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00:29ARD Text im Auftrag von Funk
00:31ARD Text im Auftrag von Funk
01:24ARD Text im Auftrag von Funk
01:33ARD Text im Auftrag von Funk
01:52ARD Text im Auftrag von Funk
01:59ARD Text im Auftrag von Funk
02:00wenn es da oben Kinder gibt.
02:02Was für ein Spielzeug?
02:05Kollegen, schaut euch das mal an.
02:10Wo ist denn das Gelegen?
02:12Oben am Weg.
02:19Bitte.
02:20Dank Ihnen.
02:34Verzeihung.
02:37So, du kleiner Rennfahrer, du gehst jetzt mal in dein Zimmer.
02:46Das ist Wilhelm, Konrad Sohn.
02:49Guten Tag, mein Name ist Reuter, Staatsanwaltschaft Wiesbaden.
02:53Mein Beileid.
02:55Darf ich fragen, wer Sie sind?
02:57Ich bin Henry Brach, der Erstgeborene.
03:00Gut, dass du das immer dazu sagst.
03:03Elli Brach.
03:04Ich leite die Marketingabteilung der Brach AG.
03:08Guten Tag, Frau Bracher. Sind Sie verheiratet?
03:11Ja. Mein Mann führt die Niederlassung in Singapur.
03:14Ein kleines Büro.
03:16Als ich zuletzt geguckt habe, hattest du nicht mal einen Parkplatz an der Firma.
03:22Sind Sie beide zufällig hier?
03:23Nein. Mein Vater hat uns gestern herbestellt.
03:27Na, aus welchem Grund?
03:30Strategiebesprechung.
03:30Wir besitzen zusammen mit Gernot die Mehrheit an der Brach AG.
03:35Spiel dich nicht so auf.
03:36Sie meint mich, weil ich erst jetzt Konrads Anteil erbe.
03:41Janine Brach.
03:42Reuter, mein Beileidverpaar.
03:45Wer von Ihnen hat Konrad Brach zuletzt gesehen?
03:53Ich habe Wilhelm um 21 Uhr ins Bett gebracht und dann bin ich selbst mit ihm eingeschlafen.
04:01Ich bin auch früh gegangen.
04:03Der letzte war, war Henry, oder?
04:07Nein, das stimmt nicht. Vater und Viktor waren auch noch da.
04:11Wer ist Viktor?
04:13So was wie Inventar.
04:15Viktor ist die rechte Hand von unserem Vater.
04:18Ah, ich verstehe. Wo sind die beiden jetzt?
04:22Wir sind schon früh weg.
04:25Ja.
04:26Warum?
04:28Dringende Geschäfte.
04:30Offensichtlich dringender als ein toter Sohn.
04:42Konrad.
04:45Konrad war immer sehr viel beschäftigt.
04:50Und trotzdem,
04:53trotzdem hat er sich immer Zeit für uns genommen.
04:55Für mich und Wilhelm, er war ein sehr guter Vater.
05:02Wie haben Sie sich an ihr kennengelernt?
05:04Ich habe lange bei der Stiftung von Frau Brach gearbeitet.
05:07Das war die verstorbene Frau von Gernot Brach.
05:11Ja, da sind wir uns zum ersten Mal begegnet, Konrad und ich.
05:16Arbeiten Sie noch?
05:19Nicht im operativen Geschäft.
05:21Aber Konrad hat mich sehr, sehr oft im Rat gefragt.
05:24Ich habe noch gute Kontakte in die Firma.
05:26Und wir haben, ähm...
05:31Entschuldigen Sie mich bitte.
05:40Guten Tag.
05:43Hauptkommissarin, klar, wir müssen da mal rein.
05:45Tut mir leid.
05:47Lichterlicher Beschluss.
05:50Herr Brach, tut mir leid, dass die Herrschaften hier sind,
05:53aber Sie sind von der Polizei und haben Papiere.
05:56Aha.
05:58Brach.
06:00Kripo Wiesbaden.
06:03Sie müssen Victor entschuldigen, aber...
06:06da sind Geschäftsunterlagen, vertrauliche Papiere.
06:09Sie können da nicht einfach rein.
06:10Natürlich können wir das, Herr Brach.
06:12Guten Tag, Herr Brach.
06:15Mein Name ist Reuter, Herr Staatsanwaltschaft Wiesbaden.
06:17Ach, Entschuldigung.
06:18Ich lasse meine Anwerte was für Sie aufsetzen.
06:20Verpflichtung zur Geheimhaltung.
06:22Ich denke, das wird nicht nötig sein.
06:23Das sagen Leute wie Sie immer.
06:25Aber da ist...
06:42Das ist ein interessanter Wagen.
06:46Kann ich dich mal sehen?
06:48Na, so gut, Victor.
06:50Herr Brach, können Sie uns kurz unterhalten?
06:53Danke.
07:01Kann man das hier irgendwie auseinanderbasteln?
07:04Herr Brach braucht das.
07:05Wer sind Sie eigentlich?
07:09Der Assi vom Chef?
07:11Victor Luco, der Pfarrer von Herrn Brach.
07:14Ah, dann können Sie das hier ja sicher mal halten.
07:25Schöne, klare Architektur.
07:27Damit hatte ich gar nicht gerechnet.
07:29Ja.
07:30Ja, Konrad fand es wichtig, dass unsere Fassade reflektiert.
07:35Wie modern unsere Firma ist.
07:38Es tut mir sehr leid, was mit Ihrem Sohn passiert ist, Herr Brach.
07:42Wie gehen Sie damit um?
07:43Ich?
07:45Konzentrier mich auf die Arbeit.
07:47Ja, so läuft sie mal im Leben.
07:48Konrad hat das meiste übernommen.
07:50Aber der ist ja nun...
07:53nicht mehr da.
07:58Sollte eigentlich Ihr Nachfolger werden?
08:02Und Ihre anderen beiden Kinder?
08:06Ja.
08:07Ja.
08:07Erlöse.
08:08Weiß ich.
08:09Vielleicht, ja.
08:11Und Ihr Sohn Henry?
08:14Henry.
08:16Henry.
08:19Nein.
08:20Henry nicht.
08:25Aber nehmen Sie doch Platz.
08:27Ich war nicht dabei, dass wir ein Familientreffen.
08:30Wo waren Sie da?
08:32Draußen im Wagen.
08:33Den ganzen Abend.
08:35Herr Brach hat mich gegen Mitternacht nach Hause geschickt.
08:38Mitternacht?
08:39Und bis dahin haben Sie die ganze Zeit im Wagen gesessen?
08:42Ja.
08:43Da muss er Sie aber gut bezahlen, Ihr Chef.
08:45Und um Mitternacht? Was war da?
08:46Na, da hat der Brach mir gesagt, er braucht mich nicht mehr.
08:49Also bin ich nach Hause gegangen.
08:51Kann das jemand bestätigen?
08:52Ich lebe alleine.
08:54Ja.
08:56Verstehe.
08:56Herr Brach, am Teich Ihres Privathauses haben wir Spuren Ihres Sauerstoffgerätes gefunden.
