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  • vor 1 Tag
Rote Rosen Folge 1795 - Ein guter Freund an der Seite

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Transkript
00:03Wenn wir den Auftrag nicht verlieren wollen, müssen wir Herrn Janssen immer einen Schritt voraus sein.
00:08Halten Sie die Augen auf.
00:09Wir sollen auf unsere Rente Steuern zahlen.
00:12Es wird Ihnen nichts anderes übrig bleiben.
00:14Also wenn uns der Staat ein Viertel von unserem Geld wegnimmt?
00:18Dann platzt unser Finanzierungsplan.
00:23Ole, du weißt doch längst, dass du ohne Tine nirgendwo glücklich wirst.
00:30I'm worn and painted by the sun, and it's in my eyes, and it's in my eyes.
00:37Caught by the rapture of the dawn, and a restless sky, and a restless sky.
00:46This is my life.
00:50This is the way to find my own.
00:54This is my life.
00:56This is my life.
00:57This is the world where I belong.
01:03I'm rolling on, I'm rolling on.
01:14Es ist ein Stuhl, ein Möbelstück.
01:17Gut, dann lass ihn hier.
01:19Ich verkaufe ihn für dich und überweise dir das Geld.
01:22Für einen neuen Stuhl, einen ohne Erinnerungen.
01:25Mensch Ole, wie willst du denn ein neues Leben beginnen, wenn du dein altes wie ein Schneckenhaus mit dir herumträgst?
01:32Ich weiß nicht, wie viel da noch ist zwischen Tine und dir.
01:35Aber ich denke, du solltest das herausfinden, anstatt vor deinen Gefühlen davon zu rennen.
01:47Du kannst ganz schön nerven, weißt du das?
02:07Es tut mir leid, dass ich keine besseren Nachrichten für Sie habe.
02:10Ja, Sie können ja nichts dafür.
02:12Es ist unsere eigene Unkenntnis.
02:14Trotzdem, vielen Dank.
02:15Wenn Sie noch Hilfe bei der Steuererklärung brauchen, dann sagen Sie einfach Bescheid.
02:19Wiedersehen.
02:19Dankeschön.
02:20Wiedersehen, Herr Ebinger.
02:21Wiedersehen.
02:34Du machst mich nervös.
02:37Kein Wunder, ich bin nervös.
02:39Was müssen wir denn jetzt an Steuern zahlen?
02:47Das kann doch nicht sein, da musst du dich verrechnet haben.
02:49Ja, ich habe es dreimal überprüft.
02:51Es ist meine Schuld.
02:53Ja, ich hätte mich besser über das Rentensystem in Deutschland informieren müssen.
02:57Wie kann man nur so naiv sein?
03:00Nein, das ist meine Schuld.
03:01Ich habe doch die ganzen Jahre die Buchhaltung gemacht.
03:04Ich hätte es wissen müssen.
03:05Ja, dass Sie einem selbst im Alter noch Geld abknüpfen.
03:08Die Frage ist, was können wir tun, um den Gnadenhof dennoch zu finanzieren?
03:14Und wenn ja, wie?
03:16Im Lottogewinn.
03:18Ja, du hast es selbst gesehen.
03:20Die Besteuerung reißt ein zusätzliches Loch von monatlich 400 Euro in unseren Finanzplan.
03:27Das können wir nicht stimmen.
03:28Nein.
03:30Unser Geld reicht kaum für die Sanierung des Eichenhofes.
03:33Ja, geschweige denn für das Tierasyl.
04:03Ah, mir geht es noch.
04:05Die Ebingers tun mir richtig leid, aber ich habe die Steuergesetze nicht gemacht.
04:11Das darf jetzt nicht wahr sein.
04:14Es tut mir leid, die Nudeln, die waren so lecker, ich konnte einfach nicht aufhören.
04:18Sag mal, was die beleuchteten Werbetafeln angeht, gibt es da überhaupt irgendwelche speziellen Vorschriften?
04:23Ich meine, was Größe angeht oder Helligkeit?
04:25Hier in Deutschland gibt es für alles Vorschriften. Das müsstest du als Elektriker eigentlich am besten wissen.
04:30Und wenn es für etwas keine Vorschriften gibt, dann werden sie gemacht.
04:35Ah ja.
04:55Du schnüffelst dir meine Unterlagen?
04:57Ja, das hast du bei mir doch auch gemacht.
05:00Du willst ein Gesetz erlassen, das die Welt nicht braucht.
05:03Nur um zu verhindern, dass hier ein paar Lichter blinken oder was?
05:06Ich will nur, dass die gesetzlich festgelegten Richtlinien eingehalten werden.
05:10Tust du gerade so, als würden wir die Stadt in Las Vegas verwandeln.
05:13Was kommt als nächstes? Der Weihnachtsmarkt.
05:16Kein schlechter Ansatz.
05:21Oh Mann.
05:34Ein Espresso, bitte.
05:36Sehr gerne.
05:45Der Kellergang ist mit Kisten verstellt.
05:47Einen Espresso, würde ich gerne.
05:52Herr Ebinger.
05:54Danke, dass Sie Herrn Drexler an die Schranken gewiesen haben.
05:57Ach.
05:57Ich habe nur meine Pflicht getan.
05:59Die Pferde waren geschwächt.
06:01Es wäre unverantwortlich gewesen, sie an den Start gehen zu lassen.
06:06Alles in Ordnung?
06:08Es ist nicht einfach, in meinem Alter zu erkennen, dass man sich manche Wünsche nicht mehr erfüllen kann.
06:16Das Tierasyl ist nicht realisierbar.
06:19Meine Frau und ich haben schlichtweg kein Geld mehr dafür.
06:23Tut mir leid, das zu hören.
06:24Vielen Dank.
06:27Aber vielleicht kann ich ja helfen.
06:30Danke, Herr Flügel.
06:31Das ist sehr nett von Ihnen.
06:32Aber ich stehe nicht gerne in der Schuld von anderen.
06:35Das würde mir den Schlaf rauben.
06:40Immer wieder nett, dass sich der halbe Ort im Kalas trifft.
06:42Herr Dr. Ebinger, was muss ich tun, um Sie zu einer zweiten Einschätzung zu bewegen?
06:46Glauben Sie mir, meine Pferde sind fit.
06:48Die können ohne Probleme starten.
06:49Wollen Sie damit andeuten, dass ich mein Handwerk nicht beherrsche?
06:52Natürlich nicht, aber ich kenne meine Pferde.
06:55Und ich habe mein Leben lang als Tierarzt gearbeitet.
06:58Ich weiß, wenn ein Traber eine Pause braucht.
