Heute vor 84 Jahren wurden die letzten Juden aus Bonn in die Lager nach Osteuropa deportiert. Doch wie genau liefen die Deportationen ab und was geschah davor? Von den sogenannten „Judenhäusern“ über das Benediktinerinnen-Kloster Endenich, das als Sammellager diente, bis hin zu den grausamen Transporten in die Vernichtungslager. Erfahre mehr über die erschütternden Bedingungen in den Lagern und das Schicksal der Bonner Jüdinnen und Juden auf ihrer letzten Reise. Eine Geschichte, die wir niemals vergessen dürfen. #history #geschichte #wirsindmehr #wissen #jewishhistory #deutschegeschichte #gedenken #gegendasvergessen #mutzurwahrheit
Gedenkstätte Bonn für die Opfer des Nationalsozialismus:
https://gedenkstaette.bonn.de/index.php
Projekt zum Widerstand im Rheinland:
https://www.rheinische-geschichte.lvr.de/Projekte/Widerstand-im-Rheinland-1933-1945
Projekt zur Geschichte von NS-Juristen in der Rosenburg in Bonn-Kessenich:
https://www.bmjv.de/DE/ministerium/geschichte/rosenburg_projekt/rosenburg_projekt_node.html
Das sind meine Themen:
00:00 Intro
00:39 Wie viele Juden lebten vor der Shoah in Bonn?
02:16 Vorstufe der Deportationen: Die "Judenhäuser"
02:52 Suche nach einem Durchgangslager für Bonn
03:13 Die verschiedenen Typen der Konzentrationslager
04:23 Wer hat die Konzentrationslager erfunden?
05:07 Sammel- und Speziallager
05:27 Das Durchgangslager in Bonn
06:51 Die Bedingungen im Bonner Lager
10:46 Die Deportationen der Bonner Juden
13:47 Schicksal der Bonner Juden
Gedenkstätte Bonn für die Opfer des Nationalsozialismus:
https://gedenkstaette.bonn.de/index.php
Projekt zum Widerstand im Rheinland:
https://www.rheinische-geschichte.lvr.de/Projekte/Widerstand-im-Rheinland-1933-1945
Projekt zur Geschichte von NS-Juristen in der Rosenburg in Bonn-Kessenich:
https://www.bmjv.de/DE/ministerium/geschichte/rosenburg_projekt/rosenburg_projekt_node.html
Das sind meine Themen:
00:00 Intro
00:39 Wie viele Juden lebten vor der Shoah in Bonn?
02:16 Vorstufe der Deportationen: Die "Judenhäuser"
02:52 Suche nach einem Durchgangslager für Bonn
03:13 Die verschiedenen Typen der Konzentrationslager
04:23 Wer hat die Konzentrationslager erfunden?
05:07 Sammel- und Speziallager
05:27 Das Durchgangslager in Bonn
06:51 Die Bedingungen im Bonner Lager
10:46 Die Deportationen der Bonner Juden
13:47 Schicksal der Bonner Juden
Kategorie
📚
LernenTranskript
00:00Heute vor 84 Jahren wurden die letzten Juden aus Bonn in die Lager nach Osteuropa deportiert.
00:06Ihr seht, in diesem Video möchte ich mich einem mir sehr wichtigen Thema witwen.
00:11Denn ich bin in Bonn geboren und habe einige Zeit in der Gedenkstätte hier gearbeitet.
00:15Aus dieser Zeit stammen auch die folgenden Informationen.
00:18Doch wie genau wurden die Deportationen vorbereitet und wie liefen sie ab?
00:22Zunächst wurden die Bonner Juden in einem Sammellager in Bonn-Endenich
00:26und später in den Messehallen in Köln.
00:28Die zu einem Durchgangslager umfunktioniert wurden, gesammelt.
00:32Am 18. Juni 1941 mussten die ersten Bonner Juden in das Kloster der ewigen Anbetung in Ende nicht umziehen.
00:39Doch wie viele Juden lebten eigentlich vor der Schur in Bonn?
00:43Die jüdische Gemeinde in Bonn gehörte tatsächlich, gemessen an der Einwohnerzahl, zu einer der größten im Rheinland.
00:50Etwas mehr als 1200 Jüdinnen und Juden lebten in Bonn und Umgebung.
