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  • vor 2 Monaten

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Kurzfilme
Transkript
00:00Musik
00:39Musik
01:14Hat sie sich gemeldet?
01:15Nein
01:17Sieh mich an
01:19Und du weißt wirklich nicht, was mit ihr ist?
01:21Nein
01:23Wie heißt das?
01:24Nein, Herrin
01:29Wer ist der erste Termin?
01:31Der Vertreter aus Frankfurt
01:37Ja, was ist?
01:38Bereit dir alles vor und vergiss nicht wieder die Gärte
01:48Du hättest es wirklich nicht zu kommen brauchen
01:50Von dem Termin heute hängt zu viel ab
01:52Guten Morgen, Ernest
01:53Niemand würde dir einen Vorwurf machen, wenn du ihn absagst
01:55Und was soll ich machen in der Zeit?
01:57Warten
01:58Das macht mich krank
02:05Morgen
02:05Sie können ihn nicht durch, bezeichnen lassen
02:07Hofer, zweite Mauskommission
02:09Durst du dich hier einen Ausweis sehen?
02:10Ja, bitte
02:12Und trage ich Pickel im Gesicht, trage ich eine Zahnspange
02:15Und da steht auf meinem Gesicht
02:17Anfänger
02:19Immer dasselbe
02:21Lass dir ein bisschen aus
02:23Du, jetzt fang du auch noch an, ja?
02:24Noch ein Wort und ich trampel hier alles runter
02:26Weiblich
02:27Nun bekleidet unbekannt
02:29Geschätztes Alter
02:30Mitte bis Ende 30
02:31Den Fundort ist nicht gleich der Tatort
02:33Die ist ja traumhaft, ja
02:35Schön traumatisch, ja
02:36Truh immer mit deinen Wortspielen
02:38Zwei Systeme von Totenflecken
02:40Sie wurde vor etwa zwei bis drei Tagen hier abgelegt
02:43Starke Muskelkontraktion
02:47Verengte Pupillen
02:48Verengte Pupillen
02:48Anhaftung innerhalb und außerhalb des Mundbereiches
02:51Gift?
02:51Vermutlich Tod durch Atemlähmung, ja
02:54Achso, ähm
02:56Verletzungen unterhalb beider Handgelenke
02:58Oberhalb beider Fußgelenke
02:59Sie waren Händen und Füßen wie Fesseln?
03:01Ja, aber wenn
03:02dann nicht mit einem Seil oder einer Schnur
03:05sondern Größe und Form nach
03:08mit Manschetten oder breiten Gürteln oder Ähnlichem
03:13Was ist das hier?
03:14Naja, großflächige Rötungen
03:16im Bereich beider Brüste
03:19Wurde sie missbraucht?
03:21Den Befund kann ich erst später gehen
03:23Sie war wirklich sehr schön
03:25Und hatte Geld
03:27Hm?
03:28Make-up, Maniküre, Pediküre, alles vom Feinsten
03:31Da haben wir genug Kriterien für die vermissten Kartei
03:35Wie Sie wissen, ist unser Haus konservativ
03:37Und das ist eine in unserem Geschäft zwar selten gewordene, aber sehr kluge Eigenschaft
03:42Integrität schafft Bonität
03:44Das Geld sucht einen guten Ruf
03:46Ihr Kundenstamm ist exzellent
03:48Ihr Dienstleistungen sind hervorragend aufgestellt
03:51Und der Name Stauffenfels hat eine lange Tradition und einen ausgezeichneten Ruf
03:55Ja
03:56Gerade deshalb fragen sich unsere Anleger, warum sie verkaufen wollen
04:03Das ist eine rein persönliche Entscheidung
04:06Und warum verkaufen Sie da nicht alles?
04:09Warum wollen Sie 10% behalten?
04:11Sehen Sie
04:13Das Haus trägt meinen Namen
04:15Ihm möchte ich verbunden bleiben
04:17Ich kann Ihnen garantieren, dass wir Ihren Namen nicht ändern werden
04:20Aber wenn wir kaufen
04:21Dann nur 100%
04:27Gut
04:29Einverstanden
04:31Great!
04:34Ich denke, dann kann ich mit meiner Arbeit beginnen
04:36Herr Rademacher wird Ihnen die nötigen Unterlagen zur Verfügung stellen
04:39Danke
04:40Danke
04:48Alter 38, Haarfarbe dunkelbraun, Augenblau-Grau, Größe 1,63.
04:58Bis jetzt ist jedes Wort ein Treffer.
05:00Narbe an der Schulter hinten links.
05:02Volltreffer.
05:04Marina Staufenfels.
05:06Staufenfels? Staufenfels?
05:08Ja, ja, Hochfinanz, alter Berliner Geldade.
05:12Die Frau des Hauses tot, ne?
05:15Keine schöne Nachricht.
05:17Kommst du nicht?
05:20Ist nicht mein Job.
05:22Wenn du das sonst auch so genau nehmen würdest, dann könnte ich gut damit leben.
05:29Es geht um die Vermisstenmeldung von Ernst Staufenfels.
05:32Um die Suchmeldung nach seiner Frau, ja.
05:34Schlechte Nachricht?
05:36Sagen wir mal so, es wäre gut, wenn ich Herrn Staufenfels schnell sprechen könnte.
05:40Ich bringe Sie gleich zu ihm.
05:42Als was arbeiten Sie eigentlich hier?
05:44Sekretär, Imperator, Justiziar.
05:46Ist das nicht ein bisschen viel auf einmal?
05:48Herr Staufenfels und ich kennen uns seit der Schulzeit.
05:50Wir sind Freunde.
05:53Guten Tag.
05:54Guten Tag.
05:56Guten Tag.
05:58Hoffa, zweite Mordkommission.
06:00Sie kommen wegen Marina.
06:06Ist das Ihre Frau, Herr Staufenfels?
06:12Dann muss ich Ihnen leider die traurige Mitteilung machen, dass Ihre Frau tot ist.
06:17Tot.
06:18Das kann nicht sein, dass...
06:23Alles nur das nicht.
06:25Mein Weileid.
06:28Mordkommission?