07:04Sie sollten froh sein, dass Herr Dr. Ebinger mit an Bord ist, um die Pferde auf der Trab-Rinnbahn zu
07:09betreuen.
07:10Es geht ihm schlicht und ergreifend darum, Ihre wertvollen Tiere zu schützen.
07:25Achtung, Schmutz-Alarm!
07:29Lass das nicht, Frau Jansen, sehen.
07:34Ich habe Ben Bergers Maschine wieder auf Vordermann gebracht.
07:37Du reparierst auch Motorräder?
07:39Ja klar, wieso nicht?
07:49Wer ist Hemje Oldmanns?
07:53Mein absoluter Lieblingskünstler.
07:55Das nächste Mal musst du dir die Hände im Bad waschen und in den Papierhandtüchern, sonst kriegt Frau Jansen noch
07:59einen Herzinfarkt.
08:00Alles klar.
08:01Und wer ist jetzt dieser Oldmanns?
08:04Er ist absolut gigantisch.
08:05Ich muss einen Vortrag an der Kunstakademie halten, deswegen habe ich Ihnen das Thema ausgesucht.
08:10Cool.
08:11Cool ist was anderes.
08:13Am Motoren rumschrauben, das ist cool.
08:17Warum bist du Mechatronikerin geworden?
08:20Das muss in den Genen liegen.
08:22Dein Vater hat auch schon an Autos rumgeschraubt?
08:24Nee, der schraubt an Menschen rum.
08:27Er ist ein Neurochirurg.
08:28Aber mein Großvater, der hat immer an Autos rumgebastelt und das fand ich schon als kleines Mädchen toll.
08:34Und ob du es glaubst oder nicht, dieser Geruch von Benzin, den fand ich schon immer super.
08:41Mir geht es so mit Leder.
08:43Ja du, ich weiß, an Autos rumschrauben, siehst du ja, macht schmutzige Finger.
08:49Aber dieses Gefühl, wenn so ein Motor aufheult und du spürst, was da für eine Kraft drin steckt, dann...
08:59Das hat mich so dermaßen fasziniert.
09:02Da wusste ich irgendwann, das will ich.
09:05Und das?
09:06Lass mich raten, das bedeutet Speed in irgendeiner Sprache, die keiner versteht.
09:10Nee, das sind uralte Symbole aus der Tifinag-Schrift der Touareg.
09:14Es soll böse Geister und missgünstige Menschen von mir fernhalten.
09:18Ich wollte mal eine Tattoo-Studie eröffnen.
09:20Echt?
09:20Ja, aber ich habe es nicht geschafft, mich selber zu tätowieren.
09:23Oh, geschweige denn irgendjemand anderen.
09:25Mhm, ich kenne das. Das kostet ganz schön Überwindung.
09:28Robin ging's auch so. Aber jetzt hat er auch so eins.
09:32So eins? So genau dasselbe?
09:37Tattoo? Tätowierungen, Sport, Motoren. Ihr habt viele gemeinsame Interessen.
09:43Ja.
09:44Deswegen streiten wir uns auch so gut wie nie.
09:47Robin und ich waren immer wie Feuer und Wasser.
09:49Du, wenn ich ehrlich bin, finde ich das ganz gut, dass es so ist.
09:56Hey, dein Märchenprinz, der kommt um die nächste Ecke.
10:01Da bin ich mir ganz sicher.
10:08Absurde Paragrafenreiterei.
10:09Hey, meine Gäule sind fit, das weißt du.
10:12Na egal, ich krieg's doch schon irgendwie hin.
10:14Also, mach's gut.
10:17Tschüss, Janett.
10:19Ich dich auch, Liebes.
10:23Ich hoffe, Sie haben wenigstens gute Nachrichten.
10:25Verlässt Thomas Janssen die Stadt?
10:28Ich glaube kaum, dass er sich von ein paar Werbetafeln vertreiben lässt.
10:31Ja, er nimmt seinen Job als Umweltdezernent verdammt ernst.
10:36Haben Sie was rausgekriegt?
10:37Wissen Sie, was er vorhat?
10:40Er will offenbar strengere Richtlinien ausgeben.
10:43Ja, Begrenzung der Beleuchtungsdauer,
10:46Einschränkung oder sogar Verbote für die Nacht.
10:48Herr Janssen kämpft immer noch gegen die Light Pollution.
10:51Es wäre schlecht, wenn er damit durchkäme.
10:54Ich hab mich mal schlau gemacht.
10:55Es gäbe da eine Möglichkeit,
10:57die zu erwartenden Auflagen zu erfüllen.
10:59Bewegungsmelder.
11:01Bewegungsmelder?
11:01Ja.
11:02Es ist Nacht, okay?
11:03Die Werbetafel ist dunkel.
11:04Plötzlich kommt jemand und wuff,
11:07die Werbetafel leuchtet auf.
11:09Das allein wird die Richtlinie nicht außer Kraft setzen.
11:11Ist schon klar.
11:12Wir bräuchten zusätzlich noch Tag-Nacht-Regler,
11:14die die Beleuchtung je nach Tageszeit
11:17hoch- oder runterdimmt.
11:21Es scheint, als hätten Sie Ihrem Mitbewohner
11:23das Ruder aus der Hand genommen.
11:26Ich brauche das alles schriftlich fürs Rathaus.
11:29Schaffen Sie das,
11:30in ein, zwei Stunden Ihre Vorschläge schriftlich zu skizzieren.
11:33Ich treffe heute Abend noch den Bürgermeister.
11:36Okay.
11:37Okay.
11:57Mit dem Essen musste ich ein bisschen improvisieren,
11:59weil ich nichts mehr im Kühlschrank hatte.
12:00Wie ihr wisst, wollte Tobi ja die Wohnung gleich mit dem Laden übernehmen.
12:03Und wir müssen ja die Zeit nutzen,
12:05bevor du nach San Remo fährst.
12:06Genau.
12:11Reicht erst mal?
12:12Ja, danke.
12:17Danke.
12:18Bitte schön.
12:23Ihr seid so schweigsam, ist alles in Ordnung?
12:25Äh, ja, wir hatten heute nur ein bisschen Dosen-Tag.
12:28Nichts weiter.
12:29Probleme mit dem Eichenhoch?
12:31Ein bisschen.
12:32Aber lass uns von was anderem reden.
12:35Wann genau willst du denn nun wegfahren?
12:38Ähm, ich habe noch keinen genauen Plan.
12:41Gibt es Probleme in San Remo?
12:43Nein, ich frage mich nur, ob es wirklich der richtige Standort ist.
12:49Es hat mit Tina zu tun.
12:51Ja, ich weiß.
