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  • vor 2 Tagen

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Spaß
Transkript
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02:09Musik
02:31Hallo Bernd, du bist schneller als die Polizei erlaubt. Gar nicht so einfach zu finden hier oben.
02:37Ich kenne das Weingut. Baumgart macht unglaublich gute Weine.
02:41Dann kanntest du vielleicht auch seinen Sohn, René Baumgart.
02:44Nein, den kannte ich nicht.
02:45Ach, also, das da hinten ist Herr Steimle, auch ein Winzer.
02:50Ja, ich weiß.
02:51Ach so?
02:52Ja, die Weine ist jetzt so.
02:54Aha, und der hat gerade gesagt, dass Herr Baumgart hier zufällig getroffen hat und kurz mit ihm gequatscht hat.
02:59Dann ist er wohl weitergefahren und hat auf einmal zwei Schüsse gehört.
03:03Er sagt, er sei sofort zurück, aber da war Herr Baumgart schon tot und gesehen hat er niemand.
03:09Ich schätze mal, dass die Schüsse von da oben abgefeuert wurden.
03:13Die Spusi ist unterwegs.
03:15Ihr müsst den alten Baumgart informieren, ja?
03:17Ich muss auf Frau Dr. Engel warten.
03:19Ähm, ich hab da noch ein paar Fragen an Herrn Steimle.
03:35Herr Baumgart!
03:39Herr Baumgart!
03:41Herr Baumgart!
03:47Herr Baumgart!
03:48Herr Baumgart!
04:32Herr Baumgart!
05:02Herr Baumgart!
05:04Bernd Reuter aus Wiesbaden, der Staatsanwalt.
05:07Erinnern Sie sich, ich habe immer Wein bei ihm gekauft.
05:10Ich bin ein ganz großer Fan von Ihrem Spielburgunder.
05:14Wissen Sie noch, der beste Jahrgang seit mindestens 20 Jahren, haben Sie damals gesagt.
05:21Fast 50 Prozent Alkohol.
05:23Sie waren wahnsinnig stolz auf Ihren Beinen.
05:30Ich habe meinen Sohn getötet.
05:42Erinnern Sie sich, ich bin ein paar Jahre alt.
05:44Erinnern Sie sich, ich bin ein paar Jahre alt.
06:00Sie ist zu dir, ich bin ein paar Jahre alt.
06:10Gegen einen hohen Blutdruck.
06:13Herr Baumgart, ich vernehme Sie als Beschuldigten.
06:15Sie haben heute um 13.50 Uhr Herrn Oberstaatsanwalt Reuter gestanden,
06:20Ihren Sohn René getötet zu haben.
06:22Sie können die Aussage verweigern, einen Anwalt...
06:24Ich will aussagen, ich brauche keinen Anwalt.
06:26Warum haben Sie Ihren Sohn getötet?
06:28Weil er mich verraten hat.
06:31Erklären Sie mir das genauer.
06:33Vor drei Monaten habe ich René das Weingut übertragen.
06:37Unsere Weine gibt es seit 1874.
06:40Wir sind sehr stolz auf unsere Tradition.
06:43René hatte versprochen, diese Tradition weiterzuführen.
06:48Heute habe ich erfahren, dass er alles verkaufen wird.
06:51An Herrn Steinmle.
06:55Einen berüchtigten Pancha.
06:59René und ich hatten Streit.
07:02Ich habe ihm verboten, es zu verkaufen.
07:06Er hat mich ausgelacht.
07:10Ich hätte nichts mehr zu sagen.
07:15Er hat mich einfach stehen lassen.
07:20Habt ihr eigentlich die Stelle gefunden, wann der geschossen wurde?
07:24Wir haben die Hülsen gefunden.
07:26Fußspuren?
07:27Nee.
07:29Kurz bevor die Spur sie kam, hat es auf einmal tierisch angefangen zu schütten.
07:32Alles eine Matsche.
07:34Und bin ich zum Waffenschrank, habe das Gewehr geholt.
07:37Bin ihm gefolgt und als der Steinmle weg war, habe ich geschossen.
07:40Wie oft?
07:41Zwei Mal.
07:43Hatten Sie die Absicht, ihn zu töten?
07:44Ja, ich wollte ihn töten.
07:47Gibt es jemanden, der Ihnen noch ein paar Sachen vorbeibringen kann?
07:50Rufen Sie Frau Santos an.
07:51Sie führt meinen Haushalt.
07:54Was ist mit Ihrer Tochter und Ihrem jüngeren Sohn?
07:57Ich möchte Stefanie und Felix im Moment nicht sehen.
08:07Okay.
08:09Das war's.
08:11Ja, war's nicht.
08:15Ähm.
08:18Er hat gerade sein Geständnis wiederholt.
08:21Besser sagt, klingt zurechtgelegt und aufgesagt.
08:24Aufgesagt?
08:25Ähm, er hat, er hat den Tatablauf geschildert.
08:28Schubert, er spielt uns was vor.
08:30Ja, wir verhindern, dass wir Zweifel bekommen.
08:31Welche Zweifel?
08:34Er hat Schmauchspuren an den Händen und an der Kleidung.
08:38Das Gewehr, das Gewehr ist eindeutig die Tatwaffe.
08:41Beide Schüsse wurden damit abgegeben und
08:43es sind ausschließlich seine Fingerabdrücke dran.
08:47Hm.
08:50Wie jetzt?
08:52Ähm.
08:59Der hat doch einen Knall.
09:11Der Steimler hat ausgesagt, dass er den zweiten Schuss ungefähr 30 Sekunden nach dem ersten gehört hat.
09:16Ja, und?
09:18Ja, ich frage mich natürlich, warum dieser große Zeitabstand zwischen den beiden Schüssen?
09:23Warum lagen die Hülsen fünf Meter voneinander entfernt?
