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01:26Tschüss.
01:26Tschüss, Lies.
01:27Danke.
01:27Ich melde dich, ja?
01:28Danke.
01:30Deine Tasche.
01:31Warte.
01:33Danke.
01:33Tschüss.
01:35Tümmt dich an, ja?
01:36Mach das.
01:53Yannick?
01:59Yannick?
02:07Yannick?
02:12Yannick!
02:14Yannick?
02:17Yannick?
02:19Yannick?
02:20Yannick?
02:20Yannick?
02:21Was hast du denn hier, was hast du?
02:24Spiel!
02:25Spiel!
02:31Pack alles, bist du schnell weg!
02:36Danke!
03:05Warte!
03:07Komm!
03:08Komm, Janik!
03:11Wo wart ihr denn schon wieder so lange?
03:13Ach, Janik, mein Süfer!
03:15Geh mal gleich hinterher!
03:17Ja, Entschuldigung!
03:19Janik!
03:20Wo wart ihr denn schon wieder so lange?
03:35Und sie tanzen und singen und lachen und Oskar sagt,
03:39was für ein schönes Fest,
03:41als sie schließlich zusammen an seinem Geburtstagstisch sitzen.
03:47Oskar schneidet seine Geburtstagstorte an.
03:50Von jetzt an wird er seine Feste öfter mit Freunden feiern.
03:55Schließlich ist das die beste Art, sich wieder miteinander zu versöhnen.
04:00Und sie sind froh und es geht ihnen wieder gut.
04:16Das ist nie schön, es geht nicht so gut.
04:18ein, ganz schönes Leben. Wie
04:27ist das Problem? Von
04:31jetzt an der Feste? Das
04:32ist das Problem? Wie
04:33ist das Problem? Wie
04:34Und, und, und, und, und, und.
05:07Hallo Frau Dr. Piro, ich dachte ich sehe Sie erst heute Abend.
05:10Freut mich auch Sie zu sehen Herr Reuter.
05:12Dr. Engel ist auch an der Tagung an der Rhein-Main-Uni.
05:17Und?
05:18Naja, die junge Dame ist von der Terrasse dort oben gestürzt.
05:22Der Notarzt konnte nichts mehr tun.
05:24Er ging davon aus, dass es ein Unfall oder möglicherweise Suizid war
05:27und wollte sie schon abtransportieren lassen, als ihm auffiel,
05:29dass ihr ein Büschel Haare ausgerissen wurde.
05:32Dann hat er sie gründlich untersucht und blaue Flecken am weiten Oberarm entdeckt.
05:37So, als hätte jemand fest zugefasst.
05:41An Ihrer Stelle würde ich davon ausgehen, dass sie nicht freiwillig gesprungen ist.
05:46Tag.
05:47Die Tote heißt Melena Pujak, 19 Jahre alt. Sie kommt aus Polen.
05:52Sie war bei der Familie hier seit einem halben Jahr umher.
05:55Michael Keller, seine Frau Meike, Tochter Laura.
05:59Sie waren wohl nicht zu Hause, als es passierte.
06:01Melena hat da gerade auf den kleinen Jannik aufgepasst.
06:03Der ist jetzt bei der Nachbarin.
06:04Wer hat die Leiche gefunden?
06:06Ah, Laura.
06:07Ihre Mutter kam kurz danach und hat dann den Notarzt angerufen.
06:11Ich muss jetzt den Vater von Melena benachrichtigen.
06:16Darf ich Ihnen Oberstadsanwalt Reuter vorstellen?
06:19Guten Tag.
06:20Ich kann es einfach nicht begreifen.
06:23Melena hätte doch nur ein Wort sagen müssen, dann hätten wir ihr ein paar Tage freigegeben.
06:28Was sagen müssen?
06:31Dass sie Heimweh hat.
06:33Sie glauben, sie ist aus Heimweh von der Terrasse gesprungen?
06:35Es war doch sonst keiner in der Wohnung.
06:38Melena hätte bestimmt niemanden hereingelassen, wenn wir nicht da sind.
06:42Ich möchte bitte Ihr Zimmer sehen, ja?
06:45Laura?
07:05Polen eben.
07:07Janik war nicht geplant, aber ich wollte ihn natürlich bekommen.
07:12Andererseits wollte ich auch so schnell wie möglich wieder arbeiten.
07:15Ich bin Abteilungsleiterin bei der Stadtverwaltung.
07:18Laura geht noch zur Schule.
07:21Und da sind wir auf die Idee gekommen, uns ein Au-pair zu nehmen.
07:25Und dann haben Sie sich Melena ausgesucht?
07:27Nein.
07:29Zuerst hatten wir Florence aus Frankreich, aber das hat nicht funktioniert.
07:33Die Agentur hat uns da Melena empfohlen.
07:37In drei Wochen wäre ihre Zeit bei uns um gewesen.
07:40Wir brauchen die Anschrift der Agentur.
07:44Sagen Sie, warum sind Sie eigentlich so sicher, dass Melena niemand ins Haus gelassen hat?
07:48Weil das so abgemacht war.
07:50Sie hat sich an alle Abmachungen gehalten.
07:57Haben Sie sich gut verstanden mit Melena?
08:00Ja.
08:01Ja, schon.
08:02Was haben Sie denn so gemacht zusammen?
08:06Na, Sie waren ungefähr gleich alten.
08:09Sie waren ja jünger.
08:10Na ja.
08:13Ja, also eigentlich ist sie ja zum Arbeiten hergekommen, nicht zum Vergnügen.
08:16Irgendwann wird es auch mal frei gehabt haben, oder?
08:18Ja, da hat sie sich meistens mit Liska getroffen.
08:21Die kommt aus dem gleichen Kaffee und ist ja auch Au-pair.
08:24Kennen Sie auch den Nachnamen?
08:28Kann ich jetzt in mein Zimmer gehen?
08:29Ja, klar.
08:38Ihre Tochter sagt, Melena habe sich oft mit einer Liska getroffen.
08:42Kennen Sie den Nachnamen oder wissen Sie, wo wir sie finden können?
08:46Tut mir leid.
08:47Die beiden haben sich oft auf einem Spielplatz hier ganz in der Nähe getroffen.
