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Spaß
Transkript
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01:05UNTERTITELUNG
01:35Gut, dass Sie gekommen sind. Ich weiß, es ist spät, aber ich denke, wirklich ist es alarmierend, was da läuft.
02:04UNTERTITELUNG
02:10Guten Morgen, ihr Damen. Morgen.
02:14Wo ist denn Schubert? Der müsste unterwegs sein, hat sich verfahren.
02:18Trotz Navi. Das muss man erst mal können. Ziemlich trostloser Ort zum Sterben.
02:24Eine Kugel in die Brust. Aus nächster Nähe. Kleines Kaliber.
02:29Genaueres kann ich sagen, wenn ich das Projektil habe, aber es steckt nur in ihm drin.
02:35Wie heißt er denn?
02:37Stefan Leffert.
02:42Sorry, dass ich zu spät bin, aber da war eine Umleitung.
02:46Scheiße.
02:48Das ist so Stefan.
02:50Sie kennen ihn?
02:53Ja, das ist Stefan. Also, Stefan Leffert. Der war mal bei uns im Optizionat.
02:58Was? Ein Kollege?
03:00Ja, echt guter Polizist, aber früh pensioniert. Der hat sich bei einer Verhaftung ziemlich heftig am Rücken verlässt.
03:07Hat ihn echt fertig gemacht, nicht mehr dabei sein zu können.
03:09Sicherheitsberatung und Ermittlungen.
03:11Ja, genau. Der hat sich selbstständig gemacht als Privatdetektiv.
03:14Beheiratet? Kinder?
03:15Nee. Kann mir nicht vorstellen. Der war mehr so der Typ. Einsamer Wolf.
03:20Verstehe.
03:20Mann, ey. So ein Scheiß. Sorry.
03:27Ich denke mal, er hat sich hier mit jemand getroffen. Der könnte auch der Schütze gewesen sein.
03:32Der muss ziemlich nah in den Rhein gekommen sein.
03:34Wie meinst du das?
03:35Der Dr. Engel hat doch gesagt, der Fuß wurde aus nächster Nähe abgegeben.
03:39Ich denke, er kannte seinen Mörder.
03:41Mhm.
03:52Hey.
04:00Die Kundendaten kommen wir nicht ran. Der Computer ist Passwort gesichert.
04:03Die Sache ist jetzt bei den IT-Spezialisten vom LKA. Aber das kann dauern.
04:08Was willst du denn sonst noch bei Ihnen?
04:09Nichts. Keine Freundin, keine Familie.
04:14Der Privatdetektiv ohne Privatleben.
04:17Ja.
04:20Freutal?
04:22Frau Dr. Engel.
04:24Ja, Wahnsinn. Zwei Erkenntnisse auf einmal.
04:30Kaliber 36.
04:32Eher ungewöhnlicher als Kaliber, oder?
04:34In der Tat. Das ist heute nicht mehr sehr verbreitet.
04:37Zwei schlüssige Derringer-Waffen haben so ein Kaliber.
04:40Ach, das waren diese Mini-Dinger, die im Western die Damen immer im Strumpfbett haben.
04:44Ganz genau. Klein, aber effektiv.
04:48So eine Derringer ist nicht zu unterschätzen.
04:49Okay.
04:50Schauen Sie, direkter Herztreffer. Er war sofort tot.
04:54Am Telefon sprachen Sie von zwei Erkenntnissen?
04:56Ah. Machen ihn halt.
04:59Halten Sie mal?
05:00Hm. Was gab's denn da?
05:02Ich konnte es nicht genau zuordnen. Irgendwas Exotisches.
05:06Ich habe drei unterschiedliche Sorten, Fleisch, Fisch, Gemüse und Trockenobst gefunden.
05:10Kokos, Gemüse, Bananen, Nuss, Eier, Chili, Schweinerippchen, Huhn, Scampi, Knoblauch, Koriander.
05:16Komin, Sambal, Oleg, Getukumba. Das klingt, als hätte er sich durch ein Asia-Restaurant gegessen.
05:22Das ist eine indonesische Reistafel.
05:24Ah ja?
05:25Ja. Wurde von holländischen Kolonialisten in Indonesien eingeführt.
05:29Das sind so bis zu 40 Gerichte. Schmeckt wirklich toll. Sollten Sie mal probieren.
05:39Kein einziges Restaurant in oder um Wiesbaden bietet die indonesische Reistafel an.
05:45Also das halte ich für eine Marktlücke.
05:46Dafür habe ich das hier gefunden.
05:49Ey, den kenne ich. Der macht auch Kochkose?
05:53Ja. Und der letzte ist gestern Abend zu Ende gegangen. Asiatisch kochen.
05:58Und zum krönenden Abschluss wurde eine indonesische Reistafel zubereitet.
06:03Schubert? Sie kannten doch Leffert. Glauben Sie, dass der wirklich Interesse an sowas hatte?
06:08Am Herd stehen? Naja. Das passt ungefähr so zu ihm wie Sie zum Ironman-Training.
06:13Das verstehe ich jetzt nicht, Schubert.
06:15Naja, ich meine...
06:16Also wenn Sie recht haben, können wir doch wohl davon ausgehen, dass sich Leffert ausschließlich im Rahmen seiner Ermittlungen zu
06:23einem Kochkurs angemeldet hat, oder?
06:25Ja.
06:49Hat dieser Mann an Ihrem letzten Kochkos teilgenommen?
06:53Ja, stimmt.
06:55Steffen Leffert?
06:56Stefan Leffert.
06:58Ah, nein.
06:59Was gibt's denn heute?
07:01Rehschotter, geschmort, mit Kirschtomaten, Gnocchi und diesen wunderschönen Steinpilzen.
07:06Ah, klingt gut.
07:08Schauen wir mal.
07:10Mh, Mh, Bacholder, Angel.
07:13Ja, super.
07:14Und ist Ihnen irgendwas Besonderes an Herrn Leffert aufgefallen?
07:18Eigentlich nicht. Er war einer von sechs Kochkos-Teilnehmern. Wirkte eher uninteressiert am Kochen?
07:25Anders als Sie, oder?
07:28Es gibt eine Teilnehmerliste, oder?
07:29Ja.
07:30Ja, natürlich. Aber was ist denn mit Stefan Leffert? Hat er was ausgefressen?
07:34Er ist gestern nach der Mordeturm.
07:38Das ist ja schrecklich. Könnte ich jetzt bitte die Liste sehen?
07:43Ja, selbstverständlich. Mirko, kannst du einmal die letzte Teilnehmerliste raussuchen, bitte?
07:48Hat sich Leffert mit einem der anderen Kursteilnehmer irgendwie besonders beschäftigt? Ist Ihnen da was aufgetragen?
07:54Ehrlich gesagt nicht.
07:59Was ist das eigentlich für eine Tafel?
08:02Jeder Teilnehmer kriegt am Schluss ein Foto mit mir. Zur Erinnerung.
08:06Ah, verstehe.
08:09Sind die Fotos irgendwo gespeichert?
08:12Ja.
08:15Und?
08:17Also, das ist Manfred Blissing, 46 Steuerberater.
08:22Das hier ist Birgit Naumann, 36. Hier gehören zwei Klamottenläden in der Innenstadt.
