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  • vor 5 Tagen

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Kurzfilme
Transkript
00:00Musik
00:31Dann geh doch jetzt endlich zum Zahnarzt.
00:33Was ist denn Urlaub?
00:35Der Zahnarzt? Ich meine, du meinst der eine Zahnarzt, den wir hier haben, in Großraubendung?
00:39Ich kenne keinen anderen.
00:40Ich kenne einen. Ich gehe mit einem Mittagessen. Ich schicke ihn dir vorher vorbei.
00:42Robert, für dich aus Peking.
00:44Was ist denn das?
00:45Okay, das Peking.
00:46Warten wir erst auch noch.
00:47Unbekannte Zahnärzte sind ein Risikofaktor, abgelehnt.
00:50Woher kennst du ihn?
00:52Wir reden nur nicht mehr darüber, wir denken auch nicht mehr daran.
00:55Wir bauen ganz auf das Wunder der Verdrängung.
00:59Siehst du?
01:00Und schon lässt der Schmerz nach.
01:01Ich gehe nur mit dem Essen.
01:03Wir beenden jetzt das Thema Zähne.
01:05In Ordnung, ich würde am liebsten nichts mehr von Zähnen hören und sehen.
01:25Sind Sie blöd?
01:27Oder nur unglaublich entspannt?
01:29Bitte nehmen Sie Platz.
01:30Sie sind seit einem Jahr nicht aufzutreiben wie vom Erdboden verschluckt, weil Sie wissen,
01:36dass wir mit Ihnen reden müssen.
01:37Und dann legen Sie sich ausgerechnet eine Kreditkarte zu auf Ihren Namen und gehen shoppen.
01:44Wer sind Sie denn eigentlich?
01:45Hofer, zweite Mordkommission.
01:48Was fällt Ihnen hierzu ein?
01:52Was soll mir, darfst du reinfallen?
01:55Sie müssen sich ja unglaublich gemacht haben.
01:58Ein paar Minuten vor den Schüssen hat sein Handy ein Anbruch von Ihnen empfangen.
02:02Aufwind erscheint er hier vor Ihrer Tür.
02:04Wer sagt denn überhaupt, dass ich hier in diesem...
02:06Dieses Stück Plastik für Ihre Import-Export-Geschäfte haben Sie im vergangenen November zwei Tage in dieser Bruchbude verbracht.
02:12Aber selbst Bruchbuden haben in Berlin magnetische Türkarten.
02:16Der Computer sagt, dass Sie zur Tatzeit hier im Zimmer waren.
02:19Haben Sie sich vielleicht gestritten?
02:21Ging's ums Geld?
02:24Ist das der Mann, den Sie nach den Schüssen auf dem Flur gesehen haben?
02:29Bin ich sicher.
02:31Eher nicht.
02:32Raus!
02:34Haben Sie ihn beschlossen?
02:36Ich warne Sie, wenn Sie auf der Aussage Ihres Laiendarstellers bestehen,
02:40dann kommen Sie aus der Scheiße überhaupt nicht mehr raus.
02:42Sie waren hier im Zimmer, als geschossen wurde.
02:44Sie kommen hier richtig und schwitzen?
02:46Ich hab...
02:46Ich hab viele...
02:47Ja, aber so schnell gibt's keinen.
02:48Hitze frei.
02:49Warum haben Sie ihn angerufen?
02:51Haben Sie mit ihm Geschäfte gemacht?
02:53Nein.
02:54Ich...
02:54Ach, das ist alles so lang her.
02:55Kommen Sie, hören Sie doch auf.
02:57Ging's um die Zigaretten aus Kiew?
02:59Wann haben Sie ihn das letzte Mal gesehen?
03:01Wer sagt denn überhaupt, dass ich diesen Typen kenne, verdammte Scheiße?
03:03Verdammte Scheiße, weil das Ihr Bruder ist, verdammte Scheiße!
03:14Rosazin in Folge einer Hemolyse?
03:16Ja.
03:19Verursacht durch die lange Liegezeit im Meerwasser.
03:23Kapillargefäße platzen.
03:25Das Blut sammelt sich an den tiefer liegenden Stellen.
03:30Resultat Pink Teeth.
03:32Haben Sie denn von dem Mann noch was anderes gefunden?
03:35Ja, ein paar Spillettknochen.
03:38Monate nach dem Seebeben abgeschliffen wie Kieselsteine.
03:44Joe.
03:45Joe, Joe.
03:48Hast du mal seine Stirn gefüllt?
03:49Der kippt uns hier um.
03:50Das ist mir vollkommen egal.
03:51Dann gib ihm noch ne Decke.
03:52Ich mach weiter.
03:53Das macht dich beim Untersuchungsrichter auch nicht gerade belegter.
03:55Du, vor einer halben Stunde ging's ihm noch blendend.
03:59Herr Hitzler, nehmen Sie Medikamente.
04:01Ja.
04:02Ich hörst du alles Bussner, Riesen.
04:04So, verdammt nochmal.
04:05Joe, das Labor.
04:07Die Abdrücke auf der Waffe sind nicht von Ihnen.
04:11Wir fahren Sie nach Hause.
04:13Ich nehme ein Taxi.
04:14Vielleicht haben Sie ihn ja nicht umgebracht, aber dass Sie Ihren eigenen Bruder nicht erkannt haben, das war ein Fehler.
04:20Und damit haben Sie mich neugierig gemacht.
04:23Bis bald.
04:25Äh, das sieht nicht so gut aus.
04:28Das dachte ich mir.
04:30Ach, Ihr Beruf muss so viel befriedigender sein als meiner.
04:33Warum?
04:34Meine Patienten hören nicht den Triumph in meiner Stimme, wenn ich recht habe.
04:38Die Judith hat mir gesagt, dass Sie Humor haben.
04:41Kommen Sie um drei bei mir vorbei.
04:44Was ist das?
04:46Pink Teeth.
04:47So etwas geschieht bei Hämolyse.
