Zum Player springenZum Hauptinhalt springen
  • vor 2 Tagen
Triebwagen sind angetriebene Schienenfahrzeuge, die Passagiere oder Fracht mitnehmen können. Es gibt sie auch als Mehrteiler. Dann heißen sie Triebzüge oder Triebwagenzüge. Das Schöne ist, dass man bei Triebwagen meistens kein Umfahrgleis braucht. Und dass man im Prinzip rückwärts aus dem Schattenbahnhof wieder rauskommen kann und dann nicht „umgekehrte Wagenreihung“ spielen muss wie bei Lokzügen. Typisch sind Triebwagen auch mehrfachtraktionsfähig. Das heißt, man hängt sie hintereinander, um die Kapazität zu erhöhen. Weil wir als Modellbahner ein Längenproblem haben, können Sechsachser gegenüber den Achtachsern bei Mehrfachtraktion spielerisch durchaus Sinn machen.

Und einerseits gibt es die Vorstellung, dass kurze Triebzüge halb so lang sein sollten wie lange Triebzüge, dann kann man zwei kurze zu einem langen zusammenfügen. Oder der kurze hat ungefähr zwei Drittel der Länge des langen. Dann kann man mit zwei Typen maximal flexibel auf unterschiedliche Verkehrsbedürfnisse eingehen. Und heute werden öfter mal zwei unterschiedlich lange Triebzüge aneinandergekoppelt. Denn selbst wenn man flügelt ist das Aufkommen selten genau halbe-halbe.

Im Prinzip werden Triebzüge je nach Verkehrsaufkommen ein- bis dreiteilig gefahren, im Extremfall auch vierteilig, wie früher bei der Hamburger U-Bahn. Das heißt aber auch, dass von acht teuren Führerständen sieben unbenutzt herumfahren und Sitzplätze fressen. Die Berliner S-Bahn fährt daher gern Rücken an Rücken mit zwei kurzen Zweiwagenzügen, die jeweils nur einen Führerstand haben.

Im Fernverkehr gibt’s die Doppeltraktion und das Flügeln auch. Der TGV von Stuttgart nach Paris wird in Straßburg hinten an den Zug aus Colmar gehängt. Aber so schön modellbahnkurz die TGV-Wagen auch sind, das bedeutet vier passagierfreie Maschinenwagen. Was oft zu unplausiblen Verkürzungen führt. Dann lieber zwei verkürzte ICE mit Unterflurantrieb.

Triebwagen fahren auch mal normale Anhänger. Die Rhätische Bahn ist berühmt für ihre gemischten Triebzüge. Aber auch in Deutschland wurden gewöhnliche Wagen zu Beiwagen umgebaut. Mit Steuerleitung und eigener Heizung, typisch in Rot. Oder Kurswagen, die mit dem Triebwagen fuhren, bis vor kurzem noch nach Dagebüll, aber auch gelegentlich bei der Staatsbahn.

Sogar Schienenbusse nahmen manchmal Güterwagen mit, und andere Triebwagen waren extra dafür stark motorisiert. Mal eine richtig anspruchsvolle Idee zum Nachbilden! Viel Spaß damit, und auch mit dem weiteren Stöbern auf meinem Kanal!

Eigene Motive und Aufnahmen, auch unter Verwendung von Ankersteinen. Teils aus meinem Uraltbestand. Sowie eine Szene der Rhätischen Bahn des MEC Ostfildern, ein Andenbahn-Schienenbusbild von Nils Öberg nach CC BY-SA 3.0 (https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=19267987), und ein Ausschnitt aus der Anlage von Georg in Pattonville.

PS: Meine Videos sind aufwändig. Daher freue ich mich über eine Kaffeespende auf https://buymeacoffee.com/martinsiemv.