08:51Wenn die Mädchen mit den Kindern unterwegs waren.
08:53Herr Reuter?
08:54Ja.
08:54Ja.
08:55Danke.
08:59Hier.
09:00Ah, gut. Danke.
09:02Die Haare lagen in unmittelbarer Nähe der Brüstung.
09:05Also wenn Sie mich fragen, abgeschnitten worden sind die nicht.
09:08Sagen Sie, wo waren Sie eigentlich heute, als es passiert ist, so gegen 13.30 Uhr?
09:13Joggen. Im Stadtwald.
09:15Machen Sie das öfter?
09:16Ja, da kriege ich den Kopf frei.
09:18Und Sie?
09:20Ich hatte heute frei.
09:21So, gegen 12.30 Uhr habe ich das Haus verlassen, um ein paar Erledigungen zu machen.
09:32Hier, das ist das Tagebuch von Melena.
09:34Ah, und steht was Interessantes drin?
09:37Ich lese doch keine Tagebücher von jungen Frauen.
09:40Nicht?
09:41Das ist Polnisch.
09:43Ah, eine Menge Lesestoff. Wir werden es übersetzen lassen.
09:47Was ist das eigentlich mit Ihrem Handy?
09:48Das wurde ihr vor zwei Wochen geklaut.
09:50Sie wollte sich wohl ein neues kaufen, aber so lange durfte sie vom Anschluss der Kellers telefonieren.
09:55Ich habe die Nachbarn befragt, also die, die da waren.
09:59Ey, in so einer Gegend hier stellt man die Ohren anscheinend auf Durchzug.
10:02Keiner hat was gesehen oder gehört.
10:13Warum hast du gelogen?
10:16Du warst nicht im Stadtwald.
10:18Ich war da und habe dich nicht gefunden.
10:20Der Stadtwald ist groß.
10:21Du parkst dein Auto immer an derselben Stelle, Michael.
10:23Wo bist du gewesen?
10:25Warum hast du mich überhaupt gesucht?
10:28Sind sie weg?
11:01Ich habe mir auch mal überlegt, ob ich mir ein Au-pair suche.
11:04Ist dann aber doch gelassen.
11:05Warum?
11:06Na ja, Platzmangel und im Endeffekt brauche ich dann doch nur einen Babysitter.
11:12Ich war Au-pair.
11:13Was?
11:15Nach der Schule, da war ich für drei Monate bei einer Familie in Cleveland.
11:21Mit Kinderbetreuung und allem drum und dran?
11:23Yes, Ma'am.
11:26Und wie alt waren die Kinder?
11:28Zwei, vier und sieben.
11:29Oh.
11:31Und?
11:32Es war die Hölle.
11:35Steffen Peters, mir gehört die Agentur.
11:40Es ist schrecklich.
11:42Ich habe gerade mit Milenas Vater telefoniert.
11:45Er ist auf dem Weg nach Wiesbaden.
11:47Sie hatten ja bereits mit ihm gesprochen.
11:49Ja.
11:52Er spricht ziemlich gut Deutsch.
11:54Ja, bitte.
11:55Danke.
11:56Er arbeitet schon seit langem für eine deutsche Firma.
11:59Ah, okay.
12:00Wie gut kaufen Sie denn Milena Pujak?
12:03Sie war regelmäßig bei den...
12:05kein Problem.
12:07Bei den Treffen mit den anderen Au-pairs.
12:10Und manchmal war sie auch hier an der Agentur, wenn sie einen freien Tag hatte.
12:14Ähm, hatte sie Streit mit irgendwem?
12:17Davon hat sie nichts erzählt.
12:18Mit wem hatte sie denn Kontakt?
12:20Außer zu den anderen Au-pairs?
12:22Keine Ahnung.
12:24Hatte sie vielleicht Heimweh?
12:26Ich hatte nicht den Eindruck.
12:28Im Gegenteil.
12:29Ich glaube, sie war ganz froh, ein wenig Abstand von ihrem Vater zu haben.
12:33Warum?
12:35Ihr Vater ist wohl sehr konservativ.
12:37Er hat seine Tochter streng erzogen.
12:39Die Mutter ist früh gestorben.
12:42Hatte Milena vor der Familie Keller noch andere Gastfamilien?
12:45Nein.
12:46Familie Keller hatte vor Milena ein anderes Au-pair, Florence.
12:50Ja.
12:51Warum hat das nicht funktioniert?
12:53Das weiß ich nicht so genau.
12:55Manchmal stimmt es mit der Chemie einfach nicht.
12:57Ich glaube, sie kam mit dem kleinen...
13:00Wie heißt er noch?
13:01Janik.
13:01Janik, ja. Mit dem kam sie wohl nicht klar.
13:04Jedenfalls kam Frau Keller zu mir und bat mich, Florence auszutauschen.
13:08Ich habe mit ihr geredet.
13:09Sie war ziemlich überrascht.
13:10Hatte aber kein Problem damit, die Familie zu wechseln.
13:13Frau Keller hat ihr ein hervorragendes Zeugnis ausgestellt.
13:20Ja, Herr Peters war zwar sehr kooperativ, aber er konnte uns leider nicht weiterhelfen.
13:26Habt ihr was über Milenas Freundin herausgefunden?
13:28Äh, ja.
13:29Sie heißt Liska Zielinska.
13:31Sie hat sich zusammen mit Milena Pujak beworben und ist dann auch mit ihr nach...
13:35Dann reden Sie ruhig weiter. Das ist nur der Wecker.
13:38Aha.
13:40Sie hat sich zusammen mit Milena Pujak beworben und ist dann auch mit ihr nach Wiesbaden gekommen.
13:44Sie arbeitet bei einem Lehrerehepaar, das eine kleine Tochter hat.
13:48Gut. Ich kümmere mich drum, ja?
13:51Sag mal, was riecht denn hier so?
13:53Eine Wildschweinkeule in einer Marinade aus Rotwein, Thymian, Rosmarin, Sellerie und ein paar anderen Gemüsen.
13:59Und pünktlich alle zwei Stunden muss das Fleisch mit der Marinade gegossen werden.
14:02Hm.
14:02Hm.
14:03Na, na, na, na, na, na, na, na.
14:21Isst was?
14:24Warum?
