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  • vor 2 Stunden
Stellt euch vor, wir würden in einer Welt leben, in der wir tausende Tiere schlachten müssten, weil es nicht mehr genug Futter gibt. In der Trinkwasser knapp wird. In einer Welt, in der Feuerstürme über Nacht hunderttausende Menschen vertreiben. Und in der Überschwemmungen uns alles rauben, was unser zu Hause ist.

In dieser Welt des fatalen Klimawandels leben wir bereits. Und alle Experten warnen davor, dass wir auf eine Katastrophe zusteuern. Warum zur Hölle läuten dann bei unseren Entscheidungsträgern nicht alle Alarmglocken und wieso tut die Politik nicht längst alles, um den Klimawandel zu stoppen?

Über wirtschaftliche Scheinargumente konservativer Parteien, die langen Arme der Öllobby, die falschen Freiheitsversprechen von Rechtspopulisten, die Desinformation der Techoligarchen und die wahren Kosten des politischen Versagens sprechen wir mit Klimaaktivistin und Autorin Luisa Neubauer. Und wir reden darüber, wie der Ausweg gelingen könnte.

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Transkript
00:00:00Stellt euch vor, wir würden in einer Welt leben, in der wir tausende Tiere schlachten müssen, weil es nicht mehr
00:00:05genug Futter gibt.
00:00:07In einer Welt, in der Trinkwasser knapp wird.
00:00:10In einer Welt, in der Feuerstürme über Nacht hunderttausende Menschen vertreiben.
00:00:14Und in der Überschwemmungen uns alles rauben, was wir als unser Zuhause kannten.
00:00:20In dieser Welt des fatalen Klimawandels leben wir heute schon.
00:00:24Und alle Experten warnen davor, dass wir auf eine Katastrophe zusteuern, wenn wir so weitermachen wie bisher.
00:00:31Warum zur Hölle läuten dann bei unseren Entscheidungsträgern nicht alle Alarmglocken?
00:00:36Und wieso tut die Politik nicht längst alles, um den Klimawandel zu stoppen?
00:00:41Über die wirtschaftlichen Scheinargumente, die langen Arme der Öllobby, Sabotage und die Warnkosten des politischen Versagens sprechen wir heute.
00:00:51Und darüber, wie der Ausweg gelingen könnte.
00:00:55Ich bin Scholt Wilhelm, das ist Thema des Tages, der Nachrichten-Podcast, der Standard.
00:01:05Falls ihr es noch nicht habt und euch unser Podcast gefällt, abonniert uns auf YouTube.
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00:01:22Die ersten drei Monate für nur je drei Euro.
00:01:24Alle Infos findet ihr auf dst.at slash smartabo.
00:01:28Den Link findet ihr auch in den Shownotes.
00:01:31Und damit begrüße ich Luisa Neubauer, Klimaaktivistin und Autorin.
00:01:35Herzlich willkommen im Thema des Tages. Danke, dass du dir Zeit genommen hast.
00:01:38Schön, hier zu sein.
00:01:40Luisa, in Europa brennt der Wald, wie wir gerade sehen.
00:01:43Gletscher schmelzen, Flüsse führen kaum mehr Wasser.
00:01:47Glaubst du, dieser Sommer wird nachträglich so etwas wie ein Weckruf gewesen sein für die Politik,
00:01:51die Klimakrise jetzt endlich bei den Hörnern zu packen?
00:01:55Ach, dieser Sommer wird ein Sommer gewesen sein, den wir in Erinnerung haben.
00:02:00Natürlich einerseits, weil er katastrophal ist und so viele Menschen gefährdet sind.
00:02:05Andererseits auch, weil wir irgendwann zurückblicken werden und feststellen,
00:02:07das war noch einer der kühleren und der weniger extremen Sommer dieses Jahrhunderts.
00:02:12Und jetzt sehen wir natürlich in Europa viele, viele Menschen, die vielleicht auch lange dachten,
00:02:17Ey, Klima ist doch gar nicht mein Thema. Die merken auf einmal, ey, wir sind ja alle wahnsinnig betroffen.
00:02:23Wir müssen was tun und wir können uns da irgendwie nicht rausreden.
00:02:27Mit Blick aber auf diverse Regierungen sehen wir ja vor allem die großartige Bereitschaft,
00:02:33wirklich alle Augen zuzumachen, wegzugucken, wegzuleugnen, wegzureden, kleinzureden, kleinzuhalten,
00:02:39was da eigentlich stattfindet.
00:02:40Also ob das ein Weckruf wird für die Politik, hängt in meinen Augen weniger an den Katastrophen an sich
00:02:45und mehr an der Bereitschaft der Menschen, getrieben von diesen Katastrophen,
00:02:50wirklich Druck aufzubauen auf die Regierungen.
00:02:53So da hast ihr wenig Hoffnung, dass jetzt die Politik von sich aus aufsteht.
00:02:57Lass uns gleich darüber reden, was passiert, wenn wir so weitermachen wie bisher.
00:03:01Was würde denn passieren?
00:03:03Wie wären die klimatischen Folgen, wenn wir tatsächlich so weitermachen?
00:03:09Die aktuelle globale Erhitzung liegt ja schon bei ungefähr 1,4 Grad.
00:03:14Das ist wohlgemerkt ein Durchschnitt.
00:03:16Landmassen erhitzen sich schneller als das.
00:03:18Europa ist der Kontinent, der sich am allerschnellsten erhitzt.
00:03:21Das heißt, diese 1,4 Grad, das wirkt sehr klein und klarifari,
00:03:24aber das ist eine wahnsinnige Bedrohungslage und das sehen wir.
00:03:27Warum ich übrigens so ein bisschen verhalten bin mit Erwartungen an Regierung ist eben auch,
00:03:32dass das ja gar nicht der erste Sommer ist, der extrem ist.
00:03:35Also ich denke an den Sommer vor einigen Jahren hier in Deutschland,
00:03:38als wir mit einer Ahrtal-Flut in praktisch einer Nacht Schäden gesehen haben von 30 Milliarden Euro.
00:03:44Über 100 Menschen, die gestorben sind.
00:03:47Ein absolutes Trauma für die Gemeinschaft vor Ort.
00:03:49Das wäre ja jeder Augenblick gewesen für Regierungen zu sagen,
00:03:52ey, das wollen wir nie wieder.
00:03:54Wir schützen Menschen besser.
00:03:55Und das guckt man sich heute um.
00:03:57Und gerade die deutsche Bundesregierung ist wirklich Vorreiter darin,
00:04:00gerade Klimaschutz rückabzuwickeln.
00:04:02Das heißt, wir sehen einerseits, die Katastrophen sind längst da.
00:04:06Es gäbe schon jeden Tag und vor allem jede Jahreszeit genug Anlass,
00:04:10für Regierungen zu handeln, wenn sie denn wollten.
00:04:12Da muss man auf keine Katastrophe mehr warten.
00:04:15Und jetzt aber die Sache natürlich die, dass gerade jetzt die Klimaschutzmaßnahmen,
00:04:18wenn man sie alle zusammenzieht, die gerade weltweit geplant sind,
00:04:22dann wird die Erhitzung weitergehen, Stand jetzt,
00:04:24und noch deutlich über 2 Grad ansteigen.
00:04:27Und auch da wieder muss man vorsichtig sein.
00:04:29Das wirkt jetzt so klein, kleine Zahlen.
00:04:31Aber das sind eben Zonen, die wir da reinkommen,
00:04:34wo sogenannte Kipppunkte erreicht werden.
00:04:37Das heißt, dann verlieren wir richtig die Chance
00:04:41auf stabile klimatische Verhältnisse.
00:04:44Dann können wir uns nicht wieder rück einpendeln.
00:04:46Man spricht dann von sogenannten Badewannen,
00:04:48die dann zum Beispiel überläufen oder ganz zerbrechen.
00:04:51Da kann man dann nicht sagen, ein paar Jahre später,
00:04:53ach, wir haben uns das alles überlegt.
00:04:54Wir wollen jetzt doch wieder das Klima stabilisieren.
00:04:55Das ist dann erst mal verloren.
00:04:57Das ist, wenn dann zum Beispiel der Amazonasregenwald
00:05:00wirklich in weiten Teilen austrocknet,
00:05:02wenn das grünländische Eisschild wirklich weitgehend abschmilzt.
00:05:06Und das Ganze ist natürlich nie ein Natur- und Umweltproblem alleine,
00:05:09schlimm genug.
00:05:10Aber das Ganze heißt halt eben,
00:05:12die Lebensräume, in denen wir noch sicher wohnen können,
00:05:13werden einfach begrenzt.
00:05:15Und schon jetzt erleben wir ja bei nur,
00:05:17in Anführungszeichen, 1,4 Grad Erhitzung,
00:05:20dass zum Beispiel Teile von Pakistan im Sommer nicht mehr bewohnbar sind,
00:05:24weil die Temperaturen, die Luftfeuchtigkeiten zusammen sind so extrem.
00:05:28Menschen müssen da wegmigrieren.
00:05:29Wir sehen schon jetzt Teile der pazifischen Inseln,
00:05:32die evakuiert werden müssen.
00:05:34Und das sind ja nie nur Landstriche.
00:05:36Das sind Heimaten.
00:05:37Das sind Vergangenheiten.
00:05:39Das sind die Orte, wo Vorfahren begraben sind.
00:05:42Und das ist der Stand jetzt.
00:05:43Und was man dazu aber sagen muss,
00:05:45und das ist ganz entscheidend,
00:05:46vor einigen Jahren sah es noch viel schlimmer aus.
00:05:47Also vor einigen Jahren waren wir bei eher 3, 4 Grad Erhitzung,
00:05:50weil die politische Bereitschaft noch viel niedriger war.
00:05:53Was heißt das?
00:05:55Hier hängen immer gute und schlechte Nachrichten direkt beieinander.
00:05:59Die schlechte Nachricht, die Kacke ist komplett am Dampfen.
00:06:02Die gute Nachricht in den letzten Jahren haben wir aber gesehen,
00:06:05politischer Druck wirkt.
00:06:06Und man kann noch mitentscheiden, wie schlimm es wird
00:06:10und wie viele Katastrophen wir noch verhindern.
00:06:12Und da ist noch wahnsinnig viel offen.
00:06:13Das darf man gerade in diesen Tagen nicht vergessen.
00:06:16Wir haben gesehen, jetzt allein durch diesen extremen Sommer,
00:06:18den wir hier in Deutschland, aber auch in Österreich, wo ich lebe,
00:06:22mitbekommen, dass dann es zu Zuständen kommt,
00:06:25wo plötzlich Ernteausfälle existieren.
00:06:27Wir hatten jetzt Notschlachtungen,
00:06:29weil man die Tiere nicht mehr füttern kann.
00:06:32Lass uns später noch über diese geopolitischen Folgen sprechen.
00:06:35Aber jetzt mal unmittelbar, was heißt denn auch diese Klimaerwärmung
00:06:39und diese Verstärkung von Extremwetter für unsere Lebensmittelversorgung?
00:06:44Die meisten Menschen wohnen in Städten,
00:06:46aber ich vermute erstmal, dass die meisten Menschen das kennen,
00:06:49wenn man da steht und denkt,
00:06:50mit Blick auf vielleicht eine grüne Fläche oder einen Wald,
00:06:53hier stimmt was nicht.
00:06:55Die meisten Menschen sehen das ja jetzt gerade,
00:06:57da muss man gar nicht landwirtschaftliche Expertise sein.
00:06:59Man guckt raus und sieht wahnsinnig viele Bäume,
00:07:01die irgendwie so ein bisschen so herbstlichen Vibe haben,
00:07:03weil die einfach gerade nicht genug Wasser bekommen.
00:07:04Wir sehen das mit Blick auf die Flüsse,
00:07:07die ja Wasser liefern, aber die eben auch Waren transportieren.
00:07:13Was jetzt gerade in der Lebensmittelindustrie passiert,
00:07:15in Deutschland, in Österreich, aber eben auch weltweit,
00:07:18ist natürlich eine Katastrophe,
00:07:20weil das nicht das erste Dürrejahr ist.
00:07:22Das ist in vielen Regionen der x-te Sommer,
00:07:25in dem es zu trocken und zu heiß ist.
00:07:28Das heißt, die Flächen können sich nicht mehr richtig regenerieren.
00:07:30Und in weiten Teilen sieht man das wirklich.
00:07:32Also Spanien ist einste Länder,
00:07:33die haben jetzt schon ihre Prognosen so weit runtergefahren für die Ernten,
00:07:36die man erwarten kann.
00:07:38Wir sehen das in vielen, vielen anderen Ländern in Europa und weltweit,
00:07:42dass klar ist, da werden ganze Ernten ausfallen.
00:07:45Da wird einiges einfach nicht mehr wachsen.
00:07:47Die Trockenheit ist so extrem.
00:07:50Dazu kommt aber natürlich auch, dass sich sowas anhäuft.
00:07:53Also wenn es, wenn es sozusagen über Jahre lang einfach immer nicht genug Wasser
00:07:57oder zu viel Wasser gibt, wenn es immer zu trocken oder zu heiß ist,
00:08:02dann nimmt das natürlich dieses Ökosystem Boden mit.
00:08:05Dann kann sich da nie richtig was Stabiles aufbauen.
00:08:08Dann wird das jedes Jahr weiter ausgelaugt.
00:08:10Und am Ende stehen da die Landwirte in gewisser Weise vor dem Nichts.
00:08:14Und alle Menschen weltweit, die ja nur, keine Ahnung,
00:08:17alle paar Wochen zum Arzt gehen, aber jeden Tag dreimal zum Landwirt gehen,
00:08:20wie man so sagt, weil wir essen.
00:08:21Wir stehen eben auch da.
00:08:23Und spätestens da müsste man ja eigentlich meinen,
00:08:27in Anführungszeichen, Politik würde einlenken und feststellen,
00:08:29ey, Klimaschutz, das ist nicht irgendwie ein linksgrünes Luxusthema.
00:08:36Und sich mit Klimafolgen zu beschäftigen,
00:08:38das ist nicht irgendwie so ein Apokalypse-Abgesang
00:08:40oder irgendwie eine Beschäftigung für schlechte Tage,
00:08:44sondern das ist der Blick auf die Realität
00:08:46und auf das, was jeden Tag passiert.
00:08:49Und das Problem ist natürlich, es geht ja weiter.
00:08:52Also angenommen, sozusagen nicht nur die Ernteausfälle sind jetzt gerade ein Problem,
00:08:56sondern auch die Tatsache, dass zum Beispiel in Russland ist das ein Riesenthema,
00:08:59dass die Antriebsstoffe fehlen für die Traktoren,
00:09:03weil wir in einer Energiekrise sind.
00:09:05Und solange das Ganze fossil funktioniert,
00:09:07ist man da von fossilen Weltmärkten abhängig.
00:09:09Also auch da kommen diese Verbindungen natürlich alle zusammen.
00:09:12Und am Ende des Tages werden wir es in Europa schwer haben.
00:09:15Wir werden dann teurere Ernten von woanders einkaufen.
00:09:18Aber auch da muss man natürlich aufpassen,
00:09:20diejenigen, die es sich nicht leisten können,
00:09:21dann eben mehr Preise, mehr zu bezahlen
00:09:23und sich irgendwie aus dem Ausland noch zusätzliche Getreide einzukaufen.
00:09:26Das sind natürlich Menschen, die meist jenseits Europas leben
00:09:29und bei denen das Ganze nochmal ganz anders reinschlägt.
00:09:33Es ist fast unglaublich, aber auch in Österreich,
00:09:36das eigentlich gesegnet ist mit Wasser und mit grünen Wiesen,
00:09:40wurde in Teilgebieten schon die Warnung verkündet,
00:09:44dass Trinkwasser knapp werden könnte.
00:09:47Jetzt hast du schon angesprochen,
00:09:48wenn wir nicht mehr in der Lage sind, uns selbst zu versorgen,
00:09:51aufgrund der klimatischen Bedingungen,
00:09:52werden wir teuer, woandersher unsere Nährstoffe einkaufen müssen.
00:09:56Das wird sich nicht jeder leisten können, wie du sagst.
00:09:59Und das hat natürlich geopolitische Auswirkungen.
00:10:01Lass uns über diese Auswirkungen sprechen.
00:10:03Was bedeutet das für die Weltbevölkerung,
00:10:07wenn sich plötzlich alles verschiebt,
00:10:10dort, wo eben Landwirtschaft noch betrieben werden kann
00:10:13und wo Trinkwasser verfügbar ist?
00:10:15Mein Engagement, mein Aktivismus habe ich in der Zeit angefangen.
