- vor 9 Stunden
Robert mag Karoline und sie mag ihn. Früher haben sie in einem Haus gewohnt. Jetzt treffen sie sich unversehens im Ferienlager wieder und finden einander aufregend interessant. Bei den Erziehern stößt das auf wenig Verständnis. Einzig Gruppenleiter Benedikt sieht das anders und gibt ihnen die Hauptrollen in Shakespeares „Romeo und Julia“. Karoline (Karen Schröter) ist 14, sie hat mehr als sieben Sommersprossen und will eigentlich sowieso nicht erwachsen werden. Mit ihrer kleinen Schwester fährt sie ins Ferienlager. Dort trifft sie unversehens Robert (Harald Rathmann) wieder, ihren Freund aus Kindertagen.
Sie fühlen sich wieder zueinander hingezogen und erleben ihre erste Liebe. Doch das gefällt weder den Betreuern im Ferienlager noch der eifersüchtigen Marlene (Janine Beilfuß), die auch in Robby verliebt ist. Nur Gruppenleiter Benedikt (Jan Bereska) hat Verständnis. Er kommt auf die Idee, mit den Großen „Romeo und Julia“ einzustudieren und eine Theateraufführung auf die Beine zu stellen. Robby und Karoline bekommen die Hauptrollen. Aber als Robby ein Moped organisiert und die beiden sich heimlich treffen, um abends mal aus dem Ferienlager auszureißen und um nackt im See zu baden, werden sie prompt erwischt.
Lagerleiterin Kränkel (Christa Löser) will Karoline nach Hause schicken … Atmosphärischer und sensibler Jugendfilm über eine ewig junge Geschichte, die erste Liebe. Das sympathische und ungezwungene Spiel der jungen Darsteller ließ den Film seinerzeit zu einem großen Publikumserfolg werden. So schrieb die Filmkritikerin Renate Holland-Moritz im „Eulenspiegel“: „Man muss weder unbedingt jung sein noch Sommersprossen haben, um den Film zu mögen, der lebenswichtige Probleme Jugendlicher so ehrlich, mutig und ohne falsche Scham und mit ansteckendem Spaß behandelt“. (Text: MDR)
Sie fühlen sich wieder zueinander hingezogen und erleben ihre erste Liebe. Doch das gefällt weder den Betreuern im Ferienlager noch der eifersüchtigen Marlene (Janine Beilfuß), die auch in Robby verliebt ist. Nur Gruppenleiter Benedikt (Jan Bereska) hat Verständnis. Er kommt auf die Idee, mit den Großen „Romeo und Julia“ einzustudieren und eine Theateraufführung auf die Beine zu stellen. Robby und Karoline bekommen die Hauptrollen. Aber als Robby ein Moped organisiert und die beiden sich heimlich treffen, um abends mal aus dem Ferienlager auszureißen und um nackt im See zu baden, werden sie prompt erwischt.
Lagerleiterin Kränkel (Christa Löser) will Karoline nach Hause schicken … Atmosphärischer und sensibler Jugendfilm über eine ewig junge Geschichte, die erste Liebe. Das sympathische und ungezwungene Spiel der jungen Darsteller ließ den Film seinerzeit zu einem großen Publikumserfolg werden. So schrieb die Filmkritikerin Renate Holland-Moritz im „Eulenspiegel“: „Man muss weder unbedingt jung sein noch Sommersprossen haben, um den Film zu mögen, der lebenswichtige Probleme Jugendlicher so ehrlich, mutig und ohne falsche Scham und mit ansteckendem Spaß behandelt“. (Text: MDR)
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00:00:03Quatsch.
00:00:06Karoline, Karoline, Mensch, mach doch mal, wir sollen Mama helfen.
00:00:10Ja, ich komm ja schon.
00:00:13Hast du Tina Sachen gepackt?
00:00:15Ja, das Waschzeug fehlt noch.
00:00:19Du hast schon wieder alles vollgekriegert.
00:00:21Mama, komm schnell, er spuckt alles aus.
00:00:24Das halte ich nicht aus.
00:00:26Ach, Herrgott.
00:00:28Na komm, mein Kleiner.
00:00:30Dann trichst du vorher ein Schlückchen Tee.
00:00:32Ja, komm mal her.
00:00:33So, na siehst du.
00:00:35Nun gib deinen Löffel her.
00:00:38Ach, Herrgott.
00:00:40Ja, fein.
00:00:42Fein so.
00:00:44Hier, nun nimm.
00:00:44Langsam musst du mit deinem Kind aber alleine zurechtkommen.
00:00:47Gehen wir bald, Mama.
00:01:03Mama, wir müssen gehen.
00:01:04Ja, ja.
00:01:12Mach's gut, Schwester.
00:01:14Ihr habt's gut.
00:01:15Ach, das wird der reinste Kindergarten.
00:01:16Ich schreib dir.
00:01:20Du musst dich beeilen, Mama, sonst kommst du wieder zu spät.
00:01:22Aber ich kann euch doch nicht alleine gehen lassen.
00:01:25Also mach's gut.
00:01:26Pass schön auf Tina auf.
00:01:28Mach mir keinen Kummer.
00:01:32Tschüss, meine Kleine.
00:01:33Und viel Spaß, ja?
00:01:34Ja, ja.
00:01:35Ja, ja.
00:02:05Über dein Zeugnis müssen wir noch ernsthaft reden, Robert.
00:02:08Wenn du studieren willst.
00:02:10Ich kenne einen, der ist von zu Hause abgehauen, weil sein Vater so Großes mit ihm vorhatte.
00:02:15Na, lassen wir das jetzt.
00:02:17Schreib mal.
00:02:18Ich ruf dich mal an.
00:02:19Oder Mutter ruf dich mal an.
00:02:32So, mach's gut, Junge.
00:02:34Ich kann leider nicht warten.
00:02:36Hier, wenn du was brauchst.
00:02:37Na, nimm schon.
00:02:39Keine Dummheiten.
00:02:40Ich will nichts hören.
00:02:57Die Jungweih war schockt.
00:02:59Ich hab meist Geld bekommen.
00:03:00So 400 Mark.
00:03:01Warst du auch im langen Rock?
00:03:02Nee, mein Vater war dagegen.
00:03:04Ich war in Himmelblau und lang.
00:03:05Und dann bin ich bald hingefallen.
00:03:07Gerade als wir einmarschierten, ist mir so ein Typ auf den Rock getrampelt.
00:03:10Und bei der schönen langen Rede von unserem Dirk hatte einer von uns entschluckt.
00:03:14Ganz laut.
00:03:15Wir sind bald gestorben.
00:03:16Und wir gelumpft.
00:03:17Aber dann war mir doch ganz komisch im Bauch.
00:03:20Ja, auch so feierlich.
00:03:21Und unsere Jungs.
00:03:22Die waren alle so still und so brav angezogen.
00:03:24Mit Hemd und Schlips.
00:03:26Nein.
00:03:28Voll auf der Oberfläche.
00:03:30Alles kleine Mädchen.
00:03:45Ich hab's nicht geschafft.
00:03:46Aber ich will sowieso Bäcker werden.
00:03:48Neh, Beispiel die Kronen.
00:03:49Paula, da wird ja der Teig sauer.
00:03:51Nehmen, deshalb ja.
00:03:5518.
00:03:5620.
00:03:58Hast du die Kassette mit?
00:03:59Ah.
00:04:01Tag.
00:04:04Entschuldigung.
00:04:06Hört doch mal her, ihr Hübschen.
00:04:08Ich bin Bettina, eure Betreuerin.
00:04:10Und das ist Herr Benedikt, der will Lehrer werden.
00:04:13Ihr betreut die großen Jungs, klar?
00:04:18Was ist denn das?
00:04:21Tag.
00:04:23Schöne Ferientag.
00:04:26Schöne Tage in unserem Lager.
00:04:43Die Mädchen in Baracke 1.
00:04:45Die Jungen in Baracke 2.
00:04:48Gegenseitige Besucher auf den Zimmern sind untersagt.
00:04:51Unser Tag beginnt.
00:04:53Zehn vor sieben.
00:04:54Mit Frühsport.
00:04:57Da kommt uns nach.
00:04:58Ich seh nichts.
00:05:01Nur kommt schon, ne?
00:05:02Oh, da kann ich nicht mehr.
00:05:03Wartet doch mal.
00:05:07Endlich sind wir.
00:05:07Da hinten ist das Lager.
00:05:08Ach, das sieht klasse aus hier.
00:05:10Was ist denn das?
00:05:21Schöne Aussicht, hm?
00:05:24Ich wusste, dass du mitkommst.
00:05:27Mein Vater.
00:05:29Du hast dich verändert.
00:05:31Ja?
00:05:32Deine Haare sind kürzer.
00:05:35Ich hab's mir vorgesehen abgeschnitten.
00:05:44Siehst du, mein Schatzengel?
00:05:46Engel sind aber weiß.
