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  • vor 2 Tagen
Der große Unbekannte, der Häppchen so zielstrebig nachsteigt, entpuppt sich als ein guter, um nicht zu sagen sehr guter alter Bekannter. Er taucht sogar in der Praxis auf, was in Dr. Wittkugel eine „unerklärbare“ Unruhe auslöst. Aber bei dem Andrang der Patienten hat er wenig Zeit für diese Regungen. Opitz sieht ein, dass Weglaufen keine Lösung ist, er trifft sich mit Juliane in einem Café. Einige Tische weiter erwartet Herr Pohl, der alte Bekannte, Häppchen. Oswald Baumanns Geburtstag wird natürlich nicht vergessen. Die beste Gelegenheit für Häppchen, ihren neuen Führerschein zu präsentieren und die Herren Wittkugel, Ole Peters und Laban aufs Land zu fahren. (Text: MDR)

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Transkript
00:03Bitte Sie verzeiht, ich wollte zu Frau Habmeier.
00:06Fräulein Habmeier. Ja, sie ist nicht verheiratet.
00:09Ach so.
00:09Aber eine sehr nette Frau, nicht? Kann Ihnen jeder hier im Hause bestätigen. Sie ist sehr beliebt.
00:14Nur Sie treffen Sie gar nicht an zu Hause. Sie ist Schwester bei einem Zahnarzt in der Praxis.
00:18Und wo arbeitet dieser Zahnarzt?
00:20Die sind ja gar kein bisschen informiert.
00:22Ich war sehr lange Zeit nicht hier.
00:23Naja, die Praxis wurde doch rekonstruiert.
00:25Ja.
00:25Und nun sind die beiden wieder in der neuen Praxis.
00:28Ach, in der neuen Praxis.
00:30Wo war die gleich?
00:31Ja, ja, ich kann es mir schon vorstellen, dass Sie Ihre Zähne wegen dem Zahnarzt und seiner Helferin hinterherlaufen.
00:37Das hat schon manch einer gemacht.
00:39Pass mal, ob ich erkläre Ihnen das mal.
00:40Sie müssen zunächst mal hier immer geradeaus gehen.
00:43Immer geradeaus, ja.
00:44Und dann links die Äckerung.
00:48Die Konfitüre hat Frau Strowisch selbst eingekocht.
00:53Was passt dir denn nicht?
00:56Alles.
00:59Na, dir scheint es ja zu schmecken.
01:03Du solltest auch was essen.
01:05Wer doziert denn immer?
01:06Das Frühstück sei die wichtigste Mahlzeit.
01:08Gerade diesen solle man...
01:09In Ruhe genießen, ja.
01:12Kunststück.
01:13Gehst du nun hin?
01:15Wo soll ich denn hingehen?
01:17Na, zu dem Maler Hans-Prikot-Leid.
01:21Heike, wo bleibst du denn?
01:23Das Frühstück fällt aus.
01:25Das Labor hat Lieferung bekommen und Jörg ist in der Gips runtergefallen.
01:27Ja, das sieht man.
01:28Auf dem Flur?
01:30Ja.
01:30Und gleich beginnt die Sprechstunde.
01:32Wenn Sie den Gips erst überrum tragen, ich geh mal.
01:34Entschuldige, ich stehe.
01:44Ach, Raii.
01:45Also wie ist denn das passiert?
01:46Ich hab ja nicht gut sehen können.
01:48Na, das war wohl eher, wer kann den größten Stapel balancieren?
01:51Nein, bloß nicht.
01:52Wollen Sie uns eingipsen?
01:54Kann ich etwas helfen?
01:56Um Gottes Willen, bleiben Sie stehen.
01:58Ihr Angebot ist lieb, Herr Karalus, aber es reicht, wenn wir uns leist machen, ne?
02:03So.
02:03Ich glaube, das reicht.
02:04Den Rest schaff mal mit dem Staubsauger.
02:07Warte mal.
02:08So.
02:09Also, dann geh ich mir mal schon die Hände waschen, denn so kann ja keiner von uns ins Verhandlungszimmer.
02:16Wie ist denn das denn wirklich passiert?
02:19Eins musste ich ja fallen lassen.
02:20Den gibst du das Radio, ne?
02:22Habe ich mich dann für den Gips entschieden.
02:24Das Radio hat aber weniger gestorbt.
02:26Und was wird der Opitz dazu sagen?
02:28Wenn ich daran denke, da hätte ich besser das Radio fallen lassen sollen.
02:34Guten Tag.
02:35Oh.
02:36Tja, was sagen Sie, finde ich hier Frau Viktoria Habmeier?
02:39Ja, und das Wartezimmer finden Sie dort.
02:43Ja.
02:45Es wird dem Doktor aber gar nicht gefallen, dass die Patienten nach der Schwester nicht nach dem Arzt fragen.
02:49Und welcher Patient ist denn so verblendet?
02:51Oh, Dr. Wittkugel.
02:53Ein neuer Patient, glaube ich, ist gerade ins Wartezimmer gegangen.
02:56So ein großer, dunkler.
03:11Heike, heute erst mal keine Neuanmeldung zu mir, hm?
03:15Ist Frau Strohbüsch da?
03:16Natürlich, im Sprechzimmer.
03:17Ja.
03:23Frau Kollegin.
03:24Großer Kollege.
03:30Na, ich wollte mich nochmal erkundigen, wie Sie so zurechtkommen.
03:34Ja, wie Sie, nehme ich an.
03:36Ja.
03:37Na ja, an manchen Tagen, das ist schon ein bisschen viel.
03:41Ja.
03:41Man gewöhnt sich dran, früh oder Abend zum Zahnarzt zu gehen.
03:44Wieso?
03:45Wollen Sie mir was abnehmen?
03:47Nein, nein, die Einteilung macht ja Häppchen nicht.
03:49Ja, ich beklag mich ja auch nicht.
03:50Ja.
03:52Aber man macht sich Gedanken, ob wir beide da auf die Dauer ausreichen werden.
03:57Arbeit hat noch keinem geschadet.
04:01Komisch, was?
04:03Das kann ich kaum meiner Vorstellung, wenn er nicht weiß, wie keine Arbeit schaden kann.
04:10Hm, na.
04:12Ne, also ich weiß nicht.
04:13In unserem Fall.
04:16Gesunde Zähne wären mir lieber als diese ganze Karies- und Paralympose-Landschaft.
04:20Hm.
04:23Wenn nachher ein Patient zu Ihnen kommt, so ein großer, mit dunklen Haaren, neuer,
04:33dann erkundigen Sie sich doch mal so beiläufig, was er macht und warum er kommt und so weiter.
04:41Warum wird einer schon zum Zahnarzt kommen?
04:44Aber gut, wenn der Patient Sie so interessiert, dann nehmen Sie ihn doch.
04:48Nein, nein, es ist vielleicht besser, wenn er nicht zu mir käme.
04:55Ja, also dann, schönen Tag noch, Kollegin.
05:00Danke.
05:01Heike.
05:02Oh, Heike, ja.
05:06Heike, rufen Sie den Ersten rein.
05:08Ja.
05:12Und nun zu etwas anderem.
05:14Ihr seid als Rentner doch immer noch Bauern.
05:17Eure Erfahrungen sind unser Schatz.
05:19Wir brauchen euch.
05:21Wie früher den Rat der Weisen.
05:23Ja, ja.
05:24Wer redet da noch vom alten Teil?
05:26Ja.
05:27Und nun zu etwas anderem.
05:33Ein Nutria.
05:35Den haben wir geschenkt bekommen.
05:38Ein wertvoller Zuchtbock.
05:41Wir sind nun alle der Meinung, dass es uns nicht gerade schaden würde, wenn wir in absehbarer Zeit exportfähige Nutria
05:47-Pelze als zusätzliches Produkt unserer Genossenschaft bringen würden.
05:51Was meint ihr, Futtergrundlage wäre kein Problem, oder?
05:56Was fressen die denn?
05:58So ziemlich alles.