00:10:18Das war so in den 10er Jahren.
00:10:19Da war immer die Rede davon,
00:10:20dass wir extreme Armut und Hunger weltweit auf Null unterfahren können.
00:10:24Das war die Vision damals.
00:10:25Und da gab es diese tollen Kurven, die gezeigt haben,
00:10:27ey, das geht.
00:10:28Wir haben doch, wir produzieren doch genug auf der Welt,
00:10:31um alle Menschen satt zu machen.
00:10:32Und wir sagen, extreme Armut kann ein Ding der Vergangenheit sein.
00:10:35Das waren so damals die großen Visionen.
00:10:36Dafür habe ich mich auch in vielen Organisationen ehrenamtlich engagiert.
00:10:40Und ich glaube, die meisten Menschen,
00:10:42die sich irgendwie angucken,
00:10:43was für einen reichen Planeten wir da tatsächlich haben,
00:10:45die denken, es ist doch völliger Irrsinn,
00:10:47dass wir es nicht schaffen, die Dinge so gleich zu verteilen,
00:10:49dass alle Menschen genug haben, genug zu essen, genug zu leben.
00:10:52Und was jetzt passiert ist,
00:10:54dass natürlich wir eine grassierende Ungerechtigkeit
00:10:56und Ungleichheit in der Welt haben
00:10:57und eine unerträgliche Ausbeutung.
00:11:01Dazu die Kriege.
00:11:02Und jetzt kommt aber obendrauf eben die Klimakatastrophe
00:11:06und vernichtet in gewisser Weise ganz, ganz viele von diesen Hoffnungen,
00:11:10die man hatte,
00:11:10dass man eben zum Beispiel extreme Armut oder aber auch Hunger reduziert.
00:11:13Und unterdessen sehen wir, dass gerade dort,
00:11:16also Ukraine war ja immer ein Land,
00:11:18was ganz, ganz viel zum Beispiel Weizen nach Sub-Sahara-Afrika exportiert hat,
00:11:21dass gerade dort, wenn jetzt einerseits die Ernten ausfallen,
00:11:23dann kommen die Kriege dazu,
00:11:25dann kommen die Rohstoffkrisen dazu,
00:11:26die fossilen Energiespiralen, die wir eben erleben,
00:11:30dass diejenigen Menschen, die darauf angewiesen sind,
00:11:33dass diese Ernten stabil kommen,
00:11:35die es sich nicht leisten können, woanders hin auszuweichen,
00:11:39dass die wirklich dann nicht einfach nur vor teureren Preisen stehen,
00:11:41sondern de facto vor dem Nichts.
00:11:43Und damit kann man, glaube ich, ganz gut verstehen,
00:11:46was die Klimakrise eben anrichtet.
00:11:47Das ist nicht einfach nur ein Extra-Problem,
00:11:49was wir zusätzlich haben,
00:11:50sondern die Klimakrise hat einfach auf ihre gefährliche,
00:11:54ihre bedrohliche Art,
00:11:56hat sie das Potenzial,
00:11:58so viele andere Errungenschaften wieder zunichte zu machen.
00:12:02Die großen Errungenschaften, was Wasserversorgung betrifft,
00:12:05was eben Ernährung betrifft,
00:12:07was Hunger, was Armut betrifft,
00:12:08wo man ja eigentlich große Schritte gemacht hat.
00:12:10All das wird eben potenziell durch die Klimakrise unter anderem
00:12:14einfach wieder komplett über den Haufen geschmissen.
00:12:18Und an der Stelle kommt man nicht auch
00:12:21um so eine moralische Dimension da rum.
00:12:23Weil uns ist ja allen klar,
00:12:24dass diejenigen Menschen,
00:12:26die wirklich am wenigsten dazu beigetragen haben,
00:12:29auch diejenigen Staaten,
00:12:30die am wenigsten dazu beigetragen haben,
00:12:32dass es überhaupt zu diesen vielen Emissionen kommt
00:12:35und zu dem Klimawandel,
00:12:36das sind ja diejenigen,
00:12:38die gerade am allermeisten der Folgen abbekommen.
00:12:42Ich meine,
00:12:43die meisten Industrienationen zum Beispiel in Deutschland
00:12:47haben in Summe schon mehr Emissionen produziert
00:12:50als weite Teile des afrikanischen Kontinents zusammengerechnet.
00:12:54Das ist, wo wir gerade stehen.
00:12:56Das heißt,
00:12:57man muss sich natürlich auch fragen,
00:12:58welche Verantwortung haben wir für Menschen,
00:13:00die eben genau von unseren Entscheidungen
00:13:02jeden Tag betroffen sind.
00:13:05Und auf einen Aspekt würde ich noch gerne eingehen
00:13:07in diesem Zusammenhang.
00:13:08Wir erleben gerade einen ziemlichen Aufschwung
00:13:10von rechten Parteien,
00:13:12nicht nur in Europa,
00:13:13sondern weltweit, könnte man sagen.
00:13:16Und da ist ein ganz großes Thema die Migration.
00:13:18Am liebsten würden sie alle Migranten draußen halten,
00:13:21wenn ich das jetzt zugespitzt sage,
00:13:23bis auf ganz, ganz wenige,
00:13:24die vielleicht noch Geld mitbringen.
00:13:27Aber wenn wir weiterhin so starke klimatische Verschiebungen haben,
00:13:31was würde das für die Migration,
00:13:33die weltweite Migration bedeuten?
00:13:35Ja, das ist wirklich eine makabere Herangehensweise natürlich,
00:13:38erst den Menschen,
00:13:39sozusagen indirekte Lebensgrundlagen rauben
00:13:41und sie dann dafür kriminalisieren,
00:13:44wenn sie woanders Zuflucht suchen.
00:13:46Das ist genau die rechte Rhetorik,
00:13:49die so menschenverachtend ist, wie sie scheint.
00:13:52Natürlich, das zeigt,
00:13:54jede Studie werden durch die Klimaveränderung
00:13:57einfach so viele auch sehr dicht besiedelte Gebiete,
00:13:59zum Beispiel, Stichwort Indien, Afghanistan, Bangladesch, Pakistan,
00:14:03werden einfach ein Teil nicht bewohnbar,
00:14:05weil es ist ja gar nicht zur Disposition.
00:14:07Da kann man dann einfach nicht leben,
00:14:08weil unser Körper das nicht aushalten.
00:14:09Das sehen wir schon jetzt.
00:14:11Und das sind Orte,
00:14:12wo wahnsinnig viele Menschen suchen.
00:14:14Die werden sich woanders ein Zuhause suchen müssen
00:14:16oder Zuflucht suchen.
00:14:17So, jetzt muss man aber ein bisschen vorsichtig sein,
00:14:20dass man jetzt nicht probiert,
00:14:22sagen wir in Europa,
00:14:23Menschen für mehr Klimaschutz zu gewinnen,
00:14:25mit dem Argument,
00:14:26weil Migration findet ihr ja noch schlimmer.
00:14:28An der Stelle geht es in meinen Augen erst um die Tatsache,
00:14:30dass Menschen, die ein Recht darauf haben sollten,
00:14:32an dem Ort alt zu werden, wo sie geboren sind.
00:14:34Also die Philosophin Eva von Redeker
00:14:36spricht von der sogenannten Bleibefreiheit.
00:14:38Das heißt, dass wir den Einsatz für Klimaschutz
00:14:42auch als einen Einsatz für eben diese Freiheit zu bleiben verstehen
00:14:47und zu sagen,
00:14:48ja, das ist doch das Mindeste,
00:14:50dass Menschen dort sein können,
00:14:52wo sie sich verorten.
00:14:55Und das ist überhaupt für die allermeisten Menschen
00:14:58die letzte, letzte, letzte Notfalloption,
00:15:01dass sich dann auf den Weg machen zu müssen
00:15:02mit all dem, was da einherkommt.
00:15:04Und man kann sich aber natürlich gleichzeitig ausmalen,
00:15:07dass die Flucht und die Vertreibung,
00:15:10die produziert wird von eben,
00:15:13zum Beispiel rechtsradikalen Kräften,
00:15:16die ja gerne gegen Klimaschutz agitieren
00:15:18und Spaltung vorantreiben
00:15:20und Hass und Hetze vorantreiben
00:15:22und sich wünschen,
00:15:23dass ohnehin alles in den Untergang geht,
00:15:26dass genau dann diese Flucht und Migration
00:15:28weiter instrumentalisiert wird.
00:15:30Und ich würde aber, wie gesagt,
00:15:31sehr doll dafür plädieren,
00:15:33an der Stelle, ja,
00:15:36sich nochmal zu überlegen,
00:15:37was heißt denn eigentlich Menschlichkeit in dieser Frage?
00:15:39Und Menschlichkeit kann in meinen Augen nicht heißen,
00:15:42Menschen Angst zu machen
00:15:43mit der Perspektive,
00:15:44dass andere Menschen kommen,
00:15:47sondern festzustellen,
00:15:49wir setzen uns ein
00:15:50und ich setze mich jeden Tag ein dafür,
00:15:52dass Menschen ihr Zuhause behalten können,
00:15:54egal wo sie herkommen,
00:15:55dass dieses Zuhause sicher sein kann.
00:15:57Und ich würde mich immer,
00:15:58und ich tue das auch dafür einsetzen,
00:15:59dass Menschen sich auf den Weg machen müssen,
00:16:02dass wir dann ein humanes Miteinander finden
00:16:03und dass wir dann unserer Verantwortung gerecht werden,
00:16:06nämlich als Verantwortliche davon,
00:16:08die überhaupt erst in solchem Ausmaße
00:16:11den Klimawandel vorangetrieben haben.
00:16:13Ich finde das sehr schön
00:16:16und auch bewegend,
00:16:18dass du da sehr an die Moral der Menschen appellierst.
00:16:21Trotzdem sehen wir bei Wahlen,
00:16:23gerade bei politischen Wahlen,
00:16:25geht es den Menschen ganz oft
00:16:27um ihre eigene ökonomische Sicherheit,
00:16:29egal welches Argument man aufbringt.
00:16:32Letzten Endes geht es darum,
00:16:33wie gut geht es den Leuten wirtschaftlich
00:16:35morgen und in Zukunft
00:16:38und welche Partei wählen sie deswegen.
00:16:39Wir haben das gesehen jetzt bei den US-Wahlen
00:16:42unter Donald Trump.
00:16:43Ich glaube, es gab ausreichend Gründe,
00:16:45Donald Trump nicht zu wählen.
00:16:47Er hat versprochen,
00:16:48dass er die Wirtschaft ankurbelt
00:16:49und dass er Amerika in ein goldenes Zeitalter führt.
00:16:53Alles Lügen, wie wir mittlerweile wissen,
00:16:55aber er hat wieder eine Wahl gewonnen damit.
00:16:58Deswegen lass uns, glaube ich,
00:16:59über die Ökonomie sprechen.
00:17:01Das Kostenargument,
00:17:03das immer wieder gegen den Klimaschutz
00:17:04auch eingebracht wird.
00:17:06Was kostet uns das Versagen,
00:17:10das Klimaversagen,
00:17:12das Agitieren gegen den Klimaschutz,
00:17:14wenn wir so weitermachen wie bisher?
00:17:17Was kosten uns die Katastrophen,
00:17:18die uns noch blühen?
00:17:19Alles Geld der Welt, kann man sagen,
00:17:21wenn man es auf den Punkt bringen möchte.
00:17:22Also ich glaube, eine Warnung,
00:17:25die dazu sehr konkret artikuliert wurde,
00:17:27die wirklich sehr viele auch konservative
00:17:29nachträglich gemacht hat,
00:17:30die kam von der Allianzversicherung,
00:17:33von einem Vorstandsmitglied
00:17:34der Allianzversicherung,
00:17:36der einmal vorgerechnet hat,
00:17:37die Katastrophen, die kommen,
00:17:39die werden ein solches Ausmaß annehmen,
00:17:41dass einfach Teile der Welt
00:17:44nicht mehr versicherbar sein werden.
00:17:46Und wenn man aber diese Spirale weiterdenkt,
00:17:49also man wird dann Regionen haben,
00:17:50die nicht mehr versicherbar sind,
00:17:51Gebäude, die nicht mehr versicherbar sind,
00:17:53was heißt das für ein Finanzsektor?
00:17:54Und deren Analyse oder deren Einschätzung war,
00:17:57dass die Klimafolgen so desaströs sein werden
00:18:00in ihren Auswirkungen auf die Versicherungsbranche
00:18:02und damit eben auch immer weiter
00:18:03auf den Finanzsektor,
00:18:04auf die unglaublichen Schäden und Summen,
00:18:06die dann unversichert entstehen,
00:18:09dass die Klimakrise paradoxerweise
00:18:10das Potenzial hat,
00:18:11den Kapitalismus zu zerstören.
00:18:14Und das kommt von Menschen,
00:18:16die es wirklich gar nicht
00:18:18im Verdacht stehen,
00:18:19irgendeiner Ökomoral hinterherzulaufen.
00:18:21Das sind die blanken Zahlen.
00:18:22Man kennt jetzt diese Zahlen,
00:18:24also für Deutschland wird dann gerechnet
00:18:26bis zu 900 Milliarden Euro an Schäden
00:18:29bis 2050.
00:18:31Man kann auch die Zahlen nehmen,
00:18:33wenn man es konkreter haben möchte,
00:18:34über die Hitzetage,
00:18:35also ein richtig heißer Hitzetag
00:18:37in Deutschland zum Beispiel,
00:18:38also dann Temperaturen ab über 30 Grad,
00:18:40kostet die Wirtschaft alleine
00:18:41knapp eine Milliarde Euro.
00:18:43Das ist ein einzelner Tag.
00:18:44Und wir sind jetzt ja schon
00:18:45die x-te Hitzewelle
00:18:46alleine in diesem Jahr,
00:18:47die da kommt.
00:18:49Aber ich glaube,
00:18:49man muss da sagen,
00:18:50also die Schäden sind
00:18:52so, so, so viel größer,
00:18:53denn keine von diesen Zahlen zum Beispiel
00:18:54bisher rechnen Gesundheitskosten ein,
00:18:57die gerade entstehen.
00:18:58Wir kennen jetzt die neuen Zahlen
00:18:59in Deutschland.
00:18:59Es ist gestern eine Zahl erschienen,
00:19:01dass jetzt mittlerweile
00:19:02knapp 12.000 Menschen
00:19:03an der Hitze gestorben sind.
00:19:04Das ist ja nur ein Bruchteil
00:19:05der eigentlich Betroffenen.
00:19:07Meine Mutter arbeitet
00:19:09im Gesundheitssektor
00:19:10als Krankenschwester.
00:19:11Die kann das wie x-andere Menschen
00:19:13in allen denkbaren Ländern berichten,
00:19:15was in diesen Gesundheitseinrichtungen
00:19:17jeden Tag stattfindet.
00:19:18Wie da die Welt auf dem Kopf steht.
00:19:20Das ist bisher in den meisten
00:19:21ökonomischen Analysen,
00:19:22die sich ja sehr, sehr gerne
00:19:23auf Lieferketten reduzieren
00:19:24und auf sehr quantifizierbare
00:19:26Produktausfälle
00:19:27oder Produktivitätseinbußen,
00:19:29das ist meistens
00:19:29dann noch gar nicht vorgesehen.
00:19:31Dazu kommen natürlich
00:19:31die Schäden an der Infrastruktur.
00:19:33Also, ne,
00:19:34dass wir sehen,
00:19:35die meisten Länder,
00:19:36Österreich, Deutschland
00:19:37sind zwei davon,
00:19:38sind in ihrer öffentlichen Infrastruktur
00:19:40überhaupt nicht vorbereitet
00:19:40auf diese extremen Temperaturen.
00:19:43Und natürlich haben wir immer noch
00:19:44die andere Seite,
00:19:45das sind die extremen Wassermassen,
00:19:46die dann ja auch dazukommen.
00:19:47Also, wenn es mehr Hitze gibt,
00:19:49dann gibt es mehr Energie,
00:19:50dann gibt es mehr Verdunstung
00:19:51und dann gibt es eben auch
00:19:51immer irgendwo mehr Regen.
00:19:53Und wir haben Abwasserkanäle,
00:19:55die sind nicht,
00:19:55sagen, da hat niemand gedacht,
00:19:56dass da so viel Wasser durch soll.
00:19:58Und wir haben Stromleitungen
00:20:00und alle möglichen Arten
00:20:02an öffentliche Infrastruktur,
00:20:04da hat niemand gedacht,
00:20:05Mensch, bereiten wir das
00:20:06auf 40, 50, 60 Grad vor,
00:20:08wenn das sich richtig aufheizt.