06:29Ja, Ihre Frau wurde Opfer eines Gewaltverbrechens.
06:32Ihre unbekleidete Leiche wurde in einem kleinen Waldstück gefunden.
06:35Sie haben Ihre Frau vor vier Tagen zum letzten Mal gesehen?
06:42Ja, am Donnerstag beim Frühstück.
06:44Als ich abends nach Hause kam, war sie nicht da.
06:46Ich habe die ganze Nacht gewartet und am nächsten Tag sofort die Polizei verständigt.
06:50Ich habe gleich gewusst, dass Marina was zugestoßen soll.
06:52Ich muss einfach Mord.
07:08Was machst du eigentlich hier?
07:10Meine Zeit nutzen, solange die Tote noch nicht im Institut ist.
07:14Darf ich vorstellen?
07:16Unser Rechtsmediziner Dr. Kolmer, Herr Rademacher.
07:18Die Rechte, Herrin von Herrn Staufenfels.
07:20Herr Staufenfels.
07:21Herr Ballert.
07:23Bitte sehr.
07:27Wenn ich dich mitnehmen will, dann willst du nicht.
07:29Und wenn ich dich nicht brauchen kann, dann tauchst du auf.
07:31Da verrückt, was?
07:36Der diskrete Charme der Bourgeoisie.
07:40Der offensichtliche Charme der Hausherrin.
07:43Wir stehen nun zu Ihrer Verfügung.
07:44Bitte.
07:46Ich nehme an, Sie möchten das Zimmer meiner Frau sehen?
07:48Gern.
07:51Kommen Sie.
08:09Was hat Ihre Frau gemacht an dem Tag, als Sie...
08:15Ich weiß es nicht.
08:18Ja, na.
08:19Irgendwas muss Sie ja gemacht haben den Tag über.
08:22War Sie hier?
08:23Hat Sie Freunde oder Bekannte getroffen?
08:25Ich kann mich nur wiederholen.
08:27Wurde im Zimmer etwas verändert?
08:28Das Zimmer ist so, wie ich es vorgefunden habe.
08:30Wann sind Sie an dem Abend nach Hause gekommen?
08:33Gegen 22 Uhr.
08:34Ich hatte ein Geschäftsessen.
08:36Brande ihr Licht?
08:38Ich nahm an, sie hätte sich hingelegt.
08:40Aber das Bett war leer.
08:52Ich weiß überhaupt nicht, was ich dazu sagen soll.
08:55Ihr Verlust muss für Reinhard fürchterlich sein.
08:57Kannten Sie Frau Stauffenfels gut?
09:00Seit unserer Studienzeit.
09:01Sie war eine Kommilitonin von Reinhard und mir.
09:03Seitdem kennen sich die beiden.
09:06Gleich nach dem Studium hat sie mir ihr Ja-Wort gegeben.
09:08Die große Liebe.
09:11Reinhard und Marina.
09:13Ihre Beziehung war immer etwas ganz Besonderes.
09:16Wenn das eine Antwort sein soll, verstehe ich Sie nicht.
09:18Ich kann nur sagen, dass sich beide sehr zugetan waren.
09:21Dass sich Ideale ergänzen.
09:24Bitteschön.
09:29Krämpfe, Schock, dann Tod durch Atemlähmung.
09:33Also.
09:33Suchen wir nach dem Gift.
09:35Und nach der Art und Weise, wie es in Ihren Körper gelangt hat.
09:39Sesselungsmale an Armen und Beinen.
09:42Ja, ja, wahrscheinlich Manschetten aus Leder.
09:46Hautabschürfungen.
09:48Druckstellen.
09:49Als ob sie in den Manschetten gehangen hätte, oder?
09:52Ja.
09:53Und im Todeskampf versucht hat, die Hände herauszuziehen.
09:58Großflächige, leichte Verbrennung am gesamten vorderen Oberkörper.
10:06Lauter Sprenker.
10:09Könnte von Wachs her rühren.
10:13Einstiche.
10:15Kleine Hämatome.
10:17Und beiden Brüsten.
10:20Was war sie?
10:21Nur Opfer?
10:22Einige der Verletzungen sind älter, jedenfalls deutlich vor ihrem Tod.
10:25Sie hat solche Qualen freiwillig erlitten?
10:31Freiwillig, vielleicht sogar Genossen.
10:35Das hier ist nicht ganz so tiefschürfend.
10:37Schuppen?
10:39Nee.
10:40Sieht eher aus wie Krümel.
10:43Kalifora, Lucilia Ampolizea, Sarkophagide, Collioptera.
10:48Alles Maden in unterschiedlichen Stadien.
10:50Sie wurde erst Stunden nach ihrem Tod im Wald abgelegt.
10:53Und hat dort einige Zeit gelegen.
10:56Sie wurde in der Nacht von Donnerstag auf Freitag vermisst gemeldet?
10:58Ja.
11:00Da war sie bereits tot.
11:01Die bäunliche Verfärbung der vaginalen Schleimhäute deutet auf Nikotin.
11:06Wir brauchen als erstes die Ergebnisse der Blutanalyse und des Vaginalabstriches.
11:11Die lässt sich freiwillig fesseln, ans Kreuz binden, liefert sich völlig aus.
11:16Ihr Gegenüber hat sie in der Hand und sieht daraus Lustgewinn.
11:19Oben und unten, Herrscher und Beherrschte.
11:21Die im richtigen Leben.
11:23Mit einem Unterschied.
11:24Es ist ein Spiel.
11:25Die Macht des Mächtigen ist eine geliehene Macht.
11:28Nicht der Herrscher, sondern die Beherrschte bestimmt die Regeln und Grenzen.
11:31Du verblüffst mich immer wieder.
11:32Nee, sonst wär's doch langweilig.
11:34Sicher, gesund und einvernehmlich.
11:36Das sind in diesem Spiel die Grundregeln.
11:38Und wie kann sie sicher sein, dass er sich an die Regeln hält und ihr Vertrauen nicht missbraucht?
11:42Bei Männern kann Frau nie sicher sein.
11:47Warum muss ich eigentlich immer zu dir kommen?
