- vor 21 Stunden
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SpaßTranskript
00:18Hallo mein Schatz. Hallo Liebling. Na, aufgeregt? Ja, und wie.
00:25Wir kommen auf den Bein Guthäller. Hallo Frau Schweiger. Hallo, ein Foto bitte. Ja, vielen Dank.
00:40Hallo Frau Schweiger. Hallo Frau Schweiger. Hallo Frau Schweiger.
00:55Hallo Frau Schweiger. Hallo Frau Schweiger.
01:02Wo bleibt Sandra denn? Das frage ich mich auch. Sie wollte nur noch einen Moment für sich.
01:08So lange. Ich seh mal nach. Sandra?
01:23So lange.
01:31So lange.
01:41So lange.
01:45So lange.
01:47So lange.
01:58So lange.
02:00So lange.
02:02So lange.
02:03So lange.
02:03So lange.
02:04So lange.
02:05So lange.
02:06So lange.
02:06So lange.
02:06So lange.
02:08So lange.
02:09So lange.
02:11So lange.
02:12So lange.
02:14So lange.
02:24Hallo, Fischer.
02:26Nacht.
02:30Wann wurde die Leiche gefunden?
02:32Vor etwa einer Stunde. Die Tote heißt Sandra Scholl, 28 Jahre, wohnt in Wiesbaden.
02:37Sie war die Braut?
02:39Der Bräutigam heißt Daniel Heller, der ist hier der Sohn des Hauses.
02:42Hat die Zeugenbefragung schon was gebracht?
02:46Die meisten stehen unter Schock. Als letztes war die Trauzeugin bei ihr, die heißt Isabel Zander.
02:52Die hat die Haare und das Make-up gemacht. Die haben ja alle auf sie gewartet.
02:55Irgendwann ist die Mutter hoch und dann nachgekuckt. Das Brautzimmer ist da.
03:00Ah ja.
03:00Geh nochmal rüber, ein bisschen weitermachen.
03:02Ja, gut.
03:08Hallo.
03:09Grüß dich, Bernd. Komplexer.
03:12Komplexe Spureanlage.
03:13Da hat Kerstin leider recht. Hallo Reuter.
03:16Viel mehr kann ich leider auch noch nicht sagen.
03:19Aber in Umfang können wir doch ausschließen, oder?
03:21Das ist sicher. Dazu steckt die Scherbe viel zu tief im Herzen.
03:23Da hat jemand mit Kraft zugestochen.
03:25Können Sie sich der Täter dabei verletzt haben?
03:27Wir gehen davon aus, dass er sich mit dem Handtuch geschützt hat.
03:30Auf den Scherben ist das Blut?
03:33Lippenstift.
03:34Na, den man wirst aufgeschrieben.
03:36Wie gesagt, komplexe Spureanlage.
03:38Viel Spaß beim Puzzeln.
03:45Die Brautmutter, deinem Gästezimmer.
03:47Äh, ich geh mal rüber, ja?
04:03Guten Tag, Frau Scholl.
04:05Mein Name ist Frau Holter, Staatsanwaltschaft Wiesbaden.
04:09Es tut mir sehr leid, was passiert ist.
04:14Können wir kurz reden?
04:19Sie sind nur zu Besuch hier in Rheingau.
04:22Ja.
04:24Ich bin nur für die Hochzeit hergekommen.
04:28Wo leben Sie?
04:29Auf Sardinien.
04:31Orestano.
04:33Sandra war auch erst einem halben Jahr hier.
04:37Sie war so froh, endlich den Richtigen gefunden zu haben.
04:45Mein Lebensgefährte ist vor zwei Jahren gestorben.
04:48Jetzt Sandra.
04:53Ich bin jetzt ganz allein.
04:56Sie haben sonst niemanden.
05:00Es gab nur noch uns beide.
05:05Mein Gott, ist sie das?
05:07Moment, Moment.
05:08Ihr könnt sie nicht einfach wegbringen.
05:10Daniel, Sandra!
05:13Jetzt gehen wir erst mal rein.
05:16Komm.
05:19Entschuldigen Sie, kann ich die Gäste jetzt nach Hause schicken?
05:22Die Ortsansässigen von der Gespür für die Ausweitung brauchen wir Fäusten.
05:26Das wäre dann nur Frau Scholl.
05:28Keine weiteren Gäste aus Italien?
05:30Für die Scholz war das hier mehr eine Formalität.
05:33Die eigentliche Hochzeitsfeier sollte auf Sardinien sein.
05:36Da haben die ein Landgut.
05:37Ah ja.
05:38Und welche Verwandten oder Bekannten von mir?
05:41Nur die Trauzeichen.
05:45Entschuldigen Sie mich bitte.
05:48Waren Sie eng befreundet?
05:49Ja, seit ein paar Monaten.
05:51Ich arbeite in einer Parfümerie und Sandra kam wegen einer Beratung.
05:54Und seitdem...
05:55Ist Ihnen heute irgendwas Ungewöhnliches aufgefallen?
05:58Oder war sie anders als sonst?
06:00Natürlich.
06:01Sie wollte heiraten.
06:03Sie war nervös.
06:05Ist normal, oder?
06:11Großer Gott.
06:19Es tut mir sehr leid.
06:25Wir wollten es heute bekannt geben.
06:46Wie lange kannten Sie Sandra Scholl?
06:51Ein halbes Jahr.
06:55Wir haben uns auf einer Weinmesse kennengelernt.
07:00Das war sofort Liebe.
07:05Sowas gibt es eigentlich gar nicht.
07:09Und Frau Scheune ist dann nach Wiesbaden gezogen?
07:15Hat sich ein Apartment genommen.
07:17Da brauche ich bitte den Schlüssel.
07:30Wie kann ich Sie nicht noch mal sehen?
07:33Das geht eigentlich aus nach Abschluss der Ermittlungen.
07:37Aber ich schaue mal, was ich für Sie tun kann.
07:40Ja.
07:48Ich habe den Hochzeitsfotografen um seine Aufnahmen gebeten.
07:52Die sollten wir dann gemeinsam durchsehen.
07:54Hier.
07:55Denken Sie, der Mörder war unter den Hochzeitskästen?
07:58Das ist doch absurd.
08:01Ist Ihnen irgendjemand Fremdes aufgefallen?
08:05Wir kennen jeden, der hier war.
08:07Außer dieser Freundin.
08:08Ja, und natürlich Sandras Mutter.
08:10Die ist gestern erst gekommen.
08:12Das heißt, Sie haben sich vor der Hochzeit nicht kennengelernt?
08:15Wissen Sie, für die sind wir, also das sind sehr reiche Leute.
08:20Natürlich haben wir den Ehevertrag besprochen.
08:23Da hat Frau Scholl drauf bestanden.
08:25Den Ehevertrag, den würde ich später gern mitnehmen.
08:27Gerne, ich sage Daniel Bescheid.
08:29Als ob wir auf deren Geld aushören.
08:31Sandra hat sich aus all dem nichts gemacht.