06:02Unterbringung wird in einem Monat möglich.
06:04Auf dem Gelände der alten Gewächshäuser am Schneiderhof.
06:07Ratten hatten wir doch schon mal hier.
06:09Und das soll was bringen?
06:13Zugegeben.
06:14Als Tier sieht er nicht gerade schön aus.
06:16Aber sein Pelz bringt was.
06:19Doch was rede ich.
06:21Da habt ihr ihn.
06:23Wieso?
06:25Na, ich denke, ihr könntet das übernehmen.
06:27Futter bekommt ihr von der Genossenschaft und in der Schule gründen wir eine Arbeitsgemeinschaft.
06:31Ihr sollt die Farm übernehmen bis dahin.
06:34Das mag ja alles angehen.
06:36Die Farm übernehmen.
06:37Das wollen wir ja auch gerne machen, Frau Vorsitzende.
06:40Ist ja mal nur ein Pech, dass die Farm noch nicht gebaut ist.
06:43Nicht wahr?
06:43Ja, stimmt.
06:44Und zu Hause wirft mich meine Alte mit der Ratte glatt raus.
06:48Das kann keiner von uns verlangen.
06:50Also, nichts für Ungut.
06:52Wenn die Farm fertig ist, dann übernehmen wir sie gerne.
06:56Aber solange ist das Vieh hier noch ihrs.
06:58Ja, stimmt.
07:22Das ist wirklich toll, das Gefährt.
07:27Mit dem sie ihren ollen Vieh-Doktor wieder mobil machen wollen.
07:29Der Wagen war vorher auch für Sie geplant.
07:38Dr. Baumann, nehmen Sie mir dieses Tier ab.
07:41Es ist der Stammhalter für Ihr Nebenprodukt der Genossenschaft.
07:44Also, das hätten Sie jetzt nicht sagen sollen.
07:47Nebenprodukt.
07:48Sehen Sie?
07:48Er guckt ganz grimmig.
07:51Er muss provisorisch untergebracht werden.
07:53Und ich weiß nicht, wo ich ihn unterbringen soll, bis die Farm fertig ist.
07:57Nehmen Sie ihn vorübergehend?
07:59Vorübergehend leider nicht.
08:00Ich muss in die Stadt.
08:01Ich hätte nicht gedacht, dass Sie so nachtragend sein würden.
08:05Was?
08:06Ich nachtragend?
08:07Ach, Sie nehmen ihn also.
08:09Das ist schön.
08:10Aber ich muss wirklich in die Stadt.
08:12So.
08:12Naja.
08:14In Gottes Namen.
08:17Dankeschön.
08:25Alter Brunnenbär.
08:30Guten Tag.
08:33Guten Tag.
08:34Guten Tag.
08:34Guten Tag, Herr Oberarzt.
08:36Na, Sie haben aber Frauen.
08:38Na ja, ich bin jede freie Minute auf dem Platz.
08:40Na dann.
08:42Ja, also, ich störe doch hoffentlich nicht Ihren Arbeitsablauf.
08:45Durchaus nicht.
08:46Wir haben heute mal so ein ganz erstaunlich Ruhentag.
08:48Hm, vorhin haben noch zwei Patienten telefonisch von der Arbeit aus abgesagt.
08:52Tja.
08:53Planerfüllung geht vor Zahnfüllung.
08:55Wollen Sie sich nicht setzen?
08:56Ja, danke.
08:57Ich meine, gut, wenn das zu verantworten ist.
09:00Ach, absolut.
09:01Der Termin wird verschoben.
09:04Aber das ist die Ausnahme, ja?
09:06Tja, wir haben in letzter Zeit sehr starken Zulauf bekommen.
09:08Hat sich eben schnell rumgesprochen.
09:10Genau darüber wollte ich mit Ihnen reden.
09:11Ja.
09:12Brauchen Sie mich jetzt, Frau Strobusch?
09:13Äh, nein, nein, wenn Sie was zu erledigen haben.
09:16Bin gleich wieder da.
09:22Wie macht Sie sich denn?
09:24Ich bin zufrieden.
09:26Erfreulich.
09:28Frau Strobusch, ich weiß natürlich, dass für Ihren Anfang eine erfahrene Kraft viel besser gewesen wäre.
09:34Aber das Hemd ist nun mal zu gut.
09:36Ja, ja, ich weiß.
09:37Es kommt eben nur darauf an, geschickt damit zu wedeln.
09:39Aber wie gesagt, Heike hat sich in letzter Zeit wirklich immer besser zurechtgefunden.
09:44Na, und wenn sie mal einen Rat braucht, dann geht sie eben zu Frau Habmeier.
09:49Ach, und das funktioniert auch?
09:50Ja.
09:52Frau Habmeier, die kann ganz ausgezeichnet mit jungen Kolleginnen umgehen.
09:56Überhaupt mit jungen Menschen.
09:58Nach Ihrer Meinung würde also Frau Habmeier eine gute Lehrschwester abgeben?
10:02Ja, natürlich.
10:03Ja, aber nur das...
10:04Nur es im Augenblick daran vorläufig überhaupt nicht zu denken, das ist mir klar.
10:13Ach, Heike.
10:14Ja, was ist denn?
10:16Warum habt ihr denn heute alle Neuanmeldungen bei euch?
10:18Wir hatten doch abgesprochen, dass wir das abstellen.
10:21Ja, aber der Doktor wollte das so, weil da ein Neuer aufgetauft ist.
10:24Alle Neuanmeldungen zu Strobusch, hat er gesagt.
10:27Warum denn das?
10:28Was weiß ich.
10:30Dabei ist der Mann gar nicht da geblieben.
10:31Als er hörte, dass er zu uns kommen sollte, da ist er gegangen.
10:34Wer?
10:35War der Herr Pohl.
10:38Pohl?
10:39Kennen Sie den Mann?
10:42Möglicherweise.
10:44Wissen Sie, Heike, wo der wohnt?
10:46Nein, er hatte ja seinen Ausweis noch gar nicht abgegeben.
10:48Also Schmerzen hatte der nicht.
10:52Und sonst hat er nichts gesagt?
10:54Nein.
10:55Aber als er reinkam, hat er nach Ihnen gefragt.
10:59Was machen wir nun mit den Neuanmeldungen?
11:01Kommen Sie, das regeln wir.
11:05Ja, dann will ich mal wieder...
11:06Sagen Sie mal, Sie haben doch Zahnschmerzen.
11:10Ich wieso?
11:11Die Geste ist verräterisch.
11:14Na, nein, nein, du hast nichts davon überzeugt.
11:16Na ja, dann werde ich mich auch noch davon überzeugen, indem ich gleich mal nachsehe.
11:19Bitte, Herr Kollege.
11:20Frau Kollegin, mir geht es um die Auslastung dieser Einrichtung.
11:22Ja, durch eine zweite Schicht, das sagten Sie schon.
11:25Beine hoch.
11:26Bitte keine Umstände.
11:29Bitte Mund auf, Herr Kollege.
11:31Na, danke.
11:36Hätten Sie denn irgendwelche Bedenken?
11:39Ja.
11:41Allerschwerste, lieber Chef, allerschwerste.
11:43Das macht es mir aber nicht leichter.
11:46Frau Strobusch, auf Widerstand von Ihrer Seite war ich nicht gefasst.
11:49Die Einigung mit Dr. Wittkugel wird sowieso ein hartes Brot für mich werden.
11:53Also, erstens sollten Sie hartes Brot essen fürs nächste Mal sein lassen, Herr Kollege.
11:58Und zweitens meinte ich nicht die Einführung eines Schichtbetriebes, sondern den Zustand da.
12:03Hm, schon gut.
12:04Ich meine, den Zahn kenne ich.
12:06Tja, der Sechser rechts oben.
12:08Ich weiß, ich weiß.
12:10Tja, und wie soll es jetzt weitergehen?
12:12Ich lasse mich natürlich behandeln.
