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00:05Der Arlberg. Atemberaubende Bergkulisse, mit Hängen und Pisten, die ihresgleichen suchen.
00:18Geprägt durch Menschen voller Tatkraft, die schon früh die Zeichen der Zeit erkennen.
00:30Zupackend und innovativ. Offen für neue Wege und manchmal auch skurrile Abwege.
00:43Geburtsstätte einer Technik, die die Welt erobern sollte. Und eines neuen Filmgenres.
01:00Bitte Leus und Walter, los!
01:03Zu Hause ausgefeilter Lehrmethoden.
01:09Und damals wie heute der Schönschrift im Schnee.
01:19Das ist der Arlberg. Die Wiege des alpinen Skilaufs.
01:39Heute ist der Arlberg im Grenzland zwischen Tirol und Vorarlberg gelegen. Das grösste Skigebiet Österreichs.
01:46Weltweit gehört es zu den Top 5. Neben den mehr als 300 Skiabfahrtskilometern lassen sich zwei Berge auf die wohl
01:55exklusivste Weise erreichen.
02:00In den Anfängen war der Aufstieg auf Seehundfällen oder gar mit nachgezogenen Skiern eine schweißtreibende Sache.
02:09Die Belohnung, damals wie heute, eine Abfahrt in Pulver oder Firn.
02:20Doch schon bald die ersten Aufstiegshilfen. Der erste Schlepplift. Und dann, wie man sie damals nannte, die kühnste Gondelbahn Österreichs.
02:31In dieser atemberaubenden Landschaft ist Nadine Wallner, gebürtige Vorarlbergerin und zweifache Weltmeisterin im Freeriden,
02:38gemeinsam mit dem Schauspieler Tobias Moretti, Tiroler und ausgezeichneter Skifahrer auf den Spuren der Ski-Pioniere unterwegs.
02:59Lässiges Gebiet, muss man sagen.
03:02Haben wir sie schön da am Arlberg, gell?
03:04Wahnsinn.
03:05Haben wir die Budei, gell? Wenn man sich denkt, wie die Alten da oben gerasselt sind.
03:10Die Skipioniere von früher, ja.
03:12Ja, wie die Ohe kackelet sind, mit ihren Holzskis, mit Ewing und mit den Schuern.
03:17Ja, du sagst nichts. Da sind wir heute froh um unsere Skischo und Ski.
03:21Ja, das geht immer.
03:22Mäh. Aber super. Unglaublich.
03:26Da gibt es jetzt eh den Run of Fame.
03:28Der ist über den ganzen Arlberg verteilt, wo die Skipioniere aufgestellt sind.
03:34Und ein bisschen geirrt werden, ja.
03:36Gell.
03:36Ja.
03:37Fahren wir nochmal?
03:38Ja, sicher. Komm.
03:39Super.
03:39Auf geht's.
03:40Servus.
03:41Und wegfischen.
03:43Tatsächlich lässt sich über den Arlberg die Spur der Pioniere verfolgen.
03:47St. Anton kann zum Beispiel mit der ersten Skischule der Region aufwarten.
03:51Hier liegt auch der Startpunkt des Run of Fame auf Tiroler Seite.
03:56In St. Christoph wurde der Skiclub Arlberg gegründet.
03:59Und der Ort ist nach wie vor Zentrum der Skilehrerausbildung.
04:04Stuben ist der Geburtsort von Hannes Schneider, dem Begründer der Arlberg-Technik.
04:13In Zürs wurde der erste Skikurs der Region abgehalten.
04:17Und hier stand auch der erste Schlepplift Österreichs.
04:22Lech hat mit vier Goldmedaillengewinnern wohl die höchste Dichte an Ski-Olympiasiegern weltweit.
04:32Und Schröcken erinnert mit einem Vize-Weltmeister-Titel im Monoski an die vielen äusserst erfolgreichen Vertreter des Behindertensports am Arlberg.
04:42Wart ist der andere Ausgangspunkt des Run of Fame, dem Tobias Moretti von Vorarlberger Seite aus folgen und den Nadine
04:49Wallner im Tirolerischen erkunden wird.
04:54Und Wart ist auch jener Ort im Skigebiet, in dem im Winter 1894-95 alles begann.
05:08Also zu Zeiten meines Urgroßvaters, also vor circa vier Generationen, war es noch so, dass das Leben in dieser Gegend,
05:14die Arbeit, die Familie, alles eigentlich, die gesamte Lebenskultur ausschließlich auf Überleben eingerichtet war.
05:21Man muss sich vorstellen, winzige Höfe, heute würde man Hüttl sagen, Rauchkucheln, dunkel, alles sieben bis neun Kinder.
05:28Und diese Menschen waren so der Natur ausgesetzt, dass eigentlich die Kirche und die Religion ein unheimlich wichtiger Aspekt für
05:34sie waren.
05:36Ja und da gab es hier in Wart, also genau in dieser Kirche, zu dieser Zeit einen Pfarrprovisor, also einen
05:42späteren Pfarrer, einen gewissen Johann Müller.
05:45Und der hat, ohne es zu wissen, die ganze Gegend hier nachhaltig verändert.
05:50Weil es gab in manchen, also in manchen Jahren, so viel Schnee, dass weder irgendjemand ein noch raus konnte.
05:57Und da hat er in einer deutschen Zeitschrift, also der deutsche Hausschatz hieß die, hat er ein Foto gesehen, ein
06:04Büdel.