14:25Weil du mich so anstarrst.
14:29Geht's dir gut?
14:31Ich meine, es... muss doch grauenvoll gewesen sein.
14:36Du kommst von der Schule nach Hause und...
14:38Müssen wir beim Essen darüber reden?
14:39Ich hab sowieso keine Ahnung.
14:44Michael, wir müssen reden.
14:46Später.
14:47Ich muss noch arbeiten.
15:11Ich muss noch arbeiten.
15:15Ah, die Übersetzungen von Melenas Tagebuchaufzeichnungen sind endlich da.
15:21Sie enden allerdings vor sechs Wochen. Danach gibt es keine Eintragung mehr.
15:25Und? Was schreibt sie?
15:27Hier schreibt sie, dass sie verknallt war.
15:29In wen?
15:30Einen Namen nennt sie leider noch nicht.
15:34Aber warte mal, hier schreibt sie was über Michael Keller.
15:37Was denn?
15:39Oha.
15:42Ich habe es gut gemacht.
15:47Guten Tag, Liska Zedinska?
15:49Ja.
15:50Ich nehme an, Sie warten auf Melena Pohjak.
15:53Was wollen Sie?
15:54Mein Name ist Bernd Reuter, Staatsanwaltschaft Wiesbaden. Darf ich mich setzen?
15:58Ja.
16:06Oha, Baby.
16:09Leise, Baby.
16:15Hallo, Tin.
16:17Was?
16:19Was machst du denn hier?
16:21Hast jemand anderen erwartet?
16:25Musst der denn gar nicht zur Schule?
16:27Der hat mir heute freigegeben.
16:29Er hat einen Trauerfall in der Familie.
16:31Was ist denn passiert?
16:35Milena ist tot.
16:56Willst du reinkommen oder draußen weinen?
17:08Hatte sie Streit mit jemandem?
17:09Hatte sie vielleicht Angst?
17:11Sie hat geweint.
17:13Warum?
17:15Hatte irgendwas mit Tim zu tun.
17:17Sie wollte mir Grund aber nicht verraten.
17:21Tim war ihr Freund?
17:23Ja, sie war total verliebt.
17:26Milena war gar nicht zu erkennen wieder.
17:29Früher, sie war still und schüchtern.
17:33Tim hat ihr total gut getan.
17:35Kennen Sie Tim?
17:37Ja.
17:39Gehört fünf vor zwölf.
17:42Auf dieser Landzung am Rhein unten.
17:44Ja, kenne ich.
17:45Hat sie Tim dort kennengelernt?
17:47Ja.
17:48Nein, über Laura.
17:50Laura und Tim waren früher zusammen.
17:55Laura?
17:56Laura Keller?
17:58Ja.
18:05Ist ja gut, ja.
18:11Herr Keller?
18:16Ich bin Milenas Vater.
18:22Mein aufrichtiges Beileid.
18:24Herr Poyak.
18:24Warum geht bei Ihnen niemand ans Telefon?
18:27Wir haben es abgestellt.
18:28Ständig haben Journalisten angerufen.
18:29Was ist mit meiner Tochter passiert?
18:31Ich weiß es auch nicht.
18:32Die Polizei ermittelt noch.
18:34Warum haben Sie nicht besser auf Sie aufgepasst?
18:36Herr Poyak.
18:38Ich kann Ihre Trauer und Ihren Schmerz verstehen, aber tut mir leid, ich lasse mir von Ihnen keine Vorwürfe.
18:43Was habe ich mit ihr gemacht?
18:44Was ist in den letzten Wochen passiert?
18:45Poyak!
18:46Wenn Sie mich weiterhin belästigen, sehe ich mich gezwungen, in die Polizei zu rufen.
18:48Das ist nicht nötig, wir sind schon da.
18:50Herr Keller?
18:51Können wir reden?
18:54Ja.
18:58Bitte.
18:59Moment.
19:04Wer sind Sie?
19:05Mirek Poyak.
19:07Schubert Kripper, Wiesbaden, erinnern Sie sich?
19:09Wir hatten telefoniert.
19:10Was wollen Sie von Herrn Keller?
19:12Wissen, was mit Milena passiert ist.
19:15Warum kommen Sie da nicht zu uns?
19:17Ich habe keine guten Erfahrungen mit der deutschen Polizei gemacht.
19:20Die behandeln jeden Polen, als ob ein Autodieb ist.
19:22Sie haben sich vor Milena nackt gezeigt.
19:25Und einmal sind Sie nachts, als Milena schon im Bett lag, plötzlich in Ihrem Zimmer aufgetaucht.
19:30Das ist doch kompletter Unsinn.
19:31Ich habe mich ja nie nackt gezeigt.
19:33Milena schreibt in Ihrem Tagebuch aber was anderes.
19:36Vielleicht hat sie mich mal gesehen, als ich aus dem Bad kam.
19:39Können Sie sich keinen Bademantel leisten?
19:41Ich bin es gewohnt, in meiner Wohnung so rumzulaufen, wie ich will.
19:44Auch nackt.
19:45Man denkt nicht immer dran, dass ein Gast im Haus ist.
19:48Und die Sache in Ihrem Zimmer?
19:50Das hat sie geträumt.
19:52Erotische Fantasie eines Teenagers.
19:54Was weiß ich.
19:56Ich habe das Mädchen nicht sexuell belästigt, damit das ein für alle mal klar ist.
20:00Und ich hatte auch kein Verhältnis mit ihr.
20:03Beeindruckend, dass Sie meine Fragen schon kennen.
20:05Ich vergreife mich doch nicht an Kindern.
20:11So.
20:13Bitteschön.
20:14Ja, danke sehr.
20:15Ist die mir eigentlich hier?
20:16Nee.
20:23Ich mag keinen Kakao auf dem Coccicino.
20:30Na, so.
20:32Hey.
20:35Hallo.
20:38Warten Sie auf mich?
20:39Nein, ich wollte eigentlich zu Tim.
20:41Ist er das?
20:42Ja, das ist Max, mein Freund.
20:44Sie waren doch mal mit Tim zusammen?
20:46Ja, das Lichtjahre, Herr.
20:47Bevor Milena ihn kennengelernt hat.
20:49Waren Sie nicht eifersüchtig?
