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  • vor 2 Tagen

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🎈
Spaß
Transkript
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00:13Scheiße.
00:19Alles nass.
00:28Alles klar, dann mach ich das rohrdicht, dann pumpen wir ja ab und stellen einen Bautrockner rein, ja?
00:33Okay.
00:48Scheiße, du musst erstmal die Sache in Kloppenheim machen.
00:56Und hol dich dann ab, ja?
00:58Alles klar, Scheiße.
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01:36Hallo?
01:42Ist da wer?
02:04Ja, ja, ja, ja.
02:48Und vorher, wo waren Sie da?
02:50Ich war in Kloppenheim. Sollte da was reparieren?
02:54Sollte haben Sie nicht?
02:55War keiner da. Hab geklingelt, geklopft, dann bin ich wieder hergefahren.
03:02Okay, danke dir.
03:05Bernd.
03:06Hallo, Kerstin.
03:08Helga Ahrens, 51 Handwerker. Er hat hier was repariert.
03:12Todeszeitpunkt ist keine zwei Stunden her.
03:15Todesursache?
03:15Das ist nicht ganz klar. Deswegen hat der Notarzt die Polizei gerufen.
03:19Frau Dr. Engel schon da?
03:20Ja, sie ist unten im Keller.
03:27Hallo, Frau Dr. Engel.
03:29Hallo, Reuter. Schauen Sie mal hier.
03:33Das sieht aus wie eine Strommarke.
03:37Vermutlich verursacht durch diese Kabel hier.
03:42Das heißt, hat einer Elektriker arbeitet?
03:44Und stand dabei mit den Füßen im Wasser.
03:48Währenddessen hat wohl jemand die Sicherung eingeschaltet.
03:51Und wenn die Sicherung schon eingeschaltet war?
03:54Dann hätte er die Drähte nur kurz angefasst und sofort wieder losgelassen.
03:58Wir haben einen Zeugen, der gesehen hat, wie Ahrens die Sicherung rausgenommen hat.
04:01Ah, könnte sein, dass da jemand eine Gelegenheit genutzt hat.
04:08Danke.
04:10Es gibt doch eigentlich diese FI-Schalter, die den Stromkasten unterbrechen in Notar.
04:14Habe ich schon gecheckt.
04:15Die werden erst seit 2009 verlangt. Ohne Nachrüstpflicht.
04:18Das Haus ist natürlich älter. Fingerabdrücke?
04:21Der ganze Sicherungskasten ist voll davon.
04:23Außer die Sicherung vom Hauptschalter.
04:25Die ist blitzblank.
04:26Als hätte einer drüber gewischt.
04:31Wer hat die Leiche eigentlich gefunden?
04:32Der Mann heißt Valentin Guga. Das ist ein Mitarbeiter des Opfers.
04:35Ist er noch hier?
04:35Ja, der ist oben.
04:38Und dann habe ich auch die Leiche gefunden.
04:39Herr Guga?
04:40Entschuldigung.
04:42Mein Name ist Reuter. Staatsanwaltschaft Niesbehandel.
04:44Dem Ahrens passiert sowas nicht.
04:46Da hat jemand nachgeholfen. Garantiere ich Ihnen.
04:49Haben Sie auch eine Vorstellung, wer das gewesen sein könnte?
04:52Die Zeiten sind hart.
04:54Und wir sind nicht sehr beliebt bei der Konkurrenz.
04:57In welchem Auftrag arbeiten Sie eigentlich?
05:00Angelika Lorenz.
05:01Der gehört das Haus.
05:04Ja.
05:05Herr Ahrens hat jahrelang für sie gearbeitet.
05:09Wissen Sie, wo Frau Lorenz finde?
05:11Die wohnt zurzeit bei ihr Tochter und dem Schwiegersohn.
05:14Ähm, an der Straße 3.
05:17Ah ja, gut.
05:18Ich danke Ihnen, Herr Guga.
05:20Gerne.
05:26Kein Wunder, dass den Ahrens das passiert ist.
05:30Das sind ja alles nur Fuscher.
05:31Was meinen Sie mit Pfusch?
05:32Und wer sind denn die alle?
05:38Na, die Leute, die der Ahrens beschäftigt.
05:40Die haben ja alle nichts richtig gelernt.
05:43Und nicht umsonst.
05:45Das Handwerk ein Ausbildungsberuf.
05:48Ich glaube ja, der hat die Sicherung drin gelassen
05:51und ist dann dann die Elektrik.
05:52Meinen Sie nicht?
05:53In meinem Beruf geht es weniger darum, was man meint.
05:56Mehr um Fakten, die man beweisen kann.
06:02Kommen Sie bitte hier hin, wir haben Besuch.
06:06Guten Tag, mein Name ist Reuter, Staatsanwaltschaft Wiesbaden.
06:10Frau Lorenz?
06:10Ja.
06:12Daniela Falk, ich bin die Tochter.
06:13Worum geht's denn?
06:14Frau Lorenz, Sie haben in Ihrem Haus einen Handwerker beschäftigt.
06:18Holger Ahrens, richtig?
06:19Wieso denn Harmen?
06:20Ich meine, er ist ja jetzt gerade dort.
06:22Nee.
06:23Der hat eine Elektro-Anhau rumgefuscht.
06:25Und jetzt ist er mal auf den Fuß.
06:31Stimmt das?
06:32Ja, Arrens ist leider ins Leben gekommen.
06:34Ja.
06:36Mein Gott.
06:37Was hat das mit der Staatsanwaltschaft zu tun?
06:40Wir gehen derzeit nicht von einem Unfall aus.
06:43Was ist das?
06:43Mord?
06:44Wir sind erst ganz am Anfang der Ermittlungen, Herr Falk.
06:48Für welche Arbeiten haben Sie Herrn Ahrens engagiert, Frau Lorenz?
06:53Also, er hat immer mal wieder...
06:55Schon als mein Mann noch...
06:57Ist der Vater verstorben?
07:00Er ist im Pflegeheim.
07:02Meine Mutter wird ihr Haus verkaufen und zu uns ziehen.
07:05Wissen Sie so?
07:06Zwei Häuser, ein paar hundert Meter auseinander.
07:08Das ist Unsinn.
07:10Und so kann ich mich um meine Mutter kümmern.
07:14Bei Matthias mache ich nur die Buchhaltung.
07:16Da habe ich Zeit.
07:18Und man sieht ja, wie schnell was passieren kann.
07:21Was haben Sie denn mit ihr im Arm gemacht?
07:24Ich bin ausgerutscht im Garten.
07:27Es ist für meine Mutter alles ein bisschen viel.
07:33Habe ich das jetzt richtig verstanden?
07:36Jemand hat in meinem Haus mit Absicht...
07:41Und den haben wir alle hier gemocht.
07:43Vielleicht einer von den Typen, mit denen der Ahren zusammengearbeitet hat?
