja, und bei den Ölkus, da gibt es einige Fanatiker.
22:02Ja, aber der Schlagener ist doch kein Mörder.
22:05Ich glaube, für die Leute ist Blumenpflücken schon Massenmord.
22:10Wahrscheinlich hat er gesehen, dass noch einer im Lift sitzt.
22:12Hat sich gedacht, das ist Energieverschwendung und hat ihn einfach ausgemacht.
22:16Das klingt schon plausibler.
22:18Was machen Sie da eigentlich da?
22:19Den Wein dekantieren.
22:21So was ähnliches wie bei Ihnen das Weißbier einschenken.
22:23Ach so.
22:25Ja, und dann darf man nicht vergessen, die Anna erbt ja was da.
22:28Da schlagt man auch was davon.
22:29Na ja, diesbezüglich würde mich auch interessieren, was die Anna an dem Schließfach gemacht hat.
22:34Und?
22:35Sind Sie fertig?
22:36Bust?
22:37Bei mir dauert das noch ein bisschen.
22:39Der Wein muss noch atmen.
22:40Sehen Sie, darum trinke ich ein Weißbier.
22:43Jetzt holst du mir ein bisschen Sal und du holst mir eine Petersilie, bitte.
22:51Alle Eier?
22:52Alle.
22:57Der Alte hat so eine ganz subtile Art gehabt, seine Töchter zu unterdrücken.
23:01Das wäre nicht zum ersten Mal, dass da jemand ausrastet.
23:03Na ja, möglich wäre es schon.
23:05Was spinnt Sie?
23:06Die Bärbel, die ist doch keine Kriminelle.
23:08Viel kriminelle Energie ist da nicht notwendig.
23:11Einfach Knopf drücken.
23:12Eben.
23:13Was redet Sie eigentlich für ein Schmarrn?
23:15Ihr glaubt doch nicht ernsthaft, dass der eine von den beiden irgendwas damit zu tun hat?
23:22Na wirklich.
23:23Ein bisschen Einfühlungsvermögen muss doch auch als Mann haben.
23:28Ihr habt doch gesehen, wie fertig die beiden waren.
23:29Die Bärbel, die war heute hier, die ist total durch den Wind.
23:32Vielleicht ist sie einfach noch eine gute Schauspielerin.
23:35Genau.
23:40Ich glaube, ich muss jetzt Holz machen.
23:56Nein, nicht das Puzzle, das brauche ich noch.
23:58Wieso? Das Boot ist doch kaputt.
24:01Du schmeißt ja auch nicht das Gaspedal weg, wenn das Auto kaputt ist, oder?
24:04Doch.
24:06Okay, das Beispiel hinkt, aber jetzt gib her.
24:08Was macht den Englisch?
24:10Ich komme morgen vorbei zu melden.
24:12Da wird sich die Stocklader freuen.
24:15Vincent!
24:23Ich finde es jedenfalls seltsam, dass der seine Töchter so ungleich behandelt hat.
24:28Was meinst du denn damit?
24:29Die eine lässt er oben auf dem Berg versauern und die andere schickt er zum Studieren nach Harvard.
24:33Und wie konnte sich das überhaupt leisten?
24:36Ich glaube, sie hat das Stipendium.
24:38Die Bärbel war immer die Vorzeigetochter.
24:41Immer die Beste in der Schule.
24:43Ja, und sie hat ja regelmäßig aus Harvard geschrieben.
24:46Mhm.
24:47Ganze Berge von Briten.
24:49Wart.
24:58Wahnsinn, oder?
25:00Ja, wer so viele Briefe schreibt, dem geht es meistens nicht gut.
25:04Geschmarrn.
25:06Ist das so?
25:07Jetzt meinst du, wie viele Briefe ich am Anfang nach München geschrieben habe?
25:20Was ist?
25:23Nix.
25:24Nix.
25:27Scheiße.
25:29Ja, Michi, bei uns dauert es noch.
25:31So, jetzt pass mal auf.
25:32Wir müssen noch mal die Anna Wöllner für nehmen.
25:36Wir, nicht du.
25:38Meinst du, sollst du das einfach ins Kommissariat bringen?
25:41Nein, das ist nicht dein Job.
25:43Bring es einfach zu, Herr und Schluss.
25:44Ja, Servus.
25:46Achtung bei deiner auf Sherlock Holmes.