11:50Weil du ungeduldig bist.
11:51Wenn du nicht gerne berichten liest und froh bist, wenn du deinen Beruf verlassen hast.
11:54Na, dann schieß mal los.
11:56So, Marina Staufenfels ist am Donnerstag gegen Abend zu Tode gekommen und wurde Stunden später im Wald abgelegt.
12:04Alle sichtbaren, äußeren Verletzungen sind nur oberflächlich, deuten aber auf sadomasochistische Ritualhandlungen hin.
12:12Mhm.
12:13Na ja, jedem, wie es ihm gefällt.
12:15Ja, wenn die Grenzen dabei nicht überschritten werden.
12:19Hier.
12:20Mord.
12:22Nikotin?
12:23Es gibt bei Nikotin auch andere Möglichkeiten, als Rauchen sich ins Jenseits zu befördern.
12:27Die für den Menschen tödliche Dosis liegt bei 40 bis 60 Milligramm.
12:30Ja, und wie komme ich bei Nikotin an diese Dosierung?
12:33Entweder man braucht es sich selbst zusammen oder du besorgst es dir bei den Ökos.
12:38Nikotin hat Insektizide-Wirkungen und wurde deshalb früher als Pflanzenschutzmittel eingesetzt.
12:42Das ist zwar inzwischen verboten, aber im ökologischen Landbau wird es immer noch gern gegen Blattläuse genutzt.
12:47Illegal natürlich.
12:47Ach so, ähm, bei der Analyse Ihres Abstriches haben wir festgestellt, dass ihr das Gift irgendwie Vagina zugeführt wollt.
12:55Was ist denn da für der Grund?
12:56Die Schleimhäute nehmen das Gift besonders schnell auf.
13:00Also, dass ich das jetzt richtig verstehe.
13:03Du kokettierst.
13:04Nein.
13:04Ja, natürlich.
13:06Marina Staufenfels war Masochistin und ihr wurde beim Liebespielen Nikotin in tödlicher Dosis verabreicht.
13:13Ob Liebe dabei im Spiel war, weiß ich nicht.
13:16Wie aus gut unterrichteten Kreisen verlautet, ist ihr Mann gerade dabei, sein Bankhaus zu verhökern.
13:23Sie ist das Opfer, ich will.
13:30Sarumasum.
13:32Ob der mit ihr?
13:32Ob der mit ihr?
14:10Der Tod legt alle Geheimnisse offen.
14:13Er sagt uns auch Dinge, über die zu sprechen, nicht leicht fällt.
14:19Was nur Sie und die Polizei etwas angeht, wird niemand sonst erfahren.
14:43Die Spuren am Körper ihrer Frau sind eindeutig und nicht zu übersehen.
14:46Sie sind Pathologe.
14:48Was geht Sie das an?
14:49Weil ich Pathologe bin, muss ich dann anfragen.
14:51Und selbst wenn dem so wäre, was haben die von Ihnen behaupteten Neigungen meiner Frau mit ihrem Tod zu tun?
14:57Gerade darüber wollte ich mit Ihnen sprechen.
15:06Gespielte Scham oder gefühlte Angst?
15:10Gut, das Bett war unbenutzt, aber deswegen kann sie ja trotzdem mehrere Tage nicht im Haus gewesen sein.
15:15Der Tatort kann überall und nirgends sein.
15:17Aber die erste Vermutung, wer Sie auf derart intime und bizarre Weise ermordet haben könnte, betrifft doch Ihren Mann.
15:23Du musst bei ihm durchsuchen.
15:25Du gehst mir auf die Ketten.
15:27Wie die Staatsanwälte, die mir ständig vorschreiben wollen, was ich zu tun habe.
15:31Es geht doch nicht um Kompetenzen.
15:32Es geht um Argumente.
15:34Stauffendfels, der Mann ist vermögend, der Mann ist einflussreich.
15:38Aber es ist ja auch nicht dein Arsch, der brennt, wenn es in die Brennnesseln geht.
15:42Fängst du auf deine alten Tage an zu buckeln?
15:45Dann hast du Schiss um deine Rente.
15:46Ja, na sicher, die Zeiten sind unsicher.
15:48Da ist eine gute Altersversorgung viel wert.
15:52Aber dass du mir zutraust, dass ich buckel, du, das nehme ich dir persönlich übel.
16:00Warum sagst du mir denn nicht, dass du einen Durchsuchungsbeschluss hast?
16:03Weil du dir zu viele Gedanken um meine Arbeit machst.
16:13Wenn du dich suchen, müssen wir uns nicht gefallen lassen.
16:17Lassen Sie mich mal raten.
16:19Sie haben Ihr Jurastudium vermutlich mit Auszeichnung gemacht.
16:23Dann sind Sie bei Stauffendfels Capital eingestiegen
16:26und befassen sich seitdem mit Verträgen und allen möglichen juristischen Feinheiten.
16:30Richtig?
16:32Ja und?
16:32Dann sollten Sie jetzt vielleicht Ihr Arbeitsgebiet um Strafrecht erweitern,
16:36denn das hier müssen Sie sich gefallen lassen, genauso wie die Frage, wo Sie in der Mordnacht waren.
16:40Ich habe meine Sekretärin bereits angewiesen, Ihnen die Surferprotokolle meines Computers auszuendigen.
16:46Die beweisen, dass ich den ganzen Abend in der Firma war.
16:48Können wir jetzt.
17:03Meine Frau ist tot, ermordet.
17:05Wie kommen Sie jetzt dazu, hier einfach einzudringen?
17:08Weil wir herausfinden wollen, wo Ihre Frau umgebracht worden ist.
17:12Aber doch nicht hier!
17:15Was suchen Sie da?
17:16Hören Sie mal, die Dinge, die Ihre Frau gemacht hat, macht man normalerweise nicht in der Öffentlichkeit.
17:22Diese Unterstellung ist absurd!
17:24Sie gibt Ihnen nicht das Recht, die Intimsphäre meiner Frau zu verletzen!
17:27Die sexuellen Vorlieben Ihrer Frau sind mir ziemlich egal.
17:31Aber dass sie welche hatte, steht fest!