08:29Judith Rosenbusch. Zu ihr habe ich nichts gefunden. Aber im Kurs hat sie sich als Verkäuferin vorgestellt.
08:37Guck mal, wer ist das daneben?
08:39Das hier?
08:40Lars Bohn, 31. Hat gesagt, dass er Künstler ist. Ist aber eigentlich Barkeeper.
08:45Ja, und Stefan. Sieht nicht so interessiert aus, ne? Also ist er wirklich eher beruflich da gewesen.
08:51Hm. Sag, sag mal das Bild davor.
08:57Ich glaube, ich kenne die.
08:58Ich glaube, ich kenne die. Echt?
08:58Ja. Und Verkäuferin, glaube ich, schon mal gar nicht.
09:02Wenn wir davon ausgehen, dass das echt ist, hat die ein paar tausend Euro in meinem Gelenk.
09:07Wird die ehren Kurs bezahlt?
09:09Überweisung. Hier.
09:11PBW.
09:12Privatbahn Wiesbaden, ja. Die betreuen ausschließlich größere Vermögen.
09:16Ja, also hat sie nicht gerade das typische Girokonto.
09:20Na was. Also die angebliche Verkäuferin und der angebliche Künstler sind sich offensichtlich etwas näher gekommen.
09:27Die alten Händchen.
09:28Oh.
09:30So, die Herren. Kleiner Gruß aus der Küche zwischendurch.
09:33Oh, wunderbar.
09:35Gemüsesüppchen gefüllt mit Olivenölfen.
09:37Danke. Gerne.
09:38Vielen Dank.
09:39Oh, ich liebe meinen Beruf.
09:41Was ist das?
09:43Das packt du. Essen Sie mal. Super.
09:46Kerstin, was gibt's?
09:48Ne. Ist nicht wahr, oder? Die hat die Verschlüsselung von Steffans Computer geknackt.
09:52Kerstin?
09:53Ja. Das ist super.
09:58Hey, das ging ja schneller als gehofft.
10:00Du hast mich drauf gebracht, weil du gesagt hast, dass Leffert seinem Polizeidienst über alles ging.
10:05Ja. Und?
10:06Also habe ich ein paar Daten aus seiner früheren Dienstzeit ausprobiert.
10:10Seine Dienstausweisnummer. Das ist das Passwort von seinem Laptop. Bingo.
10:16Hast du schon ein Angebot von einer NSA?
10:18Okay. Und womit hat sich Leffert zuletzt beschäftigt?
10:22Eine Observierung und der Auftraggeber ist Matthias Mühlenhoff.
10:25Die? Mühlenhoffs?
10:27Ja.
10:28Also jetzt sagen Sie nicht, dass Sie die auch kennen.
10:30Würdest du auch, wenn du die Klatschzeitschriften beim Friseur durchblätterst.
10:34Die Mühlenhoffwerke produzieren weltweit Anlagen für die Getränkeindustrie. Milliardenschweres Unternehmen. Immer noch in Familienbesitz.
10:40Und Matthias Mühlenhoff ist der eingeheiratete Geschäftsführer. Und zudem ein ziemlicher Lebemann.
10:46Lebemann? Angeber trifft's wohl eher.
10:48Wen hat Leffert für ihn observiert?
10:51Seine Ehefrau.
10:53Ach, und das ist die, die jetzt hier?
10:54Ja. Die angebliche Verkäuferin aus dem Kochkurs. Jetzt weiß ich, woher ich die kannte.
11:00Ist so ein Ding.
11:11Also wer so wohnt, der müsste doch eigentlich wunschlos glücklich sein.
11:15Das glaubst du hoffentlich nicht im Ernst, Schubert.
11:23Frau Mühlenhoff?
11:24Ja.
11:25Guten Tag, mein Name ist Reuter, Staatsanwaltschaft Wiesbaden.
11:28Herr Schubert, Frau Klarer von der Kripo Wiesbaden.
11:30Worum geht's?
11:32Wissen Sie, wer das hier ist?
11:35Nein.
11:36War's das?
11:36Nein.
11:38Dieser Mann wurde letzte Nacht ermordet.
11:39Und er war im gleichen Kochkurs wie Sie.
11:41Ich weiß nicht, wovon Sie sprechen.
11:43Ich kenne diesen Mann nicht.
11:45Vielleicht hilft Ihnen das ja hier auf die Sprenge.
11:49Welche Veranstaltung ich besuche, das ist wohl meine Privatsache.
11:53Der Ermordete war Privatdetektiv.
11:55Auf Sie angesetzt.
11:56Von Ihrem Mann.
11:58Und jetzt ist er tot.
12:00Und er hat Sie bei dem Kochkurs, für den Sie sich mit falschem Namen angemeldet haben, beschattet.
12:05Ich habe keine Urkundenfälschung betrieben.
12:07Den Kurs ist voll bezahlt.
12:09Zu allen weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an unseren Juristen.
12:12Kanzlei Dr. Reis.
12:14Einen schönen Tag noch.
12:23Sagen Sie mal, die hat sich jetzt aber gerade ganz schon ihrer Autorität entzogen.
12:28Dass es sowas noch gibt?
12:30Ja, ich bin entsetzt, Robert.
12:31Wirklich.
12:32Ich glaube, Sie wusste nichts von dem Privatdetektiv.
12:35Aber warum ist sie nicht neugierig?
12:37Stattdessen fährt sie einfach weg.
12:38Also, ich würde gerne wissen, was es für Sie Wichtigeres geben kann als uns.
12:41Gut.
12:42Das würden Sie doch sicher auch gerne wissen, Schubert, oder?
12:45Aye, aye, so.
12:59Guten Tag.
13:00Mein Name ist Reuter.
13:01Ich würde gerne Herrn Müllenhauch sprechen.
13:02Bitte.
13:04Danke.
13:09Wenn Sie mir bitte folgen möchten.
13:11Gerne.
13:28Herr Müllenhoff?
13:30Ja.
13:35Verzeihen Sie mein legeres Auftreten.
13:37Ich habe vor einem Monat den Jaguar beim Rennen zerlegt.
13:42Gestauchte Rückenwirbel, Schleudertrauma.
13:44Blockierte Lenkung.
13:45Sonst hätte ich den ersten gemacht.
13:47Das können Sie mir glauben.
13:48Ja, Herr Müllenhoff.
13:49Wir sind nicht hier, um über Autorennen zu plaudern.
13:53Wenn wir dann allein sprechen könnten?
13:55Selbstverständlich.
14:00Frau Wagner, vielen Dank.
14:06Wie kann ich Ihnen weiterhelfen?
14:08Warum haben Sie den Privatermittler Stefan Leffert auf Ihre Frau angesetzt?
14:12Wie das Wort Privatermittler schon impliziert in einer privaten Angelegenheit?
14:16Herr Müllenhoff, wir sind im Rahmen einer Mordermittlung hier und da ist dann gar nichts mehr privat.
14:20Leffert.
14:20Wie, Mord?
14:22Leffert, wo Leute nach erschossen.
14:26Oh mein Gott.
14:27Also?
14:30Meine Frau, ich glaube, dass sie mich betrügt.
14:58Ja.
15:12Ja.
15:16Dann hätte ich wohl kaum Herrn Leffert damit beauftragt.
15:21Er wollte sich eigentlich gestern Abend nochmal bei mir melden.