12:14Na, wenn Sie nicht in die eigene Klinik wollen, und wer von uns will denn das schon?
12:18Dann kommen Sie doch zu uns, zu mir.
12:20Oder noch besser zu Dr. Wittkugel.
12:22Da könnten Sie doch gleich so en passant das Thema Schichtbetrieb zwischen Aufbund und Verschließen unterbringen.
12:29Das ist gar nicht schlecht, der Gedanke.
12:32Gar nicht.
12:34Frau Stropusch, vergessen Sie nicht einzutragen.
12:38Oberarzt, eine Beratung.
12:40Spitzig.
12:41Habe ich Ihnen Zeit gestohlen oder nicht?
12:43Also, wiedersehen.
12:44Wiedersehen.
12:45Spielen Sie etwas Tennis?
12:47Leider nein.
12:49Na ja, ich meine, das kann ja auch nicht jeder.
12:50Aber sprechen können Sie mich immer hier.
12:54Aber der Tipp mit dem Behandlungsstuhl des Doktors, der war gut.
13:00Es ist doch nur noch die Nachbehandlung.
13:02Schon, aber so mitten in der Behandlung wechseln.
13:05Ursprünglich wollten Sie ja von Dr. Wittkugel behandelt werden.
13:08Ja, das stimmt.
13:10Aber dann haben Sie mir doch selbst den Termin bei Frau Stropusch gegeben.
13:13Und ich bin da recht zufrieden.
13:16Ach, das freut mich.
13:17Trotzdem würden Sie uns entgegenkommen, es sind doch nur noch die zwei Termine.
13:20Und wessen Patient bin ich dann?
13:22Also im Prinzip bleiben Sie bei Frau Stropusch.
13:25Na schön.
13:26Dann gehe ich jetzt am nächsten Donnerstag auch zum Doktor.
13:28Ja, und den darauf folgenden Montag, bitte, ja?
13:31Gut, gut.
13:32Also, wenn Sie noch jemanden brauchen, mir ist das egal, von wem ich behandelt werde.
13:35Na, das ist ja schön.
13:38Guten Tag.
13:39Ach, Herr Oberarzt, das ist aber schön, dass Sie uns besuchen. Guten Tag.
13:43Schön, ja, ja, das kommt ja mir auf die Umschlitte an, nicht?
13:46Na, meine Herrschaften.
13:47Ich rufe gleich mal den Doktor und Frau Stropusch und Herrn Ruckitz.
13:50Frau Rackmeier, bitte keinen Teppich, keine Fanfaren.
13:52Ich bitte Sie lediglich, mich in Ihre Patientenliste aufzunehmen.
13:56Ach, Herr Oberarzt, heißt das Sie?
13:58Dass ich in den Behandlungsstuhl von Herrn Doktor Wittkugeln muss.
14:02Na, dann kommen Sie bitte.
14:03Nein, morgen, morgen. Und erst, wenn ich an der Reihe bin.
14:07Ich werde freinehmen für den Zahnarzt.
14:10Bitte.
14:12Verraten Sie ihm nicht, dass ich komme.
14:14Ich freue mich ja so auf sein Gesicht.
14:16Gut, also morgen, ja?
14:17Morgen.
14:18Ja.
14:19Rufe Sie mich an?
14:19Ja.
14:20Und ich komme so?
14:20Ja.
14:21Gut.
14:23Wiedersehen.
14:24Wiedersehen, Herr Oberarzt.
14:25Wiedersehen.
14:27Wiedersehen.
14:29Ja.
14:51Muss du das sein?
14:54Das Ding heißt Modellierinstrument.
14:56Das Hand hat man mit Feingefühl, nicht wie eine Brechstange.
14:59Sie sind doch ein sensibles Mädchen.
15:00Das kann man doch wieder reparieren.
15:02So, kann man.
15:04Ich habe Ihnen schon einmal gesagt, Jörg, Sie dürfen nicht an Ihre Arbeit gehen mit dem Gedanken,
15:08nicht so schlimm, wenn es nicht gleich passt, das kann man später ausgleichen oder reparieren, wie Sie sie ausdrücken.
15:13Ja, aber so schlimm ist es doch nicht.
15:15Meinen Sie?
15:16Nun, dann werden Sie mir mal die Kosten berechnen, die eine solche Prothese auslöst, samt Reparatur.
15:22Und wie sich die Wartezeiten für die Patienten verlängern, wenn Ihnen, sagen wir mal, jede Dritte auf diese Weise misslingt.
15:28Und das soll doch nicht etwa so bleiben.
15:30Nicht?
15:31Ja, Sie wollen doch Ihre Patienten später nicht am leidenden Gesichtsausdruck erkennen.
15:34Der Scheuer ist ja hier den Gaumen wund.
15:39Sie können natürlich nicht immer davon ausgehen, dass sich ein Jörg vor Sie stellt oder Ihnen jemand zur Hand geht.
15:47Entschließen Sie sich einfach, eine Arbeit selbst vorzüglich anzufertigen.
15:52Ja, aber wenn Sie mir doch die Arbeit aus der Hand nehmen.
15:55Na, ist doch wahr.
16:04So, Herr Schöne, das war's.
16:07Danke schön.
16:07Wiedersehen.
16:08Wiedersehen.
16:16Hat er sich eben geklopft, Häppchen?
16:19Tja, mir war auch so.
16:21Nun, dann soll er doch eintreten, wer immer es sei.
16:24Gut.
16:26Herr Rhein.
16:28Hallo.
16:29Stefan.
16:30Guten Tag.
16:31Guten Tag.
16:32Nun, junger Mann.
16:33Hat die Oma etwa Ihre Prothese schon wieder in zwei gebissen?
16:37Schwester Hartmeier, rufen Sie Meister Opitz, hier liegt eine Reklamation vor.
16:40Nein, wegen meiner Oma komme ich nicht.
16:43So.
16:44Ich habe Ihnen etwas mitgebracht.
16:46Aha, ein Verehrer.
16:48Ein Metallsucher.
16:49Wenn Ihnen so ein kleiner Bohrer oder sowas runterfällt, wenn Sie hier einschalten, leuchtet es, wenn es Metallfällt.
16:56Und das hast du selber gebastelt?
16:58Gebaut, weil ich mich doch für den Spiegel und den Bohrer bedanken wollte.
17:02Oh, na das ist ja toll.
17:05Und das soll ich behalten?
17:06Na klar.
17:08Da bedanke ich mich auch sehr.
17:11Und der Dr. sicherlich auch.
17:12Allerdings ja, das kann man sagen.
17:16Wiedersehen, Stefan.
17:17Tschüss.
17:18Ja, Wiedersehen.
17:19Tschüss.
17:23Tschüss.
17:24Tschüss.
17:28Darf man erfahren, was das für ein Bohrer und was das für ein Spiegel waren, von denen der junge Mann
17:32sprach?
17:33Ach, na das war nur so ein alter Bohrer und ein Spiegel, der nicht mehr ganz in Ordnung war.
17:37Ach, da wird die halte Praxis verschenkt, so nach und nach.
17:41Also Doktor, ein Hosenbohrer.
17:44Und wenn es nur ein Tupfer wäre?
17:46Oh, ist ja toll.
17:47Leuchtet.
17:49Ach, ich habe dem jungen Mann nicht widerstehen können.
17:54Na das ist ja interessant.
18:02Nun möchte ich Sie aber erst einmal offiziell miteinander bekannt machen, dass es Dr. Frankfurter, Frau Dr. Post, die mit
18:08hervorragenden Ergebnissen in der Kinder- und Jugend-Zahnpflege ins Licht der Öffentlichkeit geraten ist, während er sich in der
18:15Kieferchirurgie spezialisiert.
18:17Aber wozu denn diese Förmlichkeiten? Wir können uns doch selber miteinander bekannt machen.
18:21Guten Tag.
18:22Angenehm.
18:23Bitte stuhl, dann mal.
18:25Sehe Sie sich bequem.
18:31Ja, ich nehme an, Sie werden uns nicht ohne Grund mehr gebeten haben.