20:50Absolut nicht.
20:51Ich war ja gerade dankbar.
20:53Warum denn dankbar?
20:54Naja, ich habe mit Tim Schluss gemacht.
20:56Und er hat danach voll rumgenervt.
20:58Ach so, verstehe.
21:01Max, das ist der Staatsanwalt, der Milenas Tod untersucht.
21:04Guten Tag, heute.
21:05Hallo.
21:06Kannten Sie auch Milena Boyack?
21:08Ja, Sie waren ein paar Mal hier, um Tim abzuholen.
21:10Ich gehe ihm zu Sarah und Kim rüber.
21:12Ja, wiedersehen, Herr Staatsanwalt.
21:13Tschüss.
21:14Tschüss.
21:16Max, bleib doch mal.
21:19Auch ein Cappuccino?
21:21So.
21:22Was möchten Sie jetzt von mir wissen?
21:24Den wahren Grund, warum Sie Milenas Vorgängerin Florence nicht länger bei sich haben wollten.
21:30Warum interessiert Sie das?
21:34Wollen Sie, dass wir Florence ausfindig machen und Sie selbst fragen?
21:41Ich musste meine Familie schützen.
21:44Sie glauben, dass Ihr Mann und Florence ein Verhältnis hatten.
21:48Ich habe Ihre Blicke gesehen.
21:50Und seine.
21:52Naja, vielleicht haben Sie die Blicke falsch interpretiert.
21:55Es war schon außergewöhnlich, wie oft mein Mann zu Hause gearbeitet hat.
21:58Vor allem, wenn ich nicht zu Hause war.
22:00Da musste ich die Notbremse ziehen.
22:03Na, es hätte natürlich eine Eifersuchtsgeschichte sein können, zwischen Laura und Milena.
22:07Aber Laura Keller hat seit mehreren Monaten eine neue, feste Beziehung.
22:12Und Ihr Freund Max hat mir gesagt, dass sie am Tattag nach der Schule bis etwa 13.30 Uhr bei
22:17ihm war.
22:18Haben Sie doch mit Tim geredet?
22:19Nein, nein, noch nicht.
22:21Ich bleibe dabei, dass die Blutergüsse an beiden Armen unmittelbar vor Ihrem Tod entstanden sind.
22:26Alle anderen inneren und äußeren Verletzungen stammen vom Aufprallen auf dem Boden.
22:31Sie sehr hart mit dem Kopf aufgeschlagen.
22:34Todesursache war letztendlich eine Gehirnblutung.
22:37Abwehrverletzungen?
22:38Keine fremde DNA unter den Fingernägeln?
22:41Nichts.
22:41Sie muss dem Täter oder der Täterin arglos gegenüberstanden haben.
22:46Okay, dann war es das so weit?
22:48Eine Sache dürfte Sie noch interessieren.
22:53Frau Dr. Biro, machen Sie es doch nicht so spannend.
22:55Milena Poyak war schwanger.
22:58In der achten Woche.
23:10Herr Keller!
23:13Was wollen Sie denn schon wieder?
23:15Es gibt neue Erkenntnisse.
23:17Und die wären?
23:18Milena war schwanger.
23:21Sieh mal alleine an, die kleine Milena.
23:23Ich weiß, was Sie fragen wollen.
23:24Nein, ich habe keine Ahnung, wer der Vater geworden wäre.
23:27Ich auf keinen Fall.
23:34Es hätte eine Menge Stress zu Hause gegeben, oder?
23:37Und dann ist Gerede der Nachbarn, das Ihre Auftraggeber.
23:40Was reden Sie da für ein Unsinn?
23:41Eine Abtreibung wäre für die strenggläubige Katholike nicht in Frage gekommen.
23:46Nur noch der Stoß von der Terrasse.
23:48Das wollen Sie mir doch wohl nicht im Ernst unterstellen, oder?
23:50Wo waren Sie am Dienstagmittag?
23:54Ich begreife das nicht.
23:57Sie hat nicht den Eindruck gemacht, als würde es ihr irgendwie schlecht gehen, oder so.
24:00Dann hätte ich ihr geholfen.
24:03Aber...
24:05Naja.
24:08Die Arbeit lenkt wenigstens ab.
24:12Wir glauben, dass sie nicht freiwillig gesprochen ist.
24:15Ich denke, da hat jemand nachgeholfen.
24:17Wer hätte das denn tun sollen?
24:20Genau, das wollen wir rausfinden.
24:22Wussten Sie, dass Milena schwanger war?
24:28Wir würden gern wissen, ob Sie der Vater geworden wären.
24:31Mählen Sie sich doch bitte im Kommissariat 11, damit wir eine DNA-Baube nehmen können.
24:36Fangen Sie nach dem Kommissaren, klar, oder schubert, ja?
24:47Warum eigentlich fünf vor zwölf?
24:50Weil meine Mutter meinte, ich soll endlich mal was Eigenes auf die Reihe kriegen.
24:54Es sei fünf vor zwölf.
24:55Kluge Frau.
24:57Guter Name.
25:00Kluge Frau.
25:07Kluge Frau.
25:13Kluge Frau.
25:15Kluge Frau.
25:15Kluge Frau.
25:16Kluge Frau.
25:16Kluge Frau.
25:16Kluge Frau.
25:16Kluge Frau.
25:16Kluge Frau.
25:16Kluge Frau.
25:17Kluge Frau.
25:17Kluge Frau.
25:18Kluge Frau.
25:19Kluge Frau.
25:33Können Sie mich einen Moment mit meiner Tochter allein lassen?
25:37Herr Reuter, bitte nur in ein paar Minuten.
25:42Gut.
25:50Gut.
26:26Ich war in der Mittagspause hier, von 13 bis 14 Uhr.
26:33Wer wohnt da?
26:34Die Familie Reineken. Herr Reineken leitet den Königstein in die Klinik.
26:38Und Sie kennen sich beruflich?
26:39Nein, ich kenne weder Herrn Reineken noch seine Frau persönlich.
26:42Wollen Sie uns verarschen?
26:48Florence.
26:49Ah.
26:51Okay, ich rede dann mal mit ihr.
27:02Was ist denn da los bei Ihnen?