00:55Knapp 1000 direkt im Bonner Stadtgebiet.
00:58Aufgrund des Progroms 1938 und der verstärkenden Nierungen seitens der Nazis,
01:03die Juden aus Deutschland zu vertreiben, sank die Zahl 1939 auf 679.
01:10Übrigens heute zählt die Gemeinde in Bonn wieder ungefähr 1000 Mitglieder,
01:15denn viele Jüdinnen und Juden aus der Sowjetunion kamen nach dem Ende des Zeiten Krieges 1990 wieder zurück nach Deutschland.
01:23Jüdinnen und Juden machten weniger als ein Prozent der Bevölkerung aus.
01:27Nur 0,74 Prozent der Bonner Bevölkerung waren Juden.
01:31Nicht anders waren die Zahlen in anderen Städten Deutschlands.
01:34Unter den Juden in Bonn war ein hoher Anteil Selbstständiger.
01:37Das wissen wir von der Volkszählung 1933.
01:41Über die Hälfte, 305, waren Kaufleute, Händler, Metzger und Fabrikanten, also Fabrikbesitzer.
01:4830 Bonner Mitbürger gaben bei der Volkszählung einen akademischen Beruf, wie Jurist oder Arzt an.
01:53Dieser Quersche zeigt, dass Jüdinnen und Juden vor 1933 gut in Bonn integriert waren
02:00und sich eine bürgerliche Existenz hatten aufbauen können.
02:03Die einzelnen Phasen der Verfolgung könnt ihr anhand meiner anderen Videos zur antijüdischen Gesetzgebung nachvollziehen,
02:09aber ich möchte mich heute mit der letzten Phase, den Deportationen und ihrer Vorbereitung beschäftigen.
02:15Vorstufe zu den Deportationen war der Umzug in sogenannte Judenhäuser.
02:19In Bonn gab es 37 davon.
02:21In diesen fremden Miethäusern mussten ganze Familien in einem Zimmer hausen.
02:26Jetzt waren sie nicht nur fast ihrer ganzen Besitztümer beraubt,
02:29denn natürlich konnten sie viele ihrer Möbel und Besitzgegenstände nicht mitnehmen,
02:34nachdem die Bonner Nazis ihnen ihre Häuser und Wohnungen genommen hatten.
02:38Nein, auch Privatsphäre war für die Bonner Jüdinnen und Juden von nun an ein kaum zu findendes Gut.
02:44Diese Ghettoisierung innerhalb Bonns war aber nur ein erster Schritt auf dem Weg zur endgültigen Deportation
02:49in die Vernichtungslager nach Osteuropa.
02:52Während im Oktober 1939 das erste polnische Ghetto errichtet wurde
02:56und im Mai 1940 das Konzentrationslager Auschwitz errichtet wurde,
03:01suchten die Nationalsozialisten in Bonn noch nach einem geeigneten Durchgangslager für die nidische Bevölkerung.
03:08Diese temporären Lager wurden überall in Deutschland und Westeuropa eingerichtet.
03:12Hier ein kleiner Exkurs zu den verschiedenen Lagertypen, denn es gab weitaus mehr als nur die Vernichtungslager im Osten.
03:20Konzentrationslager oder KL, diese Abkürzung war von 1945 üblich,
03:25ist nur der Oberbegriff für die Internierungslager, die die Nazis in ganz Europa errichteten.
03:31Von den Vernichtungslagern gab es insgesamt nur sieben.
03:34Neben Auschwitz waren das Majdanek in der Nähe von Lublin, Belzec, Sobibor, Treblinka, Jasenova in Kroatien und Kelmo oder Kulmhof.
03:44Das erste Lager entgegen eine Gaskammer eingerichtet wurde und das noch vor Kriegsende geräumt wurde.
03:50Durchgangs- oder Transitlager waren die letzte Station vor dem Weitertransport in eines der sieben Vernichtungslager.
03:57Dann gab es noch diverse Außenlager, Außenstellen von Vernichtungslagern wie Zwangsarbeiterlager.
04:03Sie dienten der Ausbeutung der meist-slawischen Bevölkerung als Arbeitsslaven für die deutsche Industrie.