04:50Bernhard hat schon ein paar Gerichtsgutachten geschrieben.
04:53Ah, da muss ich ja gar nicht mit Ihnen wie mit einem AIP-Ler reden, oder?
04:56Ach, ich bin robust.
04:58Darf ich?
04:59Bitte.
05:03Ist es ein Auftrag der Lebensversicherung?
05:05Wir sollen die Identifizierung in den Tod bestätigen.
05:08Ein deutscher Stempel scheint auf eine deutsche Versicherung immer noch größeren Eindruck zu machen als ein indonesischer.
05:13Oder ein chinesischer.
05:15Dabei hat das DNA-Labor in Peking einen hervorragenden Ruf.
05:17Die haben nach dem Seebeben die meisten Identifizierungen vorgenommen.
05:20Ich verstehe gar nicht, dass das der Versicherung nicht ausreicht.
05:22Ich dachte, die wären nach dem Tsunami so kulant geworden.
05:25Weniger, wenn die Versicherungssumme vier Millionen beträgt und die Wirt verdrucken macht.
05:29Na und?
05:30Kannst du Tod und Identifizierung schon bestätigen?
05:34Unter Vorbehalt.
05:35Die Versicherung hat uns die Unterlagen von Weiß Zahnarzt zugeschickt.
05:41Der Zahnstatus scheint absolut übereinzustimmen.
05:43Hier starke Abkauung, Kronen, passt alles.
05:47Das sind keine Pink Teeth.
05:49Die Zähne und die Knochen lagen lange im Meerwasser.
05:51Bernhard.
05:56Wie kommen Sie drauf?
05:58Die Zähne sind nur bis zum Ansatz des Zahnfleis, komplett rosa verfärbt.
06:01Das wirkt sehr plausibel.
06:04Bei Molyse zeigt sie die Färbung aber nur im zervikalen Kronendrittel.
06:09Das ist eine Fälschung.
06:11Joe, ich habe keine Ahnung, ob es Mord ist.
06:13Dafür ist es viel zu früh.
06:17Was soll das heißen? Falsche Baustelle.
06:20Ich würde gerne deine Meinung hören.
06:23Sie ist dir an.
06:25Ja.
06:26Na gut.
06:27Mal ein bisschen zurück.
06:30So, wir haben ja den Tisch freigehalten.
06:35Können wir später noch woanders hin?
06:37Du kommst doch mit.
06:38Tut mir leid.
06:40Wohin?
06:46Was willst du denn von der Witwe? Entweder sie weiß nichts von der Fälschung, dann kann sie uns nichts sagen.
06:51Teufel, sie waren doch zusammen dort im Urlaub.
06:53Oder sie weiß was davon, dann wird sie uns nichts sagen.
06:56Vielleicht will ich ja nur hören, wie sie es mir nicht sagt.
06:59Ärgert es dich sehr, dass Bernhard mehr über Zähne weiß als du?
07:03Weißt du, wann die Zähne und die Skelettknochen gefunden wurden?
07:06Erst als der Versicherung eine bloße vermissten Erklärung der indonesischen Behörden nicht mehr genügte.
07:10Zack, zwei Wochen später waren die Reste da.
07:13Aber Monate nach dem Tsunami.
07:16Was weißt du denn über die Witwe?
07:18Die Sabothekerin mehr nicht.
07:20Dann ist sie keine vollständige Laien.
07:22Wahrscheinlich auch nicht mal eine vollständige Witwe.
07:2625.
07:28Weile.
07:33Frau Weyern.
07:37Entschuldigung, Robert Kollmer, Institut für Rechtsmedizin.
07:39Das ist meine Kollegin Judith Sommer.
07:41Hätten Sie eine Sekunde für uns?
07:42Im Moment ganz schlecht. Ich muss ganz dringend in die Apotheke.
07:45Es geht um Ihren Mann.
07:48Ja, natürlich.
07:50Und wie lange noch?
07:51Bitte?
07:51Es muss doch irgendeinen Zeitpunkt geben, an dem alles gesagt ist.
07:54An dem man weitermachen kann.
07:56Finden Sie nicht?
07:57Ich bin der Optimist.
07:59Vier Millionen von der Versicherung werden Ihnen schon die nötige Kraft geben.
08:03Mit denen werde ich vor allem die Schulden meines Mannes begleichen.
08:10Ein Hotelkomplex am Indischen Ozean.
08:13Tolles Projekt.
08:16Aber als der Gouverneur wechselte, wechselten auch die Baubedingungen.
08:19Jetzt ist das eine Ruine mit mehr Blick.
08:21Die Investoren wollen natürlich trotzdem mehr Geld zurück.
08:23Davon stand wohl nichts in ihren Unterlagen.
08:27Ella?
08:28Ella?
08:28Frau Weihe, die Zähne Ihres Mannes lagen niemals im Meerwasser.
08:34Was bedeutet das?
08:36Sagen Sie es uns.
08:37Sie waren mit Ihrem Mann im Indonesien.
08:39Ich verstehe nicht.
08:41Waren Sie zusammen, als das Unglück geschah?
08:47Ja, ich lag am Strand.
08:50Er war gerade rausgeschwommen zur Badeinsel.
08:55Als die Welle am Horizont war, habe ich nach ihm gerufen.
08:58Wir haben gewinkt und geschrien, er soll umdrehen, er soll zurückkommen, aber er war zu weit weg.
09:07Er hat nur gelacht und zurückgewinkt.
09:11Und dann?
09:13Bin ich los, ins Wasser.
09:16Aber ein Mann vom Hotel hat mich zurückgehalten.
09:18Ich habe gebrüllt, dass draußen ist, ist mein Mann.
09:27Das war das Letzte, was ich von ihm gesehen habe.
09:31Was soll das Reißen? Seine Zähne waren nicht im Wasser.
09:35Es fällt mir schwer zu glauben, dass jemand im Tsunami umgekommen ist.