15:24Wissen Sie, wo Ihre Frau gestern Abend war?
15:26Nein.
15:27Sie haben eine ziemlich große Waffensammlung hier.
15:30Ja, das sind alles Familienerbstöcke.
15:33Ist zufällig eine Waffe mit dem Kaliber 36 dabei?
15:36Doch, sowas gibt es.
15:37Ach ja, und wo können wir die finden?
15:39Ich glaube, meine Frau bewahrt sie in ihrem Arbeitszimmer auf.
15:42Wenn Sie mir bitte folgen wollen.
15:49Oh, Ihre Frau hat offensichtlich viel zu tun. Sie arbeitet auch noch zu Hause.
15:52Ja, das ist der Jahresabschluss der Firma.
15:55Meine Frau lässt es sich nicht nehmen, alles nochmal durchzugehen.
15:59Judith muss immer alles kontrollieren.
16:00Da ist sie eigen.
16:03Aha.
16:04Da ist sie ja.
16:05Moment, die nehme ich.
16:26Ah!
16:48Christian, wo bist du?
16:50Bei so einem abgerockten Hotel in der Aukamallee. Die Mönhoff geht da gerade rein.
16:53Die hat einen Koffer bei sich. Der hat sich gerade von der Bank abgeholt.
16:56Okay, pass auf. Wir glauben, dass sie im Besitz der Tatwaffe ist. Also sei vorsichtig.
16:59Was? Okay.
17:04Ich gehe rein.
17:04Nein, warte auf uns.
17:05Okay, ist gut, ist gut.
17:07Was ist denn?
17:45Ich gehe rein.
18:07Ich gehe rein.
18:23An die Wand. Los, an die Wand.
18:29Mit dem Gesicht zur Wand. Los.
18:33Und die Hände auf den Rücken.
18:34Ich gehe rein.
18:45Ich gehe rein.
18:55Ich gehe rein.
18:59Ich gehe rein.
19:09Bernd, kommst du?
19:10Ja.
19:20Zweimal großes Tatorttreffen an einem Tag. Traurige Rekord.
19:24Wiesbaden, wild und gefährlich. Direkter Herztreffer, wie beim Privatdetektiv.
19:29Wohl die gleiche Waffe wie bei unserem ersten Toten.
19:32Also zwei Morde innerhalb von 24 Stunden mit seinem Kaliber. Das lässt uns ja wohl an, was dahinter steckt.
19:37Zwei doofe, ein Gedanke. Ich melde mich.
19:43Wenn ich nur eine Sekunde eher reingegangen wäre. Fuck!
19:48Okay. Okay, also... Das Opfer ist Lars Bohnen, ein Barkeeper, der auch in diesem Kochkurs war.
19:56Da stand sie, als ich reingekommen bin. Kam aus dem Badezimmer.
19:59Was können Sie da gemacht haben?
20:01Ich habe mich an der Tür gehört, Fluchtreflex.
20:04Wo geht's denn da hin?
20:06Da geht's ins Nebenzimmer.
20:07Ah. Darf ich mal?
20:09Ja.
20:11Danke.
20:13Ah, das Zimmer wurde offensichtlich aus beruflichen Gründen gemietet.
20:17Das Hotel ist für seine Lachserart bekannt. Viel mehr als einen gefälschten Namen braucht man nicht angeben, um ein Zimmer
20:22zu bekommen.
20:23Nicht sehen, nichts hören, nichts sagen.
20:25Genau. Deswegen wird es auch gerne von Damen des horizontalen Gewerbes genutzt.
20:31Gut. Ihr solltet die Dame, die das Zimmer gemietet hat, gutlich schnell vernehmen, ja?
20:34Ich kümmere mich drum.
20:46Guten Abend.
20:47Wo ist meine Frau? Geht's dir gut?
20:49Ich denke ja, aber sie steht unter Mordverdacht.
20:51Unter Mordverdacht?
20:53Um Gottes Willen, das muss doch hier alles ein schrecklicher Irrtum sein.
20:56Wenn das so ist, Herr Münhoff, dann würde ich das alles aufklären.
20:58Ich nehme an, dass es Ihr Rechtsverstand?
21:01Ja.
21:02Die Kanzlei von Dr. Reis vertritt alle juristischen Belange der Familie schon seit vielen Generationen.
21:06Nun, eigentlich erst seit drei.
21:08Carsten Reis.
21:09Bernd Reuter.
21:10Angenehm.
21:11Meinen Sie, ich könnte meiner Mandantin kurz sprechen, bevor das offizielle Verhörbild...
21:14Kein Problem. Einfach die Treppe hoch, zweite Tür links, ja?
21:20Herr Münhoff, Sie können ja gern warten. Wollen Sie Wasser und Kaffee?
21:22Ehrlich gesagt, finde ich das ja alles ziemlich deprimierend. Ich gehe jetzt lieber nach Hause.
21:26Wie Sie wollen.
21:43Guten Abend.
21:47Frau Münhoff, möchten Sie zu den heutigen Ereignissen im Hotel Royal eine Aussage machen?
21:53Ich muss Sie bitten, laut und deutlich zu antworten.
21:57Auf Anraten meines Anwalts möchte ich zum jetzigen Zeitpunkt die Aussage verweigern.
22:03Sind Sie sicher, alles was Sie aussagen, könnte auch Ihrer Entlastung dienen?
22:06Ganz sicher. Frau Münhoff verweigert jegliche Aussage.
22:12Gut.
22:14Bringen Sie bitte Frau Münhoff zurück. Danke.
22:16Also Ihr Anwalt hat Dir geraten, die Aussage zu verweigern?
22:18Danke.
22:24Danke.
22:39Also Ihr Anwalt hat Dir geraten, die Aussage zu verweigern.
22:42Habe ich doch gesagt.
22:43Na ja, das zeigt doch, dass sie schuldig ist.
22:45Nein, das heißt lediglich, dass er eine Verteidigungsstrategie verfolgt. Okay?
22:49Oder es ist die pure Verzweiflung.
22:51Ja, ja.
22:53Der Tatbestand ist eindeutig.
22:58Er hat sich beim Kochkurs an Sie rangemacht, Sie verführt, es kam zum Sex.
23:03Und dann hat er das Ganze gefilmt, um Sie später damit zu erpressen.
23:06Er wollte 500.000 Euro in bar.
23:09So.
23:10Das Ding ist total klar.
23:11Stefan, also Leffert, hat die Affäre aufgedeckt.
23:15Und noch bevor er das Ihrem Mann sagen konnte, hat sie ihn zum Schweigen gebracht.
23:18Sie hat ihn eiskalt ermordet.
23:20Wir haben die Tatwaffe, die eindeutig Frau Mühlenhoff gehört, eine starke Indizienkette und ein Hauptkommissar, der den Schuss gehört hat.
23:29Womit wir schon bei der zweiten Leiche wären, die auf Ihr Konto geht.
23:33Du siehst nicht besonders überzeugt aus.
23:37Sie machte auf mich hoffentlich den Eindruck einer eiskalten Doppelmörderin.
23:42Außerdem, warum wurden keine Schmausspuren gefunden?
23:44Das kann ich Ihnen sagen, Herr Reuter.
23:47Der Kopfkissenbezug, der wurde wie ein Handschuh benutzt.