18:36Kaffee?
18:38Oh, ein Problem?
18:40Das scheint mir auch so.
18:42In Deutschland, Kaffee, gut.
18:44Können Sie sich vorstellen, zusammen...
18:49Ich meine, wären Sie bereit, beide gemeinsam die zweite Schicht in einer Doppelpraxis zu übernehmen?
18:57Ja.
18:59Wo?
19:00Bei Wittkugel.
19:05Nein.
19:07Ja.
19:09Vielleicht ist das doch noch nicht Ihr letztes Wort.
19:15Kaffee.
19:16Wieso? Ich habe doch Ja gesagt.
19:20Erstens wissen Sie genau, warum ich Nein gesagt habe.
19:24Und zweitens unterstehe ich der Polyklinik in Marzahen.
19:28Wunderbar.
19:30Ich habe schon befürchtet, es wird ein uninteressantes Gespräch.
19:37Schwester, drei Tassen Kaffee, bitte.
19:48Ähm, sag mal, Häppchen, kennst du mich auch genügend aus in unserer Malerei?
19:54Damit wir uns nicht blamieren, wenn wir nachher zu diesem Pricoleit gehen.
19:58So, Hans Pricoleit. Und wir gehen da bestimmt nicht hin. Ich habe noch zu tun.
20:03Natürlich kommst du mit. Es ist doch für Sabine.
20:06Ja, eben. Für Sabine. Sie ist sich doch selbst noch nicht sicher.
20:10Eben, weil sie immer noch nicht weiß, was sie will.
20:14Warum hängt sie denn bloß an diesem Jürgen?
20:16Wieso? Jetzt vergessen Sie aber die Umstände. Sie fadern sie.
20:20Welche Umstände? Ach so, ja, die anderen.
20:24Lass es Sabine entscheiden. Sie weiß noch nicht, was sie will.
20:28Aber ich weiß, was ich will. Das Beste für meine Tochter.
20:33Was wirst du ihm sagen?
20:37Genau das.
20:48Um zu verhindern, dass das Bild in die Ausstellung kommt, gibt es zwei Möglichkeiten.
20:53Entweder übermalen oder zerschneiden.
20:56Und beides werde ich nicht tun.
20:59Aber wenn Sie wollen...
21:01Lassen Sie als Pricoleit. Das Bild ist gut.
21:05Machen Sie damit, was Sie wollen.
21:09Ich könnte es also auch in die Ausstellung geben.
21:12Sie können es ausstellen. Wo immer Sie wollen.
21:19Sie hätten sich das Gespräch mit mir ersparen können, Herr Doktor.
21:23Sabine will nicht, dass das Bild in die Ausstellung kommt.
21:27Also verzichte ich darauf.
21:30Diesen Entschluss hatte ich übrigens schon vor Ihrem Besuch gefasst.
21:37Sie sind sehr selbstlos, Hans.
21:41Wenn ich es recht bedenke, dann habe ich Ihnen doch einiges abzubitten.
21:46Absolut nicht.
21:49Außerdem...
21:50...ist das gar nicht so selbstlos.
21:54Wenn dieser Verzicht mir Sabine wieder näher bringt,
21:58...dann ist das gut so.
22:10Sabine bekommt ein Kind.
22:12Ich weiß.
22:14Von einem anderen.
22:16Richtig.
22:18Ich habe ihn mal kennengelernt.
22:20Soll übrigens sehr tüchtig sein.
22:23Sehr tüchtig.
22:24Seid ihr mein Wartbubbel?
22:26Ja, das ist ja wohl im Moment kein Thema.
22:31Ich glaube doch, Herr Doktor.
22:34Bei aller Tüchtigkeit des Herrn Cibulca.
22:38Aber Sabine und er...
22:40...das wird nichts.
22:44Soweit ich es beurteilen kann, fehlt ihm einfach die nötige Portion...
22:48...Fantasie.
22:50Für Sabine.
22:53Sie...
22:55...sucht wohl noch.
22:59Sie sagen es?
23:03Nun, Sie, Hans...
23:06...können Sie ihr Suchen helfen?
23:10Vielleicht.
23:13Malen ist Suchen.
23:15Und finden.
23:16Vielleicht habe ich deshalb den Beruf des Zahntechnikers aufgegeben...
23:19...und bin Maler geworden.
23:25Sie sind bedeutend reifer geworden.
23:28Hans Bricoleit.
23:30Das Kriegsbeide ist also begraben.
23:34Das Indianenspielen ist doch nun wohl vorbei.
23:38Na, vielleicht werden Sie das Bierpone in meinem Ausstattung.
23:52Glauben Sie mich beeinflussen zu können?
23:57Ich nicht, aber...
23:59...vielleicht Sabine.
24:11Und Sie muss Ihre Entscheidung selbst treffen.
24:14Wollen Sie sagen?
24:18Sie malen, glaube ich, besser als Sie fragen.
24:22Nein, ich bin nicht froh.
24:33Ich bin aber froh.
24:36Nein, danke.
24:44Ich bin froh.
24:46Ich bin froh.
24:48Ich bin froh.
24:52Guten Tag.
24:54Ja, gesehen haben wir uns ja heute schon mal.
24:59Sie lesen Thomas Mann.
25:00Ja.
25:03Münzkunde? Sammeln Sie?
25:05Ja, in meiner Freizeit.
25:08Ja, unser Zusammenstoß gibt mir Gelegenheit, Sie zu fragen, ob wir uns nicht mal unterhalten sollten.
25:15Das tun wir doch gerade.
25:17Ja, ja, aber es ist nicht ganz so einfach für mich, wissen Sie.
25:23Ist das, weil wir beide Opitz heißen?
25:26Ich meine, mir macht das nichts aus und meiner Mutter auch nicht.
25:30Ja, Freundin Juliane, wann könnte ich Sie mal in Ruhe sprechen?
25:37Also nicht im Labor, an einem neutralen Platz, sozusagen.
25:42Versuchen Sie uns doch einfach. Meine Mutter würde sich freuen.
25:46Danke, sehr freundlich, aber gerade das wollte ich vermeiden.
25:55Und hier, es ist ja auch nicht besonders.
25:58Ja, dann laden Sie mich doch einfach ein.
26:04Ja, wann? Morgen Nachmittag?
26:07Ja, wann und wo?
26:10Darf ich Ihnen das morgen sagen?
26:12Gut, danke. Wiedersehen.
26:15Wiedersehen.
26:21Schön, dass du mal zu mir rausgefunden hast.
26:25Schade, dass du alleine gekommen bist.
26:26Ach, man muss sich doch mal unterhalten können, ohne dass die Frauen immer gleich ihre Kommentare dazu geben.
26:31Hast du was gegen Frauen?
26:32Nein, natürlich nicht. Ausweit ganz im Gegend.
26:35Aber den ganzen Tag, bei der Arbeit und dann zu Hause.
26:38Du fehlst mir eben, alter Junge.
26:41Aber du hast es dir doch gewünscht, dass Viktoria und du...
26:43Ja, natürlich, ja.
26:45Jetzt frag mich bloß ich, ob ich Häppchen auch gut behandle.
26:48Und?
26:48Tust du's?
26:49Na und ob.
26:50Na, doch.
26:52Eine Frage, eine ganze Kleinigkeit.
26:55Wer hält Viktorias Wohnung in Schuss?
26:57Na, Häppchen, wer denn sonst?
26:59Und deine?
27:00Na, Häppchen, wer denn sonst?
27:01Und welche Unterstützung hat sie dabei von dir?
27:05Moralische.
27:06Und die nachdrücklich.
27:08Dachte ich's mir.
27:11So ein Mist.
27:13Jetzt bin ich doch tatsächlich da reingetreten.
27:15Na, mein Lieber, die Fettnäppchen sehen bei uns anders aus.
27:18Das bringt Glück.
27:23Na?
27:25Was, na?
27:26Da hätten wir eine Leiche schon gefunden.