12:53Beziehungsweise ich weiß nicht, ob das Ende nicht vielleicht ein Anfang ist.
12:58Ich bin irgendwie so durcheinander.
13:01Ich frage mich, ob mir Lisa fehlt oder ob ich Sehnsucht nach Tina habe.
13:05Jetzt roch mal ganz in Ruhe in dich hinein.
13:08Keiner dringt dich.
13:11Irgendwann wirst du wissen, was du zu tun hast.
13:13Und zu wem du gehörst.
13:17Lass das erscheinen.
13:23Scheint ein pfiffiges Kerlchen zu sein, dein Elektriker.
13:27Du meinst also, Bergers Konzept könnte Jansen in Schach halten?
13:30Zumindest werden die Richtlinien in Sachen Leitpolos schon eingehalten.
13:34Eingehalten.
13:36Dagegen kann Jansen auch mit seinem Verwaltungsausschuss nichts machen.
13:39Sehr schön.
13:42Sehen wir uns auf dem großen Preis von Blankenese?
13:45Erinnere mich nicht daran.
13:48Flickenschitz, komischer Veterinär, hat meine Pferde für nicht renntauglich befunden.
13:52Angeblich müssen sie dringend pausieren.
13:54Ach, dann war die Satzungsänderung also ein klassisches Eigentum?
13:59Kleinen Beigeben werde ich trotzdem nicht.
14:01Weder was die Traber betrifft, noch was meine sonstigen Pläne angeht.
14:05Was hast du denn jetzt schon wieder vor?
14:07Ich will den Innovationspreis gewinnen für mein Engagement in Sachen Stadtmobiliar.
14:13Ach ja? Und wie?
14:15Du kennst doch die meisten Jurymitglieder.
14:17Wozu habe ich beste Kontakte zum Bürgermeister?
14:19Die du nicht übermäßig strapazieren solltest.
14:22Sonst kriegen die uns noch wegen Fett an Wirtschaft dran.
14:25Das merkt doch keiner. Und du profitierst in jedem Fall.
14:27Inwiefern?
14:31Denk an dein Image.
14:33Du bist dann derjenige, der den diesjährigen Preisträger verpflichtet hat.
14:36Dank deiner Weitsicht.
14:39Klingt nicht schlecht.
14:41Also, abgemacht?
14:47Oh, dieser Ratenhaken.
14:49Ich kann an der Preisverlangen nicht dabei sein.
14:51Bin auf Dienstreise.
14:53Umso besser.
14:54Dann kann dir niemand nachsagen, du hättest deinen Einfluss ausgenutzt.
15:00So, was kann ich für Sie tun?
15:02Ja, hier.
15:03Ach, ja, ist es kaputt.
15:05Das ist kaputt.
15:05Das können Sie morgen Mittag wieder abholen.
15:10Gut, bis morgen Mittag.
15:11Übrigens, hier steht schwarz auf weiß, wie gefährlich E-Bikes sind.
15:15Ja, und?
15:16Ja, die meisten Leute können die Geschwindigkeit dieser Dinger nicht richtig einschätzen.
15:20Und das führt dann zu Unfällen.
15:22Ja, außerdem gehen die auch schnell mal kaputt.
15:25Ja, wo? Zu viel Technik.
15:27Ja, wenn das so ist, dann kaufen Sie sich doch einfach keine Elektrofahrräder.
15:31Ach, das würde ich niemals.
15:33Das wissen Sie ja, ich trete selber.
15:35Elektrofahrräder sind was für Weicheier.
15:37Ja, Sie sind ja die reinste Plaudertasche heute.
15:43War kein guter Tag.
15:46Läuft alles nicht so wie geplant.
15:49Das mit dem Tierasyl können wir wohl an Akta legen.
15:52Wir haben nicht einkalkuliert, dass wir auf unsere Rente Steuern zahlen müssen.
15:56Jetzt fehlen uns weitere 400 Euro im Monat.
15:58Das packen wir nicht.
15:59Aber das sollte doch jetzt Ihr großes Projekt werden.
16:02Ja.
16:02Sie finden bestimmt was anderes.
16:05Wir schon, die Tiere nicht.
16:07Das ist endlich mein Willkommensgeschenk für Sie.
16:14Die Patenschaft für ein Tier auf unserem Gnadenhof?
16:18Mhm.
16:20Das ist wirklich sehr lieb, aber den Gnadenhof wird es leider nicht geben.
16:26Oh was, warum denn nicht?
16:27Ja, das liebe Geld.
16:29Ach, das tut mir leid für Sie.
16:31Und für die Tiere natürlich.
16:33Naja, vielleicht ist es ein Wink des Schicksals.
16:36Es hat nicht sollen sein.
16:38Naja, so ein Hof macht natürlich wahnsinnig viel Arbeit.
16:41Und so können Sie Ihren Ruhestand wenigstens genießen und müssen sich keine Sorgen machen.
16:45Genau.
16:46Es gibt ja so viele, womit man sich beschäftigen kann.
16:49Und es wird schon nicht langweilig werden.
16:52Ui.
16:53Oh.
16:53Ja.
16:54Sonst können Sie auch mal auf meine Tochter aufpassen.
16:56Mit Lilly wird einem auch nie langweilig.
16:58Ah, tschüss.
17:20Und das wird da was?
17:21Aha.
17:25Kann ich dir irgendwie helfen?
17:28Bitte.
17:35Und sonst?
17:38Nichts.
17:39Robin?
17:42Nathalie.
17:43Habt ihr wieder geschreit?
17:46Mir geht die ganze Zeit durch den Kopf, wie gut die beiden zusammenpassen.
17:50Ja, und das stört dich?
17:52Nein, ganz im Gegenteil. Ich freue mich für die beiden.
17:56Das klingt nach einem sehr großen Aber.
17:59Ehrlich gesagt beneide ich Nathalie.
18:02Weil sie mit Robin zusammen ist?
18:04Quatsch. Nein, weil sie gar keine Selbstzweifel hat. Sie ist einfach cool.
18:10Manchmal bedeutet cool einfach nur arrogant.
18:13Nicht bei Nathalie. Sie weiß ganz genau, was sie will. Beruflich und vor allem auch privat.
18:18Da würde ich mir gerne eine Scheibe von abschneiden.
18:20Also ich mag dich eigentlich genau so, wie du bist.
18:26Von mir gehen meine Selbstzweifel eigentlich ganz schön auf die Nerven.
18:30Ach, wegen der Kunsthochschule?
18:32Wegen der Kunsthochschule, wegen dem Tattoo-Studio, wegen dem Schuh-Design.
18:36Warum zweifle ich immer an dem, was ich tue?