09:04Ich gehe oft spazieren. Eigentlich jeden Tag.
09:07Ah ja.
09:09Also auch gestern Abend?
09:11Nein.
09:12Da nicht.
09:17Ich hatte Termine.
09:20Hatte er so ein Konrad eigentlich Probleme in der Firma?
09:23Hat er irgendwelche Feinde oder hat er sich unbeliebt gemacht?
09:27Jede Chef macht Sie unbeliebt.
09:29Aber dass man ihn umbringen will.
09:33Nein.
09:35Und wie war es innerhalb der Familie?
09:37Wie war das Verhältnis jedes Sohnes zu seinen Geschwistern?
09:41Sie haben meine Kinder doch kennengelernt.
09:45Ja.
09:45Ich hatte offen gesagt den Eindruck, Sie würden sich jeden Moment an die Gurgel gehen.
09:49Ja, ich habe ihm angebracht zu kämpfen.
09:53Nicht zu mochen.
09:56Jeder von Ihnen hat alles.
09:59Geld, eine sorgenfreie Zukunft.
10:02Aber sollten Sie Ihren Bruder umbringen.
10:05Es gibt keinen Grund.
10:09Nicht den geringsten.
10:14Das Opfer ist ertrunken.
10:15Und zwar in dem Teich, in dem man es gefunden hat.
10:17Ja, das war zu erwarten, oder?
10:21Was ist mit diesen Hämatomen?
10:23Die stammen von einem stumpfen Gegenstand.
10:25Etwa vier Zentimeter Durchmesser.
10:27Also am Tatort wurde eine Holzstange gefunden.
10:30Das kommt ungefähr hin vom Durchmesser her.
10:33Die Schläge trafen vor allem Oberkörper und Schultern.
10:36Das heißt, er wurde mit dieser Holzstange niedergeschlagen?
10:40Die Hämatome sehen eher rund aus,
10:42als ob jemand von vorne damit zugestoßen hat.
10:45Warum macht man sowas?
10:47Keine Ahnung.
10:49Vielleicht um jemanden daran zu hindern, aus dem Wasser zu kommen.
10:52Alles klar. Danke Ihnen, Frau Dr. Heinkel.
10:54Gern.
10:56Ich habe mal diesen Victor Lugo gecheckt.
10:58Da ist nicht viel.
10:59Akte beim Arbeitsamt.
11:00Der Typ war in einer Langzeitmaßnahme.
11:02Neun Jahre. Erfolglos.
11:04Bis in Amateurboxen und dann plötzlich nichts mehr.
11:07Nicht mal eine Meldeadresse.
11:09Wie? Der Typ hat auf der Straße gelebt?
11:11Bis ihn Gernot Brach vor zehn Jahren plötzlich angestellt hat.
11:16Hast du irgendwas?
11:19Shenzhen.
11:20Shenzhen was?
11:22Shenzhen.
11:22Shenzhen China?
11:23Ja.
11:25Hier.
11:26Laut Verbindungsnachweis gab es von Konrad Brachs Geschäftshen die Dutzende Anrufe dahin.
11:31Okay.
11:32Ist ja nichts Besonderes dran.
11:33Ein Haufen deutscher Firmen machen Geschäfte mit China.
11:36Die Brach AG sind an der Börse.
11:38Hm.
11:43Brach AG in Wiesbaden, richtig.
11:45Den Isingot haben Sie?
11:46Gut.
11:47Es wäre schön, wenn Sie mich auf dem Laufenden halten würden.
11:50Vor allem, wenn es zu Veränderungen in den Besitzverhältnissen kommt.
11:54Ja, ab sofort, wenn das möglich ist.
11:58Ah ja, prima.
11:59Gut, ich danke Ihnen.
12:01Das wünsche ich Ihnen auch. Danke.
12:13Danke.
12:30Immer ein Hang zum Drama, Gernot.
12:32Was soll dieser alberne Treffpunkt?
12:34Willst du etwa mit mir gesehen werden?
12:36Eher nicht.
12:38Also dann.
12:49Sollten wir uns nicht eher allein unterhalten?
12:52Mach dir um Victor keine Gedanken.
12:54Also gut, was willst du?
12:57Warum trauerst du nicht um deinen toten Sohn?
13:00Das würde ich gerne, aber...
13:04Dann habe ich gehört, dass deine Start-up-Beteiligungen nicht so gut laufen.
13:08Diese Art Geschäft braucht Zeit.
13:11Und Bündel von deinem schönen alten Geld.
13:14Die diese Internet-Kinder im Ofen verheizen, damit sie es schön warm haben.
13:19Ich hätte nicht gedacht, dass du dich auf sowas einlässt.
13:22Gernot, bin ich hierher gekommen, um mir deinen Vortrag über digitale Geschäftsmodelle anzuhören?
13:28Du musst Kapital nachschießen. Du bist nicht liquide!
13:34Willst du deswegen meine Anteile an diese Schlitz-Augen verschrabeln?
13:40Hast du gedacht, ich weiß das nicht?
13:44Du kennst mich doch.
13:46Ja.
13:48Ich kenne dich.
13:49Du nimmst nie ein Blatt vor den Mund.
13:53Also ich denke, ich weiß jetzt, warum Gernot Brach nicht will, dass ein schlechter Gesundheitszustand öffentlich wird.
13:57Und warum?
13:59Schaut mal.
14:00Das sind die ganzen Aktien der Brach AG. 47% davon gehören der Familie Brach. Der größte Teil davon Gernot
14:09Brach.
14:1010% sind im Besitz einer Wiesbahner Beteiligungsgesellschaft von Stern Finances.
14:14Dahinter steckt eine vermögende Wiesbahner Unternehmerfamilie.
14:17Die restlichen 43% waren jahrelang im Streubesitz.
14:22Waren?
14:23Ja, die Börsenaufsicht sagt, es gab meldepflichtige Beteiligungsverschiebungen.
14:2839% dieses Streubesitzes hat ein einzelner Investor gekauft.
14:32Und dieser Investor ist ein Konkurrent der Brach AG.
14:35Was mit den restlichen 4%?
14:38Die gehören einem Pensionshorn, der offensichtlich nicht verkaufen wollte.
14:41Okay, das heißt, die Brachs wollten ihre Firma loswerden.
14:43Ja, hab ich auch gedacht, sie Börsenaufsichtsrat, aber nein.
14:47Familie Brach hat nach wie vor die Mehrheit im Aufsichtsrat und das soll wohl auch so bleiben.
14:53Das ist eine feindliche Übernahme.
14:55Verstehe, und ein gesundheitlich angeschlagener Chef würde schlecht aussehen.
15:01Dieser Konkurrent mit den 39%, der heißt nicht zufällig...
15:06Doch, Cinnobrex.
15:07Cinnobrex?
15:08Das ist ein chinesischer Konzern, nie gehört?
15:12Konrad Brach hat dutzende Mal mit denen telefoniert in Shenzhen.
15:16Ah, und das ist doch komisch.