27:27Du wolltest mir doch von deinem Besuch bei Pränkwolleit erzählen.
27:29Du verkennst mich völlig.
27:31Ich kann keiner Fliege etwas zu Leide tun.
27:33Ach, da kann man nichts machen.
27:35Und ich hatte mir schon eine so schöne Überschrift ausgedacht.
27:39Eifersüchtiger Zahnbrecher erschlägt malenden Liebhaber seiner Tochter.
27:43Also du wirst staunen, wir haben uns ausgezeichnet vertragen.
27:48Er hat mir ein Messer in die Hand gedrückt und hat gesagt, die soll ruhig zustechen.
27:52Also doch.
27:53Nein, nein.
27:54Vielleicht hatte ich ein lohnenderes Objekt im Auge.
27:57Oh, ich hatte noch die Absicht, dann war ich da neben zu bleiben.
27:59Herr Doktor Baumann.
28:01Ja?
28:02Ja, ich gehe dann schon mal rein, ja.
28:08Guten Tag.
28:09Guten Tag.
28:18Herr Doktor Baumann, gehst du noch nicht weiter?
28:20Was war, was, was, was ist denn das?
28:22Nein.
28:23Nicht schon wieder.
28:24Was war, du hast meine Frage nicht beantwortet?
28:27Es ist ein Untermitter sozusagen.
28:29Eine Leihgabe von Frau Passlack.
28:31Ja, so.
28:31Und da konntest du nicht widerstehen.
28:34Sieht ja wie eine Ratte aus.
28:35Es ist ein Nutria.
28:37Ach so.
28:37Vorsicht.
28:38Die Nagelzähne sind messerscharf.
28:40Ach so.
28:41Ja, ja, ja.
28:42Ob es mich denn vorbeilässt?
28:44Von wem du sagst, dass du Zahnarzt bist?
28:46Wie soll ich ihm dann das klar machen?
28:48Tja.
28:48Ach.
28:49Wo willst du denn jetzt hin?
28:55Ja, also dafür wurde ich ja, du alter Kuhbändiger, du, wie du das gepackt hast und zing.
29:05Das ist doch ganz einfach.
29:07Wie bei Sauriern.
29:08Am Schwanz angepackt und rein in die Kiste.
29:11Rein in die Kiste.
29:12Ja.
29:18Trotzdem hättest du mich warnen müssen.
29:21Unverhoffte Begegnungen, die schlagen mir auf den Magen.
29:23Seit wann werfen dich meine kleinen Überraschungen aus der Bahn.
29:27Ich spreche ausnahmsweise mal nicht von dir.
29:31Aber der schleicht neuerdings so ein Subjekt um Häppchen herum.
29:35Hm.
29:36Kennst du den Mann?
29:37Auch wenn ich ihn kennen würde, dann würde ich mir ja keine Sorgen machen.
29:41Und was meint Viktoria dazu?
29:42Ich meine zu dem Verehrer.
29:44Wenn es einer ist.
29:48Sieht allerdings so aus.
29:50Hast du mit Viktoria darüber gesprochen?
29:53Meine, von mir aus kann sie Verehrer haben, so viele sich finden.
29:56Die Hauptsache ist, sie vergisst nicht, dass sie zu mir gehört.
29:59Hast du mit ihr gesprochen?
30:03Nein.
30:04Aha.
30:06Ich habe dir oft genug gesagt, du musst dich mehr um Viktoria bemühen.
30:12Bembühen.
30:13Wie soll denn das aussehen?
30:16Soll ich vielleicht mit Schlappohren wie ein Dackel hinter ihr herlaufen?
30:19Dann würdest du wenigstens endlich in meinen Zuständigkeitsbereich fallen.
30:22Mein Lieber.
30:25Also da du schon selbst von dir sprichst,
30:28dann sei doch wenigstens die Frage erlaubt,
30:31was wünschst du dir denn zum Geburtstag?
30:34Und dass ihr mich besucht?
30:36Ist doch klar.
30:55Na nun?
30:57Gibt es denn heute kein Abendbrot?
30:59Ich war noch mal bei Oswald.
31:02Äh, bist du allein?
31:03Ich bin nie mehr allein, das weißt du doch.
31:06Ach so, ja, natürlich.
31:07Wenn du es sagst, dann sieht man es ja auch.
31:10Wo ist denn Häppchen?
31:11Fragen wir erst einmal,
31:12warum hast du dich in meine Angelegenheiten eingemischt?
31:15Häppchen sagt, du warst bei Hans Bricoleit?
31:17War ich?
31:19Ja, und sie gefahren mir beide.
31:22Meine Tochter und das Bild.
31:24Alles Übrige müsst ihr natürlich schon miteinander ausmachen.
31:28Ich habe ihm natürlich meine Meinung gesagt.
31:31Was hast du ihm gesagt?
31:34Ich habe dich was gefragt.
31:36Hast du Krach geschlagen?
31:37Hast du doch, oder?
31:39Ich muss zu ihm.
31:41Wo ist Häppchen?
31:43Bei sich zu Hause.
31:45Schließlich hat sie morgen einen schweren Tag.
31:47Wieso denn?
31:48Bei mir hat doch niemand einen schweren Tag.
31:50Höchstens ein verbohrter Patient.
31:54Wo willst du hin?
31:55Zu Hans.
31:56Gerade rücken, was du angerichtet hast.
32:13So schweigsam heute?
32:19Wie schweigt es sich denn so allein?
32:22Danke.
32:24Danke was?
32:26Danke, gut.
32:28Und selbst?
32:30Tief und fest.
32:32Das soll sehr erholsam sein.
32:34Ja, möglich.
32:37Aber man sollte im Leben nichts übertreiben.
32:39Auch nicht die Erholung.
32:41Das ist Auffassungssache.
32:43Na wunderbar, wie wir beide wieder zusammenpassen.
32:47Ist das nicht wunderschön, dass Mann und Frau so tadellos übereinstimmen?
32:52Hä?
32:55Nun, Schwester Hartmeyer, rufen Sie den nächsten Patienten.
32:57Ja.
32:58Frau Hundstetten, bitte.
33:00Was ist mit Frau Hundstetten?
33:02Molarextraktion oben rechts vorausgesetzt.
33:04Die Schwellung ist zurückgegangen.
33:05Aha.
33:06Na, wollen wir sehen.
33:08Guten Tag, Frau Hundstetten.
33:09Danke.
33:10Bitte schön.
33:12Guten Tag, Herr Doktor.
33:13Gleichfalls, Frau Hundstetten.
33:14Gleichfalls.
33:14Darf ich mal in der Tasche haben?
33:15Danke.
33:16So, bitte.
33:17Bitte schön.
33:22Na, wie war die Nacht?
33:24Na, was mein Zahn anbelangt, im Großen und Ganzen ruhig.
33:29Na, wollen wir mal sehen.
33:31So, bitte mal auf.
33:36Ja, das sieht doch alles recht erfreulich aus.
33:43Frau Hundstetten, die Entscheidung liegt natürlich bei Ihnen.
33:45Sie wissen, dass wir werden ziehen müssen, nicht?
33:48Ja, leider.
33:50Ja.
33:51Also fertig machen zur Extraktion.
33:52Tja.
33:57Wissen Sie, man ist doch einfach immer so, wie es in den Zeitungen steht.
34:01Bei Heiratsanzeigen.
34:04Aufgeschlossen, alles Gute und Schöne.
34:07Ach, und das meinen Sie, das trifft auch beim Fernarzt zu.
34:11Na ja, weniger, möchte ich sagen.
34:14Aber vielleicht, wenn Sie daran denken, wird es Ihnen vielleicht leichter.
34:19Ja.
34:22So, also, dann wollen wir mal.
34:24Darf ich bitten?
34:25So.
34:26Bis gleich.
34:28Raus!
34:34Ja.
34:35So, ist schon gut.
34:38So, und den zitieren Sie mir mal hierher.
34:40Häppchen.
34:43Na, Sie greifen ja ganz schön.