07:47Was ist denn mit diesen Typen?
07:50Naja...
07:50Für die würde ich jedenfalls nicht meine Hand jetzt feierlegen.
07:52Hm?
07:56Ich bin ausgerutscht.
08:14Wie sehe ich?
08:16Hallo.
08:23er hat ja wirklich alles gemacht danke dir
08:31die bude sieht aus
08:40oder der richtig viele aufträge die 30 termina am tag
08:47alles mit diesem valentin guga das schafft er nie da stehen alle möglichen namen
08:51hinter den aufträgen wahrscheinlich subunternehmer kerstin das ist schwarzarbeit
08:59wieso schwarzarbeit guck dir doch mal die menge der aufträge an dann die ganzen
09:04namen sagt ihr doch dein instinkt dass das nicht alles über das finanzamt geht
09:07naja dein instinkt
09:11und was sagt dein instinkt hierzu
09:23die nehmen wir mit pappalapapp die machen wir gleich hier aus jetzt warte doch bis die
09:28ktu das macht wieso denn wir sind doch schon mitten in der werkstatt
09:54also für einen kleinen handwerker geht er mit ganz schönen summen um
10:16ich habe übrigens vorhin beim zoll mit der finanzkontrolle schwarzarbeit
10:19gesprochen es gab tatsächlich eine anzeige gegen holger ahrens sie ist ja
10:23schwarzarbeit habe ich doch gesagt die kontrolle hat allerdings nichts ergeben
10:27ahrens hat alle seine leute ordnungsgemäß angemeldet als geringverdiener
10:31wie war das mit deinem instinkt dieser valentine guga ist übrigens
10:35selbstständiger subunternehmer und das war alles ganz legal ja auf den ersten
10:40blick schon kann ich mal kurz das gibt es doch nicht
10:46hier pappel itjewski hat letzte woche offiziell zehn stunden gearbeitet als
10:51geringverdiener und in der zeit hat er vier bäder gefließt ziemlich sportlich
10:59oder das heißt zehn stunden auf rechnung den rest cash auf die kralle ein
11:04lukatives geschäftsmittel wir schauen uns mal die finanzen von ahrens an
11:08bis später
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11:41Wir sind ja alles Handwerker, treffen uns auf Feierabend, reden, Aufträge, Kunden, Probleme.
11:49Haben Sie viele Probleme? Na, den Leuten sitzt das Geld nicht mehr so locker wie früher. Was
11:54sich repariert werden muss, wird verschoben. Ist doch gerade eine neue Hebebühne gekauft. Ist gut
12:02das macht die Sache ja bestimmt nicht einfacher, oder? Sie haben das doch beim Zoll angezeigt,
12:06oder? Dass der Holger Ahrens mal überprüft werden soll wegen einer Schwarzarbeit. Das
12:10haben wir hier so besprochen. Das hat er im Namen von uns allen gemacht. Und? War
12:14Herr Ahrens ein Problem für Sie? Der Herr Ahrens hat 18 Euro die Stunde genommen. Manchmal
12:19nur 15. Schwarz. Jetzt vergleichen Sie mal das mit dem, was wir nehmen müssen. Und dann
12:24ziehen Sie noch die 19% Umsatzsteuer ab, dann ist es noch mal billiger. Sozialversicherung,
12:29bezahlte Urlaubstage, Krankenunfallversicherung, Betriebshaftpflicht, ja? Das hat er ja doch
12:36alles gar nicht. Das heißt, er hat so einen großen Ziel betrieben, das mit der Schwarzarbeit.
12:39Ja. Er hat ja eine ganze Armee. Billige Ausländer. Ach was? Ja. Eine ganze Armee. Ja. Dass
12:46dieser Mann durch das Stromschlagrufsleben gekommen ist, ist ja fast Ironie des Schicksals. Hat er mal gesehen, wie das ist.
12:54Wie meinen Sie das? Da gab es mal so einen Unfall. Bernd, Matthias Falk hat uns gerade erzählt, dass der
13:04Enkel von einem
13:04Axel Tennenberg wegen des Puschs von einem Schwarzarbeiter ums Leben gekommen ist. Ja.
13:21Wie lange ist das her?
13:26Drei Wochen. Es tut mir wirklich sehr leid. Er ist nur neun Jahre alt geworden. Der Leon.
13:44Was genau ist eigentlich passiert? Die Umwälzpumpe. Sie war falsch angeschlossen.
14:00Leon hat, hat hier gespielt. Dabei hat er ins Wasser gegriffen und den Stromschlag bekommen,
14:11ins Wasser gefallen. Das hat er nicht überlebt.
14:22Und wer hat die Pumpe vergeschlossen? Ich hätte Holger Ahrens angerufen. Ich dachte, er macht das selbst, aber er hat
14:30jemand ganz anderem vorbeigeschickt.
14:32Ein Pole. Soll das gewesen sein. Sie haben den Handwerk also nicht gesehen? Ja.
14:49Ich gehe mal davon aus, dass sich die Polizei mit dem Tod ihres Sohnes beschäftigt hat. Ja, klar.
14:58Dieser Handwerker, der ist nach dem Unglück sofort verschwunden. Irgendwo nach Polen.
15:05Was hat der Ahrens dazu gesagt? Der hat behauptet, dass er den Mann auch nicht kennt. So ne Art Wanderarbeiter.
15:12Der hat ihn nach Arbeit gefragt. Ahrens hatte welche, will ihn davor noch nie gesehen haben.
15:17Das war einer von seinen Schwarzarbeitern.
15:19Die Polizei hat sich an die polnischen Behörden gewarnt. Die konnten den Mann nicht finden.
15:25Ich will Ihnen das versprechen, aber vielleicht finden wir im Laufe der Ermittlungen heraus, wer für den Tod ihres Sohnes
15:29verantwortlich ist.
15:40Bernd, zu dir wollten wir gerade.
15:43Ich habe gerade mit der Kollegin gesprochen, die den Fall des untergetauchten polnischen Elektrikers bearbeitet.
15:48Also wie Dieter Merckx gesagt haben, der Mann ist nicht auffindbar.
15:51Verstehe ich das richtig, dass den Handwerker niemand gesehen hat?
15:54Ja. Der Scheiß fand man zu Hause.
15:56Was ist denn, wenn Holger Ahrens die Elektrik doch selbst repariert hat?
16:00Der Junge stirbt an einem Stromschlag und ein paar Wochen später Holger Ahrens selbst.
16:05Du meinst, Niko Tenberg hat sich gerecht, weil die Justiz ihm nicht helfen konnte?
16:09Ja. Genau deswegen auch der Abstand von drei Wochen zwischen den Todesfällen.
16:12Erst als klar war, dass die Justiz nicht weiterkommt, hat Niko Tenberg die Sache selber in die Hand genommen.