00:05:53Bleib mal so sitzen.
00:06:03Warum hast du dich eigentlich nach dem Umzug nicht mehr gemeldet?
00:06:08Du doch auch nicht.
00:06:11Ich hatte deine neue Adresse nicht.
00:06:14Aber gedacht hab ich an dich.
00:06:17Caroline!
00:06:19Caroline!
00:06:23Ich muss jetzt gehen.
00:06:25Warte doch!
00:06:35Du bist doch tot!
00:07:03Du hör mal, ich wandte meine Seele, meinen Sinn,
00:07:07in Liebe ganz zu Julien hin.
00:07:10Denn wie im Donnerschlag sich Blitz und Flammen auf einmal kundtun,
00:07:14so entbrannten wir zusammen in Blick und Händedruck und Kuss.
00:07:22Schön.
00:07:24Aber sag mal, gehst du nicht ein bisschen auf Zehenspitzen?
00:07:29Du musst doch mit denen mal fertig werden. Guck sie dir doch an.
00:07:32Naja, in der Meute sind sie laut.
00:07:34Aber wenn sie allein sind...
00:07:36Nee, nee, du, die haben schon gefühlt.
00:07:38So entbrannten wir zusammen in Blick und Händedruck und Kuss.
00:07:50Morgst du mir mal bitte deine Hand nehmen?
00:07:52Mhm.
00:07:53Danke.
00:07:54Sag es PR. Romeo und Julia.
00:07:59Romeo und Julia, das ist eine Liebesgeschichte.
00:08:03Kennt ihr das? Handelt von Liebe und Tod.
00:08:07Krimi?
00:08:07Ja, Tote gibt's einen Haufen. Spielt vor 400 Jahren in Italien.
00:08:13Hört mal zu.
00:08:16Ja, sie belehrt die Kerzen, hell zu scheinen.
00:08:19Sie stellt sich unter den Gespielen dar, wie eine weiße Taube in der Krähenschar.
00:08:24Das sagt Romeo zu Julia, als er sie zum ersten Mal sieht.
00:08:28Mann, ist das dummständlich.
00:08:30Da haben die sich immer so ein Sprüchen angeredet?
00:08:32Aber es ist doch schön.
00:08:34Ja.
00:08:36Wir könnten das als Theaterstück spielen, zum Abschlussfest.
00:08:39Und die sind doch viel zu alt.
00:08:40Nö, wirklich. Die sind in eurem Alter, so 15.
00:08:43Sie durften sich nicht lieben, weil ihre Eltern verfeindet waren.
00:08:46Und daran sind sie gestorben?
00:08:48Naja.
00:08:48Werden sie doch abgehauen?
00:08:50Na, wer macht nun mit? Jeder kriegt ne Rolle.
00:08:52Ich, je Bahn.
00:08:53Der Typ spinnt doch.
00:08:58Die reagieren nur auf Beat.
00:09:00Aber wenn die Mädchen wollen, das ist doch schon was.
00:09:03Na, dann fangen wir eben mit Julia an.
00:09:05Na, wer möchte denn?
00:09:10Ihr schreibt euch die Szene ab.
00:09:12Und wer es am besten kann, der soll die Julia spielen.
00:09:15Morgen ist Vorspiel.
00:09:16Willst du schon gehen? Der Tag ist doch noch fern.
00:09:18Kannst du nicht leise lernen?
00:09:19Es ist die Nachtigall und nicht die Lerche.
00:09:20Willst du schon gehen? Der Tag ist ja noch fern.
00:09:22Es war die Nachtigall.
00:09:23Nur halt doch mal die Klappe.
00:09:24Also hier kann kein Mensch in Ruhe arbeiten.
00:09:26Es war die Nachtigall und nicht die Lerche.
00:09:28Willst du schon gehen?
00:09:29Willst du schon gehen?
00:09:31Quatsch.
00:09:32Es ist die Nachtigall und nicht die Lerche, die eben jetzt ein banges Ohr durchdrang.
00:09:37Sie singt es nachts auf dem Granatbaum dort.
00:09:40Auf dem Granatbaum dort.
00:09:43Die zieht sich ja richtig roh an dem Zeug.
00:09:46Könnte mir was sein, weil sie schon die Ohren hat überhaupt.
00:09:50Die ist eine Nummer zu groß für dich, Paula.
00:09:53Welche gefällt dir?
00:09:54Die rote?
00:09:55Die Caroline?
00:09:56Stimmt's?
00:09:56Mhm.
00:09:57Die hat aber Sommersprossen.
00:09:59Ja, sieben.
00:10:01Mensch, hier zählt hast du auch schon.
00:10:03Es sind aber mehr als sieben.
00:10:05Na, weiter bin ich eben noch nicht gekommen.
00:10:07Du gehst immer ran an die Weihe, aber ich traue mir immer nicht.
00:10:10Die Weihe war so eine andere Welt.
00:10:11Aber halt die Klappe.
00:10:12Okay.
00:10:14Also Kinder, ich kann den Text.
00:10:17Das muss ja eine Liebe gewesen sein.
00:10:20Traumhaft.
00:10:24Sag mal.
00:10:26Warst du schon mal verliebt?
00:10:28Na ja, so vor einem Jahr.
00:10:29Er hat mir einen Zettel geschrieben, dass wir uns in der Schulhof-Ecke treffen.
00:10:32Da haben wir dann immer zusammen gegessen.
00:10:34Jeden Tag, unsere Stullen.
00:10:37Aber dann hat er mit einer anderen gegessen.
00:10:39In der gleichen Ecke.
00:10:41Und du, Hanni?
00:10:44So Anfang der achten Klasse.
00:10:46Als er mich küssen wollte, kam jemand.
00:10:48Und da ist er eine Brille runtergefallen.
00:10:50In tausend Stücke.
00:10:51Die haben wir dann aufgesammelt.
00:10:53Na und dann?
00:10:54Na nichts.
00:10:56Ich habe ihm eine Brille geborgt.
00:10:57Kinder, Kinder, seid ihr harmlos.
00:10:59Ich habe mit zehn den ersten Liebesbrief bekommen.
00:11:01Und mit zwölf habe ich mich das erste Mal geküsst.
00:11:04Jetzt habe ich so 50 Briefe.
00:11:05Das sind ein paar Pfund.
00:11:06Die habe ich auf unserer Datsche vergraben.
00:11:09Und was ist mit dir?
00:11:11Na ja, ich kannte mal einen.
00:11:14War ich so zwölf.
00:11:17Der ist dann weggezogen.
00:11:20Und eins und eins. Halt!
00:11:25Das ist nun schon das zweite Mal.
00:11:28Ich war da noch so müde.
00:11:29Ja.
00:11:31Nun mach doch mit.
00:11:32Bei dem Wetter könnte er sowieso nicht baden gehen.
00:11:36Hast du Lust, sag mal?
00:11:38Mensch, die hat Ideen, die Frau.
00:11:40Willst du schon gehen?
00:11:41Der Tag ist doch noch fern.
00:11:43Es ist die Nachtigall und nicht die Lerche,
00:11:45die eben jetzt ein banges Ohr durchdrang.
00:11:47Sie singt es nachts auf dem Granatbomb dort.
00:11:52Willst du schon gehen?
00:11:52Der Tag ist ja noch fern.
00:11:52Na los, komm.
00:11:57Ist doch nicht so schlimm.
00:12:00Willst du schon gehen?
00:12:01Der Tag ist noch fern.
00:12:03Es ist die Nachtigall und nicht die Lerche,
00:12:06die eben noch dein banges Ohr durchdrang.
00:12:08Sie sitzt des Nachts auf dem Granatenbaum dort.
00:12:23Na, wer war am besten?
00:12:29Marlene.
00:12:29Marlene.
00:12:30Ja, findet ihr?
00:12:32Marlene.
00:12:33Na, dann spielst du Julias Amme und du spielst Julias Mutter.
00:12:37Dann passt.
00:12:38Und wer traut sich den Romeo zu spielen?
00:12:41Ja.
00:12:42Ja.
00:12:42Keiner?
00:12:44Paulchen, du?
00:12:45Na, der hatte aber nicht so eine Figur.
00:12:46Es wäre besser, du spielst seinen Freund.
00:12:51Micha, wie wär's mit dir?
00:12:53Ach, nö.
00:12:54Kann ich nicht.
00:12:55Na und Robby?
00:12:56Du fängst auch mit R an.
00:12:58Wie wär's denn?
00:12:59Mensch, sei kein Frosch.
00:13:01Naja.
00:13:02Also, alles in Ordnung.
00:13:04Micha spielt den Grafen Kapole
00:13:05und Sven spielt Romeo's anderen Freund.
00:13:08Und ihr alle könnt Volk spielen.
00:13:10Ihr braucht nur immer über die Bühne zu laufen
00:13:12und zu rufen, tot den Kapoles, tot den Montagus.