08:36Hätten Sie mal sehen sollen, wie sie hier aufgeblüht ist.
08:40Auch bei der Weinlese.
08:42Als hätte sie zum ersten Mal eine richtige Familie.
08:47Sie haben sie gern gehabt.
08:48Sie war unsere Schwiegertochter.
08:51Natürlich hatten wir sie gern.
08:56Und?
08:57Bis auf das Puzzle sind wir fertig.
09:00Fischer ist auf dem Weg zur Wohnung des Opfers.
09:02Alles klar.
09:03Hast du was für mich?
09:04Hier war nur ein Brautschumzimmer.
09:06Der andere scheint weg zu sein.
09:08Das ist ja wie ein Märchen.
09:19Das ist ja wie ein Märchen.
09:39Das ist ja wie ein Märchen.
10:06Sire!
10:32Sire!
10:49Fuck!
10:51Pass doch auf, du Arschloch!
10:54Halt! Halt!
10:56Der hat mir Fahrrad geklaut!
11:01Halt!
11:49Ich habe in der Wohnung von Sandra Scheu so einen Typen überrascht.
11:53Ein Einbrecher?
11:54Ich nehme es mal an. Ich habe ihn nicht erwischt.
11:56Du hast ihn nicht erwischt?
11:57Ich wäre fast überfahren worden. Das ist hier ein Mordsverkehr. Das kannst du...
12:01Der Typ war einfach schnell. Personenbeschreibung und Fahndung sind raus.
12:04Ärger dich nicht. Mach dir keinen Stress, okay? Bis dann.
12:16Oder?
12:17Ah, das ging ja schnell. Tag, Frau Konsulin. Vielen Dank für den Rückruf.
12:20Es geht um folgendes. Gennaro Marino. Sagt Ihnen danach mal etwas?
12:25Ich brauche ein paar Informationen über den Herrn. Ich dachte, vielleicht können Sie mir helfen.
12:30Gut, prima. Ich danke Ihnen. Ja, für Sie auch. Danke.
12:42Entschuldigung.
12:42Ja, bitte.
12:43Schauen Sie mal. Stand das heute Morgen schon da?
12:48Ich war nicht im Zimmer.
12:55Als wir gestern Abend dekoriert haben, stand da nichts.
13:00Was ist das?
13:03Kann Sie sich vorstellen, wer das geschrieben hat? Ihre Verlobte selbst vielleicht?
13:07Warum sollte sie?
13:09Gab es jemand, der eifersüchtig auf ihre Verlobte war?
13:12Da fällt mir nur eine ein.
13:14Lass den anderen da raus.
13:38Aufpassen, nicht, dass du wieder vor das Auto springst.
13:40Ich hätte ihn fast erwischt.
13:43Ach, das muss ja ein sportlicher Typ gewesen sein.
13:49Anne Steffens?
13:51Ja?
13:52Abkommissarin Klar, das ist mein Kollege Fischer.
13:59War es nicht in Ordnung?
14:01Wir sind wegen dem Mordfall auf dem Weingut Heller hier.
14:05Was?
14:07Ach, hat sich das noch gar nicht umgesprochen?
14:11Hm.
14:12Können wir irgendwo in Ruhe reden?
14:15Klar.
14:25Ermordet?
14:27Für sie ist es doch kein großer Grund zur Trauer, oder?
14:31Was?
14:31Sie hatten doch mal eine Beziehung mit Daniel Heller.
14:35Mal ja, mal nein.
14:37Ganz so, wie es dem Herrn gerade gepasst hat.
14:39Wie lange geht das schon so?
14:41Seit der Jugendfeuerwehr.
14:43Man wächst zusammen auf in dem Kaff.
14:47Ich lieb den Arsch.
14:50Und bei er...
14:53Naja.
14:54Die Hoffnung stirbt zuletzt, verstehen Sie?
14:56Wann hat es ihm denn das letzte Mal gepasst?
14:58Kurz bevor die Signorina hier aufgetaucht ist mit ihren Designerklamotten.
15:02Da kann das hier natürlich alles nicht mithalten.
15:04Ich nehme an, die Hellers haben sie nicht eingelernt.
15:07Nein, die hassen mich.
15:08Wo waren Sie heute Vormittag?
15:11Ah.
15:12So läuft der Hase.
15:15Ankaufen.
15:16In Wiesbaden.
15:18Moment.
15:19Bojan?
15:20Ja?
15:21Wir waren heute zusammen bei Gastro-Kauf.
15:24Wann waren wir da wieder hier? So um 12?
15:27Ja, kommt hin.
15:29Und Sie waren die ganze Zeit zusammen?
15:30Ja, wie immer.
15:35Da ist die Quittung.
15:37Da steht die Uhrzeit drauf.
15:38Ja.
15:45Da bin ich.
16:11Ja.
16:12Es ist schwer, sein eigenes Kind zu begraben.
16:17Und das Leben geht weiter.
16:20Jeden Tag unerbittlich.
16:24Es tut mir leid.
16:28Und der Vater Ihrer Tochter?
16:31Auch tot.
16:33Wie Ihr Lebensgefährte?
16:37Seitdem nehmen Sie allein in Groß-Darnhof.
16:42Sie haben sich informiert?
16:44Das geht zu meinen Aufgaben.
16:48Frau Scholl, gehen wir ein paar Schritte?
16:54Ihre Tochter und Andi Heller, das sah nach großer Liebe aus.
16:58Die zwei hatten Pläne.
17:00Wollten weg von hier.
17:01Zu Ihnen nach Sardinien?
17:04Da hätte ich mich gefreut.
17:07Wussten die Eltern von Daniel Heller davon?
17:10Ich bin erst vorgestern angekommen, aber ich denke nicht.
17:13Das hätte sicher Ärger mit der Familie Heller gegeben.
17:16Und wer will das schon?
17:18Schließlich hatten Sie schon genug Ärger mit der Familie Marino.
17:22Das wissen Sie also auch schon?
17:24Gehört das auch zu Ihren Aufgaben?
17:26Die Kinder Ihres Lebensgefährten fechten sein Testament an.
17:30Man hält sie für eine Abschleicherin.
17:34Gennaro war nach Sandras Vater die zweite große Liebe in meinem Leben.
17:39Ich habe ihn gepflegt.
17:41Bis zum Schluss.
17:42Ich habe seine Hand gehalten, als es so weit war.
17:46Das sehen die Kinder aber ganz anders.
17:49Sollten Sie nicht Sandras Mörder suchen?
17:51Das tue ich, Frau Scholl.
17:53Fürchten Sie eigentlich nicht, dass es einen Zusammenhang geben könnte?
17:59Das fürchte ich.
18:02In der Tat.
18:10Oristolio, klar. Kenne ich.
18:13Viola Scholl ist allein ab eines dreistelligen Millionenvermögens,
18:16das ihr letzter Lebensgefährte hinterlassen hat.
18:19Aber seine Kinder fechten diese Erbschaft an.
18:22Ja, Geld ist immer ein starkes Motiv.