18:38Vielleicht, weil du mit irgendetwas in deinem Leben unzufrieden bist und nicht weißt, was es ist.
18:46Manchmal fehlt mir jemand, an den ich mich anlehnen kann.
18:48Ja, den hast du doch.
18:52Zweifel gehören zum Leben und Nerven manchmal.
18:55Aber wenn man ein so intelligentes und pfiffiges Mädchen ist wie du, dann macht man das Beste draus.
19:03Wenn ich nur wüsste, wie Naumann die Ausschussmitglieder so schnell von seinen Ideen überzeugen konnte.
19:09Vielleicht wusste er das ja gar nicht.
19:12Das Konzept spricht offenbar für sich selbst.
19:15Beleuchtete Werbetafeln mit gedimmten Licht- und Bewegungsmelder, die Light Pollution minimieren und alle Richtwerte einhalten.
19:22Also ich muss sagen, ich finde das Konzept gar nicht so schlecht. Ben weiß doch, was er tut.
19:28Wie bist du überhaupt auf die Idee gekommen?
19:29Durch meine Naivität. Wer ahnt denn schon, dass man mit einem Maulwurf unter einem Dach lebt?
19:34Ben hat in meinen Unterlagen geschnüffelt.
19:38Fakt ist, ja, entkonfiniert.
19:42Wenn Bens Konzept den Vorgaben entspricht, wird man sich leider mit der Patz-Situation abfinden müssen.
19:47Ich werde mich nie damit abfinden, dass flimmende Werbetafeln unsere schöne Altstadt verschanteln.
19:53Ja, ich weiß.
19:54Es tut mir leid, aus juristischer Sicht kann ich leider nichts dagegen unternehmen.
19:59Und Sie wissen ganz genau, wie gerne ich Drexler 1 auswischen würde.
20:03Alle Achtung, Sie haben uns mit Ihrem innovativen Vorschlag zur Lichtnimmung den Auftrag gesichert.
20:08Ja, ich hätte nicht gedacht, dass der Verwaltungsausschuss so schnell zustimmt.
20:12Ja, Ihre Argumente waren schlussendlich überzeugend.
20:15Ja, es wundert mich trotzdem. Mein Konzept ist ja wesentlich teurer als Ihr altes.
20:20Ja, das lassen Sie mal meine Sorge sein.
20:22Und was ist, wenn der Stadtrat für Finanzen sein Veto einlegt?
20:25Wird er nicht. Weil nicht die Stadt, sondern ich die mehr Kosten tragen muss.
20:30Die Stadt zahlt nicht für das Mobiliar. Im Gegenteil, sie verdient sogar prozentual an den Werbeeinnahmen,
20:35die wir durch die Leuchttafeln erwirtschaften.
20:37Ich bin sehr froh, dass mein Antrag bewilligt worden ist.
20:41Wenn bei einer Behörde der offizielle Stempel drauf ist, guckt keiner mehr so genau hin.
20:45Es gibt genügend Beispiele. Flughäfen, Bahnhöfe, Philharmonien.
20:51Da kennen Sie Thomas Jansen schlecht.
20:54Der ist ruhiggestellt.
20:56Wenn wir erst mit dem Bau loslegen, sind ihm die Hände gebunden.
21:01Wie meinen Sie das?
21:02Mein lieber Herr Berger, Ihr Konzept ist viel zu teuer.
21:07Deshalb werden wir die billigere Ursprungsvariante installieren.
21:12Aber das ist Betrug.
21:18Sie wissen genau, dass Herr Jansen es mit dieser Lichtverschmutzung völlig überzogen hat.
21:22Das mag ja sein, aber es ist ein öffentlicher Auftrag.
21:25Wir müssen uns an die Vereinbarung halten und Dimmer in die Leuchtreklame bauen.
21:30Strafe zahlen ist billiger, als das Projekt mit Dimmern etc. umzusetzen.
21:33Aber das muss nicht Ihr Problem sein.
21:35Ist es aber.
21:38Ich mag solche dubiosen Geschäfte nicht.
21:40Sie werden gut daran verdienen, das sollte reichen.
21:43Ihre private Meinung behalten Sie bitte für sich.
21:52Hey, da ist doch nichts da.
21:54Du gehst jetzt sofort duschen.
21:56Ja, ist ja gut.
21:59Und danach, da schauen wir uns ein Video vom Parcours in Hamburg an.
22:02Hä, wie das?
22:05Mein Kumpel aus Paris, der läuft die Strecke auch mit.
22:10Und der, der hat sich die schon angesehen.
22:12Und dir ein Video geschickt.
22:14Wenn du da was reißen willst, dann musst du die Strecke kennen.
22:18Also los jetzt.
22:19Ich hab nicht die ganze Nacht Zeit.
22:23Was hast du noch vor?
22:24Ich möchte morgen in meiner WG ein Einstands-Fuhlstück geben.
22:28Bis dahin.
22:30Ha, ha, ha, ha, ha, ha.
22:31Was hab ich gesagt?
22:33Du musst die Strecke Intus haben.
22:35Oder denkst du ernsthaft, Improvisation ist alles?
22:38Du etwa nicht?
22:39Ah, duschen.
22:41Okay, okay.
22:42Spinner.
22:44Hey.
23:02Und?
23:03Ja, ich habe noch mal mit Herrn Berger gesprochen.
23:06Wir haben alles durchkalkuliert.
23:09Ich musste jetzt die reduzierte Sanierung in Auftrag geben.
23:13Also ist das jetzt definitiv Eichenhof, ja?
23:17Tierasyl, nein?
23:18Ja.
23:20Danach war ich im Reisebüro.
23:22Möchte verheißen?
23:23Ja, ich dachte jetzt, wo wir Zeit haben.
23:25Es soll sehr schön sein an der türkischen Riviera.
23:28Ihr könnt die Küste entlang von Izmir runter bis nach Antalya.
23:31Ja, oder einfach nur voll in der Sonne sitzen.
23:34Ja, es gibt da sehr schöne, einsame Strände.
23:37Udo, ich will nicht die Küste entlang fahren.
23:40Und ich will auch nicht nach Antalya.
23:43Ja, wie wär's denn mit Paris?
23:46Ich will auch nicht nach Paris fahren.
23:48Alles, was ich will, ist der Eichenhof mit Tieren.
23:52Ja, aber wir haben doch alles durchgerechnet.
23:54Ja, dann rechnen wir eben nochmal.
23:56Es muss doch irgendeine Möglichkeit geben, Geld zu verdienen.
23:59Haha, jetzt erkenne ich meine Inge wieder.