00:13:14Das sind die beiden Familien von Romeo und Julia,
00:13:16die sich bekriegen.
00:13:18Und ich mach die Kostüme in Ordnung?
00:13:20Und ich spiel Pater Lorenzo,
00:13:21der Romeo und Julia heimlich traut.
00:13:35diffuseter
00:13:36Tempo, Tempo, Tempo!
00:13:43Putz frei!
00:13:45Rechts nach links, Sovietенных!
00:13:49Tempo, Tempo
00:13:52Also, Romeo und sein Freund Benvolio schleichen sich aus Übermut ins verfeindete Haus der Capulet zum Maskenfest ein.
00:13:59Dort sieht Romeo, Julia, die Tochter des Hauses, zum ersten Mal.
00:14:03Hört doch mal auf mit dem Kartenspielen.
00:14:04Ja, schon gut.
00:14:06Also jedenfalls, wie vom Blitz getroffen, verliebt er sich in sie.
00:14:10Und er fragt Benvolio seinen Freund, wie das Fräulein heißt.
00:14:15Wer ist das Fräulein?
00:14:18Wer ist ich da nicht?
00:14:20Weiß ich das?
00:14:21Weiß ich das?
00:14:23Ach, sie belehrt die Kerzen hell zu scheinen.
00:14:25Sie stellt sich unter den Gespielen dar, wie eine weiße Taube in der Krehenschar.
00:14:31Schließt sich der Tanz, so nahe ich ihr.
00:14:38Ergreife ich deine Hand, o heilig Bild, hier heftig und verwegen,
00:14:43so sind zwei Pilgern meine Lippen gleich, den rauen Druck zu büßen schon zugegen.
00:14:48Und nun die Hand küssen.
00:14:51Na ja, aber Robby, doch nicht wie so ein Stück Holz.
00:14:55Na nun mach doch mal.
00:14:56Nö, kann ich nicht.
00:15:01Ein heiligem Bild, das pflegt sich nicht zu regen.
00:15:05So bleibt ein Unbewegt wie Heilge pflegen.
00:15:09Derweil mein Mund dir nimmt, was er pflegt.
00:15:13Da steht Julia, die musst du küssen.
00:15:16Kann ich nicht.
00:15:18Ihr küsst ja ganz gelehrt.
00:15:21Ihr küsst ja ganz gelehrt.
00:15:24Aber Robby, das ist doch nur ein Spiel.
00:15:37Wir haben eine Überraschung vorbereitet fürs Abschlussfest.
00:15:39Ich hab schon sowas gehört.
00:15:41Na ja, wir wollen ein Stück spielen.
00:15:43Ein kleines Theaterstück zum Abschlussfest.
00:15:46Shakespeare's Romeo und Julia.
00:15:48Gekürzt natürlich.
00:15:49Gehen Sie da nicht etwas zu weit?
00:15:51Ich meine, da ist doch andauernd von Liebe die Rede.
00:15:54Und das wollen Sie mit den Kindern?
00:15:55Ich glaube, dass Sie das verstehen.
00:15:57Es behandelt doch Ihre Probleme.
00:15:58Das kann doch nicht Ihr Ernst sein.
00:16:00Seit wann ist die Liebe das Problem von Kindern?
00:16:03Nicht alle sind mehr Kinder.
00:16:05Ja.
00:16:06Und deshalb sollte man Ihre Fantasie nicht unnötig aufreizen.
00:16:11Warum spielen Sie nicht ein Stück aus dem FDJ-Legend?
00:16:14Naja, das wäre auch nicht schlecht.
00:16:16Aber wir haben schon angefangen mit den Proben.
00:16:18Und das macht allen Spaß.
00:16:20Sogar den Jungs.
00:16:21Wir haben doch genügend Veranstaltungen im Lagerplan.
00:16:24Da ist das Sportfest.
00:16:25Da ist die Erntehilfe in der LBG.
00:16:28Und der Besuch im Reifenwerk.
00:16:29Ich denke, wir sollen uns hier erholen.
00:16:31Erholen heißt nicht dauernd vorlinzen.
00:16:32Und morgens nicht aus den Federn kommen,
00:16:34wenn man die halbe Nacht herumschwackst.
00:16:37Naja, ist doch fair.
00:16:39Wann sollen Sie denn Ihre Rollen lernen,
00:16:40wenn Sie den ganzen Tag besetzt sind?
00:16:43Schon gut.
00:16:45Ich werde mir das mal ansehen.
00:16:52Du, Caroline.
00:16:54Die Kregel ist ganz schön sauer auf dich.
00:16:59Warum bist du bloß immer so ernst?
00:17:01Bin ich doch gar nicht.
00:17:03Bist du traurig wegen der Julia-Rolle?
00:17:08Ich möchte Schauspielerin werden.
00:17:13Sag mal, hast du wirklich noch nie verliebt?
00:17:16Das mit dem, der da weggezogen ist,
00:17:18das zählt doch nicht.
00:17:21Den Robby finde ich schau.
00:17:23Und mit dem Küssen ist ja klar,
00:17:25dass er sich nicht getraut hat.
00:17:34Du.
00:17:36Baby Bill.
00:17:39Von meiner Mutter.
00:17:41Davon soll man schöner werden.
00:17:42So runder.
00:17:43Wir nehmen einen.
00:17:45Dann werden wir ja sehen.
00:17:45Nee.
00:17:46Lieber nicht.
00:17:46Na klar.
00:17:47Die Jungs rauchen doch auch.
00:17:49Früher gab es so Liebestränke.
00:17:51Da konnte man jemanden in sich verliebt machen,
00:17:53wenn man es ihm ins Essen schüttet.
00:17:55Na los, nimm schon.
00:17:58Ob es auch gegen Halsschmerzen hilft.
00:18:02Schmeckt süß.
00:18:06Verschluckt.
00:18:10Aber jetzt viel Poppe.
00:18:19Na los.
00:18:22Ich will schlafen.
00:18:24Psch.
00:18:29Du Marlene, soll ich dir was sagen?
00:18:32Der Junge, der damals weggezogen ist,
00:18:35das ist Robert.
00:18:37Robert?
00:18:39Ach so ist das.
00:18:41Na, ich gehe jetzt schlafen.
00:19:12Ich gehe jetzt.
00:19:44Untertitelung des ZDF, 2020
00:20:16Untertitelung des ZDF, 2020
00:20:24Untertitelung des ZDF, 2020
00:20:42Das war nur eine Übung.
00:20:45Feueralarm.
00:20:47Das habt ihr sehr gut gemacht.
00:20:49Und jetzt habe ich eine Überraschung für euch.
00:20:53Wir machen eine Nachtwanderung.
00:20:55Ja!
00:20:57Also warm anziehen.
00:20:59Wir bilden zwei Gruppen.
00:21:09Langsam, Kinder, langsam.
00:21:11Vorsichtig, vorsichtig.
00:21:13Komm, komm, schön zurücktreten.
00:21:14Komm, schön zurücktreten.
00:21:16Was meint ihr wohl, was das einmal war?
00:21:18Hexenhaus.
00:21:18Nein, kein Hexenhaus.
00:21:19Ein Bauernhaus?
00:21:20Auch kein Bauernhaus.
00:21:21Eine Mühle.
00:21:22Jawohl, eine Mühle.
00:21:22Eine Wassermühle.
00:21:23Was für eine Mühle?
00:21:24Ja, eine Wassermühle.
00:21:24Ja, eine Wassermühle.
00:21:24Ja, hier gibt's was.
00:21:25Ja, hier ist der Mühle.
00:21:29Ja, oh, ist das schön.
00:21:31Ja, oh.
00:21:32Wo denn?
00:21:34Ihr müsst die mit der Hose nehmen.
00:21:37Lass aber hochheben.
00:21:39Mensch, ihr habt's Kreuzhaut an.
00:21:50Wollte mich wirklich melden, damals.
00:21:53Weißt du noch, wie du die Brennnesseln gegessen hast, als Liebesbeweis?
00:21:56Du hast mir ein Gedicht gemacht und mich mit diesem Typ verglichen, Herkules.
00:22:05Geh doch zu Marlene.
00:22:06Die will mit dir gehen.
00:22:08Die findet die Schau.
00:22:12Caroline!
00:22:14Ja.
00:22:18Kann ja nie mit dir alleine sein.
00:22:20Immer haust du gleich ab.
00:22:27Hilfe!
00:22:29Robby!
00:22:30Robby!
00:22:32Robby.
00:22:35Mensch, jetzt sind doch die Kleen, du Angsthase.
00:22:39Hu, ich bin ein Gespenst.
00:22:47Hu, ich bin ein Gespenst.
00:22:49Hu, hu, ich bin ein Gespenst.
00:22:51Hu.
00:22:53Na, knutscht euch wieder?
00:22:56Hey, hey, Rastak!
00:23:24Jetzt bist du längst wieder gesund.
00:23:26So.
00:23:31Caroline!
00:23:40Mach doch mal auf.