00:20:10Das heißt,
00:20:11da kommt so viel mehr einher
00:20:13an Schäden, an Kosten.
00:20:15Wir hatten schon das Stichwort
00:20:16die Ernteausfälle.
00:20:18Wir in Deutschland sind gerade drei
00:20:19der sozusagen relevanten Flüsse,
00:20:21nicht wirklich befahrbar,
00:20:22nicht tief befahrbar.
00:20:24Teilweise Pegelstände
00:20:25von 28 Zentimeter.
00:20:27Das war gerne mal auch
00:20:28irgendwie fünf, sechs Meter früher.
00:20:30Im Rhein zum Beispiel,
00:20:33das betrifft Lieferketten.
00:20:35Das sehen wir gerade in den Anfängen.
00:20:39Aber das große Bild
00:20:41liegt weit jenseits dessen.
00:20:43Deswegen glaube ich,
00:20:44kann man das,
00:20:44wenn man es pauschal sagen möchte,
00:20:46alles kann man das runterbrechen
00:20:47auf alles Geld der Welt.
00:20:49Und wenn man sich vielleicht
00:20:50ganz, ganz einfach vorstellen möchte,
00:20:51dann muss man sich einfach
00:20:52einmal bewusst machen,
00:20:53unser gesamtes Wirtschaftssystem
00:20:55ist auf die Annahme aufgebaut,
00:20:57dass unser Klima stabil ist,
00:20:58dass die Flüsse Wasser führen
00:20:59und dass die Ernten kommen
00:21:01und dass die Menschen
00:21:03in gekühlten Büros
00:21:04vernünftig arbeiten können
00:21:05und dass sie gesund bleiben
00:21:06und dass wir eben nicht
00:21:07wieder die invasiven Arten bekommen
00:21:08und die Tigermütten
00:21:09und die neuen Probleme
00:21:11und dass die Preise stabil sind
00:21:13und dass die Rohstoffe kommen,
00:21:14woher die Rohstoffe eben kommen sollen.
00:21:15Das sind die ganzen Annahmen,
00:21:16die sind nicht ausgesprochen
00:21:17in den meisten Fällen,
00:21:19aber die gehen ja allem,
00:21:20sagen vorweg.
00:21:22Und letztendlich sind es
00:21:23alle diese Annahmen,
00:21:24die nicht mehr funktionieren.
00:21:25Und das destabilisiert
00:21:27einfach alles.
00:21:28Das heißt,
00:21:29wenn da jetzt jemand kommt
00:21:30und sagt,
00:21:30oh, den Klimaschutz,
00:21:31den müssen wir uns aber
00:21:32erst mal leisten können
00:21:33und da müssen wir erst mal gucken,
00:21:34dass der Wirtschaft gut geht.
00:21:35Gute Nacht, Marie.
00:21:36Es ist die Klimakrise,
00:21:38die vor unseren Augen
00:21:39gerade die sogenannte Wirtschaft auffrisst.
00:21:42Es ist aber auch
00:21:43weite Teile der fossilen Wirtschaft,
00:21:45die ja genau diese Krise
00:21:46dann immer weiter vorantreibt.
00:21:47Also ein wahnsinnig toxischer Kreis.
00:21:49Und das zu durchbrechen,
00:21:50geht nur mit konsequentem Klimaschutz,
00:21:52der natürlich,
00:21:53sagen gut durchdacht ist
00:21:54und effizient ist
00:21:55und in einer Wirtschaft,
00:21:56die wirklich nachhaltig wird,
00:21:57um das Ganze zu stoppen.
00:21:59Und sich selbst am Ende zu retten.
00:22:01Lass uns über diese fossile
00:22:04Todesspirale noch sprechen.
00:22:05Auf die kommen wir gleich noch.
00:22:06Ich möchte nur etwas unterstreichen,
00:22:07was du gesagt hast.
00:22:08Das kostet uns alles Geld der Welt,
00:22:10wenn das Klima zu Bruch geht.
00:22:12Jetzt haben die Ökonomen
00:22:13von Finance Watch
00:22:14das einmal zusammengefasst.
00:22:16Und es gibt da
00:22:16unterschiedliche Schätzungen.
00:22:17Ich glaube,
00:22:17Prognosen sollte man
00:22:18immer voransetzen,
00:22:19dass es natürlich Prognosen sind
00:22:21und man nie das
00:22:22auf den Punkt genau bringen wird.
00:22:23Aber sie sagen,
00:22:24dass ungefähr in Zukunft,
00:22:26wenn wir das Klima
00:22:26weiter auf bis zu 3 Grad Erwärmung
00:22:29ansteigen lassen,
00:22:31uns jährlich in Europa
00:22:3330 bis 50 Prozent
00:22:34des Wohlstandes kosten wird.
00:22:37Also das gesamte Geld,
00:22:38das wir erwirtschaften,
00:22:39wir als Gemeinschaft,
00:22:40diese hunderten Millionen Menschen
00:22:41in Europa,
00:22:42werden dann die Hälfte davon
00:22:43ausgeben müssen,
00:22:45um Katastrophen wieder
00:22:46zu reparieren
00:22:47oder eben damit zu leben,
00:22:50dass wir eben nicht
00:22:51mit nichts mehr fix rechnen können,
00:22:52dass uns das Klima
00:22:53so zusetzt und das Wetter.
00:22:54Und wenn wir darüber sprechen,
00:22:57wer für diese Schäden auskommt,
00:22:58ich glaube,
00:22:59da sollten wir noch erwähnen,
00:23:01dass ja,
00:23:02wenn Sachen
00:23:03nicht mehr versicherbar sind,
00:23:05wenn die Wirtschaft
00:23:06nicht mehr einspringen kann,
00:23:07unter Anführungszeichen,
00:23:08dass ja wir als Steuerzahler
00:23:09dafür aufkommen müssen.
00:23:11Also all das,
00:23:12was uns droht,
00:23:13das wird an uns hängen bleiben.
00:23:15Ja, das ist ja ohnehin
00:23:16das Ding,
00:23:17dass die Umweltkosten,
00:23:21die jetzt schon gerade
00:23:22entstehen durch die Zerstörung,
00:23:24durch die verdreckte Luft.
00:23:26Übrigens auch die Kosten
00:23:26vom Artensterben,
00:23:27das wird ja oft dann
00:23:28gar nicht mit einberechnet,
00:23:29aber die gesamte,
00:23:32sagen wir,
00:23:33Landwirtschaft funktioniert
00:23:34auch nur,
00:23:35weil die Arten liefern,
00:23:36also die Dienstleistungen,
00:23:37die die Insekten zum Beispiel
00:23:39immer für uns vollbringen,
00:23:40die werden ja nicht gerechnet,
00:23:42wenn die ausfallen,
00:23:43weil wir die Arten ausrotten
00:23:44in der Welt.
00:23:45Das sind ja alles schon Schäden,
00:23:46die jetzt entstehen
00:23:47und die werden aber bisher
00:23:48einfach kaum benannt,
00:23:49seltenst benannt.
00:23:50Und das eine ist also
00:23:51erstmal sichtbar zu machen,
00:23:53wo entstehen jetzt schon
00:23:54die Schäden.
00:23:55Sichtbar zu machen,
00:23:56wo werden die eigentlich
00:23:57auch genau dann
00:23:58in der Kostenübernahme
00:24:00völlig verschleit,
00:24:01dass es gerade einfach
00:24:02blindlings auf die Allgemeinheit
00:24:03übertragen wird.
00:24:04Also die meisten Konzerne,
00:24:06die durch ihre Emissionen
00:24:08maßgeblich dazu beitragen,
00:24:09die Klimakrise voranzutreiben,
00:24:11zahlen bis heute keinen Cent dafür,
00:24:12dass sie Umwelt und Klima
00:24:14kaputt machen.
00:24:15In einigen Ländern gibt es mittlerweile
00:24:16ein bisschen CO2-Preise,
00:24:18aber das rechnet sich,
00:24:18also das ist sozusagen
00:24:19in keinem Augenblick
00:24:21verhältnismäßig.
00:24:21Und jetzt kommen noch
00:24:22die fossilen Krisen obendrauf.
00:24:24Da haben jetzt zuletzt
00:24:24genau Studien nochmal ergeben,
00:24:26dass die Ölkonzerne
00:24:28am meisten davon profitiert haben.
00:24:29Also und sich jetzt nochmal
00:24:31richtig, richtig satt
00:24:32da einverdient haben
00:24:32und nebenbei eben
00:24:34Klimaschäden produzieren,
00:24:35die dann auf uns
00:24:36ausgelagert werden.
00:24:37Und das wird natürlich
00:24:37jetzt tendenziell so weitergehen,
00:24:39solange eben
00:24:39die Verantwortungsübernahme
00:24:40nicht geklärt ist,
00:24:41solange es was
00:24:42verursacherprinzip
00:24:43nicht angewandt wird.
00:24:44Also die fossilsten Konzerne,
00:24:46die am meisten
00:24:46von diesem Problem verursachen,
00:24:48die Kosten dafür
00:24:49nicht tragen müssen.
00:24:50Und solange wir natürlich
00:24:51immer weiter Klimaschutz
00:24:52verschleppen,
00:24:53Klimaanpassung verschleppen
00:24:54und deswegen ja immer mehr
00:24:55Kosten produzieren.
00:24:56Und am Ende
00:24:56stehen die Leute da.
00:24:57Und da muss man auch
00:24:58natürlich differenzieren,
00:24:59stehen wir Leute dann da
00:25:00vor allen Folgen,
00:25:04die man eben so
00:25:05aushalten muss.
00:25:06Also gestiegene
00:25:07Lebensmittelpreise gestiegen,
00:25:08Energiepreise,
00:25:09höhere Stromkosten,
00:25:10weil wir irgendwie
00:25:11Ventilaturen einbauen,
00:25:12in schlecht sanierte Häuser,
00:25:14gestiegene Mobilitätskosten,
00:25:15abgesagte Urlaube,
00:25:17Krankheitsausfälle,
00:25:18weil wir nicht arbeiten können,
00:25:20all diese Sachen.
00:25:21Es schien aber nicht
00:25:22alle Leute gleich da.
00:25:23Und das ist natürlich
00:25:23ganz, ganz wichtig.
00:25:24Also die Menschen,
00:25:25die am wenigsten haben,
00:25:26die tendenziell dann
00:25:27in den überhitzten
00:25:28Wohnungen wohnen,
00:25:29die es sich nicht leisten können,
00:25:30dann einfach nochmal
00:25:30einen Freitag frei zu machen,
00:25:32die nicht sich leisten können,
00:25:33dann dann anders Urlaub zu nehmen,
00:25:36die sich nicht mehr leisten können,
00:25:38irgendwie noch einen
00:25:38extra Krankheitstag zu haben,
00:25:39die jeden Cent Preiserhöhung
00:25:42im Supermarkt
00:25:42genau mitbekommen.
00:25:44Das sind ja diejenigen,
00:25:45an denen das am Ende
00:25:47am gravierendsten hängen bleibt.
00:25:48Das sind die Menschen,
00:25:49das ist die Zielgruppe
00:25:50unter anderem der AfD.
00:25:51Das sind Menschen
00:25:52mit weniger Geld,
00:25:53mit weniger Privilegien,
00:25:54mit weniger Möglichkeiten,
00:25:55die dann noch erzählt wird,
00:25:55Klimaschutz,
00:25:56das ist ja nur eine Belastung
00:25:57für euch
00:25:59und macht da nicht mit.
00:26:01Und das sind aber genau die,
00:26:02die man jetzt gerade informieren müsste,
00:26:03die man aufklären müsste,
00:26:04die man mitnehmen müsste,
00:26:05die man anhören müsste,
00:26:06damit man dann auch dafür sorgen kann,
00:26:08dass Klimaschutzmaßnahmen
00:26:09genau diese Zielgruppen mitdenken
00:26:10und dass genau dort
00:26:12Subventionen greifen,
00:26:14Menschen sich wirklich
00:26:14abgeholt fühlen.
00:26:16Du hast die AfD erwähnt,
00:26:17die genau in diesem
00:26:18Wählerkreis fischt,
00:26:20aber wir kennen das auch
00:26:21von anderen Parteien,
00:26:23dass sie Klimaschutzmaßnahmen
00:26:25nicht umsetzen wollen,
00:26:26weil sie sagen,
00:26:27sie müssen an die Wirtschaft denken
00:26:28und sie denken dabei ans Volk,
00:26:30sonst sie dürfen nicht
00:26:31den Arbeiter und die Arbeiterin
00:26:33vergessen,
00:26:33bei allen Klimaschutzmaßnahmen.
00:26:35Deshalb entscheidet man sich oft
00:26:38für Wirtschaftsmaßnahmen.
00:26:40Heißt das im Endeffekt,
00:26:42aber es trifft genau die Leute,
00:26:44die man unter Anführungszeichen
00:26:45eigentlich schützen will
00:26:47vor Klimaschutzmaßnahmen.
00:26:49Ja, also die Ausreden,
00:26:52die gesucht werden,
00:26:53politisch um kleinen Klimaschutz zu machen,
00:26:54die sind jetzt ja nicht stringent,
00:26:55aber wir können jetzt einmal
00:26:56kurz auseinanderdröseln,
00:26:56was hier eigentlich stattfindet.
00:26:58Das eine ist,
00:26:59und das haben jetzt gerade nochmal
00:27:00wirklich beeindruckende Studien gezeigt,
00:27:03es gibt dieses Phänomen
00:27:04der sogenannten pluralistischen Ignoranz
00:27:06sehr ausgeprägt in der Politik.
00:27:08Das heißt,
00:27:09man kann nachweisen,
00:27:10und das konnten eben
00:27:10die Forscherinnen und Forscher
00:27:11wirklich berechnen,
00:27:13dass gerade jetzt
00:27:14im Falle der Bundespolitik
00:27:16hier in Deutschland
00:27:18Politikerinnen und Politiker
00:27:18durch die Bank weg
00:27:20unterschätzen,
00:27:22wie hoch die Bereitschaft
00:27:23für Klimaschutz ist
00:27:24bei den Leuten.
00:27:26Also das heißt,
00:27:26das Erste ist,
00:27:27was mir wirklich jeder Politiker
00:27:29und jede Politikerin
00:27:30ewig erzählt,
00:27:30ist ja,
00:27:31die Leute müsste ich ja mitnehmen,
00:27:32und die wollen das ja nicht
00:27:32und ich kann ja nur
00:27:33und nur wenn die Leute,
00:27:35das muss man sagen,
00:27:36greift nicht,
00:27:36denn es gibt klare Mehrheiten
00:27:38und übrigens
00:27:38allen Wählergruppen,
00:27:40also allen Parteivählergruppen
00:27:41außer der AfD,
00:27:42klare Mehrheiten von Leuten,
00:27:43die sagen,
00:27:44wir wollen mehr Klimaschutz,
00:27:44wir wollen,
00:27:44dass die Klimaziele eingehalten werden,
00:27:46wir wollen,
00:27:46dass es gut vorangeht.
00:27:47Dann ist man sich nicht
00:27:48immer in einen Details eigentlich,
00:27:49das ist ja klar,
00:27:50aber die grundsätzliche Bereitschaft
00:27:51ist enorm hoch,
00:27:52auch übrigens einen eigenen Beitrag
00:27:53zu leisten.
00:27:54Das heißt,
00:27:54diese Idee,
00:27:55die Leute sind nicht da,
00:27:57das ist eine Wahnvorstellung
00:27:58der Politik,
00:27:59die sich, glaube ich,
00:27:59damit einfach verdrückt bisher
00:28:01und nicht genau hinhört
00:28:02und hätte sich ja auch mal
00:28:03eigenständig informieren können,
00:28:04die Studien angucken können.
00:28:06Das Zweite,
00:28:06was dann gesagt wird,
00:28:07ist,
00:28:08wir können uns klimaschutz nicht leisten,
00:28:09müssen die Wirtschaft schützen
00:28:10und das ist natürlich
00:28:10ein besonders makaberes Argument,
00:28:12denn einerseits heißt das,
00:28:15man schützt genau die Wirtschaft
00:28:17in Anführungszeichen,
00:28:18also man verteidigt das weiter
00:28:20so der fossileren Wirtschaft,
00:28:22also Stichwort in Deutschland,
00:28:22das ist vor allem
00:28:23fossile Automobilkonzerne,
00:28:25die man jahrzehntelang
00:28:26wirklich verhätschelt hat,
00:28:28selbst nachdem sie die Welt
00:28:29betrogen haben
00:28:30mit dem Diesel-Skandal,
00:28:31damit sie bloß nicht mehr
00:28:32Klimaschutz machen müssen,
00:28:33damit sie bloß weiter
00:28:33dreckige Autos verkaufen können.