23:49Und deswegen gibt es laut KTU keine Schussrückstände.
23:52Sind Sie jetzt zufrieden?
23:55Nö.
24:08Ja?
24:09Guten Tag, Frau Mühlenhoff.
24:11Bitte nehmen Sie die Handschellen ab und warten Sie nebenan, ja?
24:14Wo ist Dr. Reis?
24:15Dr. Reis wird nicht kommen.
24:17Sie dürfen mich ohne meinen Rechtsbeistand nicht vernehmen.
24:20Na, mit Ihrem Einverständnis doch wieder schon.
24:29Offen gesagt kann mich dieses Gespräch in große Schwierigkeiten bringen, da haben Sie natürlich recht.
24:33Aber alles, was Sie sagen, darf offiziell nicht gegen Sie verwendet werden.
24:38Andererseits kann ich alles, was für Sie spricht, im weiteren Verfahren berücksichtigen.
24:44Also wenn Sie mich nach meiner Meinung fragen, es kann nur von Vorteil sein für Sie, wenn wir uns unterhalten.
24:51Was wollen Sie denn wissen?
24:55Vielleicht fangen wir einfach mit Lars Boden an.
25:01Nun, ich erfülle da wohl jedes Groschenroman-Klischee.
25:07Reiche Frau, die eigentlich alles hat und sich trotzdem einsam fühlt, lässt sich von jüngerem Mann anflirten.
25:18Und glaubt tatsächlich, dass er an ihr als Mensch interessiert ist.
25:21Sie haben Herrn Bohn bei diesem Kochhaus kennengedannt, richtig?
25:26Ja.
25:27Kochen ist meine Leidenschaft.
25:30Lars, Herr Bohn, war charmant, redegewahn, humorvoll.
25:35Er hatte die gleichen Interessen wie ich.
25:38Skandinavischer Jazz, die Künstler der Brücke.
25:41Er hatte sogar John Abteig als Lieblingsschriftsteller.
25:47Glauben Sie eigentlich, dass er von Anfang an wusste, wer Sie wirklich sind?
25:51Ich habe es ihm nicht gesagt.
25:53Wann ist das hier entstanden?
25:59Nach dem vierten Kochabend.
26:04Wir sind noch etwas gemeinsam trinken gegangen und dann...
26:10Ich habe es sofort danach bereut.
26:12Aber ich dachte, wenn ich es ignoriere, dann wird es keine Konsequenzen haben.
26:16Bis Herr Bohn sie mit diesem Film konfrontiert hat.
26:22Vorgestern, nach dem Kursus.
26:25Wie haben Sie reagiert?
26:28Ich bin noch rumgefahren.
26:31Stundenlang.
26:34Ich war wehbetäubt.
26:43Haben Sie in dieser Nacht diesen Mann getroffen?
26:47Nein.
26:48Er war in dem Kochkurs, ja.
26:51Aber ich wusste nicht, dass er Privatdetektiv ist.
26:54Und ich habe ihn nicht umgebracht.
27:04So, die Currywurst in scharf, wie gehabt.
27:09Guten Appetit.
27:15Sag mal, hast du das eigentlich gelesen?
27:17Die Ergebnisse der KTU vom Lebenszimmer im Hotel?
27:20Nö.
27:22Warum? Was steht da drin?
27:24Mir geht es darum, was da nicht drin steht.
27:27Wir haben auf den Gegenständen im Zimmer keinen einzigen Fehlerabdruck gefunden.
27:30Nicht auf der Wäsche, nicht auf den Kondom und auch nicht auf der Sexflasche.
27:34Die Prostituierte, die alle sauber abwischen.
27:36Nee, nee, nee, nee.
27:37Ich finde, wir sollten uns mit der Dame ein bisschen genauer beschäftigen.
27:40Mama Kerstin, was ist denn los?
27:41Wir haben doch die Täterin.
27:42Fängst du auch schon an.
27:45Entschuldigung, Frau Mühlenhoff, aber ich möchte einfach gern wissen, was in Ihrem Leben so vorgeht.
27:51Matthias betrügt mich.
27:53Ich habe aufgehört zu zählen mit wie vielen Frauen.
27:57Wir treten nur noch gesellschaftlich gemeinsam auf und in der Firma natürlich.
28:02Er ist dort Geschäftsführerin?
28:04Ja, aber ich bin immer noch die Mehrheitsgesellschafterin.
28:08Also seine Chefin sozusagen?
28:10Nicht nur sozusagen. Ich kontrolliere immer noch alles.
28:16Frau Mühlenhoff, diese Nacht, als Sie, wie Sie gesagt haben, mit dem Auto herumgefahren sind, gab es da irgendwelche Zeugen?
28:24Nein.
28:27Am nächsten Morgen habe ich die Bank angerufen und die Bereitstellung des Geldes veranlasst.
28:34Und Bohnen hat sie dann in das Hotel bestellt?
28:39Das gleiche Zimmer, wo wir schon... Danke.
28:43Was ist dort passiert?
28:49Er hat den Koffer geöffnet und kurz das Geld kontrolliert.
28:54Auf dem Fernseher lief das Video.
28:57Ich fand das widerlich.
29:00Ausgemacht war, dass er mir den Datenstick mit der Aufnahme gibt.
29:04Er hat gesagt, ich soll fünf Minuten ins Badezimmer gehen. Das habe ich getan.
29:09Und dann kam der Schuss.
29:11Dann ist der Polizist hineingestürzt und hat mich verhaftet.
29:18Ich wusste sofort, dass er tot war.
29:24Die gleiche Reaktion hatte schon Dr. Reis.
29:31Er hat Ihnen geraten, alles für sich zu behalten.
29:36Niemand wird mir glauben.
29:42Wissen Sie, was ich nicht verstehe, Frau Mühnoff?
29:44Warum haben Sie sich überhaupt eingelassen auf die Erpressung?
29:47Warum sind Sie nicht einfach zur Polizei gegangen?
29:49Der Wunsch, dass das alles schnell vorbei ist,
29:52dass es nicht an die Öffentlichkeit gezerrt wird,
29:55der war einfach stärker.
30:02Sie haben ohne Anwalt mit ihr geredet?
30:05Das kann doch die ganze Anklage gefährden.
30:07Nein, ich kann nur nichts von dem, was sie mir gesagt hat, vor Gericht verwenden.
30:11Okay?
30:12Habt ihr irgendwas über diese Phantomprostituierte im Nebenzimmer rausgekriegt?
30:16Ja, sie hat sich als Rita Young in dem Hotel angemeldet.
30:19Ich weiß nicht, dass sie nicht wirklich weitergeholfen hat, aber...
30:21So sieht sie laut Hotelmanager aus.
30:24Also, wenn sie irgendwas mit dieser Geschichte zu tun hat,
30:28dann muss sie von Lars Bohnen Zerpressung gewusst haben.
30:30Kann sein, ja.
30:34Was hat Bohnen beruflich gemacht? Irgendwas in der Gastronomie, ne?
30:37Ja, Barkeeper in einer Cocktail-Lounge. Das Blue Moon.
30:42Ja, dann macht mal.
30:45Ja.
30:51Kennst du den Namen?
30:52Nö.
30:53Ist aber auch eher was.
30:57Eher was fürs gesetzte Republikum, ne?