09:41Möglicherweise ist er anderer Weise umgekommen.
09:45Möglicherweise lebt er aber auch noch.
09:55Hat es wirklich so wehgetan?
09:57Der nagt an was anderem.
10:00Soll ich auch mal auf Kommando ohnmächtig werden?
10:02Ich kann das.
10:04Er sagte, dass die Arme verlassen wurde.
10:06Vielleicht hat sie ihn umgebracht.
10:08So schon.
10:10Genau.
10:11Einen Moment, bitte.
10:13Was ist das schön?
10:17Einfach so?
10:18Ja.
10:21Kannst du mal gehen?
10:22Ich mach das schon.
10:23Die Polizei war da.
10:26Frau Zimmermann?
10:28Ja.
10:29Tut mir leid, das Schmerzmittel gibt es nur auf Rezept.
10:31Was wollen Sie hier?
10:33Ich wollte nur mit deiner Freundin quatschen.
10:35Vielleicht hat sie ihr mehr Herz als du undankbares Arschloch.
10:38Was wollen Sie denn mit dir quatschen?
10:40Zum Beispiel über ihren Mann, dass ich weiß, wie sie zur Witwe geworden ist.
10:42Hören Sie mal zu, Jan.
10:44Wenn Sie sie nicht in Ruhe...
10:45Klasse!
10:46Mann, in meinem Zustand kann man keine Angst machen.
11:04Papa?
11:07Papa?
11:09Entschuldigung, sprechen Sie mit mir?
11:10Ich weiß, ich hätte dich anrufen sollen.
11:12Vor einer Woche schon.
11:13Vor einer Woche schon?
11:15Also gut vor zwei, drei Wochen.
11:17Aber ich hab all deine Anrufe abgehört.
11:19Ja, wie schön, für meine Anrufe.
11:20Ach, warte mir zu, ich hab in einem Theaterprojekt mitgemacht.
11:23Und wir haben alle zusammen in einem Schloss gewohnt, bei Brandenburg und tagsüber geprobt und nachts geschlafen ab und zu.
11:28Also geschlafen, meine ich.
11:29Und der Regisseur war auch dabei, jeden Tag.
11:32Ich hab dir von ihm erzählt, der große alte Mann.
11:35Ja?
11:36Es kommt noch schlimmer.
11:37Schlimmer kann's nicht kommen, ich kenne ihn.
11:39Ich geh weg.
11:40Mit ihm.
11:42Nach Amerika.
11:43Ah, Hollywood.
11:45Ja.
11:45Nein.
11:46Doch.
11:47Also es ist nicht gerade Hollywood, San Francisco.
11:49Er macht einen Film.
11:51Anna, das ist dein Theaterregisseur.
11:53Ja, und dann macht er eine Schauspielschule auf und ich kann...
11:56Wie lange?
11:57Zwei Jahre.
11:57Papa, er ist der beste Regisseur, den ich kenne.
12:02Papa, hör mir doch zu, er hat mir die Hauptrolle in seinem Film gegeben und danach kann ich an seine
12:06Schauspielschule.
12:06Und ich brauch deine Hilfe, ich mein, ich brauch auch Geld.
12:09Und ich will, dass du mich verstehst, Papa.
12:12Papa!
12:13Ich hab Zahnschmerzen.
12:15Oh Gott.
12:28Das ist Horst Weyer.
12:35Wer sagt denn überhaupt, dass das alles hier zusammengehört?
12:39Die Kollegen in Peking meinen, dass die Knochen zu ausgewaschen sind für eine DNA-Analyse, aber wir sollen für die
12:44Versicherung noch mal eine machen.
12:45Sobald wir Vergleichsmaterial offenbar haben.
12:47Das ist hier der Reiseveranstalter aus Salzburg mit dieser Investruine.
12:53Der Mann hat drei Millionen Schulden, Haufen Gläubiger, Dorfbank, Privatpersonen.
12:57Seine Frau ist übrigens Mitgesellschafterin, zumindest auf dem Papier.
13:01Ja, wenn die überhaupt wusste, worauf sie sich eingelassen hat.
13:07Also, darf ich mal was ganz Kategorisches sagen?
13:10Ein Mann mit dieser Menge an Schulden, der ersäuft nicht, der taucht unter.
13:15Oder er ist umgebracht worden und jemand wollte es nach Tsunami aussehen lassen.
13:18Aber habt ihr überhaupt was, was auf Mord hindeutet?
13:21Nein, keine Hinweise.
13:22Wir haben nur sehr wenig. Wir haben zehn manipulierte Zähne und ein paar Knochen.
13:25Aber dafür gibt es einige Erklärungen.
13:27Und das Einzige, was ihr darin sehen wollt, ist ein Mann, der untergetaucht ist, weil er sein Leben hinter sich
13:31lassen will.
13:34Denken Männer über 40 so?
13:35Ach komm, hör da auf. Jeder hat mal mit dem Gedanken gespielt.
13:38Schatz, ich geh Zigaretten holen und dann gehst du nicht mehr zurück.
13:41Nicht zur Familie, nicht zum Job, nicht zur Hypothek.
13:43Das ist der Traum vom Neuanfang.
13:45Mord, okay, aber zeigt mir da erstmal, dass hier eine Leiche ist, verdammt nochmal.
13:49Ich hab keine Zeit. Gib mir mal die Adresse von dem Schüttelfrostmann.
13:53Will ich nochmal befragen.
13:55Wo ist die?
13:57Das ist Köpenick.
13:59Köpenick, kannst du mich mitnehmen?
14:01Da wohnt meine Witwe.
14:02Ich dachte, der weiß nichts.
14:03Ja, ja, wir haben die heute Morgen dermaßen überlaufen, die arme Frau.
14:06Ah, der Witwentröster muss ja sehr attraktiv sein.
14:09Vielleicht.
14:12Prost, Wien.
14:13Dem, der es geschafft hat.
14:15Eure Leiche schlurft wahrscheinlich gerade in Daikiri in Bangkok.