18:24Damit ist Daniel Heller raus.
18:26Ehevertrag?
18:28Vielleicht schauen wir uns die italienische Verwandtschaft noch mal genauer an.
18:32Gab es denn da Kontakte?
18:33Sandra Scholls Handy ist in der KTO. Der Verbindungsnachweis läuft.
18:36Ja, das wird nicht viel bringen.
18:38Gerät, Vertrag, SIM-Karte, das ist alles brandneu.
18:40Die hatte nicht mal ein Dutzend Kontakte gespeichert.
18:42Klingt doch im Schnitt.
18:44Als wollte sie ihr altes Leben loswerden.
18:46Ja, vielleicht ein italienischer Ex-Freund.
18:49Also die Spurenlage dauerte zwar auf eine emotionale Tat hin, aber...
18:54Fischer, es kann nur eine geben.
18:57Das klingt doch nicht nach einem Mann.
18:59Vielleicht Daniel Hellers Ex, Anne Steffens.
19:02Wird ja doch ein Alibi, habt ihr gesagt.
19:04Na ja, die war sich mit ihrem Kellner schon ein bisschen schnell einig.
19:07Außerdem macht die doch mit dem Heller rum, seit die Teenies waren.
19:10Die weiß doch ganz genau, wie die da ungesehen rein- und wieder rauskommt.
19:15Ja, Eifertrag ist natürlich ein starkes Motiv.
19:17Vielleicht finden wir sie ja auf einem der Hochzeitsfotos.
19:20Ich check mal das Großmarkt-Alibi.
19:26Danke.
19:33Es gibt Neuigkeiten.
19:35Anne Steffens Alibi ist geplatzt.
19:37Richtig. Ich komme gerade vom Großmarkt. Da war heute nur ihr Kellner.
19:41Aber auf den Hochzeitsfotos ist sie auch nicht zu sehen.
19:44Das muss ja nichts heißen.
19:46Mal sehen, was sie dazu sagt. Ich stehe vor der Kneipe.
19:49Sag mal, hat die Fahndung nach diesem Einbrecher irgendwas ergeben?
19:52Nein, sonst hätte ich dich längst angerufen.
19:54Das lässt dir auch keine Ruhe, ne?
19:56Ja, ich komme mich jetzt erstmal um die Ex.
20:00Warte mal.
20:01Du, das wird dir immer besser. Die kriegt Besuch.
20:04Von wem?
20:05Daniel Heller.
20:19Wenn du Sandra ermordet hast, dann...
20:21Boah, man spinnst du. Ich habe deine Seniorina nicht angefasst.
20:27Dani. Hey, komm mal her. Was denkst du von mir?
20:30Hör auf. Sag mir die Wahrheit.
20:33Die Wahrheit ist, dass du nicht von mir loskommst und ich nicht von dir.
20:36Wenn du das warst, Anne. Wenn ich das rauskriege, bringe ich dich um.
20:40Ja, Daniel. Ich liebe dich auch.
20:43Das ist jetzt kein Spiel mehr, Anne. Das ist ernst.
20:47Daniel!
21:18Keite!
21:21Keine Ahnung.
21:21süß?
21:24Das gilt für Karts weniger oder nicht.
21:28Ich zeige.
21:40Also wenn Daniel Heller eine Steffens fragt, ob sie seine Verlobtummen gebracht hat, dann wird er wohl kaum selbst der
21:45Täter sein.
21:46Sehe ich genauso. Heller ist raus. Aber sie, die kann den nicht loslassen.
21:52Und ehrlich gesagt hat sich das so angehört, als ob Daniel auch nicht richtig von hier loskommt.
21:55Aber trotzdem war er kurz davor, Sandra Scholl zu heiraten.
22:00Ja, das wäre natürlich ein starkes Motiv, hm?
22:13Ich war es nicht.
22:16Sie haben einen Grund eifersüchtig zu sein, Frau Scholl. Oder Sie sogar zu hassen.
22:21Die? So ein Quatsch. Das würde ich Daniel nie antun.
22:26Soll er heiraten, wen er will? Das ändert nichts.
22:27Ändert nichts daran, dass Sie zusammengehören?
22:30Da können Sie jeden fragen.
22:32Ach, die Eltern von Daniel Heller ja wohl nicht, oder?
22:35Nee, die nicht.
22:37Wie auch immer, Daniel Heller hat sich für Frau Scholl entschieden.
22:42Diese verwöhnte Toße.
22:44Die hätte ihn nur unglücklich gemacht. Die war viel zu etipitete für ihn.
22:47Sie meinen, dass jemand wie Frau Scholl nicht zu einem Dorfjungenpass, der sein Leben im Weinberg und auf dem Traktor
22:53verbringt?
22:53Die wäre genauso schnell abgehauen, wie sie aufgetaucht ist.
22:57Sie waren noch einmal bei Daniel Heller. Was wollten Sie von ihm?
23:00Wollten Sie ihn davor warnen, einen Fehler zu machen? Oder wollten Sie ihn noch umstimmen?
23:06Wie hat er denn reagiert auf Ihren Besuch?
23:08Na, wie wohl? Er hat mich rausgeschmissen.
23:12Ja, trotzdem haben Sie offensichtlich nicht aufgegeben.
23:19Was ist das?
23:22Hat Frau Scholl Sie überrascht, dass Sie diese Botschaft auf den Spiegel geschrieben haben?
23:25Nee, so war das nicht.
23:28Waren Sie nicht im Brautzimmer?
23:29Ja doch, aber ja am Abend vorher.
23:32Fragen Sie Daniel.
23:34Nachdem er mich rausgeschmissen hat, bin ich an dem Brautzimmer vorbeigekommen.
23:37Die Tür stand offen.
23:38Alles war vorbereitet, das Kleid und die Schuhe.
23:44Und da habe ich gedacht, den Tag versaue ich dir.
23:50Und da haben Sie den Braut schon mitgenommen?
23:54Ja, Frau Steffen, soll das, was Sie mir erzählen, entlastet Sie nicht gerade.
23:58Ich meine, Sie haben ein starkes Motiv, Sie hatten Zugang zum Tatort und Sie haben gelogen, als es um ihr
24:03Alibi ging.
24:06Weil ich keins habe.
24:07Wo waren Sie denn zur Tatzeit?
24:09In meinem Lokal.
24:11Ich habe mir vorgestellt, wie sie mit nur einem Schuh auf den Altar zuhumpelt.
24:15Und dann habe ich eine Flasche Sekt geköpft und aus dem Schuh aufs Brautpaar getrunken.
24:21Allein?
24:23Ja, ich habe ein paar Selfies gemacht, aber ich wollte die auch posten und dann kam ich mir irgendwie selbst
24:27scheiße vor.
24:31Wo sind die Fotos?
24:33Habe ich gelöscht.
24:36Und? Glaubst du ihr?
24:39Wenn wir die Fotos hätten schon, ja.
24:42So was ist eigentlich nie ganz weg, oder?