31:00Na ja, so ein junger Hüpfer bis Saunen.
31:02So.
31:03Sehr gerne.
31:05So.
31:12Ich glaub, du hast Chancen hier.
31:15Vielleicht wird das doch noch dein Laden.
31:18Dann müssten die hier erst mal nen Kicker und ne Glotze für die Bundesliga reinbauen.
31:23Auf jeden Fall ist das hier ein ideales Jagdrevier.
31:26Also, für den Juli.
31:34Vorliegzeit, oder?
31:35Es geht um Lars Bohnen. Der hat doch hier gearbeitet.
31:39Er ist heut nicht gekommen und deswegen muss ich hier stehen.
31:41Es wird doch noch ne Weile so bleiben. Herr Bohnen ist tot.
31:44Tot?
31:47Ach du Scheiße.
31:49Werden Sie die?
31:53Das könnte Tanja sein?
31:56Seine Freundin.
31:57Wissen Sie, wo wir sie sind?
31:58Äh, hier.
32:00Wie?
32:02Tanja?
32:08Das ist sie.
32:10Ich will da mal ein paar Fragen an sie.
32:13Es geht um Lars, Bo...
32:14Hey, stehen bleiben.
32:16Gibt's da auch noch nen Ausgang?
32:17Na ja, hinten durchs Lager geht's raus.
32:19Okay.
32:32Polizei, stehen bleiben!
32:36Wenn man das hört, bleibt man stehen.
32:40Oder man macht sich sehr verdächtig.
32:42Jo.
32:46Hose.
32:53Sie wussten es nicht?
33:07Ich hab schon geahnt, dass was passiert ist, als er nicht nach Hause gekommen ist.
33:13Die Sache war einfach zu gut, um wahr zu sein.
33:17Was für eine Sache. Sind Sie deswegen von uns weggelaufen?
33:22Ich glaub, ich möchte jetzt lieber nichts mehr sagen.
33:25Frau Müller, wir müssen hier einen Mord aufklären.
33:28Kerstin, Kerstin.
33:34Tanja.
33:37Ich darf sie doch so nennen.
33:42Sie sind doch...
33:44...ne kluge Frau.
33:50Ich meine, Sie wissen, wie es läuft. Es ist sehr smart, erstmal nichts zu sagen.
33:54Aber für uns sind Sie ja erstmal hauptsächlich nur ne Zeugin.
33:59Also.
34:01Was für ne Sache war das denn mit Lars?
34:06Lars hatte diese alte Schachtel an der Angel.
34:09Diesmal sollte es der Haupttreffer sein.
34:11Die war angeblich steinreich.
34:14Hat er das öfter gemacht?
34:16Ja.
34:17Klar.
34:19Immer wenn eine von denen ihn in der Bar angemacht hat.
34:23Also.
34:24Hat er sich verkauft?
34:28Und das hat ihn gar nichts ausgemacht?
34:31Nö.
34:33Die waren ja wohl wirklich keine Konkurrenz für mich.
34:36Ja.
34:38Von dem Geld konnten wir uns tolle Klamotten kaufen.
34:41Und reisen.
34:45Neulich waren wir auf den Mal in Dieben.
34:49Das war so schön.
34:52Und wozu haben Sie das Nebenzimmer im Hotel angemietet?
34:57Na.
34:59Lars hat gesagt, ich soll es mieten.
35:01Und es dann so aussehen lassen, als wenn da eine Nutte absteigt.
35:04Ich soll die Schlüsselkarte unter die Fußmatte legen.
35:07Und aufpassen, dass ich keine Spulen hinterlasse.
35:10Ich habe extra Putzanschule gekauft.
35:12Aber wozu das Ganze?
35:15Das hat er nicht gesagt.
35:18Kennen Sie diese Frau?
35:21Nie gesehen.
35:23Auch nicht in der Cocktailbar.
35:26Er war in den letzten Wochen ganz aufgeregt.
35:29Hat gesagt, er hätte einen Auftrag.
35:31Und wenn es klappt, dann sind wir reich.
35:34Können endlich raus aus der Bar.
35:36Auf Weltreise.
35:48Der Typ war wirklich so ein Callboy.
35:52Bäh.
35:53Und wie.
35:56Was ist denn Ding?
35:59Frau Mühlenhoff hat mir gesagt, dass Bohn exakt die gleichen Interessen hatte wie sie.
36:03Gleicher Musikgeschmack bis hin zum selben Lieblingsautoren.
36:05Das kann doch kein Zufall sein.
36:07Du meinst, jemand hat Bohn auf sie angesetzt?
36:10Also, wenn das so war, dann war das jemand, der sich sehr gut kennt.
36:15Und der oder die hat Bohn zur Erpressung angestiftet.
36:19Alles inszeniert.
36:20sich im Nebenzimmer versteckt, bis die Mühlenhoff im Badezimmer verschwunden ist und dann Bohn erschossen.
36:25Ja, und was ist mit dem 500.000? Die hat er nur liegen gelassen, weil ich dann dazugekommen bin oder
36:28was?
36:30Vielleicht ging es ja gar nicht ums Geld.
36:32Sondern?
36:33Vielleicht sollte ja nur der Eindruck erweckt werden, dass sie genau das ist, wofür sie sich jetzt alle halten. Eine
36:37Mörderin.
36:38Wer könnte daran ein Interesse haben?
36:41Ihr Ehemann?
36:50Matthias Mühlenhoffs Alibi für den Mord an den Privatdetektiv wackelt.
36:54Die abendliche Besprechung mit dem Anwalt Reis ging nur bis neun.
36:58Also, Judith Mühlenhoff war sicher, dass er sie regelmäßig betrügt.
37:01Na, dann fragen wir ihn jetzt mal, wo er sich die Nächte um die Ohren schlägt.
37:05Okay, halt mich auf dem Laufenden, ja?
37:06Machen wir.
37:10Der Typ scheint ja echt ein enormes Schleudertrommat zu haben, so oft wie der sich massieren lässt.
37:14Hättest du wohl auch gern.
37:22Guten Tag.
37:24Wir müssen doch mal mit dem Hausherrn sprechen.
37:26Herr Mühlenhoff möchte nicht gestört werden.
37:30Wir brauchen auch nicht lang.
37:31Und wir wissen auch schon, wo wir ihn finden.
37:49Das zahlt aber nicht die Kasse.
37:51Dafür muss man wohl privat versichert sein.
37:53Das fällt Ihnen ein, raus hier!
37:55Ich hab nichts dagegen.
37:58Aber Sie kommen mit.
38:00Und zwar alle beide.
38:04Na los!
38:10Was Ihr Alibi betrifft, Herr Mühlenhoff, da haben Sie uns angelogen.
38:16Ja, aber das hab ich doch nur getan, um meine Privatsphäre zu schützen.
38:19Warum auch immer, Sie haben uns angelogen.
38:22Wo waren Sie also?
38:24Bei Miriam.
38:26Wir lieben uns.
38:28Und ich erwarte sein Kind.
38:32Na dann, meinen herzlichen Glückwunsch.
38:35Das Problem ist nur, unter diesen anderen Umständen haben Sie ein Motiv, ihn zu decken.
38:39Aber wieso?
38:41Also.