15:19Ja, Konrad Brach hat eine wichtige Position in der Firma, also es gibt sicher hunderte Gründe, warum er da angerufen
15:24haben könnte.
15:25Ja, aber einer davon könnte sein, dass er die Seiten gewechselt hat.
15:29Okay, und wie finden wir das raus?
15:31Also der Senior wird uns das sicherlich nicht erzählen.
15:33Nein, vom Senior werden wir ganz bestimmt nichts erfahren.
15:36Es gibt aber jemanden in der Familie, der immer so ganz merkwürdig abseits steht.
15:47Herr Brach, Ihr Verhältnis zu Ihrer Schwester und Ihrem Vater ist etwas angespannt, oder?
15:53Finden Sie.
15:54Würde ich schon sagen, oder?
15:57War das mit Ihrem Bruder eigentlich genauso?
16:00Mit Konrad.
16:04Nein, ganz im Gegenteil.
16:06Konrad hat immer zu mir gehalten.
16:08Jetzt bin ich allein mit denen.
16:11Was ist mit Ihrem Vater?
16:13Der hat uns immer nur gegeneinander ausgespielt.
16:16Meine Jugend war ein einziges Auswahlverfahren.
16:19Und wie haben Sie dabei abgeschnitten?
16:20Ich mach da nicht mehr mit.
16:22Ich hab mein eigenes Leben.
16:24Und trotzdem waren Sie zu dieser Strategiebesprechung eingeladen.
16:27Ja, mir gehört immer noch der Anteil der Firma, den meine Mutter mir vererbt hat.
16:31Die kommen da so leicht nicht um mich rum.
16:34Ihr Vater braucht Sie, um die Konkurrenz abzuwehren.
16:38Ja, also die Chinesen wollen die Brach AG kassieren, aber die Familie ist geschlossen dagegen.
16:44Nein, mein Vater ist dagegen.
16:46Der Rest tut einfach das, was er sagt.
16:48Bis auf Ihren Bruder Konrad.
16:50Wie kommen Sie darauf?
16:51Er hatte viel Kontakt nach China.
16:54Sie wussten das?
16:58Konrad war ein kluger Geschäftsmann mit eigenen Ideen.
17:02Aber gegen meinen Vater kam er einfach nicht an.
17:04Hat er die Seiten gewechselt?
17:08Konrad hatte es einfach satt zu warten, bis der Alte ihm seinen Zepter übergibt.
17:12Was haben die Chinesen ihm geboten?
17:16Ein Sitz im Aufsichtsrat des fusionierten Konzerns. Zehnmal so groß wie Brach jetzt.
17:22Heißt zehnmal so viel Asche. Gibt's da was Schriftliches?
17:25Vergessen Sie es. Ich leg mich nicht mit meinem Vater an.
17:30Wir wissen nicht, ob Gernot Brach über das doppelte Spiel seines Sohnes Bescheid wusste.
17:34Gernot, es gibt doch nichts, was eine Figur wie Brach nicht weiß.
17:38Bernd, jetzt muss ich dir leider das sagen, was du sonst immer sagst.
17:41Wir brauchen belastbare Beweise.
17:43Ja, ist doch klar. Die Frage ist doch aber, woher kriegen wir die?
17:46Die Chinesen?
17:48Ich habe mit Sino Briggs telefoniert. Sehr höflich, perfektes Englisch, aber in der Sache hart.
17:52Keine Auskunft zur betrieblichen Interna.
17:54Was ist mit Rechtshilfe?
17:56Hm. Kerstin, lass die China. Glaubst du im Ernst reagieren? Vergiss es.
18:01Also, bis später.
18:02Okay, bis später.
18:05Bitteschön.
18:06Danke.
18:06China, was? Die überrollen uns doch alle.
18:09Ja, finden Sie?
18:10Jeder schimpft über die?
18:13Aber die Zeiten, wo da nur gefuscht wurde, sind längst vorbei.
18:16Haben Sie da besondere Einblicke, ja?
18:18Ja.
18:19Die neue Rotationspumpe für meine Kaffeemaschine.
18:25Aus dem Internet. Direkt aus China.
18:28Alles haben die im Angebot. Direkt online.
18:32In fünf Tagen waren die da.
18:34Und für ein Zehntel des Preises, den die Italiener haben wollen.
18:36Das ist natürlich ein Wort.
18:37Und sind Sie sicher, dass das Ding funktioniert?
18:39Na klar, das Teil ist doch baugleich.
18:40Und das wissen Sie, bevor Sie diese Pumpe überhaupt ausgepackt haben?
18:44Baugleich, ich sag's Ihnen.
18:46Die Italiener fertigen doch auch alles in China verschiedene.
18:49Ah, ja. Baugleich.
18:51Absolut baugleich.
18:53Na klar.
19:02Ich frage mich, warum Gernot Barr sich solche Sorgen macht um seine Firma.
19:06Die Chinesen halten 39 Prozent.
19:09Die Firma hat mit 47 Prozent nach wie vor die Mehrheit.
19:12Ich hab da mal ein bisschen gerechnet.
19:14Ja.
19:15Meine zehn Prozent entscheiden, wer am Ende die Mehrheit hat.
19:19Heißt das, die Chinesen haben Ihnen ein Angebot gemacht?
19:27Sie sind gut informiert.
19:29Ach, ich setz nur ein paar Puzzleteile zusammen.
19:32Haben Sie die Verhandlungen mit den Chinesen selbst geführt?
19:37Herr Reuter, das sind Geschäftsgeheimnisse.
19:41Na, Frau von Stern, wir wissen doch beide, dass ich nicht hier bin, um mit Ihnen Geschäfte zu machen.
19:47Ich ermittle in einem Mordfall.
19:48Und wenn Sie mir die dafür relevanten Informationen nicht geben, dann werde ich mir sie holen.
19:52Mit einem Gerichtsbeschluss, das ist ganz allein Ihre Entscheidung.
20:07Also gut.
20:11Konrad Brach.
20:13Was hat er mit der ganzen Geschichte zu tun?
20:15Er hat mir die Chinesen vermittelt.
20:17Alle Verhandlungen liefen über ihn.
20:20Es könnte sein, dass er die Seiten gewechselt hat.
20:22Meinen Sie, sein Vater weiß davon?
20:25Gernot Brach ist weder gebildet noch sonderlich kultiviert.
20:28Aber eins ist er.
20:30Sehr gut informiert.
20:39Siehst du, der hat einen Mittelmotor.
20:43Und du kannst sogar die Klappe aufmachen.
20:45Papa.
20:46Papa, bitte.
20:47Du musst das offiziell machen.
20:48Weißt du, muss ich?
20:50Na.
20:51Nicht so fest.
20:53Passt doch auf.
21:00Komm.
21:02Geh auf dein Zimmer.
21:03Du kannst ja später damit spielen.
21:05Alles gut, Opa.
21:17Alles gut, Opa.
21:18Wie lange glaubst du denn, kannst du deinen Gesundheitszustand noch geheim halten?
21:22Wie ist das denn?
21:23Mein Zustand?