00:28:36Deswegen hat man sich
00:28:37als Deutschland
00:28:37wirklich jetzt seit Jahrzehnten
00:28:39in die Knie gesiegt dafür,
00:28:41dass wir in Europa
00:28:42Abgasrichtlinien runterfahren,
00:28:43dass die Luft dreckiger werden darf.
00:28:45Man hat alles dafür gegeben,
00:28:46jetzt nochmal auf den letzten
00:28:47mit dem Verbrenner auszukippen,
00:28:48was wäre ja eine Riesenchance gewesen
00:28:50für den europäischen Elektromarkt.
00:28:51Die Konsequenz ist,
00:28:53die Leute kaufen eh Autos aus China.
00:28:54So, das ist was passiert
00:28:56und trotz allen Mühen
00:28:58dort irgendwie
00:28:59mit Umweltregularien
00:29:00bitte halblang zu machen,
00:29:01baut BMW Stellen ab.
00:29:03Das heißt,
00:29:04man hat in dieser Vorstellung,
00:29:06man tut irgendwem hier einen Gefallen,
00:29:09Transformationen abzuschwächen
00:29:11und Umweltstandards zu reduzieren,
00:29:13hat man einerseits
00:29:14dafür gesorgt,
00:29:16dass sich die Automobilindustrie
00:29:16jetzt im Falle von Deutschland
00:29:18in weiten Teilen
00:29:19fossile gemütlich gemacht hat,
00:29:20bis sie jetzt
00:29:21in weiten Teilen abgehängt ist.
00:29:22Plus, nebenbei sind ja eben
00:29:24all die Katastrophen sozusagen
00:29:26weiter befeuert worden,
00:29:27die Klimafolgen,
00:29:28die Klimakatastrophen,
00:29:29zu denen wir ja
00:29:30einen beträchtlichen Anteil beitragen,
00:29:32bis zu dem Punkt,
00:29:33dass jetzt in den letzten Fluten,
00:29:34die ja auch Österreich betroffen haben,
00:29:36die VW-Werke
00:29:36in Slowenien geflutet waren.
00:29:38Also, da kann man sich
00:29:39auf den Kopf stellen,
00:29:40aber auch,
00:29:41sagen die breitbeinigst
00:29:42Überzeugtesten,
00:29:43die meinen,
00:29:44die Wirtschaft kann nicht
00:29:45noch mehr Klimaschutz machen,
00:29:46stehen am Ende
00:29:47auch in den Hochwassern.
00:29:49Andersherum würde man ja sagen,
00:29:50naja, was gerade
00:29:51eine Wirtschaft braucht,
00:29:53wäre ja
00:29:55Planungssicherheit,
00:29:56dass wir
00:29:56gleiche Bedingungen schaffen,
00:29:57damit haben wir eigentlich
00:29:58in der EU
00:29:58gute Chancen,
00:29:59dass wir sagen,
00:30:00wir schaffen gleich Bedingungen
00:30:01für alle und dann sind wir
00:30:01auch konkurrenzfähiger,
00:30:03Schutz vor Klimafolgen,
00:30:04die ja auch maßgeblich
00:30:05die Wirtschaft treffen
00:30:07und maximaler Kurs auf Zukunft,
00:30:08dass wir international
00:30:09mithalten können,
00:30:10mit Zukunftstechnologien
00:30:11und nicht noch mehr
00:30:11an China verloren.
00:30:13Das heißt,
00:30:13auch da ist dieses
00:30:14Wirtschaftsargument natürlich
00:30:15total,
00:30:16zumindest undurchdacht,
00:30:17ich würde sagen,
00:30:18in Teilen verlogen
00:30:19und da darf man natürlich
00:30:20auch nicht vergessen,
00:30:21wer zahlt am Ende,
00:30:23also wer zahlt am Ende
00:30:24für die Kurzsichtigkeit,
00:30:25das sind nicht die CEOs,
00:30:27das sind die
00:30:27einfachen Arbeitnehmer,
00:30:28Arbeitnehmerinnen,
00:30:29die sich darauf verlassen hatten,
00:30:31dass sie ihr Leben lang
00:30:32da bei VW oder bei BMW
00:30:34oder sonst wo ihren Job haben,
00:30:35die dann am Ende eben
00:30:36auf eine fossile Technologie
00:30:38ausgebildet sind,
00:30:39die es dann nicht mehr geben wird,
00:30:40wenn man die Transformation
00:30:41verschlafen hat
00:30:42und dann ihren Job verlieren
00:30:43und nicht wissen wohin.
00:30:44Und wieder freut sich die AfD,
00:30:47weil man das nicht vercheckt hat.
00:30:48Und dazu gibt es natürlich
00:30:49den anderen Teil der Wirtschaft,
00:30:51das ist die erneuerbare Wirtschaft,
00:30:52die es ja auch gibt,
00:30:53die investiert in den letzten Jahren
00:30:55und die steht gerade wirklich,
00:30:58ja,
00:30:58also die muss sich
00:30:59auf gut Deutsch
00:30:59völlig verarscht vorkommen,
00:31:01die hat ja in den letzten Jahren
00:31:03investiert in erneuerbare Technologien,
00:31:05in die Transformation
00:31:06und muss jetzt erleben,
00:31:07dass man zum Beispiel
00:31:08auf EU-Ebene
00:31:09die Emissionspreise wieder runterfährt.
00:31:11Das ist für die
00:31:12der Todesstoß,
00:31:13weil die haben sich darauf verlassen,
00:31:14wir sind konkurrenzfähig,
00:31:16weil wir jetzt CO2-Preise haben,
00:31:17weil wir mit Klimaschutz vorangehen,
00:31:18dann sind wir Vorreiter
00:31:19und jetzt werden genau die bestraft,
00:31:22die Unternehmen,
00:31:23die da gesagt haben,
00:31:24wir gehen da rein
00:31:24und es wird wieder mal
00:31:26der rote Teppich
00:31:26vor den Unternehmen ausgerollt,
00:31:28die Klimakrisen befeuern,
00:31:30die sich im Gästchen verstecken,
00:31:31die auch von Fossiles
00:31:32weiter so setzen
00:31:33und bis sie irgendwann dann,
00:31:35ja,
00:31:35wie jetzt im Falle,
00:31:36Teile der Automobilindustrie,
00:31:37Leute rauswerfen müssen.
00:31:39Es ist so,
00:31:40dass man sich nicht nur
00:31:41gegen Klimaschutzmaßnahmen stellt
00:31:43als Politik,
00:31:45sondern auch tatsächlich
00:31:46auch die Öllobby
00:31:48und die Ölindustrie
00:31:49noch weiter stützt
00:31:50mit Förderungen,
00:31:52mit Erlässen,
00:31:54mit Spritzpreisbremsen etc.
00:31:56Eigentlich unglaublich.
00:31:57Ich würde gerne von dir wissen,
00:31:59was glaubst du ist das Kalkül?
00:32:01Also wieso macht man das,
00:32:02wenn das so offensichtlich
00:32:03wirtschaftlich keinen Sinn ergibt
00:32:05und jetzt ökologisch sowieso nicht?
00:32:08Ja,
00:32:10also ich glaube,
00:32:11da erleben wir
00:32:12ähnlich wie,
00:32:14also wenn man fragt,
00:32:15warum setzen sich Menschen
00:32:15für Klimaschutz ein,
00:32:16gibt es da ja tausend
00:32:17verschiedene Gründe.
00:32:18Warum wollen Menschen,
00:32:19dass wir unseren eigenen Planeten
00:32:20nicht völlig abbrennen?
00:32:22Gibt es auch tausend
00:32:22verschiedene Gründe
00:32:23und genauso würde ich denken,
00:32:25gibt es das auch
00:32:26auf Seiten der Politik.
00:32:29Also es gibt bestimmt ein paar,
00:32:31die einfach keine Ahnung haben
00:32:33und die sind so,
00:32:35die haben irgendwann mal gelernt,
00:32:36dass wir doch das Atomloch
00:32:38gestopft haben
00:32:39und deswegen fragen sie sich
00:32:40jetzt ein bisschen,
00:32:41was das Problem hört,
00:32:41mal auf zu heulen.
00:32:43Dann gibt es bestimmt viele,
00:32:44die einfach in Anführungszeichen
00:32:46gekauft sind.
00:32:46Also in Deutschland
00:32:47haben wir eine Wirtschaftsministerin,
00:32:48die sozusagen brandneu
00:32:49aus der fossilen Gaslobby kommt,
00:32:52von der wir bis heute wissen,
00:32:53dass sie gerne mal auch,
00:32:56sagen wir,
00:32:56fossile Konzerne befragt,
00:32:58was sie sich dann gerne
00:32:59in so einem Gesetz wünschen würden.
00:33:01Da muss man jetzt nicht sagen,
00:33:02da muss man jetzt nicht
00:33:03besonders skeptisch sein
00:33:04oder misstrauisch,
00:33:05um zu denken,
00:33:05das ist jetzt aber nicht ganz ideal.
00:33:07Wir wissen auch,
00:33:08dass Teile von unserem
00:33:09neuen Heizungsgesetz
00:33:10in Deutschland
00:33:11mitgeschrieben wurden
00:33:12von einem ehemaligen
00:33:13SPD-Abgeordneten,
00:33:14der direkt nach der letzten
00:33:15Bundestagswahl
00:33:16dann in die Gaslobby
00:33:17gewechselt ist.
00:33:17Also das ist die Lobby,
00:33:19die am meisten
00:33:19von diesem neuen Gesetz
00:33:21profitiert.
00:33:22Das heißt,
00:33:23da gibt es natürlich
00:33:23unglaublich korrupte Zustände
00:33:26oder zumindest antidemokratische,
00:33:28intransparente Zustände.
00:33:29Und dann gibt es,
00:33:30glaube ich,
00:33:30etwas,
00:33:31sozusagen einen Batzen
00:33:32von Beteiligten
00:33:34und das ist natürlich
00:33:35total schwierig,
00:33:36die einfach tief
00:33:37ideologisch davon überzeugt sind,
00:33:40dass man der,
00:33:41sagen wir,
00:33:42klimaneutralen Sache
00:33:42nicht trauen kann.
00:33:44Und wie das bei Ideologien
00:33:45so ist,
00:33:46die sind irrational,
00:33:47das ist nicht,
00:33:48das ist nicht irgendwie
00:33:49ökonomisch tragfähig,
00:33:50das ist tief eingebrannt,
00:33:53die Überzeugung,
00:33:54eine gute Wirtschaft
00:33:55ist eine fossile Wirtschaft
00:33:57und wenn es einem Automobilkonzern
00:33:58nicht gut geht
00:33:59oder einem Ölkonzern
00:34:00nicht gut geht
00:34:00oder einem Flughafenbetreiber
00:34:02nicht gut geht,
00:34:03dann kann es doch
00:34:04niemandem gut gehen.
00:34:05Und die Annahme,
00:34:06dass es noch ganz,
00:34:07ganz viele andere Sachen gibt,
00:34:08die für das Wohlergehen
00:34:10eines Landes sorgen
00:34:11und dass es auch
00:34:12eine andere Art
00:34:13der Wirtschaft geben kann,
00:34:13die eben klimaneutral ist,
00:34:15die gerecht ist,
00:34:15die nicht das verfeuert,
00:34:17von dem wir leben,
00:34:19das ist in diesem Weltbild
00:34:20nicht vorgesehen.
00:34:22Und das sehen wir jetzt
00:34:23in, ich würde sagen,
00:34:24vielen politischen Debatten,
00:34:25das Erratische,
00:34:26das ja fast Hysterische,
00:34:28in dem dann sagen,
00:34:29die unsinnigsten Argumente
00:34:31aufgefahren werden,
00:34:32dann wird in einer fossilen
00:34:33Energiekrise,
00:34:34während es am Ertankste
00:34:35teurer und teurer und teurer wird,
00:34:36nochmal erklärt,
00:34:37dass wir ja jetzt gerade
00:34:38noch mal mehr
00:34:39die Ölkonzern entlasten müssen,
00:34:40dass wir die jetzt ja nicht
00:34:41unter Generalverdacht
00:34:42stellen dürfen.
00:34:43Also das ist ja nicht,
00:34:44das trägt sich ja nicht.
00:34:45Und ich bin aber schon beeindruckt,
00:34:47wie viele da mitmachen.
00:34:48Also gerade jetzt
00:34:49bei der Hitze
00:34:49und bei den Bränden
00:34:50denke ich,
00:34:51viele Menschen wehren sich.
00:34:53In Österreich,
00:34:53in Wien habe ich gesehen,
00:34:54es gab Proteste
00:34:55gegen die Hitze.
00:34:56In Deutschland
00:34:57sind wir auf den Straßen.
00:34:58Und ich bin aber beeindruckt
00:35:01und beunruhigt,
00:35:02wie weite Teile
00:35:03des sozusagen politischen
00:35:04Establishments
00:35:06da gerade,
00:35:07sagen,
00:35:08nicht vollständig
00:35:09den Verstand verlieren.
00:35:10Bei dieser,
00:35:12ja,
00:35:12Durchtriebenheit,
00:35:13mit der einerseits
00:35:14jetzt geklagt wird,
00:35:15oh nein,
00:35:15es brennt.
00:35:15und im wirklich selben
00:35:17Atemzug politisch
00:35:19Ödenzweig
00:35:20gegossen wird,
00:35:20mit verpassten Klimazielen,
00:35:22mit fehlenden Geldern
00:35:23für Klimaschutz,
00:35:24mit einer völligen Missachtung
00:35:26des menschlichen
00:35:27und tierischen Leides
00:35:28durch diese Katastrophen.
00:35:30Was dieser Klimawandel
00:35:32befeuert,
00:35:32das hast du auch schon gesagt,
00:35:33ist diese Ungleichheit.
00:35:34Jetzt haben wir auf der einen Seite
00:35:36die Leute,
00:35:36die sich
00:35:38politisch
00:35:39argumentativ
00:35:39beeinflussen lassen,
00:35:40weil die Parteien
00:35:42und die Lobbys
00:35:43ihnen erzählen,
00:35:44Klimaschutz bedeutet
00:35:46Freiheitseinschränkung.
00:35:47Darüber würde ich gerne
00:35:47noch sprechen.
00:35:48Und auf der anderen Seite
00:35:49gibt es dann die Leute,
00:35:51die so reich sind
00:35:53und die Wirtschaft lenken.
00:35:54Man denkt jetzt zum Beispiel
00:35:55auch an die großen
00:35:56Tech-Oligarchen
00:35:57in den USA,
00:35:59die so einen Spirit
00:36:01oder so ein Mindset haben,
00:36:03sie können sich rauskaufen
00:36:04aus dieser Klimakrise
00:36:05oder sie betrifft es nicht.
00:36:08Ich finde das spannend,
00:36:09weil im Endeffekt
00:36:10beide Seiten,
00:36:11die superreichen
00:36:12und die armen,
00:36:13die es volltreffen wird,
00:36:14alle in einem Boot sitzen,
00:36:16weil wir alle
00:36:16auf dieser gleichen Erde sind
00:36:17und alle von diesen Auswirkungen
00:36:19betroffen sein werden.
00:36:20Wie erklärst du dir
00:36:21diese Dissonanz?
00:36:23Ja,
00:36:24also man,
00:36:24wir werden ja natürlich
00:36:25alle in Booten sitzen,
00:36:26aber definitiv nicht
00:36:27im selben Boot,
00:36:28weil die einen werden
00:36:28in Superjagd ansitzen
00:36:29und die anderen im Schlauchboot.
00:36:31Aber die Superjagd,
00:36:32genau,
00:36:33das ist der Punkt,
00:36:33die Superjagd
00:36:34wird nicht mehr mit Essen
00:36:35beliefert werden können,
00:36:36wenn die Bauern
00:36:37nicht mehr arbeiten können.
00:36:38Also natürlich kann man
00:36:39sich nicht endlos
00:36:40von einem Planeten
00:36:41rauskaufen,
00:36:42aber es macht dann
00:36:43entsprechend auch nur Sinn,
00:36:44dass Idol Musk
00:36:44von irgendwelchen
00:36:45Mars-Fantasien träumt.
00:36:47Er hat maßgeblich
00:36:48dazu beigetragen,
00:36:48diesen Planeten,
00:36:49das sagen,
00:36:50zu degradieren
00:36:51und jetzt macht er sich
00:36:53auf zum Nächsten.
00:36:54Der noch viel schrecklicher
00:36:55ist als die schlimmste
00:36:56Version der Erde.