09:26Worauf wollen Sie ihn aus, Herr Oberstaatsanwalt? Ein zweiter Schütze oder was?
09:30Könnte doch sein.
09:32Oder auch nicht.
09:33War nur so eine Idee.
09:39Na gut, noch was.
09:41Das Medikament, das Baumgart genommen hat.
09:43Das ist kein Medikament gegen Bluthochdruck.
09:45Das ist ein sogenanntes Hydromophon-Präparat.
09:48Das bekommt Krebspatienten, wenn sie extrem starke Schmerzen haben.
09:51Ach.
09:51Ja, woher wollen Sie das jetzt wissen?
09:53Da steht aber überhaupt gar nichts drauf.
09:55Frau Dr. Engel hat mit dem behandelnden Arzt von Baumgart gesprochen.
09:58Der hat sich natürlich auf seine Schweigepflicht berufen.
10:00Aber er hat immerhin so viel gesagt, dass er dieses Medikament in dieser Dosierung immer nur dann verschreibt, wenn alles
10:07zu spät ist.
10:08Ja.
10:09Das heißt, Herr Baumgart wird bald sterben.
10:12Und wenn das so ist, dann müssen wir die Aussage natürlich in völlig neuem Licht sehen.
10:17So meinst du, er nimmt die Schuld auf sich und geht ins Gefängnis, weil er sowieso bald sterben wird?
10:20Für wen würde man so etwas tun?
10:22Für jemanden, den man liebt.
10:25Richtig, Schubert.
10:28Also Frau Baumgart ist vor ein paar Jahren gestorben.
10:31Bleiben also in erster Linie die Kinder.
10:35Also seine Tochter, Stefanie, hat in Geisenheim Önologie studiert.
10:38Sie hat dort ihren Master gemacht.
10:40Und ich habe eigentlich mal gedacht, sie würde das Weingut mal übernehmen.
11:11Der Sohn?
11:12Felix hat auch in Geisenheim studiert.
11:15Der hat das Studium aber abgebrochen.
11:17Er soll seinem Vater auf dem Weingut hin und wieder zur Hand gegangen sein.
11:20Er lebt auch noch auf dem Weingut.
11:25Also ich könnte mir gut vorstellen, dass ihm das nicht sehr gefallen hat, dass sein älterer Bruder das Weingut ernt.
11:34Er lebt auch noch auf dem Weingut.
11:43Er lebt auch noch auf dem Weingut.
11:50Er lebt auch noch auf dem Weingut.
12:05Herr, ich glaube, irgendwann ziehe ich aufs Land.
12:11Bitte nimm das Ding jetzt runter.
12:12Wo ist es?
12:14Komm, es ist doch eh alles schon schlimm genug.
12:16Mach das nie wieder.
12:18Mir stich nicht in mein Leben ein.
12:20Herr Baumgart, hier ist die Polizei.
12:24Ganz ruhig.
12:27Nehmen Sie bitte das Gewehr runter.
12:30Felix, bitte.
12:31Herr Baumgart.
12:46Hey Christian, die Waffe ist leer.
12:49Und?
12:50Jetzt mach mal halb lang.
12:51Der hat gerade seinen Bruder verloren.
13:05Hörst du, du, tut mir leid.
13:07Lass mich einfach in Ruhe.
13:09Okay, okay.
13:20Er ist so blass.
13:23Dabei ist er zweimal die Woche ins Solarium gegangen.
13:26Ich habe ihn immer davor gewarnt.
13:27Ich habe gesagt, eines Tages stirbst du an Hautkrebs.
13:31Das ist aber nicht die Todesursache.
13:33Ich weiß.
13:35Mein Schwiegervater hat ihn erschossen.
13:39Ich kann ihm nicht mal böse sein.
13:42René war sehr egoistisch.
13:45Er hat nicht viel Rücksicht auf die Gefühle seiner Mitmenschen genommen.
13:51Er hat nie vorgehabt, das Unternehmen weiterzuführen.
13:54Wein hat ihn nie interessiert.
13:55Wenn die Familie zusammensaß, hat er zum Trotz Bier getrunken.
13:57Also was Sie da wohl Herrn Mann erzählen?
13:59Das ist nicht gerade das, was man ein gutes Zeugnis nennt.
14:03Warum soll ich Ihnen was vorlügen?
14:06René war nicht immer so.
14:08Was wir uns kennengelernt haben, war ganz anders.
14:13War charmant.
14:16Davon ist leider nicht mehr viel geblieben.
14:21Warum ist er gerade so ausgerastet?
14:25Er steht unter Schock.
14:28Er ist doch verständlich.
14:29Also ich kann jetzt nicht so ganz verstehen, was hier gerade abgegangen ist.
14:32Ihr Bruder...
14:32Christian, das ist verständlich.
14:37Wie war denn das Verhältnis zwischen Felix und René?
14:41Gut.
14:43Und Iris?
14:44Wir waren nicht immer einer Meinung.
14:47Aber er war mein Bruder.
15:01Ihr Vater ist sehr krank.
15:05Aber es geht ihm schon besser.
15:08Die Chemo hat wohl geholfen.
15:12Also wir...
15:13Frau Santos?
15:21Und wie geht's ihm?
15:23Naja, nicht sehr gut.
15:26Ich soll Ihnen was ausrichten.
15:28Aha.
15:28Sie sollen die jungen Blätter nach Gallmilben absuchen.
15:31Das weiß ich doch.
15:32Ist das sonst noch was?
15:34Er sagte, dass sie sich um Felix kümmern sollen.
15:41Das ist Frau Santos.
15:42Sie arbeitet schon länger für meinen Vater.
15:46Guten Tag.
15:46Hauptkommissarin Klar, das ist mein Kollege Schubert.
15:49Ich möchte gern mit Ihnen sprechen.
15:51Ich auch.
15:52Ja.
15:55Ähm...