21:27Nicht gut.
21:29Also, das ist doch klar.
21:32Ist das klar?
21:33Ist das klar?
21:35Aha.
21:35Bist du mir also erklären, wie es mir geht?
21:37Nein.
21:40Ich meine...
21:40Ja gut, gut, gut, gut.
21:42Natürlich nicht.
21:43Ja.
21:43Dann wär's doch besser, du hältst den Mund, oder?
21:45Bitte.
21:47Danke.
21:48Guten Tag.
21:49Ach, Herr Reuter.
21:51Guten Tag.
21:53Herr Barr.
21:54Scheint sich vor, meine Kinder wollen mich aus Altenthal schicken.
21:58Sie kennen das sicher.
22:02Können wir kurz alleine reden?
22:04Ich habe keine Geheimnisse von meinen Kindern.
22:08Ihr Sohn Konrad hat für Sinobreaks gearbeitet. Wussten Sie das?
22:12Wie bitte?
22:13Er hat für die Chinesen den Verkauf des Aktienpaketes von Frau von Stern betrieben.
22:18Und Sie glauben jetzt, das wusste ich nicht.
22:25Das Ganze war abgesprochen zwischen Konrad und mir.
22:29Er hat in meinem Auftrag für die Gegenseite gearbeitet.
22:33Er war der perfekte Insider.
22:37Ihr Sohn war also eine Art Maulwurf.
22:40Ich weiß seit zwei Jahren, dass die Chinesen mich kaufen wollen.
22:44Ich musste denen zwei Schritte voraussagen.
22:47Dank Konrad.
22:50Wusste ich, was da los ist.
22:54Und? Was ist da los?
22:56Sophia von Stern war nicht liquide. Sie braucht Geld. Dringend.
23:00Das habe ich ihr angeboten.
23:03Das heißt, Sie haben mir Herrn Darling gegeben?
23:06Ich habe mein letztes Geld für die zusammengekratzt.
23:16Glauben wir, dass es dem alten Brach, dass er seinen Sohn als Spion eingesetzt hat?
23:20Ich weiß es noch nicht, Fischer.
23:22Ich habe da was. Die IT-Forensiker hat das abgesoffene Handy von Konrad Brach ausgelesen.
23:27Ich weiß nicht.
23:28Hier, diese Glasskulptur. Die steht auf dem Schreibtisch von Sophia von Stern.
23:32Ach. Und das sieht aus wie die interne Bilanz der Stern-Finanzes.
23:38Das sind ja eine ganze Menge Minuszeichen.
23:41Und das ist das Angebot der Chinesen für den Anteil an der Brach AG.
23:46Sie scheint wirklich Geld zu brauchen.
23:47Ja. Konrad hat seinen Vater tatsächlich interner besorgt.
23:51Und da ist noch was auf dem Handy. Eine Sprachnachricht. Dem Datum nach, aus der Tatnacht.
23:57Woher willst du das wissen?
23:58Ich habe seit Monaten mit den Chinesen zu tun. Glaubst du, ich bin blind?
24:01Konrad, du darfst das nicht...
24:20Mann, wegen dem bloßen Missverständnis schaltet Ihr Bruder doch nicht die Diktierfunktion ein.
24:25Was sollte Ihr Bruder Ihrem Vater nicht sagen?
24:29Ging's da um Xenobreaks?
24:34Herr Brach, Sie sind dringend tatverdächtig.
24:39Auf geht's.
24:44Dann wird es ihm einfach der Kragen geplatzt. Weil ihn alle behandeln wie Dreck.
24:50Aber warum tun Sie das?
24:52In so einer Familie hat immer einer die Arschkarte.
24:56Wie auch immer, er hat panische Angst vor seinem Vater.
25:00Und dafür ja, muss es einen Grund geben.
25:02Mhm.
25:05Redet mit ihm. Ich versuche, mit jemandem von der Familie zu sprechen.
25:14Ich könnte Konrad doch nie etwas... Ich meine, er ist mein Bruder.
25:19Er ist der Einzige, der mich...
25:21Der Sie in Schutz genommen hat?
25:25Wieso haben Sie so eine Angst vor Ihrem Vater?
25:27Sie haben ihn doch selbst erlebt.
25:30Klar. Niemand baut eine Firma wie die Brach AG mit purer Nettigkeit auf.
25:35Den Grundstein dafür hat schon mein Großvater gelegt.
25:39Wieso waren Sie eigentlich nie in der Firma drin?
25:42Ich meine, Ihre Schwester Elli, die macht das Marketing.
25:45Ihr Bruder Konrad war im Vorstand.
25:46Sogar ihr Schwager macht irgendwas in Singapur.
25:50Nur Sie nicht.
25:54Gernot war es immer sehr wichtig, dass man sich engagiert, Interesse zeigt.
26:00Und? Haben Sie sich alle drin gehalten?
26:03Ja, eigentlich schon. Außer Henry.
26:06Ich schätze, er wollte Gernot aus dem Weg gehen. Er hatte nicht so einen leichten Stand in der Familie.
26:10Und Sie?
26:12Ich meine, wie hat die Familie auf Sie reagiert?
26:14Glauben Sie nicht? Das war leicht für mich.
26:16Ich habe mich jahrelang abgemüht. Noch für Frau Brach.
26:19Ja, man hat mich befördert, geschätzt, gelobt. Aber abseits der Arbeit, da war ich nur die...
26:27Die Angestellte?
26:31Das hat sich erst geändert, als ich Konrad geheiratet habe.
26:34Und als ich Gernot einen Enkel geschenkt habe.
26:39Es gab einen Streit zwischen Ihrem Mann und Henry Barr. Wissen Sie, worum es da ging?
26:45Nein.
26:47Könnte das was mit der chinesischen Konkurrenz zu tun gehabt haben?
26:51Vielleicht irgendetwas, was Henry Barr aus seinem Vater beheimlichen wollte?
26:55Konrad hat irgendwas erzählt von Geschäften, die Henry getätigt hat.
27:01Was waren das für Geschäfte?
27:03Das weiß ich nicht. Aber Konrad war ziemlich sauer.
27:05Weil Henry nicht loyal war.
27:09Aber...
27:11Das klang jetzt ein bisschen so, als käme da noch ein Aber.
27:17Aber er war gleichzeitig auch ziemlich beeindruckt von seinem Bruder.
27:20Mhm.
27:24Dankeschön.
27:32Entschuldigung, Herr Barr. Ich stand mal wieder im Stau.
27:37Herr Barr, was waren das eigentlich für Geschäfte, die Sie mit den Chinesen gemacht haben?
27:45Na, um diese Geschäfte ging es doch auch beim Streit mit Ihrem Bruder, oder?
27:47Und Sie haben eine panische Angst davor, dass Ihr Vater davon erfährt, richtig?
27:52Ich habe im letzten Jahr Anteile an Sinobricks gekauft.
27:57Warum?
27:58Die Firma hat Potenzial. Viel Potenzial.
28:02Und warum durfte Ihr Vater da nichts davon erfahren?