00:36:59Die Erde ist das Schönste,
00:37:00was wir haben als Geschenk,
00:37:01ist ein solches Privileg
00:37:02hier leben zu dürfen,
00:37:03dass wir diesen Planeten
00:37:04auch nur ein paar Jahre
00:37:05begehen dürfen.
00:37:05Das halte ich für
00:37:06ein solch kosmisches Glück.
00:37:08Es ist mir unverständlich,
00:37:09wie man das so verschenken kann,
00:37:10aber das ist nochmal
00:37:11eine andere Geschichte.
00:37:12Also diejenigen,
00:37:13die am allermeisten
00:37:14dazu beitragen,
00:37:16dass diese Katastrophen
00:37:17entstehen,
00:37:17das sind ja nicht viele.
00:37:20Vielleicht ein ICE voll
00:37:21in den allergrößten
00:37:22Chefetagen.
00:37:23Das sind die CEOs
00:37:25der Ölkonzerne,
00:37:27der fossilen Konzerne
00:37:28weltweit.
00:37:29Es ist sozusagen
00:37:30plus minus kann man sich
00:37:31ja merken,
00:37:31100 Konzerne produzieren
00:37:3370 Prozent der Treibhausgase.
00:37:35Das ist nicht mehr
00:37:35ganz, ganz aktuell die Zahl,
00:37:36aber so kann man das
00:37:37sagen über den Kopf.
00:37:38Das sind nicht viele Leute,
00:37:39das muss man sich einfach
00:37:40wurschen,
00:37:40das sind nicht viele Leute.
00:37:41Dazu kommen die sozusagen
00:37:43Banken und Versicherungen,
00:37:45die da einfach mitmachen.
00:37:47Mittlerweile kommen dazu
00:37:49einige der großen
00:37:50Tech-Unternehmen
00:37:50mit ihren Datenzentren,
00:37:51aber auch mit ihren
00:37:53Desinformationspropagandern
00:37:54und eine Handvoll,
00:37:55das ist ja auch das Absurde,
00:37:57eine Handvoll oder ein paar
00:37:58mehr, ein paar Dutzend
00:37:59Regierungen,
00:38:00die das Ganze auf
00:38:01Fall vorantreiben.
00:38:02Das sind ja aber auch
00:38:02nicht viele.
00:38:03Die allermeisten Länder
00:38:03der Welt wollen ja,
00:38:04dass wir Klimaschutz machen
00:38:05und die sind sich auch
00:38:06in vielen Sachen nicht einig,
00:38:06aber die haben schon gecheckt,
00:38:07so, oi, ist gar nicht so gut.
00:38:09Das heißt,
00:38:10das ist eine
00:38:12sozusagen überschaubare
00:38:12Gruppe an Menschen
00:38:15und den meisten,
00:38:17würde ich jetzt mal annehmen,
00:38:18ist ziemlich klar,
00:38:18was sie da verursachen.
00:38:19Das ist jetzt,
00:38:20also sagen die,
00:38:21das checken die schon
00:38:22und die wissen aber,
00:38:23dass sie bis,
00:38:25sagen wir,
00:38:25drei Grad
00:38:26da noch was rausholen können
00:38:28und die werden
00:38:29jedes bisschen Welt verbrennen,
00:38:31was die noch bekommen.
00:38:33Das ist,
00:38:33das sehen wir gerade
00:38:34vor unseren Augen.
00:38:35Also die Datenzentren
00:38:37sind ja ein wahnsinnig gutes Beispiel.
00:38:38Wir sind schon bei 1,4 Grad
00:38:39und jetzt gerade
00:38:40werden auf der Welt
00:38:41von den Tech-Unternehmen
00:38:42Datenzentren geplant,
00:38:44die sagen,
00:38:45jedes Klimaziel,
00:38:46das wir noch haben könnten,
00:38:48ins Jenseits befördern.
00:38:48Und es gibt dann eben
00:38:49die bereitwilligen Regierungen,
00:38:50die sagen,
00:38:51super, wir stellen euch
00:38:51da die Gaskraftwerke hin
00:38:52und dann gibt es die
00:38:53fossilen Industrien,
00:38:54die sagen, toll,
00:38:55da machen wir noch
00:38:55ein bisschen Rendite mit.
00:38:56Also die werden
00:38:57das letzte bisschen Welt,
00:38:58was die bekommen,
00:38:59verbrennen.
00:39:00Vor unseren Augen
00:39:01werden wir sie lassen.
00:39:02Und natürlich,
00:39:03was machen die parallel?
00:39:04Deswegen daher die Annahme,
00:39:06dass sie schon checken,
00:39:06was sie da tun.
00:39:08Parallel bauen die Bunker
00:39:09in Neuseeland.
00:39:10Und die sind ja sozusagen
00:39:12durchtrieben.
00:39:13Das wissen wir ja auch,
00:39:13dass es diese
00:39:14Weltuntergangsfantasien gibt
00:39:15oder auch sozusagen
00:39:16Fanatismen.
00:39:18Die bauen sich jetzt
00:39:19dann ihre Verstecke.
00:39:20Die überlegen schon,
00:39:21wo geht es hin?
00:39:21Oder Elon Mars,
00:39:22dann gehe ich halt eben
00:39:23auf den Mars.
00:39:24Das heißt,
00:39:25da gibt es eine Bereitschaft
00:39:27zu nehmen,
00:39:29bis zum geht nicht mehr.
00:39:31Und die erste
00:39:32wichtige Erkenntnis
00:39:33in meinen Augen wäre,
00:39:34darauf zu setzen,
00:39:35dass da irgendwer
00:39:36automatisch aufhört,
00:39:37weil es irgendwie
00:39:37gesunder Menschenverstand ist
00:39:38oder so moralisch
00:39:39ein bisschen uncool.
00:39:40Der Punkt ist längst vorbei,
00:39:42denn das Leid ist ja schon
00:39:43viel zu groß
00:39:43und die Kosten sind schon
00:39:44horrend.
00:39:45Und in der letzten
00:39:46fossilen Energiekrise
00:39:47haben wir ja gesehen,
00:39:48da konnte sich Europa
00:39:49mit so ein bisschen
00:39:50teureren Energiepreisen
00:39:51rauskaufen.
00:39:51In Südastasien gab es
00:39:52dann einfach kein Benzin mehr.
00:39:54Und da stehen die Leute
00:39:54auf der Straße
00:39:55und wissen nicht weiter.
00:39:56Das ist so krass.
00:39:57Das ist hier schon alles da.
00:39:58Das heißt,
00:39:59da wird es nicht
00:39:59einen automatischen
00:40:00Stopppunkt geben,
00:40:01wo sie denken,
00:40:01Mensch Leute,
00:40:02jetzt haben wir aber
00:40:02hier genug rumgespielt
00:40:03und wir haben genug
00:40:05Demokratien zerstört,
00:40:06weil wir Desinformationen
00:40:06verbreitet haben
00:40:07und Menschen abhängig
00:40:08gemacht haben
00:40:08von unseren Algorithmen
00:40:09und nebenbei
00:40:10die Lebensgrundlagen
00:40:11degradiert haben,
00:40:12sondern die werden
00:40:12weitermachen.
00:40:13Die Frage ist,
00:40:13wer hält sie auf?
00:40:15Und da möchte ich,
00:40:16wünschte ich mir natürlich,
00:40:17dass das vor allem
00:40:18einfach demokratische
00:40:19Regierungen sind,
00:40:20die sagen,
00:40:20ey Leute,
00:40:21ist nicht so cool,
00:40:22hört mal auf,
00:40:23so Mensch.
00:40:25Und dann guckt man sich um
00:40:27und stellt fest,
00:40:28ui,
00:40:29also die EU ist gerade
00:40:30nicht alleine gewachsen.
00:40:32Gibt sich ja ein Teil
00:40:33ein bisschen Mühe,
00:40:34mal Meter eine Ansage zu machen,
00:40:35aber es ist natürlich
00:40:36nicht alleine gewachsen.
00:40:37Und die Desinformationen
00:40:39erreichen auch,
00:40:40zu sagen,
00:40:40Länder wie unsere.
00:40:41Und schon jetzt frage ich mich,
00:40:44ob wir das noch schaffen,
00:40:45können Menschen aus diesen
00:40:46Algorithmen rauszuholen,
00:40:47unsere Demokratien zu schützen,
00:40:48weil wir Fakten schützen,
00:40:49weil wir Wissenschaft schützen,
00:40:50weil wir unseren gesunden
00:40:51Menschenverstand verteidigen.
00:40:52Und weil man sich leicht,
00:40:54gerade nicht,
00:40:55also wer hält die auf?
00:40:56Und da würde ich immer wieder
00:40:57bei den Menschen landen,
00:40:58die sagen,
00:40:58wenn wir uns nicht wehren,
00:40:59wenn wir uns nicht zusammentun
00:41:00mit demokratischen Organisationen,
00:41:02mit Bewegung,
00:41:03mit Initiativen,
00:41:04mit einem bis hierhin
00:41:05und nicht weiter,
00:41:06auf allen Ebenen,
00:41:07in Sachen digitale Freiheit,
00:41:08in Sachen Lebensgrundlagen,
00:41:09in Sachen Klima,
00:41:10in Sachen Frieden,
00:41:11in Sachen Umverteilung,
00:41:14dann so werden die nehmen,
00:41:17was sie kriegen.
00:41:18Warum glaubst du,
00:41:19verfängt dieses Argument,
00:41:21vielleicht auch geschürt
00:41:22von Desinformationskampagnen,
00:41:23dass Klimaschutz
00:41:26Freiheitsbekämpfung ist?
00:41:28Warum glaubst du,
00:41:28funktioniert das bei gewissen Parteien
00:41:30und auch bei gewissen Populisten,
00:41:32seien es jetzt
00:41:32Zeg-Oligarchen oder Politiker?
00:41:35Ja, weil Freiheit
00:41:36natürlich ein wahnsinnig
00:41:37wichtiges Gut ist
00:41:38und jeder, der daherkommt
00:41:39und sagt,
00:41:39der bedroht da eine Freiheit,
00:41:41dem hört man erst mal zu,
00:41:42wenn man denkt,
00:41:42Freiheit will ich doch
00:41:44und dann hört man halt
00:41:45nicht weiter hin.
00:41:46Und deswegen kann man
00:41:47den Leuten sagen,
00:41:48wenn du mit 300 Sachen
00:41:49über die Autobahn fahren kannst
00:41:50und wir jedes Jahr
00:41:52deswegen x Tote haben
00:41:53und Menschen,
00:41:54die auf einmal am Grab stehen,
00:41:56weil die Leute zu schnell fahren,
00:41:57dann ist das Freiheit
00:41:58und man kann den Leuten sagen,
00:42:00und wenn du richtig lange
00:42:00Verbrenner fahren kannst,
00:42:02dann ist das Freiheit
00:42:03und dann,
00:42:04ne,
00:42:04müsste man den Leuten
00:42:05ehrlicherweise sagen,
00:42:06naja,
00:42:06bis du dann halt wieder
00:42:07in der Tankstelle stehst
00:42:08und der nächste fossile Krieg
00:42:09ausgebrochen ist
00:42:09und dir das eigentlich
00:42:10nicht mehr leisten kannst
00:42:11und dein eigenes Kind
00:42:12Asthma bekommt,
00:42:13weil es jeden Tag
00:42:13den Smog einatmet
00:42:14von den Straßen,
00:42:15die wir verdreckt haben
00:42:15und du das Fenster nachts
00:42:17nicht mal aufmachen kannst,
00:42:18weil der Verkehr zu laut ist,
00:42:19weil du sonst nicht schlafen kannst,
00:42:20aber yay ist Freiheit.
00:42:22Das heißt,
00:42:22was man hier macht,
00:42:22ist man nimmt wahnsinnig
00:42:23wichtige imperative Freiheitlichkeit,
00:42:26das wollen wir alle
00:42:28und belegt die
00:42:29mit einem fossilen
00:42:31weiter so
00:42:31und sagt,
00:42:32wenn wir richtig weiter
00:42:32viel kaputt machen können
00:42:33und die wichtige Frage
00:42:35wäre natürlich,
00:42:36Freiheit für wen,
00:42:37vor wem
00:42:38und um welchen Preis
00:42:41und wer dann aber
00:42:42diese Fragen aufwirft,
00:42:43der sozusagen
00:42:44ist schon Teil
00:42:45von der Verbotskultur.
00:42:46Das heißt,
00:42:47gerade deshalb
00:42:48ist es entscheidend,
00:42:49dass man,
00:42:50ich glaube,
00:42:50gerade solche Begriffe
00:42:51wie Freiheit
00:42:51auch zurückgewinnt
00:42:52und sagt,
00:42:53ey,
00:42:53was ist denn eigentlich
00:42:54Freiheit
00:42:54auf einem brennenden Planeten?
00:42:56Ist nicht Freiheit
00:42:57zum Beispiel
00:42:57dann auch die Gewissheit,
00:42:58meinen Kindern
00:42:59wird es auch
00:42:59in 50, 60, 70 Jahren
00:43:01hier noch gut gehen?
00:43:02Ist nicht Freiheit
00:43:03zu wissen,
00:43:04egal wie ich mich fortbewege,
00:43:06in der Bahn,
00:43:07im Auto,
00:43:07im Bus
00:43:08oder auf dem Fahrrad,
00:43:09ich habe eine richtig gute Chance,
00:43:10dass ich weder
00:43:11mit einer Lungenkrankheit
00:43:12noch mit einer Todesangst
00:43:13von meiner Reise
00:43:14zurückkomme?
00:43:15Ist nicht Freiheit
00:43:16zu wissen,
00:43:17wir konsumieren hier nicht
00:43:19was,
00:43:19was an anderen Orten
00:43:20Lebensgrundlagen zerstört?
00:43:22Ist nicht Freiheit
00:43:23zu wissen,
00:43:24wir dürfen uns verbunden
00:43:25fühlen mit dieser Welt,
00:43:26weil wir sie nicht
00:43:26in jedem Schritt,
00:43:27den wir gehen,
00:43:27ausbeuten?
00:43:28Das wären die Fragen,
00:43:29die in meinen Augen
00:43:30sozusagen
00:43:31die eigentlichen
00:43:32freiheitlichen Fragen
00:43:33betreffen,
00:43:34die aber natürlich
00:43:35die Populisten
00:43:35nicht interessieren.
00:43:36Und die werden
00:43:38weiter diesen
00:43:38Freiheitsbegriff
00:43:39für sich in Anspruch nehmen,
00:43:40solange sich nicht
00:43:41jemand dagegen stellt
00:43:41und sagt, ey,
00:43:42lass uns doch mal anders
00:43:43über Freiheit reden,
00:43:44ehrlicher über Freiheit
00:43:45reden und respektvoller
00:43:46darüber.
00:43:46Der ehemalige EU-Kommissionspräsident
00:43:49Draghi hat einen Report
00:43:51geschrieben,
00:43:51in dem er erklärt,
00:43:52was eigentlich die EU
00:43:53tun müsste,
00:43:54um zukunftssicher zu sein,
00:43:56welche Investitionen
00:43:56es braucht.
00:43:57Und er hat daran geschrieben,
00:43:58dass wir etwa
00:43:591.000 Milliarden im Jahr
00:44:01für Klimaschutz
00:44:01ausgeben werden müssen.
00:44:02Klingt erstmal viel,
00:44:03ist auch viel
00:44:04in Relation
00:44:056 Prozent ungefähr
00:44:06unseres Bruttoinlandsprodukts
00:44:08in der EU.
00:44:09Das wäre ungefähr
00:44:09das Dreifache
00:44:10von unserem
00:44:11Verteidigungshaushalt,
00:44:12aber immer noch
00:44:13nichts im Vergleich
00:44:14dazu, was uns der Klimawandel
00:44:16kostet,
00:44:16habe ich eh schon gesagt,
00:44:1730 bis 50 Prozent
00:44:19unseres Wohlstandes,
00:44:20wenn wir bis 3 Grad
00:44:21die Erde
00:44:22erwärmen lassen.
00:44:24Deswegen,
00:44:24lass uns vielleicht
00:44:25über das sprechen,
00:44:27wie es idealerweise
00:44:29laufen könnte.
00:44:30Was ist,
00:44:30wenn jetzt wirklich
00:44:30die EU das Geld
00:44:31in die Hand nimmt?
00:44:32Was ist der Best Case,
00:44:34wenn wir jetzt gerade
00:44:34bei 1,4 Grad sind?
00:44:36Denn ich möchte
00:44:37noch dazu geben,
00:44:39all das,
00:44:40was jetzt an Schäden
00:44:40schon angerichtet wurde,
00:44:42wird sich in den nächsten
00:44:42Jahrzehnten auswirken.