16:18Fischer, bevor wir Ihrer Theorie nachgehen können, müssen wir erstmal klären, ob es diesen polnischen Handwerker nicht doch gibt.
16:23Entschuldigung, es ist doch viel einfacher, jetzt erstmal zu überprüfen, ob Holger Ahrens das Ding selber repariert hat.
16:28Und wie bitte, wollen Sie das anstellen?
16:31Wie gesagt, Fischer, es war niemand zu Hause.
16:33Ja, ist klar. Aber den Polen, den hat ja auch niemand gesehen.
16:37Vielleicht checken wir erstmal Holger Ahrens Verbindungsdaten, um rauszufinden, mit wem er an dem Tag überhaupt telefoniert hat.
16:48Herr Schiller, ich hab Sie schon vermisst.
16:52Wieso, nicht zufrieden mit meinem Angestellten?
16:54Nein, alles okay, es ist nur ungewohnt, wenn Sie nicht da sind.
17:00Geht's Ihnen so gut, dass Sie nicht mehr arbeiten müssen?
17:02Ich arbeite durchaus, nur anders als vorher. Bringst mir auch ein Espresso? Ja, schnell.
17:06Naja, zwei meiner Kollegen haben ja aufgeben müssen. Und ich fahren jetzt wegen einer Übernahme.
17:11Und warum?
17:13Weil ich dann drei Bestände hätte.
17:17Schönes Gefühl, hier mal selbst bedient zu werden.
17:19Drei Imbissstände? Und damit geht's Ihnen dann besser?
17:24Aber man darf nicht stehen bleiben. Man muss was Neues anfangen. Träume haben, verstehen Sie?
17:29Vielleicht sollten Sie ja erstmal für ein bisschen mehr Kundschaft träumen, oder?
17:32Uns hat tatsächlich nachgelassen.
17:35Also Herr Schiller, ich fände das wirklich sehr schade, wenn wir uns hier nicht mehr sehen würden.
17:38Tja, man muss sich entscheiden.
17:41Oh, lassen Sie mal. Wir sind eingeladen.
17:43Na, also bei Ihren Expansionsplänen sollten Sie auf jeden Euro achten.
17:55Sie hatten Dienstag vor drei Wochen ein Telefonat mit Holger Ahrens. Darf ich kurz wissen, worum es da ging?
18:01Mittags haben Sie gesprochen. Aha. Und was wollte Ahrens da von Ihnen?
18:07Nein, ich habe kein Problem mit der Elektrik. Ich wollte wissen, ob es ein Problem gab.
18:12Das habe ich Ihnen doch schon gesagt, warum ich das wissen will. Weil ich von der Polizei bin.
18:16Ja. Ja, das ist ja toll. Aber Ihre Steuererklärung interessiert mich im Moment nicht.
18:21Nein, Sie sollen mir sagen, ob Sie von Holger Ahrens an dem Tag einen Auftrag bekommen haben.
18:26Ja.
18:28Danke. Tschüss.
18:32So, jetzt haben wir alle, oder?
18:33Ja, sowas von.
18:34Siehste, der Ahrens war selber mit der Pumpe. Der hat nämlich niemanden beauftragt. Zeig doch.
18:40Ha.
18:42Lies mal die SMS.
18:46Von wem ist sie?
18:47Von Holger Ahrens selbst. Richtiger Tag, richtige Stunde.
18:52Ha.
18:53Und jetzt rate mal, an wen die gingen.
18:57Ach du Scheiße.
18:59Ja.
19:09Tag, Herr Guga.
19:12Tag.
19:13Ich finde es etwas seltsam, dass Sie hier auf dem Hof von Herrn Ahrens weiterarbeiten, jetzt wo er tot ist.
19:18Wieso? Ich wohne doch hier.
19:21Sie wohnen bei Ihrem Chef.
19:23Warum nicht? Ist doch genug Platz.
19:26Der Preis stimmt.
19:28Dienstag vor drei Wochen hat Herr Ahrens Ihnen eine SMS geschrieben.
19:32Fahr mal zu den Tennenbergs. Pumpe anschließen.
19:35Können Sie sich an die Nachricht erinnern?
19:36Ja, klar.
19:37Und? Sind Sie an dem Tag zu den Tennenbergs gefahren?
19:39Nein.
19:41Wieso nein?
19:43Viertelstunde später hat mich Ahrens angerufen.
19:46Denbergs ist jetzt nicht so wichtig.
19:48Ich soll doch erstmal mit ihm kommen.
19:51Ein Wand durchbruch und Eisenträger setzen.
19:53Da braucht man zwei Mann.
19:55Ah. Und wer kann das bezeugen?
19:58Na, der Chef. Ahrens.
20:00Holger Ahrens ist tot.
20:03Ja. Leider.
20:05Also kann niemand Ihre Aussage bezeugen?
20:07Haben Sie dem Tennenberg abgesagt?
20:09Ja, klar.
20:09Na ja, dann ein Handy.
20:11Na ja, dann ein Handy.
20:26Hm.
20:28Momentchen.
20:28Die Geschichte, die Guga uns erzählt hat, passt überhaupt nicht zu der von Nico Tennenberg.
20:32Guga hat Tennenberg abgesagt.
20:34Wann war das genau?
20:36Wir haben uns eine Anrufliste angeguckt. Das war genau um 15.23 Uhr.
20:40Ähm, warte mal einen Moment, ja?
20:50Also der kleine Tennenberg ist gegen 15.45 Uhr gestorben.
20:53Okay, ca. 20 Minuten nachdem Guga abgesagt hat.
20:58Aber Nico Tennenberg kann unmöglich in der Zeit einen neuen Elektriker gefunden haben.
21:03Ja, natürlich auch so.
21:05Und wer hat die Pumpe dann angeschlossen?
21:06Tja.
21:09Danke, Kerstin.
21:11Tja.
21:13Tja.
21:20Tja.
21:22Tja.
21:25Tja.
21:26Tja.
21:28Tja.
22:03Tja.
22:14Tja.
22:15Tja.
22:18Tja.
22:21Tja.
22:22Tja.
22:23Tja.
22:23Tja.
22:24Tja.
22:25Tja.
22:25Tja.
22:25Tja.
22:26Tja.
22:27Tja.
22:27Tja.
22:37UNTERTITELUNG
23:09UNTERTITELUNG
23:29UNTERTITELUNG
23:30UNTERTITELUNG
23:35UNTERTITELUNG
23:58Ah!
24:00Ah!
24:05Ah!
24:07Ah!
24:11Ah!
24:12Ah!
24:27Guten Morgen, Herr Tenberg.
24:28Es gibt da noch etwas, über das wir reden sollten.
24:31Hallo. Ich muss gleich los, aber ja, klar. Kommen Sie rein.
24:34Ist Ihre Frau zuhause? Ja.
24:36Dann sollten wir vielleicht besser im Garten sprechen.
24:38Unter vier Augen.