28:04Der wäre ausgerastet.
28:06Deshalb habe ich die Ankäufe so gehalten, dass sie nicht meldepflichtig waren.
28:10Ah, verstehe. Über wie viel Geld reden wir denn hier gerade?
28:14Mein gesamtes Vermögen.
28:17Sie haben also Ihr gesamtes, privates Vermögen in Aktien einer Konkurrenzfirma gesteckt?
28:23Heimlich.
28:25Und das hat Ihr Bruder Konrad irgendwie herausgefunden und darüber kam es dann zum Streit?
28:33Bitte sagen Sie meinem Vater nichts.
28:35Wie ging das denn weiter nach diesem Streit?
28:38Konrad ist einfach weggerannt.
28:40Sind Sie ihm gefolgt?
28:41Ja.
28:42Zum Teich?
28:43Ja.
28:44Aber ich habe ihn nicht umgebracht.
28:46Ich...
28:47Entschuldigung.
28:49Fischer?
28:50Ja, ich komme.
28:51Entschuldigung.
28:57Erbrach wenn, dann kann nur ein Anwalt zu ihm.
28:59Aha. So, so.
29:01Danke für Ihre Hilfe.
29:03Ah, Herr Straßenverter, sind Sie ja?
29:05Guten Tag, Herr Brach.
29:07Ich möchte zu meinem Sohn.
29:09Ich möchte, das wird jetzt nicht gehen.
29:11Mein Junge hat ein Alibi, wissen Sie das schon?
29:13Ich höre.
29:15Ich habe den Streit zwischen Konrad und Henry gesehen.
29:18Ich habe die beiden getrennt und dann Victor angewiesen, Henry nach Hause zu fahren.
29:22Wann war das?
29:24Um 23.50.
29:25Warum ist Ihnen das beim letzten Mal nicht eingefallen?
29:28Sie hätten mich nicht gefragt.
29:29Doch, habe ich.
29:32Victor und ich haben das mal vorsorglich an eine Stadt erklärt.
29:36Aber wenn Sie den Streit zwischen Ihren Sünden geschlichtet haben, dann können Sie mir sicher auch sagen, worum es ging
29:42bei diesem Streit.
29:42Natürlich kann ich das. Mein Junge hat sich dick bei der Konkurrenz angekauft.
29:47Konrad fand das nicht gut.
29:49Aber ich habe zu ihm gesagt, dass er Henry nicht immer mit mir drohen soll.
29:55Er ist eine empfindsame Seele.
29:58Sie können gehen, Herr Brach.
30:06Henry.
30:08Junge.
30:09Keine Angst. Es wird auch egal, wenn du dein Geld gibst.
30:14Es tut mir wirklich leid.
30:16Schon gut, schon gut.
30:18Schon gut, mein Junge.
30:20Wenn du so emotional wärst, krieg ich keine Luft mehr.
30:26Das tut mir leid.
30:28Hör auf, dich immer zu entschuldigen.
30:38Ich hätte es denen später auch noch selbst erzählt. Aber danke, dass du auf meiner Seite bist.
30:43Du hältst 30.000 Aktien an Sino Brings.
30:48Stimmt das?
30:51Ja.
30:53Sehr gut.
30:55Sehr gut.
30:57Du musst mir einen Gefallen tun.
31:01Hörtest du das?
31:03Ja, sicher.
31:07Kannst du dir abstoßen.
31:10Sofort.
31:12Wozu denn?
31:15Stern-Fanenses.
31:18Die haben mein Angebot abgelehnt.
31:21Das heißt, die Chinesen haben jetzt freies Feld?
31:26Ich weiß, dass du nicht an mich oder die Firma glaubst. Aber denk dran, was ich für dich getan habe.
31:36Bitte, Henry.
31:39Bitte.
31:41Bitte.
31:42Was ist dein Plan?
31:43Das sind noch die vier Prozent der zahlärztlichen Pensionskosse.
31:47Wenn wir die kriegen...
31:49Wenn wir die kriegen...
31:49Haben wir 51, dann können uns die Schlitzer umwahlen.
31:53Geht die ZPK da mit?
31:55Van der Lahn, dieser Klugscheißer, den machen wir...
31:59...ein unanständig gutes Angebot.
32:03Dann sind wir drin.
32:06Du hast Eier, mein Junge.
32:09Ich hätte dir das nicht zugetraut. Hinter meinem Rücken.
32:16Die Firma...
32:18...braucht jemand mit Eiern, auch für die Zeit nach mir.
32:23Ja, sicher.
32:25Wir machen das.
32:27Da!
32:29Gut, gut, gut, gut, gut, gut.
32:31Das ist mein Junge.
32:35Der Termin mit der Bank ist morgen.
32:42Hallo, Kerstin.
32:43Sag mal, habt ihr euch mal die Internetaktivitäten von Konrad Bahr angeschaut?
32:47Also Social Media, Shopping und so weiter.
32:50Ja, kein Problem, dann mach ich das.
32:51Habt ihr das Passwort?
32:54So einfach?
32:56Na gut, danke dir.
33:08Verdammt noch mal!
33:10Mist!
33:11Da ist wohl nichts mehr mit meinem Espresso was.
33:14Fragen Sie nicht.
33:16Das China-Teil?
33:18Sparen Sie sich den Spott.
33:20Irgendwas passt da nicht.
33:21Hab schon so ein Plastikteil abschleifen müssen.
33:24Na, doch nicht so richtig baugleich, ne?
33:27Wer billig kauft, bezahlt das teuer, bin selber schuld.
33:31Gräben Sie sie mal.
33:32Sie haben mich mit Ihrer Internetgeschichte wirklich auf eine gute Idee gebracht.
33:35Oder welche?
33:37Ja, schauen Sie mal.
33:41Luxus-Uhr?
33:42Oh, ne.
33:43Sorry.
33:44Das geht.
33:46Vaterschaftstest?
33:46Ja.
33:47Sind die auch China?
33:48Ja, das wollen wir mal.
33:49Hoffentlich nicht.
33:54Schau mal.
33:58Ach, ne.
33:59Konrad Brach hat online Vaterschaftstest-Kids bestellt.
34:03Von wann ist die Bestellung?
34:05Das ist ungefähr drei Wochen her.
34:06Ja, und wenn wir jetzt noch ein oder zwei Tage Versand dazu zählen...
34:09Dann könnte er das Ergebnis kurz vor seinem Tod erfahren haben.
34:12Die Frage ist doch, wen wollte er testen?
34:14Seinen Sohn Wilhelm, oder?
34:16Wissen wir nicht.
34:17Vielleicht hatte er Sorge, anderswo Vater geworden zu sein.
34:22Also, um so einen Test auswerten lassen zu können,
34:25braucht man die Unterschrift eines Arztes.
34:27Und das Ergebnis geht dann auch wieder zu diesem Arzt.
34:31Bei mir brach hat einen Ausarzt, Herrn Dr. Schimani.
34:34Mit dem solltet ihr vielleicht mal sprechen.
34:35Ihr könnt ihm auch etwas mitbringen.