27:04Sie haben Frau und Kinder.
27:07Außerdem ist die da ein bisschen jung für Sie, oder?
27:1025.
27:10Ja und, ich bin keine 20 Jahre älter.
27:13Dafür setzen Sie Ihre Ehe aufs Spiel.
27:15Meine Ehe war längst gescheitert, schon vor der Geburt meines Sohnes.
27:19Ich hab's nur nicht wahrhaben wollen.
27:22In meiner Branche redet man sich immer alles schön.
27:25Verminderte Wahrnehmung der Realität aufgrund übersteigerter Harmoniesucht.
27:29Schaumschlägerei.
27:30Wenn Sie so wollen.
27:31Ja.
27:34Mit ihr kann ich meinem Leben eine neue Richtung geben.
27:38Ich werde Maike verlassen.
27:41Was sagten Sie dazu?
27:43Sie weiß es noch nicht.
27:44Ach du Scheiße.
27:49Das war ein sehr letzter Abend gestern.
27:51Vielen Dank nochmal.
27:52Ja danke, dass Sie gekommen sind.
27:54Und der Braten war wirklich fantastisch.
27:56Dieser ganz leichter Rotweingeschmack.
27:58Nicht vordergründig, sondern nur eine dezenten Note.
28:01Genau so wollte ich das.
28:04Oh, schauen Sie mal, was mir Judith heute in der Mittagspause von ihrer Tagung geschickt hat.
28:09Was für ein Absturz nach dem tollen Essen gestern.
28:12Die Arme, was muss die denn da essen?
28:14Sie.
28:14Kantine, was?
28:16Ja.
28:25Oh.
28:27Wo ist er denn?
28:29Ah, schon weg.
28:30Ich muss auch los.
28:31Schicken Sie mir den Bericht per E-Mail.
28:33Aber nur, wenn Sie mir im Gegenzug das Bratenrezept mailen.
28:35Klar, schicke ich Ihnen.
28:36Tschüss.
28:37Tschüss.
28:55Tschüss.
29:17Gelobt sei Jesus Christus.
29:19In Ewigkeit, Amen.
29:22Meine letzte Beichte war vor einer Woche.
29:25Ich bekenne in Reue meine Sünden.
29:27Ich habe schwere Schuld auf mich geladen.
29:30Naja, vielleicht wollte er das Kind nicht.
29:32Es kam zum Streit und im Affekt.
29:34Schubs.
29:36Ich glaube nicht.
29:37Tim Böhnisch hat nichts gewusst von der Schwangerschaft.
29:40Er war wirklich überrascht, als ich ihm das erzählt habe.
29:43Ist sein DNA-Test eigentlich schon zurück?
29:45Nein, leider noch nicht.
29:47Was ist mit dem Alibi von Michael Keller?
29:50Der war in der Zeit mit dieser Florence zusammen.
29:53Ein Nachbar hat gesehen, wie sie ihn besucht hat und später wieder weggefahren ist.
29:58Gut, und Milenas Hinweise auf seine angeblichen sexuellen Übergriffe, habt ihr das überprüft?
30:04Ja, aber sie hat auch in anderen Fällen stark übertrieben.
30:07Nachdem sie Tim kennengelernt hatte, spielte Herr Keller für sie überhaupt keine Rolle mehr.
30:14Ja, Michael Keller war bei seiner Florence.
30:18Laura Keller war nach der Schule bei ihrem Freund Max.
30:21Wo war Frau Keller?
30:23Tja, die hat angeblich irgendwelche Besorgungen gemacht.
30:25Wrong.
30:27Das ist ja nun kein Alibi.
30:28Ich weiß.
30:29Ich spreche nochmal mit ihr.
30:35Hast du wieder deinen Schlüssel vergessen?
30:39Ich lenk besser.
30:41Abschicken.
30:54Du bist ja schnell zurück.
30:55Hast du denn überhaupt alles bekommen?
31:24Das ist eine Überraschung.
31:32Ich habe gedacht, sie freuen sich, wenn ich sie besuche.
31:55Herr Pujak sitzt in Milenas Zimmer und will partout nicht rauskommen.
32:00Was will er denn?
32:03Er sagt, er will hier auf meinen Mann warten.
32:07Ich schau mal.
32:13Guten Tag, Herr Pujak.
32:15Was wollen Sie denn schon wieder von dem Keller?
32:19Sie war schwanger von ihm.
32:22Wahrscheinlich wollte er sie zwingen, abzutreiben.
32:25Das hätte sie nie getan.
32:27Da hat er sie von der Terrasse gestoßen.
32:55Herr Pujak glaubt, dass mein Mann es war.
32:58Und Sie?
33:08Er war nicht im Stadtwald.
33:11Nein.
33:14Sie wissen, wo er war?
33:18Ich habe eine SMS auf seinem Handy gelesen.
33:21Eine Verabredung in eindeutigen Worten.
33:25Da bin ich ihm gefolgt.
33:29Zu Florian.
33:35Dann bleib halt draußen.
33:36Sind Sie mir da?
33:38Mama, wir sind wieder da.
33:44Wo ist der Kleine?
33:45Der ist im Garten und er nervt.
33:48Entschuldigen Sie mich bitte.
33:53Du bist Laura, nicht wahr?
33:55Ich bin der Vater von Milena.
33:59Ich habe sie schon mal gesehen,
34:00als sie auf der anderen Straßenseite standen
34:02und zu uns hochgeschaut haben.
34:06Wann war das?
34:08Morgens, als ich zur Schule gegangen bin.
34:10Gestern, als das mit Milena passiert ist.
34:39Ich konnte sie nicht direkt vor der Haustür ansprechen
34:42und war sie plötzlich verschwunden.
34:44Ich bin in der Gegend herumgefahren
34:46und habe sie auf dem Spielplatz gefunden.
34:48Und da hat sie Ihnen denn von der Schwangerschaft erzählt?
34:52Nein.
34:53Sie ist von mir weggelaufen.
34:55Und als sie wieder im Haus war,
34:56hat sie die Tür nicht aufgemacht.
35:00Sie hat nur gerufen, dass ich weggehen soll
35:02und dass sie nicht mehr zurückkommen wird.