24:46Wollen wir doch mal sehen, ob die weiß, dass man gelöschte Objekte nochmal löschen muss.
24:56Offenbar weiß sie es nicht.
25:04Das sind die Stocks, Köbler und die Bräuers, die Webers.
25:13Alles Nachbarn und Bekannte.
25:15Ja, also Nachbarn und Bekannte von uns. Sandra kannte die nicht.
25:19Machen Sie doch mal zurück.
25:21Der da.
25:23Ja.
25:24Kennst du den?
25:25Nein.
25:26Vielleicht einen Freund von Daniel?
25:28Würde ich kennen.
25:32Ich würde dich selbstverständlich dabei unterstützen.
25:36Ohne Sandra?
25:38Wie soll das gehen?
25:40Gut.
25:41Das ist deine Entscheidung.
25:45Das ist doch nur ein Anruf beim Notar.
25:49Macht es.
25:51Aber meine Eltern, die müssen jetzt auch nichts davon erfahren.
25:54Ja?
25:55Danke.
25:56Herr Heller, wir haben hier einen Gast, den wir nicht zuordnen können.
25:59Kennen Sie diesen Mann?
26:01Keine Ahnung, wer das sein soll.
26:02Sie vielleicht?
26:07Ich kenne hier wirklich niemand.
26:11Laut Labor hat es weder DNA-Spuren noch Fingerabdrücke auf der tödlichen Spiegel-Scherbe.
26:15Und das Handtuch, mit dem der Täter sich geschützt hat?
26:18Da sind DNA-Spuren drauf, aber zu viele unterschiedliche.
26:20Das ist wie ein Wimmelbild.
26:21Wir haben einen neuen Verdächtigen.
26:25Zwei mal her.
26:27Das ist er!
26:28Der Typ aus Sandras Wohnung.
26:29Ja.
26:30Der war auf der Feier und hat dann anschließend in der Wohnung eingeboren.
26:32Vielleicht hat die Kalte U ja schon was gefunden in der Wohnung.
26:39Druckst du mir das Foto von diesem Unbekannten aus, bitte?
26:45Wir haben uns so gut verstanden, dass wir abends zusammen ausgegangen sind.
26:48Dann haben wir uns fast jeden Tag gesehen.
26:51War Daniel Heller auch mal dabei?
26:53Er arbeitet sieben Tage die Woche.
26:56Sandra war hier ziemlich allein.
26:57Da hat sie ja Glück gehabt, dass sie sich getroffen haben.
27:02Mit ihr war immer irgendwie Sommer.
27:06Ich finde es seltsam, dass es keine anderen Kontakte gab.
27:09Also von früher.
27:09Dieser Mann zum Beispiel.
27:11Haben Sie den schon mal gesehen?
27:15Falsche Freunde.
27:16Das war ihr Problem.
27:19Wenn man so viel Geld hat und so ein zerbrechliches Herz.
27:24Nicht so leicht.
27:26Entschuldigung.
27:28Hallo Frau Dr. Engel.
27:32Es ist schön, dass du doch bleibst.
27:34Wer hat dich echt vermisst?
27:36Ich könnte in ungefähr einer Stunde bei Ihnen sein.
27:38Passt das?
27:40Prima. Bis dann. Danke.
27:43Sie wollten Wiesbaden verlassen?
27:48Ich habe meine Meinung geändert.
27:51Ich habe hier Familie, Freunde und echt tolle Kollegen.
28:03Hallo, grüßt euch.
28:05Ach, hi.
28:06Und, habt ihr schon was?
28:07Wir sind noch mittendrin.
28:08Einige frische Fingerabdrücke.
28:10Beim Einbrecher.
28:12Den Wagen haben wir nicht gecheckt.
28:13Tiefgarage.
28:14Alles klar, danke.
28:15Ciao.
28:16Ciao.
28:17So.
28:19Wer ist der Gewinner?
28:30Ja, Fischer hier.
28:31Könnt ihr mal für mich ein Kennzeichen checken?
28:33Ja, das ist München, Konrad Dora, 9463.
28:37Ja, ich warte.
28:38Hier, er zugelassen auf Gary Bechtel.
28:42Aha.
28:43Ach, war es.
28:44War es das?
28:45Ja, tschüss.
28:48Der ist gestohlen gemeldet.
28:51Todesursache war der Stoß mit der Glasscherbe.
28:53Großer Wucht ausgeführt.
28:55Auch der Todeszeitpunkt war wie angegeben.
28:58Ansonsten war sie eine kerngesunde junge Frau.
29:01Organe, Bluttest, Hormonspiegel.
29:04Hinweise auf Drogenkonsum?
29:06Alles im grünen Bereich.
29:07Sie hatte 0,2 Promille Blutalkohol.
29:09Oder so, ein Glas Sekt.
29:11Medikamentenspiegel war unauffällig,
29:12bis auf die Kontrazeptiva.
29:15Sie hat verhütet, obwohl sie schwanger war?
29:17Schwanger war sie nicht.
29:19Ich habe ein Urtaschabild von ihrem Baby gesehen.
29:22Nach ihrem Hormonspiegel war sie es nicht.
29:25Und auch nicht in letzter Zeit.
29:26Ja, auf dem Punkt.
29:27Wenn ich in der Obduktion eine Schwangerschaft übersehen würde,
29:30dann hätte ich definitiv den falschen Beruf gewählt.
29:43Also, dass Sandra Scholl ihrem Verlug meine Schwangerschaft vorspielt,
29:46das deutet doch auf einen Plan hin.
29:49Um Daniel Heller an sich zu binden.
29:51Nein, das glaube ich nicht.
29:53Der war doch schon verrückt nach mir.
29:57Ich finde, wir müssen Sandra Scholl ganz neu denken.
29:59Da ist ja noch mehr.
30:01Der Einbrecher in der Wohnung,
30:02der geklaute Wagen in der Garage.
30:04Der gehört übrigens einem Musikproduzenten aus München,
30:07Gerry Bechtel.
30:08Vielleicht ist der ja der Täter.
30:11In der Wohnung ihrer Tochter gab es einen Einbruch.
30:16Und in der Tiefgarage hatte ihre Tochter
30:19ein gestohlenes Fahrzeug abgestellt.
30:23Und noch etwas, Frau Scholl.
30:24Die rechtsmedizinische Untersuchung hat zweifelsfrei ergeben,
30:27dass die Schwangerschaft ihrer Tochter nur vorgetauscht war.
30:36Ich dachte, wir hätten das hinter uns gehabt.
30:39Was genau meinen Sie damit?
30:44Herr Reuter,
30:47meine Tochter hatte psychische Probleme.
30:50Ich bin mitten in der Musikproduktion.
30:52Also, was gibt das hier?
30:54Wir haben hier ein SUV gefunden.
30:56Nur den Wagen oder auch das Missstück?
30:59Diese Scheinschwangerschaft,
31:00das war nicht das erste Mal.
31:03Auch die Diebstähle,
31:04ich kenne das.