34:38Das ist ein richterlicher Beschluss.
34:39Da würde er Sie aber freuen.
34:42Tschüss.
34:43Tschüss.
34:45Ist das dein Ernst?
34:47Sicher.
34:48Und ich denke, du solltest mich unterstützen.
34:52Wobei, Gernot aus der Firma zu drängen?
34:54Er hat COPD.
34:58Stadium 3 mit Tendenz zu 4.
35:01Ich habe mich erkundigt.
35:03Da kommt es zur Sauerstoffunterversorgung.
35:05Da sterben irgendwann Gehirnzellen ab.
35:08Willst du wirklich so jemanden wichtige Entscheidungen treffen lassen?
35:11Was sagt denn Henry dazu?
35:13Ich wollte erst mit dir darüber sprechen.
35:26Guten Tag Frau Bach.
35:28Wir werden gerne kurz mit Ihnen sprechen.
35:33Geht es auch von anders?
35:34Es ist wichtig.
35:36Dürfen wir reinkommen?
35:37Können wir das hier besprechen?
35:39Es geht um einen Vaterschaftstest, den Ihr Mann offenbar in Auftrag gegeben hat.
35:43Wissen Sie was darüber?
35:45Nein.
35:45Davon weiß ich nichts.
35:47Der Test war negativ.
35:49Das heißt, Ihr Mann ist nicht Vater des getesteten Kindes.
35:52Ich weiß davon nichts.
35:55Könnte es sein, dass Ihr Mann fremdgegangen ist?
36:00Wollen wir nicht vielleicht auch drinnen, Batterien?
36:04Bitteschön.
36:05Na dann, mach den Mund mal ganz weit auf.
36:08Machst du super.
36:10Schon passiert.
36:22Natürlich ist Konrad Wilhelms Vater.
36:24Na dann ist doch alles in Ordnung.
36:27Wir warten jetzt einfach das Ergebnis ab.
36:29Dann haben wir Gewissheit.
36:33Wiedersehen Frau Bach.
36:35Wiedersehen.
36:44Frau Bach, nehmen Sie bitte Platz.
36:48Möchten Sie einen Espresso?
36:49Nein, danke.
36:50Danke.
36:53Was führt Sie denn zu mir?
36:56Es geht um Janine.
36:57Was ist mit ihr?
37:00Ich finde, Sie sollten wissen, dass Sie vor Ihrer Heirat mit Konrad einen Ehevertrag abgeschlossen hat.
37:06Das ist jetzt nicht so wirklich überraschend, oder?
37:09Nein.
37:11Aber der Vertrag regelt extra auch einen möglichen Ehebruch.
37:15Seitens Janine.
37:16Ich meine, sie kam ja aus ganz kleinen Verhältnissen.
37:20Die Eltern waren beide Lehrer.
37:22An einem Gymnasium.
37:23Richtig?
37:24Ja, genau.
37:26Konrad musste ja verhindern, dass sie nicht nur wegen des Geldes heiratet.
37:30Im Falle eines Ehebruchs bekommt Janine keine Alimente.
37:36Und er berechtigt es Sie auch nicht.
37:40Interessant.
37:43Und warum erzählen Sie mir das alles?
37:48Ich weiß von dem Vaterschaftstest.
37:51Wissen Sie auch, wem Konrad Brach hat testen lassen?
37:55Nein, aber ich dachte ...
37:59Also ich weiß das natürlich nicht, aber ...
38:02Ich will einfach nur helfen.
38:05Ah ja.
38:07Ich dachte schon, Sie wollen Janine Brachs Erbanspruch in Frage stellen.
38:11Entschuldigung.
38:20Kerstin, Sekunde mal, ja?
38:21Frau Brach, gar nicht sonst noch was für Sie tun?
38:23Nein.
38:24Das war's schon.
38:26Danke.
38:31Entschuldige, was gibt's?
38:32Das DNA-Ergebnis ist da.
38:35Und?
38:35Sehr interessant.
38:37Es ist zu 99,9% sicher, dass Konrad Brach nicht der Vater von Wilhelm ist.
38:43Das ist ein Ding.
38:45Damit hätte ich nicht gerechnet.
38:48Frau Brach, Sie haben mich angelogen.
38:52Wer ist der Vater Ihres Sohnes?
38:59Ihr Mann hat herausgefunden, dass Sie ihm ein Kind untergeschoben haben.
39:03Und laut Ehevertrag bekommen Sie in so einem Fall nichts.
39:09Sie werden verstehen, dass Sie ...
39:10Ich hab meinem Mann nichts angetan.
39:12Ich hatte keine Ahnung, dass Konrad das mit Wilhelm wusste.
39:14Ihr Mann hat sich im Internet einen simplen Vaterschaftstest besorgt.
39:18Damit hat er herausgefunden, dass er nicht der Vater ist, mehr aber auch nicht.
39:22Das Labor des LKA hat da natürlich ganz andere Möglichkeiten.
39:26Man kann aufgrund der DNA zum Beispiel auch die Verwandtschaftsverhältnisse bestimmen.
39:31Der Vater Ihres Kindes ist ein nahe Verwandter Ihres Mannes.
39:46Vier Jahre lang haben wir versucht, ein Kind zu bekommen.
39:49Aber Konrad hat sich geweigert, zum Arzt zu gehen.
39:52Weil er es einfach nicht wahrhaben wollte, dass es an ihm liegt.
39:56Ja. Und da hatten Sie eine andere Idee.
40:11Die ZBK ist die größte zahnärztliche Rettenkasse Europas.
40:16Ich verbiege mich hier für dich, Gernot.
40:19200. Darunter wird das nichts.
40:23Hören Sie, Herr von der Lahn, wir finden, dass 170 ein ziemlich faires Angebot ist.
40:2720 Prozent Übernotierung.
40:29Sind Sie sicher, dass der Rest Ihres Aufsichtsrates glücklich ist, wenn Sie so ein Angebot ablehnen?
40:35Kommt schon.
40:36Piet, Dr. Steffens hat noch nicht schon unser Essen bezahlt, als ich ihm 160 angedeutet habe.
40:51180.
40:52Einverstanden. Aber nur, wenn wir das sofort durchziehen. Jetzt.
40:56Kein Problem für mich. Wir beide machen das OTC. Ich rufe sofort den Broker an und ihr gebt die Order
41:03raus. Dann haben wir das in einer Stunde erledigt.
41:05Sehr gut. Piet, danke dir.
41:10Bis dann.
41:15Ruf die Bank an.
41:17Gib sofort die Order raus.
41:24Wozu denn der Test? Ich hab doch gesagt, dass ich der Vater von Wilhelm bin.
41:31Guten Tag, Herr Brach.
41:33Wie lange wissen Sie das denn schon?
41:35Janine hat von Anfang an mit offenen Karten gespielt. Konrad konnte keine Kinder bekommen.
41:40Ah, verstehe.
41:41Aber sie hat mir auch sofort gesagt, dass das Kind in der Ehe aufwachsen wird. Ein Bracherbe eben.