16:02Stefanie Baumgart wird zur Tatzeit in ihrer Wohnung in Wiesbaden gewesen sein.
16:05Und Felix Baumgart?
16:07Ach, der war wohl mit dem Rad unterwegs.
16:10Er sagt, er fährt jeden Tag eine längere Strecke.
16:12Habt ihr mit der Haushälterin gesprochen?
16:14Ja.
16:15Sie sagt, sie war in der Küche und hat nichts bemerkt.
16:18Also ich habe den Eindruck, dass Herbert Baumgart
16:21wie der Stefanie und Felix noch Frau Santos
16:23über seinen tatsächlichen Gesundheitszustand unterrichtet haben.
16:27Verschwiegen bis ins Grab.
16:29Würde zu ihm passen.
16:32Wie war das Verhältnis von Stefanie und Felix zu Ihrem Bruder?
16:35Nach deren Aussagen gut.
16:36Wir haben auch mit einigen Nachbarn und Bekannten gesprochen
16:38und die haben nichts Gegenteiliges gesagt.
16:42Wir reden noch mal mit Baumgart.
16:44Aber warum?
16:45Ich meine, was soll denn das bringen?
16:47Schubert, die erste Lösung muss nicht immer die richtige sein.
16:51Okay?
17:05Frau Santos?
17:09Frau Santos?
17:12Sie müssen doch jetzt nicht mehr putzen.
17:15Es ist aber schmutzig.
17:17Es ist doch spät.
17:20Gehen Sie doch schlafen.
17:21Es war für uns alle ein entsetzlicher Tag heute.
17:48Jetzt komm schon.
17:53Wo warst du, als es passiert ist?
17:55Mit dem Fahrrad unterwegs, Schwester.
17:57Das weißt du doch.
17:58Was ich weiß ist, dass dein Fahrrad seit drei Tagen da draußen rumsteht mit einem Platten.
18:04Was ist denn passiert?
18:06Ich bin deine Schwester, du kannst mir alles sagen.
18:09Sag mal, was soll das?
18:10Glaubst du, ich hab René umgebracht?
18:12Grund genug hättest du doch gehabt.
18:14Wer hat denn vorige Woche gesagt, ich könnte ihn umbringen?
18:16Wer war das?
18:17Das hab ich doch nur so dahin gesagt.
18:30Ich hab gedacht, bevor die Polizei es findet und auf dumme Gedanken kommt.
18:59Was hat denn meine Erkrankung damit zu tun?
19:01Nichts, überhaupt nichts.
19:03Ich frage mich gerade, ob Sie die Schuld vielleicht auf sich nehmen, weil Sie jemand anderen decken wollen.
19:07Schwachsinn.
19:09Herr Baumgart, wie war eigentlich das Verhältnis Ihrer drei Kinder untereinander?
19:13Schluss jetzt.
19:16Noch mal zum Mitschreiben.
19:17Ich habe meinen Sohn erschossen.
19:21Sie können sich das alles sparen.
19:23So, Herr Reuter, brechen Sie das bitte ab.
19:25Wie bitte?
19:26Bitte führen Sie Herrn Baumgart doch in seine Zelle.
19:30Also bei einem Respekt war man da nicht.
19:31Herr Reuter.
19:33Was soll das?
19:34Der Mann hat gestanden.
19:36Laut Prognose seines Arztes hat Herr Baumgart nur noch wenige Monate zu dem.
19:39Er kann trotzdem ein Mörder sein, Herr Reuter.
19:41Ich sehe keine Veranlassung, dass Frau Klar und Herr Schubert kostbare Arbeitszeit für Ermittlung aufbringen sollen, wenn ein Geständnis vorliegt.
19:49Zumal es eindeutige Beweise, ein Motiv und keine ernsthaften anderen Spuren gibt.
19:53Sie sollten wirklich schnellstmöglich Anklage erheben, um Herrn Baumgart eine Gerichtsverhandlung zu ermöglichen, solange er noch bei Kräften ist.
20:05Schönen Tag noch.
20:10Also, das war jetzt gerade schon so ein bisschen, ähm...
20:15Weiß ich doch nicht, was das war.
20:18Auf jeden Fall war es ein ziemlich schräger Auftritt.
20:22Na, fett hat sie Stress.
20:24Also, was machen wir jetzt?
20:26Ja, du hast doch gehört, was sie gesagt hat.
20:27Schließ den Fall ab.
20:28Gut.
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21:29Frau Langer?
21:31Ich bin hier.
21:37Ich hatte es daran gesehen, ich sehe sie in der Käufer.
21:39Nein, nein.
21:40Ihr Büro hat mir gesagt, dass ich sie erfinde.
21:42Ich wusste gar nicht, dass Sie Edenarchitektin sind.
21:44Ja, ich soll für den Käufer die Wohnung einrichten.
21:47Ah ja.
21:48Natürlich wollte ich mir erst ein paar Tage freinehmen.
21:50Aber zu Hause wird mir die Decke auf den Kopf fallen.
21:54Ich habe nur ein paar Fragen.
21:56Wissen Sie, ob Ihr Mann ein Testament gemacht hat?
21:58Nein.
22:00Aber er hat nicht viel zu vererben und das Wenige steht wohl mir als seiner Frau zu.
22:03Und was ist für den Weingut?
22:05Darüber gibt es einen gesonderten Vertrag.
22:08Im Falle seines Ablebens wird das Weingut zu gleichen Teilen seinen Geschwistern zugesprochen.
22:12Ja.
22:13Darauf hat Herbert bestanden.
22:16Wussten Stefanie und Felix eigentlich, dass Ihr Mann das Weingut verkaufen wollte?
22:20Seit voriger Woche.
22:22Es gab eine sehr unschöne Szene zwischen René und Stefanie.
22:25Ich konnte Stefanie verstehen.
22:27Das Weingut ist Ihr Leben.