00:23:45Na, Gobi.
00:23:52Danke.
00:24:03Was ist denn hier los?
00:24:04Ich wollte Caroline nur erzählen, wie interessant unsere Betriebsbesichtigung war.
00:24:09Man wird doch wohl mal einen Krankenbesuch machen dürfen.
00:24:12Er hat mir nur das Radio gebracht.
00:24:13Wenn das nochmal passiert, kriegst du eine Strafe.
00:24:16Du weißt genau, dass die Jungen im Zimmer der Mädchen nichts zu suchen haben.
00:24:19Du könntest ihn anstecken.
00:24:20Und du verschwinde.
00:24:24Ja.
00:24:28Ja.
00:24:40Ja.
00:24:41Ja.
00:24:42Ja.
00:24:43Ja.
00:24:46Ja.
00:24:47Ja.
00:24:59Ja.
00:25:08Ja.
00:25:17Ja.
00:25:18Ja.
00:25:18Ja.
00:25:23Ja.
00:25:36Ja.
00:25:38Ja.
00:25:40Ja.
00:25:49Ja.
00:26:01Ja.
00:26:02Ja.
00:26:03Ja.
00:26:10Ja.
00:26:11Ja.
00:26:11Ja.
00:26:14Ja.
00:26:18Ja.
00:26:19Ja, danke.
00:26:21Na das war doch schon ganz gut.
00:26:26Lebt wohl, lebt wohl! Der Schmerz ist unser Blut!
00:26:30Also mein Fall ist es nicht. Aber meinetwegen, wenn Sie wollen.
00:26:34Aber nur in der Freizeit und die anderen Aufgaben dürfen nicht darunter leiden.
00:26:37Besonders nicht das Sportfest.
00:26:59Liebe Mama, du weißt gar nicht, wie schön es hier ist.
00:27:08Wie schön es hier ist.
00:27:15Kannst du mir den Stuhl mal bohren? Gelegentlich, nicht umsonst.
00:27:18Kannste fahren? Klar.
00:27:20Okay, Dorfstraße 12, neben der Kneipe. Der Liebe leichte Schwingen drohen mich.
00:27:25Was'n' das?
00:27:26Ach, Paulchen gibt's eine Rolle. Wir machen da so'n Spiel.
00:27:29Alles über Liebe. Ist öffentlich. Bist reingeladen.
00:27:32Machen die Weiber mit? Aber immer.
00:27:34Könnte sein, ich komme.
00:27:35Schwer?
00:27:46Machen die Weiberglauben.
00:27:48Ja, von der Liebe.
00:27:51Wer kommt?
00:28:02Lass uns das.
00:28:04Mensch, die beiden haben nachgelebt.
00:28:08Ouhh!
00:28:11Oh!
00:28:17Ein Biss!
00:28:19Das!
00:28:20Nein, du bist gekürzt.
00:28:42Die beiden haben die Weine.
00:28:44Kommen wir in ein Bett.
00:28:48Kannst du mir nicht Feind tun?
00:28:50Na klar.
00:28:51Für Caroline.
00:28:52Aber gerne lieber Freund, dein Brief tritt der Geliebte.
00:28:55Halt mal Turnen.
00:29:05Caroline, ruf mal Caroline, bitte.
00:29:09Die liegt schon im Bett.
00:29:11Ich hab was für sie.
00:29:14Ist gut, ich geb ihn ihr.
00:29:16Aber wirklich, ist ja wichtig.
00:29:18Das kann ich mir denken.
00:29:21Du, der Tacho geht nicht, fahr nicht so schnell.
00:29:23Okay.
00:29:25Danke.
00:29:27Ventil ist doch genug drin.
00:29:47Was willst du denn hier?
00:29:49Wir sind doch verabredet.
00:29:52Du bist doch bescheuert.
00:29:55Paulchen hat, naja.
00:29:58Hast du etwa den Brief aufgemacht?
00:30:00Ich dachte...
00:30:01Sag Caroline Bescheid sonst.
00:30:05Hau ab, Mensch.
00:30:14Meinst du?
00:30:15Na klar.
00:30:16Guten Tag.
00:30:18Wer ist denn das?
00:30:19Weiß ich auch nicht genau.
00:30:21Die Leute hier sagen, dass die SS ihren Freund erschossen hat.
00:30:24Er war von der Wehrmacht desertiert.
00:30:27Sie hat ihn bei sich versteckt.
00:30:29Naja.
00:30:30Und dann, kurz vor Kriegshende, haben sie ihn gefunden und erschossen.
00:30:32Vor ihren eigenen Augen.
00:30:39Gehst du noch spazieren?
00:30:40Komm nicht so spät, ja.
00:30:44Mhm.
00:30:46Ja.
00:31:25Musik
00:32:07Ich liebe ihn eben. Dafür kann ich doch nichts. Liebe ist wie eine Krankheit.
00:32:13Und wie ist das so?
00:32:14Es ist... Ich kann es nicht beschreiben. Ich sehe ihn an und mir wird ganz heiß. Ich könnte rumfallen so
00:32:21schwer mit mir.
00:32:25Na erzähl mal, was hast du denn so erlebt in den zwei Jahren?
00:32:28Meine Eltern haben sich getrennt in dem Jahr danach.
00:32:30Geschieden?
00:32:31Hm. Mama ist manchmal so ungerecht. Dann schimpft sie und schreit oder haut uns. Und dann weint sie wieder und
00:32:37dann tut sie mir leid.
00:32:38Hat sie keinen Freund?
00:32:40Ja manchmal, aber nimmt schon eine Frau mit vier Kindern.
00:32:42Wieso vier?
00:32:43Meine ältere Schwester hat ein Kind.
00:32:45Ach du Schreck. Und der Vater?
00:32:48Den kannst du vergessen. Der ist auf See. Aber am schlimmsten ist, dass wir so eng beieinander wohnen.
00:32:52Manchmal möchte ich weg von zu Hause.
00:33:01Du hast schöne Haare. Was sollen die Rattenschwänze?
00:33:05Weil ich nicht erwachsen werden will.
00:33:08Du bist komisch.
00:33:10Von zu Hause weg willst du, aber erwachsen werden willst du auch nicht.
00:33:15Na ja, Mama braucht mich.
00:33:19Du hast bunte Augen mit gelben Punkten drin.
00:33:21Sind Sommersprossen.
00:33:22Du spinnst.
00:33:23An mir ist alles bunt. Bunte Nase, bunte Ohren, bunte Zunge.
00:33:27Zeig mal.
00:33:29Oh, hast du noch Zähne?
00:33:31Ja, hundert.
00:33:32Hast du mal Zähne, damit du nicht länger als Dover rumläufst?
00:33:35Oh.
00:33:37Ah, verrückt sein.
00:33:40Das fetzt.
00:33:41Die Erwachsenen haben immer mit ihren Problemen.
00:33:43Aber deinen Vater finde ich toll.
00:33:45Eine richtige Persönlichkeit. Direktor.
00:33:47Hm, in einer Schnapsfabrik.
00:33:50Aber nie Zeit.
00:33:52Mutter nicht, Vater nicht.
00:33:53Möchte bloß mal wissen, ob die sich überhaupt Zeit für die Liebe nehmen.
00:33:58Für mich jedenfalls nicht.
00:34:00Dafür kaufen sie mir immer so eine dusseligen Klamotten.
00:34:03Aber sie tun's doch nicht für sich.
00:34:05Das weiß ich ja.
00:34:07Aber wenn sie immer so abgehetzt sind, hat's doch auch keinen Zweck.
00:34:10Und die olle Datsche.
00:34:11Jedes Wochenende bauen.
00:34:13Nee, ich will mal anders leben.
00:34:15Wie denn?
00:34:16Na, zum Beispiel mit dir.
00:34:17Ja, wir könnten doch zusammenziehen.
00:34:19Du spinnst, wir müssen erst die Schule fertig machen.
00:34:21Wir können doch zusammenziehen und die Schule trotzdem fertig machen.
00:34:25Du hast doch gesagt, du willst von zu Hause weg.
00:34:27Und wohin?
00:34:28Na, wir könnten ja heiraten.
00:34:30Du hast Ideen.
00:34:32Das dürfen wir doch nicht.
00:34:33Kinder-Hochzeit.
00:34:35Eigentlich ist das doch eine Gemeinheit.
00:34:37Wenn man nun heiraten will.
00:34:39Früher durften sogar Kinder heiraten.
00:34:40In Spanien oder Indien.
00:34:42Na ja, Prinzen und Prinzessinnen.
00:34:45Wenn ich 16 bin, werde ich um Heiratserlaubnis kämpfen.
00:34:48Ja, und dann laden wir die ganze Schule ein und alles in weiß.
00:34:51Und die Eltern stehen schwarz und vergrämt in der Ecke.
00:34:55Ich will nicht so schnell heiraten.
00:34:58Sonst kriegen wir doch keine Wohnung.