14:24So, Taxigrenze.
14:26Dankeschön.
14:44Und?
14:45Wie?
14:46Und?
14:48Tschüss, wer sei denn das Morgen?
14:49Ja, eben.
14:50Ich finde den Weg.
14:51Danke.
14:52Entschuldige, das hier...
14:53Er ist Mordzeuger.
14:54Ja, das ist keine Leiche für dich.
14:56Das ist meine...
14:57Das ist, dass du gerne in meinem Job rum willst, aber das geht ja wirklich zu weit.
15:01Hoffa, zweite Mordkommission.
15:02Ich hätte gerne Herrn Michael Elzner gesprochen.
15:05Das ist mein Kollege.
15:05Der hat sich an der Adresse geirrt.
15:07Guten Abend, Frau Weyer.
15:08Guten Abend.
15:10Was?
15:12Das ist...
15:13Entschuldigung, kommen Sie doch rein.
15:14Du kommst zu spät, die Witwe ist schon getröstet.
15:20Dankeschön.
15:26Guten Abend.
15:27Guten Abend.
15:28Gratuliere zur Blitzheilung, Herr Elzner.
15:30War wohl bloß ein temporäres Delirium heute früh, war?
15:33Gute Abwehrkräfte, ja.
15:34Heute früh?
15:35Schatz, ich...
15:36Sollen wir uns nochmal über den Mord an Ihrem Bruder unterhalten?
15:39Was?
15:40Über Rolf.
15:41Gerne.
15:42Ah, die Amnesie ist auch geheilt.
15:44Entschuldigen Sie, würden Sie uns...
15:47Ihr bist vorbei, ich bin auch wegen was ganz anderem hier.
15:53Setzen Sie sich.
15:59Ich habe nichts.
16:01Oder ein Kamm, eine Zahnbürste, irgendwas, was Ihr Mann benutzt oder getragen hat.
16:06Wenn ein DNA-Vergleich mit den Zähnen würde uns alles helfen.
16:10Eine Mütze.
16:16Von Ihrem Freund.
16:17Ich habe nichts mehr von meinem Mann, es tut mir leid.
16:20Schade.
16:22Würden Sie sagen, er war glücklich mit seinem Leben?
16:26Sie meinen mit seiner Ehe?
16:28Nach dem, was Sie heute erzählt haben?
16:30Nicht?
16:31Wussten Sie, dass Ihr Freund mit einem Mordfall zu tun hatte?
16:41Wie gut kennen Sie ihn?
16:43Ich habe Michael erst hier in Berlin kennengelernt.
16:46Ich musste weg aus Heizburg.
16:48Das hat mich einfach zu viel an meinen Mann erinnert.
16:51Jetzt haben Sie mir erzählt, wie lange Sie ihn kennen.
16:55Ich kenne Michael gut genug, um ihn zu heiraten.
16:58Ja?
17:00Das Herz ist ein elastischer Muskel.
17:03Nee, Rolf und ich haben uns nie besonders gut verstanden.
17:06Aber trotzdem haben Sie mit Ihrem Bruder Geschäfte gemacht?
17:09Manchmal, ja.
17:10Er kannte Lieferanten in der Ukraine und ich Abnehmer in Berlin.
17:14Für Zigaretten ohne Steuermanderung?
17:16Ja.
17:18Ja, was ist denn nun wirklich in dem Hotelzimmer passiert?
17:22Ich hatte Angst, dass ein paar von den Ukrainern ohne Einladung auftauchen würden.
17:27Und den beiden dann auch so, dann habe ich Rolf angerufen, er war ja stark wie ein Ochse.
17:31Aber ich habe mich dann so lange im Zimmer eingeschlossen.
17:35Und dann fielen die Schüsse auf den Flur.
17:37Vier Schüsse.
17:38Und dann?
17:42Nix.
17:43Dann bin ich abgehauen aus dem Fenster.
17:47Aus dem dritten Stock?
17:48Ja, dann links unten war ein Garagendach.
17:52Ich erkenne Sie nicht wieder, Elsner.
17:54Das ist ja verblüffend.
17:55Sie haben ja ein richtig gut funktionierendes Gedächtnis.
17:58Warum haben Sie sich denn ein Jahr lang nicht gemeldet?
18:01Na ja, wer traut schon jemanden, der mit Zigaretten aus der Ukraine handelt?
18:05Nee, anders.
18:05Wer traut schon jemanden, der um 10 Uhr fit ist wie ein Turnschuh,
18:08um 11 Uhr rasende Fieberschübe kriegt und Schweißausbrüche und abends wieder so vor einem sitzt?
18:13Haben Sie das öfter?
18:14Sagen Sie, stehe ich eigentlich immer noch unter Verdacht?
18:19Wen haben wir denn da?
18:23Ihr Bruder hatte Hautpartikel unter den Fingernägeln,
18:27als ob vor den Schüssen ein Kampf stattgefunden hätte.
18:29Wir werden eine Speichelprobe von Ihnen nehmen
18:32und ich werde noch einige Fragen, die Sie zu stellen haben.
18:34Entschuldigung, darf ich mal Ihr Bart benutzen?
18:37Ja, da.
18:48Wurzelbehandlung.
18:50Puh, schrecklich.
18:53Sagen Sie, sind Sie sicher, dass Sie Ihren Freund aus dem Berlin kennengelernt haben?
18:57Ja.
18:58Er war nicht mit in Indonesien, als Sie mit Ihrem Mann dort waren?
19:01Wie kommen Sie denn darauf?
19:03Zyklische Fieberschübe mit diesem Verlauf, Schüttelfrost.
19:06Komm, Sie sind Apothekerin.
19:08Ihr Freund hat doch eine Malaria.
19:10Michael war nicht in Indonesien.
19:12Zumindest nicht mit mir.
19:19Nicht so fassen, wie deine unschuldige Witwe in Ohnmacht fiel,
19:22als sie erfuhr, dass ihr Mann gar nicht ertrunken ist.