41:47Und das war in Ordnung für Sie?
41:48Janine ist eine überzeugende Frau.
41:51Gut.
41:53Aber war das keine schwierige Situation für Sie?
41:56Ich meine, Sie zeugen mit der Frau Ihres Bruders ein Kind. Und dann schauen Sie zu, wie dieses Kind mit
42:01Ihrem Bruder als Vater aufwächst.
42:07Herr Brach, in der Tatnacht hat Sie Ihrem Bruder zur Rede gestellt. Worum ging es da?
42:11Hat er geahnt, dass Sie der Vater von Wilhelm sind?
42:14Das ging um meine Beteiligung bei Sinobreaks, wie ich gesagt habe.
42:18Und das soll ich Ihnen jetzt glauben?
42:20Sie wissen doch, ich habe ein Alibi.
42:22Natürlich, Herr Brach. Sie haben ein Alibi.
42:33Schön, dass Sie da sind, Frau Brach.
42:36Dann können Sie jetzt Ihrem Schwiegervater bestätigen, dass nicht Ihr Mann Konrad Vater Ihres Sohnes Wilhelm ist,
42:43sondern sein Bruder Henry.
42:46Ach, wirklich?
42:50So, so.
42:57Hauptsache, der Junge ist ein Brach.
43:03Was meinen Sie, war das der Grund für den Streit zwischen den beiden Brüdern? In der Tatnacht am Teich?
43:10Ich habe Ihnen doch gesagt, dass ich Henry mit Viktor weggeschickt habe.
43:16Herr Konrad noch gelebt.
43:17Ja, Herr Brach.
43:19Das haben Sie mir gesagt.
43:21Aber ich glaube Ihnen das nicht.
43:23Ich glaube, Sie haben das Alibi erfunden.
43:26Und Viktor Luko,
43:29der bestätigt Ihnen doch alles, was Sie von ihm wollen, egal was es ist.
43:32Entschuldigung, aber...
43:35ich habe noch Termine, Herr Reuter.
43:37Ja.
43:39Dann will ich Sie nicht länger aufhalten, Herr Brach.
44:10Für Sie, Herr Brach. Piet van der Lahn.
44:16Piet, was gibt's?
44:23Sehr gut.
44:26Sehr gut.
44:28Das vergesse ich dir so schnell nicht.
44:30Bis dann.
44:38Ja.
44:44Das war's.
44:47Uns gehören 51 Prozent.
44:57Eines bleibt noch zu tun.
45:01Ich weiß.
45:11Ich bin davon ausgegangen, dass Sie Ihren Unterlander Brach AG nach China verkauft haben.
45:16Dankeschön.
45:17Das ist richtig.
45:19Das heißt, die Chinesen haben jetzt die Mehrheit.
45:25Nicht?
45:27Man sollte Gernot Brach nie unterschätzen.
45:31Ja.
45:31Und wie hat er das hinbekommen?
45:32Einen Pensionsfonds.
45:34Einen Fonds der Zahnärztlichen Vereinigung.
45:36Die hielten noch vier Prozent.
45:38Gernot hat Ihnen ein unanständiges Angebot gemacht.
45:43Das heißt, die Familie erhält jetzt 51 Prozent?
45:46Ja.
45:47Ich frage mich allerdings, wie er das gemacht hat.
45:49Er war keinesfalls so liquide, der ZBK einfach die Aktien abzukaufen.
45:56Ja.
46:04Ich frage mich.
46:19Ich frage mich.
46:21Ich frage mich.
46:22Ich frage mich.
46:23Das ist das DNA-Test von Henry Brach ist da.
46:26Und?
46:27Henry Brach ist auch nicht der Vater von Wilhelm.
46:30Na gut, wenn er es nicht ist, dann bleibt ja nur einer.
46:33Boah.
46:51Boah.
46:53Herr Brach?
46:54Was hat ja gedauert.
46:57Wie darf ich vorstellen, Herr Dr. Schimani, mein Lungenfacharzt?
47:02Herr Dr. Schimani, ihr habt mir heute Vormittag ein schriftliches Attest ausgestellt.
47:18Sie sind also vernehmungs- und haftunfähig?
47:22Interessant.
47:26Was soll das hier werden, Herr Brach? Eine Art Geständnis?
47:29Natürlich, deswegen sind Sie doch hier, oder?
47:33Ich habe meinen Sohn Konrad umgebracht.
47:38Hier, mein schriftliches Geständnis.
47:52Nein, Herr Brach, ich glaube Ihnen die Geschichte nicht.
47:55Das ist Ihr Problem. Ich muss jetzt in die Klinik.
47:59Herr Brach?
48:02Schauen Sie sich doch mal an.
48:05Wie wollen Sie dann Ihren Sohn umgebracht haben?
48:12Victor Luko?
48:14Sie haben den Mord in Auftrag gegeben.
48:17Wir fangen.
48:27Herr Luko?
48:30Herr Luko?
48:39Anrufeina!
48:39Der Mann ist in der Solche, Herr Verndagter ¡Aupt!
48:53Bist du fertig?
48:58Habt ihr Loco?
48:59Ja, er ist unten im Auto.
49:00Gut.
49:03Was wird das jetzt?
49:05Er hat gestanden, seinen Sohn umgebracht zu haben.
49:07Und wo will er hin?
49:09Er hat einen Attest.
49:10Er ist vernehmens- und haftunfähig.
49:12Ach nee.
49:13Das muss ja der Amtsarzt entscheiden.
49:15Nein.
49:16Ich glaube, die ganze Geschichte sowieso nicht.
49:18Was ist los?
49:19Haben Sie Schmerzen?
49:21Dieser Loco, der schlägt zu wie Max Schmähling.
49:24Oh.
49:25Tut mir leid.
49:28Ist was?
49:33Bisschen, mein Mitgefühl wäre ganz schön.
49:36Na ja, so eine kleine Umarmung, weißt du?
49:41Sie bestätigen also die Aussage von Herrn Barr.
49:44Ja.
49:45Herr Loco, Sie sind doch Boxer.
49:50Das heißt, Sie sind gewohnt, mit Ihren Forsten umzugehen.
49:53Das haben Sie ja gerade bewiesen, als Sie auf Oberkommissar Fischer losgegangen sind.
49:58Aber an der Leiche gibt es keine Spuren von irgendwelchen Faustschlägen.
50:02An der Leiche gibt es nur Spuren von einer Holzstange.
50:06Sie wollen sich also irgendwo eine Holzstange besucht haben, mit der Sie dann Konrad Brach in einen Löschteich gestoßen haben,
50:13als der angeblich auf seinen Vater losgegangen ist?
50:17Das glaube ich Ihnen nicht.
50:20Ich verstehe, dass Sie sich Ihrem Chef verpflichtet fühlen, Herr Brach, hat sich ja eine Menge für Sie getan, aber...
50:27...lebenslänglich?
50:30Wollen Sie wirklich den Rest Ihres Lebens im Gefängnis verbringen für einen Mord, den Sie nicht begangen haben?