17:33Ihre Frau hatte Narben, Blutergüsse, Einstiche.
17:36Und Sie behaupten, dass Sie diese Verletzungen am Körper Ihrer Frau nie bemerkt haben.
17:41Was wollen Sie hier?
17:43Sie werden in diesem Hause nichts finden.
17:44Wo dann?
17:46Herr Stauffenfels, nehmen wir mal an, Sie wussten nichts von den Neigungen Ihrer Frau.
17:50Dann muss sie ein Doppelleben geführt haben.
17:53Dann muss sie auch andere Sexualpartner gehabt haben.
17:55Und Sie können uns nicht zufällig sagen, wer das sein könnte.
17:58Sie gehen zu weit.
18:04Nichts.
18:04Keine geheimen Räume, keine Kreuze, keine Fesseln, keine Beitschen.
18:10Das kann doch nicht sein, dass der nichts weiß.
18:16Na?
18:17Na?
18:23Tod zwischen 20 und 22 Uhr.
18:30Liegezeit im Freien 60 bis 70 Stunden.
18:33Weil wir noch keinen Tatsort haben, fehlen die äußeren Temperaturdaten.
18:37Die berechnen uns also noch vorläufig.
18:39Was ist mit den anderen Werten der Blutanalyse?
18:41Die sind interessant.
18:43Kokain.
18:45Frau Stauffenfels war kurz, oder?
18:47Mhm.
18:48Aber kein chronischer Drogenmissbrauch.
18:50Aber vor Ihrem Tod hat sie was genommen.
18:51Kokain steigert das Sexualempfinden.
18:52Ja, für den ganz großen Kick.
18:54Bis alles explodiert.
18:56Was ist mit dem toxikologischen Befund?
18:58Der dauert noch.
19:00Warum wurde sie auf diese Weise mit Nikotin getötet?
19:03Und wo?
19:05Wie und womit wurde ihre Leiche zum Fundort geschaffen?
19:09Solange Joachim noch keinen Verdächtigen hat, hängt alles an uns.
19:16Ich werde dich zu meinem Sklaven machen, der mir zu Füßen liegt.
19:21Demütig wirst du meinen Befehlen folgen und lustvoll deine Strafen empfangen.
19:25Ich habe immer gehofft, dass du das sagen würdest.
19:29Ich werde mich daran ergötzen, wenn du mit meiner schönen Sklavin spielst.
19:32Es ist faszinierend zu erleben, wie sie auf Schmerz mit Lust reagiert,
19:36wie sie in jede Opferrolle schlüpft, wie jeder Schlag sie zur Ekstase bringt.
19:41Das sieht Marina Staufenfels ziemlich ähnlich.
19:44Das Studio von Lady de Winter.
19:46Vielleicht kann die uns weiterhelfen.
19:52Woher wusstest du ich?
19:54Meine, wie bist du darauf gekommen?
19:55Sagen wir weibliche Intuition gepaart mit Erfahrung und Neugier.
20:06Ich könnte mitkommen.
20:09Ich wusste, dass du es nicht wollen würdest.
20:16Du glaubst nicht, was hier los ist.
20:18Die Kollegen wollen mir alle helfen bei der Recherche.
20:21Ja, hör mal hier.
20:25Wunderschön, naturveranlagt, extrem belastbar.
20:29Joy ist Sklaven aus Passion.
20:33Robert?
20:35Wo bist du eigentlich?
20:38Das gibt's ja nicht.
20:40Du wartest, bis ich komme.
20:48Sie hätten einen Termin machen müssen.
20:50Mein Name ist Robert Kolmer.
20:51Ich bin Rechtsmediziner.
20:53Können Sie mir bitte sagen,
20:56wer diese Frau ist?
21:00Sie müssen mir doch sagen können,
21:01ob Sie diese Frau kennen.
21:04Nur wenn meine Herrin es erlaubt.
21:08Dann fragen Sie Ihre Herrin.
21:10Und sagen Sie, es ist dringend.
21:54Willkommen im Reich der Seelsüchte.
21:56Ja.
21:58Diese mag ich besonders gern.
22:00Sie liegt so weich und fest in der Hand.
22:03Macht jeden Schlag zur Wonne.
22:06Wenn man es denn mag.
22:07Alle, Mildness.
22:10Sie sind Gerichtsmediziner.
22:18Ist sie tot?
22:19Wenn sie die ist, würde ich sie halt.
22:22Marina Staufenfels.
22:26Vor sechs Monaten kam eine Frau zu mir.
22:30Schüchtern, unsicher.
22:32Gesegnet mit einem wunderschönen Körper,
22:36aber gefangen in einem Panzer.
22:38Und suchte die sexuelle Befreiung.
22:40Manche Menschen brauchen den Schmerz,
22:42um ihre Lust zulassen zu können.
22:44Das war ihr Weg, dem Gefühlstod zu entrinnen.
22:46Sie explodierte vor mir unter meinen Händen.
22:49Es ist faszinierend zu erleben,
22:50wie sie auf Schmerz mit Lust reagiert,
22:52wie sie in jede Opferrolle schlüpft,
22:54wie ihr Schlag sie zur Ekstase bringt.
22:57Nach einigen Treffen wurde ich ihr an,
22:59hier im Studio zu arbeiten.
23:01Sie wollte nicht einmal Geld.
23:03War sie regelmäßig hier?
23:04Je nach Vereinbarung
23:06hat ihr Mann sie umgebracht.
23:09Die Polizei!
23:10Es ist kein Grund, sich so zu benehmen.
23:13Ja, Herr.
23:15Wir müssen wissen,
23:17ob Ihre Sklavin hier umgebracht wird.
23:21Verschafft euch erst mal einen Überblick
23:22und dann gehen wir Raum für Raum durch.
23:24Ach nee.
23:29Das ist Hauptkommissar Joe Hoffer.
23:32Frau Lady...
23:33Anna Schulz seit 15 Jahren
23:36unter verschiedenen Namen
23:37in diesem Gewerbe tätig.
23:38Bitte, fühlen Sie sich doch ganz wie zu Hause.