34:45Wenn nötig, ja.
34:48Es wäre doch unnatürlich, am Ort der Schmerzen des Jammens die liebliche Schalmai zu blasen.
34:53Wie tröstlich.
34:55Na, Sie betrifft es ja nicht, Frau Rundstedt.
34:57In wenigen Minuten wirkt die Betäubung.
34:59Und Sie werden sehen, von der Extraktion merken Sie kaum etwas.
35:03Also, wenn man Sie so reden hört, dann möchte man meinen, Zähne sich ziehen zu lassen, das wäre das reinste
35:08Zuckerlecken.
35:09Ja, ist es auch.
35:13Äh, soll ich noch mal im Wartezimmer Platz nehmen?
35:15Nein, nein, bleiben Sie nur sitzen.
35:17Sobald die Schwester kommt, werden Sie dann erlöst.
35:21Also, wissen Sie, Sie bringen mich in eine fatale Situation.
35:24Das tut mir sehr leid, ich wollte mich nur mal umsehen.
35:28Dazu hätten Sie sich aber besser anmelden sollen.
35:31Das hat mir Frau Strohbosch schon klar gemacht.
35:33Nun will Sie der Doktor aber doch sehen.
35:36Warum nicht?
35:38Gut, bitte.
35:46Wo bleiben Sie denn, Häppchen?
35:51Wer sind Sie?
35:53Gestatten Frankfurter.
35:54Dr. Frankfurter, um genau zu sein.
35:57Der Doktor ist allerdings noch sozusagen ofenwarm.
36:00Wir sind Kollegen.
36:01So.
36:02Na ja.
36:04Hat er Ihnen auch gesagt, was er will?
36:06Häppchen?
36:07Herr Doktor Frankfurter wollte sich unsere Praxis ansehen.
36:11Das ist ja abnorm.
36:13Für einen Zahnarzt nicht.
36:15So, na ja.
36:16Ich habe zu tun.
36:18Nun kommen Sie Häppchen, sonst muss ich die Anästhesie von vorne beginnen.
36:21Wiedersehen.
36:23Wiedersehen.
36:25Wiedersehen.
36:32Na ja, so ist er nun mal.
36:35Tja, ja.
36:36Dann danke ich Ihnen, dass wenigstens Sie mich empfangen haben.
36:39Im Schicht- und Spätdienst sehen wir uns ja wieder.
36:41So ist es.
36:43Ach, Sie sind noch nicht fertig?
36:44In diesem Augenblick.
36:46Also, auf Wiedersehen.
36:47Auf Wiedersehen.
36:50Auf Wiedersehen.
36:51Wiedersehen.
36:53Hallo.
36:54Ein Bekannter von Ihnen?
36:55Sie wollen mich wohl auf den Arm hin, Heike.
36:58Der junge Mann könnte mein Sohn sein, ist er aber nicht.
37:02Ja, leider.
37:03Sie sagen auch leider, der sah gut aus.
37:07Hm.
37:08Das ist ein junger Kollege, Heike.
37:10Frischgepackener Doktor der Zahnheilkunde.
37:12Sehen Sie?
37:13Ich sage doch, der sah gut aus.
37:15Dann lösen.
37:22Ja, ist gut.
37:25Ist gut.
37:26Ist gut.
37:29Oh ja.
37:37Bitte.
37:39Dankeschön.
37:40Sie halten sich ganz tapfer, Herr Oberarzt.
37:42Na aber, Häppchen.
37:44Unser Oberarzt ist doch kein normaler Patient.
37:46Nein.
37:48Wieso eigentlich?
37:48Ich bin doch auch bloß ein Mensch.
37:50Na, so ist es ja.
37:51Ja.
37:52Und Sie bestehen darauf, das Schleifen an einer Sitzung?
37:54Ja, natürlich.
37:55Die Zeit, lieber Kollege, die Zeit.
37:56Meine oder Ihre?
37:57Weiter.
37:57Inzwischen kenne ich ja Ihre Patientenfrequenz, nicht?
38:01Das geht ja schon an die Grenze des Zulässigen, nicht?
38:05Also, wenn Sie mit dieser Welle Ihren Frieden gemacht haben, dann machen wir weiter?
38:08Aber bitte.
38:11Herr Herr.
38:12Ah.
38:12Danke.
38:19Herr Herr.
38:24Kennen Sie übrigens einen Zollen Rona?
38:26Nein.
38:28Sömerda.
38:29Sie meinen Frankfurter, ja?
38:32Ja.
38:33Frankfurter.
38:34Ja.
38:35Warum fragen Sie?
38:36Oh, der Knabe kam hier mit einer Fabrikneuen Doktorhut einfach eingeritten.
38:40Na, sowas.
38:44Na, na, vom Schleifen sind Sie erlöst.
38:46Oh Gott, danke.
38:49Hat er eigentlich seinen Besuch begründet?
38:51Und dazu hatte er ja gar keine Gelegenheit.
38:54Vorzüglich.
38:55Dr. Frankfurter ist übrigens ein hoffnungsvoller junger Kollege.
39:00So, das ist wohl sein Hobby, in fremden Praxen herumzuschnüffeln.
39:04Wenn er mir gesagt hätte, dass er mir helfen will nach Feierabend.
39:08Sie meinen, Sie meinen in so einer Art Spätschicht?
39:12Ja, zum Beispiel.
39:13Liebe Kollege, Sie haben immer die besten Ideen, wirklich alle.
39:17Eine Spätschicht, natürlich.
39:19Ich meine, darauf wäre ich nie gekommen.
39:23Darf ich mal?
39:24Ja.
39:27Kann ich anrühren?
39:29Ja, bitte.
39:32Nicht stören lassen, ich gehe schon ran.
39:34Entschuldigung.
39:38Praxis Dr. Wittkugel.
39:41Moment.
39:43Für Sie, Frau Habmeier.
39:46Ein Herr Pohl, der nach einer Viktoria fragt.
39:50Äh, er soll mich in zehn Minuten bitte nochmal anrufen.
39:54Ja, hören Sie?
39:55Ja, sie hat ja zu tun.
39:56In zehn Minuten bitte.
39:57Aber bitte Sie.
40:02Praxis Dr. Wittkugel.
40:04Für Sie, Schwester Habmeier.
40:07Ein Herr Hermann.
40:08Hören Sie mal.
40:09Also sie hat jetzt zu tun.
40:10Nein, nein, bitte, bitte nicht auflegen.
40:13Hier bitte, Doktor, es ist gleich soweit.
40:16Hallo?
40:17Ja?
40:19Nein.
40:20Ja, ist gut.
40:22Ja.
40:23Ja, wiedersehen.
40:25Sie sind ja eine gefragte Persönlichkeit, Schwester Habmeier.
40:29Ich mache dabei keine Ausnahmen.
40:31Also jetzt Mund auf, sonst sagt er noch, er will meine Schwester.
40:33Oh, damit liegen Sie gar nicht so verkehrt.
40:36Hm.
40:38Ja, also ich muss am Nachmittag weg wie abgesprochen, ja?
40:42Na, das muss ich mir heute erst nochmal überlegen.
40:44Das ist genehmigt.
40:46Schwester Habmeier ist genehmigt.
40:47Na, jetzt haben wir den ganzen, können wir den Abdruck nochmal machen.
40:50Ja, ach, das ist ja nicht so schlimm.
40:51Das ist eben höhere Gewalt.
40:53Dass ich gewackelt habe oder dass Sie von meinem Chef frei bekommen haben?
40:57Entschuldigung.
41:01Staatliche Zahnarztpraxis, Doktor Wittkugel?
41:04Herr Pohl?
41:08Achim!
41:10Ach, na, das gibt's ja nicht.
41:14Natürlich freue ich mich, ja.
41:16Was?
41:18Ach, nein, das geht nicht.
41:21Was wann denn?
41:23Um 19 Uhr.
41:25Und wo?
41:27Im Terrassencafé.
41:29Ja, ja, ist gut, ich freue mich.