00:35:00Ich werde meinen Vater bitten, nur das noch.
00:35:02Also brauchst du doch wieder deinen Papa.
00:35:04Das ist alles ein Mist.
00:35:10Ey, Robby, was ist denn?
00:35:13Willst du schon gehen?
00:35:14Der Tag ist doch noch fern.
00:35:16Es war die Nachtigall.
00:35:17Und nicht die Lerche, die eben jetzt sein banges Ohr durchdrang.
00:35:21Die Lerche war's.
00:35:23Die Tagverkünderin.
00:35:24Die Nacht hat ihre Kerzen ausgebrannt.
00:35:26Der muntere Tag erklimmt die Dunstgenhöhen.
00:35:29Nur Eile rettet mich.
00:35:30Verzug ist tot.
00:35:32Ja, doch, es tagt auf, Eile fort.
00:35:34Wenn sie dich sehen, sie werden dich ermorden.
00:35:37Ach, deine Augen drohen mir mehr als 20 Schwerter.
00:35:51Ach, Cardina.
00:35:53Robby.
00:35:56Robby, lass mich.
00:36:05Robby, lass mich.
00:36:33Robby, lass mich.
00:37:02Robby, lass mich.
00:37:16Das war's.
00:37:40Hört sich gut an.
00:37:46Haben Sie dich aufgeklärt?
00:37:47Hm. Mein Vater hat sich Mühe gegeben.
00:37:50Über Blumen, Pflanzen und Fische ist er dann zum Menschen gekommen.
00:37:54Na, das war eine Schau.
00:37:58Ist doch eigentlich ganz gut, dass wir's in der Schule haben.
00:38:01Da kriegt man wenigstens keinen Schreck.
00:38:03Später.
00:38:04Aber das ist doch wie Trockenschwimmen.
00:38:07Naja, es gibt ja oft Bücher.
00:38:10Hör bloß auf, ich hab mal so ein Ding in die Hand gekriegt.
00:38:13Da waren so Stellungen drin, mehr für Akrobaten.
00:38:17Es ist doch schon schön, wenn man sich küssen kann.
00:38:19Meine Oma, die hat mit 20 den ersten Kuss gekriegt.
00:38:22Hm, und mit 50 das erste Kind, das sagen sie alle.
00:38:25Hast du eine große Nase?
00:38:28Damit ich dich besser riechen kann.
00:38:31Was hast du für ein entsetzlich großes Maul?
00:38:33Damit ich dich besser fressen kann.
00:38:36Oh, Karolina.
00:38:39Robby, Robby, lass mich.
00:38:40Bitte.
00:38:43Aber mal müssen wir doch damit anfangen.
00:38:45Ja, Robby.
00:38:47Aber wenn man zu früh damit anfängt, macht man sich unglücklich, sagt meine Mutter.
00:38:51Meine Schwester hat mit 17 das...
00:38:56Oh, Robby, guck mal.
00:38:58Mensch, das Moped.
00:38:59Die haben unsere Sachen genommen.
00:39:02Na, wartet ihr, Schakale.
00:39:09Er kommt uns.
00:39:10Los, schnell.
00:39:13Lass die Klamotten fallen.
00:39:18Halt.
00:39:21Komm mal her.
00:39:22Aua, lass mich los.
00:39:23Aua.
00:39:24Lass mich los, Christian.
00:39:26Bring uns irgendwelche Klamotten, sonst hau ich sie schwindelweich.
00:39:28Ich werd' dich kriegen und dann geht's dir dreckig, wenn du uns hier sitzen lässt.
00:39:33Christian!
00:39:50So eine Scheiße.
00:39:57Der kommt nie.
00:40:02Harald, was machst du denn?
00:40:06Der kommt nie.
00:40:08Weißt du nichts Besseres?
00:40:11Jedes geliebte Wesen ist Mittelpunkt eines Paradieses, sagt Herr Benedikt.
00:40:16Schönes Paradies.
00:40:17Ich hab' meiner Mutter versprochen, ihr keinen Ärger zu machen.
00:40:28Ich friere.
00:40:33Haben die sich eigentlich richtig geliebt, die Julia und Romeo?
00:40:36Ich meine, so richtig?
00:40:38Natürlich.
00:40:39Der Pfeffer hat sie doch getraut.
00:40:40Und dann hat Romeo bei ihr übernachtet.
00:40:42Aber ganz klar ist das nicht.
00:40:44Habt ihr was?
00:41:05Ich bin so richtig geliebte.
00:41:11Ich bin so für ein bisschen süß.
00:41:12Ich bin so für ein vervoll JUibf.cast
00:41:12wie in der Tatant falan. Keine
00:41:12Schnap! Ich bin
00:41:39Untertitelung des ZDF für funk, 2017
00:41:48Was ist denn nun los?
00:41:53Der Sprit ist alle.
00:41:54Mensch, die Kregel schmeißt uns raus.
00:41:56So schnell nun wieder nicht.
00:41:57Wenn man bei der die Klappe hält und der Ja sagt, ist die Sache schon gelaufen.
00:42:13Wann ist eigentlich die Kindheit zu Ende?
00:42:15Sind wir schon erwachsen?
00:42:17Ja, wir sind so im Niemandsland.
00:42:20Kindheit zu Ende, na und erwachsen auch noch nicht.
00:42:26Wo bleiben die denn bloß?
00:42:28Ich fahre ins Dorf zum ABV.
00:42:30Wir machen doch nicht gleich die Pferde schuld.
00:42:31Das müssen Sie schon mir überlassen.
00:42:33Ich trage schließlich die Verantwortung.
00:42:35Sie nehmen alles auf die leichte Schulter überhaupt, diese ganze laxe kumpelhafte Art.
00:42:39Mit dem Volken muss ich alleine fertig werden.
00:42:43Weißt du, manchmal mache ich eine verdammte Wut auf alles.
00:42:46Und das Schärfste ist, ich weiß noch nicht mehr warum.
00:42:48Da könnte ich alles an die Wand klatschen.
00:42:49Geht dir das auch so?
00:42:50Hm, aber mir ist dann zum Heulen.
00:42:52Ich weiß auch nicht warum.
00:42:54Meine Mutter sagt, es liegt am Alter.
00:42:57Aber wenn ich mit dir zusammen bin, ist das alles so verdammt schön.
00:43:01Da, naja, könnte ich irgendwann schon mal eine blöde Sache okay finden.
00:43:09Robby, ich kann nicht mehr.
00:43:11Na, steck auf.
00:43:20Robby, was ist eigentlich der Unterschied zwischen Verstand und Gefühl?
00:43:24Die sagen alle, das muss man unterscheiden.
00:43:27Na, Verstand ist, naja, was einem der Kopf sagt.
00:43:30Genau und sachlich.
00:43:32Na, und Gefühl.
00:43:34Gefühl, na, hast du das drumherum, was man so fühlt?
00:43:37Du weißt es auch nicht?
00:43:38Doch, zum Beispiel ein Partisan.
00:43:40Sein Verstand sagt ihm, dass er kämpfen soll.
00:43:42Und dann verliebt er sich meinetwegen in eine Partisanin.
00:43:44Aber darunter leidet der Kampf.
00:43:46Deshalb muss er aufhören zu lieben.
00:43:48Also ist der Kampf das Nötige und die Liebe das Unnötige?
00:43:51Nein, ich meine doch nur im Krieg, als Beispiel.
00:43:53Aber wir haben ja keinen Krieg.
00:43:55Also brauchen wir Verstand und Gefühl nicht zu trennen.
00:43:57Nee, so ist das nun auch wieder nicht.
00:43:59Der Verstand oder die Vernunft zeigen einem, was notwendig ist.
00:44:01Und das Gefühl ist dazu da, um das Ganze zu verschönern.
00:44:04Okay.
00:44:05Ach so.
00:44:07Ich könnte es nicht so genau trennen.
00:44:09In meinem Kopf geht das alles durcheinander.
00:44:12Aber auf der Insel hat dein Verstand hervorragend funktioniert.
00:44:16Noch sieben Kilometer.
00:44:18Armer Vater.
00:44:25Eine glückliche Familie.
00:44:28Aber was geht in der Kasse eigentlich vor?
00:44:30Die Versuche werden fortgesetzt.
00:44:32Du hast Caroline Weg gehen sehen.
00:44:34Wann war das?
00:44:35So gegen vier.
00:44:37Und ist sie allein gegangen?
00:44:39Ja, aber...
00:44:41Ich habe sie gesehen.
00:44:42Allein.
00:44:42Was aber?
00:44:44Er hat auf sie gewartet.
00:44:46Am Dorfausgang.
00:44:47Woher willst du denn das wissen?
00:44:49Ich weiß es eben.
00:44:51Wie lange geht denn das schon mit den beiden?
00:44:53Sie kennen sich schon zwei Jahre.
00:44:55So lange?
00:44:58Naja...
00:44:58Sie nimmt ja auch schon die Pille.