Kategorie

🚗
Motor
Transkript
00:00Triebwagen. Im Fahrbetrieb organisatorisch einfacher als mit Lokwagenkombinationen. Auch auf der Modellbahn. Aber es muss deswegen nicht langweilig sein. Gucken
00:11wir uns das mal näher an.
00:14Triebwagen sind angetriebene Schienenfahrzeuge, die Passagiere oder Fracht mitnehmen können.
00:20Es gibt sie auch als Mehrteiler. Dann heißen sie nicht etwa Moses, sondern Triebzüge oder Triebwagenzüge.
00:28In aller Regel kann man mit dem Triebwagen problemlos in beide Richtungen fahren. Okay, keine Regel ohne Ausnahme.
00:37Und als ich als Schüler vor 50 Jahren auf einer Radtour am Schuppen der Osthannoverschen Eisenbahn vorbeikam, hat uns ein
00:44freundlicher Lokführer reingelassen und gezeigt, dass der Ameisenbär von seinen 2x50 PS der Einfachheit halber immer nur die vorderen benutzte.
00:53Okay, das reicht dann auch nicht für Anhänger. Die meist einen Führerstand haben, aber nicht immer.
01:01Der VT95 wendet daher beim Fahren mit seinen kurzen Anhängern über Drehscheibe oder meist um Fahrgleis.
01:08Der VT98 hat einen Zwischenwagen und einen mit Führerstand, sodass man in der Schwachverkehrszeit die beiden auch mal stehen lassen
01:16kann.
01:17Mehr Überschienenbusse in diesem Video und unter diesem Spielgesichtspunkt besser als der alte von Märklin leider festgekuppelte Akkutriebwagen.
01:27Das Schöne ist, dass man bei Triebwagen eben meistens kein Umfallgleis braucht und dass man im Prinzip rückwärts aus dem
01:35Schattenbahnhof wieder rauskommen kann und dann nicht umgekehrte Wagenreihung spielen muss wie bei Lokzügen.
01:42In echt konnte man bei vielen älteren Fahrzeugen auch vorn rausgucken.
01:47Das war sehr spannend, manchmal auch traumatisch. So wie beinahe hier im Führerstand zwischen Boden und Haparanda.
01:56Typisch sind Triebwagen auch mehrfach traktionsfähig. Das heißt, man hängt sie hintereinander, um die Kapazität zu erhöhen.
02:04Weil wir als Modellbahner ein Längenproblem haben, können solche Sechsachser gegenüber den Achtachsern bei Mehrfachtraktion spielerisch durchaus Sinn machen.
02:15Da lässt sich mehr draus machen, als zwei gleiche Fahrzeuge aneinander zu kuppeln.
02:20Zum Beispiel hier mit dem Doppelstockzug aus Luxemburg.
02:24Und einerseits gibt es die Vorstellung, dass kurze Triebzüge halb so lang sein sollten wie lange Triebzüge, dann kann man
02:31zwei kurze zu einem langen zusammenfügen.
02:34Oder der kurze hat ungefähr zwei Drittel der Länge des langen.
02:38Dann kann man mit zwei Typen maximal flexibel auf unterschiedliche Verkehrsbedürfnisse eingehen.
02:44Und heute werden öfter mal zwei unterschiedlich lange Triebzüge aneinander gekoppelt.
02:50Denn selbst wenn man flügelt, ist das Aufkommen selten genau halbe-halbe.
02:54Hier ist der hintere Teil der S-Bahn von Freiburg nach Villingen in Titisee einfach am Bahnsteig stehen geblieben.
03:01Kurze Zeit später kommt der Gegenzug und setzt sich dran.
03:05Kann man nachbilden, ohne Abstellgleise zu brauchen.
03:09Im Prinzip werden Triebzüge je nach Verkehrsaufkommen ein- bis dreiteilig gefahren, im Extremfall auch vierteilig wie früher bei der
03:17Hamburger U-Bahn.
03:18Das heißt aber auch, dass von acht teuren Führerständen sieben unbenutzt herumfahren und Sitzplätze fressen.
03:25Die Berliner S-Bahn fährt daher gern Rücken an Rücken mit zwei kurzen Zwei-Wagen-Zügen, die jeweils nur einen
03:32Führerstand haben.
03:34Da wird dann bei Bedarf ein weiterer Zwei-Wagen-Zug doggy gekoppelt.
03:39Gern wird heute auch an den teuren Türsystemen gespart.
03:43Da führt das große Türringen in vollen Zügen zu Verspätung.
03:47Aber das ist ja kein Modellproblem.
03:49Im Fernverkehr gibt es die Doppeltraktion und das Flügeln auch.
03:54Aber so schön Modellbahn-Kurz die TGW-Wagen auch sind, das bedeutet vier passagierfreie Maschinenwagen.
04:01Was oft zu unplausiblen Verkürzungen führt.
04:05Dann lieber zwei verkürzte ICE mit Unterflurantrieb.
04:10Triebwagen fahren auch mal normale Anhänger.
04:13Die Rätische Bahn ist berühmt für ihre gemischten Triebzüge.
04:17Aber auch in Deutschland wurden gewöhnliche Wagen zu Beiwagen umgebaut.
04:21Oder Kurswagen, die mit dem Triebwagen fuhren, bis vor kurzem noch nach Dagebüll.
04:27Sogar Schienenbusse nahmen manchmal Güterwagen mit und andere Triebwagen waren extra dafür stark motorisiert.
04:34Hier auf der Strohgäubahn.
04:36Ein gutes Dutzend Wagen nach Weissach, vorn mit Fahrgästen und hinten schiebt ein zweiter Triebwagen nach.
04:41Der fährt dann allein als Personenzug wieder zurück nach Korntal, nachdem er den Zug über den Berg gedrückt hat.
04:48Ist lange her.
04:49Aber mal eine richtig anspruchsvolle Idee zum Nachbilden.
04:53Viel Spaß damit und auch mit dem weiteren Ströbahn auf meinem Kanal.
Kommentare

Empfohlen