22:29Klar.
22:31Das war's schon.
22:31Danke.
22:34Der Käufer wünscht sich einen Wasserfall.
22:37Hier drin?
22:39Ja, wegen des Energieflusses.
22:41Ah.
22:43Ja, wenn man feuchte Räume mag.
22:59Ja.
23:02Ja.
23:02Ja.
23:02Ja.
23:03Ja.
23:08Ja.
23:10Warum hat Ihr Vater das Weingut eigentlich nicht an Sie überschrieben?
23:13Sie haben in Geisenheim studiert.
23:15Sie sind ausgebildete Önologin.
23:18Mein Vater hat einfach nie aufgegeben, meinen Bruder zu einem guten Menschen erziehen zu wollen,
23:22der Verantwortung übernehmen kann.
23:25Und die Überschreibung des Weinguts war einer dieser Versuche.
23:29Na, einer der vielen, die in die Hose gegangen sind.
23:34Worum ging's eigentlich bei dem heftigen Streit, den Sie neulich mit René hatten?
23:38Er wollte das Lebenswerk meines Vaters zerstören.
23:41Ja, und Ihre Zukunft.
23:43Denken Sie, ich hab meinen Bruder erschossen?
23:46Na, ich glaube zumindest, dass Ihr Vater nicht geschossen hat.
23:49Wenn ich Scheiße baue, stehe ich auch dazu.
24:16Entschuldigung, mein Name ist Reuter.
24:22Ist der Essigreiniger?
24:24Mein Name ist Reuter, ich suche Felix Baumgart.
24:26Wissen Sie, wo er ist?
24:28Nein.
24:29Danke.
24:31Danke.
24:46Bitte.
24:48Bitte.
24:57Bitte.
24:58Bitte.
25:03Oh, oh, oh, oh, oh, oh, alles okay?
25:31Danke.
25:31Bitte.
25:38Wer war das?
25:47Und was war der von Ihnen?
25:50Geld.
25:52Keine Ahnung, was weiß ich.
25:54Ich bin überrascht.
25:55Kommt in letzter Zeit häufiger vor, dass hier eingebrochen wird.
25:59Sie sollten eine Anzeige erstatten.
26:01Ach, das bringt doch nichts.
26:04Warum sind Sie eigentlich hier?
26:08Ihnen ist schon klar, dass Ihnen jetzt die Hälfte des Weinguts gehört, oder?
26:13Ja. Und?
26:15Mein Vater hat René nicht erschossen, damit ich was erbe.
26:18René hat ihn ausgetrickst.
26:23Ich kann die Wut meines Vaters gut verstehen.
26:36Oh, hübsch.
26:37Ich habe nichts anderes gefunden.
26:40Na dann.
26:49Danke.
26:51Danke für den Tee.
27:00Olaf Brügge, 33, mehrfach vorgestraft wegen Körperverletzung und Drogenhandelten.
27:05Dealer?
27:06Das ist ja interessant.
27:09Möglicherweise schuldet ihm Felix Baumgart Geld.
27:11Geld, das Baumgart nicht hatte, aber von dem er dachte, dass er es bald haben würde.
27:15Er hat doch gehofft, dass er das halbe Weingut erbte.
27:18Bernd, Felix hat seinen Bruder nicht erschossen.
27:20Karsten, ich finde, ein freundliches Gespräch mit Herrn Brügge wäre nicht so ganz falsch.
27:24Nein, wir sollten auf keinen Fall mit Herrn Brügge sprechen.
27:27Wenn du ihn wegen Körperverletzung anzeigen willst, dann werden sich die Kollegen da schon
27:30drum kümmern.
27:31Karsten, also ich bin...
27:32Bernd, wir haben klare Anweisungen.
27:33Deine Chefin hat sich unmissverständlich ausgedrückt.
27:36Also.
27:37Dann war es das ja jetzt erstmal hier.
27:39Bernd, wir machen da nicht weiter.
27:40Die Sache ist durch.
27:42Also, bis morgen.
27:53Ja?
27:59Das Foto da vom Brügge.
28:01Kann ich mir erstmal ausdrucken?
28:18Willi?
28:33Bis zur nächsten Mal?
28:35Für einen Sinnumen!
28:37Die Krone sind...
28:38what Iusan?
28:40woh?
28:49Ein Bierchen!
29:00Wie kriegst du?
29:02Wie heißt du?
29:04Thorsten!
29:05Was ist mit dir jetzt?
29:12Was ist mit dir?
29:14Oh mein Gott!
29:17Wie geht es?
29:43Wow! Mit der Mittelreihe!
29:46Gelernt ist gelernt!
29:47Respekt! Geile Technik!
29:49Wäre wir mehr gewöhnt!
29:51Genau!
29:57Bernd!
29:59Du weißt, dass ich deine Beharrlichkeit, deine Erfahrung und auch deine Intuition sehr schätze. Aber diesmal gehst du zu weit.
30:06Ich hole dir mein Glas Wein, ja?
30:10Ich mach da nicht mit, Bernd!
30:12Ich komme in Teufels Küche, wenn ich an dem Fall weiter ermittle!
30:17Baumgart macht einen fantastischen Weißburgunder!
30:20Ausgewogen, fruchtig, ah! Ich bin begeistert!
30:24Sag mal, hörst du mir überhaupt zu?
30:27Und außerdem will ich auch keinen Stress mit Christian!
30:30Der ist nämlich der Letzte, der seine Karriere aufs Spiel setzen würde, um dir einen Gefallen zu tun!
30:41Wollen wir uns auf die Terrasse setzen?
30:43Kerstin?
30:52Ja!
31:01Oh, yes!
31:06Tja, bist du wohl ein Profi, was?
31:09Nee, aber ich war der beste Spieler auf der Polizeihochschule.
31:16Ja, guter Gag.
31:19Mach dem Torsten und mir noch ein Bier.