24:44Herr Temberg, ich habe Ihnen ja gesagt, dass ich hoffe, dass wir im Laufe der Ermittlungen herausfinden, wer die Verantwortung
24:49hat für den Tod Ihres Sohnes.
24:52Und haben Sie?
24:53Ich denke, ja.
24:54Sie haben ihn gefunden?
24:55Ja.
24:56Und auch schon verhaftet?
24:57Nein, noch nicht.
24:59Ja, wieso denn nicht?
25:00Weil ich glaube, dass Sie das nicht wollen würden.
25:04Herr Temberg, Ihr Sohn ist um 15.45 Uhr gestorben. Um 15.23 Uhr hat Ihnen der von Holger Ahrens
25:10beauftragte Handwerker abgesagt. Warum haben Sie mir das nicht erzählt?
25:14Davon weiß ich nichts.
25:15Ach komm, Herr Temberg, wir leben im Zeitalter von Providerabfragen und Einzelgesprächs nachweisen. Und wenn Sie wollen, kann ich Ihnen
25:20auch auf die Sekunde genau sagen, wie lange Ihr Gespräch gedauert hat.
25:25Ja, okay. Kann sein. Vielleicht habe ich es vergessen. Mein Sohn ist tot.
25:33Was haben Sie eigentlich gemacht in der Zeit zwischen der Absage und dem Tod Ihres Sohnes?
25:39Ich sag's Ihnen.
25:41Sie haben diese Pumpe selbst angeschlossen.
25:44Und Sie haben beim Anschließen der Pumpe einen Fehler gemacht. Und wegen dieses Fehlers hatte Ihr Sohn seinen tödlichen Unfall.
25:51Und weil Sie nicht den Mut hatten, es Ihrer Frau zu gestehen, haben Sie diese Geschichte von dem polnischen Handwerker
25:56erfunden.
25:57Richtig?
26:00Ich habe mich die ganze Zeit gefragt, warum Holger Ahrens dieses Lügenmärchen gedeckt hat.
26:05Aber dann habe ich mich erinnert, dass wir in den Unterlagen von Holger Ahrens eine Notiz gefunden haben.
26:1120.000 Euro von NT Punkt.
26:15NT Punkt. Das sind doch Sie.
26:19Ja, Nico, Temberg.
26:21Ich konnte Birte doch nicht sagen, dass ich, dass ich, dass ich unseren Sohn umgebracht habe.
26:33Da habe ich die Geschichte mit dem Elektriker erzählt.
26:37Bin zu Ahrens hin, habe ihm Geld geboten, dass er die Geschichte deckt.
26:45Herr Temberg, ich glaube, es ist an der Zeit, dass Sie Ihrer Frau die Wahrheit sagen.
26:49Bevor es ein anderer tut.
26:55Ach, noch etwas. Ich gebe Ihnen den Rat, mit einem Anwalt zu sprechen.
26:59Sie müssen mit einem Verfahren wegen feindesiger Tötung rechnen.
27:07Danke, Frau Temberg.
27:19Was ist denn los?
27:23Was ist denn los?
27:32Ich kann überall sein, dass Jesus als Koffer berfahren?
27:36Ich muss mich aufhören.
27:39Washan sich aus dem Anwalt zuarében.
27:41Was ist denn?ежд
27:44bes Koffer bin ich anwalt?
28:15Untertitelung des ZDF, 2020
28:18ZDF, 2020
28:52Und? Hast du was?
28:54Ich hab da so ne Ahnung. Mach mal kurz die Motorhaube auf.
29:00Du hast da so ne Ahnung.
29:06So, wollen wir mal schauen.
29:16Hm. Es ist schwierig zu bremsen ohne Bremsflüssigkeit.
29:21Technischer Defekt?
29:23Oder Absicht.
29:29Ihre Kopfverletzung ist aber nicht von gerade eben, oder?
29:32Nein, ist von heute Nacht.
29:37Da ist jemand in der Werkstatt eingebrochen.
29:39Und das haben Sie nicht gemeldet?
29:41Was soll das bringen? Ich weiß, ob er das war.
29:43Erst ging es gegen Ahrens. Und jetzt bin ich dran.
29:50Von dem Guga.
29:59Und? Lecker?
30:01Das ist Bremsflüssigkeit.
30:03Das heißt, irgendjemand hat die Bremsleitung angesägt.
30:05Das Zeug ist rausgelaufen.
30:07Und dann ist Guga vom Hof gefahren.
30:10Guga hat erzählt, dass er gestern Nacht in der Werkstatt niedergeschlagen wurde.
30:14Ehrlich?
30:16Na, lass mal schauen.
30:32Guck mal an.
30:37Fragt sich nur, was der Angreifer gesucht hat.
30:40Hm.
30:42Ein Stück Zucker vielleicht.
30:51Meine Oma hat so eine.
30:56Wir brauchen die KTU.
30:57Wie ist das?
30:58Ich kann's nachdenken.
31:08Versich?
31:11Ich bin schon.
31:12Oh Mann.
31:13Das war so ein geringer Mann.
31:17Ich kann's nachdenken.
31:17Dass ich jetzt nicht die KTU.
31:18Die KTU.
31:18Ich bin Club.
31:18Die KTU.
31:44Werner, ich hab dir ein Buch bestellt, es wird dir gefallen.
31:48Er hat geblinzelt, Mama. Ich glaub, das gefällt ihm. Findest du das gut, Papa?
31:52Hat nicht geblinzelt. Ich glaub schon.
31:56Aber er atmet ganz gut heute.
31:58Ich sag doch, es wird besser.
32:03Gut, dann fahren wir mal wieder.
32:06Wieso? Ich muss doch erst in einer Stunde im Büro sein.
32:09Ich bin doch morgen schon wieder da.
32:10Daniela, ich kann nicht mein ganzes Leben hier im Heim verbringen.
32:15Entschuldigen Sie bitte die Störung.
32:17Frau Lorenz, Ihr Schwiegersohn hat mir gesagt, dass ich Sie hier finde.
32:20Sollen wir draußen sprechen?
32:24Wie lange liegt der Mann eigentlich schon hier?
32:27Lange. Über zwei Jahre.
32:29Frau Lorenz, worüber ich mit mir sprechen wollte,
32:32wir haben Hinweise, dass der Tod von Holger Ahrens mit seiner Konkurrenz zu tun hat.
32:36Gönnte.
32:37Früher haben ja alle friedlich miteinander gelebt.
32:40Die Handwerksbetriebe haben ihr es gemacht.
32:42Und für kleine Leute wie Holger gab es immer noch genug zu tun.
32:45Und das ist jetzt anders?
32:46Die Leute haben jetzt Angst.
32:49Um ihre Zukunft, um ihr Einkommen.
32:51Jetzt sieht jeder in jedem nur noch den Konkurrenten.