06:05Wie die Schweden und die Norweger sich im Winter bewegen.
06:09Und das hat ihn so fasziniert, weil er halt ein schneidiger Bursch war, dass er sich diese Bretteln postalisch bestellt
06:16hat.
06:17Ja, das sind überwiesen und die kamen daher.
06:19Ja, und die hat er dann bekommen, diese schwedischen Bretter.
06:23Ja, und der Rest ist Geschichte.
06:33Pfarrer Johann Müller erzählt von seinen ersten Gehversuchen auf den schwedischen Brettern.
06:42Vom Bilde konnte ich entnehmen, dass die Brettchen an die Schuhe geschnallt werden und dass man einen großen Bergstock zum
06:50Laufen benutze.
06:51Einen solchen Bergstock besaß ich, wie damals jeder Tourist.
06:56Also, wie tun, wie lernen.
07:10Ich wartete des Abends, um nicht gesehen und ausgelacht zu werden, bis es dunkel wurde und alle Lichter im Dorfe
07:17gelöscht waren.
07:18Auch meine Schwester, die Haushälterin, war schlafen gegangen.
07:23Also konnte ich es wagen.
07:28Ich schnallte die schwedischen an meine Schuhe, nahm den langen Stock und versuchte im großen Neuschnee des Pfarrwidums mein Glück.
07:45Doch da lag ich auch schon, mit den Skiern quer auf und mit dem Kopf im Schnee und so immer
07:51wieder bis gegen Mitternacht.
08:02Mit Mühe gab ich die Versuche auf, hatte die Überzeugung, noch kannst du es nicht.
08:10Am nächsten Abend versuchte ich es wieder.
08:13Und es ging schon besser.
08:15Und so wagte ich dann am nächsten Morgen, noch bevor die Dorfbewohner das erste Lichtlein anzündeten, eine Fahrt nach Lech.
08:24Da gab es große Augen und ein Schauen und Fragen.
08:27Und das einstimmige Urteil war, das wäre etwas Praktisches für den Tannenberg.
08:36Wie sehr diese ersten Gehversuche auf Skiern und der Pioniergeist von Pfarrer Müller den Arlberg verändert haben, sollte sich schon
08:43wenige Jahre später zeigen.
08:48Da im Hintergrund, wo man jetzt die Hotels sieht, da waren vor 100 Jahren circa nur ein paar Bauernhäuser.
08:54Und die Bauern haben im kurzen Sommer sehr hart arbeiten müssen, dass sie über den langen Winter gekommen sind.
09:00Heute ist es natürlich umgekehrt.
09:02Heute machen sie ihr Geld und leben vom Wintersport hauptsächlich.
09:06Und das war natürlich nicht immer so, weil der Tourismus hat eigentlich den Schub erst bekommen durch den Bau der
09:16Arlbergbahn.
09:20Es ist eine gewaltige Leistung.
09:23Nach nur vier Jahren Bauzeit wird 1884 der Eisenbahntunnel zwischen Vorarlberg und Tirol eröffnet.
09:30Auf der neu errichteten Strecke werden nicht nur mehr als zehn Kilometer Tunnel durchfahren.
09:35Mensch und Maschine haben oft auch mit riesigen Schneemassen zu kämpfen.
09:54Schon bald entdecken erste Touristen die bis dahin ausschließlich von Viehzucht und Milchwirtschaft lebende Bergregion.
10:05Anfangs werden die Gäste auf Pferdeschlitten in die höher gelegenen Orte gebracht.
10:15Trotz der beschwerlichen Anreise wird der Bedarf an Gästezimmern immer grösser.
10:19Und wenn der Platz einmal gar nicht mehr reicht, überlässt man den Gästen die Ofenbank in der Stube.
10:25Oder gar das eigene Bett.
10:32Mit dem Bau der Flexenstraße in den Jahren 1895 bis 1897 sind die Orte Lech, Zürs und Wart nun auch
10:42in den Wintermonaten erreichbar.
10:43Und der Tourismus beginnt als zartes Pflänzlein zu sprießen.
10:59Schon bald hält moderne Technik Einzug.
11:02Kettenfahrzeuge bringen die Wintersportler über die vereisten Straßen in die tief verschneuten Höhen.
11:11Einem Mahnmal aus längst vergangenen Zeiten gleich steht das Hotel Hospiz mit seiner markanten Christophoruskapelle in St. Christoph am Arlberg.
11:20Das im 14. Jahrhundert vom Schweinehirten Heinrich Findelkind erbaute Hospiz blickt auf eine lange karitative Geschichte zurück.
11:30Einst Schutzhütte für in Not geratene Reisende wird im Stammhaus der Bruderschaft St. Christoph seit Anbeginn für wohltätige Zwecke gesammelt.
11:39Heute wird mit Mario Matt ein weiterer Ski-Olympia-Sieger in die Bruderschaft aufgenommen.
11:46Lieber Novize Mario, ein herzliches Willkommen, dass es endlich gelungen ist, dich für die Bruderschaft St. Christoph zu gewinnen.
11:53Nach alter Brudersite fährst auch du mit diesem Schlag endlich in unsere Mitte.
11:59Ein herzliches Willkommen, Bruder Mario, in der Bruderschaft zu St. Christoph.
12:10Das Hospiz ist aber nicht nur Nobelherberge und Sitz der Bruderschaft St. Christoph.