23:41Ich fürchte,
23:41das wird mir in diesem Puff hier nicht gelingen.
23:44Sie finden mich in meinen Privaträumen.
23:52Die hat mal ganz klein angefangen.
23:54Deshalb versteht sie offensichtlich auch so viel davon.
23:56Ja, du scheinst dich ja schon gut informiert zu haben.
24:00Sag mal, was machst du denn eigentlich hier?
24:02Warum hast du nicht auf mich gewartet?
24:04Du hast ja das besser gemacht,
24:05wenn ich gewartet hätte.
24:06Ja, es kommt drauf an,
24:07wozu man die Zeit nutzt.
24:08Mhm.
24:25Mein aufrichtiges Ball hat, Herr Staufenfels.
24:27Danke.
24:27Ich hätte es Ihnen gerne selbst gesagt.
24:30Ich nehme an,
24:31Herr Rademacher wollte Ihnen das ersparen.
24:33Aus meiner Sicht ist eine Unterbrechung der Verhandlung
24:35nicht nötig.
24:36Aber sicher besser.
24:38Für Sie und für das Geschäft.
24:40Ich habe einen klaren Auftrag.
24:42Wir werden die Gespräche erst dann fortsetzen,
24:44wenn die Umstände des Todes Ihrer Frau aufgeklärt sind.
24:49Dann danke ich Ihnen für Ihr Engagement.
24:51Ich stehe in jederzeit zur Verfügung.
24:54Bitte schön.
24:55Immer hinein in die gute Stube.
24:59Wie oft wird es hier geputzt?
25:02Nach jeder Behandlung.
25:03Zauberkeit ist für uns oberstes Gebot.
25:06Zum Zeitpunkt Ihres Todes war Marina Staufenfels gefesselt.
25:10Das war eine Manschette, ähnlich wie hier.
25:13Hat Marina Staufenfels sich an dieses Kreuz fesseln lassen?
25:16Oh ja.
25:17Das war eine Ihrer bevorzugten Haltungen.
25:20In diesem Haus wurde Sie das letzte Mal lebend gesehen.
25:23Frau Staufenfels wurde am Donnerstagabend ermordet.
25:30Wir hatten bis 19 Uhr einen Stammgast.
25:35Und danach bin ich nach Hause gegangen.
25:36Allein.
25:38Herr Mayer, Ihr...
25:40Ausklave.
25:41Sagt, er sei vor Frau Staufenfels gegangen.
25:44Sie hätte sich noch etwas erholen müssen.
25:47Ja.
25:48Marina hat einen Schlüssel.
25:49Kann es sein, dass sie noch einen Freier hatte?
25:51Wir haben hier keine Freier.
25:53Gut, Stammkunde, Patient.
25:54Wir suchen sich was Passendes aus.
25:57Für eine Frau wie Marina gab es eine unumstößliche Regel.
26:01Sie durfte nur in meiner Anwesenheit einem Mann zur Verfügung stehen.
26:04Es gibt keine Einbruchsspuren.
26:05Das heißt also, Frau Staufenfels hat ihren Mörder selber eingelassen
26:08oder er war noch im Haus?
26:10Was war am nächsten Morgen?
26:14Das Studio war in Ordnung.
26:15Wie immer.
26:15So, also Schluss jetzt aus.
26:17Der Raum hier wird versiegelt, das Studio geschlossen.
26:19Ich brauche Ihre Kundenkartei.
26:20Und Sie halten sich die nächsten Tage zu unserer Verfügung.
26:23Was war's?
26:24Zeugin?
26:26Oder Verdächtige?
26:28Ich sag's mal so.
26:30Ich möchte nicht mit Ihnen tauschen.
26:37Nikotin?
26:38In der gleichen Konsistenz wie an der Leiche?
26:40Womit bewiesen ist, dass zu beweisen war.
26:42Das Studio war der Tatort.
26:44Ja, was sich dann wiederum mit dem Bericht der KDU deckt.
26:52Eine außergewöhnlich schöne Frau, oder?
26:55Mit einer außergewöhnlich seltenen Vorliebe.
26:58Die Lust am Leiden.
26:59Leiden und Schmerz.
27:00Das waren für Sie Möglichkeiten,
27:01sich selbst in Ihrer sexuellen Existenz
27:03intensiver zu erleben.
27:06Wenn nicht sogar überhaupt zu erleben.
27:08Spricht da Dr. Robert Kolmer der Rechtsmediziner
27:12oder Lady De Winter die Domina?
27:15Neugierig?
27:17Ja, ähm, die, die Leiche wurde fortgeschafft.
27:19Das deuten wir normalerweise als Vertuschungsversuch.
27:22Ist denn die Aussage,
27:23dass das Studio am nächsten Morgen in Ordnung war,
27:26glaubhaft?
27:26Oder beziehungsweise ist die Person,
27:28die das behauptet, glaubwürdig?
27:29Eine Domina als Mörderin.
27:33Und wo ist das Motiv?
27:35Naja, wenn Koks mit im Spiel ist.
27:45Keine Angst, ich frag gar nicht erst,
27:46wenn du mich mitnimmst.
27:58Die Freigabe der Leiche wird einige Zeit dauern.
28:03Sobald die Staatsanwaltschaft entschieden hat,
28:06wird sich die Gerichtsmedizin
28:07mit dem Bestattungsinstitut in Verbindung setzen.
28:11Zwecks Überführung.
28:16Es bleibt also noch etwas Zeit,
28:18die Beerdigung in Ruhe zu regeln.
28:22Der Verkauf hat Platzen.
28:24Vielleicht brauchen Sie nur Bedenkzeit.
28:27Sie wollen nicht nur die Bank,
28:28sie wollen vor allen Dingen
28:29den Namen der Sonnamee.
28:31Ich werde morgen mit den beiden anderen
28:33Interessenten Kontakt aufnehmen.
28:35Aber deren Angebote waren deutlich schlechter.
28:39Du sollst jetzt jetzt
28:41nichts überstürzen.
28:44Ich bin froh,
28:45dich an meiner Seite zu wissen.
28:50muss ich mich umziehen?
29:01Ich glaube nicht,
29:01dass Sie das nötig haben.