32:53Sie halten es also auch für möglich,
32:55dass der Tod von Herrn Ahrens mit seiner Konkurrenz zu tun hat.
32:59Eigentlich war Holger sehr beliebt.
33:03Brauchen Sie uns noch?
33:03Nein, danke, Frau Falken.
33:05Ach, Frau Lorenz, ich habe doch noch eine Frage.
33:08Sie bekommen Ihre Mutter gleich zurück, keine Sorge.
33:12Frau Lorenz, vor ungefähr zwei Wochen
33:14haben Sie Herrn Ahrens 25.000 Euro überwiesen.
33:17Wofür war das Geld?
33:19Na, für Bauarbeiten.
33:2125.000 Euro?
33:24Obwohl Sie das Haus eigentlich verkaufen wollen?
33:26Das Haus soll doch nach was aussehen.
33:28Das steigert den Wert.
33:30Gibt es eine Rechnung, aus der hervorgeht,
33:32für welche Arbeiten das Geld war?
33:34Nein.
33:36Da habe ich Holger voll vertraut.
33:38Da haben Sie aber sehr viel Vertrauen.
33:4625.000, einfach so.
33:48Ich glaube das nicht.
33:50Die Geschichte mit den Bauarbeiten glaube ich auch nicht.
33:53Was hat die KTU herausgefunden?
33:55Spuren von Bremsflüssigkeit
33:57waren auch vor dem Haus von Frau Lorenz.
33:59Die müssen von gestern Morgen stammen.
34:01Um die Zeit war Holger Ahrens aber auch noch unterwegs mit dem Auto.
34:05Also der Anschlag könnte auch Holger Ahrens gegolten haben.
34:08Ja, sogar ziemlich wahrscheinlich.
34:10Warum?
34:10Die KTU hat uns mal ausgerechnet,
34:12wie viel Liter da pro Stunde ungefähr raustropfen.
34:14Das heißt, die Manipulation hat am Abend
34:16vor Holger Ahrens Tod stattgefunden.
34:18Zwischen 21 und 23 Uhr.
34:26Ja, dann galt er ein Schlagholger Ahrens
34:27und nicht Valentin Kuga.
34:29Wir suchen nach zwei verschiedenen Personen.
34:30Ja klar.
34:31Niemand manipuliert die Bremse
34:33und bringt zur Sicherheit seinen Opfer noch mit Strom um.
34:35Ja, aber der Zeitpunkt ist schon interessant.
34:37Und genügend Feinde hat er gehabt.
34:39Ja, dann sollten wir uns mal mit denen unterhalten.
34:42Dann macht das mal.
34:49Tag, Herr Tenenberg.
34:51Wir haben doch noch eine Frage an Sie.
34:54Ihrer Frau haben Sie vorgestern Abend erzählt,
34:56Sie gehen noch in Ihre Wirtschaft auf ein Bier.
34:58Ist das verboten?
35:00Naja, Sie sind erst nach Mitternacht zurückgekommen.
35:04Was wird das jetzt hier?
35:06Wie viel Bier haben Sie denn da getrunken?
35:08Viele können es ja nicht gewesen sein.
35:09Der Wirt sagt, er hat um 22 Uhr dicht gemacht,
35:11weil keine Gäste mehr da waren.
35:13Und dann stellt sich natürlich die Frage,
35:14wo waren Sie denn in der Zeit?
35:18Das geht doch die Polizei nicht, Son.
35:20Eigentlich nicht.
35:20Es sei denn, Sie ermittelt wegen versuchten Mordes.
35:22Das übernehme ich mir.
35:26Das legen wir hier drauf.
35:29Und Sie folgen uns dann, bitte.
35:44Herr Tenenberg, wir werfen Ihnen vor,
35:50dass Sie am Auto von Holger Ahrens die Bremse manipuliert haben.
35:54Wir nennen so etwas gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr
35:57in Tateinheit mit versuchten Mord.
35:59Das ist doch Quatsch.
36:00Warum soll ich das denn gemacht haben?
36:02Weil Sie Holger Ahrens für den Tod Ihres Enkels verantwortlich machen.
36:07Es war aber nicht Holger Ahrens,
36:09der die Pumpe im Teich Ihres Sohnes falsch angeschlossen hat.
36:12Es war auch kein anderer Elektriker.
36:14Wie soll das denn dann gewesen sein?
36:16Ihr Sohn.
36:19Er hat es mir gegenüber zugegeben.
36:21Das ist doch völliger Blödsinn.
36:23Das kann überhaupt nicht sein.
36:24Ich verstehe, dass Ihnen das wehtut, Herr Tenenberg,
36:27aber es ist die Wahrheit.
36:29Sie haben diesen Anschlag völlig grundlos begangen.
36:33Es ist überhaupt nicht gesagt, dass ich das gewesen bin.
36:35Ach, Herr Tenenberg, bitte.
36:38Wollen Sie wirklich, dass die Spurensicherung bei Ihnen alles auf den Kopf stellt?
36:40Die Kollegen sind sehr gut und sehr gründig.
36:42Sie werden irgendetwas finden.
36:43Vielleicht ganz kleine Metallpartikel von der Bremsleitung,
36:47die Sie manipuliert haben.
36:49Moment, Moment, Moment.
36:53Stimmt das wirklich, was Sie da gerade gesagt haben?
36:57Ja.
36:59Dann hat Nico uns alle angelogen.
37:01Ja.
37:03Mit etwas Glück wird das Verfahren gegen Ihren Sohn eingestellt werden.
37:08Aber Sie werden mit einer Anklage wegen versuchten Mordes rechnen müssen.
37:11Ich denke, Sie wissen, was das für Sie bedeutet.
37:14Ich konnte überhaupt nicht wissen, dass der Kruger das Auto nimmt.
37:17Sie geben also zu, dass Sie die Bremsleitung manipuliert haben.
37:23Ja, ja, ja, ja, das war ich.
37:45Ich staune, der Chef hier höchstpersönlich bei der Arbeit.
37:47Guten Tag, Herr Reuter.
37:48Was machen Ihre Expansionspläne?
37:50Habe ich erst mal eingestellt.
37:52Seitdem ich mich um die neuen Stände gekümmert habe, hatte ich hier kaum noch Gäste.
37:56Ja, vielleicht, weil Sie hier gefehlt haben.
37:57Wieso, hier war doch ein Angestellter.
37:58Ja, ein Angestellter, aber nicht Sie.
38:01Schäler.
38:02Haben Sie mal darüber nachgedacht, dass die Menschen auch Ihretwegen herkommen?
38:05Ist doch egal, ob Sie Ihren Espresso von mir bekommen oder von jemand anderem.
38:09Wollen Sie eigentlich einen?
38:10Das ist eben nicht egal.
38:11Oh, ja.
38:12Vielleicht muss man seine Träume gar nicht woanders verwirklichen.
38:15Ja.
38:16Der Espresso geht heute übrigens auf mich.