31:05Ich wollte, dass sie eine Therapie macht,
31:07aber ich musste den Kontakt für eine Weile abbrechen.
31:12Das war sicher nicht so einfach für Sie.
31:15Ich war so glücklich,
31:16als sie sich wieder gemeldet hat.
31:19Sie wollte die Therapie beginnen,
31:20weil sie jemanden kennengelernt hat.
31:23Daniel Heller.
31:26Aber sie hat ihm die Behandlung verheimlicht.
31:29Sie wollte das junge Glück
31:30nicht mit ihren Problemen belasten.
31:32Die Therapie hat auf Mardis gewünschte,
31:34sie nicht erreicht.
31:36Die hat mich dermaßen verarscht.
31:38Große Liebe und so.
31:41Wir haben uns in einem Club kennengelernt.
31:44Am Anfang war alles Party around the clock.
31:48Rosa, rote Wolke, sieben.
31:51Das ganze Programm.
31:52Und was ist dann passiert?
31:53Dann wurde sie schwanger.
31:56Ich habe mich so gefreut wie Bolle,
31:58dass ich auf meine alten Tage noch Vater werde.
32:01Wie ist sie an ihren Wagen gekommen?
32:04Dann habe ich gekauft.
32:06Ich sage noch beim Händler zu,
32:07hier, komm, fahr mal eine Runde.
32:08Und sie fährt aus dem Hof.
32:10Weg.
32:11Haben Sie sie gesucht?
32:14Die war wie vom Erdboden verschluckt.
32:17Jetzt stehe ich hier
32:18mit tausend zerplatzten Träumen.
32:22Ja, ich habe natürlich sofort einen Song draus gemacht.
32:25Ist ja klar.
32:28Das Leben hat es nicht immer gut gemeint mit uns.
32:32Der frühe Tod des Vaters.
32:34Die vielen Ortswechsel.
32:37Wann ist der Vater ihrer Tochter gestorben?
32:40Sandra war nicht mal ein Jahr.
32:43Plötzlicher Herztod.
32:46Der fiel einfach um.
32:48Es ist alles erstunken und erlogen.
32:51Ich habe in einem Online-Forum eine Story gefunden.
32:54Die war exakt wie meine.
32:56Ich habe den Typen besucht.
32:57War natürlich Sandra, die den verhaftet hat.
32:59Die hat sogar dieselben Ultraschallbilder benutzt.
33:03Von dem Herrn brauchen wir die Kontaktdaten.
33:04Was, der da?
33:08Egal, was die Ihnen erzählt,
33:09das ist Ihre Masche.
33:10Die zieht das durch.
33:11Sie ist tot.
33:12Was?
33:19Wiebrig gab es einen Einbruch.
33:20Weißt du da was?
33:23Hast du den schon mal gesehen?
33:26Okay.
33:26Wenn du was hörst.
33:28Okay.
33:30So.
33:33Ihr Stammlokal, Fischer.
33:34Also ich bin zum ersten Mal hier.
33:36Probieren Sie das Schak-Schuka, dann wissen Sie warum.
33:39Einer Ihrer Informanten?
33:41Eine Hand wäscht die andere.
33:43Und was kriegt er dafür?
33:45Ich empfehle sein Lokal.
33:47Guten.
33:48Guten.
33:49Guten.
33:49Gary Bechtels Alibis bestätigt.
33:52Und unsere Ölprinzessin entpuppt sich als echte Hochstablerin.
33:54Am Ende sind die Millionen von der Mutter auch noch fake.
33:57Die sind genauso echt wie der Erbstreit, der darum entbrannt ist.
34:00Also wenn Prinzessin Sandra die Betrugsnummer auch noch bei anderen Typen angewendet hat,
34:03dann könnte das auch ein Rachemord sein.
34:05Der unbekannte Einbrecher.
34:07Wird hat sie bei Daniel heller Schutz gesucht?
34:09Oder er sollte einfach ihr nächstes Opfer sein.
34:11Na, heiraten passt nicht in ihr Muster.
34:13Was nun dieser Ehevertrag Teil eines größeren Plans ist?
34:17Für einen so groß anbeligten Heiratsspindel gibt es doch keine bessere Tarnung als Familie und Kinder.
34:24Fischer?
34:26Ausgezeichnet.
34:29Mit Trügerin?
34:31Sag mal, verstehst du das?
34:35Das kann ich mir nicht vorstellen.
34:37Da könnten auch seelische Probleme dahinter stecken.
34:40Die Schwangerschaft war leider auch vorgetäuscht.
34:46Und wenn schon?
34:48Wir sind Menschen, da trägt doch jeder sein Päckchen.
34:52Wir mochten Sandra.
34:54Und wenn sie solche Probleme gehabt hätte, dann...
34:56Dann hätten sie zu ihr gestanden.
34:59Naja, auf jeden Fall schon mal Daniel zuliebe.
35:03Aber Betrug, das ist unmöglich.
35:06Es gab Verträge, da hat Frau Scholl drauf bestanden.
35:09Eben.
35:09Es gab nichts zu befürchten.
35:11Da war alles abgesichert.
35:12Ihr Vermögen, genau wie unseres.
35:15Okay.
35:16Danke.
35:37Nicht schwanger.
35:41Nicht schwanger.
35:44Und Sie haben von all dem nichts geahnt?
35:50Nein.
35:53Haben Sie Ihre Verlobte angeht mal Besuch zu Hause?
35:57Ein, zweimal.
36:00Aber da war alles so edel.
36:05Ich hatte mal Angst, ich mach was kaputt.
36:09Außerdem war sie ja lieber hier.
36:11Das ist alles Theater.
36:15Und ich Idiot, voll auf so eine Betrügerin rein.
36:18Ihre Schwiegermutter hat erzählt, Sie und Ihre Verlobte hätten Pläne gehabt.
36:22Was waren das für Pläne?
36:23Wir wollten was aufbauen.
36:25Wo?
36:25Sardinien.
36:28Es gibt da ein Olivengut.
36:29La Salvia.
36:31Das wollte Viola kaufen.
36:34Das sollte so eine Art Hochzeitsgeschenk sein.
36:38Top Lage, top Ertrag.
36:40Was richtig Großes.
36:42Haben Sie das gut mal gesehen?
36:45Nur auf Fotos.
36:47Die kommen ja nicht weg.
36:51Sandra.
36:52Die hat's gesehen.
36:54Hat davon geschwärmt.
36:56Wollte auf Dauer dahin übersiedeln.
37:01Und Sie?
37:03Am Anfang nicht.
37:06Naja, weil Sie dann begriffen haben, dass Sie Verlobte es ernst meint.
37:10Hochzeit, Familie.
37:13Dann ja.
37:15Dann hätte ich hier hingeschmissen und wäre mit ihr gegangen.
37:18So gar nicht.
37:19La Salvia.
37:23Egal wohin.
37:25Gab es in dem Zusammenhang eigentlich finanzielle Forderungen der Verlier-Scholl an Sie?
37:31Nein.
37:36Danke, Herr Heller.