12:15Die alte Gaststube hat auch skihistorische Bedeutung.
12:20Hier im Hospiz wurde am 3. Jänner 1901 einer der ältesten Skiklubs gegründet, bei dem ich selber auch Mitglied bin.
12:27Die sieben Begründer sind nach einer Skitur zusammengesessen und haben dann überlegt und angefangen zu schreiben.
12:33Die Gründungsurkunde ist schnell formuliert.
12:35Durch die Natur verzückt fühlen sich die beteiligten Ausflügler bewogen, den Skiclub Arlberg zu gründen.
12:42Seit damals hat der Skiclub Arlberg unzählige Menschen für Skifahren begeistern können und hat auch viele Spitzensportler hervorgebracht.
12:50Tatsächlich sind es so viele, dass sich diese Aufzählung auf Olympia-Goldmedaillengewinner und Gesamtweltcup-Sieger beschränken muss.
12:58Der Grundstein für die olympische Goldlawine des Skiclub Arlberg wird 1952 bei den Olympischen Spielen in Oslo gelegt.
13:11Das ist Trude Beiser-Jochum.
13:18Und hier saust Ottmar Schneider über die Piste in Zeitlupe gesehen.
13:22Diese beiden haben in Oslo eine Goldmedaille für Österreich errungen.
13:25Für diese Leistungen werden sie im Beisein der Bundesregierung von Bundeskanzler Fiegel empfangen
13:30und durch die Bereicherung von Erinnerungsplaketen besonders geehrt.
13:35Auftakt der alpinen Disziplinen der Olympischen Winterspiele in Innsbruck.
13:38Abfahrtslauf der Herren.
13:40Die Strecke ist ausgezeichnet, präpariert.
13:43Das ist Karl Schrantz.
13:44Er ist einer der stärksten Läufer.
13:51Er meistert diesen schwierigen Streckenteil ausgezeichnet,
13:54aber Zwischenstoppungen haben ergeben, dass er die in ihn gesetzten Hoffnungen nicht erfüllen wird.
14:03Der Österreicher Egon Zimmermann.
14:12Atemberaubend, sein Tempo, seine Verwegenheit.
14:14Ja, wenn man die Bilder heute sieht, kann man sich das, glaube ich, nicht mehr vorstellen,
14:17wie die damals gefahren sind, allein von der Sicherheit her.
14:21Es war ja nichts, oder sowas hat es ja nicht gegeben.
14:25Ich glaube, an den gefährlichsten Stellen hat man ein paar Strohballen gehabt, das war's dann.
14:28Also man muss da rückblickend, da bin ich eh verwundert, dass da nicht mehr passiert ist,
14:34weil das war schon, ja, eine spannende Sache teilweise, glaube ich.
14:42Das ist die beste Zeit.
14:43Egon Zimmermann ist Olympiasieger im Abfahrtslauf.
14:50Ja, es ist immer eine großartige Leistung, damals wie heute.
14:55Also damals haben die auch Sensationelles geleistet.
15:00Natürlich haben die auch ganz anderes Material gehabt, was natürlich auch sehr schwierig war mit Lederschuhen und, ja, auch die
15:10Schiebe, wenn man das schaut, wie das früher ausgestattet hat, ist natürlich ein Riesenunterschied.
15:14Und es ist natürlich auch mein größter Respekt, auch damals, was sie geleistet haben.
15:22In der Saison 1968-69 gelingt Gertrud Gabel als erste Österreicherin der Sieg im Gesamtweltcup.
15:32Im selben Jahr trägt sich Karl Schrantz, ebenfalls aus St. Anton, in die Siegerlisten ein.
15:38Am Tag des Rennens kommt der Schnee. Zu spät.
15:42In Kitzbühel findet das traditionelle Hanankamm-Rennen ohne Abfahrt statt.
15:46Als Ersatz gibt es einen Riesentorlauf in zwei Durchgängen.
15:48Nur noch Karl Schrantz liegt von den Österreichern aussichtsreich im Rennen.
15:52Und er rettet den dritten Rang. Auf ihn ist Verlass.
15:55Im Jahr darauf sollte ihm das Kunststück ein weiteres Mal gelingen.
15:58Ja, und da sind wir jetzt beim Riesentorlauf der Herren.
16:05Das war der große Dominator, Karl Schrantz.
16:11Ja, Gesamtweltcup-Sieg ist natürlich vom Sportlichen her das Höchste, glaube ich.
16:18Man muss von der ganzen Saison her, von Anfang bis zum Ende sehr konstant sein.
16:22Und über mehrere Disziplinen auf Stockhol fahren und von vorne palazisiert sein und Rennen gewinnen, um das zu erreichen.
16:32Und das ist natürlich schon keine leichte Aufgabe.
16:39Im kollektiven Bewusstsein von Ski Österreich fest verankert ist der Ausschluss von Karl Schrantz bei den Olympischen Spielen 1972 in
16:49Sapporo.
16:52Zehntausende Menschen sind auf der Strasse um ihn, der wegen eines Verstoßes gegen das damalige Amateurregelment nicht antreten durfte, zu
16:59Hause willkommen zu heißen.
17:09Patrick Ortlieb eröffnet die Olympia-Abfahrt 1992.
17:20So, und jetzt der weite, mächtige Satz.
17:23Und jetzt Patrick Ortlieb in Ziel.
17:25Die erste Zeit auf der Olympia-Abfahrt.
17:271.50.37.