25:48Wahrscheinlich sitzt er noch vor seinem Müsli.
25:50Geht's, alter Kundschaft.
25:52Ja, macht bloß einen Spaß.
25:53Lach dann später.
25:55Freizeitkabarettist sein.
25:58Wir kommen gleich wieder.
26:01Mein Alibi, ja, was ist damit?
26:03Ja, dafür bin ich eigentlich gar nicht zuständig.
26:07Ach so.
26:08Ja, andererseits, eigentlich macht's auch gar keinen Unterschied.
26:12Geh, darf ich?
26:15Frau Wöllner, Sie waren also gestern Abend bei Ihrem Freund, dem Peter Schladner.
26:20Ja, stimmt, der Peter, der war aber in München.
26:23Klar.
26:25Was haben Sie jetzt gemacht in der Wohnung?
26:28Fernsehgeschaut ein bisschen, ja.
26:30Was war denn das für eine Sendung?
26:32Das war irgendwas mit Tieren, genau.
26:36Ja, schon, aber Tiere, das ist jetzt ein bisschen allgemein.
26:39Was waren denn das für Tiere?
26:40Waren das jetzt Ameisen oder Löwen?
26:42Das waren, Moment, das waren Elche, genau.
26:44Elche in Kanada.
26:46Sie wissen aber schon, ich werde jede Ihrer Aussagen genau überprüfen lassen, okay?
26:51So, und was war jetzt nach diesem Elchfall?
26:55Herr Schladner!
27:01Herr Schladner!
27:04Ihr Alibi stimmt nicht.
27:06Wieso?
27:07Angeblich sind Sie um sechs in Rosenheim losgefahren, waren aber erst um halb zehn bei Ihren Freunden in München.
27:12Von Rosenheim nach München braucht man normalerweise aber höchstens eine Stunde, fehlen also zweieinhalb Stunden.
27:17Und?
27:19Habe halt was anders gemacht in der Zwischenzeit.
27:21Geht das der Polizei was an?
27:22Allerdings.
27:23Schauen Sie, mein Kollege meint, Sie hätten ein Motiv gehabt, den Altenwöllner umzubringen und kein Alibi.
27:29Vielleicht sieht der Staatsanwalt das genauso.
27:31Wie sehen Sie das?
27:32Ja, ich muss sagen, in dem Fall bin ich ausnahmsweise einer Meinung mit meinen Kollegen.
27:36Danke.
27:37Also nochmal, wo waren Sie?
27:39Na ja, ich war bei einer Frau, aber nicht, was Sie meinten, sondern das war ein Ex von mir.
27:43Warum erzählen Sie es uns nicht gleich?
27:45Sag ich es euch, erfahrt es die anderen.
27:47Und wie so sind die Weiber, kaum kriegen Sie was mit, machen Sie uns die Hölle heiß.
27:50Ist doch so, oder?
27:51Ja, schon.
27:53Aber ein bisschen was ist da gewesen, oder?
27:55Unter uns gesagt.
27:56Na ja, wirklich nicht.
27:57Wir haben nur geratscht.
27:59Herr Schlattner, jetzt hören Sie mal auf mit dieser Rumräumerei, ja?
28:01Jetzt reicht es mir.
28:02Also, es bleibt unter uns.
28:05Na ja, ich meine, von meiner Qualität gibt es ja nicht viele.
28:09Und das weiß auch meine Ex, und darum kommt es nicht los von mir.
28:16Na ja, ich bin auch bloß ein Mensch.
28:18Da ist halt passiert.
28:20Hilft das jetzt was für mein Alibi?
28:22Na, das hat uns jetzt rein privat interessiert.
28:26Den Namen der Dame bräuchten wir noch.
28:36Ja, was ist denn da los?
28:38Da will mich erst auf Zeit, da ist ja alles durcheinander.
28:40Also, sagen Sie mal, da ist doch nichts durcheinander.
28:42Ich habe das aufgeräumt.
28:43Ich habe diesen ganzen Mist versandfertig gemacht.
28:46Wieso, Herr Hüftel?
28:50Sie sind ja wahnsinnig.
28:51Ich bin wahnsinnig, ja.
28:54Was machen Sie da?
28:56Das ist doch alles Müll.
28:57Hören Sie mal auf, da sind die Finger weg.
28:59Ich habe das der ganze Ort, das ist Müll einfach.