00:44:44Das heißt,
00:44:45so schnell wird sich
00:44:46alles, was sie tun,
00:44:47nicht auswirken.
00:44:48Also die schönste Nachricht
00:44:49finde ich an der Stelle,
00:44:51deswegen,
00:44:51also es gibt viele Gründe,
00:44:52warum ich mich für
00:44:53einen Attacken Planeten
00:44:54einsetze und ein sicheres
00:44:55Miteinander,
00:44:55aber ein Grund ist auch,
00:44:56dass die allermeisten
00:44:58Klimaschutzmaßnahmen
00:44:59und auch Klimaanpassungsmaßnahmen,
00:45:00also die werden auch gut
00:45:02und sinnvoll,
00:45:03wird es gar keine Klimakrise
00:45:04geben.
00:45:06Also Stichwort Städte,
00:45:08die meisten Menschen
00:45:08leben in Städten
00:45:09und es macht einfach Sinn,
00:45:11dass die Städte grün sind.
00:45:12Und das ist eine wichtige
00:45:14Klimaanpassungsmaßnahme,
00:45:15dass man die Städte runterkühlt.
00:45:16Die meisten Menschen
00:45:16kriegen das gerade mit,
00:45:17wie unerträglich das ist
00:45:18und was für einen Unterschied
00:45:19das macht,
00:45:19wenn man dann im Schatten läuft
00:45:21oder in einem kleinen Wäldchen läuft.
00:45:22Es macht aber auch einfach so,
00:45:24und wir wissen,
00:45:24dass Menschen gesünder
00:45:25und glücklicher sind,
00:45:26wenn es in Städten
00:45:27mehr Bäume gibt.
00:45:28Wir wissen,
00:45:28dass es wichtiger ist
00:45:28für die Tiere.
00:45:29Es hält nicht nur
00:45:30unser Klima kühle,
00:45:32es macht auch die Luft sauberer.
00:45:34Das Gleiche gilt für Fahrradwege.
00:45:36Es ist natürlich ganz entscheidend,
00:45:37dass die Busse
00:45:38und die Fahrräder
00:45:40alle Platz haben.
00:45:41Das ist wichtig,
00:45:42dass Menschen,
00:45:43wenn sie können,
00:45:44vom Auto wegkommen können,
00:45:45dass es auch bezahlbar ist natürlich.
00:45:47Aber es ist auch einfach so sinnvoll,
00:45:48dass die Kinder,
00:45:49sagen solche,
00:45:50auf dem Schulweg dahin können,
00:45:51weil die Fahrradwege
00:45:52abgesteckt sind
00:45:52und weil die Eltern
00:45:53sich morgens nicht denken müssen,
00:45:54kommt da mein Kind heil an?
00:45:56Also das sind auch Fragen von,
00:45:57ich würde sagen,
00:45:58human decency,
00:45:59jenseits von irgendwelchen
00:46:00ökologischen Fragen.
00:46:01Und dann gibt es natürlich
00:46:02diese wahnsinnig tollen
00:46:05Synergieeffekte,
00:46:05also sozusagen positive
00:46:07Kollateraleffekte.
00:46:08Wir wissen das zum Beispiel,
00:46:09wenn Bus und S-Bahn in Städten
00:46:13bezahlbarer sind,
00:46:13weil man vielleicht sich
00:46:15rückerinnert,
00:46:15oh da war doch mal was,
00:46:16in Deutschland hatten wir mal
00:46:17ein 9-Euro-Ticket
00:46:17oder auch ein 29-Euro-Ticket.
00:46:19Was waren das für schöne Zeiten?
00:46:21Das heißt,
00:46:21Menschen können wechseln.
00:46:22Das heißt,
00:46:23Menschen können,
00:46:23wenn sie wollen,
00:46:24das Auto stehen lassen.
00:46:25Was heißt es auf der anderen Seite,
00:46:26die Menschen,
00:46:26die Auto fahren müssen,
00:46:27stehen weniger im Stau.
00:46:28Das heißt,
00:46:28auch da weniger
00:46:30Produktivitätsverlust,
00:46:30weniger Nervenzusammenbrüche
00:46:32morgens im Berufsverkehr,
00:46:33weil die Straßen dann leerer werden,
00:46:35weil die,
00:46:35die können aufs Rad umsteigen
00:46:37oder in die S-Bahn steigen
00:46:38und die Straßen deswegen
00:46:40dann nächster Fakt,
00:46:41leiser werden,
00:46:42sauberer werden.
00:46:43Unglaubliche Mengen Abwasser,
00:46:45die jedes Jahr,
00:46:46auch hier wieder,
00:46:47Stichwort ökologische Schäden,
00:46:49verdreckt in unsere Flüsse
00:46:51eingeleitet werden,
00:46:52von den Straßen.
00:46:54Das sind ja alles Dinge,
00:46:55auf die wir verzichten könnten
00:46:56im allerbesten Sinne.
00:46:57Wir wissen,
00:46:58dass die Menschen
00:46:59viel, viel besser schlafen,
00:47:00wenn die Schäte kühler sind,
00:47:01wenn sie leiser sind.
00:47:03Auch das wieder hat
00:47:04einen Wahnsinns-Effekt
00:47:05auf unsere mentale Gesundheit.
00:47:07Also, was ich sagen will,
00:47:08die aller, allermeisten
00:47:11Klimaschutzmaßnahmen,
00:47:11die müssen,
00:47:12also,
00:47:12die müssen wir machen,
00:47:13offensichtlich,
00:47:14weil hier uns alles abbrennt,
00:47:17das ist offensichtlich.
00:47:18Und wir machen das,
00:47:18weil die meisten Menschen,
00:47:20die Kinder oder Enkel haben
00:47:21oder sich das vorstellen können,
00:47:22die zu haben
00:47:22oder einfach nur Kinder
00:47:23und Enkel kennen,
00:47:25ein Interesse daran haben,
00:47:26dass auch das Ende des Jahrhunderts
00:47:28hier noch eine Perspektive herrscht
00:47:30und auch in der Mitte des Jahrhunderts.
00:47:32Und viele der Maßnahmen
00:47:32wirken ja auch sofort.
00:47:33Also, jeder Baum
00:47:34ist einfach eine Sofortmaßnahme.
00:47:35Die wirkt auch schon morgen.
00:47:36Und das hat eben dann die Chance,
00:47:38und das ist der andere Teil,
00:47:40nicht nur ein ökologischeres
00:47:41oder grüneres Leben
00:47:43zu ermöglichen,
00:47:44sondern einfach ein schöneres,
00:47:48ein gesünderes,
00:47:49ein friedlicheres,
00:47:50ein freiheitlicheres.
00:47:52Und da glaube ich,
00:47:54ja, das ist ein Teil
00:47:55der Klimadebatte,
00:47:55der ganz selten angestoßen wird.
00:47:57Also, wie utopisch könnte es auch sein,
00:47:59wenn kein Mensch
00:48:00mehr mit der eigenen Heizrechnung
00:48:03mehr irgendeinen fossilen Autokraten finanziert.
00:48:05Und wie toll könnte es sein,
00:48:06wenn man wüsste,
00:48:07wo das eigene Essen herkommt.
00:48:08Und man kennt vielleicht auch
00:48:09den Namen von irgendeinem Bauern,
00:48:10weil wir es normalisiert haben,
00:48:12dass wir regionale Produkte essen,
00:48:13weil sie bezahlbarer werden,
00:48:14weil wir das organisieren,
00:48:16dass wir uns sozusagen
00:48:17so mit der Umwelt beschäftigen.
00:48:19Und wie schön wäre das,
00:48:20wenn wir nicht nur
00:48:21durch die Innenstadt laufen
00:48:22und irgendwie 100 Markennamen kennen,
00:48:24die uns da entgegen geblinkt werden,
00:48:25sondern wenn wir auch mal,
00:48:27keine Ahnung,
00:48:27beim Frühstück innehalten
00:48:28und wir hören einen Vogel
00:48:29und wir wüssten vielleicht auch,
00:48:30was das ist
00:48:30und was der uns gerade sagen möchte.
00:48:32Und wir würden die Welt
00:48:33ganz anders kennenlernen können.
00:48:34Long story short,
00:48:35da ist noch ganz, ganz viel zu erkunden
00:48:37und ganz viel Schönes,
00:48:38was auf uns wartet.
00:48:40Ganz viel Schönes,
00:48:41was dort wartet,
00:48:42wo wir die schlechten Ausreden
00:48:44und die fossile Propaganda
00:48:46hinter uns lasten
00:48:47und die Augen aufmachen
00:48:48und feststellen,
00:48:49was für ein toller Planet das ist.
00:48:50Und was für eine wahnsinnige Chance
00:48:51wir haben.
00:48:53Ich glaube,
00:48:53diese Vision,
00:48:54wie ein grünerer Planet sein könnte,
00:48:56die versteht man recht schnell,
00:48:58aber ich glaube,
00:48:58der Weg dorthin,
00:48:59den würde ich gerne
00:49:00noch ein bisschen einordnen,
00:49:01weil eben wir
00:49:03in den letzten Jahrhunderten
00:49:04für so viel
00:49:06CO2-Ausstoß gesorgt haben
00:49:08und giftige Gase,
00:49:08die wir in die Atmosphäre gepumpt haben,
00:49:11dass die sich
00:49:12auch noch länger auswirken werden.
00:49:15Wie würdest du einen realistischen Weg zeichnen,
00:49:18bis wir zu diesem Idealzustand hinkommen?
00:49:21Worauf müssen wir uns einstellen?
00:49:24Ah,
00:49:25also da würde ich, glaube ich,
00:49:26intervenieren,
00:49:27weil für mich geht es überhaupt nicht darum,
00:49:29auf irgendeinen Zustand hinzukommen,
00:49:32sondern
00:49:33Utopie als eine Art Praxis zu verstehen,
00:49:36also als was,
00:49:36was in jedem einzelnen Augenblick liegen kann
00:49:38und in jedem Moment.
00:49:40Also,
00:49:41zum Beispiel gestern,
00:49:42wir hatten eine große
00:49:43Hitzedemo hier in Berlin
00:49:44und da
00:49:45kann man sich hinschauen und sagen,
00:49:46boah, wie schlimm ist das?
00:49:47Die Bundesregierung
00:49:48hat nach 10.000 Hitze-Toten
00:49:50nichts dazu gesagt,
00:49:51das ist doch ein absolutes Drama.
00:49:52Oder man kann sich
00:49:53die ganzen Menschen angucken,
00:49:54die bei 30 Grad im Schatten zusammengekommen sind
00:49:56und
00:49:57Dutzende Initiativen,
00:49:58die das unterstützt haben,
00:49:59die gesagt haben,
00:49:59ey, aber wir sind da.
00:50:00Und schon das fand ich dann
00:50:02in dem Augenblick utopisch.
00:50:03Menschen kamen in ihrem Rollstuhl dazu,
00:50:05weil die gesagt haben,
00:50:05ey, wir sind auch die Betroffensten.
00:50:07Gerade die Menschen mit Behinderung,
00:50:08die chronisch Kranken,
00:50:08sind so sehr betroffen von der Z.
00:50:09Wir wollen hier stehen
00:50:10und die waren am Start.
00:50:12Und das hatte was,
00:50:14sagen ja,
00:50:14total
00:50:16Utopisches zu sehen,
00:50:17ey,
00:50:18gerade in diesen Katastrophen,
00:50:19wo sich Menschen auch abwenden können,
00:50:20sehen wir gerade,
00:50:21dass viele Menschen zusammenkommen
00:50:22und
00:50:23Empathie leben.
00:50:24Und
00:50:25das ist
00:50:26in meinen Augen
00:50:27die erste wichtige
00:50:29Erkenntnis.
00:50:30Es geht nicht darum,
00:50:31einen Idealzustand zu formulieren,
00:50:32was auch immer das sein sollte,
00:50:33sondern
00:50:34wir sagen,
00:50:35jeden Tag die Chance zu sehen,
00:50:36ein bisschen etwas
00:50:37von einer besseren Welt zu erahnen.
00:50:39Nicht nur,
00:50:40nicht weil die Krisen abwesend sind,
00:50:41sondern gerade,
00:50:42weil die Krisen da sind
00:50:43und viele Menschen aber sagen,
00:50:44ey, wir machen doch was,
00:50:45wir helfen,
00:50:45wir sind am Start.
00:50:46Wir pflanzen gerade jetzt die Bäume,
00:50:48wir gießen gerade jetzt die Pflanzen,
00:50:49wir kümmern uns jetzt gerade noch mehr
00:50:50um die Großeltern,
00:50:51weil sie uns brauchen in der Hitze.
00:50:53Und
00:50:53das andere ist,
00:50:55die Krisen,
00:50:57das natürlich die,
00:50:58darauf ist der Eingang,
00:50:58die Krisen werden akut,
00:51:00sozusagen erstmal noch gefährlicher werden.
00:51:02Wir sind hier nicht am Ende der Fahnenstränge angekommen,
00:51:05sondern die
00:51:05die Akkumulation von diesen Ungleichheiten,
00:51:08die eben
00:51:08so demokratischädigend sind,
00:51:10der Rechtsruck in vielen Demokratien,
00:51:12das zusammen mit den ökologischen,
00:51:16ökologischen Katastrophen,
00:51:17mit der Wissenschaftsfeindlichkeit,
00:51:19mit der Zunahme eben von
00:51:22Machtanhäufungen
00:51:23auf Seiten der Tech-Oligarchen.
00:51:25Das ist ein wahnsinnig giftiger Mix.
00:51:28Und das wird uns
00:51:31nochmal ganz anders zeigen,
00:51:32wo,
00:51:33was diese Welt auch sein kann im Negativen.
00:51:37Und gerade deshalb,
00:51:38und gerade deshalb würde ich davon ausgehen,
00:51:40es gibt keinen Grund,
00:51:40auf irgendwas zu warten.
00:51:42Die Katastrophen werden kommen
00:51:43und wir entscheiden,
00:51:43wie wir damit umgehen.
00:51:44Und ob diese Katastrophen
00:51:45dann für die Menschen
00:51:46ein Moment sein werden,
00:51:47zu sagen,
00:51:48ey, wir machen was
00:51:48und wir tun was.
00:51:49Und wir haben nicht vergessen,
00:51:50dass es immer noch gute Lösungen gibt.
00:51:52Und dass auch die Krisen
00:51:54nicht für immer bleiben müssen.
00:51:56Das ist die große Frage im Raum.
00:51:58Und es muss nicht,
00:52:00das zeigt uns jede Studie,
00:52:01es muss nicht immer schlimmer werden.
00:52:02Man kann die Zukunft nicht berechnen,
00:52:04weil die Möglichkeiten sind unendlich.
00:52:06Das ist die aller, allerbeste Nachricht.
00:52:08Wir wissen,
00:52:09dass es schlechte Tendenzen gibt,
00:52:10aber genauso gibt es auch
00:52:11wahnsinnig tolle Tendenzen.
00:52:12Es wird immer irgendwelche Formen
00:52:14von Krisen und Katastrophen geben.
00:52:15Und solange wir alle leben,
00:52:16werden wir eine Klimakrise haben.
00:52:17Aber wie wir damit umgehen,
00:52:18was wir daraus machen,
00:52:19wie wir uns rüsten,
00:52:20ob wir uns zueinander wenden
00:52:22oder voneinander abwenden,
00:52:23ob wir die Menschen,
00:52:24die am meisten Schutz brauchen,
00:52:25kriminalisieren
00:52:26oder mit Empathie begegnen.
00:52:29Das ist hier alles
00:52:29überhaupt nicht entschieden.
00:52:30Und wir sehen gerade,
00:52:32insbesondere medial
00:52:33und insbesondere
00:52:34in Teilen von Regierungen,
00:52:36das schlechteste Beispiel vorgelebt.
00:52:38Und das verleitet zu der Annahme,
00:52:40dass alle Menschen
00:52:41sich so mit Krisen beschäftigen
00:52:43und nur zu negativen,
00:52:45zu Ausgrenzen sind,
00:52:46zu empathielosen Reaktionen fähig sind.
00:52:48Und das stimmt einfach nicht.
00:52:49Es stimmt empirisch nicht.
00:52:51Es stimmt nicht mit Blick auf,
00:52:52das sagen die eigenen Menschen
00:52:54und die eigenen Nachbarschaften.
00:52:55Und um alles in der Welt
00:52:57hoffe ich,
00:52:57dass wir das nicht vergessen
00:52:58und dafür sorgen,
00:52:59dass sich die Guten
00:53:01und die Gerechten,
00:53:02wo immer es auch geht,
00:53:03durchsetzen.