00:45:01Red doch keinen Blödsinn.
00:45:03Also wundern würde mich das nicht.
00:45:24Na bitte.
00:45:26Da haben wir es ja.
00:45:28Die ist doch leer.
00:45:32Umso schlimmer.
00:45:33Mann, ich habe Angst.
00:45:34Du brauchst keine Angst haben.
00:45:35Ich fahre nach Hause.
00:45:37Ach komm schon.
00:45:39Komm.
00:45:41Wir können nur sagen, man hat uns überfallen.
00:45:43Quatsch.
00:45:44Wir sagen, wie es war.
00:45:45Und unsere Sachen?
00:45:46Die schlafen schon alle.
00:45:47Wir schleichen uns ganz leise.
00:45:51Au.
00:46:01Ihr geht jetzt sofort schlafen.
00:46:05Na ja.
00:46:06Da haben sie uns eben die Sachen geklaut.
00:46:08Solche Knirpse.
00:46:10Caroline.
00:46:11Du kannst doch Vertrauen zu mir haben.
00:46:21Kennst du diese Schachtel, ja oder nein?
00:46:22Ja.
00:46:24Nimmst du diese Tabletten immer?
00:46:27Nein.
00:46:28Nein, wirklich nicht.
00:46:30Gehört die Schachtel dir?
00:46:33Wem gehört sie?
00:46:36Und du hast noch nie eine Tablette davon genommen, sagt die Wahrheit.
00:46:41Doch, einmal, eine.
00:46:44Aber das war nur Spaß.
00:46:45Wir dachten, ich dachte...
00:46:48Das genügt, Caroline.
00:46:50Es tut mir leid, aber wir müssen dich nach Hause schicken.
00:46:54Es ist das Beste für alle.
00:46:56Deine Mutter wird dich abholen.
00:47:02Ist das geregelt mit dem Brot?
00:47:05Gut, danke.
00:47:08Das Mädchen ist einfach frühreif.
00:47:10Sicher sind da auch die häuslichen Verhältnisse mit im Spiel.
00:47:14Jedenfalls glaube ich, dass bei diesem schwerwiegenden Vorkommnis sie die führende Rolle hatte.
00:47:18Was heißt führende Rolle?
00:47:20Beide haben sich vom Lager entfernt, also müssen beide nach Hause geschickt werden.
00:47:24Womöglich noch zusammen.
00:47:25Halten Sie das für eine Strafe?
00:47:27Naja, es ist ja auch unangenehm, den Direktor anzurufen, dass er seinen Sohn abholen soll.
00:47:32Was erlauben Sie sich?
00:47:35Wir sollten doch sachlich bleiben.
00:47:37Und mögliche Ursachen beim Namen nennen.
00:47:40Dazu gehört leider auch diese Romeo-und-Julia-Geschichte.
00:47:43Darin sehe ich eher eine negative Einwirkung.
00:47:46Sicher werden Sie sagen, die Kregeln mit ihrem Sportfimmel.
00:47:49Aber glauben Sie mir, in diesem schwierigen Alter sind Disziplin und Selbstbeherrschung eine ganz wichtige Hilfe.
00:47:56Und was Ihnen Spaß macht und was Sie lieben?
00:48:00Ich finde auch. Wenn schon, dann beide.
00:48:03Kollegen, wir haben diskutiert mit allem Für und Wider.
00:48:06Die verantwortliche Entscheidung liegt bei mir.
00:48:08Also erstens, Caroline Hinze fährt nach Hause.
00:48:10Das ist ungerecht. Dann fahre ich auch.
00:48:12Mach doch keinen Quatsch. Wie soll denn deine Arbeit machen?
00:48:13Und zweitens, das Theaterspiel wird abgebrochen.
00:48:21Weglaufen nützt doch nichts.
00:48:22Mir kann ja nicht viel passieren.
00:48:24Aber denk doch mal an dein Studium.
00:48:25Du, die wird ja eine Beurteilung hinknallen, die sich gewaschen hat.
00:48:28Mir ist das egal.
00:48:30Wir probieren heimlich weiter.
00:48:32Wie Schiller im Walde in Tyrannos.
00:48:37Sehr erfreulich ist doch die hohe Beteiligung
00:48:39beim Erwerb des Sportabzeigens.
00:48:43Und dann habe ich noch etwas Unerfreuliches.
00:48:49Caroline Hinze
00:48:50wird wegen Verstoßes gegen die Lagerordnung nach Hause geschickt.
00:48:57Dann fahre ich auch.
00:49:05Der Appell ist beendet.
00:49:14Du hast es verraten mit der Pille.
00:49:16Du bist so gemein.
00:49:17Und ihr habt euch über mich lustig gemacht.
00:49:19Du und dein Robby.
00:49:20Aber du hast die Schachtel unter Caroline's Kopfkissen versteckt.
00:49:22Ich habe es gesehen.
00:49:25Warum hast du das gemacht?
00:49:27Sag schon.
00:49:30Ich wollte es ja gar nicht.
00:49:31Aber als Caroline mit Robby weg war,
00:49:34da war ich so unglücklich.
00:49:36Da ist die Gemeinheit aus mir rausgekommen.
00:49:39Jetzt gehst du zu Frau Kregel und sagst dir die Wahrheit.
00:49:42Sonst sagen wir es.
00:49:44Also wenn ihr nicht dicht haltet,
00:49:45dann ist die Überraschung im Eimer.
00:49:47Ihr bringt uns die Terrasse in Ordnung.
00:49:48Wenn ihr dabei Gedicht aufsagt, ist das euer Bier.
00:49:50Willi, schlag vier die Lupine weg.
00:49:53Vier, fünf Proben, dann läuft die Sache.
00:49:54Ja, macht nur, macht.
00:49:56To den Antagonist!
00:49:58To den Antagonist!
00:50:01Los, ran!
00:50:07Danke, danke. Das ist schon sehr schön.
00:50:09Und jetzt die Szene, in der Romeo Pater Lorenzo bittet,
00:50:12ihn und Julia heimlich zu trauen.
00:50:15Na los.
00:50:18Mein Vater, guten Morgen.
00:50:20Mein junger Sohn, mir scheint das wildes Blut dich plagt,
00:50:22weil du dem Bett zu früh schon lebewohl gesagt.
00:50:25So wirst du denn?
00:50:26Ich wandte Seele und Sinn in Liebe zu Kapolis schöner Tochter hin.
00:50:31Sie gab ihr ganzes Herz zurück für das meine.
00:50:34Und uns Vereinten fehlt zum innigsten Vereine die Trauung nur.
00:50:38Quatsch, ich fahr ja doch nach Hause.
00:50:39Nun warte doch mal.
00:50:41Du kannst doch nicht einfach aufgeben.
00:50:43Denk doch mal an die anderen, an die ganze Arbeit.
00:50:45Ist mir scheißegal.
00:50:47Die Kregel hat was gegen Caroline.
00:50:48Schon von Anfang an.
00:50:49Und wenn sie fährt, fahr ich auch.
00:50:51Das wird doch noch geklärt.
00:50:54Mensch, warte doch.
00:50:55Schmeiß einfach das Handtuch.
00:50:56Find ich nicht gut.
00:50:57Ach, halt die Klappe.
00:50:57Wieso hast denn ja Marlene den Brief hier im Idiot?
00:50:59Aua, da drin die Brennel sind.
00:51:02Du Schwein, du Vater.
00:51:04Die hat mich überlistet.
00:51:06Kniffe haben die Weiber, die bringen die schon mit auf die Welt.
00:51:08Ich konnte doch nicht wissen, dass ich so an Caroline recht.
00:51:12Wieso recht?
00:51:13Na die hat doch der Caroline so eine Pillen.
00:51:15Babypillen oder sowas unter das Kopfkissen geschoben.
00:51:17Deshalb denkt die Kregel.
00:51:20Aua, tut das weh.
00:51:29Komm mal mit.
00:51:30Was ist denn?
00:51:31Komm.
00:51:35Warum hast du das gemacht?
00:51:37Was?
00:51:38Das mit der Schachtel.
00:51:39Welche Schachtel?
00:51:40Mensch Marlene, wenn Caroline nach Hause fahren muss.
00:51:43Ihre Mutter.
00:51:45Das kannst du doch nicht machen.
00:51:47Bitte, sag der Kregel die Wahrheit.
00:51:51Sag mich da, den sag mich da.
00:51:54Ein Grab aus Marlene, das soll mein Denkmal sein.
00:52:01Ein Grab aus Marlene, das soll es sein, das soll es sein.
00:52:30Ich dachte, der arme Mädel hat aber auch gar keine gute Erziehung genossen.
00:52:33Das ist doch kein Wunder bei dir, Mutter.
00:52:35Die hat doch dauernd andere Männer in den Werk.
00:52:37Ich habe gehört, jetzt hat die Mutter schon wieder einen anderen Tag.