17:291.50.37.
17:31Patrick Ortlieb.
17:32Gold medal.
17:33Champion olympic.
17:34And Olympic champion.
17:36Patrick Ortlieb, Autrisch.
17:38Patrick Ortlieb, Austria.
17:44Danke, Martin.
17:46Mit 34 Jahren krönt sich Mario Mart zum Olympiasieger.
17:51Bereits im ersten Durchgang erzielt der Doppelweltmeister aus St. Antonlauf-Bestzeit.
17:55Im zweiten fährt er dann souverän zur Goldmedaille und gewinnt 0,28 Sekunden vor Marcel Hirscher.
18:01Ja, Olympia ist einfach das Größte.
18:04Das gibt es einfach nur alle vier Jahre.
18:06Und ja, es hat bei mir auch der Vorschein, Olympia hat es nicht so geklappt.
18:12Man merkt schon mal, war ich verletzt.
18:14Beim zweiten Mal hat es nicht so hingekaut.
18:17Und ja, das ist ausgeschieden.
18:19Und alle vier Jahre, wenn das dann auf dem Punkt ist, Rennen, dann bei letzter Möglichkeit,
18:25wenn das klappt, das ist einfach schon genial.
18:29St. Anton ist jener Ort, an dem Mario Mart einen weiteren großen Erfolg seiner Karriere feierte.
18:34Hier wurde er 2001 Slalom-Weltmeister.
18:38St. Anton ist auch der Ausgangspunkt des Run of Fame auf Tyroler Seite,
18:42jener Skirunde, die an die Skipioniere und Legenden am Arlberg erinnert.
18:47Die ersten Schwünge sind zwar auf Arlberger Seite in den Schnee gezogen worden,
18:50aber es ist schon bald der ganze Arlberg infiziert gewesen.
18:53Und so haben sich die jungen Burschen aus Fasstauben, aus den Brettern von den Weinfässern Skier gebaut
18:58und haben so die verschneiten Hänge unsicher gemacht.
19:01Und dass Skifahren noch immer hoch im Kurs liegt bei den Einheimischen,
19:05sieht man vor allem am Skiclub Arlberg Freestyle Team.
19:07Und die trainieren gerade am Rennweg.
19:27Diskutierte die skiverrückte Jugend vor rund 100 Jahren über Pflugbogen und Stemmchristiania,
19:33so reden sie heute von Backflip, Misty 540 und Railslide.
19:37Geblieben ist auf jeden Fall der Spaß am Skifahren.
19:50Weiter geht es entlang des Run of Fame.
19:52Und wer in dem weitläufigen Skigebiet die Orientierung verlieren sollte,
19:56dem hilft heutzutage, ganz dem Zeitgeist entsprechend,
19:59eine App wieder zurück auf den rechten Weg.
20:10Kommt nach einer Nacht mit heftigem Schneefall die Sonne hervor,
20:14so sind binnen weniger Stunden alle Hänge verspurt.
20:18Und auf den präparierten Pisten tummelt sich eine Vielzahl von Skibegeisterten.
20:22In den Anfängen war das ganz anders.
20:27Schuhuui! Ein Traumtag zum Skifahren heute.
20:31Da unten liegt Stuben am Adlberg und hinter mir guckselt mir der Hannes Schneider über die Schulter,
20:36der begründer der Adlberg-Technik.
20:39Die Adlberg-Technik hat auf jeden Fall das Skifahren revolutioniert.
20:43Und der Hannes Schneider war unter anderem auch Filmstar,
20:46Leiter einer Skischule, ein lässiger Skifahrer
20:49und hat vor allem das Skifahren in die Welt hinausgebracht.
20:53Im Hotel Post in St. Anton beginnt 1907 die Karriere von Johann Schneider als Skilehrer.
21:01Der junge Mann, hier beim allerersten von Viktor Sohm geleiteten Skikurs in Zürs,
21:06hat er sich zuvor schon als exzellenter Skifahrer hervorgetan.
21:12Im Winter 1920-21 gründet er dann seine eigene Skischule
21:17und beginnt systematisch die von ihm entwickelte Adlberg-Technik zu unterrichten.
21:24Erste Stufe dieses dreistufigen Systems ist der Schneepflug,
21:27ein weites V, bei dem beide Skier ausgestemmt werden.
21:31Die zweite Stufe ist der Stemmbogen, dabei wird nur ein Ski ausgestemmt.
21:36Die dritte und letzte Stufe ist ein Stemmbogen, der in paralleles Gleiten übergeht,
21:42den sogenannten Stemmchristiania.
21:49Ziel von Schneider ist es, jedem das Skifahren beizubringen.
21:53Und so entwickelte er dieses modulare System.
21:56Die Schüler lernen dabei, die steigende Geschwindigkeit zu meistern.
22:12Ein weiterer Unterschied zu anderen Skikursen.
22:15Johann, inzwischen zum schneidigen Hannes geworden,
22:19legt großen Wert auf Disziplin.
22:21Wer zu spät kommt, egal ob reich oder berühmt, fliegt aus dem Kurs.
22:25Schnell verbreitet sich sein Ruf als aussergewöhnlicher Skifahrer und Lehrer.
22:311936 wird er gemeinsam mit zwei weiteren Österreichern
22:34zu einer Demonstration ihres Könnens in die USA eingeladen.
22:46Es ist ein riesiges Spektakel.