31:21Ja.
31:33Salute.
31:40Sag mal, Olaf.
31:46Weißt du was für mich?
31:47Was meinst du?
31:50Was mein ich wohl?
31:55Beschleunig.
32:03Ich gehe mal pissen.
32:28Zahlste so, piste so.
32:31Ist das die Nummer da?
32:32Moment, ähm.
32:35Das hier auch?
32:47Du hast dich heute Mittag mit dem Falschen angedacht, du Wichser.
32:49Was ist los?
32:50Was, warum denn?
32:51Was tut wem an?
32:52Was, du kannst dich noch mehr mehr tun?
32:53Was sagen, du erzählst mir ein bisschen was über Felix Baumgart?
32:56Fick dich.
32:57Was?
32:57Ich muss auch nicht, du Penner.
33:08So.
33:11Sie haben sich aber nicht wegen einer Frau geprügelt, oder?
33:14Warum denn sonst?
33:15Sie kennen mich doch.
33:16Genau deswegen habe ich mich auch gefragt, weswegen noch keine Nachfrage zu meinem Obduktionsbericht
33:20kam.
33:21Äh.
33:21Sie haben ihn nicht gelesen.
33:23Was hätte mich also zu einer Nachfrage bewegen sollen?
33:26Zum Beispiel, dass René Baumgart kurz vor seinem Tod noch Geschlechtsverkehr hatte.
33:31Ah.
33:32Ich habe das Vaginalsekret schon zu dir in Analyse gegeben, als Basis für einen Vergleichstest.
33:36Gut.
33:37Das heißt, wir machen uns jetzt auf die Suche nach der dazugehörigen Partnerin.
33:41Ich hoffe, die Frau war es wert.
33:43Hm.
33:45War es das?
33:46Mhm.
33:47Danke.
33:57Papa Schubach.
34:02Morgen, Reuter.
34:03Hallo, Frau Heinlein.
34:04Oh.
34:05Haben Sie sich geschnitten?
34:06Nö, ich finde, so was steht mir.
34:07Aber Sie haben mich schon richtig verstanden.
34:09Der Fall ist abgeschlossen.
34:12Frau Heinlein, das war einfach nicht misszuverstehen.
34:15Gut.
34:16Dann bis später.
34:23Na, es sieht so aus, als wären Sie erfolgreich gewesen.
34:26Kollateralschaden.
34:27Auf jeden Fall wird er mich nicht so schnell vergessen.
34:30Ich höre.
34:31Also.
34:35Aber es bleibt unter uns.
34:37Also, der Brügge, der macht dem Felix Baumgart sein Kokain klar.
34:41Und Baumgart hat sich dabei ordentlich verschuldet.
34:42Über 20.000 Euro.
34:44Und jetzt kommt's.
34:44Vor einer Woche ungefähr, da hat er gesagt, dass er bald alles zurückzahlen wird.
34:49Damit hätten wir ein Motiv.
34:50Mhm.
34:51Und Brügge hat mir noch was verraten.
34:53Der tote Baumgart hat seinen Bruder zu einem kalten Entzug gezwungen,
34:56hat ihn drei Tage eingesperrt.
34:57Und der hat ihn deswegen sowas von gehasst.
34:59Mhm.
35:06Macht man doch so, oder?
35:09Gut, sowas.
35:12Na bitte.
35:13Geht doch.
35:20Wissen Sie, wie das ist?
35:22Kalter Entzug?
35:24Ich hab fast krepiert.
35:26Natürlich hasse ich René.
35:28Wie ein Tier hat er mich eingesperrt.
35:31Und da haben Sie an Rache gedacht.
35:34Ja.
35:34Das kann ich nicht abstreiten.
35:38Jetzt sind Sie Erbe und Sie können das Geld gut gebrauchen.
35:42Ich hätte meinen Einteil am Weingut nie verkauft.
35:45Wirklich nicht?
35:46Nein, niemals.
35:48Okay.
35:50Aber mit welchem Geld hätten Sie dann Ihre Schulden bei Brügge bezahlt?
35:53Ich wollte ihm das Geld geben.
35:56Ich hab meine Lebensversicherung gekündigt.
35:59Das Geld wird nächste Woche fällig.
36:01Kann Sie nachprüfen.
36:04Herr Baumgart, als Ihr Bruder erschossen wurde,
36:09waren Sie nicht mit Ihrem Fahrrad unterwegs.
36:20Also ich glaube Ihnen, dass er den letzten Tag zu Hause war.
36:22Frau Santos hätte das auch bestätigt.
36:24Als sie in seine Wohnung kam, um sauber zu machen,
36:26da lag er noch völlig belebelt im Bett.
36:28Na toll.
36:29Äh, haben Sie mal einen Euro?
36:30Na gut, wir nehmen keinen Kaffee.
36:33Die Schwester ist übrigens auch raus.
36:35Sie war zur Tatzeit in...
36:38Moment, bitte mal.
36:39Sie war zur Tatzeit in ihrer Wohnung in Wiesbaden.
36:41Hat von da aus telefoniert.
36:42Mehrfaches habe ich überprüft.
36:44Oh Gott.
36:45Entschuldigung, ich höre...
36:48Ah...
36:49Was zum Teufel ist in dich gefahren?
36:52Warum?
36:53Was ist denn los?
36:53Brügge hat dich wegen schwerer Körperverletzung angezeigt.
36:56Seine Anwältin hatte gerade einen Termin an oberster Stelle.
36:59Wie?
36:59Das soll ich gewesen sein?
37:01Das werde ich mal klären.
37:01Moment, Moment, du klärst überhaupt gar nichts.
37:03Er behauptet, du hättest ihn auf der Herrentoilette angerempelt
37:06und nach einem kurzen Wortwechsel sofort zugeschlafen.
37:08So ein Scheiß.
37:09Ich hab den beim Dealabend...