35:06Ich habe ihr gesagt, dass sie es sich überlegen soll
35:09und dass ich am nächsten Tag wieder vorbeikomme.
35:15Es kann aber auch alles ganz anders gewesen sein.
35:18Milena hat Ihnen aufgemacht
35:19und von Ihrer Schwangerschaft erzählt.
35:21Das hat Ihnen nicht gefallen.
35:22Sie haben sie gepackt.
35:23Ihre Tochter wollte sich losreißen
35:24und ist dann von der Terrasse gespürzt.
35:26Nein.
35:27Nein.
35:29Bei Ihnen in Polen,
35:31wenn da so ein junges Mädchen schwanger wird,
35:33gerade mal 19 Jahre alt, unverheiratet,
35:37das ist ja bestimmt eine Todsünde, oder?
35:39Und an das Gerede im Dorf.
35:40Der Vater kann nicht auf seine Tochter aufpassen.
35:42Christian.
35:43Milena hat Schande über die Familie gebracht.
35:44Das konnte er sich doch nicht gefallen lassen.
35:46So, Herr Poyak.
35:47Jetzt sprechen wir mal ein bisschen Klartext, ja?
35:48Ihre Geschichte von...
35:49Schuhe, die Spurensicherung bitte zum Rückruf.
35:52Was?
35:53Es ist dringend.
36:01Herr Poyak,
36:03hat man sich darüber informiert,
36:04dass Sie nicht aussagen müssen?
36:08Ich habe nichts zu verbergen.
36:10Gut.
36:13Sagen Sie,
36:15der Ort, in dem Sie leben,
36:16wie viele Einwohner hat er eigentlich?
36:19So.
36:20300.
36:22Ach so, das ist ein Dorf.
36:24Ja.
36:26Verstehe.
36:28Ich frage das,
36:30weil ich mir vorstellen kann,
36:31dass es in so einer Umgebung
36:32ziemlich viel Gerede gibt,
36:33wenn eine junge, unverheiratete Frau schwanger wird.
36:37Ja, aber
36:38zu Hause wusste ich ja gar nichts davon.
36:41Keiner wusste etwas.
36:43Aha.
36:44Und wie haben Sie von der Schwangerschaft erfahren?
36:48In dem Raum,
36:50wo Milena aufgebahrt ist,
36:52da lag der Bericht,
36:54da habe ich es gelesen.
36:56Ah.
36:57La Pathologie.
36:59Ja.
37:00Sagen Sie,
37:01wie spät war es,
37:02als Sie vom Haus der Kellers weggefahren sind?
37:05So, 13 Uhr.
37:06Ich war kurz nach 13 Uhr
37:09in einem Restaurant drei Straßen weiter.
37:12Der Wirt wird sicher mich erinnern.
37:15Er kommt aus Krakow.
37:21Herr Pojak.
37:24Warum haben Sie uns das nicht gleich gesagt?
37:30Ich habe mich geschämt
37:32für meine Feigheit.
37:34Ich hätte die Tür eintreten sollen
37:36und sie mitnehmen müssen.
37:38Ich habe gespürt,
37:39dass sie in Gefahr ist
37:39und ich habe sie nicht beschützen können.
37:53Ja gut,
37:54das war es erst mal.
37:56Kommen Sie bitte.
38:12Na?
38:14Wir beide.
38:16Good cop, bad cop.
38:19Aber gut gemacht.
38:21Total gutes Timing.
38:23Ja, super.
38:25Ja, super.
38:27Wir könnten doch am Wochenende
38:28noch mal in dieses romantische Hotel
38:29an der Mosel fahren.
38:32Ja.
38:34Room Service bestellen und...
38:40Ich könnte meinen Ex-Schwiegervater fragen,
38:42ob er Benni nimmt.
38:44Ja, gut.
38:45Ich melde mich dann noch mal bei Ihnen, ja?
38:47Auf Wiederhören.
38:49Hallo.
38:50Hallo.
38:50Wir haben noch nicht
38:51über Tim Bönisch gesprochen.
38:52Stimmt.
38:54Der Vaterschaftstest hat ergeben,
38:55dass Tim der leibliche Vater geworden ist.
38:58Er war zur Tatzeit nicht am Tatort.
39:01Es gibt ein Dutzend Leute,
39:02die ihn in seiner Kneipe gesehen haben.
39:04Na ja.
39:05Ich hätte mir auch nicht vorstellen können,
39:07dass er was mit dem Tod von Melinda zu tun hat.
39:09Er war wirklich verliebt in sich.
39:11Hm.
39:13Ähm.
39:15Also, wer nur wählt,
39:16sich kann Benni nehmen.
39:17Du hast gelauscht.
39:18Quatsch.
39:18Dein Getrottel war einfach nicht zu überhören.
39:22Er ist vier Jahre älter als ich.
39:24Charmant,
39:25witzig,
39:25gut aussehend.
39:27Was,
39:27solche Männer laufen noch frei rum?
39:28Also von mir mal abgesehen natürlich.
39:30Und verheiratet.
39:32Ah,
39:32siehst du,
39:33um den Haken,
39:33muss doch einfach sein.
39:34Ja,
39:35aber er ist seit einem halben Jahr
39:35von seiner Frau getrennt.
39:37Zwischen denen ist alles geklärt
39:38und sie weiß von mir.
39:40Also,
39:41alles easy.
39:47Na?
39:49Alles easy?
39:51Ach,
39:51das waren sicher irgendwelche Kids.
39:53Ah,
39:54wahrscheinlich.
40:14Sie wollten mit mir sprechen.
40:15Hier bin ich.
40:18Peters will,
40:19dass ich morgen zu ihm komme.
40:21Peters von der Au-pair-Agentur.
40:23Um 18 Uhr.
40:25Wenn niemand außer Ihnen
40:26im Büro ist.
40:28Sie verstehen.
40:34Wollen Sie damit andeuten?
40:35Ja,
40:35das will ich damit andeuten.
40:38Er hat auch Milena
40:39zu sich bestellt.
40:42Sie hat mir alles erzählt.
40:45Und danach,
40:46sie hat nur noch geweint.
41:01Er hat Milena gesagt,
41:03wenn sie nicht macht,
41:03was er will,
41:04dann
41:05er will dafür sorgen,
41:06dass sie sofort nach Hause
41:07geschickt wird.