38:18Dadurch, dass ich nicht expandiert habe, habe ich nämlich eine Menge Geld gespart.
38:21Na dann.
38:23Auf unsere Träume.
38:27So eine Wurst nehmen wir auch, ja?
38:29Kommt.
38:29So eine Wurst nehmen wir auch, ja?
38:52Herr Lorenz.
39:02Herr Lorenz?
39:17Herr Lorenz?
39:26Hallo Herr Guga, ich habe ein paar Fragen an Sie.
39:31Was?
39:32Es ist sehr laut hier, können wir kurz rausgehen?
39:36Ich mach schon mal die Spartenmasse fertig.
39:40Heimer vom Montaru.
39:44Was kann ich für Sie tun?
39:46Herr Guga, Sie hatten öfter Streit mit Ihrem Chef, Herrn Ahrens.
39:49Warum haben Sie mir das nicht erzählt?
39:51Wir sind Handwerker.
39:53Da geht das nicht zu wie ein betreuten Wohnen, verstehen Sie?
39:56Müssen da bohren, nein da.
39:58Beim Bau gibt es immer was, worüber man anderer Meinung ist.
40:01Um Geld ging es also nicht?
40:03Doch, um Geld ging es auch.
40:06Herr Ahrens hat Ihnen 13 Euro pro Stunde bezahlt.
40:08Seinen Kunden hat er aber 15 bis 18 Euro berechnet.
40:12Danke.
40:13Das heißt, er hat bei Ihnen pro Stunde 3 bis 4 Euro einbehalten.
40:16Bei Ihren Kollegen war das sicher nicht anders.
40:18Da kommt ganz gut was zusammen.
40:20Ist doch okay.
40:21Das ist der Chef.
40:23Er hat die Aufträge besorgt.
40:26Und worum ging es dann bei Ihren finanziellen Auseinandersetzungen?
40:29Sie haben es doch selbst gesagt.
40:31Der Ahrens, der hat Geld verdient, auch ohne zu arbeiten.
40:36Der stammt von hier.
40:38Wollte, dass die Leute ihn gern haben.
40:39Und da hat er mal gesagt, das kostet nichts oder fast nichts.
40:45Oder das machen wir gleich mit.
40:46Kein Problem, ne?
40:48Und wem fehlt am Ende das Geld?
40:49Na Ihnen, weil Herr Ahrens den Kunden gegenüber großzügig war.
40:52Genau.
40:55Und jetzt ist Herr Ahrens tot und Sie machen die Preise.
41:00Wollen Sie sagen, ich habe den umgebracht, um seine Kunden zu übernehmen?
41:03Ich will überhaupt nicht sagen.
41:04Aber Sie haben für die Tatsache kein Alibi.
41:06Und ein Motiv hätten Sie auch.
41:08Und Gelegenheit hätten Sie sowieso.
41:09Also sagen Sie doch mal was dazu.
41:12Ich hätte sowieso alles übernommen.
41:13Was heißt das?
41:16Der Ahrens wollte ja Schluss machen.
41:18Abhauen aus Deutschland.
41:20Wohin?
41:31Musik
41:59Musik
42:31Musik
43:02Hallo Kerstin, ich bin's. Ich bin gerade bei Ahrens. Ich hab dir was geschickt. Das sieht aus wie ein spanisches
43:07Behördenformular. Guck dir das mal an.
43:09Ah, hier. Numero de identidad de extranjero. Das ist ein Antrag auf eine spanische Ausländeridentitätsnummer. Ja, und?
43:19Ja, offensichtlich wollte Ahrens nach Spanien auswandern. Er hat sogar schon eine Adresse auf Gran Canaria.
43:25Ach.
43:26Warte, ich geb das mal ein.
43:28Ja.
43:30Und dann, ja.
43:35Ach, das sind Dinge. Guck dir das mal an.
43:37Okay. Das ist doch das Foto, das Holger Ahrens auf dem Schreibtisch hat.
43:42Ja, ja, und das hängt auch bei Frau Lorenz an der Wand. Also ich frage mich wirklich, warum haben sich
43:46beide für dieselbe Finca interessiert?
43:50Kerstin, ich bringe mal den Makler an. Bis dann.
43:52Ja, okay.
44:01Der Himmel war wolkenlos. Die Windstille lag wie eine gewaltige Glocke über dem ruhigen Meer.
44:09Wir genossen den Anblick des Vesuvs am Horizont, der eine Wolke aus Dampf über sich gezogen hatte.
44:18Plötzlich kam Unruhe unter der Besatzung auf.
44:25Der Kapitän rief den Steuermann heran, um ihm heftige Vorwürfe zu machen und endlich wurde auch uns das drohende Unheil
44:33bewusst.
44:35Das Schiff trieb geradewegs auf die schroffen Felsen der Insel zu.
44:43Guten Tag, Frau Lorenz.
44:45Mein Mann liebt Sie, Fahrergeschichten. Dabei war er gar nie auf See.
44:49Er hat eine Agoraphobie. Das heißt, jedes Mal, wenn er das Ufer nicht mehr sehen konnte, hat er Panik bekommen.
44:57Haben Sie einen Moment für mich?
45:00Ja, sicher. Ich komme gleich nochmal.
45:07Anders als andere gesetzliche Betreuer müssen Sie als Ehefrau keine Rechenschaft ablegen über die Finanzen.
45:14Warum sollte ich auch?
45:15Na ja, ich könnte mir schon vorstellen, dass das Ihrer Tochter nicht gefallen hätte,
45:18dass Sie 25.000 Euro überweisen an Herrn Ahrens von einem Konto, das Ihnen und Ihrem Mann gemeinsam gehört.
45:25Meine Tochter weiß von den Bauarbeiten.
45:28Ah.
45:30Frau Lorenz, nur zum Verständnis. Von welchen Bauarbeiten reden wir hier?
45:36An Ihrem Haus oder auf Gran Canaria an der Finca?
45:40Was denn für eine Finca?
45:43Sie müssen mir nichts vormachen.
45:46Ich habe mit Ihrem spanischen Makler telefoniert.
45:48Sie und Herr Ahrens haben sich auf Gran Canaria ein Haus angeschaut.
45:52Wollten Sie auswandern mit Herrn Ahrens?
45:55Das war ja nur so eine Idee.
45:57Ach, nur so eine Idee?
45:59Wir haben bei Herrn Ahrens einen Zettel gefunden. Auf diesem Zettel steht eine Notiz.
46:03Teil A, 250.000 Euro.
46:06A steht doch sicher für Angelika.
46:09Das war Ihr Anteil, Frau Lorenz, richtig?
46:15Was hat denn Ihre Tochter gesagt zu der Idee?
46:18Nichts.
46:20Ich habe ihr noch gar nichts erzählt.
46:23Es war ja auch noch gar nicht spruchhaft.