19:25Und du meinst, Ihr Lover war sogar mit in Indonesien?
19:28Und was haben Sie gemacht?
19:30Beim Wetterdienst ein Seebeben bestellt, um den lästigen Ehemann loszuwerden?
19:34Vielleicht einfach nur die günstige Gelegenheit ausgenutzt.
19:37Keine Vermutung.
19:39Fakten.
19:44Alles läuft auf Joes Frage hinaus.
19:47Haben wir hier überhaupt eine Leiche?
19:49Klammern wir mal die Zähne aus.
19:51Die gehören sowieso zu Horst Weyer.
19:52Da brauchen wir keine DNA.
19:53Müssen wir nur in einem dieser Knochen noch verwertbare mitochondriale DNA finden.
19:57Egal, was Peking sagt.
19:59Wenn Knochen und Zähne von Horst Weyer stammen,
20:01dann wird auch Jo nicht mehr behaupten,
20:02dass er irgendwo noch draußen rumspaziert und Cocktails schlürmt.
20:06Nächstes Problem.
20:07Wir haben kein Vergleichsmaterial.
20:09Gar nichts?
20:11Keine Zahnbürste?
20:12Keine Mütze?
20:14Na, da war die schwarze Witwe aber unsentimental.
20:19Ich Idiot.
20:22Es gibt natürlich DNA von Horst Weyer.
20:30Sie wollen doch auch wissen, was passiert ist.
20:32Hey, ob wirklich von Ihrem Mann ist, was bei uns im Labor liegt.
20:36Da kommen wir meinen DNA-Vergleich nicht rum.
20:37Ich habe Ihnen doch aber gesagt, dass ich keine Chemo oder Ähnliches mehr habe von Horst.
20:41Sie teilt die Hälfte Ihrer Erbinformation mit Ihrem Mann.
20:43Wir können von ihr eine DNA nehmen.
20:44Nein.
20:45Das kann ich dem Kind nicht zumuten.
20:47Aha.
20:48Aber...
20:49Nein.
20:51Du musst doch nur mit dem Staatsanwalt reden.
20:54Ein DNA-Vergleich liegt im ureigensten Interesse der Mutter.
20:57Sie muss doch der Versicherung nachweisen oder sie überzeugen, dass ihr Mann tot ist.
21:02Ja, wenn sie diesem Test ausweicht, dann muss sie gewichtige Kunde haben.
21:05Das stimmt was nicht.
21:06Das stimmt was nicht, reicht aber nicht für eine Zwangsanordnung.
21:09Wo lebt der denn? 1984 bei Orwell?
21:11Es gibt nur zwei Gründe, warum Sie diesen Test nicht nehmen.
21:13Entweder sie ist sich sicher, dass dabei herauskommt, dass ihr Mann nicht tot ist.
21:18Ja, dann ist also der Versicherungsbetrug falsche Adresse.
21:21Ja, oder das Gegenteil.
21:22Sie weiß, dass ich dabei herausstellen würde, dass es wirklich ihr Mann wird.
21:25Aber zum Henker, das will sie doch.
21:26Aber nein.
21:27Wir wissen doch jetzt, dass die Zähne gefälscht sind.
21:30Da bleibt ja nur noch eine Erklärung.
21:31Und?
21:32Ein Toter malt sich nicht selbst die Zähne rosa.
21:35Also deine Adresse, Mord.
21:37Du, bitte jetzt geh zum Staatsanwalt.
21:39Du schaffst das, bitte.
21:41Ein Speichertest tut dem Kind nicht weh.
21:43Ja, Mann.
21:43Du baust ein Kartenhaus.
21:45Ein turmhohes Kartenhaus.
21:47Und ich soll da raufklettern.
21:49Hier.
21:50Interessiert dich überhaupt nicht, was diese Frau zu verbergen hat?
21:53Nicht interessiert der Liebhaber.
21:55Im Hotelfall gibt's einen Mörder und eine Leiche.
21:57Das ist schön klassisch.
21:58So mag ich's.
21:59Und jetzt schleife ich den Kerl nach Tegel.
22:02Soll er seine Geschäftsleute wiedererkennen oder die ihn?
22:06Joe!
22:08Du, warte mal, komm mal her.
22:10Ich hab hier einen merkwürdigen Fleck auf der Erke.
22:12Irgendwer hat mir da raufgesabbert.
22:13Kannst du das mal in die Reine umbringen?
22:15Jo.
22:24Die Speichermenge reicht auf jeden Fall für eine Analyse.
22:28Morgen wissen wir mehr.
22:31Da haben wir ja einen ganzen Abend vor uns.
22:34Sogar zwei.
22:36Jeder einen.
22:41Ich hab auch überhaupt keinen Bock auf Gesaltschausten.
22:54Gute Besserung.
22:55Hm.
23:03Ja.
23:04Ja.
23:07Michael.
23:09Ja, Michael.
23:11Wer sind Sie?
23:12Die scheißdrecklich Klaude.
23:13Gehen Sie.
23:14Ich ruf die beiden zwei.
23:15Gehen Sie.
23:15Gute Idee.
23:16Erzählen wir Ihnen alles.
23:18Ich finde das bestimmt spannend.
23:20Was wollen Sie?
23:20Wie er unverschwunden ist.
23:22Ich bin ein Tastasen.
23:23Ich brauche Morpheus.
23:24Ich habe aber keinen Sinn.
23:25Dann gib mir den Schlüssel zur Apotheke.
23:26Ich seh's schon.
23:27Gleich kommt mein Freund Michael.
23:29Der versteht keinen Spaß von sich.
23:30Das weißt du schon von Michael.
23:31Tschüss Lebenslaus.
23:32Glaubst du?
23:32Aber bitte musst du es selbst wissen.
23:34Gib mir den Schlüssel, verdammt.
23:36Ich bin mal ein guter Engel.