50:37Sie sollten noch mal drüber nachdenken, Herr Loco.
50:45Holter, das ist interessant. Janine Brach, da sind Sie nicht ganz sicher.
50:52Wann kam denn die Meldung von der Barfin?
50:55Warte mal auf.
50:56Gut, ich danke Ihnen sehr.
50:58So.
51:05Müsste man sehen können.
51:06Ich finde die Lampen hier so aus dem...
51:07So, gucken.
51:11Guten Tag, Herr Brach.
51:13Was wollen Sie denn schon wieder?
51:16Sie haben...
51:17Sei ein guter Junge und geh in dein Zimmer.
51:19Ich komme gleich.
51:20Na, na, na.
51:22Nimm's mit.
51:27Herr Brach, ich weiß, dass Ihr Sohn Konrad nicht von Viktor Loco umgebracht wurde und Sie waren es auch nicht.
51:39Hat Ihnen Ihr Vater eigentlich erzählt, dass er gestern alle seine Aktienanteile überschrieben hat?
51:46Die Finanzaufsicht hat mich heute Morgen informiert.
51:48Ich werde dem Aufsichtsrat vorschlagen, Janine zur neuen Vorsitzenden zu wählen.
51:58Was?
52:01Sie ist nur eine Sekretärin.
52:04Ja, sie ist aber auch die Mutter von Wilhelm, des einzigen Nachfolgers in der nächsten Generation.
52:10Und Sie, Herr Brach, sind nicht Wilhelms Großvater.
52:16Sie sind sein Vater.
52:19Du hast doch gesagt, ich bin der Vater.
52:21Janine hat getan, was getan werden musste.
52:25Mit dir ins Bett gehen?
52:28Waschlappen als Söhne.
52:30Was hätte sie denn machen sollen?
52:33Aber bloß, weil sie an das Geld wollte?
52:36Mir ging es nicht ums Geld. Ich habe Konrad aus Liebe geheiratet.
52:42Frau Brach, Sie haben erzählt, wie schwer es war, von der Familie akzeptiert zu werden.
52:48Für die Familie waren Sie immer nur die Angestellte, die Sekretärin.
52:54Nichts.
52:55Janine hatte immer einen besonderen Platz in der Familie.
52:59Nein, Herr Brach, nicht immer.
53:02Erst dann, als Wilhelm geboren wurde, Ihr Enkel?
53:07Frau Brach, Sie haben ziemlich schnell verstanden, wie diese Familie funktioniert.
53:12Und Sie haben begriffen, was von Ihnen erwartet wird.
53:14Von Ihnen und Ihrem Mann.
53:17Ein Kind.
53:19Um den großen Plan Ihres Schwiegervaters, eine Familiendynastie zu gründen, zu unterstützen.
53:25Ihre Aufgabe war es, für einen Erben zu sorgen.
53:29Und darum wollten Sie unbedingt schwanger werden.
53:36Ich bin nicht die erste Frau, die sich ein Kind wünscht.
53:44Das war keine Aufgabe.
53:50Wenn es nur darum gegangen wäre, ein Kind zu bekommen, hätte es doch sicher auch andere Möglichkeiten gegeben.
53:55Sie hätten zum Beispiel ein Kind adaptieren können.
53:57Aber Sie wollten unbedingt, dass Ihr Kind ein richtiger Brach wird.
54:02Nur so würden Sie nämlich Ihre Erbschaftsansprüche sichern.
54:07Und darum haben Sie zuerst mit dem Bruder Ihres Mannes geschlafen?
54:11Und als das dann auch nicht geklappt hat, haben Sie mit Ihrem Schwiegervater geschlafen.
54:16Also, bitte!
54:20Jetzt hören Sie endlich auf, sich in unsere Familiengeheimnisse einzumischen.
54:27Herr Staatsanwalt, das geht Sie nämlich verdammt noch mal nichts an.
54:35Das Einzige, was zählt,
54:40ist der Fortbestand meiner Familie.
54:44Wilhelm ist mein einziger Enkel.
54:50Wilhelm ist die Zukunft.
54:56Hatte Ihr Sohn Konrad Anki herausgefunden, dass Sie der Vater von Wilhelm sind?
55:01Das wissen Sie doch schon alles.
55:02Konrad wollte mich am Teich zur Rede stellen.
55:07Und ich habe Viktor angewiesen, ihn umzubringen.
55:18Was hat er getan?
55:21Haben Sie mein Beständnis nicht gelesen?
55:26Viktor Lukow würde niemals eine Holzstange benutzen, um jemanden umzubringen.
55:31Viktor Lukow ist Boxer und die Waffen eines Boxers sind seine Fäuste.
55:36Und keine Holzstange.
55:39Aber so ist es doch gewesen.
55:41Konrad wurde mit einer Holzstange...
55:43Wenn ein Ehemann feststellt, dass sein Kind nicht sein eigenes ist,
55:48mit wem würde er wohl als erstes sprechen?
55:57Es gibt einen Ehevertrag. Hast du das vergessen?
56:00Du bist raus. Ich lasse mich scheinen und du hast gar nichts.
56:02Bitte, Konrad, bitte gib uns eine Chance.
56:04Ich liebe dich, bitte. Ich habe dich nicht bedroht.
56:07Ach nein, wie nennst du es denn?
56:08Ich bin nicht Wilhelms Vater, das hast du eben noch gesagt.
56:11Letztlich ist Wilhelm nicht mehr als so ein Bastard.
56:13Er ist kein Bastard.
56:14Er ist ein Brach.
56:18Was willst du damit sagen?
56:21Ist der Hendricks Sohn?
56:22Ach, du bist direkt zum Vater gegangen.
56:24Er hat das gar nicht gemacht.
56:26Ich habe es nur für dich gemacht.
56:37Für die Familie.
56:47Ich komme mit.
56:49Nein, Janine, du musst nichts sagen.
56:52Wollen Sie bitte.
56:53Lassen Sie sie bitte.
56:56Herr Brau?
56:58Herr Brau?
56:59Ganz ruhig.
57:00Ganz ruhig.
57:01Ganz ruhig.
57:03Er braucht einen Arzt.
57:04Kommt.
57:08Ruhig.
57:09Du musst jetzt ganz stark weinen.
57:11Ich verspricht es nicht.
57:14Willhelm.
57:17Junge.
57:18Pass gut auf dich auf.
57:22Keine Angst, Mama.
57:23Nein.
57:24Ich pass schon auf den Kopf.
57:25Nein.
57:29Ich bin mal gespannt, wenn die dem Kleinen erzählen, dass das nicht nur der Opa ist.
57:33Wahrscheinlich nie.
57:35Wilhelm ist nur ihr neuer Plan, sich die Firma unter den Nagel zu reißen.
57:40So einfach wird das nicht.
57:43Die zerfleischen sich wegen dem armen Jungen.
57:51Und so endet eine Dynasty, bevor sie richtig angefangen hat.
58:12Bis zum nächsten Mal.
58:14Bis zum nächsten Mal.
58:16Untertitelung des ZDF, 2020
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