00:53:04Ich sehe,
00:53:05du hoffst auf den
00:53:06globalen Schulterschluss,
00:53:08der durchaus passieren kann,
00:53:10wie man sieht,
00:53:10in solchen Momenten
00:53:11wie bei solchen Demonstrationen.
00:53:13Ein Argument,
00:53:14dass die Klimaschutzbremse
00:53:16auch immer wieder vorrücken
00:53:18und auch in der Politik
00:53:20immer wieder genannt wird,
00:53:21ist,
00:53:21dass man technologieoffen sein muss
00:53:23und dass Technologie
00:53:25uns schon retten wird,
00:53:26unter Anführungszeichen.
00:53:29Wie groß sind denn deine Hoffnungen,
00:53:31dass wir über Technologie,
00:53:32wir haben schon über KI gesprochen,
00:53:33und da gibt es ja auch
00:53:34ganz große Versprechen,
00:53:35dass die uns helfen wird,
00:53:36auf das Rad zurückzudrehen,
00:53:38sprich auch Technologien,
00:53:39die zum Beispiel CO2
00:53:40aus der Atmosphäre
00:53:41absaugen kann, etc.
00:53:43Ja,
00:53:44also,
00:53:44wenn die Arten ausgestorben sind,
00:53:46die unsere Lebensmittel
00:53:48befruchten,
00:53:49dann sind sie ausgestorben.
00:53:51Und wenn der Boden degradiert ist,
00:53:52dann ist er degradiert.
00:53:53Und dann
00:53:55wird kein Roboter kommen
00:53:56und das wettmachen,
00:53:57in dem Maße.
00:53:58Die Umwelt,
00:53:59die intakte Natur,
00:54:00das intakte Klima,
00:54:01die intakte Umwelt
00:54:02leistet etwas für uns,
00:54:03das wir uns überhaupt nicht
00:54:03vorstellen können,
00:54:04jeden Tag.
00:54:05Und
00:54:06es hat
00:54:06wirklich was von einer,
00:54:08ich würde sagen,
00:54:10ja,
00:54:11eine wirkliche
00:54:12Vermessenheit,
00:54:13die ich,
00:54:13sagen,
00:54:14sehe dort,
00:54:15wo ja gar nicht die
00:54:16Allgemeinheit,
00:54:17sondern Teile von dieser
00:54:19Tech-Oligarchen Welt
00:54:20uns einreden möchte.
00:54:21Nee, nee,
00:54:21wir klären das.
00:54:23Dann gibt es eine ganz
00:54:24menschliche,
00:54:25ich würde sagen,
00:54:26oder nicht eine menschliche,
00:54:27aber so eine Art
00:54:27industriell geprägte Tendenz,
00:54:29dass wir Menschen,
00:54:29vor allem Männern mit
00:54:30Maschinen mehr Vertrauen
00:54:31als der Menschheit
00:54:33und der Natur,
00:54:35also sagen,
00:54:35jeder halbgare Wald
00:54:36ist effizienter,
00:54:38günstiger und nützlicher
00:54:39als jede
00:54:41CO2-
00:54:43Entsaugungsanlage
00:54:43und trotzdem werden
00:54:44Milliarden in eben
00:54:45diese Anlagen gesteckt,
00:54:46die uns immer und immer
00:54:47wieder enttäuschen
00:54:47und einfach nur Gelder
00:54:48verplempern,
00:54:49statt in echten Schutz
00:54:50von den Wäldern,
00:54:51von den Mooren,
00:54:51von den Ökosystemen,
00:54:52von den Böden,
00:54:53vom Humusaufbau.
00:54:54Das heißt,
00:54:54da braucht es wirklich
00:54:55einen Paradigmenwechsel,
00:54:56dass wir aufhören,
00:54:57diesen blinden Versprechen
00:54:58in der Regel von Milliardären
00:54:59und ihren Maschinen
00:55:00zu glauben
00:55:00und darauf hingucken,
00:55:02dass die wichtigsten
00:55:02Maschinen,
00:55:03die wir brauchen,
00:55:03das sind die natürlichen
00:55:04Maschinen,
00:55:05das sind die intakten
00:55:05Ökosysteme,
00:55:06die genau von diesen
00:55:08Menschen aber gerne
00:55:09auch mal kaputt gemacht
00:55:10werden.
00:55:10Da würde ich sagen,
00:55:11würde ich Augen auf
00:55:12hingucken,
00:55:13was die Zahlen uns sagen.
00:55:14Es gibt natürlich,
00:55:15und ich will jetzt gar nicht
00:55:16grundsätzlich gegen
00:55:16Technologien wettern,
00:55:17dass es E-Autos gibt,
00:55:18dass wir so viel
00:55:21Effizienzen einsparen können,
00:55:22was sozusagen Teile
00:55:23des Internets
00:55:24uns ermöglicht haben,
00:55:25eine Errungenschaften,
00:55:25wie effizient unsere
00:55:26erneuerbaren Netze sein können,
00:55:27wie schnell diese kleinen
00:55:29Solargrids aufgebaut werden,
00:55:30was für unglaubliche
00:55:31Kapazitäten wir aufbauen können,
00:55:33wie Batterie speichern,
00:55:33das ist ganz fantastisch,
00:55:34da bin ich,
00:55:35das ist toll,
00:55:36dass es das gibt,
00:55:36aber es ist so,
00:55:37damit das wirken kann
00:55:39und damit wir dem
00:55:40gerecht werden können,
00:55:41müssen wir uns ehrlich machen
00:55:42über die Möglichkeiten
00:55:43und aber auch über die Grenzen
00:55:45von Technologien,
00:55:47die eben nicht
00:55:47uns retten können
00:55:48und das andere ist natürlich,
00:55:51wir sind in einer
00:55:511,4 Grad heißeren Welt,
00:55:53wir kommen jetzt schon
00:55:54überhaupt nicht hinterher,
00:55:55Menschen sterben,
00:55:56Ernten fallen aus
00:55:58und das ist erst der Anfang,
00:56:00wir werden uns eine 3,
00:56:014, 5 Grad heißere Welt
00:56:02nicht anpassen können,
00:56:03das geht nicht,
00:56:03unsere Körper sind dafür
00:56:04nicht gemacht,
00:56:05da können wir uns
00:56:05auf den Kopf stellen
00:56:06und da sind wir sehr,
00:56:07sehr gut beraten,
00:56:08jetzt alles an Klimaschutz
00:56:09einzusetzen,
00:56:10was wir machen können,
00:56:11die Technologien,
00:56:12die hilfreich sind,
00:56:13anwenden und einsetzen,
00:56:15alle Fahrt voraus
00:56:16und den Technologie versprechen,
00:56:18die vor allem darauf ausgelegt sind
00:56:20und immer uns immer weiter
00:56:21warten zu lassen
00:56:22und immer weiter so zu tun,
00:56:23als würde ja morgen
00:56:23irgendwas kommen,
00:56:25da uns ehrlich zu machen
00:56:26und darauf zu gucken,
00:56:27dass die Menschheit
00:56:28und die Natur zusammen
00:56:29das Erste und Wichtige sind
00:56:31und vielleicht noch
00:56:32ein Satz zur Technologieoffenheit
00:56:34im europäischen Diskurs,
00:56:37da wird Technologieoffenheit
00:56:38in meinen Augen
00:56:39mit Technologieignoranz verwechselt,
00:56:41also Technologieoffenheit
00:56:42müsste doch heißen,
00:56:42wir sind offen für Technologien
00:56:44und dann gucken wir uns an,
00:56:44was da zur Verfügung steht
00:56:45und dann entscheiden wir uns
00:56:46für die Effizientesten,
00:56:47das wären zum Beispiel
00:56:48Solaranlagen, Windräder
00:56:49und Wärmepumpen.
00:56:51Was man jetzt aber machen möchte,
00:56:52ist zu sagen,
00:56:53wir gucken uns alle Technologien
00:56:54an, die zur Verfügung stehen
00:56:55und entscheiden uns dann
00:56:56für die fossilen Technologien
00:56:57von vorgestern,
00:56:58nämlich Gasheizung,
00:56:59Verbrennermotoren
00:57:00und Kohlekraftwerke.
00:57:01Und das ist einfach
00:57:02respektlos der Ingenieurskraft
00:57:04gegenüber,
00:57:04die uns ja neue Technologien
00:57:06organisiert hat.
00:57:08Das ist respektlos
00:57:09den Menschen gegenüber,
00:57:10dem man was von
00:57:11Technologieoffenheit erzählen möchte,
00:57:12während man eigentlich verhindert,
00:57:13dass sich die neuen Technologien
00:57:14durchsetzen
00:57:15und das ist die Verschleierung
00:57:17davon,
00:57:17dass gerade ja mit aller Kraft
00:57:19dafür gesorgt wird,
00:57:20dass die fossilen Technologien
00:57:21subventioniert werden,
00:57:22dass sich die erneuerbaren
00:57:23Technologien nicht
00:57:23durchsetzen können
00:57:24und dass damit ein völlig
00:57:26verdrehter Markt
00:57:26erst hergestellt wird.
00:57:28Echte Technologieoffenheit
00:57:29heißt anzuerkennen,
00:57:31wo sind die überlegenen
00:57:32Technologien,
00:57:33das sind die nicht fossilen,
00:57:35das sind die zukunftsfähigen
00:57:36Technologien
00:57:36und dann muss man
00:57:38auf gut Deutsch
00:57:38die Eier in der Hose haben,
00:57:40als auch fossiler Politiker
00:57:41zu sagen,
00:57:42wir setzen darauf
00:57:43und verabschieden uns
00:57:44von den alten Technologien,
00:57:47die für eine andere Zeit
00:57:48geeignet waren,
00:57:49aber heute einfach nicht mehr
00:57:50leisten können,
00:57:50was wir brauchen.
00:57:52Jemand, der dir zustimmen würde,
00:57:53ist Ulrike Herrmann,
00:57:54die Wirtschaftsredakteurin
00:57:56und Autorin.
00:57:56Sie war auch vor kurzem
00:57:57bei uns im Podcast
00:57:58und hat gemeint,
00:57:59ultimativ bedeutet
00:58:00diese Klimakrise für uns,
00:58:02dass wir aus dem Kapitalismus
00:58:05aussteigen werden müssen,
00:58:06weil sich die kapitalistischen
00:58:08Interessen des unendlichen
00:58:10Wachstums nicht vereinen lassen
00:58:12mit einer Welt,
00:58:13die endlich ist.
00:58:14Siehst du das auch so?
00:58:17Also diese Vorstellung,
00:58:18dass man endlos Ressourcen
00:58:19plündert auf einem
00:58:20sehr endlichen Planeten,
00:58:21das ist natürlich
00:58:22eine wahnsinnige,
00:58:23also eine Quatschvorstellung,
00:58:24das funktioniert nicht.
00:58:27Was funktionieren kann,
00:58:28ist natürlich,
00:58:29dass man wachsen lässt,
00:58:31was wir bisher
00:58:31in den meisten kapitalistischen
00:58:32Logiken nicht einbeziehen.
00:58:34Sagen,
00:58:35Wohlergehen,
00:58:36Freiheit,
00:58:38Friedfertigkeit,
00:58:39Gesundheit,
00:58:40Bildung,
00:58:41Kultur,
00:58:42Sport,
00:58:43Miteinander,
00:58:44um alles in der Welt
00:58:45müssen wir dafür sorgen,
00:58:46dass diese Ideen
00:58:47von diesem endlosen Wachstum,
00:58:49von dem,
00:58:49was Lebensgrundlagen
00:58:50und Menschen kaputt macht,
00:58:52dass das ersetzt wird
00:58:53mit einem
00:58:54mit einem Wachstum
00:58:56von Dingen,
00:58:56die nachhaltig
00:58:59und regenerativ sind.
00:59:01Es gibt da ganz
00:59:02fantastische
00:59:03ökonomische Überlegungen
00:59:04auch zu,
00:59:04zum Beispiel
00:59:05Donut Economics
00:59:05ist da so ein Stichwort
00:59:06von der Ökonomin
00:59:08Kate Raworth
00:59:08aus Oxford,
00:59:09die eben gezeigt hat,
00:59:11dass wir
00:59:11in zirkulären
00:59:13ökonomischen
00:59:16Ressourcensystemen
00:59:17einerseits
00:59:17Lebensgrundlagen,
00:59:18aber eben auch
00:59:19soziale Gerechtigkeit
00:59:20bewahren können
00:59:20und beschützen können.
00:59:21Da gibt es
00:59:22unfassbar viele Möglichkeiten
00:59:24und auch da
00:59:25kann man ja wieder
00:59:26sagen,
00:59:28mit Stichproben
00:59:29im eigenen Umfeld
00:59:29oder mit Blick
00:59:30auf die Empirie
00:59:30feststellen,
00:59:31das ist überhaupt
00:59:31gar keine radikale These,
00:59:32sondern einfach
00:59:33für die vielen,
00:59:34für die meisten
00:59:35Menschen
00:59:35Common Sense,
00:59:37dass es gerade
00:59:37wie es läuft
00:59:38nicht weitergehen kann
00:59:39und dass wir
00:59:40ja gut beraten sind,
00:59:42Wirtschaftssysteme
00:59:43zu gestalten,
00:59:43ein wirtschaftliches
00:59:44Miteinander zu gestalten,
00:59:45Arbeit zu gestalten,
00:59:47die eben nicht
00:59:47ausbeuten,
00:59:48wovon wir
00:59:49und zerstören,
00:59:50wovon wir alle abhängen.
00:59:51Also das ist so logisch
00:59:52und in meinen Augen
00:59:53auch utopisch,
00:59:55die Vorstellung,
00:59:56dass Menschen,
00:59:58dass wir
01:00:00für uns
01:00:01und einander
01:00:02arbeiten
01:00:02und nicht gegen uns.
01:00:04Lässt sich
01:00:05deine Vorstellung
01:00:06von der Zukunft
01:00:06damit vereinen
01:00:07mit dieser Ungleichheit,
01:00:09die wir jetzt aktuell
01:00:10erleben,
01:00:11dass ganz wenige Leute
01:00:12so reich werden,
01:00:14dass sie reicher sind
01:00:15als die Hälfte
01:00:15der Erde?
01:00:17Also das ist ja
01:00:19von Demokratieforschern
01:00:20auch gut untersucht
01:00:21mittlerweile,
01:00:23dass die Ansammlung,
01:00:24die Anhäufung
01:00:25an Geldern
01:00:25bei wenigen,
01:00:27dass das
01:00:28sozusagen
01:00:29Demokratien
01:00:29aufs Äußerste
01:00:31gefährdet.
01:00:32Und wenn man jetzt
01:00:33dazu,
01:00:34das ist einerseits
01:00:34natürlich einfach
01:00:35die Ansammlung
01:00:35an Macht,
01:00:36die sich gerade
01:00:37in einem Zeitalter,
01:00:38in dem man sich
01:00:38Aufmerksamkeit kaufen kann,
01:00:41unfassbar toxische
01:00:43und eben
01:00:43desaströse Auswirkungen
01:00:45auf ein demokratisches
01:00:45Mitellande haben kann.
01:00:46Die USA ist das beste Beispiel.
01:00:48Und jetzt aber
01:00:49im Zusammenhang
01:00:50mit KI
01:00:52und den Möglichkeiten
01:00:53durch
01:00:54künstliche Intelligenzen
01:00:56auch
01:00:59gewaltförmig
01:01:00vorzugehen,
01:01:01auch nochmal ganz anders
01:01:02eine geopolitische
01:01:03Gefahr bedeutet.
01:01:04Man kann sich heute
01:01:05mit künstlicher Intelligenz,
01:01:07wenn man genug Geld hat
01:01:08und genug Zugänge hat,
01:01:10kann man sich
01:01:10die Möglichkeit kaufen,
01:01:12ganze Stromnetze
01:01:13zu destabilisieren.
01:01:15Hybride Kriege
01:01:16anzufangen,
01:01:16ganze Gesellschaften
01:01:18in Panik zu versetzen,
01:01:20das ist,
01:01:21was wir gerade
01:01:22hier schon
01:01:22in Ansätzen erleben
01:01:23und das wird natürlich
01:01:24zunehmen.
01:01:24Das heißt,
01:01:25es ist längst
01:01:26keine Geschmacksfrage mehr,
01:01:28ob einzelne Menschen
01:01:29so viel Geld
01:01:29haben sollten
01:01:30oder ob es irgendwie
01:01:32Trillionäre geben sollte.