46:25Weil Sie Ihren Mann nicht allein lassen wollen.
46:27Natürlich nicht.
46:30Wie hat der Ahrens was gesehen?
46:32Es ging Ihnen noch gar nichts an.
46:34Wirklich nicht?
46:36Frau Lorenz, ich bin mir absolut sicher, dass Ihre Beziehung zu Herrn Ahrens sehr viel enger war, als Sie mir
46:43hier vorspielen wollen.
46:45Im Gegensatz zu Ihrer Tochter sprechen Sie immer von Holger und nicht von Herrn Ahrens oder Holger Ahrens.
46:51Und noch etwas.
46:53Auf dem Makler, auf Gran Canaria, haben Sie und Herr Ahrens gewirkt wie, wie hat er das genannt?
46:59Das ist Pajaros del Amor, wie zwei Turteltauben.
47:05Sie waren ein Paar.
47:11Ja, wir haben uns geliebt.
47:15Wie hat Herr Ahrens eigentlich das Problem gesehen, dass Sie einen Mann haben, der hier im Pflegeheim liegt und den
47:20Sie allein lassen müssten, wenn Sie auswandern?
47:25Er hat gesagt, ich soll mein Leben leben. Und nicht das von Werner, der im Koma liegt.
47:32Was haben Sie darauf geantwortet?
47:36Dass ich das nicht kann.
47:47Der Überfall auf Valentin Guga ist ausgewertet.
47:49Am Tatort waren Spuren von Calcium-Sulfat-Dihydraten mit Baumwollfasern.
47:55Und was bitte ist Calcium-Sulfat-Dihydrat?
47:59Gips für medizinische Zwecke.
48:02Frau Lorenz, der Gips haben.
48:05Dann war das vielleicht Frau Lorenz in der Werkstatt von Holger Ahrens.
48:08Ja, sie hat irgendwas gesucht.
48:10Hm. Wahrscheinlich auch gefunden in dieser Kaffeekanne.
48:13Vielleicht Geld?
48:15Sie hatte ihm schon mal 25.000 Euro überwiesen.
48:18Ich nehme an, als Anzahlung für diese Finca.
48:22Insgesamt sollte von ihr eine Viertelmillion Euro kommen.
48:25Was?
48:27Ja, aber so viel Geld bekommt sie doch nur, wenn sie ihr Haus verkauft.
48:30Und das wahrscheinlich gegen den Willen ihrer Tochter.
48:34Also, Ahrens, hat ihr ihr Geld, ihre Liebe?
48:37Ja, das reicht aber nicht.
48:38Jetzt soll sie auch noch ihr Haus verkaufen und ihren Mann verlassen, der im Wachkoma liegt.
48:42Auf dieser Frau lastet sehr viel Druck.
48:47Vorgestern früh, ähm, da war meine Mutter hier, bei uns.
48:52Also, wir waren erst bei ihr zu Hause im Haus, haben ein paar Sachen geholt und sind dann hierher gefahren.
48:56War Herr Ahren schon da, als Sie die Sachen geholt haben?
48:58Äh, ja, äh, zusammen mit diesem Guga.
49:03Wollen Sie nicht mit meiner Mutter sprechen, die ist gerade in Ihrem Haus Abschied nehmen?
49:09Ah, sicher ganz schön schwer für Sie, hm?
49:13Wie lange hat sie in dem Haus gelebt?
49:16So 40 Jahre mit meinem Vater zusammen?
49:19Das ist nicht leicht.
49:20Das ist schon ein Verlust.
49:22Ja, er ist der Ehemann und dann...
49:24Mein Vater lebt ja noch.
49:27Meinen Sie, Ihre Mutter könnte das?
49:30Sich verabschieden von allem und dann irgendwo anders nochmal ganz von vorne anfangen?
49:34Ob meine Mutter meinen Vater verlassen könnte?
49:38Niemals.
49:39Nein.
49:40Dafür haben die viel zu viel zusammen erlebt und durchgestanden.
49:44Und sich geliebt.
49:46Nein.
49:46Ja, ja, es hat sich aber schon eine Menge verändert.
49:50Trotzdem.
49:51Den Mann, mit dem Sie Ihr Leben verbracht hat, einfach so zu verlassen, das ist so ein Verrat.
49:57Das würde meine Mutter das Herz brechen.
50:09Der Schwiegersohn von Frau Lorenz hat von abrupten Stimmungsschwankungen gesprochen.
50:14Erst verabschiedet sie sich innerlich von ihrem Mann und dann packt sie wieder das schlechte Gewissen.
50:18Mal angenommen, in dieser Drucksituation findet sie raus, dass Holger Ahrens die ganze Zeit nur hinter ihrem Geld her war.
50:23Ich meine, zu gewalttätigen Kurzschlussreaktionen ist die in der Lage, das wissen wir.
50:27Und das wäre auch nicht die erste Beziehungstat mit so einem Motiv.
50:30Ich glaube, da steckt was ganz anderes dahinter.
50:34Könntet ihr bitte für mich noch etwas überprüfen?
50:39Sie haben mir vorher nicht alles erzählt, Frau Lorenz.
50:43Was wollen Sie denn jetzt noch wissen?
50:45Ich würde gern wissen, was Sie in der Werkstatt von Herrn Ahrens gesucht haben, als Sie Herrn Guga niedergeschlagen haben.
50:50Wie kommen Sie darauf, dass ich das war?
50:52Frau Lorenz, bitte nicht. Wir haben Spuren von Ihrem Gipsam in der Werkstatt gefunden.
50:57Ja. Geld. Das war mein Geld.
51:01Und warum war Ihr Geld in der Werkstatt von Herrn Ahrens?
51:04Holger sollte schon mal ein paar Sachen in Gran Canaria bezahlen, zum Beispiel Wasser, Strom, Telefon.
51:09Sie wollten also doch rauswandern, trotz Ihres Ehemannes.
51:11Ja. Ich wollte mit Holger mitgehen.
51:15Ich meine, das Ganze hätte ohne ihn noch ein paar Monate gedauert und vielleicht...
51:19Vielleicht wäre er ja bis dahin gestorben, ja?
51:22Machen Sie mir keine Vorwürfe?
51:24Das tue ich nicht, Frau Lorenz.
51:27Das tue ich ganz bestimmt nicht.
51:29Werner ist doch eigentlich gar nicht mehr da.
51:31Nur, dass sein Herz noch schlägt.
51:35Jedes Mal, wenn ich da bin, weiß ich, was ich an ihm verloren habe.
51:43Ich muss doch auch mal loslassen können.
51:47Ich habe doch auch ein Recht auf ein Weiterleben.
51:49Ja, Frau Lorenz.
51:51Das haben Sie.
51:55Aber ich denke, wir wissen beide, dass das nicht allen gefallen würde.
52:03Hat Ihre Tochter eigentlich wirklich nichts von Ihren Plänen gewusst?