29:04Ich habe gewusst,
29:05dass Sie noch einmal kommen werden.
29:08Sie suchen den Schlüssel,
29:09um den Tod von Marina
29:10entziffern zu können.
29:11Mich interessiert nicht das simple Warum,
29:13sondern warum
29:14auf so grausame,
29:17besondere Weise.
29:19Kein Mensch,
29:19der aus dem Tod
29:20Befriedigung zieht,
29:22wird in ein Studio wie dieses gehen,
29:23geschweige sich hier ein Opfer suchen.
29:26Zu mir kommen Männer,
29:27die draußen in der Welt
29:27nicht das sein können,
29:28was sie sein wollen.
29:31Meine Gäste scheiden demnach aus,
29:32auch wenn die Polizei
29:33sie unter Generalverdacht stellt.
29:35Die Frage ist nur,
29:37wer dann?
29:37Was ist mit der Chefin des Hauses?
29:45Glauben Sie wirklich,
29:46mich fasziniert die Qual
29:47bis in den Tod?
29:48Bei Marina Staufenfels
29:49könnte doch auch Tötung
29:50auf Verlangen in Betracht kommen.
29:52Nein.
29:53Marina hatte sich gerade erst gefunden.
29:56Der Gedanke an den Tod
29:57war ihr fern.
29:58Ihnen auch?
30:00Unerwiderte Liebe?
30:03Sich verzehrendes Verlangen?
30:06Den Wunsch,
30:07einen anderen Menschen
30:08wirklich besitzen zu wollen?
30:10Ich habe, was ich brauche.
30:13Und was ich nicht habe.
30:17Ist das jetzt eine private
30:18oder eine berufliche Frage?
30:28Meiner Frau werden
30:29ihre Geheimnisse gestohlen
30:30und dein Mann wird
30:30der Öffentlichkeit zum Fratz.
30:32Frau Ruhmaffen?
30:33Die Regeln des Boulard.
30:35Das sind Scheißregeln.
30:37C10 H14 N2.
30:39Eine letale Dosis
30:40von 200 Milligramm Nikotin.
30:42Das ist unfassbar.
30:43Aber offensichtlich
30:44für einige leichter zu beschatten
30:45als mit Pistole.
30:47Mhm.
30:48Die Werte zeigen
30:50eine seltene
30:50und unregelmäßige Einnahme
30:52von Kokain an.
30:53Zuletzt am Todestag.
30:54Du hattest übrigens recht.
30:56Mit was?
30:57Die Partikel
30:57in ihrem Haar.
30:58Ach.
31:01Die Krümel.
31:02Sadismus mit Backwaren.
31:04Eine ganz schräge Kompination.
31:06War der nächtliche Besuch
31:07bei Lady De Winter erhellend?
31:09Das kann ich eigentlich
31:11uneingeschränkt bejahen.
31:14Ja.
31:15Ja.
31:19Danke.
31:26Dankeschön.
31:31Das Spiel heißt
31:33Mein Name ist Hase.
31:35Ja, ich war im Studio
31:36von Lady De Winter,
31:37aber ich habe mit dem Mord
31:38nichts zu tun.
31:39Bitte sagen Sie nichts
31:40meiner Frau.
31:41Ich habe hier
31:42eine Auflistung
31:43von Bezeichnungen,
31:44unter denen Insektizide
31:46auf Nikotinbasis
31:47im Handel waren
31:48oder immer noch sind.
31:49Also wieder
31:50Geschäfte abklappern,
31:51Klinken putzen.
31:52Das Leben ist
31:53pure langweilige Routine.
31:54Man sagt einem Kollegen,
31:56Sie sollen auch
31:56bei Stauffenfels
31:56vorbeischauen.
31:57Ich nehme mir nicht an,
31:58dass der seinen Garten
31:58selbst bewirtschaftet.
31:59Ja, ja, da wollte ich
32:00sowieso mal.
32:01Aber doch nicht
32:01wegen seinem Garten, oder?
32:03Hör mal, die Marina
32:05Stauffenfels, die hatte doch
32:06die Spuren ihrer Leidenschaft
32:10am Körper, richtig?
32:12Absolut, richtig.
32:13Hältst du so viel Desinteresse
32:15für möglich, dass der
32:17Stauffenfels nicht merkt
32:18oder nicht bemerken will,
32:20was seine Frau treibt?
32:21Ich halte immer alles für möglich,
32:22das weißt du doch.
32:23Ja, verstehe mir mal recht.
32:25Nehmen wir mal an,
32:26er wird misstrauisch.
32:27Entdeckt ihr Doppelleben,
32:29tötet sie und schafft sie fort.
32:30Das hätte er einfacher haben können.
32:32Warum dort?
32:33Warum auf diese Worte?
32:34Die Vollendung ihrer Qual
32:36am Ort seiner Schande.
32:39Symbolik.
32:41Und warum hat sie dann
32:42Croissant-Krümel im Haar?
32:48Er holt den Croissants jeden Morgen
32:49in diesen Tüten, ja?
32:51Das gehört zu seinen Aufgaben.
32:52Bist er hier?
32:54Ja, aber er wird Ihnen nichts sagen.
32:56Aber Ihnen nehme ich an.
32:58Er ist nicht fähig.
32:59Marina hat etwas anzutun.
33:01Helfen Sie ihm.
33:04Bitte, meine Herren.
33:05Hier können Sie alles beobachten.
33:09hoffentlich hat das, was wir jetzt zu sehen kriegen,
33:11nichts mit Folter zu tun.
33:22Du wirst ihn nie wieder berühren.
33:25Du hast mich belohnt.
33:28Dein Schweigen ist schlimmer
33:30als die Lüge.
33:31Ich habe das doch nur für Sie getan.
33:33Du hast mich in eine unangenehme Lage gebracht.
33:36Nein, nein, an dem Morgen.
33:38Sie hängen an dem Kreuz tot
33:39mit dieser Tüte über dem Kopf.
33:42Warum hast du mir nichts gesagt?
33:44Weil ich dachte doch, dass Sie...
33:46Ich?