24:03Meine kämpferische Frau, die ich deswegen so liebe.
24:07Ist das ein Jahr?
24:09Wir müssen Opfer bringen.
24:11Ich weiß.
24:13Den Ruhestand aufgeben und wieder arbeiten.
24:17Was glaubst du, was ich hier mache?
24:20Blümchen zählen?
24:26Morgen.
24:28Morgen.
24:31Hey.
24:32Hi.
24:37Habt ihr Lust auf ein Frühstück?
24:40Ich gebe meinen Einstand.
24:43Also ich muss eigentlich ins Büro.
24:44Ja, ich muss auch gleich los.
24:47Nach Coesfeld.
24:48Schade.
24:51Übrigens, danke nochmal, dass du meine Maschine repariert hast.
24:54Es war tatsächlich der Vergaser, oder?
24:56Ja, kein Ding.
24:57Jetzt läuft er wieder.
25:01Oh, toll.
25:02Jetzt wirken sich unsere Jobs schon auf die Stimmung in der WG aus.
25:06Dein Konzept ist gar nicht so verkehrt.
25:10Die Lichtverschmutzung wird tatsächlich reduziert.
25:12Ja, ja, ich weiß.
25:14Deshalb hab ich's ja gemacht.
25:18Das Konzept, das ist ein Ablenkungsmanöver.
25:23Ja.
25:24Was meinst du damit?
25:25Der Dreckser hatte offenbar nie vor, das Konzept tatsächlich umzusetzen, weil es ihm zu teuer ist.
25:30Ja.
25:30Ich hab's auch erst erfahren, nachdem das Ganze den Verwaltungsausschuss passiert hatte.
25:34Du meinst, er hat dein Konzept benutzt, um mich auszutricksen?
25:38Ja, das sieht so aus.
25:39Aber das weißt du nicht von mir, ja?
25:40Ja, trotzdem, danke.
25:45Sag mal, dein Angebot mit dem Frühstück, steht das noch?
25:48Ich hätte jetzt einen Riesenhunger.
25:49Ja, ich auch.
25:50Ja, gerne, klar.
26:00Ach Mensch, Papa, was gibt's denn so früh?
26:03Oh, verstehe.
26:05Ja, und wie geht's Mama jetzt?
26:09Ja, okay.
26:11Ich fahr sofort los, ja?
26:13Und mach dir keine Sorgen, das wird schon.
26:15Ja, ist gut.
26:17Bis dann.
26:19Meine Mutter ist von der Leiter gefallen, hat sich die Hüfte gebrochen.
26:21Oh, und wie geht's dir?
26:22Na ja, soweit ganz gut.
26:24Aber mein Vater ist völlig hilflos.
26:25Der kann sich allein noch nicht mal ein Ei in die Pfanne hauen.
26:27Ja, aber kann dich einer von deinen Brüdern anspringen?
26:29Nee, in alle Winde verstreut.
26:31Ja, ich muss sofort los.
26:33Ja, nach Coesfeld fahr ich dann später.
26:35Ja, dann müsst ihr wohl ohne mich frühstücken.
26:37Schade eigentlich.
26:39Hier, dann nimm doch zumindest ein Brötchen mit.
26:42Ach, danke, das ist aber nett.
26:43Super, bisschen Wegzehrung vielleicht.
26:45Dankeschön.
26:48Gut.
26:49Dann, ups, hier.
26:52Bis die Tage.
26:56So, tschüss zusammen.
27:07Minijobs, da.
27:09Prospektverteiler, Callcenter-Mitarbeiter, Spülkraft.
27:12Na, das ist nicht ganz, was ich mir vorgestellt habe.
27:15Na ja, immerhin hast du noch die Arbeit in der Gärtnerei.
27:17Zumindest bis Erika zurückkommt.
27:19Ja, und du auf der Trag beim Bahn.
27:21Hat's einer von drei.
27:22Veterinären, das macht den Kohl nicht fett.
27:25Na ja, vielleicht findest du vorübergehend etwas in deiner Tierklinik.
27:28In meinem Alter?
27:29Eher unwahrscheinlich.
27:32Na nein, mein Barister, der ist mir krankheitsbedingt ausgefallen.
27:35Das heißt also, ich brauche nur vorübergehend jemanden.
27:37Allerdings, es sollte eine Spitzenkraft sein.
27:39Ich muss ja nicht unbedingt in meinem Beruf arbeiten.
27:41Ich habe viele Talente.
27:43Willst du dich neu erfinden?
27:44Und wenn wir das Tierasyl wollen, dann müssen wir flexibel sein.
27:49Herr Flickenschild.
27:50Oh, Herr Ewinger.
27:52Können Sie vielleicht einen rüstigen Rentner auf 450 Euro Basis gebrauchen?
27:56Es tut mir leid, aber alle normalen Stellen für Aushilfskräfte sind zurzeit leider besetzt.
28:01Ich bin auf der Suche nach einem Barista.
28:04Nehmen Sie mich.
28:06Was Sie bei mir auf dem Gut während der Feier geleistet haben.
28:09In allen Ehren, aber als Barista.
28:11Ja, falls Sie Bedenken haben, dass ich nicht Bescheid weiß.
28:13Nein, nein, daran habe ich gar keinen Zweifel.
28:15Aber verstehen Sie mich bitte nicht falsch.
28:17Ich kann eben drei Königinnen und Personal mit der entsprechenden Qualifikation beschäftigen.
28:21Aber falls eine 450-Euro-Stelle frei werden sollte, dann denke ich an Sie.
28:26Frau Ewinger.
28:28Herr Willis.
28:37Ich bewundere deinen Mut, Barista.
28:40Nur weil du mir jeden Morgen frisch gebrühten Kaffee ins Bett bringst.
28:43Schade.
28:45Den Posten hätte ich gern gehabt.
28:51Mein Freund.
28:53Hey.
28:56Du, ich habe den Drehmomentschlüssel im Rosenhaus vergessen.
28:59Super.
29:01Ach ja, und wenn du Ariane siehst, sag ihr, ich drücke ihr die Daumen für Hamburg, ja?
29:08Danke.
29:09Ciao.
29:13Was schwebt Ihnen denn nach dem Studium für eine Laufbahn vor?
29:17Also, ich interessiere mich nicht nur für Oldtimer, sondern Motoren ganz allgemein.
29:23Also sie weiterzuentwickeln, sie effizienter zu machen, das wäre cool.
29:28Und irgendwann werde ich dann Chefin der Entwicklungsabteilung eines großen Autoherstellers.
29:33Es gibt ja genug davon in Deutschland.
29:35Ja, bei dem Selbstbewusstsein.