04:09Hier konnten Richtungsbetriebe und andere deutsche Firmen Zwangsarbeiter rekrutieren.
04:13Dann gab es noch die aus dem Ersten Weltkrieg bekannten Kriegsgefangenen und Internierungslager,
04:19die normale Häftlinge und eben Kriegsgefangene beherbergten.
04:23Wusstet ihr eigentlich, dass der Begriff Konzentrationslager keine deutsche Erfindung ist?
04:28Concentration Camps sind tatsächlich eine britische Erfindung.
04:31Natürlich nicht die Vernichtungslager.
04:33Im Zweiten Burenkrieg in Südafrika Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts deportierten die Briten die afrikanische Zivilbevölkerung in
04:42solche Lager.
04:43Damit wollte man die Buren zur Aufgabe ihres Widerstands zwingen.
04:47Die katastrophalen Zustände in diesen Lagern führten zu Tausenden von Todesopfern.
04:52Was die britische Regierung zwar billig in Kauf nahm, aber anders als die Vernichtungslager der Nazis zielten die Briten nicht
04:59darauf ab, aus den Buren Arbeitsschlaven zu machen oder planten einen Völkermord an den Buren.
05:05Zurück zu den Lagern der Nazis.
05:06Der letzte Typ waren Sammel- oder Speziallager, wie das einzige Frauenlager in Ravensbrück oder das Lager für Jugendliche in
05:14Norwing.
05:14Zählt man alle verschiedenen Lagertypen und Lebenlager zusammen, gab es nach 1949 rund 1000 verschiedene Konzentrationslager in Deutschland und den
05:24von Deutschland gesetzten Gewicht.
05:26Also war es gar nicht so ungewöhnlich, dass für die Bonner Juden 1941 ein lokales Durchgangslager gesucht wurde.
05:33Ungewöhnlich war aber die Wahl, das Benediktinerinnenkloster zur ewigen Anbetung.
05:38Am 30. April 1941 wurden die 140 Ordensschwestern vertrieben und die Kloster im Zuge der reichsweiten Aktion Klostersturm beschlagnahmt.
05:49In den Jahren 1940 bis 1942 wurden mehr als 2000 Klöster von den Nazis für ihre eigenen Zwecke beschlagnahmt.
05:57Ein ähnlicher, wenn auch kleinerer Raubzug gegen katholische Einrichtungen als die Zerstörung der Giedenagogen, Häuser und Wohnen.
06:04Die Gestapo in Bonn hatte übrigens noch Glück, das Kloster als Internierungslager nutzen zu können.
06:10Denn drei Monate später, am 30. Juli 1941, verbot Hitler höchstpersönlich weitere Beschlagnahmungen.
06:17Die Aktionen hatten große Unruhen in der Bevölkerung ausgelöst, besonders im katholischen Rheinland in den Bayern.
06:23Schließlich konnten ab Juni die ersten Bonner Juden in die winzigen Zellen der Benediktinerinnen einziehen.
06:30Hier wurden übrigens nicht nur die knapp 680 Mitglieder der jüdischen Gemeinde in Bonn einkwartiert.
06:35Nein, das kleine Kloster, das zuvor 140 Menschen eine Zuflucht bot, beherbergte neben den 680 Bonner Juden auch Juden aus
06:45der Voreifel.
06:46Die hier auf den Weitertransport in die Vernichtungslager warten mussten.
06:50Wie waren die Bedingungen in dem Lager?
06:52Wir haben Glück, dass es mehrere Berichte über die Umstände in dem Bonner Lager gibt.
06:57Das Lager in der Kapellenstraße 6 in Endenich wurde nämlich von einem nichtdienstlichen Arzt, Dr. Josef Kill, betreut.
07:04Auch mussten solche Lager eine Selbstverwaltung einrichten, die für die Kommunikation mit der Gestapo zuständig war.
07:11Solche Selbstverwaltungen gab es auch in den osteuropäischen Konzentrationslager.
07:15Sie konnten meist nicht mehr tun, als so lange wie möglich Weitertransporte in die Vernichtungslager hinaus zöger.
07:22In Theresienstadt musste der Lagerälteste nämlich Listen anfertigen, wer auf den nächsten Transport nach Auschwitz geschickt wurde.
