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00:59Then there were a lot of money for a super nice video, where I look pretty.
01:06And that all the relationships were always on a flirty level.
01:11And not, how cool is she? What has she actually for cool ideas?
01:33I'm Naima Hossein.
01:39I'm from Beruf Musikerin.
01:42And I live here in Berlin, Neukölln, with my 9-year-old son.
01:50I work in many different areas.
01:53I play theater music, I play songs, I play many concerts.
01:57I work on a new album.
02:03I can hear a lot louder.
02:10Many find it incredibly smart, to say, I live as a artist or a musician.
02:16I grew up in a music family.
02:19For me was always nice.
02:21I always thought about this category.
02:24My father told me, as I was 12, how to produce music and produce music.
02:30And how to arrange their own songs.
02:33And how to create a world.
02:40I work now with a really great Regisseur at the music for Alice in Wonderland.
02:48She was also here today.
02:50And we have a little bit brainstormed and tried it.
02:57Klingt right now totally hip.
02:59I'm now in my Karlsruhe-Staatstheater.
03:01I have a very wide way.
03:03And I hope that I...
03:06I love it totally.
03:07But I want to go with a child and so on
03:10and not always go through the whole country.
03:13They should have to be caught with a child in this moment.
03:16Okay.
03:21Oyein Standbein is just a self-verw Goblin.
03:24Very künstlerisch, very expensive, unkommerziell.
03:46And then it's just this super-got-functioning
03:49Kindermusik-Projekt Pauken & Planeten.
03:56Then I have a workshop format that I sometimes have to offer at a school, then I have to
04:00sometimes have students, then I make a theater production. I have to do it myself, not to
04:06forget what I actually do, because it's pretty much.
04:29I'm Malonda, I'm a singer, I'm a singer, I'm a activist, I position myself as black and queer, I write
04:36up and to columnist essays and I have a own musical.
04:47Malonda is my name and also my name of Künstler.
04:54How do I do that then?
04:58To do what I do with Malonda is for me really important.
05:03I have very, very long to find out, to find out and then have a difficult decision to meet.
05:08I want to work out, I don't know if I have my favorite things in my own way.
05:13I have to put my own feelings on the way, as if I have a heart attack,
05:19I have to do it all like that.
05:21I have to do it all like that.
05:21I have to do it all like that.
05:24I have to do it all like that.
05:25I have to do it all like that.
05:27When my fear he's at home,
05:31she came on me to the park.
05:41In my songs, it's about my hopes, dreams, dreams, fears, and in private, it's hard to
05:55express it. And that's why I created this art. So a Malonda, who can say everything, who can
06:05grandios and still very, very hurt, can be with great gestures, all in the arms can
06:13and tell stories.
06:31Heutzutage ist das Leben als Künstler anders. Wir müssen auf Social Media aktiv sein, auf
06:37unterschiedlichen Plattformen. Das heißt, wir müssen unsere eigene PR tatsächlich machen.
06:43Content, Content, Content, irgendwie unterschiedliche Formate, dann auch irgendwie Merch und so weiter
06:48und so fort. Also wir sind schon echt irgendwie mit sehr, sehr viel anderem beschäftigt, was
06:54nicht mit dem Eigentlichen, nämlich dem Kreieren unserer Kunst zu tun hat.
07:04Sowohl meine EP als auch das Album waren tatsächlich geförderte Projekte, aber ein Teil von den
07:10Videos auch so selbst finanziert. Und deswegen ist es halt schon auch immer wieder so ein
07:19bisschen die Frage, wo kommt das Geld jetzt her?
07:24Ich bin im Wintergarten-Varieté zum Beispiel als Sängerin. Ich habe einen Dayjob, eine
07:29technische Assistenz bei einem deutschen Fernsehsender. Ich spiele meine Konzerte. Ich gebe Workshops
07:41und Speeches, ich moderiere Sachen und ich schreibe. Ich arbeite so viel, damit ich meine Kunst
07:54machen kann. Und je mehr ich davon leben kann, das so cooler ist das natürlich, aber es ist
08:00halt nicht garantiert.