37:49Also, es gibt keinen Hinweis darauf, dass Sandra Scholl Daniel Heller betrügen wollte.
37:54Und jetzt?
37:55Daniel Heller hat ein Olivengut erwähnt.
37:58Angeblich ein Hochzeitsgeschenk der Brautmutter für das junge Paar.
38:01Und was wird da jetzt draus?
38:03Geht das trotzdem an Daniel Heller?
38:07Ich möchte noch mal mit Viola Scholl sprechen, ja?
38:09Ich hole sie.
38:19Herr Scholl?
38:27Hey, stehenbleiben!
38:32Hey, stehenbleiben!
38:39Stehenbleiben, Polizei!
38:43Polizei!
38:44Stehenbleiben!
39:00Siehste, wer ist verdammt schnell!
39:05Frau Scholl, kennen Sie diesen Mann?
39:09Antonio Marino, ein Sohn meines verstorbenen Lebensgefährten.
39:13Diese Frau hat meinen Vater auf dem Gewissen.
39:16Ich habe Ihnen doch das Foto gezeigt.
39:18Ich stand unter Schock.
39:20Meine Tochter war gerade gestorben.
39:23Ich habe ihn nicht erkannt.
39:24Bujar, da Sie lügt!
39:26Glauben Sie ihr kein Wort!
39:31Ich habe in Heidelberg internationales Recht studiert.
39:34Na, dann haben Sie meine Belehrung sicher besser verstanden, als die meisten, die mir hier gegenüber sitzen.
39:38Wir wissen beide, dass ich hier morgen wieder raus bin.
39:41Die beiden Einbrüche, wonach haben Sie da eigentlich gesucht?
39:44Nach Dokumenten.
39:46Nach Dokumenten, die die Hochstaplerin möglicherweise unterschlagen hat.
39:50Sprechen wir von Mutter Scholl oder Tochter Scholl?
39:52Eviola, die Mutter, was sie mit uns gemacht hat, hat sie vorher schon mit zwei anderen Familien in Italien gemacht.
39:59Und das wäre?
40:00Einen alten Mann um den Finger verwickeln, ihn dazu bringen, ihr viel Geld zu leihen oder sogar sein ganzes Vermögen
40:09zu vererben.
40:11Abscheu, Herr Hoy.
40:13Schwer nachzuweisen.
40:16Zumal Frau Scheu, die ihren Vater bis zu seinem Tod gepflegt hat.
40:19Gepflegt?
40:21Sie hat ihn mit Medikamenten sediert.
40:26Sie war eine Krankenschwester.
40:29Sie hat ihm erzählt, sie hat ihm eingeredet, dass wir ihn ins Altersheim stecken wollen.
40:38Wir wollten es nicht mehr sehen.
40:41Bis zum Ende.
40:45La Salbia, ein Olivengut in Sardinien.
40:48Top-Lage.
40:49Kennen Sie das?
40:53Nie gehört.
40:54La Salbia.
40:57Sind Sie sicher, dass es das gibt?
40:58Nein, bin ich nicht.
40:59Bin ich ganz und gar nicht.
41:02Herr Marino, warum sind Sie sich eigentlich sicher angewiesen, dass Sie Viola Scholl hier in Wiesbarn suchen müssen?
41:08Ähm, mein Vater hat mir einmal erzählt, dass sie von ihr kommt.
41:13Gut, das wär's fürs Erste.
41:17Also, auf Sandra Scholl hat er es nicht abgesehen.
41:19Nein, aber auf die Mutter.
41:21Lässt du ihn laufen?
41:23Na, für die beiden Einbrüche muss er sich natürlich beantworten.
41:25Ja gut, aber für den Mordfall bringt das ja gar nichts.
41:27Da fangen wir wieder von vorne an.
41:28Das sehe ich ganz anders.
41:30Für mich war das ein sehr energievieses Gespräch.
41:33Ich glaube, dass Daniel Heller mich angelogen hat.
41:36Schaut euch bitte mal den Grundbuchauszug.
41:38Das war ein guter Zelle an, ja?
41:40Warum sollen wir uns denn den Grundbuch aus...
41:47Spreche ich jetzt mit der Personalabteilung?
41:50Das ist schön.
41:51Guten Tag, mein Name ist Reuter, Staatsanwaltschaft Wiesbaden.
41:54Ich habe eine Frage.
41:55Hat bei Ihnen einmal eine Viola Scholl gearbeitet?
42:00Das war vor ungefähr 20 Jahren.
42:04Gut, ich warte.
42:08Herr Reuter, Ihr Wasser.
42:10Danke.
42:12Seit gestern Abend haben Sie übrigens eine ernstzunehmende Konkurrenz.
42:16Türkisch.
42:18Konkurrenz?
42:18Geben Sie mir die Adresse.
42:21Nur wenn Sie mir einen Tipp geben.
42:23In Ihrer Zeit im Elisabeth-Hospital gab es einen Chef als Professor Hartwig?
42:27Ja.
42:28Er war ein ausgezeichneter Kardiologe.
42:31Soll er eine Vaterschaftsklage gegeben haben?
42:33Ja, das kann ich mir vorstellen.
42:34Der hat mehr Herzen gebrochen, als er repariert hat.
42:36Vor allem beim weiblichen Pflegepersonal.
42:39Verstehe.
42:40Er lebt aber nicht mehr in Wiesbaden, oder?
42:41Der muss längst im Ruhestand sein.
42:43Soweit ich weiß, hat er zuletzt in Bad Kreuznach in einer Privatklinik gearbeitet.
42:47Aber sicher bin ich nicht.
42:48Ja, ja, das finden wir aus.
42:49Äh, und was mit der Konkurrenz?
42:51Hm, zu leid.
42:52Ihr Seelachs ist unschlagbar.
42:56Hm.
42:59Kerstin?
42:59Bernd, wir haben uns mal den Grundbuch auszukommen lassen.
43:02Das Weingut gehört gar nicht mehr, Burkhard Heller.
43:04Der hat das vor ein paar Jahren an seinen Sohn Daniel überschrieben.
43:07Das ist interessant.
43:09Und das ist noch nicht alles.
43:10Daniel Heller hat das Grundstück Berlin mit 12 Millionen Euro.
43:13Sollen wir Heller Senior und Junior einbestellen?
43:16Damit warten wir noch.
43:17Aber ihr könnt bitte jemanden für mich ausfindig machen.
43:19Professor Doktor Wolfgang Hartwig.
43:21Früher Wiesbaden, jetzt wahrscheinlich bei Kreuznach.
43:24Hartwig.
43:25Alles klar.
43:26Warum?
43:28Macht er das immer so?
43:39Frau Scholl, gehen wir noch einmal spazieren?
43:44Tut mir leid, ich reise ab.
43:46Das war keine Bitte, Frau Scholl.
43:51Das sind schwere Vorwürfe, die Antonio Marino gegen Sie erhebt.
43:55Und Sie sind frei erfunden.
43:57Ich habe einen Genaro gepflegt bis zum Schluss.