29:37Also eine Mechatronikerin ist bei uns in der WG herzlich willkommen.
29:42Und wir sollten uns duzen, Thomas.
29:44Gerne.
29:45Nathalie.
29:46Übrigens, toll, dass ihr mich hier aufgenommen habt in eurer Männer-WG.
29:50Naja, die Einliegerwohnung im Rosenhaus war ein bisschen zu groß für dich.
29:53Und zu teuer.
29:54Ich habe mich da total verschätzt.
29:57Und eigentlich habe ich auch fest mit einem Stipendium gerechnet.
30:00Das ist ganz neu ins Leben gerufen.
30:02Von einem privaten Stifter.
30:04Dirk Drexler heißt der Mann.
30:05Ach.
30:05Kennst du den?
30:07Flüchtig.
30:08Naja, in letzter Sekunde ist das Stipendium dann an eine andere Studentin gegangen.
30:12Dieses Stipendium, was waren denn die Auswahlkriterien?
30:18Hör mir, Oldmans, wie kann man deine komplexen Werke nur in einfache Worte fassen?
30:24So jedenfalls nicht.
30:26Hi.
30:28Störe ich?
30:30Ich versuche gerade, das Chaos in meinem Kopf zu sortieren.
30:33Ich wollte den Drehmomentschlüssel holen.
30:35Hat Nathalie liegen gelassen.
30:40Ich habe mir schon gedacht, dass Frau Jansen den nicht zum Kochen braucht.
30:44Und ich soll dir von Nathalie viel Glück wünschen für Hamburg.
30:47Von mir natürlich auch.
30:55Worum geht's denn?
30:57Bei dem Chaos im Kopf?
31:00Um die zweite Bewerbungsrunde für die Kunstakademie.
31:03Ich weiß gar nicht, ob ich da überhaupt hinfahren soll.
31:05Wieso das denn?
31:07Was ist, wenn es nicht das Richtige für mich ist?
31:09Das weißt du erst, wenn du da warst.
31:12Klugscheiße.
31:13Weißt du, ich bin so ein Typ, der lässt einen Termin sausen und beißt sich am nächsten Tag in den
31:18Arsch, dass er die Chance verpasst hat.
31:20Aber du, du bist ja ganz anders.
31:22Du packst das.
31:23Du packst das.
31:56Guten Morgen.
31:58Ich hoffe, wir sperren dich.
32:01Ah, Sie reparieren Staubsauger?
32:04Äh, ja.
32:05Ist ja auch nur ein Teil mit einem Motor drin.
32:10Entschuldigung, kann ich Ihnen eine Tasse Kaffee anbieten?
32:13Nein, wir sind gleich wieder weg. Wir wollten einen Ausflug mit unseren Rädern machen.
32:16Wir wollten Ihnen das nur geben.
32:18Vorsicht, schwer.
32:20Als kleines Dankeschön dafür, dass Sie uns die Wohnung im Rosenhaus so unkompliziert überlassen haben.
32:26Also wir haben das auf dem Eichenhof gefunden.
32:28Sie können es ruhig aufmachen.
32:30Vielleicht können Sie auch gar nichts damit anfangen.
32:33Cool.
32:36Ein alter Turbolader.
32:40Danke.
32:41Gern geschehen.
32:46Mein Chef.
32:49Mr. Crawley?
32:52Nice to hear you.
32:55Okay.
32:58I'll get to it right now.
33:01Talk to you.
33:04Bye.
33:06Berger?
33:10Ja, der Wagen, den Robin für Earl Crawley verkaufen sollte, der macht Probleme.
33:15Das Teil ist unheimlich wertvoll.
33:17Und jetzt kommen Sie ins Spiel?
33:19Ja, so sieht's aus.
33:21Na, da wollen wir nicht Wetter stören.
33:23Komm.
33:23Ja, viel Erfolg.
33:24Vielleicht hilft dir der alte Turbolader.
33:27So einfach geht das leider nicht.
33:29Ja.
33:31Aber danke nochmal, ja?
33:32Keine Ursache.
33:34Tschüss.
33:36Tschüss.
33:36Tschüss.
33:41Irgendwie habe ich gerade ein Déjà-vu.
33:44Gestern um die Zeit warst du schon fast auf dem Weg nach Italien.
33:46Tja.
33:48Wenn Merle nicht gewesen wäre...
33:50Ist Herrn Remo denn jetzt ganz gestorben?
33:53Hm.
33:54Ja, nein.
33:55Ich...
33:56Also, dass ich eine Manufaktur aufmachen will, der Plan steht noch.
34:00Aber wo, weiß ich wirklich nicht.
34:01Na, es drängt dich auch niemand.
34:03Jetzt, wo du den Fahrradladen verkauft hast...
34:10Oh!
34:11Bin ich hier richtig bei Lichtenhagen?
34:13Hab ich meinen Geburtstag vergessen oder sowas?
34:15Carla möchte, dass du jeden Tag frische Blumen raus hast.
34:18Oh, meine Frau, das Organisationsgenie.
34:22Danke.
34:22Jetzt muss ich nur noch jemanden finden, der mich abends bekocht.
34:25Ich such mal nach einer Vase.
34:26Ich hoffe, du hast so eine große Vase im Haus.
34:30Tine.
34:31Hallo, Süße.
34:33Oh.
34:34Das ist schön.
34:35Da freue ich mich.
34:37Sag mal, ist alles klar mit Mikkel?
34:39Ja, gut.
34:40Das kannst du mir auch später erzählen.
34:42Aha.
34:43Ja.
34:44Und wehe, wehe, wehe.
34:46Du bringst mir keine von diesen legendären dänischen Keksen mit.
34:49Bin ich beleidigt.
34:52Ja, mach ich.
34:53Bis dann.
34:55Küsse.
34:56Schöne Grüße.
34:58Du wolltest nicht mit ihr reden, richtig?
34:59Nein.
35:01Nein.
35:02Nein.
35:04Sie ist mir einfach zu wichtig, als dass ich irgendwas mit ihr am Telefon klingen könnte.
35:17Hast du noch ein Werkzeug vergessen?
35:19Nee.
35:20Ich hab nur vergessen, da guten Freundin in ihren kleinen süßen Po zu treten.
35:30Was wird das?
35:32Ich puzzle deinen Puzzle zusammen, damit wir nach Hamburg fahren können.
35:35Nach Hamburg?
35:37Wir?
35:38Ja.
35:40Nathalie gibt uns ihr Auto.
35:41Mit dem Zug schaffst du es eh nicht mehr.
35:43Ich verstehe nur noch Bahnhof.
35:44Nee, wir fahren mit dem Auto.