37:10Du Arschloch!
37:11Und wo ist das Verweismaterial?
37:14Im Klo.
37:16Na toll.
37:18Keine Beweise, keine Zeugen.
37:20Dann kannst du dich jetzt direkt auf deine Suspendierung gefasst machen.
37:24Hat Bernd davon gewusst?
37:25Nein.
37:26Das war ganz allein meine Entscheidung.
37:28Natürlich hat Bernd davon gewusst.
37:30Ach, dieser Sturkopf.
37:32Er hätte dich davon abhalten müssen.
37:35Die Ansage von Frau Heinlein war eindeutig.
37:53Guten Tag, Frau Langer.
37:55Hallo.
37:57Na, wissen Sie inzwischen, wo der Wasserfall hinkommt?
38:00Ich hab mich noch nicht entschieden.
38:05Darf ich Ihnen eine etwas persönliche Frage stellen?
38:09Wenn ich die Frage kenne, werde ich mir überlegen, ob ich drauf antworte.
38:12Haben Sie am vergangenen Montag mit Ihrem Mann geschlafen?
38:16Am Tag, als er starb?
38:17Ja.
38:19Nein.
38:19Können Sie sich vorstellen, dass Ihr Mann am Montag mit einer anderen Frau geschlafen hat?
38:23Ja, das kann ich.
38:24Fährt Ihnen das auch ein Name ein?
38:26Nein.
38:27Seine Frauengeschichten haben mich schon lange nicht mehr interessiert.
38:30Natürlich war ich anfangs sehr verletzt.
38:33Aber zuletzt nicht mehr.
38:36Ich danke Ihnen für Ihre Aufenthalte.
38:42Sie sind wirklich eine sehr außergewöhnliche Frau.
38:46So ein Kompliment habe ich schon lange nicht mehr bekommen.
38:57Und, wie war denn der Tag?
38:58Ach ja, ganz gut.
38:59Gehst du schon mal vorher?
39:00Ich muss dir noch was klären.
39:07Bernd, was machst du denn hier?
39:09Kannst du die Porta eine Hilfe?
39:11Soll es mir so wie Christian gehen?
39:15René Baumgart hatte kurz vor seinem Tod...
39:17Geschlechtsverkehr.
39:18Ich weiß, ich habe den Bericht gelesen.
39:20Was aber nicht im Bericht steht, er hat nicht mit seiner Frau geschlafen.
39:24Er ist um 9 Uhr zusammen mit seiner Frau aus dem Haus gegangen.
39:28Dann hat er sich mit zwei Freunden in einem Café getroffen und die waren die ganze Zeit zusammen.
39:32Um ca. 11 Uhr ist er dann zum Weingut aufgebrochen.
39:36Um 11.30 Uhr war er dann da.
39:37Und um 12.15 Uhr...
39:41Moment.
39:42Hat er sich erst mit Steinmele getroffen.
39:44Das heißt, da musste der Geschlechtsverkehr zwischen 11.30 Uhr und 12.15 Uhr auf dem Weingut stattgefunden haben.
39:56Ja, was ist, steigst du ein oder soll ich da allein hinfahren?
40:18Herr Baumgart liebt meine Empanadas.
40:22Meinen Sie, Sie könnten ihm welche ins Gefängnis schmuggeln?
40:25Ach, da muss nichts geschmuggelt werden. Das mache ich ganz offiziell.
40:33Frau Santos, wie war denn Ihr Verhältnis zu René?
40:37Ach, ich kannte ihn nicht wirklich.
40:41Er war so selten da.
40:43Fanden Sie ihn attraktiv?
40:45Er war verheiratet.
40:47Na ja, das hat nicht unbedingt was zu sagen.
40:52Hatten Sie eine Affäre mit ihm?
40:55Wie bitte?
40:57Nein, warum fragen Sie mich sowas?
40:59Dann müssen wir eine Speichelprobe von Ihnen nehmen.
41:02Warum?
41:03Wir rekonstruieren den Tagesablauf von René.
41:07Und kurz vor seinem Tod hat er mit einer Frau geschlafen.
41:10Mit dem DNA-Test können wir herausfinden, mit wem.
41:14Lassen Sie das.
41:17Haben Sie mit ihm geschlafen?
41:22Er hat mir oft nachgestellt.
41:25Und am Montag...
41:27Ja?
41:31Nichts.
41:38Was war denn am Montag?
41:43Da hat er mich vergewaltigt.
41:48Das tut mir leid.
41:51Das ist eine ganz neue Information für uns.
41:54Können Sie sich vorstellen, mit ins Kommissariat zu kommen, um das zu protokollieren?
42:01Frau Sandfürst!
42:06Neh...
42:10Ich habe...
42:28Untertitelung. BR 2018
42:44Ich habe meinem Geständnis nichts hinzuzufügen.
42:47Ja, es geht auch um was anderes, Herr Baumgart.
42:49Ich wollte Sie informieren, dass wir Ihre Haushälterin Frau Santos vernommen haben.
42:53Warum?
42:54Weil Frau Santos ausgesagt hat, sie sei von ihrem Sohn René vergewaltigt worden.
42:59Ein DNA-Test hat bestätigt, dass es einen Sexualkontakt gab zwischen Frau Santos und ihrem Sohn.
43:05Es spricht also sehr viel dafür, dass Frau Santos ihren Sohn wegen der Vergewaltigung erschossen hat.
43:12Trotzdem glaube ich das nicht.
43:20Sind Sie und Frau Santos eigentlich ein Paar?
43:30Anna wird seit vier Jahren bei mir den Haushalt.
43:36Im Laufe dieser Zeit sind wir uns näher gekommen.
43:42Ich wollte nicht, dass meine Kinder etwas davon erfahren.
43:46Sie hätten es nicht toleriert, dass Anna und ich wie Mann und Frau zusammenleben.