22:49Mehr als 200.000 Zuschauer sehen, wie die Männer auf einer Piste aus geschreddertem Eis
22:54über den künstlich aufgeschütteten Hang fegen.
22:59Der nächste Schritt hinaus in die Welt ist Ski Flight,
23:02der erste amerikanische Skifilm mit Otto Lang, einem Schüler Hannes Schneiders.
23:06The snow creates a sportsman's paradise.
23:09Where there's snow, there's skiing.
23:12And where there's skiing, there's Otto Lang,
23:14the foremost exponent in this country of the famed Arlberg technique.
23:19There's a kind of powder snow out here of a quality that makes for good skiing.
23:24It's as sleek as butter.
23:25It's the technique that really counts.
23:28Taking abrupt slopes, that's the very problem that created
23:31the famous Arlberg system of Hannes Schneider.
23:361936 wird der Film im Rockefeller Center in New York uraufgeführt.
23:42Ski Flight läuft in der Radio City Music Hall,
23:45gemeinsam mit Schneewittchen und die sieben Zwerge.
23:48Er ist fast zwei Monate auf dem Spielplan,
23:51ein absoluter Rekord für die damalige Zeit.
23:56Danach geht der Film auf Tour durch das Land
23:58und macht die Arlberg-Technik und Hannes Schneider in ganz Amerika berühmt.
24:21Am 13. März 1938 hat das Wintermärchen am Arlberg ein jähes Ende.
24:27Hannes Schneider, der sich mehrfach gegen das Naziregime ausgesprochen hatte,
24:31wird verhaftet.
24:32Mit seiner Inhaftierung bricht das Skischulsystem zusammen.
24:35Die Gäste reisen ab.
24:40Durch internationalen Druck kommt er zwar wieder frei,
24:43wird aber mit einem Berufsverbot belegt und emigriert in die USA.
25:06Schnell fasst Hannes Schneider in den Vereinigten Staaten Fuß.
25:09Nach dem Zweiten Weltkrieg wird nun ein Großteil der Skischulen in den USA von Österreichern geleitet.
25:14Und auch in Südamerika, Australien und selbst Neuseeland ist die Nachfrage nach Skilehrern aus Österreich ungebrochen.
25:27Doch nicht nur als Skischulleiter oder Skischulehrer sind die exzellenten Skifahrer vom Arlberg gefragt.
25:33Viele von ihnen verdienen nun ihr Geld vor und hinter der Kamera in der aufblühenden Filmindustrie.
25:42Und der Arlberg selbst wird immer öfter zur Filmkulisse.
25:47Im Hintergrund dieser herrlichen Kulisse ist da der Patriol.
25:52Zu meiner linken Seite, zu meiner rechten, der Kaltenberggletscher.
25:56Darunter Stuben, wo der berühmte Hannes Schneider geboren ist.
26:00Man kann sich vorstellen, dass diese Kulisse sich prachtvoll eignet für diverse Filmaufnahmen.
26:04Die berühmtesten sind wohl gewesen in den 50er Jahren der Toni Seiler mit zwölf Mädchen und einem Mann.
26:11Dann diverse lustige Filme mit Peter Alexander.
26:14Ich bin der glücklichste Mensch auf der Welt, denn gute Laune ist mehr wert als Geld.
26:21Heute liegt was, heute liegt was, was Schönes für mich in der Luft.
26:28Ja, die Liebe, die lass ich nie vorüber gehen.
26:34Ja, die Liebe macht erst das Leben schön.
27:08Und dann der wohl berühmteste Hollywood-Film war der Bridget Jones.
27:13Mit der Rezellweger, die vom Schlegelkopf diese wirklich legendäre Schussfahrt gemacht hat.
27:34Und dann angefangen hat das Ganze Ende der 20er Jahre mit dem Film Der Weiße Rausch.
27:38Das ist der legendäre Film mit Leni Riefenstahl und Hannes Schneider, mit dem der Regisseur Arnold Funk ein neues Genre
27:43begründet hat.
27:44Achtung, es geht los. Eins, zwei, drei, los!
27:57Die Geschichte des Films ist schnell erzählt.
27:59Das junge Mädchen Leni, gespielt von Leni Riefenstahl, möchte während seines Winterurlaubs an einem Skirennen teilnehmen.
28:06Sie lässt sich das Skifahren von dem Skilehrer Hannes, Hannes Schneider, beibringen.
28:27Im nächsten Jahr, Leni ist inzwischen zu einer guten Skifahrerin geworden, nimmt sie gemeinsam mit Hannes an einer Fuchsjagd teil,
28:35bei der die beiden das Fuchspaar spielen, das seine Verfolger immer wieder in die Irre führt.
28:56Mit dabei die beiden Hamburger Zimmerleute Tietje und Fietje, gespielt von den Innsbruckern Walter Riemel, einem exzellenten Skifahrer,
29:04und Gutzi Lanschner, Abfahrtsweltmeister und Olympia-Silbermedaillengewinner.
29:12Auf drei, auf drei, auf drei, auf drei, auf drei!
29:24Hilfe! Hilfe! Hilfe, Hilfe! accepte Musik!
29:29Hilfigstigung!
29:35Wicht runter! Sonst schneid es, habt es!
29:44The film is a little dung, but the film is a real cineastical Meilenstein
29:52and is based on its innovative Bildsprache and modern camera-technic.
30:25Für Hannes und Leni, im Film ein Paar, könnte der Weg im wirklichen Leben danach unterschiedlicher nicht sein.