41:09Oder
41:10er ruft ihren Vater an
41:11und
41:12sagt,
41:13dass sie auf Strich geht.
41:15Oh.
41:16Hat sie dir erzählt,
41:17was er genau gemacht hat?
41:18Ich muss das leider wissen.
41:22Er hat die Tür geschlossen
41:23und dann...
41:27heisst er hat jemanden,
41:53was er hat.
41:55Ja. Ich möchte Konflikte mit den Gastfamilien aufdecken, vor sie ausbrechen.
42:02Da sind einige sehr attraktive junge Frauen drunter.
42:06Das ist wie so vieles im Leben Geschmackssache.
42:14Sie haben Englisch und Französisch auf Lehramt studiert.
42:21Ja.
42:23Und dann haben Sie Ihr Referendariat in Frankfurt auf einem Gymnasium gemacht,
42:28sind aber nicht in den Schuldienst übernommen worden. Warum?
42:33Warum fragen Sie so scheinheilig? Das wissen Sie doch.
42:36Sie haben mit einer Ihrer Schülerin gefickt.
42:40Schulwald.
42:41Ja gut, ich kann mich auch vornehm ausdrücken. Sie hatten ein Verhältnis mit einer Ihrer Schülerin.
42:46Sie war 19 Jahre alt.
42:47Ich habe damals einen großen Fehler gemacht.
42:51Mit Fabian war ich tatsächlich verliebt. Wir sind sogar zusammengezogen.
42:55Es hat nicht funktioniert. Letztendlich war der Altersunterschied zu groß.
43:01Liska habe ich das Gleiche gesagt, um sie zu trösten.
43:05Ich wollte nicht, dass sie denkt, ich weiß es ihr an, weil ich sie nicht schön oder nicht attraktiv finde.
43:10Sie hat öfter versucht, mich zu verführen.
43:12Und?
43:14Sind Sie schwach geworden?
43:17Nein.
43:20Und wie war das bei Milena?
43:23Gehen wir jetzt alle meine Au-pair-Mädchen durch?
43:25Wo waren Sie am Dienstag Mittag?
43:27Sie fragen nach einem Alibi?
43:29Ich habe keins.
43:30Ich bin gegen Mittag kurz nach Hause, habe mir was zu essen gemacht.
43:33Meine Frau ist mit den Kindern bei Ihrer Mutter in München.
43:36Haben Sie heute Abend einen Termin mit Liska?
43:38Ja.
43:38Warum?
43:40Das weiß ich nicht.
43:42Sie rief gestern Nachmittag an und hat darum gebeten.
43:45Das war merkwürdig, weil sie kurz davor bei mir war und nichts gesagt hat.
43:50Ich lege immer dich an, dass ich nur mit einer neuen Zeit gespeichere bin.
43:59Nun, ich bin Sicher, ich bin schon mal.
44:02Ich bin quiser.
44:10Ich bin lieber Zeit.
44:13Ich bin ein Gleich morein.
44:16Ich bin sicher.
44:17Ich bin sicher.
44:38Warum wollte ich hierher kommen?
44:41Weil sie sich mal hier mit Melina getroffen haben.
44:44Wenn es stimmt, was sie uns erzählt haben,
44:46dann hatte Steffen Peters ein Motiv für den Mord an Melina.
44:50Und wir werden gegen ihn ermitteln.
44:53Und selbst wenn er es nicht getan hat,
44:55dann muss er wegen der Vergewaltigung
44:56vor ein Gericht gestellt werden und bestraft werden.
44:58Er wird seinen Job verlieren, die Zeitungen werden über ihn berichten.
45:02Und mit großer Wahrscheinlichkeit wird seine Familie daran zerbrechen.
45:14Wissen Sie eigentlich, dass man wegen Meinheit und Falschaussage
45:17ins Gefängnis kommen kann?
45:32Was für ein Luder!
45:35Sie ist hoffnungslos in Steffen Peters verliebt.
45:38Seine Zurückweisung hat sie natürlich furchtbar gekränkt.
45:41Sie wollte sich rächen.
45:43Sie hat ja keine Vorstellung davon gehabt,
45:44was sie mit ihrer Falschaussage anrichten kann.
45:46Toll.
45:47Was man nicht alles macht, wenn man verliebt ist?
45:49Mhm.
45:52Die zerstörerische Kraft der ersten Liebe.
45:55Zum Beispiel?
46:00Hildegard.
46:02Hildegard geht in die Parallelklasse
46:03und ich habe ja die Ventile aus dem Fahrrad rausgedreht,
46:06damit sie schieben muss.
46:07Wir hätten den selben nach Hause weg.
46:10Hat sich Ihre kriminelle Energie ausgezahlt?
46:12Nee, leider nicht.
46:13Beim zweiten Mal hast du mich erwischt und das war's dann.
46:17Ich habe was Kummer auf fünf Kilo abgenommen.
46:19Naja.
46:20Wo, das wurde ja jetzt bei Ihnen nicht so viel...
46:21Schurwald, ich war 15 und ich hatte Ihre Figur.
46:25Also ungefähr jedenfalls.
46:36Herr Peters, es tut mir leid, dass Sie...
46:37Ist ja nicht Ihre Schrift.
46:40Nein, es ist gut.
46:46Ich will ja mal Vater, was will der denn hier?
46:48Aber Herr Poyak...
46:50Herr Poyak?
46:51Steffen Peters, von der Agentur.
46:53Es tut mir wirklich unendlich leid.
46:58Herr Reuter?
47:10Herr Poyak, lassen Sie reden, Herr Reuter.
47:14Ich habe mit Liska gesprochen, ich weiß alles.
47:16Liska hat gelogen.
47:18Das hat nichts mit dem Tod Ihrer Tochter zu tun.
47:20Ja, da hat Milena nicht vergewaltigt.
47:22Nein.
47:24Liska hat ihn falsch beschuldigt.
47:27Haben Sie das verstanden?
47:29Gut, dann geben Sie mir jetzt das Ding.
47:37Das bleibt unter uns, okay?
47:42Das bleibt unter uns, okay?
47:50Das bleibt unter uns, okay?
47:55Bis zum nächsten Mal.