08:06Danke schön. Irgendwas ist runtergefallen. Egal. Also mein Sohn ist neun Jahre alt und ich war ganz
08:14überrascht darüber, dass als er dann selbstständiger wurde, dass ich tatsächlich parallel dazu immer mehr
08:20Aufträge, Jobs oder Einladungen ins Ausland oder sonst was hatte, irgendwie gab es eine ganz
08:25klare Parallele. Guck mal, jetzt habe ich nämlich unsere schlaue Soundliste gefunden. Bei den vielen
08:32Sachen, die ich mache, das ergibt sich ja immer aus Kontakten, aus frisch neu entwickelten Ideen
08:37und ja, da muss man irgendwie auch unterwegs sein und im Gespräch sein.
08:56Ich war auf Tour, als mein Sohn noch so Baby war, also ich weiß nicht, anderthalb oder so. Und dann
09:02bin ich
09:03halt so mit einem Stillbaby auf Tour gegangen und musste immer nach dem Soundcheck ins Hotel rennen, mein
09:07Kind stillen und wieder zum Auftritt rennen. Das war unglaublich aufwendig. Das stand in keinem Verhältnis mehr.
09:14Ich musste sogar Hartz IV beantragen. Also ich hatte sogar ein paar Jahre gar keinen Support, weil ich
09:20habe kein Geld in der Familie. Wie sollte das gehen?
09:25Aber es gibt mittlerweile tolle Initiativen. Also meine Freundin Aline Kohn zum Beispiel, die ist super clever und
09:32auch gut engagiert. Sie sagt dann halt, wie kann es sein, dass es keine Förderung gibt für Frauen, die mit
09:37Kindern auf Tour gehen wollen. So, jetzt gibt es mittlerweile einen Fördertopf für den Babysitter.
09:46Ja, oder sind das halt Metaphern, sind die beiden halt Metaphern für ein bestimmtes Nachtverhältnis?
09:54Also ich frage mich natürlich schon, aus welcher Perspektive es geschrieben wird, ob ich die
10:00schwarze Medusa bin oder ob ich sie quasi beschreibe wie eine Schwester. So, das beschreiben wie eine
10:10Schwester würde ich vielleicht auch interessant finden.
10:15Die Medusa hat ja schon so Schlangenhaare. Die hat schon so Schlangenhaare.
10:20Könnte man sich jetzt schon vorstellen.
10:23Das ist schwarze Menschen, wenn sie ihre natürlichen Haare tragen, dass sie dann irgendwie als unprofessionell oder vielleicht sogar auch
10:30gefährlich gelten irgendwie.
10:32Zum Beispiel finde ich das total gut, wenn ich jemanden habe, mit dem ich über Dinge gemeinsam nachdenken kann.
10:39So, also so ihr Blick, der ihn erstaunen lässt, in den Band zieht und verhext. Die Angst sitzt tief, er
10:45ist entsetzt.
10:46Wirft ein Mann einen Blick auf sie, wird er gleich zu Stein. Steine können helfen, sich von Blicken zu befreien.
10:52Mhm.
10:54Das hatte ich schon mal besser, wo ich es noch eher in Du mir vorgestellt habe oder so.
11:05Ich bin groß geworden als schwarzes Mädchen in einem sehr weißen Umfeld und habe versucht, mich bestmöglich zu assimilieren.
11:18Also, leiser zu sprechen, bisschen gebücktere Haltung, mich ein bisschen klein machen.
11:25Ich glaube, was mir gefehlt hat als Kind war, in den Leuten, die groß und schön und erfolgreich sind, zu
11:36sehen, das ist jemand. Das kann ich auch sein.
11:39Das ist jemand auch nicht.
11:55Hey.
11:57Schön, dich zu sehen.
11:58Na?
12:00War eine lange Fahrt.
12:02Ja, wie immer.
12:06Jetzt sind wir angekommen in dem wunderschönen Studio im Wald. Das ist auch genau der Ort, an dem wir hier
12:13immer arbeiten.
12:14Ja.
12:16Ich habe mich gefreut, ich freue mich immer, wenn es Kaffee gibt.
12:20Yay, Kaffee!