44:00Ich habe seine Hand gehalten als er starb.
44:02Wo waren seine Angehörigen?
44:03Die Angehörigen sagen, Sie hätten nichts davon gewusst,
44:06weil Sie Ihren Lebensgefährten abgeschirmt haben.
44:08Wie denn?
44:10Indem Sie ihn mit Medikamenten ruhiggestellt haben.
44:12Und mit Medikamenten kennen Sie sich ja aus als ehemalige Krankenschwester.
44:18Sie kommen ursprünglich aus Wiesbaden, Frau Scholl, richtig?
44:21Sie sind ja aufgewachsen, Sie haben hier Ihre Ausbildung gemacht,
44:24bis zur Geburt Ihrer Tochter Sandra.
44:26Der Vater Ihrer Tochter wollte aber kein Kind.
44:29Jedenfalls nicht von ihm.
44:31Er hat sie zerstört.
44:33Beruflich und privat.
44:37Gratuliere.
44:39Das haben Sie schnell herausgefunden.
44:41Ich habe noch etwas herausgefunden, Frau Scholl.
44:44Aber der Vater Ihrer Tochter ist nicht tot.
45:06Hallo, Viola.
45:09Wolfgang.
45:12Wie geht's deiner Frau?
45:15Tot.
45:17So wie unsere beider Tochter.
45:19Sie ist nicht deine Tochter.
45:21Das hast du dir vor Gericht erstritten.
45:23Heute bereue ich das.
45:26Ich hätte sie so gern gekannt.
45:30Du hast sicher noch ein paar andere Töchter,
45:31um dein Gewissen zu beruhigen.
45:35Viola.
45:36Bitte vergib mir.
45:42Er soll weggehen.
46:05Guten Tag, Herr Heller.
46:06Guten Tag.
46:09Vielen Dank.
46:11War es sicher nicht einfach,
46:12das alles hier so abzugeben?
46:14Also auch, wenn es in der Familie bleibt.
46:16Der Daniel macht das schon.
46:18Aber Sie haben recht.
46:19Jahrzehnte harte, intensive Arbeit.
46:21Das hier ist mein Leben.
46:24Und sein Leben schützt man ja.
46:26Also angenommen, jemand will es einem wegnehmen.
46:30Wie meinen Sie das?
46:32Herr Heller,
46:33Ihr Sohn hat ihr Gut mit 12 Millionen Euro beliebt.
46:36Wie bitte?
46:38Wussten Sie das nicht?
46:39Nein.
46:40Das würde er doch niemals machen.
46:42Vielleicht für seine zukünftigen?
46:44Ach, Quatsch.
46:45Daniel hat mit Sandra eine gute Partie gemacht.
46:47Und die Scholz, die brauchen doch unser Geld nicht.
46:50Tja, den Eindruck haben Sie zwar erweckt,
46:52aber die Wahrheit sieht leider anders aus.
46:55Herr Heller,
46:55die wollten Ihnen hier alles wegnehmen.
46:58Aber das wussten Sie ja schon, oder?
47:00Was?
47:01Sag mal, sind Sie verrückt geworden?
47:03Was wollen Sie damit sagen?
47:06Hören Sie,
47:07wenn ich etwas gewusst hätte, dann...
47:09Dann?
47:10Nichts dann.
47:11Dann hätte ich Daniel natürlich gewarnt.
47:14Er hat Sandra geliebt.
47:15Aber so eine Frau wollte er ganz bestimmt nicht heiraten.
47:19Ihr Plan ist gescheitert, Frau Scholl.
47:23Ihre Tochter sollte Daniel Heller
47:25um einen großen Geldbetrag betrügen.
47:28Das hat sie mit ihrem Leben bezahlt.
47:29Was wollen Sie ihr da anhängen?
47:32Sie hat Daniel geliebt.
47:33Wenn Antonio Marino
47:36seine Forderung vor Gericht durchsetzt,
47:38dann müssen Sie um Ihr Vermögen fürchten.
47:39Sie brauchen also frisches Geld.
47:41Also haben Sie überlegt,
47:42wie Sie aus Ihrem gefährdeten Erbe
47:44noch ein bisschen Kapital schlagen können.
47:47Wie denn?
47:48Ihre Tochter sollte Daniel Heller dazu überreden,
47:50Ihnen Geld zu leihen.
47:54Wofür denn?
47:55Das sei wer.
47:57Das große Olivengut mit Ölmühle auf Sardinien.
48:00Top Lage.
48:01Top Ertrag.
48:02Die Geschichte hat nur einen kleinen Fehler.
48:04Das Gut existiert überhaupt nicht.
48:11Sie sind fleißig.
48:13Das muss ich Ihnen lassen.
48:19Es ging um zwölf Millionen, richtig?
48:23Und bei so einer Summe
48:25braucht man schon die große Love Story.
48:28Heirat, Familie.
48:30Ein bisschen große, weite Welt.
48:32Mit dem richtigen Köder
48:34kriegt man jeden Fisch an die Angel.
48:37Und er hat dann gebissen.
48:42Ich habe ihm gesagt,
48:43dass ich nur die Hälfte des Kaufpreises
48:45für das Olivengut zur Verfügung habe.
48:48Er wollte mir die andere Hälfte leihen.
48:51Kurzfristig.
48:53Immerhin war er vorsichtig genug,
48:54erst nach der Eheschließung zahlen zu wollen.
48:58Wir mussten also die Heirat durchziehen.
49:01Danach wollte ich verschwinden.
49:04Aber ihre Tochter wäre doch hier gebunden gewesen.
49:08Die hätte mit dieser Freundin
49:09auf einen Wellness-Trip gehen sollen
49:11und untertauchen.
49:13Das war der Plan.
49:18Aber dann...
49:20Mein Gott.
49:23Sandra.
49:25Diese Freundin?
49:28Isabel Sander?
49:38Gehen wir nicht lang drum herum, Frau Sander.
49:40Sie sind an einem Betrug beteiligt.
49:44Das wissen Sie doch auch.
49:47Warum haben Sie sich in so etwas reinziehen lassen?
49:50Sie war eine wirklich gute Freundin.
49:53Frau Sander, Sie sind eine unbescholtene Frau.
49:55Ich habe absolut nichts über Sie herausfinden können.
49:57Nicht mal ein Knöllchen wegen falschen Patens.
50:00Und so machen Sie sich strafbar.
50:04Ich weiß nicht, was Sie meinen.
50:06Sandra Scholl und Sie.
50:07Sie waren doch mehr als nur richtig gute Freundin, oder?
50:16Als Sie vor drei Monaten in die Parfümerie kam,
50:20es hat sofort gefunkt.
50:23Da war Frau Scholl doch schon
50:25mitten in den Hochzeitsplanungen mit Daniel Heller, richtig?
50:28Sandra hat ihn nicht geliebt.
50:30Nach der Haarzeit wollten Sie mit Frau Scholl
50:33einen Kurztrip machen.
50:35Aber in Wirklichkeit hatten Sie doch geplant,
50:36niemals zurückzukommen.