48:50Untertitelung des ZDF, 2020
48:52Lass sie ihn, kommst du bitte nach?
48:54Ja.
48:59Aber prüft bitte, ob die registriert ist und wenn nicht, lass sie bitte verschocken.
49:02Wo hast denn die her?
49:04Da vorne.
49:09Danke.
49:31Oh, das ist ein bisschen.
49:33Vielen Dank.
50:14Dieser Staatsanwalt nervt.
50:15Jetzt lang hat er so gehalten im Club rum.
50:17Der soll mich in Ruhe lassen.
50:24Dein Vater ist ausgezogen.
50:27Was?
50:29Er hat eine Freundin.
50:33Jetzt sei ich nicht, Florian.
50:35Doch ich fass es nicht, diese Schlampe.
50:41Ich habe jetzt einen Termin bei der Polizei.
50:45Warum?
50:46Setz dich.
51:07Sie haben gesagt, dass Sie an dem Tag mittags Ihrem Mann bis zum Haus von Florence gefolgt sind.
51:12Haben Sie die beiden da gesehen?
51:16Sie haben sich geküsst.
51:18Da war mir alles klar.
51:20Tja, wenn Ihnen alles klar war, warum sind Sie dann noch geblieben?
51:27Über eine Stunde.
51:33Komisch, dass Sie in der ganzen Zeit niemand gesehen hat. Es gibt einen sehr aufmerksamen Nachbarn.
51:39Ich habe nicht die ganze Zeit vorm Haus gewartet.
51:41Sie sind nach Hause gefahren.
51:47Ich war am Boden zerstört.
51:50Ich habe die Kleine doch wie meine eigene Tochter behandelt.
51:53Und was macht sie?
51:55Zerstört meine Ehe.
51:57Zu Hause treffen Sie dann auf Milena.
52:04Ich war ganz aufgelöst.
52:06Und dann stand Milena da und zeigte mir auf einmal einen Schwangerschaftstest.
52:13Und sagte, dass sie für immer in Wiesbaden bleiben will.
52:16Und sie hat Ihnen nicht gesagt, wer der Vater ist?
52:20Das wollte sie nicht.
52:24Es konnte nur eins bedeuten.
52:27Das heißt, Sie haben gedacht, Ihr Mann hätte Milena geschwängert.
52:30Ich bin ausgerastet.
52:33Ich habe sie gepackt und...
52:36Und?
52:40Frau Keller, was haben Sie genau gemacht, nachdem Sie Milena von der Terrasse geworfen haben?
52:46Ich weiß es nicht.
52:48Als ich wieder zu Sinnen kam, bin ich die Straße langgelaufen.
52:53Ich bin dann umgekehrt und wollte Hilfe holen.
52:56Aber als ich zu Hause ankam, war Laura schon gekommen und stand vor ihr.
53:01Der ehemalige Freund ihrer Tochter wäre übrigens Vater des Kindes geworden.
53:06Tim?
53:07Ja.
53:10Warum hat eigentlich die Beziehung zwischen Laura und Tim nicht funktioniert?
53:15Das weiß ich nicht.
53:17Da müssen Sie schon Tim fragen. Der hat ja mit ihr Schluss gemacht.
53:21Nicht Laura mit Tim?
53:23Nein.
53:24Laura war todunglücklich.
53:37Was bestätigt es seitdem?
53:44Was ist das?
53:45Was ist das?
53:52Ich runde dich nicht.
53:54Stopp.
54:03Tim war Lauras erste große Liebe und als er sie verlassen hat wegen Milena hat sie nicht
54:09eine Sekunde daran gezweifelt dass er zurückkommen würde zu ihr spätestens dann wenn Milena wieder
54:14nach Polen gehen würde und Max ja Max war eine Art Übergangslösung Laura hat ihn nur benutzt
54:24sie hat eine Beziehung vorgespielt damit niemand auf die Idee kommt Laura sei eifersüchtig gewesen
54:30auf Milena zur Tatzeit war Laura auch gar nicht bei Max sie hat ihm gesagt sie sei zur Tatzeit
54:38unterwegs gewesen um ein paar Joints zu besorgen das können sie natürlich nicht den Eltern sagen
54:43das können sie auch nicht der Polizei sagen also solle Max doch bitte bestätigen sie sei bei ihm
54:49gewesen verliebt wie er war hat Max das auch getan er hätte in keiner Weise geglaubt dass
54:55Laura irgendetwas mit dem Tod von Milena zu tun haben könne was soll das denn ich habe die Tat
55:02doch schon gestanden ja Frau Keller das haben sie das haben sie immer getan um ihre Tochter zu schützen
55:10nicht sie haben Milena von der Terrasse gestoßen sondern Laura so war es doch Laura du sagst kein Wort
55:20Laura ich habe den Eindruck ihre Mutter hofft mit einer Bewährungsstrafe davon zu kommen komm ich
55:25herein nein ich habe da so meine Zweifel ich denke dass ihre Mutter ziemlich lange im Gefängnis verschwinden
55:30wird für mindestens 15 Jahre und wer soll in dieser langen Zeit auf ihren kleinen Bruder aufpassen wollen
55:38sie das tun wollen sie ihm dann irgendwann erklären warum seine Mutter im Gefängnis sitzt und wollen sie
55:45wirklich mit dieser Lüge leben wollen sie das
55:51nein Mama hat recht Janik braucht dich
56:02als ich nach Hause gekommen bin hat Milena mir gesagt dass sie für immer in Wiesbaden bleiben
56:08will sie sei von Tim schwanger da bin ich ausgerastet ich habe sie geschlagen und an den
56:15Haaren gezogen sie hat sich nicht gewährt es hat mich nur noch wütender gemacht hat sie sich auf
56:23die Brust gesetzt und mich angegrenzt
56:32es tut mir so leid
56:41haben sie das von Anfang an gewusst Frau Keller
56:50ich habe es zumindest vermutet Laura hatte keine Schultasche dabei sie konnte
56:58also vorher zu Hause gewesen sein
57:06meine Ehe ist kaputt
57:11und da wollte ich nicht dass das Leben meiner Tochter auch noch zerstört wird
57:16können sie das verstehen
57:19ja
57:44ja
57:44ja
57:45ja
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