07:30Dies blieb Sieglund Weyer dem Lagerältesten in Endenicher Lager erspart.
07:34Allerdings erreichte er mit seinen Eingaben an das Bonner Wirtschafts- und Ernährungsamt wegen einer unzureichenden Versorgung mit Lebensmitteln auch
07:42nichts.
07:42So schrieb er Ende April 1942, dass die letzten Kartoffeln, die an die Lagergemeinschaft im Dezember 1941 geliefert worden waren,
07:52verschimmelt waren und auch die versprochenen Steckkrisen noch nicht eingetroffen waren.
07:56Und er große Probleme habe, auch nur eine Mahlzeit pro Tag anbieten zu können.
08:01Mutig finde ich den versteckten Vorwurf, dass die Juden im Kölner Lager wohl besser verfliegt werden.
08:07Und Weyer gibt auch zu bedenken, dass die meisten der jüdischen Lagerinsassen, darunter auch Teenager, schwere Arbeit leisten müssen.
08:15Denn während die Juden auf ihre Deportationen warten, sitzen sie natürlich nicht die ganze Zeit unnütz im Klostergarten herum oder
08:23haben Zeit zu lesen.
08:24Bis auf wenige Ausnahmen müssen alle Juden in Bonn seit März 1941 Zwangsarbeit in verschiedenen Betrieben leisten.
08:31Viel schlimmer, wie der Vermerkündner aufklärt, wurden die faulen Kartoffeln absichtlich an das Lager geschickt.
08:39Siegmund Mayer kam übrigens mit dem letzten Transport vom 27. Juli 1942 nach Theresienstadt und wurde später, wie fast alle
08:47Juden, in Theresienstadt nach Auschwitz deportiert.
08:51Über die katastrophalen hygienischen Zustände im Lager berichtet Dr. Kill.
08:55Er hatte jüdische Patienten, die in das Lager umziehen mussten und deswegen machte er seine Hausbesuche dort.
09:02So berichtet er von dem trostlosen Anblick der zwischen ihren mitgebrachten Möbeln und Möbelchen herumirrenden, namentlich älteren und verzweifelten Leuten.
09:11Eine seiner älteren Patientinnen musste vor zehn anderen Gefangenen auf einem Putzeimer ihren ruheartigen Darmkatar entleeren.
09:19Es fehlte jeglicher Krankenstuhl für Sonderfälle, anscheinend auch die Bettpfanne.
09:23Noch schlimmer war die Tatsache, dass die Gestapo der jüdischen Gemeinschaft im Sommer immer wieder das Wasser abstellte.
09:31Nur wenige Stunden am Tag konnten sie sich waschen oder Wasser zum Kochen und Trinken erhalten.
09:37Und das, obwohl sie Schwerstarbeit leisten mussten.
09:39Häufig in Fabriken oder bei der Müllabfuhr und nicht in einer sauberen Schreibstube.
09:44Dr. Kill reichte seinen Bericht mit der Mahnung ein, dass eine Ausbreitung der Ruhr unter den Lagerinsassen auch auf die
09:52Bonner Bevölkerung übergreifen konnte, beim Oberbürgermeister ein.
09:56Mit dem Resultat, dass er von der Gestapo mehrmals verhört wurde wegen Judenfreundlichkeit.
10:01Schlimmer als die hygienischen Zustände, dürfen die meisten Juden jedoch unter den beengten Verhältnissen und der nicht vorhandenen Privatsphäre gelitten
10:10haben.
10:10In den kleinen Klosterzellen mussten zum Teil Familien mit 20 Personen samt Hausrat unterkommen.
10:16Sie durften das Lager auch nur zu bestimmten Zeiten verlassen und in speziellen Geschäften kaufen.
10:21Und sogar der Weg, den sie zu ihrer Zwangsarbeitsstätte zurücklegen sollten, wurde ihnen vorgeschrieben.
10:27Die Zwangsgemeinschaft der verschiedenen jüdischen Familien versuchte in dem Jahr im Endenicher Lager auch unter den schweren Bedingungen ein bisschen
10:36Würde und Kultur zu erhalten.
10:38Es gab eine Lagerbibliothek und Siegfried Winterberg, ein ehemaliger Lehrer, organisierte sogar eine Lagerschule für die Kinder.