50:41Frau Sander, warum haben Sie uns nicht geholfen?
50:47Ich hatte Angst, dass man mich verdächtigt.
50:51Außerdem ist Sandras Mutter alles zuzutrauen.
50:54Wusste sie von Ihrer Beziehung?
50:56Nein.
50:57Nein, sie wusste nicht, dass Sandra und ich uns lieben.
51:03Nach der Sache mit Daniel wäre Schluss gewesen
51:05mit dieser Betrugsmasche.
51:07Das hat Sandra mir fest versprochen.
51:09Sie hätten es akzeptiert,
51:11dass die Frau, die Sie lieben,
51:12Daniel Heller heiratet?
51:15Sogar am Tag der Hochzeit
51:17haben wir noch darüber gestritten.
51:19Wo hat der Streit stattgefunden?
51:21Na, im Brautzimmer.
51:23Als ich sie fertig geschminkt hatte.
51:26Haben wir uns angeschrien.
51:28Haben wir geweint.
51:32Haben wir uns versöhnt.
51:36Sandra hat mir versprochen,
51:38dass wir abhauen,
51:38sobald sie Daniels Geld hat.
51:42Und die Nachricht auf dem Spiegel?
51:46Sollte sie daran erinnern,
51:47wen sie wirklich liebt?
51:50Nur sie.
51:56Die Frage ist also,
51:57hat sein Vater das mitbekommen oder nicht?
51:59Wenn ja, hat er ein fettes Motiv.
52:01Ja, alles,
52:02wofür er sein Leben lang geschuftet hat,
52:05weg, direkt nach der Eheschließung.
52:07Er hat das sicher gemerkt.
52:09Beweisen müsste man es.
52:12Dafür brauchen wir dich, Bernd.
52:14Bernd?
52:16Das wird nicht nötig sein.
52:28Das Fenster stand zur Teilzeit offen.
52:34So, das heißt,
52:35es wäre ja möglich,
52:36dass der...
52:40Da gewöhnst du dich noch dran.
52:41Ja, mal schauen.
52:43Komm, so ist das halt manchmal.
52:45Aber es ist schon eine interessante Art
52:47der Zusammenarbeit, oder?
52:48Ich meine,
52:49wir präsentieren dem einen Top-Verdächtigen
52:51und der...
52:51Also ich habe das Gefühl,
52:52Bernd ist uns gerade einen Schritt voraus.
52:54Soll er mal.
52:55Wegen mir gerne.
52:56Soll sein Ding durchziehen.
52:57Aber so ein bisschen Kommunikation
52:58wäre doch auch nicht schlecht, oder?
52:59Richtig, Fischer.
53:00Das sehe ich auch so.
53:02Ja, wir wünschen dich auch noch dran.
53:07Kommen Sie mal runter.
53:15Und?
53:17Unmittelbar vor der Tat
53:18gab es eine Auseinandersetzung
53:19zwischen der Braut und ihrer Geliebten.
53:22Was für eine Geliebte denn?
53:23Isabel Zander,
53:24die beste Freundin aus der Parfümerie.
53:27Sie war eifersüchtig auf Daniel Heller.
53:29Sandra Scholl hatte ihr geschworen,
53:31unmittelbar nach der Hochzeit mit ihr zu verschwinden.
53:33Mit ihr und dem Geld der Hellers.
53:37Und von ihr hätte man das gehört.
53:39Richtig, Fischer.
53:46Frau Heller.
53:49Ich habe beobachtet,
53:52Sie rauchen gern.
53:54Stört es Sie?
53:55Sind Sie Nichtraucher?
53:56Ich bin Nichtraucher,
53:57aber das habe ich nicht gemeint.
54:00Was machen Sie denn mit meinem Kleid?
54:03Das haben Sie doch getragen
54:04am Hochzeitstag Ihres Sohnes, oder?
54:06Die Sachen gehen direkt in die KTU.
54:09Wohin?
54:10In die kriminaltechnische Untersuchung.
54:12Es geht um mögliche Rückstände.
54:14Blut, Spiegelscherben.
54:16Egal wie winzig.
54:18Meine Frau sagt nichts ohne Anwalt.
54:19Das muss ich auch nicht, Herr Heller.
54:21Aber Sie sollten wissen,
54:22wenn wir Sandra Scholz Blut
54:23am Kleid ihrer Frau nachweisen,
54:25dann würde das bedeuten,
54:26dass Ihre...
54:26Meine Frau sagt jetzt nichts mehr.
54:29Lass gut sein, Burkhard.
54:32Ich kann nicht mehr.
54:35Mama?
54:35Es tut mir leid.
54:37Ah, Gott.
54:37Wann hat sie es Ihnen gesagt, Herr Heller?
54:40Am selben Abend.
54:42Gesagt?
54:44Was denn?
54:45Ich habe das für dich getan, Daniel.
54:48Ich...
54:48Ihre Mutter hat durch Zufall herausgefunden,
54:51wen Sie ohne es zu ahnen heiraten würden.
54:53Eine Betrügerin,
54:55die es nur auf ihr Geld abgesehen hat.
54:57Es war nicht das Schlimmste.
55:00Sie hat dich nie geliebt.
55:02Sag mal, hast du es nicht?
55:03Du bist die Einzige für mich.
55:04Du weißt, warum ich das hier mache.
55:06Das ist auch für uns.
55:07Für deine Mutter ist das.
55:09Aber mit dem Geld,
55:09dann uns die Welt offen macht.
55:11Höh mich nicht an.
55:12Das glaubst du auch selbst.
55:17Und da bringst du sie um.
55:19Das ging alles so schnell, Daniel.
55:21Ich wusste gar nicht, wie ich mich...
55:22Frau Heller?
55:24Bitte ganz langsam.
55:27Und ganz von vorn.
55:29Ich habe den Streit mit angehört von Sandra und ihrer...
55:35ihrer Geliebten.
55:42Sie hat eine Frau geliebt.
55:45Und dann bin ich nach oben und...
55:48sie saß da und...
55:50hat böse gelächelt.
55:54So von Grund auf böse.
55:57Diese Frau war bereit, uns alles zu nehmen.
56:00Unseren Sohn.
56:04Unseren Besitz.
56:06Und dann kam es zum Streit zwischen Ihnen?
56:09Ja.
56:10Es ist ganz furchtbar eskaliert.
56:15Ich habe sie gestoßen.
56:18Es muss ein Reflex gewesen sein.
56:20Lass du mich!
56:22Sie liegt am Boden.
56:25Sie sehen diese...
56:26große Spiegelschabe.
56:28Und dann spüren Sie diesen...
56:30diesen Impuls?
56:31Es war nicht überlegtes.
56:33Es ist mir einfach passiert.
56:35Mein Körper hat...
56:36einfach gehandelt.
56:38Ich...
57:01Ich wollte Daniel schützen.
57:05Uns alle.
57:24Ich weiß nicht, was ich will.
57:36Amen.
58:06Amen.
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