29:02Das geht weg.
29:06Ich räume ja schon auf.
29:08Ja, lassen Sie sich nur Zeit.
29:10Und machen Sie sich sorgfältig.
29:12Der Besuch vom Doktor, vom Ministerialrat ist abgesagt.
29:38Und dann gehst du zurück nach Harbert.
29:43Du bist gar nicht mehr in Harbert, stimmt's?
29:46Was ist denn da drauf?
29:47Deine Briefe.
29:48Die Briefe aus der letzten Zeit waren alle in New York abgestempelt.
29:52Das weiß ich nicht.
29:54Ich habe sie jedenfalls nicht nach New York getragen.
29:57Vielleicht, weil du eh schon dort warst.
29:59Ist doch so, oder?
30:05Ich bin schon nach dem ersten Semester nach New York.
30:09Wieso?
30:24Harbert, das war nichts für mich.
30:28Die Juristerei, das ist nicht meine Welt.
30:31Und was dann?
30:35Theater.
30:36Du weißt es doch.
30:38Ich wollte schon immer Schauspielerin werden.
30:42Okay.
30:43Aber doch nicht als Beruf.
30:44Doch.
30:46Ich spüre das in mir.
30:49Du kannst dir das gar nicht vorstellen.
30:51Diese irrsinnige Stadt und ich mittendrin.
30:54Tagsüber arbeite ich im Restaurant und abends auf der Bühne.
31:00Und Schauspielunterricht nehme ich auch noch nebenbei.
31:04Echt?
31:06Du spielst Theater in New York.
31:09Ganz ein kleines Theater.
31:12Ich habe mir gedacht, New York ist wahnsinnig teuer.
31:15Kannst du das leisten als Bedienung?
31:19Ja.
31:20Das geht schon.
31:30Warum hast du mir nie die Wahrheit geschrieben?
31:34Ich wollte nicht, dass du mich für eine Versagerin hältst.
31:48Schau dir aus bei mir daheim.
31:50Und ich soll immer mein Zimmer aufräumen.
31:53Wer nicht unverschämt, sonst kannst du dich gleich wieder schleichen.
31:55Mei, der hat heute wieder einen Ton drauf.
31:58Wird er heim.
31:59Heute ist er eigentlich noch ganz erträglich.
32:01Muss man kommen, wenn wirklich Stress ist.
32:03Da ist der Sammelzweig.
32:04So, auf geht's.
32:07Amerika wartet.
32:09Du holst die Maus.
32:13Schau uns, Frau Stockel, hier ist sie doch noch gekommen.
32:17Der Herr Ministerialrat.
32:20Mei, wenn ich das gewusst hätte.
32:22Das sollten Sie ja gerade nicht.
32:23So bekomme ich einen schönen Eindruck von Ihrem ganz normalen Arbeitsalltag.
32:28Einen schönen guten Tag wünsche ich.
32:30Grüß Gott.
32:32Was ist denn da hinter dieser Tür?
32:34Das, das sind die zuständigen Beamten unserer Mordkommission.
32:39Aber das ist jetzt, glaube ich, ganz schlecht.
32:41Ja, das ist gerade ganz schlecht, weil...
32:46Weil die ermitteln gerade in einem Mordfall.
32:49Ja, und da ist immer die Hölle los.
32:51Ja, ich will ja nur kurz Grüß Gott sagen.
33:03Frau Stockel, ich habe Ihnen doch gesagt.
33:09Kriminalhauptkommissar Rufel.
33:11Kriminalhauptkommissar Satori.
33:13Das ist Ministerialrat Dr. Stoiber.
33:16Entschuldigt, Dr. Stieber.
33:19Die Dame im Vorzimmer sagte schon, dass es recht zugeht.
33:23Was macht denn der junge Mann da?
33:27Das hat folgende Bewandtnis.
33:31Wir, die Polizei, die Rosenheimer Polizei,
33:35es gibt da so eine neue Aktion im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit,
33:39da können Schüler den Polizeialter kennenlernen.
33:41Vor allem, wenn man Polizeikomputer knackt.
33:43Das natürlich nicht.
33:44Sehr interessant.
33:45Tja, die Herren, dann will ich nicht länger stören.
33:49Frohes Schaffen.
33:51Es wäre schön, wenn Sie mir einen schriftlichen Bericht
33:53über diese Aktion schicken könnten.