33:49Deshalb hast du sie fortgeschafft.
33:51Damit es niemand bemerkt.
33:52Es wäre doch alles vorbei und zerstört.
33:54Ich weiß, ich hätte das nicht tun dürfen,
33:56aber ich konnte nicht anders.
34:05Also ich denke mal,
34:06mit dieser Form der Aussagen Erzwingung
34:08können wir leben.
34:11Dir wurde also solch eine Tüte
34:12über den Kopf gezogen.
34:15Der Täter kennt sein Opfer
34:16und stellt auf diese Weise
34:18die für die Tat nötige Distanz her.
34:21Du denkst an Herrn Storfenfels.
34:23Ja, an wen denkst du?
34:25Hofer?
34:26Ach.
34:28Das passt ja für die Faust aufs Auge.
34:30Ich bin schon auf dem Weg.
34:31Der soll ja nicht verschwinden.
34:33Sag ihm, ich lass ihn abholen,
34:34damit wir seine Aussage aufnehmen
34:35und frag ihn,
34:36ob er irgendwelche Sachen entfernt hat.
34:38Findest du nicht,
34:38dass du mir sagen solltest,
34:40was passiert ist?
34:41Ja, obwohl ich schon einmal
34:42ein bisschen mehr weiß als ihr.
34:44Da werde ich das doch nie mit dir teilen.
34:47Sklaber.
34:50Er hat bei der Leiche Handschuhe
34:51in einen Fibrator gefunden
34:52und weggeworfen,
34:53weil er denkt,
34:54Emma stehen da hinten.
34:56Er denkt, dass...
34:58Entschuldigung,
34:58können Sie dafür sorgen,
34:59dass der Hausmüll in die KTU kommt?
35:00Steht da wohl um die Ecke.
35:01Er denkt, dass Sie die Mörderin sind.
35:03Trauen Sie mir das zu?
35:05Sicher, wie jeden Menschen.
35:08Allerdings,
35:09Sie verstehen sich nicht auf Gartenarbeit.
35:12Wie darf ich das verstehen?
35:13Ihre Rosen, Sie haben Blattläuse.
35:14Das spricht in diesem Fall für Sie.
35:16Ihre Frau hatte kein Geheimnis mehr.
35:18Sie wussten es.
35:19Sie wussten,
35:20dass Sie in diesem Studio
35:22der Lady de Winter verkehrte.
35:24Woher wissen Sie das?
35:25Wir haben die Standortdaten des Handys
35:26Ihres Chefs überprüft.
35:28Er war dort.
35:28Ja, ich war dort.
35:30Vor dem Haus.
35:32Aber ich bin nie in diesem Studio gewesen.
35:34Was meine Frau dort gemacht hat,
35:35weiß ich nicht.
35:36Herr Gott,
35:36das hätten Sie sich doch denken können.
35:38Ich weiß es nicht.
35:39Ich bin nie da gewesen.
35:40Herrn Stauffenfels,
35:41es waren die häufigen Abwesenheiten
35:43seiner Frau aufgefallen.
35:44Eines Tages ist er ihr gefolgt,
35:45bis zu diesem Haus.
35:46Das ist alles.
35:47Wir haben im Geräteschuppen
35:49Ihres Gartens
35:50einen Nikotinkonzentrat gefunden.
35:52Ihr Gärtner benutzt das wahrscheinlich
35:54zur Schädlingsbekämpfung.
35:55Ich kümmere mich nicht um den Garten.
35:57Ja, das kann ich sehr gut verstehen.
36:00Aber in diesem Falle
36:01ist auch nicht der Gärtner der Mörder.
36:03Der hat nämlich ein Alibi.
36:04Sie nicht.
36:05Hören Sie denn nicht zu?
36:07Ich bin nie in diesem Haus gewesen.
36:09Sie haben sogar dort angerufen.
36:11Von Ihrem Büro aus.
36:13Und zwar einen Tag,
36:14nachdem Ihre Frau verschwunden war.
36:16Nein.
36:18War Herr Stauffenfels
36:19an diesem Tag hier?
36:20Ja oder nein?
36:26Sie haben sich nämlich gewundert,
36:28warum die Polizei noch nicht da war.
36:31Die Leiche hätte doch
36:32längst gefunden werden müssen.
36:34Sie konnten ja nicht wissen,
36:35dass die Leiche bereits fortgeschafft war.
36:37Deswegen haben Sie angerufen.
36:39Um herauszufinden,
36:40was da los war.
36:42Der Haftbefehl ist bereits beantragt.
36:45Ich nehme Sie hiermit vorläufig fest.
36:46Ja, alles gleich.
36:48Ich sag's ihm.
36:51Joe hat Stauffenfels festgenommen.
36:57Das habe ich befürchtet.
37:05Die Larven,
37:07mit denen wir den Todeszeitpunkt bestimmt haben,
37:09wo haben wir die entnommen?
37:10Äh, aus der Nase.
37:11Frau Stauffenfels hat Kokain geschnupft.
37:14Kokain
37:16beschleunigt das Wachstum von Larven.
37:17Ach, du meinst,
37:18die waren gedopt?
37:20Der Faktor,
37:21mit dem Kokain das Larvenwachstum
37:22beschleunigt,
37:23ist nicht verlässlich stabil.
37:24Auf welche Zeit kommst du denn?
37:25Zwei Stunden.
37:26Also Todeseintritt
37:27zwischen 20 und 22 Uhr.
37:30Aber das ist genau die Zeit,
37:31in der Herr Stauffenfels
37:32sein Geschäftsessen hatte.
37:33Ich habe aber auch
37:34aus anderen Körperöffnungen
37:35Larven entnommen.
37:36Wenn ich deren Wachstum berechne,
37:37dann kann man sicher sein.
37:41Ich rede vom Studio
37:42von Lady de Winter.
37:44Ihre Frau gab sich dort
37:45anderen Männern hin,
37:47lief sich schlagen,
37:48quälen,
37:49misshandeln.
37:50Sie mussten einfach
37:52in dieses Haus.
37:54Sie mussten wissen,
37:55was da los ist.
37:57Nein.
37:58Nein.