12:25Vanya Slavin, der Produzent meiner Träume.
12:31Und Vanya ist mega gut ausgestattetes Studio mit allem Equipment und Instrumenten, was man braucht, um fantastische Musik aufzunehmen.
12:41Und da kommen sie immer alle hierher, die Künstler, zu dir.
12:45Wir treffen uns immer abends, alle paar Wochen hier und kochen irgendwie leckere Sachen und dann arbeiten wir bis morgens
12:55eigentlich im Studio und schreiben eigentlich jedes Mal einen Song oder zwei.
13:01Wir nehmen jetzt hier ein Musikalbum auf. Also wir haben jetzt eigentlich schon zehn Songs aufgenommen und dann kommt auch
13:07noch alles andere, was dazu gehört.
13:19Ich stehe am Leben.
13:21Jetzt verändert sich ja sowieso alles. Also es ist überhaupt fragwürdig, ob man noch Platten pressen sollte.
13:28Die meisten Leute kaufen einfach keine Platten mehr und man veröffentlicht auch ja eigentlich nur noch einzelne Songs deshalb.
13:34Also das verändert sich jetzt gerade ja alles.
13:37Dass man dann sofort schon wieder eigentlich zurück.
13:40Dass es nicht so lang ist.
13:41Ja, das ist nur, und dann kann man später darauf.
13:43Und aber in dem Teil davor, bevor es in diesen, wo es so ein bisschen so instrumental wird, da finde
13:49ich könnte auch noch was passieren.
13:51Vielleicht könntest du da irgendwie noch eine kleine Sintfläche oder etwas rosa oder...
14:00Es gibt eigentlich fast nichts, was einen mehr mit so spontaner Euphorie erfüllt, als wenn man einen Song fertig geschrieben
14:06hat.
14:07Ich stelle mir vor, wie sie im Warmwasser baden.
14:14Man hat eine coole Idee, einen coolen Satz oder eine schöne Melodie und irgendwie findet alles zusammen.
14:20Und in dem Moment, wo das irgendwie so einrastet, wie so ein Puzzle, erschafft man ja etwas Neues.
14:28Der Pool ist leer. Ich stehe im Wald. Meine Füße sind weit weg.
14:41Ich stelle mir vor.
14:43Meinst du, wir schaffen das, in einer Woche jetzt wirklich alle Songs richtig fertig zu schreiben und fertig zu arrangieren?
14:49Ja, auf jeden Fall.
15:012023. Ich habe mir das vorgenommen, dass das mein Jahr wird. So eine Art definitiver Wendepunkt.
15:06Das Jahr, in dem ich mein Album rausbringe. Es gab tolle Rezensionen.
15:11Und dann kommt die Festival-Laison und nichts passiert. Ich kriege nicht einen einzigen Gig.
15:15That's offensichtlich also strukturelle Barrieren. I know that.
15:20What have you found out here?
15:23In Berlin is nowhere well.
15:25Yeah.
15:27The last time, there was the question about what my queer,
15:36schwarze Femme with me in this music business makes.
15:40So, und das haben wir auch so ein bisschen anhand deiner, gegen deine Erfahrungen auch nochmal gestellt.
15:47Ja, Erfolg, das ist erstmal was total positiv Besetztes.
15:50Das ist irgendwie eine gute Nachricht. Erfolg ist eine gute Nachricht.
15:52Frage nach der Kehrseite dessen wäre der nächste Schritt.
15:56Und aber auch, was hat es gekostet, diesen Erfolg, der sich ja dann meistens über irgendeine Form von Quantifizierbarkeit irgendwie
16:01bemisst.
16:02Also in Form von Klicks, Views, Shares, Likes, Slots, Sales.
16:06Wir müssen quasi immer noch erst beweisen, dass wir für die Bedürfnisse eines rezipierenden Publikums auch genau die richtigen sind.
16:14Und das wird halt umso schwerer, je mehr wir nicht den gängigen Vorstellungen von dem entsprechen, was denn als genehm
16:24irgendwie gilt.
16:25Ich kann das gar nicht richtig ausdrücken, aber...