00:52:40Mit 17 hat die Schwester doch schon ein Kind gekriegt.
00:52:42Und dann ist sie doch mit den Bengen abgehauen.
00:52:44Ach, ich habe gehört, morgen wird sie abgeholt.
00:52:46Das kann nur gut sein.
00:52:51Karline, was ist denn?
00:52:56Karline!
00:53:09Robby!
00:53:10Robby!
00:53:11Robby!
00:53:11Robby!
00:53:15Robby!
00:53:28Robby!
00:53:30Robby!
00:53:31Robby!
00:53:33Robby!
00:53:34Robby!
00:53:36Robby!
00:53:37Robby!
00:53:38Robby!
00:53:38Robby!
00:53:38Robby!
00:53:39Robby!
00:53:40Robby!
00:53:41Robby!
00:53:43Robby!
00:53:44Robby!
00:53:45Robby!
00:53:46Robby!
00:54:03Karoline
00:54:41Karoline
00:55:00Karoline
00:55:00Karoline
00:55:10Karoline ist weggelaufen
00:55:11Da hinten irgendwo im Wald
00:55:13Zum See
00:55:17Karoline!
00:55:20Mach keinen Quatsch!
00:55:22Ich weiß, dass du hier bist!
00:55:27Karoline!
00:55:29Karoline!
00:55:33Karoline?
00:55:45Was ist denn? Wach doch auf!
00:55:59Karoline!
00:56:03Du, wach auf!
00:56:08Hilfe! Hierher!
00:56:13Oh, nein!
00:56:27Wach!
00:56:33Wach!
00:56:34Wach!
00:56:35Wach!
00:56:36Wach!
00:56:49Robi!
00:56:52Mensch, Robi, ach, mach doch auf, Robi!
00:56:57Caroline!
00:56:58Caroline, wo bist du?
00:57:00Caroline!
00:57:02Caroline!
00:57:06Caroline!
00:57:08Wir haben ihre Sachen gefunden!
00:57:12Caroline!
00:57:41Liebes, Liebespaar, ihr habt uns einen ganz schönen Schrecken eingejagt.
00:57:46Vielleicht hat euch Romeo und Julia angesteckt.
00:57:49Aber wenn ihr mich fragt, die schönere Daseinsform der Liebe ist das Leben und nicht der Tod.
00:57:56Muss Caroline nun nach Hause?
00:58:03Frau Kreke, ich muss Ihnen was sagen.
00:58:07Das mit der Schachtel, das war ich.
00:58:13Wo das Paulchen nur bleibt.
00:58:15Vielleicht konnte er nicht abhauen.
00:58:17Die muss irgendwo im Wespennest sein.
00:58:20Wie kommen wir denn gerade in diese Straße, wo der verhasste Name Kapole uns gleich so übermütig um die Ohren
00:58:26saust.
00:58:26Solltest du uns freundlicherweise erklären, woher du den Gaul hast?
00:58:29Ja, schönen Gruß vom Vorsitzenden.
00:58:32Freundlicherweise stellt er uns das edle Tier zur Verfügung.
00:58:34Was?
00:58:35Ein historisches Stück ohne Pferd, das wäre nichts.
00:58:37Kann der sprechen?
00:58:39Wie soll ich das denn einbauen?
00:58:41Das sieht aber halt aus.
00:58:43Also los, fangen wir an.
00:58:45Robi, Marlene, und wenn's geht, ohne Zettel.
00:58:50Was soll ich bloß mit dem Pferd machen?
00:58:53Wie kamst du her?
00:58:55Ach, sag mir, und warum?
00:58:56Die Gartenmauer ist doch hoch.
00:58:58Schwer zu erklimmen.
00:58:59Der Ort ist tot.
00:59:01Bedenk nur, wer...
00:59:03Was ist denn los?
00:59:07Lass mich mal.
00:59:08Na, du, bei einem Westenstich in die Nase ist es besser, wenn sie gleich zum Arzt kommt.
00:59:15Ein Glück, dass sie nicht in die Zunge gestochen hat.
00:59:18Nun ist alles aus.
00:59:20Na, Julia, mit Knollennas ist immer was anderes.
00:59:23Na, vielleicht.
00:59:24Vielleicht kann Carolina einspringen.
00:59:26Nee, nee, ich will nicht.
00:59:27Sie kann die Texte.
00:59:28In vier Tagen, das schaffen wir nie.
00:59:31Rolle vorwärts.
00:59:32Schwung und, und, ab.
00:59:35Gut.
00:59:37Hoffentlich hat sie den Galen hier schleppen müssen.
00:59:44Oh, Romeo.
00:59:46Warum den Romeo?
00:59:48Verleugne deinen Vater und deinen Namen.
00:59:51Wo nicht?
00:59:52So schwöre dich zu meinem Liebsten und ich bin länger keine Capuli.
00:59:56Höre ich noch länger oder soll ich reden?
00:59:58Dein Name ist nur mein Feind.
01:00:02Du bleibst du selbst.
01:00:06Was ist denn, Montagu?
01:00:08Was ist dein Name?
01:00:12Was uns Rose heißt, wie es auch hieße, würde lieblich duften.
01:00:18Oh, Romeo, leg deinen Namen ab und nimm dafür mein Ganzes selbst.
01:00:23Ich nehme dich beim Wort.
01:00:24Denn liebst an mich, so bin ich neu getauft und will hinfort kein Romeo mehr sein.
01:00:27Wie kamst du her, oh, sag mir, und warum?
01:00:29Die Gartenmauer ist hoch, schwer zu erklimmen.
01:00:32Der Ort ist tot.
01:00:33Bedenk nur, wer du bist, wenn einer meiner Vättern dich hier findet.
01:00:36Der liebeleichte Schwing trugen mich.
01:00:38Kein Steiner am Bollwerk kann der Liebe wehren.
01:00:40Was Liebe nur vermag, das wagt sie auch.
01:00:43Drum halten deine Väter an mich nicht ab.
01:00:46Wenn sie dich sehen, sie werden dich ermorden.
01:00:49Ach, deine Augen tun mir mehr Gefahr als 20 ihrer Schwerter.
01:00:52Wer zeigte dir den Weg zu diesem Ort?
01:00:55Die Liebe.
01:00:57Oh, halte Romeo, sag, liebst du mich?
01:01:00Sag's ohne falsch.
01:01:02Doch dächtest du, ich sei zu schnell besiegt.
01:01:03So will ich finster blicken, will widerspenstig sein.
01:01:06Ich sage nein, wenn du das lieber hast.
01:01:08Sonst nicht um alles.
01:01:11Ich schwöre, Fräulein, beim heiligen Mond, der Silbern dieser Bäume Wipfel säumt.
01:01:17Oh, schwöre nicht beim Mond, dem Wandelbaren, der immerfort in seiner Scheibe wechselt, damit nicht wandelbar dein Lieben sei.
01:01:23Wobei denn soll ich schwören?
01:01:26Lass es ganz.
01:01:28Obwohl ich dein mich freue, freue ich mich nicht des Bundes dieser Nacht.
01:01:32Er ist zu rasch, zu unbedacht, zu plötzlich.
01:01:38Schlaf, süß.
01:01:39Du verlässt es mich so unbefriedigt?
01:01:42Was für Befriedigung begehrst du noch?
01:01:48Ich höre im Haus Geräusch, schläf wohl, Geliebter.
01:01:50Fräulein Julia!
01:01:51Gleich, gleich.
01:01:53Oh, Holder Montagu, sei treu.
01:01:55Wart einen Augenblick, ich komme wieder.
01:01:59So, wir stecken das mit Stecknadeln fest und dann heftest du das, hm?
01:02:02Ja.
01:02:03Mal her.
01:02:04Ja, danke.
01:02:06Wo ist denn eigentlich Marlene?
01:02:08Die kommt nicht, wegen ihrer dicken Nase.
01:02:09Die Jungs lachen sie immer aus.
01:02:11Steckst du mir mal fest?
01:02:18Schöp mal her, ihr Analphabeten.
01:02:20Auf eins schreibt der aus Karpeli, auf das andere aus Montagu, aber ohne Fehler.
01:02:28Es tagt, es tagt.
01:02:29Auf, eile fort von hier.
01:02:31Stets heller und heller wird's.
01:02:32Wir müssen scheiden.
01:02:34Komm ins Fenster.
01:02:36Robi, wo bleibst du denn?
01:02:39Hell, dunkler stets und dunkler unsere Leiden.
01:02:46Fräulein!
01:02:47Amme!
01:02:48Die Knetge Gräfen kommt in eure Kammer, seid auf der Hut, schon regt man sich im Haus.
01:02:51Tagschein herein und Leben flieh hinaus.
01:02:54Ich steig hinab, lass dich noch einmal küssen.
01:03:07Freund, Gatte, Trauter, bist du mir entrissen?
01:03:11Gib Nachricht, jeden Tag, von jeder Stunde.
01:03:13Schon die Minute hat der Tage viel.