37:58Und dann ist es einfach
37:59über Sie gekommen.
38:00Dann haben Sie die Beherrschung verloren.
38:02Wut, Scham, Eifersucht.
38:04Ich war nie in diesem Haus.
38:06Ich habe meine Frau
38:07nicht umgebracht.
38:09Wie oft denn noch?
38:10Nein.
38:13Moment, Entschuldigung.
38:16Ich hatte recht.
38:17Er kennt das Studio.
38:18Er war dort.
38:18Er hat von seinem Büro aus angerufen.
38:20Er hat wahrscheinlich ein Alibi.
38:21Er hat das stärkste Motiv.
38:23Er hätte es nie über sich gebracht.
38:24Nicht auf diese Weise.
38:25Was macht dich denn da so sicher?
38:27Seine Neugierde treibt ihn
38:28bis zu Lady de Winter.
38:29Warum soll ich dann glauben,
38:30das würde den Mann kalt lassen?
38:33Ich zeig's dir.
38:33Und warum sollte ich mich
38:34darauf einlassen?
38:35Weil du mir vertraust.
38:39Ihre Frau wurde an einem besonderen Ort
38:42auf eine besondere Weise getötet.
38:43Wenn wir Sie, Herr Stauffenfeld, verstehen,
38:46dann verstehen wir vielleicht auch
38:47den Mord an Ihrer Frau.
38:54Ich habe meine Frau geliebt.
38:56Sie haben sie mehr als nur geliebt.
38:58Sie haben sie vergöttert.
39:00Wir waren uns sehr nahe.
39:03Aber eben nicht körperlich.
39:06Sie haben sie nie berührt?
39:09Ich wollte das nie.
39:12Sie suchte Erfüllung.
39:14Und fand sie auf ihre Weise.
39:18Ich war schockiert.
39:21Aber ich fühlte,
39:22dass ich nicht das Recht hatte,
39:23Marina dies zu verwehren.
39:26Danke, Sie können dann gehen.
39:32Und jetzt?
39:33Ich sage dir,
39:34das Motiv für diesen Mord
39:35ist nicht das Opfer.
39:36Nicht die Tat selbst.
39:37Und die Botschaft,
39:37das, was es auslösen soll.
39:38Also es ging nicht um Sie,
39:40es ging um ihn.
39:40Er sollte getroffen werden.
39:43Dieser Anruf aus der Firma,
39:45wenn der Stauffenfels das nicht war,
39:47dann wird sich Stauffenfels
39:48wahrscheinlich inzwischen
39:49die gleiche Frage stellen.
39:59Fahr hin.
40:00Ich weiß wirklich nicht,
40:01wozu das gut sein soll.
40:03Was willst du denn?
40:04Fahr hin.
40:32Warum hast du das gemacht?
40:33Du bist ja wahnsinnig.
40:35Hör auf!
40:35Der Anruf aus meinem Büro,
40:37das kannst nur du gewesen sein.
40:39Warum?
40:40Weil du sie nicht haben konntest?
40:44Hör auf!
40:45Hör auf!
40:47Ist völlig durchgedreht.
40:49Glaubt, ich hab's getan.
40:50Natürlich sind Sie es nicht gewesen.
40:52Ich hab an dem Abend
40:53in meinem Büro am Computer gesessen,
40:54das wissen Sie doch.
40:55Computer sind schlechte Zeugen,
40:56die machen viel,
40:57wenn man sie vorher programmiert.
40:58Darf ich mal?
40:59Ah, eine Coutin.
41:01Ja, ein wirklich seltenes Mordgift.
41:03Ist ja auch schwer zu handeln,
41:04nicht wahr?
41:05Jede kleinste Berührung
41:06verursacht Verätzung.
41:07Wie gesagt,
41:08eine Reizung,
41:09keine Verätzung.
41:10Meine Hautarzt kann Ihnen
41:10das bestätigen.
41:11Ich tippe auf eine Allergie
41:13gegen Latex,
41:13denn natürlich haben Sie
41:14Handschuhe getragen,
41:15als Sie Frau Stauff und Fels
41:16das Gift eingeführt haben.
41:17Wir haben hier im Hausmüll
41:20Latexhandschuhe gefunden,
41:21mit Spurenresten
41:22von Nikotinsud,
41:23und ich denke mal,
41:24wir werden auch Schweiß
41:25und Hautpartikel finden,
41:27die Ihre DNA tragen.
41:28Das ist doch lächerlich!
41:30Wir können natürlich auch hier
41:30an Ort und Stelle überprüfen,
41:32ob Sie auf Latex
41:33allergisch reagieren.
41:35Frau De Winter
41:36wird Ihnen sicher
41:36die Verhandlung
41:37zur Verfügung stellen.
41:38Möchten Sie?
41:42Warum?
41:44Ich möchte es einfach nur
41:46verstehen.
41:49All die Jahre war ich für dich da.
41:52Habe alles mitgemacht
41:53und vertragen.
41:54Sogar, dass Marina
41:55dich genommen hat
41:56und nicht mich.
41:58Und dann lässt du verkaufen
41:59und mich wie die anderen
42:00vor die Tür setzen.
42:02Du hättest sie mal sehen sollen,
42:04als sie die Tür öffnete.
42:05Ja, den Rest können Sie
42:06dann dem Haftrichter erzählen.
42:20Vielleicht können Sie ihm helfen
42:22zu verstehen,
42:22was in seiner Frau vorging.
42:25Glauben Sie wirklich,
42:26dass ich dafür
42:27die richtige Gesprächspartnerin bin?
42:30Ich wüsste keine bessere.
42:35Eins sollten wir doch klären.
42:37Ja, bitte?
42:38Wenn ich Herr der Ermittlungen bin...
42:40Du bist mir nicht weisungsberechtigt.
42:42Aber doch nur mache,
42:43was du willst.
42:44Aber ich bin doch von dir
42:45genauso abhängig.
42:47Wir lösen sich da nicht
42:48alle Herrschaftsverhältnisse auf?
42:52An dir ist ein Philosoph verloren gegangen.
43:03Musik
43:28Untertitelung des ZDF, 2020
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