23:38Und der Einzige, der weiß, dass du bist,
23:40dass du deinen Ehemann behalten hättest.
23:41Ich werde jemanden wie Michael in Cesar zu schaffen.
23:47Ich sollte nichts wechseln.
23:48Tut mir leid.
23:49Jetzt hat's doch ein bisschen länger gedauert.
23:51Also schieß!
23:52Du!
23:53Willst ihr euch euer schönes Leben nicht nehmen?
23:56Ich bin alles behalten, du morf.
23:58Was ist denn das?
23:58Was dachtest du denn, du Dreckschlampe?
24:00Ich mach mal auf, hier!
24:01Jetzt gleich!
24:07Claudia!
24:08Ja, hier.
24:14Wie ist das passiert?
24:16Später!
24:20Der muss jetzt mal weg.
24:22Warum geht niemand mehr an seinen Festnetz-Apparat?
24:27Wo bist denn du?
24:29Am Kühlschrank.
24:31Davon gibt's viele in Berlin.
24:35Findest du dich zurecht?
24:36Danke, ja.
24:39Genießt du die Zeit mit dir?
24:40Ich?
24:41Total.
24:43Endlich niemand mit jemandem reden muss.
24:45Wundervoll, nicht?
24:46Tja.
24:50Na dann.
24:53Erzähl noch was von dir.
24:54Wenn ich nur wüsste, wo du...
24:57Wenn ich nur wüsste, wo du steckst.
25:06Papa.
25:07Hi.
25:11Tja.
25:12Wenn du wüsstest,
25:16Ich möchte, dass wir euch zusammenbleiben.
25:18Jede Minute, jede Sekunde, die uns noch bleibt.
25:23Hast du nicht gesagt?
25:24Du fliegst nächste Woche.
25:28Morgen?
25:30Unser letzter Tag.
25:32Ein für lange Zeit Abschied.
25:36Weißt du, wie komisch das ist?
25:38Man ist noch hier und alles, was man anfasst, das wird schon zur Erinnerung.
25:43Gesichter verblassen, Stimmen werden leiser.
25:47Man schüttelt ein paar Hände, aber erinnere mich, da ist man schon ganz weit weg.
25:52Abschied, das heißt doch nichts anderes als, dein Leben hat längst begonnen.
25:58Irgendwo anders.
25:59Oder, Papa, was meinst du?
26:09Nicht traurig sein.
26:18Ich hab das nicht gewonnen.
26:20Ich hab die Nerven verloren.
26:21Ist ja gut, Schatz, ist ja gut.
26:23Ich weiß.
26:25Du hast mir nie gesagt, dass du...
26:27Claudia, Claudia.
26:29Du hast dich Nerven für so eine Sache.
26:31Du hättest nie mitgemacht, wenn du das alles gewusst hättest.
26:41Der kann uns sich jederzeit hochgehen lassen.
26:48Es geht ihm doch gut, oder?
26:50Ich hab den doch nicht...
26:51Nein!
26:51Ich, ich...
26:52Es geht ihm doch gut.
26:58Die schlechte Nachricht zuerst.
26:59DNA-Bergleich ist sowohl bei den Zähnen als auch bei den Knochen chancenlos.
27:03Zu degradiert.
27:04Wir haben also keinen Beweis, dass es sich bei den Überresten um die Leiche von Horst Weihe handelt.
27:09Aha.
27:13Und, war er gut?
27:14Was?
27:15Dein Dentalluder.
27:18Ach, meine Jacke ist doch sicher aus der Reinigung zurück.
27:21Ja, klar.
27:25Wegen der Untersuchung, wir...
27:27Nein, nein, nein, nein.
27:28Es geht mir nicht um das Geisterskelett.
27:30Ich bin wegen dem Hotelmord hier.
27:33Meine Abendrunde mit der Elsner war ein einziges Fiasko.
27:36Er und seine Geschäftspartner vom Zoo hatten sich abgesprochen.
27:39Jedes Wort auswendig gelernt.
27:40Alles witzlos.
27:42Jetzt kannst du nur noch du mir helfen.
27:44Was ist mit der DNA?
27:46Waren das Elsners Hautpartikel?
27:49Unter den Fingernägen seines Bruders?
27:51Nein.
27:53Aber vielleicht interessiert dich ja doch noch was anderes.
28:00Hallo.
28:06Hey, das heißt...
28:09Etzel!
28:10Die Witwe und ihr Liebhaber!
28:18Wann haben Sie Michael Elsner kennengelernt?
28:21Vor einem halben Jahr.
28:22Vor einem halben Jahr?
28:23Das ist ja sensationell.
28:25Und Sie haben es trotzdem geschafft, gemeinsam eine fast dreijährige Tochter zu zeugen.
28:31Das ist ja...
28:32Wie sagt man dazu?
28:34Das ist ja ein Wunder der Natur.
28:37Also Sie sind mit Ihrem Ehemann so glücklich, dass Sie schon jahrelang einen Liebhaber haben.
28:43Jemand, der im Milieu zu tun hat.
28:46Jemand, der die Fähigkeit besitzt, bei einem Mord wegzugucken.
28:49Jemand, der Sie in dem Familienurlaub nach Indonesien begleitet.
28:52Michael Elsner war auch dabei, oder?
28:54Ja.
28:56Er war dabei.
28:57Aber Ihr Mann hat von alledem nichts gewusst.
29:01Ihr Mann ist nicht im Tsunami umgekommen, nicht wahr?
29:04Aber als das Seebeben kam, da war die große Chance da.
29:08Mitten unter diesen Tausenden von vermissten, denen lästigen Ehemann loszuwerden und vier Millionen einzusacken.
29:14War das Elsner's Idee?
29:16Nein, so war das nicht.
29:18Aber Sie müssen Ihren Mann doch gehasst haben, oder?
29:21Ich?
29:22Nein, warum?
29:23Weil der brillante Reiseveranstalter auch unter Ihrem Namen vier Millionen in den Pazifik-Sand gesetzt hat.