30:32Hannes Schneider wird zu einem Kritiker, Leni Riefenstahl zu einer Propagandistin des NS-Regimes.
30:40Ja, die Bilder sind einfach sensationell, wenn man da schaut am Arlberg, wie das früher wunderschön ausgeschaut hat,
30:48alles wie auch heute noch, wenn so verschneite Berge sind und ja, das ist einfach genial.
30:54Das geht mir heute nur so, wenn es frisch schneit und ein schöner Tag ist, dann muss man fast rausgehen
30:59auf die Piste oder ins Gelände, zum ein bisschen Tiefschnee fahren.
31:02Doch bevor man sich in den Tiefschnee hinauswagen kann, gilt es erst einmal die Grundtechniken zu erlernen.
31:111926 eröffnet das Unterrichtsministerium im ehemaligen Wegmacherhaus in St. Christoph ein Zentrum zur Skilehrerausbildung.
31:20Unter der Leitung von Professor Janner werden modernste Erkenntnisse vermittelt.
31:41Bei der praktischen Fahrprüfung wird besonderer Wert auf Stilreinheit gelegt.
31:46Das Stemmbogenfahren wird ganz langsam geführt, sodass der Schüler jede Phase desselben deutlich verfolgen kann.
31:56Beim modernen Skilauf kommt es nicht auf Kraftentfaltung, sondern auf eine rein körperliche Gewichtsverlegung und auf rhythmischen Lauf an.
32:09Es ist selbstverständlich, dass der Skilehrer ein Meister der Beherrschung seines Körpers ist,
32:15zu welchem Zwecke die Vorführung von Sprüngen und Geschicklichkeitsübungen bei der Prüfung verlangt wird.
32:21Die Prüfung ist nicht leicht und jeder, der sie erfolgreich abgelegt hat, kann sich mit Recht als Meister des Skilaufes
32:29bezeichnen.
32:29Gesundheit, Gesundheit, Prost!
32:32Tobias Moretti trifft drei dieser Meister des Skilaufs.
32:35Rudi Mattis aus Stuben, Ferdl Nöbel aus St. Anton und Herbert Jochum aus Zürs.
32:41Ein Wahnsinn, ein Abzimmer, der hat die ganzen Anfänge miterlebt.
32:46War Hannes Schneider der Skigott vom Arlberg, so wird der langjährige Leiter des Bundessportheims
32:52und oberster Ausbildner aller staatlich geprüften Skilehrer, Prof. Stefan Kruckenhauser,
32:58schon bald als der Ski-Papst bezeichnet.
33:01Heute wedelt die ganze Welt und anerkennt den österreichischen Skilehrplan als den Dernier-Crie.
33:08Die Skilehrer bekommen hier durch Prof. Kruckenhauser den letzten Schliff.
33:14Habt ihr damals schon diese staatliche Prüfung machen müssen?
33:17Ja, hallo.
33:18Und wer hat das angenommen?
33:20Prof. Kruckenhauser und Hoppik.
33:22Hoppik, ja, Hoppik, glaube ich.
33:23Und bei den Unterrichten musste ich alle raus, ich war 1,82 Meter groß, 1,81 Meter groß,
33:31die Zauntür wäre entstecken.
33:34Dann hat der Hoppik alle zusammen gesehen, der Kruckenhauser kam aus dem Hungerturm von St. Anton
33:39und ich musste auf den Tisch aufstehen.
33:41Ich bin am Tisch gestanden, in dieser Verwindung so.
33:45Und so hat er das nachher denen allen demonstriert, warum, weshalb wir so Skifahren.
33:50Ach so.
33:51So.
33:52Hatsen zusammen, fix Teufel noch mal eine.
33:56Das strenge Regiment des Herrn Professor, wie er ehrfurchtsvoll genannt wurde, sollte alsbald Früchte tragen.
34:03Er propagiert eine Technik, die den Skifahrer mit geringsten Bewegungen und geschlossenen Beinen kurz schwingen lässt.
34:11Das Wedeln.
34:13Hat das einen ästhetischen Grund gehabt, oder war das sein?
34:16Das war seine Methode.
34:18Das war einfach seine Methode.
34:19Das hat er damals einmal entwickelt, das von zig nach zack.
34:23Wie stark dieser Stämmschwung mit dem Wedeln verwandt ist, können Sie jetzt sehen, in dem zwei Demonstratoren wedeln.
34:32Der eine mit Wedelmetallstämme, der andere mit geschlossener Skiführung.
34:36Bitte, Lois und Walter, los.
34:40Versucht's, ob es...
34:41Jawohl, es geht so.
34:49Ich glaube, das ist genug, dass Sie jetzt sehen, wie eng diese beiden Formen verwandt sind miteinander.
34:55Wobei ich betone, dass die Stämmschwung mit Trallstämme ganz besonders im Rennlauf verwendet wird.
35:09Professor Kruckenhauser ist aber nicht nur ein exzellenter Didaktiker, sondern auch ein herausragender Kameramann.
35:28Aber die Entwicklung geht weiter, Herr Professor.
35:31Wie schaut's aus?
35:32Wedeln wird man doch nicht etwa noch im Jahr 2000, nicht?
35:35Also vielleicht schon, aber es wird eine Ergänzung dazu kommen.
35:38Wie geht's weiter?
35:39Das geht nicht mehr sehr weiter.