16:28Weil das Absurde ist ja, weißt du, das Absurde ist ja, dass wir eigentlich in Jobs sitzen, die sich ganz
16:33viele Leute total erträumen.
16:34Schauspielerin, Sängerin, Model.
16:36Das ist ja auch mein Traumjob, sonst würde ich ja was anderes machen.
16:38So, weißt du, ich könnte andere Dinge machen, aber ich mache ja das.
16:40Und gleichzeitig stellt man fest, wie viele Haken da einfach auch, einen wirklich zurückhalten oder mit oder gegen den Strom
16:45schwimmen vielleicht.
16:46Ich möchte tatsächlich auch etwas in dieses Musikbusiness, in diese Musikindustrie hinein kommunizieren und sagen,
16:55hey, wir sind hier, wir wissen ganz genau, was wir wollen und ihr müsst uns tatsächlich auch zuhören.
17:00Das ist das, was ich auch will und worauf ich hinarbeite, ist halt, ich möchte auf den Bühnen in Deutschland
17:07stattfinden. That's all I want.
17:18Aber dein Leuchten kann alles überstehen. Sollen die schwarzen Löcher doch zum Teufel gehen.
17:26Aber ich, ich bin nicht on the run. Weil man manchmal nicht mehr kann.
17:54Eigentlich fing sozusagen meine Prägung als Musikerin schon vor meiner Geburt an.
17:58Nämlich, dass meine Eltern, meine beiden Onkels und meine Patentante zusammen eine Band hatten.
18:03Und dann, in diesem Zusammenhang sind meine Eltern dann zusammengekommen.
18:07Es war eine ziemlich, ziemlich wilde Zeit.
18:17Ich war die erste auch in meiner Familie, die Abi gemacht hat und studiert hat.
18:20Also es sind alles sehr, ja, wilde, chaotische Künstlerseelen gewesen.
18:37Also ich bin ja 1983 in Essen geboren. Meine Mama ist Kongolesin, mein Papa ist Sudanese.
18:44Die waren aber nicht zusammen. Meine Mama kannte sich in Deutschland nicht aus, ganz allein.
18:52Als ich elf Monate alt war, hat sie über die Diakonie eine Frau gefunden, die hat dann nicht nur mich,
19:01sondern eben auch meine leibliche Mutter mit aufgenommen.
19:04Und so bin ich dann halt mit zwei Müttern aufgewachsen.
19:10Husseini, der Nachname, den habe ich von meinem Opa mütterlicherseits, der halb albaner, halb türke war.
19:17Aber meinen Vornamen, Naima, den habe ich nicht deshalb, sondern den habe ich, weil meine Eltern mich nach einem Jazzsong
19:23benannt haben.
19:25Ich habe im Schultheater gesungen, ich habe auf dem Abi-Ball gesungen und hatte eine Punkband.
19:34Und dann bin ich aber aus Essen weg und habe erst mal das Singen beiseite gelegt.
19:40Ich hatte erst VWL studiert, abgebrochen, habe ich Medienwirtschaft studiert, abgebrochen.
19:44Und ich habe mir da angefangen zu überlegen, was brauche ich denn, um wirklich glücklich zu sein.
19:53Und das war dann der Beginn einer längeren Reise dann zu dem Projekt Malonda.
20:03Schwarze Medusa am einsamen Ufer
20:11Einst wird sie treffen, sein tödliches Schwert
20:19Und aus ihrem Blut wird steigen ein fliegendes Pferd
20:24Das ist das mit dem Auftakt, ne? Scheiße.
20:28Und aus ihrem Blut wird steigen ein fliegendes Pferd
20:32Ah, okay.
20:34Ich erinnere mich halt, als während der MeToo-Debatte sehr viel über Medusa gesprochen wurde.
20:40Als Opfer von sexualisierter Gewalt, die dann aber dafür bestraft wird, dass ihr das passiert ist.
20:47Und dann quasi dann noch hässlich gemacht wird.
20:51Und dann kommt noch ein Mann und schlägt ihr den Kopf ab.
20:56Die Kraft, die im Kopf steckt, das finde ich sehr positiv bewertet.
21:02Aber auch Wissen.