29:30Haben Sie ihm das nicht übel genommen, verdammt?
29:33Nicht ein bisschen.
29:35Frau Weyer, ich weiß, dass der Gerichtsvollzieher jede Woche bei Ihnen auf der Matte steht.
29:41Und dafür tragen Sie, weiß Gott, die geringere Schuld.
29:44Aber Sie können mir doch nicht erzählen, dass Sie Ihrem Mann nicht übel genommen haben, dass er Sie so in
29:48die Scheiße geritten hat.
29:52Aber ihn deswegen gleich umzubringen, dafür haben Sie gar nicht das Nervenkostüm.
29:57Das war die Idee von jemandem, der weniger Skrupel hat, der die Chance plötzlich mit der Lebensversicherung sieht.
30:03Das war Michael Elsners Idee.
30:06Ich?
30:08Sondern?
30:09Ich kann nicht mehr, ich kann nicht mehr.
30:16Kommen Sie bitte mit.
30:22Sie hatten also seit ungefähr drei Jahren ein Verhältnis mit Claudia Weyer.
30:28Aber Ihr Ehemann dachte, das Kind Ella sei von ihm.
30:32Nein.
30:34Diese Zähne hier wurden in einem Labor an Peking manipuliert.
30:38Aber irgendjemand muss den Auftrag dazu gegeben haben und irgendjemand muss sie dahin geschickt haben.
30:44Ja. Und?
30:45Wahrscheinlich ein Suchtrop, oder?
30:49Disaster Victim Identification Unit Abteilung Lambda 3.
30:53Das Dumme ist nur, diese Abteilung Lambda 3, die gibt's gar nicht.
30:57Und das soll jetzt beweisen, dass ich Horst Weyer umgebracht hab?
31:01Wer sagt denn, dass Horst Weyer nicht die Zähne dahin geschickt hat und sich jetzt irgendwo in Bangkok amüsiert?
31:07An diesem Paket sind eine Menge Fingerspuren auf vom Absender.
31:11Und sollte sich rausstellen, dass Ihre dabei sind, dann sind Sie aber dran.
31:23Das ist ja nett. Das LKA ist ja nicht gerade um die Ecke.
31:29Für mich hat es sich schon gelohnt.
31:34Willst du einen Kaffee?
31:41Ist das deins?
31:42Ja, Charlotte ist gerade vier geworden.
31:45Entschuldigung.
31:54Stark oder nicht so stark?
31:58Ich...
32:01Ich muss los.
32:07Tschüss.
32:16Das ist es nicht wert. Selbst vier Millionen nicht.
32:18Claudia.
32:19Die werden was finden an dem Paket, das du nach Peking geschickt hast.
32:22Und dann werden die dich verhaften wegen Mordes.
32:23Wegen Mordes an meinem Mann. Das ist Wahnsinn.
32:25Was ist so ein Schloss?
32:26Wir können nicht mehr zurück. Es ist zu spät.
32:27Wieso ist das zu spät? Red mit dem Hofer, bitte.
32:30Claudia, du verstehst es nicht.
32:31Dann erklärst du mir, warum können wir nicht mehr...
32:35Ich gehe jetzt da rein. Ich rede mit dir.
32:36Claudia, bitte. Claudia, Claudia!
32:39Es tut mir leid. Es tut mir leid.
32:51Ich war ein Idiot.
32:55Eifersucht ist doch nur ein ungeschickt verpacktes Kompliment.
33:00Ich werde dich auch nie wieder fragen, ob du was mit diesem Zahnarztrunder-Knaben hast...
33:03äh, hattest.
33:07Kannst du mir nicht verzeihen?
33:08Nein.
33:11Heute Abend bei mir. Ich koche nur für dich.
33:26Du warst ja richtig kreativ.
33:29Deine rosa Periode?
33:32Denkhilfe.
33:33Ist das nicht interessant?
33:36Die Zähne, die von Weihe gefunden wurden, das sind genau die, und nur die,
33:42an denen laut zahnärztlichen Unterlagen schon einmal gearbeitet wurde.
33:46Keiner mehr.
33:49Keiner weniger.
33:52Und?
33:53Naja.
33:55Interessant.
34:00Nein.
34:02Was ist?
34:06Weißt du noch, was du Joe und mir vorgeworfen hast?
34:09Zehn rosa Zähne?
34:10Und das Einzige, was ihr daran sehen könnt, ist ein Mann, der...
34:15Du hattest recht.
34:16Du hattest vollkommen recht.
34:18Joe und ich wollten einen Mann sehen, der seiner Frau wegrennt.
34:22Ja.
34:23Naja, das haben wir dann auch gesehen.
34:25Aber eben nur das.
34:33Soll man einem Mann eine zweite Chance geben?
34:36Och, niemanden zweiten Mann, der Herrste.
34:39Und wenn er sehr zerknirscht ist?
34:41Ach, wie zerknirscht ist er denn?
34:43Er kocht nur für mich.
34:45Oh.
34:56Heik, komm rein.
34:58Aber wenn Sie wählen könnten, welche würden Sie nehmen?
35:01Die Ticke.
35:01Auf jeden Fall die Ticke.
35:02Ja?
35:02Das ist der beste Herr.
35:03Hallo.
35:04Komm doch rein!
35:07Ich weiß gar nicht, was du hast.
35:08Der ist doch nett.
35:09Mit dem kann man sich wunderbar unterhalten.
35:11Ja, dann wünsche ich euch noch viel Spaß.
35:12Möchte ich gar nicht weiter stören.
35:20Ich brauche dafür zwei Stunden maximal.
35:23Vergiss es.
35:24Weißt du, was das ist?
35:26Ein Haftbefehl.
35:27Die Jungs von der Spurensicherung haben Elstas Fingerabdrücke auf dem Paket entdeckt.
35:31Er hat die Zähne von Indonesien nach Peking geschafft.
35:34Er hat Weih umgebracht.