35:41Aber genauso wie sich gewisse Technik der Leichtathletik fast zu Ende entwickelt hat, es gibt nie ein ganzes, ein volles
35:49Ende.
35:49Das Wedeln wird bleiben.
35:52Meine Damen und Herren, mit diesem kleinen Schlussballett ist diese Vorführung für Sie zu Ende.
35:58Ich danke Ihnen für die Aufmerksamkeit.
36:01Und Sie können jetzt wieder zum Skikurs laufen.
36:04Also Tempo, Tempo, Tempo.
36:09Und tatsächlich kommt da noch etwas.
36:12Erst der Jet-Schwung.
36:18Dann der Umsteig-Schwung.
36:27Und schließlich die Revolution auf der Piste.
36:30Das Carven.
36:37Doch bei einem sollte Professor Kruckenhauser recht behalten.
36:41Nichts ist so schön wie das Wedeln.
36:43Die Schönschrift im Schnee.
36:46Was habt ihr jetzt sozusagen in eurer Auslandstätigkeit?
36:49Du warst ja Trainer, du warst Trainer, du?
36:52Auch.
36:52Warst du auch Trainer?
36:54Ich war auch Trainer, ja.
36:55Und wo warst du?
36:57Ich war Trainer in Europa mit der amerikanischen Damenmannschaft.
37:03Ach so.
37:04Für die Olympiade 1952.
37:08Und was waren Sie die Mädchen?
37:10Haben Sie gut angesehen?
37:12Ja, die Andrea Mieter, zwei Goldmedaillen.
37:25Und du warst Trainer in England?
37:27I had the Oxford and Leonhard had the Cambridge.
37:35I was asked, it was about 55, 54, 55,
37:42if I would train the team.
37:49Macintosh was called,
37:51that were two brothers,
37:55and they had a little bit of wind.
38:01And Olympic,
38:03have you been here?
38:05Yes, sure.
38:07I had three at the start,
38:10and one was in the Ziel.
38:12That was good.
38:14That's a good thing.
38:23Good night.
38:23Good night.
38:27Good night.
38:38Good night.
38:53For eight years in Cortina there was the last time
38:56an Austrian Olympia-Sieger in the Abfahrt.
38:59Who that was, whom do I have to tell?
39:11Nach einem mörderischen Rennen, fast alle Asse waren gestürzt, siegte Tony Seiler.
39:18Man feierte ihn wie einen König.
39:21Du bist gewesen?
39:22Ich war in Argentinien, in Pareloche.
39:26In Pareloche, da war ich auch schon. San Martin.
39:28In San Martin de Pareloche war ich.
39:31Ja, super.
39:31Und ich war 67, 68 in Pareloche in Argentinien.
39:38Und ich habe in den zwei Jahren die Damen übernommen.
39:43Ich habe 18 Jahre keinen Sommer gesehen.
39:4618 war nur Winter.
39:48Und das hat sich alles abgespielt zwischen Nordamerika, Australien und Südamerika, Argentinien.
39:55Also da seid ihr alle hin und her?
39:56Ja, alle hin und her. Das hat sich also so getraut, 18 Jahre lang.
40:00Gut.
40:01Aber vielleicht glaubt er spinnt.
40:04Und dabei hast du gerne mal so viel besser Skifahren können nachher?
40:09Ja, er ist zwei, drei Mal was zu erzählen.
40:12Er war immer meine grösste Konkurrenz.
40:15Wir kennen uns vom Rennfahren her.
40:17Ach so?
40:18Ja.
40:18Und wenn es nachher um so bestimmte Rennen gegangen sind,
40:22dann hat er einmal der Giegel und einmal der Gagel gewonnen.
40:24Ach so?
40:25Und wenn ich gewonnen habe, hat er mich nicht angeschaut wieder ein paar Tage.
40:28Ach so?
40:28Wenn ich ihn nicht mehr treffe.
40:30Das ist mir beleidigt gewesen.
40:32Nein, nein.
40:33Nein, nein.
40:34Und das sind die prominentesten Zöglinge dieser Skilehrer, die diese winterliche Reminiszenz zeigt.
40:48Man kann also ruhig sagen, dass die halbe Welt hier Skilaufen gelernt hat.
40:52Der Schar von Persien.
40:57Das schwedische Königshaus.
41:04Königin Beatrix aus den Niederlanden mit ihrer Familie.
41:09Und Grazia Patrizia von Monaco mit ihren Kindern, um nur einige wenige zu nennen.
41:18Für die Pistenfahrt am Skiwiesel ist der Rennanzug aus hochelastischem Material praktisch.
41:25Die Einsätze lassen Bewegungsfreiheit.
41:27Neben den gekrönten Häuptern war der Arlberg von Anfang an ein Treffpunkt der Reichen und Schönen.
41:42An der Eisbar entdeckt man meist besonders elegante Modelle.
41:46Abgesteppte Anoraks, oft westernartig, oder Lachshosenanzüge mit Wollpullover und natürlich die schmal geschnittene Skijacke.
41:59Und es hat sich nichts geändert.
42:02Ausser vielleicht die Musik.
42:24Der Arlberg hatte schon immer eine Vorreiterrolle, auch was technische Innovationen angeht.
42:301937 ließ Sepp Bildstein in Zürs den ersten Schlepplift Österreichs errichten.
42:47Bei St. Anton am Adlberg entsteht derzeit die Künste Seilbahn Österreichs.