21:03Genau, das meine ich.
21:04Weil wir werden ja selten mit Intelligenz in Verbindung gebracht als Schwarzfrauen.
21:08Oder überhaupt mit magischen Kräften.
21:10Und das ist ja das, wofür der Kopf ja eigentlich erstmal steht.
21:13Für Wissen, für Ratio, für Kognition.
21:18Und das dann im Prinzip als Waffe zu haben, muss ja nicht unbedingt nur was Negatives sein.
21:24Ja.
21:25Mir ist es wichtig, dass Natascha hier ist, weil alles, was ich über dekoloniale Theorie gelernt habe, habe ich von
21:31Natascha A. Kelly gelernt.
21:33Tatsächlich.
21:34It's true, though.
21:36So.
21:37Und ähm.
21:38Danke.
21:40Aber weißt du, was das Schöne ist auch?
21:42Dass es nicht nur die Textform gibt, wie man unsere Geschichten erzählt.
21:47Und das ist das Schöne an diesem Song.
21:49Dass es halt ein neues Medium ist.
21:55Man, sieh in die Augen.
22:02Siehst du die Pracht?
22:05Siehst du den wahr?
22:07In ihren Augen siehst du die Wut.
22:14When I was young, my mama said
22:17Sie werden dich immer behandeln wie Dreck
22:20Ich hab nur gelacht und gedacht, dass sie nicht mehr ganz dicht wär
22:25Doch heut bin ich nicht mehr so sicher
22:31Also auf Social Media gab's natürlich wahnsinnig viel Hate
22:35Also Leute sind richtig, wenn's dir nicht gefällt, dann geh doch nach Hause
22:39Und I'm like, that's kind of the point
22:40Ich schreibe ja darüber, dass ich hier zu Hause bin und wie das für mich so ist
22:44Sie haben sich geschämt, aber das ist vorbei
22:48Jetzt sind sie stolz und sie tun sich leid
22:51Sie haben sich geschämt, aber das ist vorbei
22:54Jetzt haben sie die Deutschen Vorheit
23:02Na, ich nimm mal Wanda, ich hab dir das Soundcheck
23:06Wolltest du mir irgendwas ablegen, Wanda?
23:08Meine rassistische Erfahrung sitzt sehr tief und dementsprechend ist es mir sehr schwer gefallen
23:13Weil ich das auch als sehr schambehaftet empfunden habe
23:16Das zu thematisieren
23:20Mein politischer Aktivismus, der fängt schon doch innerhalb meiner eigenen Erfahrungen an
23:27Also das hat so in so einem queer-feministischen Bahnen angefangen
23:33Dann gab's irgendwann dann auch ein Sprechen über Rastismus
23:42Heimathafen Neukölln, das ist ja ein superschöner Veranstaltungsort
23:49Hey!
23:49Guten Morgen!
23:51Herzlich willkommen!
23:51Schön, dass du da bist!
23:53Ja, endlich!
23:54Voll schön!
23:55Schön, dass du da bist!
23:56Danke!
23:57Das ist hier heute mit Aline Cohen zusammen
23:59Eine Wegbegleiterin von mir, eine gute alte Freundin und fantastische Sängerin
24:04Die hier eben den Laden voll macht
24:07Und mich eingeladen hat, heute für sie hier so ein bisschen aufzuwärmen, das Publikum
24:14Das schaffe ich!
24:15Geil!