43:52Was hat also niemand davon gewusst?
43:53Nein.
43:55Also wenn die Kinder da waren, dann war Anna nur Haushälterin.
44:04Herr Baumgart, was ist am Montag passiert?
44:09Ich hatte am Vormittag noch einen Termin bei meinem Notar in Wiesbaden.
44:15Anna!
44:16Ich war dann früher, als er wartet, wieder zu Hause.
44:19Ich war da, da!
44:29Anna!
44:41Was ist passiert?
44:50Sie hat mir alles erzählt.
44:56Wie in Trance bin ich dann in den Weinkeller und hab das Gewehr geholt.
45:06Warum haben Sie uns das nicht gleich erzählt?
45:09Ich wollte es Anna ersparen, es immer wieder erzählen zu müssen.
45:17Nein, Herr Bromart, diese Vorgänge lassen Sie sich nicht effizient gestalten.
45:20Der Date, Anna, dauert nun mal 48 Stunden.
45:23Nein, rufen Sie mich nicht wieder an, schreiben Sie mir mein E-Mail.
45:27Ich dachte, ich hätte mich klar und deutlich ausgedrückt.
45:30Vor allem Herr Baumgart hat uns angelogen.
45:33Das Motiv hat sich vielleicht geändert, aber der Täter bleibt der gleiche.
45:35Reuter, schließen Sie diesen Fall jetzt endlich ab.
45:39Und wenn das dann wieder nicht die Wahrheit ist?
45:41Ich glaube, Sie sind überarbeitet.
45:43Nehmen Sie mal ein paar Tage frei.
45:44Und vorher will ich von Ihnen hören, dass Sie endlich Anklage erhoben haben.
45:51Das ist ja wohl.
45:55Und ich meine das ernst.
45:59Ich auch.
46:38Na, was machst du denn hier?
46:40Na, siehst du doch, ich trinke ein Bier.
46:46Wie geht's denn Schuhe ab?
46:48Mies.
46:49Ganz mies.
46:51Brügge hat seine Aussage wiederholt.
46:54Das sieht schlecht für Christian aus.
46:56Oh.
46:57Ein Mineralwasser bitte, ja?
47:00Herzlichen.
47:10Abkommissarin Klang.
47:11Mein Name ist Reuter, Staatsanwaltschaft Wiesbaden.
47:13Wir wurden gerade Zeuge, dass Sie in Ihrem Lokal Drogen verkauft werden.
47:22Ich versuch, den Laden sauber zu halten.
47:25Ja, ist schwer.
47:28Also, es gibt zwei Möglichkeiten.
47:30Wir schließen Ihr Lokal und leiden ein Ermittlungsverfahren.
47:32Oder?
47:32Sie erzählen uns, was sich hier vorgestern Nacht abgespielt hat, als Olaf Brüggel zusammengeschlagen wurde.
47:47Ja?
47:48Oh.
47:50Muss Sie sprechen?
47:55Och.
47:56Das hätte ich jetzt nicht von Ihnen gedacht.
47:58Frau Hainer, ich hatte einfach ein ungutes Gefühl.
48:00Und darum habe ich...
48:01Pizza.
48:01Was?
48:02Na ja, und dann auch noch vom Schnell-Embess.
48:05Also ein Gourmet wie Sie.
48:06Sie brechen doch für mich Welten zusammen.
48:08Ich hatte die letzten Tage einfach keine Zeit einzukaufen.
48:11Sie kennen aber schon die vier Jahreszeiten von denen.
48:13Die ist nämlich richtig gut.
48:19Bernd, ich muss mich bei Ihnen entschuldigen.
48:22Für diese wirklich viel zu schroffe Art, mit der ich Sie die letzten Tage behandelt habe.
48:26Es geht auf keine Kuhout.
48:28Macht nichts, ich habe ein dickes Fell.
48:33Ich stimme ich nicht unter Druck.
48:37Ich habe eine heftige Revision.
48:41Das Ministerium hat eine Unternehmungsberatung beauftragt und mir einen unglaublich penetranten
48:46Consultant aufs Raube gedrückt.
48:47Oh, ich ahne Böses.
48:49Ja, und es hat auch einen Namen.
48:51Rotmann und Consultant.
48:53Der Tag gehört zum Kosteneinsparung und Rationalisierung.
48:56Wussten Sie, dass wir 14% mehr Klopapier verbrauchen als die Staatsanwaltschaft in Frankfurt?
49:00Ich habe dieses Aufbauende Schreiben der Verwaltung auch gelesen.
49:03Frau Heinert, ich bin wild entschlossen, einen Beitrag zu leisten zur Kostendämpfung im Bereich staatsanwaltlicher Hygiene.
49:08Ach, dann waren diese Massen Toilettenpapier neulich nicht für den privaten Gebrauch?
49:13Sie sagen es.
49:18Jedenfalls, ich hätte Ihnen dieser Situation unmöglich erklären können, warum wir in einem Fall weiterarbeiten und Kosten verursachen, wenn ein
49:25Geständnis vorliegt.
49:27Ich nehme Ihre Entschuldigung an.
49:31Und das hier, das habe ich nicht gesehen.
49:36Danke.
49:39Haben Sie vielleicht mal ein Glas Wein?
49:41Mit dem größten Problem.
49:46Ist auch nicht schlecht.
49:48Rot, weiß.
49:50Eine halbe Stunde nach eurem Gespräch hatte Brügge eine Schlägerei mit einem Kunden.
49:55Den konnte er schlecht anzeigen, also dachte er sich, er könnte dir eins auswischen.
50:00Ja, ich habe schon lange gedacht, mir den Job bei irgendeiner Rach-und-Schließ-Gesellschaft zu besorgen.
50:09Danke dir.
50:11Ja, ich habe ihn ja den ganzen Schlammer so schließlich eingebrockt.