42:51Sie führt von der Endstation der Galzigbahn auf die Höhen der Waluga und wird schon in der heurigen Wintersaison den
42:57Freunden des weißen Sports in 2800 Meter Höhe ein einzigartiges Skiparadies erschließen.
43:07Die Bahn wird von der Arbeitsgemeinschaft Zimmer in Graz-Pauker und Bolig AG gebaut.
43:12Sie ist nach Fertigstellung drei Kilometer lang und wird durch bloß zwei Stützen getragen.
43:30Die höchste und kühnste Seilbahn Österreichs wird feierlich eröffnet und in Betrieb genommen.
43:42Die von den Zimmer in Graz-Pauker-Werken gemeinsam mit der Bolig AG erbaute zweispurige Pendelbahn befördert in der Stunde
43:49210 Personen auf den 2646 Meter hohen Waluga-Grad.
44:00Seit damals hat sich viel getan.
44:03Heute transportieren im Arlberggebiet 88 hochmoderne Aufstiegshilfen mehr als 144.000 Menschen pro Stunde in die verschneiten Höhen.
44:20Prunkstück ist die im Winter 2016-17 eröffnete Flexen-Trittkopfbahn, das erste Bauwerk der Welt, in dem drei Gondelbahnen zusammenlaufen.
44:33Diese Bahn verbindet Zürs mit Stuben, Alpe, Rauts und schließt somit die letzte Lücke im Skigebiet des Arlbergs.
44:41Nun sind die Orte St. Anton, St. Christoph, Stuben, Zürs, Lech, Schröcken und Wart auf Skiern erreichbar.
44:50Der Kreis schließt sich. Hier treffen sich Tobias und Nadine nach ihrer Erkundungstour entlang des Run of Fame wieder.
44:57So manches hat sie nachhaltig beeindruckt.
45:00Ich muss immer noch daran denken, wie das cool war, wie wir das Steilwandel da runtergefahren sind. Das war richtig
45:06cool.
45:06Ja, ab und zu ein bisschen knackig. War schon steil. Ja, war steil. Aber war gut.
45:12Es war ja das Traumhafte, das hat mir so getaugt, auch mit dem alten Mander. Was heißt alten Mander?
45:17Die ewig Junggebliebenen, sagen wir mal so. Das war total super.
45:20Und das ist dann auch so lebendig, kommt mir vor. Die Geschichte wird so lebendig.
45:26Und wie sie erzählt haben, was sie als erlebt haben, toll.
45:29Ja, die kindliche Motivation, die ist heute noch immer da. Kennst du einen weißen Rausch?
45:34Der weiße Rausch, ja der Film, der wahnsinnige Film.
45:37Nein, nein, das Rennen, weißt du? Das krasse Rennen, wo es im Massenstart, sich Kopf über Arsch reinhauen.
45:43Alle auf einmal? Ja. Bist du da schon gefahren?
45:45Nein, ich bin noch nie mitgefahren, aber ich ins Meer schaue.
45:48Echt gut? Ja, das ist eine wilde Sache.
45:50Ja, Wahnsinn. Ja, dann fahren wir da mit, oder nächstes Jahr?
45:53Ja, passt. Eingeschlagen.
45:55Ich sitze bei dir hinten oben. Ja.
45:58Nein, das sehe ich ja nicht.
46:00Und weißt du was, und jetzt gehe ich noch einmal runter, weil das will ich immer noch einmal anschauen am
46:04Schluss, die Hall of Fame.
46:05Ja, die ist super. Die haben sie heute neu gebaut. Da kannst du alle Skipionieren vom Arlberg von null bis
46:13jetzt anschauen.
46:15Schneider, Krückenhauser. Genau. Sogar einstehen unten.
46:18Du stehst auch unten. Ja, dann habe ich eine Verpflichtung.
46:26Die Hall of Fame ist im Herzen der Bergstation der Flexenbahn, einem architektonischen Meisterstück des Seilbahnbaus, beheimatet.
46:46Die Hall of Fame ist im Herzen der Bergstation der Flexenbahn, einem architektonischen Meisterstück des Seilbahnbaus, beheimatet.
47:00Die Hall of Fame ist im Herzen der Bergstation der Flexenbahn, einem architektonischen Meisterstück des Seilbahnbaus, beheimatet.
47:06Mehr Gesichtsverleiher, aber dann sind wieder die Helden dazwischen.
47:11Und Louis natürlich, Hannes Schneider. Toll.
47:26Zum Abschluss der langen Wintersaison findet am Fuße der Waluga jedes Jahr ein wahres Spektakel statt.
47:41Ja, da hinter mir gerade lauter Wahnsinnige beim Massenstart weißer Rauschrenner zum Gedenken an die Pioniere von Marlberg.
47:52Damals wie heute geht es ohne Rücksicht auf Verluste in rasender Schussfahrt zu Tal.
48:00Rücksicht auf Verluste in rasender Schussfahrt zu Tal.
48:18Rücksicht auf Verluste in rasender Schussfahrt zu Tal.
48:25Rücksicht auf Verluste in rasender Schussfahrt zu Tal.
48:53If Carving Shear or Holzlatten,
48:57damals wie heute liegt ein Hauch von weißem Rausch über dem Arlberg,
49:02der Wiege des alpinen Skilaufs.
49:33Untertitelung des ZDF für funk, 2017
49:36Untertitelung des ZDF für funk, 2017
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