34:23Ach, was ist denn eigentlich mit dem Alibi vom Schlattner?
34:26Das ist eine Exsatz bestätigt.
34:28Ah, Michi, wo ist die Möllnerin?
34:31Servus, die Herren.
34:32Alles schon erledigt.
34:33Ich habe Sie gerade noch einmal selber befragt
34:35wegen Ihrem Alibi.
34:36Ja, halten Sie mal bitte schön.
34:39Und?
34:40Also, Sie sagt, Sie hat fern gesehen.
34:43Einen Film über Elche.
34:44Ich habe mir gedacht, schau einmal, fühlen wir auf den Fall.
34:47Ich muss Sie mal richtig hören.
34:49Herr Maas, Sie sollten es doch herbringen.
34:51Ich habe doch extra beim Sender angerufen.
34:52Ich habe alles überprüft.
34:53Ich sage, die Wahrheit, die hat wirklich fern gesehen.
34:56Sie können es aus der Fernsehzeitung haben.
35:04Frau Wöllner.
35:07Was wollten Sie denn aus dem Safe rausnehmen?
35:10Nichts.
35:10Ich wollte diese Papiere da zurücklegen.
35:12Kann das sein, Anna, dass diese Papiere schon einmal da drin waren?
35:15Dass du die irgendwann heimlich rausgeholt hast?
35:17Ich habe es vor einer Woche aus dem Schließfach raus.
35:19Aber ich war noch nie vorher dort.
35:21Und was wollten Sie damit?
35:23Verkaufen.
35:24Von dem Geld wollte ich, dass der Peter und ich ins Ausland fahren.
35:27Der Vater hat mich ja nie weglassen.
35:29Auf der Reise wollten der Peter und ich heiraten.
35:32Hier hätten wir ja nicht heiraten können.
35:33Das hätte er ja nie erlaubt.
35:34Und da haben Sie sich gedacht, am einfachsten wäre es doch,
35:36der Vater ist gleich ganz weg.
35:37Nein, ich...
35:40Ich habe doch nie daran gedacht, den Vater.
35:42Ich meine...
35:43Warum?
35:44Warum hätte ich das denn tun sollen?
35:45Hey, Anna.
35:46Vielleicht, weil du gewusst hast, dass er zur Bank will,
35:49dass er dort einen Termin hat.
35:50Und dann hast plötzlich befürchten müssen,
35:52dass er ins Schließfach geht.
35:53Und den Diebstahl bemerkt.
35:54Nein, ich...
35:54Ich weiß nicht.
35:56Bitte, bitte.
35:57Sie müssen mir glauben, ich brauche es nicht.
36:00Ich brauche es nicht.
36:02Sie, was machen Sie da?
36:03Komm, wir gehen.
36:04Du musst denen keine Fragen beantworten.
36:06Oder ist sie am Ende schon verhaftet.
36:08Frau Böhner,
36:10warum haben Sie uns eigentlich erzählt,
36:11dass Sie in Harvard Jura studieren?
36:12Wo Sie doch als Bedienung in New York arbeiten.
36:14Was machst du?
36:16Ach, das geht niemandem was an.
36:18Das ist meine Privatsache.
36:19Stimmt nicht ganz.
36:20So viel ich weiß, brauchen Sie gerade dringend Geld.
36:22Ich habe vorhin mit Ihrem Ex-Arbeitgeber telefoniert,
36:24dem Wirt vom Village, der in Brooklyn.
36:27Und der hat mir erzählt, dass Sie ihm und anderen Leuten so an die 30.000 Dollar schulden.
36:31Da kommt doch so eine Erbschaft gerade recht.
36:33Denken Sie doch, was wollen.
36:34Ich bin jedenfalls zur Tatzeit mit Ihnen zusammen an einem Tisch gesessen.
36:37Das stimmt nicht ganz.
36:38Sie waren auf dem Weg zu uns.
36:40Macht das einen Unterschied?
36:50Bei der hat geklappt, sie muss immer Leistung bringen.
36:53Bei der gibt es kein Versagen.
36:55Und wenn, dann muss sie es verheimlichen.
36:57Sogar von dir.
36:59Ich hätte mir einfach mehr Vertrauen gewünscht.
37:02Und dann erzählt es mir alles, es ist so toll in New York.
37:05In den Wägen.
37:07So ein Saarwetter.