41:32Tschüss.
41:37Es stellte sich dann heraus, dass der Schauspieler, selbst bei großer Übung,
41:43zischlaute und mit hartem Luftstoß erzeugte Sprachmomente,
41:46nicht ohne ein gewisses Pfeifen artikulieren konnte.
41:50Und als Ursache stellte sich diese kleine Unachtsamkeit heraus.
41:54Hier, hier können Sie sehen, wie kleine Ursache zu großer Wirkung führt.
41:58Bitte.
42:02Von Herrn Opitz, erinnern Sie sich noch an unser gestriges Gespräch?
42:05Aber ja.
42:06Würde Ihnen 19 Uhr das Terrassencafé unweit Ihrer Wohnung zusagen?
42:11Terrassencafé?
42:12Nein.
42:13Ja.
42:13Gut.
42:14So, das wär's für heute.
42:16Wiedersehen.
42:16Wiedersehen.
42:17Wiedersehen.
42:22Oh, guten Tag, Frau Sein.
42:24Guten Tag, guten Tag, Nanni.
42:25Na nun, haben Sie Probleme? Wir waren noch mit der Behandlung aber fertig.
42:28Eine Ecke stört noch, irgendwo piekt's?
42:30Na, dann gehen Sie mal schnell rein, der Doktor sieht sich gleich mal an.
42:33Nanni, am besten du setzt dich wieder hin und bist ganz lieb, ja?
42:36Na klar, das machen wir doch zusammen.
42:38Schönen Dank.
42:39Bitte.
42:41Na, Nanni, wie geht's dir denn, meine Süße?
42:45Gut.
42:45Gut geht's dir.
42:47Oh, guck mal, da, was hast du denn da?
42:51Na, guck mal, das ist aber ein besonders hübscher Zahn.
42:56Und warum ist der Zahn nicht in meinem Mund geblieben?
42:59Na ja, die Mami hat ja doch bestimmt gesagt, dass da bald ein neuer Zahn wächst.
43:04Und warum, wenn er doch so hübsch aussieht?
43:07Ja, das hab ich gesagt.
43:09Weißt du was?
43:10Wir beide, wir machen jetzt mal ein Spiel.
43:12Oh, fein.
43:13Ja, guck mal her, guck mal.
43:14Du bist jetzt dieses kleine Zähnchen, hm?
43:17Und ich, ich bin der große neue Zahn, der da wächst, ja?
43:20Pass mal auf.
43:21Also, hier steht nun der kleine Zahn und guckt sich die Welt da draußen an.
43:28Und auf einmal, da kommt der große Zahn und will auch da rausgucken.
43:33Tja, verstehst du?
43:35Tja, was nun?
43:36Nun muss doch der kleine Zahn zur Seite gehen.
43:39Hm?
43:41Und warum?
43:41Warum?
43:42Na, weil doch der große Zahn jetzt rausgucken will.
43:45Da muss er doch nicht schubsen.
43:47Er kann doch einfach rüber gucken, wenn er größer ist.
43:51Ja.
43:52So, bitte.
43:53Dankeschön.
43:54Wow.
43:54War sie artig?
43:55Aber natürlich.
43:56Will ich.
43:57Guten Tag, kleides Fräulein.
44:00Irgendwelche Probleme?
44:01Warum?
44:02Wenn Sie mich alleine lassen, Schwester Hartmann, dann müssen Sie schon irgendein Problem haben.
44:05Na, ich nicht.
44:06Da war Nanni nicht.
44:07Tut mir leid, es war meine Schuld.
44:09Ja?
44:09Hier.
44:10Oh, na, das ist ja ein wunderschöner Zahn.
44:14Ja, und Nanni möchte nun wissen, warum dieses wunderschöne Exemplar nicht in Ihrem Mund geblieben ist.
44:19Na, das ist doch ganz einfach.
44:20Das können Sie ja doch erklären.
44:21Ja, das habe ich versucht, aber leider ohne Erfolg, was?
44:25Na ja, der Mensch bekommt eben zweimal Zähne, das müssen Sie ja sagen.
44:28Na gut, Nanni, der Mensch bekommt zweimal Zähne.
44:31Und warum?
44:32Warum, Herr Doktor?
44:34Na ja, weil, weil, nun ja, bei Menschen erfolgen eben zwei Dentitionen.
44:41Also für so einfache Fragen, da ist die Schwester zuständig.
44:45Auf Wiedersehen.
44:46Auf Wiedersehen.
44:47Na, das ist aber keine Lösung, was?
44:49Ja, also.
44:51Nanni hat das Recht, eine vernünftige Antwort zu kriegen, nicht?
44:55Pass mal auf, Nannichin.
44:57Du wächst doch noch, hm?
44:59Guck mal.
45:00Und alles an dir wächst mit.
45:01Sieh mal hier, deine Fingerchen wachsen und dein Arm wächst und dein Näschen wächst.
45:06Guck mal, nur der kleine Zahn, der kann nicht wachsen.
45:10Und deshalb bekommst du für jeden ersten Zahn einen schönen neuen großen Zahn.
45:15Jetzt kann er dich mal zu sehen.
45:17Ja, gib mir mal, gib mir mal deinen Zahn.
45:21So, kommen Sie doch in den nächsten Tagen mit Nanni nochmal vorbei, ja?
45:24Mittwoch?
45:25Ja, wann immer es Ihnen passt.
45:26Gut.
45:27Dann kriege ich da auch meinen Zahn wieder.
45:29Aber natürlich kriegst du deinen Zahn wieder.
45:34Also, Julian, ich verspreche Ihnen, was immer Sie vorbringen, ich nehme nichts übeln, nichts.
45:42Und Sie wissen ja, dass ich meine Versprechen halte.
45:47Warum behandeln Sie mich schlechter als die anderen?
45:52Schlechter?
45:54Ist das das richtige Wort?
45:57Sie haben mich noch nicht ein einziges Mal gelobt.
46:03Obwohl Sie Lob verdiente.
46:06Röchten Sie ein Eis?
46:08Ja, aber ein großes.
46:13Ist es nicht bei Ihrer Figur?
46:18Herr Opitz.
46:21Wir dachten schon, Sie betrachten uns alle nur wie Neutren.
46:24Nur so wie Sie uns behandeln?
46:25Naja, blind bin ich ja nun nicht genau.
46:41Ach, na, das ist aber schön, Martin.
46:47Verzeihung, Herr Opitz.
46:50Ja, also, Entschuldigung, ich muss, ich bin verabredet.
46:53Aber ich bitte Sie.
47:02Achim.
47:04Komm und setz.
47:05Ach, danke.
47:06Schön, dass du gekommen bist.
47:08Ist Frau Opmeyer nicht mit dem Doktor zusammen?
47:12Zwischen Anteilnahme und Neugierde liegt oft nur ein winziger Schritt.
47:19Sehen Sie, jetzt wollen Sie mich schon wieder erziehen.
47:23Ja.
47:24Und weil ich möchte, dass Sie einen eigenen, hohen Anspruch haben, geht mir jeder Fehler, den Sie machen, selber nahe.
47:34Weil Sie meine Tochter hätten sein können.
47:38Wann warst du das neulich an meiner Wohnungstür?
47:41Ja, das war ich.
47:42Warum hast du dich denn so komisch, bin da?
47:44Ich höre noch.
47:46Oh, entschuldigen Sie bitte.
47:47Ich habe mich im Stockwerk geirrt.
47:49Nein, nein, das habe ich nicht gesagt.
47:50Ich habe Etage gesagt.
47:55Du hast mich ja richtig verfolgt.
47:57Mit Erfolg.
47:59Jetzt sitzt du jedenfalls vor mir.
48:00Du aber unsere Begegnung in der Kaufhalle, die war Zufall.
48:04Schöner Zufall.
48:06Also in der Kaufhalle bist du mir irgendwie aufgefallen.
48:09Aber was ging alles so schnell und plötzlich warst du verschwunden und ich war mir nicht sicher.