24:15Top
24:17Und wenn du da nicht rauskommst, dann siehst du auch wieder darüber
24:20Hier an deinem eigenen Backstage-Räuschen
24:24Hübsches Spiel
24:26So, alles
24:28Dann haben wir hier auch wieder einmal
24:31Ich weiß, ich kann nicht schminken
24:36Einfach weiterspielen
24:39Oh, ich darf nicht mehr so viel singen
24:42Ich habe wirklich mit mir gerungen, ob ich heute absagen soll
24:48Ich bin quasi angeschlagen seit einer Woche jetzt, genau
24:51Also ich habe eigentlich richtig flach gelegen
24:55Es ist halt immer irgendwie auch ein Spiel mit dem Feuer
24:58Weil du weißt ja nie, wenn ich jetzt plötzlich krank, dann hast du überhaupt keine Sicherheiten
25:03Überall, wo ich, auch jetzt im Theater, wenn ich da einen Gastvertrag mache, bin ich ja nicht versichert
25:07Das geht nicht, vor allem meine Stimme, das ist meine Finanzierung
25:10Das ist kein Wasser
25:14Das war so der Kick-Off, finde ich
25:16Von der ganzen bunten Welt
25:22Jetzt gerade sind wir in der Wohnung von meiner Bühnenmutter, Gabriela Gottschalk
25:29Die mir beigebracht hat, mich empowert hat, auf der Bühne als Solokünstlerin auch zu performen
25:38Wir haben ihre Bühnenshows kreiert, wir haben den Look erstellt
25:44Und
25:46Es ist ja nicht nur Choreografie, es ist ja auch
25:48Es ist ein gesamter Style von Bewegung
25:50Diese Bewegung sieht gut aus, du bist zu groß, du kannst auch so und so machen
25:54Also es geht auch so um Selbstbewusstsein, was da so gekommen ist
26:01Ich brenne dafür, wenn jemand was zu erzählen hat und die Seele runterschreibt und das zu inszenieren, das ist für
26:08mich absolut was ganz wahrhaftiges und was ganz, ganz wertvolles
26:21Wir sind ja heute in Hamburg beim Fluctoplasma-Festival, das findet einmal im Jahr statt und das zentriert so antirassistische,
26:30queerfeministische Diskurse
26:34Mal gucken, wie es wird, also ich kenne das Publikum noch nicht
26:46Es brennt, ich bin in meinem Element
26:53Zünde Gedanken wie Fackeln im Dunkeln an
26:57Und ich leuchte, ich leuchte
27:02Ihr hört meine Explosion
27:05Und hier ist es ganz genau
27:08Heiß, elektrisch, Funken spröhnt
27:12Hier kommt die Feuerfrau
27:15Und es brennt
27:17Ich bin kein Mädchen mit Streichhölzern
27:19Weil ich brennt
27:20Ich bin die Feuerfrau
27:24Einen wunderschönen guten Abend Berlin
27:28Ich habe die große Ehre
27:32Eine ganz, ganz tolle Sängerin, mit der ich befreundet bin vorzustellen
27:38Ihr dürft jetzt ihre tolle Stimme und ihre tollen Songs hören
27:42Hier kommt Naima Hosseini
27:47Ich treff mich schwarz, komm auf den Punkt
27:50Bin mittendrin, seh alles bunt
27:53Den roten Faden in der Hand
27:56Von Zeit zu Zeit gegen die Wand
28:00Sieh meine Schlüsse, sieh einen Strich
28:03Ich will nach vorn, bin nicht zurück
28:06Geh wieder raus, versuch mein Glück
28:09Von Zeit zu Zeit spielt es verrückt
28:13Einen Schritt vor, einen Schritt zurück
28:16Ich werd nicht schlauer, nicht ein Stück
28:19Es wäre schon schön, weiterhin eben vor viel Publikum auch live zu spielen
28:25Und langfristig, also wenn ich dann irgendwann mal älter bin
28:30Und keine Lust mehr habe, live zu spielen
28:32Habe ich so ein bisschen den weiterführenden Plan auch selber mehr Musik zu produzieren
28:37Weil das kann man dann eben auch noch ohne jetzt die ganze Zeit durch die Weltgeschichte zu gucken
28:43Mein größter Wunsch für meine Zukunft ist, dass ich für den Rest meines Lebens Konzerte spielen darf
28:51Und auf der Bühne sein kann
28:53Und ich glaube Publikumsgröße ist dabei gar nicht so entscheidend
28:57Sondern halt eher, dass es immer Orte gibt, an denen ich Geschichten erzählen kann
29:05Und immer die Leute da sind, die sich in diesen Geschichten auch selber wiederfinden
29:15Applaus
29:19Applaus
29:24Applaus
29:25Applaus
29:27Applaus
29:28Applaus
29:31Applaus
29:31Applaus
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