35:35Ich habe an deiner Genialität nie gezweifelt.
35:37Gib mir doch zwei Stunden.
35:39Joe, ich kann dich vielleicht vor der größten Blamage deiner Karriere bewahren.
35:42Okay, dann sag mir, was du vorhast und wir können drüber reden.
35:48Und warum nicht?
35:49Weil es vielleicht die größte Blamage meiner Karriere wird.
35:53Na, schaff doch Vertrauen.
35:54Also?
35:55Na gut, dann sagst du mir nicht, was du vorhast.
35:57Dann sag mir, was ich machen soll.
36:18Hör zu, wenn ich den Knopf drücke, dann bist du sofort bei mir, ja?
36:22Aber sofort.
36:23Ja.
36:24Ja.
36:25Ja.
36:26Ja.
36:31Ich dachte, Sie wollten mir ein paar Fragen stellen.
36:34Wie war das Wetter in Indonesien?
36:42So kommen wir doch nicht weiter, Herr Elstner.
36:45Erzählen Sie es mir nochmal.
36:47Zum dritten Mal.
36:51Dann, Sie haben es nichts anderes?
36:53Wir sind doch nicht zum Vergnügen hier.
36:56Häng auf den Tisch!
36:58Oh, Entschuldigung.
36:59Ich bin hier aus Versehen an den Alarmknopf gekommen.
37:01Pause.
37:05Kommen Sie bitte.
37:09An einigen Stellen passt das, aber an anderen nicht.
37:14Die Stellen, die rosa markiert sind, stimmt's?
37:17Stimmt.
37:18Das sind die Zähne, die sich Horst Weyer nach seinem Urlaub in Indonesien durch Prothesen
37:22ersetzen ließ.
37:24Und die alten, abgekauten, überkronten, die er danach nicht mehr brauchte, die bekamen
37:31wir.
37:32Aus den Fluten auferstanden.
37:34Der Mann, der bei euch im LKA sitzt, ist Horst Weyer.
37:37Wenn Weyer sich eine neue Identität gegeben hat, dann doch die von einem Toten.
37:44Scheinbar nicht.
37:48Erinnerst du dich an die Fragen zum Mordfall im Hotel?
37:51Als er seinen Bruder nicht erkannte.
37:52Ja, aber abends hat er dann alle Antworten parat gehabt, so als hätte er sie sich von
37:57irgendjemandem geholt.
37:58Und was einmal geklappt hat, danke, glaube ich.
38:01Bitte.
38:13Okay, Herr Elsner, das war's dann.
38:17Dankeschön.
38:18Wir haben nur noch ein paar Details, die wir abgleichen müssen zwischen Ihnen und
38:23Frau Elsner zum Zwecke der Klärung eines Sachverhalts.
38:26Meiner, äh, Ihre Schwägerin.
38:28Wir werden die Frau Ihres Bruders morgen früh kurz dazu bitten und...
38:32Mich, meine Schwägerin zusammen?
38:35Ja, das ist doch nur eine Kleinigkeit.
38:37Und damit wäre die Sache dann für Sie erledigt.
38:39Danke und auf Wiedersehen.
38:40Auf Wiedersehen.
38:52Robert, es geht los.
39:03Das hast du ihm gesagt.
39:05Aber der echte Elsner hat ja gar keine Schwägerin.
39:07Aber wie will war ja das mit Sicherheit wissen?
39:10Dass er seinen eigenen Bruder umgebracht haben soll, war ja auch eine böse Überraschung
39:14für ihn.
39:14Dann werden wir ja möglicherweise gleich eine herrliche Schlägerei zwischen zwei Elsners
39:18erleben.
39:35Ja, Frau Elsner, ich hab die Lügen satt, du Schwein.
39:39Er ist der Bruder, den du umgewacht hast.
39:41Jetzt eine Schwägerin, von der keiner was weiß.
39:43Komm, sag mir Ihren Namen, ich muss mit dir sprechen.
39:47Ja?
39:48Wo ist Ihr Mann?
39:49Mein Freund war doch bei Ihnen zur Befragung.
40:04Rolf hat nie geheiratet.
40:06Scheiße, du lügst doch!
40:09Es gibt keine Schwägerin.
40:12Sagst du jetzt die Wahrheit?
40:17Nichts.
40:24Wo ist sie eigentlich hin?
40:31Frau Elsner, Sie wissen, dass ich es war.
40:38Dass du was warst, oh Gott.
40:40Wie hast du ihn alles...
40:41Claudia, bitte geh ins Haus.
40:42Ella braucht dich.
40:44Ist das doof?
40:45Hab ich...
40:46Claudia, halt den Mund!
40:47Ich war's.
40:49Ich hab ihn also da rumgebrochen.
40:56Vielleicht überlebt er die Nacht, aber nicht den Krebs.
41:00Elsner wusste, dass er stirbt und hat Horst Weyer seine Identität verkauft.
41:04Name, Ausweis, Unterlagen.
41:06Der eine kriegt einen Neuanfang ohne Schulden, der andere ein bisschen Kohle für einen erträglichen Abgaben.
41:11Und als Horst Weyer in die Bredouille kam wegen der Mordsache,
41:14da hat Elsner ihm ein bisschen mehr verlangt, um ihm da rauszuhelfen.
41:16Aber offensichtlich hat er übertrieben.
41:18Darf ich hier was fragen?
41:20Sie hatten doch die Chance.
41:22Haben Sie mal überlegt, wirklich neu anzufangen?
41:24Ich meine, also, richtig?
41:27Wenn man die richtige gefunden hat?
41:38Na, du wärst Zigaretten holen und wieder nach Hause gegangen.
41:42Ja, und du?
41:44Du würdest deine Witwe nie nochmal heiraten.
41:47Ja, du wärst Zigaretten holen und wieder nach Hause gegangen.
42:17Ich finde die Chance.
42:19Ich finde die Chance.
42:20Annergs inety index.
42:21Annergs inna.
42:21Oh, Mann.
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