50:17Also, ähm, Kerstin hat mir gesagt, dass es jetzt doch der alte Baumgart war.
50:22Naja, es hat zumindest derzeit den Anschein, als wäre das der alte Baumgart gewesen, ja.
50:27Bernd, wir haben alle gecheckt.
50:29Wirklich? Alle?
50:30Warum haben Sie mir eigentlich nicht gesagt, dass Sie zur Tatzeit auf dem Weingut waren?
50:34Wer behauptet das?
50:35Ihr Handy wurde in einer Funkzelle in der Nähe des Weingutes registriert.
50:39Ich habe Herbert nach Wiesbaden zum Notar gefahren.
50:42Er selbst fährt nicht mehr Auto.
50:44Wollte Herr Baumgart den Vertrag mit dem Mann rückgängig machen?
50:46Ja.
50:47Aber der Notar hat ihm klargemacht, dass er keine Chance hat.
50:50Ich habe ihn zu Hause abgesetzt und bin zurück nach Wiesbaden gefahren.
50:56Entschuldigung.
50:58Reuter, das ist mir wurscht, was Sie sagen.
51:03Ich will, dass die Spurensicherung heute Nachmittag nochmal zum Tatort wird.
51:06Ich will sicher sein, dass es neben den Spuren von Baumgart nicht irgendwelche anderen Spuren gibt,
51:10die möglicherweise auf einen anderen Täter hinweisen könnten.
51:14Haben Sie das verstanden?
51:16Gut.
51:19Wiederhören.
51:21Tut mir leid.
51:23Ich habe noch eine Frage, Frau Langer.
51:25Haben Sie eigentlich daran gedacht, als Nebenklägerin aufzutreten?
51:28Ich werde es eben nicht noch schwerer machen.
51:31Okay.
51:35Danke.
52:11Ich habe noch eine Frage, Frau Langer.
52:29Na, so ein Zufall.
52:32Hallo, Frau Langer.
52:35Hallo.
52:36Was machen Sie denn hier?
52:39Ich gehe spazieren.
52:41Und was machen Sie hier?
52:44Ich schaue mir den Tatort nochmal an.
52:52Ich habe übrigens auf Ihrer Terrasse vorhin nur so getan, als würde mich jemand anrufen.
52:57Die Spurensicherung wird also nicht kommen.
53:04Sie gehen hier also spazieren.
53:08Ausgerinnert an der Stelle, an der Ihr Mann erschossen wurde.
53:11Das war hier?
53:12Ja, das war hier.
53:13Und das wissen Sie auch.
53:17Wollen Sie wirklich, dass Ihr Schwiegervater den Rest seines Lebens im Gefängnis verbringt?
53:20Und wollen Sie dann wirklich mit dieser Schuld weiterleben?
53:22Sie sind auch sehr jung, Frau Langer.
53:25Das wäre eine sehr, sehr lange Zeit.
53:30Was hat Herbert auch gesagt?
53:32Dass ich noch jung bin.
53:37Was ist passiert am Montag?
53:43Ich habe Herbert abgesetzt und wollte zurück nach Wiesbaden fahren.
53:46Ich komme nicht auf die Idee, irgendjemandem was zu erzählen.
53:49Das würde Dir keiner glauben.
53:52Rosamtes Korte auf dem Fußboden.
53:54René war bei ihr.
53:55Hast du das verstanden?
53:56Ja.
54:04Ich habe René vieles verziehen.
54:06Seine Launen.
54:08Seine Kälte mir gegenüber.
54:10Dass er mich mit anderen Frauen betrogen hat.
54:13Aber diese Vergewaltigung.
54:16Hat er gewusst, dass Ihr Schwiegervater und Frau Santos eine Beziehung hatten?
54:20Ja.
54:22Und er hatte nichts anderes im Kopf, als das kaputt zu machen.
54:27In dem Moment habe ich ihn gehasst.
54:32Ich wusste, wo Herbert seine Waffen aufbewahrt.
54:39René stand da.
54:41Und er hatte nichts anderes zu tun, als den Schmutz in seinen Schuhen zu beseitigen.
54:51Ich bin stehen geblieben.
54:53Und das Erste, was mir einfiel, war, dass ich die Polizei anrufen muss.
54:56Da stand plötzlich Herbert neben mir.
54:58Ich bin ein Schmutz in den Schmutz.
55:28Dass er das gemacht hätte, wenn ich ihm nichts vorgekommen wäre.
55:33Und dass er der Polizei sagen würde, er hätte seinen Sohn erschossen.
55:38Er würde nicht mehr lange zu leben haben.
55:41Ich hätte mein Leben noch vor mir.
55:53Ich bin froh, dass Sie die Wahrheit jetzt kennen.
55:55Es war unerträglich, Herbert im Gefängnis zu essen.
55:59Er ist ein guter Mensch.
56:14Er ist ein guter Mensch.
56:20Er ist ein guter Mensch.
56:37UNTERTITELUNG
57:10Hier bist du.
57:12Woher wusstest du eigentlich, dass sie hier war?
57:14Wir haben die Verbindungsdaten von ihrem Handy gar nicht gecheckt.
57:17Ich habe das nicht gewusst.
57:19Geraten oder was?
57:21Herr Reuter, Herr Reuter.
57:24Also ich würde jetzt gerne ein Glas Wein trinken.
57:27Ich kenne hier ganz in der Nähe ein Lokal.
57:30Da habe ich letztens was richtig Gutes getrunken.
57:33Sehr intensiver Geschmack, wenig Restsüße und schon im Antrunk war eine ausgesprochene Vollmundigkeit zu spüren.
57:40Was ist mit Schubert los? Mutiert der hier zum Weinkämmer?
57:43Ich rede von einem frischgezapften Bier. Da war ich jetzt richtig Bock drauf.
57:47Auch mild im Abgang.
57:49Na dann, Abgang.
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