37:10Vincent, was machst du denn da?
37:11Ein Boot.
37:13Die Anleitung hat er aus dem Internet.
37:15Hat ihm die Stockel gezeigt, wie er an sowas rankommt.
37:18Die alten Patel passen aber nicht zu dem Boot.
37:20Und dann geht es auf den Chiemsee, ja?
37:22Auf den Kundelsee.
37:24Kundelsee.
37:25Das ist doch der See in der Nähe von dieser Bergwirtschaft, oder?
37:28Genau, das ist er.
37:30Weißt du es noch, da sind die Bärbel und ich
37:32früher immer mit dem Ruderboot rausgefahren.
37:34Da geht die Straße vorbei und dann zur Liftstation.
37:39Ich bin mir Herrschaftszeiten.
37:44Der See.
37:46Mhm.
37:47Meister, wir töten.
37:48Allerdings.
37:49Nein.
37:51Wart?
38:07Ich glaube, Sie haben den Lift abgeschaltet.
38:09Aber ich habe doch ein Alibi.
38:10Nein, Frau Wölner, Sie haben kein Alibi.
38:13Aber ich war doch mit dem Fahrrad unterwegs.
38:15Ich brauche mindestens anderthalb Stunden zu, Marie.
38:18Das wissen Sie doch selber.
38:20Ja.
38:20Wenn Sie um den See rumfahren, dann schon.
38:22Wenn du aber mit dem Boot über den See fährst
38:24und dann mit dem Fahrrad weiter,
38:25das höchste halbe Stunde.
38:28Frau Wölner, wir haben unten am See ein Ruderboot gefunden.
38:30Und ich möchte wetten,
38:31auf den Rudern sind Ihre Fingerabdrücke drauf.
38:34Bärbel.
38:36Bärbel sagt, dass das nicht wahr ist.
38:41Was weißt du schon, wie das ist?
38:44Wenn du dein Leben lang immer unter Druck stehst,
38:47immer die Beste sein musst.
38:49Sonst ist der Vater enttäuscht.
38:50Und das willst du ja nicht.
38:54Ich habe Harvard gehasst.
39:01Ich wollte auch endlich mal frei sein.
39:12Sollte ich denn so weit weg von hier,
39:15um nur wieder seine Träume zu erfüllen?
39:18Warum bist du nicht drüben geblieben?
39:20Und hast Macht, wovon du geträumt hast.
39:22Ich habe Schulden.
39:26Und ich war fertig.
39:31Ich habe solche Angst davor gehabt, es ihm zu sagen.
39:38Ich habe ihn um Geld gebeten.
39:43Und er hat gesagt, er gibt mir was.
39:46Aber erst will er irgendwas von Harvard sehen.
39:49Irgendwelche Scheine, irgendwelche Diplome.
39:54Wahrscheinlich hat er was geahnt.
39:59Und ich habe so eine scheiß Angst gehabt.
40:03Ich habe das Geld gebraucht.
40:08Bevor er runter ist,
40:13habe ich ihm die Herztropfen aus der Jacke genommen.
40:20Und der Rest war ganz einfach.
40:24Nur noch auf den Knopf gedrückt.
40:28Und alle Probleme lösen sich von selbst.
41:03Ich habe das Geld gebraucht.
41:19Und? Fall gelöst?
41:21Selbstredend.
41:21Die Frage war ja wohl eher rhetorisch, oder, Frau Stocker?
41:24Ja, dann haben Sie jetzt Zeit für die kommenden Aufgaben.
41:27Wieso?
41:28Hat es schon wieder einen Mord gegeben?
41:29Nein, diesmal ist es nicht ganz so einfach.
41:31Ach, es haben sich etwa 50 Polizeimitarbeiter aus ganz Bayern angemeldet.
41:36Die möchten sich über diese Aktion an den Schulen informieren.
41:39Und Sie haben die Aufgabe,
41:41den Herrschaften das Gebäude zu zeigen
41:42und Ihnen alles zu erklären.
41:44Ah, meine beiden Herren Hauptkommissare
41:46sind erfolgreich zurück.
41:48Ja, ich darf Ihnen dann viel Spaß wünschen
41:51für die kommende Woche.
41:52Also, schönen Feierabend.
41:54Komm, wir sind verstopft.
41:54Ja, Wiederschauen, gell?
41:56Wiederschauen.
41:57Wiederschauen.
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