01:01:34Das wurde sehr lange
01:01:35als irgendwie so eine,
01:01:36keine Ahnung,
01:01:36so eine verkappte
01:01:37Neiddebatte gehandelt
01:01:38und mittlerweile geht es
01:01:39um die Grundfeste
01:01:40unserer Demokratie.
01:01:41Ist das aushaltbar?
01:01:42Ist das vertretbar?
01:01:43Wenn so viel Macht
01:01:44bei Einzelpersonen liegt
01:01:45und wir haben uns
01:01:45mal aus guten Gründen
01:01:46von feudalen Systemen
01:01:47verabschiedet
01:01:48und wir sind in meinen Augen
01:01:49sehr, sehr gut beraten
01:01:50zu überprüfen,
01:01:51dass wir da nicht
01:01:51wieder hinrutschen,
01:01:52wenn wir also
01:01:53in das Tagen
01:01:54Pendants davon hinrutschen,
01:01:55wenn wir
01:01:56dieser horrenden
01:01:58Ungleichheit
01:01:58nicht was entgegenstellen.
01:01:59Und auf der anderen Seite,
01:02:01genau,
01:02:02auch da gibt es ja
01:02:03die fantastischen Vorbilder
01:02:04von Milliardären,
01:02:05die sagen,
01:02:06ey,
01:02:07mach doch was,
01:02:08besteuert mich,
01:02:09tut was,
01:02:10das kann es doch nicht sein,
01:02:11dass wir hier so viel Geld haben
01:02:12und wie gesagt,
01:02:12dabei geht es hier nicht darum,
01:02:13ob Menschen
01:02:14nicht reich sein können,
01:02:15aber das geht hier nicht
01:02:16um einfaches Reichtum,
01:02:17sondern es geht um
01:02:17eine Machtanhäufung,
01:02:19die Demokratien gefährden kann.
01:02:21Und eine intakte Demokratie
01:02:23ist nach wie vor
01:02:23das Wichtigste,
01:02:25was wir brauchen
01:02:26für intakte Umwelt,
01:02:28intakte Gesellschaft,
01:02:29intaktes Miteinander.
01:02:30Da, glaube ich,
01:02:32ist es alles andere
01:02:33als radikal zu sagen,
01:02:34ey,
01:02:34wir setzen Limits
01:02:35und sorgen dafür,
01:02:37dass das Ausmaß
01:02:39der Ungleichheit
01:02:40eine Grenze gesetzt bekommt.
01:02:41Wenn eine intakte Demokratie
01:02:43oder wenn intakte Demokratien
01:02:45weltweit
01:02:46die Grundlage dafür sind,
01:02:47dass wir diese Klimawende schaffen,
01:02:50dann würde ich gerne
01:02:51zum Schluss mit dir
01:02:52darüber sprechen,
01:02:53wie dieser globale
01:02:54Schulterschluss
01:02:54funktionieren soll.
01:02:56Ich stelle mir das immer so vor,
01:02:58du als Klimaaktivistin
01:02:59stehst im Raum
01:03:00mit Donald Trump,
01:03:01mit Xi Jinping
01:03:02und mit Ursula von der Leyen
01:03:04und hättest jetzt
01:03:05ein paar Minuten
01:03:06ihnen zu sagen,
01:03:07was immer du möchtest.
01:03:09Was muss man denn
01:03:10wirklich global schaffen
01:03:12und wie kann man es
01:03:13global schaffen,
01:03:14dass es sich weltweit
01:03:18in die richtige Richtung bewegt?
01:03:19Also an die Mächtigen
01:03:20zu appellieren
01:03:21und dann zu denken,
01:03:22ah ja,
01:03:23jetzt haben sie den Fakt gehört,
01:03:24dann ändern sie jetzt
01:03:25ihre Meinung.
01:03:26Ich glaube,
01:03:27ja,
01:03:27da sind wir demokratisch
01:03:28halt ja noch nicht,
01:03:29sondern vielmehr würde ich
01:03:30mich umdrehen
01:03:30und an die Menschen
01:03:31appellieren zu sagen,
01:03:32ey,
01:03:32if they don't do it,
01:03:34we should.
01:03:35Die meiste Macht,
01:03:36das haben wir auch
01:03:36in der EU gesehen,
01:03:37ist opportunistisch
01:03:38und das ist eine gute Nachricht
01:03:39und das heißt,
01:03:40Druck wirkt
01:03:40und wenn der politische Preis
01:03:42für eine Form von Politik
01:03:44zu groß wird,
01:03:46dann können ja
01:03:47die unwahrscheinlichsten
01:03:48Staatenlenker,
01:03:50Staatenregierungen
01:03:51einlenken.
01:03:52Das ist eine sehr,
01:03:54sehr gute Nachricht,
01:03:54das heißt nämlich
01:03:55Aktivismus,
01:03:56Einsatz,
01:03:56Engagement
01:03:57auf jeder Ebene,
01:03:58in jedem Ausmaß
01:03:59macht einen Unterschied
01:04:00und wichtig ist vielleicht
01:04:01da auch immer
01:04:02im Hinterkopf zu behalten,
01:04:03die Mehrheit der Staaten
01:04:06hat ein Interesse daran,
01:04:08dass es
01:04:10nachhaltiger
01:04:10und friedlicher wird
01:04:11und jetzt sehen wir gerade
01:04:13weltweiten Entwicklungen,
01:04:14wo sich die Mehrheit der Staaten
01:04:15elektrifiziert,
01:04:16das werden Elektrostaaten
01:04:17und es gibt einen
01:04:18kleinen Teil der Staaten,
01:04:19die werden zu Petrostaaten,
01:04:22wohin gerade Deutschland geht,
01:04:23ich hoffe,
01:04:23wir kommen schneller
01:04:24auf die Elektrifizierungsschiene
01:04:25und bleiben nicht einer
01:04:26von den dazwischengebliebenen,
01:04:28die sich zu spät entschieden haben,
01:04:29bis sie von allen
01:04:29zurückgelassen wurden
01:04:30und diese kleine Gruppe,
01:04:32das ist eine ganz,
01:04:32ganz kleine Gruppe
01:04:33von Petrostaaten,
01:04:34die haben natürlich
01:04:35Interesse daran,
01:04:36dass wir mit dem Klimaschutz
01:04:37nicht vorankommen,
01:04:38weil die wollen das Geschäft
01:04:39machen ihres Lebens
01:04:39und die haben reale Probleme,
01:04:41auch wenn das übrigens ausfällt,
01:04:43darum muss man sich kümmern
01:04:44und wir haben aber eine
01:04:46Wahnsinnschance dabei,
01:04:48uns bewusst zu machen,
01:04:51wir haben globale Mehrheiten
01:04:53für Klimaschutz
01:04:53und wir haben internationale Abkommen,
01:04:55die darauf warten,
01:04:56umgesetzt zu werden,
01:04:57dass es braucht,
01:04:58sind Menschen,
01:04:59die sich einsetzen,
01:05:00Organisationen,
01:05:00die aufsprechen,
01:05:02Leute in den Systemen drin,
01:05:03ob es Wirtschaft ist
01:05:04oder ob es Politik ist
01:05:05oder sonst was,
01:05:06die widersprechen,
01:05:07aufstehen und sagen,
01:05:08wir machen hier nicht länger mit,
01:05:09es braucht die Entrepreneure,
01:05:11die sagen,
01:05:11ey,
01:05:12wir gründen das,
01:05:13wir erfinden das,
01:05:14was wir noch nicht haben,
01:05:15was wir noch brauchen an Lösungen
01:05:16und dann braucht es vor allem
01:05:17ein Bewusstsein,
01:05:18dass unser Zynismus
01:05:19und unsere Gleichgültigkeit,
01:05:22das mächtigste Instrument
01:05:24der Internet-Oligarchen,
01:05:26der fossilen Autokraten
01:05:27und der Demagogen ist,
01:05:28die setzen darauf,
01:05:29dass die demokratische,
01:05:30weltweite Mehrheit
01:05:31den Glauben an sich selbst verliert.
01:05:33Das ist deren Kalkül
01:05:34und das ist nicht
01:05:35ein kitschiger Hoffnungssatz,
01:05:37sondern das ist sozusagen
01:05:39nachgewiesen
01:05:39und deswegen appelliere ich
01:05:41immer und immer wieder daran,
01:05:43sich davon,
01:05:43damit nicht gemein zu machen,
01:05:44ihnen diesen Gefallen
01:05:45nicht zu tun
01:05:46und da reicht ja der Blick
01:05:47wirklich in Österreich,
01:05:48in Deutschland,
01:05:49in Europa
01:05:49auf die letzten Jahre,
01:05:50wo wir gesehen haben,
01:05:51wie schnell haben sich
01:05:52die Dinge verändert,
01:05:53wie schnell konnten wir
01:05:55nachhaltige Politik umsetzen,
01:05:56wie schnell hat sich
01:05:57in der Wirtschaft was getan,
01:05:58alles nicht genug,
01:05:59alles nicht weit genug
01:06:00und jetzt wird einiges
01:06:00zurückgefahren,
01:06:01keine Frage,
01:06:02aber das ist doch jetzt
01:06:03eher der Anspruch zu sagen,
01:06:04dann probieren wir es nochmal
01:06:04und machen es anders
01:06:05und machen es besser
01:06:06und treiben es weiter,
01:06:07statt jetzt zu sagen,
01:06:08ah, wir haben es probiert,
01:06:08wir haben jetzt nicht sofort
01:06:09alles bekommen,
01:06:10was wir wollten,
01:06:10dann machen wir das nie wieder.
01:06:11Wir sind ja,
01:06:12wir sind nicht beleidigte
01:06:13fünfjährige
01:06:14vor einem enttäuschten
01:06:15Weihnachtsmann,
01:06:16sondern wir sind Leute,
01:06:18die doch sehen,
01:06:19was da passiert in der Welt
01:06:20und wie viel wir noch
01:06:21in unseren Händen haben.
01:06:24Du bist jung,
01:06:26ich bin auch nicht so alt.
01:06:28Denkst du,
01:06:29dieser Kampf,
01:06:30den du da beschreibst,
01:06:31dieser Aufschwung,
01:06:32den es braucht auch von unten
01:06:33unter Anführungszeichen
01:06:34gegen die Mächtigen,
01:06:35die dagegen halten,
01:06:38den werden wir noch gewinnen?
01:06:39Wir haben eine Wahnsinn-Chance.
01:06:41Hoffnung ist ja ein Verb,
01:06:42ist ja etwas,
01:06:43was man macht,
01:06:43es fällt einem nicht
01:06:45an den Schoß,
01:06:45sondern es ist etwas,
01:06:46was man gestaltet,
01:06:48indem man loslegt.
01:06:49Und meistens ist es so,
01:06:50dass man eben
01:06:50erstmal loslegt
01:06:51und dann kommt die Hoffnung
01:06:52irgendwo nicht andersrum.
01:06:54Und das ist aber,
01:06:56also Hoffnung und Handeln,
01:06:58das sind keine Garantien.
01:06:59Und das ist natürlich
01:07:00schwierig in einer Welt,
01:07:01wo wir immer nur irgendwie
01:07:02alles garantiert wollen
01:07:04und alles durchkalkuliert wollen
01:07:05und wo kein Workout
01:07:06stattgefunden hat,
01:07:07weil wir es nicht gecheckt haben.
01:07:08In so einer hyperquantifizierten Welt
01:07:10ist es natürlich jetzt schwierig,
01:07:10den Leuten,
01:07:11das verstehe ich auch,
01:07:13das darzulegen,
01:07:13aber Hoffnung und Handeln
01:07:15ist keine Garantie,
01:07:16sondern eine Wahrscheinlichkeitssteigerung.
01:07:17Das ist ein ganz großer Unterschied.
01:07:19Egal,
01:07:20was wir machen,
01:07:21egal,
01:07:22was ich mache,
01:07:23es gibt keine Garantie
01:07:25auf ein bestimmtes Outcome
01:07:26in diesen Fragen
01:07:28von Nachhaltigkeit,
01:07:29von Gerechtigkeit,
01:07:30von Frieden und Wohlergehen.
01:07:32Es gibt aber
01:07:33die Möglichkeit,
01:07:34die Wahrscheinlichkeit
01:07:35zu steigern,
01:07:36dass es gut ist,
01:07:36dass es besser wird.
01:07:38Und das ist alles,
01:07:38was wir haben.
01:07:39Also wir können es
01:07:40wahrscheinlicher machen.
01:07:41Und dann sehen wir,
01:07:42was passiert.
01:07:44Deswegen empfehle ich auch immer,
01:07:45sich einzusetzen mit guter Laune
01:07:46und mit guten Leuten
01:07:47und guter Musik,
01:07:48weil wir eben nicht wissen,
01:07:49was am Ende passiert.
01:07:50Und wir wollen uns ja irgendwann
01:07:51nicht umgucken und denken,
01:07:52oh Mensch,
01:07:52jetzt habe ich die letzten zehn Jahre
01:07:53mit schlechter Laune
01:07:54und Verdruss
01:07:55irgendwas gemacht
01:07:55und es hat gar nicht
01:07:56alles funktioniert,
01:07:57sondern zu sagen,
01:07:57nein,
01:07:59wir setzen uns ein,
01:08:00so,
01:08:01dass es sich auch
01:08:01aus sich selbst
01:08:02daraus lohnt.
01:08:04Das ist ja das Schöne
01:08:05und der meiste Aktivismus
01:08:06geht ja sofort ins Herz
01:08:07und man fühlt sich
01:08:09in der Gemeinschaft
01:08:10viel geborgener
01:08:11und denkt,
01:08:11oh,
01:08:11das Leben kann doch schöner sein.
01:08:13Und dann verlassen wir uns darauf,
01:08:15dass wir die Wahrscheinlichkeiten
01:08:15gesteigert haben,
01:08:16dass es gut ist.
01:08:17Und das wirkt ja über Jahrzehnte.
01:08:19Ich denke an die Menschen,
01:08:20die in Deutschland
01:08:21die Anti-AKW-Bewegung
01:08:22gestartet haben.
01:08:23Deren Kinder und Enkel
01:08:25haben dann
01:08:2630,
01:08:2640 Jahre später
01:08:27die Fridays-of-Future-Bewegung
01:08:29gestartet.
01:08:29Das wussten die alle nicht.
01:08:31Und das ist aber
01:08:33deren Erbe
01:08:34haben wir natürlich
01:08:34weiter auch auf die Straße getragen.
01:08:36Ich denke an die Frauen,
01:08:37die vor 100 Jahren
01:08:37für unser Wahlrecht gekämpft haben.
01:08:38Was hatten die für eine Ahnung,
01:08:39was wir daraus machen würden,
01:08:40dass wir heute weltweit
01:08:41so vertreten sein werden
01:08:42und was wir daraus holen werden.
01:08:43Jetzt kämpfen wir,
01:08:44jetzt ziehen wir uns ein,
01:08:45damit in 100 Jahren
01:08:46Kinder und Enkel
01:08:47und Mädchen und Jungen
01:08:48und alle gemeinsam wissen,
01:08:49ey, wir haben hier was
01:08:50weiterzutragen.
01:08:51Das ist auch etwas,
01:08:52was man, glaube ich,
01:08:53zurückgibt
01:08:53und dann weiterträgt.
01:08:55Was wäre,
01:08:56wenn wir mutig sind,
01:08:57so heißt es ja treffend,
01:08:59dein aktuelles Buch.
01:09:00Vielen Dank
01:09:00für dieses Gespräch,
01:09:01Luisa Neubauer
01:09:02und würde mich freuen,
01:09:04wenn wir es
01:09:04ein anderes Mal
01:09:05fortsetzen würden.
01:09:06Sehr, sehr gerne.
01:09:07Und was denkt ihr?
01:09:08Werden wir diese
01:09:09globale Klimakrise
01:09:11meistern
01:09:11oder sind die Kräfte,
01:09:13die dagegen halten,
01:09:14doch stärker?
01:09:15Schreibt uns eure Meinung
01:09:16und eure Ideen
01:09:17in die Kommentarspalten,
01:09:19egal wo ihr uns seht
01:09:20oder hört.
01:09:21Wir lesen eure Kommentare
01:09:22und sind dankbar
01:09:23über Feedback.
01:09:24Wir freuen uns auch darüber,
01:09:25wenn ihr diese Folge teilt,
01:09:27wenn sie euch gefällt.
01:09:28Gebt uns auch
01:09:28eine gute Bewertung
01:09:29bei der Podcast-Plattform
01:09:30eurer Wahl.
01:09:32Bleibt uns gewogen.
01:09:33Ich bin Schold Wilhelm.
01:09:34Vielen Dank fürs Zuhören.
01:09:35Baba
01:09:35und bis zum nächsten Mal.
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