01:03:16Ach, so zu rechnen bin ich hoch in Jahren, ehe meinen Romeo ich wiedersehe.
01:03:20Leb wohl.
01:03:22Kein Mittel lass ich aus den Händen, um dir, du Liebe, meinen Gruß zu senden.
01:03:26Oh, denkst du, dass wir uns je wiedersehen?
01:03:28Ich zweifle nicht.
01:03:33Mein Herz ahnt Unglück.
01:03:34Mich deucht, ich seh dich, da du unten bist, als legst du in eines Grabes Tiefe.
01:03:39Mein Auge drückt mich, oder bist du bleich?
01:03:42So, Liebe, scheinst du meinen Augen auch.
01:03:44Der Schmerz trinkt unser Blut.
01:03:46Leb wohl.
01:03:51Können wir das gebrauchen?
01:03:52Hier liegt noch jede Menge.
01:03:54Ja, bringt alles runter.
01:03:57Und nun nochmal den Auftritt.
01:04:07Nun, Julia.
01:04:09Wie geht's?
01:04:11Mir ist nicht wohl.
01:04:13Du hast einen aufmerksamen Vater.
01:04:15Um dich von deinem Trübsen abzulenken, ersanne dir ein plötzlich Freuen fest, dass ich so wenig mich versah, wie du.
01:04:21Ei, wie erwünscht. Was wär das, Knetgemutter?
01:04:23Ja, denk dir, Kind. Am Donnerstag frühmorgens soll Graf Paris dich als frohe Braut an den Altar geleiten.
01:04:30Nein!
01:04:35Ich bitte euch, Knetgemutter.
01:04:37Sag meinem Herrn und Vater, ich wolle mich noch nicht vermehlen.
01:04:42Da kommt er. Sag's ihm selbst. Sieh, wie er sich's von dir gefallen lässt.
01:04:49Nun, wie steht es, Frau? Hast du unseren Ratschluss hinterbracht?
01:04:52Ja, doch sie will es nicht. Sie dankt euch sehr. Wird auch die Türe in ihrem Grab vermehlt.
01:04:57Sagt. Ich versteh nicht. Was will sie nicht? Schätzt sie sich nicht beglückt, dass wir solch ein würdgen Herner wählt,
01:05:02ihr zum Gemahl? Unwürdig, wie sie ist?
01:05:05Hör nur, Fräulein, zierlich du. Rücken auf Donnerstag dein Zartgestell zurecht, mit Paris nach St. Peterskirch zu gehen.
01:05:11Sonst schlepp ich dich auf einer Schleife hin. Du bleichsig gestinkt.
01:05:14Oh, Pfui! Seid ihr vollsinnend?
01:05:17Ich flehe euch auf den Knien an, mein guter Vater. Hört mit Geduld dein einzig Wort so an.
01:05:21Ich sag dir, zur Kirch auf Donnerstag, sonst komm er niemals wieder vors Gesicht.
01:05:24Nicht, sprich nicht, erwidere nicht, gib keine Antwort. Die Finger jucken mir.
01:05:28Euer Gnarren tun nicht wohl, sie so zu schelten.
01:05:29Alter, da rum und klug Schnauze. Gott, Sakrament, es macht mich toll. Bei Tag, bei Nacht, spät, früh allein in
01:05:34der Gesellschaft war meine Sauerstesi zu vermehlen.
01:05:37Nun, da ich ein Herrn hier angemittelt von fürstlicher Verwandtschaft, reichen Gütern, habe ich ein weinerliches Püppchen, die, wenn ihr
01:05:42Glück erscheint, zur Antwort gibt.
01:05:43Heiraten will ich nicht, ich kann nicht stimmen, ich bin zu jung. Spät, entschuldigt mich.
01:05:48Gut, du sollst entschuldigt sein. Geh, Bettle, Hunger, Stürb am Wege.
01:05:52Nichts, was meins soll dir zugute kommen. Bedenk dich, glaub, ich halte, was ich vor.
01:05:58Wo und denn kein Mitleid droben in den Wolken, das in die Tiefe meines Jammers schaut?
01:06:04Oh, süße Mutter, stoßt mich doch nicht weg. Nur einen Monat, eine Woche frisst.
01:06:10Wo nicht? Bereite mir das Hochzeitsgottel in jener düsteren Gruft, wo Tybald liegt.
01:06:15Na ja, das klappt doch schon ganz gut. Das geht doch.
01:06:20Sagt man, wo ist denn eigentlich das Pferd?
01:06:22Das edle Tier kommt nimmermehr, denn es ist dämpfig.
01:06:26Ja, das ist sehr gut.
01:06:29Micha, mit deinem Kissenbauch müssen wir uns noch was einfallen lassen.
01:06:32Wir probieren die Szene nochmal.
01:06:45Das ist ja unglaublich. Hinter meinem Rücken, entgegen meinen Anweisungen.
01:06:56Rrrr, steh.
01:06:58So, den hab ich eingetauscht. Der macht euch keinen Ärger. Der ist lammfromm.
01:07:02Und Sie unterstützen also das Ganze?
01:07:05Warum nicht? Bisschen Kultur kann nichts schaden.
01:07:08Wissen Sie auch, was hier gespielt wird?
01:07:10Nach Romeo und Julia, denke ich.
01:07:12Gegen den Bestoss der Lagerleitung.
01:07:14Ach so. Wollten Sie was anderes spielen?
01:07:17Sie können's ja immer noch verbieten.
01:07:20Ich hab den Gaul 35 Kilometer hergeritten.
01:07:23Die ganze Gemeinde kommt.
01:07:26Gratuliere, Sie haben gewonnen.
01:07:32Hier ruht Julia und Ihre Schönheit.
01:07:34Macht zur lichten Feier dies Gewölbe.
01:07:37Nie wieder will ich weichen aus dem Palast der Evgarnacht.
01:07:40Ja, es wäre wirkungsvoller mit Scheinwerfern.
01:07:42Wirklich.
01:08:09Oh, mein Herz, mein Weib.
01:08:27Der Tod, der deines Odems Balsam sog, hat deiner Schönheit nichts vermocht.
01:08:32Noch bist du nicht besiegt.
01:08:35Der Schönheit Fahne weht Purpur über Wangen und Lippen dir.
01:08:44Hier pflanzte nicht der Tod sein bleiches Banner.
01:08:53Julia, Liebe, warum bist du so schön noch immer?
01:09:00Ich will aus dem Palast der finsterer Nacht nie wieder weichen.
01:09:04Hier will ich bleiben.
01:09:06Schüttle von dem lebensmüden Körper das Joch feindseliger Gestirne.
01:09:16Augenblickt euer Letztes.
01:09:20Arme nehmt die letzte Umarmung.
01:09:23Klippen ihr.
01:09:25Tore des Atems.
01:09:27Siegelt mit rechtmäßigen Kusse den ewigen Vertrag dem Wucherer Tod.
01:09:45Dies meiner Liebsten.
01:09:53Und so im Kusse starb ich.
01:10:01Romeo.
01:10:07Oh, welche Unmitleid gestund ist Schuld an dieser kläglichen Begebenheit.
01:10:15Das Fräulein regt sich.
01:10:20Oh, mein Romeo.
01:10:28Kommt, Fräulein.
01:10:29Flieht die Grube des Todes, der Seuchen, des erzwungenen Schlafs.
01:10:32Und fasset euch in Heiligem ergeben.
01:10:35Denn eine Macht, der niemand widerspricht, hat unseren Plan vereitelt.
01:10:40Kommt, oh kommt.
01:10:42Hinweg.
01:10:44Es wird nicht anders, Fräulein.
01:10:46Kommt.
01:10:46Ich schließe das Gewölbe, uns zu retten.
01:10:49Ja, geht nur, geht.
01:10:52Fräulein, kommt und zaudert nicht.
01:11:01Was ist das hier, ein Fläschchen in des geliebten Hand?
01:11:05Gift?
01:11:07Sehe ich wohl, war das ein eilig Ende?
01:11:17Oh, Böse, alles trankst du.
01:11:19Keinen Tropf noch mir zu helfen, ließest du zurück.
01:11:25Ich küsse deine Lippen.
01:11:26Glücklich hängt vielleicht ein Tropfen Gift noch dran.
01:11:31Wie warm noch deine Lippen sind.
01:11:37Ich will nicht zaudern.
01:11:48Nun willkommen, Dolch.
01:11:49Du hast ihn mir im Herzen.
01:12:04Auch sie ist hin.
01:12:06Damit bekräftigt werde, der Väterhass zerstört der Kinderbrust.
01:12:10Glückselig der, wer Liebe reingenießt,
01:12:12weil doch zuletzt das Grab so lieb und Hass verschließt.
01:12:31Glückselig der, wer die Lippen sind.
01:12:37Glückselig der, wer die Lippen sind.
01:13:02.be
01:13:06Vielen Dank.
01:13:37Vielen Dank.