38:43Bei einer Scheidung verliert Ihr Liebhaber seinen dicken Führungsjob
38:47und kriegt nur ganz stinknormalen Unterhalt von seiner Frau.
38:51Wenn Frau Mühlenhoff jetzt jedoch wegen Mordes verurteilt wird, bleibt er in Amt und Würden.
38:56Wir wollen wissen, ob und wie Herr Mühlenhoff geplant hat, seine Frau als Mörderin abzustempeln.
39:02Aber...
39:03Als dieser Erpresser im Hotel ermordet wurde, da...
39:07da waren Sie doch bei Matthias Zuhause und bestimmt.
39:11Aber...
39:11jemand anderes hatte genug Zeit, ins Hotel zu fahren und den Mord zu begehen.
39:15Und zwar Sie.
39:18Ja, wie kommen Sie denn auf sowas?
39:19Das ist doch völlig absurd!
39:21Sowas würde ich nie tun. Das... das... das können Sie mir glauben.
39:24Das schwöre ich Ihnen.
39:26Ich glaube Ihnen nicht.
39:28Ob Ihre Frau Sie betrügt oder nicht, das ist Ihnen doch völlig wurscht.
39:32Darum haben Sie den Privatdetektiv nicht engagiert.
39:34Sie haben ihn engagiert, weil er Ihnen kompromittierendes Material über Ihre Frau besorgen sollte.
39:38Damit Sie etwas in der Hand haben. Nach der Trennung.
39:41Man könnte auch sagen, Sie hatten vor, Ihre Frau zu erpressen.
39:43Wissen Sie, wie das ist, mit einer heichen Frau verheiratet zu sein?
39:48Aber immer daran erinnert zu werden, dass man selber nichts hat?
39:52Jedes Mal, wenn ich mehr als Zehntausende im Monat ausgeben wollte,
39:55dann musste ich diesen Anwalt Reis als Prokuristen bitten, mein Limit zu erhöhen.
39:59Die meisten Menschen werden daran erinnert, dass sie nicht mehr Geld ausgeben dürfen von ihrer Bank.
40:04Man nennt das Dispo Limit.
40:06Okay.
40:11Unsere Physiotherapeutin, die war wohl auf dem Weg zu einer Patientin. Sie hat also nicht wirklich ein Alibi für den
40:15Zeitpunkt der Tat.
40:17Glauben wir wirklich, dass diese Miriam Wagner so abgebrüht ist?
40:20Ich meine, auf dem Weg zur nächsten Massage mal eben Menschen erschießen, glaube ich.
40:24Naja, so die ganz großen Skrupel hat sie nicht. Sie ist tatsächlich schwanger. Sie hat mir ihren Mutterpass gezeigt.
40:30Allerdings ist sie schon im vierten Monat.
40:32Ach, nee. Also den Unfall, nachdem er sich in ihre heilenden Hände begeben hat, hatte Mühlenhoff doch erst vor dreieinhalb
40:38Monaten.
40:39Ganz genau.
40:40Ganz schön ausgepuffte, junge Dame.
40:42Müssen wir das dem werdenden Vater sagen?
40:44Nö.
40:46Da wird er schon selber drauf kommen, früher oder später.
40:49Also wie auch immer, jemandem einen Kokoskind unterzuschieben ist eine Sache.
40:52Sich aber einen komplexen Wortplan auszudenken ist eine völlig andere Dimension.
41:01Es gibt noch ein Problem.
41:04Warum sollte Mühlenhoff ein Privatdetektiv engagieren, wenn er damit rechnen muss, dass der hinter Bodens wahre Absichten kommt?
41:09Das macht doch keinen Sinn.
41:10Stimmt.
41:11Und was ist mit dem Nebenzimmer?
41:13Ich denke, dass Bohlen seine Freundin gebeten hat, das Zimmer zu mieten, damit er gegebenenfalls einen Fluchtweg hat.
41:18Mit anderen Worten, Sie glauben auch nicht mal die Theorie des Unbekannten schützen.
41:20Das hat mit Glauben nichts zu tun, Schubert. Es bleibt einfach niemand mehr übrig, der ein Motiv haben könnte.
41:25Und das bedeutet?
41:26Dass ich gegen Judith Mühlenhoff Anklage erheben werde.
41:29Na also.
41:42Die Staatsanwaltschaft beschuldigt daher die Angeklagte Judith Mühlenhoff gemäß § 211 StGB der Morde an Steffen Leffert sowie Lars Bohn.
41:52Ich weise Sie hiermit auf Ihre Aussagefreiheit als Angeklagte hin, Frau Mühlenhoff.
41:57Möchten Sie sich zu den Ihnen zur Last gelegten Taten äußern?
42:01Vertrauen Sie mir. Wie besprochen, ich regle das.
42:04Im Namen meiner Mandantin würde ich gerne eine Erklärung abgeben.
42:07Bitte.
42:10Meine Mandantin steht seit mehreren Monaten unter großem persönlichen Druck.
42:15Daher nimmt sie starke Psychopharmaka.
42:17Diese Präparate sind in ihrer Wirkung bewusstseinsbeeinflussend und verändernd.
42:22Meine Mandantin Frau Mühlenhoff bestreitet ihre Taten nicht, aber sie war zum Zeitpunkt des Begehens dieser Taten nicht sie selbst.
42:29Wir beantragen daher Anerkennung auf Schuldunfähigkeit nach § 20 StGB.
42:34Moment, Moment, Moment, Moment.
42:37Herr Vorsitzender, ich höre gerade zum ersten Mal vom Medikamentenkonsum der Angeklagten.
42:42Frau Mühlenhoff wurde nach ihrer Festnahme routinemäßig eine Blutprobe entnommen.
42:46Ich beantrage, dass diese Probe durch die Rechtsmedizin toxikologisch untersucht wird.
42:50Und ich beantrage weiterhin, dass die Angeklagte psychiatrisch begutachtet wird.
42:55Dem Antrag der Staatsanwaltschaft wird stattgegeben.
42:57Wir setzen zu einem späteren Zeitraum fort.
43:14Frau Mühlenhoff, einen Moment bitte.
43:19Warum haben Sie mir nichts von den Medikamenten gesagt?
43:21Weil das niemanden etwas angeht.
43:24Dr. Reis weiß davon?
43:26Dr. Reis meint, es ist die beste Strategie.
43:29Ich habe Angst, Herr Reuter. Ich will nicht ins Gefängnis.
43:31Das ist ein sehr gefährliches Spiel, dass Sie da spielen.
43:33Wenn Sie Pech haben, steckt Sie der Richter in eine geschlossene Psychiatrie und da kommt man nicht so einfach wieder
43:38raus.
43:38Was geht hier vor?
43:39Stimmt das etwa?
43:40Was soll das, Herr Reuter? Lassen Sie meine Mandantin in Ruhe.
43:44Würde ich wieder vorkommen. Entschuldigung.
43:49Anstalt ist ein Unsinn. Lassen Sie sich nicht voran sichern.
44:02Also keine Psychopharmaka?
44:04Weder Antidepressiva noch Sonstiges. Auch keine Drogen. Frau Mühlenhoff ist vollkommen clean.
44:09Könnte es sein, dass vom Körper schon alles abgebaut wurde?
44:12Unmöglich. Die Blutprobe, die ich untersucht habe, wurde direkt nach der Verhaftung entnommen.