35:47Ist doch ganz easy.
35:48Entweder du wirst aufgenommen.
35:50Natürlich werde ich aufgenommen.
35:51Wieso auch nicht?
35:51Du kannst dir ja immer noch überlegen, ob du es machen möchtest oder nicht.
35:56Ja, oder...
35:57Oder ich versage.
35:59Ja, dann löst du dich das Problem von ganz allein.
36:03Siehst du?
36:03Ganz easy.
36:05Bist du in England so weise geworden oder...
36:08Oder warst du schon immer so und ich hab's nur neulich gemerkt?
36:11Können wir jetzt los?
36:12Hast du alle deine Sachen?
36:23Können wir jetzt?
36:23Ja.
36:28Ja, bitte.
36:30Post für dich.
36:33Die Rechnung für meine treuen Dienste als Blumenmädchen im letzten Monat.
36:41Wirst du auch immer teurer?
36:43Jetzt, wo ich Drexlers Auftrag abgelehnt hab, muss ich ihm sehen, wo ich bleibe.
36:48Auftrag?
36:49Ja, er wollte, dass ich seine Wartehäuschen bepflanze und seine Hundeklos floristisch verschönere.
36:55Sag mal, stimmt es, dass seine Traber beim großen Rennen von Blankenese nicht antreten?
36:59Ja, dein Onkel besteht darauf.
37:01Er meint, die Pferde sind erschöpft und brauchen dringend Ruhe.
37:04Wahrscheinlich hat Drexler die Abenteuer von einem Rennen zum nächsten gejagt.
37:08Das ist ja blöd.
37:09Jetzt hat er es endlich geschafft, die Satzung zu ändern, damit er seine Gäule an den Start kriegt und dann
37:13sowas.
37:14Kann ich dir helfen?
37:15Nein, danke.
37:16Ich glaube, man darf gespannt sein, was Drexler sich noch alles einfallen lässt.
37:21Irgendwann sind auch einem Dirk Drexler die Hände gebunden.
37:25Ja, bitte.
37:30Danke sehr.
37:32Bitte schön.
37:37Die nominierte Liste für den Innovationspreis, darauf habe ich gewartet.
37:40Was? Seit wann bist du denn in der Jury?
37:42Bin ich nicht, aber das Drei Könige richtet traditionsgemäß die Veranstaltung aus.
37:48Das darf jetzt nicht wahr sein.
37:57Dirk Drexler ist für den Innovationspreis vorgeschlagen?
38:02Das verstehe ich jetzt nicht.
38:03Ich dachte, die Stadt vergibt diese Preise nur an wirklich innovative Ideen.
38:06Ja, das dachte ich auch.
38:09Verstehe dich, warum das Rad stehen geblieben ist.
38:12Ja, hast du denn die Akkus voll aufgeladen?
38:14Ich habe beide gleichzeitig angeschlossen.
38:16Ich werde doch nicht mehr verbraucht haben als du.
38:18Na, weißt du was? Du bist schwerer als ich.
38:21Der Akku ist halb voll.
38:23Ja, dann muss der Fehler auch anders liegen.
38:25Ja, sag ich doch die ganze Zeit.
38:27Hast du ein Glück, dass der Akku nicht den Geist schon vor einer halben Stunde aufgegeben hat?
38:30Wir sind ja da.
38:32Was für ein schönes Auto.
38:35Das können Sie laut sagen.
38:39Nur leider läuft er nicht mehr rund.
38:41Ja, mein Rad läuft auch nicht rund.
38:44Kennen Sie sich damit aus?
38:46Es geht nicht mehr.
38:51Ich würde Ihnen gerne helfen, aber ich fürchte, ich kann da nichts machen.
38:54Heißt du, das Rad ist kaputt?
38:57Wir haben es erst vor kurzem gekauft.
38:59Und billig war es auch nicht.
39:01Ich denke, das liegt am Chip.
39:02Das ist meistens der Grund, warum die Dinger den Geist aufgeben.
39:05Aber den kann man austauschen.
39:07Ja, man kann ihn laden am PC oder ihn umprogrammieren.
39:10Aber dafür habe ich die Software nicht.
39:12Tut mir leid.
39:13Was, Software?
39:14Das heißt, wir müssen ein Computerprogramm lernen, um Fahrrad zu fahren?
39:18Nein, Sie müssen zum Händler.
39:21Wer übernimmt das denn für Sie?
39:23Und was haben Sie für ein Problem mit dem Oldtimer?
39:26Also, wenn Chip sieht das nicht aus?
39:28Nee, nee, nee.
39:28Das ist das Federbein.
39:30Das ist defekt.
39:31Sie brauchen ein Ersatzteil.
39:34Originalersatzteil.
39:35Originalersatzteil.
39:36Gibt es denn sowas für so ein altes Auto?
39:38Inge.
39:39Ja, davon gehe ich aus.
39:41Es ist nur eine Frage der Zeit, wie lange es dauert.
39:43Also, bis ich es bekomme.
39:44Und die Auktion ist übermorgen.
39:46Und bis dahin, und ohne Originalteil, ist der Wagen erheblich weniger wert.
39:51Ja?
39:53Ratet mal, wer für den diesjährigen Innovationspreis nominiert ist.
39:57Wir werden eine dritte Tasse Tee brauchen.
40:01Ihr wisst es schon?
40:02Was ist eigentlich bei euch im Rathaus los?
40:04Sind deine Kollegen neuerdings bestechlich?
40:06Also, langsam glaube ich wirklich, dass Drechsler einen Verbündeten auf höchster Ebene hat.
40:10Ja, anders kann ich es mir nicht erklären.
40:12Mit irgendjemand im Rathaus muss der Geschäfte machen.
40:17Oh, es ist zwar hochinteressant, aber ich muss leider weg.
40:22Ohne will mir irgendwas Wichtiges sagen.
40:23Keine Ahnung.
40:24Haltet mich bitte auf dem Laufenden.
40:26Ja, tschüss.
40:31Glaubst du, Naumann und Drechsler stecken unter einer Decke?
40:35Das kann ich mir nicht vorstellen.
40:37Allerdings sieht es so aus, als würde jemand Schützen die Hand über die Drechsler AG halten.
40:42Also erst bekommt der Mann den Auftrag für das Stadtmobiliar, und dann wird er für den Innovationspreis vorgeschlagen.
40:50Obwohl, ich meine, dann müsste diese Freundschaft zwischen Naumann und Drechsler relativ neu sein.
40:55Der ist gerade erst wieder in der Stadt.
40:57Und wenn Sie sich schon länger kennen?
40:59Schon früher miteinander zu tun hatten?