10:44Die Wartezeit hatte dann im Sommer, fast genau ein Jahr nach dem ersten Einzug von Bonner Jüdinnen und Juden, in
10:51das Durchgangslager ein Ende.
10:53Am 14. Juni 1942 begannen die ersten Transporte nach Köln-Deutsch, dessen Bahnhof als zentraler Sammelpunkt für die Deportationen aus
11:02dem gesamten Rheinland fungierte.
11:04Von da aus ging es in überfüllten Personen, manchmal sogar in Güterwaggons mit über 1000 Mitreisenden nach Sobibor, Theresienstadt und
11:13Mali-Trosten.
11:13Die Züge waren meist vier Tage unterwegs. Oft gab es während der ganzen Zeit kein Wasser und kein Essen.
11:20Auch sanitäre Anlagen wie Toiletten waren für die Jüdinnen und Juden nicht vorgesehen.
11:25Auf der Fahrt ging meist ein Eimer um. Viele Fahrende, meist Ältere und Kranke, starben bereits während der Fahrt.
11:32Die anderen mussten dann die restliche Fahrt über den Waggon mit den Leichen teilen, denn sie wurden erst am Bestimmungsort
11:40entsorgt.
11:40Im ersten Transport wurden arbeitsfähige Männer im Ghetto Lublin bzw. Maldaneck von den anderen Reisenden und ihren Familien getrennt.
11:49Der Rest wurde in das Verlichtungslager Sobibor gebracht und dort in den Gaskammern ermordet.
11:54Im zweiten Deportationszug vom 20. Juni 1942 befanden sich über 100 Kinder unter zehn Jahren.
12:02Sie wurden zusammen mit den Erwachsenen nach Mali-Trostenitz, einem der größten Verlichtungsorte im Nähe von Minsk, der Hauptstadt von
12:09Belarus, damals die Sowjetunion, deportiert.
12:12Da das Lager nur begrenzte Kapazitäten hatte, wurden alle Insassen des Zuges vermutlich in der Aktion vom 25. bis zum
12:2127. Juli ermordet.
12:23In einem Tätigteitsbericht der SS-Soldaten, die für die Lagerbewachung des Minsker KL verantwortlich waren, heißt es,
12:32am 21., 22. und 23. Juli werden neue Bruben ausgehoben.
12:38Am 24. Juli trifft bereits wieder ein Transport mit 1000 Juden aus dem Reichsjahr ein.
12:44Offensichtlich wurde das Lager häufiger mit neuen Judentransporten regelrecht überschwemmt.
12:49Weiter heißt es, am 28. Juli, also vier Tage nach der Ankunft des Kölner Transports, im Minsker russischen Dezio, 6000
12:59Juden werden zur Grube gebracht.
13:01Am 29. Juli werden 3000 deutsche Juden zur Grube gebracht.
13:06Das heißt, in zwei Tagen brachte die SS fast 10.000 Juden aus dem Deutschen Reich in und verscharrte sie
13:12in Gruben im Wald von Blago-Worfs-Hüna.
13:15Die letzten beiden Deportationszüge vom 15. und 26. Juni 1942 mit Bonner Judinnen und Juden hatten das KL Theresienstadt in
13:26der Nähe von Prag zum Zius.
13:28Dieses Lager war anfangs vor allem für prominente und sogenannte privilegierte Juden vorgesehen.
13:34Aber hier wurden auch besonders viele alte Juden interniert und mehr oder minder sich selbst überlastet.
13:40Die meisten wurden später in ein anderes Vernichtungslager, vor allem nach Treblinka und Auschwitz, deportiert.
13:46Das Schicksal eines Juden aus Bonn war somit die Dijit, sobald sein Name auf einer der Transportlisten stand.
13:52Der Zielort befimmte lediglich die Methode und den genauen Zeitpunkt seiner Ermordung.
13:58Entweder durch Erschießen im Wald oder langsamer durch Zwangsarbeit, Hunger und Krankheit.
14:04Und schließlich in den Gaskammern von Auschwitz-Bürkenau.
14:07Von den ca. 700 Bonner Juden überlebt sie weniger als 10.
14:11Hier einige ausgewählte Bilder der Auffache.
14:25Untertitelung des ZDF für funk, 2017
Kommentare