44:18Also war die Behauptung der Verteidigung, Frau Mühlenhoff habe Tabletten geschluckt gelogen?
44:22Nein. Ich habe mit Frau Mühlenhoffs Arzt gesprochen. Sie hat ihn im Zuge dieses Verfahrens von seiner Schweigepflicht entbunden.
44:29Und er hat eingeräumt, ihr ein Präparat gegeben zu haben.
44:33Allerdings ein Placebo.
44:36Warum?
44:37Ihm schien der Zusammenhang zwischen ihrer Niedergeschlagenheit und ihrer Ehe, genau ihrem Ehemann, offensichtlich.
44:44Und er befand es für wichtig, dass sie das selbst herausfindet und sich daraus befreit.
44:48Antidepressiva hätten Sie nur betäubt, verstehe.
44:52Wäre Ihr Kollege bereit, vor Gericht auszusagen?
44:54Ja.
44:54Gut. Hat die Verteidigung da schon?
44:57Ich habe es Dr. Reis zustellen lassen.
45:01Sagen Sie, seine Verteidigungsstrategie ist damit zerstört, oder?
45:06Ja. Und wo Dieter Mühlenhoff ist voll schuldweg.
45:12Einen schönen Tag. Trotzdem.
45:24Oh, Ihre Frau hat offensichtlich viel zu tun. Sie arbeitet auch noch zu Hause.
45:27Ja, das ist der Jahresabschluss der Firma. Meine Frau lässt es sich nicht nehmen, alles nochmal durchzugehen.
45:36Ja. Ich kontrolliere immer noch alles.
45:44Warte, schieben Sie bitte eine Streife in die Villa Mühlenhoff. Im Arbeitszimmer der Angeklagten steht ein Schreibtisch. Darauf stehen etliche
45:50Ordner. Die möchte ich bitte haben.
45:53Aber, aber das geht doch nicht.
45:59Aber, aber das geht doch nicht.
46:42Na, Kerstin, schläfst du schon? Hm.
46:45Ich baue die Verbindungsdaten von Leffert. Vom Handy.
46:49Ich baue die Aufwürfelerei.
46:52Danke dir. Tschüss.
47:06Ich baue die Aufwürfelerei.
47:29Haben Staatsanwaltschaft und Verteidigung vom Gutachten Kenntnis erhalten?
47:33Ja.
47:35Herr Verteidiger, bei den von Ihrer Mandantin eingenommenen Medikamenten handele es sich zweifelsfrei um Placebos, also um absolut wirkstofffreie Präparate.
47:44Das ist der Verteidigung bekannt, ja.
47:46Beantragen Sie die Vernehmung des behandelnden Arztes Ihrer Mandantin als Zeugen?
47:49Nein, ich verzichte.
47:50Nun, ich nehme an, die Staatsanwaltschaft wird den Zeugen hören wollen.
47:55Nein. Ich möchte mich stattdessen entschuldigen.
47:58Entschuldigen wofür, Herr Rott?
47:59Ich möchte mich bei der Angeklagten entschuldigen für das Leid, das sie erdulden musste, weil sie zu Unrecht als Täterin
48:05dargestellt wurde.
48:08Verstehe ich das richtig? Sie halten meine Mandantin für unschuldig?
48:11Ja, das verstehen Sie richtig.
48:15In diesem Fall beantrage ich den Prozess...
48:17Die Angeklagte wurde das Opfer eines Komplotts.
48:20Der Initiator dieses Komplotts hat vor etwa einem Jahr knapp drei Millionen Euro von einem Geschäftskonto der Mühlenhofwerke unterschlagen.
48:27Ich weiß zwar nicht, was der Herr Oberstaatsanwaltschaft bezweckt, aber so wie ich das verstehe, ist der Prozess hiermit beendet.
48:33Wann der Prozess hier zu Ende ist, das entscheide mir noch ich, Herr Dr. Reis. Und ich, ich möchte das
48:37hören. Danke.
48:39Ziel dieses Komplotts war es, die Unterschlagung zu vertuschen.
48:42Der Täter stand dabei unter sehr hohem Zeitdruck, weil er wusste, dass die Angeklagte, die als äußerst versierte Kontrollerin gilt,
48:48mit der Prüfung des Jahresabschlusses der Mühlenhofwerke begonnen hatte.
48:51Es war also nur eine Frage der Zeit, bis diese unterschlagene Summe auftauchen würde.
48:56Und um dies zu verhindern, sorgte der Täter dafür, dass Frau Mühlenhof wegen zweier Morde angeklagt wurde, die sie gar
49:03nicht begangen hat.
49:04Sie meinen damit, jemand hat der Angeklagten eine Falle gestellt?
49:07Richtig. Der Täter wusste von Frau Mühlenhoffs kaputter Ehe, er wusste von ihrer Einsamkeit.
49:12Und er hat den Cowboy Lars Boden auf Frau Mühlenhoff angesetzt.
49:16Er hat ihn mit detaillierten Informationen über die Vorlieben und die Interessen von Frau Mühlenhoff versorgt,
49:21was dazu führte, dass sich der Cowboy sehr schnell das Vertrauen von Frau Mühlenhoff erschleichen konnte.
49:26Herr Vorsitzender, ich bitte Sie eindringlich, diese wirren Spekulationen des Oberstaatsanwalts nicht weiterhauen zu geben.
49:32Ich musste meinen Verteidiger da zustimmen, also, wenn Sie keine konkreten Beweise haben.
49:36Herr Vorsitzender, ich habe hier den Erbvertrag der Mühlenhoff-Werke.
49:43Sehr interessant ist der Punkt 2, Absatz 4.
49:47Um die Geschäftsfähigkeit der Mühlenhoff-Werke aufrechtzuerhalten, wird für den Fall,
49:51dass die Geschäftsführung wegen eines Kapitalverbrechens angeklagt wird,
49:54der Justiziar des Hauses als kommissarischer Geschäftsführer eingesetzt.
49:58Ja.
50:00Nun, wie wir wissen, wurde Frau Mühlenhoff wegen Mordes angeklagt.
50:04Und wer der Justiziar der Mühlenhoff-Werke ist, das wissen wir auch.
50:08Herr Dr. Carsten Reiß.
50:11Das ist doch absurd.
50:13Also, erst kommen Sie hier mit Ihren lächerlichen Verschwörungstheorien gegen meine Mandantin
50:17und jetzt bin ich plötzlich der Täter wegen einer von meinem Großvater aufgesetzten Erbregelung vor 60 Jahren.
50:25Herr Dr. Reiß, ich habe hier die elektronische Orderbestätigung über Aktienkäufe in Höhe von genau 2.984.000 Euro.
50:33Bezahlt von einem Firmenkonto der Mühlenhoff-Werke, autorisiert mit Ihren persönlichen Login-Daten und Ihrem Passwort.
50:40Ist das wahr?
50:41Also, ich verbitte mir diese haltlosen und wirklich beleidigenden Unterstellungen, Herr Reuter.
50:45Ich führe seit drei Generationen höchst erfolgreich eine der angesehensten Kanzleien in dieser Stadt.
50:50Da habe ich es ja wohl verdammt noch mal nicht nötig, wie ein kleiner, mieser Betrüger Geld zu veruntreuen.
50:54Geht das rein in der kleine verbohrtes Beamtenhirn, Herr Reuter?