52:05Ich habe ja nichts gesagt.
52:09Kurz vor dem Tod von Herrn Ahrens waren Sie mit Ihrer Tochter hier in Ihrem Haus.
52:12Ja, wir haben Papiere geholt. Krankenkasse, Bank, Versicherung, sowas.
52:16Wissen Sie noch, was Ihre Tochter danach gemacht hat?
52:18Sie ist nach Hause gegangen. Büroarbeiten.
52:22Die Finca. Gibt es da irgendwelche Unterlagen?
52:28Ja, im Haus.
52:31Kommen Sie mit.
52:34Das geht's doch gar nicht.
52:38Hier war der Kaufvertrag drin für die Finca. Ich bin mir ganz sicher.
52:43Wann haben Sie den Vertrag zum letzten Mal gesehen?
52:51Letzte Woche.
52:53Holger hat die Mail gegeben. War ja auch zum größten Teil mein Geld.
52:58Wer war danach noch hier im Haus?
52:59Nur ich? Und, ja.
53:05Und Sie sind sich ganz sicher?
53:06Ja, ganz sicher. Danke.
53:08Weil hier ist so wenig los.
53:09Okay, gut. Vielen Dank. Sie haben uns sehr geholfen.
53:13Und?
53:14Ich habe eine Zeugin.
53:15Sie hat was gesehen.
53:17Sicher?
53:17Ja, sicher.
53:19Ich schreibe Bernd eine SMS.
53:22Herr Reuter.
53:23Es ist nicht selbstverständlich, dass ich einfach springen kann, wenn Sie es verlangen.
53:26Ich bin berufstätig.
53:28Als wir über Ihre Eltern gesprochen haben, da haben Sie mir gesagt, dass Ihre Mutter Ihren Vater niemals verlassen könnte.
53:34Weil Ihre Eltern schon so lange zusammen sind und weil Sie so viel gemeinsam erlebt haben und weil das wie
53:40ein Verrat wäre.
53:42Das war sehr emotional.
53:46Aber offen gesagt hatte ich den Eindruck, dass Sie eigentlich gar nicht so sehr über Ihre Mutter sprechen, sondern über
53:52sich selbst.
53:53Sie könnten Ihren Vater niemals verlassen.
53:55Nein, natürlich nicht.
53:57Aber wie schlimm muss es da für Sie gewesen sein, als Sie begriffen haben, dass Ihre Mutter genau das vorhat?
54:03Ich weiß nicht, wovon Sie reden.
54:05Ich rede von der Finca auf Gran Canaria und von dem Kaufvertrag, den Sie an sich genommen haben.
54:12Ja, was hast du dir dabei gedacht?
54:15Hast du gedacht, wenn der Vertrag weg ist, vergesse ich das alles?
54:19Verkauf brav mein Haus und zieh bei dir ein?
54:21Ich wüsste jetzt nicht, was daran so schlecht wäre.
54:24Ich weiß es aber.
54:25Das ist dann nicht mehr mein Leben.
54:27Das ist das, was du für mich ausgedacht hast.
54:29Du bist doch nicht allein auf dieser beschissene Insel.
54:32Sie haben erwartet, dass ich die Idee Ihrer Mutter erledigt hätte mit dem Tod von Holger Ahrens, richtig?
54:37Ja, ich meine, das hat doch auch was Gutes, dass dieser Mann nicht mehr da ist.
54:43Ich habe ihn geliebt, Daniela.
54:46Ja, aber er dich nicht, Mama.
54:48Das war doch ein Betrüger, ein Erbschleicher, dem du noch ein ganzes Haus schenken wolltest.
54:54Und das mussten Sie verhindern.
54:56Was wollen Sie damit sagen?
54:58Ja, was will er damit sagen?
55:00Lass mich doch alle in Ruhe.
55:04Na, Frau Falk.
55:06Ich vermute mal, wir sind hier noch nicht ganz fertig.
55:09Frau Lorenz, Sie haben mir doch erzählt, dass Ihre Tochter am Tartag nach Hause gegangen ist, um irgendwelche Büroarbeiten zu
55:14machen.
55:16Hat sie gesagt, ja.
55:18Komisch.
55:18Da ist sie nie angekommen.
55:20Sagt jedenfalls ihr eigener Ehemann.
55:23Dafür sind Sie hier auf der Straße gesehen worden.
55:25Auf dem Weg von Ihrem Haus zu dem Ihrer Mutter.
55:28Ungefähr zur Tatzeit.
55:30Frau Falk, Sie wollten unbedingt verhindern, dass Ihre Mutter Ihren Vater verlässt und mit Herrn Ahrens nach Gran Canaria zieht.
55:37Und darum haben Sie Herrn Ahrens ermordet.
55:42Daniela, sag was.
55:43Hast du?
55:44Das ist doch absurd.
55:46Du hast Holger umgebracht.
55:47Ganz ruhig, Frau Lorenz.
55:52Das ist mir Holger weggenommen.
55:55Das ist mir alles weggenommen, was ich hatte.
55:59Papa zählt jetzt gar nicht mehr?
56:03Du wolltest ihn einfach im Stich lassen und mit deinem Holger am Strand sitzen?
56:09Ich habe ihn gefragt, ob er sich nicht schäme.
56:11Sie sollten sich schämen.
56:13Sie sind's, Frau Falk.
56:14Wofür soll ich mich schämen?
56:15Mein Vater lebt noch und Sie machen sich an meine Mutter ran?
56:18Können Sie Ihre Mutter nicht glücklich zu sein?
56:20Er hat mich kalt abblitzen lassen.
56:22Ihr Vater ist nur noch eine Hülle.
56:24Nur gut, dass sie ihn verlässt.
56:25Meine Eltern sind schon ihr halbes Leben zusammen und Sie denken, Sie können jetzt einfach...
56:28Mein Vater hat ihn gar nicht interessiert.
56:30Sie haben überhaupt keine Ahnung, was Liebe ist.
56:32Ach so, ich habe keine Ahnung, was Liebe ist?
56:35Ich habe ihn gehasst dafür.
56:37Abschauen!
56:39Schönen guten Tag, Frau Falk.
56:48Ich habe nicht nachgedacht.
56:52Ich wollte ihm nur wehtun.
56:54So wie er mir wehgetan hat.
56:59Familie ist doch das Wichtigste, was man hat.
57:03Und er hat meine zerstört.
57:07Mama.
57:10Kommen Sie.
57:14Kommen Sie.
57:43Tja, was macht man, wenn man alles verloren hat?
57:47Weiter träumen.
57:49Träumen? Sonst nichts?
57:52Träume haben einen großen Vorteil.
57:56Sie kennen keine Moral.
57:59Das war's.
58:21Ich kann mich nicht mehr, was ich nicht mehr so.
58:25Ich kann mich nicht mehr so.
58:27Untertitelung des ZDF, 2020
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