41:02Ja gut, Drechsler kommt aus Lüneburg, aber...
41:05Ach, guck an.
41:07Naumann und Drechsler in trauter Zweisamkeit bei einer Benefizveranstaltung in den 90ern.
41:12Lüneburg ist eine kleine Stadt, und dass zwei Menschen auf einem Foto abgebildet sind, das will nichts heißen.
41:17Das kann Zufall sein.
41:18Ein eigenwilliger Zufall.
41:20Also ich weiß nicht, die Sache riecht mehr und mehr nach Vetternwirtschaft und Gefälligkeit unter Freunden.
41:28Sag, was du willst.
41:29Es ist zumindest eine Spur, und der werde ich nachgehen.
41:39Es ist zumindest eine Spur, und der werde ich nachdenken.
42:03Hey.
42:04Hi, ihr zwei.
42:05Na?
42:06Hey.
42:08Und?
42:11Ich bin auf der Suche nach einem Originalfederbein.
42:14Für den Flügeltürer?
42:15Ist er da?
42:16Ja, er steht vorm Rosenhaus.
42:20Oh Mann.
42:22Das sieht gar nicht gut aus.
42:25Ohne Originalteil bekommen wir bei der Auktion nicht die Note 1 in der Klassifizierung nach Zustand.
42:31Aha.
42:33Hey, wie ist deine Präsentation gelaufen?
42:36Ziemlich gut.
42:37Ey, ziemlich gut?
42:39Ziemlich sehr gut.
42:40Keine Ahnung, ob ich damit weiter bin, aber wenn mich Robin nicht überredet hätte, dann hätte ich es gar nicht
42:44erst probiert.
42:45Eine meiner leichtesten Übungen.
42:50Und? Bist du schon fündig gewonnen, oder?
42:56Bingo.
42:56Ey.
42:58Wenn ich Glück habe, dann wird das Teil heute noch geliefert.
43:01Jetzt.
43:03Lass uns zur Feier des Tages anstoßen.
43:09Oh, der Gute.
43:12Und worauf trinken wir?
43:13Darauf, dass ihr hier seid.
43:15Und dass Robin den Oldtimer zu einem super Preis verkauft.
43:19Und darauf, dass ihr beiden Choleriker wieder miteinander redet.
43:23Oh yeah.
43:27So.
43:28Tschüss.
43:28Tschüss.
43:29Tschüss.
43:29Tschüss.
43:30Tschüss.
43:36Hey, Kim.
43:37Du bist ja doch noch.
43:38Ja.
43:39Was für ein Tag.
43:41Danke, dass du trotzdem gekommen bist.
43:43Sag mal, du willst jetzt aber nicht mit dem Rad bis nach San Remo fahren, oder?
43:46Nein, nach Skagen.
43:48Wohin?
43:49Die nördlichste Spitze des europäischen Festlandes in Dänemark.
43:52Ist ja auch gleich um die Ecke.
43:54Ja.
43:56Nach der Scheidung von Tine, da ging es mir auch nicht besonders gut.
43:58Und dann habe ich mich einfach aufs Rad geschwungen und bin losgefahren ohne Ziel.
44:02Und plötzlich saß ich da, für mich am Ende der Welt, da wo Ost und Nordsee zusammentreffen.
44:09Da saß ich im Morgengrauen und habe einfach in die Wellen geschaut.
44:12Nach den Männern ja gerne mal.
44:15Ja, da will ich wieder hin.
44:17Einfach Rad fahren, Wind um die Nase, den Kopf freikriegen, zur Ruhe kommen.
44:22Einfach wieder in klaren Gedanken fassen.
44:24Das kann ich verstehen, aber bist du sicher, dass du ausgerechnet jetzt fahren willst?
44:28Wieso?
44:29Tine kommt morgen zurück.
44:33Ich muss das jetzt machen, für mich.
44:36Na dann, alles Gute.
44:39Danke.
44:41Merle, eine Kleinigkeit wäre dann noch.
44:43Der Stuhl, ich...
44:44Ja, ich hole ihn morgen ab und stelle ihn bei mir unter, versprochen.
44:48Danke.
44:49Pass auf dich auf.
45:11Ja, du wirst es nicht glauben, was ich hier rausgefunden habe.
45:15Naumann und Drexler sind Zwillinge, nach der Geburt getrennt.
45:20Drexler verteilt Stipendien an besonders förderungswürdige junge Menschen.
45:25Das ist mir neu.
45:26Ich weiß es von Nathalie Gräwe, die junge Frau, die jetzt bei uns in der WG wohnt.
45:31Drexler als Mäzen.
45:32Der will sich vor einer Sympathien erkaufen.
45:35Und ich frage mich, warum.
45:36Deshalb habe ich mich mal bei einem Kommilitonen erkundigt, der in der Univerwaltung arbeitet.
45:41Vielleicht weiß der ja was.
45:43Er wollte mich eigentlich zurückrufen.
45:49Wenn das kein Timing ist.
45:52Hallo, Bernd.
45:54Und, hast du was rausgefunden?
45:58Das Stipendium wurde tatsächlich zum ersten Mal dieses Jahr vergeben.
46:05Das ist ja eine interessante Info.
46:09Ja, du, ich danke dir.
46:12Nein, nein.
46:13Du hast was gut bei mir.
46:15Ja, tschüss, danke.
46:17Ja, jetzt sag schon.
46:19Ich wusste, die Sache stinkt zum Himmel.
46:23Thomas, weißt du, wer dieses Stipendium erhalten hat?
46:29Bürgermeister Naubanns Tochter, Anneliese.
46:33Als Gegenleistung für den Stadtmobiliarauftrag.
46:36Na, wenn das nicht nach Bestechung riecht.
46:38Ganz genau.
46:39Und jetzt habe ich Naumann und Drexler am Haken.
46:47Ich freue mich, mal wieder hier zu sein.
46:49Oh, das glaube ich jetzt nicht.
46:50Hey, komm hin.
46:55Du hättest mich mal vorwarnen können.
46:56Es geht doch nicht.
46:57Sollte doch eine Überraschung sein.
46:59Hat aber funktioniert.
47:00Haben Sie dich jetzt doch eingestellt?
47:03Noch nicht.
47:04Aber wenn ich erst diese Espressomaschine repariert habe.
47:07Du?
47:08Ja, ein Ventil ist da kaputt.
47:11Ich habe ein Flickenschild drauf aufmerksam gemacht.
47:13Und du hast Ahnung von Kaffee.
47:15Aber keine Ahnung von Kaffeemaschinen.
47:17Noch nicht.
47:19Noch nicht.
47:19Bis zum nächsten Mal.
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