50:59Herr Dr. Reiß, bitte.
51:02Ihre Verdienste werden doch hier überhaupt nicht bezweifelt.
51:04Ich denke, es gibt niemanden hier im Saal, der Ihre große juristische Kompetenz in Zweifel zieht.
51:09Und daran, dass Sie und Ihre Vorfahren maßgeblich zur Vermehrung des Reichtums der Familie Mühlenhoff beigetragen haben,
51:16daran besteht sich ja auch kein Zweifel.
51:18Das sehen Sie doch auch so, Frau Mühlenhoff.
51:20Ja, natürlich, aber...
51:21Und dieses Vermögen ist wirklich sehr beeindruckend.
51:25Es ist kein Geheimnis, dass die Familie Mühlenhoff zu den Milliardären dieses Landes gehört.
51:31Was soll das, Herr Reuter?
51:34Entschuldigung, ich versuche mir gerade vorzustellen, wie sich das wohl anfühlt,
51:37wenn man jahrzehntelang Tag für Tag sich abgeragert hat,
51:41um einer anderen Familie zu einem unermesslichen Reichtum zu verhelfen.
51:44Und man selbst bleibt immer nur der Steigbügelhalter, der kleine Angestellte.
51:49Das ist doch lächerlich. Sie tun gerade so, als wenn ich umsonst arbeiten würde.
51:53Nein, nein, nein. Das tut Sie natürlich nicht, Herr Dr. Reis.
51:58Aber hat Ihr Einkommen auch nur annähernd die Dimension des Einkommens der Familie Mühlenhoff?
52:03Herr Vorsitzender, ich glaube nicht, dass meine wirtschaftliche Situation hier wirklich das Thema ist.
52:08Das sehe ich etwas anders, Herr Dr. Reis.
52:10Ich denke, dass Ihre wirtschaftlichen Verhältnisse sogar das zentrale Thema sind.
52:16Weil Sie nicht zufrieden sind mit dem, was Sie haben,
52:18sondern weil Sie neidisch sind und eifersüchtig auf das Vermögen der Familie Mühlenhoff.
52:22Und weil Sie der Meinung sind, dass Ihnen ein Teil dieses Reichtums zusteht.
52:26Und diesen Teil wollten Sie sich holen, als Sie das Geld unterschlagen haben.
52:31Aber leider haben Sie sich total verspekuliert bei Ihren Aktiengeschäften.
52:35Und das Geld, das Sie möglicherweise zurückzahlen wollten, war weg.
52:39Sie sollten Märchenmücher schreiben, Herr Reuter. Sie sind wirklich ein Riesentalent.
52:44Meine Hochachtung.
52:45Oh, vielen Dank.
52:46Noch etwas. Wir haben Ihre Internetprotokolle überprüft.
52:51Und wir haben festgestellt, dass sich Ihre IP-Adresse auf dieser Website eingeloggt hat.
52:59Und dieser Mann für gewisse Stunden war der Köder, mit dem Sie Frau Mühlenhoff aus dem Verkehr ziehen wollten.
53:05Es reicht, Herr Reuter. Sie stehlen uns allen hier die Zeit.
53:08Was Sie aber nicht wissen konnten, Herr Dr. Reis, war, dass Matthias Mühlenhoff, der Mann von Frau Mühlenhoff,
53:14einen Privatermittler, Stefan Leffert, auf seine Frau angesetzt hatte.
53:18Und Herr Leffert hat die Identität des Callboys rausgefunden.
53:25Herr Mühlenhoff?
53:26Ja, Sie haben Besuch.
53:29Eigentlich wäre Ihre Geschichte an dieser Stelle zu Ende gewesen, aber Sie hatten ein unglaubliches Glück.
53:35An dem Abend, an dem Leffert Herrn Mühlenhoff angerufen hat, um ihn über seine Ermittlungsergebnisse zu informieren,
53:42waren Sie zufällig im Haus und sind ans Telefon gegangen.
53:47Hallo?
53:49Sie konnten dem Privatermittler glaubhaft versichern, dass Sie der Justizial des Hauses sind.
53:54Und Sie konnten ihn dazu bringen, dass er sich mit Ihnen verabredet.
54:03Gut, dass Sie gekommen sind. Ich weiß, es ist spät, aber ich denke wirklich, es ist alarmierend, was da läuft.
54:21Nach diesem ersten Mord haben Sie eiskalt weitergemacht.
54:26Boden hat ihn im Auftrag von Mühlenhoff erpresst und für die Geldübergabe haben Sie ihm aufgetragen,
54:30dass seine Freundin das Zimmer mit der Verbindungstür mietet.
54:33Dort haben Sie gewartet.
54:43Hast du das Geld dabei?
54:46Du wartest den Wart. Fünf Minuten, dann kannst du gehen.
54:49Is das
54:50Das war's für heute.
55:25Du bist ein widerlicher Mensch.
55:32Ein ekelhafter und widerlicher Mensch.
55:45Mein Vater hat sich totgeschüftet für euch.
55:51Habt ihr es ihm einmal gedankt?
55:53Einmal?
55:54Ihm einmal eine Gewinnbeteiligung gegeben?
55:57Nein.
55:58Kein Cent.
55:59Nichts.
55:59Nichts.
56:0343 hat er seinen ersten Herzinfarkt gehabt.
56:06Mit 50 lag er auf dem Friedhof.
56:09Ich konnte nicht zulassen, dass mir das auch passiert.
56:11Ich konnte das nicht zulassen!
56:16Die Staatsanwaltschaft zieht die Anklage gegen Frau Mühlenhoff zurück
56:19und beantragt die sofortige Freilassung.
56:21Gleichzeitig wird beantragt,
56:22Herr Dr.
56:22Carsten Reiß vorläufig festzunehmen.
56:24Tatverwurf zweifacher Mord aus niederen Beweggründen.
56:33Die Anträgen der Staatsanwaltschaft wird stattgegeben.
56:38Herr Reuter, das war echt...
56:41ein beeindruckender Auftritt.
56:42Oh, danke.
56:43Die Indizien hätten ja gereicht, aber es geht nichts über ein schönes Geständnis.
56:47Herr Reuter?
56:49Frau Mühlenhoff.
56:50Danke.
56:52Danke, dass Sie nicht aufgehört haben, nach der Wahrheit zu suchen.
56:55Achtung.
56:56Das ist unser Job.
56:58Ja, auch Ihnen danke von Herzen.
57:01Wenn ich irgendwas für Sie tun kann, was auch immer Sie wollen.
57:04Danke, das ist nett, aber wir dürfen nichts annehmen.
57:06Was ist mit Ihnen?
57:07Ich habe da von einem neuen, interessanten Kochkurs gehört.
57:11Vegetarische Gourmetküche.
57:12Oh.
57:15Klingt gut.
57:16Was sage ich Ihnen?
57:16Nein.
57:18Dann sehen wir uns dort.
57:20Ich buche zwei Plätze.
57:21Danke.
57:22Freue mich.
57:29Sagen Sie mal, ist das nicht Beamtenbestechung?
57:34Vollzeit.
57:35Naja, aber ein bisschen Vorteilannahme schon.
57:37Nein, was redest du denn da?
57:40Na, vielleicht so ein ganz kleines bisschen.
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