48:15Also ich war mir auch nicht ganz sicher.
48:16Dann habe ich mich einfach entschlossen, dir zu folgen.
48:19Dich zu verfolgen.
48:22Ach, sieh.
48:26Was machst du denn eigentlich hier?
48:28Ach, ich bin 14 Tage hier in Berlin zu einem Lehrgang.
48:30Ich arbeite immer noch in meinem alten Beruf.
48:32Du ja übrigens auch, wie ich gesehen habe.
48:35Ja.
48:36Ja, ja.
48:37Du warst ja in unserer Praxis.
48:38Ja, beinahe wäre ich unterm Bohrer gekommen.
48:41Und wer ist ihm um einen Haar in die Arme gelaufen?
48:44Meinem Doktor.
48:46Deinem Doktor?
48:47Ihr habt euch schon mal gegenüber gestanden.
48:50Ach, bei dir zu Hause bist du mit ihm verheiratet.
48:53Aber du heißt doch immer noch Habmeier.
48:54An der Tür steigen doch Habmeier, oder?
48:56Das sind aber viele Fragen auf einmal.
48:58Oh, entschuldige.
48:59Darf ich dir was bestellen?
49:00Ja, bitte einen Kaffee.
49:01Einen Kaffee.
49:02Nein, danke.
49:08Ich habe schon einmal versucht, meine...
49:13...Ihrer Mutter zu erklären.
49:15Ihrer ehemaligen Frau wollten Sie sagen, nicht wahr?
49:22Jedenfalls ist es nicht einfach für mich einem Mädchen gegenüber, das nicht zufällig meinen Namen trägt.
49:31Zudem ich in einem...
49:33...entfernten Verhältnis stehe.
49:35Kann man so sagen.
49:39Ja.
49:46Sag mal, denkst du auch manchmal noch an unsere schöne Zeit zurück?
49:51Ja.
49:55Ja, natürlich.
49:57Ich habe dir ja oft genug in unserer Tanzstunde auf dem Zehen rumgestanden.
50:01Und auf meiner Seele.
50:03Weißt du eigentlich, dass du meine große Jugendliebe gewesen bist?
50:06Ja.
50:07Ja?
50:09Ja, ja.
50:10Aber es ist schon sehr lange her.
50:13Ja, ja, lang, lang ist es her.
50:16Es freut mich, dass es dir gut geht.
50:19Du, die Leute im Wartezimmer und in deinem Haus, sie sprachen hervorragend von dir.
50:25Hast du sie gefragt?
50:27Na, sag mal.
50:28Aber nein, die haben ganz von sich allein heraus erzählt.
50:31Ich habe nur zugehört.
50:35Na, jedenfalls ist es schön, dass wir uns wieder gesehen haben.
50:37Das stimmt.
50:39Bei Andrea muss ich den geringsten Fortschritt loben.
50:42Ihr Selbstbewusstsein wackelt bei der kleinsten Verunsicherung.
50:45Jörg dagegen ist mir zu schnell.
50:48Selbstsicher.
50:49Ja, aber warum sind Sie so streng zu mir?
50:53Weil ich nicht weich werden möchte.
50:57Und ich dachte, Sie könnten mich nicht leiden.
51:00Ist doch Unsinn.
51:01Ich mag dich.
51:03Doch, ich mag Sie sehen.
51:08Ich mag Sie auch.
51:15Ich dachte, der war so.
51:17Das war ganz so.
51:19Tschüss.
51:20Ich habe mich sehr gefreut.
51:21Tschüss, Arjen.
51:22Alles Gute.
51:23Erstmal.
51:23Tschüss.
51:24Tschüss.
51:28Alexander, wie kommst du denn hierher?
51:31Oh, ich bin hier zufällig vorbeigekommen und da war ich heute zu Oswalds Geburtstag und da dachte ich mir, ich
51:37warte auf dich.
51:38Wer war denn das?
51:39Das war Achim Pohl.
51:41Na und?
51:42Darf man noch erfahren, wer das ist?
51:44Achim Pohl?
51:46Alexander, du bist doch nicht etwa eifersüchtig.
51:49Nein, natürlich nicht.
51:52Natürlich nicht.
51:53Achim Pohl ist ein alter Bekannter von mir.
51:56Er war mein Tanzstundenpartner.
51:57Wir haben uns seit damals das erste Mal wiedergesehen.
52:01Oh, sieh mal da, unser guter Opitz.
52:04Ach.
52:05Stille Wasser sind bekanntlich.
52:07Lieb.
52:09Ganz lieb, Alexander.
52:11Ja, Häppchen, ja.
52:13Da fahren wir jetzt.
52:14Oswald wartet mit seinem Geburtstag.
52:16Ja.
52:26Wann kommt dann das Taxi, Häppchen?
52:29Das Taxi?
52:30Sollte ich denn eins bestellen?
52:33Na, ich werde ja doch nicht nüchtern durch das Begegnis bei Oswald gehen.
52:36Ich fahre da nicht im Auto hin.
52:37Du hast aber nichts davon gesagt.
52:42Ja, wie denn nun?
52:49Ihr kannst doch einen weißen Reitelefanten bestellen.
52:52Ja, besetzt.
52:54Also eine Taxi.
52:55Wir brauchen aber gar kein Taxi.
52:58Ich habe eben was getrunken.
52:59Ich darf nicht ans Lenk haben.
53:01Besetzt.
53:02Tja, Alexander, da hast du recht.
53:05Also an deiner Stelle, da würde ich mich fahren lassen.
53:10Ja, was meinst du wohl, warum ich mir hier die Finger abbreche?
53:13Besetzt.
53:19Führerschein.
53:29Führerschein.
53:31Hab mal.
53:32Viktoria.
53:34Nein, sag.
53:37Führerschein.
53:38Ja.
53:38Führerschein.
53:41Führerschein.
53:43Führerschein.
53:44Führerschein.
54:12Führerschein.
54:20Führerschein.
54:21Führerschein.
54:25Führerschein.
54:38Führerschein.
54:40Führerschein.
54:40Na nun, was ist denn das?
54:41Jetzt noch um diese Zeit.
54:42Wer kommt denn da noch?
54:43Ah, ja, ja.
54:44Oh, ja, ja.
54:48Oh!
54:50Oh!
54:53Jossi Ruf, du meine.
54:55Ach, Alex!
54:57Ach, Alex!
54:57Ohle!
54:58Du!
54:58Das trifft sich aber nur Bein.
55:00Bein, du!
55:01Ich seh grad noch Tolaban.
55:03Grüß.
55:04In Berlin isch immer wat los, ne?
55:06Klar, Ole.
55:07Kaum in Berlin, ne?
55:08Schon gehen wir zu einem schönen Geburtstag.
55:11Stopp, stopp, stopp, stopp.
55:12Nun leg den Kahn erst mal wieder an Land.
55:15Uns Frau Doktor hat gesagt, das macht so weiter gar nichts,
55:18wenn du uns mit zu deinem Vieh-Doktor nimmst, ne?
55:20Ach so, sagt sie.
55:22Ja, ja. Und wir kommen ja auch nicht mit leeren Händen, ne?
55:26Ja, also wenn wir nicht einen Schönenbräucher auch mitgebracht hätten,
55:30ging das schon wohl nicht, aber so.
55:32Na ja, was soll man denn da bloß machen, Häppchen?
55:35Sag mal, ähm, habt ihr Mut?
55:40Ja, das soll wohl sein.
55:41Ja, wir gehen nämlich nicht zu einem Geburtstag, sondern wir fahren.
55:44Ja, und?
55:46Häppchen wird uns fahren.
55:48Ja, und?
55:48Macht nix, Alex. Mit dir sind wir ja auch schon Auto gefahren.
55:54Was soll denn das nun wieder heißen, hä?
55:55Na, dass sie viel Mut bewiesen haben.
55:57Nun los, so, nun man tau.
56:00Die Schlüssel.
56:13Dröken.
56:13Ja, und?
56:13Bis zum nächsten Mal.

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